«Die Erde singt» in neuen «Winterliedern» mit Chor und Harfe

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Nr. 89 Dezember 2015
«Die Erde singt» in neuen «Winterliedern»
mit Chor und Harfe
Der Kammerchor Zürcher Oberland singt in Rüti neben Psalmen der Hoffnung «A Ceremony of Carols» und
neue «Winterlieder» von Robert Griffin aus Wald
Bethlehem. Das Mysterium von
Licht und neuem Leben an sich,
das aus dem Dunkeln entsteht, beschäftigt seit jeher Dichterinnen
und Dichter wie auch Musiker
weit über die christliche Tradition
hinaus. So wird im ersten Teil des
neuen Winterlieder-Zyklus «Die
Erde singt» von Richard Crashaw
beschrieben (aus dem 17. Jahrhundert), und von Benediktinerin
Silja Walter (2011 verstorben)
wird das Weihnachtswunder aus
religiöser Sicht betrachtet. Der
Brienzer Dichter Albert Streich
(1897 bis 1960) bezeichnet dann
das Ereignis Geburt als unglaubliches Wunder.
Im Mittelpunkt des Kammerchorkonzerts im Januar steht die
Uraufführung des Liederzyklus
«Winterlieder» des in Wald lebenden Komponisten Robert Griffin. Darin enthalten sind unter anderem Texte bekannter Schweizer
Autorinnen und Mundartdichter.
Ausgesucht und zusammengestellt wurden sie von Lotta Suter.
Zudem wurden von ihr englische
Originaltexte ins Deutsche übersetzt.
Umrahmt wird der neue Winterlieder-Zyklus im Januar-Konzert
des Kammerchors mit wunderschönen Psalmen der Hoffnung
von Felix Mendelssohn Bartholdy:
«Hebe deine Augen auf» wird
vom Frauenchor a cappella gesungen. «Denn er hat seinen Engeln
befohlen über dir» (Psalm 91)
singt der Doppelchor. Zwei Solosoprane, Chor, Horn und Klavier
sind im Lobgesang «Ich harrete
des Herrn» zu hören.
Brittens «Ceremony»
Das Chorwerk Benjamin Brittens
«A Ceremony of Carols» ist für
zwei Solosoprane, Chor und Harfe
im Jahr 1942 für Weihnachten ge-
schrieben worden, und wird den
«Winterliedern» von Robert Griffin vorangestellt. «Die Musik der
‹Winterlieder› ist als Begleitung
und Ergänzung zu Benjamin Brittens Weihnachtszeremonie konzipiert und erinnert auf mannigfache Weise an das Werk des englischen Komponisten», wird in der
Licht aus dem Dunkel
Viele bekannte Winterlieder besingen Weihnachten und die wundersame Geburt des Kindes in
Graue Jahreszeit und Suche
nach Licht
Der zweite Teil «Winterschatten»
benennt das Graue dieser Jahreszeit und auch die Notwendigkeit,
Wärme zu schaffen. Mundartdichter Streich rät, bei sich selber Feuer
zu entfachen, und die Zürcher
Journalistin und Dichterin Laure
Wyss (1913–2002) wundert sich,
woher die Natur im Winter die
Kraft nimmt auszuharren.
«Die zarteste Melodie» heisst der
dritte Teil. Laure Wyss und die
Albert Streich.
Anna Maria Bacher.
Laure Wyss.
Silja Walter.
Robert Griffin und Lotta Suter haben «Winterlieder» komponiert und
getextet.
R. MÜLLER AG
Einführung geschrieben. Beide
Werke sind für Solo-Harfe und
Chor komponiert und setzen ein
Harfenzwischenspiel ins Zentrum.
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8630 Rüti
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Inhaber Ruedi Müller
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Nr. 89 Dezember 2015
Walser-Poetin Anna Maria Bacher
(1947) möchten einen geheimnisvollen Glanz erstrahlen lassen.
