Input: Heilig leben, aber wie? - verein-web

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INFO-BOX
Stichwort:
leben
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Der Input ist ein Grundgerüst und
muss unbedingt mit alltagsbezogenen Beispielen ergänzt werden.
Einleitende Gedanken
Einige Tatsachen führen uns zum Auftrag Gottes: «Wie der (Gott), welcher
euch berufen hat, heilig ist, sollt auch
ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel!» (1.Petr 1,15)
Die folgenden Tatsachen können
anhand der angegebenen Bibelstellen auch von den Jugendlichen
erarbeitet und vorgestellt werden.
1. Tatsache: Gott ist heilig: Er ist
getrennt (abgesondert) von allem Unreinen/Bösen. Nichts in und an ihm ist
unheilig. Kein finsterer Gedanke, kein
unreines Motiv, keine unlautere Handlung. Sein Wesen ist Licht. (1.Joh1,5;
Jak 1,17)
2. Tatsache: Der heilige Gott kann
absolut keine Berührungspunkte mit
dem Bösen haben. Er verabscheut Sünde
zutiefst. Sie steht unter seinem Zorn und
Gericht. Bei Gott gibt es keine Grauzonen. Licht und Finsternis haben scharfe
Trennungslinien. Der Heilige duldet keine Sünde. (2.Kor 6,14; Eph 5,8)
3. Tatsache: Der natürliche, sündige
Mensch kann mit diesem Gott keine Verbindung haben. Er steht unter dem Zorn
und Gerichtsurteil Gottes. Er ist total von
der Sünde zerfressen, unter der Herrschaft Satans und unfähig, auch nur eine
völlig selbstlose gute Tat zu tun. Weder
mit Leistungen noch mit religiösen
Übungen kann er sich rechtfertigen. Er
ist vor dem heiligen Gott absolut chancenlos. (Rö 1,18; 1.Kor 2,14;Gal 3,11)
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Input:
Heilig leben, aber wie?
Heilig leben ist Gottes Wille
für jeden Christen. Doch wie
ist das möglich? Mit diesem
Input kannst du deinen Jugendlichen die Grundlagen
der Heiligung aufzeigen.
4. Tatsache: Der heilige Gott ist
Liebe. Sein Liebstes, sein Sohn Jesus
Christus, wurde total Mensch und unter
das Gesetz gestellt. Er wurde versucht,
geschmäht, gefoltert, verachtet, verleumdet, ungerecht behandelt, gehasst
und verstossen. In all dem blieb er ohne
Sünde. Als reines, fehlerloses Lamm
Gottes hat er gelitten und sein Leben als
Sündopfer hingegeben. Er ist gestorben,
auferstanden, zurück zum Vater gegangen und wird wieder kommen in Macht
und Herrlichkeit. (Joh 3,16; 1.Thes 5,23;
1.Joh 4,8)
5. Tatsache: Vergebung der Schuld
ist möglich für den Menschen, der seine Sünde eingesteht, umkehrt und Jesus
Christus die Herrschaft über sein Leben
übergibt. Ein solcher Mensch wird von
neuem geboren als Königskind Gottes.
Mit der Wiedergeburt findet ein Herrschaftswechsel statt. (1.Joh 1,9; 1.Petr
1,3; 2.Kor 5,15; Röm 12,2; Gal 2,20)
6. Tatsache: Ein wiedergeborener
Christ ist gerechtfertigt vor Gott, er ist
ein Heiliger. In der Bibel werden Gläubige immer wieder als Heilige angesprochen. Sogar die schwierigen Korinther
spricht Paulus als Heilige an. Wie ein
«Adliger» durch Geburt «adlig» ist, so
sind wahre Christen durch die Wiedergeburt aus Gott Heilige, weil Gott heilig
ist. (1.Kor 6,11; 1.Kor 1,2; Kol 3,12)
7. Tatsache: Ein «adliges» Baby
muss in seinem Wachstum lernen, sich
gemäss seinem Stand zu verhalten und
dadurch seiner Herkunft Ehre zu bereiten. So verhält es sich mit dem wiedergeborenen Christen. Er ist heilig, muss
nun aber lernen, gemäss diesem Stand
zu leben und seinen neuen HERRN zu
ehren. (Eph 4,1-6; Joh 14,30) Jetzt gilt
es, als Heilige zu leben in einer unheiligen, von Satan beherrschten Welt – als
Botschafter Gottes! In Jesus Christus,
durch sein Blut, sind wir geheiligt und
unser Leben soll dies wiederspiegeln!
Fazit: Durch die ganze Schrift hindurch ist es Gottes Wille, dass seine
Auserwählten ihren Schöpfer und
Herrn ehren.
Israel soll durch seinen Gehorsam
seinen Gott ehren und so ein Zeugnis
für die umliegenden Völker sein. «…Ihr
sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der
HERR, euer Gott! (3.Mo 19,2b) Das ganze dritte Buch Mose handelt zentral von
der Heiligkeit Gottes und dass sein Volk
heilig wandeln soll.
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praktisch
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tun wir, indem wir un-
gemäss verwendet werden. Die Priester
mussten sich vor ihrem Dienst reinigen.
