Gemälde und Arbeiten auf Papier 15. bis 19

Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
12
2001
Gemälde und Arbeiten auf Papier
15. bis 19. Jahrhundert
2001.
Schongauer, Martin (Deutschland, 1445–1491). Die Anbetung der Könige, um 1472. Kupferstich, mit
Wasserzeichen «Ochsenkopf mit Kreuz». Verso abgeblasster, nicht identifizierter ovaler Stempel. 25,7:16,9 cm (Blatt).
6000.—/8000.—
Blatt knapp innerhalb der Plattenkante beschnitten, stellenweise ausgedünnt, gebräunt. Gerahmt.
Literatur:
Bartsch, 6; Lehrs, 6.
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2002
2002.
Dürer, Albrecht (Deutschland, 1471–1528). Die Gefangennahme Christi, 1510. Aus der grossen Passion.
Holzschnitt, mit Wasserzeichen «Namen Mariae», Meder Wz. 316 (gemäss Etikett auf der Rückseite des
Rahmens). Druck vor Bucherscheinung 1511. 39,8:28,2 cm.
2000.—/3000.—
Schöner, kräftiger Druck, bis zur Einfassungslinie beschnitten. Minim stockfleckig, ein kleiner reparierter Papierdefekt im Bereich des
Armes des Mannes, der Christus am Kragen packt. Eine kleine Ecke oben links angesetzt, sowie kleine reparierte Stelle in der oberen
rechten Ecke. Gerahmt.
Literatur:
Bartsch, Meder, Hollstein 116; Schoch, Mende & Scherbaum 157
Provenienz:
Alter Zürcher Privatbesitz
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2003
2003.
Rembrandt, Harmensz van Rijn (Holland, 1606–
1669). Verkündigung an die Hirten, 1634. Radierung,
Kupferstich und Kaltnadel auf Bütten. Mit Wasserzeichen «Grosses Stadttor» (ähnlich Meder 261). In der
Platte signiert und datiert: «Rembrandt. f. 1634». 26,6:22,5 cm (Blatt).
4000.—/6000.—
Schöner Druck, mit umlaufend kleinem Rändchen. Ecken unterlegt.
Gerahmt.
Literatur:
Biörklund/Barnard 34-J III (von III); Bartsch, Rovinski, Seidlitz 44;
White-Boon, 44III (von III)
2004
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2005
2004.
Baldung Grien, Hans (um 1484–1545). Die heilige Katharina von Alexandria, um 1505–07. Holzschnitt,
mit dem nachträglich eingefügten Dürer-Monogramm. Mit Wasserzeichen «Traube» (Piccard 1057). 23,3:15,9 cm (Blatt).
600.—/700.—
Umlaufend bis innerhalb der Einfassungslinie beschnitten. Gebräunt, kleiner Papierverlust am oberen Blattrand, in den Ecken Reste
von altem Klebeband. Gerahmt.
Literatur:
Bartsch 25 (Dürer); Mende 12; Hollstein 135; Geisberg/Strauss, 73, Curjel 14.
2005.
Dürer, Albrecht (Deutschland, 1471–1528). Die Eifersucht (Herkules), um 1498. Kupferstich, mit
Wasserzeichen «Waage im Kreis» (ähnlich Meder 169). 31,6:22,1 cm (Blatt).
4000.—/6000.—
Schöner Druck, auf Plattenkante geschnitten. Horizontaler Mittelfalz, minim stockfleckig, mehrere kleine Einrisse im Randbereich.
Gerahmt.
Literatur:
Bartsch, 73; Meder 63; Hollstein, 63; Schoch, Mende & Scherbaum, 22
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2006
2006.
Romano, Giulio (Italien, 1499–1546) (Umkreis).
Pferd mit Krieger von hinten. Feder in Braun, braun
laviert. 28,5:23 cm.
500.—/700.—
Alt montiert. Mehrere grössere und kleinere Papierverluste am unteren Blattrand, diverse Retuschen. Gebräunt. Gerahmt.
2007.
Holländische Schule (17. Jahrhundert). Bildnis des
Theodor Barendszoon (1534–1592). Rötel und Kohle
auf Bütten. Unterhalb der Zeichnung beschriftet:
«Theod. Bernardi, Amsteldamen./Vir gravis et doctus,
pictor clarissimus idem./Titiani magni prodiit ipse
scholâ:/Usus et hic doctis, Algondo imprimis, et ipsa/
Pictorum summo iudice Lampsomo./J.H.K.». 20,4:13 cm.
500.—/600.—
Porträt des Amsterdamer Künstlers Dirck Barendsz, auch Theodor
Barendszoon genannt (1534–1592), nach einem Kupferstich von
Hendrik Hondius (1573–1649).
Minim gebräunt. Gerahmt.
Provenienz:
Alter Schweizer Privatbesitz
2007
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2008
2008.
Florentinische Schule (Ende 15. Jahrhundert). Bildnis des florentinischen Renaissancemalers Domenico
Ghirlandaio (1449–1494). Öl auf Holz. Am oberen Bildrand bezeichnet: «D° BIGORDI A CASAU ORIOR
LIBERT A D MCCCCLXXX». Verso Brandstempel: Florentiner Lilie im Kreis mit den Initialen RL.
60.5:45,5 cm.
5000.—/8000.——
Provenienz:
Aus Florentiner Patrizierbesitz
Westschweizer Schlossbesitz
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2009
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2010
2009.
Flämisch-Italienische Schule, 16. Jahrhundert (Nachfolger). Madonna mit Kind und Stieglitz – im Hintergrund eine Flusslandschaft. Öl auf Holz. 85:64 cm.
5000.—/6000.—
Provenienz:
Schweizer Privatbesitz
2010.
Antwerpener Schule (16. Jahrhundert). Zwei Flügel
eines Triptychons, um 1525. Die heilige Barbara./Die
heilige Katharina. Verso Nische mit Memento mori
(Schädel und Knochen), darüber ein Spruchband mit der
Inschrift «penser a la mort». Öl auf Eichenholz. Mit integralem Rahmen. 37:13 bzw. 37:14 cm.
7000.—/10 000.—
Provenienz:
Alter Zürcher Privatbesitz
2010
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2011
2012
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2013
2011.
Fetti, Domenico (Italien, 1589–1624) (Umkreis). Die heilige Juliana von Nikomedia besiegt den geflügelten Teufel. Öl auf Holz. 54,5:44,5 cm.
3000.—/5000.—
Provenienz:
Schweizer Privatbesitz
Das vorliegende Gemälde ist eine von mehreren bekannten, von Domenico Fetti und seinen Schülern, aber auch von Künstlern aus der
Nachfolge geschaffenen Versionen zum Thema der heiligen Juliana. Verwandte Kompositionen finden sich u. a. im Besitz des Kunsthistorischen Museums Wien, in der Sammlung der Galleria Palatina (Palazzo Pitti), Florenz, im Musée des Beaux-Arts in Caen und im
Palazzo Durazzo in Genua.
2012.
Italienische Schule (17. Jahrhundert). Anbetung der Hirten. Öl auf Holz. 48:64 cm. 1500.—/2000.—
2013.
Bordone, Paris (Italien, 1500–1571) (Umkreis). Der heilige Sebastian mit der heiligen Irene und Putten.
Öl auf Leinwand. 159,5:81,5 cm.
5000.—/7000.—
Ein Gutachten von Wilhelm Suida, Wien, datiert August 1932, liegt bei.
Provenienz:
Alter Schweizer Privatbesitz
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2014
2014.
Vinckboons, David (Flandern, 1576–1633) (zugeschrieben). Baumbestandene Landschaft mit eleganten
Figuren zu Pferd bei einem Teich. Öl auf Eichenholz. Verso Brandstempel mit Antwerpener Stadtzeichen
und Monogramm «GG» des Paneelherstellers Guillaume Gabron (1614–1626). 73:104 cm.
8000.—/12 000.—
Provenienz:
Auktion Paul Brandt, Amsterdam, 20. November 1973, Nr. 89 (als Jasper van der Laanen)
Amsterdamer Kunsthandel, 1974
Zürcher Privatbesitz
2015
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2016
2015.
Dughet, Gaspard (Frankreich,
1615–1675) (Umkreis). Flusslandschaft mit Fischern in der Umgebung von Rom. Öl auf Leinwand.
33:69,5 cm.
1000.—/1500.—
2016.
Hendrik van Balen d. Ä. und
Jan Brueghel d. J. (1575–1632/
1601–1678) (Umkreis). Das Paradies. Öl auf Eichenholz. 56,5;76,5 cm. 8000.—/10 000.—
Wir danken Suzanne Laemers, RKD, Den
Haag, für die Unterstützung bei der Katalogisierung des vorliegenden Gemäldes.
Provenienz:
Alter Basler Privatbesitz
2016 Detail
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2017
2017.
Ghisolfi, Giovanni (Italien, 1623–1683) (zugeschrieben). Architektur-Capriccio mit antiken Ruinen und
Personenstaffage. Öl auf Leinwand. 75:130 cm.
4000.—/6000.—
Provenienz:
Schweizer Privatbesitz
Giovanni Ghisolfi, in Mailand geboren und verstorben, entwickelte in Rom unter dem Eindruck der antiken Hinterlassenschaften und
dem Einfluss von Salvatore Rosa seine eigenen, typischen Bildthemen: Bühnenartige Phantasielandschaften mit altrömischen Tempelund Thermenruinen, welche er mit Figuren staffierte. Seine Ruinen-Capriccios zeugen gleichermassen von Antikenbegeisterung wie
von Vergänglichkeit, die Personenstaffagen erzählen von arkadischen Zeiten. Diese Kombination traf den barocken Nerv seiner Zeitgenossen und bald arrivierte der Künstler zum führenden «Prospektmaler» Italiens.
