Aktion Minibrot 2015

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Erntedank 3./4. Oktober
Aktion Minibrot 2015
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Die Mitglieder des
KLJB Diözesanvorstandes (v.l.n.r.):
Manuel Troike,
Sarah SchulteDöinghaus, Matthias
Knippers, Katrin
Agethen
Seite 24 - 27
Vorwort
Liturgische
Bausteine
Inhalt
Impressum
Herausgeber:
Katholische Landjugendbewegung im Erzbistum
Paderborn
Vor wort
Am Busdorf 7, 33098 Paderborn, Tel. (05251)
28 88-460 / Fax 28 88-461
www.kljb-paderborn.de
[email protected]
Träger der Aktion Minibrot der Katholischen
Landjugendbewegung im Erzbistum Paderborn
ist der Landjugend-Begegnungszentrum e.V.
Liebe Leserinnen und Leser, liebe KLJB-lerinnen und KLJB-ler,
insbesondere die vergangenen Monate haben gezeigt, wie sehr wir Menschen voneinander abhängig
und auf gegenseitige Unterstützung angewiesen sind. Das 21. Jahrhundert beginnt als ein Jahrhundert, dessen Anfänge von politischen Krisen, Kriegen und Umweltkatastrophen überschattet sind. Wir
verfügen über modernste Technik und sind in der Lage, immer neue Maschinen zu erfinden, ins All
zu fliegen und virtuelle Daten auszuspionieren … und trotzdem bekommen wir seit Jahrhunderten
bestehende Phänomene der Ungerechtigkeit, Ausbeutung und Unterdrückung nicht in den Griff. Im
Gegenteil, die Kluft zwischen den Ländern des globalen Südens und uns wächst kontinuierlich weiter.
Mit dieser Minibrotmappe möchten wir neue Türen öffnen und die Chance geben, Verantwortung zu
übernehmen. Auf den folgenden Seiten werden wir euch Situationen vor Augen führen, in denen wir
uns bewusst gegen die Strukturen von Ausbeutung und Unterdrückung entscheiden und positionieren können. Das Leitwort „Wo kommt es her? Wo geht es hin?“ lädt euch ein, unseren modernen
Lebensstil kritisch zu hinterfragen und realisierbare Alternativen eines fairen, gerechten Handelns in
den Blick zu nehmen.
Auch mit der Unterstützung unserer Spendenaktion Aktion Minibrot könnt ihr euren persönlichen
Beitrag leisten, Fairness und Gerechtigkeit in der Welt zu fördern. Durch eure Mithilfe bei der Aktion
konnten bereits viele Projekte in den vergangenen Jahren nachhaltig unterstützt und einer Menge
Menschen zu einem selbstbestimmten Leben verholfen werden. – An dieser Stelle möchten wir uns
insbesondere für euer Engagement im Rahmen der Minibrotaktion 2014 noch einmal ganz herzlich
bedanken!
Wir hoffen auch dieses Jahr wieder auf eine tatkräftige Unterstützung eurerseits bei der Aktion
Minibrot und wünschen euch viel Erfolg und Freude bei der Gestaltung des Erntedankgottesdienstes
und der anschließenden Durchführung der Aktion!
Sarah Schulte-Döinghaus
Diözesanvorsitzende
Seite 2
Matthias Knippers
Diözesanvorsitzender
Katrin Agethen
Stellv. Diözesanvorsitzende
Manuel Troike
Stellv. Diözesanvorsitzender
Seite 3
Seite 28 - 31
Inhalt/
Impressum
Gruppenstunde
Seite 4 - 17
Seite 32 - 35
Schwerpunkt
Checkliste
Seite 18 - 23
Seite 36
Aktuelles aus
Projekten
KLJB-Haus
Hoinkhausen
Redaktion:
Inga Michels, Theresa Furhmann, Dominik Dreker, Manuel Rohleder, Anja Müting, Juliet Hardes, Kathrin Greskötter
Layout:
HinKucker – Werbung und Text,
Veronika Potthast, Paderborn
Druck:
Die Umweltdruckerei, Hannover
Die Aktionsmaterialien zur Aktion Mini-brot sind
mit Farben auf Basis nachwachsender Rohstoffe
klimaneutral auf Recyclingpapier gedruckt.
Fotos:
KLJB Diözesanverband und KLJB Bundesstelle
mit Ausnahme folgender Bilder: Titelseite u. S.
34: shopping girl ©Halfpoint/www.iStockphoto.com , S.3: © Dieter Schütz_pixelio.de, Grafik designed by freepik.com, S. 5: ©MHJ/www.
iStockphoto.com, S. 10-11: © Dieter Schütz_pixelio.de, mittleres Bild © Frank Kleinschmidt
Privat_pixelio.de, S. 12-13: © Kindermissionswerk aus Sternsinger 2 2008, Grafik PC designed by freepik.com, S. 14: © Paul-Georg Meister_pixelio.de, S. 15: ©Gerlinde Grunt_pixelio.
de, S. 16: Flaschen © Paul-Georg Meister_pixelio.de, Eimer © Hartmut Giessler_pixelio.de, S.
17: Trödelmarkt © Robert Babiak_pixelio.de,
Knopf-Bilderrahmen © Rainer Sturm_pixelio.
de, S. 26: Bild unten © Hans Heindl_pixelio.de,
S. 27: © Erich Westendarp_pixelio.de, S. 28:
Nähgarn © berwis_pixelio.de, Jeans © Rike_pixelio.de, Nähen © Ralf Dietermann_pixelio.de,
Knöpfe © Dieter Schütz_pixelio.de, S. 29: Tim
Reckmann_pixelio.de, S. 30: Einkaufsstraße ©
bernhard_pixler_pixelio.de, Grafik PC designed
by freepik.com, S. 31: Foto © Florentine_pixelio.de, Grafik Telefon u. Sprechblase designed
by freepik.com, S. 32/33: Abhaken-Foto ©
Gerd Altmann_pixelio.de, Ähren © DPhoto_
www.iStockphoto.com, S. 35: Ähren © DPhoto_www.iStockphoto.com
Gemäß §7 des Urhebergesetzes sind die abgedruckten Lieder und Texte nur für den internen
Gebrauch der Aktion Minibrot vorgesehen.
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SCHWERPUNKT
SCHWERPUNKT
Leitartikel
Viele unserer Produkte, die wir tagtäglich im Einzelhandel,
in Supermarktketten oder in Großmärkten vorfinden, stammen aus fernen Ländern. Über das gesamte Jahr hindurch
können wir Lebensmittel, Schreibwaren, Textilien und Rohstoffe kaufen, die wir aus Afrika, Asien, Amerika und Osteuropa importieren. Für die meisten ist es wohl heute kaum
mehr denkbar, sich einzig auf die Produkte zu beschränken, die hier bei uns vor Ort angebaut und regional gefertigt
werden. Und wenn wir ehrlich sind: Wer möchte schon auf
Reis, Bananen, Schokolade oder gar das Handy oder den
Computer verzichten?! Doch was sind wir bereit für diesen Luxus zu zahlen? Erwerben wir das, was wir kaufen, zu
einem fairen Preis? Und was genau hat es mit denjenigen
Waren auf sich, die tausende von Kilometern quer durch
die Welt hinter sich legen, ehe sie bei uns in Europa zum
Verkauf ausliegen?
Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, möchten wir
euch auf den folgenden Seiten einladen, sich an unsere Fersen zu heften, der Reise der Jeans kreuz und quer über die
Kontinente zu folgen! Vor dem Hintergrund der Frage „Wo
kommt es her? Wo geht es hin?“ werden wir euch durch die
verschiedenen Produktionsphasen und Stationen der Wei-
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Tradition währt!
terverarbeitung führen. Wir stellen die Personen hinter den
Kulissen des Handels vor und konfrontieren euch mit Fakten
und nützlichen Hintergrundinformationen zu den Themen
Konsumkritik, Fairer Handel, Globalisierung und Nachhaltigkeit. Darüber hinaus geben wir praktische Tipps und zeigen simple Alternativen, die jedeR im Alltag für sich oder
gemeinsam mit Anderen umsetzen kann!
Wie jedes Jahr haben wir auch in diesem Jahr zusätzlich
zu den inhaltlichen Artikeln wieder einen Praxisteil in die
Arbeitsmappe integriert. Der Praxisteil beinhaltet Tipps und
Anregungen für die Gestaltung einer Gruppenstunde oder
eines Workshops zur inhaltlichen Vorbereitung der Aktion.
Wir haben für euch Gottesdienst-Bausteine und meditative
Texte zusammengestellt, durch die ihr euch bei der Gestaltung eures Erntedankgottesdienstes inspirieren lassen könnt.
Mit Hilfe der Checkliste im Anschluss der Mappe könnt ihr
kontrollieren, was ihr bei der Durchführung der Aktion alles
beachten solltet.
Hintergrundwissen zur Kampagne
Entwicklungspolitische Aufklärungsarbeit
Die Minibrotaktion hat eine lange Tradition bei uns im Diözesanverband Paderborn. Einigen von euch mag der Begriff
„Mi-Schwein“ noch etwas sagen. „Mi-Schwein“ ist die Kurzform für Missionsschwein. Ausgehend von diesem Schwein,
dessen Erlös damals in den 70er Jahren u. a. Projekten in
Südamerika und Asien gespendet wurde, entwickelte sich
im Verlauf der Jahre die Spendenaktion Aktion Minibrot.
Anstelle des damaligen Mi-Schweins steht heute das Minibrot. Bei der Aktion werden, wie das Wort Minibrot bereits
verrät, im Anschluss an den Erntedankgottesdienst Brote
gegen Abgabe einer Spende verteilt. Wofür die Spendengelder eingesetzt werden, könnt ihr in dieser Minibrotmappe
erfahren!
Die Aktion Minibrot hat einen tieferen Sinn, der weit über
das Wort Spendenaktion hinausgeht. Sie leistet Aufklärungs-,
Bildungs- und Bewusstseinsarbeit, fokussiert die Bedeutung
von Hunger, Mangel- und Unterernährung, Armut und Not,
wirtschaftliche und soziale Ungerechtigkeit und Perspektivlosigkeit, die noch heute weite Teile der Welt beherrschen.
