Anton Kaufmann will mit seinem Elektrobus den öffentlichen Verkehr

# 3 / 2015
CENTRAL
Das Entscheidermagazin von CKW
Jetzt
geht’s los
Anton Kaufmann will mit seinem Elektrobus
den öffentlichen Verkehr revolutionieren.
Seite 6
Energiekosten senken
Unternehmer und Experten sagen, weshalb
sich Investitionen ins Energiesparen lohnen.
Seiten 4/5
Absenzen reduzieren
Ein betriebliches Gesundheitsmanagement
macht Angestellte und Unternehmen fitter.
Seite 9
Foto: Matthias Jurt
Made in ... Wolhusen
Geschenkpapier made in Wolhusen gibt es in 40
Ländern zu kaufen. Der günstigeren Konkurrenz
aus dem Ausland begegnen wir mit Design,
Qualität und Innovation. Denn 80 Prozent unserer
Motive entwickeln wir mit viel Liebe zum Detail im
eigenen Atelier. Inspiration dafür holen sich
unsere Designer auf Messen und Events
weltweit. Ich glaube, es gibt keinen Mitbewerber,
der über eine so hohe Kompetenz inhouse
verfügt. Das macht uns so agil, dass wir jedes
Jahr die Hälfte unseres Sortiments erneuern
können. Im Produktionszyklus, der pro Motiv 18
Monate dauert, setzen wir auf die Erfahrung und
das Gspüri unserer langjährigen Mitarbeiter.
Norbert Bucheli, Geschäftsführer
Stewo International AG, Wolhusen
– hier & jetzt –
Editorial
Die Zukunft hat
bereits begonnen
Im Zusammenhang mit Elektromobilität wird oft das Prädikat
«Zukunft» verwendet. Tatsächlich sind Elektromobile auf unseren
Strassen noch Exoten, doch die Anzahl der immatrikulierten
Fahrzeuge steigt kontinuierlich. Eine Vorreiterrolle hat der weitsichtige Bus-Unternehmer Anton Kaufmann aus Dagmersellen übernommen. Getreu dem Motto «Die Zukunft erkennt man nicht – man
schafft sie» hat er zahlreiche Elektromobile in seinen Fuhrpark
integriert. Die «Tankstelle» wiederum hat er auf dem Dach seines
Busdepots installiert: eine riesige Solaranlage. In unserer Titelgeschichte ab Seite 6 erfahren Sie mehr über die Realität gewordene
Vision von Anton Kaufmann sowie die Produkte und Dienstleistungen, die CKW im Bereich E-Mobility anbietet.
Wenn man das Rad der Zeit um eine Dekade zurückdreht, gerät
man in Anbetracht der Veränderungen oft ins Staunen. Wir haben
bei drei Unternehmern nachgefragt, wie sie ihr Energiemanagement
in den letzten zehn Jahren optimiert haben. Die teils verblüffenden
Antworten lesen Sie auf Seite 4. Gerne gebe auch ich Ihnen einen
Tipp, wie Sie die Energieeffizienz in Ihrem Betrieb nachhaltig
steigern können: CKW VoltControl! Der Spannungsregler, mit dem
man den Stromverbrauch um durchschnittlich 15 Prozent senken
kann, wird auf Seite 9 vorgestellt. Damit leistet CKW einen wichtigen
Beitrag für die Energiezukunft.
Dr. Felix Graf
CEO CKW
Quantensprünge
im Elektroantrieb
Der Durchbruch der
E-Mobilität steht und fällt
mit der Antriebsbatterie.
Sie bestimmt die Reichweite
und den Preis eines Elektrofahrzeugs. Denn ohne
Batterie kommt die Herstellung eines E-Mobils ähnlich
teuer wie die eines Dieseloder Benzinfahrzeugs. Good
News: Die Batterien werden
immer besser, günstiger und
langlebiger.
Energiedichte steigt
Lebensdauer nimmt zu
Kosten sinken
Die Energiedichte einer Lithium‑
Ionen-Batterie ist deutlich
geringer als die von Kraftstoffen.
Doch der aktuelle Energiegehalt
von rund 140 Wattstunden pro
Kilo dürfte sich in den nächsten
Jahren auf 250 erhöhen. Mit
zukünftigen Metall-Luft-Batterien
erscheinen Reichweiten von 600
Kilometern möglich.