Die Gattung der um 1600 entstandenen Architekturphantasien oder Capricci ermöglichte es dem Künstler seine eigene antike Welt
verdichtet zu erschaffen. So kombiniert der Künstler in dem hier angebotenen Gemälde typische Elemente aus der römischen Antike
mit einer verfallenden Pyramide aus altägyptischer Zeit.
2018.
Verhaecht, Tobias (Flandern, 1561–1631) (zugeschrieben). Reiterpaar auf einer Anhöhe – im Hintergrund Ruinen und mäandrierender Fluss, um 1630. Öl auf Leinwand. 111:155 cm.
8000.—/12 000.—
Die figürliche Staffage stammt vermutlich von Sebastian Vrancx (1573–1647).
Gutachten:
Prof. Justus Müller-Hofstede, Bonn, 30. Juni 1983
Dr. Walther Bernt, München, 16. April 1975
Provenienz:
Sammlung Alfred Studer, Vaduz
Phillips, London, Auktion 7. Dezember 1993, Nr. 18
Schweizer Privatbesitz
2019.
Meulen, Adam Frans van der (Flandern, 1632–1690) (Umkreis). Landschaft mit Reitern und Hunden.
Öl auf Holz. 31:43 cm.
1500.—/2000.—
Provenienz:
Alter Schweizer Privatbesitz
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2018
2019
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2020
2020.
Murillo, Bartolomé Esteban (Spanien, 1618–1682) und Werkstatt. Mater Dolorosa. Öl auf Leinwand.
94,5:68 cm.
20 000.—/30 000.—
Gutachten:
Professor Enrique Valdivieso, Sevilla, hat auf Basis von Fotografien bestätigt, dass es sich beim vorliegenden Gemälde um ein Werk von
Bartolomé Esteban Murillo – unter Mitwirkung der Werkstatt – handelt.
Provenienz:
Sammlung Florence J. Gould (1895–1983), Cannes/San Francisco/New York
Westschweizer Schlossbesitz
Darstellungen der Mater Dolorosa, der Schmerzensmutter, waren im Spanien der Gegenreformation und der damit einhergehenden ausgeprägten Marienverehrung sehr populär, und Murillo gehörte zu den wichtigsten Künstlern im Spanien der Barockzeit, die der starken
Nachfrage nach diesem Bildtypus nachzukommen wusste.
Das hier vorgestellte Gemälde ist zu Beginn des 20. Jahrhunderts – wohl auf Grund einer später angebrachten Bezeichnung im Bereich
des Hintergrunds - dem Frühwerk Goyas (1746–1828), Murillos wesentlich jüngerem Landsmann, zugeschrieben worden. Enrique
Valdivieso, Verfasser des 2010 publizierten Werkkatalogs der Gemälde Murillos, hat nun unsere Vermutung unterstützt und bestätigt,
dass es sich ohne Zweifel um ein Werk Murillos, unter Beteiligung seiner Werkstatt, handelt. Er weist darauf hin, dass die Komposition
aufgrund ihrer Beliebtheit und der entsprechend grossen Nachfrage in mehreren Versionen ausgeführt wurde.
Traditionsgemäss ist der Mater Dolorosa stets die Darstellung des Ecce Homo, der schmerzensvollen, gepeinigten Figur Christi mit der
Dornenkrone, gegenübergestellt. Es ist anzunehmen, dass auch zum vorliegenden Gemälde ursprünglich ein Pendant gehörte, das
heute verlorengegangen oder dessen Standort unbekannt ist. Obgleich Murillo und seine Werkstatt diesen Bildtypus in zahlreicher
Ausführung und unterschiedlichen Variationen malten, haben sich heute nur wenige authentische Bildpaare erhalten (Prado; Sammlung
der Herzöge von Villahermosa; Pedrola in Zaragoza).
Das vorliegende Gemälde ist in kompositorischer und malerischer Hinsicht nah verwandt mit der Mater Dolorosa in der Sammlung des
Prado, die Enrique Valdivieso in die Jahre um 1660 bis 1670 datiert, eine zeitliche Zuordnung, die sicher auch für unser Gemälde übernommen werden darf.
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2020
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2021
2021.
Dyck, Anthony van (Flandern, 1599–1641) (Umkreis). Bildnis eines Edelmannes. Öl auf Leinwand. Oben
rechts ein nicht identifiziertes Wappen (spätere Hinzufügung, wohl des 18. Jh.). 115:85 cm.
10 000.—/14000.—
Wir danken Sabine Craft und Jan Kosten, RKD, Den Haag, für die Unterstützung bei der Katalogisierung des vorliegenden Gemäldes.
Literatur:
Edith Greindl, Corneille de Vos. Portraitiste Flamand (1584–1651), Brüssel 1944, S. 131.
Provenienz:
Succession Mme Aug. Fiévé-Havenith, Auktion van Herck, Antwerpen 17. Oktober 1932, Nr. 54 (als Cornelis de Vos)
Schweizer Privatbesitz (seit 1936, als van Dyck zugeschrieben)
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2022
2022.
Pot, Hendrick Gerritsz (Holland, 1585–
1657). Bildnis eines Herrn in schwarzer Robe
mit weissem Kragen, in Marmor-Oval. Öl
auf Holz. 14,5:11,5 cm. 5000.—/6000.—
Provenienz:
Alfred Brod Gallery, London (verso Etikett)
Auktion Waterman AG, Zürich, 6. November 1976
Zürcher Privatbesitz
2022
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2023
2023.
Borch d. J., Gerard ter (Holland, 1617–1681) (Umkreis). Der Brief. Öl auf Leinwand. Mit Monogramm
und Datierung «GT 1660» (mittig auf dem Brief). 68:53 cm.
8000.—/12 000.—
Gutachten:
Ein altes Gutachten von Prof. Dr. W. Martin, Mauritshuis, Den Haag, der das Gemälde als authentisches Werk Ter Borchs beurteilt,
liegt bei.
Literatur:
John Smith, A Catalogue Raisonné etc., Bd. IV, London, 1833, Nr. 59 (als Gerard Terburg)
Gazette des Beaux Arts, 1877, Vol. XV, S. 166f.
Cornelis Hofstede de Groot, Beschreibendes und kritisches Werkverzeichnis der Werke der hervorragendsten holländischen Maler des
XVII. Jahrhunderts, nach dem Muster von John Smith’s Catalogue Raisonné, V, Esslingen, 1912, Nr. 174, identisch mit Nr. 184.
S. Gudlaugsson, Katalog der Gemälde Gerard Ter Borchs, sowie biographisches Material, Den Haag, 1960, S. 118–119, Nr. 110n
Tafel XII, Nr. 2, als Caspar Netscher
Provenienz:
Auktion J. Palthe, Leiden, 20. März 1770, Los Nr. 9, als Gerard Terborch (für 66 Florin an Janssen im Auftrage von:
Sammlung Dr. Tak, Leiden
Sammlung Paulus van Spijk, Leiden
Auktion Reyers Coders, Leiden, 23. April 1781, Los Nr. 102, als Gerard Terborch (versteigert für 125 Florin)
Auktion Laurens Constant, Rotterdam, 30. Juni 1783, Los Nr. 136, als Gerard Terborch (im Auftrage der Witwe von Paulus van Spijk
oder des Jan van der Maas versteigert für 34 Florin an Brouw)
Sammlung Gerrit Muller, Amsterdam
Auktion de Vries, Roos, et al. Amsterdam, 2. April 1827 und nachfolgende Tage, Los Nr. 68, als Gerard Terborch (für 1100 Florin an
Nieuwenhuys).
Auktion de Vries, Roos, et al. Amsterdam, 1. April 1833, Los Nr. 172, als Gerard Terborch (dort unverkauft)
Sammlung Christianus Johannes Nieuwenhuys, Auktion Christie’s, London, 10. Mai 1833, Los Nr. 58, als Gerard Terborch (für
121 Guineas an Dunford)
Nieuwenhuys, London und Paris, bei diesem angekauft im Jahre 1873 von:
Sammlung Graf Greffulhe, Paris
Sotheby’s, London, Auktion, 22. Juli 1937, Los Nr. 97, als Gerard Terborch
D. und N. Katz, Dieren, 1939
D. und N. Katz, Basel, 1948
Sammlung Dr. H. Smidt v. Gelder
Galerie M. Schulthess, Basel, 1952
Zürcher Privatbesitz
Der Reiz der vorliegenden Komposition – eine Interieurszene mit einer eleganten, als Rückenfigur gezeigten Dame beim Lesen eines
Briefs – liegt nicht allein in der meisterhaften Behandlung des glänzenden, in weichen Falten zu Boden fallenden Satinkleides der
jungen Frau, sondern ebenso in der rätselhaften, intimen Atmosphäre, die den Betrachter gefangen nimmt.
Das Bild geht auf zwei Gemälde Ter Borchs mit dem Titel «Die väterliche Ermahnung» (1655 bzw. 1654/55) zurück, die heute im
Besitz des Rijksmuseums Amsterdam und der Gemäldegalerie Berlin sind. Während auf unserem Bild die Frau einen Brief in der Hand
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hält und links neben ihr ein kleiner Junge steht, sitzen auf den beiden Gemälden in Museumsbesitz eine ältere Frau und ein Mann vor
der stehenden jungen Frau, die in Haltung Kleidung und Frisur identisch aber ohne Brief dargestellt ist.
