Liebe Kameradinnen! Liebe Kameraden!

Liebe Kameradinnen! Liebe Kameraden!
In der letzten Ausgabe unserer Zeitschrift hatte ich
Sie gebeten, für die Erweiterung unseres Denkmals
auf dem Hohen Brendten zu spenden. Mit einem
neuen, eigenen Element wollen wir neben den beiden
Säulen zur Erinnerung an die Toten der beiden Weltkriege nun auch der Opfer der Gebirgstruppe der
Bundeswehr gedenken. Hierfür zu spenden, um den
Kameradenkreis nicht finanziell zu belasten, war das
Ziel meines Aufrufs. Mit großer Dankbarkeit kann
ich feststellen, dass viele unserer Mitglieder gleich
nach dem Erscheinen unseres Heftes - bildlich gesprochen - ihre Geldbörse geöffnet
und im Rahmen ihrer Möglichkeiten - teilweise sogar sehr großzügig - gespendet
haben. Für alle Spenden bedanke ich mich auch im Namen des Vorstandes sehr herzlich. Die vielen Spenden beweisen, dass wir immer noch ein Verein von Kameraden
sind, die nicht nur von Kameradschaft sprechen, sondern sie auch leben und praktizieren. Sind wir doch der einzige Traditionsverband der Truppengattungen des Heeres, der das Wort „Kameraden“ im Vereinsnamen führt - und das zu Recht! Natürlich
sind wir mit der Finanzierung noch lange nicht „über den Berg“. Wir hoffen, dass
mancher Kamerad, der noch nicht dazu gekommen ist zu spenden, die Gelegenheit
findet, dieses noch nachzuholen, denn wir brauchen das große Herz unserer Mitglieder, um auch finanziell bis zur Brendtenfeier am 13.09. unser Vorhaben abzusichern.
Mit diesem Projekt erfüllen wir die Aufgabe unserer Satzung, die wir uns von Beginn
an im Kameradenkreis gestellt haben: Das Andenken an die Gefallenen und Toten der
Gebirgstruppe in Ehren zu halten. Besonders wende ich mich auch an die aktive
Truppe. Der Spendenaufruf der Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“ wird demnächst
erscheinen und in den Verbänden und Einheiten auffordern, für unser Projekt zu
spenden - ist doch die Erweiterung des Denkmals ein seit langem überfälliges sichtbares Zeichen dafür, dass wir in besonderer Weise auch der Opfer der Gebirgsjäger der
Bundeswehr gedenken. Deshalb bitte ich noch einmal alle aktiven Soldaten und alle
Mitglieder und Freunde des Kameradenkreises, die noch nicht dazu gekommen sind,
um eine Spende für die Erweiterung unseres Denkmals. Hier noch einmal unser Konto:
Postbank München IBAN: DE08 7001 0080 0105 1008 09; BIC: PBNKDEF700.
Für österreichische Kameraden: Raiffeisenkasse (Raika) Hallein; IBAN: AT49 3502
2000 0003 1039; BIC: RVSAAT25022.
Vergessen Sie bitte nicht den Vermerk: „Denkmal“.
Die Namen aller Spender werden im Heft veröffentlicht!
Ich darf Sie alle jetzt schon einladen, am 13.09. zum Hohen Brendten zu kommen,
wenn wir das neue Denkmalselement einweihen werden. Der Parlamentarische Staats__________________________________________________________________
Titelbild: Der Handschlag – stets mehr als nur eine Geste: Feierliches Gelöbnis in Mittenwald
Foto: Pressestelle GebJgBrig 23
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sekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung, Dr. Brauksiepe, wird ein Grußwort sprechen und die Erweiterung als Mahnmal an die aktive Gebirgstruppe übergeben.
Nochmals bedanke ich mich sehr herzlich bei den Kameraden, die bereits gespendet
haben, ich bin sicher, dass mein Spendenaufruf an alle anderen auf fruchtbaren Boden
fallen wird, und verbleibe mit kameradschaftlichem Gruß und einem kräftigen
Horrido
Euer Horst - Dieter Buhrmester
30 Jahre IFMS
- Workshop vom 8.-10.05.2015 in Mittenwald Auf Einladung des Kameradenkreises der Gebirgstruppe, anlässlich der Gründung der Internationalen Föderation der Gebirgssoldaten (IFMS) vor 30 Jahren, kamen 24 Delegierte aus sechs
nationalen Mitgliedsverbänden zu einem Workshop zum Thema
„Zukunft der IFMS“ in Mittenwald zusammen. Tagungsort war,
wie bei der Gründung der IFMS am 24.05.1985, das Offizierheim in Mittenwald. Vom Kameradenkreis nahmen neben dem
Präsidenten und dem nationalen Sekretär Thomas Klein, der Ehrenpräsident und ehemalige GenSekr der IFMS, BrigGen a.D. Ernst Coqui, der ehemalige nationale Sekretär der IFMS, BrigGen a.D. Gerd Meyer, sowie als Dolmetscher
OTL d. Res. Konrad Herborn teil.
IFMS-Generalsekretär und ehemalige Generalsekretäre
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Die Veranstaltung begann mit einem kameradschaftlichen Treffen am Freitagabend
im Gasthof „Zum Stern“, bei dem der Präsident des Kameradenkreises als Gastgeber
die Teilnehmer begrüßte; die Fortsetzung war der Workshop am Samstag. Am Nachmittag besuchten die Delegierten die Geigenbauschule und gedachten im Rahmen
einer Kranzniederlegung am Ehrenmal der Gebirgstruppe der gefallenen Kameraden
aller Nationen. Die Gedenkansprache hielt der Präsident des Kameradenkreises, die
Feier wurde gestaltet durch die OK Mittenwald mit ihrem Vorsitzenden Klaus Esper
und umrahmt durch Trompetenstücke von Peppi Ostler.
Vor einem festlichen Abendessen unterzeichneten die Vertreter der nationalen Verbände aus Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Slowenien und der Schweiz
die überarbeitete und beim Kongress in Andermatt im Herbst 2014 ratifizierte Satzung der IFMS.
Gastgeber und Gäste versammelt zum Gruppenbild
Im Workshop wurde unter Leitung des Generalsekretärs, Bojan Pograjc, offen und
frei über die derzeitige Situation der IFMS diskutiert und Lösungsansätze für die Zukunft erarbeitet.
Übereinstimmung bestand darin, dass eine Verjüngung für alle Mitgliedsverbände eine
schwierige Aufgabe darstellt. Die jungen Menschen haben u. a. durch die modernen
Kommunikationsmittel so viele Möglichkeiten, weltweit ein Netzwerk zu betreiben,
dass ihnen an einer Zugehörigkeit zu einer internationalen Vereinigung nicht viel
gelegen ist. Trotzdem sind Veranstaltungen, wie z.B. IFMS-Tage und -Kongresse,
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notwendig, um den IFMS-Gedanken an die Basis unserer Verbände zu tragen. So
schlug Deutschland vor, wie durch den Kameradenkreis seit fünf Jahren praktiziert,
dass zu jedem Kongress alle teilnehmenden Mitgliedsverbände nicht nur vier Delegierte stellen, sondern auch einen oder zwei aktive Soldaten zur Teilnahme einladen
sollten.
Vor dem Ehrenmal auf dem Hohen Brendten
Austausch und Besuche der Veranstaltungen der nationalen Mitgliedsverbände sollen
intensiviert werden, wie z.B. die Teilnahme der italienischen, österreichischen und
slowenischen Gebirgssoldaten an unseren Veranstaltungen am Hohen Brendten und
am Grünten.
Nach Überzeugung vieler Mitgliedsverbände ist gemeinsames Bergsteigen der geeignete Weg, um dauerhafte Beziehungen zu schaffen. Mehr als bisher sind auch private
Kontakte und Freundschaften anzustreben und zu pflegen; sie sind eine wichtige
Basis für die IFMS. Auch gilt es zu untersuchen, ob die IFMS nicht noch stärker an
internationalen Veranstaltungen der aktiven Truppe oder der Reservistenverbände
partizipieren kann.
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v.l.: Thomas Klein, Gerd Meyer, Ernst Coqui, ein italienischer Kamerad, Horst-Dieter Buhrmester
Dafür ist ein sehr enges und vertrauensvolles Verhältnis zur aktiven Truppe Voraussetzung. In den vergangenen sieben Jahren nahm jeweils eine Abordnung des Kameradenkreises unter der Leitung des IFMS-Sekretärs gemeinsam mit einer Abordnung
der Gebirgsjägerbrigade 23 an der ADUNATA in Italien teil.
Fazit: Die Delegierten dankten dem Kameradenkreis - insbesondere dem für die Organisation verantwortlichen nationalen Sekretär, Thomas Klein, - für die Initiative und
die Durchführung dieser Veranstaltung und begrüßten übereinstimmend eine Fortsetzung dieser Art von Gesprächen. Es sei ein erster wichtiger Schritt für die Zukunft
der IFMS getan worden.
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Die Vertreter der nationalen Verbände unterzeichnen die neue Satzung der IFMS
Text/ Fotos: Thomas Klein
88. ADUNATA in den Abruzzen
Seit dem Jahr 1920 findet in Italien das Treffen der Angehörigen der Associazione
Nazionale Alpini (ANA) statt.
In diesem Jahr traf man sich mit Gästen zur 88. Adunata in der Stadt L’Aquila,
Hauptstadt der Region Abruzzen und der Provinz L’Aquila. 118 km nordöstlich von
Rom und 106 km westlich von Pescara gelegen, wird die Stadt von allen Seiten von
Bergen der Abruzzen umgeben.
Am 6. April 2009 zerstörte zum zweiten Mal nach 1786 ein Erdbeben große Teile der
Stadt, es gab 308 Todesopfer, tausende mussten ihre Häuser verlassen und konnten
bis heute nicht zurückkehren. Nur sehr langsam erholt sich die Stadt und ihre Bewohner von der Katastrophe, der Aufbau hat begonnen und die Lebensfreude kehrt zurück.
Unter dem Motto „ Die Erinnerung, der Wiederaufbau, die Pflicht“ hat die ANA die
Stadt L’Aqulia bewusst für das Zusammentreffen der Alpinis für dieses Jahr ausgewählt. Presseberichten zufolge waren an den drei Veranstaltungstagen ca. 340.000
Besucher in der Stadt. Den Gästen wurde ein großes Programm geboten, welches die
ANA finanziell unterstützte. So war der Eintritt in die Museen und zu den Sehenswürdigkeiten in und rund um L’Aquila frei, und Militärmusikbands, Fanfarengruppen
und Chöre unterhielten auf den zahlreichen Plätzen der Stadt die Besucher. Viele
Alpini nutzten die Möglichkeit ermäßigt mit der Seilbahn zum Campo Imperatore
hinauffahren, das älteste und noch heute populäre Skigebiet der „Römer“.
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Höhepunkt der Adunata bildete auch dieses Jahr wieder die Parade durch die Stadt, an
der mehr als 80.000 Alpini aus fünf Sektionen Italiens teilnahmen. Unter den weiteren
Teilnehmern waren auch Gastdelegationen aus sechs Mitgliedsländern der Internationalen Föderation der Gebirgssoldaten (IFMS). Der Kameradenkreis wurde durch den
nationalen IFMS-Sekretär Thomas Klein und den Kamerad Siegfried Oswald vertreten. Die Gebirgsjägerbrigade 23 entsandte eine Abordnung des Gebirgsaufklärungsbataillons 230 unter Führung des Stellvertretenden Bataillonskommandeurs, Major Gugger. Die Kameradinnen und Kameraden aus Füssen vertraten die Gebirgstruppe
durch ihr schneidiges und soldatisches Auftreten in würdiger Weise.
Text: Thomas Klein
100 Jahre Finnentag in Hohenlockstedt
bei Itzehoe/Schleswig-Holstein
Am 27./28. Februar 2015 wurde der Ausbildung finnischer Freiwilliger ab 1915 im
Lockstedter Lager, einem damaligen Truppenübungsplatz, gedacht. Diese Freiwilligen
kämpften als Jägerbataillon 27 auf deutscher Seite in Estland gegen die Russen. Nach
der finnischen Unabhängigkeitserklärung 1918 wurde das JgBtl 27 nach Finnland
transportiert und leistete einen entscheidenden Beitrag im Kampf gegen finnische
Kommunisten, die für den Verbleib Finnlands in der Sowjetunion eintraten. Angehörige des Btl nahmen später herausragende Stellungen in Finnland ein.
