alkoholismus

ALKOHOLISMUS
von Dr. med. Lawrence Wilson
© Juli 2014 Das Zentrum für Entwicklung, Inc.
Alkoholismus ist eine weltweite Katastrophe, die fast alle Familien in irgendeiner Weise betrifft. Dies
hat mehrere Ursachen. Eine Nährstoff Imbalance wie Hypoglykämie spielt eine viel grössere Rolle als
in medizinischen und psychologischen Kreisen anerkannt.
Die Anonymen Alkoholiker (oder AA) ist eine fabelhafte Organisation, die von Herrn Bill Wilson in der
Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts ins Leben gerufen wurde. Auch er befasste gegen Ende seines
Lebens sich mit der Rolle der Nährstoffe bei Alkoholismus. Seine Frau Lois, schrieb darüber in einer
Broschüre mit dem Titel Die Vitamin B3-Therapie: Eine dritte Mitteilung an AA Ärzte. Sie schrieb:
"Aldous Huxley, ein grosser Bewunderer von AA, stellte Bill zwei Psychiater vor, die an der Biochemie
des Alkoholismus forschten. Er war von der Wahrheit ihrer Erkenntnisse überzeugt, und erkannte, er
konnte noch einmal seinen geliebten Alkoholikern helfen, indem er ihnen über die physische
(Nährstoff) Komponente des Alkoholismus erzählte. "
Dieser Artikel beschreibt einige der wichtigsten Nährstoff Ursachen für Alkoholsucht und starkes
Verlangen. Dazu gehören Nährstoffmangel, Überschuss an toxischen Metallen, NebennierenErschöpfung oder Nebennieren-Überaktivität, Hypoglykämie und chronische Pilzinfektion (Candida)
im Darm.
NÄHRSTOFFMANGEL
Alkohol ist eine faszinierende Verbindung. Es ist ein Hochenergie-Molekül, das enorme Energie im
Körper freisetzen kann, wenn es chemisch zersetzt wird. Unser Körper würde auf Alkohol laufen, aber
es ist ein ungesunder Kraftstoff, der zur Ausbeutung spezifischer Nährstoffe einschliesslich Zink,
Magnesium, Kupfer, Eisen, einiger B-Vitamine und anderer führt.
Es erfolgt oft ein Teufelskreis, sobald sich eine Mangelernährung zu entwickeln beginnt. Das
natürliche Energiesystem des Körpers wird verkrüppelt und eine Lethargie entwickelt sich. Dies kann
zu einem starken Verlangen nach Alkohol als Kraftstoff der Wahl führen, da es einen anderen
Stoffwechselweg wählt, um Energie im Körper zu produzieren. Sobald man beginnt, Alkohol zu
trinken,verschlechtern sich die Nährstoffdefizite und dies erhöht das Verlangen nach Alkohol oder
Zucker mehr und mehr.
Dies ist ein jahrhundertealtes Problem und wird bestehen bleiben, bis es gründlich verstanden
wurde. Heutzutage ist es für alle extrem schwierig, ihre ernährungsphysiologischen Bedürfnisse zu
decken, dank Einsatz von Hybrid-Pflanzen, die mit Pestiziden auf ausgelaugten Böden angebaut
werden. Die meisten von uns essen auch verarbeitete und raffinierte Nahrungsmittel, die arm an
Nährstoffen sind. Wir müssen diese Tatsache verstehen, da sie sich auf Alkoholiker mehr auswirkt als
auf viele andere Menschen.
Der Gründer der Anonymen Alkoholiker verstand dies erst spät in seinem Leben. Seine Nachfolger
servieren leider oft Kaffee, Süssgebäck und zahlreiche weitere zuckerhaltige, völlig mangelhafte
Lebensmittel an die Hilfesuchenden, die versuchen, vom Alkohol loszukommen. Ihr Erfolg wäre um
so viel grösser, wenn sie weniger süsse Nahrungsmittel und mehr nährstoffreiche Lebensmittel in ihr
offizielles AA-Regime einbauen würden.
Die moderne Ernährung tut leider sehr wenig, um den Alkoholikern zu helfen, ihre Sucht zu
überwinden. Glücklicherweise haben wir viele, einfach zugängliche Vitamine und Mineralstoffe, die
den Nährstoffhaushalt wieder aufbauen. Jedoch sollten die Lebensmittel ebenfalls mit einbezogen
werden. Nur ein Haufen Nahrungsergänzungen ist nicht gut genug.