Es ist bekannt, dass Ter Borch nicht selten seine eigenen Bilder kopierte, vor allem dann, wenn sich eine Komposition als kommerzieller Erfolg herausstellte. Ter Borchs Motive wurden aber auch von Künstlern in seinem Umkreis und einer grossen Nachfolgerschaft
aufgenommen, kopiert und variiert. Interessant ist, dass Samuel van Hoogstraten in einem um 1658/60 entstandenen Interieur im
Hintergrund ein Gemälde gemalt hat, das dem hier vorliegenden sehr nahe kommt («De Pantoffels», Louvre, Paris).
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
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2024
2024.
Verkolje, Jan d. Ä. (Holland, 1650–1693). Interieur mit adeligem Herrn, einen Brief in der Hand haltend
– im Hintergrund Ausblick in einen Park. Öl auf Leinwand. Mitte rechts, auf einem auf dem Tisch liegenden Brief, signiert und datiert: «J. Verkolje/1684». 65:54,5 cm.
3000.—/4000.—
Wir danken Sabine Craft-Giepmans, RKD, Den Haag, für die Identifizierung des Gemäldes als eigenhändige Arbeit von Jan Verkolje d.Ä.
Provenienz:
Schweizer Privatbesitz
2025.
Cuylenborch, Abraham van (Holland, um 1620–1658). Waldlandschaft mit badenden Nymphen. Öl auf
Eichenholz. 38,5:46 cm.
2000.—/4000.—
Provenienz:
Alter Zürcher Privatbesitz
2026.
Neer, Eglon Hendrick van der (Holland,
1634–1703). Blick durch eine Trompe-l’Œil-Fensteröffnung auf eine junge Malerin an der Staffelei – im Hintergrund ein junger Herr. Öl auf Eichenholz. Unten rechts
signiert und datiert: «E. van der Neer f.
1665(?)». 37:31,5 cm. 15 000.—/25 000.—
Gutachten:
Eddy Schavemaker hat die Authentizität des hier vorliegenden Gemäldes auf der Grundlage von Fotografien bestätigt und beurteilt es als eine charakteristische und frühe
Arbeit Eglon van der Neers.
Literatur:
Wohl C. Hofstede de Groot, Beschreibendes und kritisches Verzeichnis der Werke der hervorragendsten holländischen Maler des XVII. Jahrhunderts, Esslingen/Paris,
1912, Bd. V, Nr. 88 a.
Eddy Schavemaker, Eglon van der Neer 1635/6–1703,
Doornspijk, 2010, S. 42 und 456, Nr. 14, Abbildung 13.
2025
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2026
Provenienz:
Wohl Cornelia van der Neer, jüngere Schwester des Künstlers
Wohl Robert Orr
Christie’s London, Auktion 13. Juni 1903, Nr. 105
Wohl M. H. Colnaghi, Auktion Robinson/Fisher, London, 22. Oktober 1908, Nr. 295
Sammlung der Fürsten von Isenburg
Hugo Helblng, Frankfurt a. M., Auktion Fürstlich Isenburg’sches Linienfideikomiss, 4. Mai 1932, Nr. 82 (hier datiert 1662)
Kunsthandel De Haas, 1937
P. de Boer, Amsterdam
Galerie Abels, Köln
Privatbesitz, Berlin
H.W. Lange, Berlin, 19. November 1938, Los Nr. 171
Kunsthandel Heinemann, Wiesbaden, Juli 1975
Zürcher Privatbesitz
Eglon van der Neer erhielt ersten Malunterricht von seinem Vater Aert van der Neer und lernte später im Atelier des etablierten
Amsterdamer Historien- und Genremalers Jacob van Loo. Seine Arbeit und die wechselnden Auftraggeber zwangen ihn im Laufe seines
Lebens zu häufigen Ortswechseln: Rotterdam, Amsterdam und Brüssel zählen zu den wichtigsten Stationen seines erfolgreichen Künstlerlebens. 1687 wurde van der Neer von König Karl Il. von Spanien zum Hofmaler ernannt. 1690 berief ihn Kurfürst Johann Wilhelm
von der Pfalz an seinen Hof nach Düsseldorf. Die Förderung durch aristokratische Auftraggeber sicherte ihm ein Leben in Wohlstand.
Neben kleinen Landschaftsbildern im Stile Elsheimers, beschäftigte sich van der Neer vor allem mit der Genremalerei, die ihm die
Anerkennung und Wertschätzung seiner Zeitgenossen sicherte. «Die wirklichkeitsgetreue Wiedergabe der Seidenstoffe seiner vornehm
gekleideten gezierten Damen bei Toilette, Musik, Besuch haben ihn berühmt gemacht». (Walther Bernt, 1948)
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2027
2027.
Holländische Schule (17. Jahrhundert). Bildnis eines Edelmannes. Öl auf Leinwand. Verso Etikett: «Leihgabe/der Sammlung/Wilh. Clemens, München». 53:44 cm.
2000.—/2500.—
Literatur:
Marjorie E. Wieseman, Caspar Netscher and late Seventeenth-Century Dutch Painting, Doornspijk/Davaco 2002, S. 386, cat. C
(recected attributions), Nr. C 249.
Provenienz:
Sammlung Wilhelm Clemens, München
Lempertz, Köln, Auktion 329, 5. Dezember 1931 (Kunst- und Möbelsammlung Wallraf), Nr. 18, mit Abbildung (als Caspar Netscher)
Marjorie Wieseman akzeptiert das Gemälde, das früher als Werk von Caspar Netscher (1639–1684) galt, nicht als authentisches Werk
dieses Künstlers. In ihrer Publikation zu Leben und Werk Netschers weist sie es mit der kurzen Bemerkung «direction Michiel van
Musscher» (1645–1705) dem Umkreis dieses in Rotterdam, später in Amsterdam tätigen Malers zu.
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2028
2028.
Stuven, Ernst (1647/67–1712). Stillleben mit Tulpen, Rosen und Schwertlilien in einer Glasvase, einer
offenen Taschenuhr und Schlüssel auf Marmorgesims. Öl auf Leinwand. Unten Mitte, auf dem Marmorsockel, bezeichnet: «R. Ruysch». 77,5:63,5 cm.
10 000.—/15 000.—
Fred G. Meijer, RKD, Den Haag, weist das seit Generationen als Werk von Rachel Ruysch (1664–1750) geltende Gemälde – auf der
Basis von Fotografien – dem einige Jahre älteren, in Hamburg geborenen und in Amsterdam tätigen Blumenmaler Ernst Stuven zu.
Nach seiner Einschätzung handelt es sich um ein relativ frühes Werk des Künstlers, das noch stark unter dem Einfluss von Willem van
Aelst (1622–1683) entstanden ist, in dessen Werkstatt Stuven lernte.
Provenienz:
Kunsthandel Luzern, um 1930
Zürcher Privatbesitz
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2029
2029.
Hooch, Charles Cornelisz de (Holland, um 1590–1638). Römische Grotte mit antiken Säulen, Grabsteinen und Marmorbüste. Öl auf Holz. Unten links signiert: «chaerles. D. hooch. f». 59,5:83,5 cm.
6000.—/7000.—
Wir danken Ellis Dullaart, RKD, Den Haag, für die Bestätigung der Authentizität des vorliegenden Gemäldes.
Das Gemälde ist im RKD, Den Haag, unter der Nummer 250479 als eigenhändige Arbeit des Künstlers archiviert.
Provenienz:
Kunsthandel G. Ryaux, Paris/Bauvais (als Werk von Rombout van Troyen)
Schweizer Privatbesitz
Über Leben und Wirken von Charles Cornelisz de Hooch ist nur wenig bekannt, gesicherte Informationen sind spärlich, vieles bleibt
im Dunkeln. Geboren ist der Künstler zwischen 1600 und 1606, möglicherweise in Den Haag, vielleicht aber auch in Haarlem. Dafür
würde Samuel Ampzings 1628 publizierte poetische Beschreibung Haarlems – eine eigentliche Ode an die Stadt – sprechen, in welcher
der Künstler als «de Hoog, der Maler von Ruinen» Erwähnung findet. Spätestens seit 1628 ist sein Aufenthalt in Utrecht verbürgt. 1629
heiratet er und wird 1633/34 in die Utrechter Malergilde Sankt Lukas aufgenommen. Wo und bei wem er seine Lehr- und Ausbildungsjahre verbracht hat ist ungewiss, er scheint aber Anregungen von Künstlern wie Essaias van de Velde, Bartholomeus Breenbergh
und Pieter van Laer aufgenommen zu haben.
Im schmalen Œuvre des bereits 1638 gestorbenen Künstlers finden sich zwar auch Landschaftsbilder, Bekanntheit hat de Hooch aber
vor allem mit seinen Ansichten römischer Grotten und Höhlen erlangt. Ein charakteristisches und besonders ausdrucksstarkes Beispiel
stellt unser 1631 entstandenes grossformatige Gemälde dar, das das Innere einer Katakombe zeigt. Im gespenstisch beleuchteten hohen
und verwinkelten, von wenigen Besuchern bevölkerten Raum, liegt und steht ein Sammelsurium von römischen Säulen, Grabsteinen,
Totenschädeln und Marmorbüsten – eine surreal anmutende Ansammlung von Vanitas-Symbolen.