Antriebsbatterien schaffen heute
problemlos 3000 vollständige
Ladezyklen. Die Anzahl soll sich in
den nächsten Jahren auf 4000
erhöhen. Legt man dabei eine
Reichweite von lediglich 100
Kilometern pro Ladung zugrunde,
ergibt sich daraus eine Gesamtreichweite (Lebensdauer) von
400 000 Kilometern.
Der Preisaufschlag heutiger Elektroautos ist allein der Hochvoltbatterie
geschuldet. 2014 lagen die Preise
für Lithium-Batteriezellen bei rund
400 Franken pro Kilowattstunde
Speicherkapazität. 2018 dürften
die Akkus noch 200 Franken pro
kWh kosten.
140 > 250 Wh
3000 > 4000 Ladezyklen
400 > 200 CHF/kWh
Quelle: CAR Center Automotive Research,
Universität Duisburg-Essen
Central # 3 | 2015 3 – Standpunkt –
Energiemanagement:
Bringt’s das?
Energiesparen heisst längerfristig auch Kosten sparen. Kurzfristig sind dafür aber
Investitionen nötig – in Infrastruktur, Know-how und Manpower. Drei Verantwortliche
erzählen, weshalb sich die Einführung eines Energiemanagements in ihren
Unternehmen gelohnt hat.
Thomas Wirth, Mitglied der
Geschäftsleitung, Wirth & Co. AG,
Buchrain
A
ls führender Systemlieferant
im blechverarbeitenden Sektor spielen die Energieausgaben in unseren Kostenkalkulationen
eine entscheidende Rolle. Mit 500 000
Franken benötigt unser Lackierwerk,
das wir vorwiegend mit Gas betreiben,
am meisten Energie. Mit der Umstellung von Propan- auf Erdgas konnten
wir unsere Energie­kosten senken und
unsere Ökobilanz mit Einbezug von
weiteren Massnahmen so weit verbessern, dass wir von der CO2-Abgabe be-
«Trotz der Investitionen
sparen wir Geld.»
freit werden. Unterstützt hat uns dabei
die EnAW, die Energie-Agentur der
Wirtschaft. Die Planung und die Umsetzung waren sicherlich eine Herausforderung. Man muss permanent dranbleiben, Arbeitsstunden und Kapital
investieren. Trotz der Investitionen
sparen wir aber Geld. Das ist für mich
neben dem ökologischen Gedanken als
Unternehmer entscheidend.
4
Hanspeter Keller,
Geschäftsleiter, SUISAG,
Sempach
W
ir sind ein Dienstleistungszentrum für die Schweinezucht. Als grösste Massnahme im Rahmen unseres Energiemanagements haben wir in unseren
klimatisierten Prüfställen Erdregister
eingebaut. Unterstützt von der EnAW
«Ein Energiemanagement
muss sich wirtschaftlich
rechnen. Das tut es.»
haben wir damit den Stromverbrauch von
1 Mio. kWh jährlich auf 120 000 kWh reduziert: eine massive Einsparung, die uns
finanziell langfristig entlastet und uns
von der CO2-Abgabe befreit. Diesen Frühling haben wir zudem eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen und produzieren nun mehr Strom, als wir benötigen.
Ich bin Unternehmer: Ein Energiemanagement muss sich wirtschaftlich rechnen. Das tut es. Ich möchte gegenüber unseren Mitarbeitern und den Menschen in
der Region aber auch ein Zeichen setzen.
Jeder kann einen klugen Beitrag leisten,
um seinen Energieverbrauch zu senken.
Daniel Felder, Leiter Technik,
Regionales Wohn- & Pflegezentrum,
Schüpfheim
A
uch Institutionen im Sozialbereich stehen unter einem hohen
Druck und müssen ihre Kosten
optimieren. Beim Energieverbrauch anzusetzen finde ich ideal. Denn die hundert Menschen, die wir betreuen und
pflegen, werden davon nicht tangiert.
Wir haben in enger und offener Zusammenarbeit mit CKW ganz viele Einsparungen erzielt. Zum Beispiel in der Küche
oder in der Wäscherei, zwei sehr stromintensiven Bereichen. Mittels einer permanenten Lastgangmessung können wir
zudem Ausschläge nach oben identifizieren, Stromspitzen brechen und damit unsere Stromkosten reduzieren. Es ist eine
«Es gibt keine Argumente
gegen ökonomisch abgestützte
Energiesparmassnahmen.»
