Dresden, 24. September 2015 Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Dresden PRESSEMITTEILUNG Information zum Grundstücksmarkt (Stand 1. Juli 2015) in der Landeshauptstadt Dresden Der Grundstücksmarkt des ersten Halbjahres 2015 wurde durch die große Nachfrage nach Eigentumswohnungen in Neubauten geprägt Grundstücksverkehr Rund 2 070 Immobilien und damit etwa ein Viertel mehr als im ersten Halbjahr 2014 wechselten 2015 ihre Besitzer. Der Markt für Wohnungseigentum hatte mit rund 70 Prozent, 10 Prozent mehr als im Vorjahr, wiederum den größten Anteil. Er war damit der einzige echte Wachstumsmarkt. Der Gutachterausschuss stellte für die Teilmärkte Bauland, bebaute Grundstücke und Wohnungseigentum ein konstantes bzw. ansteigendes Preisniveau gegenüber dem Vorjahreszeitraum fest. Frau Töpfer, die Vorsitzende des Gutachterausschusses, bemerkt dazu: „3 200 Baugenehmigungen wurden 2014 für Neubauwohnungen1 erteilt, 75 Prozent mehr als im Vorjahr und fast dreimal soviel wie 2012. Die fertiggestellten Wohnungen wurden meist als Eigentumswohnungen gehandelt. Wie bereits im vergangenen Jahr besteht auch 2015 auf Käuferseite der Wunsch nach dem Erwerb von Wohnungseigentum als Kapitalanlage oder zur Eigennutzung. Und er kann erfüllt werden; einerseits werden Baukredite zu günstigen Zinsen bereitgestellt und andererseits sind Angebote mit im Vergleich zu Städten wie München, Hamburg oder Berlin moderaten Preisen am Markt.“ Unbebaute baureife Grundstücke Individueller Wohnungsbau Die Umsatzzahlen für Baugrundstücke blieben unter dem Niveau des Vergleichszeitraumes 2014. Registrierte Verkäufe stammen aus vorhandenen Standorten. Zukünftig werden Standorte vorwiegend für Doppel- und Reihenhäuser entwickelt, z. B. in Nickern, Cotta und Laubegast. Grundstücke für freistehende Einfamilienhäuser wurden mit durchschnittlich 210 und Doppelhaushälften mit 225 Euro pro Quadratmeter Bauland gehandelt. Der Preisanstieg blieb unter 10 Prozent. Geschosswohnungsbau Bei einer gleichbleibenden Anzahl von Baugrundstücken für den Geschosswohnungsbau hat sich der Flächen- und Geldumsatz entgegen dem Trend zu anderen Nutzungen sehr stark erhöht. Umsatzstarke Gemarkungen waren Löbtau, Striesen und Cotta. Durchschnittlich 290 Euro pro Quadratmeter Bauland wurden für Grundstücke mit geplanten Geschosswohnungsbauten gezahlt. Das Preisniveau lag im Bereich des Vorjahres. Bebaute Grundstücke Individueller Wohnungsbau Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Umsätze leicht. Als höchste Kaufpreise im ersten Halbjahr wurden für ein Einfamilienhaus in Loschwitz 830 000 und für ein Zweifamilienhaus mit großem Grundstücksanteil in Zschieren 910 000 Euro gezahlt. Erstverkäufe von neuerrichteten Gebäuden wurden mit geringen Preissteigerungen gehandelt. Für Weiterverkäufe von freistehenden Einfamilienhäusern mit gutem Bauzustand wurde ein durchschnittlicher 1 Landeshauptstadt Dresden, Kommunale Statistikstelle - Bauen und Wohnen 2014 -1- Preis von 2 645, für Doppelhaushälften 2 265 und für Reihenhäuser 2 395 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche erzielt. Für Gebäude mit mittlerem Bauzustand wurden Preise um 1 900 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche registriert. Geschosswohnungsbau Die Zahl der Verkäufe von Geschosswohnungsbauten war rückläufig und folglich auch der Geldumsatz. Häufig wurden Verkäufe wie im Vorjahr in der Gemarkung Neustadt, neu in größerer Anzahl in den Gemarkungen Löbtau, Pieschen und Trachau abgeschlossen. Für Mehrfamilienhäuser mittlerer Bauqualität wurden im Weiterverkauf 1 305 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gezahlt, die Preissteigerung lag damit unter 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wohnungseigentum Viele Verträge wurden wie im Vorjahr in den Gemarkungen Striesen, Neustadt, Altstadt und Löbtau registriert. Für alle Teilmärkte des Erst- und Weiterverkaufs von Wohnungseigentum ist ein Anstieg des Quadratmeterpreises pro Wohnfläche zu verzeichnen, mit 14 Prozent ist die Steigerung für den Erstverkauf von zeitgemäß sanierten umgewandelten Wohnungen überdurchschnittlich. Im Erstverkauf wurden mittlere Quadratmeterpreise von 2 940 für Neubauwohnungen bzw. 3 370 Euro für zeitgemäß sanierte umgewandelte Wohnungen erzielt. Weiterverkäufe von Wohnungseigentum in Gebäuden mit Baujahren von 1990 bis 1999 wurden mit 1 450 Euro pro Quadratmeter gehandelt. Als derzeitiger Spitzenwert von über einer Million Euro Kaufpreis wurde in der Wilsdruffer Vorstadt eine Penthouse-Wohnung registriert. Der höchste Quadratmeterpreis lag bei über 4 800 Euro für eine Wohnung in Loschwitz im Standort des ehemaligen Wasserwerkes „Saloppe“ (Erstverkauf sanierte Umwandlung). Der Dresdner Gutachterausschuss Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Dresden veröffentlicht die Halbjahresinformation 2015 auf der Internetseite des Gutachterausschusses unter www.dresden.de/gutachterausschuss. Einsicht und Download sind ab 24. September 2015 kostenfrei möglich. In der Halbjahresinformation werden wichtige Trends der Entwicklung des Immobilienmarktes aufgezeigt. Der Bericht bietet Interessenten unabhängige Informationen zum Grundstücksmarkt für die Zeiträume zwischen den Veröffentlichungen von Bodenrichtwertkarte und Grundstücksmarktbericht, die alternierend im Zwei-Jahres-Rhythmus erarbeitet werden. Die vorliegenden Daten für das erste Halbjahr 2015 basieren auf der in der Geschäftsstelle geführten Kaufpreissammlung, die Grundlage der Tätigkeit des Gutachterausschusses ist. Weitere Aussagen zu Kaufpreisen Dresdner Immobilien können bei berechtigtem Interesse als Auszug aus der Kaufpreissammlung bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses gebührenpflichtig angefordert werden. Bodenrichtwerte sind im Themenstadtplan unter www.dresden.de/bodenrichtwerte veröffentlicht. Die Einsichtnahme in die Bodenrichtwertkarten sowie der Erwerb dieser und der Grundstücksmarktberichte sind im Kundenservice des Amtes für Geodaten und Kataster, Ammonstr. 72, Dresden, 2. OG, Zi. 2852 möglich. Die Produkte sind auch unter www.dresden.de/online-shop erhältlich. Klara Töpfer Vorsitzende des Gutachterausschusses -2-
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