Kursangebote planen, einreichen und durchführen

Kursangebote planen, einreichen und durchführen
Ein Leitfaden
Kontakt Aargau
Tel. +41 56 202 71 60
E-Mail [email protected]
Kontakt Solothurn
Tel. +41 32 628 66 22
E-Mail [email protected]
Pädagogische Hochschule FHNW
Institut Weiterbildung und Beratung
Campus Brugg-Windisch
Bahnhofstrasse 6
5210 Windisch
Pädagogische Hochschule FHNW
Institut Weiterbildung und Beratung
Obere Sternengasse 7
Postfach 1430
4502 Solothurn
Ressortleitung kursorische Weiterbildung
Susann Müller
Tel. +41 56 202 81 06
E-Mail [email protected]
Urs Oberthaler
Tel. +41 32 628 66 06
E-Mail [email protected]
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Stand März 2016
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INHALT
3
Leitgedanken und didaktisches Verständnis
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3
Themen und Inhalte unserer Kurse
Bezug zu kompetenzorientierten Lehrplänen
Didaktisches Verständnis
4
Zielgruppen und Themenbereiche
4
4
Zielgruppen
Themenbereiche
5
Ablauf und Organisation der Kurse
5
5
5
6
6
Verantwortlichkeiten
Aufnahme und Durchführung von Kursen
Vor dem Kurs
Während des Kurses
Nach dem Kurs
7
Kurs einreichen
7
7
7
7
7
7
8
9
Zeitleiste
War das Angebot bereits letztes Jahr im Programm?
Kontaktperson für inhaltliche Fragen
Eingaben für die Standorte Brugg-Windisch, Solothurn oder Olten
Einloggen
E-Mail-Account und Passwort für Zugriff auf unsere Evento-Datenbank
Vorbereitungsarbeiten
Kurs einreichen
Kompetenzorientierung in kursorischen Angeboten
Inhalte planen
Allgemeine Kompetenzziele prüfen
Lernziele formulieren
Eine kompetenzorientierte Ausschreibung verfassen
ANHANG I
Allgemeine Kompetenzziele
ANHANG II
Ferienplan
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Leitgedanken und didaktisches Verständnis
Themen und Inhalte unserer Kurse
Themen sowie neue wissenschaftliche Erkenntnisse werden in Kursen stets mit schulischer Praxis in
Verbindung gebracht. Die Kursangebote gründen auf dem Erkenntnisgewinn fachwissenschaftlicher und
fachdidaktischer Forschung. Viele Weiterbildungsangebote unterstützen die Lehrpersonen und Schulleitungen zudem in der Umsetzung aktueller bildungspolitischer Vorhaben und Schwerpunkten.
Bezug zu kompetenzorientierten Lehrplänen
Einen wichtigen Bezugsrahmen für alle inhaltlichen Schwerpunkte bilden die neuen kompetenzorientierten Lehrpläne. Themen/Gegenstände der Weiterbildungsangebote sollen wenn möglich, mit den entsprechenden Fachlehrplänen bzw. dem korrespondierenden Lehr- und Unterrichtsverständnis in Verbindung
gebracht werden.
Didaktisches Verständnis
Der Reichtum an Wissen und Erfahrungen der Teilnehmenden fliesst in den Weiterbildungsprozess ein.
Als Expertinnen und Experten in ihrem Beruf lernen sie in kooperativen Lernformen mit- und voneinander.
Ihren Anliegen wird Raum gegeben. Wegweisend dabei ist eine Kultur des Dialogs und einer wertschätzenden Kommunikation. Lehrpersonen erhalten in den Kursen die Möglichkeit, ihre Kompetenzen nachhaltig weiterzuentwickeln (siehe Kapitel „Kompetenzorientierung in kursorischen Angeboten“). Folglich
unterstützen die Vorgehensweisen in den Kursen eigenständiges Lernen und zeigen auf, wie die Inhalte
selbständig weiterverfolgt werden können.