Herausforderung, Investitionen in Energiesparmassnahmen zugesprochen zu
bekommen. Doch wenn die Massnahmen ökonomisch abgestützt und gut verargumentiert sind, gibt es für mich
nichts, was dagegen spricht.
Central # 3 | 2015
– Standpunkt –
«Ja, es
lohnt sich!»
Lohnen sich Investitionen in
Energiesparmassnahmen?
Armin Eberle von der EnAW
sagt klar Ja. Und nimmt Unternehmern die Angst davor.
© GATARIC FOTOGRAFIE
Wie fit sind Schweizer KMU
im Energiemanagement?
Wir treffen oft sehr engagierte KMU,
die ihr Energiesparpotenzial bereits
weitgehend ausgeschöpft haben. Aber
es gibt auch Fälle, bei denen mit wenigen
Handgriffen bis zu 20 Prozent Energie
eingespart werden kann.
Was sind die Hemmschwellen und
wie kann man sie abbauen?
Häufig fehlt es an Fachwissen, da KMU
keine eigenen Energiespezialisten im
Haus haben. Dazu kommt Zeitmangel,
sich mit dem Thema auseinanderzuset‑
zen. Dies ist insofern nachvollziehbar, als
die Energie in der Kostenrechnung oft nur
eine untergeordnete Rolle spielt.
Viele Unternehmer scheuen
entsprechende Investitionen.
Was entgegnen Sie?
Es ist verständlich, dass freie Mittel erst
einmal im Kerngeschäft investiert
werden. Dennoch sollte ein Unternehmen
Energiekosteneinsparungen, die ihm eine
15-prozentige Rendite bescheren, nicht
ausser Acht lassen. Wer die Investitions‑
kosten scheut, kann die Realisierung auch
über Contracting-Modelle abwickeln.
Lohnt sich ein Energiemanagement
auch für kleine Firmen?
Bereits ab 20 000 Franken Energiekosten
pro Jahr kann sich das KMU-Modell
lohnen. Mit unserem Kosten-Nutzen-​
Rechner kann man sich rasch ein Bild
machen.
Wie lange dauert es, bis sich die
Investitionen rechnen?
Die durchschnittliche Rückzahldauer
der von uns empfohlenen Massnahmen
beträgt etwa drei Jahre. Teilweise finden
wir aber auch Lösungen, die bereits in
weniger als einem Jahr amortisiert sind.
In welchen Branchen sehen Sie das
grösste Energiesparpotenzial?
Im Dienstleistungssektor! Denn dort ist
die Sensibilität für den Energieeinsatz
aufgrund der relativ geringen Bedeutung
der Kosten häufig noch nicht sonderlich
stark ausgeprägt.
Armin Eberle ist Geschäftsführer der
Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW),
eines Vereins, der 1999 von den Verbänden
der Schweizer Wirtschaft gegründet wurde.
Die EnAW bietet Firmen einen RundumService im Energiemanagement. Sie setzt
auf Effizienzmassnahmen, die den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoss jedes
Unternehmens senken.
Mehr Informationen unter: enaw.ch
Elektromobilität
Mit dem E-Bus
auf der Poleposition
Bushändler Anton Kaufmann setzt die Wünsche seiner Kunden
in die Tat um. Nun hat er sich einen eigenen Wunsch erfüllt und
Elektrobusse entwickelt. Der Erfolg der Elektromobilität ist für
ihn keine Zukunftsmusik, sondern eine Tatsache.
Text: Simon Fallegger Fotos: Kilian Kessler, Philipp Schmidli
6
Central # 3 | 2015
– Case Study –
D
ie Elektrizität hat Anton Kaufmann seit jeher fasziniert. Schon als kleiner Junge tüftelte er an Batterien
herum und holte Energie aus ihnen heraus, auch
wenn sie längst leer schienen und andere sie weggeworfen hätten. Die Faszination von damals ist geblieben – doch das Tüfteln
ist einem visionären, aber konkreten Businessmodell gewichen: Kaufmann hat bereits zwei Elektrobusse entwickelt und
träumt davon, dass diese dereinst im öffentlichen Verkehr in
der ganzen Schweiz zum Einsatz gelangen. Denn er ist überzeugt: «Die E-Mobilität kommt. In zwanzig Jahren werden
kaum noch Benzin- und Dieselfahrzeuge auf Schweizer Strassen
verkehren.» Damit arbeitet er auch an seiner eigenen Zukunft,
denn heute handelt er primär noch mit herkömmlich betriebenen Bussen, die er auf Kundenwunsch aus- und umbaut.
