- Sparkasse Schwäbisch Hall

SPORT LOKAL
Samstag, 2. Mai 2015
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TSV freut sich
auf das Derby
Trainer Kosturkov erwartet Trotzreaktion
Mit leeren Händen standen die
Fußballfrauen des TSV Crailsheim beim Schlusslicht in Montabaur da. Trotz einer insgesamt ganz passablen Leistung
kassierten sie die erste Auswärtsniederlage der Saison.
HUBERT OECHSNER
Frauenfußball – 2. Bundesliga.
„Ich erwarte von meiner Mannschaft jetzt eine Trotzreaktion“,
baut TSV-Coach Peter Kosturkov
doch einigen Druck auf. „Wir lassen
uns aber wegen zehn unterirdischen Minuten nicht eine ansonsten starke Saison schlecht reden“,
fügt der Fußballlehrer an.
Gegen den mittelfränkischen
Nachbarn aus Weinberg haben die
Crailsheimerinnen am Sonntag um
14 Uhr im Schönebürgstadion jetzt
die Chance, wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Bei den Gästen
lief es zuletzt auch nicht besonders
gut und die Schellenberg-Schützlinge zogen in den letzten fünf Partien gleich viermal den Kürzeren.
Dabei tat die Niederlage gegen den
ETSV Würzburg besonders weh,
und da käme ihnen ein Derbysieg in
Crailsheim natürlich gerade recht.
Mit 22 Zählern stehen sie derzeit
auf Rang sechs und dürften die Saison wohl auch im Mittelfeld ab-
schließen. Das Nachbarschaftsduell könnte auch zum Duell der
beiden Torjägerinnen werden, wobei die Crailsheimerin Claudia Nußelt mit 16 Treffern gegenüber Nina
Heisel (12 Tore) die Nase vorn hat.
Im Vorspiel holten die „Horaffen“ einen verdienten 2:0-Erfolg,
nachdem sie im Vorjahr gleich zweimal die Punkte nach Mittelfranken
abgeben mussten. Beim TSV hat
sich die Personalsituation etwas verschlechtert, denn Chantal Bachteler und Bianca Uhl traten in der Vorwoche aus Verletzungsgründen die
weite Anreise nach Montabaur
gleich gar nicht an. Ansonsten kann
Trainer Peter Kosturkov bis auf die
Langzeitverletzte Melina Riek auf
die Erfolgsformation der Rückrunde zurückgreifen. Allerdings
wird man sich beim TSV keine Aussetzer wie beim Schlusslicht erlauben können, will man nicht den Derbysieg den Gästen überlassen. Indessen bastelt man beim TSV am Kader für die neue Saison, wo es doch
einige personelle Veränderungen
geben wird. Kapitänin Ramona
Treyer wird allerdings noch ein Jahr
an Bord bleiben und ihre Führungsqualitäten in den Dienst der Mannschaft stellen.
TSV Crailsheim: Jessica König, Johanna Popp,
Nina Hasenfuß, Jil Gehder, Mirjam Steck, Sarah
Herrmann, Bianca Uhl (?), Chantal Bachteler (?), Tabea Knöll, Juliane Klenk, Ramona Treyer, Carolin
Riegel, Lisa Wich, Jasmin Klotz, Ann-Kathrin Huber,
Claudia Nußelt, Simone Klenk, Luisa Scheidel
Mit neuem Hauptsponsor sehen die Zweitligaspielerinnen des TSV Crailsheim optimistisch in die Zukunft.
Ein Botschafter der Stadt
Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim neuer Hauptsponsor bei Frauen
S
eit vielen Jahren schon unterstützt die Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim die Abteilung Frauen- und Mädchenfußball des TSV Crailsheim finanziell.
Diese Zusammenarbeit wird nun
zum Hauptsponsoring ausgeweitet.
„Ich freue mich über diesen potenten Partner für die Frauen- und
auch für die Nachwuchsteams“, so
Abteilungsleiter Hubert Oechsner
bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des neuen Hauptsponsors im
TSV-Clubhaus. Bis 31. Dezember
2016 ist das Engagement der Sparkasse vereinbart. In der neuen
Runde wird dann auch das Sparkas-
sen-Logo offiziell auf die Trikots der
Zweitligafrauen gedruckt. Bislang
gab es ein Provisorium, nachdem
vor Rundenbeginn der alte Hauptsponsor kurzfristig ausgestiegen
war. „Ohne neuen Hauptsponsor
wäre ein Spielbetrieb in dieser
Weise in der nächsten Saison unmöglich“, so Oechsner. Schon in
der Vorrunde musste sich der TSV
lange strecken, um finanziell über
die Runden zu kommen. „Das war
eine ganz prekäre Situation, und es
gab sogar Überlegungen, die Lizenz
für die zweite Liga zurückzugeben.
