Jeder Hammerschlag ein Treffer: „Marktquartier“ feiert

10 Mittwoch,
29. April 2015
BAD DOBERAN STADT UND LAND
IN KÜRZE
Lärm-Aktion:
B 105 in
Bargeshagen wird
zur Spielstraße
Offener Treff für
Jugendliche in Hohenfelde
Hohenfelde – Die dem Internationalen Bund unterstellte mobile
Jugendsozialarbeiterin Anna Bonin hat am Montag, dem 4. Mai, in
Hohenfelde einen offenen Treff
für Kinder und Jugendliche geplant. Zwischen 16 und 18 Uhr
können Gäste ab einem Alter von
zehn Jahren im Gemeindezentrum an der Schwaaner Chaussee
15 unbeschwert über ihre Ideen,
Wünsche, Sorgen und Träume
sprechen.
e Keine Anmeldung nötig, kostenfrei; Kontakt J 01 60 /97 26 05 52
Ausgestellt: Skulpturen aus
Stahl, Stein und Holz
Hohen Luckow – Skulpturen von
Erich Hauser, Jürgen Knubben,
Thomas Röthel, Nikolaus Kernbach und Armin Göhringer sind
ab dem 2. Mai im Landschaftspark
auf Gut Hohen Luckow zu sehen.
Zur Ausstellungseröffnung spricht
Professorin Dr. Kornelia von Berswordt-Wallrabe. Besucher sind zudem zu einem Picknick im Park
eingeladen – Decken und Picknickkörbe müssen mitgebracht
werden. Dazu gibt es Jazzmusik
der Band „Drachenfelser“ aus
Bonn. Die Künstler selbst stehen
für Gespräche zur Verfügung.
e Skulpturenpicknick: Schloss Hohen
Luckow, Rostocker Straße 23,
J 03 82 95/76 50, Eintritt frei
Grundkurs „Ein Smartphone
– und wie weiter?“
Bad Doberan – Für Besitzer eines
Smartphones bietet die Volkshochschule in Bad Doberan einen Kurs
an – Teilnehmer lernen an zwei
Nachmittagen, wie sie am besten
mit dem Betriebssystem Android
umgehen. Es geht zudem um Gratisprogramme und die richtigen
Datenschutz-Einstellungen.
e Kurs: am 8. und 15. Mai, jeweils 17
bis 19.15 Uhr, J 03 82 03/7 51 25 14
Russische Frauenband spielt
Rock im Kornhaus
Bad Doberan – Vier Musikerinnen
aus dem russischen Sankt Petersburg wollen auf ihrer Europatournee am Donnerstag, dem 7. Mai,
auch das Doberaner Kornhaus
rocken. Bei der Gruppe „Iva Nova“ trifft die slawische Seele auf
Jazz, Rock und Punk. Um 21 Uhr
geht es los.
e Eintritt: 15 Euro, Schüler und Studenten zehn Euro, Reservierung
J 03 82 03 /6 22 80
Mit Gymnastik gegen
Rückenschmerzen
Bad Doberan – Bewegungsmangel und einseitige Belastungen
führen oft zum Erschlaffen der
Rumpfmuskulatur. Mit einem neuen Kurs der Volkshochschule können Betroffene dagegen angehen.
Der Kurs beginnt am Mittwoch,
dem 13. Mai, um 14.45 Uhr bei der
VHS (Neue Reihe 50). Das Trainingsprogramm soll zur Kräftigung und Elastizitätsverbesserung
der Rumpfmuskulatur beitragen.
Der Kurs, Leitung Sabine Hopp, ist
krankenkassenzertifiziert.
e Informationen und Anmeldungen
J 03 82 03 /7 51 25 14 oder per Mail
unter [email protected]
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Sonnabend: 7 bis 13 Uhr.
Schlugen gekonnt ihre Nägel in den Balken: Karsten Pannwitt (v.l.), Marc Hackmann und Thorsten Semrau mit Zimmermann Jörg Wolf.
Fotos: Lennart Plottke
Jeder Hammerschlag ein Treffer:
„Marktquartier“ feiert Richtfest
Der Rohbau für das neue Wohn- und Geschäftshaus am Doberaner Marktplatz steht.
