INTER Allgemeine Versicherung AG

Geschäftsbericht 2014
INTER Allgemeine Versicherung
Aktiengesellschaft
Inhaltsverzeichnis
Lagebericht
Gewinnverwendung
Jahresabschluss
- Bilanz
- Gewinn- und Verlustrechnung
- Anhang
Überschussbeteiligung im Kalenderjahr 2015
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Bericht des Aufsichtsrates
Die im Folgenden dargestellten Zahlenangaben sind maschinell gerundet. Es können sich daher darstellungsbedingt Rundungsabweichungen ergeben.
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Lagebericht
Grundlagen der Gesellschaft
Geschäftsmodell der INTER Versicherungsgruppe
Kompetenz. Fairness. Vertrauen. Seit über hundert Jahren steht die INTER Versicherungsgruppe für diese Werte. Neben der Geschäftsausrichtung auf Privatkunden und das mittelständische Gewerbe ist die INTER aus Tradition den Menschen im Heilwesen und im Handwerk
eng verbunden. Als solider und verlässlicher Partner bietet die INTER ihren Kunden mit Versicherungs- und Vorsorgeprodukten ein hohes Maß an finanzieller Sicherheit und legt seit jeher
besonderen Wert auf Service und Qualität.
Innerhalb der INTER Versicherungsgruppe bilden die INTER Krankenversicherung aG
(INTER Kranken) und die Freie Arzt- und Medizinkasse der Angehörigen der Berufsfeuerwehr
und der Polizei VVaG (FAMK) seit Ende der 1980er Jahre einen Gleichordnungskonzern gem.
§ 18 Abs. 2 AktG. Zur INTER Versicherungsgruppe gehören im Wesentlichen noch die INTER
Lebensversicherung AG (INTER Leben), die INTER Allgemeine Versicherung AG (INTER
Allgemeine) und die Bausparkasse Mainz AG (BKM). Das vollständige Unternehmensorganigramm der INTER Versicherungsgruppe zum Ende des Geschäftsjahres finden Sie auf Seite 5.
Die INTER Kranken mit Sitz in Mannheim ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit
(VVaG), gegründet 1926 in Ludwigshafen am Rhein. Die INTER Kranken bietet neben privaten
Krankenheitskostenvoll- und Krankenheitskostenteilversicherungen auch Auslandsreisekranken- und Krankentagegeldversicherungen. Im Jahr 2014 hat sich die INTER Kranken zum dritten Mal in Folge einem ASSEKURATA-Unternehmens-Rating gestellt, und ihr im Jahr 2013 erzieltes Urteil, ein glattes A („gut“), wurde bestätigt. Ebenfalls im Jahr 2014 stellte sich die INTER
Kranken erstmals einem ASSEKURATA-Bonitätsrating und erreichte ein glattes „A“.
Die FAMK mit Sitz in Frankfurt am Main wurde im Jahre 1911 in Frankfurt als Selbsthilfeeinrichtung der Beamten der Feuerwehr gegründet. Die FAMK ist als profilierter SpezialKrankenversicherer für die Beamten der Feuerwehr, der Polizei und der verwandten Tätigkeitsfelder des Landes Hessen mit einem besonderen Service hinsichtlich der Beihilfeberatung und abwicklung samt Vorfinanzierung bekannt.
Als Vorläuferin der INTER Leben gilt die „VOHK-Versicherungsanstalt Ostdeutscher Handwerkskammern V.a.G.“, deren Ursprung im Jahr 1910 zu finden ist. Als solider und verlässlicher
Partner bietet die INTER Leben ihren Kunden mit Vorsorgeprodukten, wie z.B. Lebensversicherungen, Renten- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen, sowie betrieblicher Altersvorsorge und
der Absicherung der Pflegekosten im Alter ein hohes Maß an finanzieller Sicherheit. Im Jahr
2014 stellte sich die INTER Leben erstmals einem ASSEKURATA-Bonitätsrating und erreichte
ein glattes „A“.
Die INTER Allgemeine wurde im Jahr 1981 gegründet und betreibt seitdem das Unfallversicherungsgeschäft. Im Jahr 1993 kamen die Sach- und Haftpflichtsparten dazu. Privat- und Gewerbekunden steht eine breite Produktpalette zur Verfügung. Eine Auswahl: Private Unfallversicherung, Haftpflichtversicherungen, Versicherungen für den Haus- und Grundbesitz, D&OVersicherungen sowie Technische Versicherungen. Im Jahr 2014 wurde der INTER Allgemeine
das Ergebnis des ASSEKURATA-Bonitätsratings aus 2013, ein glattes „A“, bestätigt.
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Lagebericht
Mit der Beteiligung an der BKM hat die INTER Versicherungsgruppe einen leistungsstarken
Kooperationspartner rund um den Erwerb und die Finanzierung von Wohneigentum. Das Kerngeschäft der BKM besteht aus dem Bauspargeschäft und der Vergabe von Baudarlehen. Ein
weiteres Geschäftsfeld ist das Angebot von Geldanlageprodukten.
Insgesamt ist die INTER Versicherungsgruppe in der Lage, ein attraktives Mehrfinanzkonzept
im Bereich der privaten Vorsorge, Risikoabsicherung und Vermögensbildung anzubieten.
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Lagebericht
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Lagebericht
Tarifwerk
Die INTER Allgemeine betreibt ausschließlich das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft für folgende Versicherungsarten:
Allgemeine Unfallversicherung
• Einzel-Unfallversicherung
• Gruppen-Unfallversicherung
• Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr (UPR)
Allgemeine Haftpflichtversicherung
• Privathaftpflichtversicherung
• Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung
• Vermögensschadenhaftpflichtversicherung
• Jagdhaftpflichtversicherung
• Sonstige Allgemeine Haftpflichtversicherung
Feuer- und Sachversicherung
• Feuerversicherung
• Feuer-Industrie-Versicherung
• Landwirtschaftliche Feuerversicherung
• Sonstige Feuerversicherung
• Einbruchdiebstahl- und Raub (ED)-Versicherung
• Leitungswasser (LW)-Versicherung
• Glasversicherung
• Sturmversicherung
• Verbundene Hausratversicherung
• Technische Versicherungen
• Verbundene Wohngebäudeversicherung
• Hagelversicherung
• Betriebsunterbrechungsversicherung
• Kautionsversicherung
• Sonstige Schadenversicherung
• Extended Coverage (EC)-Versicherung
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Lagebericht
Die INTER Allgemeine verwendet bei der Kalkulation ihrer Tarife grundsätzlich UnisexRechnungsgrundlagen.
Bis einschließlich 20.12.2012 verwendete die INTER Allgemeine bei der Kalkulation der Tarife
der Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr grundsätzlich unterschiedliche Rechnungsgrundlagen für Männer und Frauen.
Standorte
Die Versicherungsgesellschaften der INTER Versicherungsgruppe haben ihren Sitz in Mannheim, während die BKM ihren Sitz in Mainz hat. Neben der Direktion in Mannheim unterhält die
INTER Versicherungsgruppe an 28 Standorten Geschäftsstellen zur Vertriebsunterstützung. Im
Rahmen der Funktionsausgliederung werden sowohl der Vertrieb der Versicherungsprodukte
als auch die Verwaltung der Versicherungsverträge von der INTER Kranken für die INTER
Allgemeine übernommen, so dass auch auf den Geschäftsstellen Tätigkeiten für die INTER
Allgemeine verrichtet werden. Eine detaillierte Aufstellung der einzelnen Standorte befindet sich
am Ende des Geschäftsberichts.
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Lagebericht
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Die Weltwirtschaft auf moderatem Expansionspfad
Die globale Wirtschaft behielt im Jahr 2014 das moderate Wachstumstempo des Jahres 2013
bei, erholte sich aber noch nicht vollständig von den Folgen der Finanzkrise. Das Wirtschaftswachstum betrug etwa 2,6%.
Der starke Rückgang der Ölpreise seit Mitte 2014 verlieh der Weltwirtschaft zwar einen Schub,
schwächte aber zugleich das Wachstum in den Öl exportierenden Ländern. Die Bemühungen
des öffentlichen und privaten Sektors, ihre angespannte Verschuldungslage zu verbessern, belasteten auf beiden Seiten des Atlantiks weiterhin die Wirtschaft. Nach wie vor war die Geldpolitik in den USA und in Europa jedoch sehr expansiv, so dass insgesamt günstige Finanzierungsbedingungen einen Wachstumsimpuls für Privathaushalte und Unternehmen darstellten.
Die Inflationsraten für das Jahr 2014 fielen moderat aus.
Die deutsche Wirtschaft ist in guter Verfassung
Die deutsche Wirtschaft wuchs im Jahr 2014 weiterhin stärker als die Wirtschaft in den meisten
anderen europäischen Staaten.
Die Stützen der Konjunktur waren der private Konsum und die Staatsausgaben, maßgeblich
bedingt durch das hohe Beschäftigungsniveau und die steigenden Reallöhne. Die Konsumneigung blieb auf einem hohen Niveau.
Im Verlauf des Jahres hatte sich das Wirtschaftswachstum nach einem starken ersten Quartal
zunächst deutlich abgeschwächt, wobei insbesondere die Unternehmensinvestitionen hinter
den Erwartungen zurückblieben, auch aufgrund der ausbleibenden wirtschaftlichen Dynamik im
Euroraum und der Verunsicherung durch erhöhte geopolitische Risiken. In den letzten Monaten
des Jahres setzte jedoch eine Erholung ein, getrieben von einem starken Arbeitsmarkt und
starkem Konsum. Diese zeigt sich auch in einer verbesserten Stimmung der Unternehmen.
Das Bruttoinlandsprodukt stieg im Jahresdurchschnitt 2014 um 1,5% an, nachdem im Jahr 2013
nur ein leichtes Plus von 0,1% erreicht wurde. Infolge dieser positiven Entwicklung liegen die
Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf Rekordniveau. Mit
42,7 Millionen Beschäftigten wurde zum achten Mal in Folge ein neuer Beschäftigungsrekord
erreicht, und im Gegenzug sank die Arbeitslosenquote weiter.
Der Staatshaushalt war im Jahr 2014 zum ersten Mal seit 45 Jahren ausgeglichen. Eine stetige
und verlässliche Politik der Schuldenbegrenzung schafft Vertrauen bei Unternehmen und Arbeitnehmern und ist zugleich eine wichtige Grundlage für zukünftige Investitionen und Wachstum.
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Lagebericht
Die Versicherungsbranche positioniert sich
Die deutsche Versicherungswirtschaft meisterte im Jahr 2014 die anhaltend schwierige Situation im Niedrigzinsumfeld erfolgreich und erzielte ein respektables Geschäftsergebnis. Die wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte war insgesamt günstig, die Sparquote stieg in Deutschland sogar wieder leicht an.
Entwicklung der Schaden- und Unfallversicherungsbranche
Die positive Entwicklung der wirtschaftlichen Lage der privaten Haushalte im Jahr 2014 wirkte
sich günstig auf die Versicherungsnachfrage aus.
Der Einschätzung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV)
zufolge stiegen die Beitragseinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung im Jahr 2014
um 3,2%. Der Beitragsanstieg, ohne Berücksichtigung der nicht von der INTER Allgemeine betriebenen Sparten Kraftfahrt-, Transport- und Rechtsschutz- sowie Schutzbriefversicherung, betrug 2,6%.
In der Unfallversicherung geht der GDV von einem leichten Beitragszuwachs von 0,5% aus, in
der allgemeinen Haftpflichtversicherung von einer Beitragszunahme von 3,0% und in der privaten Sachversicherung von einem Anstieg von 4,5%.
In der industriell-gewerblichen Sachversicherung (einschließlich Technische Versicherung) erwartet der GDV ein Beitragswachstum von 2,6%. Gestützt wird dies auch durch den positiven
konjunkturellen Verlauf im Unternehmenssektor.
Bei der Schadenentwicklung prognostiziert der GDV für das Jahr 2014 eine deutliche Entlastung im Vergleich zum Vorjahr, in welchem der Schadenverlauf durch außergewöhnliche Hagelund Elementarschadenereignisse geprägt war. Dennoch verbleibt die Schadenkostenquote
(Combined Ratio) in einigen Zweigen auf einem nicht ertragreichen Niveau (z.B. Wohngebäudeversicherung: 104,0%).
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Lagebericht
Geschäftsverlauf
Geschäftsergebnisse im Überblick
Das Geschäftsjahr 2014 verlief für die INTER Allgemeine sehr zufriedenstellend. Der Jahresüberschuss erhöhte sich deutlich von T€ 544 im Vorjahr auf T€ 1.757. Dazu haben vor allem
der Anstieg der gebuchten Bruttobeiträge und der sehr positive Schadenverlauf beigetragen.
Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 3,8% auf T€ 48.026 nach T€ 46.289 im Vorjahr. Aufgrund einer Änderung in der Rückversicherungspolitik gingen die verdienten Nettobeiträge
leicht zurück auf T€ 30.301 (Vorjahr T€ 30.983). Die Netto-Schadenaufwendungen reduzierten
sich um 13,5% von T€ 21.456 im Vorjahr auf T€ 18.555. Der Vorjahreswert war insbesondere
durch Elementarschadenereignisse wie Hochwasser und Stürme geprägt.
Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f.e.R. verringerten sich geringfügig auf
T€ 11.899 (Vorjahr T€ 12.025). Während im Vorjahr Mittel aus der Schwankungsrückstellung in
Höhe von T€ 1.185 zu entnehmen waren, wurden im Geschäftsjahr T€ 556 zugeführt. Das versicherungstechnische Ergebnis f.e.R. beträgt T€ 826, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von
T€ 1.149 auszuweisen war.
Das Ergebnis aus Kapitalanlagen vor Abzug des technischen Zinsertrages erhöhte sich von
T€ 3.745 im Vorjahr auf T€ 3.858.
Das Eigenkapital beläuft sich per 31.12.2014 auf T€ 20.642 (Vorjahr T€ 22.385). Damit verfügt
die INTER Allgemeine trotz einer Kapitalherabsetzung in Höhe von T€ 3.500 im Geschäftsjahr
weiterhin über eine gute Eigenkapitalausstattung.
Der Vergleich der Aussagen im Ausblick des letztjährigen Geschäftsberichts mit den Geschäftsergebnissen 2014 zeigt folgendes Bild:
Die insgesamt positive Beitragsentwicklung ist wie erwartet eingetreten. In der Unfallversicherung war das Beitragsaufkommen entsprechend der Prognose leicht rückläufig. Die erwartete
Beitragssteigerung in der Haftpflichtversicherung wurde allerdings verfehlt. Hier sanken die Beiträge knapp um 0,3%. In der Feuer- und Sachversicherung wurde die prognostizierte deutliche
Beitragssteigerung mit einem Anstieg um 12,5% sogar übertroffen. Die Erwartungen hinsichtlich
eines positiven versicherungstechnischen Ergebnisses und des deutlich höheren Jahresüberschusses sind beide eingetreten.
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Lagebericht
Beitragseinnahmen
Die gebuchten Bruttobeiträge konnten im Geschäftsjahr von T€ 46.289 um 3,8% auf T€ 48.026
gesteigert werden. Dabei handelt es sich ausschließlich um selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft. Die gebuchten Beiträge verteilen sich auf die Unfallversicherung zu 32,1% (Vorjahr 33,5%), auf die Haftpflichtversicherung zu 33,2% (Vorjahr 34,5%) und auf die Feuer- und
Sachversicherung zu 34,7% (Vorjahr 32,0%). Auf eine weitere Unterteilung wurde wegen der
geringen Bedeutung der einzelnen Sachversicherungszweige im Folgenden unter Hinweis auf
§ 51 Abs. 4 Satz 4 der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen
(RechVersV) verzichtet.
Gebuchte Bruttobeiträge in T€
50.000
48.026
46.663
46.731
46.691
46.289
2010
2011
2012
2013
45.000
40.000
35.000
30.000
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2014
Lagebericht
Die verdienten Bruttobeiträge erhöhten sich im Berichtsjahr um 1,2% auf T€ 46.741 nach
T€ 46.186 im Vorjahr. Die Entwicklung der einzelnen Sparten zeigt dabei ein sehr unterschiedliches Bild:
Beitragsverteilung
2014
2013
T€
T€
Unfallversicherung
15.262
15.543
Haftpflichtversicherung
15.559
16.036
Feuer- und Sachversicherung
15.921
14.607
Gesamt
46.741
46.186
Die verdienten Bruttobeiträge in der Sparte Unfallversicherung verringerten sich gegenüber
dem Vorjahr um 1,8%. Der Rückgang in der Unfallversicherung ist insbesondere auf den planmäßigen Bestandsrückgang in der Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr zurückzuführen,
welcher nicht durch Zugänge in der Risikounfallversicherung kompensiert werden konnte. In der
Sparte Haftpflichtversicherung verminderten sich die verdienten Bruttobeiträge um 3,0%, während in der Feuer- und Sachversicherung die verdienten Bruttobeiträge gegenüber dem Vorjahr
um 9,0% gesteigert werden konnten. Dies ist vor allem auf das starke Wachstum in dem Versicherungszweig Technische Versicherung zurückzuführen.
An die Rückversicherer wurden T€ 16.787 (Vorjahr T€ 15.284) abgegeben. Dies entspricht einem Anteil von 35,0% (Vorjahr 33,0%) der gebuchten Bruttobeiträge.
Aufgrund der geänderten Rückversicherungspolitik in der Sparte Haftpflichtversicherung reduzierten sich die verdienten Beiträge f.e.R. von T€ 30.983 im Vorjahr um 2,2% auf T€ 30.301.
Die verdienten Beiträge entfielen zu 44,3% (Vorjahr 44,0%) auf die Unfallversicherung, zu
18,3% (Vorjahr 21,6%) auf die Haftpflichtversicherung und zu 37,4% (Vorjahr 34,4%) auf die
Feuer- und Sachversicherung.
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Lagebericht
Bestandsentwicklung
Die in den Vorjahren begonnene Konsolidierung des Versicherungsbestandes wurde im Geschäftsjahr fortgeführt. Der Bestand an selbst abgeschlossenen, mindestens einjährigen Versicherungsverträgen reduzierte sich, wenn auch deutlich abgeschwächt, erneut von 305.187 Verträgen im Vorjahr um 1.850 Verträge bzw. 0,6% auf 303.337 Verträge. Im Vorjahr war hier noch
ein Rückgang von 12.863 Verträge bzw. 4,0% zu verzeichnen.
