- Heilig Kreuz

und
Pfarrbrief Heilig Kreuz
Sommer 2015, 10. Jg. | Nr. 29
Grußwort
Liebe Gemeinde!
W Wer
mit dem Auto unterwegs ist und ein fremdes Ziel ansteuert, der hat sich
wahrscheinlich schon manches Mal glücklich geschätzt, wenn er im Besitz eines
Navigationsgerätes ist.
Vor einigen hundert Jahren hat Leonardo da Vinci schon gesagt: „Binde
deinen Karren an einen Stern.“
In den vergangenen Wochen hat der Pfarreirat das neu erarbeitet Leitbild
unserer Gemeinde in den Gottesdiensten vorgestellt und veröffentlicht. Dieses
Leitbild ist für uns auch so etwas wie ein Navigationsgerät: es ersetzt nicht unser
eigenes Denken – mancher ist ja schon ganz woanders gelandet, wenn er sich
völlig auf sein Navi verlassen hat – aber es hilft uns doch, uns zurecht zu finden,
es gibt Orientierung und weist auf das Ziel, so wie der Stern, von dem da Vinci
spricht.
Das Leitbild unserer Gemeinde gibt keine konkreten Handlungsanweisungen, aber weist uns die Richtung. Wenn das Leitbild etwa davon spricht, dass wir
eine gastfreundliche Gemeinde sein wollen, dann bedeutet es für uns, konkret auf
die Herausforderung zu antworten, die die Menschen an uns stellen, die hier –
aus welchen Gründen auch immer – eine neue Heimat suchen.
Jesus sagt von sich: „Ich bin der Weg.“ Das Leitbild unserer Gemeinde will uns
helfen, als Gemeinde mit ihm und in seinem Sinn unterwegs zu bleiben.
Herzlich grüße ich Sie auch im Namen des Seelsorgeteams und hoffe, dass
wir uns immer wieder daran erinnern, was Rose Ausländer uns ans Herz gelegt
hat: „Vergeßt nicht Freunde: Wir reisen gemeinsam.“
Christel Seibert
Pastoralreferentin
Titel: Viele Kinder haben ihre Sommerferien in einer der Freizeiten
unserer Gemeinde verbracht. Die Pfadfinder waren in Dörpen,
die Integrative Freizeit in Nienstedt (s. S. 36), das Rödderlager in
Rinteln und die Ferienaktionswoche hat am Pfarrheim Maria
Königin stattgefunden. Stellvertretend für all diese Aktivitäten, hier
zwei Fotos von der DPSG und aus dem Rödderlager.
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Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
Leitbild Heilig Kreuz
Ein Leitbild für die Pfarrei Heilig Kreuz – warum das?
Das Evangelium, die Botschaft Jesu ist doch Leitbild genug für eine
Pfarrei. Warum soll da etwas Neues formuliert werden?
Man könnte nun natürlich sagen, dass es einfach laut Satzung des
Pfarreirates zu seinen Aufgaben gehört, einen lokalen Pastoralplan
zu erstellen (§2, 1b) und damit auch ein Leitbild.
Das wäre eine einfache Antwort. Die Aufgabe ist umfangreicher.
Es geht darum, in einem umfassen­
den Sinn die Gegebenheiten vor Ort
wahrzunehmen, sich mit der Botschaft
des Evangeliums auseinanderzusetzen
und dann „verbindliche Prioritäten
sowie Ziele und Maßnahmen beschrei­
ben“ (Unsere Seelsorge April 2013,
S. 9), sozusagen im Dreischritt: sehen
– deuten – handeln.
Der Pfarreirat hat sich in den
letzten eineinhalb Jahren mehr oder
weniger mit dieser Thematik beschäf­
tigt. Zum einen bei einer Klausur­
tagung, wo der Blick auf Gegebenhei­
ten des Pfarreigebietes getätigt wurde,
zum anderen mit der Durchführung
eines Pfarrkonventes im November
2014, an dem viele Gruppen, Verbän­
de und Organisationen unserer Pfarrei
W
teilgenommen haben. Dabei wurden
Rückmeldungen, Fragen und Anregun­
gen für die pastorale Arbeit gegeben.
Im Anschluss an die Auswertung des
Pfarrkonventes entschied der Pfarrei­
rat, ein Leitbild zu formulieren.
Hier ging es darum, die Visionen
möglichst vieler zu einer gemeinsa­
men Vision zusammenzuführen. Es
ging um die Beantwortung der Fragen:
Wer sind wir? Wofür stehen wir? Was
wollen wir? (siehe: Unsere Seelsorge
April 2013, S. 48f).
Ein Leitbild bietet Orientierung
und soll der Weiterentwicklung der
Pfarrei dienen. Es ist ein Maßstab,
den wir immer wieder anlegen, um zu
überprüfen, ob wir auf dem richtigen
Weg sind.
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
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Ein guter Grund zu feiern
Die Überlegungen des Liturgieausschusses zur Feier des Fronleichnamsfestes standen in diesem Jahr unter einer ganz besonderen Herausforderung, denn ein Produzent des ZDF hatte sich bei unserem Pfarrer
Peter Nienhaus gemeldet. Aufmerksam geworden durch die Fotos des
vorjährigen Festes auf der Homepage unserer Pfarrei, hatte er angefragt,
ob Dreharbeiten für die Fernsehsendung „Ein guter Grund zu feiern“
möglich seien, die an Fronleichnam 2016 ausgestrahlt werden soll.
Leitbild der Pfarrei Heilig Kreuz Dülmen
Wer wir sind
Die katholische Pfarrei Heilig Kreuz ist eine Gemeinschaft in der Nachfolge
Christi, die in Verbindung mit Gott zu begeistern und glaubwürdig zu leben
versucht. Dabei wollen wir nicht starr, sondern flexibel und wandelbar sein im
Denken und Tun. Das wird sichtbar in der Liturgie, Katechese und der
Nächstenliebe. Unsere Grundlage ist das Wort Gottes.
Was wir wollen
Wir wollen neugierig auf Gott machen und weitersagen, was uns im Glauben
bewegt.
W Das Ziel der Pfarrei Heilig Kreuz ist es, eine gastfreundliche Pfarrei zu sein
und Menschen unterschiedlichen Alters mit ihren Talenten und Fähigkeiten
wertschätzend und tolerant gegenüber zu treten und zu fördern.
W Wir versuchen die Vision umzusetzen, gemeinsam auf dem Weg zu sein,
einander im Leben zu unterstützen.
W Aus der Botschaft Jesu ergibt sich die Aufgabe, die Bedürfnisse und die Nöte der
Menschen wahrzunehmen, Projekte und konkrete Hilfen zu entwickeln und zu
unterstützen, um Not abzuwenden.
W Unser Ziel ist es, Gemeinschaft innerhalb der Pfarrei zu fördern und kirchliche
und gesellschaftliche Kontakte nach außen aufzubauen und zu vertiefen.
W In der Pfarrei Heilig Kreuz gibt es Räume unterschiedlicher spiritueller Erfahrung. Wir wollen die kreative Vielfalt liturgischer Formen weiterentwickeln.
W
Wie geht es weiter? Ende Oktober trifft
sich der Pfarreirat zu einem Klausur­
tag, um weitere Überlegungen und
konkrete Schritte in der Erarbeitung
des lokalen Pastoralplanes zu tätigen.
Dabei geht es in einem ersten Schritt
darum, noch intensiver die Menschen,
die Gegebenheiten, die Besonderheiten
in Heilig Kreuz zu sehen und wahrzu­
nehmen.
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Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
Im Liturgieausschuss sahen wir eine Chance für
unsere Pfarrei, wenn wir über die Sichtweise, die wir
mit dem Fronleichnamsfest verbinden, berichten
können.
Seit vielen Jahren feiern wir dieses traditionelle
Fest unter einem Thema, das erkennen lässt: Wir sind
als Christen gemeinsam unterwegs mit der Hostie,
dem gewandelten Brot, von dem wir glauben, dass es
Jesus Christus selber ist. Wir tragen ihn zu den Men­
schen und möchten sie in ihren verschiedenen Lebens­
welten berühren. Daher geht die Prozession in jedem
Jahr durch ein anderes Wohngebiet unserer großen
Pfarrei, und es stehen immer andere Menschengrup­
pen in ihren je verschiedenen Lebenssituationen im
Vordergrund: z.B. Alte Menschen, Kinder, Hilfsbe­
dürftige, Sportbegeisterte, Berufstätige, Lernende.
W
Der zweite Schritt beinhaltet die
Deutung des Wahrgenommenen in
Auseinandersetzung mit biblischen
Texten. Danach, in einem dritten
Schritt, wird entschieden, wo Schwer­
punkte pastoralen Handelns gelegt
werden.
| Lisa Scheffer
Die Mitglieder des Liturgieausschus­
ses bemühen sich dabei immer wieder
darum, aktuelle, gesellschaftliche The­
men einzubeziehen.
Es war schnell klar, dass in die­
sem Jahr die Heilige Messe im Garten
des Pfarrheims Maria Königin gefeiert
werden und die sich anschließende Pro­
zession den Weg durch diesen Gemein­
deteil nehmen sollte.
Als Thema bestimmten wir den
Titel der Fernsehsendung: „Ein guter
Grund zu feiern“, denn dieser hatte uns
auf die Idee gebracht, einmal die leichte
Seite des Lebens hervorzuheben. Wir
wollten zeigen zu welcher Freiheit wir
Menschen finden können, wenn wir es
schaffen uns eine Weile zu lösen von
allen Aspekten des Zwangs, der Zweck­
gebundenheit und des Nützlichkeits­
denkens. In solchen Lebenslagen kön­
nen wir eine starke Gottverbundenheit
spüren.
Die Suche nach Aspekten, die
diesen Gedanken weiter ausführten,
brachte uns auf die folgenden The­
men: das Spielen als eine Handlung,
bei der der Mensch ganz bei sich und
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
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Das Filmteam
des ZDF
begleitet die
Fronleichnamfeier.
6
damit dem Schöpfer nahe ist; das Tan­
zen als Möglichkeit des Gebetes; das
Staunen über die Schöpfung. Dazu
passend wählten wir als Stationen den
St. Monika-Kindergarten, die Tanz­
schule Herzog und den schön gestalte­
ten Vorgarten der Familie Böckmann.
Am Dienstag vor dem Fronleich­
namstag reiste das Fernsehteam an
und bat Pfarrer Nienaus, die Küsterin
Frau Eich und mich als Vertreterin des
Liturgieausschusses zu einem Vorge­
spräch. Der Produzent erläuterte uns,
dass bereits am Mittwoch vorbereitende
Dreharbeiten stattfinden sollten: Wie
Frau Eich alle notwendigen Utensilien
für Gottesdienst und Prozession von der
Sakristei Heilig Kreuz zum Pfarrheim
Maria Königin transportierte und auf­
baute; wie Pfarrer Nienhaus die geplan­
te Liturgie erläuterte; wie ich Vorberei­
tungen in der Tanzschule tätigte. Hier
sollte der Schwerpunkt für den Film­
bericht liegen. Ein Drehbuch wies uns
allen unsere „Rollen“ sehr genau zu, es
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
war nicht schwer, sich in die Arbeit der
Fernsehleute hineinzufinden. Im Dia­
log mit dem Moderator Andreas Korn
entwickelte sich die Einführung in das
Thema „Ein guter Grund zu feiern“,
wobei die besondere Beziehung zum
Thema Tanzen deutlich wurde.
Am Fronleichnamstag selbst
begleitete uns das Fernsehteam bei der
Feier der Heiligen Messe und auf dem
Prozessionsweg. Als wir die Station
an der Tanzschule erreichten, waren
viele Menschen überrascht, dass wir
in das Gebäude hineingingen. Man
spürte, dass sie diesen Ort nicht mit
einer Fronleichnamsprozession in Ver­
bindung brachten. Aber wir hatten ja
mit Bedacht diesen Ort ausgewählt, an
dem die verschiedensten Menschen die
vielfältigen Tanzschritte lernen und
bei festlichen Gelegenheiten auspro­
bieren können. Bibeltexte, ein Liedvers
und ein Gebet machten deutlich, dass
Tanz und Gesang ein wichtiger Teil des
Lebens sind und, dass die Menschen sie
seit jeher dazu einsetzen, um mit ihrem
ganzen Körper Gefühle auszudrücken
und so auch Gottesverehrung und Freu­
de darstellen.
Frau Fauler von der Tanzschule
Herzog übernahm es, die Gottesdienst­
gemeinde zu einigen Tanzschritten
anzuleiten. Dass sie dazu einen PopSong einsetzte, ließ uns alle erkennen,
dass es keine Trennung zwischen unse­
rer Alltagswelt und unseren religiösen
Gefühlen geben muss. Wenn wir das
rechte Gespür entwickeln, können wir
Gottes Nähe in allen Dingen unse­
res Lebens wahrnehmen. Es war sehr
anrührend, dass sich viele Menschen
zu den rhythmischen Klängen von
„My Sweet Lord“ bewegten. Ein starkes
Gemeinschaftsgefühl und große Freu­
de kamen auf.
Nach dem Abschlusssegen am
Pfarrheim Maria Königin klang das
Fronleichnamsfest aus bei Grillwürst­
chen und kühlen Getränken, für die
das bewährte Grillteam gesorgt hatte.
Viele, die miteinander auf dem Weg
gewesen waren, blieben noch ein wenig
bei einander und tauschten sich über
das Erlebte aus. Das Filmteam mischte
sich nochmals unter die Gemeindemit­
glieder und fragte nach Eindrücken. Ich
habe viele positive Meinungen wahrge­
nommen.
Gespannt sind wir alle auf den
Fronleichnamstag 2016, wenn „unse­
re“ Sendung ausgestrahlt wird.
„Sing Hallelujah“
– Frau Fauler,
Tanzschule Herzog, macht mit
viel Schwung die
Tanzschritte vor.
| Für den Liturgieausschuss: Brigitte Scholtyssek
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
7
Jubiläumsfest – 50 Jahre Kita St. Monika
Jubiläumsfest
50 Jahre
Seit 50 Jahren gehen täglich viele Menschen in diesem Kindergarten
ein und aus. Jeder wird für sich ein Stück weit geprägt durch das
Aufeinandertreffen dieser vielen verschiedenen Menschen – der eine
mehr, der andere weniger.
Sonntag,
27. September ’15
11 Uhr
ottesdienst
11.00 Uhr Familienwortg
mit dem
auf der Pfarrheimwiese
in
nig
Kö
Kinderchor Maria
11.45 Uhr Begrüßung
Beitrag
12.00 Uhr Musikalischer
der Kinder
ber für Groß
15.00 Uhr Trommelzau
mprecht
und Klein mit Johnny La
16.45 Uhr Ausklang
Tageseinrichtung
St. Monika
M ittag essen
Tombola
ln
Cafeteria mi t Waffe
und Ku chen
Schmink sta nd
Rollend e Waldschule
Hüpfburg
Dosen werfen
Schatzsu che
im Stroh
u.v.m.
Erweiterung der Kindertageseinrichtung St. Monika
So steht der St. Monika Kindergarten
mit seinen 50 Jahren symbolisch für
einen Ort der Begegnung.
Seit 50 Jahren begegnen sich hier
Menschen, die gemeinsam arbeiten,
spielen, lernen, beten, singen, sich ent­
wickeln, Freundschaften knüpfen, Kon­
flikte miteinander austragen, lachen,
weinen, Entdeckungen machen … ein
Stück gemeinsamen Lebens miteinan­
der gehen.
W
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Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
Dies ist ein Grund zur Freude und
darum laden wir zum großen Feste alle
kleinen und auch großen Gäste aus der
Gemeinde Heilig Kreuz recht herzlich
am Sonntag, 27. September 2015, ein.
| Jutta Kuhmann
Da es im Bereich der Pfarrgemeinde
Heilig Kreuz zu einem Betreuungseng­
pass gekommen ist, hat die Stadt Dül­
men mit dem Träger die Vereinbarung
getroffen, dass unsere Einrichtung,
für eine Dauer von zwei Jahren, zum
1. August 2015 auf fünf Gruppen erwei­
tert wird. In diesem Zusammenhang
ist auch die Vereinbarung getroffen
worden, dass vermehrt Flüchtlingskin­
der aufgenommen werden.
