KAMMER-EXPRESS - Zahnärztekammer Bremen

KAMMER - EXPRESS
M O N AT S B L AT T D E R Z A H N Ä R ZT E K A M M E R B R E M E N
10/2015 – 11/2015
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Buchhaltung
Anja Spannhake
Tel.:0421 33303-20 / E-Mail: [email protected]
Sekretariat
Ina Pischke
Tel.:0421 33303-22 / E-Mail: [email protected]
Geschäftsführung
Jörg Bauer – Hauptgeschäftsführer
Tel.:0421 33303-33 / E-Mail: [email protected]
Rubina Ordemann – Geschäftsführerin Fortbildungsinstut
der Zahnärztekammer Bremen
Tel.: 0421 33303-75 / E-Mail: [email protected]
Praxisführung
Renate Friedrich
Tel.:0421 33303-40 / E-Mail: [email protected]
Mitgliederservice / Weiterbildung
Zdenka Schröder
Tel.: 0421 33303-44 / E-Mail: [email protected]
GOZ / Patientenberatung
Britta Meyer
Tel.: 0421 33303-60 / E-Mail: [email protected]
Ausbildungsplatzberatung
Kerstin Kück
Tel.: 0421 33303-65 / E-Mail: [email protected]
Ausbildung
Jutta Bernet
Tel.:0421 33303-66 / E-Mail: [email protected]
Liebe Kolleginnen
und Kollegen,
viele von Ihnen werden die Sommerpause genutzt haben, um Zeit
mit der Familie zu verbringen, sich zu erholen oder Arbeiten zu
erledigen, die bisher liegen geblieben sind.
Auch in der 2. Jahreshälfte stehen wir vor mannigfaltigen
Herausforderungen.
Fortbildungsinstitut
Sabine Osmers
Tel.: 0421 33303-74 / E-Mail: [email protected]
Nadine Büchtmann
Tel.: 0421 33303-76 / E-Mail: [email protected]
Thorsten Hogrefe
Tel.: 0421 33303-77 / E-Mail: [email protected]
Sandra Kulisch
Tel.: 0421 33303-78 / E-Mail: [email protected]
Impressum
Herausgeber:
Zahnärztekammer Bremen
Universitätsallee 25 · 28359 Bremen
Telefon: 0421 33303-0 · Fax: 0421 33303-23
E-Mail: [email protected] · www.zaek-hb.de
Der Vorstand:
Dr. Wolfgang Menke Dr. Wolf-Peter Behnke Andreas Bösch Dr. Katja Feyer
Tel.: 04 21 449025
Tel.: 0421 601336
Tel.: 0471 77055
Tel.: 0421 321010
Redaktionsleitung, Textchef, Chef vom Dienst,
Bildredaktion, verantwortlich für den Anzeigenteil:
Jörg Bauer
Tel.: 0421 33303-33
Autoren dieser Ausgabe:
Jörg Bauer (jb), Dr. Katja Feyer (kf ), Jutta Bernet (jub), Jutta Krämer (jk)
Britta Meyer (bm), Ina Pischke (ip), Rubina Ordemann (ro),
Dr. Combé (co), Dr. Wibke Schumann (ws),
Gestaltung:
ecce:media GbR, Bremen · Tel.: 0421 2222-492
Fotonachweis: Studio Gielen; Zahnärztekammer Bremen
Titelfoto: dusk – fotolia.de
Druck:
Auf dem Deutschen Zahnärztetag im Oktober wird ein neues Projekt
von BZÄK und KZBV vorgestellt und im Januar 2016 offiziell
gestartet. Es ist das »Berichts- und Lernsystem CIRS-dent (critical
incident reporting System)«, welches jedem von uns ein Forum gibt,
sich anonym über unerwünschte Ereignisse im Praxisalltag
auszutauschen. Ziel des Projektes ist das Lernen aus den eigenen
Erfahrungen über den Austausch mit den Kollegen.
Die BZÄK und die KZBV sind sich einig, dass der Einsatz eines
Berichts- und Lernsystems einen Beitrag zur Patientensicherheit
leisten wird.
Somit wird man den gesetzlichen Vorgaben und Anforderungen an
Mindeststandards für Risiko- und Fehlermeldesysteme genügen.
Am Ende wird es in der Verantwortung jedes Einzelnen von uns
liegen, unerwünschte Ereignisse in seiner Praxis zu kommunizieren,
aus Erfahrungen zu lernen und den fachlichen Austausch mit den
Kollegen zu suchen.
Ihre
Stürken Albrecht GmbH & Co. KG · Konsul-Smidt-Straße 14c
28217 Bremen · Auflage: 800 Stück
Diese Mitgliederinformation enthält amtliche Bekanntmachungen der
Zahnärztekammer Bremen gem. § 8 Abs. 3 der Satzung.
Wenn in Texten des Kammer-Express die weibliche Form nicht der
männlichen Form - oder umgekehrt - beigestellt ist, so ist der Grund
dafür allein die bessere Lesbarkeit. Wo sinnvoll, ist selbstverständlich
immer auch die weiblich bzw. männliche Form gemeint.
Für unverlangt eingesandte Leserbriefe, Manuskripte, Fotos und Zeichnungen übernimmt die Zahnärztekammer Bremen keine Haftung. Die
Redaktion behält sich das Recht vor, Leserbriefe gekürzt aufzunehmen.
Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung der
Zahnärztekammer Bremen mit Quellenangabe.
Dr. Katja Feyer
Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Bremen.
10/2015 – 11/2015
Neuigkeiten und Vorstandsinformationen
Vorstandssitzung vom 01. September 2015
In der ersten Sitzung nach der
Sommerpause traf sich der Vorstand der Zahnärztekammer
unter Leitung seines Präsidenten Herrn Dr. Wolfgang Menke
turnusmäßig im Haus der Zahnärzte, um über folgende Themen
zu beraten und zu entscheiden:
Teilnahmegebühr BuS-Dienst:
Der Vorstand wird der Delegiertenversammlung eine maßvolle
Erhöhung der jährlichen Gebühr
um 12,00 € auf dann 109,00 €
vorschlagen. Hintergrund: Unser Partner, die Zahnärztekammer Westfalen-Lippe, hat wegen
gestiegener Personalkosten den
Kooperationsbeitrag anheben
müssen. Diese Kostensteigerung
geben wir an die Bremer und
Bremerhavener Praxen weiter.
Unserem BuS-Dienst sind fast
100 Prozent der Praxen im Lande
Bremen angeschlossen. Das
Modell in Kooperation mit der
Kammer WL hat sich bewährt.
Die Zahnärztekammer als Arbeitgeber ist verpflichtet, ihren Mitarbeitern in der Verwaltung eine
Möglichkeit zur betrieblichen
Altersversorgung anzubieten.
Da auch die zahnärztliche Praxis
diesen Arbeitgeber­pflichten unterliegt, wird die Kammer für
die Praxismitarbeiterinnen in
Bremen und Bremerhaven jeweils
zentral eine Veranstaltung über
betriebliche Altersversorgung
anbieten.