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Anlässlich des Finnentages, der in jedem Jahr begangen wird, war der finnische
Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Generale und Admirale aller Teilstreitkräfte, zahlreiche Offiziere, ein Ehrenzug und ein Musikkorps angereist. Der Festtag begann mit
einem deutsch/finnischen Gottesdienst mit dem finnischen Militärbischof. Höhepunkt waren die zahlreichen Kranzniederlegungen am Jägerdenkmal, einem schlichten
Gedenkstein im Ehrenhain, begleitet von Gedenkreden und Grußworten finnischer
und deutscher Offiziere, Vertreter der Landesregierung, des Landkreises und der
Gemeinde. Für den Bund der Infanterie, dem der Kameradenkreis angehört, sprach
der Kommandeur der Infanterieschule. Der Tag endete mit einem offiziellen Empfang der Gemeinde Hohenlockstedt. Alle Veranstaltungen fanden unter großer Anteilnahme der örtlichen und regionalen Bevölkerung statt.
Ich habe als Vertreter des Kameradenkreises teilgenommen. Besonders beeindruckend war die Pflege der Erinnerung an ihre Soldaten, die Finnlands Unabhängigkeit
erkämpft hatten und deren letzte Angehörige in den 1970er Jahren in ihrem Vermächtnis für folgende Generationen zur Bewahrung ggf. zum Kampf für die Freiheit
Finnlands aufriefen.
Text: Peter-Christian von Bothmer / Fotos: Klauspeter Damerau
ZITATE VON FRIEDRICH II., gen. der ALTE FRITZ
Erfahrungen nützen gar nichts, wenn man keine Lehren daraus zieht.
Wenige Menschen denken, und doch wollen alle entscheiden.
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Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten
für unseren 1. Vizepräsidenten
Unser
Kamerad
Hans Peter Mayer
bekam für seine
Verdienste im Ehrenamt das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten verliehen.
Kamerad Mayer wurde 1994 zum
Schriftführer gewählt. Diese arbeitsintensive Aufgabe nahm er bis 2002 wahr.
Von 2002 bis 2004 war er 2. Vizepräsident unserer Gemeinschaft. Zusätzlich
übte er die Tätigkeit des Schriftführers
aus, da dieses Amt erst 2008 wieder
besetzt werden konnte. 2004 wählte ihn
die Mitgliederversammlung zum 1. Vizepräsidenten.
Im Münchner Rathaus überreichte Bürgermeisterin Christine Strobl, am 7. Mai,
unserem Kameraden - in Anwesenheit
der Schatzmeisterin des Sozialwerks der
Gebirgstruppe sowie unseres Ehrenpräsidenten das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten. Wir freuen uns mit Hans
Peter Mayer über diese hohe Auszeichnung und gratulieren mit einem kräftigen Horrido!
Foto: MB
OK Mittenwald - Jahreshauptversammlung mit Wahlen: 24. Oktober 2015,
um 20 Uhr im Gasthof GRIES. Näheres über Klaus Esper
per Mail: [email protected] oder 08823/ 2363
Niederbayerischer Bezirksfeuerwehrpfarrer verabschiedet
Unser Kamerad, Geistlicher Rat Gotthard Weiß, war 21 Jahre Bezirksfeuerwehrpfarrer und 19 Jahre Feuerwehrpfarrer für den
kreis Passau. Jetzt übergab er dieses Ehrenamt in jüngere Hände.
Über 700 Gäste und mehr als 70 Fahnen nahmen am 1.
schen Florianigottesdienst, dem Abschiedsgottesdienst von Gotthard
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Weiß, teil. Für seine Verdienste um die Feuerwehren erhielt Kam. Weiß vom Kreisfeuerwehrverband die Ehrenmedaille in Gold; der Landesfeuerwehrverband verlieh
ihm die Ehrenmedaille in Silber und der Passauer Landrat überreichte ihm die Landkreismünze in Gold. Mit einem kräftigen Horrido gratulieren wir zu den verdienten
Auszeichnungen!
Aus der Redaktion
Bisher sind z w e i Kameradschaften der Bitte gefolgt, sich in unserer Zeitschrift zu
präsentieren. Ich denke, dass so eine Präsentation den einen oder anderen Kameraden
aus der aktiven Truppe informiert, wo es in der näheren Umgebung Kameradschaften
gibt. Unsere Zeitschrift wird dadurch zum Werbeträger der jeweiligen Kameradschaft.
Mir genügen auch Stichpunkte und dazu natürlich ein paar aussagekräftige Bilder, die
selbstverständlich Papierfotos sein dürfen. Sollen die Fotos an die OK zurückgehen,
bitte Rückporto nicht vergessen! Beiträge können auch mit Schreibmaschine angefertigt werden. Handschrift sollte gut leserlich sein!
Bitte denken Sie auch daran, dass Ihr Beitrag für manche OK den einen oder anderen
heißen Tipp enthalten könnte.
An alle Vorsitzenden der Orts- und Truppenkameradschaften im
Kameradenkreis der Gebirgstruppe
Wie bereits vor Monaten angekündigt, lade ich Sie oder einen Vertreter zu einem
Meinungsaustausch über den Zustand und die Zukunft unseres Vereins am Samstag,
20.06., in das Casino der FüUstgSBw in Pöcking bei Feldafing, ein. Da sich das
Gebäude außerhalb der militärischen Liegenschaft befindet, ist keine besondere Zutrittsberechtigung erforderlich.
Beginn: 10.00 Uhr Mittagessen 12.00 -13.00 Uhr Ende: ca. 15.30 Uhr
Vorläufige Tagesordnung
1. Der Präsident hört zu: Anregungen, Kritik und Wünsche zum Innenleben und zur
Außenwirkung des Kameradenkreises, soweit nicht ohnehin in der Tagesordnung
vorgesehen
2. Sachstand zur Erweiterung des Brendtendenkmals
3. Allgemeine Besprechungspunkte des Präsidenten
4. Homepage des KamKrs
5. Mitgliederversammlung des KamKrs
6. Ernennung von OK zum e. V., ihre Folgen für den KK, Rechtsgrundlagen
7. Nachwuchswerbung
8. Sonstiges
Auch wenn dieses Treffen der OK - Vors nicht entscheidungsbefugt ist, weil es kein
Gremium gem. Satzung ist, hat es für den Vorstand als ein Stimmungsbild über den
Zustand und die Zukunft unseres Vereins eine besondere Bedeutung. Deshalb bitte
ich Sie alle um Ihre Teilnahme. Teilnehmermeldungen bitte an die GeschSt schrftl.
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oder per Mail oder auch an mich persönlich (Cimbernstr. 66 d, 81377 München, per
TelNr.: 089 - 6991289, per E - Mail: [email protected]).
Bitte Ihre Erreichbarkeit mitteilen, falls kurzfristig Änderungen erforderlich werden
sollten. Weitere Besprechungspunkte - insbesondere solche, die Vorbereitung erfordern – bitte zeitnah mitteilen! Mit kameradschaftlichen Grüßen und einem kräftigen
Horrido
Horst – Dieter Buhrmester, Präsident
SWR interviewt Kamerad Christian Schweizer
In einem Interview, ausgestrahlt vom SWR 4(Südwestrundfunk) nahm unser Kamerad
Christian Schweizer, Vorsitzender der OK Stuttgart, Stellung zum Thema „70 Jahre
nach dem Krieg.“ Als versierter Kenner der Geschichte seiner Heimatstadt Murrhardt
machte er darauf aufmerksam, dass sich auch heute noch Spuren des Zweiten Weltkriegs vor Ort finden ließen. So sei in Bahnhofsnähe noch die einstige Luftschutzanlage zu erkennen und an den Natursteinfassaden des einen oder anderen Bürgerhauses
ließen sich noch kleine Veränderungen, verursacht durch Granatsplitter, feststellen.
Darüber hinaus, erinnerte Christian Schweizer, wäre Murrhardt immer wieder Treffpunkt der Angehörigen der „Weißen Rose“ gewesen; außerdem gehörte der Enkel
eines angesehenen Bürgers zum militärischen Widerstandskreis um Oberst Graf
Stauffenberg. Auf die abschließende Frage, was Frieden für ihn bedeute, antwortete
Kam. Schweizer, „Frieden sei ein unendliches Glück, das nicht vom Himmel falle
sondern des Engagements von uns allen bedürfe!“
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Ehre, wem Ehre gebührt
Gemeinschaften leben vom aktiven Mitmachen ihrer Mitglieder. Ehrenzeichen sind der sichtbare Dank dafür. Bei den nachstehend aufgeführten Kameraden bedankt sich der Kameradenkreis der Gebirgstruppe e.V. durch die Verleihung von Ehrenzeichen:
Josef Eder GEZ
Bernhard Vieweger OK Füssen GEZ
Peter Pfefferle OK Freiburg/Schwarzwald/Süd SEZ
Georg Doblanzki OK Füssen SEZ Eugen Schaller OK Burgau SEZ
Manfred Seeleuther OK Burgau SEZ
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Als neue Mitglieder begrüßen wir
Juliane Gramm, Füssen Angela Dürrbeck, Mittenwald Carsten Börst, Hopferau
Martin Andreas Englmann, Waakirchen Karl Kriner, Feldkirchen-W
Heinz Kaltenbach, Freiburg Anton Ziegler, Gestratz
Reiner Schmittler, Ottweiler /Saar Hubert Eisenschmid, Kiefersfelden
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Sebastian Räcker, Hamburg Bernhard Nagel, Hamburg
Jan-Hendrick Hartleif, Hamburg Steven Schmidt, Hamburg
Max Bornemann, Hamburg Rolf Weber, Burgau Elisabeth Ziegler, Bamberg
Dr. Heiko Schirmann, Deggendorf
Herzlich Willkommen im Kameradenkreis!
Horrido!
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Ein herzliches Vergelts Gott den Spendern
Für die Erweiterung unseres Ehrenmals auf dem Hohen
Brendten danken wir aufrichtig für eingegangene Spenden:
OK Burgau / Harald Wagner Alfred Hollfelder Ilona- Reining- Stiftung Ilona
Huntley-Robertson Heinz Jaumann Johann Behringer Hans Peter Mayer Horst
Kiekhöfer Franz Penzkofer Mag. Jur. Zhuber von Okrog Winfried Weick
Jürgen Schlüter Artur Landenberger Gerd Rudolf Meyer Joachim Nachtwey
Ferdinand Höß Walter Rauh Heinz Eilers Dr. Roland Rausch Markus Kutil
Christoph Maximilian vom Hagen Franz Naumann Helmut Fruehauf
Peter-Chr. Graf v. Bothmer Robert Stuber Karl Franz Emil Engl
Dr. Rolf Sieber Horst Brückner Rudolph-Stephan Greif Hermann Schulte
Jorg Uffelmann Eduard Henning Günter Merela Peter Schuster
Herbert Blatterspiel Günter Schneider Johann Oeste Horst-Dieter Buhrmester
Albrecht Witschel Wolf-Dieter Löser Josef Streicher Helmut Zauner
Helmut Steidle Reinhart Ernst Helmut Balzer Fritz Daberkow Hubertus Höhn
Jac-Peter Tölkes Heinz-Ulrich Hinckeldey Götz Hildebrand Manfred Schliebs
Hans Teufel Erika Wambach Franz Götzl Josef Deifel Ernst Enhuber
Manfred Held Ernst Gross Rolf Dieter Schaller Walter Herd Hermann Hahner
Bernhard Trepte Armin Lindenberger Michael Unsin Heinrich Rosch
Adelbert Eichelsdörfer Johann Haidn Jürgen Herwig Stefan Leonhard
Klaus Jürgen Popp Dirk Uhlig Ernst G. Coqui Lukas Kleff Hans-Peter Lang
Herbert Döth Wolfgang Minderjahn Jan Martinus Kars Hans-Eugen Schmidt
Christian Nietsch
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Wegen der Brendtenfeier erscheint das Heft 3/2015
erst im Oktober!