W
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
9
Sieben Fragen an…
…Jutta Kuhmann
?!
Jutta Kuhmann wurde in Dülmen geboren, wo
sie auch aufgewachsen ist. 1988 hat sie sich auf
den Weg gemacht, um Erzieherin zu werden. Seit
1990 ist sie als Erzieherin in der Pfarrgemeinde
Heilig Kreuz tätig.
?!
Die neue Gruppe Typ I (20 Kinder im
Alter von zwei bis sechs Jahren) hat den
Namen: „Das Schneckenhaus“ erhalten.
Die Erweiterung der Einrichtung
wurde durch eine Raumersatzlösung
(Container) durchgeführt. Diese wurde
auf dem Bereich unserer Schaukeln
aufgestellt. Wir haben einen Gruppenund Nebenraum sowie einen Schlaf­
raum erhalten. Durch einen Trocken­
bau konnte eine direkte Anbindung an
das Hauptgebäude geschaffen werden.
Die Schaukeln wurden für diese Zeit
Impressum
Herausgeber Öffentlichkeitsausschuss Heilig Kreuz
Verantwortlich: Dr. J. Holtkamp
Layout: junit · Netzwerk Visuelle Kommunikation
Fotos usw.: Ch. Daldrup, DPSG, K. Duffner, St. Kannacher (Stadt
Dülmen), kfd, R. Kübber, J. Kuhmann, lassedesign fotolia.de, Ch.
Marx, E. Medding, F. Moschner, A. Nitsche, Rödderlager, Selbstauslöser, Taizégruppe, R. Weppelmann, G. Winkler, u.v.a.
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Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
auf die Pfarrheimwiese Maria Königin
aufgestellt, damit wir sie weiter nutzen
können.
Somit werden jetzt in unserer
Einrichtung 102 Kinder im Alter von
sieben Monaten bis zum Schuleintritt
betreut. Von diesen 102 Kindern sind
29 Unter-3-Kinder in unserer Einrich­
tung und 64 Kinder werden den gan­
zen Tag betreut. Der Betreuungsschlüs­
sel ist auf 21 Erzieherinnen in Voll- und
Teilzeit gewachsen.
| Jutta Kuhmann
Mitarbeiter/innen: H. Brüner, R. Latzel, P. Nienhaus,
A. Nitsche, G. Wietheger, J. Holtkamp
Druck: VaKo-Druck GmbH, Dülmen
www.heilig-kreuz-duelmen.de
E-Mail: [email protected]
Telefon 02594/2126
Der nächste Pfarrbrief erscheint am 9. Dez. 2015
Redaktionsschluss ist der 20. November 2015
Beiträge sind willkommen.
1. Was hat Sie motiviert, in einem
Kindergarten zu arbeiten?
Aspekte die mich bewegt haben, die
Erzieherausbildung zu machen, waren
der Spaß und die Freude, mit Kindern
zu arbeiten, zu erleben, wie stolz Kinder
sind, wenn sie sich ihre Welt erobern
und die Entwicklung der Kinder zu
unterstützen.
?!
2. Viele kennen zwar einen Kindergarten aus ihrer eigenen Kindheit. Ist der
Tagesablauf seit den 1980er Jahren
gleich geblieben? Was hat sich verändert?
In dieser Zeit hat sich nicht nur unser
Gebäude, sondern auch die Pädagogik
geändert. Früher war der Betreuungs­
schlüssel in der Regel sechs Erziehe­
rinnen in Vollzeit bei drei Gruppen
und 75 Kindern. Die Kinder waren zwi­
schen vier und sechs Jahren alt. Heute
sieht unser Betreuungsschlüssel wie
folgt aus: 21 Erzieherinnen in Teil- und
Vollzeit, bei fünf Gruppen und 102
Kindern. Heute kommen einige Kinder
schon unter einem Jahr zu uns in die
Kita.
Dies lässt sich darauf zurückführen,
dass sich die individuellen Lebenskon­
zepte der Familien verändert haben
und es ein gesetzlich verankertes Recht
auf einen Betreuungsplatz gibt.
Dadurch bedingt hat sich auch
der Lebensalltag der Kinder in der Kita
geändert. Sie sind länger in der Kin­
dertagesstätte, essen und schlafen zum
Teil in der Einrichtung und sind auch
teilweise am Nachmittag in der Kita.
Früher wurden die Kinder in der Regel
zu 12.00 Uhr aus der Kita abgeholt und
nur vereinzelt am Nachmittag wieder
in den Kindergarten gebracht. Es wurde
früher oft das Lied: „Wir Kindergarten­
kinder“ gesungen und in einer Strophe
heißt der Text: „Und wenn vom Kirch­
turm, die Glocke zwölfmal schlägt,
dann wissen alle Kinder, dass es nach
Hause geht.“ Dieses trifft heute für die
meisten Kinder nicht mehr zu.
Mit dem Kinderbildungsgesetz
wurde die Förderung der Kinder indivi­
dueller, intensiver und kindgerechter.
Der Kindergarten wurde als Ort für
zeitgemäße frühkindliche Bildung
gestärkt. Auf Basis eines eigenen
Bildungs- und Erziehungskonzeptes
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
11
?!
beobachten und dokumentieren wir
die Entwicklung der Kinder zu deren
individuellen Förderung.
?!
3. Die Anforderungen an einen Kindergarten sind in den vergangenen Jahren
immer größer geworden? So sollen die
Kinder schon im Kindergarten spielerisch eine Fremdsprache lernen? Und
auch die Unterbringung von kleineren
Kindern (U3) gestaltet sich in der Praxis
nicht so einfach. Vor welchen Herausforderungen steht der Kindergarten?
Mit Kindern unter drei wurde in unse­
rer Kita vieles anders. Wir sind mit der
Umsetzung zur U3 Betreuung im Jahr
2010 mit sechs Kindern ab zwei Jah­
ren gestartet. Mittlerweile haben wir
29 Kinder, verteilt auf vier Gruppen,
in der U3 Betreuung. Wir haben spe­
ziell für Kinder unter zwei Jahren zum
1. August 2013 eine eigene Gruppe
eröffnet. In dieser Gruppe sind zurzeit
zwölf Kinder im Alter von sieben Mona­
ten bis drei Jahren. Plötzlich hatten wir
ganz andere Sicherheits- und Hygiene­
standards zu beachten, benötigten spe­
zielle Spiel- und Förderangebote und
absolut mehr Zeit für die Pflege. Auch
die Erzieherinnen mussten sich in die­
sem Bereich weiterbilden.
?!
4. In den Medien wurde ausführlich
über die Streiks in den Kitas berichtet.
Die Erzieherinnen kämpften für Lohnzuwächse? Wie bewerten Sie den Streik?
Die Kolleginnen aus den kommunalen
Kitas haben gestreikt, das ist richtig. Sie
kämpfen für mehr Anerkennung und
mehr Lohn, da sich die vorschulische
Betreuung in den vergangenen Jahren
sehr stark verändert hat und zwar quan­
titativ wie qualitativ.
12
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
Wir Erzieherinnen sollen nicht mehr
nur „einfach mit den Kindern spielen
und sie beaufsichtigen“. Stattdessen
wird von uns erwartet, den Kindern
zentrale Kompetenzen zu vermitteln
und jedes Kind individuell zu fördern.
Befeuert wird der Wandel mit Erkennt­
nissen aus der Bildungsökonomie: Die
frühkindliche Bildung ist für das spä­
tere Erwerbsleben viel wichtiger als die
späteren Bildungsphasen.
Aufgrund der höheren Anforde­
rungen an die Erzieherinnen, ist es
gerechtfertigt, dass unser Lohn den
neuen Anforderungen angepasst wird.
?!
5. Ärzte weisen darauf hin, dass viele
Kinder ungesund essen, sich zu wenig
bewegen und ihr Medienkonsum zu
hoch sei? Stimmen Sie dem zu?
Es ist schon in den letzten Jahren zu
beobachten, dass der Umgang mit
Medien sich verändert hat. Mittlerweile
werden die Kinder mit Computer, PC
Spielen, Tablets, Handys etc. groß. Der
Umgang mit diesen Dingen ist für viele
Kinder eine Selbstverständlichkeit.
Bedingt durch die veränderten
Lebenssituationen der Familien, bleibt
ihnen heut zu Tage wenig Zeit, ihr Kind
mit dem Fahrrad zur Kita zu begleiten
oder zu Fuß kommen.
Viele Kinder haben auch nicht
mehr die Möglichkeit auf den Straßen
zu spielen.
Eine ausgewogene Ernährung
sichert das Wachstum sowie die Ent­
wicklung eines Kindes und stärkt das
Immunsystem. Auch hier ist zu beob­
achten, bedingt durch die verschie­
denen Kulturen und den Zeitmangel
vieler Eltern, dass nicht immer auf die
gesunde Ernährung geachtet werden
kann.
Wir können bei den Eltern zu diesem
Thema nur Aufklärungsarbeit leisten
und ihnen durch das Frühstücksbuffet
in der Kita zeigen, wie ein gesundes
Frühstück aussehen könnte.
?!
6. Eine zunehmende Herausforderung
sind Flüchtlingskinder und Kinder mit
Migrationshintergrund. Ist das auch in
Dülmen so und wie versuchen Sie die
Kinder willkommen zu heißen?
Ja, auch in Dülmen kommen immer
mehr Familien mit Migrationshinter­
grund und Flüchtlingsfamilien an.
Gerade auch im Bereich der Pfarr­
gemeinde Heilig Kreuz können wir
diese Entwicklung sehr gut beobach­
ten. Somit ist auch in unserer Kita ein
Zuwachs an Familien mit Migrations­
hintergrund und Flüchtlingsfamili­
en zu beobachten. Dadurch bedingt
wurde im Zuge der Erweiterung der
Einrichtung zwischen dem Träger und
der Stadt Dülmen vereinbart, dass wir
im neuen Kindergartenjahr vermehrt
Flüchtlingsfamilien aufnehmen wer­
den. Wir freuen uns über alle Familien,
die zu uns in die Einrichtung kommen
und heißen diese herzlich willkommen,
egal welcher Herkunft, Nationalität.
Wir versuchen alle Kinder und Fami­
lien in das Leben der Kita im Rahmen
unserer Möglichkeiten zu integrieren.
Die zugewanderten Familien
haben traumatische Erlebnisse zu ver­
arbeiten. Sie müssen den Verlust ihrer
Existenz verkraften, eine neue Kultur
verstehen und eine neue, fremde Spra­
che lernen. Es gibt sprachliche und
kulturelle Barrieren, die wir in der Kita
überwinden müssen. Natürlich haben
alle Kolleginnen eine Grundqualifizie­
rung in der interkulturellen Arbeit.
?!
7. Sie feiern in diesem Jahr Jubiläum:
Was haben Sie sich überlegt?
In diesem Jahr wird unsere Einrichtung
50 Jahre alt. Seit 50 Jahren gehen täg­
lich viele Menschen in diesem Gebäude
ein und aus. Jeder ob groß oder klein
wird für sich ein Stück weit geprägt
durch das Aufeinandertreffen dieser
vielen verschiedenen Menschen – der
eine mehr, der andere weniger. So steht
der St. Monika Kindergarten mit seinen
50 Jahren symbolisch für einen Ort der
Begegnung.
Wir werden dieses Ereignis mit
einem großen Geburtstagsfest am
Sonntag, 27. September 2015, feiern.
Beginnen werden wir mit einem Fami­
lienwortgottesdienst um 11 Uhr auf der
Pfarrheimwiese Maria Königin. Hier­
bei werden uns der Kinderchor Maria
Königin und Frau Drees, die Organi­
stin, begleiten. Im Anschluss an den
Wortgottesdienst wird es Spiel und
Spaß rund um die Kita geben. Um
15 Uhr wird der Trommelgeschichten­
erzähler „Johnny Lamprecht“ kommen
und gemeinsam mit den Kindern auf
der Pfarrheimwiese auf eine Trommel­
reise gehen. Für das leibliche Wohl
wird mit Grillwürstchen und Suppe
sowie Kaffee und Kuchen gesorgt.
Wir möchten die ganze Gemeinde
recht herzlich einladen, mit uns dieses
Ereignis zu feiern.
| Das Interview führte Jürgen Holtkamp
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
13
»IGZ – auch etwas für Heilig Keuz(ler)«
Generationsübergreifendes Leben und Lernen vor Ort –
Eine Vision wird Wirklichkeit!?
In der Mitte von Dülmen entsteht ein Intergeneratives
Zentrum (IGZ). Dabei weiß der überwiegende Anteil der
Bevölkerung aktuell keine konkreten Inhalte mit dem Begriff
der „Intergenerativen Arbeit“ zu verbinden.
Erklärungen können anschaulich nur in Verbindung mit
der Beschreibung und Wahrnehmung des gesellschaftlichen
Wandels gelingen.
In den kommenden Jahren und Jahr­
zenten wird sich die Bevölkerungs­
struktur in Deutschland stark verän­
dern. Vielerorts sind die demographi­
schen Veränderungen deutlich spür­
bar: Abnehmende Bevölkerungszahlen,
eine Zunahme des Anteils älterer Men­
schen, ein deutlicher Rückgang des
Anteils von Kindern und Jugendlichen
sowie eine vielfältiger werdende Gesell­
schaft. Auch die Rahmenbedingungen
in der Familie haben sich verändert. Im
W
14
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
Vergleich zur früheren, unter einem
Dach lebenden „arbeitsteiligen“ Groß­
familie sind Eltern heute häufig berufs­
tätig und unterschiedlichen Anforde­
rungen im Berufs- und Privatleben aus­
gesetzt. Die Großeltern leben nur noch
selten im selben Haushalt. Der Anteil
der Menschen, die alleine leben nimmt
zu. Und das führt schon jetzt bei diesen
Menschen zu einer Einsamkeit, die so
tief sitzt, dass sie glauben, das wäre die
normale Lebensweise.
Auf welch vielfältige Weise verschiedene Generationen locker und ungezwungen
miteinander in Kontakt kommen können, erlebten Dülmenerinnen und Dülmener
am Sonntag, 21. Juni, rund um Rathaus und St. Viktor-Kirche. Mit dem „Tag für alle“
gaben die Stadt Dülmen, die Kirchengemeinde St. Viktor und ihre Einrichtungen
sowie die vielen Kooperationspartner des geplanten Intergenerativen Zentrums
(IGZ) einen gelungenen Vorgeschmack auf das künftige Leben im „Haus für alle“.
| Stadt Dülmen
Mit dem bundesweiten Aktionsprogramm
der Mehrgenerationenhäuser wurde seit
2004 dieser gesellschaftlichen Entwicklung
bewusst etwas entgegen gesetzt. Dabei ist es
wichtig, dass Veränderung frühzeitig ansetzt.
Denn Sozialkompetenz und Menschlichkeit
werden in frühen Jahren erworben und spä­
ter an künftige Generationen weiter gegeben.
Ziel des generationenübergreifenden Lebens
und Lernens im IGZ ist es, ein „Klima“ zu
schaffen, in dem das alltägliche Miteinan­
der zur Selbstverständlichkeit wird. Im IGZ
steht nicht das Wahrnehmen von Angebo­
ten im Vordergrund. Vielmehr kommt hier
dem Anregen von Gemeinschaft und dem
Austausch zwischen den Generationen – im
Idealfall auch ohne Anleitung – eine beson­
dere Bedeutung zu. Ich glaube es wird nicht
dieses starre Angebotsprogramm, wie ich das
von anderen Bildungseinrichtungen kenne,
sondern das pralle Leben sein. Die Angebote
sind dabei als „Impulsgeber“ für das Zusam­
menkommen und dem Austausch zwischen
den Generationen im IGZ zu verstehen. Dabei
führen Angebote, die von Menschen unter­
schiedlichstem Alter nebeneinander wahrge­
nommen werden, noch nicht zum Austausch,
also zum Interagieren. Wenn hingegen unter­
schiedliche Generationen gemeinsam (an)
etwas (er-)arbeiten oder im Miteinander eine
Aufgabe erledigen (etwas veranstalten), lernen
sie sich untereinander kennen. Sie erfahren
etwas voneinander. So fördert die intergene­
rative Arbeit den Dialog zwischen den Gene­
rationen. Denn der Dialog der Generationen
führt auf beiden Seiten zu einem besseren
Verständnis zwischen Menschen vollkommen
verschiedener soziokultureller Hintergründe.
