Aufnahme

Aufnahmeverfahren 2016
Mittlerer Branddienst Berufsfeuerwehr Graz
Aufnahmerichtlinie
Voraussetzungen für die Ausbildung zur Feuerwehrfrau/zum Feuerwehrmann
Stadt Graz |Abteilung Katastrophenschutz und Feuerwehr|Lendplatz 15-17, 8020 Graz
Allgemeines
Die Stadt Graz bietet jungen Menschen unter 28 Jahren mit abgeschlossener
Berufsausbildung die Möglichkeit zu einer Ausbildung zur Feuerwehrfrau/
zum Feuerwehrmann im mittleren Branddienst.
Das Aufnahmeverfahren findet entsprechend der neuen Richtlinie für die
Aufnahme für den Einsatzdienst zu einer Berufsfeuerwehr, herausgegeben
vom Österreichischen Bundesfeuerwehrverband, statt.
Die nachstehend angeführten Anforderungen stellen Mindestkriterien dar,
die sich aus dem täglichen Einsatzgeschehen bei einer Berufsfeuerwehr
ergeben.
Aufgrund der speziellen Anforderungen (Masse der Gerätschaften, Bauhöhe
der Fahrzeuge, Fähigkeit zur Personenrettung mit mind. 75 kg, usw.) für alle
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatzdienst, ergeben sich
nachfolgende Anforderungskriterien, die von allen Bewerberinnen und
Bewerbern für den Einsatzdienst bei Berufsfeuerwehren in gleichem Maße
zu erfüllen sind.
Falls Sie Interesse haben, wünschen wir Ihnen viel Erfolg!
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Ablauf des Aufnahmeverfahrens
Chronologische Reihenfolge:
 Ausschreibung durch das Personalamt
 Schriftlicher Bewerbung
 Schriftliche Einladung zum Eignungstest
 Erster Teil: Schriftlicher Test
 Zweiter Teil: Sportlicher Test
 Dritter Teil: Praktischer Test
 Aufnahmegespräch
 Medizinischer Eignungstest
 Schriftliche Verständigung über Aufnahme
 Dienstantritt
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Voraussetzungen für eine Bewerbung erfüllt, wer…
 Staatsbürger eines Landes der Europäischen Union/des Europäischen
Wirtschaftsraumes ist.
 einen einwandfreien Leumund hat (keine Vorstrafen).
 mindestens 170 und maximal 210 Zentimeter groß ist.
 eine abgeschlossene Berufsausbildung (Lehrabschlussprüfung) in einem
feuerwehrspezifischen Beruf hat (siehe Folie 20).
 die Fahrerlaubnis der Klasse B besitzt.
 schwindelfrei ist.
 das 28. Lebensjahr (Stichtag 1.6.2016) noch nicht vollendet hat.
 keinen Körperschmuck (z.B.: Tätowierungen, Piercings,..) im sichtbaren Bereich
(= Gesicht, Hals, Nacken, Hände, Arme ab Mitte Oberarm abwärts) hat.
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Prüfungsbereiche
 Schriftlicher Eignungstest
 Deutschgrundlagentest
 Mathematik
 Logiktest
 Körperlicher Eignungstest
 Wasserdienst (Schwimmen, Streckentauchen)
 Liegestütze
 Beugehang
 Kraft- und Ausdauer-Test von Armen und Schultern mit einem geschlossenen Bewegungsablauf
 Wechselsprünge
 Personenrettung (Dummy schleppen)
 Lauf
 Test auf Schwindelfreiheit (Drehleitersteigen)
 Praktischer Eignungstest
 An vier Stationen wird handwerkliches Geschick verlangt und das Improvisationstalent unter
Beweis gestellt.
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Beurteilung
 Vor Beginn jedes Tests werden den Bewerbern und Bewerberinnen die Regeln und
Beurteilungskriterien erklärt. Weiters erhalten sie falls möglich Tipps, wie der
Bewerb möglichst erfolgreich bewältigt werden kann.
 Um eine größtmögliche Objektivität zu gewährleisten, wird der gesamte Ablauf der
Prüfungen anonymisiert durchgeführt.
 In jeder Disziplin gibt es eine Mindestanforderung. Wird diese nicht erreicht, hat
dies ein sofortiges Ausscheiden des Bewerbers/der Bewerberin zur Folge
(K.O.-Kriterium).
 Beim praktischen Eignungstest sind alle Aufgaben zu lösen.
 Das Wiederholen einer nicht bestandenen Disziplin ist nicht vorgesehen.
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Sicherheit
 Die Teilnahme am Aufnahmeverfahren für den Branddienst der Stadt Graz und
verbunden damit die Benützung sämtlicher Einrichtungen, erfolgt freiwillig und
grundsätzlich auf eigene Gefahr.