Seien wir uns aber auch dessen bewusst, dass es einige Zeit dauert, bis ein ausgelaugter Körper
aufgebaut ist, insbesondere im Fall der Mineralien. Der Grund dafür hat viel mit der Anhäufung
giftiger Metalle im Körpern zu tun.
TOXISCHE METALLE
Ein Überschuss an Toxischen Metallen ist heute ein Problem der gesamten Menschheit, was wir der
Industrialisierung, Verunreinigung des Wassers, der Luft und Nahrung, und das Problem der
Nährstoffverarmung, das wir bereits oben angesprochen haben, zu verdanken haben. Sobald sich
Mängel in lebenswichtigen Mineralstoffen zu entwickeln beginnen, häuft der Körper giftige
Mineralien an, um einige der lebenswichtigen Mineralien zu ersetzen.
Der Prozess gleicht ein wenig wie dem Ersetzen des richtigen Schlüssels mit einem anderen, der zwar
in das Schlüsselloch passt, aber das Schloss nicht öffnet. Da dieser Prozess weiter fortgesetzt wird,
funktioniert der Körper auf einer zusehends niedrigeren und niedrigeren Enzymeffizienz und Energie.
Den Körper umzudrehen und eine Korrektur des Problems vorzunehmen, erweist sind zunächst als
langsam und dauert einige Jahre.
Das starke Verlangen kann über Jahre bestehen bleiben. Dies erklärt auch, warum viele Alkoholiker
ihr ganzes Leben lang auf einem strengen Regime bleiben müssen, um gänzlich vom Alkohol
loszukommen. Es muss vielleicht nicht so sein, wenn der Nährstoffhaushalt einmal regeneriert ist.
Dies erfordert aber viel mehr Arbeit und Wissen, damit man es durchzieht.
Das Problem toxischer Metalle ist bei Alkoholikern viel schlimmer. Ein Grund dafür ist, dass viele
Alkoholiker viel mehr ausgebeutete Körper haben und zu noch tieferem Nährstoffhaushalt neigen als
andere Menschen.
Alkohol hat viele Kalorien. Viele, die Alkohol trinken, ersetzen damit die Nahrungsaufnahme. Auch
entzieht Alkohol selbst dem Körper B-Vitamine, Zink, Magnesium und andere Nährstoffe. Ein Kater ist
hauptsächlich eine akute Mangelernährung.
Toxische Metalle sind ein lebenswichtiger Ersatz für einen nährstoffarmen Körper. Toxische Metalle,
um eine etwas andere Analogie zu verwenden, sind wie Ersatzteile einer anderen Automarke, die
nicht ganz passen und funktionieren wollen. Dies führt zu Symptomen, die die Genesung behindern
und zur Persistenz von Reizbarkeit, Depression, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen und anderen
Problemen führen.
Insbesondere sei erwähnt, dass viele Alkoholiker Kupfer- und Cadmium Toxizität als Folge des
Zinkmangels entwickeln. Dies kann zu vielen schweren Erkrankungen führen. Viele Alkoholiker
rauchen auch. Zigaretten bauen nicht nur weitere Nährstoffe ab. Sie enthalten Cadmium, Arsen und
andere Anti-Nährstoffe, die Zink im Körper ersetzen, die Nährstoffdefizite verschlechtern und damit
zu anderen Krankheiten beitragen.
DIE VERBINDUNG VON NEBENNIEREN/SCHILDDRÜSEN ZU MÜDIGKEIT
Fast alle Alkoholiker, als auch solche mit einer anderen Sucht, sind wirklich müde. Sie nutzen Drogen,
um ihre Erschöpfung zu vergessen und um das Leben erträglicher zu machen. Drogen, einschliesslich
Alkohol, geben einen kurzen Auftrieb, der nur eine Weile anhält, hinterlassen aber die Person nach
dem Abklingen in einer noch schlimmeren Verfassung, als vor dem Konsum. Der Wunsch nach einem
anderen Hoch wird dann noch stärker.
