Willkommen - Kloster Maria Hilf

Das Beste zum Schluss
Ausgabe 02/2015
Bühler Klosterfest bleibt Publikumsmagnet
Wir stellen vor
Mit einem abwechslungsreichen Programm und Sonnenschein feiern die Gäste und Schwestern
telpunkt für unsere Schwestern. Ihr
Kommen zu unserem Klosterfest zeigt,
dass Sie mit uns verbunden sind und
wertschätzen“, sagte Weber im Willkommensgruß an die Gäste. Sein Predigtwort stellte Weber in Bezug zur
zweiten Tageslesung (Epheserbrief)
und thematisierte die „Sehnsucht nach
der Einheit der Kirche“. Einen hervorragenden Part bezüglich der musikalischen Ausgestaltung der Festgottesdienste zum Klosterfest absolviert seit
vier Jahren die Künstlerfamilie Haag.
Das Bühler Klosterfest bleibt ein
Publikumsmagnet. Die vierte Auflage
am Wochenende avancierte nach
Bekunden von Festbesuchern zu einer „wohltuenden Erbauung für Körper
Geist und Seele“. Für die facettenreiche Programmgestaltung wurde
den insgesamt 160 Mitwirkenden sowie dem „Klosterteam im
Großeinsatz“ die besondere Anerkennung der zirka 900 Festgäste zuteil.
Gelungene Einstimmung für das gemeinsame Feiern der Generationen
war am Samstag, 25.07., ab 19 Uhr, das
abwechslungsreiche Programm der
„Original Reblandmusikanten“, Altschweier, unter dynamischer Leitung von
Chefdirigent Oswald Windrich (BadenBaden). In beliebten Partituren, so der
„Altschweierer Musikantenpolka“ von
Walter Scholz, dem „Bühler Zwetschgenmarsch“ oder dem swingenden
„Just a Gigolo“, stellte das 20köpfige
Orchester in harmonischen Klangbildern und bei dankbarem Publikumsbeifall den sehr guten Leistungsstand
unter Beweis.
Ein feierlicher Festgottesdienst in der
Klosterkirche Maria Hilf mit Spiritual
Bernhard Weber eröffnete den Festsonntag. „Gottesdienst ist entscheidend für
unser christliches Leben und ein Mit-
Elke Haag (E-Piano, Gesang), Wolfgang (Flügelhorn, Vokalsolist) sowie die Söhne Philipp und Stephan
(Trompete, Solo-Gesang).
Mit
sakral-berührende Werken, so dem
innigen „Du großer Gott“ oder dem
Hoffnung weckenden „Gottes Wort ist
wie Licht in der Nacht“, musizierte sich
das Familien-Quartett in die Herzen
der Zuhörer und erhielt abschließend
langanhaltenden Beifall im Stehen.
Ein farbenfrohes Bild und zugleich einen Besucheransturm kennzeichneten nach dem Festgottesdienst die weiträumigen Klosteranlagen. Stimmungsgaranten beim
„Weißwurst-Frühschoppen“
waren
die
„Kappelwindeck-Musikanten“
mit einer charmant agierenden Dirigentin Kathrine Flynn-Hartmann. Im
kleinen Künstlerzelt im Klosterhof,
Moderator war Tobias Moll, zündeten die 54 Instrumentalisten ein mit
großem Beifall bedachtes „Feuerwerk der Blasmusik“ mit Oberkrainer
Blasmusik, internationaler Folklore,
Werken der Kultgruppe Abba sowie
aktuellen Charts. Immer wieder aufgelockert von zahlreichen, versierten
Solisten. Ansturm gab es zur Mittagszeit auf die Ochsenbraterei eines schwäbischen Betreibers, wo ein 247 Kilo
schwerer Ochse seit den frühen Morgenstunden gegrillt wurde und die Begehrlichkeit vieler Festbesucher weckte.