Mehrere niederländische Maler im Umkreis de Hoochs, etwa Abraham van Cuylenborch, Rombout van Troyen oder Petrus van
Hettich waren wie er auf die Darstellung von Grotteninnenräumen spezialisiert. Archäologische Ausgrabungen am Ende des 15. bis
Anfang des 17. Jahrhunderts könnten das Interesse der Künstler an diesem Motivkreis geweckt haben. Nur eine Generation zuvor
waren die Katakomben vor den Toren Roms wiederentdeckt und von Wissenschaftern wie Antonio Bosio (1575–1629) systematisch
erforscht worden. Utrecht war zu jener Zeit eines der bedeutendsten Kunstzentren Hollands und viele der dort ansässigen Künstler
weilten für kürzere oder längere Zeit in Italien. Ob de Hooch selbst jemals in Italien war und die alten römischen Stätten mit eigenen
Augen gesehen hat, ist nicht gesichert. Als wahrscheinlicher erscheint es, dass er von Gemälden, Zeichnungen, Stichen und Beschreibungen anderer Künstler zu seinen Werken inspiriert worden war.
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
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2030
2030.
Molenaer, Bartholomeus (Holland, 1610–1650). Interieur mit Bauern beim Schlachten eines Schweins.
Öl auf Holz. 47,5:64 cm.
8000.—/10 000.—
Wir danken Fred G. Meijer, RKD, Den Haag, für die Identifizierung des Gemäldes als authentisches Werk von Bartholomeus
Molenaer.
Provenienz:
Auktion, Amsterdam, 27. Februar 1923, Lot 65 (als Werk von Isaac van Ostade)
Kunsthandel P. de Boer, Amsterdam (als Werk von Isaac van Ostade)
Alter Schweizer Privatbesitz
Das lange Zeit als Werk des Isaac van Ostade geltende Gemälde ist heute als eigenhändige Arbeit von Bartholomeus Molenaer akzeptiert. Molenaer, zwischen 1610 und 1618 in Haarlem geboren wurde 1640 in die Sankt Lukas Malergilde aufgenommen. Seine Werkstatt hatte er in der «kleine Houtstraat» im Hause seiner Schwiegermutter. Wie seine Zeitgenossen Isaac und Adriaen van Ostade und
sein Bruder, der Maler Jan Miense Molenaer, widmete auch er sich in seinem Schaffen zur Hauptsache der Darstellung des einfachen
bäuerlichen Lebens.
Das hier vorgestellte reizvolle Gemälde zeigt ein scheunenartiges Interieur mit Männern und Frauen beim Schlachten eines Schweins.
Wie in vielen seiner Gemälde hat Molenaer die Hauptszene, das bereits aufgebrochene, weitgehend ausgeweidete und an den Hinterbeinen aufgehängte Tier, in helles Licht getaucht, während der Hintergrund des Raums im Dunkeln liegt – eine Lichtführung, die
zweifellos von Rembrandt und seiner Schule inspiriert war.
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
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2031
2031.
Italienische Schule (17. Jahrhundert). David mit dem Haupte Goliaths. Öl auf Leinwand. 34:26 cm.
2000.—/3000.—
Provenienz:
Westschweizer Schlossbesitz
2032.
Velásquez, Diego Rodríguez de Silva y (Spanien, 1599–1660) (Umkreis). Der Nussknacker – Bildnis
eines Mannes mit Schlapphut und zerfetztem Mantel, Nüsse in einem Mörser zerstampfend. Öl auf Leinwand. 88,5:63,5 cm.
8000.—/12 000.—
Gutachten:
Bernard Berenson, Florenz, 1926
Provenienz:
Sammlung Pallavicini, Auktion Knight, Frank & Rutley, London, 27.5.1927, Nr. 19 (als «a youthful but authentic work of Velasquez»).
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2032
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2033
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2033
2033.
Dixon, Samuel (England, gest.
1769) (Nachfolger). Drei Vogeldarstellungen. Grauer Falk./Fasan./
Grüner Papagei. Embossing, aquarelliert, auf Bütten. Mit Wasserzeichen: C & I Honig (Cornelius &
Jakob Honig 1683–1856) / Strassburgian Armour / C & I Honig.
Alle am unteren Blattrand mit
Feder in Braun bezeichnet (wohl
von späterer Hand). Gerahmt.
Je 38,2:28,3 cm. 1500.—/2000.—
Provenienz:
Alter Zürcher Privatbesitz
2034.
Anonym (19. Jahrhundert). Bildnis
eines jungen Schwarzen mit Turban. Öl auf Leinwand. 56:44 cm.
600.—/800.—
Provenienz:
Westschweizer Schlossbesitz
2034
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2033
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
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2035
2036
2035.
Pillement, Jean Baptiste Nicolas (Frankreich, 1728–1808). Verschneite Küstenlandschaft mit Reisigsammlern und Vogeljägern. Öl auf Holz. Unten links signiert: «J. Pillement». 24:33 cm. 1200.—/1600.—
2036.
Molenaer, Claes (Nicolaes) (Holland, um 1626/29–1676) (Umkreis). Abendliche Winterlandschaft mit
Packschlitten. Öl auf Holz. 43:60,5 cm.
1000.—/1500.—
Provenienz:
Alter Schweizer Privatbesitz
2037.
Stoop, Dirck (Holland, 1618–1681). Reitergefecht. Öl auf Holz. 33:43,5 cm.
Provenienz:
Alter Schweizer Privatbesitz
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1400.—/1800.—
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
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2037
2038
2039
2038.
Heerschop, Hendrik (Holland, 1620–1672) (zugeschrieben). Kücheninterieur mit Familie beim Abendbrot. Öl auf Holz. 56:44,5 cm.
2000.—/2500.—
Provenienz:
Alter Schweizer Privatbesitz
2039.
Dyck, Anthony van (Flandern, 1599–1641) (Nachfolger). Bildnis der Prinzessin Amalia von SolmsBraunfels. Öl/Holz. 25:19 cm.
1400.—/1800.—
Provenienz:
Alter Schweizer Privatbesitz
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2041
2042
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2043
2040.
Venezianische Schule (18. Jh.). Bildnis eines Mannes mit
Turban. Öl auf Leinwand. 54:43 cm.
1200.—/1800.—
2041.
Flämische Schule (um 1700). Ruinenlandschaft mit
Badenden. Öl auf Holz. 30:25,5 cm.
800.—/1200.—
2042.
Italienische Schule (18. Jh.). Architektur-Capriccio mit
Figurenstaffage. Öl auf Leinwand, auf Hartfaser aufgezogen.
71,5:94 cm.
1500.—/2000.—
Provenienz:
Westschweizer Schlossbesitz
2043.
Flämische Schule (17. Jahrhundert). Christus am Kreuz –
im Hintergrund die Silhouette von Jerusalem. Öl auf Leinwand, auf Holz aufgezogen. 128:80,5 cm.
2000.—/3000.—
Provenienz:
Alter Schweizer Privatbesitz
2044.
Anonym (17. Jh.). Der heilige Antonius in der Höhle. Öl
auf Kupfer. In schwarzem Barock-Flachbandrahmen mit geschnitztem und vergoldetem Fronton aus volutenverzierter
Rocaille, in den vier Ecken Akanthusblätter. 16:13 cm.
1500.—/2000.—
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
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2045
2045.
Molijn, Pieter de (Holland, 1595–1661) (zugeschrieben). Landschaft mit Gehöft und Figurenstaffage.
Feder und Aquarell. Oben links Spuren einer Signatur, verso (von späterer Hand) bezeichnet: «P. Molijn.».
16,6:23,7 cm.
1400.—/1800.—
In den oberen Ecken Durchschlag von altem Klebeband. Gerahmt.
Provenienz:
Alter Schweizer Privatbesitz
2046.
Füssli, Johann Kaspar (Schweiz, 1743–1786) (zugeschrieben). Käfer und Schmetterlinge. Feder in
Schwarz, Aquarell und Gouache auf Papier. Am unteren Blattrand sowie ein Blatt zusätzlich rückseitig (von
fremder Hand?) bezeichnet: «Casp. Füssli» bzw. «Caspard Füssli». 2 Blatt, zusammen gerahmt. 14,1:11,2 cm.
2000.—/3000.——
Provenienz:
Alter Zürcher Privatbesitz
Ersten Zeichen- und Malunterricht erhielt Füssli vermutlich von seinem Vater Johann Caspar Füssli (1706–1782), Maler, Literat und eigentlicher Begründer einer schweizerischen Kunsthistoriografie.
Schon früh spezialisierte sich der junge Füssli auf die Darstellung von
Pflanzen und Insekten, die er sammelte und mit wissenschaftlicher
Akribie studierte. Seine Erkenntnisse und Studien publizierte er in
mehreren Schriften, etwa einem «Verzeichnis der ihm bekannten
Schweizerischen Insekten» (1775), dem zweibändigen «Magazin für
die Liebhaber der Entomologie» (1778–79), der Reihe der «Neue(n)
Magazin(e) für Liebhaber der Entomologie» (1781–86), sowie einem
in mehreren Bänden erschienenen «Archiv für Insektengeschichte»
(1778–1786).
