flüstere mir mein meer glatt Gedichte Astrid Kohlmeier flüstere mir mein meer glatt Gedichte Astrid Kohlmeier © Astrid Kohlmeier ISBN 978-3-902899-22-4 Bildnachweis: Fotografik / hr.wig, „Der Kuss“, S. 78; „Melancholie“, S. 79 Zeichnungen / hr.wig, (Grafit auf Papier), „Abschied“ S. 102; „Stille“ (Ausschnitt), S. 110 Fotos / Frank Jacob, (alle ohne Titel), Seiten: 15, 26, 27, 34, 35, 69, 73, 89, 109, 117 Zeichnungen / Astrid Kohlmeier, (Kugelschreiber auf Papier), „Schlafender“ S. 31; „Schlafender in karger Landschaft I“, S. 43; O.T., S. 51; „André“, S. 54; „Schlafender in karger Landschaft II“, S. 75; „Phantomschmerz“, S. 81; „Schlafender im Zelt mit Satellitenschüssel“, S. 100 Malerei / Eva Paulin, (Acryl auf Leinwand), „Tête“, S. 19; „Landschaft der Stille“, S. 47; „Landschaft der Stille“, S. 85; „Tête Matrix“, S. 92; „Window“ (Ausschnitt), S. 97 Malerei / André Gilbert Schmucki, „Matitunal“, Acryl, Öl auf Leinwand, S. 58; „Passing“, Airbrush, Acryl, Öl auf Holz, S. 62 Die Bildrechte liegen bei den jeweiligen Urhebern. INST-Verlag Rosa-Jochmann-Ring 54/5/6, 1110 Wien www.inst.at [email protected] ZVR-Zahl: 212581983 TRANS-Studien http://www.inst.at/burei/cindex.htm Herausgeber: Herbert Arlt Flüstere mir mein Meer glatt Buchreihe: TRANS-Studien, Bd.14 Herausgeber: Herbert Arlt Lektorat: Tobias Sosinka Umschlagbild (Ausschnitt): André Gilbert Schmucki, „Nearness“ 2015, 40 x 50 cm, Acryl, Airbrush, Öl auf Leinwand (Foto: Frank Jacob) Grafik / Layout: tmcom.at Druckerei: druck.at Druck- und Handelsgesellschaft mbH Alle Urheber- und sonstigen Rechte vorbehalten. Vervielfältigung mittels Druck, MikroVerfilmung, CD, DVD, Einspeicherung und Verarbeitung mit elektronischen Medien jeder Art nur mit schriftlicher Zustimmung des INST-Verlages. flüstere mir mein meer glatt Gedichte Astrid Kohlmeier Die Gedichte Astrid Kohlmeiers überraschen. Sie überlisten sich selbst mit den Volten, die sie schlagen. In den meist beobachtenden Grundton brechen plötzliche Pointen ein, welche die Worte umpflügen von der Unruhe in die Stille, von der Melancholie in die Gelassenheit, manchmal in den Zorn. Von der Volte ist der Weg nicht weit zur Revolte. Doch auch die liegt augenzwinkernd zwischen den verdichteten Zeilen verborgen, aber hellwach und bereit zum Sprung, wie der Panther im gleichnamigen Gedicht. Tobias Sosinka, Regisseur, Dramaturg (Göttingen) „Lärmverschmutzung“ – war ein Ausdruck, den ich nicht kannte und zum ersten Mal in Astrid Kohlmeiers „Tinnitus-Transkription“ vernahm. Der Lärm, den diese junge Autorin so sehr zu meiden trachtet, verschmutzt das menschliche Gemüt – ihre Poesie ist die Ruhe, die sie oftmals aus den vordergründig gesehenen Alltagen bezieht, die einem doch auf Schritt und Tritt, auf Liebe und Liebe begegnet. Und somit labt diese Dichterin die Seelen sämtlicher Empfänger ihrer Texte. Jean-Paul Maes, Schauspieler, Schriftsteller, Regisseur, Theaterleiter (Luxembourg) Astrid Kohlmeiers Gedichte tun gut. Der tiefsinnige Humor nimmt mit in die lebendigen Wortlandschaften und hinterlässt eine zarte Schwingung. Eva Paulin, Regisseurin, Malerin (Montreal) 5 Am Anfang war ein Impuls, ein Gedanke, Gedachtes. Am Anfang war ein Erlebnis, eine Begegnung. Da die Anschläge