Sr. M. Edith aus dem
Kloster
Esthal
die nichtSt.
nurMaria
aus dem
religiös-
Im Großeinsatz am Sonntag war das
zwanzigköpfige
Kindergartenteam
von „Maria Hilf“ mit Leiterin Gabriele
Schäfer. Das Theaterstück „Kasperle
mit der Wunderblume“ (mit Christine
Stiefvater, Anja Frommhold, Petra Reisewitz), Schatzsuche, Kinderschminken, waren nur ein Teil des siebenstündigen Programms. Dicht umlagert von
Festgästen war die Kleinkunstbühne
beim Chorvortrag der Drei- bis Sechsjährigen des Kindergartens unter
Leitung von Evi Beerscheidt und ihr
„Herein, herein“ sowie dem „Bist du
glücklich“. Reges Publikumsinteresse
gab es bei zwei Klosterführungen mit
Ordensschwester Anna-Mirjam, sowie
für attraktive Imker- und Wachskerzenkunststände, sowie den Flohmarkt
und Handarbeits- und Büchertisch der
Ordensschwestern, wo der Erlös den
Missionen des Ordens zugute kommt.
Musikalisch stimmungsvolle Akzente
setzte im Programmfinale die Jugendkapelle des Musikvereins Bad Rotenfels
unter der Leitung von Patrick Pirih. Mit
modernem Sound im Wechsel mit gern
gehörten Blasmusikweisen erfreute
das begeisterungsfähig aufspielende
Jugendorchester sein Publikum. In
einer feierlich gestalteten Vesper zum
Ausklang wurde dem Schöpfer sodann
besonders gedankt für den erlebnisfrohen Tag.
Kloster Maria Hilf / Bühl erleben - Angebote Winter 2015/2016
Weihnachten im Kloster ohne Hektik, ohne Stress
Weihnachtstage ohne Konsum, Hektik und Lärm - auf Wunsch Teilnahme an Gottesdiensten und Gebetszeiten mit den Schwestern.
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(buchbar 21.12. – 27.12.2015)
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Reservierung im Kloster Maria Hilf: Tel. 07723 / 802 165
Klosterpost
Seite 4
© Stefan Körber - fotolia.de
Von der Großstadt München
in ein Dorf mit knapp 1500 Einwohnern, mitten im Pfälzer Wald,
nach Esthal den Wohnsitz zu verlegen, das ist die Situation, die Sr.
M. Edith Pernpaintner am 22. Juli
2015 mit 76 Jahren geschafft hat.
Sr. M. Edith stand als gebürtige
Pfälzerin vor der Entscheidung,
wo und wie ihr Einsatz sein
könnte, der sich an die mehr als
15-jährige Tätigkeit bei Missio
in München anschließen sollte. Dort hatte sie an der Rezeption des großen internationalen
katholischen Missionswerkes mit
der Weltkirche zu tun, also mit
Priestern, Schwestern, Katecheten
aus Afrika, Asien und Ozeanien und vermittelte die Gäste im
Empfang zu den gewünschten
Personen dieser gut organisierten
Dienstleistungsgemeinschaft.
Nachrichten und Neuigkeiten von den Schwestern vom Göttlichen Erlöser
Gästepost vom Kloster Maria Hilf Bühl, Kloster St. Josef Neumarkt, Kloster St. Maria Esthal
Die schönsten Weihnachtsmärkte
Erfahren Sie mehr über die Entstehung
der Weihnachtsmärkte und erhalten
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Ihrer Nähe.
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Ausgabe 02/2015
Provinzkapitel 2015
Die Vertretung aller Niederbronner
Schwestern kam für mehrtägige Beratungen in Neumarkt zusammen
Out of Afrika
Nach 37 Jahren in der Mission in Afrika kehrt Schwester Brigitta zurück in
die Heimat
Das Bühler Klosterfest
Festgottesdienst mit berührender Einstimmung/ Klosterteam im Großeinsatz/Ansturm auf Ochs am Spieß
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Willkommen
Die schönsten Weihnachtsmärkte
Ein stimmungsvolles Erlebnis während des Klosterurlaubs
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Christkindlmarkt in Baden-Baden
(23.11. – 30.12.2015, 11 – 21 Uhr)
Jetzt hat sie sich an der Pforte
unseres Klosters St. Maria in Esthal, das notwendige Wissen und
Können einer Kloster-Pförtnerin
angeeignet. Zwar sind die beiden
Tätigkeiten nicht zu vergleichen,
jedoch geht es in beiden Fällen um
die freundliche und zuvorkommende Weise die Ankommenden
zu empfangen; meist sind diese
sehr froh, nach ihrer langen Reise
endlich am Ziel zu sein. Mit großer
Gewissenhaftigkeit erledigt Sr. M.