Bei den beiden hier vorliegenden Blättern handelt es sich wahrscheinlich um Studien für Füsslis 1775 erschienene Publikation «Verzeichnis der ihm bekannten Insekten», der eine von ihm gezeichnete
Farbtafel mit naturgetreu gezeichneten Insekten beigegeben war. Die
Illustrationen für seine späteren Publikationen stammten von anderen
Künstlern, u. a. von Johann Rudolph Schellenberg (1740-1806) der
die Farbtafeln für Füsslis «Magazin der Liebhaber der Entomologie»
sowie für dessen «Archiv für Insektengeschichte» gestaltete.
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
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2047
2048
2047.
Neapolitanische Schule (frühes 19. Jahrhundert). Musizierende Familie. Öl auf Leinwand. 86:71.5 cm.
1500.—/2000.—
Das stimmungsvolle Gemälde zeigt mit grosser Wahrscheinlichkeit den bedeutenden, in Neapel geborenen Gitarristen und Komponisten Ferdinando Carulli (1770–1841) mit seiner Familie.
Provenienz:
Westschweizer Schlossbesitz
2048.
Reinhart (Reinhard), Joseph (Schweiz, 1749–1829). Die fünf Sinne. Öl auf Holz. 47:59 cm.
3000.—/5000.—
Provenienz:
Schweizer Privatbesitz
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
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2049
2049
Das Gemälde scheint eine Studie zu einem Gemälde des ursprünglich gegen 140 Werke umfassenden Zyklus «Die Schweizer Trachtenbildnisse» zu sein, den Reinhardt zwischen 1788 und 1796 als Auftragsarbeit geschaffen hat. Die fünf auf dem vorliegenden Bild porträtierten Männer – alle namentlich bekannt – repräsentieren mit ihren typischen Kostümen einerseits den Kanton Freiburg, andererseits
stehen sie als Personifikationen der fünf Sinne. Das vorliegende Gemälde entspricht im Wesentlichen der grösserformatigen und auf
Leinwand gemalten definitiven Fassung, die zusammen mit den heute noch existierenden 125 Bildern dieser Folge im Bernischen
Historischen Museum aufbewahrt wird. (Vergleiche: Hans Christoph von Tavel, Die Schweizer Trachtenbildnisse des Malers Joseph
Reinhart, Bern 1961, S. 30, Nr./Abb. 29.)
2049.
Horemans, Jan Josef d. J. (Flandern, 1714–1792). Gegenstücke. Blick in die Schulstube einer Mädchenschule./Blick in die Schulstube einer Knabenschule. Öl auf Leinwand. Beide unten links (schwer lesbar)
signiert. Je 47:57 cm.
3000.—/5000.—
Wir danken Ellis Dullaart, RKD, Den Haag, für die Bestätigung der Authentizität der beiden Gemälde.
Provenienz:
Alter Schweizer Privatbesitz
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
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2050
2051
2052
2050.
Anonym (19. Jahrhundert). Stillleben mit Blumen und Früchten. Sepia-Aquarell über Bleistift auf Papier.
54:47 cm.
400.—/600.—
Qualitätsvolle Arbeit eines anonymen Künstlers des 19. Jahrhunderts nach einem Gemälde von Jan van Huysum (1682–1749) resp. nach
einer nach dessen Werk geschaffenen Aquatinta-Radierung von Richard Earlom (1743–1822).
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
51
2053
2051.
Düringer, Daniel (Schweiz, 1720–1786). Arkadische Landschaft mit Hirte und Tieren, 1769. Feder,
laviert, auf Papier. Am unteren Blattrand signiert und datiert: «Düringer/inv: et fe:/1769.». 48:41,5 cm.
500.—/600.—
Alt montiert, minim gebräunt.
Provenienz:
Alter Zürcher Privatbesitz
2052.
Meyer, Johann Heinrich (Schweiz, 1755–1829). Mythologische Szene – Landschaft mit Paar, Tempel
und Minerva, 1787. Feder in Braun, laviert, auf Papier. Unten rechts signiert und datiert: «I.H. Meyer
inv. May 1787.». 42,3:40,5 cm.
1400.—/1800.—
Alt montiert. Auf Unterlagenkarton ein Spruch von Salomon Gessner (1730–1788) – wohl eine spätere Hinzufügung.
Provenienz:
Alter Zürcher Privatbesitz
2053.
Watteau, Jean Antoine (Frankreich, 1684–1721) (Umkreis). Vier weibliche Kopfstudien. Rote Kreide
und Kohle auf Bütten, mit Wasserzeichen «Lilie». Unten links Sammlerstempel LS (wohl Lugt 1768) sowie
mit Feder in Braun bezeichnet: Watteau. 31,8:25,9 cm.
1200.—/1500.—
Gebräunt und minim stockfleckig. Gerahmt.
Provenienz:
Wohl Baron Louis Auguste de Schwiter (1805–1889), Paris
Westschweizer Schlossbesitz
2054.
Watteau, Jean Antoine (Frankreich, 1684–1721) (Umkreis). Handstudie. Rote Kreide auf Papier. Unten rechts
Blindstempel (möglicherweise Lugt suppl. 1257f).
18:17 cm.
1200.—/1500.—
Gebräunt und minim stockfleckig. Gerahmt.
Provenienz:
Möglicherweise Sammlung Baron Cornelius Ver Heyden de Lancey (1889–
1984), Jersey
Westschweizer Schlossbesitz
2054
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
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2055
2055.
Englische Schule, 2. Hälfte 18. Jh. (Alte Zuschreibung an David Morier, Bern, um 1705–1770
London). Reiterportrait eines Offiziers mit Dreispitz und blauem Reiterfrack, besetzt mit dem Order of the
Garter, eine weite Flusslandschaft im Hintergrund. Öl auf Leinwand. In geschnitztem und vergoldeten
Originalrahmen der Zeit George II. 126.5:101 cm.
18 000.—/25 000.—
Provenienz:
Needhams Antiques, New York, 1960
Amerikanische Privatsammlung
Christie’s New York, 19. Mai 1993, Los-Nr. 34
Zürcher Privatbesitz
Im Auktionskatalog von 1993 wird erwähnt, dass es sich beim Portraitierten, wie damals auf altem Etikett auf dem Spannrahmen vermerkt, um Henry Frederic, Duke of Cumberland (1745–1790), handeln soll. Dieser Klebezettel ging beim Transport des Gemäldes in
die Schweiz, 1993, verloren.
David Morier, dem dieses prächtige englische Reiterportrait der Zeit George II traditionell zugeschrieben wird, wurde um 1705 in
Bern geboren und kam 1743 als bereits sehr begabter Maler nach England, wo er von William, Duke of Cumberland, gefördert wurde
und eine jährliche Pension von 100 Pfund erhielt. Morier war berühmt für seine Tierdarstellungen, und besonders für seine Pferdeportraits, Schlachtenszenen und Reiterportraits, darunter jene der Könige George II und George III. Morier gehörte zu den ausgewählten Künstler, die mit Werken an der ersten Ausstellung der Society of Artists im Jahre1760 vertreten waren. Viele seiner bedeutenden
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
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2055
Werke finden sich heute in der Royal Collection. Die markante Darstellung des Pferdekopfes, mit den leuchtenden, leicht vorstehenden Augen und der betont gerundeten Nase mit den grossen Nüstern, aber auch die Detailtreue in der Darstellung der gezopften Ziermähne des Pferdes, des Zaumzeugs, der Schabracke, der Satteltasche und der kleinen Büsche des Vordergrunds, erinnern an sein gleichformatiges Reiterportrait des Field Marshall Sir Jean Louis Ligonier 1st Earl Ligonier (1705–1770), welches sich in Privatbesitz erhalten
hat. Paul Cox, National Portrait Gallery in London, denkt, dass eine Identifizierung des Portraitierten mit Henry Frederic, Duke of
Cumberland, plausibel sei, es sich möglicherweise aber auch um dessen Bruder, William Frederick, Duke of Gloucester, handeln
könnte, obwohl dieser meist in Uniform portraitiert wurde. Cox bezeichnet unser Reiterportrait als attraktiv, erwähnt aber einen vorsichtigen Vorbehalt gegenüber der traditionellen Zuweisung an Morier.
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
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2056
2057
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
55
2058
2056.
Sartorius, John Nost (England, 1759–1828). Reiter mit Pferd, erlegtem Fuchs und Hunden, 1800. Öl auf
Leinwand. Unten links signiert und datiert: «JN Sartorius 1800». 36:45 cm.
1000.—/1500.—
Provenienz:
Arthur Ackermann & Son, London
Schweizer Privatbesitz
2057.
Sartorius, John Nost (England, 1759–1828). Reiter mit Hunden im Gespräch mit zwei Männern. Öl auf
Leinwand. Unten links signiert: «JN Sartorius». 36:45 cm.
1000.—/1500.—
Provenienz:
Arthur Ackermann & Son, London
Schweizer Privatbesitz
2058.
Sartorius d. Ä., Francis (England, 1743–1804). Gentleman zu Pferd, begleitet von zwei Terriers, 1783.
Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert und datiert: «Fr. J. Sartorius Pinxit 1783». 63,5:76 cm.
3500.—/4500.—
Provenienz:
Arthur Ackermann & Son, London, Nr. P4408
Schweizer Privatbesitz
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
56
2059
2060
2059.
Williams, W. D. (Englische Schule, um 1800). Reiter auf Schimmel in baumreicher Landschaft. Öl auf
Leinwand. Unten rechts signiert und bezeichnet: «W. D. Williams/Exeter Lodge/Grosv. Street/Cheltenham». 74:91 cm.