Knackpunkt Reichweite entschärft
Seine Zuversicht begründet er mit dem technologischen
Wandel und einer einfachen Tatsache: «Alle Elemente, welche
die E-Mobilität alltagstauglich machen, sind bereits vorhanden. Wenn ich als kleiner Player im Bushandel es schaffe, konkurrenzfähige Fahrzeuge mit Elektroantrieb zu bauen, dann
müssten das Automobilkonzerne eigentlich schon längst können!» Als Referenz für die Alltagstauglichkeit verweist er auf
Tesla Motors, die es in den vergangenen drei Jahren geschafft
haben, der E-Mobilität Leben einzuhauchen und ihr eine gewisse Coolness zu verpassen. Kaufmann, selbst Tesla-​Fahrer: «Mit
meinem Model S fahre ich ohne Ladestopp an den Genfersee
und zurück und habe immer noch ausreichend Energie für weitere hundert Kilometer.» Der Ladevorgang mit einem entsprechenden Supercharger dauert zehn bis zwanzig Minuten.
«Während dieser Zeit trinke ich in einem Restaurant einen Kaffee und fahre dann entspannt weiter.»
«Wenn ich es schaffe, ein
konkurrenzfähiges Fahrzeug
mit Elektroantrieb zu bauen,
müssten das Automobilkonzerne schon längst können.»
Anton Kaufmann, bushandel.ch
Die Autonomie seiner E-Busse ist kleiner als die seines Tesla,
nämlich 110 und 400 Kilometer. Das stellt aber kein Problem
dar, denn die benötigte Reichweite eines Busses im öffentlichen Verkehr ist klar definiert. Etwaige Stillstände wegen leerer Batterien sind somit ausgeschlossen. Zudem kehren die
Fahrzeuge abends immer an denselben Standort zurück. Dort
können die Batterien während mehrerer Stunden aufgeladen
werden.
Für die Entwicklung seiner E-Busse hat Kaufmann von seinem langjährigen Know-how im Bushandel und -bau profitiert.
Neben seinen Eigenkonstruktionen importiert und verkauft Anton
Kaufmann neu auch diesen Elektrobus. Reichweite: 300 Kilometer.
Der gelernte Lastwagenmechaniker hat sich in Dagmersellen
einen beachtlichen Fuhrpark an Kleinbussen aufgebaut, die er
vermietet und verkauft. Nach der Lehre bildete er sich kontinuierlich weiter und arbeitete sich im Fahrzeugbau und in Transportunternehmen zum Geschäftsführer hoch. Über die Jahre
knüpfte er in der Branche wichtige Kontakte.
Als er den Schritt in die Selbständigkeit wagte, führte er sein
Büro in Reiden zunächst von einem kleinen Baucontainer an
der Autobahn A2 aus. Im Gegensatz zu anderen Bushändlern
war er unabhängig und an keine bestimmte Marke gebunden.
«Ich konnte meinen Kunden immer das Fahrzeug anbieten, das
ihre Bedürfnisse am besten abdeckte und das technologisch
und vom Ausbaustandard her am weitesten entwickelt war.»
Diese Fahrzeuge baut er heute kundenspezifisch um. Die Standortwahl an der A2 erwies sich als cleverer Schachzug, fahren
doch täglich Hunderte potenzieller Kunden an seiner Firma
vorbei.
Auf der langen Distanz günstiger
Sein erster E-Bus fährt Touristen bis ins Elsass, der zweite ist in
Uffikon als Schulfahrzeug im Einsatz. Testfahrten fanden in
vielen Gemeinden und in Basel, Bern und Zürich statt. «Das
Feedback der Fahrer fällt durchs Band positiv aus», sagt Kaufmann. Für Gemeinden, die Fahrzeuge über Steuergelder finanzieren, zählt aber nicht primär der Fahrkomfort, sondern die
Wirtschaftlichkeit und die Umweltbilanz. Der Elektrobus ist in
Central # 3 | 2015 7 – Case Study –
der Anschaffung teurer als ein vergleichbares Dieselfahrzeug.
