Echo Konzert Als PDF herunterladen

ECHO
. . KONZERT
12 1 2016
19 H
ST UDIOSA AL
E C H O KO N Z E R T 1 2 .1 . 2 0 1 6
HANS Z E NDER
*1936
S C H U B E R T S W I N T E R R E I S E (19 93)
EI N E KO M P O N I ERT E I N T ER P R E TAT I O N
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
Gute Nacht
Die Wetterfahne
Gefrorne Tränen
Erstarrung
Der Lindenbaum
Wasserflut
Auf dem Flusse
Rückblick
Irrlicht
Rast
Frühlingstraum
12. Einsamkeit
13. Die Post
14.
15.
16.
17.
Der greise Kopf
Die Krähe
Letzte Hoffnung
Im Dorfe
18.
19.
20.
21.
22.
23.
24.
Der stürmische Morgen
Täuschung
Der Wegweiser
Das Wirtshaus
Mut!
Die Nebensonnen
Der Leiermann
Echo Ensemble
Manuel Nawri Leitung
Jiayu Shen Tenor
Sophia Schupelius Sopran
Justus Wilcken Bariton
Patrik Hornak Tenor
Justus Wilcken Bariton
Yulia Shekovskaia Sopran
Yulia Shekovskaia Sopran
Patrik Hornak Tenor
Justus Wilcken Bariton
Jiayu Shen Tenor
Sophia Schupelius Sopran
Patrik Hornak Tenor
Yulia Shelkovskaia Sopran
Patrik Hornak Tenor
Yulia Shelkovskaia Sopran
Justus Wilcken Bariton
Jiayu Shen Tenor
Sophia Schupelius Sopran
Justus Wilcken Bariton
Sophia Schupelius Sopran
Justus Wilcken Bariton
Yulia Shelkovskaia Sopran
Jiayu Shen Tenor
Yulia Shelkovskaia Sopran
Patrik Hornak Tenor
Yulia Shelkovskaia Sopran
Jiayu Shen Tenor
E C H O KO N Z E R T 1 2 .1 . 2 0 1 6
Gute Nacht
Fremd bin ich eingezogen,
Fremd zieh’ ich wieder aus,
Der Mai war mir gewogen,
Mit manchem Blumenstrauß.
Das Mädchen sprach von Liebe,
Die Mutter gar von Eh’,
Nun ist die Welt so trübe,
Der Weg gehüllt in Schnee.
Ich kann zu meiner Reisen
Nicht wählen mit der Zeit,
Muß selbst den Weg mir weisen
In dieser Dunkelheit.
Es zieht ein Mondenschatten
Als mein Gefährte mit,
Und auf den weißen Matten
Such ich des Wildes Tritt.
Was soll ich länger weilen,
Daß man mich trieb’ hinaus?
Laß irre Hunde heulen
Vor ihres Herren Haus;
Die Liebe liebt das Wandern,
Gott hat sie so gemacht,
Von Einem zu dem Andern,
Fein Liebchen, gute Nacht!
Will dich im Traum nicht stören,
Wär schad um deine Ruh.
Sollst meinen Tritt nicht hören,
Sacht, sacht die Türe zu.
Schreib im Vorübergehen
Ans Tor dir: Gute Nacht,
Damit du mögest sehen,
An dich hab ich gedacht.
Die Wetterfahne
Der Wind spielt mit der Wetterfahne
Auf meines schönen Liebchens Haus:
Da dacht’ ich schon in meinem Wahne,
Sie pfiff’ den armen Flüchtling aus.
Er hätt es eher bemerken sollen
Des Hauses aufgestecktes Schild,
So hätt er nimmer suchen wollen
Im Haus ein treues Frauenbild.
Der Wind spielt drinnen mit dem Herzen,
Wie auf dem Dach, nur nicht so laut.
Was fragen sie nach meinen Schmerzen?
Ihr Kind ist eine reiche Braut.
Gefrorne Tränen
Gefrorne Tropfen fallen
Von meinen Wangen ab:
Ob es mir denn entgangen,
Daß ich geweinet hab?