Im Herbst ziehen die ersten Eigentümer ein, die Ospa eröffnet Anfang 2016 ihre neue Filiale.
Von Lennart Plottke
Bad Doberan – Drei kurze Hammerschläge – und die Nägel sitzen fest
im Holzbalken. „Das wäre geschafft“, sagt Marc Hackmann und
lacht erleichtert. Gemeinsam mit
Doberans Bürgermeister Thorsten
Semrau (parteilos) und Ospa-Vorstand Karsten Pannwitt erledigt
der Investor souverän den offiziellen Teil für das Richtfest am Doberaner „Marktquartier“. Nach einem
Jahr Bauzeit ist auf der Brache an
der Westseite des Marktplatzes ein
imposanter Rohbau entstanden.
„Und wenn aus diesem grauen Gebäude in einigen Wochen ein strahlender Neubau geworden ist, werden uns die Doberaner dafür ganz
sicher beglückwünschen“, ist der
Chef der Rostocker „hkc GmbH“
überzeugt. „Denn davon profitieren Stadt und Bewohner gleichermaßen“, so Hackmann.
Bis zum Ende dieses Jahres entstehen hier für 4,7 Millionen Euro
22 exklusive Eigentumswohnungen zwischen 49 und 149 Quadratmetern, ins komplette Erdgeschoss
zieht die Ostseesparkasse ein. Der
Neubau besteht aus zwei winklig
zueinander angeordneten, dreigeschossigen Gebäudeteilen inklusive aufgesetztem Staffelgeschoss.
Darüber hinaus entsteht ein Innenhof, der begrünt werden soll.
„Das ist doch was richtig Vernünftiges geworden“, meint Bürgermeister Semrau. „Endlich wird
hier eine städtebauliche Lücke geschlossen – jetzt kann man den
Markt wieder als solchen erkennen.“ Der unfertige Anblick habe
ihn schon immer gestört, erklärt
der Rathaus-Chef: „Das war doch
ein richtiger Schandfleck – die Leute haben sich laufend über ungemähtes Gras und Hundekot beschwert.“
„Von den 22 Wohnungen sind
bereits jetzt elf verkauft“, sagt
Ospa-Immobilienberater Roberto
Lauckner. „Das ist mit Blick auf
den aktuellen Baufortschritt ein
sehr gutes Ergebnis.“ Und obwohl
die offizielle Übergabe des Gebäudes erst für den 31. Dezember geplant ist, könnten die ersten Eigentümer bereits im September/Okto-
ber in ihre neuen Wohnungen einziehen, so Lauckner.
Anfang 2016 will auch die Ostseesparkasse mit ihrer Filiale von der
Mollistraße in ihr gewohntes Domizil an den Markt wechseln. Dabei
wird sich das Kreditinstitut deutlich
vergrößern: „Versicherungsagentur, Anlageberatung, Makler – künftig sind nahezu alle Angebote unter
einem Dach gebündelt“, erklärt
Ospa-Chef Frank Berg. Mindestens 20 Mitarbeiter werden dann in
der neuen Filiale beschäftigt sein.
„Einige davon haben schon in den
D) D) Bald wird
D) D) Hier wird
aus dem grauen Rohbau ein
strahlender
Neubau – davon profitiert
die Stadt.“
eine städtebauliche Lücke
geschlossen –
man kann den
Markt wieder
erkennen.“
Investor Marc Hackmann
Bürgermeister Thorsten Semrau
Containern gearbeitet, die hier zwischen 1992 und 1996 standen“, erinnert sich Doberans Filialleiterin
Steffy Engler. „Wir freuen uns darauf, die neuen Geschäftsräume im
kommenden Jahr an gleicher Stelle
eröffnen zu können.“
Eigentlich sollte mit dem Neubau am Markt bereits 2012 begonnen werden. „Schon vor dreieinhalb Jahren gingen unsere Planungen los“, blickt Investor Marc
Hackmann zurück. „Und ich weiß,
dass hier in der Stadt bisweilen viel
Ungeduld herrscht.“ Dennoch habe es mit Blick auf die Zusammenarbeit zwischen Bauamt, Bürgermeister und Investor eine „wunderbare Symbiose“ gegeben, sagt
Hackmann und spart nicht mit
Komplimenten: „Doberan ist eine
sehr interessante Stadt an der Peripherie Rostocks und für Bauherren
ein gutes Pflaster – man bekommt
jede Menge Unterstützung und Rückenwind.“
Wohnungen und Gewerbe
4,7
Millionen Euro investieren Marc Hackmann,
Chef der Rostocker „hkc
GmbH“, und seine Partner in den Neubau am Bad Doberaner
Markt.