Der Vorstand wählt den Kammergeschäftsführer Jörg Bauer zum
stellvertretenden Wahlleiter für
die Kammerwahl im Dezember
dieses Jahres. Wahlleiter auch für
diese Wahl ist Jürgen Wayand,
Chef des Statistischen Landesamtes Bremen.
Der Vorstand stellt in einem
konkreten Fall einen groben
Verstoß gegen den § 19 der Berufsordnung fest (»Mitarbeitern
ist eine angemessene Vergütung
zu zahlen«): Eine Entlastungs­
assistentin erhält einen Stundenlohn von 5,00 €. Der Vorstand
beschließt gegenüber dem Kollegen eine Sanktion verbunden mit
der Auflage, das Gehalt unverzüglich anzupassen.
Mit dem Festlegen der Termine
für die Vorstandssitzungen im
Jahr 2016 sowie seinem Bericht über
Bundesangelegenheiten beschließt
Dr. Menke die Sitzung. (jb)
Aufruf zum Einreichen von Wahlvorschlägen
Im Dezember dieses Jahres läuft
die vierjährige Wahlperiode der
Delegiertenversammlung der
Zahnärztekammer Bremen aus.
Im Kammer-Express 08-09/2015
hat der Vorstand mitgeteilt, dass
er den Wahltag auf den 09.12.2015
festgelegt hat.
Als Wahlleiter hat der Vorstand
Jürgen Wayand, Leiter des Statistischen Landesamtes Bremen
Postanschrift:
Zahnärztekammer Bremen
Universitätsallee 25, 28359 Bremen,
als seinen Stellvertreter Jörg
Bauer, Hauptgeschäftsführer der
Zahnärzte­kammer Bremen, als
Beisitzer für den Wahlausschuss
die Kolleginnen bzw. die Kollegen
Dr. Dr. Eva Maria Gropp
Dr. Jörg Wollschläger
Dr. René Ciellas
Herrn Jörn Bethmann
und als stellvertretende Beisitzer
Terminankündigung
Delegiertenversammlung
die Kollegen
Dr. Heinz Jungholt
Dr. Detlef Frieg
Dr. Gunnar Hoops
Dr. Gunther Heinze
bestellt.
In das Wählerverzeichnis werden
die wahlberechtigten Mitglieder der
Zahnärztekammer von Amts wegen
aufgenommen. Und zwar mit ihrer
Wohnungsanschrift.
Das Wählerverzeichnis liegt vom
29.Oktober bis 05. November 2015
für die Stadt Bremen in der Geschäftsstelle der Zahnärztekammer,
Universitätsallee 25, 28359 Bremen,
und zwar montags bis donnerstags
in der Zeit von 9 – 16 Uhr; freitags
in der Zeit von 9 – 12 Uhr; für die
Stadt Bremerhaven in der Praxis
Andreas Bösch, Lindenallee 63,
27572 Bremerhaven und zwar von
Montag bis Freitag, jeweils von
9 – 11 Uhr, öffentlich zur Einsicht
für die Kammerangehörigen aus.
Die Wahl findet nach den Grundsätzen der Verhältniswahl mit
getrennten Wahlvorschlägen für
die Wahlbereiche Bremen und
Bremerhaven statt. Wenn für den
Wahlbereich nur ein Wahlvorschlag
vorliegt, erfolgt statt der Verhältniswahl eine Mehrheitswahl unter den
Bewerbern. Wahlvorschläge können
als Listenwahlvorschläge mit fester
Reihenfolge der Bewerber oder als
Einzelwahlvorschläge eingereicht
werden. Die genaue Zahl der Delegierten aus den beiden Wahlbereichen stellt der Wahlleiter beim
Abschluss des Wählerverzeichnisses
fest. Die Delegiertensitze werden
auf die einzelnen Wahlvorschläge
im Verhältnis der auf sie entfallenden Stimmen verteilt (näheres vgl.
§ 23 der Wahlordnung).
Wahlvorschläge müssen beim
Wahlleiter schriftlich spätestens
Leitsätze zur zahnärztlichen Fortbildung
der BZÄK
Die nächste Delegiertenversammlung der Zahnärztekammer findet Die Leitsätze zur zahnärztlistatt am
chen Fortbildung der BZÄK, der
DGZMK und der KZBV sind
aktualisiert (Stand 20. Juni
Mittwoch, den 02. Dezember 2015 um 19.00 Uhr
2015). Die Leitsätze sind um den
im ›Haus der Zahnärzte‹, Universitätsallee 25, 28359 Bremen, Sitzungs- Aspekt »Interessenkonflikte«
zimmer 2. OG . Sie ist für alle Kammerangehörigen öffentlich, soweit sowie um einen neuen Passus
nicht die Delegiertenversammlung etwas anderes beschließt.
zu »ethischen Grundsätzen
10/2015 – 11/2015
bis Montag, 26.10.2015, 18 Uhr,
eingereicht werden. Formblätter
für Wahlvorschläge und Zustimmungserklärungen können bei
der Zahnärztekammer (E-Mail:
[email protected] oder Telefon unter
0421 33303-40) angefordert werden.
Die Wahl wird als Briefwahl
durchgeführt. Jedem Wahlberechtigten werden spätestens bis zum
29. November 2015 die Briefwahlunterlagen zugesandt. Bei der Verhältniswahl hat jeder Wahlberechtigte
eine Stimme, bei Mehrheitswahl
so viele Stimmen wie Delegierte
im Wahlbereich zu wählen sind.
Der Wahlbrief muss an den Wahlleiter bis spätestens Mittwoch,
09.Dezember 2015, 18 Uhr, zurückgesandt werden.
Weitere Informationen zur
Wahl erhalten Sie durch den
Kammer-Express sowie durch
Mitteilungen des Wahlleiters. (jb)
in der Fortbildung« ergänzt,
nachzulesen auf der Website
des Fortbildungsinstituts derZahnärztekammer Bremen
(www.fizaek-hb.de unter »zu
jeder Zeit«) (ro).
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4
Zahnärztliche Berufsausübung und Recht
Bericht der Bundesregierung zu den Auswirkungen der
Neustrukturierung und -bewertung der Leistungen
der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ)
Errechnet wurde ein Anstieg des
Honorarvolumens (inklusive Material- und Laborkosten von 5,2 Prozent) in 2012 von 9,4 auf 9,9 Mrd.
Euro, bzw. von 5,5 auf 6 Mrd.
Euro (ohne Material- und Laborkosten 9,2 Prozent). Zahlen dieser Größenordnung fi nden sich
auch in den Publikationen der
Kostenerstatter.
2011, im Zuge der punktuellen
Überarbeitung der GOZ , machte
der Bundesrat seine Zustimmung
zum Entwurf der Bundesregierung von der Anfügung des
neuen § 12 GOZ abhängig. Mit
dieser neuen Regelung wurde
die Bundesregierung verpfl ichtet, die Auswirkungen der GOZ
2012 zu prüfen: »Die Bundesregierung prüft die Auswirkungen der Neustrukturierung und
-bewertung der Leistungen der
Gebührenordnung für Zahnärzte.