Genesung bringt das Gefühl der Verzweiflung mit sich, eine sehr niedrige Energie zu haben und sich
die Zeit nehmen zu müssen, ums sich auszuruhen und zu entspannen, und nicht um jeden Preis nur
weiterzumachen. Dies fällt vielen Menschen sehr schwer und gestaltet sich als sehr schwierig. Ein
weiterer Artikel mit dem Titel Sucht bespricht die Theorie der Abhängigkeiten und die vielen anderen
Aspekte der Sucht.
CANDIDA ALBICANS-INFEKTION
Alle Alkoholiker haben bis zu einem gewissen Grad eine Candida albicans Infektion im Darm, einen
herkömmlichen Hefeorganismus. Da die Infektion keine erkennbaren Symptome hervorruft, bleibt
sie meistens unentdeckt.
Ein gesunder Körper widersteht der Hefepilz Wucherung. Wenn man jedoch Zucker oder übermässig
Kohlenhydrate zu sich nimmt, via Nahrung oder Alkohol, kann der Hefeorganismus nicht nur davon
überleben, sondern wächst. Nährstoffimbalance mit Kupfer beeinträchtigt auch des Körper's
natürliche Fähigkeit, Candida und andere Pilze im Darm zu erkennen und zu eliminieren.
Vielfach ist eine Candida albicans Wucherung der Schlüssel zum Verständnis von Alkoholismus. Die
Hefe produziert selbst eine kleine Menge an Alkohol als Teil ihrer metabolischen Verarbeitung von
Zucker. Es ist der gleiche Prozess, den man anwendet, um Wein, Bier und andere gegorene Getränke
zu machen.
Für den Alkoholiker hingegen, bringt jede zusätzliche Alkoholproduktion weitere Probleme. Es erhält
starkes Verlangen aufrecht. Es erzeugt auch Chemikalien, die sehr giftig für den Körper sind,
einschliesslich Alkohol und Acetaldehyd. Diese beeinträchtigen zusätzlich die Lebertätigkeit und
verlangsamen dadurch den Heilungsprozess.
Menschen mit Candida sind oftmals dauernd leicht berauscht. Sie können mit dem Trinken zwar
aufzuhören, aber die innere Alkoholproduktion fährt fort, vor allem wenn sie viel Zucker durch ihre
Ernährung aufnehmen, einschliesslich Fruchtzucker. Zu viel Stärke und andere komplexe
Kohlenhydrate in der Nahrung machen auch anfällig auf Hefepilz-Befall.
Somit kann man, selbst wenn man nicht trinkt, oft weiterhin Auswirkungen von Alkoholvergiftung
erleben, einschliesslich Müdigkeit, Reizbarkeit und starkes Verlangen nach Alkohol und Zucker. Dies
kann eine Genesung ernsthaft behindern oder gar verunmöglichen.
Ausserdem kann jeder mit Candida Befall, der vorübergehend aufhört Zucker oder Kohlenhydrate zu
essen, Symptome von Alkoholentzug erleben, einschliesslich starkes Verlangen nach Zucker,
Kohlenhydraten oder Alkohol. Das kann sehr verwirrend sein, bis man den Zusammenhang zwischen
Ernährung, Alkoholismus und Candida und anderem Pilzbefall im Körper erkennt. In diesem
Zusammenhang könnte viel mehr beigetragen werden, aber ich habe die wesentlichen Punkte
abgedeckt.
HYPOGLYKÄMIE UND ALKOHOL
Hypoglykämie ist eines der häufigsten biochemischen Ungleichgewichte, die mit Alkoholismus
verbunden ist. Dies trifft meistens auch für eine andere Sucht zu. Hypoglykämie bedeutet wörtlich
niedriger Blutzuckerspiegel. Es kann sich aber auch auf eine tiefe zelluläre Energieproduktion
beziehen, aus einer Vielzahl von Ursachen.
Blutzucker-Tests Über 70% der Amerikaner haben abnorme Glukosetoleranztestwerte. Jedoch liegt
der Prozentsatz unter Alkoholikern zwischen 85-95%. Dr. Larson hält in ihrem ausgezeichneten Buch
über Alkoholismus fest, dass immer noch viele Ärzte sich nicht die Mühe nehmen wollen, einen fünfoder sechs stündigen Glukosetoleranztest durchzuführen, um Hypoglykämie zu erkennen.
