sie verdreht hollywood den kopf

Friday Magazine
19. bis 25. Februar 2016
No. 7
mode
Denim
ist i n
H och fo rm
leben
I s t u n s e r en
G e n e ra t i o
u nfä h i g
z u l i e b e n?
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HollyKopf
den
14
Cover-Foto: Lionel Hahn/Abaca USA/ddp Images. Fotos Inhalt: Flavio Leone (1), Lukas Gansterer (1), Stevan Bukvic/tilllate.com (1), iStockphoto (2), Getty Images (1), Dukas (1), zvg
Autor Michael
Nast im Inter­
view über seine
beziehungs­
gestörte
Generation.
Inhal t
24
Unsere
Bloggerin
Violet findet
den Hype um
Superfood
total
überflüssig.
4Am Start
6SMA: Hits & Kunz
8Stars I: James
Mitarbeiterinnen der Woche
Jocelyne Iten (l.)
und Angelika Imhof
heissen unsere
neuen Text-Prak­
tikantinnen. Die
beiden haben
gleich losgelegt:
Jocelynes OscarStory könnt ihr
ab Seite 12 lesen,
Angelikas «Friday
fragt» auf Seite
30. Willkommen in
der Friday-Family!
Franco, der Künstler
10Stars II:
Alicia Vikander
12 Oscars: Was in
Erinnerung bleibt
14Liebe: Unser Ego
ist uns im Weg
18Mode: Denim
22Beauty:
Zara Larsson
24Miss Violet’s
18
Kitchen: Superfood
26Culture Club
26Interview:
Alles Jeans?
Ja, alles.
Jack Garratt
28Horoskop
29Bezugsquellen,
Impressum
30Friday fragt
James Franco
Anne Hathaway
12
Skurrile
Mode­r ationen
und andere
legendäre OscarMomente.
10
Wie Durch­
starterin
Alicia
Vikander
Hollywood
erobert.
Fr id ay N o.
3
7
Am
Start
A lt gege n n e u!
In nur fünf
Minuten brutzelt
der Wurster
zwei
knusprige
Brat­
würste,
ganz ohne
Wenden.
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28. Februar deine
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Grell Angel
So ein dänisches Daybed
aus den 50ern wär genau
das Richtige, um sich
tagsüber mal hinzulegen
oder ein Buch zu lesen.
Die bezahlbaren Exemplare sind aber eher rar.
Zum Glück hat nun die
britische Interiorkönigin
Ilse Crawford für Ikea
eine Kollektion aus Naturmaterialien designt,
die sich sehen lässt – und
bezahlbar ist. Das Tagesbett Sinnerlig kostet
gerade mal 400 Franken.
Minimalimus in allen Ehren,
manchmal soll Mode aber einfach schreien. Genau so wie die
schrill gemusterten Looks des
dänischen Labels Maxjenny.
• e rhältlich bei Big, Zürich; maxjenny.com, bigzh.ch
Rattanmöbel.
Am Tag Pyjama
tragen.
OUT
Begriffe wie
Gourmista und
Fashionista.
Ohne Satzzeichen
Messages
schreiben.
Zwillinge, die sich
gleich anziehen.
• Tagesbett Sinnerlig,
Fr. 400.– von Ikea
tä g li ch
d in g e u n d
M e h r Lie bry s fi n d e st d u a u f
n e u e Sto
Speziell für Frauen konzipiert,
umfasst der Adidas Pure Boost X den
Fuss wie eine Socke. Tausende Kapseln in der Zwischensohle speichern
beim Auftreten Energie und geben
sie beim Abstossen wieder frei.
• Fr. 140.–, im Fachhandel
Fr id ay N o.
4
7
Redaktion: Marc-André Capeder / Fotos: zvg
Bildredaktorin Nadine
Hofer hat endlich ein
Daybed für Nachmittagsnickerchen gefunden.
Die Bomberjacke
eine Nummer
zu gross tragen.
Das ganze Angebot einer Kaffeebar in einer Maschine:
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Redaktion
Waaas?!
Erst 19
und schon
Sieger?
Nickless
(Best Hit)
weiss, wie
man sich
freut.
˚˚
Bligg (l.)
und Stress
(2. v. r.) gewinnen als
FrontrowEminenz:
Nix abzu­
holen, trotzdem lässig.
Sophie
Hunger (Artist
Award) singt
David Bowies
Hit “Heroes” –
Gänsehaut und
glasige Augen
im Saal.
Die Preise
für die lauteste Röhre
und die
engste
Hose des
Abends
gehen an
Seven.
Stefanie
Heinzmann
übt ihr
SelfieGesicht.
Bruder
Claudio
hat seins
schon.
Fr id ay N o.
6
7
Fotos: Stevan Bukvic/Custom Images, Oskar Moyano/Custom Images, Mike Hoa/Custom Images
Bastian Baker
mit Stein
Nr. 6 und 7.
Gewinnen
kann er,
grinsen auch.
Vujo und
Zwillings­
bruder Aleks:
Verdattert
und ver­
steinert.
DJ Antoine
übergibt
Stefanie
Heinzmann
den Klotz
(Best Female
Solo Act),
Model Laura
Zurbriggen
gehört sein
Herz.