Sie berichtet dem Bundesrat bis
spätestens Mitte des Jahres 2015
über das Ergebnis der Prüfung
und die tragenden Gründe.«
Der Bericht der Bundesregierung, veröffentlicht als Bundesrats-Drucksache unter der Drucksachen-Nr. 387/15, liegt nun vor.
Neben der Darstellung des Berichtsauftrages werden die fi nanziellen Auswirkungen der Novellierung berechnet, auf verschiedene
Effekte rückgeführt und interpretiert. Darüber hinaus wird der
Wunsch geäußert, die Entwicklung
der GOZ dauerhaft zu beobachten.
Die Bundesregierung weist darauf
hin, dass Ausgabenveränderungen
für privatärztliche Leistungen oft
nicht allein aus einer Änderung
der Gebührenordnung, sondern
aus einem komplexen Zusammenspiel ganz unterschiedlicher
Faktoren und Gegebenheiten resultieren. Insgesamt sieht die
Bundesregierung:
keinen akuten Handlungsbedarf,
eine Überschreitung der prognostizierten Kostensteigerung
von 6 auf 9,2 Prozent,
eine erfreuliche Nachfragesteigerung nach prophylaktischen
Leistungen,
einen erheblichen Rückgang analog abgerechneter
Leistungen,
die Notwendigkeit einer
dauerhaften Beobachtung des
Leistungsgeschehens nach der
GOZ .
Auch die Vergütung zahnärztlicher
Leistungen muss sich an der Kostenentwicklung orientieren. Der
Bericht der Bundesregierung zieht
folgende Bilanz zu den finanziellen
Auswirkungen der neuen GOZ:
Die PKV trägt mit 225 Mio. Euro
einen Teil der veränderten Honorare. 190 Mio. Euro werden
über Zuzahlungen der privaten
Haushalte getragen. Im Bereich
der Mehrkostenvereinbarungen
bei GKV Versicherten wird ein
Zuwachs von 7,7 Prozent gesehen
(ohne PZR , Implantologie und unter Berücksichtigung eines deutlichen Mengenrückgangs). Die
Bundesregierung macht jedoch
deutlich, dass Ausgabenveränderungen nicht allein aus einer Änderung der Gebührenordnung,
sondern aus einem komplexen
Zusammenspiel unterschiedlicher
Faktoren resultieren. Die Honorarveränderungen werden, z. T.
unvollständig, auf einen Preis-,
Menge-, und Struktureffekt zurückbezogen: Beim Preiseffekt
wurden lediglich bei den direkt
vergleichbaren umsatzstärksten Leistungen die Steigerungssätze verglichen. Hinsichtlich
des Mengeneffekts wird auf den
Rückgang bei Zahnersatz und die
stärkere Nutzung der Prävention
hingewiesen.
Hinsichtlich des Struktureffekts
wird insbesondere der Rückgang
analoger Leistungen erwähnt.
Bewertung der
Bundeszahnärztekammer
Die Berücksichtigung sachfremder und nicht mit § 15 Gesetz über
die Ausübung der Zahnheilkunde
im Einklang stehender Beweggründe hat dazu geführt, dass die
Zahnärzteschaft bei der Vergütung
privatzahnärztlicher Leistungen
seit Jahren von der wirtschaft lichen Entwicklung abgeschnitten
war. Daran korrigiert der ausgewiesene Honorarzuwachs bei Privatleistungen um 9,2 Prozent nichts.
Hauptproblem der Novellierung
im Jahr 2012 war und ist, dass der
GOZ -Punktwert nicht an die Kostenentwicklung angepasst wurde.
Der Punktwert hat die Funktion,
den Wert der Punktzahlen im
Preisgefüge anderer Dienstleistungen – ausgehend von der wirtschaft lichen Entwicklung – zu
bestimmen.
Mit einer Verpflichtung zur regelmäßigen Überprüfung und Anpassung der zahnärztlichen Vergütung
kann es gelingen, dass der Punktwert die ihm zugewiesene Funktion erfüllt. Von daher begrüßt die
BZÄK auch eine Verbesserung der
Datengrundlagen zur weiteren Beobachtung der GOZ , jedoch kann
eine Bewertung dieses Vorhabens
ohne genauere Informationen zu
den damit verfolgten Zielen nicht
erfolgen. Aufgrund der damaligen
Zielsetzung hatte sich die BZÄK
im Novellierungsprozess gegen
§ 12 der GOZ ausgesprochen: Der
Bundesrat verknüpfte die Evaluation seinerseits mit der Überlegung, die Ergebnisse zum Anlass
zu nehmen, ggf. höhere Zuwächse
unreflektiert wieder abzuschneiden. Der jetzt vorliegende Bericht
trennt zutreffend zwischen den Folgen der GOZ -Novelle und sonstigen Faktoren.
Die BZÄK wird daher auch weiterhin durch aktive Beteiligung
die zwingend erforderliche regelmäßigere Anpassung der GOZ
begleiten.
Abdruck mit freundlicher Genehmigung
der BZÄK
10/2015 – 11/2015
Neuigkeiten und Vorstandsinformationen
40 Jahre Zahnarzt!
Jubiläumsfeier im Rahmen der Sail
Am 12. Mai 1975 wurde Dr. med.
dent. Bernhard Buchwald kassenzahnärztlich zugelassen – und feierte dieses Jahr sein 40-jähriges
Berufsjubiläum. Zu Recht würdigte Jörg Bauer, Hauptgeschäft sführer der Kammer, in seiner Laudatio deswegen den Bremerhavener
Zahnarzt als »ein Urgestein der
Zahnärzteschaft im Lande Bremen«. Und der Jubilar ließ es sich
nicht nehmen, diese 4 Jahrzehnte
gebührend zu feiern: Während der
Sail Bremerhaven ließ es Buchwald
zusammen mit 200 Gästen auf der
3-Mast-Bark Statsraad Lehmkuhl
»so richtig krachen«. Bei Musik
und gutem Essen sinnierte Buchwald über seinen Beruf, »der ihm
immer Berufung war und nie bloßer Erwerbszweck«. Vielleicht ist
das auch einer der Erfolgsfaktoren
des mittlerweile 66-jährigen, der
zusammen mit vier weiteren Zahnärzten und über 60 Mitarbeitern
eine der größten Praxen im Lande
Bremen unterhält.
In seiner Rede hob Bauer hervor,
dass bei der Patientenberatungsstelle der Zahnärztekammer keine
Patientenbeschwerden über die
Praxis vorliegen; eine Tatsache,
die viel über die Zufriedenheit der
Patienten mit der Buchwald´schen
Praxis aussagt. Genauso wichtig ist
der Kammer jedoch die sehr gute
Ausbildungsleistung der Praxis:
Jedes Jahr stellt Buchwald mindestens 2 ZFA-Auszubildende ein –
und nimmt darüber hinaus auch
noch »den einen oder anderen
Problemfall auf, der in einer anderen Praxis nicht zurecht kommt«.