Ei Tränen, meine Tränen,
Und seid ihr gar so lau,
Daß ihr erstarrt zu Eise,
Wie kühler Morgentau?
Und dringt doch aus der Quelle
Der Brust so glühend heiß,
Als wolltet ihr zerschmelzen
Des ganzen Winters Eis.
Erstarrung
Ich such im Schnee vergebens
Nach ihrer Tritte Spur,
Wo sie an meinem Arme
Durchstrich die grüne Flur.
Ich will den Boden küssen,
Durchdringen Eis und Schnee
Mit meinen heißen Tränen,
Bis ich die Erde seh.
Wo find ich eine Blüte,
Wo find ich grünes Gras?
Die Blumen sind erstorben,
Der Rasen sieht so blaß.
E C H O KO N Z E R T 1 2 .1 . 2 0 1 6
Soll denn kein Angedenken
Ich nehmen mit von hier?
Wenn meine Schmerzen schweigen,
Wer sagt mir dann von ihr?
Mein Herz ist wie erstorben,
Kalt starrt ihr Bild darin:
Schmilzt je das Herz mir wieder,
Fließt auch ihr Bild dahin.
Der Lindenbaum
Am Brunnen vor dem Tore,
Da steht ein Lindenbaum,
Ich träumt in seinem Schatten
So manchen süßen Traum.
Ich schnitt in seine Rinde
So manches liebe Wort;
Es zog in Freud und Leide
Zu ihm mich immer fort.
Ich mußt’ auch heute wandern
Vorbei in tiefer Nacht,
Da hab ich noch im Dunkeln
Die Augen zugemacht.
Und seine Zweige rauschten,
Als riefen sie mir zu:
Komm her zu mir, Geselle,
Hier findst du deine Ruh!
Die kalten Winde bliesen
Mir grad ins Angesicht,
Der Hut flog mir vom Kopfe,
Ich wendete mich nicht.
Nun bin ich manche Stunde
Entfernt von jenem Ort,
Und immer hör ich’s rauschen:
Du fändest Ruhe dort!
Wasserflut
Manche Trän aus meinen Augen
Ist gefallen in den Schnee;
Seine kalten Flocken saugen
Durstig ein das heiße Weh!
Wenn die Gräser sprossen wollen,
Weht daher ein lauer Wind,
Und das Eis zerspringt in Schollen,
Und der weiche Schnee zerrinnt.
Schnee, du weißt von meinem Sehnen:
Sag, wohin doch geht dein Lauf?
Folge nach nur meinen Tränen,
Nimmt dich bald das Bächlein auf.
Wirst mit ihm die Stadt durchziehen,
Muntre Straßen ein und aus:
Fühlst du meine Tränen glühen,
Da ist meiner Liebsten Haus.
Auf dem Flusse
Der du so lustig rauschtest,
Du heller, wilder Fluß,
Wie still bist du geworden,
Gibst keinen Scheidegruß!
Mit harter, starrer Rinde
Hast du dich überdeckt,
Liegst kalt und unbeweglich
Im Sande ausgestreckt.
In deine Decke grab ich
Mit einem spitzen Stein
Den Namen meiner Liebsten
Und Stund und Tag hinein:
Den Tag des ersten Grußes,
Den Tag, an dem ich ging;
Um Nam und Zahlen windet
Sich ein zerbrochner Ring.
E C H O KO N Z E R T 1 2 .1 . 2 0 1 6
Mein Herz, in diesem Bache
Erkennst du nun dein Bild?
Ob’s unter seiner Rinde
Wohl auch so reißend schwillt?
Durch des Bergstroms trockne Rinnen
Wind ich ruhig mich hinab
Jeder Strom wird’s Meer gewinnen,
Jedes Leiden auch sein Grab.
Rückblick
Es brennt mir unter beiden Sohlen,
Tret ich auch schon auf Eis und Schnee,
Ich möcht nicht wieder Atem holen,
Bis ich nicht mehr die Türme seh,
Rast
Nun merk ich erst wie müd ich bin,
Da ich zur Ruh mich lege;
Das Wandern hielt mich munter hin
Auf unwirtbarem Wege.