 Für die zu absolvierenden körperlichen Eignungsübungen besteht weder eine
Unfall- noch eine Haftpflichtversicherung. Bei Unfällen und Verletzungen ist daher
die eigene Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen. Da von den Mitarbeitern
bzw. Ausbildnern der Berufsfeuerwehr der Stadt Graz nicht überprüft werden kann,
ob Sie für die körperlichen Eignungsübungen medizinisch geeignet sind, wird
empfohlen, sich vorher einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen.
 Während des körperlichen Eignungstest ist ein Team des Roten Kreuzes vorort.
 Während des Schwimmtests sind zusätzlich Rettungsschwimmer der Feuerwehr
anwesend.
 Beim Drehleitersteigen werden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen von der
Höhenrettung der Berufsfeuerwehr gesichert.
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Schriftlicher Eignungstest
Die schriftliche Prüfung umfasst drei Teilbereiche. Die Bearbeitungsdauer beträgt
jeweils 45 Minuten. Hilfsmittel sind nicht erlaubt. Es wird darauf hingewiesen, dass in
der Zeit der Prüfung eine Nutzung von Mobiltelefonen grundsätzlich nicht gestattet ist.
 Deutschgrundlagen
Deutsche Sprache in Wort und Schrift
 Mathematik
Fünf Rechenbeispiele auf Basis eines Pflichtschulabschlusses.
Die Ergebnisse sind auf vier Kommastellen auszurechnen.
Mindestanforderung: 3 richtige Rechnungen
 Logiktest
In 15 Aufgaben werden das technisch-logische Verständnis geprüft.
Mindestanforderung: 10 Aufgaben richtig gelöst
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Körperlicher Eignungstest
Der Prüfungsbereich Wasserdienst umfasst zwei Teile.
Technische Hilfsmittel (Schwimmanzüge mit Auftrieb z.B. Neopren, Flossen)
sind nicht erlaubt.
 Schwimmen
100 m Freistil, Start aus dem Wasser, ohne Startsprung
Mindestanforderung: 140 Sekunden
 Streckentauchen
Start aus dem Wasser, ohne Startsprung
Streckentauchen (der komplette Körper
muss unter Wasser sein) und Berühren eines Tauchringes,
dann auftauchen
Mindestanforderung: 15 Meter
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Körperlicher Eignungstest
 Liegestütze
Auf Kommando bei vollständig gestreckter Haltung den Körper absenken, bis der
Ellbogenwinkel 90 ° beträgt
Auf Kommando die Arme bis zur Ausgangsposition zurückstrecken
Mindestanforderung: 12 Wiederholungen ohne Pause
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Körperlicher Eignungstest
 Beugehang
In schulterbreitem Aufgriff
(Daumen schauen zueinander)
mit dem Kinn über der Klimmzugstange hängen.
Mindestanforderung: 45 Sekunden
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Körperlicher Eignungstest
 Kraft- und Ausdauer-Test von Armen und Schultern mit einem geschlossenen
Bewegungsablauf
In Liegestützhaltung schnellstmögliches, wechselseitiges Übergreifen der Hände
Mindestanforderung: 23 Wiederholungen in 15 Sekunden
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Körperlicher Eignungstest
 Wechselsprünge
Seitlicher Stand neben einer Stange (Höhe der Stange: 30 cm)
Beidbeiniges, seitliches Überspringen der Stange. Gezählt wird jeder Wechselsprung
innerhalb von 30 Sekunden.
Mindestanforderung: 42 Wiederholungen in 30 Sekunden
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Körperlicher Eignungstest
 Personenrettung
Sechsmaliger Transport (rückwärtiges Schleifen) eines Dummys auf einer
11 m Wendestrecke. Der Oberkörper der Puppe darf hierbei den Boden nicht berühren.
Mindestanforderung: 66 Meter in 60 Sekunden
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Körperlicher Eignungstest
 Lauf
3000 m Lauf auf einer Rundbahn
Mindestanforderung: maximal 15 Minuten
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Körperlicher Eignungstest
 Test auf Schwindelfreiheit
Zügiges Auf- und Absteigen einer voll ausgefahrenen, maximal aufgerichteten frei stehenden
30-Meter-Drehleiter unter Leinensicherung.
Mindestanforderung: Die Leiterspitze muss innerhalb von 120 Sekunden erreicht werden.
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Praktischer Eignungstest
 In diesem Teil wird handwerkliches Geschick und Verständnis
(schrauben, nageln, sägen, etc.) und Improvisationsgabe bewertet.
Der/die Teilnehmer/-in ist geeignet, wenn alle vier Aufgaben erfolgreich bewältigt
werden.
 Ein Kriterium ist die richtige Werkzeugauswahl.
 Ein weiteres Kriterium ist die erfolgreiche Durchführung der Aufgabenstellung.
Persönliches Gespräch
 Ziel des Gespräches ist es, die Motive für die Bewerbung, Vorstellungen von der
Aufgabe, bisherige Erfahrungen und die persönliche Eignung für den
Aufgabenbereich ausloten zu können.