Durch die Minibrotaktion werden uns Möglichkeiten gegeben, unseren Blick auf die Menschen anderer Kontinente
auszuweiten, unser Handeln und Tun zu hinterfragen und
uns für globale Gerechtigkeit einzusetzen.
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SCHWERPUNKT
SCHWERPUNKT
Rohstoffe
Baumwollproduktion in Kenia/ Baumwolle
die Basis für jede Jeans
Fragen an Joseph von der Lamu Cotton Growers
Association, entstanden im Rahmen des
Fachkräfteaustausches in Kenia im Sommer 2014
1. Was ist das Besondere an der Baumwolle?
Viele Menschen wissen gar nicht, wie vielfältig die
Baumwollpflanze ist. Sie kann nicht nur für Textilien, sondern
auch für viele andere Produkte verwertet werden. Aus dem
Samen kann Öl gepresst werden, das als Speiseöl oder
Brennstoff genutzt werden kann. Die Baumwollhülsen sind ein
beliebtes Tierfutter. Darüber hinaus können aus Baumwollfasern
Fischernetze hergestellt und Zellulose gewonnen werden.
Die Zellulose wiederum ist der wichtigste Bestandteil für die
Papierherstellung.
2. Wie und wo wird Baumwolle angepflanzt?
Warum bietet es sich an, in Kenia Baumwolle zu
pflanzen?
Die Baumwollpflanze braucht bei der Aussaat viel Wasser und
im weiteren Wachstum viel Wärme. Die Anbaugebiete von
Baumwolle liegen in wärmeren Regionen, d. h. in den Tropen und
Subtropen. Kenia liegt am Äquator: Durch die immer gleichbleibend
warmen Temperaturen sowie den Regen, der typisch ist für die
Äquatorregion, aber nur zu bestimmten Jahreszeiten auftritt, bietet
Kenia den Pflanzen die idealen
Bedingungen für ihr
Wachstum.
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Joseph Mwangi Migwi
Joseph ist 58 Jahre alt, verheiratet
und hat zwei Kinder und zwei
Enkelsöhne. Seit 23 Jahren
wohnt er in Lamu, einer
ländlichen Region im Osten
Kenias. 1998 hat er gemeinsam
mit anderen die Lamu Cotton
Growers ins Leben gerufen.
Seit 2007 repräsentiert er die
Bauern und Bäuerinnen der
gesamten Küstenregion Kenias
in der ‚Cotton Development
Authority‘, ein staatliches
Unternehmen, das im Jahre
2006 gegründet wurde und
die Baumwollindustrie in
Kenia fördert, koordiniert,
überprüft und reguliert. Er ist
von Beruf Kleinbauer.
3.
Wie sieht ein typischer Tag eines Baumwollbauern aus?
Der Tag eines Baumwollbauern beginnt jeden Tag um 5 Uhr
morgens. Dann wird sechs bis acht Stunden auf dem Feld
gearbeitet. Die Pflanzen werden begutachtet, behandelt oder
geerntet. Da die Felder meist in der Nähe des Hofes sind,
wird gemeinsam auf dem Hof gegessen, bevor es wieder an
die Arbeit geht. In der Hochsaison muss die ganze Familie
mitarbeiten, auch die Kinder helfen mit.
4. Wie lange muss die Baumwollpflanze wachsen, bevor geerntet werden kann?
Von der Aussaat bis zur Ernte vergehen fünf bis sechs Monate.
Nach der Aussaat benötigt die Baumwolle sehr viel Wasser,
deswegen f indet die Aussaat der Baumwollpflanze in Kenia zu
Beginn der Regenzeit im April und Mai statt. Leider verursacht
der voran schreitende Klimawandel eine Verschiebung der
Jahreszeiten, sodass zukünftig ein guter Zeitpunkt für die
Aussaat schwerer einzuschätzen ist. Wenn der Regen nach
der Aussaat ausbleibt, ist die komplette Ernte gefährdet.
Nachdem die Fruchtkapseln sich jedoch geöffnet haben darf
keine Feuchtigkeit mehr in die Kapseln eindringen, da diese
die Ernte zerstören würde. Während dieser Phase sollte es
also nicht mehr regnen oder die Pflanzen müssen alternativ
sofort geerntet werden. Deswegen werden die Pflanzen zu
verschiedenen Zeitpunkten über Wochen hinweg abgeerntet.
Nach der Ernte werden die Pflanzen verbrannt und neue
Setzlinge gesät, da die Baumwollpflanze immer nur eine Saison
genügend Baumwolle produziert.
5. Wie viel Baumwolle trägt eine Pflanze bzw.
ein Feld?
Ein Feld von 1 ¼ ha trägt in einem Jahr ca. 15 Säcke voll
Baumwolle mit jeweils 90kg Baumwolle pro Sack. Leider kam es
aufgrund der Dürre in den letzten Jahren häuf ig zu Missernten,
sodass einige Bauern und Bäuerinnen anstatt der 15 Säcke nur
noch einen Sack voll Baumwolle auf einer solchen Fläche ernten
konnten. Die Missernten gefährden die Lebensgrundlage der
Bauern und Bäuerinnen, da diese sich meist auf Baumwolle
spezialisiert haben und kein anderes Einkommen haben.
6. Wie wird die Baumwolle geerntet?
Die Baumwolle wird geerntet, sobald die Baumwollkapseln
aufspringen und weiße Büschel aus langen Samenhaaren, die
Baumwollfasern, herausschauen. Die Ernte der Baumwolle ist
harte Arbeit, da die weißen Samenfasern mit der Hand aus den
Fruchtkapseln gezogen werden.
Die Baumwolle wächst auf Sträuchern (nicht Bäumen) und die
Kapseln öffnen sich nicht alle gleichzeitig, so dass man über
mehrere Wochen pflücken muss.
7. Welche Probleme haben Kleinbauern und
-bäuerinnen in der Baumwollindustrie?
Die größten Probleme für die Kleinbauern in Lamu sind der
fehlende Marktzugang und die nicht vorhandene Infrastruktur.
Es gibt keine Möglichkeit unsere Baumwolle in der Nähe zu
verkaufen und die Verkehrsanbindung ist schlecht. Die geringen
Mengen, die die Kleinbauern- und bäuerinnen produzieren,
verstärken dieses Problem, da die Industrie nur große Mengen
Baumwolle aufkauft. Dadurch sind die Kleinbauern- und
bäuerinnen stark auf Zwischenhändler angewiesen, die oftmals
die Preise extrem drücken.
8.
Was ist deine Vision für die Zukunft des
Baumwollanbaus in Kenia?
Wir von der Lamu Cotton Growers Association wünschen uns
mehr Unterstützung für den ökologischen Baumwollanbau
in der Region und in ganz Kenia, damit keine Pestizide
mehr eingesetzt werden müssen und die Erträge trotzdem
stabil bleiben. Des Weiteren wünschen wir uns eine
eigene Entkernungsmaschine, so dass wir unabhängig von
Großbetrieben sind und in der kompletten Wertschöpfungskette
auf die biologischen Standards achten können.
Ich persönlich hoffe, dass wir durch diese Maßnahmen eine
Bleibeperspektive für Jugendliche schaffen, damit die jungen
Leute in der Region Lamu bleiben können und nicht in die
Städte abwandern müssen, um dort einen Job zu f inden.
WISSENSWERTES
Über Lamu Jamii
Lamu Jamii ist ein Projekt des Landjugendverlags der
KLJB und startete offiziell im Juli 2013. Mit dem Projekt unterstützen wir Bäuerinnen und Bauern in der
Region Lamu im Südosten Kenias unter anderem bei
der Umstellung von Baumwolle auf Biobaumwolle.
Dafür erhalten sie die nötigen Weiterbildungsmöglichkeiten und Schulungen. Auch klimabedingte Veränderungen bei der Aussaat werden berücksichtigt.
Wir möchten mit dem Projekt einen Beitrag zu einer nachhaltigen Ernährungssouveränität und einer
nachhaltigen ländlichen Entwicklung in der Region
Lamu leisten, Bleibeperspektiven für junge Menschen vor Ort eröffnen und das Gemeinwohl der
Bäuerinnen und Bauern sowie die Solidarität untereinander stärken. Dabei geht es auch darum, die
kleinbäuerlichen Strukturen zu fördern und insbesondere einen Augenmerk auf Frauen und Jugendliche zu legen.
Mit unserem Partner in Deutschland, dem Internationalen Ländlichen Entwicklungsdienst (ILD), und
unseren zwei lokalen Partnern in Kenia, den Lamu
Cotton Growers und Sustainable Agriculture Community Development Programmes (SACDEP), verwirklichen wir unsere gemeinsamen Visionen und
Ziele.
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SCHWERPUNKT
SCHWERPUNKT
INFO *** INFO *** INFO
Die verschiedenen Arbeitsschritte, die für die weitere Verarbeitung der
Baumwolle nötig sind, finden häufig nicht in dem Land statt, in dem auch
die Baumwolle gewonnen wird. Stattdessen wird die Baumwolle in der Regel nicht nur über die Landesgrenzen, sondern auch über den jeweiligen
Kontinent hinaus in andere Länder transportiert, um dort weiterverarbeitet
zu werden, wo sich die Produktion am günstigsten gestalten lässt.
Verarbeitung der Baumwolle
„Nicht selten liegt der Naturfaseranteil von einem
vermeintlichen “100-Prozent”-Baumwoll-T-Shirt gerade mal bei 75 Prozent. Die restlichen 25 Prozent
sind Farbstoffe, Weichmacher und andere Chemikalien“ (Umweltinstitut München e.V. (2015), http://www.umweltinstitut.org/fragen-und-antworten/bekleidung/baumwolleverarbeitung.html).
Vom Ernten der Baumwolle bis zum Nähen der Jeans ist es noch ein langer Weg.
Wie wird aus dem weißen Knäuel ein Stoff, der verarbeitet werden kann?
Gut zu wissen!!!
Täglich sterben nach Schätzungen der WHO ca. 70 FeldarbeiterInnen an den Folgen des Pestizid- und Insektizideinsatzes, der Großteil davon sind Kinder unter 14 Jahren.
Jedes Jahr werden rund 550.000 Tonnen Färbemittel zum
Färben von Textilien verwendet. Das ist ca. die Hälfte der
weltweit produzierten Farbstoffe!
