Falsche Credos im Kopf auflösen, um Potenziale auf der Arbeit zu

Praxis Update
Falsche Credos im Kopf auflösen,
um Potenziale auf der Arbeit zu beleben
H
emmende Gedankenmuster
wie: „Ich muss das alles a­ lleine
schaffen!“, „Keiner hat Interesse
an meinen Ideen!“ oder „Hätt ich
doch einen anderen Job gewählt!“
kommen in der Arbeitswelt häufig
vor. Dr. Martin Sauerland, Wirtschaftspsychologe an der Universität Koblenz-Landau, hat diesen
Zusammenhang systematisch erforscht. Mittlerweile haben etwa
600 Versuchspersonen mit Vertretern von großen Konzernen und
dem Mittelstand an seinen Studien
teilgenommen. Dabei konnte er
feststellen, dass etwa 60 Prozent
So ein Credo
wie: „Ich muss
das alles alleine
schaffen!“,
kann bei der
Arbeit in einem
­Praxisteam auch
die Kollegen
herunterziehen.
mindestens zwei Mal in der Woche
solche Gedanken hegen, wie: „Ich
schaffe das nicht. Ich hab den falschen Job.“ „Werden diese Denkschleifen nicht analysiert, wird kein
zielführendes Verhalten ausgelöst,
etwa ein Jobwechsel oder eine Umschulung. Sie können auf Dauer
sehr demotivierend wirken“, sagt
Sauerland. Er hat bisher ­vielfältige
dysfunktionale Denkmuster in der
Arbeitswelt festgestellt. Über 80
Prozent der arbeitenden Bevölkerung kennen solche Denkmuster
sogar in hoher Ausprägung (s. Übersicht mit Beispielen in Tab. 1).
62 — der niedergelassene arzt 10/2015
Dysfunktionale Kognition
unter Stress
Besonders stark kommen dysfunktionale Kognitionen bei der Arbeit
unter Leistungsdruck, bei Stress
oder bei Veränderungsprozessen vor.
Was Denkblockaden im Arbeitsleben bewirken können, hat Sauerland
untersucht und Zusammenhänge zu
Entscheidungskompetenz, Karriere­
erfolg, Leistungsmotivation und
Burnout-Gefährdung festgestellt. So
bleiben, laut Sauerland, Menschen
mit diesen Gedankenmustern eher
auf der Karriereleiter stecken, haben
ein geringeres Einkommen und sind
stärker gefährdet auszubrennen:
„Die Leistung dieser Mitarbeiter
sinkt, weil sie sich schlechter konzentrieren können. Darüber hinaus
tun sich Beschäftigte mit ausgeprägten dysfunktionalen Denkmustern
schwer mit Entscheidungen und entscheiden eher irrational und spon-
ILLUSTRATION: CARSTEN NIEROBISCH
Hemmende Gedankenmuster haben in der Arbeitswelt weitreichende
Auswirkungen: Sie untergraben das eigene Potenzial und können sogar
ein komplettes Arbeitsteam mitsamt den Kollegen herunterziehen. Es
ist daher ratsam, sensibel für solche Denkmuster zu werden. Erst dann
können negative Gedanken, im Fachjargon auch dysfunktionale Kognitionen genannt, auf ihre Stichhaltigkeit überprüft und gegebenenfalls
relativiert werden.
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Negative Denkmuster
Perfektionistisches Denken
Wenn Personen beispielsweise der Überzeugung sind, dass sie eine Aufgabe perfekt
erledigen müssen und dass sie sich dabei keine Fehler erlauben dürfen, reduziert dies
eher die Leistung, anstatt sie zu steigern. Solch eine Einstellung ist deshalb demotivierend und leistungsmindernd, weil sie mit hoher Wahrscheinlichkeit in Frustration,
Enttäuschung und Unzufriedenheit mündet, da das Ziel, etwas perfekt zu machen
oder perfekt zu sein, zumeist unrealistisch ist – die betroffenen Personen können
somit eigentlich nur scheitern.