auf der Tastatur, flink fügen sich Buchstaben, Wörter zu einem Satz. Zeile um Zeile … Gerade lese ich Astrid Kohlmeiers „Das erste Mal“, dann lese ich ein zweites Mal, dann ein drittes Mal und … lasse es auf mich wirken, denke mich hinein, in die Worte und es beginnt mich zu berühren. Gedankenfragmente, die sich zu einem Ganzen formen, sie nimmt uns mit auf eine Reise. Da mal ein Changieren in das Surreale, dann wieder ein Wenden in Dämmerung der Realität. Lauschend, wie sich das Meer glättet, vielleicht ist das dort zwischen Skylla und Charybdis wo Odysseus durchmanövrierte? Vielleicht war es in der Nähe wo „Der Nichtschwimmer und das Meer sind“. Astrid Kohlmeier nimmt uns mit auf eine Reise voller Überraschungen. Vielleicht ein Ithaka, ein Anfang und ein Ende, ein Sich-selbst-darin-wiederfinden. André Gilbert Schmucki, Visual Artist (Luzern) Astrid Kohlmeier lotet mit ihren Texten die Tiefe bis zum Urgrund aus. Sie schickt uns in emotionale Höhen. Sie schont uns vor unnötigen Längen und verfügt dabei über eine bewundernswerte Wortbreite. Patrick Schimanski, Schlagzeuger, Komponist, Regisseur (München) 6 Astrid Kohlmeiers Gedichte berühren – zärtlich; schubsen hinterrücks; zeichnen Archetypen einer verloren geglaubten Welt. Und fragt man, wo sie ist: niemals und doch immer – zwischen den Zeilen. Herwig Steiner, Freischaffender Grafikdesigner (Graz) 7 I. Unter dem Vergrößerungsglas Betrachtungen 9 UFER Der Sturm ist nun vorüber Mein Schiff liegt im Hafen Und ruht Das Herz wiegt sanft auf und ab Das Vogelgeschrei ist verstummt Der Wolkenbruch auch und die Blitze Am Grund Die Wunden heilen im Licht Ich übe mich im Verzeihen Ich verzeihe mir den Sturm Das zerrissene Segel Den abgeblätterten Lack Das Wasser an Deck Ich setze die zittrigen Beine Ans Ufer 11 ICH HABE KEIN WALFISCHBLUT GEROCHEN (für Gerhard Jaschke) Ich habe kein Walfischblut gerochen Habe kein Kind vermisst Noch nicht einmal eines geboren Ich bin nie verhungert Ertrunken Verdurstet Erstickt Ich bin noch nie getötet worden Nie zugerichtet Nie missbraucht Im eigentlichen Sinn Mir ist niemand abhanden gekommen Zumindest nicht unwiderruflich Ich verstehe das Wort Krieg nicht Ich habe nichts verstanden Gar nichts also Alle meine Körperteile Sind fast dort Wo sie erwartet werden Nur das Gesicht klebt Vertikal An einer Fensterscheibe Der Rest von mir steht anderswo Mein Gesicht klebt Vertikal An einem Fenster Und will fort manchmal 12 Im Winter Kühlen Eisblumen Die Wangen Das ist schön 13 14 Foto: Frank Jacob DAS ERSTE MAL Nur einmal wieder sich verfärben im Frost Oder herzflimmernd weinen Oder schneeerne Haut betasten Oder Alpträume jagen und schreiend erwachen Einmal wieder Von Sinnen sein An Küssen ersticken An Gedanken ertrinken An Wut zerbersten An Körpern verzücken Noch einmal alles sein im ersten Mal Erste Mahnmale aus der Erinnerung reißen Auslöschen: Das Herz Den Schnee Die Jagd Die Küsse Den Rausch Die Scherben Das Zittern Einmal wieder ein erstes Mal erahnen 16 DAS MELANCHOLISCHE KIND (für Gabriele Mark) Schnee bricht von meinen Wangen Damals schon gefror mein Lachen wofür niemand etwas konnte Denn ich war ein glückliches Kind Ich träume nicht mehr Nicht einmal mehr von Schnee Ich musste ja eines Tages