Im Dialog können bestehende Vorurteile abge­
schwächt und abgebaut werden.
Menschen erleben diese Begegnungen
und Beziehungen zu Gleich- oder Anders­
altrigen als solidarisch und bereichernd. So
sind sie bereit, einen Teil ihrer „freien“ Zeit für
das Gelingen des Generationendialogs beizu­
steuern.
Immer wieder werden die Initiatoren
gefragt, wie dieses Miteinander der Generatio­
nen denn konkret aussehen könnte. Wenn ich
mein Kind mitbringe, gibt es in der Nähe des
Bistros im Forum einen Raum, wo die Kinder
willkommen sind, wo immer jemand ist, der
nach den Kindern schaut. Egal, ob Schulkin­
der die Treppe herunter stürmen, eine Gruppe
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
15
Beim „intergenerativen Talk“ ging es darum, Angehörige der jüngeren,
der mittleren und der älteren Generation miteinander ins Gespräch zu
bringen. Unter der Leitung von Pfarrer Markus Trautmann als Moderator haben sich die Talkgäste zu den Themenfeldern „Politik und
Gesellschaft“, „Religion und Tradition“, „Schule und Arbeit“ sowie
„Freunde und Familie“ ausgetauscht.
Rentner am Tisch Karten spielt, oder
ein Junge selbstvergessen in einer Ecke
in sein Mikrofon aus Legosteinen singt
– alle bewegen sich so selbstverständ­
lich in den Räumen, als wären sie hier
zu Hause. So könnte es aussehen, das
Haus für alle Generationen.
Im IGZ soll es gelingen, einen
familiären, gemeinschaftlichen Ort der
Offenheit und Geborgenheit für alle
vorzuhalten, ohne dass einem diese
Prinzipien erklärt werden müssten. Es
reicht da zu sein und mitzumachen:
ungezwungen, offen und entspannt.
Im Idealfall erleben, fühlen sich die
Menschen wie ein Familienmitglied,
ohne verwandt miteinander zu sein.
Eltern tauschen sich zum Beispiel
bei familiären Herausforderungen mit
Menschen in gleicher Lebenssituation
aus oder greifen auf Erfahrung Älterer
zurück. Senioren erfahren Lebensfreu­
de und sind zugleich eingebunden in
ein aktives Lebensumfeld. Es entsteht
ein Geben und Nehmen auf einfache
Art und Weise zwischen den Genera­
tionen.
16
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
Diese offene Begegnung mit Menschen
unterschiedlichen Alters oder verschie­
dener Generationen wird als inter­
generative Arbeit bezeichnet. Aus ihr
erwachsen bestenfalls Generationen­
beziehungen und tragfähige Netzwer­
ke in einer Atmosphäre gegenseitiger
Achtung und Wertschätzung. Solidari­
tätsstiftende Alltagskontakte und Bezie­
hungen zwischen den Generationen
entstehen jedoch nur durch geplante
und ungeplante Begegnungen über
längere Zeit.
In Dülmen entwickeln die Pro­
jektpartner Stadt Dülmen und katholi­
sche Kirchengemeinde St. Viktor den
generationenübergreifende Ansatz der
Mehrgenerationenhäuser gezielt wei­
ter. Das IGZ wird ein Haus für Men­
schen jeden Lebensalters – ein Haus, in
dem »Jünger« und »Älter« im täglichen
Leben zusammenkommen. Damit
viele unterschiedliche Menschen aller
Generationen das Zentrum als Begeg­
nungsort nutzen, gibt es zum Einen
Angebotsbausteine, die als sogenannte
Frequenzbringer im IGZ fungieren
und zum Anderen Kooperationspartner
aus den Vereinen und Institutionen, die
sich bei der Verwirklichung des interge­
nerativen Miteinanders punktuell und
gestalterisch einbringen. Die Kinderta­
gesbetreuung in einem Familienzen­
trum, die Erwachsenen- und Familien­
bildung, die Freiwilligen- und Gemein­
dearbeit, städtische, bürger­orientierte
Funktionen, das Leseangebot und ein
Bistro sind diese Basisakteure im künf­
tigen IGZ.
Ergänzend und bereichernd wer­
den weitere örtliche Vereine, Verbän­
de und Organisationen u.a. aus dem
sozialen, kulturellen und kirchlichen
Bereich, als sogenannte Kooperations­
partner das intergenerative Programm
des IGZ mitgestalten und neue Nutzug­
sangebote entwickeln. Weitere Mitwir­
kende sind im IGZ jederzeit herzlich
willkommen und können sich einbrin­
gen. Die wichtigste Grundregel für alle
Angebote im Intergenerativen Zentrum
ist, dass sie intergenerativ sein müssen,
also mehrere Generationen miteinan­
der in Kontakt bringen.
Gerade der „IGZ – Ein Tag für
alle“ am 21. Juni 2015 hat das mögliche
Potential der künftigen Arbeit in dieser
kooperativen Gemeinbedarfseinrich­
tung aufgezeigt. Frei nach dem Motto
„Jeder kann etwas – niemand kann
nichts“ gelang ein lebendiger ressour­
cenorientierter Austausch zwischen
Menschen aller Altersklassen.
Gerade hier liegt die Chance der
Kirchengemeinde Heilig Kreuz, sich
ebenfalls mit ihren Ideen und Ressour­
cen in die Entwicklung des Hauses mit
einzubringen. Denn in Dülmen leben
wir in einem Sozialraum. Und gerade
in dieser Kirchengemeinde wird immer
wieder Innovationswille und Zukunfts­
orientiertheit unter Beweis gestellt.
Lasst uns also nicht kritische
Beobachter sein, sondern Teil einer
selbstkritischen Lösung!
| Erik Potthoff
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
17
Flüchtlinge in Dülmen –
Situation und Hilfsansätze
Spontanität war an allen Ecken und Enden gefragt:
Das Flüchtlingslager in der Turnhalle des
Clemens-Brentano-Gymnasiums
Es war Mittwoch der 3. August, als im Rathaus in Dülmen die
Nachricht eintraf. Die Erstaufnahmelager für Flüchtlings sind voll.
Bereits zwei Tage später würde Dülmen an dieser Stelle helfen und
150 Flüchtlinge aufnehmen müssen.
Diese Flüchtlings werden nicht in Dülmen
bleiben, sondern nach maximal fünf Tagen
in andere Kommunen verteilt werden. Es war
damit eine Situation eingetreten, gegen die
sich sowohl die politische Gemeinde als auch
die Kirchengemeinden und andere ehrenamt­
liche Hilfsorganisationen in Dülmen lange
gewehrt hatten: Eine Turnhalle als Wohnstatt
für viele, viele Menschen auf engstem Raum.
Es war bemerkenswert, was bis zum
Freitag Abend geschafft wurde. Die Halle war
umgestaltet in Schlafstellen und einen Speise­
raum, Betten waren aufgebaut, eine Spielecke
für Kinder eingerichtet. Und eine große Schar
von Helfern versammelte sich in Anbetracht
dessen, was an diesem Freitag noch geschehen
sollte. Helfer, Ärzte, frühere Flüchtlinge, die
als Dolmetscher helfen wollten. Der Strom an
Hilfsangeboten war groß. Spät war es schon,
als der Bus aus Dortmund bei uns an der Turn­
halle ankam, drei Stunden schon waren alle
Helfer vor Ort. Und auch in der Zahl der Flücht­
lingen zeigte sich, dass so recht keiner mehr
einen Überblick hat, wie es weitergehen kann.
Für 150 Flüchtlinge war die Halle vorbereitet,
Essen beschafft. 40 Flüchtlinge erreichten
uns an diesem Abend, der Rest komme wahr­
scheinlich am Samstag, so hieß es. Doch 40
Menschen kamen, Menschen, die gezeichnet
waren von dem, was sie erlebt hatten. Kinder,
die lauthals weinten, da sie nicht verstanden,
W
Die Situation
Ein Blick in die Zeitung genügt, und wir erkennen alle: Die Situation
in den Ländern, aus denen in den letzten Monaten Flüchtlinge nach
Europa strömten, hat sich nicht verbessert, ganz im Gegenteil.
Die daraus resultierenden Gruppen
von flüchtenden Menschen, Kindern
wie Erwachsenen, Frauen wie Männer,
Familien wie Einzelpersonen werden
immer zahlreicher und häufiger. Die
Zahl von Ertrunkenen im Mittelmeer
steigt und auch in Europa wird es vie­
lerorts immer schwieriger, denken wir
nur an die Reise durch den Kanal von
Frankreich nach England, um nur ein
dramatisches Beispiel zu nennen. In
Dülmen sieht die Lage einerseits nicht
anders aus. Auch hier bei uns werden
die Zahlen der Flüchtlinge immer grö­
ßer. Auch hier bei uns haben wir ein
Bild der Schrecken vor Augen, welches
diese Menschen durchleben und durch­
leiden mussten. Andererseits gibt es in
W
18
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
Dülmen eine ungebrochene Willkom­
menskultur, eine große Menge an hoch
engagierten Helferinnen und Helfern,
an Menschen, die sich mit großen Ein­
satz und viel Herzblut um diese Flücht­
linge kümmern, damit ihr Schrecken
zumindest zum Teil ein Ende findet. In
diesem Pfarrbrief möchten wir Ihnen
zunächst etwas über die neueste Situati­
on der Flüchtlingsarbeit schildern: Das
neue Erstaufnahmelager in Dülmen,
noch in der Turnhalle „Am Bache“
untergebracht. Darüber hinaus möch­
ten wir aber auch zwei Möglichkeiten
vorstellen, wie sich viele Ehrenamtliche
in Dülmen für Flüchtlinge einsetzen.
Zwei Beispiele für kleine und große
Möglichkeiten, zu helfen.
was geschah. Kinder, die verwundet waren an
vielen Stellen ihres Körpers. Frauen, die nicht
bereit oder fähig waren mit irgendwem in der
Halle zu sprechen auf Grund der Dinge, die
sie überstehen mussten. Junge Männer, die
nur noch das auf der Welt besaßen, was sie
am Leibe trugen. Wir konnten den Menschen
an diesem Abend nur das Nötigste geben, den­
noch war die Herzlichkeit, die uns entgegen­
schlug, unvergleichlich. Und es war ein Abend,
eine Nacht, die sich tief in unser Gedächtnis
gebrannt hat. Wie könnte man auch folgende
Situation vergessen, als ich auf englisch einen
jungen Iraner, dem ich Kleidung zum wech­
seln gebracht hatte, die Frage stellte: „Brauchst
du noch etwas?“ Seine Antwort kam spontan
und ging mir ziemlich zu Herzen: „Ja. Meine
Familie.“
Der Philosoph Emmanuel Levinas sprach
einmal davon, dass ein Blick in die Augen des
Menschen, der in Not vor uns steht uns derma­
ßen anrührt, dass wir gar nicht anders können
als zu helfen. Ich glaube uns alle, und auch die
vielen Menschen, die seitdem in der Turnhalle
„Am Bache“ mithelfen, verstehen zu gut, was
diese Aussage bedeuten soll. Die Hilfsbereit­
schaft in Dülmen ist ungebrochen. Gott sei
Dank.
| Christoph Hendrix
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
19
Hilfsansätze
Die Sprachförderung
Mit unserer Gruppe „Ehrenamtliche Sprach­
paten“ betreuen wir zur Zeit etwa 30 Flüchtlin­
ge in Kursen oder Einzelunterricht.
Jeder Kurs wird von zwei Sprachpaten
betreut und hat zwischen sieben und neun
Teilnehmern, die sich im Alter, der Mutter­
sprache und den Sprachkenntnissen unter­
scheiden. Da sitzt z. B. ein junger Mann aus
Eritrea neben einem 40jährigen Familien­
vater, der in Dagestan in der Landwirtschaft
gearbeitet hat. Fast alle haben einen langen
Fluchtweg und mehrere Aufenthaltsstationen
hinter sich. Für viele ist noch völlig unklar, ob
sie überhaupt in Deutschland bleiben können.
Die vielen unterschiedlichen Mutter­
sprachen sind eine große Herausforderung
für uns. Aber wir haben gelernt, dass Deutsch
als Fremdsprache sowieso möglichst nur in
Deutsch unterrichtet werden soll und Arbeitsund Kursbücher helfen uns, den Unterricht
sinnvoll zu gestalten.
Die deutsche Sprache und ihre vielfälti­
gen Ausnahmen betrachten wir mittlerweile
alle aus einer neuen Perspektive. Wenn in
einem Text steht „das Buch gehört mir“ ist
für einen Muttersprachler der Sinn völlig klar,
nicht aber für den syrischen Ingenieur, der
gerade in der Stunde zuvor den Satz „ich habe
Musik gehört“ gelesen hat und nun logischer­
weise denkt, dass „gehört“ immer etwas mit
„Hören“, also akustischer Wahrnehmung zu
tun habe.
Außerdem wussten wir alle nicht, wie
schwer es z. B. für arabische Menschen ist, ein
ö, ein ü, oder ein ch auszusprechen.
Insgesamt ist unsere Arbeit in der
Sprachförderung aber trotz der aufwendigen
Vorbereitung für alle eine Bereicherung, nicht
nur für die Flüchtlinge; und es gibt viele Anläs­
se zu lachen, zu staunen und neue Erfahrun­
gen zu machen.
W
Seit fast 8 Monaten engagieren sich viele Dülmener in der ökumenischen
Flüchtlingsinitiative. Mittlerweile haben sich große Schwerpunkte der
Arbeit herausgebildet:
Der Erstkontakt zu Flüchtlingen, die Sprachförderung, das Café
International, die praktische Alltagshilfe, die Schüler­betreuung und die
Öffentlichkeitsarbeit dienen uns dabei als Schlagworte, um unsere Arbeit
zu strukturieren. In dieser Ausgabe möchten wir Ihnen gerne mit kurzen
Erzählungen zwei der Arbeitsbereiche als Beispiele aufzeigen, wie sich
jeder mit seiner Zeit einbringen kann, um zu helfen. Auch neue Ideen
sind immer gerne willkommen!
Das Café International
17. Juli 2015 – wieder hat das Cafe
International am Königswall geöff­
net – wie fast jeden Freitag nachmit­
tag – es ist ein wenig leerer als sonst
– mag sein, dass es daran liegt, dass
zur Zeit Sommer­f erien sind. Wir
sitzen bei Cafe/Tee und Kuchen zusam­
men. Ein Herr aus Syrien, der inzwi­
schen Stammgast bei uns ist, ist heute
auffallend feierlich gekleidet: Er trägt
einen feinen Anzug, weißes Hemd und
W
Krawatte. Ich frage seinen Nachbarn,
der zwischen uns übersetzt, ob er viel­
leicht heute Geburtstag habe. Nein, sagt
er, heute ist Zuckerfest, das Ende des
Ramadan. Ein deutsche Besucherin des
Cafés International hat zufällig heute
eine riesige Tafel Merci-Schokolade
mitgebracht – wie passend: Die Scho­
kolade wandert durch die Reihen und
versüßt uns den Tag: Zuckerfest 2015
in Dülmen.
| Susanne Falcke
| Elisabeth Klausdeinken
20
Wie können Sie helfen?
Wir freuen uns über jede Mithilfe. Sollten
Sie Interesse haben mitzuwirken, dann
nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf:
Evangelische Kirchengemeinde Dülmen:
Susanne Falcke, Tel. 02594/913544
[email protected]
Katholische Kirchengemeinde Heilig Kreuz:
Christoph Hendrix, Tel. 02594/98995
[email protected]
Katholische Kirchengemeinde St. Viktor:
Christian Rensing, Tel. 02594/85722
[email protected]
Oder kommen Sie einfach zu unseren
monatlichen Treffen hinzu. Die Termine
erfahren Sie bei den jeweiligen Kirchengemeinden oder in der Tagespresse.