Katastrophisierungen (Maximierung)
Von Katastrophisierungsgedanken spricht man dann, wenn Personen sich die
schlimmst-möglichen Konsequenzen eines Misserfolgs oder Versagens ausmalen. Sie
denken „wenn ich es nicht schaffe, wäre das eine Katastrophe". Die Möglichkeit, dass
sich Ereignisse nicht wie erwünscht einstellen könnten, wird dabei völlig dramatisiert.
Solche Erwägungen sind hochgradig demotivierend. Oft werden Aufgaben aufgrund
der antizipierten Katastrophenszenarien gar nicht erst in Angriff genommen.
Du-Musst/Du-Sollst Imperative
Ein im universitären Kontext häufig zu vernehmendes Beispiel für einen sogenannten
Du-Musst Imperativ lautet: „Ich muss das Studium schaffen, sonst kriege ich keinen
guten Job!“. Aus motivationspsychologischer Perspektive ist solch ein – prima facie
vielleicht durchaus nachvollziehbarer – Imperativ oder Selbstappell deshalb so problematisch, weil sich Personen dadurch derart unter Druck setzen, dass sie die Lust
an der betreffenden Tätigkeit weitgehend verlieren oder gar mit Reaktanz auf ihre
introjizierten Zielvorstellungen reagieren und infolge dessen gar nichts mehr für die
Erreichung derselben unternehmen.
Kontrafaktisches Denken
Kontrafaktisches Denken ist sehr weit verbreitet. Personen denken beispielsweise,
„dass doch alles auch viel einfacher sein könnte“ oder sagen sich „ach, wenn ich das
doch bloß nicht machen müsste“ oder „hätte ich doch einen anderen Job gewählt!“.
Das fortwährende Bedauern eines bestimmten Zustands, das Verharren in „Jammerzirkeln“ und die daraus resultierende gedankliche Flucht in angenehmere Scheinwelten kann Personen davon abhalten, die Lösung anstehender Probleme voranzutreiben, sich realistische Ziele zu setzen und diese mit den verfügbaren Mitteln und
Fähigkeiten aktiv zu verfolgen. Kontrafaktisches Denken verhindert die Wahrnehmung
von Chancen, die sich unter den gegebenen Bedingungen eröffnen.
Übergeneralisierungen
Gesetzt den Fall, ein Mitarbeiter erhält eine schlechte Beurteilung für Leistungen in
einem zurückliegenden Projekt oder ein Schüler bekommt eine schlechte Note im
Fach Französisch, so kann dies zu einer umfassenden Demotivierung werden, wenn
solche Ereignisse von den Betroffenen auf einen kompletten Lebensbereich verallgemeinert werden. (vgl. dazu auch das so genannte Fortune Telling, das sich z. B. in
Aussagen manifestiert wie „damit werde ich für den Rest meines Lebens zu kämpfen
haben!“, Choudhury, 2013).
Übertreibungen
Übertreibungen sind mit Übergeneralisierungen verwandt, allerdings beziehen
sich Übertreibungen ausschließlich auf die Bewertung von Einzelereignissen. Eine
typische Übertreibung liegt vor, wenn eine Person während eines Vortrags einen
Rechtschreibfehler auf einer ihrer Präsentationsfolien entdeckt, und dies so bewertet,
dass der gesamte Vortrag ein Misserfolg war und sie sich total blamiert hat.
Schwarz-Weiß-Denken (Dichotomes Denken)
Wenn eine Person zu der Überzeugung gelangt, es würde nur einen einzigen richtigen
Weg zum Ziel geben und Alternativen hierzu wären undenkbar, unterliegt sie dem
sogenannten Schwarz-Weiß-Denken. Solch eine Überzeugung torpediert die geistige
Flexibilität und unterminiert das Auffinden von Lösungsansätzen. Dies trifft auch auf
ein resolutes „Alles-Oder-Nichts-“, ein vereinfachendes „Entweder-Oder-“, ein rigides
„Entweder-So-Oder-Gar-Nicht-“ und ein Alternativen ausschließendes „One-BestWay-“ Denken zu. Zur Selbstmotivierung kann es jedoch von Vorteil sein, übersimplifizierte Denkschemata aufzugeben, sich im Denken also nicht selbst zu beschränken
– nur auf diese Weise kann man die zumeist vorhandene Optionenvielfalt erkennen.