Dieses 40-jährige Engagement
im Beruf würdigte die Kammer
mit einer Urkunde. »Lieber Herr
Dr. Buchwald«, so Bauer zum
Schluss, »hängen Sie bitte noch
ein paar Jahre dran! Zur Freude
Ihrer Patienten, zur Freude Ihrer
Mitarbeiter – und auch zur Freude
Ihrer Kammer!« (jb)
Urkunde für Dr. med. dent. Bernhard Buchwald
JAH RE
URKUNDE
Dr. med. dent. Bernhard
Die Zahnärztekammer Bremen
Herrn Dr. med. dent. Bernhard
Buchwald
gratulier t
Buchwald, geb. am 22.12.194
8,
ganz herzlich zu seinem 40-jährig
en Berufsjubiläum.
In den vier Jahrzehnten seiner
zahnärztlichen Tätigkeit
standen für ihn das Wohl und
die Gesundheit seiner Patienten
stets im Mittelpunkt seines
Handelns.
Dafür danken wir ihm sehr.
Bremerhaven, den 15. August
Dr. Wolfgang Menke
Präsident
Feierlicher Rahmen
10/2015 – 11/2015
Immer für seine Patienten da!
2015
Jörg Bauer, M.A.
Hauptgeschäf tsführer
5
6
Ausbildung
ZFAs werden eingeschult
Pünktlich um 10.00 Uhr versam- Lehrkräfte in der Aula des Schul- Die Schüler hatten Gelegenheit, Sie teilte die Einschulungsmappen
melten sich am 3. September 2015 zentraums Walle in Bremen. Eine sich kennenzulernen. Kammermit- aus und beantwortete Fragen der
die zukünft igen ZFA s und die gewisse Vorfreude lag in der Luft . arbeiterin Jutta Bernet war vor Ort. Auszubildenden.
Besonderer Dank!
Bei der Auflistung der Ausbilder im Kammer-Express 08-09/2015 haben
wir die Praxis Dr. Wolfgang Haase nicht erwähnt. Dabei engagiert
sich diese Praxis schon seit Jahren tatkräftig in der ZFA-Ausbildung.
Die Zahnärztekammer Bremen dankt der
Praxis Dr. Wolfgang Haase ganz herzlich!
ZFA-Winter-Prüfungstermine stehen fest
BREMEN
Schriftliche Abschlussprüfung
Behandlungsassistenz
Montag, 21. Dezember 2015
um 08:00 Uhr
Praxisorganisation/ -verwaltung
Dienstag, 22. Dezember 2015
um 08:00 Uhr
Wirtschafts- und Sozialkunde
Montag, 21. Dezember 2015
um 11:30 Uhr
Abrechnungswesen
Dienstag, 22. Dezember 2015
um 09:30 Uhr
Ort:
Schulzentrum des Sekundarbereichs
II Walle, Am Wandrahm 23,
28195 Bremen
Praktische Abschlussprüfung
Donnerstag, 7. Januar 2016
Freitag, 8. Januar 2016
Mündliche Prüfung
Mittwoch, 27. Januar 2016
BREMERHAVEN
Schriftliche Abschlussprüfung
Dienstag, 8. Dezember 2015 und
Mittwoch, 9. Dezember 2015
Ort:
Berufliche Schule für Dienstleistung
und Gewerbe,
Georg-Büchner-Str. 13,
27574 Bremerhaven
Praktische Abschlussprüfung
Mittwoch, 13. Januar 2016
Freitag, 15. Januar 2016
Mündliche Prüfung
Mittwoch, 27. Januar 2016
Die Prüfungsorte und die genauen Prüfungszeiten gibt Ihnen die Kammer rechtzeitig bekannt.
Bis zum . November 2015 (Datum Poststempel) müssen die Anmeldungen zur Prüfung mit allen im Anmeldeformular aufgeführten Anlagen
bei der Zahnärztekammer Bremen, Universitätsallee 25, 28359 Bremen, eingegangen sein. Anmeldeformulare sendet Ihnen die Kammer Anfang
Oktober 2015 zu.
Info für Vorzieher: Bitte fordern Sie bei Jutta Bernet (0421 33303-66) die erforderlichen Unterlagen an. (jub)
10/2015 – 11/2015
Teambildung
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Vergessen Sie die Quereinsteiger nicht!
10/2015 – 11/2015
Ausbildungsplatz suchen.
Zahnärzten, die bereits im SocialMedia-Marketing aktiv sind und
zum Beispiel eine Praxis-Fanpage
bei Facebook betreiben, steht ein
modernes und effektives Instrument zur Verfügung, um das
Interesse von potenziellen Auszubildenden zu wecken. Ob mit
Fotos und einem ansprechenden
Text, oder mit einem originellen
Video – über die »Fans« erreicht
der Betreiber der Seite nicht nur
eine breite Streuung seiner Botschaft , sondern tut auch etwas für
die Außendarstellung als Praxis
am Puls der Zeit.
Die Erwartungen deutlich
formulieren
Wichtig bei der Suche nach Auszubildenden, die später eine zuverlässige Unterstützung im Praxisbetrieb werden sollen, ist, dass
der Chef sich der eigenen Ziele
bewusst ist. Legt ein Zahnarzt
beispielsweise gesteigerten Wert
auf Freundlichkeit, Professionalität im Umgang mit den Patienten
und Übersicht an der Anmeldung,
kann es durchaus sinnvoll sein,
eine Auszubildende zu wählen, die
bereits Erfahrungen im Hotelfach
gesammelt hat.
Vorhandene Mitarbeiter
einbeziehen
Als teambildende Maßnahme
kann es übrigens auch von Nutzen
sein, das Personal in die Suche
nach Auszubildenden einzubeziehen. Hat sich der Ausbilder
schließlich für eine bestimmte
Bewerberin entschieden, ist es sehr
hilfreich, der Auszubildenden eine
Tutorin zur Seite zu stellen, die
jederzeit ansprechbar ist. Im täglichen Umgang mit den meist sehr
jungen, neuen Mitarbeiterinnen
ist Fingerspitzengefühl gefragt.
Das heißt, der Chef muss der Auszubildenden ein gewisses Maß an
Verantwortung übertragen, damit sie sich gebraucht und ernst
genommen fühlt. Insbesondere
muss dieser ihr genügend Möglichkeiten einräumen, Feedback
zu geben – zum Beispiel im Rahmen von regelmäßigen Mitarbeiterund Teamgesprächen.
Motivation ist ein zentrales Thema
beim Umgang mit Auszubildenden. In diesem Punkt sind der
Kreativität des Praxischefs oder
der Praxischefi n keine Grenzen
gesetzt. Es geht darum, Zukunft sperspektiven aufzuzeigen,
zum Beispiel in Form von Fortbildungen, einer leistungs- und
markt-gerechten Entlohnung oder
einer Betriebsrente. Motivierte
Auszubildende werden zu loyalen
und engagierten Mitarbeitern –
wovon letztendlich der Zahnarzt
profitiert.