Auch sind einige Ärzte schlicht nicht in der Lage, den Test richtig zu interpretieren, was dazu führt,
dass das Problem nicht erkannt wird. Dr. Robert Atkins, ehemaliger Direktor des Atkins Centers in
New York City, hat festgestellt, dass 75% seiner Patienten abnorme Glukosetoleranztestwerte hatten,
vor allem, wenn Insulin zusammen mit Glukose gemessen wurde. Er fand auch heraus, dass man für
genaue Ergebnisse, Insulin zusammen mit Glukose messen muss.
Ich mache mir aus folgenden Gründen keine Umstände mit Glukosetoleranztests:
1. Sie sind teuer, umständlich und manchmal sogar gefährlich.
2. Symptome sind oft der bessere Leitfaden um Hypoglykämie zu erkennen, als der
Glukosetoleranztest. (Der Test kann normal ausfallen, man kann jedoch immer noch schwere
Hypoglykämie haben, weil der Test nur das Blut misst, während Hypoglykämie auf zellulärer Ebene
bestehen kann.)
3. Ich ziehe es vor davon auszugehen, dass alle Alkoholiker eine abnorme Blutzuckerregulation
haben. Ein vollständiges Nutritional Balancing Programm wird dies in den meisten Fällen korrigieren.
Mehr braucht es nicht.
Symptome einer Hypoglykämie Zu den häufigsten Symptomen gehören:
1. Reizbarkeit vor den Mahlzeiten, die sich nach dem Essen verbessert.
2. Extremer Hunger, der plötzlich auftreten kann.
3. Unfähigkeit, Mahlzeiten zu überspringen oder spät zu essen.
4. Starkes Verlangen nach Zucker, Stärke oder Alkohol.
5. Nervosität, Reizbarkeit, Erschöpfung, Schwindel, Zittern, Schwäche, kalter Schweiss,
Kopfschmerzen, Vergesslichkeit, Schlaflosigkeit, Angst, Verwirrung und Herzklopfen. Diese treten in
der Regel mehrere Stunden nach dem Essen auf, oder sehr bald nach dem man Zuckerhaltiges
gegessen hat.
Hypoglykämie bei schnellem und langsamen Stoffwechsel Die Ursache für Hypoglykämie ist bei
schnellem Stoffwechsel anders als beim langsamen. Man kann auch eine Kombination aus beidem
haben. Hier ist eine kurze Zusammenfassung der Ursachen:
Schneller Stoffwechsel oder reaktive Hypoglykämie Der Körper muss mit jeder Mahlzeit Fett
aufnehmen, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Fett enthält mehr Kalorien und hat eine
stabilisierende, beruhigende Wirkung auf diejenigen, die einen schnellen Stoffwechsel haben.
Währenddessen erhöht das Essen von Zucker, Obst, Stärke oder anderen Kohlenhydraten oder das
Trinken von Alkohol den Blutzuckerspiegel. Als Reaktion darauf beginnt die Bauchspeicheldrüse,
Insulin abzusondern, um den Blutzucker zu senken. Normalerweise sollte dies den Blutzuckerspiegel
auf den ursprünglichen Wert absenken.
Bei Menschen mit Hypoglykämie jedoch, überreagiert die Bauchspeicheldrüse und innerhalb einiger
Stunden sinkt der Blutzuckerspiegel zu weit ab. Dies kann Schwäche, Verwirrung, Depressionen,
Reizbarkeit und intensives Verlangen verursachen, da das Gehirn anfängt zu hungern.
An dieser Stelle treten oft die Nebennieren ein, um den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Die
Adrenalinreaktion kann extreme Angst, Nervosität, kalten Schweiss und andere Symptome
verursachen. Das Trinken von mehr Alkohol oder das Essen von mehr Zucker können einige der
Symptome lindern und das wird dann sehr schnell sehr attraktiv.
Da sich dieser Zyklus im Laufe der Zeit weiter ausdehnt, sind bald beide, Bauchspeicheldrüse und
Nebennieren erschöpft - dies macht das Problem nur noch schlimmer. Anhaltende Müdigkeit und
Depressionen setzen ein. Selbst wenn man aufhört zu trinken, das starke Verlangen, Reizbarkeit und
Müdigkeit bleiben aber bestehen.