Kursinhalte werden so bearbeitet, dass Teilnehmende – wo möglich handlungsorientiert – den Bezug zu
ihrer Berufssituation herstellen und aus der Weiterbildung einen konkreten Nutzen ziehen können. Der
Transfer in die Praxis kann durch moderierte Lerngruppen unterstützt werden. Kurse können auch einen
Transferteil in der Schulpraxis (zwischen den Kurstagen) enthalten. Im zweiten Kursteil werden Erfahrungen reflektiert (z.B. mit Reflexionsfragen am Kursende: Wie setze ich was um? - Was sind die ersten/nächsten Schritte?).
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Zielgruppen und Themenbereiche
Zielgruppen
Die Angebote des Instituts Weiterbildung und Beratung (im folgenden IWB) richten sich an Lehrpersonen
der Volksschule und an schulische Fachpersonen.
Themenbereiche
Die Angebote sind in die folgenden Themenbereiche gegliedert. Die Auswahl der Themen orientiert sich
am beruflichen Handeln der Teilnehmenden:
1 Bildung ̶ Schule ̶ Unterricht
4 Gestalten ̶ Musik ̶ Bewegung
- Klassenführung und Gemeinschaftsbildung
- Werken und Gestalten
- Realien und Sachunterricht
- Musik
- Lehren und Lernen
- Bewegung und Sport
- Spezielle Pädagogik – Heil- und Sonderpädagogik
- Zusammenarbeit, Berufsrolle und Berufsphasen
2 Sprachen ̶ Mathematik ̶ Medien
- Deutsche Sprache
- Fremdsprachen
- Theaterpädagogik
- Mathematik
- Medienpädagogik und ICT
5 Berufseinstieg „First Steps“
3 Natur ̶ Gesellschaft ̶ Technik
- Soziale Mitwelt und Religionen
- Gesundheitsförderung
- Berufswahlvorbereitung
- Hauswirtschaft und Lebensgestaltung
6 Weiterbildung im Bildungsraum
- Checks und Aufgabensammlung, Projektarbeit, Abschlusszertifikat
- Nach- und Zusatzqualifikationen im Rahmen der Schulharmonisierung
Basel-Stadt
- Weiterbildung zur Schullaufbahnverordnung Kanton Basel-Stadt
In jedem Bereich gibt es Angebote, die methodische und fachdidaktische Basiskenntnisse vermitteln.
Andere Angebote sind interdisziplinär angelegt oder rücken aktuelle Bildungstrends in den Mittelpunkt.
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Ablauf und Organisation der Kurse
Verantwortlichkeiten
Für die Kursorganisation ist die Administration des IWB zuständig.
Die Kursleiterinnen und Kursleiter sind verantwortlich für:
− Planung
− Ausfüllen des Raumreservationsformulars zuhanden der Kursadministration
− Durchführung
− Evaluation
− Abrechnung des Kurses
Aufnahme und Durchführung von Kursen
− Das IWB begutachtet das Kurskonzept (Kriterien für die Aufnahme) und entscheidet über die Aufnahme der Kurse. Aufgrund der Anmeldungen entscheidet das Institut über die Durchführung der
Kurse.
Vor dem Kurs
Vier Wochen vor Anmeldeschluss
Die Kursadministration schickt der Kursleitung einen Monat vor Anmeldeschluss eine E-Mail zum aktuellen Anmeldestand.
Nach dem Anmeldeschluss
− Mindestanzahl Teilnehmende knapp erreicht: Der Anmeldeschluss wird durch die Kursadministration
verlängert, Kursleitung und Teilnehmende werden darüber informiert.
− Mindestanzahl Teilnehmende (nach Anmeldeschluss oder Verlängerung) nicht erreicht: Der Kurs wird
durch die Kursadministration abgesagt. Kursleitung und alle angemeldeten Personen erhalten eine
schriftliche Mitteilung.
− Mindestanzahl Teilnehmende erreicht: Die Kursleitung erhält per Mail eine Mitteilung über die Durchführung und, falls der Kurs an der PH FHNW stattfindet, das Raumreservationsformular. Sie geben
dem Institut allfällige Hinweise zum Kursort (Lageplan, falls Sie den Kursraum selber organisiert haben) und Informationen an die Teilnehmenden, die den Kursunterlagen beigefügt werden müssen.