Dipl.-Kfm. Christian Henrici
Praxisberater, Coach und Publizist
[email protected]
Text: mit freundlicher Genehmigung
der zm vom 01.07.2015
© Kzeno – fotolia.com
angehende »Kommunikationsdesigner« oder »Gestalterin für
visuelles Marketing« bezeichnen.
Langfristig sind der Gesetzgeber
und die Verbände gefordert, das
abwechslungsreiche Berufsbild
der ZFA auch in der öffentlichen
Wahrnehmung wieder richtigzustellen. Jeder Praxischef kann
jedoch auch selbst einen Beitrag
dazu leisten, sich als Ausbilder
Wenn es um das Thema Auszubil- interessant zu machen – und
dende geht, reichen die Reaktionen so aussichtsreiche Kandidaten
der Praxisbetreiber von entnerv- ansprechen.
tem Abwinken bis zum kollektiven Klagelied über die mangelnde Nicht nur über Stellenanzeigen
Qualifi kation beziehungsweise suchen
begrenzte Auswahl an geeigne- Der erste Gedanke bei der Suche
ten Kandidatinnen. Es scheint, nach einer geeigneten Auszubilals sei der Arbeitsplatz zwischen denden führt immer noch häufig
Behandlungsstuhl, Terminplaner zur klassischen Stellenanzeige in
und Wartezimmer nicht mehr einer regionalen oder überregionaganz so attraktiv. Demgegenüber len Tageszeitung. Ein Praxischef,
steht eine hohe Nachfrage nach der besondere Ansprüche, eine
belastbaren und kompetenten eigene Philosophie oder konkrete
Auszubildenden, die den Zahnarzt Ziele hat, sollte diese Informatiospäter bei seinen ständig wachsen- nen im Anzeigentext implemenden Aufgaben, zum Beispiel im tieren – genauso wie die Gründe
Bereich Hygiene und Dokumen- dafür, warum der angebotene
tation, unterstützen.
Ausbildungsplatz für engagierte
Bewerber besonders attraktiv
Zuerst das eigene Profi l schärfen ist. Das können etwa besondere
Wahr ist, dass der Praxischef bis- Fortbildungsmöglichkeiten oder
weilen nicht mehr die Wahl aus Belohnungssysteme sein.
einer Vielzahl von Bewerbern Eine Möglichkeit, die von
hat. Doch genau darin liegt auch Zahnärzten oft stiefmütterlich
eine Chance – denn in erster Li- behandelt wird, ist der Blick in
nie muss der Chef genau wissen, die Stellengesuche. Wird eine
welche Auszubildenden er sich Schulabgängerin selbst aktiv, um
wünscht. Neben der Tatsache, einen Ausbildungsplatz zu fi nden,
dass der demografische Wan- der zu ihren individuellen Qualidel aufgrund sinkender Gebur- täten passt, ist die Wahrscheintenraten Wirkung zeigt, leidet lichkeit hoch, dass sie sich auch
das Berufsbild der ZFA auch an im Arbeitsalltag in der Praxis
Imageproblemen. Die sogenannte selbstständig und aus eigener
Generation Y legt großen Wert Initiative einbringt. Zum Beiauf eine positive Work-Life-Ba- spiel sollte man auch die eigenen
lance. Eine Tätigkeit mit langen Mitarbeiter oder Kollegen als InArbeitszeiten bei vergleichsweise formationsquelle nutzen. Nicht
geringen Verdienstmöglichkeiten selten hat ein befreundeter Zahnwirkt in diesem Zusammenhang arzt, der keinen Ausbildungsplatz
nicht verlockend. Die Berufsbe- bieten kann, vielversprechende
zeichnung »Zahnmedizinische Initiativbewerbungen in der
Fachangestellte« hat außerdem Schreibtischschublade oder
eine formelle, leicht angestaubte die ZFAs in der Praxis
Klangfarbe – insbesondere wenn verfügen über Bekannte
sich die Freunde in der Clique als und Freunde, die einen
Wie gelingt es Zahnärzten, ein
Team aus motivierten, loyalen
Mitarbeitern zu formen, die die
angestrebte Praxisphilosophie
verinnerlichen und leben?
Eine naheliegende Möglichkeit:
dieses Personal selbst ausbilden –
über die bewährten und neuen
Wege bei der Suche nach der
richtigen ZFA .
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Aus der Zahnärzteschaft Bremen
Zahnärzte ohne Grenzen in Namibia
Dr. med. dent. Wibke Schumann und Daniela Beil berichten über ihren Einsatz, Erfahrungen und Eindrücke
ANREISE IN WINDHOEK & GROOTFONTEIN
»Es gibt nichts Gutes, außer man tut es«, lautet einer der viel zitierten
Aussagen von Erich Kästner. Und genau mit diesem Leitsatz haben wir
die Reise angetreten: Von Bremen nach Namibia für die Organisation
»Dentists without Limits Foundation«, zu deutsch: Zahnärzte ohne
Grenzen.
Am 13.06.2015 reisten wir an – unser Ausgangsziel war Windhoek.
Schon am nächsten Tag bezogen wir nach einer Fahrt das Quartier im
›Basislager‹ in Grootfontein bei Max und Irmgard Beyer.
Am darauffolgenden Tag fand unsere erste Orientierung im staatlichen
Krankenhaus und im Township statt.
Dies war unser erster direkter Kontakt mit dem namibischen Gesundheitssystem. Es ist für afrikanische Verhältnisse relativ gut ausgebaut.
So verfügt fast jedes größere Dorf über ein eigenes Krankenhaus, in
dem allerdings meist nur eine engagierte Krankenschwester tätig ist.
Die Schwestern sind oft wahre Allroundtalente, da sie alle Arten von
medizinischen Angelegenheiten - ob Bruch oder Geburt – erstversorgen.
Eine Behandlung ist meist bereits für wenige namibische Dollar möglich.
Für die Gewährleistung der medizinischen Versorgung der Bewohner
weiter abgelegener Dörfer gibt es Busverbindungen.
KINDERGARTEN & GRUNDSCHULE IM
TOWNSHIP IN OMULUNGA
Vom 16.06.2015 bis 18.06.2015 waren unser Einsatzgebiet die Grundschule und der Buschmann-Kindergarten im Township Omulunga.
Dort wurden Schulzimmer und andere Räumlichkeiten für den Einsatz zur Verfügung gestellt. Der Satz in der Afrikaans-Landessprache
›Maak up!‹ (Mach den Mund auf!) musste aufgrund der Tapferkeit der
Kinder gar nicht so oft gesagt werden. Auch wenn wir die eine oder
andere Hand gedrückt haben: Für viele Kinder war der Besuch der
deutschen Zahnärzte ohne Grenzen ein tolles Erlebnis. Geschenkte
Zahnbürsten und Tuschfarben sorgten für helle Freude und ließen
jeden kleinen Schmerz schnell vergessen.