Hypoglykämie bei langsamem Stoffwechsel Diese Menschen neigen dazu, jederzeit einen niedrigen
Blutzuckerspiegel auf Grund der schwachen Nebennieren und schwachen Schilddrüsen zu haben. Sie
können sich erlauben, dem starken Verlangen nach Zucker und sogar Alkohol nachzugeben, denn
davon hebt sich der Blutzucker, wenn auch nur vorübergehend, und lässt sie sich besser fühlen.
Allerdings kann die Wirkung in ein paar Stunden nachlassen, und das Verlangen kehrt zurück.
Mangel an Zink, Mangan, Chrom, Selen, Jod und vielleicht anderen lebenswichtigen Mineralien
können auch zu einer Hypoglykämie führen. Diese Mineralien sind für den korrekten
Zuckerstoffwechsel und Alkoholstoffwechsel notwendig.
Alle Alkoholiker neigen bis zu einem gewissen Grad zu Hypoglykämie. Obwohl dies eine allgemeine
Aussage ist, trifft sie für gewöhnlich zu. Das bedeutet, dass die meisten Schwierigkeiten haben, ihren
Blutzuckerspiegel zu regulieren. Wenn er zu niedrig abfällt, verursacht das starkes Verlangen nach
Zucker und Alkohol.
Alkohol kann ein Weg sein, um die Regulierung des Glukosespiegels im Blut zu steuern, obwohl es ein
ungesunder Weg ist. Dies ist eine weitere Tatsache, die nicht übersehen werden darf, wenn man eine
Alkohol Angewohnheit oder auch nur eine Alkohol Tendenz überwinden möchte.
Eine korrekte Ernährung ist wichtig, um zu niedrigen Blutzuckerspiegel zu überwinden. Die typische
Ernährung heute hat einfach nicht genügend Nährstoffe. Dazu gehören Fastfood, das meiste
Restaurant Essen und sogar viele Tiefkühlprodukte oder Mikrowellen-Mahlzeiten. Raffinierte Körner
wie Weissmehl, weisser Reis und weisser Zucker sollten vollständig gemieden werden.
Eine richtige Ernährung ist der Schlüssel zur Überwindung und Kompensation von Hypoglykämie.
Meiner Erfahrung nach braucht jeder Mensch etwa 70% seiner Ernährung in Form von gekochtem
Gemüse. Jeder sollte auch alle Früchte, alle Fruchtsäfte und alle anderen Süssigkeiten meiden.
Ein schneller Stoffwechsel benötigt etwa zwei bis drei Esslöffel Fett oder Öl mit jeder Mahlzeit, und
sogar auch alle paar Stunden wieder. Leute mit langsamem Stoffwechsel müssen Protein mit jeder
Mahlzeit zu sich nehmen.
Dies muss vielleicht für einige Jahre fortgesetzt werden, bis der Körper die Fähigkeit zurückerlangt,
den Blutzucker normal zu regulieren. Eine tiefere Korrektur erfordert auch ein komplettes Nutritional
Balancing Programm, oder man wird nicht wirklich gesund werden. Dieses Programm beinhaltet
mehr als nur Ernährung: zusätzliche Nährstoffe, viel Ruhe und Schlaf, und ein Entgiftungsverfahren.
Mehrere Jahre sind erforderlich, um die Blutzuckerregulation vollständig wiederherzustellen. Lesen
Sie mehr dazu unter Eine Einführung in Nutritional Balancing auf dieser Website.
NEGATIVE GEDANKEN
Jeder, der an Alkoholismus oder an einer anderen Sucht leidet ist betreffend des Lebens selbst zu
negativen Rückschlüssen gekommen. Diese Überzeugungen können sehr subtil sein, aber sie
durchdringen und beeinflussen die eigenen Aktivitäten und Gewohnheiten auf unterschiedlichen
Ebenen.
Jede Methode, um diese negative Aussage über den Sinn und die Bedeutung des Lebens umzudrehen
ist hilfreich. Das Lesen von inspirierenden Büchern kann hilfreich sein. Erbauende Biographien eignen
sich für einige ausgezeichnet. Das Interesse an positivem spirituellen Denken kann auch sehr gut sein.
Beratungen helfen den einen, während Freizeitaktivitäten, gute Freunde, eine gesunde Beziehung
und sinnvolle Arbeit den anderen helfen kann.