Anzahl der Versicherungsverträge
450.000
382.265
400.000
372.101
318.050
350.000
305.187
303.337
2013
2014
300.000
250.000
200.000
150.000
100.000
50.000
0
2010
2011
2012
Dabei fällt die Bestandsentwicklung der einzelnen Sparten sehr unterschiedlich aus. In der Unfallversicherung konnte der Bestand von 80.624 Verträgen um 1.721 Verträge bzw. 2,1% auf
82.345 Verträge gesteigert werden nach einem Rückgang von 5.605 Verträgen bzw. 6,5% im
Vorjahr. Diese erfreuliche Entwicklung ist auf den starken Zugang von Risikounfallversicherungen zurückzuführen, während sich in der Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr der Bestandsrückgang durch Abläufe planmäßig fortsetzte. In der Haftpflichtversicherung verminderte
sich dagegen der Bestand um 5.149 Verträge bzw. 4,1% auf 120.868 Verträge nach 126.017
Verträgen im Vorjahr. In der Feuer- und Sachversicherung wuchs der Bestand von 98.545 Verträgen im Vorjahr um 1.578 Verträge bzw. 1,6% auf 100.123 Verträge. Die Entwicklung des
Versicherungsbestands in den einzelnen Zweigen war sehr unterschiedlich, wobei das besonders starke Wachstum in dem Versicherungszweig Technische Versicherung herausragt.
Hinzu kommt, wie im Vorjahr, ein Gruppenvertrag zur Absicherung konzerninterner Risiken in
der Kautionsversicherung. Die hieraus resultierenden Aufwendungen und Erträge werden aufgrund dessen untergeordneter Bedeutung den Sachversicherungen zugeordnet.
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Lagebericht
Aufwendungen für Versicherungsfälle
Das Geschäftsjahr 2014 war von einem sehr guten Schadenverlauf geprägt. So fielen die
Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle mit T€ 24.105 nach T€ 29.650 im Vorjahr deutlich
geringer aus. Dies entspricht einem Rückgang um T€ 5.545 bzw. 18,7%.
Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle in T€
35.000
30.901
29.630
30.000
29.650
24.868
24.105
25.000
20.000
15.000
10.000
5.000
0
2010
2011
2012
2013
2014
Die Entwicklung in den einzelnen Sparten/Versicherungszweigen war jedoch sehr unterschiedlich.
In der Unfallversicherung verminderten sich die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle insgesamt um 10,0% auf T€ 7.416 (Vorjahr T€ 8.237), obwohl die Aufwendungen für die Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr auf T€ 3.463 (Vorjahr T€ 2.455) angestiegen sind. Der Vorjahreswert war von Zuführungen zu den Einzelschadenreserven für Rentenfälle belastet.
In der Haftpflichtversicherung konnte die positive Entwicklung des Vorjahres fortgesetzt werden.
Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle sanken erneut von T€ 9.905 im Vorjahr um
30,9% auf T€ 6.849.
In der Sparte Feuer- und Sachversicherung gingen die Bruttoaufwendungen um 14,5% auf
T€ 9.840 nach T€ 11.508 im Vorjahr zurück. Im Vorjahr mussten Aufwendungen aufgrund des
Hochwassers im Donau- und im Elbegebiet (Mai/Juni), Schäden durch die Stürme „Christian“
und „Xaver“ sowie einer Vielzahl von Einzelschäden in der Wohngebäude-, Feuer- und in der
Technischen Versicherung verkraftet werden. Nachdem im Berichtsjahr keine derartigen Elementarereignisse zu verzeichnen waren, entspannte sich die Schadenentwicklung in vielen
Versicherungszweigen wieder deutlich. Dies gilt insbesondere für die Wohngebäudeversicherung. Aufgrund des starken Bestandswachstums in der Technischen Versicherung stiegen dort
auch die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle deutlich.
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Lagebericht
Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle verteilen sich dabei wie folgt:
Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle
2014
2013
T€
T€
Unfallversicherung
7.416
8.237
Haftpflichtversicherung
6.849
9.905
Feuer- und Sachversicherung
9.840
11.508
24.105
29.650
Gesamt
Die erfreuliche Entwicklung der Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle setzte sich auch bei
den Aufwendungen für Versicherungsfälle f.e.R. fort. Sie gingen von T€ 21.456 im Vorjahr um
T€ 2.901 bzw. 13,5% auf T€ 18.555 zurück.
Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle verteilen sich wie folgt:
Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle
2014
2013
T€
T€
Unfallversicherung
6.976
7.405
Haftpflichtversicherung
3.579
5.235
Feuer- und Sachversicherung
8.000
8.816
18.555
21.456
Gesamt
15
Lagebericht
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Höhe von T€ 18.115 (Vorjahr
T€ 18.133) setzen sich zusammen aus Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen.
Die Abschlussaufwendungen in Höhe von T€ 11.943 (Vorjahr T€ 12.106) sind insbesondere
abhängig vom Vermittlungserfolg des Außendienstes. Mit der INTER Kranken besteht ein Generalagentur-, Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsvertrag, in dessen Rahmen auch
der Vertrieb der Versicherungsprodukte der INTER Allgemeine vorgenommen wird. Daher resultieren die Abschlussaufwendungen hauptsächlich aus den an den Generalagenten gezahlten
Abschluss- und Vertragsverlängerungsprovisionen.
Die INTER Kranken führt im Wege der Dienstleistung auch die Bestandsverwaltung, die Vermögensverwaltung, das Rechnungswesen und weitere Funktionen für die INTER Allgemeine
durch. Daher bilden die Aufwendungen für Dienstleistungen den Hauptteil der Verwaltungsaufwendungen. Wie in den Vorjahren wurden auch im Jahr 2014 Maßnahmen zur Serviceverbesserung für Kunden und Vertriebspartner umgesetzt und zentrale Geschäftsprozesse weiter optimiert. Die Verwaltungsaufwendungen stiegen von T€ 6.027 im Vorjahr um 2,4% auf nun
T€ 6.171.
Nach Abzug der erhaltenen Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung
gegebenen Versicherungsgeschäft gingen die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb netto von T€ 12.025 im Vorjahr geringfügig auf T€ 11.899 zurück.
16
Lagebericht
Versicherungstechnisches Ergebnis
Das versicherungstechnische Bruttoergebnis der INTER Allgemeine erhöhte sich im Geschäftsjahr insgesamt auf T€ 5.977 (Vorjahr T€ -1.389) vor Schwankungsrückstellung. Der Schwankungsrückstellung waren T€ 556 (Vorjahr Entnahme T€ 1.185) sowie der Rückstellung für drohende Verluste T€ 40 (Vorjahr T€ 140) zuzuführen. Die Ergebniswende ist vor allem auf die
sehr positive Entwicklung der Aufwendungen für Versicherungsfälle zurückzuführen. Das Vorjahresergebnis war u.a. durch Elementarschadenereignisse, wie Hochwasser und Stürme, sowie einer Vielzahl von Einzelschäden stark belastet. Somit konnte, nachdem im Vorjahr ein negatives versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R. von T€ 1.149 ausgewiesen werden musste,
das Geschäftsjahr wieder mit einem versicherungstechnischen Gewinn f.e.R. von T€ 826 abgeschlossen werden.
In der Unfallversicherung erhöhte sich das versicherungstechnische Ergebnis f.e.R. von
T€ 3.133 im Vorjahr auf T€ 3.955. Vom versicherungstechnischen Nettoergebnis entfällt auf den
Risikoanteil, sowohl in der klassischen Unfallversicherung als auch auf den entsprechenden
Teil der UPR, ein Gewinn von T€ 3.402 (Vorjahr: T€ 2.434). Der Sparanteil UPR (Prämienrückgewähr) erreicht einen Gewinn von T€ 553 (Vorjahr: T€ 699).
Nachdem sich in der Haftpflichtversicherung das versicherungstechnische Nettoergebnis vor
Schwankungsrückstellung von T€ -1.711 im Vorjahr auf T€ -622 verbesserte, waren der
Schwankungsrückstellung im Geschäftsjahr T€ 561 (Vorjahr Entnahme T€ 284) zuzuführen.
Das Geschäftsjahr wies deshalb insgesamt in der Haftpflichtversicherung ein versicherungstechnische Ergebnis f.e.R. von T€ -1.183 (Vorjahr T€ -1.427) aus.
Auch in der Sparte Feuer- und Sachversicherung fiel das Nettoergebnis mit einem Verlust von
T€ 1.947 (Vorjahr T€ -2.855) erneut negativ aus. Dabei weisen einzelne Versicherungszweige
positive Ergebnisse aus. In einzelnen Zweigen der Sparte Feuer- und Sachversicherung waren
auch im Geschäftsjahr Mittel aus der Schwankungsrückstellung zu entnehmen (T€ 458; Vorjahr
T€ 1.107). Allerdings war insgesamt eine deutlich geringere Entnahme vorzunehmen als im
Vorjahr.
17
Lagebericht
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Kapitalanlagen
Die Kapitalanlagen der INTER Allgemeine sind um 1,8% auf T€ 94.630 (Vorjahr T€ 92.983) gestiegen.
Entwicklung der Kapitalanlagen
in T€
120.000
100.000
90.589
89.842
80.000
3%
1%
5%
5%
3%
95%
92%
94.630
92.983
89.873
2%
1%
60.000
40.000
98%
99%
96%
20.000
0
2010
2011
Zinsanlagen
2012
Dividendenanlagen
2013
2014
Immobilienanlagen
Der Anteil der Dividendenanlagen an den gesamten Kapitalanlagen lag bei 1,5% (Vorjahr
1,4%).
Wie im Vorjahr stand auch im Jahr 2014 die Sicherheit der Anlagen im Vordergrund der Kapitalanlagestrategie. Neu- bzw. Wiederanlagen wurden schwerpunktmäßig in gedeckte Zinsanlagen mit sehr guter Bonität getätigt. Zusätzlich konnte die Bonität dadurch verbessert werden,
dass gezielt Anleihen mit eher schlechteren Bonitäten aus dem Bestand veräußert wurden. Allerdings hat die andauernde Staatsschuldenkrise in Europa, wie bereits in den Vorjahren, zu einem teilweise noch vorsichtigeren Vorgehen der Ratingagenturen geführt. Zahlreiche Ratingherabstufungen im Laufe des Jahres waren die Folge. Trotzdem liegt die durchschnittliche Ratingqualität des Zinsanlagenbestandes weiterhin mit AA- (gemäß Moody’s) auf einem sehr hohen Niveau.
Der Anteil der Zinsanlagen an den gesamten Kapitalanlagen ging geringfügig von 98,6% auf
98,5% zurück. Das Volumen der Inhaberschuldverschreibungen stieg zum Geschäftsjahresende auf T€ 55.154 (Vorjahr T€ 45.978). Dagegen verminderte sich der Anteil der Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen auf T€ 35.749 (Vorjahr T€ 37.749).
18
Lagebericht
Entwicklung des Kapitalanlageergebnisses
in T€
5.000
4.000
3.746
3.346
3.244
3.745
3.858
2013
2014
3.000
2.000
1.000
0
2010
2011
2012
-1.000
Außerplanmäß iges Ergebnis
Laufendes Ergebnis
Das Nettoergebnis der Kapitalanlagen betrug T€ 3.858 nach T€ 3.745 im Vorjahr.
Kapitalanlageergebnis netto
Laufende Erträge
2010
2011
2012
2013
2014
T€
T€
T€
T€
T€
3.709
3.925
3.719
3.561
3.490
Kosten für Vermögensverwaltung
–187
–75
–129
–99
–101
Laufendes Ergebnis
3.521
3.850
3.590
3.462
3.389
Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen
281
93
332
611
469
Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Kapitalanlagen
–58
–99
–574
–327
0
–500
–98
–2
0
0
Außerplanmäßiges Ergebnis
–277
–104
–244
284
469
Kapitalanlageergebnis netto
3.244
3.746
3.346
3.745
3.858
Im Jahr 2014 konnten laufende Erträge in Höhe von T€ 3.490 (Vorjahr T€ 3.561) erwirtschaftet
werden. Die laufenden Aufwendungen betrugen T€ 101 (Vorjahr T€ 99).
Das außerplanmäßige Ergebnis verbesserte sich auf T€ 469 (Vorjahr T€ 284).
19
Lagebericht
Nettoverzinsung der Kapitalanlagen und Kapitalmarktzins
in %
4,50%
4,00%
3,50%
3,00%
2,50%
2,00%
1,50%
1,00%
2010
2011
2012
2013
Nettoverzinsung der Kapitalanlagen und Kapitalmarkzins
2010
2011
2012
2013
Nettoverzinsung
3,80%
4,15%
3,71%
4,10%
lfd. Durchschnittsverzinsung
4,11%
4,27%
3,98%
3,79%
Durchschnitt 10J.EUR-Swap
3,04%
3,09%
1,96%
1,91%
2014
2014
4,11%
3,61%
1,46%
Die laufende Durchschnittsverzinsung ging aufgrund des anhaltenden niedrigen Zinsniveaus
auf 3,61% (Vorjahr 3,79%) zurück, die Nettoverzinsung stieg leicht von 4,10% im Vorjahr auf
4,11%.
20
Lagebericht
Entwicklung der Bewertungsreserven
in T€
16.000
14.000
14.309
12.000
10.000
8.000
9.018
6.000
6.742
4.000
2.000
0
-2.000
83
1.137
-4.000
-6.000
2010
Zinsanlagen
2011
2012
Immobilienanlagen
2013
Dividendenanlagen
saldierte Bewertungsreserven
Entwicklung der Bewertungsreserven
2010
2011
2012
Bewertungsreserven in T€
2014
2013
2014
T€
T€
T€
T€
T€
83
1.137
9.018
6.742
14.309
Die saldierten Bewertungsreserven der INTER Allgemeine haben sich von T€ 6.742 im Vorjahr
auf T€ 14.309 merklich erhöht. Dies ist insbesondere auf den deutlichen Zinsrückgang sowie
auf die außergewöhnliche Einengung der Bewertungsaufschläge („Spreads“) in den Peripherieländern im Jahresverlauf zurückzuführen.
Eine detaillierte Gegenüberstellung der Buch- und Zeitwerte sowie der Entwicklung der Kapitalanlagen befindet sich im Anhang auf der Seite 62.
Die Kapitalanlagen bedecken zu 126,0% (Vorjahr 125,2%) die versicherungstechnischen Rückstellungen.
21
Lagebericht
Beteiligungen
Die INTER Allgemeine ist mit 7,25% an der VOV Verwaltungsorganisation für Vermögenschadenhaftpflicht-Versicherungen für Mitglieder von Organen juristischer Personen GmbH,
Köln, (VOV) beteiligt. Die VOV bietet D&O-Versicherungen mit der Ausrichtung auf überwiegend mittelständische Unternehmen an. Mit dieser Beteiligung wird der gewerbliche Geschäftsbereich der INTER Versicherungsgruppe weiter gestärkt und die Produktpalette erweitert.
Bilanzgewinn
Der Jahresüberschuss erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich auf T€ 1.757 (Vorjahr
T€ 544). Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von T€ 760 aus dem Vorjahr beträgt der
Bilanzgewinn T€ 2.517 (Vorjahr T€ 1.760).
Schwankungsrückstellung
Die Schwankungsrückstellung bietet die Sicherheit, eventuell eintretende besonders schlechte
Schadenjahre besser ausgleichen zu können. Des Weiteren stellt die Schwankungsrückstellung
nach den zukünftig geltenden Regeln von Solvency II Eigenmittel dar. Am Bilanzstichtag betrug
die Schwankungsrückstellung T€ 8.001 (Vorjahr T€ 7.445).
Die INTER Allgemeine hat bisher nicht von der Möglichkeit nach § 29 RechVersV Gebrauch
gemacht, einige Zweige zu dem Zweig „Sonstige Versicherungen“ zusammenzufassen und die
für diese Zweige einzeln gebildeten Schwankungsrückstellungen zum Teil aufzulösen.
22
Lagebericht
Eigenkapital
Insgesamt beläuft sich das Eigenkapital per 31.12.2014 auf T€ 20.642 (Vorjahr T€ 22.385).
Es setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital von T€ 125 (Vorjahr T€ 3.625), den
Gewinnrücklagen von T€ 18.000 (Vorjahr T€ 17.000) sowie dem Bilanzgewinn von T€ 2.517
(Vorjahr T€ 1.760).
In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 01.12.2014 wurde die Einziehung von 35.000
eigenen Aktien zum Zwecke der Kapitalherabsetzung gemäß § 222 ff. AktG beschlossen. Entsprechend übertrug die INTER Kranken mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 19.12.2014
35.000 Stückaktien. Mit Beschluss des Vorstands vom 22.12.2014 wurde das Grundkapital der
INTER Allgemeine im Wege der Einziehung von T€ 3.625 um T€ 3.500 auf T€ 125 herabgesetzt. Die Eintragung der Kapitalherabsetzung in das Handelsregister erfolgte am 23.01.2015,
die Bekanntmachung der
Kapitalherabsetzung im
elektronischen Handelsregister
am
23.01.2015.
Mit dem erzielten Jahresüberschuss von T€ 1.757 wurde die Kapitalherabsetzung bereits wieder zur Hälfte kompensiert. Somit verfügt die INTER Allgemeine weiterhin über eine solide Eigenkapitalausstattung.
Das Eigenkapital dient der INTER Allgemeine als sichere Basis für die laufende Geschäftstätigkeit und damit zur dauerhaften Erfüllung der Versicherungsverträge. Die betriebswirtschaftliche
Eigenkapitalquote ist definiert als das Verhältnis Eigenkapital zur Bilanzsumme und ist ein
Maßstab für die Solvabilität der Gesellschaft. Sie beträgt per 31.12.2014 19,7% (Vorjahr
21,9%). Wird das Verhältnis Eigenkapital zu den verdienten Beiträgen für eigene Rechnung betrachtet, ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 68,1% (Vorjahr 72,2%). Ein hohes Eigenkapital
versetzt die Gesellschaft in die Lage, kurzfristige Verluste auszugleichen.
