Keine Experimente an Weihnachten

P R E S S E M I T T E I L U N G vom 13. Dezember 2015
Cornelia Poletto bei HIT RADIO FFH:
„Keine Experimente an Weihnachten“
Star-Köchin Cornelia Poletto (44) war am heutigen Sonntag (13. Dezember, 9
bis 12 Uhr) zu Gast in der HIT RADIO FFH-Sendung „Silvia am Sonntag“. Die
TV-Köchin („The Taste“, SAT.1, ARD-„Buffet“, ZDF-„Topfgeldjäger“), Restaurant-Besitzerin und Kochshow-Veranstalterin („Palazzo“ in Hamburg), die mit
Bahn-Chef Rüdiger Grube (64) verheiratet ist, sprach über Sauberkeit in der
Küche („Chaos muss nicht sein“, „Mit ein bisschen Planung kocht es sich viel
entspannter“), sagte, dass „ein Koch ein gepflegtes Äußeres haben muss“
und, dass „der Kontakt zu den Gästen viel wichtiger geworden ist“ – Köche,
die „Angst vor Menschen haben“, haben „mittlerweile kaum noch eine Chance“. Sie gab Tipps fürs perfekte Weihnachtsessen zuhause, erzählte, warum
ihr Beruf „beziehungstechnisch eine Vollkatastrophe“ ist und vieles mehr.
Cornelia Poletto, Tochter des Lübecker Medizinprofessors Klaus Diedrich,
wuchs nach der Trennung ihrer Eltern in Hövelhof bei Paderborn auf. Sie besuchte eine Hotelfachschule in Bayern, ging bei Heinz Winkler in die Lehre, ist
mehrfach von den Restaurantführern „Gault-Millau“, „Der Feinschmecker“, Michelin“ ausgezeichnet worden. Im FFH-Gespräch erzählte Cornelia Poletto:
„Im Moment ist es nicht langweilig. Viele Kochkurse, viele kleine Weihnachtsfeiern, ein Buch, das im Frühjahr erscheinen wird, die ‚Palazzo‘-Saison – also
ich freue mich, wenn ich dann selber ein bisschen Weihnachten feiern kann.“
Über sich selbst sagte sie im FFH-Talk: „Ich bin eher ein ruhiger Typ. Ich kann
wahnsinnig viel arbeiten, ohne auf die Uhr zu schauen. Aber ich kann auch
richtig faul sein. Zu Hause alles hinwerfen – da bin ich auch nicht besonders
ordentlich. Bei mir in der Küche sieht‘s aus wie geleckt, aber zu Hause bin ich
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ein bisschen entspannter. Aber gerade wenn man gern und viel arbeitet, ist es
wichtig, Faulheit zuzulassen. Immer 100 Prozent ist nicht gut.“
Auf die Frage, was sie nach all den Jahren noch so vom Kochen schwärmen
lässt, sagte Cornelia Poletto bei FFH: „Es ist einfach diese Liebe zu den Lebensmitteln, zu den Produkten. Es macht riesig viel Spaß, das Beste herauszuholen als Koch. Das Gefühl, ich habe hier einen perfekten Teller hingebracht, das schmeckt wahnsinnig gut. Und wenn dann noch die Bestätigung
von den Gästen kommt, dann ist der Tag schon wieder um.“ Poletto weiter:
„Ich bin großer Tierfreund und ich esse auch gerne gutes Fleisch. Das ist kein
Widerspruch. Ich möchte gerne wissen, woher das Fleisch kommt, wie es
groß geworden ist, wie es sein Ende gefunden hat. Ich liebe Fleisch, ich verstehe aber auch jeden Vegetarier.“ Cornelia Poletto bietet hochwertiges Hundefutter an, spendet den Erlös an Tiertafeln. Poletto zu FFH: „Die Tiere sind
meine Freunde, deshalb sollen die auch was Gutes kriegen. Ich habe zwei
Hunde: Franz und Sissi.“
Im FFH-Gespräch erzählte Cornelia Poletto: „Es gibt immer mehr Allergien,
viele Unverträglichkeiten. Das merke ich verstärkt in den letzten Jahren im
Restaurant an den Gästen. Bei mir gibt’s kein Glutamat und keine Fertiggerichte, daran halte ich mich. Ich habe schnell selber eine Pizza gemacht, auch
ein einfaches Baguette mit einer Tomatensoße kann großartig schmecken. Ich
weiß, dass es mir danach viel besser geht.“ Cornelia Poletto wurde in Hamburg geboren, kam 1995 dorthin zurück und führte mit ihrem Ex-Mann Remigio Poletto ein Sterne-Restaurant. 2002 wurde ihre Tochter Paula geboren,
über die Cornelia Poletto bei FFH sagte: „Meine Tochter ist verwöhnt. Sie hat
auch schon einen ziemlich erlesenen Geschmack. Sie kommt ins Restaurant
und kriegt was Leckeres. Oder sie nimmt was mit nach Hause.“
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Cornelia Poletto gibt auch Kochkurse: „Das größte Thema ist das Garen, das
Gefühl bekommen für Temperaturen. Wann ist mein Fleisch auf den Punkt
gegart, wie ich es gerne hätte? Wie kann ich mein Gemüse zubereiten, dass
alles Gute drinbleibt? Welches Fett zum Braten nehmen? Bei mir kann sich
jeder anmelden. Wir kochen, wir plaudern, wir essen zusammen.“ Poletto weiter: „Beim Kochen kann man nicht fünf Sachen auf einmal machen. Ein bisschen Ruhe und Muse zum Kochen ist wichtig. Es sind Gewohnheiten, die man
ganz schnell ändern kann. Wenn man eine Pfanne aufstellt, Fett reingibt und
sofort voll aufdreht, dann klingelt das Telefon – das geht schnell daneben.