Wir freuen uns auch über Spenden:
Konto: Kirchengemeinde Heilig Kreuz
IBAN DE82 4015 4530 0018 0087 63
Verwendungszweck: Flüchtlingsinitiative
v.l.n.r.: Peter Kersen, Pfarrerin Susanne Falcke, Elisabeth
Klausdeinken, Diakon Christoph Hendrix, Margret Liers,
Pastoralreferent Christian Rensing
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
21
Gruppen stellen sich vor:
Was wäre eine Pfarrgemeinde ohne die Gruppen und Initiativen? Ohne das Engagement der vielen Ehrenamtlichen in unserer Gemeinde könnten Projekte, Initiativen
nicht durchgeführt werden. In dieser Rubrik möchten wir den Gruppen ein Forum
geben, sich darzustellen, zu erklären, was Ihnen wichtig ist und welchen Beitrag sie
zu einer lebendigen Gemeinde leisten. Die Redaktion sagt Danke für ihre Mitarbeit
und die Vorstellung ihrer Gruppe.
Warum gibt es uns?
Im Rahmen des Pfarreiratswochenendes im
November 2013 wurden verschiedene Schwer­
punkte in der Arbeit des Pfarreirates festgelegt.
Es wurde deutlich, dass für den Personenkreis
der Ü18-jährigen, die nicht mehr aktiv in der
Jugendarbeit mitwirken, nur wenige Angebo­
te vorhanden sind. Viele junge Leute können
aufgrund ihrer Ausbildung, ihres Studiums
oder der anschließenden Berufstätigkeit nicht
mehr regelmäßig Zeit einräumen, um Grup­
penstunden zu begleiten oder mit ins Ferienla­
ger fahren. Die Phase der aktiven Jugendarbeit
ist beendet und der nächste Abschnitt bei dem
dieser Personenkreis wieder an die Gemeinde
herantritt, ist meist durch die Vorbereitung zur
Taufe der eigenen Kinder und/oder Familien­
kreise. In der Zwischenzeit gibt es aber viele
Themen (Einzug in die eigene Wohnung, Rolle
im Beruf finden;….), bei denen junge Leute
sich austauschen und diskutieren wollen. Es
W
22
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
tauchen auch immer wieder spirituelle Frage­
stellungen auf, wie „Was möchte ich in mei­
nem Leben erreichen? Was gibt mir Sinn in
meinem Leben? Spielt Religion für mich eine
Rolle?“. Hier gibt es in Dülmen wenig Anlauf­
punkte. Schnell wurde Lisa Steppke und Jana
Tewocht deutlich, dass mögliche Angebote für
junge Erwachsene nicht nur für Heilig Kreuz
geschaffen werden sollten, sondern gemein­
deübergreifend. Im Frühjahr 2014 fand nach
einem Brainstorming mit Christopher Aper­
dannier (Referat junge Erwachsene im Bistum
Münster) ein erstes Treffen mit Vertretern
aus St. Viktor (Christian Rensing u. Michael
Wichmann) und St. Joseph (Hannah Garreis)
statt. Bei anschließenden Treffen wurde der
Gruppenname „Selbstauslöser“ festgelegt und
die Planungen für eine Projektreihe begannen.
Was machen wir? Wer ist unsere Zielgruppe?
Die Selbstausöser haben zunächst eine Pro­
jektreihe mit drei Angeboten geschaffen, um
zunächt den Bedarf bei jungen Erwachsenen
festzustellen.
Die Zielgruppe dieser Projektreihe sind
die 20 bis 35 jährigen jungen Erwachsenen
aus Dülmen und der Umgebung, mit ihren
Lebens- und Glaubensthemen. Ganzheitlich
und mit allen Sinnen auf Grundlage von erleb­
nisorientierten, kommunikativen Elementen,
versuchen die Angebote, junge Erwachsene zu
Wort kommen zu lassen, sich auszuprobieren,
Gedanken mitzunehmen, einen Raum für
unterschiedliche Fragen zu öffnen,
spirituelle Erfahrungen zu machen. Ein
wichtiges Ziel ist die Möglichkeit der
Vergemeinschaftung.
Was ist uns wichtig? Wofür stehen wir?
Die „Selbstauslöser“ möchten eine
Plattform für junge Erwachsene in
Dülmen und Umgebung schaffen. Ein
wichtiges Element ist dabei die Gemein­
schaft. Wir haben Angebote von jungen
Erwachsenen für junge Erwachsene
organisiert. Bei jedem Treffen gibt es
immer Impulse sich über verschiedene
Lebensthemen auszutauschen.
Zwei Beispiele: Das erste Treffen
der Projektreihe fand am 27. April 2015
statt und stand unter dem Motto „Läuft
ne?!“. Eine Lauftrainerin gab Tipps fürs
Joggen/Walken, sowie für gute sportli­
che Ausstattung. Die Teilnehmer beka­
men im Laufe des Trainings und zum
Abschied Impulse mit, wie „Wo stehe
ich gerade in meinem Leben? Wie läuft
mein Leben gerade?“.
Unser zweites Treffen fand am
29. Juni 2015 statt unter dem Motto
„GrillGut“. Die Teilnehmer wurden in
kleine Arbeitsgruppen einteilt, um ein
Grillmenü für ein anschließendes Grill­
büfett fertig zu stellen. Dies wurde wie­
der begleitet von Fragestellungen, wie
„Was schmeckt mir in meinem Leben
momentan gar nicht? Was kann ich am
besten kochen“.
Bei beiden Angeboten wurde klar,
dass die Treffen einen Anstoß für neue
Kontakte bieten. Ein langfristiges Ziel
der Selbstauslöser ist es, dass sich ein Netzwerk auf­
baut mit regelmäßigen Treffen.
Wie unterstützen wir unsere Gemeinde?
Die Selbstauslöser bieten die Möglichkeit jungen
Erwachsenen, die Interessen am Austausch von spiri­
tuellen Themen haben, eine Plattform zu bieten.
Wie sehen wir unsere Zukunft?
Die nächste Aktion der Projektreihe findet am 19. Sep­
tember 2015 statt, das Motto ist momentan noch in der
Bearbeitung. In welchem Rahmen die Gruppe über
die Projektreihe hinaus besteht und welche Angebote
zukünftig gestartet werden ist noch ungewiss. Deut­
lich wurde aber bisher, dass von den Teilnehmern
großes Interesse besteht sich bei der Organisation zu
beteiligen, um weitere Angebote zu schaffen.
Ansprechpartner sind
Hannah Garreis (St. Joseph), Michael Wichmann
(St. Viktor), Lisa Steppke (Heilig Kreuz) und
Jana Tewocht (Heilig Kreuz).
Weitere Informationen sind unter www.facebook.de/
selbstausloeser2015 zu finden oder bei Fragen gerne
an [email protected]
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
23
Freiwilligendienst in der Dominikanischen Republik:
„Mitleben, Mitbeten, Mitarbeiten“
Es ist nun schon etwa einen Monat her, dass ich aus der Dominikanischen Republik zurückgekehrt bin – am 18. Juli bin ich am Frankfurter
Flughafen nach etwa 10stündigem Flug gelandet. In dem Karibikstaat
und Nachbarland von Haiti habe ich ein Jahr lang einen Freiwilligendienst in Trägerschaft des Bistums Münster geleistet.
Monate nur so vorbeigeflogen –, und
doch ist es eine lange Zeit, in der rück­
blickend ganz viel passiert ist. Es ist des­
halb gar nicht so leicht, meine Erfah­
rungen zusammenzufassen. Da meine
Mitfreiwillige Annika und ich die erste
Generation dieses Bistums-Projekts
waren, war gerade das erste halbe Jahr
dadurch geprägt, unsere verschiedenen
Arbeitsorte und Einsatzstellen – immer
in Absprache mit unserem dominikani­
schen Team, eines „comité internacio­
nal“ der Pfarrgemeinde „Nuestra Seño­
ra de la Paz“ (offizieller Arbeitgeber)
Jedes Jahr entsendet das Bistum Münster (Fach- und im Blick auf Notwendigkeiten und
stelle Weltkirche, Referat „weltkirchlicher Freiwilli- Bedürfnisse vor Ort auszugestalten. Da
gendienst im Ausland“) ca. 30 Jugendliche in alle gab es auch schon mal schwierige Zei­
Welt. Schon mehrmals waren darunter Mitglieder ten, schließlich muss man sich dabei
unserer Gemeinde. Gegenwärtig befindet sich zum auch erst an die neue Kultur gewöhnen
Beispiel Abiturient Silas Fischer in der mexikanischen sowie die Sprache lernen! Letzteres
Gemeinde Cardonal im Partnerbistum Tula. hat mir aber wirklich unglaublich viel
Spaß gemacht, Spanisch ist eine wun­
derschöne Sprache, die ich hoffe, so
W Viele Mitglieder der Gemeinde haben
schnell nicht wieder zu verlernen!
das ja auch schon vorher und während­ Eingesetzt war ich in einer öffent­
dessen mitbekommen. An dieser Stelle lichen Schule in einer Landgemeinde,
„Danke!“ an alle Interessierten, für alle um einen kleinen Beitrag zum leider
Fragen, an alle Rundbriefleser, allen die sehr schlechten staatlichen Bildungs­
in dieser Zeit an mich gedacht haben.
system zu leisten. In der Praxis haben
Ein Jahr geht letztendlich schnell wir die für die spätere Jobfindung (die
um – gerade seit Neujahr sind die Arbeitslosigkeit in dem Land liegt noch
24
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
bei ca. 25%, es gibt viele informelle
Arbeiten) so wichtige Sprache Englisch
unterrichtet, sowie als Aushilfskraft
und Lehrervertretung gearbeitet. Mir
persönlich war auch der dritte Arbeits­
bereich unheimlich wichtig, nämlich
die Unterstützung lernschwächerer
Kinder in kleinen Nachhilfegruppen.
Leider erfahren viele Kinder, die oft­
mals in ärmeren Verhältnissen woh­
nen oder bspw. sehr viele Geschwister
haben, von zuhause aus wenig Hilfe
und Ermutigung. So bin ich auf viele
Viertklässler gestoßen, die nicht lesen
können. Es hat mir sehr viel Freu­
de gemacht, zu erleben, wie Kinder
Zutrauen fassen – zu mir, aber vor
allem zu sich selbst und ihren Fähig­
keiten. Ansonsten arbeitete ich in einer
Fördereinrichtung für geistig behinder­
te, lernschwache und/oder psychisch
gestörte Kinder mit, indem ich mich
einfach mit ihnen beschäftigt habe oder
vielleicht auch mal nur gefüttert oder
den Stift gehalten habe.
Da unser Freiwilligendienst
neben dem obligatorischen Kulturaus­
tausch auch den pastoralen Austausch
einschließt, galt es auch, in der Pfarrge­
meinde mitzuarbeiten. In diesem Rah­
men habe ich zum Beispiel Kommu­
nionkindergruppen begleitet, und habe ansonsten mit
den kirchlich weniger aktiven und oft auch ärmeren
Landgemeinden (mit jeweils eigener kleiner Kapelle,
aber als Mitglied des großen Gemeindezentrums)
zusammengearbeitet, einen kleinen Chor gegründet
und Messen musikalisch begleitet.
Insgesamt habe ich aber meiner Auffassung
nach hauptsächlich selber „profitiert“ – und das in
dem Sinne, als dass ich tolle zwischenmenschliche
Begegnungen machen konnte; durch Einladungen,
Besuche, meine Freunde, nicht zuletzt durch mei­
nen eigenen Aufhalt in einer Gastfamilie, ein klei­
ner Teil der dominikanischen Kultur werden konnte.
Diese hat einen großen Reichtum, ist sie auch nicht
leicht zu fassen, da zunächst auch manches wider­
sprüchlich erscheinen mag. Aber alleine die typisch
lateinamerikanische Gastfreundschaft und Bereit­
schaft zu Teilen (wie ich sie ähnlich auch während
meines dreiwöchigen Aufenthalts in Mexiko erlebt
habe), oder die eher typisch karibische, so tempera­
mentvolle Lebens- und Feierfreude haben mich per­
sönlich bereichert. Die Art, den christlichen Glauben
zu leben, ist dort so viel lebendiger, jugendlicher, all­
täglicher und selbstverständlicher als hier, dass mein
eigener Glauben dort nur verstärkt werden konnte.
Gut gefallen hat mir auch die grundsätzliche Einstel­
lung, Freud und Leid gemeinschaftlich zu teilen, auf
der Basis einer großen zwischenmenschlichen Nähe.
Demgegenüber haben die auch negativen Seiten des
Landes – chaotische Zustände, Ungerechtigkeiten,
Armut und vor allem Bildungsarmut – für mich per­
sönlich letztendlich wenig Bedeutung: Es kommt auf
das Zwischenmenschliche an und auf kleine Zeichen.
Denn dem Anspruch „entwicklungspolitischer Frei­
willigendienst“ (Weltwärts) gerecht zu werden, ist für
mich persönlich ein vielleicht etwas hehres Ziel.
Das ganze Jahr über wurde ich sehr gut vom
Team des Bistum Münsters, Fachstelle Weltkirche,
begleitet und würde diesen Träger (entsendet außer­
dem nach Mexiko und in viele afrikanische Länder)
für alle Interessierten nur empfehlen. Ich blicke ins­
gesamt sehr positiv auf meine Auslandsjahr zurück
und bin froh, vor einem Jahr diesen Schritt gewagt zu
haben. Hasta pronto, Latinoamérica!
| Franca Moschner
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
25
Taizé-Fahrt 2015: Rückblick
Am 26. Juli 2015 um 5.00 Uhr traten 27 Jugendliche und
6 Erwachsene die Fahrt nach Taizé an. Ein einwöchiger
Aufenthalt mit ca. 3.000 Jugendlichen aus allen Nationen
der Welt stand vor uns.
Angekommen in Taizé stellte uns
das Welcome-Team den Tagesablauf
vor. Vielleicht etwas ungewohnt für
Erstteilnehmer war, dass man drei Mal
täglich die Kirche zum Gebet aufsucht.
Die Gesänge von Taizé und schließ­
lich auch die Nacht der Lichter zogen
jedoch schnell alle Teilnehmer in ihren
Bann. Aus der Vielzahl an Möglichkei­
ten die Tage in Taizé zu verbringen,
entschieden wir uns alle für eine am
Tag stattfindende praktische Arbeit
und eine Bibel-Gruppe. Die meisten
arbeiteten als Babysitter, Müllsammler,
Ordnungshüter in der Kirche oder als
Koch. Der Job als Koch war uns allen
jedoch neu. Während einer Führung
durch die Küche, bei der uns die Arbeit
erklärt wurde, trauten viele Jugend­
liche ihren Augen nicht. Auch wenn
geschmacklich die Lager- und Ferien­
W
26
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
freizeitküchen unsere Gemeinde ohne
Zweifel nicht zu überbieten sind, so
lässt sich die Küche in Taizé nur mit
dem Wort „gigantisch“ beschreiben.
Es reihten sich 10 Kochtöpfe aneinan­
der, von denen die Kleinsten rund 600
Mahlzeiten fassten oder wahlweise 2
Jugendliche in ihnen Platz nehmen
konnten. Ein gewöhnlicher, hölzerner
Kochlöffel war ca. 1,60m lang, ähnelte
somit eher einem Kanupaddel. Große
Suppenkellen hätten genauso gut als
Schutzhelme verwendet werden kön­
nen. In nur 1,5 bis 2 Stunden müssen
3.000 Mahlzeiten gekocht werden.
Ohne Tiefkühlkost und so manchen
geschmacklichen Abzügen (dem soge­
nannten „Taizé-Flavour“) lässt sich das
natürlich nicht umsetzen. Zwei Frauen,
die für längere Zeit in Taizé sind, leite­
ten uns Männer täglich bei dem Kochen
an und kalkulierten die Portionen. Uns
Männern war es überlassen, die Spei­
sen gut umzurühren sowie nach dem
Kochen die Thermobehälter zu fül­
len, welche anschließend auf Paletten
aufgestapelt wurden. Unsere Küchen­
teams mussten die Kochtöpfe an ihr
Maximum bringen, da für die darauffol­
gende Woche mehr als 5.000 Besucher
erwartet wurden. Das Umrühren die­
ser gewaltigen Massen kam eher dem
Anrühren von Mörtel gleich. Obwohl
es körperlich anstrengende Arbeit war,
blieb der Spaß nie aus. Die Küche ver­
wandelte sich häufig spontan in einem
Tanzsaal oder es wurde ein Trom­
melkonzert zum Besten gegeben. Die
meisten Bibel-Gruppen boten darüber
hinaus genug Gesprächsstoff für einen
intensiven, internationalen Austausch.