22
Der Rohbau des „Marktquartiers“ steht: Ende dieses Jahres soll das
neue Wohn- und Geschäftshaus in Bad Doberan fertig sein.
Eigentumswohnungen
mit Größen zwischen
49 und 149 Quadratmetern entstehen im Herzen der Stadt. In
die große Gewerbeeinheit zieht die
Ostseesparkasse mit ihrer neuen Filiale. Mindestens 20 Mitarbeiter werden
in dem neuen Domizil beschäftigt sein.
Bargeshagen – Heute wird die Bundesstraße 105 in Bargeshagen wieder zur Spielstraße. Von 17.30 bis
18.15 Uhr wird die viel befahrene
Piste für den Verkehr gesperrt.
Initiator der Aktion ist die Interessengemeinschaft „Verkehrsproblem Bargeshagen“.
Bereits im vergangenen Jahr hatten diese zum internationalen Tag
gegen den Lärm einen Umzug auf
der Bundesstraße organisiert.
„Kommt mit Fahrrädern, Rollern,
Inline-Skates und allem, was
keinen Lärm macht. Bestimmt
hören wir auch wieder die Vögel
zwitschern“, sagt Anke Symanzik,
die Sprecherin der Interessengemeinschaft. Sie und ihre Mitstreiter
setzen sich für eine Ortsumgehung
Bargeshagen ein.
Treff für die Demonstration ist
um 17.15 Uhr die Kindertagesstätte
„Storchennest“, Hauptstraße 59.
Von dort geht es um 17.30 Uhr in
Richtung Rostock bis Admannshäger Damm und anschließend
wieder zurück.
Wichtig für Autofahrer: Die Einmündung zum Admannshäger
Damm bleibt offen, so dass die Demonstration aus Richtung Rostock
kommend umfahren werden kann.
Wer aus Richtung Bad Doberan
kommt, kann über Parkentin beziehungsweise über Rabenhorst ausweichen.
e Lärm-Aktion: heute, 17.30 bis
18.15 Uhr, B 105, Bargeshagen
Gästeführer
gründen
eigenen Verein
Bad Doberan – Neu organisiert gehen die Doberaner Gästeführer in
die Saison. Fast jeder ist ihnen
schon einmal begegnet, den Damen und Herren, die Gästegruppen durch Bad Doberan und Heiligendamm, durch das Münster oder
zu besonderen Anlässen auch
durch das Innere der historischen
Häuser der Stadt führen. Auch geführte Radtouren gehören zum Angebot, und selbst in Tracht und Kostüm, auf Platt oder Englisch werden Führungen angeboten.
Als Einheimischer meint man oft,
alles zu kennen, aber es gibt immer
noch etwas Neues zu entdecken
und zu erfahren, wenn die Gästeführer dienstags und donnerstags
um 12 Uhr am Schwanen-Denkmal
am Münster oder samstags um
11 Uhr am Rathaus starten. Auch in
Heiligendamm warten auf die Teilnehmer eineinhalb Stunden Information und Unterhaltung, wenn
die Tour mittwochs um 11 Uhr und
sonntags um 14 Uhr beginnt.
Nur mit Schulung oder Zertifikat
der Volkshochschule geht es für
die ehrenamtlichen Gästeführer
auf Tour. Damit sie gut versichert
sind, Verträge abschließen können
und es feste Ansprechpartner gibt,
haben sie sich jetzt in einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen, die dem Bundesverband der Gästeführer Deutschlands beitritt.
