06.08.2007 Zeitungsartikel-Neueröffnung

r
,
\,
.~
.~
~.
'"
Prominente Gratulanten stellten sich am Sonnabend in Oberhof ein, als Rene Becher (2.v.l.)sowie Sabine und Andreas Kindt (2.v.r und r.)
ihr Rückenzentrum und Physiotherapie im "Oberen Hof" Oberhof eröffneten. VieleWintersportier, unter ihnen die Biathleten KatiWilhelm,
KatrinApelundAlexanderWolf,wünschtenzur Einweihungalles Gute.
Foto:frankphoto.de
Hier werden Patienten
welttneisterlich beliandelt
Existenzgrü~dung'l Physiotherapeutder Biathlon-Nationalmannschaftist für jeden da
Von Heike Jenzewski
Oberhof - Heute beginnt das
zweite Leben von Rene Becher.
In seiner am Sonnabend mit
viel Sportprominenz
eingeweihten Physiotherapie ,iphysiofit am Rennsteig" im "Oberen Hof" werden die ersten Patienten erwartet. Der 36jährige
gebürtige Luisenthaler ist nach
neun Jahren und neun Monaten aus der Bundeswehr ausgeschieden und erfüllt sich mit
der eigenen Physiotherapie einen Traum. "Ich konnte nach
meiner Zeit in der BundeswehrSportfördergruppe entweder in
eine Anstellung gehen oder
mich selbstständig machen",
fasst er die beiden Möglichkeiten im zivilen Leben zusammen. Die Antwort gibt er auf
einer 180 Quadratmeter großen
Fläche, die ihm und vielleicht
später ein oder zwei AngesteUten optimale Arbeitsbedingungen schafft. Parallel zur Physio-
.
therapie betreibt Becher an
gleicher Stelle gemeinsam mit
Mit -Geschäftsinhaberin Sabine
Kindt das Rückenzentrum Erfurt - Oberhof. Dr. Andreas
Kindt, Facharzt für Orthopädie
und Mannschaftsarzt der deutschen Biathleten, obliegt die
ärztliche Leitung.
Rene Becher, einst Trainingsund Klassenkamerad von Sven
Fischer an der Kinder- und Jugendsportschule in Oberhof,
verließ die Schule nach der
zehnten Klasse, wandte sich
vom Leistungssport ab und
suchte im Berufsleben neue Erfüllung. Die fand er als Physiotherapeut, als er nach der
Grundausbildung bei der Bundeswehr in die Sportfördergruppe am Grenzadler versetzt
wurde. Bald kreuzten sich dort
seine Wege wieder mit Sven Fischer, der bis zur letzten Saison
zur absoluten Weltspitze gehörte und von Rene Becher als
Mannschafts-Physiotherapeut
der
Biathlon-Nationalmannund viele Weltmeisterschaften
schaft der Herren mehr als nur erlebte Becher als Physiotheraeinmal behandelt wurde. Auch peut mit uhd erfüllte sich sonach seinem Abschied von der mit einen Traum, der ihm als
Bundeswehr bleibt Becher dem Sportler verwehrt blieb. "Das
Biathlon verbunden, wird mit waren bewegende Momente für
einer Kollegip aus Altenberg mich, die ich nicht missen
die Betreuung der Herren-Na- möchte", gesteht er.
tionalmannschaft
weiterfühDie nächsten Wochen gehören.
ren jedoch zunächst der Arbeit
"Ich bin stolz, ein Thüringer
in der eigenen Physiotherapie.
zu sein und ich möchfe der Be- Vor allem für Patienten mit Rüvölkerung der Region etwas zu- ckenschmerzen gibt es zudem
rückgeben. Ich möchte mit das Angebot, nach einem vom
meinen Mitteln dazu beitragen,
Forschungs- und PräventionsKöln erarbeiteten
dass die Leute hier bleiben und zentrum
etwas Gutes erleben", nennt
Konzept behandelt zu werden.
einer
umfassenden,
Becher einen seiner Beweg- Nach
gründe, sich in Oberhof selbst- 90-minütigen Eingangsanalyse
ständig zu machen. "Nicht nur durch Andreas Kindt verspreLeistungssportlern,
sondern
chen ein Aufbauprogramm und
auch ganz normalen Menschen
weiterführende Prävention gute
zu helfen, ist für mich eine Erfolge. Das Konzept, das urneue Herausforderung und ich sprünglich für "normale" Rükann aufgrund meiner Erfah- ckenschmerzpatienten
aufgerung versprechen: Hier werden legt wurde, hat im Sommer bealle weltmeisterlich
behan- reits bei den deutschen Biathledelt!" Zwei Olympische Spiele ten für gute Erfolge gesorgt.