Edith den bürotechnischen Teil
und führt die Gäste in ihr Zimmer
bzw. in den Speiseraum.
Wir sind sehr dankbar, dass sich
Sr. M. Edith entschieden hat,
in die Dienstgemeinschaft unseres Klosters in Esthal zu gehen,
die Aufgaben einer Pförtnerin
zu übernehmen und damit den
Gästen zu vermitteln, dass sie in
unserem Haus willkommen sind.
IMPRESSUM
Herausgeber: Kongregation der
Schwestern vom Göttlichen Erlöser
(Niederbronner Schwestern)
Kloster St. Maria
Klosterstr. 60 / D - 67472 Esthal
www.kloster-erleben.eu
Verantwortlich für den Inhalt nach §
10 Absatz 3 MDStV:
Jean-Pierre Gillardin
Sr. Irmgard Häberl - Dokumentation
Titelbild oben: Udo Kroener- Fotolia.de
Fotos / Artikel Klosterfest Bühl: H. Seiler
Ausgabe 02 / 2015
Auflage: 3.000 Exemplare
© Kzenon - fotolia.de
Sie gehören zur Winterkulisse wie
kein anderes Event der Vorweihnachtszeit:
Weihnachtsmärkte
werten jede Stadt auf und sind ein absoluter Touristenmagnet.
Einer der bekanntesten Weihnachtsmärkte ist ohne Frage der Christkindlmarkt in Wien. Mit seinem 700-jährigen Bestehen und den 145 festlich geschmückten Hütten ist er ein absolutes
Muss für Fans von Glühwein und kandierten Früchten. Jedes Jahr kommen
ca. 3 Millionen Besucher nach Wien für
den Christkindlmarkt – davon reisen
500.000 aus dem Ausland an. Aber seit
wann gibt es Weihnachtsmärkte und
warum sind sie entstanden? Der erste
Vorweihnachtsmarkt entstand bereits
im 14. Jahrhundert durch die Tatsache,
dass es Handwerkern erlaubt wurde
auf dem Marktplatz Verkaufsstände
zu errichten um ihre Erzeugnisse für
3. Jahrgang
das kommende Weihnachtsfest anzubieten. Damit war der Grundstein für
eine bis heute bestehende Tradition
gesetzt. Auch das leibliche Wohl der
mittelalterlichen Besucher wurde bedacht. Es wurden geröstete Kastanien,
Mandeln und Nüsse angeboten.
Der typische Weihnachtsmarkt, wie wir
ihn heute kennen, besteht aus verschiedenen Ständen, an denen alles Erdenkliche angeboten wird. Neben den
regionalen Spezialitäten, zum Beispiel
Frankfurter Printen, Münchner Dampfnudeln und Dresdner Stollen gibt es
Glühwein, ein Heißgetränk aus Wein
und Gewürzen.
Viele Weihnachtsmärkte bieten außerdem ein Rahmenprogramm in Form
von Fahrgeschäften oder verkleideten
Weihnachtsmännern an. Die schönsten
Weihnachtsmärkte in der Umgebung
der Klöster sind:
In einfachen Verhältnissen aufgewachsen, gründete Elisabeth
Eppinger (1814 – 1867) im Jahr 1849
unsere Ordensgemeinschaft, die
„Schwestern vom Göttlichen Erlöser“ (Niederbronner Schwestern).
Neben der Betreuung der Armen
und Kranken, sah sie auch die
Sorge für Kinder und alte Menschen als vorrangige Aufgabe
der Gemeinschaft. Im Geist von
Mutter Alfons Maria, so der Ordensname von Elisabeth Eppinger,
leben und wirken „Niederbronner
Schwestern“ heute in Europa, Afrika, Indien und Südamerika.
© scirocco - fotolia.de
Christkindlesmarkt in Nürnberg
(27.11. – 24.12.2015, 10 – 21 Uhr)
© Stadt Kaiserslautern
Weihnachtsmarkt in Kaiserslautern
(23.11. – 30.12.2015, 10 – 22 Uhr)
Kloster St. Josef / Neumarkt erleben - Angebote Winter 2015/2016
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Wir Schwestern vom Göttlichen
Erlöser freuen uns, in unseren
Klöstern Gäste aus aller Welt willkommen zu heißen.