1500.—/2000.—
Provenienz:
Schweizer Privatbesitz
2060.
Pollard, James (England, 1792–1887) (Nachfolger). Pferd und Hund vor einem Hauseingang stehend. Öl
auf Leinwand. 51,5:65,5 cm.
1000.—/1500.—
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
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2061
2062
2061.
Sartorius, John Nost (England, 1759–1828). Fuchsjagd mit Reiter und Hund. Öl auf Leinwand. Unten
links signiert. 36:45 cm.
1000.—/1500.—
Provenienz:
Arthur Ackermann & Son, London
Schweizer Privatbesitz
2062.
Englische Schule (18. Jh.). Jüngling in rotem Gewand zu Pferd. Öl auf Leinwand. 73,5:91 cm.
1500.—/2000.—
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
58
2064
2063
2065
2065
2063.
Freudenberger, Sigmund (Schweiz, 1745–1801). Mann mit Schubkarren. Bleistift, braun und grau
laviert, auf Papier. 18,5:13,9 cm.
600.—/700.—
Alt montiert. Untere linke Ecke mit kleiner Fehlstelle.
Provenienz:
Alter Zürcher Privatbesitz
2064.
Anonym (19. Jahrhundert). Küstenlandschaft mit Wasserfall. Feder und Aquarell auf Papier. Lichtmass 21,5:20 cm.
500.—/700.—
Gerahmt.
2065.
Anonym (19. Jahrhundert). Gegenstücke. Zwei Genreszenen mit Frauen und Kindern. Feder und Aquarell auf Papier. Lichtmass 14,5:18,5 cm/14,5:19 cm.
800.—/1400.—
Gerahmt.
Register Seite 111–112
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
59
2066
2066.
Schüz, Christian Georg (Deutschland, 1718–1791). Rheinlandschaft mit Figurenstaffage und Blick auf
eine Burg. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: «Schütz p.» 40:54 cm.
3000.—/4000.—
Provenienz:
Alter Schweizer Privatbesitz
2067.
König, Franz Niklaus
(Schweiz, 1765–1832).
Zwei Damen beim
Ententeich im Garten
eines Berner Landgutes,
1795. Öl auf Holz.
Unten rechts signiert
und datiert: «Koenig.
fecit. 1795». 26,5:35,5 cm.
1000.—/1500.—
2067
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2068.
Juillerat, Jacques Henri (Schweiz,
1777–1860). «Vue du pont d’Alpignan
aux environs de Turin». Aquarell auf
Papier. Am unteren Blattrand bezeichnet und signiert: «Juillerat fecit».
27,5:39 cm.
600.—/800.—
Papierverlust in der linken oberen Ecke. Gerahmt.
2068
2069.
Holzhalb, Johann-Rudolf (1723–
1806). Neujahrsblatt, 1784. Radierung. In der Platte signiert und datiert.
Blatt aus einer Folge von Neujahrsblättern (zu den Themenkreisen
Infanterie, Exerzieren, Militärgeschichte), herausgegeben in den Jahren 1744–1798 von der militärischen
Gesellschaft der Pförtner, Zürich.
30:37 cm (Platte).
500.—/700.—
Mittelfalz, gebräunt, minim stockfleckig. Gerahmt.
Provenienz:
Alter Zürcherr Privatbesitz
2070.
Meiss von Teufen, Joh. (Schweiz,
18. Jahrhundert). Grundriss des gelben
Hauses und Winkels, 1789. Plan der
Häuser Kirchgasse 50 und Oberdorfgasse 10 in Zürich. Feder in Schwarz,
laviert, auf Papier. Signiert und datiert: «I. Meiss von Teuffen fec. 1789».
42:51,5 cm.
1000.—/1500.—
Alt montiert, gebräunt, stellenweise fleckig.
Gerahmt.
Literatur:
Christine Barraud Wiener, Die Winkelwiese in
Zürich: vom Rebberg zum Bauplatz, in: Kunst +
Architektur in der Schweiz, Bd. 54 (2003), S. 34ff.,
Abb. 4.
2069
Provenienz:
Alter Zürcher Privatbesitz
2071.
Wüest, Johann Heinrich (Schweiz,
1741–1821).
Bachlandschaft
mit
Bauern und Vieh. Öl auf Holz. 14:22 cm.
2000.—/2500.—
Provenienz:
Alter Zürcher Privatbesitz
2072.
Shayer, William (England, 1787–
1879). Seelandschaft mit weidenden
Kühen. Öl auf Leinwand. Am unteren
Bildrand signiert. 62:97 cm.
1500.—/2500.—
2070
Register Seite 111–112
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2071
2072
Register Seite 111–112
61
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
62
2073
2074
2075
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2076
2073.
Verboeckhoven, Eugène Joseph (Belgien, 1798–1881) (Umkreis). Blick in einen Stall mit Schafen und Huhn. Öl auf Holz.
16,5:24 cm.
800.—/1000.—
2074.
Desvarreux, Raymond (Frankreich, 1848–1912). Blick in
einen Stall mit Schafen und Hühnern. Öl auf Holz. Unten links
signiert. 15,5:22 cm.
600.—/800.—
2075.
Bonheur, Rosa (Frankreich, 1822–1899) (zugeschrieben). Kühe
und Schaf auf der Weide. Ölstudie auf Leinwand.
19,5:34,5 cm.
1000.—/1400.—
2076.
Malbranche, Louis Claude (Frankreich, 1790–1838). Stall mit
Bauer und seinen Kindern beim Füttern eines Schimmels. Öl auf
Leinwand. Unten rechts signiert. 59,5:73 cm.
1200.—/1800.—
2077.
Sarlain, Jean (Frankreich, 1859–1942) (Pseudonym für Paul
Denarie.). Marktszene in Rouen – im Hintergrund die Kathedrale. Öl auf Leinwand. Unten links signiert. 46:26 cm.
600.—/800.—
2077
Register Seite 111–112
63
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
64
2079
2078
2080
2080
2078.
Quaglio, Angelo d. Ä. (Deutschland, 1778–1815). Krypta der Kathedrale von Gloucester. Feder, laviert,
auf Papier. Am unteren Blattrand (von fremder Hand ?) bezeichnet: «Kripte dans la cathedrale de Gloucester 11me siècle». 18,6:22,8 cm.
500.—/600.——
Provenienz:
Alter Zürcher Privatbesitz
2079.
Rive, Pierre Louis de la (Schweiz, 1753–1817). Landschaft mit Baumgruppe. Sepia-Aquarell auf Bütten.
Verso mit brauner Feder bezeichnet: «L. De La Rive». 47,5:58,5 cm.
500.—/700.—
In Passepartout montiert. Minim gebräunt und stockfleckig. Gerahmt.
2080.
Töpffer, Wolfgang Adam (Schweiz, 1766–1847). Gegenstücke. Junge Frau in Tracht mit Krug./Trachtenmädchen mit Buch. Aquarell auf Papier. Lichtmass 14,5;14,5 cm/14:14 cm.
1600.—/2000.—
Beide mit kleinem Papierverlust in der oberen bzw. unteren linken Ecke. Minim gebräunt. Gerahmt.
Provenienz:
Alter Schweizer Privatbesitz
2081.
Italienische Schule (19. Jahrhundert). Borromäische Inseln. Gouache auf Papier. 52:71 cm (Darstellung).
800.—/1200.—
Gerahmt.
Register Seite 111–112
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
65
2081
2082
2082.Italienische Schule (19. Jahrhundert). Kleiner befestigter Hafen mit Schiffen und Figurenstaffage.
Gouache auf Papier. Gerahmt. Lichtmass 42,5:65,5 cm.
600.—/800.—
Register Seite 111–112
66
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2083
2083.
Bachmann, Hans (Schweiz, 1852–1917). «Vision»,
1903. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert. 215:133 cm.
3000.—/4000.—
Provenienz:
Galerie Neupert, Zürich, Nr. 3420
Schweizer Privatbesitz
2084.
Dedreux-Dorcy, Pierre Joseph (Frankreich,
1789–1874) (zugeschrieben). Bildnis einer jungen
Frau mit Feldblumenstrauss im Arm. Öl auf Malkarton. Unten rechts signiert. 27:21,5 cm.
1000.—/1200.—
2085.
Baron, Henri Charles Antoine (Frankreich,
1816–1885). Parklandschaft mit vornehmer Gesellschaft. Öl auf Holz. Unten rechts signiert. 22:27,5
cm.
800.—/1200.—
2086.
Reignier, Jean Marie (Frankreich, 1815–1886).
Stillleben mit Blumen und Vogel, 1865. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert: «Reignier/
1865». 46,5:61,5 cm.
1500.—/2000.—
Provenienz:
Galerie Neupert, Zürich, Nr. 1817
2084
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2085
2086
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67
68
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2087
2088
2087.
Girardet, Karl (Schweiz, 1813–1871). Berglandschaft mit Spaziergängern. Öl auf Leinwand, auf Karton
aufgezogen. Unten links monogrammiert, verso Nachlasssiegel: «Karl Girardet». 21:35,5 cm.
2500.—/3000.—
Provenienz:
Galerie Dr. Fritz Nathan, St. Gallen, Nr. 717 (verso Etikett)
Schweizer Privatbesitz
2088.
Buchser, Frank (Schweiz, 1828–1890). Nordafrikanische Landschaft mit Kamelkarawane. Öl auf Papier,
auf Leinwand aufgezogen. Unten links monogrammiert. 20,5:39,5 cm.