Aber da wären sehr hohe Regressforderungen auf uns zugekommen“, er-
In Ilshofen
Konkurrenz
im Team
Schwerin mit Verletzungssorgen
Fußball – Landesliga. Elf Punkte
Vorsprung auf den Aufstiegs-Relegationsplatz – doch Ilshofens Spielertrainer Ralf Kettemann ist vor der
Partie in Münchingen dennoch zurückhaltend.
Mit 3:7 ist der Landesligist TSV
Münchingen beim Tabellenzweiten
SG Sonnenhof Großaspach II böse
unter die Räder gekommen. „Die
SG war bärenstark. Das war schon
ein Klassenunterschied“, gab es für
TSV-Trainer Dietmar Seethaler
auch an der Höhe der Niederlage
nichts zu deuteln. Kurios: Drei Gegentreffer fielen durch Elfmeter, einen Platzverweis gab es nicht.
„Wir brauchen noch fünf Punkte
aus sieben Spielen für den Klassenerhalt“, sagt Abteilungsleiter Hans-
Dem Heimspiel gegen Ilshofen
folgt zwei Wochen später das
Duell gegen Crailsheim: Der
Tura Untermünkheim ist bei der
Partie gegen den Dritten in der
Außenseiterrolle – und will das
für sich nutzen.
Für Jannis Gehring
ist die Operation
gut verlaufen
Peter Kurz. „Hergeschenkt wird gegen den Tabellenführer aber
nichts.“ Gespielt wird am Sonntag
um 15 Uhr in Münchingen wahrscheinlich auf Kunstrasen. Im Hinspiel gab es ein 2:2.
Spielertrainer Ralf Kettemann
denkt an seine Verletzten: „Patrick
Frey hat sich das Jochbein gebrochen, er fällt weiterhin aus. Für Jannis Gehring ist die Operation am
Kreuzband bei Jochen Bartholomä
gut verlaufen.“ Sonst seien alle Spieler des Spitzenreiters fit und einsatzbereit. „Es gibt etwas Konkurrenz
im Team.“
Und zum Thema souveräner Tabellenführer mit elf Zählern Vorsprung bei noch sieben ausstehenden Spielen sagt der Student an der
Würzburger Universität: „Jeder
schaut natürlich darauf. Aber im
Training und im Spiel sollte man
das ausblenden – und das hat bisher gut geklappt.“
Münchingen erwartet Kettemann als körperlich robuste
Truppe.
sey
Foto: Ralf Mangold
zählt Oechsner. So wurde die Zeit
bis zum 1. Januar 2015 und dem Einstieg der Sparkasse als Hauptsponsor durch private Zuwendungen
überbrückt.
„Gibt es einen schöneren Botschafter in der Stadt?“, fragte Thomas Lützelberger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Schwäbisch
Hall-Crailsheim, bei der offiziellen
Vorstellung launig in die Runde.
„Wichtig für uns ist, dass das Sponsoring auch auf den Jugendbereich
ausgedehnt wird. Die Sparkasse ist
traditionell zur Stelle, wenn es darum geht, Vereine und Projekte aus
der Region zu fördern.“
rama
Hollenbach will
50-Punkte-Marke
TSV-Coach schiebt Favoritenrolle beim Derby in Untermünkheim von sich
knacken
Fußball – Landesliga. „Der TSV
Crailsheim steht zu Recht da oben“,
meint Untermünkheims Trainer Alexander Maul, der den Verein zum
Saisonende verlassen wird. „Das
hat Crailsheim durch den 6:1-Erfolg
in Heimerdingen deutlich bewiesen.“ So stehen die Crailsheimer
wieder auf Rang drei, wären in der
Aufstiegsrelegation, da der derzeitige Zweite Großaspach II seine
Mannschaft zum Saisonende zurückziehen wird.
Der Tura holte zwar vor Wochenfrist einen Punkt beim torlosen Unentschieden in Ludwigsburg, „doch
in unserer Situation wäre ein Dreier
notwendig gewesen“, so Maul.
Chancen dazu hatte Untermünkheim reichlich, doch der Ball fand
nicht den Weg ins Tor. „Das einzig
Positive ist, dass wir kein Gegentor
bekommen haben“, meint Maul.
Das letzte Mal „zu null“ spielte der
Tura gegen Fellbach am 21. März
(0:0).
Dass seine Mannschaft angesichts nur noch sieben ausstehen-
Mit 3:2 gewann der TSV Crailsheim das
Hinspiel über Untermünkheim im SchöFoto: Ric Badal
nebürgstadion.
der Spiele punkten muss, um den
Abstieg zu verhindern, sei zwar richtig, aber „Druck ist relativ.“ Denn
jede Mannschaft habe am Wochenende Druck, egal ob man oben oder
unten steht.
Gegen Crailsheim stünden am
heutigen Samstag (Anpfiff: 15.30
Uhr) die Vorzeichen ähnlich wie gegen Ilshofen. Der Tura ist nicht favorisiert, gegen Ilshofen rief er eine
starke Leistung ab. Eine Wiederholung gegen Crailsheim ist vom Trainer- und Betreuerteam sowie den
Anhängern erwünscht.