Entkernen
Kämmen
Spinnen
Weben
Zunächst muss die Baumwolle
entkernt werden. Jedes kleine
Knäuel hat einen Kern in sich,
der maschinell entfernt wird,
sodass nur noch die weiße
Masse übrig bleibt. Die Entkernung steigert den Wert
des Rohstoffes. Leider haben
die Baumwollbauern selbst oft
nichts von dieser Wertsteigerung, da die Entkernung in
großen, weit auseinander liegenden und stadtnahen Fabriken durchgeführt wird.
Damit aus der entkernten
Baumwolle ein Faden gesponnen werden kann, muss
die Baumwolle zunächst gekämmt werden.
Ganz traditionell funktioniert das Spinnen per Hand, was natürlich sehr viel Zeit, Geschick und Geduld erfordert. Beim
Spinnvorgang kommt es darauf an, dass die einzelnen Fasern
der Baumwolle gleichzeitig gezogen und gedreht werden.
Nur so kann am Ende ein gleichmäßiger und durchgehender
Faden entstehen.
Damit im nächsten Produktionsschritt aus dem Faden ein
Stoff entstehen kann, muss er gewebt werden. Traditionell geschieht dieser Prozess in einem Webstuhl, wobei die
verschiedenen Baumwollfäden in einem sehr aufwendigen
Webprozess in Handarbeit zu einem engmaschigen StoffGewebe verwebt werden. Heutzutage übernehmen große
Maschinen das Weben. Diese können in kurzer Zeit eine
wesentlich größere Stoffmenge herstellen, als auf traditionellem Wege möglich ist. Damit die Fäden beim Weben nicht
reißen, werden in der konventionellen Verarbeitung Chemikalien zum sogenannten Schlichten eingesetzt. Dadurch wird
die Baumwolle geschmeidiger und widerstandsfähiger
Nach dem Kämmen müssen alle Fasern in die gleiche
Richtung zeigen, um anschließend weiter verarbeitet werden zu können. Hier
zahlt sich die Qualität des
Rohstoffes aus. Je länger die
Fasern, desto besser.
Die Frau auf diesem Foto trägt einen Mundschutz, denn
die Arbeit ist nicht ungefährlich. Überall, wo mit Baumwolle oder vergleichbarem Material gearbeitet wird, entstehen
winzige, federleichte Fasern, die durch das Einatmen in die
Lunge kommen können. In den meisten Fällen wird diese
Arbeit natürlich von einer Maschine übernommen.
(Umweltinstitut München e.V. (2015), http://www.umweltinstitut.org/fragenund-antworten/bekleidung/baumwolle-verarbeitung.html).
Der Wasserspiegel des Aralsees hat sich infolge der Unmengen an benötigtem Wasser für künstliche Bewässerung
bei der Baumwollproduktion bereits um 14 Meter gesenkt.
170 Millionen Menschen in Entwicklungsländern leben
direkt von der Erzeugung und Verarbeitung von Baumwolle.
Die jährliche Produktion von Baumwolle beträgt weltweit
25 Millionen Tonnen.
Entkernungsmaschine
(Foto Theresa Fuhrmann)
Durchschnittlich werden für die Produktion von einem Kilogramm Baumwolle ca. 5.000 Liter Wasser verbraucht!
Ein Kleidungsstück in unseren Regalen hat während der
Fertigung bis zu 19.000 Kilometer zurückgelegt
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Fäden spinnen per Hand
(Foto Benjamin Kutz)
Chemierückstände in einem Baumwollshirt
können ein Drittel des Gewichtes ausmachen.
Der Transport vieler Textilien verschlingt doppelt
so viel Energie wie ihre Herstellung inklusive
aufwendiger Veredlung.
(Foto Benjamin Kutz)
(Foto Benjamin Kutz)
Hättet ihr gedacht, dass so viele Schritte nötig sind, an denen so viele Menschen und Maschinen beteiligt sind? Und jetzt haben wir gerade einmal die Stoffbahn …
Gut zu wissen!!!
Die hier abgedruckten Infos und noch mehr Wissenswertes ist in folgendem Buch zu
finden: ANDREAS SCHLUMBERGER. 40 EINFACHE DINGE, DIE SIE TUN KÖNNEN,
UM DIE WELT ZU RETTEN UND WIE SIE DABEI GELD SPAREN. WESTEND, 2008
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SCHWERPUNKT
SCHWERPUNKT
Wissenswertes über das
Färben & Nähen der Jeans
1. In der Textilproduktion werden ca. 8.000 verschiedene Chemikalien und rund 4.000 Farbstoffe eingesetzt.
2. Pflanzenfärber bevorzugen den natürlichen Indigo (typischer blauer Jeansfarbstoff).
3. Um den Stoff pflegeleicht zu machen, werden chemische Kunstharze auf die Fasern aufgebracht, die das Einlaufen und
Knittern der Kleidung verhindern.
10.JedeR NäherIn hat einen spezifischen Aufgabenbereich und ist jeweils für einen einzigen, monotonen Produktionsschritt zuständig. Einzelne Aufgabenbereiche können beispielsweise das Nähen von Hosentaschen, das Zusammennähen von Hosenbeinen oder das Einnähen von Reißverschlüssen sein.
11.Seit 2010 setzt „Joker“ (Jeans Fabrikant) als einziger deutscher Betrieb reinen Sauerstoff für das Bleichen von Jeans
ein. Das ist im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren umweltverträglicher und spart große Mengen an Energie,
schädlichen Chemikalien und Wasser ein.
4. Farbechte Jeans sind generell umweltfreundlicher als gebleichte Exemplare.
5. Bei der ökologischen Textilveredelung, ein Prozess der dem Stoff bestimmte Eigenschaften verleiht, wird unter anderem Kartoffelstärke anstelle eines Zusatzes verschiedenster (z. T. giftiger) Chemikalien verwendet.
6. Bei der Herstellung einer „Used look“-Jeans entsteht feiner Quarzstaub, der bei den FabrikarbeiterInnen schwere
Lungenkrankheiten verursachen kann.
7. Der größte Teil des Chemie-Cocktails, der während der Herstellung der Jeans dem Stoff zugeführt wird, wird anschließend wieder heraus gewaschen. Dennoch verbleiben 10% der Chemikalien in dem beliebten Kleidungsstück.
12.Während ein Laser den Indigo-Farbstoff, das ist der Farbstoff mit dessen Hilfe das „Jeansblau“ erzeugt wird, lediglich
oberflächlich entfernt wird, werden mit körnigem Schleifpapier feinere Tragespuren eingearbeitet.
Fazit: Die Herstellung einer Jeans ist immer mit Umweltbelastungen verbunden. Die Jeans, die am längsten getragen wird,
hat im Endeffekt die beste Ökobilanz. Deshalb solltet ihr mehr Wert auf Qualität statt Quantität legen und so wenig
Kleidung wie möglich kaufen.
Denn, je weniger Kleidung produziert wird, desto besser ist es für die Natur.
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8. Auch Hinweise wie „bügelfrei“ oder „knitterarm“ können Hinweise auf chemische Substanzen sein.
9. Nach vorgefertigten Schnittmustern werden alle Einzelteile der Hose, von den kleinen Gürtelschlaufen bis hin zum
großen Vorder- und Rückenteil, ausgeschnitten und genäht.
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SCHWERPUNKT
SCHWERPUNKT
Interessanter Link
Hier nähst du um die Wette und
spürst welchem Druck die ArbeiterInnen in
den Schneidereien ausgesetzt sind:
http://www.ci-romero.de/ausbeuterfabrik
Fertig ist die Jeans und jetzt?
Die Jeans hat eine weite Reise hinter sich. Sie ist 1,5-mal
um die Erde gereist – bis sie bei uns in den Handel kommt.
Entweder wird sie zunächst an Zwischenhändler verkauft
oder die Firmen sind so groß, dass sie direkt bei den Produktionsstätten einkaufen. Das ist z.B. bei Discountern wie
kik der Fall.
Und dann komme ich ins Spiel, ich der Jeanskäufer oder ich
die Jeanskäuferin. Der Durchschnittsdeutsche gibt 800 Euro
pro Jahr für Kleidung aus.
Wenn ich mir eine Jeans kaufe, wie viel bezahle
ich dann eigentlich für wen?
• Die Hälfte des Jeanspreises behält der Einzelhandel,
• ein Viertel wird für Werbung ausgegeben und
• vom letzten Viertel werden die Transport- und Fabrikkosten bezahlt.
• Der Arbeitslohn, der für die Produktion bezahlt wird,
macht nur 1% des Jeanspreises aus.
Was weiß ich über die Jeans im Laden?
Ich kann die Farbe und den Schnitt erkennen. Auf den eingenähten Schildern steht die Größe und welche Art von
Stofffasern verwendet wurde, außerdem bekomme ich
Waschhinweise. Es wird mir auch mitgeteilt, wo die Jeans
hergestellt wurde, aber, dass sie da nur genäht oder nur
gefärbt wurde, das erfahre ich nicht. Auch weiß ich nicht,
unter welchen Bedingungen meine Jeans hergestellt wurde:
Interessanter Link
Ist 1% des Jeanspreises als Lohn ausreichend für
die ArbeiterInnen?
Wurden Arbeitsrechte und Umweltschutz eingehalten?
Mittlerweile gibt es für Kleidung, wie bei den Lebensmitteln, zahlreiche Siegel. Einige bescheinigen eine ökologische
Hier kannst du dein Wisssen
zur Reise einer Jeans testen:
http://konsumquiz.de/jeans-quiz/
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Produktion, andere menschenwürdige Arbeitsbedingungen.
Kaum eines der Logos siegelt die gesamte Wertschöpfungskette als fair, meist beziehen sie sich auf die Produktion.
Da die Produktion hauptsächlich in Niedriglohnländern
mit mangelnden oder fehlenden Arbeitsschutzgesetzen geschieht, ist hier der wichtigste Ansatzpunkt für eine faire
Produktion. Aber auch hier in Deutschland sind die Arbeitsbedingungen für z.B. die VerkäuferInnen nicht immer fair.
http://www.kindermissionswerk.de/magazin/2008-02/Subsites/weitgereiste-jeans.html
Quelle: Ökoprojekt – Mobilspiel e.V. München
Quelle: Kaufwahn oder konsumieren mit Sinn? Werkmappe CIR, BDKJ
http://www.ci-romero.de/material-details/produkt/konsumwahm-oder-konsumieren-mit-sinn
http://konsumquiz.de/jeans-quiz/
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SCHWERPUNKT
SCHWERPUNKT
Warum trägst du Jeans?