Redaktionsschluss für Heft 3
Donnerstag, 24.09.2015, 18.00 Uhr
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Ehemalige und Freunde
der
leGebFzInstKp 104
leGebFzInstKp 8
3./VersBtl (Geb) 8
2./GebVersBtl 8
2./GebInstBtl 8
InstAusbKp 11/8
InstAusbKp 5/8
versammeln sich zum großen “Gebirgs-Instler-Treffen“
am 12.09.15 ab 18:00 Uhr
in 82481 Mittenwald, Partenkirchner Straße 35, Hotel Jägerhof
Bringt bitte Bilder aus gemeinsamer Dienstzeit mit!
Informationen und Anmeldung : Hartmut K. Seiter, 08823/1736, [email protected]
Ausschreibung zur 16. Rottaler Reservistenwallfahrt
„Vom Gnadenbrunnen in Wittibreut nach Altötting“
am Samstag, den 10. Oktober 2015
Sehr geehrte Kameradinnen und Kameraden, liebe Freunde und Wallfahrer,
zu unserer 16. Rottaler Reservistenwallfahrt möchten wir euch alle wieder sehr herzlich einladen. Wir freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen mit alt bekannten
Freunden, aber auch auf das Kennenlernen von neuen Teilnehmern an unserer Wallfahrt. Nehmt eure Sorgen und Probleme mit auf unsere Wallfahrt zur „Schwarzen
Madonna“ von Altötting. Lasst uns gemeinsam diesen Weg für unsere Soldaten in den
Einsätzen gehen, ob in der Heimat oder im Ausland, auf dass sie diese gesund an
Körper und Geist übersteh en. Diese Wallfahrt ist eine Veranstaltung der Reservistenkameradschaft Wittibreut im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr
e.V. Die Uniform-Trage-Erlaubnis wird von der Kreisgruppe Rottal im Reservistenverband erteilt;
Teilnehmer: Reservisten und Soldaten der Bundeswehr und befreundeter Streitkräfte; Zivilpersonen die unsere Interessen unterstützen.
Termin: Samstag, der 10. Oktober 2015, Beginn 4:30 Uhr
Meldetermin: 02. Oktober per e-mail, Fax oder Post auf alle Fälle aber schriftlich;
Für weitere Fragen und Auskünfte stehen wir Euch gerne per e-mail;
[email protected] oder per Telefon: 08574/1210 zur Verfügung;
Auskünfte
erteilt
auch
unsere
Kreisgeschäftsstelle
unter
[email protected]
oder
Tel.:
08531/2830;
Mit kameradschaftlichen Grüßen
Die Kameraden der Reservistenkameradschaft Wittibreut
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Einladung zum 67. Grüntentag
12. / 13. September 2015
4
Die Truppen- und Gebirgsjägerkameradschaft „Grünten“ lädt alle Angehörigen der
ehemaligen Gebirgstruppe und die Soldaten und Reservisten der Gebirgstruppe der
Bundeswehr mit ihren Verwandten, Freunden und Bekannten sowie Gäste aus nah
und fern zum 67. Grüntentag am 12. und 13.09.2015 nach Sonthofen und auf den
Grünten ein.
Samstag, 12.09.2015:
17.00 Uhr
Programm
Gedenkfeier am Gemeinschaftskreuz
im Friedhof der Stadt Sonthofen
Sonntag, 13.09.2015:
10.30 Uhr
10.30 Uhr
14.00 Uhr
4
Gedenkgottesdienst am Jägerdenkmal auf dem Grünten
Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael in Sonthofen mit
anschl. Kranzniederlegung an der Kriegergedächtniskapelle.
Kameradschaftsnachmittag im Gasthof „Löwen“
in 87545 Burgberg, Grüntenstraße 1
Weitere Auskünfte bei Hans Singer, 2. Vorsitzender, Tel. 08321 / 61 99 41
Mit kameradschaftlichem Gruß und Horrido
Holger Christian Müller
1.Vorsitzender der Truppen- und
Gebirgsjägerkameradschaft Grünten
„Man muss etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen.“
Georg Christoph Lichtenberg
1.7.1742 – 24.2.1799; Mathematiker und Experimentalphysiker;
Begründer der deutschsprachigen Aphorismen
„Wer fliegen will, muss den Mut haben, den Boden zu verlassen.“
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Walter Ludin
23.11.45; Schweizer Kapuziner, Buchautor
Die Alpen im Krieg – Krieg in den Alpen
Herausgabe des Begleitbandes zur Ausstellung
im Bayerischen Armeemuseum
Druckfrisch erschienen ist dieser Tage der Begleitband zur der im September 2014 im
Reduit Tilly des Bayerischen Armeemuseums eröffneten Sonderausstellung zu den
Anfängen der Deutschen Gebirgstruppe 1915. Die ursprünglich bis zum Herbst 2015
geplante Ausstellungsdauer wird wegen des hohen Besucherinteresses um gut ein Jahr,
bis zum Jahresende 2016 verlängert. Diese sehr positive Lageentwicklung war auch
der bestimmende Grund für die Entscheidung des Museums, zusätzlich zur Ausstellung einen Begleitband in einer limitierten Auflage von 1000 Stück herauszugeben.
Nach Ende der derzeitigen Ausstellung plant das Bayerische Armeemuseum, die
Geschichte der Deutschen Gebirgstruppe in weiteren drei, sich jeweils zeitlich aneinander anschließenden Sonderausstellungen zu zeigen. Zu jeder dieser Ausstellungen
wird ein Begleitband herausgegeben, so dass am Ende eine Geschichte der
Gebirgstruppe in vier Begleitbänden (mit folgenden Arbeitstiteln) vorliegen wird:
-
Anfänge der Deutschen Gebirgstruppe 1915
-
Einsatz im 1. Weltkrieg und danach folgende Neuaufstellungen bis 1939
-
Die deutschen Gebirgstruppen im 2. Weltkrieg sowie deren personelle und materielle
Einflüsse und Auswirkungen auf die Aufstellung der Gebirgstruppe der Bundeswehr
-
Die Gebirgstruppe der Bundeswehr und ihre Auslandseinsätze
Herausgeber des vorliegenden 190-seitigen Hardcover Begleitbandes ist der Kurator
der Ausstellung, Herr Oberstleutnant d.R. Dr. Thomas Müller.
In 4 Aufsätzen werden im ersten Teils des Bandes die folgenden Themen behandelt:
„Die Anfänge des Alpenkorps sowie sein Einsatz an der Dolomitenfront“, „General
Konrad Krafft von Dellmensingen“, „Sanitätsdienst im Gebirgskrieg“ sowie
„Gedanken zum Traditionsverständnis der Deutschen Gebirgstruppe“.
Im zweiten Teil wird die komplette Ausstellung in den sieben Kasematten des Reduit
Tilly in Fotos und Schrifttafeln dokumentiert.
-
Zu erwerben ist der Begleitband ab sofort:
Zum Selbstkostenpreis von 10 € plus 2,50 € Versand bei unserem Kameraden
Herbert Reischl, Tel.: 08131-20510, Fax: 08131-21498 oder Email: [email protected]
(Versand nach Geldeingang auf Konto „Stiftung Deutsche Gebirgstruppe“ bei der Volksbank
Dachau, IBAN: DE 03700 91500 0000 707880, BIC: GENODEF1DCA)
-
Anläßlich der Jahreshauptversammlung des Kameradenkreises der Gebirgstruppe e.V.
-
Beim Brendtentreffen 2015
-
An allen Kassen des Bayerischen Armeemuseums
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Winfried Dunkel
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Generalinspekteurbrief 1/2015
Soldatinnen und Soldaten,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!
Seit über 10 Jahren engagiert sich Deutschland als
Teil der internationalen Gemeinschaft erfolgreich
in Afghanistan. Die Bundeswehr leistet dabei mit
ihren Soldatinnen und Soldaten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Sicherheit im Land. Mit Ablauf des Jahres
2014 endete die ISAF-Mission. Nun wird die Ausbildung und die Beratung der
afghanischen Sicherheitskräfte mit der neuen Mission „Resolute Support" unterstützt.
Ohne die Hilfe und die Arbeit der zahlreichen afghanischen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter wäre die erfolgreiche Auftragserfüllung der Bundeswehr in diesem
Rahmen nicht möglich gewesen. Sie waren die Vermittler, die uns insbesondere dabei
geholfen haben, Kultur, Sitten und Gebräuche Afghanistans zu verstehen.
Ein Teil unserer afghanischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird nun aufgrund dieser Tätigkeit für die Bundeswehr bedroht. Ein sicheres Leben ist für sie
und ihre Familien in ihrer Heimat nicht mehr möglich. Die Bundesregierung bietet
ihnen und ihren Familien deshalb eine Aufnahme in Deutschland an.
Hier angekommen ist die Eingewöhnung in die neue Umgebung für die afghanischen
Familien mit vielen Herausforderungen verbunden. Jetzt brauchen sie unsere
Hilfe - eine Patin oder einen Paten, um sie bei den ersten Schritten in Deutschland und darüber hinaus zu begleiten und zu unterstützen.
Ich habe daher angewiesen, ein durch freiwilliges Engagement getragenes Patenschaftsprogramm der Bundeswehr für die ehemaligen afghanischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Familien zu schaffen.
Ich bitte Sie dafür um Ihre Unterstützung und rufe Sie auf, freiwillig eine Patenschaft für eine ehemalige afghanische Ortskraft und deren Familie in Deutschland zu übernehmen. Informationen dazu finden Sie unter: www.bundeswehr.de
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die „Zentrale Koordinierungsstelle Patenschaft für afghanische Ortskräfte der Bundeswehr" beim Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam unter:
BwPatenschaftOrtskraefte @bundeswehr.org
Die Dienststellenleiter bitte ich, solch ein freiwilliges Engagement von Patinnen
und Paten Ihrerseits zu unterstützen.
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Schwäbischer Wandertag 2015
Der 38. Schwäbische Wandertag des Kameradenkreises der
Gebirgstruppe fand heuer am 03. Mai in der Gemeinde
Ofterschwang im Oberallgäu statt. Er wurde von der
Truppen- und Gebirgsjägerkameradschaft Grünten des
GebVersBtl 8 vorbildlich organisiert und von der Gemeinde tatkräftig unterstützt.
Treffpunkt war für alle Kameradschaften um 09.45
Uhr, am Parkplatz Tiefenberg. Nach einer kurzen Begrüßung durch unseren 2.Vorsitzenden Hans Singer und
Bürgermeister Alois Ried, der die Schirm-herrschaft übernommen hatte, machten wir uns bei kühlem, regnerischem Wetter auf den Weg durch
das Tiefenberger Moos. Die Teilnehmer hatten die Auswahl zwischen einem 5 oder 3
km langen Rundweg. Bereits nach kurzer Zeit wartete eine besondere Überraschung
auf die 130 Teilnehmer. Der Bürgermeister, zugleich stellv. Landrat des Oberallgäus,
hatte einen Verpflegungshalt organisiert und spendiert, an dem es verschiedene Getränke vom einheimischen Bier bis zum Allgäuer Wasser und „Schmankerl vom
Dorf“ in Form von Käse und Wurst gab.
Stefan Pscherer erklärt „sein“ Tiefenberger Moos
Die nächste Überraschung waren mehrere Haltepunkte auf der Moosrunde, wo durch
Herrn Hptm d.R. Stefan Pscherer vom Landratsamt Oberallgäu, in die vielfältige
Flora und Fauna des Moores hingewiesen wurde. Herr Pscherer ist beim Landratsamt
Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes Oberallgäu-Kempten. Durch seinen
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fundierten, kurzweiligen Vortrag bekamen die Zuhörer viel Wissenswertes über die
unterschiedlichen Moore zu hören. Nach der Wanderung trafen sich die Teilnehmer
im Ofterschwanger Haus zum Mittagsessen und zum gemütlichen Beisammensein.
