Liebe, Schmerz und Kunst - Saiten Ostschweizer

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tin Schmidt, 1. September 2014
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Liebe, Schmerz und Kunst
as Birli in Wald AR ist als Haus für Artists in Residence immer neu für Überraschungen gut. Lena
ünch, die jetzige Stipendiatin, hat einen dreitägigen «Kunstgipfel» organisiert.
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«House of Love and Pain» – das weckt spontan Erinnerungen
an den Aufenthalt von Gelitin, damals noch als Gelatin, im
Haus Birli der Schlesinger-Stiftung. 2002 war das und
ziemlich wild. Doch das Motto des Wochenendes will weder
einen Ort sadomasochistischer Spielchen ankündigen noch
das Bauernhaus in einen Dark Room verwandeln. Dunkel war
am vergangenen Wochenende nur die Kleidung der
anwesenden Künstler und Künstlerinnen und ihrer Freunde.
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Lena Münch, die derzeitige Stipendiatin der SchlesingerStiftung, hatte zum Kunstgipfel geladen. Der Garten der Lüste
sollte wiederauferstehen, inklusive Sündenfall und erweitert
um Schlaraffien. Also blubbert das Käsefondue über offenem
Feuer, just an jener Stelle, an der im vergangenen Jahr die
Mitglieder der Künstlergruppe Palatti die zwei Schweine
Flekki und Spekki gemästet hatten. Zum Knistern des Feuers
mischt sich elektronische Musik, dazu Kuhglockengetön und
Mobilgerätegeklingel. Wir sind schliesslich im Hier und
Heute, auch wenn die Aussicht nach Rehetobel die grosse
Welt vergessen lässt.
Was findet hier statt – ein gemütliches Zusammensein unter
Gleichen? Die Kunst ist erst auf den zweiten Blick zu sehen,
etwa in einer fragilen Installation aus Schnüren und
Zweiglein am Baum, Gemälden im Garten und gebündelten
Palisaden auf der Weide. Dramatischer wird es dann zwischen
den Hecken: Ein Skelett in der frisch ausgehobenen Grube.
Haben Liebe und Schmerz ein erstes Opfer gefordert?
Zum Glück wurde das Motto des Wochenendes nicht überall
so wörtlich genommen. Zum Beispiel vom Kunstkollektiv
WBNG: Im Erdgeschoss des Hauses nahmen sich die
Stuttgarter des Weltschmerzes an. Da strahlt ein Feuer aus
Leuchtstoffröhren kaltes Licht statt Wärme ab, und die tief
abgehängte Decke über den alten Tischen schafft eine
bedrohliche Atmosphäre wie in einer Edgar Allan
Poe-Erzählung. Enge korrespondierte mit Leere. Dazu sind
die Fensterscheiben mit Alufolie abgeklebt oder mit Erde
zugeschüttet – lebendig begraben, isoliert. Und die
Projektionen der meistgeklickten Youtubevideos auf einen
toten Fernseher machen deutlich, dass das Individuum zwar
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einer globalen Gruppe ist, damit aber noch längst keine
Empathie oder Nähe hergestellt ist.
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Derweil rumpelt es treppauf, treppab im alten Haus. An einer
Tür hängt
Los! die Nachricht, dass wegen einer «Trommelreise»
derzeit geschlossen ist, anderswo wird vor Publikum
tätowiert.
SucheDie Grenzen zwischen Wohnen und Installation
verschwimmen. Matratzenlager können auch Konzertraum
sein und das Treppenhaus eine Pro
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jektionsfläche, beispielsweise für eine Arbeit der
Ausserrhoder Künstlerin Michaela Müller. Sie aber weilte am
Wochenende längst wieder in ihrer Arbeitsstätte in New York.
Trotzdem: Initiantin Lena Münch klang zufrieden. Sie hat
während ihres Aufenthaltes ihre eigene Arbeit
weitergetrieben, hat neu das Schreiben für sich entdeckt, hat
das Konzept für dieses Wochenende entwickelt und damit
viele Begegnungen gestiftet. Es wird wohl jeder etwas
mitnehmen, der am Wochenende hier war, und sei es nur
einen Eindruck davon, was in Ausserrhoden zwischen grünen
Weiden und unter imposanten Wolkenbergen alles möglich
ist.
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