Sie ist das wohl beliebteste Kleidungsstück, welches in Nachdem nun auf den vorherigen Seiten einiges über die
keinem unserer Kleiderschränke fehlen darf. Die Rede ist Herkunft und Inhaltsstoffe berichtet wurde, stellt sich nun
natürlich von unserem Lieblingsbeinkleid – der Jeans.
die Frage, warum die Jeans für die meisten Menschen ein
unverzichtbarer Bestandteil der alltäglichen Kleidung ist.
Was vor vielen Jahrzehnten zum Zweck einer robusten
Arbeitshose für Goldgräber oder Cowboys hergestellt
wurde, spielt heute eine bedeutende Rolle in der Mode. Von
der Röhrenjeans über bunte Jeanshosen bis hin zum Modell
„Boyfriend“, gehört sie heute zu den meistverkauften
Kleidungsstücken der Welt.
Trägst du gerne
Jeans? Wie viele
hast du im Schnitt?
Ich trage fast ausschließlich Jeans.
Wenn nicht als Hose, dann als Bluse oder
Rock. In meinem Freiwilligendienst in Sambia
hatte ich keine einzige dabei. Sie sind vor allen
Dingen in Deutschland praktisch, weil sie alles aushalten, warm und leicht zu pflegen sind.
Trägst du
gerne Jeans?
Aus welchem Grund
landet deine Jeans
irgendwann in dem
Ich trage gerne
Müll?
Jeans, weil sie robust
und bequem sind und außerdem gut aussehen. Wenn mir meine
Jeans nicht mehr gefallen oder
mir nicht mehr passen, landen sie
nicht auf dem Müll, sondern in der
Altkleidersammlung.
Ich schätze ich habe so vier bis sechs.
Dominik Dreker,
Mitglied des AK –
Eine Welt
Greta Liedtke,
ehemalige Freiwillige in Sambia
Trägst du
gerne Jeans?
Nach welchen Kriterien suchst du
deine Jeans
aus?
Mona Niggemeier,
Vorsitzende
Dekanat Büren
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Ich trage Jeans, habe aber überwiegend
Stoffhosen. Gerne trage ich sie, weil sie zu allem passen. Selbst wenn es mal etwas schicker
sein muss, ist eine dunkle Jeans meistens nicht
verkehrt.
Auf Marken lege ich auf jeden Fall Wert, da
sie in der Regel länger halten. Ich habe vielleicht noch fünf, die ich regelmäßig anziehe.
Ich schmeiße sie aber nur weg, wenn sie
wirklich total kaputt sind.
Trägst
du gerne
Jeans? In
welchen Fall
entsorgst
du deine
Jeans?
Ich trage gerne Jeans, weil sie
warm halten und schön aussehen.
Mir ist die Marke egal. Wenn mir
eine Hose gefällt, kaufe ich sie. Ich
besitze ca. drei, die ich regelmäßig
anziehe. Ich entsorge sie, wenn
sie nicht mehr so gut passen oder
wenn sie kaputt sind.
Trägst du
gerne Jeans?
Jaaa, jeden Tag beim
Arbeiten und abends. Dann
gelangen die Moskitos nicht an die
Beine! Meine eine Jeans dürfte nur
noch an die 200 Gramm wiegen, so
abgenutzt wie sie ist. Sie wurde schon
einmal genäht aber erfüllt weiterhin ihren Zweck.
Fabiola Knaup,
KLJB Ortsgruppe
Holtheim
Trägst du
gerne Jeans?
Wie lang hält
deine Jeans im
Schnitt?
Ich trage hauptsächlich Jeans, da ich diese
sehr gerne mag, sie bequem und
praktisch finde und sie sehr robust sind.
Durchschnittlich hält eine Jeans bei mir 3
Jahre. Kommt immer so auf die Tragehäufigkeit und Qualität an. Heißt allerdings
nicht, dass teuer, damit meine ich
Markenjeans = gute Qualität =
langlebig.
Trägst du
gerne Jeans?
Legst du Wert
auf Markenjeans?
Jeans trage ich
gern. Qualität vor
Marke - aber vom
Gefühl her kommt
Qualität durch eine
Marke.
David Feldmann,
Vorstandsmitglied der
Kolpingfamilie Siddinghausen
Lisa Schütte-Drolshagen,
aktuelle Freiwillige in Sambia
Trägst du
gerne Jeans?
Legst du
Wert auf
Markenjeans?
Ich lege nicht unbedingt Wert auf Markenjeans, aber ich habe festgestellt, dass Hosen
aus bekannten Läden oft länger halten als
Hosen aus „No-Name-Labels“
Patrick Löper, Mitglied
der Kolpingfamilie
Siddinghausen
Sarah Schulte-Döinghaus, Diözesanvorsitzende KLJB Paderborn
Trägst du
gerne Jeans?
Nach welchen
Kriterien suchst
du deine Jeans
beim Kauf
aus?
Ich trage richtig
gerne Jeans, weil ich
unter der Woche immer
nur in Jogginghose rumlaufe
(wegen der Ausbildung) und am
Wochenende auch mal sehr gerne
„normal“ rumlaufe.
So richtige Kriterien hab ich nicht…muss gut aussehen, sollte passen
und nach Möglichkeit geldbeutelfreundlich sein.
Kim Hampe, ehemalige
Freiwillige in Sambia
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SCHWERPUNKT
SCHWERPUNKT
Und dann ...?!
Den Begriff Recycling kennt jeder von uns und jeder hat eine ganz eigene Vorstellung davon. Bei der Vielzahl von Vorstellungen gibt es aber mindestens genauso viele verschiedene Arten von Recycling.
Wer seine Sachen nicht unbedingt tauschen möchte
oder nichts zum Tauschen
hat, kann bei sogenannten
„Second Hand Börsen“ sein
Glück versuchen und Sachen
kaufen oder verkaufen. Zu
finden gibt es dort alles, von
Babykleidung und Spielwaren über Kommunionbekleidung bis hin zu Sportgeräten.
Die einen denken vielleicht sofort an Schrott oder an die Aufbereitung der in einem Fernsehgerät oder Handy verbauten
Metalle, die eingeschmolzen neue Verwendung finden, andere vielleicht an die Verwertung von biologischen Materialien
und somit an das Kompostieren. Was ist aber mit Dingen die nicht biologisch abbaubar sind, wie z.B. Plastikflaschen?!
Plastikflaschen werden zu Granulat klein gehäckselt, welches dann teilweise zur Herstellung von neuen Flaschen verwendet wird. Zum größten Teil wird dieses Granulat allerdings zur Polyester-Textilherstellung
verwendet. Steht in der Kleidung also ein Hinweis auf Polyester, tragt
ihr eventuell Plastikflaschen mit euch herum.
Sollen Textilien recycelt
werden, gibt man diese zur
Altkleidersammlung.
Die
gesammelten Textilien werden dann entweder als Gebrauchtware in den Handel
gebracht oder als Rohstoffe
für die Putzlappenindustrie, die Reißspinnstoff- und
Vliesstoffindustrie sowie die
Papierindustrie eingesetzt.
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Eine Möglichkeit um das
Recycling zu umgehen,
ist natürlich erst einmal das Auftragen der
Kleidung von Geschwistern oder Bekannten
oder die Nutzung von
Kleidertauschbörsen.
Solche Börsen findet
man mittlerweile überall, ob Stadt oder Dorf;
Grundprinzip ist aber
das Tauschen.
Eine ganz andere Art von Wiederaufbereitung
ist das sogenannte „Upcycling“, das Aufbereiten
von alten Materialien zu qualitativ hochwertigeren Produkten.
So werden z.B. aus alten LKW-Planen und
Fahrradreifen kreative Handtaschen, Industriepaletten zu Möbelstücken, alte Küchenutensilien
zu Lampenschirmen und viele andere nützliche
Dinge.
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AKTUELLES AUS PROJEKTEN
AKTUELLES AUS PROJEKTEN
Projektvorstellung 1
Nachhaltige Bienenzucht für Jugendliche
(Tansania)
Karatu ist eine Region ganz im Norden von Tansania und
grenzt an den Ngorongoro-Krater. Dieser ist berühmt für
seine unglaubliche Landschaft und Vielzahl von Wildtieren.
In dieser Region will der Kamaldulenser Orden in Zusammenarbeit mit lokalen Dorfgemeinschaften ein Projekt zur
Förderung nachhaltiger Bienenzucht starten. Durch den
Aufbau einer nachhaltigen Bienenzucht und Baumschule soll
ein Bewusstsein für die Bedeutung der Umwelt und eine
Einkommensquelle für junge Menschen im ländlichen Raum
geschaffen werden.
Es gibt in Tansania einen großen Bedarf an Honig und Bienenwachs, jedoch sind nur wenige Menschen für die Arbeit
mit Bienen ausgebildet. Ein weiteres großes Problem in der
Region in und um Karatu ist die Abholzung lokaler Wälder
und die damit einhergehende Verminderung der Artenvielfalt, denn die BewohnerInnen leben oft unter ärmlichen Verhältnissen und haben keine Arbeit. Um dennoch etwas Geld
zu verdienen wird das Holz verkauft oder der Wald abgebrannt um auf diesem Gebiet Landwirtschaft zu betreiben.
Projektvorstellung II
In diesem Projekt sollen die Menschen über die Wichtigkeit ihrer Wälder und die Möglichkeiten zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung dieser Region durch die Bienenzucht
aufgeklärt werden. Dazu werden besonders Frauen und
Jugendliche im Umgang mit Bienen ausgebildet. Es werden
200 Bienenstöcke aufgebaut, anhand derer die jungen Leute
den Umgang mit diesen Tieren lernen, diese dann selber
züchten und Honig gewinnen können. Es wird Workshops
zu verschiedenen Themen der Nachhaltigen Entwicklung für
über 1.500 DorfbewohnerInnen geben und Informationsflyer werden in der Region verteilt. Des Weiteren wird eine
Baumschule aufgebaut. In dieser sollen die Bewohner und
Bewohnerinnen lernen wie Bäume gepflanzt werden und
welche Baumarten besonders sinnvoll für die Region sind,
damit sie dann bei sich zuhause selbst Bäume pflanzen, die
der Artenerhaltung dienen und auch als Holzquelle genutzt
werden können.