Damian Lynn
mit seinem
ersten Klotz
(Best Talent).
Er sagt, er will
mehr. Nächstes
Mal mit mehr
Biss, Lynn!
Dua Lipa bringt
ihren Welt-Hit
und ihren Style
ins Zürcher
Hallenstadion.
“Ihr wisst gar
nicht, wie nett eure
Veranstaltung ist”:
Wanda-Sänger
Marco hat sie
rauchend und
trinkend backstage
verbracht.
Lea Lu hat die
Einladung,
ihr Coiffeur die
Pausensnacks.
Herzig
Müslüm beim RedCarpet-Ballett
mit seinem “Cousin
aus Anatolien”.
Sido hebt den Finger
hoch – auf mehr hat er dann
keinen Bock. Boooh.
Hecht lassen
Kritiker mit
viel Liebe
verstummen.
Stars
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terview: M
˚˚
In
Grenzerfahrungen
“Ich male, seit ich
zwölf bin – länger
als ich Filme mache.
Es ist einsamer
als schauspielern,
das finde ich
erfrischend.”
Schauspieler,
Autor, Maler:
Wundertüte
James
Franco, 37.
“In der Kunst
ist alles möglich. Einfach
niemanden
umbringen.”
Prickelkunst
“Wenn ich ein
Kribbeln im
Nacken spüre,
ist es gut. Das
zeigt mir, dass
ich den Künstler verstehe.”
Rastlosigkeit
“Ich will jede
Möglichkeit
nutzen, die
sich mir
bietet. Für
mich hat das
Leben erst
Bedeutung,
wenn ich
kreativ bin.”
Social Media
“Sie beeinflussen mich nicht.
Aber ich kann
meine Arbeit
jetzt schneller
und mit mehr
Leuten teilen
als früher.”
Mantra
Die Ausstellung
Vögel sind für ihn
“kleine Mysterien”:
Werk aus der in Saanen
ausgestellten Serie.
“Arbeite hart und
sei bescheiden. Ich
weiss nicht mehr, wer
das gesagt hat, aber
es war der beste Rat.”
Geheimnisse
“Vögel sind wie
kleine Mysterien, die
um uns rumschwirren –
alltäglich, aber doch
geheimnisvoll. Das
wollte ich in meinen
Bildern zeigen.”
Fr id ay N o.
8
7
2014 hat der
Schweizer Kunst­
berater Andreas
Siegfried James
Francos Bilder
erstmals in seiner
Londoner Galerie
gezeigt. Mit der
Serie «Koo Koo»
bringt er dessen
Kunst nun auch in
die Schweiz.
• bis 26. Februar,
Siegfried Contem­
porary, Saanen
(auf An­m eldung);
siegfriedcontemporary.
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Fotos: ddp Images (1), Courtesy Siegfried Contemporary and James Franco (2)
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“ ICH 1 2 B I N ”
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D i e S ol l e i n “ Th e D a a t si e e i n e
für ihre R scar. So oder so hre vor sich .
einen O ollywoodkarterinieer
grosse H ˚Text: Catharina S
˚
Haare offen, kaum geschminkt,
erzählt sie davon, wie sich ihr
Leben in den vergangenen fünf
Alicia Vikander sticht aus der
Jahren verändert hat.
Masse der jungen Schauspiele­
2011 gewann sie einen Nach­
rinnen heraus. Nicht nur weil
wuchspreis an der Berlinale –
sie talentierter ist als die
der Startschuss für die Aliciameisten ihrer Kolleginnen,
Mania. Jetzt ist sie für einen
sondern auch weil ihre Schön­
Oscar nominiert, dreht mit
heit erst das Zweite ist, was
Topregisseuren und hat mit
an ihr auffällt. Das Erste ist
Michael Fassbender einen der
ihre Natürlichkeit. Während
interessantesten Typen der
Stars normalerweise in High­
Filmbranche an ihrer Seite.
heels und Designerkleid zum
An den Golden Globes hielten
Interview kommen, setzt sich
die beiden Händchen: ihr ers­
die Schwedin im dicken grauen
tes öffentliches Bekenntnis
Wollpulli an den Tisch. Die
zueinander. Sie scheuen
ähnlich wie Ryan Gos­
ling und Eva Mendes
Alicia als
Künstlerin
die Öffentlichkeit,
Gerda in
doch wenn sie sich mal
“The Danish
Girl”.
zusammen sehen las­
sen, merkt man, wie
verliebt sie sind.
Seit Alicia in «Die Königin
und der Leibarzt» neben Mads
Mikkelsen 2012 den Durchbruch
geschafft hat, legt sie eine
Karriere im Eiltempo hin,
macht ein grosses Ding nach
dem anderen. Dabei konnte
sie sich vor ein paar Jahren
gar nicht vorstellen, in der
Fremdsprache Englisch zu dre­
hen. Damit hat die 27-Jährige
geschafft, was Noomi Rapace,
dem «Girl with the Dragon Tat­
too» und der zweiten Schwe­
“Jemanden voll
und ganz zu
lieben, kann
furchtein­
flössend sein.”
den-Hoffnung, verwehrt blieb:
die grosse Hollywoodkarriere.
