Dank Moral geglückte Revanche

Sissacher Herbstmarkt 14/15
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Volksstimme von Baselland | 133. Jahrgang
Dienstag, 17. November 2015 | Nr. 130
Dank Moral geglückte Revanche
Eishockey | 2. Liga: EHC Brandis – EHC Zunzgen-Sissach 3:4 (1:1; 0:2; 2:1)
Nach der 2:3-Heimniederlage
gegen Brandis vor Wochenfrist
gelang dem EHC ZunzgenSissach auswärts gegen die
­Emmentaler ein 4:3-Sieg. Die
rote Laterne, die sich die Oberbaselbieter nach vier Nieder­
lagen in Folge eingehandelt
­hatten, konnte damit wieder
abgegeben werden.
Peter Russenberger
Der EHC Zunzgen-Sissach wurde
nach vier Niederlagen in Folge bis
an das Tabellenende durchgereicht.
Der ungemütliche Zustand musste
mit einen zweiten Saisonsieg deshalb unbedingt korrigiert werden,
nahmen sich ZS-Trainer Michael
Amsler und seine Spieler vor.
Im Auswärtsspiel gegen den EHC
Brandis – gegen den sie daheim vor
Wochenfrist 2:3 verloren haben –
drei Punkte zu holen, war eine
gros­se Herausforderung. Denn gegen die technisch und schlittschuhläuferisch starken Emmentaler war
es für die Oberbaselbieter schwer,
die Revanchegelüste zu realisieren.
Doch als Ken Däster am Samstagabend nach 29 Sekunden bereits
der Führungstreffer gelang, war das
für das gebeutelte Selbstwertgefühl
des EHC Zunzgen-Sissach Balsam.
Die entfesselten Oberbaselbieter riefen in der Sporthalle Brünnli kämpferisch eine grossartige Leistung ab.
RESULTATE
2. Liga, Gruppe 3 | Bucheggberg – Argovia
Stars 2:3. Meinisberg 1 – Langenthal 11:2.
Brandis – Zunzgen-Sissach 3:4. Rheinfelden –
Altstadt Olten 5:6. Koppigen – Laufen 4:2.
1.
2.
3.
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8.
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10.
Altstadt Olten
Laufen
Koppigen
Rheinfelden
Brandis
Meinisberg
Argovia
ZS
Bucheggberg
Langenthal
6
6
6
6
5
6
6
6
6
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4
3
3
3
3
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1
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0
0
1
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0
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1
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3
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34:31
35:26
25:25
33:19
18:16
40:27
18:25
20:22
21:32
11:32
14
12
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10
9
9
8
6
5
3
Ken Däster
bringt den EHC
Zunzgen-Sissach
gegen Brandis
bereits nach
­wenigen
­Sekunden
in ­Führung.
Doppelschlag im Schlussdrittel
Im Mitteldrittel brachte ZS-Youngster Miro Furrer die Gäste mit einem
beherzten Schlenzer wieder in Führung (25:49). Und dass nach überzeugend aufgezogenem Powerplay
Thomas Gisin (33:55) mit einem
satten Schuss gar das 3:1 gelang,
dürfte ZS-Trainer Michael Amsler
gefallen haben. Zunzgen-Sissach
war zur Spielhälfte auf Siegeskurs.
Doch der Brandis-Doppelschlag zu
Beginn des Schlussdrittels zum 3:3
riss die Gäste innerhalb von 20 Sekunden aus dem Sieges­traum. ZSTorhüter Pascal Müller, sonst ein
sicherer Rückhalt, sah beim 2:3
SPORT VOM WOCHENENDE
Überzeugender Startsieg
für Roger Federer
Tennis | Roger Federer ist der Auftakt zu
seinen 14. ATP-Finals in Folge geglückt. Die
Schweizer Weltnummer 3 bezwang Tomas
Berdych 6:4, 6:2. Zu Beginn der Partie musste
Roger Federer einmal leer schlucken, dann
legte er jedoch so richtig los. Nach einem
0:2-Rückstand im ersten Satz bezwang der
Baselbieter Tomas Berdych in nur 69 Minuten
letztlich deutlich 6:4, 6:2. Der 17-fache
Grand-Slam-Sieger zeigte ein starkes Match,
wurde vom Tschechen aber auch kaum gefordert. Im zweiten Satz führte Federer sein
Gegenüber phasenweise vor und erwischte
ihn immer wieder mit gefühlvoll gespielten
Stoppbällen. Heute Dienstag trifft Federer
auf Novak Djokovic, der in seinem Startspiel
dem Japaner Kei Nishikori keine Chance
liess (6:1, 6:1). vs.