Dieses Projekt setzt sich für den Schutz der Natur ein, sorgt
zudem für lokale Einkommensquellen und unterstützt Frauen und Jugendliche in der Region.
Die Aktion Minibrot wird dieses Projekt in Karatu, Tansania
mit 4.964,54 Euro unterstützen.
Projekt zur Ernährungssicherung der
CARYM Tende (Sambia)
Die CARYM Tende ist eine unserer Partnerorganisationen
in der Diözese Mansa. Das Catholic Agricultural Rural Youth
Movement (CARYM) in Sambia setzt sich genau wie die KLJB
in Deutschland für Jugendliche in ländlichen Regionen ein.
Die jungen Menschen auf dem Land in Sambia sind jedoch
noch stärker als deutsche Landjugendliche auf die Landwirtschaft als Haupteinkommensquelle angewiesen. Die CARYM
in Mansa versucht deswegen durch verschiedene Projekte
die jungen Landwirte in der Region zu unterstützen. Eines
dieser Projekte ist das „Grain Marketing“-Projekt der CARYM Tende.
In diesem Projekt werden Ernteüberschüsse der Landwirte
vor Ort aufgekauft und eingelagert um sie zu einem späteren
Zeitpunkt auf dem lokalen Markt zu verkaufen. Die CARYM
agiert hier genossenschaftlich und ermöglicht den Landwirten trotz geringer Mengen einen fairen Marktzugang.
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Tende ist ein kleines Dorf in der Nähe von Lubwe und liegt
in einem sehr ländlichen Gebiet im Norden von Sambia mit
nur geringer Infrastruktur. Die meisten Menschen in der Region leben von der Landwirtschaft. Es gibt jedoch keinen
Markt in der Nähe, so dass die Bauern und Bäuerinnen auf
Zwischenhändler angewiesen sind, die oftmals die Preise in
der Erntezeit drücken. Deswegen plant die CARYM Tende
die Ernte der Kleinbauern in der Hochsaison zu einem fairen Preis einzukaufen und einzulagern um sie dann in der
Nebensaison zu einem besseren Preis zu verkaufen oder als
Notreserve für die Dorfgemeinschaft zu nutzen. Dadurch
können die lokalen Bauern ihr Einkommen sichern, es werden lokale Arbeitsplätze geschaffen und die Lebensqualität
in der Region verbessert.
Die Aktion Minibrot wird dieses Projekt der CARYM Tende
mit 9.523,00 Euro unterstützen.
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AKTUELLES AUS PROJEKTEN
Geförderte Projekte
AKTUELLES AUS PROJEKTEN
Aktuelles aus den Projekten
Eine Spendenaktion mit großem Mehrwert für die
entwicklungspolitische Arbeit.
Warum Aktion Minibrot?
Überblick über die geförderten Projekte
Spendengelder 2014: 62.058,29 EUR
Projektanträge
Im Jahr 2014 sind bei uns 19 Projektanträge eingegangen. Davon konnten
insgesamt 6 Anträge bewilligt und die
entsprechenden Projekte gefördert
werden, 11 Anträge mussten wir ablehnen, da sie nicht die Förderkriterien erfüllen und die übrigen 2 Anträge
Die entwicklungspolitische Arbeit ist ein wesentlicher Bestandteil des
internationalen Engagements der KLJB. Als Katholische Landjugendbewegung wollen wir unserem christlichen Auftrag folgen: Wir wollen
in der Welt mitmischen und von unserem Recht auf Mitsprache bei
global-politischen Themen Gebrauch machen. Wir wollen aktiv für die
Interessen von Kindern und jungen Menschen eintreten und werden
uns dort in ihrem Sinne positionieren, wo ihre Stimme nur allzu oft
untergeht. Dabei ist es uns wichtig, nicht nur hierzulande gute Weichen für die Bildung und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu
stellen, sondern global für Strukturen zu sorgen, die eine umfassende
Entwicklung, Selbstentfaltung und Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen ermöglichen.
Nicht alle Länder aber verfügen über ausreichend staatliche Mittel
oder Strukturen, um genau das zu gewährleisten – und auch nicht
alle Menschen dieser Welt haben das Glück, sich in dem Staat, in dem
sie Leben, auf ihre persönlichen Rechte berufen zu können und diese
erfolgreich einzufordern. Preisdumping, Ausbeutung, Stigmatisierung
und Perspektivlosigkeit sind auch heute noch die Ursache, dass viele
Menschen schon in sehr jungen Jahren schwere seelische und körperliche Schäden erleiden. Werden ihnen die Zugänge zu lebensnotwendigen Ressourcen, zu kulturellen und sozialen Rechten verwehrt, haben
sie kaum Chancen diesem Kreislauf irgendwann zu entkommen.
befinden sich derzeit noch in der Beratung.
Bisher sind für das Jahr 2015 bereits
17 Neuanträge zusätzlich bei uns eingegangen. Aktuell wurde davon bereits
für 4 Anträge eine Projektförderung
bewilligt. Über alle anderen wird in den
kommenden Sitzungen weiter beraten.
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Und genau hier kommt die Minibrotaktion ins Spiel. Dank Eurer großartigen Beteiligung an der Minibrotaktion kann der Weg in eine faire,
gerechte Welt mit jedem weiteren Jahr ein kleines Stück mehr geebnet
werden. Mit den Spendeneinnahmen aus der Minibrotaktion am Erntedankfest konnten bisher zahlreiche lokale Projekte in Ländern wie z.B.
Sambia, Tansania und Indien finanziell unterstützt werden, die darauf
abzielen, Menschen Zugänge zu sozialer Teilhabe zu ermöglichen und
Selbsthilfepotentiale wieder herzustellen. Die Projekte tragen dazu
bei, die Lebenssituation der Menschen in den Ländern des globalen
Südens erheblich zu erleichtern.
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AKTUELLES AUS PROJEKTEN
AKTUELLES AUS PROJEKTEN
Aktuelles aus Projekten
Ein Blick hinter die Kulissen der Aktion.
Die AG Projektentscheidung. Das Gremium, das Eure Spendengelder verwaltet.
Schriftverkehr und Informationsaustausch mit den Antragstellern abwickelt und den Überblick über das Kontingent
der Spendengelder behält.
Nachdem wir Euch in der 2013 in der Minibrotmappe die
Förderkriterien vorgestellt haben, folgt hier ein Einblick in
die Arbeitsweise der AG Projektentscheidung:
Verfahren bis zur Förderung
Sobald ein Antrag bei uns eingeht, bekommen die Antragsteller eine Eingangsbestätigung zugeschickt. Der Antrag
wird mit einem Projektdatenblatt versehen, bekommt eine
Aktennummer und wird als eigener Tagesordnungspunkt in
die nächste Sitzung aufgenommen. Bei den Sitzungen beraten die AG Mitglieder über alle Projektanträge, die entweder neu eingegangen sind, oder bei denen Antworten auf
offene Fragen von den Antragstellen zurückgemeldet wurden. Im konkreten Fall entscheidet die AG am Ende jedes Tagesordnungspunktes, ob der jeweilige Antrag bewilligt oder
abgelehnt wird oder ob ggf. eine weitere Rückfragerunde
zur Einholung zusätzlicher Informationen nötig ist.
Um eine Übersicht über die Anzahl der bereits geförderten oder noch offenen Projekte zu behalten, wird eine
Sammeldatenbank, in der alle Projektanträge gesammelt
werden, geführt. In dieser Datenbank werden alle Arbeitsschritte der AG, bis hin zur Förderung oder Ablehnung,
dokumentiert.
Der Einzug des Internets. Antragstellung
Bis zur Förderung eines Projektes sind einige Schritte notwendig. Wer Spendengelder für die finanzielle Unterstützung eines Projektes anfragt, muss natürlich einen Antrag
stellen. Viele Anträge erreichen uns mittlerweile per E-Mail
und nicht mehr wie einst auf postalischem Weg. Natürlich
haben E-Mails den großen Vorteil, dass Kommunikationswege und der Austausch von Informationen erheblich beschleunigt werden und die Kosten für den oft sehr aufwendigen Briefverkehr eingespart werden können. Allerdings
stellen wir auch Veränderungen seit Einzug des Internets in
vielen Regionen fest. Die Zahl der Anträge, die seither bei
uns jährlich eingehen, steigt.
Nahezu alle Anträge, die uns erreichen, beinhalten anfangs
nicht alle Daten, Informationen und Formalia, die wir für die
Überprüfung anhand unserer Förderrichtlinien benötigen,
sodass immer wieder Rückfragen gestellt und Informationen eingeholt werden müssen. Aus diesem Grund dauert
der Prozess von der Antragsstellung bis zur Förderung oft
recht lang.
Die AG Projektentscheidung
Alles, was mit der Vergabe von Spendengeldern zu tun
hat, wird von der der AG koordiniert. Die AG Projektentscheidung ist dasjenige Gremium, das die Anträge sorgfältig durcharbeitet, in regelmäßigen Sitzungen gemeinsam
bespricht und auf die Förderrichtlinien hin überprüft, den
tenblatt
Projektda
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Auszug aus den
geförderten
Projektanträgen
von 2014 bis
März 2015
Tour de Mansa (Sambia)
Besuch aller CARYM Ortgruppen
durch den Diözesanvorstand im
Bistum Mansa mit dem Ziel, neue
inhaltliche Schwerpunkte zusammen mit den Landjugendlichen vor
Ort zu entwickeln.
Nachhaltige Bienenzucht für
Jugendliche (Tansania)
Durch den Aufbau einer nachhaltigen Bienenzucht und Baumschule
wird ein Bewusstsein für die Bedeutung der Umwelt und eine Einkommensquelle für junge Menschen im
ländlichen Raum geschaffen.
Nachhaltige Fischzucht (Tansania)
Eine nachhaltige Fischzucht und
Forstwirtschaft, sowie die Vergabe
von Kleinkrediten sollen zu einer
Reduzierung von Armut und einer
Verbesserung der Lebenssituation
auf dem Land führen.