Durchschreiten Sie die Klosterpforte und erfahren Sie eine spirituelle Atmosphäre, die Ihnen hilft,
den Alltag hinter sich zu lassen,
Ruhe einzuatmen, sich mit dem
zu befassen, was sonst in der
täglichen Anspannung zu kurz
kommt! Nicht nur die besondere
klösterliche Situation, auch die
herrliche Lage der Klöster wird
für Sie zum Erlebnis. So befinden
sich einige Klöster an historischer
Stätte und ermöglichen, von dort
aus Sehenswürdigkeiten der Region zu erkunden und sich in die
Geschichte zu vertiefen. Andere
Klöster stehen an abgelegenen
Orten, in fast unberührter Natur;
sie laden zu vielfältigen Freizeitaktivitäten ein.
Wir Schwestern vom Göttlichen
Erlöser freuen uns auf Ihren Besuch!
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Informationen und Neuigkeiten
Ausgabe 02/2015
Seite 2
Provinzkapitel 2015: Voll Hoffnung die Zukunft ergreifen
Die Vertretung aller Niederbronner Schwestern in der Provinz Deutschland und Österreich kam in Neumarkt zusammen
Mitglieder und Gäste des Provinzkapitels auf einen Blick – insgesamt kamen über 50 Schwestern in
Neumarkt zusammen.
Drei Jahre nach dem Generalkapitel von 2012 war es wieder so weit:
vom 27. März bis 1. April 2015 kamen
unter dem Vorsitz von Provinzoberin Sr. Rosa Fischer gewählte und ernannte Mitglieder, Expertinnen und
die Schwestern der Provinzleitung im
Kloster St. Josef in Neumarkt zusammen. Als Gäste und Vertreterinnen
der Generaloberin aus Oberbronn mit
dabei unter den 52 Teilnehmern waren
auch die beiden Generalassistentinnen
Sr. Monika Klinger und Sr. Mary Bosco
Vaniyapurackal sowie Spiritual Bernhard Weber, Bühl, der in bewährter
Weise die seelsorgliche Begleitung des
Kapitels übernommen hatte.
Nach persönlicher und kurzer allgemeiner Begrüßung im Festsaal durch
Sr. Rosa begann das Provinzkapitel
mit einem Eröffnungsgottesdienst
in der Klosterkirche. Auf dem Weg
dorthin, unterbrochen durch zwei
weitere Zwischenhalte, hatte die Liturgiegruppe Texte und Gegenstände
vorbereitet, die die Teilnehmerinnen
auf diese Tage einstimmten. Filmrolle,
Spiegel und Wegweiser standen symbolisch für Thema und Auftrag des
Provinzkapitels:
In Dankbarkeit auf die
Vergangenheit schauen,
mit Leidenschaft die
Gegenwart leben
und voll Hoffnung die
Zukunft ergreifen.
Die Provinzleitung hatte damit die
drei Aspekte aufgenommen, die Papst
Franziskus in seinem Apostolischen
Schreiben vom 21. November 2014
als Ziele für das Jahr der Orden 2015
benennt. Wie ein roter Faden – und
ganz real im Festsaal sichtbar – bestimmten diese drei Schwerpunkte
Programm und Beiträge der nächsten Tage. Am Samstag berichtete
Provinzoberin Sr. Rosa Fischer zunächst über das Leben in der Provinz
Deutschland und Österreich. Am Montag darauf folgten die Ausführungen
von Provinzökonomin Sr. Agnes
Schmidt zur wirtschaftlichen Lage.
Morgenlob und Eucharistiefeier in
der Kapelle St. Alfons, die Arbeit in den
Gruppen, Berichte und Aussprachen
im Plenum, gemeinsame Mahlzeiten,
Pausen und Möglichkeiten zu Gespräch
und Begegnung, sowie Zeiten für Besinnung und Gebet bestimmten den
Rhythmus dieser Tage. Der Palmsonntag hatte nicht nur liturgisch
sein besonderes Gepräge. Nach dem
Gottesdienst griff P. Hans Schalk CSsR
im Rückblick auf den Weg des heiligen Alfons von Liguori – Gründer der
Redemptoristen und einer unserer
Ordenspatrone – das Thema des Kapitels auf. Die Beziehung zu Gott im
Gebet und die Beziehung zu den Menschen gehören zusammen, so das Fazit
dieses Vormittags. Sie ermöglichen es,
leidenschaftlich die Gegenwart zu leben und voll Hoffnung die Zukunft zu
ergreifen.