«Langfristig lohnt sich der Kauf eines Elektrobusses trotzdem, denn die Energiekosten sind zehn Mal tiefer als die für
Diesel. Das setzt allerdings voraus, dass der Bus häufig in Betrieb ist», präzisiert Kaufmann. «Ab 60 000 gefahrenen Kilometern pro Jahr rechnet sich der E-Bus sehr gut.» Nicht ausser
Acht lassen dürfe man überdies die längere Lebensdauer der
Elektromotoren. «Ein Dieselmotor muss nach 12 bis 15 Jahren
ausrangiert werden – ein Elektromotor hält über 25 Jahre.»
Kaufmann hat noch viel vor. Unter anderem plant er den Bau
eines kleinen Windrads. Daraus will er doppelten Nutzen ziehen: Zum einen erhöht er mit dieser Anlage die Sichtbarkeit
seiner Firma direkt an der A2, zum anderen kann er damit einen Teil des Stromverbrauchs in der Fertigung decken. Schon
heute in Betrieb ist eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des
Firmengebäudes. Diese produziert an zwei schönen Sonnentagen so viel Strom, wie der Betrieb in einem Monat benötigt.
Mehr Informationen unter: bushandel.ch
Die «Tankanzeige» im Elektrobus ist um einiges detaillierter als die in einem
Benzin- oder Dieselfahrzeug.
Elektromobil unterwegs
Es gibt viele gute Gründe, Elektroautos zukünftig noch stärker
als energieeffiziente und klimafreundliche Fortbewegungs‑
mittel zu nutzen. Mit dem Elektromobilitätsangebot von CKW
sind Sie umweltbewusst unterwegs.
Infos unter: ckw.ch/elektromobilitaet​
Lötscher Tiefbau AG in Littau
Markus Renggli hat in seinem
Unternehmen zwei Stromladestationen von CKW Conex
installiert. Der Geschäftsführer
der Lötscher Tiefbau AG in
Littau über die Hintergründe.
Markus Renggli, in Ihrem
Unternehmen kommen zwei
Elektrosmarts zum Einsatz.
Weshalb?
Bauunternehmen haben generell
einen hohen CO2-Ausstoss. Die
Elektromobilität ist eine Massnahme,
mit der wir unsere Klimabilanz
verbessern. Wir haben uns zum Ziel
gesetzt, unsere CO2-Emissionen bis
2020 um 30 Prozent zu senken.
mit einer Solaranlage. Wo setzen
Sie weitere Umweltschwerpunkte?
Wir rüsten unsere Fahrzeugflotte
sukzessive auf Biodiesel um, was
unsere Emissionen erheblich reduziert.
Zudem verwenden wir biologisch
abbaubare Hydrauliköle für Bauma‑
schinen und bieten unseren Chauffeu‑
ren regelmässige Eco-Drive-Kurse an.
Nachhaltigkeit ist für uns kein Lippenbekenntnis, sondern gelebte Unterneh‑
mensphilosophie. Für unser Engage‑
ment sind wir mit dem Firmenpreis
2013 der Schweizerischen Umweltstif‑
tung ausgezeichnet worden.
Mehr Informationen unter: ltp.ch
Wozu benutzen Sie die Fahrzeuge?
Hauptsächlich für Kurierfahrten, denn
die Fahrzeuge sind klein und ihre
Reichweite ist auf 120 bis 150 Kilome‑
ter beschränkt. Die neuen SmartModelle, die wir demnächst anschaffen
werden, haben aber einen grösseren
Radius und werden entsprechend
eingesetzt.
Sie decken einen grossen Teil
Ihres Strombedarfs im Werkhof
8
Central # 3 | 2015
– Praxis –
Betriebliches Gesundheitsmanagement
Angestellte fit –
Unternehmen gesund
Absenzen von Mitarbeitenden kommen die Schweizer Wirtschaft teuer zu stehen.
CKW gibt mit einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) Gegensteuer – eine
Investition, die sich nicht nur in finanzieller Hinsicht lohnt!
Unfallverhütung. CKW hat damit sehr
gute Erfahrungen gemacht.
• Regelmässige Absenzen oder auffällige
Verhaltens- und Leistungsveränderungen können Symptome für eine Belastungssituation sein. Sprechen Sie dieses
Thema an. Das hört sich zwar selbstverständlich an, bereitet aber vielen Vorgesetzten Unbehagen.
Wie fit bin ich? CKW vermittelt ihren Mitarbeitenden an Infoveranstaltungen das Wissen, wie man
die Gesundheit am Arbeitsplatz fördert.