Bgm Alois Ried begrüßt die Gäste; daneben Hans Singer, 2. Vors der TruKa GRÜNTEN
Zur Unterhaltung spielte die Mädchengruppe „s`Vierar-G`spann vu Bolsterlang“
zünftige Volksmusik. Hans Singer begrüßte nochmals alle Teilnehmer sowie den
Bürgermeister und Schirmherrn. Er bedankte sich bei ihm und seinen Helfern für die
großzügige Unterstützung, zumal es für jeden noch ein kleines Abzeichen gab. Sein
Dank galt auch Herrn Pscherer für seine Informationen auf der Moosrunde. Zur
Erinnerung und als Dank überreichte Hans Singer beiden das Wappen unserer Kameradschaft. Nach den Grußworten von Bürgermeister Ried, in der er seine Gemeinde
wirtschaftlich und als Fremdenverkehrsort vorstellte, gab es viel Beifall. Die Grüße für
den Kameradenkreis der Gebirgstruppe überbrachte das Vorstandsmitglied Harald
Wagner von der OK Burgau und Umgebung. Der 1.Vorsitzende des Kameradenkreise Horst-Dieter Buhrmester war durch den Patronatstag der Gebirgsschützen anderweitig gebunden. Kamerad Eiermann von der Kreiskameradschaft Kempten, der
turnusgemäß der amtierende Vorsitzende des Verbandes Schwaben war, dankte dem
Veranstalter für die hervorragende Durchführung des Wandertages 2015 und übergab
sein Amt bis zum nächsten Wandertag an Hans Singer von unserer TruKa.
Danach setzten sich die Vorstände/Vertreter der einzelnen schwäbischen Ortskameradschaften (OK) zusammen und beschlossen, dass der Schwäbische Wandertag 2016
von der OK Füssen durchgeführt wird und danach bei der OK Lengenwang. Bei
guten Gesprächen und gemütlichem Beisammensein klang ein erfolgreicher Wandertag aus.
20
Im Laufe des Nachmittags hatte sich das Wetter merklich gebessert und die Wanderer
bekamen bei der Abfahrt doch noch das imposante, noch leicht schneebedeckte,
Allgäuer Bergpanorama zu sehen.
Text: Ernst Enhuber/ Fotos: Thomas Schneider
Es feiern Geburtstag
und wir gratulieren herzlich
Einen besonderen Glückwunsch entbieten wir Kam. Christian Schweizer, dem
Vorsitzenden der OK Stuttgart, der am 8.7. seinen 50. Geburtstag feiern kann.
Kam. Hubert Hipp, langjähriger Chronist des Kameradenkreises, wird am 3.9. 85
Jahre, wozu wir herzlich gratulieren.
Seinen 91. Geburtstag kann am 21.7. Kam. Gerhart Klamert begehen. Gerhart
Klamert war von 1994 bis 2002 2. Vorsitzender des Kameradenkreises. Dem Jubilar
entbieten wir ein kräftiges Horrido und wünschen alles erdenklich Gute!
Wenn irgendwelche Autoren oder Medien Auskunft von Zeitzeugen benötigen, dann
steht selbstverständlich unser Kam. Michael Sager zur Verfügung. Dafür sagen wir
ihm auch an dieser Stelle unseren aufrichtigen Dank und gratulieren herzlich zum 94.
Geburtstag, den er am 21.8. feiern darf.
Am 1.7.: Hans Erler, den 80. Friedrich Kleinhans, den 91. Sebastian Urban, den 92. am 2.7.:
Rudolf Rechtfertig, den 60. Michael Rabe, den 50. am 3.7.: Frank Woywod, den 75. Helmut
Buchner, den 75. am 4.7.: Jakob Grandauer, den 96. am 5.7.: Franz Hartmann, den 60.
am 7.7.: Norbert Göstl, den 40. am 8.7.: Christian Schweizer den 50. am 10.7.: Sebastian
Buchner, den 95. am 12.7.: Alfons Plendl, den 92. Otto Kersten, den 75. Dr. Peter Hellwig,
den 75. Prof. Dr. Karl-Heinz Wurster, den 75. am 13.7.: Karl Kaufmann, den 93. Roland
Morgner, den 93. Hans Peter Greil, den 65. am 14.7.: Martin Schwarz, den 60. Max Zoller,
den 70. am 15.7.: Hans-Udo Nause, den 85. am 16.7.: Eugen Ruoff, den 95. Josef Gumpinger, den 50. am 17.7.: Otto Zechmeister, den 91. Heinrich Günther, den 92. am 18.7.: Harry
R. Weiler-Luvas, den 70. am 19.7.: Ernst Frank, den 92. Heinz Schüle, den 60. am 20.7.:
Alfons Geisler, den 95. Walter Herd, den 95. am 21.7. Gerhart Klamert, den 91. Karl M.
Dietrich, den 96. am 23.7.: Heinz Wagner, den 70. Kurt Steinhauser, den 95. am 24.7.: Alexander Schrenk, den 40. am 25.7.: Vinzenz Steinberger, den 92. Hans Hofbeck, den 80. am
27.7.: Hans Kolb, den 75. Gabriele Irmen, den 65. am 28.7.: Valentin Aicher, den 91.
Heinrich Malaschofsky, den 92. am 29.7.: Walter Rieder, den 91. Dr. Johannes Dietrich, den
90. am 30.7.: Karl-Heinz Klein, den 75. am 31.7.: Josef Kaiser, den 92. Franz Epple, den 92.
Silvio Gärtner den 40.
am 1.8.: Dr. Rolf H. Sieber, den 90. am 2.8.: Arthur Ried, den 95. Anton Raible, den 92.
Dr. Peter A. Pfeilschifter, den 50. Günther Joner, den 70. am 3.8.: Max Philipp, den 96.
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Josef Blöckl, den 90. am 5.8.: Jürgen Olt, den 65. Heinz-J. Ramacher, den 80. Konrad Hillinger den 75. am 6.8.: Stefan Harrer, den 40. am 7.8.: Anton Limmer, den 94. Emil Fütterer,
den 65. Reiner Wolf, den 60. Xaver Zeller, den 95. am 9.8. : Erwin Zettler den 90.
am 8.8.: Lienhard Bader, den 91. am 10.8.: Lorenz Gehring, den 92. Siegfried Oswald, den 65.
am 11.8.: Dipl.Kfm. Wilfried Eickelberg, den 75. am 13.8.: Manfred Weisheit, den 92. FranzJosef Dörfler, den 90. am 14.8.: Dr. Alfred Heller, den 92. Emil Alois Engl, den 94. am 15.8.:
Johannes Ludwig, den 50. Thomas Angermair, den 65.
Leopold Kanus, den 90. am 16.8.: Franz Anderschitz, den 92. Anton Kiefmann, den 65. am
17.8.: Paul Ballauf, den 92. am 18.8.: Anton Böhm, den 92. am 19.8.: Heribert Sterr, den 80.
am 20.8.: Isidor Oettl, den 93. Thomas Kolatzki, den 50. Peter Pfefferle, den 65. am 21.8.:
Michael Sager, den 94. am 22.8.: Ruth Manz, den 100. Wilhelm Abele, den 93. am 23.8. :
Dr.med. dent. Fridhelm Kukula, den 70. am 24.8.: Hans Oeste, den 91. am 25.8.: Dieter
Panzer, den 75. am 26.8.: Heinrich Bauer, den 93. Hans-Georg Münch, den 65. am 27.8. :
Peter Lippich, den 60. am 29.8.: Anton Schäffler, den 91. Herbert Blatterspiel, den 70. am
30.8.: Josef Hutter, den 90. am 31.8.: Alois Waldner, den 90.
am 1.9.: Michael Spissinger, den 60. am 2.9.: Heinrich Hisch, den 94. Gerald Schaffer, den 60.
am 3.9.: Hubert Hipp, den 85. Manfred Füller, den 70. am 4.9.:Helmut Friedrich, den 92.
Willy Hochholdinger, den 80. am 5.9.: Franz Simmet, den 65. am 6.9.: Dr. Peter K. Fraps,
den 70. am 7.9.: Hans-Michael Peisert, den 65. Dietrich Podehl, den 60. am 8.9.: Linus Jehle,
den 93. Josef Scheungraber, den 97. am 10.9.: Johann Brüderl, den 60. am 11.9.: Werner
Lücking, den 75. Christian Braun, den 40. am 12.9.: Hans Hautmann, den 90. am 13.9.:
Bruno Abele, den 93. am 14.9.: Marcus Vieweger, den 50. Michael Waldherr, den 30. am
15.9.: Josef Seitz, den 91. Karl Kaiser, den 96. Thomas-Michael Dietlein, den 60. Florian
Niederhöfer, den 40. am 16.9.: Johann Singhammer, den 94. Jürgen Thomas Lehner, den 50.
Christoph Huber, den 40. am 17.9.: Dr. Franz Engst, den 94. Zeno Fuchs den 90. am 19.9.:
Hans Ulbrich, den 92. am 20.9.: Walter Brandt, den 96. Erwin Niedermeier, den 70. Hans
Dieter Vogl, den 65. am 21.9.: Peter Voß, den 60. Ludwig Wackerle, den 60. am 22.9.: Gottfried Kather, den 94. Werner Kittelmann, den 80. Horst Demmelmayr, den 75. am 24.9.
Erich Schaufler, den 91. Leo Rusch, den 90. Wilfried Eulert, den 75. Franz Penzkofer, den 75.
Dieter Barbeln, den 75. Michael Wörle, den 60. am 25.9.:Siegfried Schleeh, den
92. Heinrich von der Grün, den 85. Engelbert Theuschl, den 90. am 26.9.:
Stefan Schwarz, den 65. Elise Ibler, den 95. am 27.9.: Wilhelm Hampe, den 85.
Peter Brüggemann, den 70. Werner Chrtek den 80. am 29.9.: Hermann Dertinger, den 91. Karl Prettner, den 91. am 30.9.: Prof.Dipl.Ing. Werner Schneider,
den 93. Josef Jakob, den 94. Karl Graser, den 75.
Viel Glück und viel Segen allen unseren Geburtstagsjubilaren!
Gedenkfeier am Kretadenkmal in Bad Reichenhall
am 20. Mai 2015
Erstaunlich war die Zahl der Fahnenabordnungen und der Teilnehmer, die, trotz des
kräftigen Regens, den Weg zur Gedenkfeier in Bad Reichenhall gefunden hatten. Der
OK-Vorsitzende Manfred Held freute sich sichtlich, dass Kameraden auch weite
Anfahrtswege nicht gescheut hatten.
In seiner Rede ging Manfred Held auf den Tod von nahezu 300 Gebirgsjägern ein, die
– allesamt Angehörige des III./GJR 100 – in der Nacht des 21. Mai 1941, beim Übersetzen auf die Insel Kreta, ihr Leben verloren haben. „Das Kretadenkmal“, fuhr Held
22
fort, „erinnert jedoch auch an die Kriegstoten der Stadt Bad Reichenhall im 2. Weltkrieg.“ Und nicht zuletzt wird an der Kretabrücke der Menschen von Kreta gedacht,
die durch Gewalt und Unrechtshandlungen ums Leben kamen.
OK-Vorsitzender Manfred Held vor den Fahnenabordnungen
Beim Totengedenken erinnerte Kamerad Held an die „gefallenen und vermissten
Gebirgsjäger des ehemaligen III. Bataillons Gebirgsjägerregiment 100 aus Bad Reichenhall, die Bombenopfer der Stadt Bad Reichenhall und die Opfer in der kretischen
Zivilbevölkerung.
23
Wir schließen in unser Gedenken ein die gefallenen und vermissten Soldaten aller
Nationen, die Opfer von Krieg, Gewalt und Willkür.
Besonders erinnern wir auch an die Gefallenen unter dem Edelweiß in Afghanistan.
Möge uns der Frieden erhalten bleiben und die Welt jeden Tag friedlicher werden!“
Sinkende Mitgliederzahlen bereiten Sorgen
Rechenschaftsbericht und Ehrung bei der Jahreshauptversammlung
der Kameradschaft Bad Reichenhall
Bei der Jahreshauptversammlung der „Kameradschaft Bad Reichenhall im Kameradenkreis der Gebirgstruppe“, die kürzlich im Unteroffiziersheim der „Hochstaufen
Kaserne“ stattfand, konnte der Vorsitzende Manfred Held in seinem Rechenschaftsbericht auf eine ganze Reihe von Veranstaltungen zurückblicken. Dabei betonte er
aber, dass die Kameradschaft Nachwuchsprobleme habe.