DAS TROCKEN-TRINKEN SYNDROM
Psychische Gesundheits-Profis benutzen den Begriff dry-drinking, um eine bestimmte Gruppe von
Symptomen zu beschreiben, mit denen bestimmte Alkoholiker oft kämpfen. Diese sind in der Regel
sehr ähnlich wie die Symptome von Hypoglykämie (weil sie aufgrund der Hypoglykämie in vielen
Fällen ausgelöst werden).
Dazu gehören Reizbarkeit, Depression, Aggressivität, Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Unruhe, Verwirrtheit,
die Lust zu trinken und Nervosität. Sie treten auch bei AA-Treffen, wo die Teilnehmer oft
zuckerhaltige Limonade oder Kaffee mit Zucker und auch Zigaretten konsumieren.
Man kann sich von Hypoglykämie nicht über Nacht erholen. Allerdings kann man sich bereits in ein
paar Wochen besser fühlen. Der Schlüssel dazu ist die vollständige Ernährungsumstellung, die ohne
Süssigkeiten und raffinierte Kohlenhydrate auskommt.
Das bedeutet Süssigkeiten, Kekse, Eiscrème, Kuchen und Süssgetränke loszulassen oder zumindest
stark einzuschränken. Ersetzen Sie diese täglich durch gekochtes, kein rohes Gemüse, tierisches
Eiweiss und vielleicht einige komplexe Kohlenhydrate wie Voll-Reis oder getrocknete Bohnen. Einige
Leute benötigen auch Fette und Öle in ihrer Ernährung.
Die meisten Menschen fühlen sich auch besser wenn sie alle Weizenprodukte und die meisten
kommerziellen Milchprodukte weglassen, da diese gewöhnlich Allergien auslösen. Auch Stimulanzien
wie Koffein und Nikotin verschlimmern das Problem zusätzlich und sollten auf ein Minimum reduziert
werden.
DER GENETISCHE ZUSAMMENHANG
Studien zeigen, dass es Unterschiede gibt in der Art, wie Alkoholiker den Zucker verarbeiten.
Familiäre Aspekte des Alkoholismus sind jedoch nicht immer genetisch. Einige der familiären
Verbindungen sind angeboren. Das bedeutet, dass sie bei der Geburt vorhanden sind, aber nicht in
den Genen. Zum Beispiel, eine Mutter mit einem Mangel an Zink aufgrund von Alkoholismus oder
einer anderen Ursache, wird ein Kind ebenfalls mit Mangel an Zink gebären. Dies ist kein genetischer
Defekt, sondern einfach ein Nährstoffungleichgewicht, das weitergegeben wird von Mutter zu Kind.
Und falls der Körper der Mutter übermässige Kupfer-, Blei- oder Cadmium-Ansammlungen enthält,
werden diese Giftstoffe auch direkt über die Plazenta auf das ungeborene Kind übergeben. Das Kind
wird dann Symptome dieser unausgewogenen Nährstoffe ausweisen. Glücklicherweise können viele
angeborene Ungleichgewichte korrigiert werden.
Das mag ungewöhnlich erscheinen, aber der Ernährungszustand des Vaters und sein biochemisches
Gleichgewicht wirkt sich auch auf das ungeborene Kind aus. Dies geschieht auf unterschiedliche
Weise. Einige der Ungleichgewichte werden an die Samenzellen übergeben, welche die Grundlage für
alle Körperzellen des Fötus bilden. Darüber hinaus, betrifft allein schon die Gegenwart des Vaters im
Haushalt bereits ein ungeborenes Kind.
Ausserdem entwickeln Kinder, die in einem Alkohol Zuhause aufwachsen, in frühem Alter bereits
einen Nährstoffmangel, nur weil sie nicht richtig ernährt werden. Diese Symptome scheinen
genetischen Ursprungs zu sein. In der Tat sind sie es aufgrund der Umgebung, in der die Kinder leben
und aufwachsen.
Angeborene und umweltbedingte Ungleichgewichte werden oft ignoriert, weil sie oft durch
Standard-Bluttests nicht gemessen werden können. Die Gewebe Mineralanalyse kann hingegen diese
Ungleichgewichte nicht nur bei kleinen Kindern sondern auch bei Säuglingen ermitteln, damit sie
korrigiert werden können, bevor Probleme auftreten.