Schweizer Fechter in
Tallinn auf dem Podest
Bild Thomas Ditzler
Ideal wäre es gewesen, den Gegner durch weitere Treffer bereits
im ersten Drittel zurückzubinden.
Doch dies gelang, weil die Effizienz
und die letzte Konsequenz fehlten,
nicht. Ärgerlich kam hinzu, dass ZS
in der 19. Minute eher unzwingend
den Gegentreffer zum 1:1-Ausgleich
hinnehmen musste.
Sissacher Herbschtmärt
gar nicht gut aus. Die Gefahr, dem
starken Gegner in dieser Phase
eine Wende zugestehen zu müssen,
hätte durchaus bestanden. Doch die
Kampfmoral bei den Oberbaselbietern, dies nicht zuzulassen, war am
Samstagabend enorm.
In der 48. Minute brachte Flügelstürmer Gisin Zunzgen-Sissach mit
seinem zweiten Powerplay-Treffer
mit 4:3 in Führung. «Die Powerplay-Formation hat geduldig Position bezogen und Thomas Gisin hat
zweimal erfolgreich abgedrückt»,
lobte ZS-Trainer Amsler.
Als es in den hektischen Schlussminuten den Eintorevorsprung zu
verwalten galt, zeigte Amslers Ensemble gutes Abwehrverhalten und
solide Boxplay-Qualitäten. Auch Torhüter Müller überzeugte immer
wieder mit guten Paraden. Als dann
Brandis-Torhüter Kiener nach dem
von seinem Coach geforderten Timeout 29,3 Sekunden vor Spielende
das Eis verliess, trafen Kamber und
Däster beinahe noch ins leere Tor.
Nach der Schlusssirene kannte
der Jubel über die Rückkehr auf die
Siegerstrasse beim EHC ZS kaum
Grenzen. Nach der besten Saisonleistung, so Michael Amsler, seien
die Chancen für eine Play-off-Qualifikation wieder völlig intakt.
TELEGRAMM
EHC Brandis – EHC Zunzgen-Sissach 3:4
(1:1; 0:2; 2:1) Sporthalle: Brünnli, Hasle. Zuschauer: 57. Schiedsrichter: Togni/Röthlisberger. Tore: 00:29. Däster (Furrer, Walliser
0:1). 19. Linder (Brügger) 1:1. 26. Furrer
(Scheurer, Fiechter) 1:2. 34. Gisin (Di Biase,
Fiechter/Auschluss Linder) 1:3. 43. Schär 2:3.
43. Schär (Tschabold) 3:3. 48. Gisin (Kamber,
Di Biase/Ausschluss Lüdi) 3:4. Strafen: je
3-mal 2 Minuten.
EHC Zunzgen-Sissach: P. Müller; Klassnitz,
Schürch; Di Biase, Schneider; C. Gunzen­
hauser, Scheurer; Spiess; Walliser, Däster,
­Furrer; Jakob, Kamber, Gisin; Auf der Mauer,
D. Müller, Fiechter; Niederhauser, J. Gunzenhauser.
Bemerkungen: Zunzgen-Sissach ohne Bläuer
(überzählig), Keller (verletzt). 59:31 Time-out
Brandis.