Am Sonntag in einer Woche
wird Alicia vermutlich den
Oscar als beste Nebendarstelle­
rin in «The Danish Girl» bekom­
men. Sie hätte ihn verdient:
Alicia spielt sogar ihren Kol­
legen und Film-Ehemann Eddie
Redmayne an die Wand. Als sie
für den Part vorsprach, war
der Brite ebenfalls im Raum.
Sie muss grossartig gewesen
sein, denn er beugte sich zu Re­
gisseur Tom Hooper und sagte:
«Jetzt ist wohl klar, wer die
Rolle bekommt.»
Im auf wahren Begebenhei­
ten beruhenden Drama spielt
sie die Künstlerin Gerda, die
ihren Mann Einar Wegener da­
bei unterstützte, sich 1930
als erster Mensch einer Ge­
schlechtsumwandlung zu unter­
Ihren Kollegen
und Film-Ehemann
Eddie Redmayne
spielt sie an die
Wand.
Fr id ay N o.
10
7
Fotos: Universal Pictures (2), Getty Images (1)
Stars
ziehen. Diese Selbstlosigkeit
beeindruckt Alicia. «Gerda
wagte es, jemanden voll und
ganz zu lieben. Das kann eine
furchteinflössende Sache sein.
Ich bin tief in mir drinnen
eine Romantikerin, aber ich
frage mich, wie sie so mutig
sein konnte, ihn gehen zu
lassen.»
Alicia spricht sehr ernsthaft über ihren Job, man
merkt, dass sie sich viele Gedanken macht. Aber sie kann
auch plaudern, erzählt von
ihrer Wahlheimat London, die
nur einen kurzen Flug von
Göteborg entfernt liegt, wo
sie aufgewachsen ist. In Grossbritannien führt sie ein fast
normales Leben, inklusive
U-Bahn statt Limousine. Ein
Umzug in die Glitzerwelt von
Los Angeles ist kein Thema. Das
ist auch nicht mehr notwendig,
Ein Umzug in
die Glitzerwelt
von L. A. ist
kein Thema.
Alicia hat sich etabliert, ihre
Karriere wird wohl von langer
Dauer sein.
So genau will sie aber gar
nicht wissen, wie es weitergeht. «Das ist das Schöne am
Leben. Ich suche immer nach
neuen Dingen, die ich erleben
kann. Zurzeit bin ich total
verrückt nach Yoga», erzählt
sie uns. Neben Matt Damon
dreht sie gerade einen neuen
Teil der «Bourne»-Serie –
und damit ihren ersten
richtigen Blockbuster. Es wäre schön,
müsste sie
sich dafür
nicht allzu
sehr verbiegen.
Hoffentlich kann
sie sich ihre
Natürlichkeit
bewahren.
Fr id ay N o.
11
7
Oscars
D A S I ST
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M
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Gewinneire bl ei ben in EerItienn ne
d enn s Redaktion: Jocelyn
˚˚
H a l l o o h o!
Trey Parker und Matt Stone, 2000
Klamauk in Roben
Anne Hathaway und
James Franco, 2011
Die beiden «South Park»-Macher
erlauben sich einen Spass und imitieren
die Galaroben von Jennifer Lopez und
Gwyneth Paltrow. Was niemand weiss:
Sie sind auf Drogen.
Totale Unstimmigkeit
Anne und James liefern eine desaströse
Oscarmoderation ab: James wirkt skurrill
und kleinlaut, Anne dafür einen Tick zu
überschwänglich. Team Franco versus Team
Anne hiess es später, und Hollywood
zerriss sich noch lange den Mund darüber.
Ellen DeGeneres, 2014
Pizza für jeden
Marlon Brando, 1973
Eklat wegen
Awardverzicht
So eine Oscarnacht ist lang und
macht hungrig: Moderatorin Ellen bestellt kurzerhand einen Pizzakurier
und versorgt damit einige Gäste im
Saal. Die Aktion wird auf Social Media
endlos geteilt und darum legendär.
Fotos: Getty (7), Dukas (2)
Brando erscheint nicht
zu den Oscars und
verweigert seinen
Award als bester
Hauptdarsteller in
«The Godfather».
Er schickt stattdessen
die indianische
Aktivistin Sacheen
Littlefeather aufs
Podest und zeigt damit
seinen Unmut darüber,
wie die US-Film­
industrie Indianer
darstellt.
Fr id ay N o.
12
7
Jennifer Lawrence,
2013 & 2014
Stolpern
hat Tradition
Als Jennifer ihren ersten
Oscar für ihre Rolle in
«Silver Linings Playbook»
in Empfang nehmen will,
stolpert sie über ihre Robe.
Ein Jahr später fällt sie
erneut, diesmal auf dem
roten Teppich.
Björk, 2001
Gwyneth Paltrow, 1999
Ein Wasserfall
an Gefühlen
Gwyneth gewinnt für ihren Part in
«Shakespeare in Love» den Oscar
als beste Schauspielerin und zeigt
bei ihrer Dankesrede vor allem
eins: ein Meer aus Tränen.
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Jetzt auf snow.search.ch
Der sterbende
Schwan
Das Kleid von Björk ist der
Star auf jeder Red-CarpetWorst-Dressed-Liste.