Die Füße frugen nicht nach Rast,
Es war zu kalt zum Stehen,
Der Rücken fühlte keine Last,
Der Sturm half fort mich wehen.
Hab mich an jedem Stein gestoßen,
So eilt’ ich zu der Stadt hinaus,
Die Krähen warfen Bäll und Schloßen
Auf meinen Hut von jedem Haus.
Wie anders hast du mich empfangen,
Du Stadt der Unbeständigkeit,
An deinen blanken Fenstern sangen
Die Lerch und Nachtigall im Streit.
Die runden Lindenbäume blühten,
Die klaren Rinnen rauschten hell,
Und, ach, zwei Mädchenaugen glühten,
Da war’s geschehn um dich, Gesell!
Kömmt mir der Tag in die Gedanken,
Möcht ich noch einmal rückwärts sehn.
Möcht ich zurücke wieder wanken,
Vor ihrem Hause stille stehn.
Irrlicht
In die tiefsten Felsengründe
Lockte mich ein Irrlicht hin:
Wie ich einen Ausgang finde?
Liegt nicht schwer mir in dem Sinn.
Bin gewohnt das irre Gehen,
’s führt ja jeder Weg zum Ziel:
Unsre Freuden, unsre Leiden,
Alles eines Irrlichts Spiel.
In eines Köhlers engem Haus
Hab Obdach ich gefunden;
Doch meine Glieder ruhn nicht aus:
So brennen ihre Wunden.
Auch du, mein Herz, in Kampf und Sturm
So wild und so verwegen,
Fühlst in der Still erst deinen Wurm
Mit heißem Stich sich regen.
Frühlingstraum
Ich träumte von bunten Blumen,
So wie sie wohl blühen im Mai,
Ich träumte von grünen Wiesen,
Von lustigem Vogelgeschrei,
Und als die Hähne krähten,
Da ward mein Auge wach,
Da war es kalt und finster,
Es schrien die Raben vom Dach.
Doch an den Fensterscheiben,
Wer malte die Blätter da?
Ihr lacht wohl über den Träumer,
Der Blumen im Winter sah?
E C H O KO N Z E R T 1 2 .1 . 2 0 1 6
Ich träumte von Lieb um Liebe,
Von einer schönen Maid,
Von Herzen und von Küssen,
Von Wonne und Seligkeit.
Und als die Hähne krähten,
Da ward mein Herze wach,
Nun sitz ich hier alleine
Und denke dem Traume nach.
Die Augen schließ ich wieder,
Noch schlägt das Herz so warm.
Wann grünt ihr Blätter am Fenster,
Wann halt ich mein Liebchen im Arm?
Einsamkeit
Wie eine trübe Wolke
Durch heitre Lüfte geht,
Wenn in der Tanne Wipfel
Ein mattes Lüftchen weht:
So zieh ich meine Straße
Dahin mit trägem Fuß,
Durch helles, frohes Leben
Einsam und ohne Gruß.
Ach! Daß die Luft so ruhig!
Ach! Daß die Welt so licht!
Als noch die Stürme tobten,
War ich so elend nicht.
Die Post
Von der Straße her ein Posthorn klingt.
Was hat es, daß es so hoch aufspringt,
Mein Herz?
Die Post bringt keinen Brief für dich,
Was drängst du denn so wunderlich,
Mein Herz?
Nun ja, die Post kommt aus der Stadt,
Wo ich ein liebes Liebchen hatt’,
Mein Herz!
Willst wohl einmal hinübersehn
Und fragen, wie es dort mag gehn,
Mein Herz?
Der greise Kopf
Der Reif hatt’ einen weißen Schein
Mir übers Haar gestreuet.
Da glaubt’ ich schon ein Greis zu sein,
Und hab mich sehr gefreuet.
Doch bald ist er hinweggetaut,
Hab wieder schwarze Haare,
Daß mir’s vor meiner Jugend graut
Wie weit noch bis zur Bahre!