Sechs Wochen vor Kursbeginn
Die Teilnehmenden erhalten die detaillierten Kursunterlagen und allfällige Rechnungen für zusätzliche
Kurskosten.
Die Kursleitung erhält die Administrationsunterlagen:
− Kopie der Unterlagen für die Teilnehmenden
− Teilnehmendenliste
− Teilnahmebestätigungen
− Evasys-Bögen mit Anleitung
− Vorlage Kursbericht
− Arbeitsprotokoll
− Raumreservation und -information
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Während des Kurses
Die Kursleitung führt eine Präsenzliste und gibt den Kursteilnehmenden am Ende des Kurses die standardisierte Kursevaluation zum Ausfüllen und die Teilnahmebestätigung ab.
Nach dem Kurs
Die Kursleitung verfasst einen Kursbericht (nur bei neuen Kursen) und stellt dem Institut alle Unterlagen
zu:
− unterschriebene Teilnehmendenliste
− (Kursbericht)
− ausgefüllte Evasys-Bögen
− visiertes Arbeitsprotokoll (unbedingt mit Originalbelegen oder Quittungen für allfällige Spesen)
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Kurs einreichen
Zeitleiste
Frühjahr
April
August
Kurs entwickeln
Online Kurseingabe
durch die Kursleitung
Kursvereinbarung (unterschreiben und zurücksenden)
War das Angebot bereits letztes Jahr im Programm?
Ca. 75% der Angebote sind bereits im Programm 2016 erschienen. Diese Texte wurden lektoriert und
sollten nur bei inhaltlichen Veränderungen und nach Rücksprache mit uns verändert werden.
Kontaktperson für inhaltliche Fragen
Ihre Kontaktperson steht Ihnen für inhaltliche Fragen zur Verfügung. Schicken Sie dieser Person nach
Abschluss Ihrer Eingabe auch das Bestätigungsmail.
Support und Eingabemöglichkeit beim IWB
Für administrativen Support und technische Unterstützung steht der Kursleitung die IWBKursadministration des Kantons zur Verfügung, in dem das Angebot durchgeführt wird:
Administration Aargau:
+41 56 202 71 60
[email protected]
Administration Solothurn:
+41 32 628 66 01
[email protected]
Eingaben für die Standorte Brugg-Windisch, Solothurn oder Olten
Die Angebote werden entweder für den Standort Solothurn, Olten oder Brugg-Windisch eingereicht. Bei
mehreren Durchführungen muss jede Veranstaltung als neues Angebot mit neuem Termin und allenfalls
neuem Ort ausgeschrieben werden.
Einloggen
Loggen Sie sich unter der Webadresse www.fhnw.ch/ph/iwb/kurserfassung ein.
E-Mail-Account und Passwort für Zugriff auf unsere Evento-Datenbank
Für den Einstieg in die Kursdatenbank brauchen Sie Ihre E-Mail-Adresse und ein Passwort, das in unserem Administrationssystem generiert wird.
Falls Sie letztes Jahr ein Angebot eingereicht oder sich seit 2008 schon einmal als Lehrperson für einen
Kurs online angemeldet haben, verwenden Sie das bestehende Passwort. Sollten Sie Ihr Passwort vergessen haben oder noch keines besitzen, melden Sie sich bitte nach Erhalt dieses Schreibens bei der auf
dem Schreiben erwähnten Kursadministration.
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Vorbereitungsarbeiten
Kursformate
Unterschiedliche Formate sind möglich: Kursreihen und Blockveranstaltungen. Weiterbildung soll nach
Möglichkeit so gestaltet sein, dass Gelerntes in der Praxis ausprobiert und anschliessend in der Kursgruppe reflektiert werden kann.