20 Milliarden Franken: So hoch sind die
Kosten, die in der Schweiz allein durch arbeitsbedingte Gesundheitsprobleme verursacht werden – pro Jahr! Das hat das
Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) errechnet. Darin enthalten sind neben den
Behandlungskosten und den Renten auch
der betriebliche Schaden durch Arbeitsausfälle und verminderte Produktivität.
Durchschnittlich 6,5 Tage pro Jahr fehlen
Mitarbeitende in der Schweiz am Arbeitsplatz. Das geht ins Geld.
Für Firmen lohnt es sich daher, in ein
Betriebliches Gesundheitsmanagement
(BGM) zu investieren. Studien belegen
eine Reduktion der Fehlzeiten zwischen
12 und 36 Prozent in Unternehmen mit
professionellem BGM. «Gesunde und
motivierte Mitarbeitende kommen besser mit den Herausforderungen des Alltags klar», sagt Daniel Zimmermann,
Leiter Human Resources bei CKW.
Ein BGM, wie es CKW praktiziert, fusst
auf drei Eckpfeilern: Systematisches
Absenzenmanagement, Sensibilisierung
von Führungskräften und präventive
Gesundheitsförderungsmassnahmen.
«Es gibt etliche Punkte, die auch kleinere Unternehmen relativ leicht umsetzen können», erklärt Martina Marty,
BGM-Verantwortliche bei CKW.
Ihre Tipps:
• Setzen Sie ein Zeichen, dass Ihnen die
Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden am
Herzen liegt, etwa mit ergonomischer
Arbeitsplatzeinrichtung oder einem
kostenlosen Obst-Angebot.
•Thematisieren Sie Gesundheit am Arbeitsplatz, indem Sie beispielsweise
Kurse zum Zeitmanagement oder zum
Umgang mit Stress anbieten.
•Prüfen Sie Ihre Krankentaggeld-Versicherung. Diese bietet bei einem längeren
Ausfall eines Mitarbeitenden nicht nur
finanzielle Entschädigung, sondern hilft
auch bei einer Wiedereingliederung.
• Die Suva bietet tolle präventive Angebote
in Sachen Gesundheitsförderung und
Eine dieser Massnahmen allein reicht jedoch nicht, um positive Ergebnisse zu
erzielen. «Mit Gratisäpfeln ist es nicht
getan», betont Marty. «Ein umfassendes
BGM vermittelt vielmehr das Wissen,
wie man die Gesundheit am Arbeitsplatz
fördert. Ein Vorgesetzter ist nicht für die
Gesundheit seiner Mitarbeitenden verantwortlich – aber er hat Einfluss darauf.
Wenn man diesen Einfluss gezielt nutzt,
profitieren sowohl das Unternehmen als
auch die Angestellten.»
Mehr Informationen unter: kmu-vital.ch
CKW ist ein Friendly
Work Space
Als erstes Energieversorgungsunter‑
nehmen der Schweiz darf sich CKW mit
dem Qualitätslabel «Friendly Work
Space» schmücken. Die Auszeichnung
wird von der Stiftung Gesundheitsför‑
derung Schweiz verliehen. Honoriert
wurden nebst dem betrieblichen
Gesundheitsmanagement von CKW
auch das gesellschaftliche Engagement
sowie Massnahmen im Bereich
Umweltschutz.
Central # 3 | 2015 9 – Produkte & Services –
CKW VoltControl
Einfach
einleuchtend
Strom sparen ohne Komforteinbusse: Der Spannungsregler CKW
VoltControl hält, was er verspricht – nicht nur in der Theorie, sondern
auch in der Praxis. Zu diesem Schluss kommen die Messungen, die
CKW bei mittlerweile über hundert Betrieben durchgeführt hat.
«Wir klären das Einsparpotenzial im Vorfeld ganz gezielt ab»,
sagt Christian Pohl, Leiter Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bei CKW. «Denn wir garantieren dem Kunden, dass der bei
der Messung erhobene Wert nach dem Einbau von CKW VoltControl auch tatsächlich eingespart wird.» Die Messwerte
sprechen für sich: Bei bestimmten Geräten beträgt die Reduktion des Stromverbrauchs 25 Prozent, im Durchschnitt liegt
sie bei 15 Prozent.
