DEPARTEMENT GESUNDHEIT UND SOZIALES 8

DEPARTEMENT
GESUNDHEIT UND SOZIALES
Generalsekretariat
Balz Bruder
Leiter Kommunikation
Bachstrasse 15, 5001 Aarau
Telefon direkt 062 835 29 04
Fax 062 835 29 09
[email protected]
www.ag.ch/dgs
8. Dezember 2015
MEDIENMITTEILUNG
Nächster Schritt für "Shelters for Refugees"
Informationsveranstaltung über das Projekt im ehemaligen A3-Werkhof in Frick
Noch vor Weihnachten wird der Kanton das Baugesuch
für die temporäre Nutzung des ehemaligen A3-Werkhofs
in Frick als Asylunterkunft einreichen. Dort sollen erstmals die "Shelters for Refugees" zum Einsatz kommen.
Geplant ist eine Unterkunft für rund 300 Personen. Am
15. Dezember 2015 findet eine Informationsveranstaltung über das Vorhaben statt.
Nachdem das Departement Gesundheit und Soziales Ende
Oktober 2015 über das Vorhaben informiert hat, steht nun
die Baugesuchseingabe für die befristete Nutzung auf dem
Werkhof-Areal bevor. Dieses erfüllt alle wichtigen Voraussetzungen: Es liegt erstens in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen, ist zweitens im Eigentum des Kantons,
drittens für eine temporäre Nutzung geeignet und viertens in
einer Gemeinde gelegen, die mit der befristeten Nutzung
grundsätzlich einverstanden ist. Das Areal ist nach einem
früheren Kauf vom Bund im Eigentum des Kantons und wird
in der Spezialfinanzierung Strassenrechnung geführt. Gemäss aktueller Planung ist vorgesehen, ab Herbst 2017 mit
der Umnutzung zu beginnen, damit der ehemalige A3Werkhof Frick ab dem Frühjahr 2018 als neuer Standort des
Kantonalen Katastropheneinsatzelements (KKE) und weiterer Partner im Bevölkerungsschutz bezogen werden kann.
Eine temporäre Nutzung ist demnach möglich – wobei wie
bei allen anderen befristeten Nutzungen klar ist, dass sie der
definitiven Zweckbestimmung nicht im Wege stehen. Das
heisst: Sobald der neue KKE-Standort realisiert werden
kann und die Planungsarbeiten soweit fortgeschritten sind,
dass der Bau gestartet werden kann, wird die temporäre
Nutzung beendet.
Der Gemeinderat Frick hat sich bereits im Oktober 2015 mit
dem Vorhaben auseinandergesetzt und gegenüber dem
Kanton sein grundsätzliches Einverständnis zum Abschluss
einer entsprechenden Vereinbarung zum Ausdruck gebracht. Voraussetzung ist die Durchführung eines ordentlichen Baubewilligungsverfahrens sowie das Vorliegen einer
ordentlichen Baubewilligung. Zudem werden die Rahmenbedingungen für den Betrieb der temporären Unterkunft
zwischen Kanton und Gemeinde im Detail verbindlich zu
vereinbaren sein. Die bestehenden Mietverhältnisse mit
Drittnutzern werden in der Planung berücksichtigt und führen
allenfalls zu Verschiebungen innerhalb des Areals. Die dafür
notwendigen Absprachen werden rechtzeitig stattfinden.
Nach heutigem Stand der Dinge können vonseiten des Kantons alle Bedingungen erfüllt werden.
Nach dem grundsätzlichen Einverständnis der Gemeinde
Frick sowie verschiedenen Abklärungen und Absprachen mit
unterschiedlichen Partnern liegt nun die Roadmap für die
Realisierung des Projekts vor. Dabei geht es zum einen um
das Baubewilligungsverfahren beziehungsweise um die
Einreichung eines bewilligungsfähigen Baugesuchs, das den
Vorschriften – insbesondere auch jenen des Brandschutzes
– entspricht; zum andern um die Konzepte für Betreuung,
Beschulung, Beschäftigung, Sicherheit und Verkehr, und
drittens um das Erarbeiten einer Vereinbarung zwischen
Kanton und Gemeinde. Konkret ist geplant, in zwei Werkhallen temporäre mobile Infrastrukturen für rund 300 Personen
zu erstellen. Vorgesehen ist eine gemischte Unterkunft –
Familien in der einen, Männer in der anderen Halle – mit je
separaten Infrastrukturen, die zudem von den übrigen Anlageteilen auf geeignete Art und Weise abgetrennt werden.
Weiter soll angesichts der beträchtlichen Anzahl Familien,
die untergebracht werden soll, eine Einschulungsvorbereitungsklasse eingerichtet werden. Auf diese Art und Weise
kann die Beschulung sichergestellt werden, ohne dass die
Schulen Frick tangiert werden. Die Betreuung soll von der
Firma ORS wahrgenommen werden, die bereits in den vom
Kanton betriebenen Geschützten Operationsstellen (GOPS)
der Spitäler tätig ist.
Am Dienstag, 15. Dezember 2015, 19.30 Uhr, findet in der
Aula der Schulanlage Ebnet in Frick eine Informationsveranstaltung über den Inhalt des Vorhabens, den Stand der Dinge und das weitere Vorgehen statt.
Weitere Auskünfte für Medienschaffende:
Balz Bruder, Leiter Kommunikation Departement Gesundheit und Soziales
Telefon 062 835 29 04 (erreichbar am Dienstag, 8. Dezember 2015 von 9.30 bis 10.30 Uhr)
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