Schnell knüpften sich Freundschaften
über den ganzen Campus. Neben dem
festen Tagesprogramm, konnte jeder
für sich genügend Zeit zum Ausspan­
nen finden. Die Sonnensegel in unse­
rem Zeltkreis sorgten für genügend
Schatten in der Nachmittags-Sonne.
Diese Zeit nutzten wir zum Kartenspie­
le, Lesen oder dem Massieren von ver­
spannten Teilnehmern. Bereits heute,
einige Wochen später, sehnen sich die
Meisten wieder zurück nach Taizé.
Die Vorfreude auf das Nachtref­
fen, das Taizé-Gebet im Januar und
die nächste Taizé-Fahrt (14.-21. August
2016) ist geweckt.
| Maik Wennemar, Frederick Pothmann
„Pilgerreise beidseits des Jordan“
Unter dem Motto „Wer es mit Gott zu tun bekommt ..…“ starteten
am Dienstag nach Ostern 19 Mitglieder unserer Pfarrgemeinde zu einer
Pilgerreise nach Jordanien und Israel, ins Heilige Land beidseits des
Jordan. Für die Organisation waren Gisela und Theo Schwedmann in
Kooperation mit dem Deutschen Verein vom Heiligen Land verantwortlich, die geistliche Leitung lag in den Händen von Pfarrer Peter Nienhaus und Pastoralreferentin Lisa Scheffer.
W „Wer es mit Gott zu tun bekommt, der
wird auf den Weg geschickt“. Am Abrei­
setag gelangte die Gruppe pünktlich
zum Flughafen Frankfurt und bestieg
nach dem Reisesegen in der Flughafen­
kapelle die Lufthansa-Maschine in die
jordanische Hauptstadt Amman. Nach
einer nächtlichen Busfahrt vom dor­
tigen Flughafen zum Hotel am Toten
Meer sanken alle gegen 3 Uhr ins Bett,
gespannt und voller Vorfreude auf die
Erfahrungen und Begegnungen der
nächsten Tage, denn „Wer es mit Gott
zu tun bekommt, der sieht das Land der
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
27
Verheißung“. Moses hatte es in seinem Leben
sehr intensiv mit Gott zu tun und durfte doch
das Land der Verheißung nur sehen, aber sein
Volk nicht dorthin führen. Auch wir blickten
vom Mosesberg, dem Berg Nebo, über das
Tote Meer nach Israel. Umgeben von einer
großen Zahl jordanischer Schülerinnen, die
stolz darauf waren, Fotos mit den deutschen
Pilgern zu machen. Das Land der Verheißung
wird auch in der weltweit ältesten Mosaikkarte
des Heiligen Landes in der Georgskirche in
Madaba dargestellt. Beeindruckend für den
Betrachter ist die plastische Bildhaftigkeit
des Mosaiks. In der Nachbarschaft von Mada­
ba liegt Machärus, der Ort, an dem Herodes
Antipas den unbequemen Mahner Johannes
den Täufer enthaupten ließ, um den Wunsch
seiner Stieftochter Salome zu erfüllen. Hier
erinnerten uns die Gebetstexte an die Situa­
tion des Täufers, denn „Wer es mit Gott zu
tun bekommt, der muss bis zum Äußersten
gehen, der muss bereit sein zu sterben“. Am
dritten Tag der Pilgerreise führte uns der Weg
in den Norden Jordaniens, zunächst nach
Gerasa und anschließend nach Gadera. Nach
28
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
der Überquerung des Jabok-Flusses führte uns
die Jakobsgeschichte vor Augen, dass „Wer es
mit Gott zu tun bekommt, auch manchmal mit
ihm kämpfen muss“. Gerasa, alte römische
Handelsstadt, beeindruckte uns mit großarti­
gen Ausgrabungen: Säulen, Tempel, römische
Einkaufsstraßen, Amphitheater.
In Gadera, wo Jesus – nach einem Bericht
aus dem Neuen Testament – einen Besessenen
heilte und die bösen Geister in eine Schweine­
herde fahren ließ, schauten wir auf den See
Genezareth, die Golan-Höhen und sahen
gleichzeitig das Dreiländereck Jordanien-Isra­
el-Syrien. Unser Guide Farah, ein kluger und
selbstbewusster Jordanier, erläuterte uns seine
Sicht der aktuellen politischen Lage im Nahen
Osten. Er verdeutlichte, wie sehr die ClanStrukturen das Denken der Menschen in den
arabischen Staaten beeinflussen und wie wenig
Politiker und Journalisten aus dem Westen
diese Strukturen verstünden. Leider entstehe
dadurch ein völlig falsches Bild seines Landes
bei den Lesern und Hörern in Europa und so
fürchteten sie sich vor Reisen nach Jordanien.
Bedenken, die es auch vor Beginn der Reise in
unserer Gruppe gegeben hatte, die sich aber
während der Fahrt als völlig grundlos erwie­
sen. Eine Mitpilgerin brachte es auf den Punkt:
„Warum habe ich mir vorher nur so viele Sor­
gen gemacht?“ Das kommentierte unser jorda­
nischer Guide mit dem ihm eigenen Humor:
„Beruhigen Sie sich, Sie sind sicher, Sie sind in
Jordanien, Sie sind in Gottes Hand!“
Das nächste Ziel unserer Reise war die
alte Nabatäer-Stadt Petra. Aber „Wer es mit
Gott zu tun bekommt, der darf Umwege
machen!“ und so fuhren wir zunächst in die
aktuelle jordanische Hauptstadt Amman, eine
Stadt, die schon dem römischen Städtebund
der Dekapolis angehörte. Die Zitadelle, das
Amphitheater und das archäologische Muse­
um fanden unser Interesse. Auf dem weiteren
Weg nach Süden kam es in Madaba zu einer
besonderen Begegnung in der dortigen HeiligGeist-Gemeinde, der Heimatpfarrei unseres
Guides. Die 800 jordanischen Christen haben
ca. 120 christliche Flüchtlinge aus dem Irak
aufgenommen und setzen ein besonderes Zei­
chen tätiger Nächstenliebe. In Gesprächen mit
den Irakern berichteten diese über ihre Flucht
und über ihre Zukunftsvisionen. Die aus Dül­
men mitgebrachten Sachspenden konnten die
Not nur äußerlich lindern, die grausigen Ver­
brechen und die persönlichen Verluste werden
die Menschen noch lange traumatisieren.
Auf einer Serpentinenstraße führte dann
der lange Weg nach Petra durch das Wadi
Mujib, dem Grand Canyon Jordaniens, mit
großartigen Felsformationen aus Kalkstein
und Basalt. Das Wadi hat eine Längenausdeh­
nung von 480 km und ist mit einer Fläche von
90.000 qkm so groß wie Österreich. Besonders
aufregend für die Gruppe war die Begegnung
mit der Schwarzen Iris, der Nationalblume des
Landes, die man nur im Frühjahr an ganz weni­
gen Stellen in Jordanien bewundern kann.
„Wer es mit Gott zu tun bekommt, der
verehrt Gott!“ – Petra, die alte Nabatäerhaupt­
stadt wird um 400 v. Chr. erstmals erwähnt
und entwickelt sich an der Weihrauchstraße
zu einem Hauptumschlagsplatz für den Weih­
rauch- und Myhrrehandel aus Asien zum
Mittelmeer. Die erste Wanderung durch eine
enge, von hochaufragenden, farbigen Felswän­
den begrenzte Schlucht, den Siq, brachte uns
direkt vor das Schatzhaus des Pharaoh, das AlKazneh. Wir konnten die ausgefeilte Baukunst
der Nabatäer bewundern, die ihre Fassaden
und Gebäude nicht vor die Felsen sondern in
sie hinein gebaut haben. Unsere Messfeier in
der Byzantinischen Kapelle war nur möglich,
nachdem wir den dortigen Wächter mit eini­
gen „Dinar-haltigen“ Argumenten überzeugt
hatten. Beim anschließenden Picknick gab es
neben landestypischer Kost auch gute deut­
sche Mettenden. So gestärkt machten wir uns
auf den Weg zum Kloster Ad Deir, bei dem
immerhin über 900 Steinstufen zu bewältigen
waren. Ein wunderbarer Ausblick auf die Fels­
landschaften um Petra lohnte die Mühe.
Die Beduinen in Petra und im Wadi Musa
werden den Dauerregen des nächsten Tages
als Freundschaftsdienst sehr begrüßt haben,
denn „Wer es mit Gott zu tun bekommt, der
erfährt Freundschaft!“ Bei uns führte das nasse
Wetter zu einer Programmänderung, so dass
nur ein kleinerer Teil der Gruppe anstelle der
geplanten Tageswanderung über den kürzeren
Treppenweg zum Hohen Opferplatz aufstieg.
In den folgenden vier Tagen bestimmte
die Wüste unser Erleben und unsere religiösen
Schwerpunkte. Im Wadi Rum soll Gott bei
der Erscheinung im brennenden Dornbusch
Moses den Auftrag gegeben haben, die Israe­
liten aus Ägypten herauszuführen, nach dem
Motto „Wer es mit Gott zu tun bekommt, der
steht in einer Feuerzone!“ Während einer vier­
stündigen Jeeptour erlebten wir die faszinie­
rende Wüstenlandschaft des Wadi Rum mit
seinen Sandbänken, Felsformationen, Stein­
ausprägungen und Felsbrücken. Hier wurde
der weltberühmte Film „Lawrence von Arabi­
en“ gedreht. Das Hotel, in dem wir übernach­
teten, ist mit unzähligen Sternen prämiert
– ein Zeltcamp, über dem nachts Millionen
Sterne funkeln und uns alle sehr still werden
ließ. Die Messe, die wir hier in der Wüste
feierten, kann man nicht beschreiben, man
muss sie miterlebt haben.
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
29
Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen
von Jordanien, von Farah, diesem stolzen Bot­
schafter seines Landes, und von Hassan, unse­
rem verlässlichen Busfahrer. Am Grenzüber­
gang zwischen Aquaba und Eilat reisten wir
zu Fuß nach Israel ein, wo uns Nora, die israe­
lische Reiseführerin, erwartete und uns nach
Timna brachte. Im südlichen Negev gelegen,
war die Gegend schon zu Zeiten des König
Salomon für ihre Kupferschätze bekannt,
denn „Wer es mit Gott zu tun bekommt, der
wird durch die Wüste geführt!“ Auf der Wei­
terfahrt zum Wüstenkibbutz Mashabei Sade,
unserem nächsten Quartier, bestaunten wir
die riesige Ausdehnung des Ramonkraters. Er
ist der weltweit größte Erosionskrater, wird auf
über 220 Millionen Jahre geschätzt, hat eine
Länge von 40 km und eine Breite von bis zu
10 km. Ein atemberaubendes Naturschauspiel.
Auf unserem Weg zur Quelle Ein Avdat,
einer Oase im Negev, besuchten wir zunächst
im Kibbutz Sde Boker das Grab von David Ben
Gurion, dem Staatsgründer Israels. Über viele
Tausend Jahre hat das Wasser in Ein Avdat
eine tiefe Schlucht in den weichen Kalkstein
geschnitten und dafür gesorgt, dass eine Fülle
von Tieren und Pflanzen hier leben kann.
Besonders auffällig die große Herde der nubi­
schen Steinböcke. In den Höhlen im hinteren
Bereich der Schlucht haben in der byzantini­
schen Zeit Mönche gelebt. Um die Schlucht
zu verlassen, teilte sich die Gruppe: einige
benutzten den „Kletterweg“ durch die Fels­
wand, andere entschieden sich für den beque­
meren Wanderweg. Auf dem Plateau oberhalb
der Quelle fanden wir einen Platz, an dem Stil­
le zu „hören“ war und an dem wir Gottesdienst
feierten und uns ein weiteres Mal die wunder­
bare Schöpfung bewusst wurde. Bei der Rück­
kehr in unser Quartier bemerkten wir eine
besondere Stimmung bei den Kibbutzniks, es
war Yom Ha Shoa, der Holocaust-Gedenktag
in Israel.
Der zehnte Tag unserer Reise brachte
uns hinauf nach Jerusalem, allerdings mit
30
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
einigen ungeplanten Kapriolen, denn „wer es
mit Gott zu tun bekommt, kann scheitern!“ In
Jerusalem hatte es massiv geregnet und das
Wasser strömte nun vom Judäischen Bergland
in Richtung Totes Meer. Kurz vor der Oase Ein
Gedi war die Straße wegen Überschwemmun­
gen total gesperrt, wir mussten umkehren
und hätten einen langen Umweg fahren müs­
sen. Unser erfahrener Busfahrer schlug eine
zusätzliche Kaffeepause vor, um die Entwick­
lung abzuwarten. 45 Minuten später öffnete
die Polizei die Straße und es ging weiter. Nach
kurzer Vorankündigung hielt der Bus um
genau 10.00 Uhr in der Wüste. Die Sirenen
heulten und Nora bat uns auszusteigen und
während zweier Schweigeminuten der sechs
Millionen im Holocaust ermordeten Juden zu
gedenken. Eine besondere Erfahrung für alle
in der Gruppe.
Auch unser Versuch, die Oase Ein Gedi
zu erwandern, scheiterte, da die Naturschutz­
behörde die Wege wegen der Wassermassen
gesperrt hatte. Nun wollten wir wenigstens
ersatzweise Jericho besichtigen, aber auch hier
scheiterten wir, da Hunderte anderer Besucher
die gleiche Idee hatten.
In Jerusalem begrüßten wir die Stadt
vom Ölberg aus mit dem Psalm 122 „Wünscht
Jerusalem Frieden“ und einem kleinen Begrü­
ßungsschluck. Der Blick auf die Stadt mit der
Auferstehungskirche und dem Tempelberg
bleibt unvergesslich. Für die letzten vier Tage
wohnten wir im Paulushaus, genau gegenüber
dem Damaskustor, dem muslimischen Ein­
gang zur Altstadt. Morgens weckten uns der
Muezzin und Glockengeläut. Die erste Stati­
on war das israelische Parlament, die Knesset,
wo Nora uns einige Informationen zur aktu­
ellen Politik Israels gab. Dann führte uns
unser Weg auf den Berg der Erinnerung in die
Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Neben
einem Besuch im Tal der verlorengegangenen
Gemeinden, wo wir an der Dülmener Gedenk­
tafel einige Kerzen entzündeten, setzten wir uns
mit verschiedenen Installationen und Denk­
mälern auseinander. Nachdenklichkeit und
Beklommenheit waren in der Gruppe deutlich
zu spüren. „Wer es mit Gott zu tun bekommt,
dem kann es die Sprache verschlagen!“ Nicht
nur uns verschlug es in Yad Vashem die Spra­
che, sondern auch dem biblischen Zacharias
bei der Ankündigung des Engels, dass Anna,
seine betagte Frau, bald einen Sohn gebären
werde und sein Name Johannes sein sollte.
In Ein Kerem, wo Johannes mit seinen Eltern
gelebt haben soll, folgten wir ihren Spuren.
Am Abend ließ uns der Shabbat-Beginn
an der Westmauer in die Vielfalt des jüdischen
Lebens und der Rituale des jüdischen Glau­
bens eintauchen. Ein deutlicher Gegensatz
zur Atmosphäre in der Auferstehungskirche,
in der wir abschließend beteten. „Wer es mit
Gott zu tun bekommt, der kann die Nähe Got­
tes in Freud und Leid erfahren, in Kreuzigung
und Auferstehung!“
Lange mussten wir am nächsten Morgen
in der Geburtskirche in Bethlehem warten, ehe
wir endlich an der Geburtsgrotte standen und
eine kurze Zeit zum Gebet hatten, da Hun­
derte hinter uns drängelten. „Wer es mit Gott
zu tun bekommt, der nimmt das Menschsein
an!“ Die Messe auf den Hirtenfeldern stellte
die Menschwerdung Jesu in den Mittelpunkt.