3000.—/3500.—
Register Seite 111–112
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
69
2089
2090
2090
2089.
Adam, Franz (Deutschland, 1815–1886). Schlachtenszene mit fliehendem Schimmel, 1855. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert und datiert: «Adam 55». 27,5:33 cm.
1800.—/2200.—
2090.
Fouleux, J. (19. Jahrhundert). Gegenstücke, 1877. Orientalische Szenen mit reicher Figurenstaffage. Öl
auf Leinwand. Unten rechts bzw. unten links signiert und datiert. Je 80:63 cm.
1500.—/2000.—
Register Seite 111–112
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
70
2091
2092
2092
2091.
Englische Schule (19. Jh.). Küstenlandschaft mit Maler vor seiner Staffelei, von der Flut überrascht. Öl auf
Leinwand. 37:46 cm.
1500.—/2000.—
2092.
Notz, Johannes (Schweiz, 1802–1862). Gegenstücke, 1852/54. Bildnis eines Ehepaars. Bleistift auf Papier.
Beide signiert und datiert, 1852 bzw. 1854. Je 29:23,5 cm.
500.—/600.—
Gebräunt. Gerahmt.
Provenienz:
Alter Zürcher Privatbesitz
2093.
Hildebrandt, Ferdinand Theodor (Deutschland, 1804–1874). Zwei musizierende Wanderer am Wegkreuz, 1861. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert: «Th. Hildebrandt/1861». 54,5:41,5 cm. 800.—/1200.—
2094.
Monogrammist A.S. (1. Hälfte 19. Jahrhundert). Bildnis einer jungen Frau, 1834. Öl auf Leinwand.
Unten links monogrammiert, datiert und bezeichnet: «AS/Villa Sonnativa (?), 1834». 67:49 cm.
1000.—/1500.—
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2094
2093
2095
71
2095
2095.
Heideloff, Carl Alexander von (Deutschland, 1789–1865). 3 Arbeiten auf Papier.
Engel mit Kreuz, Kelch und Hostie, 1822./
Doppelbildnis Hanns Waldmann und
Adrian von Bubenberg./Blick auf einen
Landsitz. Feder, laviert, auf Papier. Ein
Blatt dediziert, signiert und datiert. 11.8:8,1 cm/14,6:21.9 cm/7:12,4 cm.
800.—/1000.—
Zusammen montiert.
Provenienz:
Alter Zürcher Privatbesitz
2095
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72
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2096
2097
2096.
Ponson, Luc Raphaël (Frankreich, 1835–1904). «Le chemin de la Corniche sous Roubion». Öl auf Leinwand. Unten links signiert, verso signiert und bezeichnet: «R. Ponson – Le chemin de la Corniche sous
Roubion – Marseille». 38:62 cm.
3500.—/4000.—
Register Seite 111–112
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
73
2098
2099
2099
2097.
Matania, Edoardo (Italien, 1847–1929). Fischersleute in der Bucht von Neapel – im Hintergrund der
Vesuv, 1872. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert. 40,5:67 cm.
2000.—/2500.—
2098.
Barraud, William (England, 1810–1850) (zugeschrieben). Aufbruch zur Jagd. Öl auf Leinwand. 46:64 cm.
3000.—/3500.—
2099.
Wheeler, John Arnold Alfred (England, 1821–1903). Gegenstücke. Zwei Jagdszenen. Öl auf Leinwand.
Beide unten rechts signiert. Je 25,5:30,5 cm.
1400.—/1800.—
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Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
Giovanni Segantini (1858–1899)
2100.
Segantini, Giovanni (Schweiz, 1858–1899). Gallo, um 1880. Öl auf Holz. 53,5:36 cm.
20 000.—/25 000.—
Gutachten:
Eine Fotoexpertise vom 7. November 1954 von Giorgo Nicodemi sowie eine schriftliche Echtheitsbestätigung von Gottardo Segantini,
ausgestellt in Maloja am 28. November 1964, liegen bei.
Das Gemälde ist im Archiv des Schweizerischen Instituts für Kunstwissenschaft, Zürich, unter Nr. 3998 als eigenhändige Arbeit von
Giovanni Segantini registriert.
Literatur:
Annie-Paule Quinsac, Segantini, Catalogo generale, Mailand 1982, Bd. 1, S. 43, Nr. 11, mit Abbildung
Maria Christina Gozzoli, L’opera completa di Segantini, Mailand 1973, Nr. 100, mit Abbildung
Provenienz:
Sammlung Paula Jucker, Zürich
Privatsammlung Engadin/Schweiz
Trotz schwieriger, von Lieblosigkeit und mangelnder Fürsorge geprägter Kindheits- und Jugendjahre, kann Giovanni Segantini bereits
mit 21 Jahren den ersten künstlerischen Erfolg feiern: Sein 1879 in der Nationalen Ausstellung in Brera gezeigtes Kircheninterieur Il coro
di Sant’ Antonio gewinnt den ersten Preis und stösst bei der Kritik auf positive Resonanz. Die beiden Kunsthändler Vittore und Alberto
Grubicy del Dragon nehmen den jungen Künstler unter Vertrag und gewähren ihm in den folgenden Jahren finanzielle Unterstützung.
Segantini verlässt die Akademie Brera in Mailand, wo er während einiger Jahre Kurse belegt hatte und lässt sich im Herbst 1880 mit
seiner Lebensgefährtin Bice Bugatti in Brianza, einem von der Zivilisation noch kaum berührten Landstrich, nieder. Von nun an liest
sich die Biographie des Künstlers als nahezu lückenlose Erfolgsgeschichte, die durch seinen frühen und unerwarteten Tod im September
1899 ein jähes Ende findet.
In diesen ersten Jahren nach der Brera entstehen neben Bildnissen vor allem zahlreiche Stillleben – oft Arbeiten auf Bestellung und
meist vermittelt von den Brüdern Grubicy, die dem Künstler nicht allein mäzenatisch zur Seite stehen, sondern auch prägend für seine
persönliche und künstlerische Entwicklung sind. Sie sensibilisieren ihn für farbtheorethische Aspekte und suchen ihm eine literarische,
philosophische und ästhetische Basis zu vermitteln, vor allem aber gewinnt er dank ihrer Unterstützung internationales Renommee.
Die vorliegende natura morta gehört zu der Gruppe dieser frühen Stillleben, die dem Künstler einerseits ein Einkommen sicherten, ihm
aber auch Gelegenheit zu malerischen Experimenten boten.
Der an einem Fuss an einer in Trompe-l’œil-Manier gemalten Holzwand aufgehängte Gallo, ist mit äusserster Sorgfalt und grosser Detailtreue wiedergegeben und spricht von der malerischen Brillanz, die bereits den jungen Segantini auszeichnete.
Motivisch kann das Bild einer ganzen Reihe von Stillleben mit Wildmotiven und aufgehängten Vögeln zugeordnet werden, die den
Künstler in diesen frühen Jahren beschäftigte. Nach seiner Übersiedlung in die Schweiz – vorerst nach Savognin, später ins Engadin –
gab er diesen Bildtypus, die Stilllebenmalerei überhaupt, ganz auf.
Segantini hat das Gemälde als Gegenstück zu einer ebenfalls aufgehängten Ente (Anitra) konzipiert, über deren heutigen Verbleib keine
Informationen vorliegen. Die beiden Stillleben sind – laut einem Vermerk von Annie-Paule Quinsac im Werkverzeichnis – im Jahre
1969 zusammen verkauft, offenbar aber zu einem späteren Zeitpunkt getrennt worden und in verschiedene Sammlungen gekommen.
Register Seite 111–112
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2100
Register Seite 111–112
75
76
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2101
2101.
Koller, Rudolf (Schweiz, 1828–1905). Rind am
Zürichsee. Öl auf Leinwand. 46:55 cm.
4000.—/6000.—
Gutachten:
Das Gemälde ist im Archiv des Schweizerischen Instituts für
Kunstwissenschaft, Zürich, unter Nr. 18493 als eigenhändiges
Werk des Künstlers registriert.
Beim vorliegenden Gemälde handelt es sich wahrscheinlich um
eine Studie zum Gemälde «Kühe am Weiher» (1874, Öl auf
Leinwand, 50:61 cm, Kunstmuseum Luzern, Inv. Nr. C 13). Ein
ähnliches, aber kleinerformatiges Gemälde findet sich in der
Sammlung Oskar Reinhart in Winterthur (Brüllendes Rind,
1871, Öl auf Leinwand, 38:45,5 cm).
Provenienz:
Alter Schweizer Privatbesitz
2102
Register Seite 111–112
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
77
2103
2102.
Weber, Paul (Deutschland, 1823–1916). Weidelandschaft mit Kuh. Öl auf Leinwand. Unten rechts Stempel-Signatur, verso Nachlassstempel. 49,5:37,5 cm.
600.—/800.—
2103.
Zünd, Robert (Schweiz, 1827–1909). Herbstlandschaft bei Luzern mit Blick auf den Pilatus,1851. Öl auf
Papier, auf Karton montiert. Unten rechts vom Künstler datiert: «15. Oct. 51». 29:28,5 cm.
8000.—/10 000.—
Provenienz:
Galerie Fischer, Luzern, Auktion vom 9. November 1940, Nr. 1378
Schweizer Privatbesitz
Register Seite 111–112
78
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2104.