Robert Frosts Krähe bringt Lebensfreude, und das winzig kleine Vögelein Wendell Berrys füllt die
ganze Welt mit Gesang. Die
«Winterlieder» klingen im vierten
Teil aus mit «Auf der Suche nach
Licht». Anna Maria Bacher sieht
schwarze Krähen auf weissem
Feld und wie im Herzen schon der
Traum roter Pfingstrosen erblüht.
Albert Streich lässt am Ende die
Märzensonne scheinen bis nach
und nach der Winter vergeht.
Musikalisches
parallel zu Texten
In den Texten, die durch die Musik
zum Klingen gebracht werden,
gibt es eine Entwicklung von den
grösseren fröhlichen Gedichten zu
individuelleren Betrachtungen mit
einer Rückkehr zu Gedichten,
welche die Gemeinschaft betonen. Parallel dazu bewegt sich die
Musik von einer sechsstimmigen
Besetzung zu kleineren Ensembles, bis nur noch die Harfe
spricht. Darauf folgend baut sich
die Musik wieder auf bis zum
sechsstimmigen Lobgesang.
Der Kammerchor führt das winterliche Programm mit Uraufführung
unter der Leitung von Christof Ha-
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nimann auf. Es wirken mit: Sopranistin Sarah Nathalie Maeder,
Mezzosopranistin Barbara Hensinger, Harfenistin Priska Zaugg,
Hornist Matthias Kofmehl, Pianistin Claudia Tschopp (www.kammerchor-zo.ch).
Die Konzerte finden am Samstag,
30., und Sonntag, 31. Januar
2016, jeweils um 17 Uhr in der reformierten Kirche Rüti statt. Vorverkauf ab 4. Januar 2016 bei Da
Capo, Rüti, Telefon 055 260 22 22
oder [email protected]. Die
Eintrittspreise sind Fr. 50.–/35.–,
Ermässigung für Kinder, Studenten
und Kulturlegi 50 Prozent.
Susi Hofmann
Seit einigen Jahren singen der Amerikaner Robert Griffin und seine
Frau Lotta Suter aktiv im Chor mit. Robert Griffin hat den Liederzyklus zum Thema Winter für den Kammerchor Zürcher Oberland
komponiert. Die von Lotta Suter ausgesuchten Texte stammen von
bekannten Schweizer Autoren, vom Engländer Richard Crashaw
sowie von den Amerikanern Robert Frost und Wendell Berry. Sie
hat auch die englischen Originaltexte frei ins Deutsche übersetzt.
Robert Griffin, 1950 geboren, ist ausserhalb von New York aufgewachsen. Seit seiner Studentenzeit schreibt und komponiert der
heute als Fachmann für Computersicherheit tätige Mann. Er singt,
spielt Klavier und hat eine Kammeroper-Trilogie komponiert, wozu
seine Frau, Lotta Suter, das Libretto geschrieben hat.
Lotta Suter, 1952 geboren, ist in Brienz aufgewachsen, arbeitet als
Journalistin, Buchautorin und Übersetzerin. Sie spielt seit ihrer
Kindheit Violine, heute auch Kontrabass und ist Mitglied im Orchesterverein Rüti.
Der Kammerchor Zürcher Oberland mit Dirigent Christof Hanimann in der Kirche Rüti.
A N A C H R O N I S M U S
MARCEL STÄHELIN
Ausstellung Ölbilder 2014 - 2015 | Berge, Landschaften, Licht
«MEZE», der in Rüti aufgewachsene Marcel Stähelin, ein begabter,
stiller und freischaffender Zürcher Oberländer Kunstmaler, stellt seine
neuesten Werke vom Samstag, 12., bis Sonntag, 19. Dezember, in der
Kulturfabrik Wetzikon aus. Anachronismen nennt er seine diesjährigen
Ölfarbenbilder, weil sie entgegen der heutigen Zeit anachronistische
Schönheiten darstellen. Digitalisierte Bilder unserer Zeit fluten auf allen
Kanälen, sekundenschnell, live und in prächtigen Farben unsere Wahrnehmung. In nahezu tausendjähriger Maltechnik hält MEZE, entgegen
dieser inflationären Bilderflut, seine Sujets in vollkommener Schönheit
fest. Er empfindet seine Malerei als dekoratives Handwerk.
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