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Gesundheitliche Eignung
 Gesetzliche Grundlage
Verordnung für Gesundheitsüberwachung (VGÜ), schreibt die Eignungsuntersuchung für
Personen, die Träger von schwerem Atemschutz sind, vor.
 Zur arbeitsmedizinischen Befunderhebung wird durchgeführt
 Allgemeine ärztliche Untersuchung
 Ergometrie
 Lungenfunktionsprüfung
 Prüfung des Seh- und Hörvermögens
 Zusätzlich zu den gesetzlich geregelten Bestimmungen verlangen wir bei der
Berufsfeuerwehr eine Blutuntersuchung (Blutbild, Blutzucker, Leberwerte, Blutfette,
Nierenwerte)
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Gesundheitliche Eignung
Eine gesundheitliche Nichteignung besteht gemäß der VGÜ jedenfalls bei:
 Herzerkrankungen
 Herzklappenerkrankungen
 Herzrhythmusstörungen
 Gefäßerkrankungen
 Bluthochdruck
 Krankhafte Blutbildveränderungen
 Körperliche und geistige Beeinträchtigungen
 Erkrankungen der Atmungsorgane mit hochgradig eingeschränkter Lungenfunktion
 Unterschreitung von 100% des entsprechenden Normwertes in der Ergometrie bei
der Eignungsuntersuchung (Normwerte entsprechend den „Praxisleitlinien
Ergometrie“ der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft)
 Epilepsie
 insulinpflichtiger Diabetes
 hochgradiger Beeinträchtigung des Sehvermögens und des Hörvermögens
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Feuerwehrspezifische Handwerksberufe gem. ÖBFV-RL
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alle Arten v. Elektrikern
alle Arten v. Installateuren
alle Arten v. Schlosser
Anlagenmonteur
Bauschlosser
Bodenleger
Bootsbauer
Büchsenmacher
Büromaschinenmechaniker
Chemielaborant
Chemiewerker
Dachdecker
Drechsler
Dreher
Drogist
Elektroniker
Fahrzeugfertiger
Feinmechaniker
Fernmeldemonteur
Fliesenleger
Flugzeugbauer
Formenbauer
Gießer
Gießereimechaniker
Glaser
Gürtler
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Hafner
Holz-Sägetechniker
Isoliermonteur
Kälteanlagenmonteur
Karosseur
KFZ-Mechaniker
Klimatechniker
Kommunikationstechniker
Kunststoffverarbeiter
Kupferschmied
Lackierer
Landmaschinenmechaniker
Luftfahrzeugmechaniker
Maler
Maschinenmechaniker
Maurer
Mechaniker
Metallschleifer
Papiertechniker
Pflasterer
Physiklaborant
Prozessleittechniker
Radio- u. Fernsehmechaniker
Rauchfangkehrer
Recyclingtechniker
Rohrleitungsmonteur
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Sanitärtechniker
Sattler
Schädlingsbekämpfer
Schalungsbauer
Schiffbauer
Schmied
Spengler
Steinmetz
Tapezierer
Textilmechaniker
Tischler
Universalschweißer
Verpackungsmittelmechaniker
Waagenhersteller
Waffenmechaniker
Wagner
Werkzeugmacher
Werkzeugmaschineur
Werkzeugmechaniker
Zentralheizungsbauer
Zimmerer
weitere artverwandte Berufe
(Die Aufzählung gilt in männlicher und weiblicher Form)
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Personalauswahl
Neben der oben angeführten Voraussetzungen werden folgende Kriterien herangezogen:
 BewerberInnen mit Grazer Wohnsitz bzw. der Bereitschaft, ihren Wohnsitz nach Graz zu verlegen,
werden bevorzugt!
 Die Auswahl erfolgt bedarfsorientiert. Je nach organisatorischen Anforderungen der
Berufsfeuerwehr werden bestimmte Berufsgruppen bevorzugt eingestellt.
 Bei männlichen Bewerbern werden Personen mit abgeleistetem Präsenz- oder Wehrersatzdienst
bevorzugt eingestellt.
 Die Bewerberin/der Bewerber muss die Fahrerlaubnis der Klasse C und E besitzen. Besteht diese
nicht, so muss die Fahrerlaubnis im Aufnahmefall innerhalb eines Jahres auf eigene Kosten und ohne
Zeitersatz nachgemacht werden.
 Die Bewerberin/der Bewerber muss eine abgeschlossene Rettungsschwimmer-Ausbildung
(Mindestanforderung Helferschein oder gleichwertig) hat. Besteht diese nicht, so muss diese
Ausbildung im Aufnahmefall innerhalb drei Monate auf eigene Kosten und ohne Zeitersatz
nachgemacht werden.
 Ein positives arbeitsmedizinisches Gutachten (durch Arbeitsmedizinerin Stadt Graz)
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Kontakt
Für Anfragen steht Ihnen
Frau
Mag. Margit Zeiner
Personalamt
Leitung der Personalentwicklung
Tel.: 0316 872 2580
eMail: [email protected]
zur Verfügung.
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