Kursausschreibung
Denken Sie beim Schreiben an die Adressaten. Formulieren Sie in ganzen Sätzen und vermeiden Sie
Abkürzungen. Verwenden Sie männliche und weibliche Bezeichnungen oder geschlechtsneutrale Begriffe. Allfällige für die Teilnahme notwendige Vorkenntnisse sind zu erwähnen.
In der Ausschreibung geben Sie Antwort auf die drei W-Fragen:
− Warum? – Ziele
− Was? – Inhalte
− Wie? – Methoden
− Kursteilnehmende bekommen Hinweise, auf welche Kompetenzbereiche sich das jeweilige Kursangebot bezieht (siehe Anhang I)
Kurseingabe-Daten
Bereiten Sie alle Daten vor, die Sie zur Eingabe benötigen:
− Kurstitel (max. 45 Zeichen): enthält die zentrale Botschaft
− Kurzbeschreibung/Lead fasst das Wichtigste zusammen: max. 250 Zeichen (für die Publikation im
Programmheft
− Ausführliche Beschreibung: max. 1000 Zeichen inkl. Leerschläge (für die Publikation im Internet). Es
ist nicht möglich, längere Titel oder Texte einzugeben.
− Kursort (ohne genaue Räumlichkeit, z.B. Solothurn)
− Kursleitung, Berufsbezeichnungen und Honorare
− Zeitraum: Die Kurstage beginnen zwischen März und Dezember und enden spätestens im darauffolgenden Mai/Juni. Die Angebote finden in der unterrichtsfreien Zeit statt.
− Kurszeiten: Kurszeiten und -dauer werden in Lektioneneinheiten à 45 Minuten geplant und ausgewiesen. Ein Kurshalbtag dauert in der Regel 3½ Stunden (entspricht 4 Lektionen), eine halbe Stunde
Pause eingerechnet. Bei ganztägigen Kursen muss mindestens eine Stunde Mittagszeit (nicht im Honorar enthalten) eingeplant werden. Geben Sie bitte Halbtage ein. Beispiel: 08:30–12:00, 13:30–
17:00, 18:00–21:30 Uhr.
− Mindestanzahl Teilnehmende: 12
− Zielgruppen: maximal drei (auf das Angebot passend)
Doppel- oder Mehrfachleitung
Bei grossen Gruppen und komplexen Inhalten, die verschiedener Kompetenzen bedürfen (z.B. bezüglich
Zielgruppen, Fachkompetenzen, Kurssetting) kann in Absprache mit der Ressortleitung (U. Oberthaler
oder S. Müller) eine Doppel- oder Mehrfachleitung eingesetzt werden. Kursleitende erhalten im Teamteaching gemäss Honorar- und Spesenregelung je ¾ des Honorars einer Einzelleitung.
− Notieren Sie alle Angaben zur Kursleitung wie Kontaktangaben, Berufsbezeichnungen
− Überprüfen Sie die Budgetierung: Honorare, Spesen der Kursleitung, Teilnehmendenkosten
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Berufsbezeichnungen
Falls Ihre Daten bereits in unserem System erfasst sind, werden die Berufsbezeichnungen im Feld
"Nachbearbeitung Kursleitung" automatisch übernommen.
Bei einer ersten Eingabe setzen Sie Berufsbezeichnungen wie folgt:
− Vorname Name (keine Titel)
− hauptberufliche Tätigkeit (z.B. Lehrerin Sekundarstufe I)
− für das Angebot relevante Tätigkeit (z.B. Supervisorin BSO)
Bsp: Martina Muster, Lehrerin Sekundarstufe I/Supervisorin BSO
Kosten
− Die Honorare und Spesen der Kursleitung werden von der PH FHNW übernommen. Alle Ausgaben
müssen belegt werden. Materialkosten und Spesen gehen zu Lasten der Teilnehmenden (vgl. Spesenreglement des IWB PH FHNW).
Kurs einreichen
Eingabeschritte
Folgen Sie den Eingabeschritten und füllen Sie alle Felder vollständig aus. Eine Eingabe muss vollständig sein, erst dann wird sie in der Datenbank gespeichert.