Schon früh mussten wir am vorletzten Tag
unserer Reise aufbrechen, um das drittwichtig­
ste Heiligtum der Muslime, den Tempelberg,
besichtigen zu können. Ein Platz, der zwi­
schen Juden und Muslimen umstritten ist, da
nach jüdischer Überlieferung Abraham hier
seinen Sohn Isaak opfern sollte und der Tem­
pel stand, während die Muslime den Platz ver­
ehren, weil von hier Muhammed in den Him­
mel aufgefahren sein soll. Auch wir spürten
die Spannungen, als muslimische Jugendliche
lauthals gegen den Besuch gläubiger Juden
protestierten. Es dauerte eine Weile, bis wir
die Tücken der Fahrkartenautomaten der Jeru­
salemer Straßenbahn durchschauten, um mit
öffentlichen Verkehrsmitteln zur HadassahKlinik zu kommen, in deren Synagoge sich
die berühmten Chagall-Fenster zu den zwölf
Stämmen Israels befinden. Wir waren beein­
druckt von den Darstellungen und der intensi­
ven Farbenpracht.
Nachdem wir uns von Nora, unserer
israelischen Führerin, verabschiedet hatten,
nutzten wir den Nachmittag um in der Altstadt,
auf dem Markt, in Museen oder bei einem
Gang über die alte Stadtmauer noch einmal
das besondere Flair Jerusalems zu genießen.
Treffender lässt sich die Situation und
die Stimmung in der Gruppe am Abreisetag
nicht beschreiben: „Wer es mit Gott zu tun
bekommt, dem brennt das Herz!“ so ging es
der ganzen Gruppe bei der Abschlussmesse
in Emmaus-Latrun. Auch uns brannte das
Herz. Wir verließen dankbar und froh nach
zwei Wochen voller intensiver Erfahrungen,
beglückender Begegnungen und geistlicher
Bereicherung das Heilige Land diesseits und
jenseits des Jordans.
Die Freundlichkeit der Menschen, die
uns aus ganzem Herzen willkommen hießen
und uns einen angenehmen Aufenthalt in
ihrer Heimat bereiteten, wird noch lange in
uns nachklingen.
| Gertrud Jebing, Theo Schwedmann
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
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Kolping-Spielmannszug feiert 60jähriges Jubiläum
Der Spielmannszug „In Treue fest“ der Kolpingfamilie Dülmen feiert
in diesem Jahr sein 60jähriges Bestehen. Er wurde am 17. Januar 1955
von einigen sehr Musikbegeisterten jungen Männern mit großer Unterstützung des damaligen Kolping-Präses, Bernhard Lückmann, der auch
gleichzeitig Kaplan in Heilig Kreuz war, gegründet.
Bereits ein Jahr später war die „Trup­
pe“ groß genug und musikalisch gereift,
dass sie bei musikalischen Wettstreiten
außerhalb Dülmens nicht nur auftre­
ten, sondern auch Siege und Pokale
gewinnen konnte. So z.B. in Seppen­
rade, Hiltrup und Ahaus. Gleichzeitig
war es dem Spielmannszug wichtig,
seinen musikalischen Beitrag zum all­
jährlichen Kolping-Schützenfest zu lei­
sten, und dies sowohl am Freitagabend,
beim traditionellen Fackelzug, als auch
beim sonntäglichen Festumzug.
Im Oktober 1974 gab es einen gro­
ßen Aufwärtstrend durch die Gründung
des Jugendspielmannszuges und damit
einen regen Zulauf junger Menschen.
W
32
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
Im Jahre 1980 fand zum 25jährigen
Bestehen ein großer Jubiläumswett­
streit in Dülmen statt, an dem mehr als
20 Gruppen beteiligt waren. Eine große
Teilnehmer- als auch Besucherzahl war
Ausdruck des Tages. Am 25. Mai 1980
errang der Jugendspielmannszug zum
ersten Mal die „Deutsche Jugendmei­
sterschaft“ mit dem 1. Platz in Wesel.
Danach folgten in den folgenden Jah­
ren mehr als 10 Deutsche Meisterschaf­
ten in der Jugend- und Senioren-Klas­
se. Zu diesem Zeitpunkt waren ca. 80
Spielleute aller Generationen aktiv im
Spielmannszug.
In den folgenden Jahren warb der
Spielmannszug viele neue Mitglieder,
die sich musikalisch engagierten und
an den verschiedensten Wettstreiten
erfolgreich teilnahmen.
Im Jahre 2013 entschieden die
Verantwortlichen des Vorstandes unter
dem Vorsitzenden Heribert Töns, eine
neue musikalische Herausforderung
anzunehmen. Durch die Einführung
von Konzert-Flöten sollte nicht nur
eine neue musikalische Ausrichtung
erfolgen, sondern dies Angebot ging an
anspruchsvolle Konzertmusik-Begei­
sterte sowohl in den eigenen Reihen,
als auch an Außenstehende, um sie
für den Kolping-Spielmannszug zu
gewinnen. Ca. 30 junge, sowie auch
erfahrene Spielleute aus den eige­
nen Reihen interessierten sich für die
Böhm-Konzert-Flöte, die sowohl eine
konzertante Musik ermöglichte, als
auch eine entsprechende Ausrichtung
mit sich brachte. Allen war klar, dass
sie einiges investieren mussten, um
erfolgreich zu sein. Damit verbunden
waren viele Übungseinheiten, teilweise
mehrmals in der Woche. Aber es lohnte
sich. Erster Auftritt der Gruppe war der
Gottesdienst zum Schützenfest 2013 in
der St. Viktor Kirche. Seit dem entwic­
kelt sich die Gruppe unter dem neuen
musikalischen Leiter Stephan Giesenar
so gut, dass inzwischen auch wieder
konzertante Auftritte und Wettstrei­
te, sowohl nach außen wie auch nach
innen, erfolgen.
Einen großen Anteil daran hat auch
die Nachwuchsarbeit, die unverzichtbar
Teil der Musikzene geworden ist. Aktu­
ell probt die Gruppe jeden Freitag um
17 Uhr im Kolpinghaus. Interessierte
Kinder und Jugendliche sind zu den Pro­
ben eingeladen, mal vorbei zu schauen.
Im diesjährigen Jubiläumsjahr
gibt es verschiedene Veranstaltungen.
Bereits am 17. Januar fand die erste
Jubiläumsveranstaltung im Kolpinghaus statt. Neben
den Gründungsmitgliedern Erich Lenfert, Berni Feld­
mann und Josef Möllers konnte der Vorstand zahlrei­
che Ehrengäste, darunter auch Bürgermeisterin Lisa
Stremlau, aus Politik, Wirtschaft, anderen Vereinen,
Verbänden und Freunde des Spielmannszuges begrü­
ßen. Für die Mitglieder, ihre Familien und Freun­
de schloss sich an diesem Abend eine „50-er-Jahre
Motto-Party“ an, die viel Freude und Begeisterung in
einer langen Mitternachtsfeier erzeugte.
Nach einer Jubiläums-Kanutour-Fahrt auf der
Ruhr für die Mitglieder am 31. Mai startet der nächste
Höhepunkt am Kolping-Schützenfest-Wochenende,
4. bis 7. September, mit verschiedenen Auftritten an
allen Tagen. Bei der Schützenfestmesse am Samstag
um 17.30 Uhr in St. Viktor, wird ein musikalischer
Höhepunkt mit den Konzertflöten stattfinden.
Ausgiebig gefeiert wird das Jubiläum 14 Tage
später, am 20. September diesen Jahres. Mit dem Tag
der Musik, zu dem viele Musikgruppen, Dülmener
Schützenvereine und auswärtige Gruppen ihre Teil­
nahme angekündigt haben, wird es ein großes Jubi­
läumsfest werden. Ab 11 Uhr findet ein Sternmarsch
der Gruppen zum Marktplatz statt, auf dem Gäste
begrüßt und gemeinsam Musik gemacht werden. Der
sich anschließende Umzug endet am Kolpinghaus,
wo es neben dem Genuss von Kaffee und Kuchen,
auch Spezialitäten wie die Kolping-Reibekuchen u.a.
geben wird. Ein Schießwettbewerb für die Schützen­
vereine sowie die Jubiläums-Glückwunsch-Ständ­
chen der teilnehmenden Musikgruppen runden den
Tag ab.
Am Sonntag, 29. November 2015 feiert der
Spielmannszug sein großes „Jahresabschlusskonzert“
um 15.30 Uhr im Kolpinghaus, an dem noch einmal
die große Bandbreite des Spielmannszuges präsent
sein wird.
Zu den verschiedensten Veranstaltungen und
Höhepunkten des Jubiläumsjahres laden die Verant­
wortlichen des Vorstandes sowie die Spielleute alle
Interessierten herzlich ein.
| Silke Brambrink, Heribert Töns, Wilfried Erckens
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
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Batheba-Bibel-Musical
10-jähriges Chorjubiläum für Myriam Sempf
Young Voices Jugendchor begeisterte mit Batheba-Bibel-Musical auf
der Karthaus am Samstag, 24. April und im Pfarrheim Heilig Kreuz
am Sonntag, 26. April.
W Die biblische Geschichte erwies sich als nicht
ganz einfach, da einige Szenen Erotik, Emo­
tionen, Macht, Machtmissbrauch bis hin zum
Mord, Reue und Verzweiflung beinhalteten.
Manche Szenen mussten auch umgeschrieben
oder gestrichen werden, damit sich die Sänger/
innen und Schauspieler in ihren Rollen wohl­
fühlten. Und trotzdem haben die 12 Mitglieder
des Jugendchores unter der Leitung von Leo
Michalke und Ingrid Weppelmann eine tolle
und sehenswerte Vorstellung präsentiert, die
über 80 Minuten dauerte.
Unter den zwölf beeindruckend klaren
Sängerstimmen, konnte Katarina Linckamp,
Hofmarschall des König Davids, die auch viele
Soloparts übernahm, mit ihrer hervorragen­
den Stimme punkten. Auffallend gut geschau­
spielert hatte Hannah Freitag, die zur Auf­
führungszeit noch nicht lange im Chor aktiv
war und kurzentschlossen als Bathseba einge­
sprungen war.
34
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
Das Musical beginnt mit einer Hochzeit. Bath­
seba heiratet ihren Traumgatten Uria. Kurz
darauf muss dieser in dem Krieg gegen die
Amoniter kämpfen. König David wird wäh­
rend dessen auf die schöne Bathseba aufmerk­
sam und lässt sie zu sich holen. Die beiden
entwickeln Gefühle füreinander und die eine
Begegnung bleibt nicht ohne Folgen: Bathseba
wird schwanger.
König David läßt Uria zu sich holen, in
der Hoffnung, dass Uria mit Bathseba schläft
und das Kind als sein eigenes ansieht. Doch
Uria weigert sich zum wiederholten Male nach
Haus zurückzukehren und bleibt als loyaler
Kämpfer bei seinen Kameraden. Der König
schickt Uria in seiner Verzweiflung an die vor­
derste Front, Uria stirbt.
Nach der Trauerzeit heiraten König David
und Bathseba. Noch bevor ihr erster Sohn
geboren wird, erscheint der Prophet Natan
und tadelt die schlimme Handlungsweise des
Königs, ihr gemeinsames Baby muss sterben.
Nach einer schweren Zeit der Reue und
Demut, erweist sich Gott als gütig. Bathseba
bekommt erneut ein Baby. Das zweite Kind
der beiden heißt Salomo und ist Nachfolger
auf Davids Tron. Durch Gottes Güte und Wille
wird Salomo ein guter und weiser Herrscher. Am Schluss des Musicals wird deutlich,
das Gott die Menschen liebt auch mit seinen
Fehlern und Schwächen und allen Menschen
wieder auf den rechten Pfaden leitet, die aus
vollem Herzen ihre Fehler einsehen und
bereuen.
| Ingrid Weppelmann
Liebe Myriam, du kannst
heute auf 10 Jahre Kinder- und Jugend­
chor Maria-Königin zurückblicken.
Welches sind deine schönsten Erinne­
rungen?
Myriam: Spontan fällt mir ein, dass ich,
als ich in der Schule zurückversetzt wor­
den bin, zu Ingrid gesagt habe: „Dann
kann ich ja noch ein Jahr im Kinderchor
bleiben!“ Auch erinnere ich mich sehr
gerne an die vielen Musicals, die wir
aufgeführt haben (Sie zählt sofort eine
Handvoll Stücke auf). Anfänglich habe
ich kleine Rollen, später aber auch Haupt­
rollen gespielt und gesungen.
Chorleitung: Was bewegt dich, einen Teil
deiner kostbaren Freizeit für den Chor
herzugeben?
Myriam: Ich habe einfach Spaß am Sin­
gen und treffe gerne Leute, die genauso
fühlen wie ich. Ich möchte auf jeden Fall
dabei bleiben.
W Chorleitung:
Chorleitung: Was bedeutet Singen – ganz
allgemein – für dich?
Myriam: Ich kann meine Gefühle raus
lassen, und meistens ist die Stimmung
nach der Chorprobe besser als vorher.
Chorleitung: Hörst du auch viel Musik?
Myriam: Ja, auf jeden Fall. Musik nimmt
einen großen Platz in meinem Leben ein.
Chorleitung: Du bist jetzt schon in der
zehnten Klasse. Wirst du in Zukunft
weiterhin im Chor singen?
Myriam: Ja, auf jeden Fall will ich den
Kontakt halten und den Chor weiter
unterstützen. Später werde ich vielleicht
mal in einen anderen Chor gehen.
Chorleitung: Vielen Dank dafür, dass
wir dich zehn Jahre lang begleiten durf­
ten. Du warst für uns und den Chor eine
große Bereicherung!
| Das Interview wurde von Ingrid Weppelmann
und Leo Michalke geführt
Der blinde Bartimäus
Bartimäus sitzt vor den Toren der Stadt Jericho und bettelt; nicht,
weil er keine Lust hat zur Arbeit zu gehen, oder weil er lieber die Sonne
genießen will – nein, Bartimäus hat nie eine Chance gehabt, eine Schule
zu besuchen und bekam deswegen auch keine Arbeitsstelle, weil er von
Geburt an blind ist.
So fängt das Bibelmusical „Barti­
mäus“ an, aufgeführt am Donnerstag,
25. Juni, vom Kinderchor Maria-Köni­
gin der Kreuzkirche.
Keine Arbeit, kein Geld, so bleibt
nur noch das Betteln. Die Menschen in
W
Jericho wollen keinen blinden Bettler
in ihrer Stadt und schieben ihn ab. So
sitzt er jeden Tag vor der Stadtmauer.
In seiner dunklen Welt hat er gelernt,
mit dem Herzen zu sehen. Er spürt,
wenn ein Mensch gut oder böse ist
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
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und hört, was so alles in der Welt geschieht.
So traurig sein Leben auch ist, Bartimäus hat
die Hoffnung noch nicht aufgegeben, einmal
Jesus zu sehen. Denn er glaubt fest daran, dass
Jesus ihn heilen kann. Der Tag kommt und
Jesus besucht die Stadt Jericho. Obwohl die
Leute Bartimäus von Jesus abschirmen, macht
er sich lautstark bemerkbar. Jesus wird auf ihn
aufmerksam, spürt die Beharrlichkeit und den
starken Glauben in Bartimäus und heilt den
blinden Mann.
Der Kinderchor brachte diese Bibelge­
schichte gut geschauspielert herüber und
überzeugte mit Gesang und Solostellen. Die
Sänger/innen schafften es sehr schnell, die
vielen Zuschauer in der Kirche in ihren Bann
zu ziehen und brachten ihre Botschaft auf den
Punkt: „Lasst uns die Liebe Jesus in unseren
Herzen spüren, diese Liebe weitergeben und
unsere Herzen für andere Menschen öffnen,
auch für Menschen, die am Rande der Gesell­
schaft leben.“
| Ingrid Weppelmann
Integratives Lager 2015
Vom 27. Juni bis 11. Juli 2015 waren wir im I-Lager, im Schullandheim
Nienstedt in Niedersachsen in der Nähe von Lauenau.