Dass der Kader weiterhin nicht
groß ist wegen einiger Verletzter,
muss der Tura schon etwas länger
hinnehmen. „Aber in dieser Woche
haben wir auch einige, die wegen
Prüfungen,
Lehrgängen
oder
Schichtarbeit beim Training nicht
dabei sein können.“ Das mache es
nicht einfach, gewisse Abläufe zu simulieren. „Aber am Wochenende
fragt da keiner danach“, ist sich
Maul bewusst.
„Das Ergebnis in Heimerdingen
sollte man nicht überbewerten“,
tritt Crailsheims Coach Oliver
Schwerin gleich auf die Euphoriebremse. „Die Tore sind einfach zum
richtigen Zeitpunkt gefallen und so
kam letztlich auch der hohe Sieg zustande.“ Beide Mannschaften waren offensiv ausgerichtet und sein
Team habe einfach den besseren
Tag erwischt. Das war in den drei
Spielen zuvor nicht ganz so, „aber
wir haben ein junges Team. Da gibt
es einfach Höhen und Tiefen.“ Deshalb sieht Schwerin seine Elf auch
nicht unbedingt in der Favoritenrolle beim Drittletzten. „Das wird
ein ganz enges Ding, Untermünkheim hat Heimvorteil im Derby und
braucht zudem jeden Punkt im Abstiegskampf.“
Ausfallen werden Matthias Gronbach, Tobias Hertfelder und Jörg
Munz. Der Einsatz von Tim Hertfelder steht noch auf der Kippe, dafür
kehrt Tim Blümel wieder zurück in
den Kader, der zuletzt krankheitsbedingt passen musste.
rama/ruf
Haller haben drei Zähler fest eingeplant
Nach dem 0:6 gegen Backnang müssen die Sportfreunde zum Schlusslicht Wangen
Fußball – Verbandsliga. Der FC
Wangen plant bereits für die Landesliga, zu groß ist der Abstand zu den
rettenden Plätzen. Doch Halls
nächster Gegner ließ zuletzt aufhorchen. Das taten auch – unfreiwillig –
die Sportfreunde.
Halls Trainer Thorsten Schift
kann sich nicht dran erinnern, zu
Hause schon einmal höher verloren
zu haben. Das 0:6 gegen die TSG
Backnang war heftig. „Das Umfeld
war sehr enttäuscht. Wir sind auch
zu Recht kritisiert worden“, so der
Coach. „Aber deshalb darf man
nicht alles grundsätzlich infrage
stellen.“ 35 Tore hat Hall in dieser
Saison bislang kassiert, „ein Drittel
von Backnang. Das kann man nicht
erklären.“ Die Mannschaft, beziehungsweise das, was von ihr noch
übrig ist, muss nun in Wangen eine
Reaktion zeigen. 13 Feldspieler hat
Schift nach der Verletzung von Siegfried Waldbüßer im Backnang-Spiel
(Kreuzbandriss) noch, „aber gute“,
betont er.
ruf
Fußball – Oberliga. Noch fünf
Spiele stehen für den Fußball-Oberligisten FSV Hollenbach in dieser
Saison auf dem Programm. Alle gegen Mannschaften, die hinter dem
Tabellensiebten im Klassement platziert. „Wir wollen noch so viele
Punkte wie möglich holen“, sagt
Trainer Ralf Stehle.
Am heutigen Samstag um 15.30
Uhr kommt mit dem VfR Aalen II
die zweitschlechteste RückrundenMannschaft in die Jako-Arena. Nur
acht Punkte holte die U 23 des
Zweitligisten in diesem Jahr. Lange
wurde spekuliert, ob das Team zur
nächsten Saison nicht abgemeldet
wird. Dann wechselte man eher
überraschend den Trainer. Für Rainer Kraft hat seit Kurzem Benjamin
Martin Weiß: „Unsere
Vorstellungen gehen
zu weit auseinander“
Götz die sportliche Leitung. In der
vergangenen Woche legte dann
auch Co-Trainer Martin Weiß sein
Amt nieder. Der Bretzfelder war vor
seiner Arbeit in Aalen Coach der
TSG Öhringen. „Ich habe es mir
eine Weile angeschaut“, sagt Weiß.
„Aber unsere Vorstellungen gehen
zu weit auseinander. Er wollte brachial etwas ändern.“ Also machte er
Schluss.
Weiß hält die Gastgeber für ein
sehr gutes Team. „Die sind sehr
kompakt, zweikampfstark und mit
einem guten Teamgeist ausgestattet. Ich denke, die stehen zu Recht
im gesicherten Mittelfeld. In hinteren Tabellenregionen haben sie
nichts zu suchen“, sagt der Bretzfelder. „Dazu haben sie in Kleinschrodt einen überragenden Mittelfeldspieler. Außerdem ist auch Maximilian Gebert immer torgefährlich.
Die spielen einen einfachen Fußball und sind bei Standards immer
gefährlich.“ Gerade da haben die Aalener in dieser Saison so ihre Schwierigkeiten.
schm