Hilfe/Kontakt
Unter der Rubrik "Hilfe/Kontakt" (erst nach dem Login) finden Sie Informationen, die Sie bei der Eingabe
unterstützen:
− Leitfaden "Kursangebote für Lehrpersonen planen, eingeben und durchführen" (dieses
Schreiben) − Ferienplan der Kantone Aargau und Solothurn
Alle Dokumente stehen Ihnen als PDF-Download zur Verfügung.
Eingabe abschliessen
Die Kurseingabe muss bis am 26. April 2016 abgeschlossen sein.
Bestätigungsmail
Zum Abschluss Ihrer Eingabe erhalten Sie eine Eingangsbestätigung mit all Ihren Angaben. Bitte stellen
Sie nach der definitiven Bereinigung Ihrer Eingabe diese E-Mail unbedingt der Kontaktperson zu, mit
der Sie das Vorhaben vereinbart haben (bis spätestens 26. April 2016).
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Kompetenzorientierung in kursorischen Angeboten
Weiterbildungskurse für Lehrerinnen und Lehrer umfassen in der Regel nur wenige Lektionen. Kompetenzen werden allerdings nicht in Kürze, sondern in unterschiedlichen Kontexten anhand unterschiedlicher Lerngegenstände in einem längerfristigen Prozess erworben. Eine umfassende Kompetenzentwicklung während eines einzelnen Kurses ist daher kaum möglich. Umso wichtiger ist für die Kursteilnehmenden die Information darüber, welches Wissen und Können im Kurs erworben wird. Nur so können sie ihre Kompetenzentwicklung über mehrere Kurs- und Weiterbildungsangebote hinweg selber
steuern.
Vier einfache Planungsschritte beschreiben, wie kompetenzorientierte Kurse geplant werden können.
Selbstverständlich muss die Planung nicht in der hier dargestellten Reihenfolge gemacht werden.
Inhalte planen
Für kompetenzorientierte Kurse werden Lerninhalte aufgrund des Wissens und der Fertigkeiten ausgesucht, die im beruflichen Kontext der Kursteilnehmenden verlangt sind. Die Lerninhalte sind entweder
vorgegeben (Einführung eines neuen Lehrmittels, Lernen in altersdurchmischten Gruppen usw.), oder
von der Kursleitung frei wählbar. In beiden Fällen ist es wichtig, den beruflichen Kontext der potentiellen
Kurteilnehmenden zu beachten und ihr Wissen und ihre Erfahrung der Kursteilnehmenden einzubeziehen.
Allgemeine Kompetenzziele prüfen
Sie haben ein bestimmtes Kursthema vor Augen. Überlegen Sie sich, über welches Wissen und Können Lehrerinnen/Lehrer bzw. Schulleiterinnen/Schulleiter im beruflichen Alltag verfügen müssen. Die
allgemeinen Kompetenzziele (siehe Anhang I) unterstützen Sie darin, an möglichst alle Handlungsfelder zu bedenken. Für die Konzipierung eines Kurses ist es notwendig, sich auf wenige allgemeine
Kompetenzziele oder gar nur auf ein einziges zu beschränken.
Beispiel: Kurs zum Lehrmittel xy
Es soll ein zweitägiger Kurs zum neuen obligatorischen Französischlehrmittel xy geplant werden. Die Kursleitung stellt sich zuerst die Frage, über welches Wissen und Können die Lehrpersonen künftig verfügen müssen. Sie identifiziert drei allgemeine
Kompetenzziele, die ihr im Umgang mit dem neuen Lehrmittel zentral erscheinen.
Allgemeines Kompetenzziel Gestaltung von Entwicklungs-, Lern- und Bildungsprozessen
- Die Lehrperson kennt Lernziele und allfällige didaktische Haltungen, auf denen das Lehrmittel aufgebaut ist. Sie kann mit
dem neuen Lehrmittel Unterrichtseinheiten planen und durchführen.
Allgemeines Kompetenzziel Diagnose und Beurteilung
- Die Lehrperson kann das neue Lehrmittel sinnvoll für formative und summative Beurteilungen einsetzen bzw. mit kohärenten Materialien ergänzen.