23
Lagebericht
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
An dieser Stelle dankt der Vorstand ausdrücklich allen für das Unternehmen tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der INTER Kranken für ihren Einsatz im vergangenen Jahr.
Nachtragsbericht
Über Ereignisse von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, ist nicht zu berichten.
24
Lagebericht
Risikomanagement
Ziele des Risikomanagements
Die INTER Versicherungsgruppe ist im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit regelmäßig
einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Ziel des Vorstandes ist, diese Risiken durch eine aktive
Risikosteuerung beherrschbar zu machen, um die nachhaltig positive Entwicklung der INTER
Unternehmen dauerhaft sicherzustellen.
Das umfassende, durchgängige, effektive und flexible Risikomanagementsystem der INTER
Versicherungsgruppe erfüllt alle geltenden rechtlichen Anforderungen im Sinne der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk (VA)) und beinhaltet außerdem bereits zahlreiche Elemente des zum 01.01.2016 startenden, EU-weit einheitlichen Versicherungsaufsichtsrechts Solvency II.
Das Risikomanagementsystem der INTER Versicherungsgruppe umfasst sowohl die Risikosteuerung und -überwachung als auch die regelmäßige Berichterstattung über die durchgeführten Aktivitäten und Vorsorgemaßnahmen zur Risikobeherrschung und deren Ergebnisse. Es
ist sichergestellt, dass auch neue Risiken frühzeitig identifiziert, bewertet und in den bestehenden Steuerungskreislauf integriert werden.
Die INTER Versicherungsgruppe verknüpft das Risiko- und das Unternehmenscontrolling. Um
mit hoher Sicherheit ihre vertraglichen Verpflichtungen auch im Krisenfall erbringen zu können,
setzt sie eigene Modelle ein, die gemäß der Standardformel der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA) für jede Geschäftsart eine fundierte, risikogerechte Zuweisung von Risiko-/ Eigenkapital ermöglichen.
Die Methoden und Verfahren der INTER Versicherungsgruppe zur risikoorientierten Unternehmenssteuerung werden ständig weiterentwickelt. Sukzessive werden weitere Bestandteile für
den Risikomanagementprozess aufgebaut, die positiv dazu beitragen, dass das Unternehmen
auch zukünftig die steigenden Herausforderungen eines sich immer schneller verändernden
Marktes erfolgreich meistert und die Risiken aus seinen Geschäftsaktivitäten zielgerichtet steuert.
Organisatorischer Aufbau des Risikomanagements
Die hausweite Koordination aller Risikosteuerungsaktivitäten ist Aufgabe des Bereichs Unternehmensplanung / Risikomanagement, der damit auch die unabhängige Risikocontrollingfunktion (URCF) übernimmt. Die URCF initiiert und koordiniert die regelmäßige Pflege und Aktualisierung der Risikokataloge, stellt die fachliche Abstimmung zu aktuellen Risikothemen sicher
und fördert aktiv die laufende Weiterentwicklung der Risikokultur u.a. durch zahlreiche Veranstaltungen und die Durchführung interner Weiterbildungsmaßnahmen zum Thema Risikomanagement. Außerdem ermittelt die URCF in Zusammenarbeit mit den Fachbereichen regelmäßig die Gesamtrisikosituation der INTER Versicherungsgruppe.
25
Lagebericht
Die laufende Berichterstattung zur Risikosituation der INTER Versicherungsgruppe durch die
URCF erfolgt an das Risikokomitee und den Vorstand, der den Aufsichtsrat sowie die Aufsichtsbehörde unterrichtet und auch die Führungskräfte der ersten Ebene informiert.
Die URCF leitet das vom Vorstand einberufene Risikokomitee. Risikokomitee-Mitglieder sind
Fach- und Führungskräfte aus Bereichen mit Aufgabenschwerpunkten in der Risikosteuerung,
die Verantwortlichen Aktuare der INTER Unternehmen und die verantwortlichen Inhaber der
vier Schlüsselfunktionen des Governance-Systems unter Solvency II: Compliance Funktion, Interne Revision, URCF und Versicherungsmathematische Funktion. Das Risikokomitee ist Mittelpunkt der zentralen Risikomanagement-Organisation der INTER Versicherungsgruppe.
Im Risikokomitee erfolgt die regelmäßige Bewertung und Beratung der Risikosituation der
INTER Unternehmen, die Entwicklung von Maßnahmen zur Steuerung der Risikosituation, die
Erarbeitung von Empfehlungen von Maßnahmen an den Vorstand und nach Entscheidung das
laufende Umsetzungscontrolling. Außerdem findet im Risikokomitee die regelmäßige Kommunikation zwischen dem Vorstand und den vier Schlüsselfunktionen statt.
Der Vorstand ist insbesondere verantwortlich für die Geschäftsstrategie und die daraus abgeleitete Risikostrategie, gibt die Risikotoleranz der INTER Unternehmen vor, überwacht die Einhaltung der Risikotragfähigkeit und das Risikoprofil und entscheidet bei wesentlichen risikorelevanten Ad-hoc-Ereignissen. Außerdem verantwortet er die Einrichtung und Überwachung eines
wirksamen internen Kontrollsystems und legt einheitliche Leitlinien für das Risikomanagement
und die unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung (Own Risk and Solvency Assessment, kurz: ORSA) fest.
Zusätzlich zur zentralen Risikomanagement-Organisation verfügt die INTER Versicherungsgruppe über eine dezentrale Risikomanagement-Organisation mit dezentralen Risikobeauftragten (DRB) und bereichsübergreifenden Arbeitskreisen zu den Themen Planung, Steuerung und
Risikobewertung.
Durch die DRB in allen Fachbereichen der Direktion findet das spezifische Fachwissen der operativ tätigen Bereiche Eingang in das Risikomanagement. Neben der regelmäßigen Identifikation und Bewertung der Einzelrisiken beobachten die DRB laufend die Risiken in ihren Bereichen. Über die regulären Risikomeldungen hinaus haben die DRB bei Vorliegen bedenklicher
Entwicklung in den Fachbereichen die Möglichkeit einer außerordentlichen Berichterstattung an
die URCF, den Vorstand und ggf. die ebenfalls betroffene Schlüsselfunktion.
Die Interne Revision ist aufgrund ihrer allgemeinen Aufgabenstellung und ihrer prozessunabhängigen Position zuständig für die unternehmensinterne Überwachung der Funktionsfähigkeit
des Risikomanagementsystems. Sie prüft das Risikomanagement und leistet Beiträge zur Verbesserung der bestehenden Risiko- und Kontrollsysteme.
26
Lagebericht
Risikostrategie
Aus den vom Vorstand festgelegten geschäftspolitischen Zielen wird die Risikostrategie abgeleitet, die sich an der vorhandenen Kapital- und Liquiditätsausstattung sowie der vom Vorstand
gerade noch akzeptierten Ertragsvolatilität der INTER Unternehmen orientiert. Mit dem Ziel der
jederzeitigen Erfüllung interner und externer Ansprüche wurden vom Vorstand für alle INTER
Unternehmen jeweils mehrere Zielgrößen festgelegt, die zur risikoorientierten Steuerung im jeweiligen Berichtszeitraum und zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit eingesetzt werden. Die
Einhaltung der Zielgrößen wird laufend überwacht und in den halbjährlich erstellten Risiko- und
den ORSA-Berichten dokumentiert.
Prozessschritte im Risikomanagement
Risikoidentifikation
Bei der INTER Versicherungsgruppe werden Risiken im Rahmen einer vierteljährlichen Risikoinventur identifiziert. Die Identifikation der Risiken erfolgt durch die DRB in den Fachbereichen. Die Risiken werden für alle relevanten Managementprozesse nach Risikoarten sortiert
und über die INTER Risikomanagement-Software (IRS) nach einheitlichen Kriterien abgebildet.
Dabei berücksichtigt die INTER Versicherungsgruppe alle in den MaRisk (VA) genannten Risikokategorien. Entsprechend den Anforderungen der MaRisk (VA) werden in der IRS Risikobezugsgrößen definiert sowie interne und externe Risikoursachen dargestellt.
Risikobewertung
Alle identifizierten Risiken werden von den DRB mit Hilfe unterschiedlicher Methoden wie
Markt-, Wettbewerbs- und Umfeldanalysen quantitativ bewertet. Risiken, die sich nicht auf Basis
von langjährigen Zahlenreihen und statistischen Entwicklungen messen lassen, insbesondere
operationelle Risiken, werden mittels Expertenschätzung beurteilt.
Zur Erfassung des jeweiligen Gefahrenpotenzials wird jedes Einzelrisiko in eine Matrix aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungshöhe eingruppiert. Das Produkt aus den beiden vorgenannten Einzelbewertungen ergibt den Erwartungswert des Risikos. Für die Klassifizierung der
Risiken legen die INTER Unternehmen hinsichtlich der Relevanz Wesentlichkeitsschwellen fest.
Hierdurch werden Risiken herausgefiltert, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig schädigen können und deshalb erhöhter Managementaufmerksamkeit bedürfen. Seit
2014 erfolgt in der INTER Risikomanagement-Software ORSA-konform eine Mehrjahresbetrachtung.
Risikosteuerung und -überwachung
Ebenso wichtig wie die Erkennung und Bewertung von Risiken sind klare Richtlinien und Vorgaben für geeignete Gegenmaßnahmen. Die Risikosteuerung und die laufende Risikoüberwachung erfolgen in der INTER Versicherungsgruppe sowohl zentral als auch dezentral. Den
Vorgaben der URCF entsprechend sind die DRB für die Analyse und die Steuerung der Risiken
in den operativen Geschäftsbereichen zuständig. Als Instrument zur Abbildung und zur Umset-
27
Lagebericht
zungsüberwachung von verabschiedeten Maßnahmen nutzen die DRB ebenfalls die IRS, die
auch das Hinterlegen entsprechender Risikokennzahlen und Limite vorsieht.
Risikokapitalbedarf
Die INTER Unternehmen ermitteln den Risikokapitalbedarf sowohl nach geltendem Recht (Solvency I) als auch nach zukünftigem Recht (Solvency II), analysieren die Ergebnisse, bewerten
die sich hieraus ergebenden Implikationen und nutzen diese zur aktiven Risikosteuerung in der
operativen und strategischen Geschäftsführung. Zur Ermittlung des Risikokapitalbedarfs setzen
die INTER Unternehmen eigene quantitative Berechnungsmodelle ein, die INTER MehrwertModelle. Als ganzheitliche Basis sowohl für den Planungsprozess als auch für den Risikomanagementprozess in der INTER Versicherungsgruppe verknüpfen die INTER Mehrwert-Modelle
die regelmäßig im Hause erstellten unterjährigen Erwartungs- und Planungsrechnungen mit den
Solvency II-Stressparametern und den Korrelationen gemäß EIOPA-Standardformel, um die
Auswirkungen der tatsächlichen und der geplanten Geschäftsaktivitäten auf die Risiko- und Finanzsituation festzustellen. Die INTER Mehrwert-Modelle wurden im Jahr 2014 methodisch angepasst und auf den aktuellen Stand des EIOPA-Standardmodells angepasst.
Berichterstattung im Rahmen der Risikoberichte
Die halbjährlich durch die URCF erstellten Risikoberichte schaffen für das Management Transparenz über die aktuelle Risikolage. Die Risikoberichterstattung erfolgt durch die URCF an den
Vorstand und danach durch diesen an den Aufsichtsrat, die BaFin sowie die Führungskräfte der
ersten Ebene. Bei signifikanten Veränderungen der Risikosituation sowie bei besonderen
Schadenfällen ist eine sofortige Meldung an den Vorstand sichergestellt. Hierdurch ist gewährleistet, dass gegebenenfalls negative Trends frühzeitig erkannt und schnell Gegenmaßnahmen
in die Wege geleitet werden.
Berichterstattung im Rahmen der ORSA-Berichte
Die unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung gilt als zentrales Element von
Solvency II. Nach Art. 45 der Solvency II-Richtlinie ist jedes Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen zur Durchführung des ORSA verpflichtet.
ORSA ist ein wichtiges Bindeglied zwischen der Unternehmenssteuerung und dem Risikomanagement und bildet ein Scharnier zwischen den drei Säulen von Solvency II. Als Instrument
der Selbsteinschätzung erweitert ORSA die im Unternehmen bereits installierten Risikomanagementprozesse, mit denen die Risiken des Unternehmens identifiziert, bewertet, überwacht
und gesteuert werden. Gleiches gilt für die Bestimmung des risikoadäquaten Kapitalbedarfs,
den das Unternehmen mit Hilfe des EIOPA-Standardmodells ermittelt. Hier untersucht ORSA,
inwieweit das Standardmodell die spezifischen Risiken des Unternehmens risikoadäquat abbildet und ob das Unternehmen auch über den gesamten Planungshorizont hinaus ausreichende
Eigenmittel bereitstellt, um die regulatorischen Solvabilitätsanforderungen auch über mehrere
Jahre hinweg zu erfüllen. Darauf basierend werden Maßnahmen zur Risikosteuerung abgeleitet.
28
Lagebericht
Die Methodiken und die Ergebnisse des im Jahr 2014 erstmalig durchgeführten ORSA bei den
INTER Unternehmen wurden in den von der URCF erstellten ORSA-Berichten beschrieben,
welche nach Abstimmung im Risikokomitee vom Vorstand verabschiedet und danach an den
Aufsichtsrat und die BaFin übermittelt wurden.
Versicherungstechnische Risiken
Einen hohen Stellenwert hat bei der INTER Allgemeine die Förderung des Risikoausgleichs im
Kollektiv und in der Zeit. Deshalb richtet das Unternehmen ein besonderes Augenmerk auf die
versicherungstechnischen Risiken.
Prämienrisiko
Das Prämienrisiko ist definiert als das Risiko, dass die verdienten Beiträge in den kommenden
Jahren nicht ausreichen, um zukünftige Schäden auszugleichen, und umfasst folgende Einzelrisiken:
• Kalkulationsrisiko
Im Rahmen der Preisgestaltungspolitik der INTER Allgemeine werden auskömmliche Risikoprämien mit Hilfe von statistischem Zahlenmaterial des GDV ermittelt oder in unmittelbarer Anlehnung an im Markt erhältlichen Tarifierungsgrundlagen für einzelne Sparten und
Zweige nach aktuariellen Methoden kalkuliert.
• Zeichnungsrisiko
Die strikte Underwriting-Politik der INTER Allgemeine stellt sicher, dass keine versicherungstechnischen Selektionseffekte und keine bestandsgefährdenden Risikoexpositionen
entstehen, die sich negativ auf die Schadenentwicklung auswirken können. Darüber hinaus
wird der Schadenverlauf fortlaufend überwacht, um zeitnah auf eine Abweichung der
Schadenentwicklung von den Kalkulationsannahmen reagieren zu können.
Bestandsrisiko
Eine angemessene Größe und die risikoorientierte Mischung des Kollektivs begrenzen die bestandsimmanenten versicherungstechnischen Gefahren und führen zu einer sachgerechten
Streuung der Gesamtschadenverteilung.
Die bewusste unternehmerische Entscheidung der INTER Allgemeine, sich grundsätzlich auf
ertragreiche Sparten zu konzentrieren und den steigenden Absatz dieser durch geeignete vertriebliche Förderung zu unterstützen, soll mittelfristig zu einer Senkung der Gesamtschadenquote führen.
Reservierungsrisiko
Als Reservierungsrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass die letztendlich zu leistenden Schadenzahlungen die zum Zeitpunkt der Schadensmeldung gebildeten Schadenreserven übersteigen.
29
Lagebericht
Diesem Risiko begegnet die INTER Allgemeine durch eine Bewertung der Schadenrückstellungen auf der Basis differenzierter statistischer Auswertungen und unter Beachtung des handelsbilanziellen Vorsichtsprinzips.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Schadenquoten f.e.R. sowie des Abwicklungsergebnisses in Relation zu den Eingangsschadenrückstellungen in den letzten zehn Jahren:
Entwicklung Schadenquote und Abwicklungsergebnis
Geschäftsjahr
Gesamtschadenquote
Abwicklungsergebnis
2005
53,7%
46,4%
2006
59,6%
12,1%
2007
46,9%
10,2%
2008
65,6%
11,2%
2009
70,1%
9,3%
2010
54,0%
17,8%
2011
66,1%
3,3%
2012
60,8%
6,5%
2013
69,3%
4,5%
2014
61,2%
9,1%
Die Gesamtschadenquote wird dabei definiert als Gesamtschadenaufwendungen f.e.R. in Prozent der verdienten Beiträge für eigene Rechnung, während unter dem prozentualen Abwicklungsergebnis die Differenz aus in Vorjahren gebildeten Schadenrückstellungen und den daraus
tatsächlich geleisteten Schadenzahlungen für eigene Rechnung in Prozent der Eingangsschadenrückstellung f.e.R. verstanden wird.
Großschadenrisiko
Durch geeignete Rückversicherungsvereinbarungen wird das Risiko, von besonders hohen Einzelschäden, den sogenannten "Großschäden", betroffen zu sein, an Rückversicherungsunternehmen weitergegeben. Hierzu wurden, wie auch in den vergangenen Jahren, sparten- und
risikoindividuelle Rückversicherungsvereinbarungen mit verschiedenen Rückversicherern getroffen.
30
Lagebericht
Die Gestaltung einer risikoadäquaten Rückversicherungspolitik ist gerade für eine kleinere Versicherungsgesellschaft
wie
die
INTER
Allgemeine
besonders
wichtig.
Die
Rückver-
sicherungsnahme erfolgt überwiegend in Form der proportionalen Rückversicherung (Summenexzedentenverträge). Lediglich in den Sparten Haftpflichtversicherung und Praxis-/Betriebsausfallversicherung besteht ein proportionaler Rückversicherungsvertrag auf Quotenbasis, wobei der Eigenbehalt der INTER Allgemeine in der Sparte Haftpflicht zusätzlich durch zwei nichtproportionale Verträge (Schadenexzedentenvertrag und Stop Loss Vertrag) geschützt wird.
Durch die Rückversicherungspolitik wird auch dem Elementarschadenrisiko begegnet.