15 Jahre später spricht
man immer noch davon. 2015
schaffte es der Schwan sogar
ins New Yorker Museum of
Modern Art.
Michael Nast, 40, ist gelernter Grafikdesigner –
eine grosse Fangemeinde
hat er sich aber mit
Texten zur Befindlichkeit seiner Generation
aufgebaut. Er lebt und
arbeitet in Berlin als
freier Kolumnist, Buchund Drehbuchautor.
Liebe
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“ES S EGO”
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“ Generuaf, d a ss wir un s knönnen .
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di e Thedsiee Li ebe eHienttlicah sFostoes: Lukas Gansterer
Marie
Interview:
˚
˚
hung auftauchen, denken
Michael, bist du gerade
in einer Beziehung? Nein,
ich bin seit einem Jahr
Single.
Hättest du gern
wieder eine Freundin?
Ja, sehr gern sogar. Vor
kurzem hatte ich ein
Date, dachte mir aber
währenddessen: Was
mache ich hier eigentlich? Ich hätte jetzt, wo
es mit meiner Lesetour
losgeht, gar keine Zeit
für eine Beziehung.
Woran ists mit deiner letzten Partnerin
gescheitert? An meinem
Ego, denke ich. Wie die
meisten habe ich mir
eine harmonische Beziehung gewünscht, die mir
Kraft gibt anstatt raubt.
Aber schlussendlich
war vor allem wichtig,
dass ich es harmonisch
habe und mir Kraft gegeben wird.
Klingt nach der
«narzisstischen Liebe»,
die du in deinem aktuellen Buch beschreibst.
Ja, total. Ich beobachte
generell, dass wir in
Beziehungen nicht mehr
sagen «Wir sind ein Team
und gehen durch dick
und dünn», sondern «Ich
bin zwar in einer Beziehung, aber ich will bitte
keinen Stress und auf
“Wir sind zu
Einzelkämpfern
geworden.”
keinen Fall von meinem
eigenen Weg abgelenkt
werden». Wir sind zu Einzelkämpfern geworden.
Woran liegt das deiner Meinung nach? Wir
leben in einer Gesellschaft, deren Wirtschaftssystem nur auf
Wachstum aufgebaut ist,
also immer mehr will,
sich nie zufriedengibt.
Dem können wir uns
nicht entziehen.
Und welchen Einfluss
hat das nun auf unser
Privatleben? Einen grossen, denn wir haben das
Profitstreben und den
Optimierungswahn des
Kapitalismus übernommen und auf unsere Beziehungen übertragen.
Das hört sich gar
nicht gut an. Ja, es ist
schon brutal. Sobald
Probleme in einer Bezie-
wir: Moment, es gibt
ganz sicher auf dieser
Welt Menschen, die besser zu mir passen. Ich
ziehe mal weiter. Wir
sind überhaupt nicht
mehr dazu bereit, verletzt zu werden, auch
mal zu leiden – dabei
gehört das zu jeder Beziehung nun mal dazu.
Was hat das zur Folge?
Viele rennen mit einer
Maske durchs Leben,
sind nur noch Fassade,
weil sie niemandem ihre
Schwächen zeigen. Letztendlich ist nur die Liebe
der Ausweg, diese Maske
aufzubrechen – denn
wenn man Single ist,
wird einem ja im Normalfall nie ein Spiegel
vorgehalten.
Das heisst, eine
Beziehung kann uns
retten? Quasi, ja! Ich
bin durch meine letzte
Beziehung ein besserer
Mensch geworden. Aber
man muss diese Nähe
eben zulassen können,
und das ist auf Dauer
schwierig, denn wir sind
halt alle ein bisschen
kaputt.
Du sprichst die ganze
Zeit von einem «Wir» –
wen meinst du damit
überhaupt? Jeden, der
sich davon angesprochen
fühlt. Ich hätte niemals
gedacht, dass sich so
viele in meinen Worten
wiederfinden. Mittlerweile weiss ich, dass es
Menschen zwischen 17
und etwa 45 sind.
Als dein Text «Generation Beziehungsunfähig»
vergangenes Jahr auf dem
Blog der Singleplattform
«Im Gegenteil» online
ging, ist fast der Server
zusammengebrochen.
Ja, das hat mich richtig
erschreckt. Ich habe erwartet, dass der Artikel
nur Leute anspricht, die
wie ich in Berlin leben
und in den Medien arbeiten. Aber mir haben auch
viele Leute aus kleinen
Dörfern geschrieben.
Wie erklärst du dir,
dass deine Texte so gut
ankommen? Meine Ehrlichkeit ist immer ziemlich kompromisslos –
auch mir selbst gegenüber. Damit identifizieren sich die Leute.
Gibts auch negatives
Feedback? Ja, klar. Das
ist dann meistens sehr
emotional, manchmal
sogar beleidigend.
Weiter auf Seite 16
Fr id ay N o.
15
7
Inwiefern? Ach, die
schreiben dann, ich sei
eine traurige Figur und
so weiter. Manche fühlen
sich offenbar von meinen
Texten angegriffen –
so, als würde ich ihnen
etwas sagen, das sie gar
nicht hören möchten.
Musst du dich oft
rechtfertigen, warum
ausgerechnet du, ein
Grafiker, schreibst, wie
wir angeblich ticken?