MANGETTI DUNE – ARBEITEN IM OUTREACH
In der 2. Arbeitswoche arbeiteten wir im Buschmannsland. Auf dem
Weg nach Nord-Osten kamen wir am 22.06.15 in Mangetti Dune an.
Hier ist seit 25 Jahren die Schweizer Ärztin Dr. Bossard tätig. Aufgrund
von Kommunikationsproblemen wusste diese leider nichts von unserer
Ankunft – jedoch wurden im Laufe des Tages schnell Behandlungszimmer improvisiert und Patienten informiert. Das Auf- und Abbauen
der Geräte nahm täglich viel Zeit in Anspruch. Auch wenn wir mit
möglichst leichtem und reduziertem Gepäck reisten, und wir nur eine
Behandlungseinheit aufbauten. Mein Behandlungsplatz bestand nur
aus einem einfachen Stuhl oder einer Liege.
10/2015 – 11/2015
Aus der Zahnärzteschaft Bremen
»Es war ein wunderbarer Einsatz in einem aufregenden Land.
Wir wurden herzlich aufgenommen und haben viele tolle
Erfahrungen gemacht, die uns nachhaltig prägen werden.«
Dr. med. dent. Wibke Schumann
HAND IN HAND FOR CHILDREN
Immer tiefer ging es in den Busch: Am 24.06.2015 besuchten wir das Dorf
Tsumkwe, wo wir im »Hands in Hand for Children« Hospital gearbeitet
haben. Besonders in Erinnerung bleibt uns die Freude des an TB erkrankten
Jungen über die mitgebrachten Geschenke, unter anderem die erste eigene
Zahnbürste. In diesen Momenten haben wir uns sehr darüber gefreut, dass
wir etwas verändern können und haben gleichzeitig die Strapazen der Reise
vergessen. Denn: Zahnärzte sind in dieser ländlichen Gegend sehr rar. Als
freiwillige Helfer haben wir viel erlebt und gesehen.
10/2015 – 11/2015
9
Namibia
LETZTE TAGE
Einen weiteren Tag unseres Einsatz im Outreach verbrachten wir im Dorf
Gam nahe der Botswanischen Grenze.
Hier haben wir vor allem erwachsene Patienten vom Stamm der Herero
behandelt. Erst der Einbruch der Nacht hat diesen Einsatz im Outreach
unterbrochen. Parallel bereiteten wir unsere Rückreise nach Deutschland
vor, zum Beispiel durch die Sterilisation und Katalogisierung der Ausrüstung für die Nachfolger sowie durch Aufräumarbeiten.
10
Zahnärztliche Berufsausübung und Recht
Patientenberatung
In der Patientenberatung kommt es vermehrt zu Anfragen im Bereich
der Behandlungsaufk lärung. Hauptsächlich betriff dies eine anstehende Versorgung mit Zahnersatz. Viele Patienten berichten, dass
sie mit mehreren Varianten aus dem Beratungsgespräch ›entlassen‹
werden. Damit fühlen sie sich überfordert und können nur schwer
eine Entscheidung treffen.
Oft sind ihnen die Unterschiede
der einzelnen Versorgungen sowie
die Vorzüge und Kosten einer höherwertigen Zahnersatzversorgung
nicht deutlich geworden. Einige
Patienten berichten, dass sich eine
Terminvereinbarung zu einem weiteren Beratungsgespräch als schwierig darstelle.
»Zugegeben, durch die Fülle der
Möglichkeiten und der umfassenden Aufk lärungspfl icht sind
Therapieplanungen und Beratungsgespräche sehr zeitintensiv,
aber ein Patient, der versteht und
sich verstanden fühlt, triff seine
Entscheidung eher und ohne Zweitmeinung«, so Britta Meyer, Patientenberaterin der Zahnärztekammer
Bremen.
Britta Meyer, Patientenberaterin
der Zahnärztekammer Bremen.
beraten · bewerten · begleiten
Was ist Ihre Praxis wert?
Sie wollen Ihre Praxis oder
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Als neutrale Sachverständige unterstützen wir Sie dabei, eine passende
Antwort auf die Frage nach dem aktuellen Marktwert zu erhalten.
In unseren Praxiswertgutachten ermitteln wir marktgerechte Praxiswerte. Der Gesamtwert einer Praxis setzt sich dabei aus einem materiellen und
einem ideellen Wert zusammen.
Gerne informieren wir Sie darüber in einem unverbindlichen Erstgespräch.
Zahnärztekammer Bremen,
Universitätsallee 25, 28359 Bremen
Ina Pischke
Tel.: 0421/ 33303-22
Fax: 0421/ 33303-23 E-Mail: [email protected]
10/2015 – 11/2015
Frage:
11
go! z Fach 24
GOZ-Anfragen aus den Praxen und Antworten der Zahnärztekammer
Wie berechnen wir das Wiedereingliedern einer Einlagefüllung,
einer Teilkrone, eines Veneers oder einer Krone?
Antwort:
Mit der Nr. 2310 GOZ wird das Wiedereingliedern einer indirekt hergestellten endgültigen Rekonstruktion am
Einzelzahn berechnet.
Das Wiedereingliedern eines Stiftaufbaus oder einer Wurzelstiftkappe ist nicht Bestandteil der Nr. 2310 GOZ und
muss analog nach § 6 Abs. 1 GOZ berechnet werden. Auch das Wiedereinsetzen von alio loco angefertigten provisorischen Kronen, provisorischen Stiftkronen oder Einlagefüllungen wird nach § 6 Abs. 1 GOZ berechnet.
Das temporäre Wiederbefestigen einer definitiven Krone, zum Beispiel im Notdienst oder während einer endodontischen Behandlung, muss analog nach § 6 Abs. 1 GOZ berechnet werden.
Maßnahmen zum Wiederherstellen der Versorgung (einschließlich Wiedereingliedern) werden nach Nr. 2320 GOZ
berechnet.
Vorbereitende konservierende Behandlungsmaßnahmen am Zahn sind gesondert berechnungsfähig. Das nicht
adhäsive Befestigen beziehungsweise Zementieren ist mit der Gebühr abgegolten. Für das adhäsive Befestigen wird
zusätzlich die Nr. 2197 GOZ in Ansatz gebracht.
Das Wiedereingliedern einer Krone auf einem Implantat im Rahmen des Auswechselns eines Implantataufbauteils
als Reparaturfall kann ebenfalls nach dieser Nummer berechnet werden. Auch das Wiederbefestigen einer Krone
auf Grund einer gelockerten Verschraubung ist Bestandteil der Nr. 2310 GOZ .
Ein weiterer Anwendungsbereich der Nr. 2310 GOZ ist das Wiederherstellen von Verblendungen / Verblendschalen
an herausnehmbarem Zahnersatz. Die erforderlichen Laborkosten können gesondert berechnet werden.