Oberbaselbieter Rundstreckenrennen ausgezeichnet
Fechten | Die Schweizer Degenfechter
­haben mit einem dritten Platz am Weltcup
in Tallinn einen wichtigen Schritt Richtung
Olympia-Qualifikation als Team und damit
für drei Einzel-Startplätze in Rio getan. Die
Schweizer wurden in Tallinn in den Halb­
finals zwar von Europameister Frankreich
gestoppt (37:45). Im Gefecht um Rang drei
gegen den Weltmeister Ukraine über­
raschten die Schweizer die Osteuropäer
beim 45:41-Sieg mit einer Mannschafts­
umstellung. Steffen statt Heinzer übernahm
den Schlusspart. Max Heinzer, Benjamin
Steffen, Peer Borsky und Fabian Kauter rehabilitierten sich damit auch für das Achtelfinal-Out am Heim-Weltcup in Bern vom
vergangenen Monat. vs.
Kadetten erhalten
Play-off-Hoffnungen
Handball | Die Kadetten Schaffhausen
können in der Champions League weiter
auf das Erreichen der Achtelfinal-Play-offs
hoffen. Das Team von Markus Baur setzte
sich gegen die norwegische Equipe Elverum
auswärts 28:27 durch. Die Kadetten revanchierten sich damit für die 30:31-Heim­
niederlage. Diesmal war es den Schweizern
vorbehalten, kurz vor Schluss den Siegtreffer
zu erzielen: Aufbauer Goran Stojanovic traf
acht Sekunden vor dem Ende zum 28:27.
Dank dem wichtigen Sieg liegen die viertklassierten Schaffhauser drei Runden vor
dem Ende nur noch zwei Punkte hinter dem
zweitplatzierten Skjern (Dä) – die ersten
zwei bestreiten das Play-off. vs.
Rad | Swiss Cycling beider Basel mit dem OK Grand Prix Oberbaselbiet erhält Panathlon-Preis
vs. Seit elf Jahren gehört das Rad-
rennen GP Oberbaselbiet in Zunzgen zum festen Bestandteil des
­regionalen Sportkalenders. Für ihr
jahrelanges Engagement im Radsport wurde am vergangenen Donnerstagabend im Rahmen der Preisübergabe in der Markthalle in Basel
der Verein Swiss Cycling beider
­Basel zusammen mit dem Organisationskomitee des Grand Prix Oberbaselbiet mit dem Anerkennungspreis des Panathlon-Clubs beider
Basel ausgezeichnet. Der GP Oberbaselbiet in Zunzgen stehe mit­unter
für eine hervorragende Förderung
des Radsports und der Nachwuchsförderung in der Region Basel,
lobte der Panathlon-Club das OK
rund um seinen Präsidenten Andreas Wild.
Der OK-Präsident war es denn
auch, der das Diplom an der Preisfeier am vergangenen Donnerstag
entgegennahm. Ein Teil des Gewinns des GP Oberbaselbiet fliesst
jährlich in das Regionale Nachwuchs-Radsportzentrum, gleichzeitig unterstützt der Kantonalverband Swiss Cycling beider Basel
­finanziell die Beschickung von nationalen und internationalen Nachwuchsrennen. Neben dem OK des
Grand Prix Oberbaselbiet wurde
Salome Lang (Hochsprung) mit dem
Förderpreis ausgezeichnet. Franco
Riccardi wurde mit dem Titel als
«Guter Geist im Sport» ausgezeichnet.
Rosberg gewinnt –
Hamiltons Fluch hält an
Andreas Wild erhält die PanathlonAuszeichnung.
Bild Nicolas Gysin
Formel 1 | Nico Rosberg hat den GP Brasilien vor Lewis Hamilton und Sebastian Vettel
gewonnen. Rosberg sicherte sich mit dem
Sieg den 2. Platz in der Fahrerwertung.
­Hamilton musste sich wie schon im Vorjahr
mit dem 2. Platz zufriedengeben und wartet
auch im neunten Anlauf auf seine Sieg-­
Premiere in Brasilien. Von den Plätzen 12
(Ericsson) und 13 (Nasr) gestartet, blieben die
Sauber-Piloten ohne Punkte. Nasr klassierte
sich auf Platz 14, Ericsson blieb Rang 17. vs.