Ausgeglichener Haushalt bleibt Wunschdenken
Ein Minus von rund 300 000 Euro: Reddelichs Gemeindevertreter verabschieden neues Konsolidierungskonzept.
Reddelich – Reddelichs Bürgermeis- tet“, erklärt Lübs, der mit Haus„Durch die falsch verstandene Spar- 55 000 Euro zahlt die Gemeinde jährD) D) Wir sind
ter Ulf Lübs ist ein Mann klarer Worte. „Nach jetzigem Stand wird die
Gemeinde auch in den kommenden
Jahren keinen ausgeglichenen
Haushalt stemmen können“, sagt
der 54-Jährige. Die Gemeinde müsse jetzt abwarten, „ob die angekündigten Hilfen für Kommunen durch
die Bundesregierung für Reddelich
haushaltsrelevant werden“.
Für das laufende Jahr weist das
Budget Reddelichs ein Minus von
rund 300 000 Euro auf. Geld kann
der Bürgermeister noch nicht ausgeben, da der Haushalt erst durch die
Kommunalaufsicht des Landkreises
Rostock genehmigt werden muss.
„Wir mussten noch unser Konzept
zur Haushalts-Konsolidierung einreichen. Das haben wir neu erarbei-
halts-Auflagen durch den Landkreis rechnet. „Ich denke aber nicht,
dass wir den Haushalt noch einmal
aufstellen müssen.“
Fakt ist: Reddelich besitzt Altschulden in Höhe von 1,8 Millionen Euro. „Das ist aber nur ein Puzzlestück“, sagt der Bürgermeister.
„Wir haben auf mehr als die Hälfte
unseres Etats gar keinen Einfluss –
gesetzlich sind wir verpflichtet, an
den Landkreis und das Amt Bad Doberan Land Geld abzugeben“, betont Lübs.
Reddelich sei eine der jüngsten
Gemeinden im Bundesland, so
Lübs. VieleKinder bedeuten für Reddelich jedoch auch Kosten: Rund
170 000 Euro zahlt der Ort für Betreuungskosten: „Dieses Geld ist gut an-
durch
gesetzliche
Vorgaben beim
Wirtschaften
sehr eingeschränkt.“
Ulf Lübs, Bürgermeister Reddelich
gelegt.“ Ebenfalls gut für den Ort:
Die Freiwillige Feuerwehr plant, eine Kinderwehr aufzubauen – und denen eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu ermöglichen.
Weniger gut ist dagegen der Zustand mehrerer Straßen in der Gemeinde. Rund 190 000 Euro sind im
Haushalt für Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten eingeplant.
politik der Vergangenheit hat sich
ein Reparatur-Rückstau gebildet.
Dieser wurde in der Vorbereitung
des Haushaltsplanes 2015 analysiert und in den Plan eingestellt“,
heißt es im Haushalts-Konsolidierungskonzept.
Einnahmen verspricht sich die Gemeinde vom Bauland-Verkauf im
Gewerbegebiet. 2014 wurden rund
6000 Quadratmeter veräußert – das
brachte rund 142 000 Euro. Bis Ende
April seien weitere 4500 Quadratmeter vermarktet worden – Verhandlungen über den Verkauf von
7000
Quadratmeter
laufen.
107 000 Euro seien als Einnahmen
bereits sicher. Die Erlöse sollen vorrangig zur Tilgung der Altkredite
eingesetzt
werden.
Bedeutet:
lich für Zinsen, rund 59 000 Euro für
die Tilgung der Altkredite.
„Wir jammern nicht“, sagt Ulf
Lübs. „Doch Fakt ist auch: Wir sind
nicht zu doof zum Wirtschaften,
aber durch gesetzliche Vorgaben
doch sehr eingeschränkt.“
kfl
Einige Ausgaben
30 000
Euro zahlt Reddelich derzeit für die
Straßenbeleuchtung. Durch Umrüstung auf LED-Technik sollen
17 000 Euro gespart werden.
30 000
Euro sollen für die
Sanierung des Daches der Kita ausgegeben werden.