Sozialer Wirtschaftspreis ist Anerkennung und Signal

SARGANSERLAND
Sarganserländer | Montag, 23. November 2015
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Die Referentin und die Vertretungen der
ausgezeichneten Betriebe (von links): Daniela Merz, Rita Wildhaber und Marietheres
Tobler sowie Reno Brot und Remo Bianchi.
Die nächste
Fasnacht naht
bestimmt
Sozialer Wirtschaftspreis ist
Anerkennung und Signal
Die Stadtner Fasnacht
wird sich unter dem
Motto «Wir sind Helden!»
gestalten. Erste Wagenbauten haben bereits
begonnen.
Seit 2011 sind sechs Sarganserländer Betriebe für ihre zusätzlichen Anstrengungen in der Ausbildung von sozial
von Katrin Wetzig
und schulisch schwächeren Jugendlichen ausgezeichnet worden. Dieses Jahr erhielten die Firma A. Käppeli’s
Walenstadt.– Mit der
Söhne AG und das Walenstadter Alters- und Pflegeheim Riva den 3. Sozialen Wirtschaftspreis.
I
von Martin Nauer
n einer schlichten Feier nahmen
die Vertretungen der zwei Betriebe den Preis, der Anerkennung, Bestätigung und ein Signal an andere Unternehmen
sein soll, entgegen. Die Baufirma A.
Käppeli‘s Söhne AG und das «Riva» haben den Tatbeweis für die Aussage, die
die Referentin Daniela Merz, CEO der
Dock Gruppe AG, machte, «Junge Menschen fördern lohnt sich», erbracht. Sie
werden den eingeschlagenen Weg weitergehen.
BLB-Beirats, bei der Preisübergabe fest.
«Neue Rahmenbedingungen, ein neuer Tagesrhythmus, neue Bezugspersonen, von einer sozialen Gruppe in eine
andere, die Doppelbelastung Schule
und Beruf, belasten die Jugendlichen
enorm», so Oberholzer. «Sie müssen
sich ständig neu orientieren, und
gleich­zeitig sind Leistung und Einsatz
gefordert.»
Nicht gefestigte Jugendliche, insbesondere schulisch und sozial schwä-
Verständnis für Jugendliche
«Der Preis ist eine Ehrung für die
ausserordentliche Unterstützung und
den Einsatz zugunsten der Jugendlichen, die einen der wichtigsten Übergänge im Leben zu bewältigen haben:
Den von der Schule ins Berufsleben»,
stellte Patrik Oberholzer, Präsident des
Am Rednerpult: Während Patrik Oberholzer (links) moderiert, bedankt sich Michael Dürst,
Leiter der BLB Sarganserland, für die gute Zusammenarbeit in der Region. Bilder Martin Nauer
chere, bräuchten in dieser Lebensphase Verständnis, Vertrauen und angepasste Ausbildungsangebote.
Die Idee, einen Sozialen Wirtschaftspreis auszurichten, stammt aus dem
erfolgreichen Mentoring-Programm
«Tandem Sarganserland», bei dem Jugendliche, die bei der Lehrstellensuche
Schwierigkeiten bekundeten, von
einem Mentor unterstützt werden. Die
Jury, bestehend aus Leuten der BLB
und des Beirats, hat bisher sechs Betriebe aus verschiedenen Branchen
und Ortschaften, die die Vorgaben erfüllten, auszeichnen können. 2011 waren dies die Flumroc AG, Flums, und
das Gasthaus Rosengarten in Vilters,
2013 das Café Studio in Sargans und
der Dorfladen SPAR in Unterterzen.
2015 durften sich nun in der Flumserei
in Flums die Vertretungen der Firma A.
Käppeli’s Söhne AG und des Altersund Pflegeheim Riva beglückwünschen lassen.
Zeitreise mit Bildern von Josef Guntli
Für den Bilderabend «Vilters anno dazumal» bedienten sich die Organisatoren Frieda Filliger und Sepp Becker
der Bilder aus dem reichhaltigen Fundus des Fotografen Josef Guntli. Der Anlass wurde zur visuellen Zeitreise
in die Mitte des 20. Jahrhunderts.
Vilters.–
Verkehrsvereinspräsident
Louis Hüppi begrüsste die Leute im
vollen Saal des Gasthauses Ilge zum
Bilderabend «Vilters anno dazumal.»
Der Vilterser Fotograf Josef Guntli hat
in den vergangenen Jahren viele Ereignisse fotografisch festgehalten. Er ist
der Vater von Frieda Filliger. Sie und
ihr Mann suchten aus dem grossen
Archiv wieder attraktive Bilder in ausgezeichneter Qualität heraus.
Auch Sepp Becker bereitete sich intensiv auf den Anlass vor. Er selektierte die Bilder und reihte sie ein. Er studierte die abgelichteten Personen, und
seine Frau Rosmarie half ihm dabei.
Zu Beginn wurden Bilder gezeigt
von der Erstellung des Tümi-TobelWeges. Im steilen Waldgelände wurde
dieser Weg mit Pickel und Schaufel geebnet. Riesengrosse Baumwurzeln
mussten in Handarbeit freigeschaufelt und vom zukünftigen Weg weggezogen werden. Stolz zeigten sich die
Arbeiter bei der Arbeit. Weiter sahen
die Besucher eine Verschiebung eines
grossen Holzhauses am Wangserberg.