von mir eilen Und jetzt will ich deshalb nie wieder schlafen Aber ich sehne mich nach mir Manchmal Das kommt immer seltener vor Nur wenn Schnee Von meinen Wangen abstürzt und sich ballt In mir Und das ist nie Nie wieder das erste Mal Dass jemand schlafwandelt in meiner Jahreszeit Begraben unter meinem Schnee 17 18 Eva Paulin, „Tête“, 40 x 60 cm, Acryl auf Leinwand TAG (für Peter Horn) Der Wind war Längst vergangen. Sie wollte den See Verschlucken und Ernst sein dabei. Die Sonne war Längst vergangen Sie wollte sich reinwaschen Im Regen Oder Warten und sehen Ob der Hagel Sie erschlagen würde. Alle Fragen waren Längst vergangen Es tönte in ihr drinnen, Aber sie hörte es nicht. Alles Wissen war Längst vergangen. Sie wartete, ob Die Dämmerung Sie entzwei hauen würde. Weshalb wurde es nie Nacht um sie? 21 STAUBLAWINEN (für Tobias Sosinka) Staublawinen im Haar Ritzen wir uns Lachmünder In die Gesichter aus ergrautem Eis Gegen die Langeweile Wälzen wir die Körper Im Blütensaft Wie Eidechsen Gefrieren wir Im Winter Schneetropfen In den Gehirnen Verprügeln wir einander Bis wir endlich Tot sein dürfen Immer Manchmal Muss man Ganz leicht – wir fliegen ja – Etwas machen Gegen Gegen Die abgestorbenen Dinge um uns 22 hr.wig, „Abschied“ 2014, Grafit auf Papier Weggefährten Herbert Arlt, Wiss. Dir. Dr., 1958 geboren in Bregenz; Wissenschaftlicher Direktor des INST (www.inst.at) seit 1994 sowie Geschäftsführer der Jura Soyfer Gesellschaft (www.soyfer.at) seit 1989, deren Vorsitzender seit 2011 und Vorsitzender des Polylogzentrums seit 2014. Erster Lyrikband 1973. Aufsätze, Bücher, Kunstwerke, wissenschaftliche Projekte, Theater, Film, Ausstellungen, virtuelle Interaktionen etc.: www.soyfer.at/bio/arlt.htm Jürgen Ehrenmüller, Studium der Germanistik und Geschichte in Graz, Mitarbeiter am Lehrstuhl für deutsche Sprache der Westböhmischen Universität Pilsen, Lehraufträge an der Karl-Franzens-Universität Graz und der Pädagogischen Hochschule Kärnten, bis September 2015 auch Lehrer am BG/BRG Seebachergasse Graz, Veröffentlichungen zur Metaphorik der deutschen Gegenwartssprache und zur Didaktik der Geschichte, zuletzt erschienen „Die Würfel sind gefallen!“ (Grazer Universitätsverlag/Leykam) Peter Rudolf Gisela Horn, geboren 1934 in TepliceŠanov (Tschechoslowakei) ist ein südafrikanischer Dichter. Am Ende des Zweiten Weltkriegs flüchtete Peter Horn mit seiner Familie nach Bayern und dann nach Freiburg im Breisgau, wo er am BertholdGymnasium sein Abitur machte. 1954 wanderte er mit seinen Eltern nach Südafrika aus. Er arbeitete eine Zeit lang als Packer, Maurer, Laboratoriumsassistent, Photograph, Versicherungsagent und Lehrer an der Deutschen Schule Johannesburg. Er studierte an der 123 Universität Witwatersrand und dem College of Education (Johannesburg). Er war Dozent an der Universität Witwatersrand, der Universität von Südafrika und der Universität Zululand. Von 1974 bis 1999 war er Professor der Germanistik an der Universität Kapstadt. Peter Horn erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, u.a. 1992 den Noma Award: Honourable Mention for Poems 1964– 1989, 1993 den Alex La Guma/Bessie Head Award für The Kaffir who read Books (publiziert unter dem Titel My Voice is under