Einer der ersten Kunden, der CKW VoltControl installierte,
ist der Hotelier Felix Suhner vom Seerose Resort & Spa in Meisterschwanden (AG) am Hallwilersee. Dank dem Spannungsregler von CKW spart er nun 16 Prozent Strom. Auf den Jahresverbrauch der Anlage hochgerechnet entspricht dies Einsparungen
in der Höhe von rund 30 000 Franken.
Nebst der Reduktion des Stromverbrauchs weist CKW VoltControl noch einen weiteren Vorteil auf: Die am Spannungsregler angeschlossenen Geräte erwärmen sich weniger stark. Im
Seerose-Resort ermöglicht dies Einsparungen in der Gebäudekühlung und verlängert die Lebensdauer der Geräte, insbesondere von Leuchtmitteln. Dadurch reduzieren sich die Kosten
für die Anschaffung und den Unterhalt. Unter dem Strich
kommt dies einer zusätzlichen Ersparnis in der Höhe von rund
30 000 Franken gleich.
Zwar ist die Installation von CKW VoltControl ein nicht ganz
billiges Unterfangen. Im Seerose Resort & Spa beliefen sich die
Investitionskosten auf rund 100 000 Franken. Trotzdem geht
die Rechnung für Felix Suhner auf. In zwei bis drei Jahren werde
10
Felix Suhner vom Seerose Resort & Spa spart dank
CKW VoltControl 60 000 Franken pro Jahr.
er seine Investition amortisiert haben, erklärte er Ende September
an einer Infoveranstaltung, an der er anderen Hoteliers die Vorzüge von CKW VoltControl demonstrierte.
Der Einbau von CKW VoltControl ist nicht nur in Hotels
sinnvoll, sondern generell in Gebäuden mit vielen Leuchtmitteln: Tankstellen, Parkhäuser, Alters- und Seniorenresidenzen,
Bürogebäude oder Sporthallen. Bei interessierten Betrieben
klärt CKW mittels Messungen das Sparpotenzial ab.
Weitere Informationen unter: ckw.ch/voltcontrol
Eine stabile Sache
Spannungsschwankungen zwischen 207 und 253
Volt sind im Stromnetz üblich. Sie haben keinen
Einfluss auf die Funktionsfähigkeit der ange‑
schlossenen Geräte, machen sich aber auf der
Stromrechnung bemerkbar. Der Spannungsregler
CKW VoltControl misst kontinuierlich die vom
Netz gelieferte Spannung und stabilisiert sie
durch elektromagnetische Gegeninduktion auf
210 Volt. Dies reduziert den Stromverbrauch um
durchschnittlich 15 Prozent.
Central # 3 | 2015
– Produkte & Services –
SwissAqua
«Mit Öko-Strom ein
Zeichen setzen!»
Image, Swissness und Nachhaltigkeit: Für Firmen
gibt es gute Gründe, ihren Energiebedarf mit dem
Öko-Strom SwissAqua von CKW zu decken. Denn
das ökologische Engagement stellt einen Wettbewerbsvorteil dar.
Entsprechend gross ist die Nachfrage nach SwissAqua. Über
fünfzig Kunden von CKW haben sich bereits für den Strom aus
reiner Schweizer Wasserkraft entschieden – darunter die Firma
MediData AG aus Root (LU), einer der führenden Informatik-Dienstleister in der Schweiz für den elektronischen Transport von Daten im Gesundheitswesen.
MediData wirbt mit dem Slogan «Für eine gesunde Entwicklung». Daher war es für das IT-Unternehmen mit seinen 58 Mitarbeitenden naheliegend, auf SwissAqua umzustellen. «Wir legen
grossen Wert darauf, dass unsere Aktivitäten nachhaltig sind»,
erklärt Adrian Krummenacher, Leiter Finanzen und Personal.
Daher entschied sich die MediData AG ganz bewusst für
Strom aus Schweizer Wasserkraft. Den Aufpreis für SwissAqua
von 0,25 Rp./kWh hält Krummenacher für eine gute Investition,
Gehen mit gutem Beispiel voran: Die Mitarbeiter der Firma MediData AG.
Das IT-Unternehmen aus Root setzt auf den Öko-Strom SwissAqua von CKW.
zumal seine Firma ein Zeichen setzen wollte. Das Label
«Swiss​Aqua – 100% Wasserkraft» verwende man auch in der
Kommunikation nach innen: «Auf dem Arbeitsmarkt ist es
schwierig, gute Fachkräfte zu rekrutieren. Daher spielen
die Werte, die ein Unternehmen verkörpert, eine zunehmend wichtigere Rolle. Mit SwissAqua können wir ein Zeichen setzen.»
