Doppelsieg der Snowboarder

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REGIONALSPORT
Erwartete
Niederlage,
unerwarteter
Vollerfolg
Sarganserländer | Montag, 8. Februar 2016
Doppelsieg der
Snowboarder
Jérôme Lymann ist neuer Snowboardcross-SchweizerDie Walenstadter VolleyMeister. Der Walenstadter holte den Titel vor seinem
ballerinnen verlieren
SC-Flumserberg-Klubkollegen Kalle Koblet.
erwartungsgemäss gegen
Leader Arosa, die Stadtner
Premiere für Weibel
von David Hürzeler
Herren schlagen Jona.
Am Freitagabend machten sich die
Stadtner 3.-Liga-Damen auf den langen Weg nach Arosa. Es wurde im Vorfeld versucht, das Spiel zu verschieben,
was aber nicht gelang. Daher war Walensatdt nur zu siebt und ohne HauptPasseuse. Da Arosa die Tabelle deutlich
anführt, spielte Walenstadt ohne Erwartungen locker auf. Das Resultat war
ein sehr erfreuliches Spiel, wo in allen
drei Sätzen nur sehr wenig fehlte. Mit
etwas mehr Übung in dieser ungewohnten Aufstellung hätte hier durchaus ein Sieg realisiert werden können.
So aber fuhr der VBCW trotz der
0:3-Niederlage zufrieden und gut gelaunt nach Hause.
Routine bezwingt Jugend
Die Stadtner 3.-Liga-Herren mussten
am Fasnachtssamstag in Jona antreten
und rückten mit der Minimalbesetzung inklusive Routinier Elmar Hässig
an, der mit 66 Jahren dem jungen
Team von Jona eindrücklich bewies,
dass Erfahrung oft mehr wert ist als
nur Technik. So zeigte sich in allen drei
Sätzen, dass die Gastgeber der Stadtner
Offensive praktisch nichts entgegenzusetzen hatten. Die gelegentlichen Ausrufezeichen, die manche grossen JonaSpieler setzen konnten, waren nur kurze Momente der Überlegenheit. Durch
grossen Einsatz, viel Erfahrung und
den Willen zum Sieg holten sich die
Gäste das Spiel mit sauberen 3:0. (bw)
Frauen, 3. Liga: VBC Arosa – VBC Walenstadt
3:0 (25:19, 25:22, 25:21)
VBC Walenstadt: S. Aidoo, N. Bruggmann, L. Cappellari,
M. Menzi, M. Wildhaber, N. Wildhaber, B. Yilmaz.
Bemerkungen: Spieldauer: 1:20 Stunden.
Männer, 3. Liga: TSV Jona – VBC Walenstadt
0:3 (20:25, 24:26, 18:25)
VBC Walenstadt: P. Bless, T. Gall, S. Giger, E. Hässig,
D. Kalberer, B. Weckmann.
Bemerkungen: Spieldauer: Spieldauer: 1:15 Stunden.
SKI ALPIN
SSW-RAIFFEISEN-CUP NR. 3 AM PIZOL
Animation 1. Rennen: Slalom
Mädchen U11: 1. Schacht Seraina Bühler 37.27, 2.
Ritter Dawa Flumserberg 37.53, 3. Kalberer Sophie
Vermol 39.24, 4. Mannhart Zoe Flumserberg 39.42,
5. Hermann Lia Graue Hörner Mels 39.60. – 14
klassiert. – Knaben U11: 1. Wyrsch Aurelio Valens
35.62, 2. Jäger Flurin Sardona Pfäfers 36.11, 3. Fleischer Tim Flumserberg 37.71, 4. Seiler Benluca
Flumserberg 38.30, 5. Neuhaus Janis Gonzen 38.46.
– 12 klassiert.