Die Nr. 2310 GOZ wird je Zahn beziehungsweise je Verblendung / Verblendschale berechnet. Bei Teleskop- und
Konuskronen kann die Nr. 2310 GOZ auch zweimal anfallen, wenn die Primärkrone wieder eingegliedert wird und
zeitgleich an dem Sekundärteleskop eine Verblendung / Verblendschale wiederhergestellt wird. (bm)
✁
10/2015 – 11/2015
Frage:Wie berechnen wir das Wiedereingliedern einer Einlagefüllung,
einer Teilkrone, eines Veneers oder einer Krone?
Das Reinigen, Desinfizieren und Trockenlegen von Zahn und Einlagefüllung, Veneer oder Krone ist Bestandteil der Leistung genau wie das Entfernen aller Zement- und Kleberüberschüsse inklusive einer einfachen
Okklusionskontrolle.
12
Fortbildung
Die ZE-Beraterin
Das kompetente Zusammenspiel im zahnärztlichen Beraterteam
Kurs-Nr. Alle individuellen, d. h. patientenbezogenen Sachver- adäquat einzugehen, erleichtern allen Beteiligten die
15234
SONDERKURS: Frau Wuttig kommt nach Bremen!
Auf vielfachen Wunsch unserer Teilnehmer
Kurs-Nr.
15239
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08.30 – 15.30 Uhr
Ort: FIZ-Bremen
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Schienentherapien, CMD-Leistungen und die Funktionsund Strukturanalyse
perfekt abrechnen.
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Abrechnungstipps
erfahren Sie, wie
Sie die Diagnostik
so aufbauen, dass sie
auch zeitlich sehr attraktiv wird. Sylvia Wuttig weiht
Sie in das Geheimnis einer schnellen und effektiven
Dokumentation der Diagnostik ein, die nach dem
Patientenrechtegesetz juristisch gefordert ist. Ergänzt
wird dieses Thema durch mehrere Beispiele aus der
praktischen Tätigkeit.
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WIEDER IN BREMEN: Die Königin der Körpersprache
Körpersprache – der Königsweg der Kommunikation
Kurs-Nr. Unzählige wissenschaftliche Studien belegen, dass
15220
die nonverbale Kommunikation über 93 % der Wahrnehmung ausmacht! Diese Erkenntnis setzen Sie beFreitag, 20.11.2015 wusst in Ihrer Praxis ein, um den Patienten für sich
14.00 – 20.00 Uhr zu gewinnen.
Ort: FIZ-Buschhöhe
Gebühr: EUR 378,– Durch die Sensibilisierung auf Ihre eigene KörperspraEUR 302,– (ZFA) che achten Sie auch mehr auf die Ihres Gegenübers.
Bewirtung inbegriffen Ein unbezahlbarer Vorteil, wenn Sie während eines GePunkte: 6 sprächs erkennen können, ob Ihr Patient Ihre Aussage
nur verbal bejaht oder diese tatsächlich angenommen
hat. Es gibt keinen Verkauf – nur Beziehungen – das
Motto Ihrer Etikette-Trainerin Betül Hanisch.
© beawolf – fotolia.com
© Schulz-Design – fotolia.com
halte müssen vom Zahnarzt erörtert werden. Auch die Behandlung und sind die Voraussetzung für die spätere
wirtschaftliche Informationspflicht ist nicht delegierbar Patienten- und Behandler-Zufriedenheit.
Freitag, 16.10.2015 und obliegt dem Zahnarzt. Sie hat schriftlich zu erfol14.00 – 20.00 Uhr gen. Die Behandlerseite bleibt Behandlerseite.
Delegation optimal genutzt:
Ort: FIZ-Bremen
Die ZE-Beraterin ist oft ›viel näher dran am PatienGebühr: EUR 252,– (ZÄ) Es gibt jedoch die Möglichkeit, Teilbereiche der Be- ten‹. Sie bildet die Schnittstelle zwischen Patient
EUR 207,– (ZFA) ratung für Zahnersatz zu delegieren. Die Fähigkeiten, und Behandler.
Imbiss inbegriffen Bedürfnisse der Patienten zu erfragen und auf diese
Punkte: 6
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10/2015 – 11/2015
Fortbildung
Sprechen Sie Ihr emotionales Gehirn an
Die neue Arte der Tiefenentspannung
Wir leben in einer Zeit ohne Zeit, in der schnell wirksame Entspannungsstrategien gefragt sind. Das erfüllt
Meditation and More, die neue Art der Tiefenentspannung durch die direkte Ansprache an das ›Emotionale
Gehirn‹. Prof. Schnack zeigt Ihnen die hohe Wirkung
der Methoden gegen die chronischen stressbedingten
Erkrankungen der Gegenwart. Neben dem theoretischen Input setzen Sie in Workshop-Einheiten das
Gelernte direkt um. Freuen Sie sich auf Input und
Workshop-Einheiten.
Kurs-Nr.
15530
Samstag, 21.11.2015
09.00 – 16.00 Uhr
Ort: FIZ-Bremen
Gebühr: EUR 454,– (ZÄ)
Bewirtung inbegriffen
Punkte: 8
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Meditation and More – die Jahrhundertmedizin im
Stresszeitalter.
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Überlassen Sie bei Ihren Patientenaufnahmen
nichts dem Zufall
Das perfekte Bild mit der ersten Aufnahme
Kurs-Nr.
15231
Samstag, 21.11.2015
09.00 – 18.00 Uhr
Ort: FIZ-Bremen
Gebühr: EUR 455,– (ZÄ),
EUR 354,– (ZFA)
Sie erhalten: das Handbuch Professionelle Dentalfo- Bewirtung inbegriffen
tografie/Patientenfotografie mit allen fotografischen Punkte: 10
Grundlagen, Anleitungen und Grundprinzipien zur Patientenfotografie sowie die Software, Referenzbilder
und geeigneten Bildschirmhintergründe zur exakten
visuellen Monitoreinstellung. Auf die Perspektive
kommt es an!
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Ihr Fortbildungsteam freut sich auf Ihre Anmeldung:
Bremen: [email protected] oder 0421 333 03-70 · Bremerhaven: [email protected]
10/2015 – 11/2015
© javier brosch – fotolia.com
In der praktischen Arbeit am Patienten erlernen Sie
den systematischen Umgang mit Kamera, Beleuchtungstechnik, Lippenspannern und Mundspiegeln.
Für alle Teilnehmer stehen ausreichend Kameras,
Hilfsmittel und Rechnerarbeitsplätze zur Verfügung.
Sie arbeiten jeweils zu zweit und kontrollieren die
Ergebnisse unmittelbar am Monitor.
13
Fortbildung
14
Was war los im FIZ?
Wieder internationale Gäste
Bildnachweis: ZÄK
Unser Partner BEGO hat unseren Räume in der Buschhöhe
wieder internationales Flair
gegeben. Der Dozent kam aus
Griechenland, die Teilnehmer
u. a. aus Saudi-Arabien, den
Vereinigten Arabischen Emiraten, Dänemark und Kuwait. (ro)
Internationale Gäste unseres Partner BEGO
in der Buschhöhe
DH-Ausbildung in Bremen
ab 2017 – Projektstand
Wissenschaftlicher Leiter:
Prof. Philipp Pohlenz.