Nein. Ich habe ja gar
nicht den Anspruch, die
Welt zu erklären oder
wie ein Soziologe eine
Generation zu definie­
ren. Ich schreibe aus der
Generation heraus – und
die Leute fangen aus ei­
genem Antrieb an, sich
selbst zu reflektieren.
Ist das dein Ziel? In
erster Linie möchte ich,
dass sich andere in
meinen Texten wieder­
finden. Wenn sie ihnen
sogar den Impuls geben,
etwas zu verändern, ist
das umso schöner. Ganz
schlimm finde ich diese
Ratgeberbücher, die sa­
gen, wie man zu leben
hat. Vor allem aus mei­
nem Mund wäre das total
vermessen.
Eine Zeitung hat dich
als männliche Carrie
Bradshaw aus «Sex and
the City» bezeichnet.
Kompliment oder Beleidi­
gung? Ich schreibe über
Zwischenmenschliches,
das ich bei mir und mei­
nem Umfeld beobachte –
das erinnert schon sehr
an Carrie. Ob es ein Kom­
pliment ist, kann ich
nicht sagen, dafür kenne
ich die Serie zu wenig.
In deinem Buch er­
zählst du zum Beispiel
Michael Nast – die
männliche Carrie
Bradshaw?
von einem Philipp, der
und differenzierter mit
über Tinder innerhalb
Social Media umgehen.
ein paar Monaten mit
Zum Beispiel sieht, wer
127 Frauen geschlafen
auf einem Foto gut aus­
hat. Sind all die Namen,
sieht, noch lange nicht
die du nennst, echt? Es
wirklich gut aus. Da
gibt nur einen Namen,
habe ich schon schlimme
der stimmt. Das ist ein
Erfahrungen gemacht.
Kumpel von mir, der das
Ausserdem gibts ja
okay fand. Alle anderen
noch mehr, das beim
wurden
Sichverlieben
ausge­
eine Rolle
“Viele ver­
tauscht.
spielt. Ab­
knallen sich in solut. Viele
Witziger­
weise war
eine Illusion.” chatten
aber ge­rade
wochenlang,
dieser Philipp in Berlin
verknallen sich in eine
an einer Lesung von mir,
Illusion – und sind dann
und ich habe allen er­
enttäuscht, wenn sie die
zählt, dass er da ist –
Person treffen. Ich habe
natürlich ohne ihn zu
bei mir festgestellt,
outen. Er hat sich trotz­
dass ich ohnehin immer
dem die ganze Zeit be­
weniger aufs Aussehen
obachtet gefühlt (lacht).
achte. Das kann die hüb­
Stichwort Tinder:
scheste Frau sein, wenn
Glaubst du, dass Datingaber nur Blödsinn aus
Apps bald wieder ihren
ihrem Mund kommt, ist
Reiz verlieren werden?
das total unerotisch.
Nein, diese Apps sind ja
wertvolle Werkzeuge –
wir wissen nur noch
nicht recht, wie sie zu
benutzen sind.
Wie meinst du das?
Alles ist noch so neu und
aufregend, wir sind wie in
einem Rausch. Ich hoffe,
dass wir bald massvoller
Fr id ay N o.
16
7
Das Buch
Michael Nast erzählt in
seinem dritten Buch un­
terhaltsame Geschich­
ten von sich und seinem
Berliner Umfeld – und
schliesst gesellschafts­
kritisch vom Kleinen
aufs Grosse. Die
Themenschwerpunkte:
Liebe, Beruf, Altwerden
und Selbstoptimierung.
• “ Generation Beziehungs­u n­
fähig”, Edel-Verlag, Fr. 21.90
Wir verlosen 3x 2
Tickets für Michaels
Lesung am 1. März im
Kaufleuten in Zürich!
friday-magazine.ch/
michaelnast
Foto: zvg
Liebe
Läuft bei mir.
Ganz neu tilllate.com
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Upgra dreum so vi el seFilatviiogLeone
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er Fotos:
Redakion :
˚˚
Birgit Kra
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Diese Seite
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Diese Seite
Chantal (links)
trägt: Play-Suit mit
Cutout von Stella
McCartney, Fr. 681.auf mytheresa.com;
Pumps, Fr. 119.von Zara
Natascha trägt:
Kleid mit goldenen
Knöpfen, Fr. 190.von COS; Pumps,
Fr. 119.- von Zara
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Zara, erinnerst du dich
an dein allererstes
Beautyprodukt? Lippenbalsam. Ich bin immer
noch süchtig danach.
Welche Stars inspirieren dich, wenn es
um dein Aussehen geht?
Beyoncé - sie hat so viel
Stil. Und ist eine echte
«Boss Lady». Dann noch
“Gebt nichts
auf die
Meinung von
fiesen Jungs.”
Rihanna. An ihr liebe ich
besonders, dass sie in
Sachen Looks immer total
unberechenbar ist und
keine Angst hat, etwas
Neues auszuprobieren –
lila Lippen zum Beispiel.