Animation 2. Rennen: Slalom
Mädchen U11: 1. Schacht 38.07, 2. Ritter 41.37,
3. Mandic Laura Flumserberg 41.40, 4. Kalberer
41.48, 5. Marti Silja Elm 43.00. – 15 klassiert. –
Knaben U11: 1. Wyrsch 38.47, 2. Jäger 38.73,
3. Fleischer 40.91, 4. Seiler 40.92, 5. Saarinen Simo
Gonzen 42.71. – 14 klassiert.
JO: Slalom
Mädchen U12: 1. Bäbler Laura Elm 1:20.99, 2. Kopf
Juana Elm 1:23.77, 2.Guggisberg Nora Flumserberg
1:24.60. – 5 klassiert. – Mädchen U14: 1. Gadient
Selina Flumserberg 1:11.79, 2. Dietrich Anna Vilters
1:13.53, 3. Senti Svenja Flumserberg 1:15.98,
4. Müller Nina Hausen 1:16.19, 5. Schmitt Carina
Graue Hörner Mels 1:18.16. – 13 klassiert. –
Mädchen U16: 1. Guggisberg Rea Flumserberg
1:12.19, 2. Schär Natalie Flumserberg 1:16.01,
3. Rohrer Valentina Graue Hörner 1:18.75. – 4 klas. –
Knaben U12: 1. Schär Cyrill Hausen 1:19.43, 2. Marxer Samuel Gamprin 1:20.43, 3. Ritter Evano Flumserberg 1:21.17, 4. Rupp Sandro Valens 1:22.55, 5.
Fässler Florian Elm 1:23.03. – 11 klassiert. – Knaben
U14: 1. Zäch Matteo Gams 1:13.47, 2. Gadient Dario
Flumserberg 1:15.20, 3. Nestler Samuel Schaan
1:19.54, 4. Bodmer Yves Hausen 1:19.63, 5. Meier
Luis Bad Ragaz 1:23.84. – 13 klassiert. – Knaben
U16: 1. Lustenberger Mathias Flumserberg 1:08.89,
2. Bodmer Guy Hausen 1:14.58, 3. Viegas Lucas
Vaduz 1:16.45. – 5 klassiert.
C
aroline Weibel und Jérôme
Lymann heissen die neuen
Schweizer Meister im Snowboardcross. An den nationalen Titelkämpfen vom
Wochenende in Sedrun setzte sich Weibel vor Debbie Pleisch und Emilie Aubry durch während sich Lymann vor
seinem Klubkollegen Kalle Koblet (SC
Flusmerberg) und Pascal Bitschnau die
Goldmedaille holte.
Zweiter Titel nach 2014
Nach 2014 sicherte sich der 19-jährige
Jérôme Lymann aus Walenstadt damit
zum zweiten Mal den Titel im Snowboardcross. «Dieser Titel ist mir viel wert,
auch weil die Konkurrenz stark gewesen ist», so Lymann. «Nur schade,
konnte Tim Watter (er verletzte sich
am Vortag an der Hand; die Red.) nicht
mitfahren, ich hätte ihn gerne dabei
gehabt.» Für Lymann ist dieser Sieg ein
zusätzlicher Ansporn für die weiteren
Weltcuprennen dieser Saison sowie
«weiter daran zu arbeiten, jedes Jahr
besser zu werden».
Dank ihrem Sieg durfte sich Caroline
Weibel (21)) zum ersten Mal als Schweizer Meisterin im Snowboardcross küren lassen. «Ich wollte schon als kleines
Kind immer einmal Schweizer Meisterin werden», erzählt die Buchrainerin.
«Dass es jetzt geklappt hat, bedeutet
mir wirklich viel.»
Unter den Augen von Nationalmannschaftscoach Mario Fuchs setzte
sich Weibel teamintern mit den Weltcup-Fahrerinnen Emilie Aubry, Alexandra Hasler und Debbie Pleisch gegen
starke Konkurrenz durch. «Es waren alle Trainer der Nationalteams da – die
haben jetzt ein Auge auf mich geworfen…», sagte Weibel, die aktuell mit
dem Regionalkader trainiert, nach
dem Rennen lachend.