Tab. 1: Beispiele für negative Denkmuster (nach Sauerland).
63 — der niedergelassene arzt 10/2015
tan, was später auch noch bereut
wird“, so Sauerland.
„Hätte ich mich doch anders
entschieden!“, so lautet dann zum
Beispiel das darauf folgende ­negative
Credo im Kopf. Jeder hat solche
­Situationen schon einmal erlebt.
Und manchmal sind solche Reaktionen auch berechtigt. Doch wenn
gleiche negative Denkmuster immer
wieder und sehr häufig auftauchen,
sei es im Beruf und auch im privaten
Umfeld, kann man dieses auch mal
versuchen zu hinterfragen. Denn
allzu oft werden diese zumeist alten
Überzeugungen nicht überprüft und
aktualisiert. Hinzu kommt, dass sich
hinter diesen Überzeugungen meist
irrationale Gründe verbergen.
„Diese Denkfallen führen letztendlich dazu, dass Personen ihre
Bedürfnisse nicht optimal befriedigen und ihr Leistungspotenzial nicht
ausschöpfen“, so Sauerland. Doch
wie überführt man solche Denkfallen? Eine Voraussetzung dafür ist,
sensibel für das Thema zu werden.
Um den Hang zu dysfunktionaler Kognition zu entlarven, kann
beispielsweise das Führen eines
Tagebuches behilflich sein: „Wenn
in der Analyse der verschriftlichten Gedanken auffällt, dass allzu
oft „nicht“, „keinen Fall“, „hätte
können“, „sollte“ vorkommen und
parallel dazu im Arbeitsalltag ein
mitunter stetiger Leistungsabfall
festgestellt wird, kann die Frage berechtigt sein, ob eine dysfunktionale
Kognition vorliegt“, so Sauerland.
Dem Jammerzirkel entkommen
Negative Erwartungshaltungen sind
für den Betroffenen schädlich, da es
vom Handeln abhalten kann. Die
negative Einstellung eines Einzelnen
kann sogar negative Auswirkungen
auf das gesamte Arbeitsteam haben,
indem es heruntergezogen, blockiert
oder im Extremfall sogar boykottiert
wird. „Ich habe in meiner Tätigkeit
als externer Berater schon einmal
erlebt, dass es in einer Klinik einen regelrechten Jammerzirkel gab,
denn negative Stimmung ist sehr ansteckend“, weiß Sauerland. Bei solchen negativen Grundstimmungen
auf der Arbeit sollte in Teamsitzungen reflektiert werden, woran das
liegen könnte und benannt werden,
was genau schief läuft. Dazu gehört
die Dinge beim Namen zu nennen,
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Beispiele zu geben und zuzuhören.
„Wenn die Betroffenen aber Hemmschwellen haben, sich unter Kollegen mitzuteilen, oder wenn nichts
nach außen dringen soll, kann ein
Coach als externer Berater hinzugezogen werden“, rät Sauerland.
Eine neue Sprache lernen
Nach der Reflexion und der Erkenntnis ist im Idealfall der Wunsch
nach Veränderung da. Dann kann
die Modifikation der negativen Gedankenmuster beginnen: „Es ist ein
langer, fundamentaler Prozess. Es
ist unter Umständen so, als ob man
eine neue Sprache lernt, denn die
negativen Gedankenmuster müssen
durch positivere Varianten ausgetauscht werden“, erklärt Sauerland.
Dabei helfen Ansätze, wie man sie
auch aus der klinischen Psychologie kennt, um Ängsten oder Depressionen zu begegnen: Dinge objektiv zu überprüfen oder mit der
Gegen­hypothese zu arbeiten und
zu ­schauen, welche Effekte dies hat
(s. Tab. 2, Beispiele zur Entlarvung
negativer Denkmuster). So kann
beispielsweise für einen „entweder/
oder“-Gedanken genauso gut ein
„sowohl als auch“ stehen.