Control now), 1994 den Honorary Fellow of the University of Cape Town, 2000 den Charles Herman Bosman Prize für My Voice is under Control now und 2010 den SALA Lifetime Literary Award. Frank Jacob arbeitet und lebt als Schauspieler und Fotograf in Berlin. Er spielte an diversen Bühnen in Deutschland und in Serien und Filmen wie Moabit Vice, Golgatha auf Türkisch, Schwarz wie der Tag, Herr Knecht, Corvèe, Post Mortem, Der fliegende Großvater und Let it rock. Jean Paul Maes, 1955 in Esch geboren, besuchte die Gewerbeschule in Esch/Alzette, bevor er eine Lehre als Drucker beim Tageblatt machte. Er besuchte das Konservatorium in Esch/Alzette, spielte bei der Differdinger Union Théâtrale sowie beim Théâtre Ouvert Luxembourg und gründete die freie Theatergruppe Bühne 77. 1978 bestand er die Schauspielprüfung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz. Ab 1981 nahm er verschiedene Schauspielangebote und Gastspiele in Bregenz, Bamberg, Osnabrück (1985–88) und Frankfurt/Main an. 1988 kehrte er nach Luxemburg 124 zurück, wo er als freier Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller vor allem am Escher und Kapuzinertheater sowie am Théâtre du Centaure wirkt. Seit 2001 ist er Lehrbeauftragter für Schauspielunterricht und Sprecherziehung am Escher Konservatorium. Er ist Mitglied des LSV. Das Volksstück ist auch Gegenstand der theaterfördernden Aktivitäten von Jean-Paul Maes Zusammen mit Jean Asselborn gründete er 1991 das Steinforter Theaterfestival, bei dem ältere kritische Volksstücke von Luxemburger Dramatikern gespielt werden. Dort wurden zudem seine eigenen Stücke Gléck (2006) und Wat d’Mécken denken (2011) gespielt. Jean-Paul Maes rief 2001 das Act-In-Festival für junge Dramatiker aus kleineren europäischen Sprachregionen ins Leben. Derzeit ist Jean-Paul Maes Leiter des Kaleidoskop Theaters Luxembourg. Eva Paulin, in Österreich geboren und in Italien aufgewachsen, ist bildende Künstlerin und Regisseurin. Von 1985 bis 1988 war sie freischaffende Bühnenbildnerin in Deutschland. 1988 ging Eva Paulin nach Luxembourg. Seit 1990 über 50 Inszenierungen in Deutsch, Französisch und Luxemburgisch, an Theatern wie dem Théâtre des Capucins, dem TNL, dem Kasemattentheater, dem TOL und dem Théâtre d’Esch , sowie einige Koproduktionen mit dem Theaterhaus Stuttgart und dem Trierer Stadttheater. Ko-Direktorin Steinforter Festival. 2000 gründete sie den Förderverein zur Unterstützung zeitgenössischer Bühnenliteratur APTC – association pour la promotion du théâtre contemporain,. 2001 und 2003 Festival Actin – ein Festival, mit dem Luxemburg und die Grossregion (Trier, Thionville und Arlon), vertreten von 8 Theatern 125 in Luxemburg und den Stadttheatern der Partnerstädte, 10 Tage lang jeden Abend eine Erstaufführung eines Bühnenstückes aus einem Land mit sogenannter „kleiner“ Sprache, in deutscher oder französischer Übersetzung, zeigten. 2008 Mitglied der Jury des Filmfestivals FIPA in Biarritz. 2010 Libretto für eine Oper „Fatamorgana“, für den kanadischen Komponisten Gabriel Thibaudeau. Wiederaufnahme ihrer malerischen Tätigkeit. Tobias Sosinka, 1970 in Potsdam geboren. Studium der Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin. Engagements als Regisseur u.a. am Theater Bremen, Hans Otto Theater Potsdam, Staatstheater Meiningen, Stadttheater Fürth, dem Greizer Theaterherbst, Theater Vorpommern, Pfalztheater Kaiserslautern. 