Zwei Nachwuchs-Titel
Für den Skiverband Sarganserland-Walensee SSW bzw. für den regionalen
Snowboardverband Base sicherten sich
zudem Aline Albrecht (Walenstadt)
den Titel bei den U15-Mädchen und
Mischa Stähli Silber (Sargans) bei den
U15-Knaben.
Zwei vom SC Flumserberg ganz oben: Schweizer Meister Jérôme Lymann und Kalle Koblet
Bild Swiss-Ski
(links) feiern einen Doppelsieg für den SSW.
SSW-Cup mit anspruchsvollem Slalom
Auf der sehr anspruchsvollen Rennpiste Zanuz am Pizol zeigten die SSW-Fahrerinnen und -fahrer
am Samstag ihr Können. Gleich vier Nachwuchstalenten gelang es, im dritten Slalom dieser Saison
den dritten Sieg zu feiern.
von Martin Broder
Am Samstag wartete auf die gut 150
Startenden auf dem Pizol oberhalb
Pardiel eine echte Herausforderung,
war die Rennpiste Zanuz doch eher
steil und bot kaum Gelegenheit, zwischendurch kurz durchzuatmen. So
schafften es beim dritten Slalom der
Saison im Rahmen des SSW Raiffeisen
Cups nicht alle ins Ziel, nach zwei Läufen betrug die Ausfallquote bei den JOKategorien gut 50 Prozent. Besonders
ärgerlich war es für diejenigen, die sich
im ersten Lauf eine gute Ausgangslage
herausgefahren hatten.
So schied bei den Knaben U14 Levi
Bislin (Vermol) als Führender nach
dem 1.Lauf aus, aber auch diverse Leader der Gesamtwertung kamen nicht
ins Ziel. Cyril Eberle (Flumserberg)
muss beispielsweise bei den U14 nach
seinem Ausfall die rote Startnummer
an seinen Clubkollegen Dario Gadient
abgeben, der im dritten Rennen zum
dritten Mal zweiter wurde. Mehr Glück
hatte Julian Vögeli (Elm), der trotz seines Ausfalls die Gesamtführung behält, da Mathias Lustenberger (Flumserberg) als souveräner Sieger des
Samstags bislang zwei Nuller auf seinem Konto gehabt hatte und Vögelis
Leaderposition souverän verteidigt: Aurelio Wyrsch holt sich zwei weitere Siege in seinem
Heimrennen und weist damit das Punktemaximum auf.
grösste Konkurrenten in der Gesamtwertung allesamt ebenfalls patzten.
Ungeschlagenes Quartett
Alle drei bisherigen Rennen gewannen
die Flumserbergerinnen Selina Gadient (U14) und Rea Guggisberg (U16).
Sie zeigten, dass sie die momentan
wohl stärksten Slalomfahrerinnen des
SSW sind. Gleiches gilt für die Jüngsten
in der Kategorie U11: Sowohl Seraina
Schacht (Bühler AR) als auch Aurelio
Wyrsch (Valens) gewannen als ungeschlagenen Leader wiederum beide
Rennen. Diese Kategorien bestritten
nämlich zwei Rennen, statt wie die
Grossen eines einzigen in zwei Läufen.
Sie fuhren mit so genannten MinikippStangen in einem separaten Lauf.
Das bedeutete einen recht grossen
Aufwand, doch der SBC Gonzen hatte
organisatorisch alles im Griff und
konnte den engen Zeitplan einhalten.
Zudem hatten die Organisatoren auch
ein wenig Wetterglück, denn der Pizol
präsentierte sich am Morgen hochwinterlich, die Pisten waren herrlich pulvrig und auch der Föhn wurde nicht
zum befürchteten Spielverderber. Er
war zwar spürbar, wurde aber erst
nach dem Abschluss der Rennen so
richtig stürmisch.
Auf Erfolgskurs: Rea Guggisberg zeigt nach ihrem Super-G-Sieg im nationalen Vergleich,
Bilder Martin Broder
dass sie auch im Slalom sehr schnell fährt.