Morgens wurden wir von zwei Leitern
geweckt. Sie haben uns dann mit Wassersprit­
zen, Federn, Fotoapparaten u.ä. Sachen wach
gemacht. Außer am Motto-Tag! Da ging es den
ganzen Tag nur um den Weltraum. Die ganze
Leiterrunde hatte sich verkleidet und kam so in
unsere Zimmer.
Wir waren mit 13 Leitern und 39 Kindern
unterwegs. Unsere Leiter waren meistens
W
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Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
super nett und nur manchmal sehr streng. Sie
haben ein super Programm für uns vorberei­
tet: Zum Beispiel die Schwimmbadbesuche,
den Motto-Tag, die Lagerkirmes, Disco und
vieles mehr.
In unserer Freizeit konnten wir uns auf
dem riesigen Gelände austoben. Es gab ein
Floß, ein Backhaus, einen Kaninchenstall, ein
Fußball- und Beachvolleyballfeld und einen
großen Wald. In einer Turnhalle fanden die
Abendkreise und das Drinnen-Programm statt.
In den 14 Tagen hatten wir eine super
Verpflegung, dank unserer Köchinnen Chri­
stiane Tenge und Martina Wernsing. Alles
in allem war das Lager wieder mal SPITZE!
Wir möchten im nächsten Jahr auf jeden Fall
wieder dabei sein. | Lena Sultz und Carmen Moschner
Dankeschön an „Übergangs“-Chorleiterinnen
Von Oktober 2013 bis November 2014 war unsere Kirchenmusikerin,
Frau Elisabeth Drees, in der Elternzeit. Damit die Proben des Kinder­
chores Heilig Kreuz in diesem Zeitraum nicht ausfallen mussten, haben
sich dankenswerterweise zwei begeisterte Chorsängerinnen unseres
Jugendchors, Lena Kortbusch und Anika Wewerinck, damals bereit
erklärt, die Chorproben übergangsweise weiterzuführen.
W In der letzten Chorprobe vor den Som­
merferien besuchten die beiden noch­
mals den Chor, und alle – die Chorkin­
der, die Eltern und Frau Drees – haben
sich sehr herzlich für die tolle Zeit mit
den beiden und das damit verbundene
Engagement bedankt! Und so wurde
die Chorprobe zum gemeinsamen Sin­
gen, Spielen und Eis essen genutzt, ein
willkommener Einstieg in die Sommer­
ferienpause. Die Kinder sind sich einig,
dass Lena und Anika jederzeit wieder­
kommen dürfen.
Jetzt, nach den Sommerferien finden
die Chorproben des Kinderchores
Heilig Kreuz wieder regelmäßig jeden
Donnerstag im Pfarrheim
von 16:30 bis 17:30 Uhr statt.
Alle Kinder ab dem Vorschulalter sind
herzlich willkommen.
Weitere Infos erteilt unsere
Kirchenmusikerin Elisabeth Drees,
Telefon 02594-9597199,
[email protected].
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Natur-Erlebnis-Räume
Die Kinder im Familienzentrum Heilig Kreuz hatten sich mit einer Spielplatzaktion auf die Sommersaison vorbereitet. Es wurde „Frühjahrsputz“
gehalten und an dieser Gemeinschaftsarbeit haben sich viele Eltern, Kinder
und Erzieherinnen beteiligt.
Ausflüge in die Natur
Auch in diesem Jahr standen wieder ver­
schiedene Ausflugsziele für die Kinder auf
dem Programm.
W
- Eine Zugfahrt nach Lette
- Das Abenteuer „Wildpark“, mit der
Försterin, Yvonne Benze
- Ludger Hillermann begeisterte mit
einer Stadtführung
„Das beste Außengelände ist
eines, das nie fertig wird.“
Das naturnah bepflanzte und gut
modellierte Außengelände, mit sei­
nem Nutzgarten, einer Kräuterspira­
le gebraucht einige Pflege und bietet
aber auch unglaublich viele Anreize
für Spiel, Bewegung und sinnliche
Naturerfahrungen.
Die Kinder können Hügel raufund runterlaufen, dazu alle möglichen
Rollenspiele erfinden, über Felsen oder
Mauern klettern. Verschiedene Baum­
stämme laden zum Balancieren ein, es
gibt Ruheinseln für den Rückzug und
zwei Schaukelgärten…
W
38
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
Mit dem Naturelement Wasser, an der
Matsch- und Wasserbahn, aber auch
nur mit Regenwasser, vervielfachen
sich die Möglichkeiten. Hier gilt es zu
bauen, zu modellieren, es wird Über­
schwemmung gespielt oder eine Burg
gebaut.
Förderlich für das kreative Gestal­
ten sind unsere Materialien wie Sand
und Kies, Steine, Äste und Holzstücke.
Wer Kinder in Natur-Spiel-Räumen
beobachtet, wird feststellen, dass sie
sich genau die Herausforderung aus­
wählen, die sie noch meistern können.
Das Risiko gehört in Anpassung an das
Alter als pädagogischer Auftrag in jede
Spielanlage.
| Elfriede Medding
Das Ziel für den letzten gemeinsamen Ausflug
vor den Sommerferien wurde von den jetzt
eingeschulten Kindern festgelegt. Da gab es
so einige Überlegungen, ein Kinobesuch war
auch in der Diskussion und dann haben die
Kinder abgestimmt. Sie hatten Plakate für die
einzelnen Aktionen gemalt, und jeder bekam
drei Klebepunkte für die Abstimmung.
Mit großer Mehrheit wurde für die Bus­
fahrt in die Coesfelder Heide gestimmt. Dazu
gehörte eine Wanderung durch die hügelige
Heidelandschaft, eine kurze Trinkpause am
Hermann-Löns-Denkmal, ein ausgiebiges
Picknick und natürlich das Klettern in den
„Gelben Bergen“.
Auch hier war wieder deutlich zu beob­
achten, wie Kinder die Herausforderung
annehmen. Sie wollen nicht auf geebneten
Flächen spielen, sondern fühlen sich viel
wohler im echten Spiel- und Freiraum. Es ist
faszinierend zu beobachten, wie sich Kinder
in Natur-Erlebnis-Räumen ohne Hemmungen
und Ängste bewegen. Sie suchen geradezu
nach Risiken, um sich in der neuen Situati­
on zu prüfen. Nur so können sie ihr eigenes
Können erproben, sie wachsen motorisch,
geistig und seelisch und ihr Selbstbewusstsein
| Elfriede Medding
kann sich entwickeln. Tag der offenen Tür: Sonntag, 15. November 2015, 12.00 Uhr - 16.00 Uhr
Angebote im Bewegungsraum/Waffelbäckerei/Fotostrecken/Hausführungen….
Es besteht die Möglichkeit, Termine für ein Anmeldegespräch zu vereinbaren.
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kfd Kunstausstellung
in Heilig Kreuz
Die kfd Heilig Kreuz hat in Zusammenarbeit mit der AG
Kunst und Kirche des kfd Diözesanverbandes Münster e.V.
im Rahmen des Jubiläums „100 Jahre kfd im Bistum
Münster“ zum Thema Verhüllen und Enthüllen“ eine
Kunstausstellung geplant.
Ostfrieslandtour der kfd Heilig Kreuz
Am 1. Juli machten sich 43 Frauen der kfd Heilig Kreuz, versehen mit
einem kühlen Erfrischungsgetränk, auf die Reise nach Ostfriesland.
Hier hat sich eine Kommission unter
der Leitung des kfd-Präses Gerhard
Theben, Pastor Nienhaus, Frau Prä­
ses Christel Seibert sowie unter Betei­
ligung von Prof. DDr. Sternberg und
Mitgliedern des Arbeitskreises gebildet.
Aus verschiedenen Vorschlägen hat die
Gruppe das Objekt „Knotenlösung“ der
Berliner Künstlerin Christina Beifuss
favorisiert.
Die Künstlerin Christina Beifuss
hat den Auftrag angenommen und das
Kunstobjekt wird in einer Vernissage
nach dem Gottesdienst um 11.00 Uhr
am Sonntag, 25.10.2015 vorgestellt. Die
Einführung übernimmt Prof. DDr. Tho­
mas Sternberg, Leiter der bischöflichen
Akademie Franz Hitze Haus, Mün­
ster. Die Kunstausstellung beginnt am
24. Oktober 2015 und mit dem Gottes­
dienst am Samstag, 21. November 2015
endet sie.
Begleitend zum Thema „Verhül­
len und Enthüllen“ finden noch zwei
weitere Veranstaltungen im Pfarrheim
Heilig Kreuz statt.
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Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
Donnerstag, 29. Oktober 2015,
19.30 bis 21.30 Uhr
In Stoff begraben und quicklebendig –
Ordenshabit und Burka
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Donnerstag, 5. November 2015,
19.30 bis 21.30 Uhr
Masken machen Leute –
Chefmaskenbildner Theater Münster,
Wilfried Gradic, gibt Einblicke in seine
Tätigkeit.
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Flyer mit Informationen zum Thema
„Verhüllen und Enthüllen“ sowie zu
den Zusatzveranstaltungen liegen im
Schriftenstand der Kreuzkirche aus.
Die gesamte Vorbereitungsgrup­
pe lädt sehr herzlich zu den genannten
Veranstaltungen ein. Insbesondere auf
die Vernissage am 25. Oktober 2015
möchten wir Ihre Aufmerksamkeit
lenken, da das Objekt „Knotenlösung“
ein sehr interessantes und tiefgründi­
ges Kunstwerk sein wird.
| Doris Isfort
Die erste Station war die Festung Bourtange
in den Niederlanden. Fremdenführerinnen in
der altertümlichen Tracht von Mägden haben
uns empfangen und wir hörten sehr interes­
sante Dinge über die Festung, ihre Entstehung
und die Bedeutung. Danach ging es weiter in
das schöne Ostfriesenstädtchen Leer, wo wir
uns dann an einem guten Mittagsbüffett stär­
ken konnten.
Trotz großer Hitze nahmen fast alle
Frauen an der nachfolgenden Stadtführung
teil. Hier war es von Vorteil, dass es auch häu­
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fig ältere Gebäude zu besichtigen gab, deren
Innenräume schön kühl waren. Einige der
Damen, denen die Hitze zu groß war, haben
sich im Schatten und mit kühlen Getränken
an der schönen Hafenkulisse erfreut, so dass
wir alle auf unsere Kosten gekommen sind.
Zufrieden mit dem Tag sind wir am Abend in
Dülmen angekommen und es gab den Auf­
trag an das kfd-Team, im kommenden Jahr die
nächste Tour zu planen, was wir natürlich gern
tun.
| Doris Isfort
Wintermarktvorbereitung
Der Wintermarkt am 15./16. November wirft
seine Schatten voraus. Wie man sieht, traf sich
das kfd-Team bei Maria Telohe, um einige
Kilo Gurken zu verarbeiten. Da die Nachfrage
immer sehr groß ist, muss auch entsprechend
Vorsorge getroffen werden, damit die Vorräte
auch reichen.
Die Arbeit, unterbrochen natürlich von
Kaffee und Kuchen, machte dem Team sehr
viel Spaß und wir hoffen, dass man das den
Gurken auch anmerkt und sie besonders gut
schmecken werden.
| Doris Isfort
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
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Ausflug der kfd Maria Königin
Lebenswirklichkeit im Raum des Digitalen in
der Dimension des Virtuellen in den Blick. Zu
fragen ist, welche Konsequenzen sich unter den
Bedingungen virtueller Realitäten für unsere
Lebensorientierung aus dem Glauben ergeben.
Am 22. April 2015 fand bei strahlendem Sonnenschein
der Frühjahrsausflug der kfd Maria Königin statt.
Am 22. April 2015 fand bei strahlen­
dem Sonnenschein der Frühjahrsaus­
flug der kfd Maria Königin statt. Mit
dem Bus ging es nach Ibbenbüren,
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dort wurde unter dem Motto „Natur
und Garten“ ein Park mit integrierter
Teichlandschaft besucht. Im Rahmen
einer Führung ging es an bunten Blu­
menbeeten, Ufergräben und verschie­
denartig gestalteten Gartenteichen
vorbei zum Teichaquarium mit bis zu
zwei Meter langen Stören, aber auch
der Unterwasserpark – ein riesiger
künstlich angelegter Tauchsee mit
seinem 3oo m langen Höhlensystem
– war im Original und als Modell zu
bewundern. Danach stärkten sich
die Teilnehmerinnen bei Kaffee und
Kuchen, um anschließend wieder
nach Dülmen zurückzukehren.
trag versucht Spuren zu legen und Brücken zu
bauen, wie dieser große Mystiker des Abend­
landes auch heute wieder viele Menschen mit
seiner Gottesrede ermuntern kann, Gott in all­
täglichen Lebenswelten zu finden.
Im zweiten Vortrag geht es darum, der
Glaubensnot und Glaubenskraft nachzuspüren
und aufzuzeigen, wie es möglich ist, zwischen
Zweifel und Zuversicht heute zu glauben.
Am dritten Vortragsabend mit dem
Thema: Leiblichkeit und Virtualität. Mit allen
Sinnen leben und glauben, kommt unsere
jeweils 19.30 Uhr im Pfarrheim Heilig Kreuz.
Dienstag, 22. September 2015
Prof. Dr. Dietmar Mieth, Erfurt
Meister Eckhart – Sich von Gott finden lassen.
W Mittwoch, 4. November 2015
Prof. P. Dr. Ludger Schulte OFM Cap, Münster
Glaubensnot und Glaubenskraft – Zwischen
Zweifel und Zuversicht heute glauben
W Dienstag, 17. November 2015
Prof. Dr. Saskia Wendel, Köln
Leiblichkeit und Virtualität mit allen Sinnen
leben und glauben
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| Bernhard Arens, Team Theologisches Bildungswerk
Die Gruppe Trau dich ist wieder on Tour.
| Karola Duffner
15. August 2015, Pfarrheim Heilig Kreuz, gutes Wetter, pünktliche Abfahrt
9 Uhr. Die Gruppe Trau dich ist wieder on Tour.
Vortragsreihe des Theologischen Bildungswerkes
Nach eineinhalb stündiger Busfahrt erreich­
ten wir unser Ziel: Bad Rothenfelde. Ein wun­
derschönes Städtchen mit Kurpark und den
bekannten Salinen. Hier können wir ausspan­
nen und neue Kräfte sammeln, neue Impulse
finden und einfach nur Spaß haben. Lebens­
freude neu erfinden. Im Rosengarten die Seele
baumeln lassen und in einem der vielen Cafés
ausruhen und das gute Wetter genießen.
Alle Teilnehmer waren pünktlich und gut
zufrieden wieder zurück am Bus und von der
Lautstärke konnte sich jeder überzeugen. Es
gab so viel zu erzählen. Alle waren gut gelaunt,
zufrieden und hatten wieder mal einen beson­
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In der diesjährigen Vortragsreihe des Theologischen Bildungswerkes
gehen wir auf „Spurensuche“ in einer Zeit, in der Schlagzeilen wie „Gottvergessenheit“ und „Glaubensschwund“ eine religiöse Krise beschreiben,
die wir beklagen können, der wir uns aber auch stellen müssen.
Wir leben in einer Zeit, in der nicht wenige
Menschen weitgehend ohne Gott auszukom­
men meinen. Dietrich Bonhoeffer (19061945) gibt zu bedenken, wir müssten heute
in der Welt leben „als ob es Gott nicht gäbe“.
Zugleich aber ist er überzeugt, dass wir „nicht
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Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
erst an den Grenzen unserer Möglichkeiten“
Gott erfahren, „sondern mitten im Leben
muss Gott erkannt werden.“
Diese Herausforderung greift der erste
Vortragsabend auf mit dem Thema: Meister
Eckhart. Sich von Gott finden lassen. Der Vor­
deren Tag gehabt. 18.30 Uhr Pfarrheim Heilig
Kreuz, wieder zurück – Bad Rothenfelde, wir
kommen wieder.
| Gaby Spitzer
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
43
Kurz & knapp
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Neu im Team
Kurz & knapp
Kurz & knapp
Neue Pfarrsekretärin
Ab Oktober wird Frau Eva Vasmer mit
halber Stelle ihren Dienst als Sekretärin
im Pfarrbüro Heilig Kreuz aufnehmen.