Nähprojekt (Sambia)
Aufbau eines Bildungsprogramms
mit einem Schwerpunkt auf die
Schneiderei. Außerdem werden
Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten und zum Gemüseanbau
gegeben.
Bau eines Hostels für ein
Mädcheninternat (Sambia)
Neubau von Unterkunftsräumen
auf dem Gelände eines kirchlichen
Mädcheninternats. Aufgrund der
langen Schulwege sind Internatsschulen üblich, außerdem wird so
intensives und gemeinsames Lernen
gefördert.
CARYM St. Annies (Sambia)
Die CARYM-Jugendlichen lernen
in speziellen Lehrgängen wie Landwirtschaft gewinnbringend umgesetzt werden kann. Neben einer
Hühnerzucht wird es auch eine Gemüsezucht geben.
Fährboote (Sambia)
Die CARYM in Samfya transportiert mit den neuen Booten Personen über den angrenzenden See.
Die Erlöse werden an CARYM Mitgliedern als Darlehen vergeben.
MIJARC (Weltebene)
Internationale Fortbildung für Landjugendliche zum Thema „Führungspersönlichkeiten in einer interkulturellen Welt“: Teilfinanzierung eines
Seminars auf MIJARC Weltebene
Förderung gesunder Ernährung (Tansania)
In diesem Projekt werden besonders HIV positive junge Menschen
im Anbau, der Verarbeitung und
Verkauf von einer speziellen Sorte
nährstoffreicher Süßkartoffeln unterstützt.
Nachhaltige, biologische
Obstproduktion (Sambia)
Förderung eines biologischen
Obstanbaus mit Schwerpunkt auf
die Weiterverarbeitung und Vermarktung der Produkte, unter Einbezug der lokalen Bevölkerung mit
Hilfe adäquater berufsbildender
Wissensvermittlung.
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Liturgische Bausteine
Liturgische Bausteine
Liturgische Bausteine
Einführung in die liturgische Hilfe
Ideen zum Bußakt, Kyrie
Bei der diesjährigen Aktion Minibrot fragen wir uns „Wo kommt es her, wo geht es hin? Wie wird das, was ich konsumiere,
hergestellt und was passiert damit, wenn ich es nicht mehr brauche?“
Herr, wie oft denke ich nur an mich und nicht
an Andere und ihre Lebensbedingungen. Wie
oft vergesse ich, dass du uns gelehrt hast, einander zu achten und auf dich zu vertrauen.
Herr, erbarme dich!
In den folgenden spirituellen Bausteinen greifen wir diese Frage auf und wollen euch somit einige Impulse geben, wie ihr
das Thema Konsumbewusstsein in eurem Erntedankgottesdienst oder z. B. am Ende einer Gruppenstunde einfließen lassen
könnt, um einen Bezug zur Minibrotaktion herzustellen.
Herr, wie oft will ich in der Clique mithalten können und als jemand gelten. Jesus Christus, du
aber hast uns einzigartig und individuell geschaffen, ganz gleich was wir anhaben oder besitzen.
Christus erbarme dich!
Themeneinstieg –
spirituelle Textbausteine
Herr, wie oft schmeißen wir Dinge weg, obwohl
sie noch gut sind und verschmutzen so die Umwelt und all das, was du uns geschenkt hast. Herr,
erbarme dich!
Aktionsvorschlag
Überlegt euch, ob es sich anbietet, wenn Sprecher A vorne
steht und die Sprecher B-D aus verschiedenen Ecken des
Raumes (quer verteilt) die Gedanken rein rufen.
C: Finanzielle Sicherheit, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung, Pflegeversicherung,
Haftpflichtversicherung ...
A: Gutes Leben für alle ist eine globale Herausforderung,
die bei uns anfängt. Gemeinsam wollen wir uns auf den Weg
machen, unseren Lebensstil in den Blick nehmen:
D: Handy, Smartphone, PC, Tablet, Playstation, X-Box, Wii,
schnelle Internetverbindung, W-Lan, Flatrate, All-Net-Flat …
[Pause]
[Pause]
B: Ein Zimmer, eine kleine Mietwohnung, eine eigene Wohnung oder ein Haus, mein Traumhaus ...
C: Kleidung, modische Kleidung, Schuhe, Hosen, T-Shirts,
Pullover, Jacken, Markenkleidung, Designer-Jeans ...
D: Schule, eine gute Schul- und Berufsausbildung, Hauptschulabschluss, Realschule, Abi, Studium, ein Beruf, ein gut
bezahlter Job, Erfolg ...
B: Familie, Kumpels, gute Freunde, Partner, Partnerin, eigene Familie, Kinder, Freizeit, Sport, Urlaub, Parties, Events,
Konzerte ..
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A: Ein gutes Leben? Ist doch klar, das wollen wir alle! Aber
was ist ein gutes Leben? Die Spannbreite zwischen Überleben und Leben in Saus und Braus ist riesig. Was ist gutes
Leben für dich?
[Pause]
Aktion
Ladet eure Gottesdienstbesucher ein,
ihre Gedanken auf Karten zu schreiben.
Es bietet sich an, vorher Stifte und Karten
mit dem Satz: „Gutes Leben bedeutet für
mich …“ auszulegen. Anschließend könnt
ihr einen Korb rumgehen lassen, in dem
ihr die Gedanken sammelt.
A: Auf den Karten in der Mitte könnt ihr
notieren, was für euch zu einem guten Leben dazugehört. Was ist gutes Leben für
dich?
… Ihr könnt die Besucher einladen, aufgeschriebenen Gedanken laut vorzutragen.
Nach jedem Gedanken könnt ihr z. B.
eine Strophe aus dem Lied „Meine engen
Grenzen“ singen.
Meditation, die ihr als
Element aufgreifen könnt:
Es liegt in deiner Hand anders zu handeln, die Welt zu
verwandeln, Hände zu reichen ohne dich zu
vergleichen, Menschen zusammenzubringen, gemeinsam
Mauern zu überspringen. Es liegt in deiner Hand achtsam zu
leben, zu geben, zu dir zu stehen, Hoffnung zu säen, andern Brot
und Licht zu werden, gerecht zu leben auf Erden.
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Liturgische Bausteine
Liturgische Bausteine
Liturgische Bausteine
Text
LK 12,13-21
Das Beispiel von der falschen Selbstsicherheit des reichen Mannes:
Einer aus der Volksmenge bat Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das
Erbe mit mir teilen. Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder
Schlichter bei euch gemacht? Dann sagte er zu den Leuten: Gebt Acht, hütet euch
vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, dass ein
Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluss lebt. Und er erzählte
ihnen folgendes Beispiel:
Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte. Da überlegte er hin
und her: Was soll ich tun? Ich weiß nicht, wo ich meine Ernte unterbringen soll.
Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen
und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen. Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen großen Vorrat,
der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink und freu dich des Lebens! Da
sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir
zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast?
So geht es jedem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist.
Impulsfragen zum Bibeltext
Wir tun es – jeden Tag: Konsumieren. Gemeinsam mit einem Viertel der 7,4
Milliarden Erdbewohner, also 1,8 Milliarden Verbraucherinnen und Verbrauchern.
[…] Aber machen wir uns auch die Mühe, zu überlegen, was uns dieser Konsum
bedeutet und was wir damit anrichten?
Lest nun noch einmal den Bibeltext eh ihr beginnt, euch mit den Impulsfragen
auseinander zu setzten.
• Warum bezeichnet Gott den reichen Mann als Narr?
• Was sagt der Bibeltext über den Sinn des Lebens aus und was bedeutet das
für unser Konsumverhalten ?
• Sind auch wir Narren, so wie Gott den Mann in der Geschichte bezeichnet?
– Lässt uns die Vielfalt der Angebote wirklich unbeirrt?
• Was ist die Antwort auf die Frage, die Gott am Ende stellt? Machen uns Besitztümer allein glücklich?
• Was waren eure Gedanken, als ihr den Bibeltext das zweite Mal gelesen habt?
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Wie wär es damit zum Erntedank?! Fürbitten mal anders
Besorgt euch vorher ein T-Shirt, Tee, Mangos, Bananen,
Reis, Kakao, ein Handy, Jeans, ein Minibrot und tragt die
Dinge nacheinander nach vorn, während ihr folgende
Bitten sprecht:
Herr Jesus Christus, ... Herr, wir bitten dich erhöre uns.
1. … ich bringe ein faires T-Shirt: Fairer Handel ermöglicht eine menschenwürdige Existenz.
Alle: Herr, wir bitten dich erhöre uns.
2. … ich bringe Tee aus Sri Lanka: Durch ökologische
Anbauweise wird die Gesundheit der Teepflückerinnen und Plantagenarbeiter geschont.
Alle: Herr, wir bitten dich erhöre uns.
3. … ich bringe getrocknete Mangos von den Philippinen: Eine Kinderrechtsorganisation sorgt dafür, dass
die Eltern einen ausreichenden Preis erzielen, um
den Schulbesuch ihrer Kinder bezahlen zu können.
6. … ich bringe Kakao aus dem Weltladen: Die Kakaobauern haben die Weiterverarbeitung und Vermarktung selbst in die Hand genommen und eine Genossenschaft gegründet. Nun können sie wieder von
der Landwirtschaft leben.
Alle: Herr, wir bitten dich erhöre uns.
7.… ich bringe ein Fairphone: Der Hersteller setzt soziale
Werte an erste Stelle und verwende konfliktfrei
Rohstoffe.
Alle: Herr, wir bitten dich erhöre uns.
8. … ich bringe die Jeans meiner Nachbarin: Unser
Straßenfest wurde dieses Jahr als Kleidertauschparty
veranstaltet.
Alle: Herr, wir bitten dich erhöre uns.
9. … ich bringe Brot: Der Bäcker hat es mühsam geknetet, so ist es Zeichen für die Mühe und Anstrengung unseres Lebens. > Hier könnt ihr eines der
Minibrote nehmen!
Alle: Herr, wir bitten dich erhöre uns.
Alle: Herr, wir bitten dich erhöre uns.
4. … ich bringe Bananen aus Costa Rica: Viele Arbeiter auf den riesigen Plantagen haben keine Mitspracherechte und werden wegen ihrer Mitgliedschaft in
der Gewerkschaft benachteiligt.
Alle: Herr, wir bitten dich erhöre uns.