2011 und 2012 als Dramaturg Zusammenarbeit mit Dieter Wedel bei den Zwingerfestspielen Dresden und den Nibelungenfestspielen Worms. 2012 bis 2014 Chefdramaturg am Schlosstheater Celle. Seit 2014 Künstlerischer Leiter am Jungen Theater Göttingen. Patrick Schimanski ist Schlagzeuger, Regisseur und Komponist. Der Meisterschüler von Pierre Favre arbeitet in zahlreichen Projekten mit experimenteller Musik und Texten, komponiert Schauspielmusik und ist als freischaffender Regisseur und musikalischer Leiter für zahlreiche Theaterproduktionen verantwortlich. Er arbeitete als Regisseur und Komponist an zahlreichen Theatern, u.a. in Bielefeld, Heidelberg, Mannheim, Frankfurt, Berlin, Hamburg, Bochum, Essen, Zürich, Wuppertal, Bremen und München. Er inszenierte außerdem im Musiktheater die Uraufführung der Oper 126 „Erwin“, das Naturtalent von Mike Svoboda an der Staatsoper Stuttgart sowie die deutsche Erstaufführung der Oper „Hanjo“ von Toshio Hosokawa an der Bielefelder Oper. Patrick Schimanski ist seit Sommer 2013 festes Mitglied der Gruppe 48nord. André Gilbert Schmucki, 1967 in St. Gallen geboren, besuchte die Schule für Kunst und Mediendesign Zürich und studierte an der Lucerne University of Applied Sciences and Arts (BFA). Er lebt und arbeitet als Visual Artist in Luzern. Herwig Steiner, geboren 1972, Freischaffender Grafikdesigner, Illustrator und Fotografiker. Lebt, kocht und arbeitet in Graz. Norbert Wally, geboren 1970, begann mit 13 Jahren Gitarre zu spielen und wieder zwei Jahre später sang er dann auch dazu. Seit Anfang der 90er ist Norbert Wally Frontmann, Sänger, Gitarrist und Sänger der Band The Base, mit der er bis zum heutigen Tag elf Alben sowie Filmmusik produziert hat (zuletzt „Die Frau mit einem Schuh“, Regie: Michael Glawogger). Konzerte u.a. in London, NYC, Wien (Wiener Burgtheater) und Graz. Mit dem Theater verbindet ihn die langjährige Beziehung zu Gabriela Hiti und zum Theater im Bahnhof in Graz, für das er als Auftrags-und Impromusiker seit 1996 im Einsatz ist, kürzlich in „Lehrerzimmer 8020“ (Theater im Bahnhof, Schauspielhaus Graz), aktuell im Stück „No, Nothing“. Seit Neuestem spielt er auch Synthie und Bass. Norbert Wally lebt und arbeitet in Graz. 127 Danke Ich danke dem Wissenschaftlichen Direktor Dr. Herbert Arlt für seine jahrelange Freundschaft, seine unermüdliche Tatkraft und Unterstützung bei der Herausgabe des Buches „Flüstere mir mein Meer glatt“. Ein herzliches Dankeschön gebührt auch Tobias Sosinka, der meine literarische Arbeit von Beginn an begleitet und gefördert hat; danke für die zahlreichen Gespräche über Theater und Literatur, den inspirierenden Gedankenaustausch und das hervorragende Lektorat. Herwig Steiner danke ich für seine Furchtlosigkeit, seine grenzenlose Freude an der Kunst der Gestaltung und dafür, dass er meine Ideen und Texte mit derartig viel Einfühlungsvermögen, Kreativität und Liebe grafisch umgesetzt hat. Danke, Frank Jacob, Eva Paulin, André Gilbert Schmucki und Hr.wig für die wunderschönen Fotos und Bilder, die sie mir für diesen Band zur