In einem Dreischritt wurde das am
Vormittag Gehörte unter seiner Anleitung für die Kapitularinnen nachmittags nochmals anschaulich und konkret. Eine Gebetseinheit und die Vesper
in der Klosterkirche bildeten den Abschluss dieses Sonntags.
Am 10. April 2005 waren vier deutschsprachige Provinzen und zwei Gemeinschaften der Niederlande zur Provinz
Deutschland und Österreich zusammengeführt worden. In der Vesper am
Abend des 31. März dankte die Kapitelsgemeinschaft stellvertretend für die
gesamte Provinz Gott für zehn Jahre
eines gemeinsamen Weges. Vertreterinnen aus den verschiedenen Regionen
der Provinz entzündeten eine Kerze
und stellten sie auf die Provinzkarte.
Die Geschichte vom kleinen Baumwollfaden
© Beta Artworks - fotolia.de
Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass er nicht
reicht, so wie er war: zu schwach
für ein Schiffstau, zu kurz für einen
Pullover, zu schüchtern, an andere anzuknüpfen, zu farblos für eine
Strickerei. Er fühlte sich als Versager
und verfiel in Selbstmitleid - bis der
Wachs an seine Tür klopfte und ihn
aufmunterte:
“Wir tun uns beide zusammen! Für
eine Weihnachtskerze bis du als Docht
zu kurz und ich habe dafür auch nicht
genug Wachs. Aber für ein Teelicht reicht
es allemal; denn es ist besser, auch
nur ein kleines Licht anzuzünden, als
immer nur über die Dunkelheit zu
schimpfen.”
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Seite 3
Informationen und Tipps
Niederbronner Schwester - Out of Afrika
Die Missionsarbeit in Kamerun ist die Die Missionsarbeit in Kamerun ist interessant und erfüllend
Interessiert folgten die Kapitularinnen im Plenum den
Ausführungen ihrer Mitschwestern.
Nach abschließenden Arbeiten im
Plenum, den Abstimmungen zu den
in den Tagen zuvor diskutierten Fragen ging das diesjährige Provinzkapitel mit einem meditativen Impuls
im Gebetsraum St. Johannes zu Ende.
Reich an Eindrücken machten sich die
Kapitularinnen dann nach dem Mittagessen auf den Heimweg, um mit
ihren Gemeinschaften die erlösende
Botschaft der Kar- und Ostertage zu
feiern.
Das Provinzkapitel stellt die Vertretung aller Schwestern der
Provinz dar. Zwischen zwei Generalkapiteln sind mindestens zwei
Provinzkapitel abzuhalten. Hier
bietet sich eine vorzügliche Gelegenheit, alles, was das Leben der
Provinz betrifft, zur Sprache zu
bringen, miteinander zu überdenken und nach einer einheitlichen
Lösung aufgetretener Probleme
zu suchen.
(aus der Lebensordnung der Schwestern vom
Göttlichen Erlöser (Niederbronner Schwestern),
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Ausgabe 02/2015
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Erlöser freuen uns auf Ihren Besuch!
Der laute Ruf „Sr. Brigitta, Sr. Brigitta…“ übertönte den Trubel des
afrikanischen Marktplatzes. Als sich
unsere verdutzte Schwester umdrehte, blickte sie in die Augen einer herzlich lachenden auf sie zustürmenden
Frau „Sr. Brigitta, Sie werden sich erinnern“ sagte diese, „Sie haben damals
meinen Sohn zur Welt gebracht, es war
eine schwierige Steißgeburt, aber Ihnen verdanke ich nun diesen kräftigen
jungen Burschen - und wies auf ihren
Sohn an ihrer Seite.“
Das Leben einer Missionarin in Afrika
ist immer spannend. Schwester Brigitta Feger, gebürtige Karlsruherin,
verspürte schon sehr früh den Wunsch
eines Klostereintritts. Kurz nach ihrem
Examen 1968 trat sie in Bühl in die
Kongregation der Schwestern vom
Göttlichen Erlöser ein.