Vom Abendrot zum Morgenlicht
Ward mancher Kopf zum Greise.
Wer glaubt’s? und meiner ward es nicht
Auf dieser ganzen Reise!
Die Krähe
Eine Krähe war mit mir
Aus der Stadt gezogen,
Ist bis heute für und für
Um mein Haupt geflogen.
Krähe, wunderliches Tier,
Willst mich nicht verlassen?
Meinst wohl bald als Beute hier
Meinen Leib zu fassen?
Nun, es wird nicht weit mehr gehn
An dem Wanderstabe,
Krähe, laß mich endlich sehn
Treue bis zum Grabe.
E C H O KO N Z E R T 1 2 .1 . 2 0 1 6
Letzte Hoffnung
Hie und da ist an den Bäumen
Manches bunte Blatt zu sehn,
Und ich bleibe vor den Bäumen
Oftmals in Gedanken stehn.
Schaue nach dem einen Blatte,
Hänge meine Hoffnung dran;
Spielt der Wind mit meinem Blatte,
Zittr’ ich, was ich zittern kann.
Und rote Feuerflammen
Ziehn zwischen ihnen hin,
Das nenn’ ich einen Morgen
So recht nach meinem Sinn.
Mein Herz sieht an dem Himmel
Gemalt sein eignes Bild,
Es ist nichts als der Winter,
Der Winter kalt und wild.
Ach, und fällt das Blatt zu Boden,
Fällt mit ihm die Hoffnung ab,
Fall ich selber mit zu Boden,
Wein auf meiner Hoffnung Grab.
Täuschung
Ein Licht tanzt freundlich vor mir her,
Ich folg ihm nach die Kreuz und Quer.
Ich folg ihm gern und seh’s ihm an,
Daß es verlockt den Wandersmann.
Im Dorfe
Es bellen die Hunde, es rasseln die Ketten,
Es schlafen die Menschen in ihren Betten,
Träumen sich manches, was sie nicht haben,
Tun sich im Guten und Argen erlaben,
Ach, wer wie ich so elend ist,
Gibt gern sich hin der bunten List,
Die hinter Eis und Nacht und Graus
Ihm weist ein helles, warmes Haus
Und eine liebe Seele drin
Nur Täuschung ist für mich Gewinn.
Und morgen früh ist alles zerflossen.
Je nun, sie haben ihr Teil genossen,
Und hoffen, was sie noch übrig ließen,
Doch wieder zu finden auf ihren Kissen.
Bellt mich nur fort, ihr wachen Hunde,
Laßt mich nicht ruhn in der Schlummerstunde!
Ich bin zu Ende mit allen Träumen,
Was will ich unter den Schläfern säumen?
Der stürmische Morgen
Wie hat der Sturm zerrissen
Des Himmels graues Kleid,
Die Wolkenfetzen flattern
Umher im matten Streit.
Der Wegweiser
Was vermeid ich denn die Wege,
Wo die andern Wandrer gehn,
Suche mir versteckte Stege
Durch verschneite Felsenhöhn?
Habe ja doch nichts begangen,
Daß ich Menschen sollte scheun,
Welch ein törichtes Verlangen
Treibt mich in die Wüstenei’n?
Weiser stehen auf den Straßen,
Weisen auf die Städte zu,
Und ich wandre sonder Maßen
Ohne Ruh, und suche Ruh.
E C H O KO N Z E R T 1 2 .1 . 2 0 1 6
Einen Weiser seh ich stehen
Unverrückt vor meinem Blick,
Eine Straße muß ich gehen,
Die noch keiner ging zurück.
Das Wirtshaus
Auf einen Totenacker hat mich mein Weg gebracht;
Allhier will ich einkehren, hab ich bei mir gedacht.
Ihr grünen Totenkränze könnt wohl die Zeichen sein,
Die müde Wandrer laden ins kühle Wirtshaus ein.
Ach, meine Sonnen seid ihr nicht,
Schaut andern doch ins Angesicht!
