Ich habe Euch hier einige Infos zur Bedeutung der Oberen Gärtnerei

Ich habe Euch hier einige Infos zur Bedeutung der Oberen Gärtnerei zusammengestellt:
In der Begründung zum Bebauungsplan wird die die besondere Bedeutung der Oberen
Gärtnerei hervorgehoben:
1.kulturell und städtebaulich: "Die Flächen der Oberen Gärtnerei zwischen Egelseestraße
und Nürnberger Straße sind Teil des Stadtdenkmals und liegen gleichzeitig in der
sogenannten Pufferzone des UNESCO Welterbes. Zudem ist der Innerstädtische
Erwerbsgartenbau in Bamberg seit 2015 Teil des Bayerischen Landesverzeichnisses für
immaterielles Kulturerbe. Damit ist auch eine Voraussetzung für die angestrebte
Aufnahme in die „Repräsentative Liste des immaterielles Kulturerbes der Menschheit“
der UNESCO geschaffen. Die historische Parzellenstruktur der Gärtnerflächen ist in der
Oberen Gärtnerei noch besonders gut erhalten und der ursprünglich lockere Charakter
der Bebauung noch erkennbar."
2. Stadtklima: "Der Bereich der „Oberen Gärtnerei“ ist Teil der Grünverbindung, die sich
zwischen Volkspark und Main-Donau-Kanal erstreckt. Aus klimatischen Aspekten sollen
die noch unbebauten Flächen in diesem Korridor von einer Bebauung freigehalten
werden. " "Neben ihrer vorwiegend historischen Bedeutung tragen die unbebauten
Flächen auch zur Belüftung des bebauten Stadtgebietes bei."
Ein nicht genannter Aspekt sind die Sichtachsen, die sich von der Egelseestraße in das
Gebiet der Oberen Gärtnerei ergeben und eine attraktive Besonderheit im Stadtbild
darstellen.
Des weiteren geht durch die Bebauung wertvoller Gärtnerboden verloren, der seit
Jahrzehnten, vielleicht Jahrhunderten genutzt wird.
Das Planungskonzept des Bebauungsplanes "sieht für den Innenbereich zwischen
Egelseestraße und Nürnberger Straße die Ausweisung als Fläche für die Landwirtschaft
mit der Zweckbestimmung „gartenbauliche Erzeugung/ Urbaner Gartenbau“
vor."..."Die Festsetzung ermöglicht als Alternative zum klassischen Erwerbsgartenbau
auch moderne Sonderformen des „Urbanen Gartenbaus“, bei denen der
innerstädtische Anbau von Obst und Gemüse im Vordergrund steht, jedoch keine
wirtschaftlichen Aspekte damit verbunden werden."
Es beschreibt auch die dafür notwendige Erschließung: " Die Plattengasse, als wichtige
vorhandene fußläufige Verbindung wird in einem Teilbereich in Richtung Nürnberger
Straße als öffentlicher Fuß- und Radweg ausgewiesen. Die Erschließung der Flächen
für die Landwirtschaft soll zum einen über die privaten Grundstücke an der Nürnberger
Straße und an der Egelseestraße erfolgen, zum anderen dienen geplante private
„Mistwege“ mit einem Geh- und Fahrtrecht für Grundstückseigentümer und Pächter,
abgehend von der Plattengasse, zur Erschließung der rückwärtigen Grundstücke für
die gartenbauliche Nutzung. Diese „Mistwege“ werden auch mit einem Leitungsrecht
zugunsten der Ver- und Entsorgungsträger versehen, um eine unabhängige
(Brauch-)Wasserversorgung der rückwärtig liegenden Parzellen zu ermöglichen."
Es gibt Änderungen zur 1. Planung. Die wichtigsten habe ich Euch aus dem
Sitzungsvortrag aus der öffentlichen Sitzung des Bau- und Werksenats vom 11.11.2015
hierher kopiert:
- Änderungen des Geltungsbereichs
Der Geltungsbereich wurde im Norden und Süden der Egelseestraße zurückgenommen. Die aus dem
Geltungsbereich herausgenommenen Teilflächen sind hinsichtlich einer Bebauung zukünftig nach § 34
BauGB zu beurteilen. Das gleiche gilt für die Rückbereiche einiger Grundstücke entlang der
Egelseestraße. Durch diese Änderung wird für jedes Grundstück entlang der Egelseestraße
gleichermaßen eine Bebauung in erster und zweiter Reihe ermöglicht.
- Erschließung der rückwärtigen Grundstücke
Für die Erschließung der rückwärtigen Gartenbauflächen wurden zwei private „Mistwege“ von der
Plattengasse abgehend geplant. Diese dienen den Eigentümern und zukünftigen Pächtern mittels eines
festgesetzten Gehrechts zur Bewirtschaftung der anliegenden Gartenflächen.
Ebenso soll über ein Leitungsrecht eine (Brauch-)Wasserversorgung der gärtnerisch genutzten Flächen
ermöglicht werden.