In der neuen Clinique-Kampagne sieht man
dich teils ebenfalls in
ausgefallenen Beauty-
Pop Lacquer
Lip Colour +
Primer,
Fr. 33.– von
Clinique
looks. Was steckt dahinter? Wir wollen junge
Frauen ermutigen, mit
Farben zu spielen. Das
betrifft mich genauso mir die Lippen knallrot
zu schminken, kostet
mich manchmal selber
etwas Überwindung.
In Skandinavien sind
Statement-Make-ups auch
nicht so Thema, oder?
Wir mögens eher clean
und minimalistisch.
Bei uns gilt «Weniger
ist mehr», nicht nur
in Bezug auf Beauty.
Das sieht man auch dem
skandinavischen Design
an, ob nun bei Möbeln
oder Kleidern.
Du bewunderst starke
Frauen und wirkst
selber ziemlich selbst­
bewusst. Was tust du,
wenn du trotzdem mal
unsicher bist? Manchmal
fühle ich mich wie Kanye
West und sage mir: «Du
bist die Beste.» Dann
gibt es Tage, an denen
ich mir total nutzlos
vorkomme. In diesen
Momenten helfen mir
meine Familie und mein
Freund sehr. Das gibt
mir Halt.
Wie können Girls
ihr Selbstbewusstsein
pushen? Sich mit ande­
ren zu vergleichen,
bringt nichts. Und gebt
nichts auf die SocialMedia-Kommentare von
fiesen Jungs.
Social Media ist
für deine Generation
extrem wichtig. Deine
Lieblings-App? Instagram und Snapchat –
die sind schon fast ein
Hobby von mir.
• Die Schwedin Zara Larsson, 18,
spielt in der internationalen
Clinique-Kampagne «Play with
Pop» mit verschiedenen Makeups - mal süss-verspielt, mal
krass und edgy – die Hauptrolle.
Der Soundtrack dazu ist ihr Hit
«Lush Life». Weitere Infos auf
playwithpop.clinique.com/ch/de
Fr id ay N o.
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7
Ihr Hobby: Kaum hat Zara
während des KampagnenShoots Pause, checkt sie
Instagram und Snapchat.
Fotos: Frank Blaser (1), zvg
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schon immer
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Text: Viole
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Broccoli und Linsen können zaubern. Grünkohl
sollen wir in unseren
Smoothie mixen – und
niemals ohne Mandeln das
Haus verlassen. Kann sich
noch irgendjemand daran
erinnern, wie wir uns
ernährt haben, bevor gewisse Lebensmittel zum
Superfood auserkoren
wurden?
Scheinbar brauchen
Menschen Stars. Nicht
nur auf dem roten Teppich – auch im Kühlschrank. Plötzlich
werden Gemüse- und
Obstsorten wiederentdeckt und auf ein Podest
gehoben. Selbst Starköche wie Jamie Oliver
(den ich eigentlich mag)
springen auf den Zug auf:
Sein jüngstes Kochbuch
Fr id ay N o.
24
Jeder Ernährungsexperte
wird bestätigen, dass
nur eine ausgewogene
Ernährung gesund ist.
Milchprodukte oder
Fleisch, Kartoffeln oder
Tomaten zu verteufeln,
“Mit Superfood
only tut man
sich keinen
Gefallen.”
führt zu einer falschen,
weil einseitigen Diät.
Wenn Superfood die
Rettung ist, frage ich
mich: Waren wir alle
hässlich, bevor wir GojiBeeren kannten? Waren
wir dumm, bevor wir
Cold Pressed Juices tranken? Ich glaube nicht.
Auf “Miss Violet’s
Kitchen” schreibt
unsere Gastbloggerin Violet Kiani
jeden Dienstag
und Samstag über
Foodtrends, gibt
Tipps und verrät
ihre liebsten
Rezepte.
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Fotos: iStockphoto (1), Stevan Bukvic/tilllate.com (1)
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us perdoo
heisst «Everyday Super Food»
und soll dem
Leser gesunde
Er­nährung beibringen.
Aber was ist
Superfood überhaupt? So darf
sich jedes na­
türliche Nahrungsmittel
nennen, das besonders viele
Nährstoffe in
sich trägt, also
Vitamine und
Ballast­stoffe,
Mineralien und
Omega-3-Fettsäuren. Grünkohl war der
erste Star am
Gemüsehimmel, den man
verehrte, als
käme er aus
Hollywood. Den
Superfood-Trend
ernst nehmen?
Schwierig.
Er zeigt
nämlich eines
auf: Wir haben
den Bezug zu
normaler Ernährung
verloren, sind so sehr
von Fastfood und kulinarischem Müll umgeben,
dass wir uns nach klaren
Ansagen sehnen. Aber:
Dass Obst und Gemüse,
Hülsenfrüchte und Nüsse,
Fisch und Flocken das
Immunsystem stärken,
ist keine nobelpreis­
würdige Entdeckung.
Der moderne Mensch
ist superbusy und will
so gesund wie möglich
essen, also kommen Tempeh, Kimchi und Quinoa
auf den Teller. Dabei tut
man sich mit Superfood
only keinen Gefallen.
TELLUNG
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PR-Agent Mannix
(Josh Brolin) will
Skandale ver­
tuschen, GossipGirl Thacker
(Tilda Swinton)
deckt sie auf.