Der Vorsitzende Manfred Held zeichnete Christian Nietsch und Manfred Sinzinger (von links) mit
dem „Abzeichen mit Lorbeerkranz“ aus. Dazu gratulierte auch der stellvertretende Kameradschaftsvorsitzende, Fritz Scheerer (rechts).
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In seinem Rechenschaftsbericht ließ Vorsitzender Held die durchgeführten Veranstaltungen noch einmal Revue passieren. Neben den neun stattgefundenen Kameradschaftsabenden, die jährliche „Kretagedenkfeier“ und dem Volkstrauertag in Ruhpolding und Bad Reichenhall, zähle die eindrucksvolle Adventfeier zu den wichtigen
Veranstaltungen der Kameradschaft. Auch den Vereinsausflug in das Mammutmuseum in Siegsdorf und die Teilnahme an der Untersbergfeier erwähnte er, genauso wie
das jährliche Schafkopfturnier.
Die Ausrichtung des 50. Bundesschießens für den Kameradenkreis der Gebirgstruppe
habe der Kameradschaft „Lob von höchster Stelle“ eingebracht. In diesem Zusammenhang erwähnte er, dass dies der letzte Vergleichskampf wegen der immer geringer
werdenden Teilnehmerzahl gewesen sei. Der Verein habe mit ihren Abordnungen an
fünf Veranstaltungen der Gebirgsjägerbrigade 23, sowie der Stadt Bad Reichenhall
teilgenommen, besonders den erfolgreichen „Tag der offenen Tür“ der Brigade hob
er hervor.
Dazu seien noch neun Veranstaltungen bei Nachbarvereinen auf dem Programm
gestanden, unter anderem die „außergewöhnliche 200 Jahrfeier der Krieger- und Soldatenkameradschaft Ruhpolding“ und die traditionelle Brendtenfeier, erinnerte Held.
Er als Vorsitzender habe zudem am Treffen der Kameradschaftsältesten und am
Kongress der „International Federation of Mountain Soldiers“ (IFMS) in der Schweiz
teilgenommen.
Sportlich wussten einige Kameradschaftsmitglieder beim „Edelweißpokal“ zu überzeugen, wohl ebenfalls die letzte Veranstaltung des Kameradenkreises der Gebirgstruppe. Mit 181 Mitgliedern sei die Zahl erneut gesunken, es fehle an aktiven Soldaten.
„Größtes Manko bleibt, dass die aktive Truppe weder den Weg zum Kameradenkreis
in München, noch zu unserer örtlichen Kameradschaft findet“, kritisierte Held. Damit
gefährde die aktive Truppe sowohl den Kameradenkreis als deren Sprachrohr, sowie
auch die Mitgliedschaft in der IFMS, da die Kosten nur schwer von einer immer geringeren Mitgliederzahl getragen werden könnten. „Wenn der größte Standort der
Gebirgstruppe keinen Nachwuchs mehr für den Kameradenkreis generiert, stimmt
etwas nicht“, meinte der Vorsitzende. Außerdem ging er auf eine eventuelle Fusionierung zwischen der Kameradschaft Bad Reichenhall und der Truppenkameradschaft
des Gebirgsjägerbataillons 231 ein. „Was den Standort Bad Reichenhall angeht, können wir uns –aus meiner Sicht- nicht zwei gebirgseigentümliche Kameradschaften
leisten. Dies ist verwirrend und findet keine Resonanz in der Truppe“. Erste positive
Gespräche seien bereits gelaufen. Mit den Worten: „Wir wollen als Soldatenverein
gemeinsam für jung und alt die Sache und den Geist der Gebirgstruppe vertreten“,
schloss Held seinen Rechenschaftsbericht.
Nach einem Ausblick auf die kommenden Termine überreichte der Vorsitzende an
Christian Nietsch und Manfred Sinzinger für ihr Engagement um die Belange der
Kameradschaft das „Abzeichen mit Lorbeerkranz“.
In seinem Grußwort gratulierte Josef Häusl von der Soldatenkameradschaft 1840 der
Kameradschaft Bad Reichenhall zu den vielen Aktivitäten, die der Verein durchgeführt hat und lud bereits zum 175jährigen Gründungsfest Ende Oktober ein.
Text/Foto: Hannes Burghartswieser
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Jahreshauptversammlung der Truppenkameradschaft
Brannenburger Gebirgspioniere.
Angehörige der TK bei der Fremdenlegion in Südfrankreich und bei der Gedenkfeier auf dem Wallberg
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Es gibt sie nach wie vor – die ehemaligen Brannenburger Gebirgspioniere, zusammengeschlossen im Kameradenkreis der Gebirgstruppe. Traditionsgemäß traf man
sich am letzten Mittwoch in Brannenburg St. Margarethen im Berggasthof Kraxenberger zur Jahreshauptversammlung. Nach dem Gedenken für die verstorbenen Mitglieder, zog der Vorstand Peter Plank Bilanz zu den Veranstaltungen des vergangenen
Jahres und gab einen Überblick zu den Planungen 2015. Schatzmeister Gerd Bischof
legte wie jedes Jahr einen ausgeglichenen Haushalt vor, der auch von den Kassenprüfern nicht beanstandet wurde. Horst Barnikel ergänzte mit einer Bilderreihe zu den
militärgeschichtlichen Fahrten nach Frankreich, dem Tag der offenen Tür bei der
Gebirgsjägerbrigade 23 und dem Gebirgsjägerkirta am Wallberg, die Veranstaltung.
Nächster Stammtisch ist im Mai mit der traditionellen Maiandacht der Gebirgspioniere.
Horst Barnikel
Neuer Weg bei der Kameradschaft der Gebirgstruppe
Murnau-Pfaffenwinkel
Der Rückgang der Mitglieder im Kameradenkreis der Gebirgstruppe und der Teilnehmer bei Veranstaltungen erfordern neue Wege, wenn man nicht auf wichtige Veranstaltungen verzichten will. Einen solchen neuen Weg ging man in Murnau.
Nachdem der 1. Vorsitzende der Kameradschaft der Gebirgstruppe, Kamerad Wolfgang Braun, auch zweiter Vorsitzender der Kameradschaft ERH 1 des Bundeswehrverbandes ist, wurde beschlossen, die Vortragsveranstaltungen gemeinsam durchzuführen und die übrigen Kameradschaften in Murnau dazu einzuladen.
So fand am 27. April die Vortragsveranstaltung „Die Gebirgsjäger der Bundeswehr
und im Landkreis“ statt. Die Leitung übernahm Kamerad
Oberstabsfeldwebel a. D. Jürgen Schreier, 1. Vorsitzender der Kameradschaft ERH
Murnau des Bundeswehrverbandes. Ich wurde gebeten, mich um die Referenten zu
kümmern. Als Referenten konnte ich den Leiter des Ausbildungsstützpunktes Gebirgs-und Winterkampf Kamerad Oberst Michael Warter und den Kompaniechef der
3./Gebirgsjägerbataillon 233 Kamerad Hauptmann Alexander Dopp gewinnen.
Zu Beginn informierte ich mit einer kurzen Powerpoint Präsentation über den Kameradenkreis der Gebirgstruppe wie folgt:
- Ehrenmal der Gebirgstruppe am Hohen Brendten bei Mittenwald als sichtbares Zeichen des Kameradenkreises der Gebirgstruppe
- Gedenkgottesdienst mit Totenehrung am Ehrenmal als wichtigste Veranstaltung. Veranstalter ist neben dem Kameradenkreis auch der Standortälteste
Mittenwald und die Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“
- 30 Jahre Völkerverständigung im Rahmen der Internationalen Föderation
der Gebirgssoldaten
- Unterstützung der aktiven Gebirgstruppe im Ausland am Beispiel der Ausstattung einer Mädchenschule in Afghanistan (Anm.: Heute gehen 3,8 Millionen Mädchen in die Schule – 2001 so gut wie keines)
- Sozialwerk der Gebirgstruppe
1
ERH = Ehemalige, Reservisten, Hinterbliebene
27
-
Erweiterung des Ehrenmals für die Gebirgstruppe der Bundeswehr mit einer
Einladung zur Einweihung am 13. September 2015
Kamerad Oberst Michael Warter informierte dann über die Umgliederung der Gebirgs- und Winterkampfschule in den Ausbildungsstützpunkt Gebirgs- und Winterkampf im Rahmen der Bundeswehrreform.
Die offizielle Umbenennung findet am 26. Juni 2015 statt.
Seine wesentlichen Aussagen waren:
- Verstärkte internationale Zusammenarbeit. Das wichtigste Beispiel ist der gemeinsame deutsch-österreichische Heeresbergführerlehrgang - beginnend in Mittenwald.
- Jeder Offizier und Feldwebel muss die Gebirgsjägerbefähigung auf einem gebirgsspezifischen Lehrgang erwerben.
- Die wichtigsten Gebirgs- und Winterkampflehrgänge werden weiter durchgeführt.
Kamerad Alexander Dopp informierte anschließend über die Gebirgsjägertruppe
- Kurzer Überblick zur Gebirgsjägerbrigade
- Wesentliches über das Gebirgsjägerbataillon 233
- Schwerpunkt war seine Kompanie.
Oberst Warter
und
Hauptmann Dopp
Für
mich
waren
die
wichtigsten
Aussagen,
dass er personell
gut
aufgestellt ist
und
der
Gruppenführer mit einem
Feldwebel
bis Hauptfeldwebel
besetzt ist.
Für Vorbereitung des
Einsatzes
und im Einsatz verfügt er über die modernste Ausrüstung einschließlich einer umfassenden Kommunikationsausstattung auch in der Gebirgsjägergruppe und einer vollen
Nachtkampffähigkeit.
Er konnte uns deutlich machen, dass er über eine hohe Einsatzfähigkeit verfügt.
Zum Schluss gab es noch eine längere Aussprache, weil die sehr interessierten Zuhörer viele Fragen stellten. Rundum eine gelungene Veranstaltung.
Text: Hans Behringer/ Fotos: Hans Behringer/ ADG
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Neuwahlen und Ehrungen bei der Frühjahrsversammlung der
Kameradschaft in Burgau
Präsident des Kameradenkreises der Gebirgstruppe, Oberst a.D. HorstDieter Burmester, verleiht dem 2. Vorstand Manfred Seeleuther und
dem Schriftführer Eugen Schaller das Silberne Ehrenzeichen
des Kameradenkreises
v.l.: Ehrenvorstand Emil Vietz, Standartenbegleiter Rudolf Seibold, Vorsitzender Harald Wagner,
Kassiererin Gertrud Wagner, Beisitzer Franz Reidinger , Standartenbegleiter Rainer Schwitz,
Beisitzerin Brigitte Zemler, Kassenprüferin Maria Schaller, 2. Vorstand Manfred Seeleuther, Standartenträger Hermann Fischer, Schriftführer Eugen Schaller.
(Auf dem Bild fehlt Kassenprüfer Hermann Rau )
Der bisherige und auch neue Vorstand der Gebirgsjägervereinigung Burgau und Umgebung, Oberstabsfeldwebel a.D. Harald Wagner, konnte anlässlich der Frühjahrsversammlung am 21. März, im Vereinsgasthof Sonne, zahlreiche Mitglieder begrüßen. Als
Ehrengäste hieß der Vorsitzende Oberst a.D. Buhrmester, 1. Bürgermeister Konrad
Barm, den Kreisvorsitzenden der AWO ,Peter Jendruscik, sowie den Ehrenvorstand
der Burgauer Gebirgsjäger Emil Vietz willkommen.
Nach den Grußworten des 1. Bürgermeisters erläuterte Harald Wagner in einer kurzen
Zusammenfassung das festgelegte Programm des Vereins für 2015.
Der Schwerpunkt liegt auch für dieses Jahr bei der Gedenkveranstaltung mit der Gemeinde Tramin/Südtirol und der Schützenkompanie sowie der am 13.9. stattfindenden Gedenkveranstaltung auf dem Hohen Brendten bei Mittenwald.
Die Kassiererin des Vereins, Gertrud Wagner, trug den Kassenbericht für 2014 im
Detail vor; der Kassenprüfer bestätigte die Aussagen, Daraufhin konnte die Vorstandschaft entlastet werden. Ingrid Osterlehner gelang es als Wahlleiterin, rasch ein Er-
29
gebnis zu erzielen. Alle vorgeschlagenen Vorstandsmitglieder wurden ohne Gegenstimmen für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Neu im Amt sind Rainer Schwitz als
Standartenbegleiter, Franz Reidinger und Brigitte Zemler als Beisitzer und Maria
Schaller als Kassenprüfer.