Allgemeines Kompetenzziel Kommunikation und Zusammenarbeit
- Die Lehrperson kann Eltern/Erziehungsberechtigte über allfällige didaktische/fachliche Inhalte informieren. Idealerweise
sollten Erfahrungen der Eltern/Erziehungsberechtigten mit dem neuen Lehrmittel eingeholt und ausgewertet werden. Für
die Bearbeitung von fächerübergreifenden Themen arbeitet die Lehrperson mit anderen Lehrpersonen zusammen.
Die Kursleitung entscheidet sich aufgrund der beschränkten Zeit, lediglich das allgemeine Kompetenzziel „Gestaltung von Entwicklungs-, Lern- und Bildungsprozessen“ in den Fokus zu nehmen.
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Lernziele formulieren
Ausgehend von einem oder mehreren allgemeinen Kompetenzzielen lassen sich Lernergebnisse für die
Kursausschreibung formulieren. Lernergebnisse beschreiben aus der Perspektive der Kursleitung, was
die Teilnehmenden nach dem Kurs wissen und können sollen. Anstelle von Lernergebnissen wird oft
von Lernzielen gesprochen; Lernergebnisse und Lernziele sind unterschiedliche Begriffe für dasselbe
Phänomen, auf das aus unterschiedlicher Perspektive geschaut wird: Aus Sicht der Teilnehmenden
werden Lernergebnisse als Lernziele bezeichnet. Lernziele erwähnen die Akteurin/den Akteur, beschreiben eine Aktivität der Akteurin/des Akteurs und benennen eine Performanz (Leistung), die aus dieser Aktivität resultiert. Lernziele sollen so formuliert werden, dass sie für die Lernenden überprüfbar
und nachvollziehbar sind.
Beispiel: Kurs zum Lehrmittel xy
Basierend auf der Auswahl des allgemeinen Kompetenzziels Gestaltung von Entwicklungs-, Lern- und Bildungsprozessen
formuliert die Kursleitung Lernziele für ihr Kursangebot.
Allgemeines Kompetenzziel Gestaltung von Entwicklungs-, Lern- und Bildungsprozessen
(Die Lehrperson kennt Lernziele und allfällige didaktische Haltungen, auf denen das Lehrmittel aufgebaut ist. Sie kann mit dem
neuen Lehrmittel Unterrichtseinheiten planen und durchführen.)
-
Die Teilnehmenden
o
o
nennen die drei wichtigsten Lernziele des 1. Bandes;
können exemplarisch den Beitrag der einzelnen Lerneinheiten zum Aufbau eines Lernziels illustrieren;
o
o
o
bewerten die sechs elementaren didaktischen Grundannahmen des Lehrmittels;
definieren Chancen und Grenzen des didaktischen Prinzips;
können didaktische Alternativen zu Teilen des Lehrmittels bewerten und zu neuen Lerneinheiten zusammenfügen;
o
können Unterrichtsmaterialien auf die Eignung für heterogene Sprachlerngruppen bewerten und konzipieren.
Eine kompetenzorientierte Ausschreibung verfassen
Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer sollen aus einer Ausschreibung folgende Informationen erhalten:
− Kursgegenstand bzw. Kursinhalt
− Lernziel(e)
− allgemeines Kompetenzziel/allgemeine Kompetenzziele (fakultativ)
Lernziele müssen dabei nicht tabellarisch aufgelistet werden – sie können auch in einen Fliesstext eingebunden und dort beschrieben werden.
Beispiel: Kurs zum Lehrmittel xy
Dieses Angebot ermöglicht Primarlehrpersonen einen zielgerichteten Einstieg ins neue Lehrmittel xy. Die Teilnehmenden können
nach diesem Kurs die drei wichtigsten Lernziele des ersten Bandes nennen und exemplarisch den Beitrag der einzelnen Lerneinheiten zum Aubau der Lernziele illustrieren. Sie bewerten Stärken des Lehrmittels und können für mögliche Stolpersteine des ersten Bandes exemplarisch konstruktive Lösungsansätze konzipieren. Der Umgang mit heterogenen Sprachlerngruppen wird in
diesem Kurs stark gewichtet. Die Teilnehmenden erhalten hierzu ein Duzend praxiserpropte Instrumente für ihren Unterricht.