Ve n i ,
vidi,
v i ci!
film
Gigantenkino
Für ihren Film übers Filmemachen
konnten die Coen-Brüder Stars wie
George Clooney, Tilda Swinton und
Scarlett Johansson gewinnen. Extra­
sweet: Channing Tatum als tanzender
Matrose und der pastellige 50s-Look.
• “ Hail, Caesar!”, im Kino
Soundcheck
kunst
Talentschau
film
fol k / p o p
Frank Powers:
“Laisser faire”
Von fünf Boys aus Baden,
die ihren souligen Flashpop mit
etwas Drama poliert haben.
Für elektrisierte Folk-Füdli.
(Musikvertrieb)
Die Coming-of-AgeGeschichte der fünf
Schwestern wird
bereits als türkische
Neuauflage von Sofia
Coppolas «The Virgin
Suicides» gehandelt.
Eine Oscar-Nominierung hat «Mustang»
schon mal. Wir tippen:
Das klappt.
• im Kino
Fr id ay N o.
26
7
Die «Plattform» feiert ihr
10-jähriges Bestehen – mit Kunst
von Multimedia-Girl Stella bis
hin zu clashiger PerformanceArt von Gregory Hari (o.).
• 26. Februar bis 5. März, Kunstraum
Walcheturm, Zürich; kunstwollen.ch
PS:
Pussy-Riot-Mitglied
Nadeschda Tolokonnikova
hat ihre Erfahrungen
als Aktivistin zu einem
Manifest verarbeitet.
• “Anleitung für eine
Revolution”, ab
Montag im HanserVerlag, Fr. 26.90;
15. März Lesung im
Kaufleuten, Zürich
Redaktion: Melanie Biedermann / Fotos: Alison Cohen Rosa/Universal Pictures (2), “Surface white” von Gregory Hari 2014, fotografiert von bürobureau (1), Universal Music (2), Getty Images (1), Agora Films Sàrl (1), zvg
Culture
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das D em hat Newco nfieber.
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Jack Garr ˚˚Interview: Gina Bu
Jack, hast du ein Bühnen­
ritual? Ich hüpfe vor
jedem Konzert herum
wie ein Verrückter und
renne schreiend durch
den Backstagebereich.
Warum das denn? Ich
bin ein sehr emotionaler
Mensch und kann mich
relativ gut in Sachen
reinsteigern. Vor Shows
“Ich war fett
und rothaarig.
Das Liebesglück blieb
also aus.”
bin ich immer total
nervös.
Dabei stehst du doch
auf der Bühne, seit du 13
bist. Das stimmt. Nervös
war ich damals schon –
vor allem, weil ich die
Mädels mit meiner Musik
beeindrucken wollte.
Hats geklappt? Leider
nein. Ich war fett und
rothaarig. Ausserdem
waren meine Songs nicht
besonders gut. Das Liebesglück blieb dementsprechend aus.
Und wie stehts jetzt
um den Erfolg bei Girls?
Ich checke meinen Markt-
wert nicht regelmässig,
um ehrlich zu sein.
Aber mit der Musik
klappts ja gut. Wann hast
du das realisiert? Es gab
einen Schlüsselmoment
vergangenes Jahr in
Turin, als ich an einem
Electro-Festival gespielt
hab. Vor der Show hatte
ich ziemlich Angst, dass
keiner kommen würde.
Am Ende standen dann
knapp 900 Leute vor der
Bühne, die sogar mitgesungen haben.
Warum hat dich das
so überrascht? Ich hab
vorher nie in Italien
gespielt. Ausserdem war
mein Album noch nicht
mal draussen.
Melancholischschöner
Electropop und
tiefgründige,
präzise Lyrics:
Jack Garratts
Debütalbum
“Phase” (Universal).
Wie entspannst du nach
einer Show? Bei meiner
letzten Tour hatte ich
eine Xbox dabei, auf der
ich nach Konzerten stundenlang gezockt hab.
Dabei bin ich nicht mal
besonders gut darin.
Und wann bist du am
kreativsten? Vor der
Show, weil ich dann
voller Adrenalin bin.
Oder wenn absolute
Stille um mich herum
herrscht.
Was genau findest du
an Stille denn so toll?
Sie zwingt einen dazu,
genau hinzuhören. Ich
spiele auch in meinen
Songs gern mit Variationen von Stille,
“Am
kreativsten
bin ich, wenn
absolute
Stille herrscht.”
weil dadurch Spannung
entsteht.
Mit deiner Karriere
bleibts auch spannend,
oder? Total. Ich hab
keine Ahnung, was jetzt
nach dem Album-Release
passieren wird – aber
ich freu mich drauf!
• Jack tritt am 18. Mai im
Kaufleuten Zürich auf.
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bruar 2016
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19. bis 25 . F
Das Wochenende gerät voll und ganz in den Sog des Vollmonds am Montag.
Das heisst: High Season für alles, was den Adrenalinspiegel kickt, wie Skifahren
oder Partymachen. Ab Dienstag steht dann viel Arbeit auf dem Programm.
FISCHE
WIDDER
(21.3. – 20.4.)
(21.4. – 21.5.)
sTIER
ZWILLINGE
Die Sonne steht in deinem
Sternzeichen und weckt
deine tollsten Eigenschaften. Umso verwunderlicher
ist es, dass du am Wochenende eine ausgesprochene
Nervensäge an der Backe
hast. Unbedingt schnell
entsorgen und dich nach
etwas Besserem umsehen!