Schadenregulierungsrisiko
Generell wird eine besonders sorgfältige Schadenbearbeitung angestrebt, die berechtigte Ansprüche schnell und unbürokratisch erstattet, unberechtigt hohe Schadenforderungen auf das
berechtigte Maß zurückführt und unberechtigte Forderungen abwehrt. Sparten, bei denen subjektive Risikokomponenten vorliegen, unterliegen einer besonders stringenten Regulierungspraxis.
Die spezifischen versicherungstechnischen Risiken des Bestandes an Unfallversicherungen mit
Prämienrückgewähr und an laufenden Renten aus Unfall- und Haftpflichtversicherungen sind
das biometrische, das Storno- und das Zinsgarantierisiko.
Biometrisches Risiko
Biometrische Risiken bestehen darin, dass sich die der Kalkulation zugrunde gelegten Annahmen zu den biometrischen Größen möglicherweise anders als erwartet entwickeln.
Bei der Berechnung der Deckungsrückstellung der INTER Allgemeine werden vorsichtig bemessene biometrische Rechnungsgrundlagen verwendet. Diese werden sowohl von der BaFin
als auch von der Deutschen Aktuarvereinigung als angemessen angesehen. Es existieren derzeit keine unternehmensindividuellen Sachverhalte, die darauf hinweisen würden, dass diese
nicht ausreichend vorsichtig bemessen sind.
Stornorisiko
Das Stornorisiko ist das Risiko von Verlusten oder Veränderungen der Verpflichtungen infolge
einer Veränderung der Stornowahrscheinlichkeiten bzw. des Stornoverhaltens.
Die INTER Allgemeine begegnet dem Stornorisiko durch eine so hohe Deckungsrückstellung
gemäß § 25 RechVersV, dass mindestens die Rückkaufswerte reserviert sind. Weiterhin ist gewährleistet, dass bei Frühstorno gegebenenfalls Provisionsanteile zurückgefordert werden.
31
Lagebericht
Zinsgarantierisiko
In den vergangenen Jahren sind die am Kapitalmarkt erzielbaren Kapitalerträge deutlich gesunken. Die fortlaufende Überprüfung der Tragfähigkeit der den zu verzinsenden Passiva gegenüberstehenden Zinsträger wird mit Hilfe stochastischer Methoden und geeigneter Bilanzstrukturmanagement-(ALM-)Tools im Rahmen der Kontrolle der versicherungstechnischen Risiken
durchgeführt, wobei die zugrunde gelegten Parameter an die jeweilige aktuelle Entwicklung angepasst werden.
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft
Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft in Höhe von T€ 641 bestehen an Versicherungsnehmer, Versicherungsvermittler und Rückversicherer. Zur Risikovorsorge wurden Forderungen
an Versicherungsnehmer zu 1,9% wertberichtigt.
Risiken aus Kapitalanlagen
Bei der INTER Allgemeine, die für ihre Kunden die langfristige Absicherung von individuell nicht
finanzierbaren Risiken übernimmt, ist Sicherheit das Kernelement der Risikostrategie. Dies stellt
hohe Ansprüche an die Finanzkraft der INTER Allgemeine und damit insbesondere an das
Management der Kapitalanlagen.
Die interne Kapitalanlagerichtlinie gibt den Rahmen des Kapitalanlagemanagements vor. Sie
beschreibt den Investmentprozess, die risikobegrenzenden Limite, die über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen hinaus gehen, und die Organisationsstruktur. Die grundsätzliche Ausrichtung der Kapitalanlagen ist entsprechend der Unternehmensleitlinie auf Sicherheit abgestellt.
Unter dieser Vorgabe zielt sie auf eine möglichst hohe Rentabilität ab, die bei jederzeit ausreichender Liquidität und angemessener Diversifikation erreicht werden soll.
Die Entwicklung der Kapitalanlagen wird kontinuierlich von mehreren Bereichen überwacht:
• Das Risikokomitee prüft die Auswirkungen von Kapitalanlageentscheidungen auf die Risikolage der Gesellschaft.
• Die Unternehmensplanung hat die Erreichbarkeit der Unternehmensziele unter Berücksichtigung der Kapitalanlageergebnisse im Fokus.
• Das Kapitalanlagecontrolling überwacht die Umsetzung der strategischen Vorgaben für
Kapitalanlagen und achtet auf die Einhaltung der risikobegrenzenden internen Anlagelimite. Zusätzlich wird die Entwicklung des Portfolios laufend analysiert und darüber berichtet.
• Der Kapitalanlage-Ausschuss berät über die Ertrags- und Risikosituation des Unternehmens und trifft allgemeingültige Anlageentscheidungen. Dabei wird die Wechselwirkung
zwischen Kapitalanlage und Versicherungstechnik berücksichtigt, um die optimale Ausrichtung der Kapitalanlagestruktur zu gewährleisten.
32
Lagebericht
Die konsequente Umsetzung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften wird durch
ein qualifiziertes Kapitalanlagemanagement, eine perspektivische Kapitalanlagepolitik und organisatorische Maßnahmen, wie die klare Trennung von Portfoliomanagement, Abwicklung und
Risikocontrolling, sichergestellt. Derivative Finanzinstrumente und strukturierte Produkte werden
strikt nach den dafür geltenden besonderen Bestimmungen behandelt und stehen unter ständiger Beobachtung. Sie werden zur Absicherung von Marktpreisrisiken und in Einzelfällen zur Ertragsvermehrung eingesetzt.
Investmentprozess
Der Investmentprozess ist ganzheitlich mit der Unternehmenssteuerung verknüpft. Die Kapitalanlageplanung ist in die Unternehmensplanung integriert, das Kapitalanlagecontrolling ist in die
laufenden Risikomanagementverfahren eingebunden und mittels Asset-Liability-Auswertungen
wird die zukünftige Unternehmensentwicklung überwacht.
Der Investmentprozess beginnt mit einer klaren Zielsetzung, die sich je nach Risikosituation der
Gesellschaft und je nach Einschätzung der Kapitalmärkte in einem Zielportfolio widerspiegelt.
Im Rahmen der Kapitalanlageplanung wird die Anlagestrategie für die kommenden Jahre erarbeitet, die zur angestrebten Struktur des Kapitalanlagebestandes führt und die gewünschten
Ergebnisse erreichen kann. Die Umsetzung der Anlagestrategie in konkrete Transaktionen wird
im Kapitalanlage-Ausschuss unter Teilnahme des Vorstandes, des Verantwortlichen Aktuars,
Vertretern des Kapitalanlagecontrollings, des Risikokomitees und des Asset-Managements entschieden. Die beschlossenen Transaktionen werden vorschriftgemäß durchgeführt und strikt
überwacht. Das empfängerorientierte Kapitalanlagereporting berichtet zeitnah über die Entwicklung der einzelnen Risikopotenziale und stellt mittels Szenariorechnungen die zukünftigen Kapitalanlageergebnisse dar.
Grundlagen dieses Prozesses sind eine klare Organisationsstruktur und die systemtechnische
Ausstattung, die speziell auf die Verwaltung von Kapitalanlagen bei Versicherungsunternehmen
ausgerichtet ist. Aufgrund der einheitlichen Datenbasis und einer zentralen Software für den
Kapitalanlagebereich sind flexible Adhoc-Auswertungen jederzeit möglich.
Das INTER Mehrwert-Modell führt das Risiko- und das Unternehmenscontrolling auf einer einheitlichen Datenbasis zusammen. Es wird unter anderem direkt von der Kapitalanlage-Software
befüllt.
Marktpreisrisiko
Das Marktpreisrisiko stellt die größte Risikoposition im Bereich der Kapitalanlagerisiken dar. Es
ergibt sich aus möglichen negativen Zins- und Aktienkursänderungen sowie der Entwicklung
weiterer preisbeeinflussender Faktoren, die sich auf den Zeitwert von Immobilien und Beteiligungen auswirken. Das Wechselkursrisiko kann vernachlässigt werden, da die Kapitalanlagen
zu 100% in Euro investiert sind.
33
Lagebericht
Der größte Teil der Kapitalanlagen der INTER Allgemeine entfällt mit 96,2% auf Ausleihungen
und Inhaberschuldverschreibungen. Daher kommt der Entwicklung des Zinsniveaus eine erhebliche Bedeutung zu. Die folgenden Ergebnisse der Szenarien gemäß dem Deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS 20) bestätigen dies:
Ergebnis Stresstest nach DRS 20
Aktienkursveränderung
2014
2013
T€
T€
Marktwertveränderung aktienkurssensitiver Kapitalanlagen
+ 20%
0
0
- 20%
0
0
Zinsänderung
Marktwertveränderung zinssensitiver Kapitalanlagen
+ 100 Basispunkte
–6.450
–4.107
- 100 Basispunkte
7.376
5.303
Wertverluste bei Zinsanlagen sind als vorübergehend zu betrachten, solange aufgrund der Bonität bei Endfälligkeit von einer Rückzahlung zum Nennwert auszugehen ist. Dies ist bei Zinsanlagen mit einem Rating von mindestens BBB der Fall.
Bei den von der BaFin jährlich angeforderten Stresstests werden die Mindestanforderungen
deutlich übertroffen, obwohl weder Wertsicherungskonzepte noch gegensteuernde Maßnahmen
in den Berechnungen berücksichtigt werden.
Um die vorhandenen Risiken zu identifizieren und zu quantifizieren, werden regelmäßig Stresstests und Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Auf Unternehmensebene wird im INTER Mehrwert-Modell die ökonomische Risikobetrachtung u.a. für die Kapitalanlagen durchgeführt. Die
Berechnungsmethodik orientiert sich dabei an den Auswirkungsstudien zu Solvency II.
Bei einer Änderung des Kapitalmarktzinses entwickeln sich die Zeitwerte von zinssensitiven Aktiva und zinsforderndem Fremdkapital gegenläufig. Deshalb wird die Asset-Liability-Betrachtung
verstärkt in den Fokus der Kapitalanlageentscheidungen gestellt.
Bonitätsrisiko
Ausfall- und Spreadrisiken bestehen zum einen in der Gefahr, dass ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, und zum anderen in der Gefahr einer schlechteren Bonitätseinstufung des Emittenten, was einen höheren Risikoabschlag bei der Bewertung zur Folge hat. Die Einschätzung der Kreditwürdigkeit eines Emittenten erfolgt mittels eines Ratings einer anerkannten externen Agentur. Ausgehend von dieser Beurteilung wird in einem stringenten
internen Rating-Modell für jede Einzelanlage in Abhängigkeit ihres Ranges und ihrer Besicherung eine Ratingnote ermittelt. Die Aktualisierung der Ratings erfolgt kontinuierlich. Wegen der
sicherheitsorientierten Anlagepolitik handelt es sich bei einem großen Teil der Zinsanlagen um
34
Lagebericht
Pfandbriefe bzw. durch Einlagensicherungeinrichtungen gedeckte Emissionen. Grundsätzlich
wird durch die Festlegung von Mindestratings und strengen Limiten pro Anlageart, Emittent und
Kontrahent eine Konzentration gleichartiger Risikofaktoren vermieden.
Zinsanlagen nach Ratingklassen*
2014
2013
%
%
Anteil an den gesamten Zinsanlagen
AAA
23,6
25,0
AA
32,9
26,0
A
30,6
36,2
BBB
12,9
12,8
BB
0,0
0,0
B oder schlechter
0,0
0,0
AA-
A+
AA-
AA-
Durchschnittsrating
(nach Moody´s WARF)
Durchschnittsrating
(nach Solvency II)
* enthält direkte Anlagen in Anleihen, Namensschuldverschreibungen und
Schuldscheindarlehen
Zinsanlagen nach Anlageart*
2014
2013
%
%
Anteil an den gesamten Zinsanlagen
Staatsanleihen/staatsgarantierte
Anleihen
32,0
21,4
Pfandbriefe
56,2
63,4
Bankanleihen/-darlehen
8,5
11,6
Unternehmensanleihen/-darlehen
3,3
3,6
Nachranganleihen/-darlehen
0,0
0,0
* enthält direkte Anlagen in Anleihen, Namensschuldverschreibungen und
Schuldscheindarlehen
35
Lagebericht
Konzentrationsrisiko
Das Konzentrationsrisiko beschreibt die Gefahr von höheren Verlusten durch Zahlungsausfälle
aufgrund besonders hoher Anlagevolumina bei einem Geschäftspartner. Zur Steuerung dieses
Risikos wurden Obergrenzen für besicherte und unbesicherte Anlagen festgelegt, die deutlich
enger gefasst sind als die aufsichtsrechtlichen Limite.
Darüber hinaus wird die Anlage pro Land in Abhängigkeit von der aktuellen Bonität und von der
volkswirtschaftlichen Situation begrenzt. Die nachfolgende Tabelle zeigt, dass die INTER
Allgemeine überwiegend auf dem Heimatmarkt Deutschland und in den wirtschaftlich wichtigsten Ländern des EWR investiert.
Kapitalanlagen nach Land
Zinsanlagen
Sonstige
Anteil Buchwert
Buchwert
Staatsrisiko
Pfandbriefe
Unbesichert
an den Kapital-
in T€
in T€
in T€
in T€
in T€
100,0%
28,7%
56,1%
11,4%
3,9%
anlagen in %
Anteil Anlageklassen an Buchwert
Deutschland
30,1%
28.477
7.000
14.000
3.750
3.727
Spanien
15,6%
Frankreich
16,2%
14.794
0
14.794
0
0
15.364
5.101
10.263
0
Großbritannien
0
3,7%
3.484
0
3.484
0
0
Österreich
5,8%
5.475
2.475
0
3.000
0
Luxemburg
2,1%
1.988
988
1.000
0
0
Italien
8,5%
7.996
988
7.008
0
0
Belgien
8,5%
8.066
8.066
0
0
0
Irland
1,6%
1.502
0
502
1.000
0
Niederlande
6,3%
5.986
2.500
994
2.492
0
Schweden
0,5%
499
0
0
499
0
Dänemark
Gesamtergebnis
1,1%
999
0
999
0
0
100,0%
94.630
27.118
53.044
10.741
3.727
Unter besonderer Beobachtung stehen Anleihen von hochverschuldeten Staaten des Euroraums. Aufgrund der Einrichtung des europäischen Rettungsschirms wurden auf Anleihen betroffener Staaten im Anlagevermögen keine Wertberechtigungen vorgenommen.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr von Veräußerungsverlusten, die durch Veräußerungen bei unerwarteten Geschäftsentwicklungen vorgenommen werden müssen. Die jederzeitige
Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen wird durch eine aktive Laufzeitensteuerung der Zinsanlagen und durch die zentrale Überwachung sämtlicher Zahlungsströme des Unternehmens in der
Liquiditätsplanung sichergestellt. Die Gewährleistung unerwarteter Zahlungsverpflichtungen
wird durch die Einteilung der Kapitalanlagen in Fungibilitätsklassen und der daraus resultierenden Liquiditätsquoten überwacht.
36
Lagebericht
Operationelle Risiken
Das operationelle Risiko bezeichnet das Risiko von Verlusten aufgrund von unzulänglichen
oder fehlgeschlagenen internen Prozessen oder aus mitarbeiter- und systembedingten oder externen Vorfällen. Die INTER Versicherungsgruppe begegnet operationellen Risiken durch eine
Vielzahl von Maßnahmen, beispielsweise mit Limitsystemen im Kapitalanlagebereich und für
Leistungserstattungen, Zugriffsberechtigungen sowie umfassenden internen Kontrollen. Die
wesentlichen Geschäftsprozesse und die Wirksamkeit der internen Kontrollsysteme werden regelmäßig durch die Interne Revision überprüft und bewertet.
Internes Kontrollsystem
Um die Identifikation, Erfassung und Bewertung der für das Interne Kontrollsystem (IKS) relevanten Risiken zu standardisieren und in die vierteljährliche Risikoinventur zu integrieren, implementieren die INTER Unternehmen das IKS in die INTER Risikomanagement-Software
(IRS). Im Jahr 2014 wurde von den dezentralen Risikobeauftragten (DRB) begonnen, die bestehenden Kontrollen bzw. die geplanten Kontrollmaßnahmen zu den von Ihnen bereits identifiziert und bereits gemeldeten wesentlichen Risiken in IRS zuerfassen. Diese unternehmensweite Erfassung wird im Laufe des Jahres 2015 vollendet werden.
Compliance
Im ersten Quartal 2014 wurde die unternehmensweite Ersterfassung der Compliance-Risiken in
der IRS durch die DRB fertiggestellt. Der Compliance-Beauftragte erhielt durch die Unabhängige Risikocontrollingfunktion (URCF) einen Zugriff auf alle von den Fachbereichen gemeldeten
Compliance-Risiken in aggregierter Form, der auch die Einsicht in die zugrundeliegenden Quellrisiken beinhaltet. In einem ausführlichen Review analysierte der Compliance-Beauftragte die
identifizierten Compliance-Risiken gemeinsam mit den Fachbereichen und stellte in einigen Bereichen weitere mögliche Compliance-Risiken fest; im Falle der Einschlägigkeit wurden diese im
Anschluss an das Gespräch in der IRS erfasst. Ab 2015 stellt der Compliance-Beauftragte einmal im Jahr im Rahmen einer Veranstaltung mit den DRB das Thema Compliance-Risiken vor
und gibt Hinweise zu ihrer Identifizierung und Erfassung, als Basis für die entsprechende jährliche detaillierte Validierung der Compliance-Risiken.
Anti-Fraud-Management
Zur Vermeidung von Risiken wie Diebstahl, Unterschlagung, Betrug und Geldwäsche baut die
INTER Versicherungsgruppe seit 2013 ein Anti-Fraud-Management-System auf. Fraudgefährdete Organisationseinheiten wurden im Rahmen von Betrugs-Gefährdungsanalysen durch die
Interne Revision bezüglich Fraud-Risiken sensibilisiert. Für die relevanten Geschäftsprozesse
wurden Kontrollen definiert, die der Abwehr von rechtswidrigen Handlungen dienen bzw. risikoreduzierend wirken sollen und durch die operativen Geschäftsbereiche zu überwachen sind. Die
Fraud-Risiken werden ab 2015 ebenfalls in der IRS erfasst.