Ab Ihrer Profess 1971 äußerte sie
den Wunsch in die Mission zu gehen. Da man damals einem solchen Wunsch nur nach erwiesener
Entschlossenheit nachkam, erhielt
sie erst 1977 vor ihrer ewigen Profess eine erste Gelegenheit sich die
Aufgaben in Kamerun anzuschauen.
Die ersten Erfahrungen waren prägend. Sie lernte nicht nur einen neuen
Kontinent kennen, sondern auch die
Gefahren, die ein Leben in Afrika mit
sich bringt. Nach 7 Monaten erkrankte sie so schwer, dass sie zunächst
wieder für 9 Monate zur Genesung
nach Deutschland geschickt wurde.
Damit hat sich das Kapitel „Afrika“
wohl erledigt, dachten nun einige.
Doch für die tapfere Schwester, war
dies erst der Anfang einer langen aufopferungsvollen Tätigkeit inmitten
von Menschen, die ihr ans Herz gewachsen sind und die sie nun nach
37 schönen Jahren in verschiedenen
Buschstationen abschließen konnte.
Ihre Hauptaufgabe war in all den
Jahren die medizinische Betreuung
in den Buschstationen, aber auch
pastorale Aufgaben werden von den
Schwestern übernommen. Wie können wir uns den Alltag im Busch
vorstellen? „Es ist vieles anders, viel
bunter, viel dynamischer, ausgesprochen fröhlich und herzlich im gegenseitigen Umgang. Man wird zum Mitreden und Mitmachen aufgefordert.
Klar es war nicht immer einfach. Am
Anfang hatten wir nur Petroleumlampen und mussten das Wasser vom
Fluss holen. Gerade im medizinischen
Bereich fehlte es oftmals an Material.
Doch Not macht erfinderisch, die
Grundregel ist die Hilfe zur Selbsthilfe“.
Eines Tages brachte Sr. Brigitta 50
Küken aus der Stadt mit. Als die Hühner
dann gewinnbringend auf den Märkten verkauft wurden, war die Grundlage für ein erfolgreiches Geschäft
gelegt. Inzwischen produziert die Station monatlich 200 bis 300 Hühner,
Eier und 50-60 Enten. Das unterstützt
die Bewohner sehr und vieles konnte
im Laufe der Jahre, übrigens auch
dank der Spenden aus der Heimat, angeschafft werden.
Kamerun ist ein schönes Land mit
verschiedenen Klimazonen. Das Land
zählt 70 % Christen und 20 % Muslime.
Zunehmend lassen sich Muslime aus
dem Norden des Landes auch in anderen Regionen nieder, weiß Sr. Brigitta
zu berichten. Eine ihrer prägnantesten
Erinnerungen war ihre erste muslimische Entbindung. „Alles ging gut
und danach kamen auch alle muslimischen Frauen zur Schwangerschaftsberatung und zur Entbindung“. Grundsätzlich herrscht zwischen den Bevölkerungsgruppen ein sehr herzlicher
und respektvoller Umgang und nicht
selten lädt man sich zu den jeweiligen religiösen Festen gegenseitig
ein. Ganz im Sinne des Sendungsauftrags unserer Ordensgründerin.
Wie hat sich das Leben in Kamerun während dieser Zeit verändert?
„Vor allem in den Städten fand die Entwicklung statt. Dort lebt man heutzutage wie in europäischen Großstädten.
Das Verkehrsaufkommen ist gewaltig (die Hauptstadt zählt offiziell
4,5 Mio Einw.) Auf dem Land hingegen haben sich die Verbindungswege
kaum verbessert, es gibt nur wenige
Brücken und asphaltierte Straßen. Die
Fahrten im Busch sind abenteuerlich,
Brücken und Passagen müssen oft
von den Benutzern repariert werden.
Die wenigen Fahrzeugbesitzer halten
sich solidarisch gegenseitig auf dem
Laufenden über weggeschwemmte
Straßenteile und unpassierbare Stellen. Bei jeder Fahrt muss man selber
irgendetwas wieder in Stand setzen.
Dabei ist die Fahrtechnik zum Überqueren der Brücken ganz einfach“
erklärt Sr. Brigitta. „Erst die Vorderräder auf der Brücke ausrichten
und dann Vollgas geben. Wenn die
Brücke dann einstürzt ist man meistens schon drüber“ so berichtet sie
aus eigener Erfahrung schmunzelnd.