Leiterin der praktischen
Ausbildung: DH Sona Alkozai.
Dentsply
Neuer Premiumpartner
Nicht die Glücklichen sind
dankbar, es sind die Dankbaren, die glücklich sind: Wir
sind glücklich und freuen uns,
einen neuen Premium-Partner
für das FIZ-Buschhöhe gewonnen zu haben. Die Firma
Dentsply hat unsere Räume
u. a. mit Cavitron-Geräten
ausgestattet.
...und die offizielle Warteliste
füllt sich :-)
Das neue Fortbildungsprogramm 2016
erhalten Sie bis Mitte Oktober.
Nicole Graw und DH Sona Alkozei
werden ab 2017 in Bremen zur
DH ausbilden.
Dem Kammer-Express ist eine Beilage unseres
Premium-Partners BEGO beigelegt.
Buchrezension
»Umfassendes Begleitwerk«
»Umfassendes Begleitwerk«
ist die Hauptaussage unseres
Notfalltrainers Andreas Wendt.
Das Buch umfasst alle wesentlichen Themengebiete und ist
für alle in der Praxis Tätigen
verständlich geschrieben. Das
Buch ist für den Leser klar
strukturiert, und der Text wird
an den richtigen Stellen mit
aussagefähigen Grafiken und
Fotos untermauert. Besonders
gelungen sind die Algorithmen
am Buchende. Es ist in dieser
Zeit normal, nach einem festen
Algorithmus zu arbeiten. Gerade wenn es zu Situationen
kommt, die nicht alltäglich sind.
Sein Fazit: »Sehr gelungenes
Lehrbuch und absolut sinnvoll
für jede Zahnarztpraxis. Es ersetzt aber nicht das regelmäßige Notfallseminar mit dem
gesamten Team. In Kombination mit dem praktischen Teil
können die im Buch beschriebenen Fertigkeiten im Notfall
sehr gut in die Tat umgesetzt
werden.«
Wer mal seine Fertigkeiten wieder in die Tat umsetzten möchte,
kann das am 07.11.2015 in unserer Dependance in Bremerhaven realisieren. Ein jährliches
Update kann Leben retten und
gibt Sicherheit in der Praxis und
im sonstigen Leben. (ro)
10/2015 – 11/2015
Wir sprechen erst mit Ihnen – und dann
über Geld. Denn bei uns gibt es keine
Empfehlungen, ohne dass wir Sie wirklich
verstehen. Genau dafür haben wir apoPur
entwickelt, unseren ganzheitlichen Beratungsansatz. Bei allem, was wir für
Sie tun können, von Finanzierungs- und
Anlagelösungen über Karrierewege bis
hin zu Immobilien und Vorsorge, gilt: Wir
beraten Sie umfassend – berufich und
privat. Schließlich sind wir Ihre Bank, die
Bank für Heilberufer.
Dr. Thomas Kühn,
Kunde der apoBank
16
Persönliches und Verschiedenes
Neu im Kammerteam: Ina Pischke
Ina Pischke ist seit dem 01. Mai
2015 als Assistentin des Vorstandes und des Hauptgeschäftsführers
tätig. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Vorbereitungen der Vorstandssitzungen,
der Delegiertenversammlungen
und ganz aktuell der Kammerwahl. Und unseren KammerExpress verantwortet sie auch.
Ein großes Hobby der 45-jährigen
ist die Malerei mit verschiedenen
Materialien. Die Ideen für ihre
Motive holt sie sich auf ihrer Lieblingsinsel Langeoog. Ein Besuch
dort ist jedes Jahr ein Muss.
198 – 1990: Ausbildung zur Zahnarzthelferin
in einer Praxis in Niedersachsen,
1998: Weiterbildung zur ZMF,
2013: Weiterbildung zur ZMV.
198 – 2015: in Zahnarztpraxen in Niedersachsen
und Bremen, im Klinikum Bremen Mitte und einer MKG-chirurgischen
Praxis in Bremen tätig, Schwerpunkt: Prophylaxe und Verwaltung
Ina Pischke, 45 Jahre
Jubiläen in den Praxen
Die Zahnärztekammer gratuliert folgenden Jubilarinnen:
35-jähriges Jubiläum
30-jähriges Jubiläum
09.09.2015 Bettina Meyhoefer
in der Praxis Dr. Alten
01.08.2015 Kirsten Fußbroich
in der Praxis Dr. Buchwald
20-jähriges Jubiläum
25-jähriges Jubiläum
15-jähriges Jubiläum
01.10.2015 Anke Rabba
in der Praxis am Mühlenviertel
01.11.2015 Martina Ardler
in der Praxis am Mühlenviertel
23.10.2015 Dr. Karsten Hufschmidt
in der Praxis Dr. Hufschmidt
01.09.2015 Kerstin Ortenburger
in der Praxis Dr. Alten
01.09.2015 Waltraud Drücker-Weiss
in der Praxis Dr. Heyer
01.09.2015 Nadine Jacoby
in der Praxis Dr. Ciellas
Berufshaftpflichtversicherung
Versicherungssumme: 3 Mio. EUR pauschal
Versicherungsumfang u.a.:
VERSICHERUNGS
STELLE
FÜR ZAHNÄRZTE
VFZ
-Implantatbehandlungen (ohne Mehrpreis!)
- Laserbehandlungen
- Akupunktur als Narkoseersatz / begleitende Therapie
- Zahnregulierung aus rein ästhetischen Gründen
- Bleaching (nicht überall mitversichert!)
- berufliches Schlüsselrisiko
jährlicher Beitrag (incl. Vers.-Steuer):
353 EUR
Kontakt: Repräsentanz Oldenburg, Herr Meiß, Tel.: 04418007270 Fax: 0441-8007280
Zu guter Letzt …
Zahnreparatur: Der Brite krönt sich selbst – . Juli 
Do-it-yourself-Dentistry ist in
England im Trend: Immer mehr
Patienten »behandeln« lose Kronen oder Füllungen in Eigenregie.
Hartgesottene schrecken selbst vor
Extraktionen nicht zurück. Neben
den Einsparungen geht es dabei um
Versorgungsengpässe bei gesetzlich
Versicherten.
Basteln am heimischen Küchentisch:
Wie Fachgesellschaften berichten,
befanden sich bei 70 Prozent aller
Zahnärzte bereits Heimwerker der
besonderen Art auf dem Behandlungsstuhl. Bei ihnen hatte sich eine
Krone gelöst oder eine Plombe gelockert. Doch der Weg führte nicht
in die nächste Praxis. Vielmehr
erwarben Laien Do-it-yourself
(DIY) Dental Kits in Apotheken,
Drogerien, Supermärkten oder bei
Online-Versendern.
10/2015 – 11/2015