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ANHANG I
Allgemeine Kompetenzziele
Die allgemeinen Kompetenzziele gliedern Kompetenzanforderungen an Lehrpersonen und Schulleitungen in neun Kategorien. Lehrveranstaltungen aller Studiengänge der Pädagogischen Hochschule
FHNW richten sich an diesen allgemeinen Kompetenzzielen aus:
1. Teilhabe am professionsspezifischen Fachdiskurs
Die Lehrperson nimmt am aktuellen professionsspezifischen Fachdiskurs teil. Sie kann Wissen und Erfahrungen aus unterschiedlichen Kompetenzbereichen zueinander in Beziehung setzen und Verbindungen zwischen Alltagsbeobachtungen und Fachdiskurs
herstellen.
2. Lernen und Entwicklung
Die Lehrperson versteht, wie Schülerinnen und Schüler lernen und sich entwickeln. Sie ist sich dabei des Spannungsverhältnisses
zwischen individuellen Entwicklungszielen und gesellschaftlichen Anforderungen und Normen bewusst und kann zwischen diesen
beiden Polen vermitteln. Sie ist fähig, Lernprozesse individuell und gruppenbezogen zu fördern und so persönliche, kognitive sowie
soziale Entwicklungen anzuregen und zu unterstützen.
3. Gestaltung von Entwicklungs-, Lern- und Bildungsprozessen
Die Lehrperson unterstützt Entwicklungs-, Lern- und Bildungsprozesse auf der Grundlage professionsspezifischen Fachwissens,
des Lehrplans und der Schulprogramme sowie der darauf beruhenden Planung. Sie kann Lernprozesse fachkompetent, altersstufengerecht und vielfältig ermöglichen. Sie kennt Grundformen des Lehrens und Lernens sowie erweiterte Lehr- und Lernformen und
kann so Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler unter dem Aspekt des Individualisierens und Differenzierens gestalten. Sie
kann verschiedene Aspekte des Unterrichtens systematisch evaluieren und ihre Unterrichtspraxis gemäss wissenschaftlich anerkannter Qualitätskriterien weiter entwickeln.
4. Diagnose und Beurteilung
Die Lehrperson kann Schülerinnen und Schüler differenziert in deren Entwicklungs- und Lernstand ihrem sozialen Kontext erfassen
und daraus Ansatzpunkte zu deren Förderung ableiten. Sie setzt dabei unterschiedliche Beobachtungs- und Beurteilungsformen ein
und kennt deren Funktion und Wirkung. Sie ist sich des Spannungsfeldes zwischen Förderung und Selektion bewusst.
5. Umgang mit Heterogenität
Die Lehrperson berücksichtigt in Denken und Handeln die Heterogenität der Schülerinnen und Schüler, u.a. in Bezug auf Lern- und
Entwicklungsvoraussetzungen, sozioökonomischen Status, Kultur und Geschlecht. Sie verfügt über Kenntnisse, die sie darin unterstützen, in Unterricht, Schule und Elternarbeit den verschiedenen Aspekten von Heterogenität Raum und Struktur zu geben. Sie
kann sich in unterschiedlichen Situationen sprachlich reflektiert artikulieren.
6. Kommunikation und Zusammenarbeit
Die Lehrperson kennt grundlegende Dynamiken kommunikativen Handelns in sozialen Kontexten. Sie trägt auf dieser Grundlage zu
einem unterstützenden sozialen Umfeld und einer von Wertschätzung geprägten Arbeits- und Lernkultur bei. Sie kann sachbezogen
mit anderen Lehrpersonen, mit der Schulleitung, mit Eltern, Behörden und allen weiteren am Schulfeld Beteiligten kooperieren.