37
Lagebericht
Notfallpläne
Die INTER Versicherungsgruppe hat Notfallvorsorgekonzepte für den Fall einer Pandemie bzw.
den Nutzungsausfall von Gebäuden erstellt, da ein zügiger und organisierter Umgang mit Ereignissen, die zum Ausfall von wesentlichen Bereichen, Prozessen und Ressourcen führen
können, notwendig ist, um größere Schäden zu vermeiden bzw. diesen vorzubeugen. Ziel hierbei ist es, die Geschäftstätigkeit während eines möglichen Ausfalls aufrechtzuerhalten und die
vollständige Betriebsfähigkeit innerhalb einer tolerierbaren Zeitspanne wiederherzustellen.
Die Funktionsfähigkeit der IT-Systeme, auch nach einem Krisenfall, ist für die INTER Versicherungsgruppe ein wesentliches operationelles Risiko. Für erkannte Einzelrisiken, z.B. das Risiko
durch Datenverluste oder externe Angriffe auf die DV-Landschaft, wurden entsprechende Maßnahmen geschaffen, wie Backup-Systeme für Rechner und Datenbestände, Firewalls, Notfallplanungen, Zugangskontrollen und Berechtigungssysteme, die entweder den Eintritt des schädigenden Ereignisses verhindern oder die Folgen daraus beherrschbar machen.
IT-Sicherheit
Zum
Thema
IT-Sicherheitsmanagement
fand
unter
Federführung
des
IT-Sicherheits-
beauftragten der INTER Versicherungsgruppe eine hausweite ganzjährige AwarenessKampagne statt. Als Ansprechpartner in den operativen Fachbereichen unterstützen die dezentralen
Risikobeauftragten
den
IT-Sicherheitsbeauftragten bei
der
Umsetzung der
IT-
Sicherheitsmaßnahmen. Der IT-Sicherheitsbeauftragte hat einen Zugriff auf die von den DRB in
der IRS erfassten IT-Sicherheitsrisiken.
Datenschutz
Das Thema Datenschutz wird von der INTER Versicherungsgruppe schon immer sehr sorgfältig
umgesetzt. Mit Wirkung zum 01.01.2015 sind die INTER Unternehmen den Verhaltensregeln für
den Umgang mit personenbezogenen Daten durch die deutsche Versicherungswirtschaft
("Code of Conduct") beigetreten und verpflichten sich damit, diese Verhaltensregeln einzuhalten.
Personalplanung und -entwicklung
Um dem Risiko fachlich nicht ausreichend qualifizierter Mitarbeiter im Risikomanagementprozess entgegenzuwirken, informiert die URCF die dezentralen Risikobeauftragten quartalsweise
über aktuelle Themen rund um Risikomanagement und Solvency II.
Dem Risiko personeller Engpässe wirkt die INTER Versicherungsgruppe durch eine angemessene Personalausstattung entgegen, die mit Hilfe von quantitativen Personal- und Kapazitätsplanungen in den marktnahen Bereichen zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit in den einzelnen Organisationseinheiten erstellt wird.
Mit einer kontinuierlichen Personalentwicklung, der Ausbildung von qualifizierten Nachwuchskräften sowie der seit Jahren vorhandenen flexiblen Arbeitszeitgestaltung und dem Angebot von
zahlreichen Teilzeitmodellen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie vermindert die
INTER Versicherungsgruppe Risiken aufgrund der demographischen Entwicklung.
38
Lagebericht
Fachliche Qualifikation und persönliche Zuverlässigkeit – fit & proper
Gemäß den Bestimmungen des Art. 42 der Solvency II-Rahmenrichtlinie hat die INTER Versicherungsgruppe einen Prozess implementiert, um die Anforderungen an die fachliche Qualifikation und die persönliche Zuverlässigkeit von Personen, die das Unternehmen tatsächlich leiten
oder andere Schlüsselaufgaben innehaben, sicherzustellen. Als Rahmenregelung dient dabei
die in 2014 erstellte interne Leitlinie zu fit & proper. Zudem wurde ein Standard zur fit & properBewertung und zur laufenden Dokumentation der Fort- und Weiterbildung der betroffenen Personen erarbeitet.
Reputationsrisiko
Die INTER Versicherungsgruppe begrenzt das Risiko der Ruf- und Imageschädigung des Unternehmens in der Öffentlichkeit, bei Kunden und Geschäftspartnern durch eine kontinuierliche
Optimierung der Geschäftsprozesse und Qualifikation der Mitarbeiter, um Kunden und Vertriebspartnern jederzeit optimalen Service bieten zu können. Dem Beschwerdemanagement
wird ein sehr hoher Stellenwert beigemessen. Durch einen einheitlich definierten Beschwerdebegriff, eine zentrale Arbeitsanweisung, ergänzende Arbeitshilfen sowie Schulungen der Mitarbeiter stellt das Unternehmen eine einheitliche und hochwertige Beschwerdebearbeitung sicher.
Zudem werden unternehmensweit aus den eingegangenen Beschwerden Verbesserungsvorschläge und Maßnahmen abgeleitet, um mit Hilfe des Beschwerdemanagements die Servicequalität weiter zu verbessern.
Strategisches Risiko
Strategische Risiken entstehen, wenn die Geschäftsentscheidungen nicht mit den bestehenden
und den künftigen Anforderungen der Kunden, den Entwicklungen des Marktumfeldes oder den
sonstigen wirtschaftlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen übereinstimmen. Zur
Verminderung dieser Risiken findet mindestens einmal im Jahr eine Überprüfung der Geschäftsstrategie und der geschäftspolitischen Ziele statt. Außerdem wird ebenfalls mindestens
jährlich die Vereinbarkeit der Risikostrategie mit der Geschäftsstrategie überprüft und die Risikostrategie bei Bedarf angepasst.
Risikotragfähigkeit und Bedeckung
Die aufsichtsrechtliche Risikotragfähigkeit wird bei der INTER Allgemeine unter Beachtung der
aktuellen Gesetzgebung (Solvency I) berechnet. Sie beschreibt den Grad der Bedeckung der
Solvabilitätsspanne durch Eigenmittel A. Per 31.12.2014 bestand mit 227% eine komfortable
Bedeckung der Solvabilitätsspanne. Die versicherungstechnischen Passiva sind in ausreichendem Umfang durch qualifizierte Kapitalanlagen bedeckt.
39
Lagebericht
Zusammenfassende Darstellung der Risikolage
Das Risikomanagement-System der INTER Allgemeine beinhaltet neben der regelmäßigen Ermittlung und Steuerung der quantitativen Risikosituation nach geltendem Aufsichtsrecht (Solvency I) und nach den zukünftig anzuwendenden europäischen Aufsichtsnormen (Solvency II)
auch die laufende Berichterstattung über die durchgeführten Aktivitäten und Vorsorgemaßnahmen zur Risikobeherrschung. Es ist sichergestellt, dass auch neue Risiken identifiziert, bewertet
und in den bestehenden Steuerungskreislauf integriert werden. Plötzlich auftretende Risiken
werden über das installierte "Ad-hoc-Berichtsverfahren" an den Vorstand gemeldet. Die Instrumente zur Risikosteuerung werden kontinuierlich verfeinert. Der Vorstand der INTER Allgemeine hat zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die maßgeblichen Risiken zu steuern und einer negativen Entwicklung des Unternehmens entgegenzuwirken.
Der Bestand der INTER Allgemeine und die Interessen ihres Aktionärs waren zu keinem Zeitpunkt im Geschäftsjahr 2014 gefährdet.
40
Lagebericht
Funktionsausgliederung
Mit der INTER Kranken besteht ein Generalagentur-, Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsvertrag. Im Rahmen dieses Vertrages vermittelt die Außendienstorganisation der INTER
Kranken die von der INTER Allgemeine angebotenen Versicherungen. Weiterhin übernimmt sie
als Dienstleistung die Bestandsverwaltung, die Vermögensverwaltung, das Rechnungswesen
und weitere Funktionen für die INTER Allgemeine.
Verbundene Unternehmen
Die INTER Kranken hält 100% des Aktienkapitals der INTER Allgemeine in Höhe von T€ 125.
Der Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312
AktG schließt mit folgender Erklärung:
„Nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte
vorgenommen wurden, hat die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen wurden weder getroffen noch unterlassen.“
41
Lagebericht
Prognose- und Chancenbericht
Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Die positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft in den letzten Monaten des Jahres 2014 mit
einem robusten Arbeitsmarkt, starkem Konsum und einer verbesserten Stimmung der Unternehmen dürfte sich im kommenden Jahr fortsetzen, auch getragen von einem höheren weltwirtschaftlichen Wachstum. Dies ist die zentrale Aussage der Projektionen im Jahreswirtschaftsbericht 2015 der Bundesregierung.
Der binnenwirtschaftliche Aufwärtstrend ist vor allem auf die kräftigen realen Einkommenssteigerungen und den anhaltenden Beschäftigungsaufbau zurückzuführen.
Der von der Bundesregierung für das Jahr 2015 erwartete Anstieg des Bruttoinlandsprodukts
von 1,5% entspricht etwa der Steigerung in 2014. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland
übertrifft damit voraussichtlich wiederum das durchschnittliche Wachstum im Euroraum.
Die positive Lohn- und Beschäftigungsentwicklung erhöht die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte, diese steigen im Jahr 2015 um etwa 2,7%. Der nominale Konsum nimmt in
ähnlicher Größenordnung zu. Damit setzt der private Konsum den wesentlichen Impuls für die
Konjunktur in Deutschland. Die Sparquote bleibt den Prognosen zufolge stabil und beträgt
9,2%.
Der Staatskonsum nimmt im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr erneut deutlich zu, die angenommene Steigerung beträgt 1,2%.
Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt soll weiterhin günstig verlaufen. Die Arbeitslosenquote
sinkt weiter auf 6,6%.
Rechtliche Rahmenbedingungen
Solvency II
Das Jahr 2014 war branchenweit geprägt von intensiven Aktivitäten zur Vorbereitung auf das
zum 01.01.2016 startende, EU-weit einheitliche Versicherungsaufsichtsrecht Solvency II. Im
Mittelpunkt des neuen risiko- und prinzipienbasierten Aufsichtssystems zur Stärkung des Versichertenschutzes steht die risikogerechte Kapitalausstattung von Versicherungsunternehmen.
Bereits in der europaweiten Vorbereitungsphase auf Solvency II ab 01.01.2014 sind von den
Unternehmen ausgewählte Solvency II-Elemente umzusetzen. Basis für die Vorbereitung auf
Solvency II sind entsprechende Leitlinien der europäischen Aufsichtsbehörde (EIOPA).
42
Lagebericht
Die BaFin gestaltet die Vorbereitungsphase aktiv mit und begleitet die Unternehmen bei der
Umsetzung der Anforderungen in den Vorbereitungsleitlinien im Rahmen eines strukturierten
und dialogorientierten Verfahrens. Die EIOPA-Leitlinien wurden von der BaFin in 15 Themenblöcke zu den vier Themenbereichen der Leitlinien gruppiert:
•
Anforderungen an die Geschäftsorganisation und das Risikomanagement
•
Vorausschauende Prüfung der unternehmenseigenen Risiken
•
Vorantragsphase für interne Modelle
•
Berichtswesen
Die Behandlung der Themenblöcke wurde auf die drei Halbjahre bis Mitte 2015 verteilt. Bei einigen Themenblöcken informiert die BaFin ergänzend mittels Verlautbarungen. Zu elf der
15 Themenblöcke führt die BaFin Konsultationsphasen mit dem GDV und den deutschen Versicherungsunternehmen sowie jeweils eine Sachstandsabfrage bei allen Unternehmen durch. Die
Teilnahme an den Abfragen zum Umsetzungsstand ist verbindlich.
In 2014 fanden BaFin-Erhebungen zu den nachfolgend aufgeführten Themenblöcken statt:
•
Beurteilung Gesamtsolvabilitätsbedarf und allgemeine Grundsätze
•
Fachliche Qualifikation und persönliche Zuverlässigkeit
•
Allgemeine Governance-Anforderungen
•
Eigenmittelanforderungen und Governance-System
•
Interne Kontrollen und Interne Revision
•
Qualitatives und Quantitatives Berichtswesen
•
Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht
Darüber hinaus befragte die BaFin in einer branchenweiten, umfangreichen Studie die Lebensversicherer zur voraussichtlichen Eigenmittelsituation unter Solvency II-Bedingungen. Parallel
dazu führten GDV und PKV-Verband eine entsprechende Studie für Kranken- und
Schaden-/Unfallversicherer durch.
Die INTER Unternehmen nehmen an allen Erhebungen und Studien teil und erfüllen bereits
jetzt zentrale Aspekte der zukünftig geltenden rechtlichen Vorgaben. Die in den BaFinSachstandsabfragen zugesagten Aktivitäten werden fristgerecht durchgeführt und erfolgreich
abgeschlossen. Die INTER Versicherungsgruppe verfolgt weiterhin konsequent ihren Projektplan zur fristgerechten Umsetzung der Solvency II-Anforderungen und implementiert sukzessive
weitere Solvency II-Komponenten.
Branchentrends
In der Schaden- und Unfallversicherung erwartet die Branche im Jahr 2015 eine Steigerung des
Beitragsaufkommens, zum einen aus Prämienanpassungen und zum anderen infolge der weiterhin positiven Entwicklung der wirtschaftlichen Lage der privaten Haushalte. Die Ausgaben
der privaten Haushalte für Versicherungsschutz machen wie in 2014 voraussichtlich etwa 65%
der Beitragseinnahmen in den Sparten Schaden- und Unfallversicherung aus.
43
Lagebericht
In der Unfallsparte geht der GDV aufgrund schwacher Impulse aus der Dynamik und dem andauernden Bestandsabrieb von einer Beitragsstagnation in 2015 aus. Bei der allgemeinen Haftpflichtversicherung (+1,5%), der privaten Sachversicherung (+4,0%) sowie für die gewerbliche
Sachversicherung inklusive der technischen Versicherung (+2,0%) wird jeweils ein Beitragsplus
prognostiziert.
Grundsätzlich geht der Verband im gewerblich-industriellen Geschäft von einer Geschäftsentwicklung auf Vorjahresniveau aus, auf die sich die allgemein-konjunkturelle Entwicklung voraussichtlich zeitverzögert auswirkt.
Geschäftstendenzen
Für das Jahr 2015 geht die INTER Allgemeine insgesamt von einer positiven Beitragsentwicklung über Marktniveau aus.
Durch die klare Ausrichtung des Produktportfolios an den Erwartungen der Zielgruppen und die
dreistufige Unterteilung des angebotenen Versicherungsschutzes in die Kategorien "Basis",
"Exklusiv" und "Premium" wird die INTER Allgemeine weiterhin den unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten und den verschiedenen Wünschen und Vorstellungen der privaten und gewerblichen Kunden gerecht.
Die INTER Allgemeine rechnet mit einer leicht steigenden Schadenquote f.e.R. Die Kostenquote f.e.R. wird im Jahr 2015 voraussichtlich unter dem Niveau des Geschäftsjahres liegen.
Unfallversicherung
In der Unfallversicherung erwartet die INTER Allgemeine trotz des planmäßigen weiteren Bestandsrückgangs in der Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr im Jahr 2015 etwas höhere
Beitragseinnahmen. Sowohl der Vertrieb der klassischen Risikounfallversicherung als auch der
Ausbau von Maklerverbindungen soll weiter vorangetrieben werden.
Haftpflichtversicherung
Die INTER Allgemeine geht in der Sparte Haftpflicht im Jahr 2015 von einer Beitragssteigerung
aus. Das Beitragswachstum soll im Gewerbekundengeschäft in den klassischen Produkten des
Bauhaupt- und Baunebengewerbes sowie innerhalb des Privatkundengeschäftes generiert werden. Darüber hinaus zeichnet die INTER Allgemeine durch die Beteiligung an der VOV verstärkt
D&O-Geschäft.
Feuer- und Sachversicherung
Die INTER Allgemeine rechnet in der Feuer- und Sachversicherung mit deutlich steigenden Beitragseinnahmen aufgrund der Fokussierung auf Privatkunden sowie auf kleine und mittlere Gewerbetreibende. Dabei wird die ertragsorientierte Zeichnungspolitik beibehalten. Das Produktportfolio der Technischen Versicherung wird weiter ausgebaut.
44
Lagebericht
Kapitalanlagen
Auch im Jahr 2015 stellt das Kapitalanlagemanagement eine große Herausforderung dar. Es
erfordert weiterhin ein umsichtiges und überwiegend risikovermeidendes Handeln. Die INTER
Allgemeine wird ihre sicherheitsorientierte Kapitalanlagestrategie konsequent fortsetzen und
dabei zur Aufrechterhaltung einer angemessenen und nachhaltigen laufenden Verzinsung des
Kapitalanlagebestandes wiederum schwerpunktmäßig in Zinsanlagen mit dinglicher Besicherung und guter bis sehr guter Bonität investieren.
Trotz der auch für das Jahr 2015 prognostizierten hohen Volatilität an den Kapitalmärkten erwartet die INTER Allgemeine eine Nettoverzinsung von etwas weniger als 4%.
Vertrieb
Aufgrund des Generalagenturvertrags werden die von der INTER Allgemeine betriebenen Versicherungen auch im Jahr 2015 von der Außendienstorganisation der INTER Kranken sowie
von externen Partnern (Makler und Mehrfachagenturen), die eine Vertragsbindung mit der
INTER Kranken haben, vermittelt.
Ergebnis
Die INTER Allgemeine erwartet im Jahr 2015 ein positives versicherungstechnisches Ergebnis
und einen Jahresüberschuss leicht über dem Niveau des Jahres 2014.
Die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse können von den vorgenannten Planungen
abweichen.
45
Lagebericht
Zusammenfassung
Die INTER Allgemeine verbessert ihre Marktposition nachhaltig durch eine klare Zielgruppenausrichtung und ist mit modernen, marktgerechten und bedarfsorientierten Produkten gut
aufgestellt.
Sowohl gute Ratingergebnisse und Produktbewertungen unabhängiger Dritter als auch die kontinuierlich positiven Geschäftsergebnisse der INTER Allgemeine unterstreichen dies eindrucksvoll.