Verfügung gestellt haben. Tobias Sosinka, Jean Paul Maes, Eva Paulin, Jürgen Hermes Ehrenmüller, André Gilbert Schmucki, Patrick Schimanski und Herwig Steiner danke ich für die Texte über meine Arbeit, die mich allesamt sehr berührt haben. Zudem danke ich all meinen treuen Weggefährten, die mir stets mit Rat und Tat zur Seite gestanden sind, dafür, dass sie an mich und meine Worte glauben, darunter Walter Weyers, Andreas Menzel, Patrick Schimanski, Peter Horn, Gerhard Jaschke, Per H. Lauke, Gerda Poschmann-Reichenau, Gabriel Thibaudeau, Nico Dietrich, Katharina Leske, Stefanie Jordan, Norbert Wally, Gerhard Fillei und Gabriele Mark. 128 Last but not least möchte ich meiner Familie – Verena Kohlmeier, Anna Maria Kohlmeier, Albert Kohlmeier und meiner Großmutter, der großartigen Theresia Posch – für ihre ungebrochene und aufrichtige Unterstützung und Anteilnahme an meinem Schreiben danken. 129 Inhalt I. Unter dem Vergrößerungsglas Betrachtungen UFER ICH HABE KEIN WALFISCHBLUT GEROCHEN DAS ERSTE MAL DAS MELANCHOLISCHE KIND TAG STAUBLAWINEN NACH MIR WOLKENKRATZER ÜBERSCHWEMMUNGEN WACHEN WENN DAS MEIN MORGEN IST FENSTER SCHLIESSEN – JETZT! GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT EINE ZERRISSENE NACHT GERÜCHE SIND JA MENSCHEN KINDHEITSERINNERUNG EINE UNRUHIGE NACHT DIE NACHT IST WEDER GUT NOCH BÖSE ENDLOSE TAGE ABSCHIED DER PANTHER KÄFIG WER IST SIE? MEIN SCHWARZER MANTEL LOOKED AT ME MORE CLOSELY ODER „ZÄRTLICHE BETRACHTUNG“ 9 11 12 16 17 21 22 24 25 28 30 32 33 36 38 39 41 42 44 48 49 50 51 53 54 57 II. Von der Liebe 61 IRRTÜMER STILLE ZUGENEIGT WITH LOVE ERNST ZEIT KÜSSE. GESTERN. ANGETAN. DAS SCHWEIGEN VOR DER STILLE WIE LANGE BIST DU HER? PHANTOMSCHMERZ DER NICHTSCHWIMMER UND DAS MEER PHANTASIE VIELLEICHT HAST DU RECHT NÄHE WIE DICH ERKLÄREN? NÄHE II IRGENDJEMAND SWEET YOU MEIN GUTENMORGENKUSS KEIN GEDICHT GESTERN PILE YOUR SHISHAS UP INTO THE SKY GHOSTSPEAKER OR ROMEO AND JULIET BITTE: 64 65 66 67 70 71 74 76 77 81 83 84 86 87 91 93 94 95 99 103 105 106 107 111 Nachwort Herbert Arlt Astrid Kohlmeier Weggefährten Danke 113 116 123 128 Die Gedichte Astrid Kohlmeiers überraschen. Sie überlisten sich selbst mit den Volten, die sie schlagen. In den meist beobachtenden Grundton brechen plötzliche Pointen ein, welche die Worte umpflügen von der Unruhe in die Stille, von der Melancholie in die Gelassenheit, manchmal in den Zorn. Von der Volte ist der Weg nicht weit zur Revolte. Doch auch die liegt augenzwinkernd zwischen den verdichteten Zeilen verborgen, aber hellwach und bereit zum Sprung, wie der Panther im gleichnamigen Gedicht. Tobias Sosinka, Regisseur, Dramaturg (Göttingen) Astrid Kohlmeiers Gedichte tun gut. Der tiefsinnige Humor nimmt mit in die lebendigen Wortlandschaften und hinterlässt eine zarte Schwingung. Eva Paulin, Regisseurin, Malerin (Montreal) Astrid Kohlmeiers Poesie ist die Ruhe, die sie oftmals aus den vordergründig gesehenen Alltagen bezieht, die einem doch auf Schritt und Tritt, auf Liebe und Liebe begegnet. Und somit labt diese Dichterin die Seelen sämtlicher Empfänger ihrer Texte. Jean-Paul Maes, Schauspieler, Schriftsteller, Regisseur, Theaterleiter (Luxembourg) INST www.inst.at
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