7. Handeln im institutionellen und gesellschaftlichen Kontext
Die Lehrperson kann institutionell handeln und kennt die gesellschaftliche Funktion des Gesamtsystems Schule sowie die Wirkweisen seiner Entwicklung. Sie kann soziale Systeme analysieren und daraus abgeleitet Interventionen und Projekte im Hinblick auf
Entwicklungsziele konzipieren und durchführen. Sie trägt durch ihr professionsspezifisches Fachwissen und ihr adäquates Organisationshandeln zur Team- und Schulentwicklung bei. Sie versteht die gesellschaftliche Funktion ihres Berufes und verfügt über ein
reflektiertes Rollenbewusstsein unter Berücksichtigung rechtlicher, ethischer und demokratischer Grundsätze.
8. Professionelle Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität
Die Lehrperson evaluiert und reflektiert kontinuierlich die Wirkung ihres professionellen Handelns. Sie gestaltet ihre professionelle
Weiterentwicklung gezielt vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Lern- und
Qualifizierungsangebote, der eigenen Berufsbiographie, der Schulentwicklung vor Ort sowie vor dem Hintergrund bestehender oder
neuer Spezialfunktionen in Bildungsorganisationen.
9. Übernahme von institutionell definierten Spezialfunktionen
Eine Lehrperson, die institutionell definierte Spezialfunktionen in Bildungsorganisationen übernimmt (insbesondere Leitungs- und
Stabsfunktionen), kann soziale Systeme analysieren und daraus abgeleitete Interventionen im Hinblick auf Entwicklungsziele konzipieren. Sie kann komplexe Projekte in Systemen planen, umsetzen bzw. begleiten sowie evaluieren. Sie verfügt über ein reflektiertes Rollenbewusstsein, vor dessen Hintergrund sie situations- und aufgabenadäquat handelt.
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ANHANG II
Ferienplan
Ferienplan für Kursprogramm 2017
1. Datum = 1. Ferientag / 2. Datum = letzter Ferientag (meist Sa-So)
Ostern
Fr, 14. April 17
-
Mo, 17. April 17
Frühlingsferien Aargau
Sa, 08. April 17
-
Auffahrtsbrücke
Do, 25. Mai 17
Fr, 21. April 17
-
Frühlingsferien Solothurn 2. Zeile = Dorneck
Sa, 08. April 17
Fr, 21. April 17
Sa, 15. April 17
Fr, 28. April 17
So, 28. Mai 17
Pfingsten
Mo, 05. Juni 17
Sommerferien Aargau
Sa, 08. Juli 17
-
Fr, 11. August 17
Herbstferien Aargau
Sa, 30. Sept. 17
Fr, 13. Oktober 17
Herbstferien Solothurn
Sa, 30. Sept. 17
-
Fr, 05. Jan. 18
Weihnachtsferien Solothurn
Sa, 23. Dez 17
Fr, 05. Jan. 18
-
Weihnachtsferien Aargau
Sa, 23. Dez. 17
-
Sportferien Aargau regional unterschiedlich
Sa, 27. Januar 18
Fr, 16. Februar 18
Ostern
Fr, 30. März 18
-
Sommerferien Solothurn 2. Zeile = Dorneck
Sa, 08. Juli 17
Fr, 11. August 17
Sa, 02. Juli 17
Fr, 11. August 17
Fr, 20. Okt. 17
Sportferien Solothurn regional unterschiedlich
Sa, 03. Feb. 18
Fr, 16. Feb. 18
Mo, 02. April 18
Frühlingsferien Aargau
Sa, 07. April 18
-
Fr, 20. April 18
Frühlingsferien Solothurn 2. Zeile = Dorneck
Sa, 07. April 18
Fr, 20. April 18
Sa, 14. April 18
Fr, 27. April 18
Weitere Feiertage 2017
Tag der Arbeit (CH)
Fronleichnam (kath.)
Nationalfeiertag (CH)
01.Mai
15.Juni
01. August
Maria Himmelfahrt (kath.)
Allerheiligen (kath.)
Mariä Empfängnis (kath.)
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15. August
01.November
08. Dezember
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