5. … ich bringe fair gehandelten Reis aus Indien: Mittels
einer Reisbank setzt sich die Organisation der
Reisbauern dafür ein, dass der Reis nicht Gegenstand gentechnischer Veränderungen und
teurer Patentrechte wird.
Alle: Herr, wir bitten dich erhöre uns.
Quellenangaben: http://www.nachhaltig-predigen.de/, Clean Cloth Campaign, Zukunft
einkaufen, www.kjg-wuerzburg.de, BDKJ
Essen, KJG Essen „Durchkreuzt“ http://
www.bdkj-dv-essen.de/sites/default/files/
u3/Service/2014%20Durchkreuzt%20HP.pdf
Gebet, das ihr als
Element aufgreifen könnt:
Jesus Christus,
Schenke uns den Mut, den unrechten Umgang mit dem
Geld in meiner und unserer Welt zu sehen, anzuprangern
und zu verändern, damit dein Reich komme.
Und schenke uns das Vertrauen, dass die Freude, ja Gott selbst
in diesem Einsatz für die Gerechtigkeit zu finden ist.
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Gruppenstunde
Gruppenstunde
Gruppenstunden-Vorschläge
Workshop Upcycling:
Aus Alt wird Neu
Konsum-Quiz. Ein Wissensspiel:
Der Weg der Jeans in den Laden
Dauer: 1-2 Stunden
Dauer: 15 Minuten
Material:
alte Kleidungsstücke, verschiedenste Stoffe, Taschen, Schuhe, Knöpfe, Perlen, Kleber, Stifte, Schere, Nadel, Faden und
was euch sonst noch an Dingen einfällt, die ihr gut zur Verzierung nutzen könne!
Material:
8 Karteikarten oder Moderationskarten
Weltkarte
Jeans als Anschauungsobjekt
Durchführung:
Ab heute sind langweilige Taschen, ausgetretene Jeans und
Schuhe Geschichte! Warum wertet ihr eure Stücke nicht
einfach auf und verleiht ihnen frischen Wind? Gefragt sind
Kreativität und Ideen! Warum nicht ein paar Perlen auf die
alten Schuhe sticken? Oder vielleicht näht ihr einfach auf einer alten Tragetasche ein kleines Taschenfach aus buntem
Stoff oben drauf? Tobt euch aus, holt eure alten Kleidungsstücke aus den tiefen Eurer Schränke und lasst sie in neuem
Glanz erstrahlen!
Vorarbeit:
Beschriftung der Kartei- oder Moderationskarten mit
jeweils folgenden Stichpunkten:
1.Kasachstan: Hier fängt alles an. Die Baumwolle wird in
großen Monokulturen angebaut. Sie wird von Hand oder
mit der Maschine geerntet und anschließend zum Spinnen
versendet.
2. Türkei: Hier wird in einer Spinnerei aus Baumwolle Garn
gesponnen.
3. Taiwan: In der Weberei wird der Jeansstoff mit dem
Baumwollgarn aus der Türkei gewebt.
8. Frankreich: Jetzt bekommt die Jeans den letzten Schliff.
Sie wird gewaschen, beispielsweise mit Bimsstein aus
Griechenland oder der Türkei, wodurch sie den „Stonewashed-Effekt“ erhält.
Durchführung:
Schätzaufgabe: Wie viele Kilometer legt eine Jeans von
der Ernte der Baumwolle bis zu ihrem Verkauf im Laden
zurück? (Antwort: Es sind mehr als 50.000 km.)
Anschließend wird eine Weltkarte ausgebreitet und die
vorbereiteten Karteikarten werden an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verteilt. Diese sollen nun gemeinsam
herausfinden, wo der Weg der Jeans beginnt und wie er
weitergeht.
Wenn man die einzelnen Stationen mit einem Stift verbindet, gibt das schon ein beeindruckendes Gewirr über den
Erdball.
QUELLE:
aus Arbeitshilfe Kritischer Konsum der DPSG
http://jugendhandeltfair.de/fileadmin/user_upload/pdf/dpsg_arbeitshilfe_
kritischer_konsum_2015.pdf
4. Polen: Hier wird der chemische Indigofarbstoff (blau)
zum Einfärben des Jeansstoffs produziert.
5. Tunesien: Hier werden das Garn aus der Türkei und der
Jeansstoff aus Taiwan mit der Indigofarbe aus Polen eingefärbt.
6. China: Hier wird die Jeans zusammengenäht, mit Knöpfen und Nieten aus Italien und Futterstoff aus der Schweiz.
7. Bulgarien: Jetzt wird der fertige Jeansstoff veredelt, das
heißt, weich und knitterarm gemacht.
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29
Gruppenstunde
Gruppenstunde
Gruppenstunden-Vorschläge
Brauchst du es wirklich? –
Notwendigkeit versus Luxus
Jetzt geht es darum sein eigenes Konsumverhalten unter die
Lupe zu nehmen:
Dauer: 15 min
Material:
Wenn die Diskussion nicht so wirklich läuft oder sich die
Gruppe zu schnell einig wird, kann der WorkshopleiterIn
auch gerne provokative Fragen stellen, z.B.: „Wie viele Jeans
„braucht“ man denn?“ oder „sind Schminkutensilien ein
Grundbedarf oder zählen sie schon zu Luxus?“ Und was ist
mit dem Argument, dass Kaufen und Luxus die Wirtschaft
ankurbeln?
Wie wäre es damit?
Entwickelt einen fairen
Stadtplan
Label-Memory
Kennt ihr eigentlich die verschiedenen FairtradeSiegel? Wie wäre es denn damit, ein memorySpiel dazu in eurer nächsten gruppenstunde zu
entwickeln? Ein paar Vorlagen für die MemoryKarten findet ihr hier auf dieser Seite!
- viele leere Moderationskärtchen
- genügend Stifte (natürlich umweltfreundlich!) ausreichend
für alle Teilnehmer
-große Einkaufstüte
-Zwei beschriftete Moderationskärtchen mit den Begriffen
„Luxus“, „Notwendigkeit“
Durchführung
Es werden an die Teilnehmer leere Moderationskärtchen
verteilt (so viele wie möglich pro Person). Dazu bekommt
jeder einen Filzstift. Folgende Aufgabe wird an die Teilnehmer gestellt: „Notiert für euch die Dinge, für die ihr in den
letzten 2 Wochen und in eurer Freizeit Geld ausgegeben
habt (evtl. das Datum von vor 2 Wochen sagen, um die Erinnerung zu erleichtern) und in euer Freizeit Geld ausgegeben
habt. Benutzt dabei für jeden Gegenstand ein Kärtchen. Die
Beispiele sollten so konkret wie möglich sein.
Nachdem alle fertig geschrieben haben (bzw. nach spätestens 5 min abbrechen) werden alle Kärtchen in einer großen
Einkaufstüte gesammelt.
Dann erfolgt die Erklärung des Weiteren Verlaufs: Nacheinander werden wir jetzt Kärtchen aus der Einkaufstüte
ziehen. Eure Aufgabe ist es, sie den zwei Bereichen „Notwendigkeit“ und „Luxus“ zu zuordnen. Dabei darf gerne
diskutiert werden! Bei einzelnen Beispielen kann man die
Gruppe bitten, sich stehend dazu zu positionieren, wo sie
den Gegenstand verorten würden.
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!!! Am Ende der Diskussion sollte auf jeden Fall stehen,
dass die Einschätzung über Notwendigkeit und Luxus eine
subjektive Sache ist! - Jeder hat seine eigene Definition von
Luxus
Quelle:
Dein Geld regiert die Welt!, Das Aktionsheft, BDKJ Rottenburg-Stuttgart
http://www.kritischerkonsum.de/fileadmin/Media/3-aktionen/downloads/
MP3_04 Geld regiert die Welt Rott-Stutt.pdf
Und nun? Wo kaufen wir unsere Kleidung? Welche alternativen Geschäfte kennen wir? Wie wäre
es in die nächste Stadt zu fahren und dort nach
fairen Geschäften zu suchen, um dann einen kritischen Konsum-Stadtplan für eure Stadt zu erstellen.
Interessanter Link
Apropos: Ihr braucht Hilfe für eure Aktion vor Ort? Oder ihr wollt erfahren,
was mit euren Spendengeldern passiert?
Oder möchtet mehr über die Arbeit CARYM erfahren? – Wir kommen zu euch!
Hier gibt es eine Liste für Paderborn über
Anlaufstellen für faire Produkte:
http://www.attac-paderborn.de/aktionentermine/regelm%C3%A4%C3%9Fige-aktionen/
stadtf%C3%BChrung/informationen-links/textilien
Quelle:
Werkmappe: „Kaufwahn oder konsumieren mit Sinn“
Hrsg. CIR & BDKJ, Münster 2014
Interesse? Dann meldet euch bei
Kathrin Greskötter, Bildungsreferentin
der KLJB. Kontakt: Tel. 05251 2888-465
oder k.greskoetter@kljb-paderborn .
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CHECKLISTE
CHECKLISTE
Noch Fragen?
Dann wendet euch/wenden Sie sich
bitte an:
Diözesanstelle der KLJB,
Am Busdorf 7, 33098 Paderborn
Telefon:05251/2888 - 460
Fax: 05251/2888 - 461
E-Mail:[email protected]
Checkliste zur Durchführung
der Aktion Minibrot
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1 Vorbereitung
2 Erntedankfest
3 Abschluss
4 Nachbereitung
• Minibrotmappe
durchstöbern
und sich über Inhalte und die aktuellen Projekte informieren.
• Verschiedene Aktionsvorschläge
zur inhaltlichen Vorbereitung für
Kinder und Gemeinde findet ihr/
finden Sie in dieser Minibrotmappe!
• Vorbereitung der Gestaltung des
Gottesdienstes und verschiedener Aktionen: Auch dazu gibt es
einen Vorschlag in dieser Arbeitsmappe, der bei der Vorbereitung
hilfreich sein kann.
• Plakate zur „Aktion Minibrot“
im KLJB-Diözesanbüro kostenlos
bestellen und in der Kirche, im
Pfarrheim oder KLJB-Raum aufhängen.
• Rechtzeitig vor der Aktion Mitteilungen an Presse/Pfarrbrief/
Lokalfunk geben, damit über die
Ortsgrenzen hinaus euer/Ihr Einsatz bekannt wird!