Sich absondern heisst, sich an Gottes
Wort, an seinem Willen zu orientieren
und gemäss dieser Bestimmung zu leben. Röm 12,2 bringt es auf den Punkt:
«Deshalb orientiert euch nicht am Verhalten und an den Gewohnheiten dieser
Welt, sondern lasst euch von Gott durch
Veränderung eurer Denkweise in neue
Menschen verwandeln. Dann werdet ihr
wissen, was Gott von euch will: Es ist
das, was gut ist und ihn freut und seinem Willen vollkommen entspricht.»
sere Augen auf Jesus
3. Bei Jesus sein
Heilig sein heisst: da
sein, wo ER (Jesus) ist,
so sein wie ER ist, IHM
zugehörig sein. «Dies
gerichtet halten, von
dem unser Glaube vom
Anfang bis zum Ende
abhängt.» (Hebr 12,2).
Heilig sein heisst: da sein, wo ER (Jesus)
ist, so sein wie ER ist, IHM zugehörig
sein. «Dies tun wir, indem wir unsere
Augen auf Jesus gerichtet halten, von
dem unser Glaube vom Anfang bis zum
Ende abhängt.» (Hebr 12,2). Bei Jesus
sein heisst ihn lieben. Was heisst das?
Jesus sagt in Joh 14,21: «Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es,
der mich liebt; wer aber mich liebt, der
wird von meinem Vater geliebt werden,
und ich werde ihn lieben und mich ihm
offenbaren.» Der Gehorsam IHM gegenüber ist der Liebesbeweis. Anbetung,
Lobpreis, Aktivitäten, Liebesgefühle zu
Jesus sind wunderbar, aber sie sind kein
Beweis der Liebe. Ich kann lobpreisen,
aktiv sein und trotzdem in Sünde, im
Ungehorsam, in der Heuchelei leben.
II. Wie wächst die Sündensensibilität?
1. Gottes Wort (AT und NT)
Im Neuen Testament wird dieses Anliegen weitergeführt. Die Berufung ist
klar – aber die Praxis?
I. Wie lernen wir heilig zu leben?
1. Sündensensibilität
In einer von der Sünde regierten Umgebung dürfen wir für die Sünde nicht
abstumpfen. Sünde ist nicht harmlos,
sondern eine Beleidigung für Gott. Jede
Sünde ist ein Schlag ins Gesicht Gottes.
2. Sich absondern
Heilig sein heisst abgesondert, ausgesondert, nicht vermischt sein. Heilige
Geräte durften nur ihrer Bestimmung
Lies, studiere Gottes Wort ausgiebig und
lerne es aus- und inwendig (Kol 3,16).
Das braucht Disziplin! Ohne Disziplin
gibt es keine erfüllte Jesusnachfolge.
Jesus betet in Joh 17,17: «Heilige sie in
deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit!» Gottes Wort ist Wahrheit, weil
Gott selber das Wort ist (Joh 1,1). Was
wir in uns aufnehmen, das bestimmt
letztlich unser Denken und daraus unser Handeln. Je mehr Gottes Wort in uns
lebt, je mehr wir ihm Raum geben, uns
ihm aussetzen, desto mehr werden wir
von ihm bestimmt und desto vollmächtiger wird unser Leben und Zeugnis. Indem wir Gottes Wort lesen, es aufnehmen, im Herzen bewahren und in den
Zusammenhängen verstehen lernen,
desto mehr wird unser Lebenswandel
wahr und in der Wahrheit geheiligt.
Achtung:
Lies das Buch, die Bibel selbst, und
nicht viele Bücher über die Bibel!
2. Gott in allem Recht geben
Wer Gottes Wort mit betendem Herzen
studiert, wird sehr persönlich angesprochen und sündiges Verhalten oder Mangel wird erschreckend offenbart. In diesem Reden Gottes stellt sich die Frage:
Gebe ich Gott Recht und stelle mich demütig und gehorsam unter seinen Willen, oder versuche ich meine Haltung
und mein Verhalten mit allen möglichen
Mittel zu rechtfertigen? «Dem Demütigen gibt Gott Gnade aber er widersteht
dem Hochmütigen!» (1.Petr 5,5) Solange
wir nicht demütig den IST-Zustand anerkennen, umkehren, Vergebung in Anspruch nehmen und – mit der Kraft des
Heiligen Geistes auf Jesus ausgerichtet
– gemäss seinem Wort leben wollen,
verändert sich nichts im Leben: Gott
widersteht dem Hochmütigen!
Gott in allem Recht geben heisst:
IHM auch dort Recht geben, wo ich es
(noch) nicht verstehe. Gott Recht geben
umfasst auch das Akzeptieren seiner
Führung. Vielleicht werde ich Wege geführt, die mir nicht zusagen. Darin das
Wort zu praktizieren «Seid dankbar in
allen Dingen» heisst, Gott ganz praktisch mit meinem Leben Recht geben.
3. Die richtige Polung
Indem wir Gottes Wort mit aufrichtigem
Herzen treu in uns aufnehmen und IHM
in allen Dingen Recht geben, werden
wir richtig «gepolt». Wie sich die entsprechenden Magnetpole anziehen oder
abstossen so werde ich bei richtiger Polung zu Jesus hin gezogen und von der
Sünde abgestossen.
«Wie der, welcher euch berufen hat
heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in
eurem ganzen Wandel!» (1.Petr 1,15).
Das wollen wir doch von ganzem Herzen zur Ehre und Verherrlichung dessen,
der alles für uns gegeben hat!
Zeit der Stille
Die Jugendlichen überlegen sich, wer
Gott für sie bis jetzt war. Was hat das
Gehörte für Auswirkungen auf ihr
Christsein im Alltag?
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