Am Wochenende hast du
die verrücktesten Ideen.
So weit, so lustig. Aber du
gehst mit dem Kopf durch die
Wand, obwohl die Tür weit
offen steht. Das ist Energieverschwendung. Zudem vertreibst du damit genau den
Menschen, der dich liebt.
Also mach langsam!
Die nächsten zwei Tage
werden heftig. Wahrscheinlich kommst du kaum
zum Schlafen. Ab Montag
darfst du zumindest nach
Feierabend das tun,
was du am liebsten machst:
entspannen, faul sein,
schlafen. Im Job brauchst
du ein dickes Fell.
Vollmond ist zwar erst am
Montag, aber du spürst ihn
schon das ganze Wochen­
ende, bist aufgedreht,
unternehmungslustig und
einfach nicht zu bremsen.
Ab Montag bist du wie ausgewechselt: relaxt, entspannt und hast wahnsinnig
Lust auf Kuscheln.
KREBS
(22.5. – 21.6.)
(22.6. – 22.7.)
(23.7. – 23.8.)
LÖWE
Jungfrau
(24.8. – 23.9.)
(24.9. – 23.10.)
Du stehst gerade auf
gute Gespräche und nicht
so sehr auf Sex und ewig
lange Kuschelnummern.
Am schönsten wird das
Wochenende, wenn du es
in einer Skihütte verbringst. Am Montag wirst
du dann leider zu 100 Prozent im Job gebraucht.
Herzlichen Glückwunsch!
Dein Liebesthermometer
klettert auf Maxiwerte.
Es ist eigentlich unvorstellbar, dass du am
Wochenende nicht eine
aufregende Liebesgeschi­ch­te
serviert bekommst. Wahrscheinlich verknallst du
dich in eine Waage.
Mars begleitet dich. Das
führt dazu, dass du auffällst und überall gut
ankommst. Aber pass auf,
du hast auch die Ange­
wohnheit, gleich biestig zu
werden, wenn du dich nicht
ernst genommen fühlst.
Besser mit einem lockeren
Spruch lässig parieren.
Achtung! Du hast am Wochenende alles im Griff, nur
dein Herz nicht. Das klopft
wie wild, vor allem wenn
dein Vis-à-vis ein Widder ist.
Und alles sieht nach
einer zauberhaften Liebes­
geschichte aus. Im Job
kommt es nächste Woche darauf an, wie flexibel du bist.
SKORPION
Schütze
STEINBOCK
WASSERMANN
Mars steht in deinem Sternzeichen - dein Energie­level
reicht also zum Arbeiten
und Partyfeiern. Aber dieser
Mars macht dich auch streitlustig: Ein falsches Wort,
und du fährst aus der Haut.
Die Liebe? Sie kommt, wenn
du überhaupt nicht damit
rechnest.
Dein Optimismus versetzt
Berge. Aber es ist auch
umgekehrt so, dass miese
Gedanken ein negatives
Echo bewirken. Für die Tage
ab Montag gibts von den
Sternen eine Warnung: bloss
keine dicke Lippe riskieren
bei sämtlichen Autoritäten
und Vorgesetzten!
Ausbildung oder Job fordern
volle Konzentration. Wie gut,
dass dich die Liebe nicht
ablenkt. Trotzdem wird das
Wochenende nicht langweilig:
Du bist mit deinen Freunden
unterwegs. Ab Montag droht
Ärger, wenn du dich in eine
Sache einmischst, die dich
nichts angeht.
Venus verleiht dir in der
Liebe magische Kräfte.
Wenn du willst, kriegst du
jeden. Das heisst aber auch,
dass du die Qual der Wahl
hast. Ab Montag warten ein
paar wichtige Aufgaben auf
dich. Aber keine Angst: Du
schaffst es und bist richtig
stolz auf dich.
(24.10. – 22.11.)
(23.11. – 21.12.)
(22.12. – 20.1.)
Fr id ay N o.
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WAAGE
(21.1. – 19.2.)
Redaktion: Erich Bauer: astro-bauer.de / Illustrationen: Jamie Cullen
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Tel. 043 818 09 09; bigzh.ch COS Marktgasse 14, Zürich,
Tel. 058 515 08 50; Infos Loews, München, Tel. +49 89 21 93
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Wie sieht dein perfekter Sonntag aus?
Ich mags gemütlich
vor dem TV bei meiner
Lieblingsserie «The
Big Bang Theory». Die
haben so einen schön
nerdigen Humor.
Bist du auch ein
Geek? Ja, schon ein
wenig. Etwa wenn ich
«Supermario» auf meinem Retro-Nintendo
spiele. Dann bin ich
in einer anderen Welt.
Ein gutes Gefühl.
Abgesehen davon –
wann hast du dich
das letzte Mal richtig
super gefühlt? Als
meine Freunde eine
Überraschungsparty
für mich geschmissen
haben.
Redaktion: Angelika Imhof / Foto: Melanie Feuerer
Wir haben Alessio auf dem
Campus der Fachhochschule
Nordwestschweiz in BruggWindisch getroffen.
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