„Dysfunktionale Gedanken
können in funktionale überführt
werden“, so Sauerland. Dazu gehört es auch festzustellen, welche
Bedürfnisse bisher unzureichend
erfüllt bleiben. Ängste und Sorgen
verführen häufig dazu, nicht zu
handeln. Es kann überlegt werden,
welche Schritte notwendig sind, um
aus dieser handlungsarmen Situation herauszukommen.
Zielgerichtetes Denken ist hier
ein Stichwort. Dabei ist aber zu
beachten, realistische Ziele zu formulieren: „Ein Mathemuffel wird
sehr wahrscheinlich nicht zu einem
Mathegenie. Potenziale bleiben
aber oft weit unterschätzt, weil
nicht differenziert genug auf negative Gedankenmuster eingegangen
wird“, sagt Sauerland. Kleine Schritte und realistische Ziele helfen, sich
zum Handeln zu motivieren. Die
­Motivation zu einer Veränderung
und das entsprechende Handeln
sind der Schlüssel zum Erfolg, um
Potenziale (wieder) zu beleben.
Dr. rer. nat. Christine Willen
Tab. 2:
Methoden zur
Entlarvung
negativer Denkmuster (nach
Sauerland).
Methoden zur Entlarvung negativer Denkmuster
Worst-Case-Szenarien
Bei dieser Technik überlegt man gezielt, was in einer möglicherweise
angstbesetzten aktuellen oder künftigen Situation schlimmstenfalls
passieren kann. Auf diese Weise erkennt man in der Regel, dass selbst
im schlimmsten Fall kein Drama oder keine Katastrophe eintreten muss.
Worst-Case-Szenarien zielen somit auf den Abbau diffuser Ängste ab.
Daher eignen sie sich, um perfektionistischem Denken, Katastrophisierungen, Du-Musst/Du-Sollst Imperativen oder dem gedanklichen
Wiederkäuen entgegenzuwirken.
Glückstagebuch
Eine weitere Technik, mit deren Hilfe die eigene Wahrnehmung geschärft werden kann, besteht darin, ein „Glückstagebuch“ zu führen. In
solch einem Tagebuch können Personen Geschehnisse vermerken, die
schön waren, besser gelaufen sind als erwartet oder für die man dankbar sein konnte. Die Dokumentation positiver Ereignisse und Vorgänge
schärft die Sensibilität für solche Geschehnisse und reduziert die demotivierenden Wirkungen von Übergeneralisierungen, Übertreibungen,
Schwarz-Weiß-Denken und selektiver Wahrnehmung.
Schade-deinem-Feind Methode
Bei dieser Methode ist man aufgefordert, sich seinen ärgsten Feind zu
vergegenwärtigen. Sodann soll man sich fragen, ob man dieser Person
tatsächlich Schaden zufügen könnte, wenn man sie einer stark angstbesetzten Situation aussetzen würde. Personen, die mit Flugangst konfrontiert sind, können sich fragen, ob sie ihrem ärgsten Feind schaden
würden, wenn sie ihn ins Flugzeug von Berlin nach Paris setzen würden.
Dies sollte zu der Einsicht führen, dass man dem ärgsten Feind damit
höchstwahrscheinlich nicht schaden kann und einem selbst dann wohl
auch keine Gefahr droht. Durch den bei Anwendung dieser Technik
vollzogenen Perspektivenwechsel ändert sich oft die Risikobewertung
von angstbesetzten oder furchtauslösenden Situationen.
Konkretes Ausmalen
Konkretes Ausmalen richtet sich ebenfalls gegen diffuse Versagens­
ängste. Solche Ängste können entstehen, wenn Personen nicht wissen,
was in einer Situation auf sie zukommt und wie sie sich in dieser
Situation verhalten sollen. Die Technik, eine Situation konkret gedanklich auszumalen, hilft dabei, die Situation mental so zu imaginieren
und zu strukturieren, dass eine detaillierte Handlungsplanung möglich
ist und Personen den Eindruck haben, Kontrolle über die Situation zu
­gewinnen.