Die aus der Vorstandschaft ausscheidenden Kameraden Donatus Schädle, Josef
Fendt, Helmut Straub und Waltraud Schnörch wurden für ihre langjährige Zugehörigkeit durch den Vorsitzenden Harald Wagner gebührend geehrt.
Als krönenden Abschluss wurde, aufgrund der 100 Jahrfeier seit Gründung des deutschen Alpenkorps, am 19. Mai 1915, ein geschichtlicher Rückblick durch den Präsidenten des Kameradenkreises gehalten.
Text/Foto: OK Burgau
_______________________________________________________________
UN-Einsatz in Somalia vor 21 Jahren
Wilhelm Kopf, Oberstleutnant a. D.,
ist Mitglied der Gebietskameradschaft Freiburg & SchwarzwaldSüd. Er erklärte sich bereit, über
seine Erlebnisse und Erfahrungen als Angehöriger des zweiten
Kontingents von UNOSOM zu berichten. Walter
Böcherer hatte die Vorarbeiten geleistet und so
konnte die Veranstaltung beim RK-Abend der
Freiburger Reservisten im März stattfinden. Die
beiden Vorsitzenden Manfred Löffler und Jan Spannagel freuten sich über die zahlreichen Besucher. Neben Angehörigen der beiden einladenden Kameradschaften
waren Kreisorganisationsleiter Alexander Vögtle von der Kreisgruppe Baden-Südwest, Angehörige der benachbarten RKs und der Freiburger ARGE
gekommen. Nun gehörte Wilhelm Kopf das Wort. Er stellte sich kurz vor, berichtete
dabei über seine letzte Dienststellung bei der Gebirgstruppe als Kommandeur des
Gebirgsnachschubbataillons 8 und ging dann auf seinen Einsatz ein. Wie für so viele
Einsatzkräfte nach ihnen auch, ging es zunächst einmal zu vorbereitenden Übungen
an die Infanterieschule in Hammelburg. Sie hat im Laufe der Jahre ihr Programm zur
Einsatzvorbereitung kontinuierlich ausgebaut und kann heute Soldatinnen und Soldaten mit den zu erwartenden Herausforderungen ihres Auslandseinsatzes vertraut machen. Unser Kamerad Kopf gehörte zusätzlich zum Vorauskommando, das in Somalia die erforderlichen Vorbereitungen zur Aufnahme des zweiten Kontingents zu
treffen hatte. Nach kurzer Rückkehr in die Heimat verließ er für rund vier Monate die
gewohnte Umgebung und übernahm in der Zeit des Einsatzes den Dienstposten des
G 4 für das gesamte Kontingent. Gleich zu Beginn hatte er dazu aufgefordert, auch
während des Vortrags Fragen zu stellen, damit es nicht ein bloßes Zuhören sei, sondern ein Dialog entstehe. Das war dann auch der Fall. Und so konnte er zu allen Fragen nach Unterbringung, Zusammenleben, Ausrüstung und vielen anderen Aspekten
auf die Interessenlage seiner Zuhörerschaft eingehen. Das obligatorische Weinpräsent
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und der Beifall der zahlreichen Anwesenden waren der Dank an den Referenten. Die
Verantwortlichen waren sich einig in ihrem Resümee, dass der Abend ein Beispiel der
gelebten guten Zusammenarbeit zwischen den Kameraden von der Gebirgstruppe
und den benachbarten Reservistenkameradschaften sowie der Kreisgruppe war. Auch
im kommenden Jahr wird es wieder gemeinsame Vortragsveranstaltungen geben.
Manfred Löffler GK Freiburg & Schwarzwald-Süd
Schwarzwälder gut zu Fuß
Heinrich Hansjakob, badischer Volksschriftsteller und streitbarer Pfarrer vor allem während des Kulturkampfes, trug
einen „Kalabreser“- in Baden unter dem Begriff Heckerhut
auch nach 1848 gerne getragen - als Ausdruck der NichtAngepasstheit. Dieser Schlapphut ist das Wegzeichen des
Hansjakobweges, von dem ein Teil zwischen Elz- und Kinzigtal verläuft. Auf ihm waren Mitglieder der GK Freiburg & Schwarzwald-Süd und der
RK Freiburg unterwegs. Die Initiatoren des Hansjakobweges hatten es sich zur Aufgabe gemacht, Informationen zu Landschaft und Geschichte der Region sowie zum
Werk von Heinrich Hansjakob zu präsentieren. Hinweistafeln an markanten Stellen
begleiteten uns und wurden diesem Anspruch gerecht. So wurde die Wanderung zu
einer interessanten Exkursion. Die landschaftliche Schönheit des mittleren Schwarzwald, das ideale Wanderwetter und die gute Kameradschaft taten das Ihre zu einem
gelungenen Tag.
Auf dem Hansjakobweg
In eine ganz andere Landschaft führte Walter Pfirsig seine Mitwanderer bei der Tour
am Kaiserstuhl. Neben den Ausblicken zum Schwarzwald und zu den Vogesen waren
es vor allem die botanischen Besonderheiten, die die Wandergruppe begleiteten. Zahlreiche Fotografen mit entsprechender Ausrüstung nutzten die Zeit der Orchideenund Lilienblüte, um zu guten Aufnahmen zu kommen. Oberhalb des Lilientales trafen
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die Wanderer auf spezielle Baumanpflanzungen. Beeindruckend waren die Mammutbäume, aber auch die beiden Flächen mit den weltweit vertretenen Exemplaren der
Birke und des Ahorns. Unser
Wanderführer wusste viel Wissenswertes zum Kaiserstuhl zu
berichten und erwies sich zudem als ein Experte in Sachen
ÖPNV.
Das ideale Wanderwetter trug
das Seine dazu bei, dass dies ein
gelungener Tag wurde.
Hin und wieder genießt auch der
strammste Wanderer eine kurze
Rast
Manfred Löffler
GK Freiburg & Schwarzwald-Süd
Traditionen der französischen Armee
Schwarzwälder Gebirgssoldaten zu Gast bei Feierlichkeiten
Die ehemaligen Fremdenlegionäre begehen ihren höchsten Feiertag
Das Gefecht von Camerone fand im Rahmen der französischen
Intervention in Mexiko am 30. April 1863 statt. Bei dem Gefecht
kämpften 62 Legionäre und 3 Offiziere der Fremdenlegion unter dem
Hauptmann Jean Danjou und den Offizieren Sous-Lieutenant (Unterleutnant) Clément Maudet und Sous-Lieutenant Napoleon Vilain gegen
rund 2.000 Soldaten unter dem mexikanischen Oberst Francisco de
Paula Milán, davon 1.200 Infanteristen und 800 Kavalleristen. Bis heute
gilt dieses Gefecht in der Legion als Symbol der Tapferkeit und Opferbereitschaft ihrer Soldaten. Seit vielen Jahren sind wir bei dieser Feier
eingeladen. Nach der Auflösung des in Donaueschingen stationierten 110. Infanterieregiments wird das Camerone-Gedenken in der Robert-Schuman-Kaserne in Müllheim abgehalten. Heinz Duchardt, Präsident des Interessenverbandes ehemaliger
Legionäre Freiburg, hatte auch in diesem Jahr die Federführung und hatte zu der Feier
eingeladen. In der südbadischen Delegation war das Edelweiß, auch am Barrett, eindeutig in der Überzahl.
Als der Erste Weltkrieg ausbrach, verfügte Frankreich bereits über eine bestens ausgebildete Gebirgstruppe. Bei den Kämpfen im August 1914 zeigte es sich, dass nur
ganz wenige der dort eingesetzten deutschen Verbände mit den besonderen Erfordernissen des Einsatzes im Gebirge, und sei es nur ein Mittelgebirge, vertraut waren.
Andererseits kostete die unzureichende Planung und Durchführung der Unternehmungen am Lingekopf im Jahre 1915 zehntausend französischen Alpenjägern das
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Leben. Der Jägerfriedhof am Col du Wettstein legt beredtes Zeugnis davon ab. Am
Sockel des Hochkreuzes sind unzählige Gebirgseinheiten verewigt. Im Gedenken an
das Jahr 1915 hielt das 27. BCA im April seine Abschlussübung zum Ende der
Grundausbildung in den Vogesen ab.
Die Chasseurs Alpins in den Vogesen
Am Mémorial du Linge fand die Zeremonie zur Verleihung der Fouragère statt. Die
jungen Soldaten waren in ihrer schneeweißen Winteruniform angetreten. Von geladenen Gästen und den Einheitsführern erhielten sie dann zwei Fourragères überreicht.
Das Bataillon trägt seit dem Ersten Weltkrieg diese Achselschnur in der Farbe der
Ehrenlegion. Seit 2012 kommt die Fourragère des Croix de la Valeur militaire hinzu.
Diese Auszeichnung wurde dem Bataillon nach ihrem Afghanistan-Einsatz verliehen.
Die Farbe des Bandes der Auszeichnung, die einem Bataillon verliehen wurde, bestimmt auch die Farbe der Fourragère. Eine weitere Besonderheit zu diesem Jahrestag
in den Vogesen gab es für das 27. BCA: In diesem Jahr ist die einzige Fahne der Chasseurs Alpins in der Obhut des Bataillons. Seit den 60er Jahren begehen Franzosen und
Deutsche an den Friedhöfen am Bärenstall und am Col du Wettstein jeweils am zweiten Augustsonntag das Gedenken an die vielen Toten am Lingekopf, denn auch die
deutsche Seite hatte 7000 Tote zu beklagen. In dem sich damals bildenden Komitee
Bärenstall arbeiteten auf Angehörige der damaligen OK Freiburg federführend mit.
Der Grand Ballon ist mit 1424 m der höchste Berg der Vogesen und für die Chasseurs Alpins ebenfalls ein wichtiger Berg, steht doch dem Gipfel das Denkmal eines
„Diable Bleu“. Die deutsche Besatzungsmacht ließ 1940 das Denkmal zerstören.
Inzwischen steht es längst wieder .Es war auch vor diesem Hintergrund ein ganz
besonderes Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft, dass wir zur Feier ins
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Elsass eingeladen wurden. In einer kurzen Zeremonie legten die Soldaten der 27.
Gebirgsinfanteriebrigade Kranzgebinde auf dem Gipfel nieder. In Cernay waren die
Schwarzwälder Gebirgssoldaten zum gemeinsamen Mittagessen eingeladen. Der Ehrenpräsident der nationalen Vereinigung des 7. BCA und unser Freund Roger Furst
von den Diables Bleus de Sélestat stellten unsere Delegation dem Brigadekommandeur, Brigadegeneral Hervé Bizeul, vor und er begrüßte es sehr, dass wir unsere
Freundschaft über die Grenze hinweg pflegen .Im Anschluss ging es zum Hartmannswillerkopf. Auch hier war das Jahr 1915 das Jahr der erbittertsten Kämpfe mit
hohen Verlusten auf beiden Seiten. Im Gedenken an die vielen Toten auf diesem Berg
wurde an der Gedenkstätte, an der sich vor einem Jahr der französische und der deutsche Präsident getroffen hatten, eine eindrucksvolle Feier abgehalten. Nicht von ungefähr nannten die Soldaten diesen Berg den „Menschenfresser“. In den Betrachtungen
zum Ersten Weltkrieg gelten die Vogesen eher als Nebenkriegsschauplatz. Für die
dort eingesetzten Soldaten war das zweitrangig, denn Tausende verloren dort das
Wichtigste, das sie hatten, nämlich ihr Leben. Voller bewegender Eindrücke kehrten
wir aus den Vogesen zurück. Unser Dank galt in besonderem Maße Roger Furst, dem
Vizepräsidenten der Diables Bleus de Sélestat, der sich jeweils für unsere Teilnahme
stark gemacht hatte. Wie sagte er doch im Vorfeld der Feierlichkeiten: „In den Hochalpen sind immer die Alpini eingeladen. Hier in den Vogesen bringen wir aus dem
Elsass die Schwarzwälder Gebirgsjäger mit.“ Treffender kann man Freundschaft nicht
beschreiben.