Zusätzlich zur Förderung und Steigerung der vertrieblichen Aktivitäten in der Ausschließlichkeitsorganisation wurde in 2014 insbesondere das Neugeschäft mit Maklerverbindungen und
Assekuradeuren intensiviert und hierdurch in zunehmendem Maße Neugeschäft akquiriert.
Zu der deutlich positiven Entwicklung im gewerblichen Geschäft trugen neue Produkte in der
Haftpflicht- und Sachsparte sowie ein verstärktes Engagement in den Geschäftsfeldern Technische Versicherung und D&O Versicherungen bei.
Die wieder erstarkte Wettbewerbssituation wird weiterhin für ertragreiches Wachstum genutzt.
Mannheim, den 26.03.2015
INTER Allgemeine Versicherung AG
Der Vorstand
Kreibich
Schillinger
46
Svenda
Tietz
Gewinnverwendung
Gewinnverwendungsvorschlag
In der Bilanz zum 31.12.2014 wird ein Bilanzgewinn in Höhe von T€ 2.517 ausgewiesen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung folgende Gewinnverwendung vor:
Einstellung in andere Gewinnrücklagen
T€ 2.000
Vortrag auf neue Rechnung
T€
517
T€ 2.517
47
Jahresabschluss
- Bilanz
- Gewinn- und Verlustrechnung
- Anhang
48
Bilanz
AKTIVSEITE
T€
A.
T€
Vorjahr
T€
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
I.
B.
T€
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
557
614
Kapitalanlagen
I.
Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen
und Beteiligungen
1.
II.
Beteiligungen
1.421
1.305
Sonstige Kapitalanlagen
1.
2.
Inhaberschuldverschreibungen und andere
festverzinsliches Wertpapiere
Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen
19.500
19.500
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen
16.249
18.249
93
80
c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine
3.
45.978
55.154
Einlagen bei Kreditinstituten
35.842
37.829
2.214
7.870
93.209
91.678
94.630
49
92.983
Bilanz
AKTIVSEITE
T€
C.
T€
T€
T€
Vorjahr
T€
Forderungen
I.
II.
III.
Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäft an:
1.
Versicherungsnehmer
2.
Versicherungsvermittler
Abrechnungsforderungen aus dem
Rückversicherungsgeschäft
Sonstige Forderungen
617
0
8
0
624
1.013
5
6
749
934
davon:
an verbundene Unternehmen T€ 0 (Vj. T€ 111)
D.
1.378
Sonstige Vermögensgegenstände
I.
Sachanlagen und Vorräte
II.
Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und
Kassenbestand
1
3
2.464
708
2.465
E.
711
Rechnungsabgrenzungsposten
I.
F.
1.952
Abgegrenzte Zinsen und Mieten
1.776
1.817
Aktive latente Steuern
Summe der Aktiva
4.175
4.084
105.025
102.121
Ich bescheinige hiermit entsprechend § 73 VAG, dass die im Vermögensverzeichnis aufgeführten Vermögensanlagen den gesetzlichen und aufsichtsbehördlichen Anforderungen gemäß angelegt und vorschriftsmäßig sichergestellt sind.
Mannheim, den 26.03.2015
Der Treuhänder
Eberwein
50
Bilanz
PASSIVSEITE
T€
A.
T€
T€
Eigenkapital
I.
Gezeichnetes Kapital
II.
Gewinnrücklagen
III.
1.
Gesetzliche Rücklage
2.
Andere Gewinnrücklagen
3.625
125
624
624
17.376
16.376
Bilanzgewinn
18.000
17.000
2.517
1.760
20.642
B.
Vorjahr
T€
22.385
Versicherungstechnische Rückstellungen
I.
Beitragsüberträge
1.
Bruttobetrag
2.
davon ab:
Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
12.347
11.062
3.024
2.678
9.323
II.
8.385
Deckungsrückstellung
1.
Bruttobetrag
2.
davon ab:
Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
16.814
18.220
0
0
16.814
III.
18.220
Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle
1.
Bruttobetrag
68.127
2.
davon ab:
Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
29.875
67.179
29.778
38.252
IV.
V.
VI.
37.401
Rückstellung für erfolgsabhängige und
erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung
1.
Bruttobetrag
2.
davon ab:
Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
1.915
2.061
0
0
Schwankungsrückstellung und ähnliche
Rückstellungen
1.915
2.061
8.001
7.445
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
1.
Bruttobetrag
2.
davon ab:
Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
792
777
4
11
788
765
75.093
51
74.278
Bilanz
PASSIVSEITE
T€
C.
E.
Vorjahr
T€
T€
Andere Rückstellungen
I.
D.
T€
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
927
793
II.
Steuerrückstellungen
116
245
III.
Sonstige Rückstellungen
177
134
Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegeben
Versicherungsgeschäft
1.220
1.172
855
0
Andere Verbindlichkeiten
I.
Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäft gegenüber
1.
Versicherungsnehmern
2.
Versicherungsvermittlern
2.587
2.827
0
1
davon:
gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 0 (Vj. T€ 1)
II.
III.
Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem
Rückversicherungsgeschäft
Sonstige Verbindlichkeiten
2.587
2.828
697
470
3.932
988
davon:
aus Steuern T€ 790 (Vj. T€ 667)
gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 2.964 (Vj. T€ 39)
Summe der Passiva
7.215
4.286
105.025
102.121
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten B.II. und Posten B.III. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von
§ 341f und § 341g HGB sowie der aufgrund des § 65 Abs. 1 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist; für den Altbestand im Sinne des
§ 11c VAG ist die Deckungsrückstellung nach dem zuletzt am 11.02.2015 genehmigten Geschäftsplan berechnet worden.
Mannheim, den 26.03.2015
Der Verantwortliche Aktuar
Dr. Disch, Diplom-Mathematiker
52
Gewinn- und Verlustrechnung
T€
I.
T€
T€
Vorjahr
T€
T€
Versicherungstechnische Rechnung
1.
Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a)
Gebuchte Bruttobeiträge
48.026
46.289
b)
Abgegebene Rückversicherungsbeiträge
16.787
15.284
c)
Veränderung der Bruttobeitragsüberträge
1.285
103
d)
Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den
Bruttobeitragsüberträgen
346
81
31.239
31.005
938
2.
Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung
3.
Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung
4.
23
30.301
30.983
1.018
1.046
9
6
Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a)
Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag
bb) Anteil der Rückversicherer
23.158
23.358
5.454
6.112
17.704
b)
17.245
Veränderung der Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag
948
bb) Anteil der Rückversicherer
6.293
97
2.082
851
4.211
18.555
5.
6.
7.
8.
21.456
Veränderung der übrigen versicherungstechnischen NettoRückstellungen
a)
Netto-Deckungsrückstellung
b)
Sonstige versicherungstechnische NettoRückstellungen
–1.406
–294
23
Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen für
eigene Rechnung
151
–1.383
–143
178
460
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
für eigene Rechnung
a)
Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
b)
davon ab:
Erhaltende Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus
dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen
für eigene Rechnung
18.115
18.133
6.216
6.109
11.899
12.025
697
572
1.382
–2.335
9.
Zwischensumme
10.
Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher
Rückstellungen
556
–1.185
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
826
–1.149
11.
53
Gewinn- und Verlustrechnung
T€
II.
T€
T€
Vorjahr
T€
T€
Nichtversicherungstechnische Rechnung
1.
Erträge aus Kapitalanlagen
a)
Erträge aus anderen Kapitalanlagen
aa) Erträge aus anderen Kapitalanlagen
b)
Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen
3.490
3.561
469
611
3.959
2.
4.172
Aufwendungen für Kapitalanlagen
a)
Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige
Aufwendungen für die Kapitalanlagen
101
99
b)
Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen
0
327
101
3.
Technischer Zinsertrag
427
3.858
3.745
1.018
1.046
2.840
4.
Sonstige Erträge
5.
Sonstige Aufwendungen
6.
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit
7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
2.700
32
10
894
745
–862
–735
2.804
816
1.047
272
0
0
davon:
Ertrag aus latenten Steuern T€ 91 (Vj. T€ 513)
8.
Sonstige Steuern
9.
Jahresüberschuss
10.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
11.
Bilanzgewinn
54
1.047
272
1.757
544
760
1.216
2.517
1.760
Anhang – Angaben zu den Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Maßgebende Rechnungslegungsvorschriften
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und der Verordnung über die
Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) aufgestellt.
Im Geschäftsjahr wurde erstmals der Aufwand aus der Veränderung des für die Pensions- und
ähnliche Rückstellungen maßgebenden Zinssatzes im Posten Sonstige Aufwendungen mit
T€ 37 ausgewiesen. In den Vorjahren wurden die Zinssatzänderungen innerhalb der Aufwendungen, die in die Kostenverteilung eingehen, ausgewiesen. Die Ausweisänderung erfolgte unter Ausnutzung des Wahlrechts des IDW RS HFA 30, Rn. 87, da durch die starken Zinsänderungen die Vergleichbarkeit der Kostenentwicklung beeinträchtigt wurde. Eine Anpassung der
Vorjahresbeträge erfolgte nicht.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten nach Abzug linearer Abschreibungen bewertet.
Kapitalanlagen
Die ausgewiesenen Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
wurden gemäß § 341b Abs. 2 Satz 1 2. Halbsatz HGB i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2
Satz 3 HGB (gemildertes Niederstwertprinzip) dem Anlagevermögen zugeordnet. Die Bewertung erfolgte grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten, es sei denn, voraussichtlich dauernde Wertminderungen erforderten entsprechende Abschreibungen. Das Wertaufholungsgebot gemäß § 253 Abs. 5 HGB wurde beachtet.
Die Bewertung der Namensschuldverschreibungen erfolgte zum Nennwert abzüglich Tilgungen.
Die sich bei Auszahlung von Namensschuldverschreibungen ergebenden Disagio- bzw. Agiobeträge wurden passiv bzw. aktiv abgegrenzt und zeitanteilig verteilt.
Bei Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden die Anschaffungskosten zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation der Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem
Rückzahlungsbetrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.
Die Bewertung der Namenschuldverschreibungen sowie Schuldscheinforderungen und Darlehen erfolgte unter Berücksichtigung der in 2009 veröffentlichten Verlautbarung der BaFin und
des IDW. Wertberichtigungen waren im Geschäftsjahr nicht erforderlich.
Die Einlagen bei Kreditinstituten wurden mit dem Nominalbetrag angesetzt.
55
Anhang – Angaben zu den Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Forderungen
Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Soweit Bonitätsrisiken vorlagen, wurden Pauschalwertberichtigungen in Höhe der befürchteten Zahlungs- und Zinsausfälle gebildet.
Sonstige Forderungen wurden mit den Anschaffungskosten ausgewiesen. Erforderliche Wertberichtigungen wurden vorgenommen.
Sonstige Vermögensgegenstände
Bei den Sachanlagen erfolgte die Abschreibung linear über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die im Geschäftsjahr zugegangenen geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden in voller Höhe abgeschrieben. In den Vorjahren wurden geringwertigen Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten € 150,00 (netto) nicht überstiegen, gemäß
§ 6 Abs. 2a EStG in voller Höhe abgeschrieben, während bewegliche abnutzbare Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als € 150,00 bis zu € 1.000,00 (netto) in einen jahrgangsbezogenen Sammelposten eingestellt wurden und über fünf Jahre linear
abgeschrieben werden.
Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Scheck- und Kassenbestand wurden mit dem Nominalbetrag angesetzt.
Rechnungsabgrenzungsposten
Abgegrenzte Zinsen, die auf das Geschäftsjahr entfallen, aber noch nicht fällig sind, wurden
zeitanteilig mit dem Nominalwert bewertet. Sonstige aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit den Nominalbeträgen angesetzt.
Aktive latente Steuern
Für die voraussichtliche Entlastung in den folgenden Geschäftsjahren wurde gemäß § 274
Abs. 2 HGB ein Abgrenzungsposten für aktive latente Steuern gebildet. Dabei wurde auf der
Grundlage der Unterschiedsbeträge zwischen den Wertansätzen der Handels- und der Steuerbilanz zum 31.12.2014 die voraussichtliche Steuerentlastung der Folgejahre ermittelt. Wesentliche Unterschiedsbeträge ergaben sich bei der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, der Rückstellung für drohende Verluste, die im Posten Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen ausgewiesen wird, sowie bei der Pensionsrückstellung. Der Bewertung lag der am Bilanzstichtag geltende, zum Vorjahr unveränderte Steuersatz von 30,88% zugrunde.
56
Anhang – Angaben zu den Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Versicherungstechnische Rückstellungen
Die Bruttobeitragsüberträge wurden – mit Ausnahme der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr (UPR) – nach dem 1/360-System für jeden Versicherungsvertrag einzeln berechnet. Als
nicht übertragsfähige Teile wurden 85% der auf die Beitragsüberträge entfallenden Vermittlerbezüge gekürzt. Der Anteil der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen wurde
durch Anrechnung der Bruttobeitragsüberträge auf die verrechneten übertragspflichtigen Rückversicherungsbeiträge ermittelt. Als Kosten wurden 92,5% der anteiligen Provision abgesetzt.
Die Bruttobeitragsüberträge für die UPR wurden für jeden Versicherungsvertrag einzeln unter
Zugrundelegung des tatsächlichen Versicherungsbeginns und unter Kürzung der Ratenzuschläge gerechnet.
Die Deckungsrückstellung wurde einzelvertraglich nach der prospektiven Methode und mit impliziter Berücksichtigung der künftigen Kosten berechnet. Für beitragsfreie Jahre wurde innerhalb der Deckungsrückstellung eine Verwaltungskostenreserve gebildet. Aufgrund von § 5 Deckungsrückstellungsverordnung wurde zum Bilanzstichtag zur Risikominderung eine Erhöhung
der Deckungsrückstellung durch Bildung einer Zinszusatzreserve bzw. gemäß dem genehmigten Geschäftsplan eine Zinsverstärkung vorgenommen. Betroffen davon waren alle Tarife, deren Deckungsrückstellung mit einem Rechnungszins von 3,25% berechnet wurde. Eine Überprüfung der Deckungsrückstellung von Tarifen, deren Deckungsrückstellung mit geschlechtsneutralen Ausscheideordnungen berechnet wurde, ergab keinen Auffüllungsbedarf. Die Beitrags-Deckungsrückstellung für beitragsfrei versicherte Kinder in der Kinder-Unfallversicherung
und der Praxisausfallversicherung wurde gemäß den jeweiligen „Technischen Berechnungsgrundlagen“ festgelegt.
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wurde entsprechend der
RechVersV gebildet. Für die nach dem Abschlussstichtag gemeldeten Versicherungsfälle wurde
eine Spätschadenrückstellung gebildet, deren Ermittlung nach den Erfahrungen der Vergangenheit vorgenommen wurde. Die Renten-Deckungsrückstellung wurde nach den in den Geschäftsplänen festgelegten Technischen Berechnungsgrundlagen unter Beachtung der §§ 341f
und 341g HGB sowie der gemäß § 65 VAG erlassenen Rechtsverordnung gebildet. Der Bewertung liegt die Ausscheideordnung DAV 2006 HUR mit einem Rechnungszins von 1,75% zugrunde. Die Anteile für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft wurden anhand
der Rückversicherungsverträge ermittelt.
Die erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Beitragsrückerstattungen für einzelne Versicherungsverträge, die nach dem Bilanzstichtag abgerechnet wurden, wurden in Abhängigkeit
vom Verlauf der einzelnen Policen ermittelt. Der Schlussüberschussanteilfonds wurde einzelvertraglich und prospektiv gemäß § 28 Abs. 7 RechVersV berechnet. Hierbei wurde ein Diskontsatz von 3,5% verwendet.
Die gem. § 341h Abs. 1 HGB gebildete Schwankungsrückstellung wurde nach § 29 RechVersV
berechnet.
57
Anhang – Angaben zu den Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Bei den sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen handelt es sich um Stornorückstellungen zu Beitragsforderungen an Versicherungsnehmer und zu bereits kassierten Beiträgen wegen Fortfalls oder Vermeidung des technischen Risikos sowie um Rückstellungen für
drohende Verluste aus dem Versicherungsgeschäft. Die Stornorückstellungen wurden nach Erfahrungswerten unter Abzug der Rückversicherungsanteile angesetzt. Die Rückstellungen für
drohende Verluste aus dem Versicherungsgeschäft wurden als Differenz zwischen dem Wert
der eigenen Leistung und der zu erwartenden Gegenleistung für die Zweige der Feuer- und
Sachversicherungen ermittelt. Die Bewertung wurde mit den den Versicherungsverträgen zuordenbaren variablen durchschnittlichen Erträgen und Kosten vorgenommen. Dabei wurden die
den einzelnen Versicherungszweigen unmittelbar zuzuordnenden Nettoerträge aus Kapitalanlagen einbezogen.
Andere Rückstellungen
Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem international üblichen „projected
unit credit“-Verfahren (PUC-Methode) in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB auf der
Grundlage der Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Neben gegenwärtigen wurden
auch künftige Entwicklungen, Trends und die Fluktuation berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgte
mit dem von der Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsVO)
veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahre bei einer angenommenen
Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB. Verpflichtungen aus Zusagen infolge Gehaltsumwandlungen wurden in die Bewertung einbezogen.
Es wurden nachstehende versicherungsmathematische Parameter für die Ermittlung der Verpflichtungen verwendet:
Pensionsalter
63 Jahre
Gehaltsdynamik
2,50%
Rentendynamik
1,50% - 2,00%
Zinssatz
4,88% zum 01.01.2014
4,55% zum 31.12.2014
Die berücksichtigte Fluktuation entsprach dem allgemein beobachtbaren altersabhängigen
Durchschnitt der Branche.
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden mit dem Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB bewertet und mit dem Aktivwert dieser Vermögensgegenstände gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet, da diese durch die Abtretung
der Versicherungsleistungen an die Mitarbeiter dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen
sind.
Alle anderen Rückstellungen wurden nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag
angesetzt und, falls die Laufzeiten mehr als ein Jahr betragen, gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit
dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben
Jahre abgezinst.
58
Anhang – Angaben zu den Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Außerbilanzielle Geschäfte
Vorkäufe von Ausleihungen wurden nach finanzmathematischen Grundsätzen mit anerkannten
Methoden stochastischer Kapitalmarktmodelle einzeln bewertet. Inputparameter waren zum einen Marktdaten und zum anderen Daten, die mittels Schätzverfahren aus gequoteten Preisen
ermittelt wurden.