Vermissen wird sie dieses abenteuerliche Leben schon ein wenig, auch
wenn sie nun gespannt auf den ersten Winter seit langer Zeit ist. Ihre
schönsten Erinnerungen? „Das Leben
geben! Wenn man den Müttern nach
der Entbindung das Baby übergibt
und das Lachen der Kinderschar, die
meinem Auto gerne nachliefen, wenn
ich von Dorf zu Dorf unterwegs war“.
Wie vielerorts in Afrika kennt das
Christentum eine erfrischende Dynamik. Neben dem Bau vieler gut besuchten Kirchen, haben Schwestern
und Patres hier keine Nachwuchssorgen. Waren 1978 nur europäische
Schwestern und Priester in den Diözesen, so sind es heute Afrikaner.
„Unser Noviziat stand noch nie leer“
berichtet sie. Begleitet von einer
französischen Schwester, verrichten
inzwischen 20 Niederbronner Schwestern ihren Dienst in den 5 verschiedenen Stationen mit Kindergarten,
Volksschule, Krankenhaus, dem Delegationshaus und dem Noviziatshaus.
Eine Botschaft gibt sie ihren afrikanischen Mitschwestern mit auf den Weg.
Mögen die Präsenz und das Charisma von Mutter Alfons Maria sie
weiterhin begleiten, sich die Gemeinschaft vergrößern und Sr. Brigitta sie
noch oft im Gebet begleiten können.
Der Abschied ist ihr sichtlich nicht
leicht gefallen, doch ist der Busch
in guten Händen, zwei Monate lang
wurden die Nachfolgerinnen eingearbeitet. Und wenn doch mal ein Notstand eintritt, würde Sr. Brigitta ohne
zu zögern den Abschiedswunsch ihrer
Schwestern einlösen und wieder mal
vorbeischauen. Sicherlich wird es dann
bei den Dorfbewohnern, die sich mit
dem herzlichen Bekenntnis: „Du bist
unsere Mutter“ von ihr verabschiedeten,
auf dem Markt wieder einige Freudenschreie geben und sich die vielen Kinder
wieder aufreihen, um alle persönlich
per Handschlag begrüßt zu werden.
GESUNDHEITSTIPP
Der Ingwer – eine scharfe Sache
die nicht nur aus dem religiösDas Lieblingsgewürz von Starkoch
Alfons Schuhbeck ist nicht nur ein
wichtiger Bestandteil der asiatischen Küche, er findet auch als
Heilpflanze immer mehr Anwendungsgebiete.
©Heiko Stuckmann - fotolia.de
Ingwer wächst in den Tropen und
Subtropen und ist seit dem 9.
Jahrhundert im deutschen Sprachraum bekannt. Sein Geruch ist aromatisch, der Geschmack brennend
scharf und würzig. Ein wesentlicher
Bestandteil ist dabei sein ätherisches Öl.
Ingwer enthält auch verschiedene
verdauungsfördernde, magenstärkende, appetit- und kreislaufanregende Stoffe. Zubereitungen aus
dem Ingwer-Wurzelstock werden
antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen, anregende
Effekte auf die Magensaft-, Speichel- und Gallenbildung sowie die
Darmfunktion zugesprochen und
daher insbesondere in der traditionellen asiatischen Medizin auch
zur Behandlung von Rheuma,
Muskelschmerzen oder Erkältungen
verordnet. Europäische Gesundheitsforscher befürworten die Anwendung von Ingwerwurzeln bei
Magen-Darm-Beschwerden und gegen
Übelkeit. Viele Segler schwören auf
die Wirkung von Ingwer gegen die
Seekrankheit.
© Hetizia - fotolia.de
Vorsicht ist jedoch bei der Behandlung von Schwangerschaftserbrechen geboten da bestimmte
Inhaltsstoffe die Wehen auslösen
können Ingwer hemmt Entzündungsreaktionen, z. B. bei Arthrose
und Rheuma. Bei der Behandlung
von Arthrose-Patienten konnte
mit Ingwer-Auszügen die gleiche
Schmerzlinderung wie mit Medikamenten erzielt werden. Ob als
Gewürz in vielen Gerichten, im
Gebäck oder als Aufgussgetränk,
diese Wurzel hat es in sich.