• In der Diözesanstelle können für
das Einpacken der Minibrote kostenlos Tüten bestellt werden. Sie
sind mit dem Logo der KLJB versehen und sind groß genug für 2
Brötchen
• Backen: Die Minibrote werden von
den KLJB-Gruppen oder den Gemeinden möglichst selbst gebacken,
zum Beispiel privat zu Hause oder in
Zusammenarbeit mit einem Bäcker.
Natürlich können sie auch einfach
dort bestellt werden.
• Gottesdienst feiern und mitgestalten
• Minibrote verteilen: Dazu empfehlen
wir, die Minibrote gegen eine Spende
abzugeben.
• Flugzettel: Es ist sinnvoll, in die Minibrottüten jeweils ein Flugblatt (gibt
es unter www.kljb-paderborn.de in
der Rubrik Aktion Minibrot) dazu zu
legen, damit die SpenderInnen über
den aktuellen Hintergrund und die
Ziele der Aktion informiert werden.
• Kennzeichnung der Aktion: Es
kommt immer wieder vor, dass unter dem Titel „Aktion Minibrot‘“
und oft auch unter der Verwendung
unseres Materials andere „Eine-WeltAktionen“ durchgeführt werden. So
gut und richtig wie es ist, sich in jeder Weise des Anliegens der „Einen
Welt“ anzunehmen, so sollte doch
jede Aktion ihr eigenes Kennzeichen
haben. Wir bitten deshalb herzlich
und dringend, in allen Veröffentlichungen darauf hinzuweisen, dass
dies eine Aktion der Katholischen
Landjugendbewegung im Erzbistum
Paderborn ist und der Erlös zum
größten Teil für Sambia bestimmt ist.
Für andere Anliegen als die der Aktion Minibrot, sollten andere Termine
gewählt werden.
• Nach der Durchführung und
dem Abschluss der „Aktion
Minibrot“ überweist du/überweisen Sie bitte den Erlös und
die Spenden auf das Konto:
16 390 001 des LBZ e.V. bei der
Bank für Kirche und Caritas eG,
BLZ 472 603 07.
• Mit der Gruppe, in der Leiterrunde oder dem Vorstand Rückblick
halten und wichtige Erfahrungen
für das nächste Jahr festhalten
• Fotos und Bericht über die durchgeführte Aktion an die Redaktion
der KISTE im KLJB-Diözesanbüro
und/oder die örtliche Presse
schicken.
Persönliche Checkliste
für die Aktion vor Ort!
AUGUST 2015
TAG
AKTIVITÄT
Start mit den Vorbereitungen
...
Absprachen mit der KLJB zu Infoveranstaltungen hier bei
uns treffen!
SEPTEMBER 2015
TAG
AKTIVITÄT
Treffen mit den Kindern und Jugendlichen zur inhaltlichen
Planung verabreden
Über Schwerpunktthema und Projekte informieren
...
DANKE
für euren Einsatz
Presseartikel bei www.kljb-paderborn.de herunterladen,
anpassen und an Lokalzeitungen und Radio schicken
...
OKTOBER 2015
TAG
AKTIVITÄT
Zutaten zum Brotbacken besorgen
Alle zum Brote backen einladen
...
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CHECKLISTE
CHECKLISTE
Berichte hautnah
BITTE RECHTZEITIG BESTELLEN:
Materialien Aktion Minibrot
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Plakat DIN A
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Mehr Interesse an Sambia und an den Projekten
dort? Viele KLJB-Mitglieder waren in den letzten
Jahren in Sambia unterwegs. Ob als FreiwilligeR
für ein Jahr oder auch nur als BesucherIn für einige Wochen. Sie alle sind gerne bereit, am Erntedankwochenende oder zur Vorbereitung auf
die Aktion in die Gemeinden zu kommen und
über Projekte oder das Land zu informieren.
Kontakt: Kathrin Greskötter, 05251-2888-465;
[email protected]
Inhaltliche Vorbereitung
In allen Gemeinden, die sich an der „Aktion Minibrot“ beteiligen, finden Ernte-Dank-Gottesdienste statt. Im Anschluss an diese werde die Minibrote gegen
eine Spende an die Besucher verteilt.
Die vorliegende Mappe bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich mit dem Thema
der Aktion vertraut zu machen und sich vorab intensiv auf die Aktion vorzubereiten.
Wie die inhaltliche Arbeit zur Aktion in den Gemeinden konkret aussehen
kann, oder welche Elemente sich möglicherweise in den Erntedank-Gottesdienst integrieren lassen, erfahrt ihr dieser Mappe. Es lohnt sich einen Blick
hinein zu werfen!
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Öffentlichkeitsarbeit
für die Aktion Minibrot
Die Aktion Minibrot wird in ca. 350 Pfarrgemeinden und KLJB-Ortsgruppen
in unserem Erzbistum durchgeführt. Daher zahlt es sich aus, die Aktion in der
lokalen Presse bekannt zu machen und zu bewerben. Ein Musterpresseartikel
für die Arbeit vor Ort kann unter www.kljb-paderborn.de in der Rubrik „Internationales“, „Aktion Minibrot“ heruntergeladen werden.
Bestellmöglichkeiten für Plakate,
Minibrotmappe und Minibrottüten:
mit Bestellpostkarte
E-Mail. [email protected]
Tel. 05251 2888-460
Viele GottesdienstbesucherInnen sind sehr interessiert an Informationen zu
den geförderten Projekten. Ein Flugblatt, das kopiert und zu den Minibrottüten gepackt werden kann, kann ebenfalls unter www.kljb-paderborn.de in der
genannten Rubrik geladen werden
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Bäckerrezept
Dieses Brot mit Cashew-Kernen, die es
aus fairem Handel zu beziehen gibt, wurde von der KLJB entwickelt. Mit diesem
Rezept kann euer Bäcker vor Ort sicherlich für euch Minibrote zubereiten. So
habt ihr Original-KLJB-Minibrote für die
Aktion in diesem Jahr!
Rezept:
Weizenmehl Type 550/1050 (60%) 6 kg
Roggensauerteig (TA19O) (38%) 3,8 kg
Roggenmehl Type 1150 (20%) 2,000 kg
Salz (2,0%) 0,200 kg
Hefe (2,0%) 0,200 kg
Cashewkerne (gehackt) (5%) 0,500 kg
(Kerne langsam unter den fertigen Teig
kneten)
Wasser (ca.) (50%) 5,000 kg
Teiggewicht 17.700 kg
Teigtemperatur:
26-28°C
Knetzeit:
5 Minuten im 1. Gang und ca. 5 Minuten
im 2. Gang
Teigruhe: 20 Minuten – Teigeinlage: 600 g
Die „KLJB im Erzbistum Paderborn“ ist auch auf Facebook zu erreichen! Wir
freuen uns über viele Kommentare und Fotos zur Aktion Minibrot aus den
Gemeinden!
Aufarbeitung:
Teiglinge abwiegen, rund wirken und zu
einer „Cashewkernform“ (Hörnchenform) aufarbeiten.
In Mehl oder Saaten wälzen und vor dem
Schieben einschneiden.
Wir freuen uns sehr, wenn und Presseartikel, Fotos, Videoclips etc. über das
Erntedankfest und die Aktion erreichen. Einfach per Post oder Mail an die
KLJB senden: KLJB Diözesanverband Paderborn, Am Busdorf 7, 33098 Paderborn, [email protected]
Backen:
240°C auf 2lO°C fallend, Schwaden geben, Backzeit ca. 45 Min., mit offenem
Zug ausbacken.
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KLJB-Haus Hoinkhausen
Hier kann man was erleben!
Jetzt füren!
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www.kljb-haus.de
Hausanschrift:
KLJB-Haus Hoinkhausen
Pankratiusweg 5
59602 Rüthen-Hoinkhausen
Buchung über:
KLJB Diözesanverband Paderborn
Am Busdorf 7
33098 Paderborn
Telefon: 05251 2888-460 Fax: -461
E-Mail: [email protected]
www.kljb-paderborn.de
KLJB-Haus auch mit Programm buchbar
Gemeinschaft erfahren, Natur erleben, gemeinsam glauben,
zusammen etwas auf die Beine stellen, miteinander Spaß haben und noch etwas dabei lernen ... All das bietet das KLJBHaus am Rande des Sauerlandes in Rüthen-Hoinkhausen.
Das frisch sanierte Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert
am Rande des Sauerlandes ist mit seinen 34 Betten genau
das Richtige für Ihre nächste Gruppenfahrt. Ferienfreitzeiten, Kurswochen, Klassenfahrten, Gremientagungen, Leiterrundenwochenenden, Familienfreizeiten, … Deele, Kleingruppen-Räume, der inspirierende Meditationsraum und
das große Freigelände laden nicht nur zum kreativen und
erlebnisorientierten Arbeiten ein, sondern bieten auch die
Möglichkeit, einfach mal die Seele baumeln zu lassen.
Aber nicht nur das Haus an sich hat etwas zu bieten, sondern auch der KLJB-Diözesanverband Paderborn. Der Verband steht für unterschiedliche Themen und möchte diese
Inhalte allen Besucherinnen und Besuchern des KLJB-Hauses
zur Verfügung stellen. Somit haben alle Beleggruppen die
Möglichkeit, komplette Programme für die Dauer von 3 - 5
Tagen zu buchen.
Interessierte Gruppen können ihren Aufenthalt im KLJB
Haus aktiv und kreativ mit Inhalten aus folgenden Bereichen
füllen:
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Schöpfung, Natur und Umwelt
Eine Welt
Leben, Gemeinschaft und Kreativität
Lebensraum Land
Kirche und Spiritualität
Die Inhalte der Angebote werden strukturell und individuell
an die Bedürfnisse Ihrer Gruppe angepasst.
Gestaltet, angeleitet und begleitet werden die inhaltlichen
Angebote im Haus durch ein junges, qualifiziertes und motiviertes Team der KLJB.
Bei allen Fragen rund um die Reservierung des Hauses, die
inhaltlichen Angebote sowie die Preisgestaltung steht Ihnen
gerne die Bildungsreferentin des KLJB Diözesanverbandes
zur Verfügung.
Kathrin Greskötter, Tel. 05251/2888-465
[email protected]
Weitere Informationen und den aktuellen Belegungsplan finden Sie unter: www.kljb-haus.de.