Paradoxe Intention
Bei der paradoxen Intention soll man sich bewusst vornehmen zu versagen. Wenn eine Person beispielsweise Angst davor hat, sich während
eines Vortrags zu versprechen, sollte sie sich vornehmen, dies möglichst
oft zu tun. Der Hintergrund dieser auf den ersten Blick widersinnig
erscheinenden Technik ist darin zu sehen, dass sich Personen durch
dieses Vorgehen vom selbsterzeugten Druck befreien können, wodurch dann zumeist auch die Angst vor dem Versagen abnimmt. Eine
para­doxe Intention erhöht die Wahrscheinlichkeit, sich der angstauslösenden Situation zu stellen und die Aufgabe möglicherweise sogar
so konzen­triert zu bearbeiten, dass eine unerwartet gute Leistung
resultiert. Diese Technik eignet sich nachvollziehbarerweise nicht für
jede Problemstellung und auch nicht für jede Person.
Quelle: Universität Koblenz-Landau
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Dennoch sind die Anwendungsgebiete vielfältig. Beispielsweise kann
man bei Einschlafstörungen die Wahrscheinlichkeit erhöhen einzuschlafen, wenn man die paradoxe Intention fasst, noch mindestens zwei
Stunden wach zu bleiben, während das unbedingte und unmittelbare
Einschlafen-Wollen höchstwahrscheinlich nicht zum Einschlaferfolg
führt.
Distanzierung
Es ist möglich, sich psychologisch von einer identifizierten, dysfunktionalen Überzeugung zu distanzieren, wenn man diese in verschiedenen
Dialekten ausspricht, den Gedanken in verschiedenen Stimmlagen
oder Melodien ausdrückt oder sich vorstellt, der eigene Lieblings­
komiker würde diesen Gedanken verbalisieren und veralbern. Wenn es
auf diese Weise gelingt, hartnäckige, beinahe zwanghafte Gedanken
lächerlich wirken zu lassen, werden sie „entmachtet“, verlieren ihren
unantastbaren, imperativen Charakter und werden in ihrem universellen
Gültigkeitsanspruch relativiert; das heißt sie werden beeinflussbar und
kontrollierbar.
Denken in Lösungen statt in Problemen
Personen beschäftigen sich oft zuvorderst mit ungelösten Problemen,
immer wiederkehrenden Schwierigkeiten oder aversiven Lebensumständen – diese sind ihnen bestens bekannt. In entsprechenden „Jammergedanken“ verharren Personen mitunter tagelang. Für die Selbst­
motivierung wäre es jedoch besser, eher in Lösungen als in Problemen
zu denken. Eine optimale Haltung könnte als konstruktive Akzeptanz
eines aktuell gegebenen Problemzustandes bezeichnet werden, von
deren Basis aus am ehesten der Blick auf positiv konzipierte Lösungsmöglichkeiten des Problems eröffnet werden kann.
Reverse Story Telling
Im Rahmen dieser Technik werden Personen dazu angehalten, sich in
die Zukunft hineinzuversetzen und sich vorzustellen, dass sie ein begehrtes Ziel in der Zukunft erreicht haben. Sodann sollen sie im Detail
rekonstruieren, wie sie es geschafft haben, dieses Ziel zu erreichen. Mit
Hilfe dieser Technik wird der Fokus auf Handlungsoptionen, Gelegenheiten und verfügbare Mittel gelenkt, sodass pauschalisierte Vermeidungskognitionen, wie sie beispielsweise bei ungeprüften Projektionen
oder Übergeneralisierungen von Misserfolgserfahrungen vorkommen,
abgebaut werden können.
Buchtipp
ILLUSTRATION: CARSTEN NIEROBISCH
Weitere Informationen und Tipps
von Martin Sauerland in dem Buch
„Design your mind – Denkfallen entlarven
und überwinden
Mit zielführendem Denken
die eigenen Potenziale voll ausschöpfen“
Springer Gabler
2015, 150 S.
ISBN 978-3-658-09021-0
Druckausgabe, Softcover, 29,99 € (D)
Auch als eBook erhältlich
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