Das Haus wurde auf Balken gelegt
und anschliessend mit Stockwinden
und Manneskraft verschoben. Die Bilder zeigen auf imposante Art und
Weise, wie früher mit einfachen Werkzeugen grosse Taten vollbracht wur-
Erinnerungen in schwarz/weiss: Der Vilterser Josef Guntli hat mit seinen Bildern diverse
Momentaufnahmen von früher festgehalten.
den. Die Bilder, die danach kamen,
zeigten einen Kompressor, der mit Hilfe vieler Männer an einem Hang hochgezogen wurde.
Die Fasnacht im Jahr 1955 stand
unter dem Motto: «Internationales
Sängerfest in Vilters.» Gruppen als Chinesen, Afrikaner, Indianer, Japaner
und natürlich auch Schweizer, Tiere
wie Kühe, Geissen, ein Geissbock und
afrikanische Tiere waren am Umzug
dabei. Die 104 Bilder zeigten eindrücklich, wie aktiv die Vilterser in der Fasnachtszeit waren.
Eine weitere Kurzgeschichte: Um
das Jahr 1960 machte der Vilterser Samariterverein einen Ausflug nach
Braunwald. Die Mitglieder vergnügten
sich auf Hotelterrassen und auf der
Gondelbahn.
1985 stieg bei zunehmendem Mond
das Eis im Valeisbach, der durch das
Dorf führt, so gefährlich an, dass die
Feuerwehrleute in der Mitte des Baches zur Sicherheit einen schaufelbreiten Kanal geschaffen haben. So floss
das Wasser schneller durch das Bachbett und die Gefahr war gebannt.
Der Kreismusiktag 1956 fand in Vilters statt. Der Umzug konnte bei herrlichem Wetter durchgeführt werden.
Die verschiedenen Sujets wurden getrennt durch die vielen teilnehmenden
Musikkorps. Die Ehrengäste wurden
von Ehrendamen begleitet. Auf der
Festwiese wurden verschiedene Festreden gehalten und verschiedene Personen geehrt.
1988 wurde das erste Tanklöschfahrzeug von Vilters-Wangs bei der Elco durch Pfarrer Pfiffner eingesegnet.
Gleichzeitig zeigte die Feuerwehr von
Vilters ihr Können bei der Brandbekämpfung. Dabei demonstrierten die
Feuerwehrmänner ihr Material im Einsatz.
Nicht alle Bilder kamen von der Familie Filliger, sondern auch aus dem
Archiv Sepp Becker. Becker machte den
Anlass zu einem eindrücklichen Rückblick in alte Tage. (pd)
Gruppenchefsitzung wurden am Mittwoch in Wa­len­
stadt im Seehof erste konkrete Schritte
auf die Fasnacht 2016 hin unternommen. Die Stadtner Fasnacht ist bekannt für ihre fantasievollen und
schön gestalteten Wagen. Dabei wurde
klar: Wer einen originellen Wagen präsentieren möchte, steht bereits in den
Startlöchern zum Wagenbau. Um Mottowiederholungen zu vermeiden, wurden erste Wagenmottos bereits reserviert. Materialchef Roger Zeller mahnte zu sparsamem Materialverbrauch
und gab die Öffnungszeiten des Materialdepots bekannt. Sie findet man gemeinsam mit allen wichtigen Daten
und Informationen über die Stadtner
Fasnacht auf der Webseite www.roelliboelli.ch.
Mit besonderer Freude wies die Präsidentin der Fasnachtsgesellschaft, Regula Heer darauf hin, dass Gaby Zeller
bekanntlich vor Kurzem den Kostümverleih übernommen habe und gemeinsam mit ihrem Team dank Besuch von Schminkkursen künftig Airbrush und Schminken in professioneller Weise anbieten könne. Den Wagenbauern wünschte sie unfallfreies Werken und viel Spass während der Vorbereitung auf die närrischen Tage Anfang Februar.
Volles Programm
Die HV der Fasnachtsgesellschaft findet am 9. Januar um 19 Uhr im Restaurant Churfirsten statt. Dieses Mal lautete das Motto: Wir sind Helden! Am
Sams­tag, 16. Januar, wird um 16 Uhr im
Städtchen der Butzi aufgehängt. Am
Samstag, 23. Januar, findet der Guggenund Maskenball in der Mehrzweckhalle statt. Die vergnügliche Seehof-Fasnacht kann man am Freitag, 29. Januar,
in bester Stimmung geniessen. Am
Vor­
fasnachtssamstag, dem 30. Januar,
sind im Städtchen sicher wieder nebst
den Dominos auch ganz viele kleine
und grössere Butzis unterwegs. Ab 20
Uhr ist mit dem ersten Auftritt der
Schnit­zelbänkler Chällerschwii im Restaurant Churfirsten zu rechnen. Weitere Auftritte in allen anderen Beizen
­folgen.
Mit dem Schmutzigen Donnerstag
wird die Fasnacht am 4. Februar ihrem
Höhepunkt zustreben. Ab 6 Uhr wird
die Fasnachtszeitung auf der Strasse
verkauft werden. Zur Kin­der­mas­ken­
prä­mierung am Nachmittag hofft die
Kommission auf ganz viele fantasievolle, kleine Butzi, die sich stolz präsentieren. Der Sternmarsch der Gug­gen­mu­si­
ken um 18 Uhr wird am Fasnachtssams­
tag, 6. Februar, zu begeistern wissen.
Nach dem Rölli­
sprin­
gen um 12 Uhr
auf dem Rathausplatz wird sich am
Fas­nachtssonntag, 7. Februar, alles parat machen für den grossen Fasnachtsumzug, der um 14 Uhr am See startet.
Mit der Butzi­ab­hängetä am Fasnachtsdienstag am Abend wird auch die
kom­mende Fasnacht wieder Geschichte sein.