Deshalb lieber Pfanne aufstellen, Hitze drauf, Fett dazu und dann das, was ich
Braten will. Mise en Place (französisch für „Etwas an den richtigen Ort gestellt“, Anm.) ist in der Profiküche sehr wichtig. Auch das ist in der privaten
Küche sehr empfehlenswert. Das bringt echte Entspannung ins Kochen. Chaos muss nicht sein. Mit ein bisschen Planung kocht es sich viel entspannter.“
Poletto zu FFH: „Mein Spüler ist mein längster Mitarbeiter bei mir. Seit 15 Jahren. Aber den Arbeitsplatz macht jeder Koch selbst sauber. Beim Kochen
braucht es Sauberkeit.“ Und: „Der Kontakt zu den Gästen ist viel wichtiger geworden. Früher haben sich die Köche ja gerne mal versteckt. Heute sieht man
sie immer mehr auch mal rauskommen. Es gibt ja Köche, die haben Angst vor
Menschen. Mittlerweile haben die kaum noch eine Chance. Ich finde auch, ein
Koch muss ein gepflegtes Äußeres haben. Es ist ja das größte Vertrauen, was
ich jemanden entgegenbringen kann. Ich gehe dort essen, obwohl ich nicht
weiß, wie die Küche aussieht.“
„Mit einem gehobenen Restaurant verdient man nicht viel Geld“, sagte Cornelia Poletto im FFH-Talk: „Entweder es steht ein Hotel dahinter oder ein großzügiger Finanzier. Weil sie sehr aufwendig betrieben werden und am Ende
nicht sehr viel davon übrig bleibt. Ich will mich wirklich nicht beschweren, es
geht mir sehr gut. Aber ich bin noch keine Millionärin.“ Poletto weiter: „Eine
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Krankheit vieler Restaurants ist ja, dass das Essen für die Mitarbeiter nicht
besonders schmeckt. Wir essen immer zusammen am Nachmittag. Es gibt
sehr leckeres Personalessen. Das ist sehr wichtig.“
Am 8. August 2015 heirateten Cornelia Poletto und Rüdiger Grube. Zu FFH
sagte die Köchin: „Der Beruf ist beziehungstechnisch eine Vollkatastrophe.
Weil man den ganzen Tag mit dem Kochen beschäftigt ist. Aber es wird besser. Man muss jemanden finden, der stolz darauf ist, eine Köchin zur Frau
oder Freundin zu haben. Der auch tolerant ist, wenn es um die Zeiten geht.“
Bei FFH gab Cornelia Poletto Tipps fürs Weihnachtessen: „Auf keinen Fall
etwas ausprobieren, was man noch nie gemacht hat. Das geht mal schnell
daneben, da kann dann ganz schnell die Weihnachtsstimmung kippen.“ Poletto weiter: „Ich koche an Weihnachten. Familie und Freunde kommen, wir sind
zwischen zehn und 15 Personen. Da gibt es ein Wunschprogramm, die Beteiligen dürfen einen Wunsch äußern. Es muss immer eine kleine Pasta mit Trüffel dabei sein und ein schöner großer Braten. Ich bereite das alles so gut vor,
dass ich es nur noch warm machen muss. Um Wein kümmere ich mich auch.
Es gibt also das Komplett-Rundum-Sorglos-Poletto-Paket. Weihnachtsporzellan, ein bisschen Weihnachtsmusik, den Tisch decken, alles vorbereiten, man
zieht sich selber noch was Nettes an. Dann kommen die Gäste. Das macht
Spaß. Ich freue mich auf Weihnachten.“
„Silvia am Sonntag – der Talk“: Sonntags spricht FFH-Moderatorin Silvia
Stenger zwischen 9 und 12 Uhr mit Promis. Infos auch auf www.FFH.de.
Rückfragen:
Dominik Kuhn T.: 06101-988330, 0171-47 26 393, [email protected]
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