Castan, Gustave (Schweiz,
1823–1892). Uferlandschaft
mit Boot und Figurenstaffage. Öl auf Malkarton.
Unten rechts signiert: «G.
Castan». 38,5:57,5 cm.
800.—/1200.—
2104
2105.
Tagliabue, Carlo Costantino (Italien, 1880–1960).
Flusslandschaft mit Hirte
und Schafherde. Öl auf
Leinwand, auf Karton aufgezogen. Unten links signiert.
49:70 cm. 1000.—/1200.—
2106.
Calame, Alexandre (Schweiz,
1810–1864). Landschaft in
der Umgebung von Genf.
Aquarell auf Papier. Unten
rechts signiert und bezeichnet: «Alexandre Calame f.
Genève». 22,7:34,5 cm.
1000.—/1500.—
2105
Gerahmt.
2106
Register Seite 111–112
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
79
2107
2107.
Eberle, Adolf (Deutschland, 1843–
1914). Heimkehr von der Jagd. Öl
auf Leinwand. Unten rechts signiert
und bezeichnet: «Adolf Eberle München». 51:65 cm. 3000.—/4000.—
Provenienz:
Schweizer Privatbesitz
2108.
Bachmann, Hans (Schweiz, 1852–
1917). Zwei Trachtenmädchen in
der Laube. Öl auf Malkarton. Verso
Künstlerstempel. 27,5:24 cm.
800.—/1000.—
2108
Register Seite 111–112
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
80
2109
2110
2109.
Toulouse-Lautrec, Henri de (Frankreich, 1864–1901). Pferd mit Karren (recto)./Vier Detailstudien:
Pferdeköpfe, Pferdebeine, männliche Rückenfigur (verso). Bleistiftstudien auf Papier. Unten rechts mit
Bleistift bezeichnet: «n° 6», unten links Monogramm-Stempel in Rot (Lugt 1338). 17:27,1 cm.
1000.—/1500.—
Minim gebräunt und lichtrandig. Gerahmt.
Provenienz:
Westschweizer Schlossbesitz
2110.
Muyden van, Henri (Schweiz, 1860–1936). Bildnis eines schlafenden Mannes mit Hut. Bleistift auf bräunlichem Papier. Unten links monogrammiert. Lichtmass 15:16 cm.
500.—/600.—
Gerahmt.
2111.
Menzel, Adolf Friedrich von (Deutschland, 1815–1905). Studie eines Soldaten sowie ergänzende Studien
von Kopf und Händen, 1885. Schwarze Kreide auf Papier. Unten rechts monogrammiert und datiert:
«AM 85». Gerahmt. 20,6:14,8 cm.
8000.—/12 000.—
Provenienz:
Alter Zürcher Privatbesitz
Register Seite 111–112
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
2111
Register Seite 111–112
81
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
82
2112
2113
2112.
Anker, Albert (Schweiz, 1831–1910). Junger Mann mit schlafendem Kind auf der Ofenbank. Feder in
Schwarz auf Papier. Am oberen Blattrand bezeichnet: «Pour une petite vignette». 24,9:16,2 cm.
2500.—/3000.—
Gerahmt.
Illustration für die Erzählung «Freuden und Leiden eines Schulmeisters» von Jeremias Gotthelf. Anker nimmt hier eine Komposition
wieder auf, die er in zwei 1888 und 1898 entstandenen Gemälden bereits variiert hatte (Der alte Küffer und schlafender Knabe,
WV 392. / Der alte Feissli mit Kind auf der Ofenbank, WV 542).
Literatur:
Jeremias Gotthelf. Ausgewählte Werke. Illustrierte Prachtausgabe. Nach den Originaltexten neu herausgegeben von Otto Sutermeister.
Mit Illustrationen von A. Anker, H. Bachmann, W. Vigier. La Chaux-de Fonds, F. Zahn, Bd. 1, S. 427.
Provenienz:
Alter Schweizer Privatbesitz (Geschenk von F. Zahn an die Ur-Grossmutter der heutigen Besitzer)
2113.
Anker, Albert (Schweiz, 1831–1910). Bauer mit seinen Kindern beim Schleifen seiner Axt. Federzeichnung auf festem Papier. Unten links signiert. 26:39 cm
3000.—/4000.—
Ränder gebräunt (vom Passepartout verdeckt). Gerahmt.
Register Seite 111–112
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
83
2114
2115
Illustration zu einer Erzählung von Jeremias Gotthelf für die illustrierte Prachtausgabe, herausgegeben von Otto Sutermeister, Verlag
F. Zahn, La Chaux-de-Fonds.
Provenienz:
Alter Schweizer Privatbesitz (Geschenk von F. Zahn an die Ur-Grossmutter der heutigen Besitzer)
2114.
Anker, Albert (Schweiz, 1831–1910). Alte Frau beim Abendbrot. Feder in Braun, auf Kalkpapier. Wohl
Studie für eine Fayence. Lichtmass 24,5:34 cm.
1000.—/1200.—
In Passepartout montiert, minim gebräunt. Gerahmt.
Der Zeichnung liegt eine schriftliche Echtheitsbestätigung von Daniel Dubois und Elisabeth Oser, Grossenkel und Enkelin des Künstlers, bei.
2115. Anker, Albert (Schweiz, 1831–1910). Alte Frau beim Kaffee. Feder in Braun auf Kalkpapier. Wohl Studie
für eine Fayence. Lichtmass 31,5:23,5 cm.
1000.—/1200.—
In Passepartout montiert, minim gebräunt. Gerahmt.
Der Zeichnung liegt eine schriftliche Echtheitsbestätigung von Dr. Albert Du Bois, Enkel des Künstler, bei.
Register Seite 111–112
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
84
2117
2116
2118
2116.
Anker, Albert (Schweiz, 1831–1910). Landschaft am Neuenburgersee, 1884. Aquarell auf Papier. Unten
links vom Künstler datiert: «17 juillet 84». 15:19,5 cm.
1400.—/1800.—
Auf Karton montiert. Minim gebräunt und lichtrandig. Gerahmt.
Dem Aquarell liegt eine Echtheitsbestätigung von Daniel Du Bois und Elisabeth Oser, Urenkel und Enkelin des Künstlers, bei.
Register Seite 111–112
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
85
2119 (recto)
2117.
Anker, Albert (Schweiz, 1831–1910). Landschaft bei Zollbrück. Bleistift auf Papier. Unten
rechts bezeichnet; «Zollbrück». 22:14,5 cm.
500.—/700.—
Schwacher Braunfleck am oberen Blattrand. Gerahmt.
2118.
Anker, Albert (Schweiz, 1831–1910). Junge
Frau in Tracht beim Schreiben. Kohlestudie auf
Papier. Verso Echtheitsbestätigung von Elisabeth Oser, Enkelin des Künstlers, datiert 14. Januar 1961. Lichtmass 25:35 cm.
1400.—/1800.—
Gebräunt. Gerahmt.
2119.
Anker, Albert (Schweiz, 1831–1910). Zwei
Sperlinge, 1900. Aquarell über Bleistift auf
Papier. Verso Bleistiftstudie eines alten Bauern,
datiert: «17. Fevr.». 12,2:22 cm.
3000.—/4000.—
Minim gebräunt, unten rechts schwacher, diagonal verlaufender Falz. Gerahmt.
Studie für die Sperlinge im Vordergrund des 1900 entstandenen Gemäldes «Kleinkinderschule auf der Kirchenfeldbrücke» (Öl auf Leinwand, 76:127 cm. VW 565. Gottfried
Keller-Stiftung, Kunstmuseum Bern/1944, Inv. 1594).
Provenienz:
Alter Schweizer Privatbesitz
2119 (verso)
Register Seite 111–112
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
86
2120
2120.
Anker, Albert (Schweiz, 1831–1910). Bildnis der Malerin Luise Rüedisühli (1867–1928), 1892. Aquarell
auf Papier. Oben rechts bezeichnet, signiert und datiert: «Louise Rüdisühli/26. März 1892/Anker». 22,5:15 cm.
3000.—/4000.—
Fehlstellen in den oberen Ecken. Gerahmt.
Dem Aquarell liegt eine, im September 1962 ausgestellte, handschriftliche Echtheitserklärung von Elisabeth Oser, Enkelin des Künstlers, bei.
Alma Luise Rüdisühli, die Albert Anker hier im Alter von 25 Jahren porträtiert hat, ist als drittes Kind in eine Künstlerfamilie hineingeboren worden. Sie und drei ihrer Brüder – Hermann, Michael und Eduard – entschieden sich ebenfalls für eine Künstlerlaufbahn und erhielten ersten Unterricht bei ihrem Vater Jakob Lorenz Rüdisühli, einem Landschaftsmaler der Boecklin Nachfolge.
Während ihre Brüder ihre Ausbildung an der kunstgewerblichen Abteilung der Gewerbeschule Basel fortsetzen konnten, bildete sich
Louise autodidaktisch weiter, und entwickelte sich zu einer talentierten und eigenständigen Porträtistin und Landschaftsmalerin.
Register Seite 111–112
Gemälde und Arbeiten auf Papier, 15. bis 19. Jahrhundert
87
2121
2121.
Villéon, Emmanuel Victor Auguste Marie de la (Frankreich, 1858–1944). Baumbestandene Uferlandschaft, 1914. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert. 92,5:60 cm.
3000.—/4000.—
Provenienz:
Westschweizer Privatbesitz
Register Seite 111–112