Dreharbeiten für den Kieler NDR-Tatort in der LungenClinic Grosshansdorf Vor dem Dreh im Labor: Schauspieler Axel Milberg wird verkabelt Großhansdorf, 23. Juni 2015 „Borowski und die große Stille“ heißt der NDR-Tatort, der gerade gedreht wird, unter anderem auf der Kieler Woche. Am Freitag, dem 19. Juni, und am Montag, dem 22. Juni, war auch die LungenClinic Grosshansdorf Schauplatz des Krimis: Große Stille herrscht bei den Dreharbeiten auf Station 4, am Empfang und im Labor der Klinik allerdings nur, wenn es am Set ernst wird und die Schauspieler in Aktion treten. Nur manchmal dringt Axel Milbergs markante Stimme dann durch die Tür von Zimmer 414, wo er als Kommissar Borowski zusammen mit Assistentin Sarah Brandt (Sibel Kekilli) einen Verletzten befragt. Dieser Patient ist nicht der einzige Geschädigte, den der Kieler Tatort hinterlässt. Auch Borowski selbst – im Tatort zum ersten Mal mit Bart – kommt in große Gefahr, als er sich in der Wohnung eines Opfers umsieht und plötzlich einer riesigen Feuerwand gegenüber steht. Doch sein Gegenspieler (Misel Maticevic) rettet ihn in letzter Sekunde, um dann beim größten Sommerfest Nordeuropas in der Anonymität der Menschenmassen zu verschwinden. In der darauffolgenden Handlung gibt es bald einen zweiten Toten und die Kommissare fragen sich, ob sie es mit einem Serientäter zu tun haben. Borowski ermittelt mit feiner Psychologie und Brandt eher wütend, eine sinnvolle Ergänzung der Rollen, sagt Axel Milberg. Großes Materialaufgebot der Produktionsgesellschaft vor dem Besuchereingang Am Film-Set: Vor einer Szene mit Zeugenbefragung am Krankenbett Zwölf LKW, Wohnwagen und Sprinter sowie einen Catering-Stand hat das Filmteam für die Aufnahmen auf dem Gelände der LungenClinic zusammengezogen – für die Beleuchtung, den Ton, die Ausstattung und den Aufenthalt der Schauspieler. Das klingt gewaltig, doch an den meisten Orten in der LungenClinic ist von der leise wispernden Nervosität beim Dreh in der 4. Etage nichts zu spüren. Insgesamt sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LungenClinic haben sich als Komparsen zur Verfügung gestellt. Eine davon ist Stationssekretärin Marina Eilrich, die auf „ihrer“ Station 4 als Krankenschwester Daniela mitwirkt: „Ein bisschen aufgeregt bin ich schon, aber so ein Dreh ist eine supertolle Erfahrung“. Die Komparsinnen Marina Eilrich und Kathrin Knorr gönnen sich eine Pause Filmcrew, Besucher und Krankenschwestern auf dem Flur der Station 4 Ansonsten sind aus der LungenClinic noch Kathrin Knorr und Anne Ehlert in verschiedenen Rollen dabei, Holger Seeger und Daniel Gorra als Laboranten sowie Iris Zaar als Patientin und später als Polizistin. Doch halt, im Film wird manchmal kurzfristig umdisponiert: Iris Zaar muss Uniform, Pistole und Funkgerät kurzfristig wieder ablegen, weil der Regisseur dann doch lieber einen männlichen Polizisten im Bild haben möchte. „Schade“, befindet Iris Zaar. Dank guter Organisation wird der Klinikbetrieb nur wenig beeinträchtigt, auch die Patienten bestätigen das: „Das Filmteam stört überhaupt nicht“, sagt eine Patientin auf Station 4, „vielmehr ist das Ganze eine wohltuende Ablenkung vom Krankenhausalltag.“ Und auch Christoph Heitmann, 1. Aufnahmeleiter des Drehteams, lobt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LungenClinic: „Alle sind supernett und helfen, wo sie nur können. Und das, obwohl hier Menschen mit schweren Erkrankungen versorgt werden und wir hier nur einen unterhaltenden Tatort drehen.“ Warum der nach der Vorlage eines Buches von Henning Mankell gedrehte Tatort allerdings „Borowski und die große Stille“ heißt, kann auch bis Ende der Dreharbeiten in der LungenClinic nicht eindeutig geklärt werden. Vielleicht, so Axel Milberg, sei damit der stille Moment nach der schwerwiegenden Grenzüberschreitung, dem ersten Mord des Täters gemeint. Im kommenden Jahr kann sich jeder selbst ein Bild davon machen, dann wird der Film im Ersten Programm gezeigt. Die LungenClinic Grosshansdorf hat die Realisierung dieses Kieler Tatorts gern unterstützt.
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