Währungsumrechnungen
Für das in fremder Währung abgeschlossene Versicherungsgeschäft werden die Aktiva und
Passiva sowie die Erträge und Aufwendungen in der jeweiligen ausländischen Währung geführt. Zur Erstellung des Jahresabschlusses wurden diese Posten gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages in Euro umgerechnet. Gleiches gilt für Guthaben bei
Kreditinstituten.
59
Anhang – Angaben zur Bilanz
AKTIVA - ENTWICKLUNG DER AKTIVPOSTEN A., B.I. BIS B.II. IM GESCHÄFTSJAHR 2014
A.
B.I.
B.II.
T€
Zugänge
Umbuchungen
T€
T€
Abgänge
Zuschreibungen 1)
Abschreibungen
Bilanzwerte
Geschäftsjahr
T€
T€
T€
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
1.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
614
13
0
0
0
70
557
2.
Summe A.
614
13
0
0
0
70
557
Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1.
Beteiligungen
1.305
116
0
0
0
0
1.421
2.
Summe B.I.
1.305
116
0
0
0
0
1.421
45.978
24.319
0
15.144
0
0
55.154
a) Namensschuldverschreibungen
19.500
2.000
0
2.000
0
0
19.500
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen
18.249
0
0
2.000
0
0
16.249
80
48
0
35
0
0
93
7.870
0
0
5.657
0
0
2.214
91.678
26.367
0
24.836
0
0
93.209
93.597
26.496
0
24.836
0
70
95.187
Sonstige Kapitalanlagen
1.
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
2.
Sonstige Ausleihungen
c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine
3.
Einlagen bei Kreditinstituten
4.
Summe B.II.
Insgesamt
1)
Bilanzwerte
Vorjahr
davon Auflösung des Disagio nach der Effektivzinsmethode gemäß § 341c Abs. 3 HGB T€ 0,2
60
Anhang - Angaben zur Bilanz
Aktiva
Zu B. Kapitalanlagen
II. 1. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Der Gesamtbestand in Höhe von T€ 55.154 (Vorjahr T€ 45.978) wurde dem Anlagevermögen zugeordnet. Bei allen Inhaberschuldverschreibungen in diesem Posten lagen die
Zeitwerte über den entsprechenden Buchwerten.
Im Geschäftsjahr wurden keine Geschäfte in freistehenden derivativen Finanzinstrumenten getätigt. Per 31.12.2014 bestanden keine offenen Positionen in solchen Finanzinstrumenten.
61
Anhang - Angaben zur Bilanz
Zeitwerte der Kapitalanlagen
B.I.
B. II.
Zeitwert
Buchwert
Zeitwert
2014
2014
2013
2013
T€
T€
T€
T€
Anteile an verbundenen Unternehmen und
Beteiligungen
1.
Beteiligungen
1.421
1.469
1.305
1.146
2.
Summe B.I.
1.421
1.469
1.305
1.146
55.154
63.969
45.978
49.110
a) Namensschuldverschreibungen
19.500
23.124
19.500
22.005
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen
16.249
18.070
18.249
19.514
93
93
80
80
2.214
2.214
7.870
7.870
93.209
107.470
91.678
98.580
Kapitalanlagen
94.630
108.939
92.983
99.725
davon zu fortgeführten Anschaffungskosten
bilanziert
75.130
85.815
73.483
77.720
davon zum Nennwert bilanziert
19.500
23.124
19.500
22.005
davon Finanzinstrumente wie Anlagevermögen
bewertet (§ 285 Nr. 18 HGB)
72.824
83.508
65.532
69.770
0
0
10.807
10.046
Sonstige Kapitalanlagen
1.
2.
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Sonstige Ausleihungen
c) Darlehen und Vorauszahlungen auf
Versicherungsscheine
B.
Buchwert
3.
Einlagen bei Kreditinstituten
4.
Summe B.II.
davon mit stillen Lasten
Die Beteiligung der Versicherungsnehmer an den Bewertungsreserven erfolgt in Form der Direktgutschrift. In der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) sind daher keine gebundenen Anteile zur Finanzierung der Beteiligung an den Bewertungsreserven enthalten.
62
Anhang - Angaben zur Bilanz
Zeitwerte der Kapitalanlagen
Bei den nicht börsennotierten Beteiligungen wurden aufgrund der Nähe zum Erwerbszeitpunkt die Anschaffungskosten zugrunde gelegt.
Bei Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren, die an
einer Börse notieren, wurden die Zeitwerte mit dem Jahresultimo-Börsenkurs angesetzt.
Die Zeitwerte der sonstigen Ausleihungen wurden mittels der Discounted-Cash-FlowMethode ermittelt. Als Grundlage der Bewertung dienten laufzeitkongruente Swapzinssätze unter Berücksichtigung der Kreditliquidität der jeweiligen Schuldner. Diese wurden
in Klassen eingeteilt und mit den folgenden Risikoaufschlägen versehen:
Risikoaufschläge bei der Ermittlung der Zeitwerte der sonstigen Ausleihungen
Risikoaufschläge* bei der Ermittlung der Zeitwerte
Staatsanleihen
Belgien
+39
Deutschland
+10
Frankreich
+33
Luxemburg
-6
Österreich
+13
Slowakei
+71
Spanien
+118
Rest
+100
Pfandbriefe
Australien
+23
Belgien
+7
Dänemark
+12
Deutschland
+4
Finnland
+5
Frankreich
+19
Großbritannien
+21
Irland
+23
Italien
+51
Kanada
+5
Luxemburg
+15
63
Anhang - Angaben zur Bilanz
Risikoaufschläge* bei der Ermittlung der Zeitwerte
Neuseeland
+7
Niederlande
+4
Norwegen
+11
Österreich
+12
Portugal
+48
Schweden
+7
Schweiz
+18
Skandinavien
+9
Spanien Single Cedulas
+119
Spanien Multi Cedulas
+69
USA
+12
Unternehmensdarlehen, vorrangig
Banken Deutschland
+39
Banken Österreich
+48
Banken Rest
+61
Versicherungen
+72
Sonstige
+80
Unternehmensdarlehen, nachrangig
Banken, Versicherungen
Lower Tier II
+183
Upper Tier II
+249
Tier I
+230
Sonstige Darlehen
+200
Hypotheken
+50
* Basispunkte
64
Anhang - Angaben zur Bilanz
Zu F. Aktive Steuerabgrenzung
Es handelt sich um voraussichtliche Steuerentlastungen nachfolgender Geschäftsjahre
gemäß § 274 Abs. 2 HGB.
Zum 31.12.2014 errechneten sich künftige Steuerentlastungen saldiert aus abweichenden Wertansätzen im Wesentlichen bei den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle, den sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen und der
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 4.175. Der Bewertung lag ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 13.519 und ein zum Vorjahr
unveränderter Steuersatz von 30,88% zugrunde.
65
Anhang - Angaben zur Bilanz
PASSIVA
Zu A. Eigenkapital
Eigenkapital
I.
Gezeichnetes Kapital
II.
Gewinnrücklagen
2014
2013
T€
T€
125
3.625
624
624
16.376
13.376
1.000
3.000
17.376
16.376
Stand am 01.01.
1.760
4.216
Einstellung in andere Gewinnrücklagen aus
dem Bilanzgewinn des Vorjahres
1.000
3.000
760
1.216
Jahresüberschuss
1.757
544
Stand am 31.12.
2.517
1.760
20.642
22.385
1. Gesetzliche Rücklage
2. Andere Gewinnrücklagen
Stand am 01.01.
Einstellungen aus dem Bilanzgewinn des
Vorjahres
Stand am 31.12.
III.
Bilanzgewinn
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
Eigenkapital zum 31.12.
Die Inter Krankenversicherung aG, Mannheim, hält 100% des Grundkapitals der INTER
Allgemeine. Die entsprechende Mitteilung nach § 20 AktG liegt vor.
Gemäß Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 01.12.2014 wurde die
Einteilung des Grundkapitals von 27.000 auf 36.250 Stückaktien beschlossen.
66
Anhang - Angaben zur Bilanz
Des Weiteren wurde mit Beschluss dieser außerordentlichen Hauptversammlung der
Vorstand ermächtigt, namens der Gesellschaft 35.000 eigene Aktien zu erwerben (§ 71
Abs. 1 Nr. 6 AktG) und diese sodann einzuziehen. Bedingt durch die Einziehung der Aktien wird das Grundkapital in Höhe von T€ 3.625 eingeteilt in 36.250 Stückaktien nach
den Vorschriften über die ordentliche Kapitalherabsetzung (§§ 222 ff AktG) zum Zwecke
der Rückzahlung eines Teils des Grundkapitals von T€ 3.625 um T€ 3.500 auf T€ 125
herabgesetzt. Die Beschlüsse wurden unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die
BaFin gefasst. Die Genehmigung der BaFin wurde mit Schreiben vom 11.12.2014 erteilt.
Mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 19.12.2014 übertrug die INTER Kranken 35.000
Stückaktien zur anschließenden Einziehung und Kapitalherabsetzung an die INTER
Allgemeine zu einem Kaufpreis von T€ 3.500.
Mit Beschluss des Vorstands vom 22.12.2014 wurde das Grundkapital der Gesellschaft
im Wege der Einziehung von T€ 3.625 um T€ 3.500 auf T€ 125 herabgesetzt. Die Kapitalherabsetzung erfolgte durch Einziehung der eigenen Aktien zum Zwecke der Rückzahlung eines Teils des Grundkapitals. Die vorstehend genannten 35.000 Aktien wurden
hiermit eingezogen.
Die Eintragung der Kapitalherabsetzung in das Handelsregister sowie die Bekanntmachung
der
Kapitalherabsetzung
im
elektronischen
Handelsregister
erfolgte
am
23.01.2015.
Das Grundkapital ist am Bilanzstichtag in 1.250 auf den Namen lautende Stückaktien
eingeteilt und zu 100% eingezahlt.
Der Bilanzgewinn und die anderen Gewinnrücklagen unterliegen in Höhe von T€ 4.175
(Vorjahr T€ 4.084) einer Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB.
Zu B. Versicherungstechnische Rückstellungen
Versicherungstechnische Brutto-Rückstellungen
2014
2013
T€
T€
Unfallversicherung
41.716
43.882
Haftpflichtversicherung
49.577
47.613
Feuer- und Sachversicherung
16.703
15.249
107.996
106.744
67
Anhang - Angaben zur Bilanz
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
2014
2013
T€
T€
Unfallversicherung
20.813
21.569
Haftpflichtversicherung
40.324
39.302
6.990
6.308
68.127
67.179
Feuer- und Sachversicherung
Die Abwicklung der Brutto-Schadenrückstellung des Vorjahres führte zu einem Abwicklungsgewinn von T€ 5.244 (Vorjahr T€ 2.860). Die Rückversicherer waren mit T€ 1.854
(Vorjahr T€ 1.356) an diesem Abwicklungsergebnis beteiligt. Netto verblieb der Gesellschaft ein Abwicklungsgewinn von T€ 3.390 (Vorjahr T€ 1.503).
Regressforderungen von T€ 395 (Vorjahr T€ 273) wurden von den Brutto-Rückstellungen
in Abzug gebracht.
IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung
Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung
2014
2013
T€
T€
Stand 01.01.
2.044
1.826
Zuführungen
161
443
Entnahmen inklusive Auszahlungen
307
224
1.898
2.044
Stand 31.12.
68
Anhang - Angaben zur Bilanz
Aufteilung der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung
2014
2013
T€
T€
a) festgelegte, aber noch nicht zugeteilte laufende Überschussanteile
162
165
b) festgelegte, aber noch nicht zugeteilte Schlussüberschussanteile
und Schlusszahlungen
171
174
c) festgelegte, aber noch nicht zugeteilte Beträge für die Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserveren
0
0
d) festgelegte, aber noch nicht zugeteilte Beträge zur Beteiligung an
Bewertungsreserven, jedoch ohne Beträge nach Buchstabe c)
0
0
e) Teil des Schlussüberschussanteilsfonds, der für die Finanzierung von
Gewinnrenten zurückgestellt wird, ohne Beträge nach Buchstabe a)
0
0
f) Teil des Schlussüberschussanteilsfonds, der für die Finanzierung von
Schlussüberschussanteilen und Schlusszahlungen zurückgestellt
wird, ohne Beträge nach den Buchstaben b) und e)
633
666
0
0
931
1.038
1.898
2.044
g) Teil des Schlussüberschussanteilsfonds, der für die Finanzierung
der Mindestbeteiligung an Bewertungsreserven zurückgestellt
wird, ohne Beträge nach Buchstabe c)
h) ungebundener Teil der RfB, ohne Beträge nach den Buchstaben
a) bis g)
Die festgesetzten Überschussanteilsätze sind aus der Darstellung der Überschussbeteiligung im Kalenderjahr 2015 am Ende des Anhangs ersichtlich.
V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen
Brutto-Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen
Unfallversicherung
2014
2013
T€
T€
0
0
Haftpflichtversicherung
4.281
3.720
Feuer- und Sachversicherung
3.720
3.725
8.001
7.445
69
Anhang - Angaben zur Bilanz
VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen enthalten zum 31.12.2014
Drohverlustrückstellungen in der Feuer- und Sachversicherung in Höhe von T€ 780 (Vorjahr T€ 740).
Zu C. Andere Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Der Posten enthält den Teil der Pensionsrückstellungen, der nicht mit entsprechendem
Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zu verrechnen ist.
Der Bilanzausweis ermittelt sich wie folgt:
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichungen
2014
2013
T€
T€
Erfüllungsbetrag aus Zusagen
- aus den Versorgungsordnungen bzw. Einzelzusagen
- aus Gehaltsumwandlungen
Erhöhung der Pensionsverpflichtung aus Gehaltsumwandlung zur Verrechnung
davon mit Aktivwerten der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen verrechenbar
70
2.482
2.524
16
15
2.498
2.539
133
–29
2.631
2.509
1.704
1.717
927
793
Anhang - Angaben zur Bilanz
Zu E. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsnehmern
Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern
Überschussanteile
2014
2013
T€
T€
2.045
2.326
Beitragsvorauszahlungen
424
384
Übrige
118
116
2.587
2.827
II. Sonstige Verbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
2014
2013
T€
T€
2.964
39
7
56
790
667
Verbindlichkeiten aus nicht eingelösten Schecks
74
128
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
49
93
Übrige
47
5
3.932
988
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
Verbindlichkeiten aus Steuern
71
Anhang - Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Zu I. Versicherungstechnische Rechnung
Zu 1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
Gebuchte Bruttobeiträge
2014
2013
T€
T€
Unfallversicherung
15.410
15.482
Haftpflichtversicherung
15.949
15.990
Feuer- und Sachversicherung
16.668
14.817
48.026
46.289
Verdiente Bruttobeiträge
2014
2013
T€
T€
Unfallversicherung
15.262
15.543
Haftpflichtversicherung
15.559
16.036
Feuer- und Sachversicherung
15.921
14.607
46.741
46.186
Verdiente Nettobeiträge
Unfallversicherung
Haftpflichtversicherung
Feuer- und Sachversicherung
72
2014
2013
T€
T€
13.423
13.648
5.535
6.684
11.342
10.651
30.301
30.983
Anhang - Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge
Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge
2014
Unfallversicherung
2013
82.345
80.624
Haftpflichtversicherung
120.868
126.017
Feuer- und Sachversicherung
100.124
98.546
303.337
305.187
Bei den Gruppenversicherungsverträgen der Unfallversicherung und bei der Verbundenen Wohngebäudeversicherung innerhalb der Feuer- und Sachversicherung ist die Anzahl der versicherten Risiken angegeben.
Zu 2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung
Die
Zinszuführungen
zur
Renten-Deckungsrückstellung
und
für
die
Beitrags-
Deckungsrückstellung in der Kinder-Unfallversicherung wurden in Höhe des Rechnungszinses von 1,75% p.a. aus dem arithmetischen Mittel des Anfangsbestandes und des
diskontierten Endbestandes der Deckungsrückstellungen berechnet.
Für die Beitrags-Deckungsrückstellung in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr
(UPR) wurde die tatsächliche Nettoverzinsung des zugehörigen Sicherungsvermögens
herangezogen.
Zu 4. Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle
Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle
2014
2013
T€
T€
Unfallversicherung
7.416
8.237
Haftpflichtversicherung
6.849
9.905
Feuer- und Sachversicherung
9.840
11.508
24.105
29.650
73
Anhang - Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Zu 6. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung f. e. R.
Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattung f. e. R.
2014
2013
T€
T€
erfolgsabhängig
161
443
17
17
178
460
erfolgsunabhängig
Zu 7. Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
2014
2013
T€
T€
Unfallversicherung
5.384
4.625
Haftpflichtversicherung
6.545
7.271
Feuer- und Sachversicherung
6.186
6.237
18.115
18.133
Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb entfielen T€ 11.944 (Vorjahr T€ 12.106) auf Abschluss- und T€ 6.171 (Vorjahr T€ 6.027) auf Verwaltungsaufwendungen.
74
Anhang - Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Zu 11. Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R.
Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R.
Unfallversicherung
2014
2013
T€
T€
3.955
3.133
Haftpflichtversicherung
–1.183
–1.427
Feuer- und Sachversicherung
–1.947
–2.855
826
–1.149
Rückversicherungssaldo
Rückversicherungssaldo
Unfallversicherung
2014
2013
T€
T€
–349
–138
Haftpflichtversicherung
–2.808
–580
Feuer- und Sachversicherung
–1.517
–183
–4.674
–900
75
Anhang - Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Zu II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
Zu 5. Sonstige Aufwendungen
Sonstige Aufwendungen
2014
2013
T€
T€
Aufwendungen für das Unternehmen als Ganzes
738
619
Sonstige Zinsaufwendungen
156
125
0
1
894
745
Übrige
Angabe der verrechneten Erträge/Aufwendungen
Rückgedeckte Pensionszusagen
Zu-/Abschreibungen auf die Rückdeckungsversicherungen
Beiträge zu Rückdeckungsversicherungen
Aufwand aus korrespondierenden Zusagen
2014
2013
T€
T€
–13
–7
0
0
–41
148
–28
154
Nach Verrechnung mit dem Nettoergebnis verbleibender
Ertrag/Aufwand
Zinsen aus der Ab- und Aufzinsung
Das Jahresergebnis wurde durch die Aufzinsung in Höhe von T€ 79 (Vorjahr T€ 123) aus langfristigen Rückstellungen beeinflusst, während durch die Abzinsung keine Ergebniseffekte zu
verzeichnen waren.