Gruppenbild mit BG Bizeul(3. v.l.)
34
Sidi-Brahim
Während der französischen Kolonialherrschaft in Algerien standen sich bei Sidi Brahim 10.000 Berber und 450 Franzosen gegenüber. Nur eine Handvoll französische
Soldaten konnten sich retten. Die Schlacht vom September 1845 ist in der französischen Geschichtsschreibung bis heute ein Beispiel für den Mut der Soldaten. Zu den
französischen Truppen gehörten auch Alpenjäger. Jeweils im September begehen die
Sektionen der ehemaligen Chasseurs Alpins und die aktiven Einheiten der Gebirgstruppe das Sidi-Brahim-Gedenken. Die mit uns befreundeten Diables Bleus de Sélestat haben schon nach Gerstheim bei Straßburg eingeladen. Selbstverständlich wird
eine Abordnung der GK Freiburg & Schwarzwald-Süd dort anwesend sein.
Manfred Löffler
GK Freiburg & Schwarzwald-Süd
35
Unter die Lupe genommen
Der römische Bürger scheint die politischen Unbilden
seiner Zeit mehr oder weniger gelassen ertragen zu haben. „Nichts Neues unter der Sonne“, meinte er und
nahm wohl kopfschüttelnd hin, was die politische Klasse
da wieder ausgeheckt hatte.
Im Werdenfelser Land steht der G7-Gipfel ins Haus, der
den Bürgern, bis hinaus nach München, für einige Tage
Beschränkungen auferlegt. 130 Millionen Euro soll das
Treffen kosten, wobei der Bund der Steuerzahler von 360 Millionen spricht, die der
Bürger für die zwei Tage auf Schloss Elmau zu berappen hat. „Nichts Neues unter der
Sonne!“
Der Wiener Kongress, der nach Napoleon Europa neu ordnen sollte, tagte zwar weit
länger als der G7-Gipfel, nämlich vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815, doch
geblieben ist von ihm vor allem das Sprichwort „der Kongress tanzt.“ Vertreter von
etwa 200 Staaten fassten eine Reihe zukunftsweisender Beschlüsse, die aber letztendlich nur dazu beitrugen, die Großmächte zu stärken. Von den vielen negativen Anmerkungen zu dieser Veranstaltung hat Marschall Blücher die kürzeste geliefert: „Der
Kongress gleicht einem Jahrmarkt in einer kleinen Stadt, wo jeder sein Vieh hintreibt,
es zu verkaufen und zu vertauschen.“ 2
Was werden die zwei Tage auf Schloss Elmau bewirken? Der IS-Terror wird weitergehen, das Elend in den Flüchtlingslagern fortbestehen, im Mittelmeer werden überfüllte Boote Menschen nach Europa bringen, das sich schwertut, die Quoten für
Asylbewerber durchzusetzen!
Auch wenn`s keine 360 Millionen werden, darf die Frage nach dem Kosten-NutzenVerhältnis gestellt werden. Hierzulande hausen Soldaten in Unterkünften, die vom
Schimmelpilz befallen sind, werden Kinder in Containern unterrichtet, weil Geld für
ein ordentliches Schulhaus fehlt, mangelt es nicht nur in der Kinderonkologie an
Ärzten und Pflegepersonal. Diese Aufzählung ließe sich durchaus fortsetzen!
Bei all dem Gerede ums Geld darf freilich nicht unterschlagen werden, dass zu den
Kostentreibern auch die hinzugerechnet werden müssen, die gegen den G7-Gipfel
demonstrieren und die es immer weniger schaffen, von ihrem Demonstrationsrecht
als friedliche Bürger mit anderer Meinung Gebrauch zu machen. Wer die Bilder von
Heiligendamm – vom G 8-Gipfel 2007 – noch im Kopf hat, wird bestimmt nicht
wollen, dass sich in Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald ähnliche Szenen von
Gewalt und Randale abspielen. „Nichts Neues unter der Sonne“? In der Welt, in der
wir leben, hat sich Einiges verändert, sowohl die Menschen als auch ihre Probleme.
Es darf bezweifelt werden, dass die G7-Gipfel-Teilnehmer das alles in zwei Tagen
beackern können!
Franz Penzkofer
2
WIKIPEDIA; zitiert nach Franz Mehring: 1813 bis 1819. Von Kalisch bis Karlsbad, Stuttgart 1913, S. 72
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Wir gedenken
unserer verstorbenen
Kameraden
Albrecht Margarethe, Fuldatal, +21.02.15
Anger Wilhelm, Salzburg, 88 Jahre, + 02.12.14, SEZ
Bockhart Wilhelm, Marktoberdorf, 95 Jahre, + 20.04.15
StGefr., GEZ
Diehold Adolf, Gratwein/Ö., 101 Jahre, + 01.05.15
Gendarmeriebeamter
Eder Gerwin, Hinterstoder/Ö., 90 Jahre
Eisenreich Manfred, Passau, 84 Jahre, + 29.03.15,
OTL a.D. GebArtBtl 235
Geiger Hugo, Berchtesgaden, 89 Jahre, + 03.01.15
Gfall Meinrad, Grafing, 94 Jahre, + 17.03.15, O a.D., 1. GD, GEZ
Henneck Leonhard, Uehlfeld, 75 Jahre, + 20.03.15, StKp/PzBrig 24
Henning Heinrich, Emskirchen, 88 Jahre, + 24.02.15, Gefr., GJR 98+99, GEZ
Herzog Helmut, Erfurt, 97 Jahre, + 22.02.15, Uffz, II./GAR 112-3.GD
Hofbauer Josef, Landshut, 92 Jahre, + 20.02.15
Lederle Peter, Rettenberg, 75 Jahre, + 25.04.15
Lichtinger Georg, München, 92 Jahre, + 12.02.15, OGefr., 4/GJR 99
Loiberstetter Hans, Maitenbeth, 93 Jahre, + 18.01.15
Metzinger Fritz, Dr.rer.pol., Frankfurt/Main, 88 Jahre, + 16.04.15, 11./SkiJgErsRgt1
Reiländer Erich, Rieden, 77 Jahre, + 23.04.15, Hptm d.R., GebSanBtl 8
Schwarz Otto, Kaufbeuren, 88 Jahre, + 28.022.15
Weigell Gerhard, Garmisch-P., 90 Jahre, + März 2015, Lt., 8./GJR 100
Weinberger Richard, Dingolfing, 87 Jahre, + 13.04.15, Gefr., GJAB 98
Sie mögen in Frieden ruhen !
37
das alpenkorps
Eine historische Annäherung
Kriegsplanung, -entwicklung und –verlauf waren nahezu immer „zwei Paar Stiefel“.
Was die Generalstäbler an Ideen entwickeln, lässt sich nicht zu 100% umsetzen, denn es gibt da
einfach zu viele Störfaktoren, unter denen die Vorhaben des Gegners nur ein Punkt sind.
An jenem sonnigen Sonntag, dem 28. Juni 1914, als der österreichische Thronfolger Erzherzog
Franz Ferdinand mit seiner Frau Sophie in Sarajevo ankam, dachte wohl kaum jemand daran,
dass 37 Tage später ein furchtbarer Krieg ausbrechen würde, für den 65 Millionen Soldaten aufgeboten werden, von denen 21 Millionen verwundet und 20 Millionen zivile und militärische Todesopfer
zu verzeichnen sind. Drei existierende Reiche werden vier Jahre später zerfallen sein. 3
Bild: Die Alpen werden für den Tourismus
erschlossen
Die Mär von der „bayerischen Truppe“
Die Geschichte von Hannibal, der mit seinen
Kriegselefanten über die Alpen gezogen ist, hat
mich als Schüler nicht besonders beeindruckt.
Zum einen fehlte mir als Niederbayer jegliche
Vorstellung zu einer Alpendurchquerung zum
andern ist es wohl auch dem Geschichtslehrer
nicht gelungen, diesbezüglich unsere Phantasie
zu beflügeln.
Alpen, das war lange Zeit für die Menschen
kein Ort, an dem man sich aufhalten wollte.
Und ein Platz zum Krieg führen waren die
Alpen schon gleich gar nicht. Dieser lange
gehegten Auffassung mag sich freilich ein Carl
von Clausewitz nicht anschließen. 4 Er ist zwar
der Ansicht, dass im Gebirge alles irgendwie
langsamer vor sich geht, rückt aber zurecht, dass es zwar schwer begehbare Pfade
gibt, die jedoch keineswegs unüberwindbar sind. Da die Waffentechnik im 19. Jahrhundert einen gewaltigen Entwicklungssprung geschafft hat, brachte sie Waffen hervor, die auch im Gebirge einsetzbar waren. Und der Tourismus hatte die Alpen entdeckt, was zur Folge hatte, dass Straßen gebaut, Unterkünfte geschaffen, kurzum, eine
bisher als unwirtliche Gegend geltende Region erschlossen wurde.
Christoph Clark, Die Schlafwandler; wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog
e-Book-Ausgabe, S. 7
4 Carl von Clausewitz, Vom Kriege, Ungekürzter Text, Augsburg 1990, S. 439 ff.
3
38
Das hatte zur Folge, dass Länder mit Gebirgsanteil darangingen, Gebirgstruppen
aufzustellen. In Italien, Österreich, Frankreich und der Schweiz finden sich Einheiten,
deren Soldaten Bergsteigen und Skifahren konnten. Das Königreich Bayern unterhielt
zu dieser Zeit keine Gebirgstruppe! Da Italien und Österreich Verbündete waren, sah
man in Bayern keine Notwendigkeit für eine Gebirgstruppe. Preußen und die Württemberger waren uns da voraus. Die Situation änderte sich – auch für Bayern – mit
der Kriegserklärung Italiens an Österreich-Ungarn am 23. Mai 1915. 5
Bayern reagierte mit der Aufstellung „gebirgstüchtiger“ Einheiten, welche schließlich
die Hälfte des so genannten Alpenkorps - zahlenmäßig eine verstärkte Infanteriedivision - ausmachten.
Soldaten des
Alpenkorps
Die „Geburtsstunde“ des Alpenkorps
Der militärischen Führung von damals bleibt der Vorwurf nicht erspart, dass sie die
touristische Entwicklung des Gebirges, die Zunahme der sportlichen Betätigung wie
Bergsteigen und Skifahren, nicht zur Kenntnis genommen hat. Lediglich auf freiwilliger Basis konnte Skifahren geübt werden. Die Skifahrer wurden von der militärischen
Führung als eine Art Notbehelf betrachtet, wenn starker Schneefall Aufklärungstätigkeit durch üblich ausgerüstete Truppe verhindern sollte. Man hegte in den höheren
Stäben und in den Kriegsministerien der Länder die Ansicht, sollte ein Gegner die
Alpen überwinden, dann werde man ihn in der Ebene stellen. 6 Außerdem war man
der Meinung, sollte wirklich im Gebirge gekämpft werden müssen, dann wäre für
diesen Kampf jede Truppe geeignet, sie bräuchte dafür nur die nötige Ausrüstung.
Hinweise aus dem Vortrag von Dr. Thomas Müller zur Einführung der Ausstellung „Die Alpen im Krieg
– Krieg in den Alpen“. Kam. Dr. Müller ist der Kurator dieser interessanten Ausstellung, die noch bis
September im Reduit Tilly zu sehen ist.
6 vgl. Immanuel Voigt, Das Alpenkorps an der Dolomitenfront 1915, Mythos und Realität, Bozen 2014, S.
37 ff.
5
39
Bild: Das Scherenfernrohr zur Beobachtung des Gegners
Der Winter 1914/15 in den Vogesen brachte dann
das Umdenken. Den deutschen Truppen lagen
skierfahrene französische Alpenjäger gegenüber,
die sich im Gelände dieses Mittelgebirges behaupten konnten.
Dabei gab es so genannte SchneeschuhEinheiten schon viel früher im Deutschen Reich.
Bereits „1888 wurde das 8. Infanterie-Regiment
in Goslar mit Schneeschuhen“ ausgerüstet und
deren Anwendung geübt. 7 Das bekamen einige
preußische Jägerbataillone mit und erlernten das
Skifahren. Bayern hingegen und Württemberg hinkten dieser Entwicklung hinterher.
