Natürlich gut: eurammon Symposium zeigt Trends im Bereich

Pressemitteilung
Natürlich gut: eurammon Symposium zeigt Trends im Bereich
natürlicher Kältemittel auf
Frankfurt (Main), August 2015 – Am 25. und 26. Juni 2015 fand das eurammon
Symposium in Schaffhausen (Schweiz) statt. Unter dem Motto „Be Smart, Go Natural“
zeigten neun internationale Vortragende aktuelle Trends im Bereich natürlicher Kältemittel
auf und präsentierten zukunftsweisende Anwendungsbeispiele. Auch in diesem Jahr war die
eurammon Vortragsveranstaltung mit über 60 Teilnehmern aus 10 Ländern restlos
ausgebucht. „Wir freuen uns sehr über das große Interesse“, sagt Mark Bulmer,
Vorstandsmitglied von eurammon. „Bei Herstellern und Betreibern hat ein Umdenken
eingesetzt. Seit dem Inkrafttreten der neuen EU F-Gase-Verordnung gewinnen natürliche
Kältemittel weiter an Bedeutung. Wir erwarten, dass sich dieser Trend auch weltweit
fortsetzen wird.“ Denn – wie das diesjährige Leitthema des Symposiums „Be Smart, Go
Natural“ veranschaulicht – ist die Entscheidung für den Einsatz natürlicher Kältemittel nicht
nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll.
Die EU F-Gase-Verordnung stellt die Branche vor neue Herausforderungen
Mit welchen neuen Regularien Anlagenbetreiber, Investoren und Planer seit Anfang 2015
konfrontiert sind, zeigte Elisabeth Munzert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit auf. „Insbesondere im Anlagenbau wird ein Umdenken
notwendig; zukünftig müssen Planer und Anlagenbauer nicht mehr in metrischen Tonnen
oder Kilogramm denken, sondern in Tonnen CO2-Äquivalent, um das Treibhauspotenzial der
verwendeten Gase zu berücksichtigen“, so Munzert. Vor allem klimafreundliche Kältemittel
werden folglich an Relevanz gewinnen. Die europäische Verordnung stellt dabei nur einen
ersten Schritt zur weltweiten Reduzierung des Ausstoßes von F-Gasen dar. Eine Ausweitung
auf internationaler Ebene wird bereits vielfach diskutiert. Wie weit die Bestrebungen
vorangeschritten sind, die Verwendung von F-Gasen auch durch das Montreal Protokoll zu
beschränken, zeigte Lambert Kuijpers am zweiten Tag des Symposiums auf. Alleine im Jahr
2015 liegen vier neue Anträge auf entsprechende Gesetzesänderungen aus Nordamerika,
der Europäischen Union, Indien sowie pazifischen Inselstaaten vor. Einen Ausblick auf
weitere Regularien, insbesondere die Energieeffizienz betreffend, gab Herrmann Renz von
dem eurammon Mitgliedsunternehmen BITZER Kühlmaschinenbau GmbH. In seinem
Beitrag hob er die Bedeutung der geplanten Ecodesign-Richtlinie hervor, die derzeit auf EUEbene verhandelt wird.
Sicherheit im Fokus
Aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften unterliegt der Einsatz natürlicher Kältemittel
besonderen Vorschriften – allerdings seien diese, laut Carsten Hoch vom TÜV SÜD, einfach
umzusetzen. Die größte Herausforderung bestehe derzeit darin, qualifiziertes Personal für
die Installation und Instandhaltung der Anlagen zu finden. In seinem Vortrag über
Sicherheitsaspekte verglich Hoch die Eigenschaften von F-Gasen mit denen der natürlichen
Kältemittel Ammoniak, CO2 und Propan und stellte Anwendungsschwerpunkte der einzelnen
Stoffe vor. Sein Fazit: „Natürliche Kältemittel werden in Zukunft eine wesentliche Rolle
übernehmen – alle Beteiligten sollten sich darauf vorbereiten.“ Mit dem Thema „Operational
Health and Security“ befassten sich die Teilnehmer des Symposiums auch in einer
intensiven Gruppendiskussion, die von David Blackhurst, Director von Star Technical
Solutions, moderiert wurde. Hierbei setzten sich die internationalen Fachexperten unter
anderem mit den Sicherheitsbestimmungen unterschiedlicher Länder auseinander und
erarbeiteten Vorschläge für eine Verbesserung der bestehenden Standards.