Ach, neulich hatt’ ich auch wohl drei:
Nun sind hinab die besten zwei.
Ging nur die dritt’ erst hinterdrein,
Im Dunkeln wird mir wohler sein.
Der Leiermann
Drüben hinterm Dorfe
Steht ein Leiermann
Sind denn in diesem Hause die Kammern all besetzt?
Und mit starren Fingern
Bin matt zum Niedersinken, bin tödlich schwer verletzt. Dreht er, was er kann,
O unbarmherz’ge Schenke, doch weisest du mich ab?
Nun weiter denn, nur weiter, mein treuer Wanderstab! Barfuß auf dem Eise
Wankt er hin und her,
Und sein kleiner Teller
Mut
Bleibt ihm immer leer.
Fliegt der Schnee mir ins Gesicht,
Schüttl’ ich ihn herunter.
Keiner mag ihn hören,
Wenn mein Herz im Busen spricht,
Keiner sieht ihn an,
Sing ich hell und munter.
Und die Hunde knurren
Um den alten Mann,
Höre nicht, was es mir sagt,
Habe keine Ohren,
Und er läßt es gehen,
Fühle nicht, was es mir klagt,
Alles, wie es will,
Klagen ist für Toren.
Dreht, und seine Leier
Steht ihm nimmer still.
Lustig in die Welt hinein
Gegen Wind und Wetter;
Wunderlicher Alter,
Will kein Gott auf Erden sein,
Soll ich mit dir gehn?
Sind wir selber Götter!
Willst zu meinen Liedern
Deine Leier drehn?
Die Nebensonnen
Drei Sonnen sah ich am Himmel stehn,
Hab’ lang und fest sie angesehn.
Und sie auch standen da so stier,
Als wollten sie nicht weg von mir.
E C H O KO N Z E R T 1 2 .1 . 2 0 1 6
JIAY U SHEN
Der Bariton Jiayu Shen wurde in Shanghai/China geboren. Im Jahr 2013 graduierte er am Shanghai Conservatory of Music. 2015 begann er bei Prof. Scot Weir an
der Hochschule für Musik Hanns Eisler zu studieren. Im Rahmen der Salzburger
Festspiele 2013 besuchte Jiayu Shen einen Gesangmeisterkurs. Und er nahm
am 49. International Singing Contest „Francisco Viñas“ in Barcelona teil.
S OP HIA S CHUP EL IUS
Sophia Schupelius wurde 1993 als ältestes von fünf Kindern in Berlin geboren.
Im Alter von acht Jahren erhielt sie ihren ersten Violoncellounterricht. Mit
14 Jahren wurde sie in den Berliner Mädchenchor aufgenommen. Mit dem Chor
trat sie in den folgenden Jahren in zahlreichen Konzerten im In- und Ausland
als Solistin auf, u. a. in der Rolle des Töchterchens in der Oper „Königskinder“
unter Ingo Metzmacher in der Berliner Philharmonie. Von 2008 bis zu deren
Tod im Jahr 2013 wurde sie von der Mezzosopranistin Ruthild Engert-Ely unterrichtet. Seit 2014 ist Sophia Schupelius Studentin an der Hochschule für Musik
Hanns Eisler Berlin in der Gesangklasse von Prof. Anna Korondi. Als Solistin arbeitete sie u. a. mit dem MendelssohnKammerChor Berlin zusammen.
JUS T US WILCKEN
Justus Wilcken, geboren und aufgewachsen in Kassel, studiert Gesang bei Prof.
Sebastian Noack an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Im Alter von
13 Jahren fing er an als Kleindarsteller am Staatstheater Kassel zu arbeiten und
wechselte mit 17 Jahren zum Tanztheater. In dieser Zeit arbeitete er mir Regisseuren wie Immo Karaman, Armin Petras, Fabian Posca und Johannes Wieland.