Firmen, die SwissAqua beziehen, erhalten von CKW ein
Zertifikat, das die aufgewertete Stromqualität bestätigt.
Weitere Informationen unter: ckw.ch/swissaqua
DataCenter LuzernZentralschweiz
Datenschutz?
Aber sicher!
Seit dem 1. Juli 2015 können KMU und nationale Grossfirmen ihre digitalen
Daten im «DataCenter LuzernZentralschweiz» verarbeiten und speichern.
Rund ein Dutzend Firmen haben bereits von dieser Möglichkeit Gebrauch
gemacht – darunter die Suva. «Alle Systeme in Littau waren unseren Erwartungen entsprechend vorbereitet und funktionieren fehlerfrei», lobt Robert
Koch, IT-Chef der Suva.
Betrieben wird das grösste Rechenzentrum der Zentralschweiz von der
CKW Fiber Services AG, die zwanzig Millionen Franken in den Bau investiert
hat. Die Massnahmen zum Schutz der Anlage umfassen unter anderem die
Sicherung des Geländes mittels Videoüberwachung, biometrischer Zutrittskontrollen sowie Personen- und Materialschleusen. Die ausfallsichere
Stromversorgung des Gebäudes und die vielfach redundante Glasfaseranbindung sorgen für weiteren Schutz der Daten.
Ein sicherer Hort: Bereits ein Dutzend Firmen
speichern ihre Daten im neuen Rechenzentrum
in Littau.
Impressum
Herausgeber
Centralschweizerische Kraftwerke AG
Redaktion, Gestaltung und Konzeption
RedAct Kommunikation AG
Druck
beagdruck
Weitere Informationen unter: ckwfiber.ch
Central # 3 | 2015 11 Hoch hinaus: Mit der Stollenbahn geht es ins
Kraftwerk Göschenen.
Wettbewerb
Gewinnen Sie einen
Firmenausflug!
Wir organisieren, Sie geniessen: Gewinnen Sie einen unvergesslichen
Firmenausflug in die Stromwelt CKW in Rathausen sowie eine Führung
durch das Wasserkraftwerk Göschenen.
Woher kommt der Strom? Aus der Steckdose! Die Antwort ist selbstverständlich nicht
falsch. Aber damit der Strom in einer Steckdose angezapft werden kann, muss viel
Vorarbeit geleistet werden. Was es alles braucht, um Strom rund um die Uhr zur
Verfügung zu halten, erfahren Sie in der Stromwelt CKW in Rathausen.
Eine spannende Führung mit informativen Referaten und anschaulichen Exponaten
lassen Sie hier das Thema Strom «begreifen» – im wahrsten Sinne des Wortes. Beim
interaktiven 3D-Relief, das in der Schweiz seinesgleichen sucht, erleben Sie etwa die
Auswirkungen von meteorologischen Phänomenen auf die Stromproduktion.
Während Sie am Morgen in der Stromwelt CKW erfahren, wie die erforderliche
Balance zwischen Produktion und Verbrauch im Stromnetz gewährleistet wird,
können Sie nach dem Mittagessen im Berggasthaus Dammagletscher im Kanton Uri
einen Blick hinter die Kulissen des Wasserkraftwerks Göschenen werfen.
In einer exklusiven Führung gelangen Sie tief in das Innere der 92 Meter hohen
Staumauer in der Göscheneralp und zu den vor kurzem erneuerten Turbinen und
Generatoren des Kraftwerks, wo Strom für 90 000 Haushalte produziert wird.
Anschliessend bringen wir Sie mit dem Bus wieder zurück an den CKW-Hauptsitz
in Rathausen.
Sehenswert: Der Stausee in der Göscheneralp am
Fuss des Dammagletschers.
Möchten Sie zusammen mit Ihren Arbeitskollegen diesen unvergesslichen
Ausflug unternehmen? Dann nehmen Sie an der Verlosung teil und mit ein wenig
Glück gewinnen Sie einen einmaligen Firmenausflug! ckw.ch/firmenausflug
Über die Verlosung führen wir keine Korrespondenz, eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht
möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnahmeschluss ist der 20. Dezember 2015.
Eindrücklich: In der Stromwelt CKW in Rathausen wird
das komplexe Thema Strom mit diversen Exponaten
anschaulich erklärt.