Kurz & knapp
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Neviges-Wallfahrt
Als Leiter der Dülmener HardenbergWallfahrt nach Neviges haben Erik
Potthoff und Christian Marx die Nachfolge von Alfons Kalwey angetreten.
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Vorabinformation für Frauen aller
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Einstieg bei den Messdienern weiterhin möglich
Neue Messdiener sind in Heilig Kreuz
immer willkommen. Auch jetzt nach
den Sommerferien freuen sich unsere
neuen Gruppenleiter, wenn noch noch
neue Kinder, besonders aus den vierten
Klassen Lust haben, mit viel Spaß und
einer starken Gemeinschaft Messdiener an der Kreuzkirche zu werden. Bei
Interesse oder auch bei Fragen dürfen
sich alle gerne bei Lisa Scheffer
([email protected])
melden.
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Sr. Jacinta Kitonyi hat zum 1. August
ihre dreijährige Berufseinführungszeit zur Pastoralreferentin in unserer
Gemeinde begonnen.
Sr. Kitonyi ist Missionsschwester vom
Hl. Blut, auch Marianhiller Missionarin
genannt. Sie stammt aus Kenia und hat
in Münster Theologie studiert.
Im ersten Jahr wird Sr. Kitonyi überwiegend Zeit brauchen für ihre Schulausbildung, die sie an der Augustinusschule absolviert.
Wir heißen Sr. Kitonyi herzlich willkommen und freuen uns, sie auf ihrem Weg
begleiten zu dürfen. Wir sind gespannt,
wie sie, die aus einem jungen Land
kommt, die deutsche Kirche sieht und
sind sicher, dass Sr. Kitonyi uns bereichern kann.
Josef Wichmann
20 Jahre lang war er Pfarrer in Ochtrup.
Jetzt ist Josef Wichmann (geb. 1940 in
Schöppingen) nach Dülmen gezogen
und hilft auch in Heilig Kreuz aus. Vornehmlich wird der ehemalige Kaplan
von St. Joseph (1975 -1979) im AnnaKatharinenstift, Karthaus, Dienst tun.
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44
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
Konzert – Chor St. Michael Rödder
Unter dem Titel: „Te Deum Laudamus“ findet am Sonntag, 22. November um 18 Uhr in der Kreuzkirche ein
großes Chorkonzert statt. Musik aus
englischen und französischen Kathedralen steht auf dem Programm. Zur
Aufführung kommen das imposante
„Te Deum“ und „Benedictus“ op. 34
von Edward Elgar, Psalm 23 und das
„Magnificat“ von Charles Stanford,
und weitere Werke von Charles Wood,
Theodore Dubois, Gabriel Faure u.a.
Diese prächtige Musik aus der Spätromantik aus England hat besonders
hohe Bedeutung in den feierlichen
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Dülmener Gemeinden.
Die kfd-Dekanat Dülmen lädt im komEvensongs der Kathedralen und Colmenden Jahr am 1. Juni 2016 zu einer
leges sowie bei den glanzvollen kirchKulturhistorischen Kanalfahrt ein.
lichen Feiern der englischen Krone.
Abfahrt des Schiffes ist an der AnlegeUnd es hat großen Reiz, Musik dieser
stelle Lüdinghausen. Die Fahrt geht bis
Stilrichtung bei den akustischen Gegebenheiten der Kreuzkirche mit der klang- zum Schiffshebewerk Henrichenburg.
Nach der Rückkehr gibt es ein gemeinschönen Orgel zu erleben.
sames gemütliches Abendessen im
Ausführende sind der Chor St. Michael
Landgasthaus Peters in Lüdinghausen.
Rödder, die junge kolumbianische
Sopranistin Luisa Fernanda Serna Libreros, die in Deutschland Musik studiert,
Instrumentalsolisten und Lukas Masche
an der Orgel. Der Billerbecker Domorganist spielt die anspruchsvollen und
großartig auskomponierten Orgelpartien
bei sämtlichen Werken. Die Leitung hat
Bernd Weimann.
Firmung 2016
Weihbischof Geerlings wird im kommenden Jahr am 21.5.2016 zu Gast in
unserer Gemeinde sein, um Jugendliche
des 9. Jahrgangs zu firmen. Nähere
Informationen wird es dazu im Januar
2016 geben.
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Pfarramt Heilig Kreuz
An der Kreuzkirche 10 · 48249 Dülmen
[email protected]
Telefon 02594/2126 · Telefax 02594/7169
Öffnungszeiten
Mo - Do 10 - 12 Uhr und 14 - 18 Uhr
Fr
10 - 12 Uhr und 14 - 16.30 Uhr
www.heilig-kreuz-duelmen.de
Kontoverbindung: IBAN DE82 4015 4530 0018 0087 63 | BIC WELADE3XXX
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
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Veranstaltungen
September
01.09.15
15.00 Uhr
Seniorennachmittag Maria Königin
02.09.15
14.30 Uhr
Seniorenmesse Heilig Kreuz, anschl. Kaffeetrinken 03.09.15
08.00 Uhr
Frauenmesse der kfd Maria Königin
06.09.15
11.00 Uhr
hl. Messe mit eigener Kinderliturgie 08.09.15
19.15 Uhr
hl. Messe und Lichtfeier zum Geburtstag von AKE
13.09.15
11.00 Uhr
Kinderkirche im Pfarrheim Maria Königin
14.09.15
15.00 Uhr
Frauenmesse der kfd Heilig Kreuz, anschl. Kaffeetrinken
16.09.15
14.30 Uhr
Seniorenmesse Heilig Kreuz, anschl. Kaffeetrinken 18.09.15
17.00 Uhr Lamberti-Fest der Kreuzkrokodile
18.09.15
kfd Heilig Kreuz „Märchenessen“
19.09.15
10.00 Uhr
Tagesausflug der KAB Heilig Kreuz zur DASA in Dortmund
20.09.15
11.00 Uhr
Festgottesdienst/Familienmesse zum Patronatsfest 20.09.15
11.00 Uhr 60 Jahre Kolping-Spielmannszug
23.09.15
Seniorenausflug der Pfarrcaritas
26./27.09.2015
Mittelalter-Markt in Visbeck
27.09.15
50 Jahre Monika Kindergarten
30.09.15
14.30 Uhr
Seniorenmesse Heilig Kreuz, anschl. Kaffeetrinken 30.09.15
15.00 Uhr
Seniorennachmittag in Rödder
W
W
Frauenmesse der kfd Maria Königin
hl. Messe mit eigener Kinderliturgie
Ferienfreizeit der MessdienerInnen
Seniorennachmittag Maria Königin
Kinderkirche im Pfarrheim Maria Königin
Rosenkranz (Perlenandacht) der kfd Heilig Kreuz in Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum Heilig Kreuz
Seniorenausflug Hl. Kreuz
Rosenkranzandacht kfd Maria Königin, anschl. Kaffeetrinken
offene Gemeindebesinnungstage in Freckenhorst
Familienmesse „Spiele ohne Grenzen“ der Kreuzkrokodile
Vernissage der Ausstellung: „Verhüllen und Enthüllen“
Vortrag der KAB Heilig Kreuz: „Andheri stellt sich vor“
Seniorenmesse Hl. Kreuz, anschl. Kaffeetrinken
Seniorennachmittag in Rödder
kfd Heilig Kreuz, Vortrag: „Ordenshabit und Burka“
Klausurtag des Pfarreirates
Seitenkapelle Maria Königin
Kreuzkirche
Bülkau-Aue
Pfarrheim Maria Königin
Pfarrheim Maria Königin
Kreuzkirche/Pfarrheim Hl. Kreuz
hl. Messe mit eigener Kinderliturgie
Totengedenken auf dem Waldfriedhof Abendmesse m. Gedenken der Verstorbenen d Jahres ’14
Seniorennachmittag Maria Königin
Frauenmesse der kfd Maria Königin
kfd Heilig Kreuz, Vortrag: „Masken machen Leute“
Kirchenvorstandswahlen Kinderkirche im Pfarrheim Maria Königin
Frauenmesse kfd Heilig Kreuz, anschl. Kaffeetrinken
Seniorenmesse Hl. Kreuz, anschl. Kaffeetrinken
St. Martinsfest Familienzentrum Heilig Kreuz
Wintermarkt der kfd Heilig Kreuz
Tag der offenen Tür Familienzentrum Heilig Kreuz
Filmabend der KAB Heilig Kreuz
Kreuzkirche
Waldfriedhof
Kreuzkirche
Pfarrheim Maria Königin
Seitenkapelle MK/Pfarrheim MK
Pfarrheim Heilig Kreuz
Pfarrheim Heilig Kreuz
Pfarrheim Maria Königin
Kreuzkirche/Pfarrheim Hl. Kreuz
Kreuzkirche/Pfarrheim Hl. Kreuz
Kreuzkirche
Pfarrheim Heilig Kreuz
Seitenkapelle Maria Königin
LVHS Freckenhorst
Kreuzkirche
Kreuzkirche
Pfarrheim Heilig Kreuz
Kreuzkirche / Pfarrheim Hl. Kreuz
Pfarrheim St. Michael, Rödder
Pfarrheim Heilig Kreuz
Pfarrheim St. Michael, Rödder
November
01.11.15
11.00 Uhr
01.11.15
15.00 Uhr
02.11.15
19.15 Uhr
03.11.15
15.00 Uhr
05.11.15
08.00 Uhr
05.11.15
19.30 Uhr
07./08.11.2015
08.11.15
11.00 Uhr
09.11.15
15.00 Uhr
11.11.15
14.30 Uhr
11.11.15
17.00 Uhr
14./15.11.15
15.11.15
12.00 Uhr
17.11.1519.30 Uhr
46
Heilig Kreuz Dülmen | Nr. 29/2015
W
Kommunionkleidungsbörse
Abgabe der Kleidung
Verkauf der Kleidung
Finissage der Ausstellung: „Verhüllen und Enthüllen“
Familienmesse Seniorenmesse Hl. Kreuz, anschl. Kaffeetrinken
Wochenendfreizeit der Kreuzkrokodile in Tecklenburg
Pfarrheim Maria Königin
Pfarrheim Maria Königin
Pfarrheim Maria Königin
Kreuzkirche
Kreuzkirche
Kreuzkirche/Pfarrheim Hl. Kreuz
Abfahrt Pfarrheim Heilig Kreuz
Pfarreiratssitzung
Seniorennachmittag Maria Königin
Frauenmesse kfd Maria Königin, anschl. Adventsfrühstück
hl. Messe mit eigener Kinderliturgie
Adventlicher Abend der KAB Heilig Kreuz
Seniorenmesse Hl. Kreuz, anschl. Kaffeetrinken
Adventl. Andacht Senioren Rödder, anschl. Kaffeetrinken
Kinderkirche im Pfarrheim Maria Könign
Familienmesse
Frauenmesse und Adventfeier der kfd Heilig Kreuz
Pfarrheim Heilig Kreuz
Pfarrheim Maria Königin
Seitenkapelle MK/Pfarrheim MK
Kreuzkirche
Pfarrheim Heilig Kreuz
Kreuzkirche/Pfarrheim Hl. Kreuz
Pfarrheim St. Michael, Rödder
Pfarrheim Maria Königin
Kreuzkirche
Kreuzkirche/Pfarrheim Hl. Kreuz
Dezember
01.12.15
01.12.15
03.12.15
06.12.15
08.12.15
09.12.15
09.12.15
13.12.15
13.12.15
14.12.15
20.00 Uhr
15.00 Uhr
08.00 Uhr
11.00 Uhr
20.00 Uhr
14.30 Uhr
15.00 Uhr
11.00 Uhr
11.00 Uhr
15.00 Uhr
St.-Marien-Kapelle Visbeck
Tageseinrichtung St. Monika
Kreuzkirche/Pfarrheim Hl. Kreuz
Pfarrheim St. Michael, Rödder
Oktober
01.10.15
08.00 Uhr
04.10.15
11.00 Uhr
05./12.10.2015
06.10.15
15.00 Uhr
11.10.15
11.00 Uhr
12.10.15
15.00 Uhr
14.10.15
14.10.15
15.00 Uhr
15./18.10.2015
18.10.15
11.00 Uhr
23.10.15
25.10.15
12.00 Uhr
27.10.15
20.00 Uhr
28.10.15
14.30 Uhr
28.10.15
15.00 Uhr
29.10.15
19.30 Uhr
31.10.15
ab 9.00 Uhr
W
Pfarrheim Maria Königin
Kreuzkirche/Pfarrheim Hl. Kreuz
Seitenkapelle Maria Königin
Kreuzkirche
Kreuzkirche
Pfarrheim Maria Königin
Kreuzkirche/Pfarrheim Hl. Kreuz
Kreuzkirche/Pfarrheim Hl. Kreuz
Pfarrheim Heilig Kreuz
Osterwick
Abf. Bahnhof Dülmen (oberes Gl.)
Kreuzkirche
Marktplatz/Kolpinghaus
20./21.11.2015
20.11.15
16 - 18 Uhr
21.11.15
14 - 16.30 Uhr
21.11.15
22.11.15
11.00 Uhr
25.11.15
14.30 Uhr
27./29.11.2015
Pfarrheim Heilig Kreuz
Bekanntmachungen
W Durch
die Taufe wurden in die christliche Gemeinschaft aufgenommen:
Henri Niklas Baar, Maximilian Gesterkamp, Louis Breuer, Julien Jerome Groß, Klara Seidler,
Emma Kornblum, Liam Winkler, Tiara Ibishi, Lukas Zumbrink, Lotte Wies, Paula Schlappa,
Johannes Schlappa, Fiete Demes, Leandro Abazi, Ida Freitag, Aaron van Woensel, Leon Anuth,
Jule Wertmöller, Greta Reher, Thea Luise Kollenberg, Johann Odin Schmelter, Lisa Marie Bergmann, Sophie Schmauck, Lenja Freitäger, Emma Franziska Kirchmann, Colin Krajeweski, Leni
Große Dahlhaus, Julius Emilian Oestermann, Leni Karns, Vincent Kreuz, Edda Droste, Greta
Waldermann, Noa Droste, Emma Schmitz, Leandro Erhart, Mika Raab, Tino Rips, Charlotta
Brosche, Erik Albrecht, Mia Waltering
W Das Sakrament der Ehe spendeten einander::
Stefanie Löhn und Jens Kannacher, Ingrid Kellmann und Sebastian Bock, Rebecca Belitz und
Lothar Zumbusch, Martina Gödde und Marcus Schmauck, Andrea Bertelsbeck und Christian
Kirchmann
W Durch den Tod sind in das ewige Leben vorausgegangen:
Mathilde Reher, Adalbert Seidler, Thekla Brockmann, Ludwig Wieschhörster, Elisabeth Beckmann, Helene Hagedorn, Josef Reher, Alfred Fischer, Maria Wortmann, Johanna Sandmann,
Heinrich Espendiller, Anna Maria Schultheiß, Josef Wiegert, Werner Liening, Rudolf Bergmann,
Johannes Ferlemann, Marianna Röwekamp, Elisabeth Bertels, Heinrich Bücker, Margarete Laerbusch, Johanna Frieß, Thomas Bücker, Elisabeth Bölting, Hildegard Winkler, Brunhilde Böttcher,
Marianne Hunkemöller, Maria Eggemann, August Jasper, Hans Joachim Hoppe, Berta Albrink,
Annegret Herrmann, Josef Hülk, Wilhelmine Bertelsbeck, Anna Becker, Christel Kordel, Christel
Lanfers-Maini, Angelika Winkler, Erna Seichter, Ingeborg Leggewie, Ernelies Kirschner.
15 Jahre Homann Koch- und Backclub
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· Kaffeespezialitäten
· Selbstgebackener
leckerer Kuchen
· Herzhafte Waffeln
· Münsterländer Brotzeit
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oder Dinkelbrot)
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und bald gibt es wieder…
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Bischof-Kaiser-Str. 61 · 48249 Dülmen · Tel. 02594-8932626
Inh. Ulrike Sandkühler
Öffnungszeiten: Di - Fr 9.00 - 18.00 Uhr · Sa - So 9.30 - 17.00 Uhr