Nach dem Abitur zog er nach Leipzig, wo er in der freien Szene und am Spinnwerk Leipzig in verschiedenen Produktionen als Schauspieler, Regieassistent
und Musiker mitwirkte. 2012 und 2014 wirkte er unter Alvis Hermanis in den
Produktionen „Die Soldaten“ (Bernd Alois Zimmermann) und „Il Trovatore“
(Giuseppe Verdi) mit. Im Sommer 2013 brachte er das Stück „Herzblut“ bei der
E C H O KO N Z E R T 1 2 .1 . 2 0 1 6
Young Actors Week Salzburg auf die Bühne, welches er selbst geschrieben,
inszeniert und gespielt hat. Im Herbst 2013 realisierte er das Musikvermittlungsprojekt „440hz“ in Kassel. Im Sommersemester 2014 absolvierte er ein
Erasmus-Semester am Mozarteum Salzburg und studierte neben seinem Gesangstudium im Abschlussjahr Schauspiel am Thomas Bernhard Institut. Hier
spielte er u. a. in der Produktion „what would vitali do?“ unter der Regie von
Laura Linnenbaum. Mit ihr und Valentin Baumeister reichte er ein Regiekonzept
für die Oper „Weiße Rose“ von Udo Zimmermann beim Europäischen Opernregie-Preis (EOP) 2015 ein. Im Januar 2015 debütierte er als „ein Offizier“
und „ein Hauptmann“ an der Mailänder Scala in der Oper „Die Soldaten“. Im
Februar 2015 konzertierte er mit Bjarni Frimann Bjarnason mehrmals in der
„Winterreise“ (Franz Schubert/Wilhelm Müller). Im Juni 2015 war er Stipendiat
der Sommerakademie Venedig, wo er sich gemeinsam mit Wilhelm Rinke filmisch und musikalisch mit der „Winterreise“ auseinandersetzte.
PAT RIK HORNAK
Patrik Hornak wurde 1989 in der Slowakei geboren. Er absolvierte ein Klarinetten- und Gesangstudium am Konservatorium in Bratislava und erhielt seinen
Masterabschluss im Fach Klarinette an der Hochschule für Musische Künste in
Bratislava. Derzeit studiert er Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler
Berlin bei Prof. Scot Weir. Patrik Hornak ist Preisträger der Kammeroper Rheinsberg 2015, wo er auch am Meisterkurs von Stefan Rügamer teilnahm. Im Rahmen
der Bachwoche 2015 sang er unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann
und besuchte einen Meisterkurs mit Lothar Odinius und Prof. Ulrike Sonntag.
Auch bei KS Prof. Thomas Quasthoff absolvierte er einen Meisterkurs. Im Sommer 2015 ging Patrik Hornak mit dem Metropolitan Orchestra Bratislava auf
Konzertreise in die Schweiz und sang unter der Leitung von Kaspar Zehnder die
Rolle des Camille de Rosillon in Franz Lehárs „Die lustige Witwe“. Patrik Hornak
war Solist bei einem Unesco-Projekt mit dem Osipov State Russian Folk Orchestra unter der Leitung von Vladimir Andropov mit Konzerten in Moskau, Paris und
Straßburg und arbeitete mit dem Collegium Vocale Gent (Philippe Herreweghe).
Er unternahm internationale Konzert-Tourneen mit dem Chor und als Solist, u. a.
nach Japan, China, Südkorea, Russland, Italien, Frankreich und in die USA. Bei
Hochschulprojekten übernahm er im Februar 2015 in Wolfgang Amadeus Mozarts
„Die Zauberflöte“ die Rolle des Tamino und wird im April 2016 als Fenton in
Otto Nicolais „Die lustigen Weiber von Windsor“ auftreten. Als Solist präsentiert
Patrik Hornak sich in der Saison 2015/2016 mit den Bamberger Symphonikern
E C H O KO N Z E R T 1 2 .1 . 2 0 1 6
(Musikalische Exequien von Heinrich Schütz) und dem Czech Chamber Philharmonic Orchestra Pardubice (Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart). Ebenfalls
singt er in dieser Saison sein Debüt im Opernstudio des Slowakischen Nationaltheaters („Il Re Teodoro in Venezia“ von Giovanni Paisiello).