Trendthema Klimatisierung
Ein weiterer thematischer Schwerpunkt der Vortragsveranstaltung lag in diesem Jahr auf der
Klimatisierung mit natürlichen Kältemitteln. Die eurammon Mitglieder Detlef Lukas von der
SSP Kälteplaner AG und Karl Huber von der HKT Huber-Kälte-Technik GmbH zeigten auf, in
welchen Bereichen der Klimatisierungstechnik natürliche Kältemittel bereits heute zum
Einsatz kommen. Sie präsentierten aktuelle Anwendungsbeispiele am Zürcher Flughafen
sowie den Stadtwerken Lübbecke. Abgerundet wurde die zweitägige Veranstaltung von
Fachvorträgen über eine kombinierte Kühl- und Heizungsanlage in einem
milchverarbeitenden Betrieb, propanbetriebene Anwendungen im Bereich Heizung Lüftung
Klimatechnik und die aktuelle Situation des europäischen Marktes für Wärmepumpen.
Zukunftweisende Forschungsprojekte
Ein zusätzliches Highlight des eurammon Symposiums 2015 war die Verleihung des Natural
Refrigeration Award für drei herausragende akademische Abschlussarbeiten auf dem Gebiet
der natürlichen Kältemittel. Die Preisträger wurden von der Vorstandsvorsitzenden Monika
Witt geehrt und erhielten die Möglichkeit, ihre Exposés vor dem internationalen
Fachpublikum zu präsentieren.
Die Vorträge der einzelnen Referenten stehen allen Interessierten auf der eurammon
Website www.eurammon.com zum Download zur Verfügung.
Bildmaterial:
Bild 1:
Nachdem die Vorträge des ersten Tages in den Räumlichkeiten der Georg Fischer Piping
Systems AG präsentiert wurden, diente am zweiten Tag das Klostergut Paradies nahe
Schaffhausen als Veranstaltungsort des eurammon Symposiums.
Bild 2:
Aus 10 Ländern waren die über 60 Teilnehmer angereist, um sich beim diesjährigen
eurammon Symposium über die neuesten Entwicklungen und Trends im Bereich natürlicher
Kältemittel zu informieren.
Bild 3:
David Blackhurst von Star Technical Solutions moderierte eine Gruppendiskussion zu
Sicherheitsaspekten in der Anwendung natürlicher Kältemittel.
Bild 4:
Abgerundet wurde die Veranstaltung von einer abendlichen Bootsfahrt auf dem Rhein, bei
der sich die Teilnehmer in entspannter Atmosphäre über fachliche Fragen austauschen und
Kontakte knüpfen konnten.
Über eurammon
eurammon ist eine gemeinsame Initiative von Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen, die
sich für den verstärkten Einsatz von natürlichen Kältemitteln engagieren. Als Kompetenzzentrum für
die Anwendung natürlicher Kältemittel in der Kältetechnik sieht die Initiative ihre Aufgabe darin, eine
Plattform für Informationen und Austausch zu bieten und den Bekanntheitsgrad und die Akzeptanz
natürlicher Kältemittel zu erhöhen. Ziel ist es, ihren Einsatz im Interesse einer gesunden Umwelt zu
fördern und so nachhaltiges Wirtschaften in der Kältetechnik weiterzuentwickeln. eurammon informiert
Fachleute, Politiker und die breite Öffentlichkeit umfassend zu allen Aspekten natürlicher Kältemittel
und steht allen Interessierten als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Anwendern und
Planern von Kälteprojekten stellt eurammon konkrete Projekterfahrung sowie umfangreiches
Informationsmaterial zur Verfügung und berät sie zu allen Fragen im Zusammenhang mit Planung,
Genehmigung und Betrieb von Kälteanlagen. Die Initiative wurde 1996 gegründet und steht
Unternehmen und Institutionen im Interessenbereich natürlicher Kältemittel, aber auch Einzelpersonen
beispielsweise aus Wissenschaft und Forschung offen.
Internetadresse: www.eurammon.com
Kontakt
Ansprechpartner eurammon
Ansprechpartner Presse
eurammon
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Dr. Karin Jahn
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