Erst die Erfahrungen in den Vogesen führten dazu, dass
am 21. November 1915 das Bayerische Schneeschuhbataillon1 aufgestellt wurde, mit
Offizieren und Mannschaften sowie Freiwilligen, die allesamt das Skifahren beherrschten. Nach kurzer Ausbildung kam das Bataillon Anfang Januar 1915 in den
Vogesen zum Einsatz. Angedacht war allerdings, dass zum Frühjahr die SchneeschuhEinheiten überall wieder aufgelöst werden sollten. Das rief dann doch die Bayern auf
den Plan: Es wurde der Antrag gestellt, das Schneeschuhbataillon 1- unabhängig von
der Jahreszeit – als Gebirgstruppe zu erhalten. Diesem Antrag wurde stattgegeben.
Am 20. Mai 1915, drei Tage vor der Kriegserklärung Italiens an Österreich-Ungarn,
erhielt das Bayerische Kriegsministerium den Auftrag, umgehend ein so genanntes
Alpenkorps aufzustellen, in dem bayerische Truppen den Hauptanteil bilden sollten.
Der Grund für diesen Auftrag war, dass das Deutsche Reich Österreich-Ungarn seine
Unterstützung durch gebirgstaugliche Truppen zugesichert hatte. Diese Zusage wurde
nicht aus reiner Sympathie gegeben, vielmehr befürchtete die deutsche OHL 8 , dass
den Italienern möglicherweise ein Durchbruch gelingen könnte, der sowohl Bayern als
auch Baden-Württemberg bedrohen würde.
Diese gebirgstauglichen Truppen, das so genannte Alpenkorps gab es freilich noch
nicht; es musste erst aufgestellt werden.
Sammelpunkt Lagerlechfeld
Die Truppenteile, aus denen das Alpenkorps gebildet werden sollte, hatten noch keine
gebirgsspezifische Ausbildung erfahren; es ist auch davon auszugehen, dass die verschiedenen Einheiten durch eine gemeinsame Ausbildung zusammenwachsen sollten.
Als Ausbildungsort hatte das Bayerische Kriegsministerium Lagerlechfeld bestimmt.
Da aber die Zeit drängte, das heißt, ein baldiger Angriff der Italiener zu erwarten war,
kam es zu keiner Ausbildung mehr. General Krafft von Dellmensingen sorgte dafür,
dass umgehend alle Truppenteile nach Südtirol in Marsch gesetzt wurden.
7
8
a.a.O., S. 39
OHL = Oberste Heeresleitung
40
Soldaten des Alpenkorps warten vor der Münchner Schwanthalerschule
auf ihren Abtransport zum Lagerlechfeld
Die erste Einheit, die bereits einen Tag nach der italienischen Kriegs-erklärung in
Südtirol eintraf, war das Bayerische-Infanterie-Leibregiment. 9 Krafft ging es ferner
darum, bis Mitte Juni alle Truppenteile seines Alpenkorps vor Ort beisammen zu
haben. Er selbst war noch vor den „Leibern“ in Innsbruck, um die militärische Lage
persönlich zu klären. In seinen Aufzeichnungen nimmt Krafft von Dellmensingen
kritisch Stellung zu den Ergebnissen seiner „Aufklärung“. Militärische Befestigungsanlagen, Zahl der möglichen Verteidiger an dem langen Frontabschnitt, Handfeuerwaffen, Artillerie und Munition waren ungenügend. Die offizielle Darstellung der Situation folgte Kraffts Beurteilung nicht. Es darf angenommen werden, dass sich jemand
gefunden hat, der sich diplomatischer auszudrücken verstand als der Kommandeur
selbst, der nur selten ein Blatt vor den Mund nahm, wenn er sich im Recht wusste!
Truppenteile des Alpenkorps
Bayerisches Infanterie - Leib Regiment
Bayerisches Jäger Regiment 1 mit: Bayerischem 1. Jäger Bataillon
Bayerischem 2. Jäger Bataillon Bayerischem Reserve Jäger Bataillon 2
Jäger Regiment 2 mit: Jäger Bataillon 10 Reserve Jäger Bataillon 10
Reserve Jäger Bataillon 14
Gebirgs M.G. Abteilungen 204/ 205/ 226/ 227/ 234/ 240
Sächs. Feld Artillerie Regiment 68 Feld Artillerie Regiment 204
Gebirgs Artillerie Abteilung 4 Gebirgs Artillerie Abteilung 6
9
a.a.O., S. 64
41
Fuß Artillerie Bataillon 43 10 Fuß Artillerie Regiment 7
Feld Kanonen Regiment 201 Reserve Feld Kanonen Regiment 50
Feldhaubitzen Regiment 6 Feldhaubitzen Regiment 201 Reserve Feldhaubitzen
Regiment 50 Reserve Feldhaubitzen Regiment 62
Schwere Feld Artillerie Regimenter 9/ 19/ 27/ 50/ 62/ 201
Sächs. Minenwerfer Bataillon 11 Musketen Bataillon 2
Dazu gehörte kurzzeitig auch eine bayerische Fliegerabteilung, die aber nach ein paar
Wochen wieder abgezogen wurde.
Dieses Alpenkorps, wie schon erwähnt, war eine verstärkte Division, aus etwa 26 000
Soldaten bestehend, war für die damalige Zeit gut ausgerüstet. Auffallend war die
große Zahl von MGs(es konnten 11 GebMGAbteilungen gebildet werden); den Soldaten standen 10 000 Pferde zur Verfügung und erstaunlich viele PKW, nämlich 318.
Diese PKW-Dichte animierte viele Offiziere – auch solche ohne Führerschein – zu
Spazierfahrten oder zum „Mädels heranschaffen,“ 11 was eine Reihe von Unfällen zur
Folge hatte. Krafft selbst, ein Freund des Automobils, war anfangs kein Vorbild; das
änderte sich aber rasch, nachdem einige PKW zu Schrott gefahren worden waren.
190 LKW, 5 Omnibusse und 77 Motorräder sorgten für genügend Mobilität des Alpenkorps. Dagegen war die Anzahl der Krankenkraftwagen, mit 18 Fahrzeugen, geradezu bescheiden.
Wird fortgesetzt!
Text: fp/Truppenteile Alpenkorps: Manfred Benkel/ Fotos: ADG
Wege des Vereins Württembergischer Gebirgsschützen
Vereinigung ehemaliger Angehöriger der württ. Schneeschuh - und
Gebirgskompagnie des württ. Gebirgsbataillons und Gebirgsregiments
- Einblicke in Gipfel und Abgründe der Kameradschaftsgeschichte
zwischen 1919 und 1949 von Christian Schweizer Hptm d.R. , Vorsitzender der OK Stuttgart
Geschichte wurde schon oft geschrieben, Lebensgeschichten und Erzählungen, lassen
jedoch die Historie menschlicher und greifbarer werden. Angeregt durch einen
Schriftverkehr mit einem unserer Präsidenten, machten wir uns auf die Suche im
„Heuhaufen der Archive“. Sicher, da wurde schon Einiges über die ehemaligen württembergischen Gebirgstruppen geschrieben, speziell von Kamerad Ludwig Kainz,
Ludwigsburg und Helmut Wagner, Balingen (ehem. 13-er, 4.GD), doch das liegt
schon wieder zwei Generationen und mehr zurück. Manche Akten waren damals auch
noch nicht zugänglich, so eben die Vereinsakten der württ. Gebirgler oder gar die
Spruchkammerakten einzelner Vorstandsmitglieder. Der Fokus lag beinahe immer auf
der militärgeschichtlichen Seite, kaum im Bereich der daraus erfolgten Vereinshistorie.
Fuß Artillerie = schwere Artillerie; die Mannschaften waren nicht beritten sondern marschierten ursprünglich neben ihren Geschützen her. Die Bezeichnung hat sich gehalten, obwohl die Mannschaften
später aufsitzen konnten. Erst die Reichswehr hat diesen Begriff abgeschafft.
11 a.a.O., S. 44f.
10
42
Leider leben keine Zeitzeugen mehr, manches war auch mit einem Tabu belegt oder
der falschen Vermutung, so auch oft die Meinung der jüngsten Zeit, die Gebirgstruppe sei eine „Erscheinung“ des Dritten Reiches gewesen. Vorurteile, aber auch mangelndes Interesse an der Tradition sowie mangelnde Ausbildung in der Truppe, führen
hier leider immer wieder zu Fehlschlüssen.
Die Entwicklung dieser stolzen Truppe in Krieg und Frieden, zeichnet ein Bild eines
Klettersteigs: Gleißende Gipfel, schroffe Abgründe, Schatten, strenge Winde, grüne
Almen und kühne, zuweilen verschlungene Wege, bis hin zur „Ruhebank der Erinnerung“, Pflege der Tradition als ziviler Verein. So war es eine Frage, wo fangen wir an
zu suchen. Hinweise aus der Regimentsgeschichte oder gar in Archiven des Kameradenkreises…. Stadtarchiv Isny - Fehlanzeige, Stadtarchiv Stuttgart Vereinsregister
usw. – es sollte eine schwierige Recherche der Quellenlage werden. Erfolg zeichnete
sich dann im Staatsarchiv Ludwigsburg ab, dort lagern die wichtigsten Vereinsakten,
Anmeldungen bei den Behörden und Satzungen, sowie auch einiger, weniger Schriftverkehr, bzw. die wichtigen Spruchkammerakten. Dem Archiv sei hier herzlich für die
Kopien, der mehr als 400 Seiten Material, gedankt.
Zu Beginn ein kurzer Rückblick auf die Jägertruppe in Württemberg, die schon immer
ein besonderes und hohes Ansehen in der Bevölkerung genießen konnte, ursächlich
durch die besonderen Offiziere, die starke landsmannschaftliche Verbundenheit und
die hervorragenden militärischen Erfolge. Schon Mitte des 18.Jh. wurden berittene
Jägereinheiten aus Forstleuten und Jägern aufgestellt. Naturverbunden und sicher im
Präzisionsschuss, eine Spezialistentruppe, auch als Kundschafter und für Sonderaufträge. In Folge eines Dekretes des Herzogs, des späteren Königs Friedrich, vom
6.10.1799, wurde die Fußjägerkompanie von Scharffenstein aufgestellt. Georg Friedrich Scharffenstein war ein guter Kamerad und Jugendfreund Friedrich von Schillers.
1799 bei Erligheim, 1800 bei Ettenheim und in weiteren Gefechten gegen die Österreicher am Inn, Salzach Traun und Enns, haben die württembergischen Jäger die
Herausforderungen, auch im alpinen Gelände, gemeistert. Bald nannte man sie die
„Königsjäger“, denn das Jägerbataillon Nr.1 wurde vom König selbst und das Jägerbataillon Nr. 2 von einem königlichen Prinzen kommandiert. Im Russlandfeldzug
waren die Verluste extrem hoch, dennoch behaupteten sich die Jäger bei Borodino in
den Bagrationschanzen, gegen das mächtigste und nobelste Regiment der Russen, die
Chevalerie-Gardekürassiere. Von 36 Offizieren und 1.390 Mann des Jägerbataillons
König, kamen 7 Offiziere und 12 Soldaten wieder in der Heimat an! 1815 schlugen
die „Schwarzen Jäger“ (n. der Uniformfarbe) ihr letztes Gefecht in Suffelweihersheim
nahe Straßburg. Die Jägertruppe wurde auf andere Einheiten, Grenadiere und Dragoner aufgeteilt. 1859 und 1865 wurden neue Jägerbataillone aufgestellt. Die Tradition
der Schwarzen Jäger führte das Grenadierregiment König Karl, Nr.123 bis zum 1.
Weltkrieg fort, aus seinen Reihen sowie den InfReg 124 und 121 wurde dann die
Schneeschuhkompanie und damit später das Gebirgsregiment aufgestellt. Noch 1909
wurden Jägertage und Feste, bzw. das Jubiläum der Jägertruppe in Ludwigsburg gefeiert.
Das Württembergische Gebirgsregiment und seine Teileinheiten und Gliederungen
sind in der Literatur ausgiebig beschrieben. Zur Ausrüstung und Bekleidung sind
zahlreiche Fotodokumente erhalten. Denkwürdig ist die „Verleihung“ des Mützenab-
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