YUL IA SHEL KOVSK AIA
Yulia Shelkovskaia wurde in Kaliningrad/Russland geboren. Ihre Ausbildung begann
sie an der Musikschule Kaliningrad. Von 2007 bis 2011 studierte Yulia Shelkovskaia
Gesang am Gnessin State Musical College in Moskau und setzte ihr Gesangstudium anschließend am Konservatorium Rimsky-Korsakov in Sankt Petersburg
fort. Seit 2015 ist sie Studentin der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin
bei KS Prof. Thomas Quasthoff. Beim Internationalen Wettbewerb für zeitgenössische Musik „Komponist des XXI Jahrhunderts“ 2014 in Kaluga/Russland
erhielt Yulia Shelkovskaia in der Kategorie Gesang den zweiten Preis. Im Jahr
2012 nahm sie an einer Musikwerkstatt in Perugia/Italien teil und war Solistin
des Smolny Cathedral Chamber Choir. Mit der Experimental Opera Company
führte sie 2015 Sergeij Rachmaninows „Aleko“ im Eremitage-Theater Sankt
Petersburg auf und übernahm dabei die Partie der Zemfira.
ECHO ENSEMBL E
Das Echo Ensemble wurde 1997 an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin
gegründet. Das Repertoire konzentriert sich auf Literatur für Kammerensemble
und Kammerorchester des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. Das Ensemble
zählt zu den Ausbildungsorchestern der Hochschule für Musik Hanns Eisler
Berlin und veranstaltet regelmäßig Konzerte. Darüber hinaus entstanden einzelne Projekte in Zusammenarbeit z. B. mit dem Konzerthaus Berlin, der
Staatsoper Unter den Linden und dem Guggenheim Museum. Von 1999 bis 2007
war Prof. Konstantia Gourzi die künstlerische Leiterin des Ensembles, seit dem
Sommersemester 2008 wird es von Prof. Manuel Nawri geleitet.
E C H O KO N Z E R T 1 2 .1 . 2 0 1 6
MI TGL IEDER DE S ECHO ENSEMBL ES
Flöte I
Flöte II
Oboe I
Oboe II
Klarinette I
Klarinette II
Sopran-Saxophon
Fagott I
Fagott II
Horn
Trompete
Posaune
Pauken
Xylorimba
Schlagzeug
Schlagzeug
Harfe
Akkordeon
Gitarre
Violine I
Violine II
Viola I
Viola II
Violoncello
Kontrabass
Jaewon Chun
Helena Macherel
Marta Mizgała
Kihoon Hong
Moritz Mansfeld
Nadia Hashemi
Chen Cheng
Pierre Weibel
Tilsim Bufe Muratal
Campbell McInnes
Timothy Francis
Riyo Soejima
Martin Münzberg
Hauke Renken
Evdoxia Filippou
Ziv Stein
Shiho Minami
Franka Herwig a. G.
Stefan Degel
Davit Khachatryan
Alexander Psavke
Qiyun Zhao
Lev Loiko
Nina Monné
Katri-Maria Leponiemi
IMPRESSUM
KO N TA K T
HER AUSGEBER
Wir schicken Ihnen gerne den Semesterveranstaltungsplan der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Den
monatlichen Veranstaltungsplan lassen wir Ihnen auf
Wunsch per E-Mail zukommen. Wir freuen uns über Ihr
Interesse und Ihre Nachricht.
Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin,
der Rektor
G E S TA LT U N G Novamondo, Berlin
R E D A K T I O N Alexander Piefke, Hanne Ermann,
Leonie Sagemüller
R E D A K T I O N S S C H L U S S 5.1.2016
Programm- und Besetzungsänderungen vorbehalten.
BIT TE BE ACHTEN SIE
Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie
sich mit Film, Foto- und Tonaufnahmen und einer
eventuellen Wiedergabe Ihrer Person einverstanden.
Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin
Veranstaltungsmarketing
Charlottenstraße 55, D—10117 Berlin
T 030.68 83 05–806
F 030.68 83 05–740
[email protected]
www.hfm-berlin.de