Gentests zu Alkoholismus sind ein Forschungsschwerpunkt dieser Zeit (2014). Man muss jedoch
vorsichtig sein bei genetischen Tests, weil sie nicht nur die Genetik der DNA testen. Ärzte sagen oft
nicht, dass der Test auch auch den RNA-Metabolismus und die Proteinsynthese spiegelt. Letztere
werden weitgehend durch Nährstoffe kontrolliert und werden von toxischen Metallen inhibiert.
EIN INTEGRIERENDER ANSATZ
Diejenigen mit einem Alkohol Problem und solche mit anderen Abhängigkeiten profitieren oft
ausserordentlich vom Screening der biochemischen Ungleichgewichte. Standardbluttests sind nicht
ausreichend! Gewebe Mineral Analysen und vielleicht Nahrungsmittelallergien und Candida- oder
Hefe-Gutachten können dazu beitragen, viele wichtige physische Beschwerden zu ermitteln, welche
die Erholung und Genesung behindern können.
Mit einem kompletten Nutritional Balancing Programm, ist in der Regel nur die einfache
Haarmineralanalyse erforderlich. Das hält die Kosten niedrig und macht die Dinge einfacher. Ich gehe
davon aus, dass heutzutage jeder Hefepilz Probleme ebenso wie Lebensmittelallergien hat.
Lebensmittelallergien verschwinden häufig schnell, wenn man das Nutritional Balancing Programm
befolgt. Hefepilz Probleme verschwinden auch, jedoch langsamer. Chiropraktik kann zeitweise auch
erforderlich sein, um den Körper strukturell zu korrigieren.
EIN ÄUSSERST GESUNDHEITSFÖRDERNDER LEBENSSTIL
Neben einem kompletten Nutritional Balancing Programm kann ein gesundheitsfördernder
Lebensstil einen grossen Unterschied der Ergebnisse einer alkoholbedingten Erkrankungen machen.
Die wichtigsten Merkmale dieses Lebensstils müssen die folgenden sein:
Ruhe und Schlaf. Genug Ruhe und Schlaf sind in jedem Fall das Wichtigste. Dies liegt daran, dass man
Ruhe benötigt, um den Körper wiederaufzubauen. Es gibt keine Ausnahmen. Power Naps (20minütiger Schlaf) sind auch ausgezeichnet.
Lange Nächte sind die schlimmsten, weil die meiste Regeneration in den Stunden vor Mitternacht
erfolgt. Gehen Sie ins Bett gegen 21 Uhr oder so nahe dazu wie möglich. Beginnen Sie bereits früh am
Abend herunterzufahren, essen Sie wenn möglich früh zu Abend und es ist auch in Ordnung, nur im
Bett zu liegen, wenn man nicht sofort schlafen kann.
Natürliche Schlaf-Heilmittel können helfen. Wenn nötig, nehmen Sie etwas ein, um Ruhe und Schlaf
zu beschleunigen. Schlaftabletten können wenn erforderlich, ebenfalls verwendet werden. Häufig
jedoch genügen Nährstoffe wie Kalzium, Magnesium, 5-HTP, Melatonin und andere. Keine Ernährung
oder andere Methode wird einen Mangel an Ruhe und Schlaf ersetzen können.
Bewusstes Atmen, Sonnenschein, ein paar Übungen und Positive Gedanken und Emotionen. Dies
sind weitere Faktoren, die einen hervorragenden Lebensstil auszeichnen. Entspannen Sie sich,
geniessen Sie das Leben so viel wie möglich. Ärgern Sie sich nicht, und kümmern Sie sich nicht um
mehr Probleme, als Sie leicht verarbeiten können.
Dies sind einfache Ideen, die sich in jeder Art von Heilung lange anwenden lassen. Viele Alkoholiker
sind sehr grosszügig und freundlich. Sie müssen jederzeit den Überblick über ihren Energieverbrauch
haben und müssen für sich selbst Grenzen einrichten, damit sie ihren Körper nicht überbeanspruchen
müssen. Wenn sie dies nicht tun, ist all die harte Arbeit, die sie eingebracht haben, um weg von
Alkohol oder anderen Suchterkrankungen wegzukommen, umsonst gewesen.