76
Anhang - Sonstige Angaben
Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter
1.
2014
2013
T€
T€
Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne
des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft
2.
Löhne und Gehälter
3.
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung
4.
Aufwendungen für Altersversorgung
5.
Aufwendungen insgesamt
8.244
7.789
177
239
0
0
105
16
8.526
8.044
Anzahl Mitarbeiter
Die INTER Allgemeine beschäftigte im Geschäftsjahr keine Mitarbeiter.
Über die im Lagebericht genannten Funktionsausgliederungen hinaus wurden der INTER
Allgemeine im Wege der Dienstleistung von der INTER Kranken Mitarbeiter für die Bestandsund Schadenbearbeitung zur Verfügung gestellt.
Bezüge der Organe
Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen T€ 177. An frühere Mitglieder des Vorstandes
wurden T€ 120 gezahlt. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Vorstandes
wurden T€ 112 und gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes wurden T€ 2.378 zurückgestellt.
Die Aufsichtsratvergütungen betrugen T€ 294.
Unternehmensgruppe
Die INTER Allgemeine wird in den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2014 des Mutterunternehmens INTER Kranken einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen
Bundesanzeiger offengelegt.
Honorar des Abschlussprüfers
Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB erfolgen gemäß
§ 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB im Konzernabschluss der INTER Kranken.
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
In der Bilanz sind weder Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren noch
Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, enthalten.
Aus der Bilanz nicht ersichtliche Haftungsverhältnisse und nennenswerte finanzielle Verpflichtungen bestehen nicht.
77
Anhang - Sonstige Angaben
Angaben zu den Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen und Personen
Zu den nahe stehenden Unternehmen zählen die mit der INTER Kranken verbundenen Unternehmen sowie die FAMK, die mit der INTER Kranken einen Gleichordnungskonzern im Sinne
des § 18 Abs. 2 AktG bildet.
Zu den nahe stehenden Personen gehören die Mitglieder des Aufsichtsrats, des Vorstands und
die leitenden Angestellten der ersten Führungsebene unter dem Vorstand sowie die nahen Familienangehörigen.
Zwischen den nahe stehenden Unternehmen bestehen ein Organisationsgemeinschaftsvertrag
und diverse Generalagentur-, Dienstleistungs- und Funktionsausgliederungsverträge, wobei
ganz überwiegend die INTER Kranken Dienstleistungen für die Konzernunternehmen erbringt
und in geringem Umfang erhält. Die Dienstleistungen werden überwiegend zu Selbstkosten einschließlich entsprechender Gemeinkostenzuschläge beziehungsweise zu vereinbarten marktüblichen Preisen oder im Wege der sachgerechten Kostenteilung abgerechnet.
Bei den Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Personen handelt es sich im Wesentlichen
um Versicherungs- und Bausparverträge. Hierbei erhalten nahe stehende Personen Versicherungsschutz zu für Mitarbeiter von Finanzdienstleistern geltenden Konditionen und Mitarbeiterkonditionen bei Bausparverträgen. Ansonsten erfolgen die Vertragsabschlüsse zu den üblichen
Bedingungen.
Zusammenfassend ergibt sich keine Berichterstattungspflicht im Sinne des § 285 Satz 1 Nr. 21
HGB über wesentliche Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen.
Verbände
Die INTER Allgemeine ist u. a. Mitglied folgender Organisationen:
• Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., Berlin
• Verband der Schadenversicherer e.V. Köln
• Versicherungsombudsmann e.V., Berlin
• Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland e.V., München
78
Mitglieder unserer Organe
Aufsichtsrat
Thomas, Peter
vorm. Vorsitzender der Vorstände der INTER Versicherungen,
Jesteburg, Vorsitzender des Aufsichtsrats, seit 01.07.2014
Prof. Dr. Schönleben, Klaus
Direktor der Chirurgie am Klinikum Ludwigshafen i.R.,
Limburgerhof, (Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 30.06.2014)
Gordt, Claudia
Rechtsanwältin, Notarin, Viernheim,
stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats
Feldmann, Joachim
Zahntechnikermeister, Bremen
Gindele, Anton
Ehren-Präsident der Handwerkskammer Ulm, Horgenzell
Günther, Peter
Präsident der Handwerkskammer Schwerin, Bad Kleinen
Keindorf, Thomas
Präsident der Handwerkskammer Halle, Halle
Olbermann, Jürgen
Geschäftsführer, Bad Homburg
Ostermann, Rolf
Präsident der Handwerkskammer Erfurt, Mühlhausen,
bis 30.06.2014
Siegmeier, Hans-Peter
Präsident der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern,
Prohn
Vorstand
Thomas, Peter
Vorsitzender, Jesteburg, bis 30.06.2014
Kreibich, Matthias
Sprecher des Vorstands seit 01.07.2014, Ludwigshafen
Schillinger, Michael
stellvertretendes Vorstandsmitglied, Mannheim, seit 01.07.2014
Svenda, Roberto
stellvertretendes Vorstandsmitglied, Mannheim, seit 01.07.2014
Tietz, Holger
Vorstandsmitglied, Weinheim
79
Prokuristen, Verantwortlicher Aktuar, Abschlussprüfer und Treuhänder
Prokuristen
Baum, Thimo
Schillinger, Michael, bis 30.06.2014
Buchwald, Mark
Svenda, Roberto, bis 30.06.2014
Ernst, Bernadette, seit 02.01.2014
Wessely, Roland
Hill, Markus
Wolf, Joachim
Krämer, Johannes
Wüst, Peter
Dr. Reinhard, Frank
Verantwortlicher Aktuar
Dr. Disch, Burkhard
Dipl.-Mathematiker, Schwetzingen
Abschlussprüfer
RBS RoeverBroennerSusat GmbH & Co. KG
Hamburg
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Treuhänder für das Sicherungsvermögen
Eberwein, Jürgen
Plankstadt
80
Überschussbeteiligung im Kalenderjahr 2015
Überschussbeteiligung im Kalenderjahr 2015 für die Unfallversicherung mit
Prämienrückgewähr
(INTER-Bestand)
Für das im Kalenderjahr 2015 endende Versicherungsjahr werden nachfolgende Überschussanteilsätze festgesetzt; sie beinhalten auch diejenigen Überschussanteile, die direkt zu Lasten
des Ergebnisses des laufenden Geschäftsjahres gutgeschrieben werden.
Die Festlegungen für den Unfallbonus gelten für diejenigen Versicherungsfälle, die in dem Versicherungsjahr eintreten, welches im Kalenderjahr 2015 neu beginnt.
Schlussüberschussanteile werden fällig bei Ablauf der Versicherungsdauer oder Ablauf der
Aufschubzeit, falls ein Rentenbezug möglich ist. Sie werden für jedes anrechnungsfähige Versicherungsjahr gewährt. Anrechnungsfähig ist jedes über das vierte Versicherungsjahr hinausgehende, beitragspflichtig zurückgelegte volle Versicherungsjahr. Bei vorzeitiger Beendigung der
Versicherungsdauer durch Tod vor Ablauf der Versicherungsdauer bzw. Aufschubzeit wird ein
in den Technischen Berechnungsgrundlagen für die Überschussbeteiligung festgelegter Barwert fällig. Bei außerplanmäßiger Beitragsfreistellung und Kündigung entfällt ein Schlussüberschuss. Die Schlussüberschussanteilsätze gelten für diejenigen Versicherungen, bei denen eines der vorgenannten Ereignisse im Kalenderjahr 2015 eintritt. Der Schlussüberschussanteilsatz für 2015 gilt auch für die Vorjahre.
A. Allgemeine Regelungen für alle Versicherungen
1. Ansammlungsüberschussanteil
Versicherungen mit Überschussbeteiligungssystem verzinsliche Ansammlung erhalten neben
der Verzinsung mit dem Rechnungszins einen zusätzlichen Ansammlungsüberschussanteil auf
das mit dem Rechnungszins verzinste Guthaben zum Zeitpunkt der Zuteilung.
Rechnungszins
Ansammlungsüberschussanteil
3,25%
0,75%
2,75%
1,25%
2,25%
1,75%
1,75%
2,25%
2. Direktgutschrift
Der Beitrag für den Unfallbonus wird in Form der Direktgutschrift gewährt.
3. Beteiligung an Bewertungsreserven
Zusätzlich zu den hier dargestellten Überschussanteilsätzen erfolgt eine Beteiligung der anspruchsberechtigten Verträge an eventuell vorhandenen saldierten Bewertungsreserven nach
Agio/Disagio der Kapitalanlagen.
81
Überschussbeteiligung im Kalenderjahr 2015
B. Regelungen für Versicherungen mit Beginn bis 31.12.2003
Zinsüberschussan- Schlussüber- Unfallbonus in
teil in % des De- schussanteil
% der Invalidi1) 2)
in
%
der tätssumme
ckungskapitals
4)
Rückgewähr2) 3)
summe
B.1 beitragspflichtige 0,75
0,85
50
Versicherungen
B.2 beitragsfreie
Versicherungen
0,75
--
--
C. Regelungen für Versicherungen mit Beginn ab 01.01.2004 bis 31.12.2006
Zinsüberschussan- Schlussüber- Unfallbonus in Rentensteigeteil in % des De- schussanteil
% der Invalidi- rung in % der
1) 2)
in
%
der tätssumme
ckungskapitals
Rente
4)
Rückgewähr2) 3)
summe
C.1 beitragspflichtige 1,25
0,425
75
-Versicherungen
C.2 beitragsfreie
Versicherungen
1,25
--
--
--
C.3 Versicherungen
im Rentenbezug
--
--
75
1,25
D. Regelungen für Versicherungen mit Beginn ab 01.01.2007 bis 31.12.2011
ZinsüberschussSchlussüber- Unfallbonus in Rentensteigeanteil in % des schussanteil
% der Invalidi- rung in % der
Deckungskapitals in
%
der tätssumme
Rente
1) 2) 4)
Rückgewähr2) 3)
summe
D.1 beitragspflichtige 1,75
0,30
100
-Versicherungen
D.2 beitragsfreie
Versicherungen
1,75
--
--
--
D.3 Versicherungen
im Rentenbezug
--
--
100
1,75
82
Überschussbeteiligung im Kalenderjahr 2015
E
Regelungen für Versicherungen mit Beginn ab 01.01.2012 bis 20.12.2012
ZinsüberschussSchlussüber- Unfallbonus in Rentensteigeanteil in % des schussanteil
% der Invalidi- rung in % der
Deckungskapitals in
%
der tätssumme
Rente
1) 2) 4)
Rückgewähr2) 3)
summe
D.1 beitragspflichtige 2,25
0,05
130
-Versicherungen
D.2 beitragsfreie
Versicherungen
2,25
--
--
--
D.3 Versicherungen
im Rentenbezug
--
--
130
2,25
F
Regelungen für Versicherungen mit Beginn ab 21.12.2012
ZinsüberschussSchlussüber- Unfallbonus in
anteil in % des schussanteil
% der InvalidiDeckungskapitals in
%
der tätssumme
1) 2) 4)
Rückgewähr2) 3)
summe
D.1 beitragspflichtige 2,25
0,05
130
Versicherungen
Rentensteigerung in % der
Rente
--
D.2 beitragsfreie
Versicherungen
2,25
--
--
--
D.3 Versicherungen
im Rentenbezug
--
--
130
2,25
1)
Negatives Deckungskapital wird auf Null gesetzt.
2)
Nach Ablauf der bedingungsgemäßen Wartezeit.
3)
Der Wert gilt für jedes anrechnungsfähige Versicherungsjahr.
4)
Bezugsgröße ist das Deckungskapital zu Beginn des Versicherungsjahres.
83
Überschussbeteiligung im Kalenderjahr 2015
Überschussbeteiligung im Kalenderjahr 2015 für die Unfallversicherung mit
Prämienrückgewähr
(Versicherungen aus der Bestandsübertragung von Gerling Allgemeine Versicherung AG)
Für das im Kalenderjahr 2015 endende Versicherungsjahr werden nachfolgende Überschussanteilsätze festgesetzt; sie beinhalten auch diejenigen Überschussanteile, die direkt zu Lasten
des Ergebnisses des laufenden Geschäftsjahres gutgeschrieben werden.
Schlussüberschussanteile werden fällig bei Ablauf der Versicherungsdauer. Sie werden für jedes anrechnungsfähige Versicherungsjahr gewährt. Anrechnungsfähig ist jedes volle Versicherungsjahr das beitragspflichtig zurückgelegt wurde. Bei vorzeitiger Beendigung der Versicherungsdauer durch Tod oder Rückkauf vor Ablauf der Versicherungsdauer wird ein im Geschäftsplan für die Überschussbeteiligung festgelegter Barwert fällig. Die Schlussüberschussanteilsätze gelten für diejenigen Versicherungen, bei denen eines der vorgenannten Ereignisse im
Kalenderjahr 2015 eintritt.
A. Allgemeine Regelungen für alle Versicherungen
1. Ansammlungsüberschussanteil
Versicherungen mit Überschussbeteiligungssystem verzinsliche Ansammlung erhalten neben
der Verzinsung mit dem Rechnungszins einen zusätzlichen Überschussanteil auf das unverzinste Guthaben zum Zeitpunkt der Zuteilung.
Rechnungszins
Überschussanteil
zur Prämienberechnung
3,50%
und Beginn vor dem
0,50%
01.01.1998
3,50%
und Beginn ab dem
0,50%
01.01.1998
3,25%
0,50%
Der Ansammlungsüberschussanteil ist die Summe der Prozentsätze des Rechnungszinses und
des Überschussanteils.
2. Beteiligung an Bewertungsreserven
Zusätzlich zu den hier dargestellten Überschussanteilsätzen erfolgt eine Beteiligung der anspruchsberechtigten Verträge an eventuell vorhandenen saldierten Bewertungsreserven nach
Agio/Disagio der Kapitalanlagen.
84
Überschussbeteiligung im Kalenderjahr 2015
B. Regelungen für Versicherungen mit Beginn vor dem 01.01.1998
Zinsüberschussanteil in % Schlussüberdes mittleren Deckungs- schussanteil in %
1) 2)
kapitals
der
Rückge2) 3)
währprämie
B.1 beitragspflichtige 0,50
5,00
Versicherungen
B.2 beitragsfreie
Versicherungen
0,50
0,00
Grundüberschussanteil in % der Rückge2) 3)
währprämie
4,00
--
C. Regelungen für Versicherungen mit Beginn zwischen dem 01.01.1998 und dem
30.06.2000
C.1 beitragspflichtige
Versicherungen
C.2 beitragsfreie
Versicherungen
Zinsüberschussanteil in % Schlussüberdes mittleren Deckungs- schussanteil in %
1) 2)
kapitals
der
Rückge2) 3)
währprämie
0,50
5,00
Grundüberschussanteil in % der Rückge2) 3)
währprämie
0,50
--
0,00
D. Regelungen für Versicherungen mit Beginn ab dem 01.07.2000
Zinsüberschussanteil in % Schlussüberdes mittleren Deckungs- schussanteil in %
kapitals
der
Rück1) 2)
gewährprämie 2)
3)
D.1 beitragspflichtige 0,50
5,00
Versicherungen
D.2 beitragsfreie
Versicherungen
0,50
0,00
1)
Negatives Deckungskapital wird auf Null gesetzt.
2)
Nach Ablauf einer Wartezeit von 2 Jahren.
3)
Rückgewährprämie jeweils ohne Versicherungsteuer.
4,00
Grundüberschussanteil in % der
Rückgewährprämie
2) 3)
3,00
--
Mannheim, den 26.03.2015
INTER Allgemeine Versicherung AG
Der Vorstand
Kreibich
Schillinger
Svenda
85
Tietz
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie
Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Inter Allgemeine Versicherung AG, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung
liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es,
auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft
sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden
die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise
für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis
von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der
Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt
ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 13. April 2015
RBS RoeverBroennerSusat GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Schärtl
Förg
Wirtschaftsprüfer
Wirtschaftsprüferin
86
Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat ließ sich im Jahr 2014 über die Geschäftsentwicklung, die Geschäftsführung
und die finanzielle Situation des Unternehmens vom Vorstand umfassend schriftlich und mündlich berichten. Zudem wurden in regelmäßigen gemeinsamen Sitzungen alle wichtigen geschäftspolitischen Ereignisse eingehend besprochen und dabei vom Vorstand alle Fragen erschöpfend beantwortet.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht 2014 wurden durch den vom Aufsichtsrat bestellten
Abschlussprüfer, RBS RoeverBroennerSusat GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, geprüft. Es wurden keine Beanstandungen erhoben,
sodass der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. Der Aufsichtsrat hat zu den
Prüfungsergebnissen keine Bemerkungen zu machen.
Der Aufsichtsrat hat den ihm vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft; er erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen und billigt den
vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss 2014, der damit festgestellt ist.
Der Verantwortliche Aktuar der Gesellschaft hat in der heutigen Aufsichtsratssitzung umfassend
über die wirtschaftliche und aktuarielle Lage des Unternehmens (Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr) berichtet. Nach seiner Auffassung bestehen keinerlei Bedenken im Hinblick
auf die dauerhafte Erfüllbarkeit der eingegangenen Verpflichtungen. Der Aufsichtsrat ist nach
intensiven Beratungen zu keinem anderen Ergebnis gekommen und nimmt den Bericht zustimmend zur Kenntnis.
Der Aufsichtsrat hat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft
und schließt sich den Feststellungen der Abschlussprüfer an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands
über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nicht zu erheben.
Dem Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erteilten die
Abschlussprüfer folgenden Bestätigungsvermerk:
„Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen
Angaben des Abhängigkeitsberichtes richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind.“
Mannheim, den 20.05.2015
INTER Allgemeine Versicherung AG
Der Aufsichtsrat
Thomas
Vorsitzender
87
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