CNC Drehen mit der Mach3 Software - CNC

Mach4 Fräsen
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Mach 4
HANDBUCH
Mach4 der Firma CNC-Steuerung.com Bocholt Version 1.4.3
Stand 01.11.2015
Bitte beachten Sie das an diesem Handbuch ständig weiter gearbeitet
wird und deshalb regelmäßig Updates geben wird.
CNC-Steuerung.com
Tel. 02871-4891917
Verwaltung Jerichostraße 28 46399 Bocholt
Austellung: Büssinghook 62 46395 Bocholt
[email protected]
Mach4 Fräsen
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Copyright
Diese Dokumentation wird von der Firma CNC-Steuerung herausgegeben. Diese
Dokumentation unterliegt der Lizenzbedingung, die mit der entsprechenden SoftwareVersion ausgeliefert wird, bzw. dieser zugrunde liegt.
Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieses Handbuches darf in irgendeiner Form ohne
vorherige ausdrückliche Genehmigung der Firma CNC Steuerung reproduziert oder unter
Verwendung elektronischer Systeme vervielfältigt, verarbeitet oder verbreitet werden.
Verstöße werden ohne weitere Abmahnung strafrechtlich verfolgt.
Alle Händler unserer Mach4 Software müssen sich eine schriftliche Genehmigung erteilen
lassen wenn Sie dieses Handbuch als Download anbieten möchten.
Trotz aller Sorgfalt übernimmt die Firma CNC Steuerung keine Garantie oder Verantwortung
oder irgendeine Haftung für die Nutzung dieser Information.
Änderungen und Irrtümer bleiben jederzeit vorbehalten.
Fehlerteufel:
Wir sind dankbar für jedem Hinweise auf Fehler oder technische Verbesserungsvorschläge.
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Mach4 Fräsen
Mach4 Fräsen
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Mach4 Layout:
Die Mach4 ist auf einem zentralen Kern, genannt Mach4Core.dll aufgebaut, der alle
Schnittstellen der Mach4 verbindet.
Alle IO, Bewegung und Addon-Geräte sind Plug-ins diese werden in der Mach4 konfiguriert.
Alle Plugins, die nicht von dem System verwendet werden, sollten entfernt werden, um die
maximale Geschwindigkeit des Computers sicherzustellen.
Konfiguration und alle Diagnosen werden in diesem Handbuch allgemein gehalten und
Deckt daher nicht alle Geräte ab.
Installieren Mach4 Software
Installieren Sie die Mach4 immer im Standard Verzeichnis C:\Mach4
Sie erhalten von Ihrem Maschinenhändler ein entsprechendes Profil das alle Parameter
enthält. So ist eine weitere Einrichtung nicht notwendig.
Sie können jederzeit neue Profile erstellen oder vorhandene Kopieren, was eine Erweiterung
wesentlich vereinfacht.
Alle Geräteeinstellungen in seiner Machine.ini Datei gespeichert. Die Machine.ini Datei wird
jedes Mal gesichert wenn die MACH4 gestartet wird, damit der Benutzer die Einstellungen
zurückholen kann wenn es zu einer Fehlfunktion der Software kommt.
Installation
Mach4 wird durch die Firma CNC Steuerung als Downloadlösungen über das Internet
vertrieben. Die Software ist als Einzelnes Installationsprogramm von der Webseite mit einer
Download-Größe von ca. 31 MB zum Downloaden.
Nach der Installation Mach4 wird im Demomodus ausgeführt.
Dieser Modus wird mit einer Einschränkung der Laufzeit für den DIN Code ausgeführt. Die
Zeit, die als Demo ausgeführt wird beträgt ca. ca. 20 Minuten und danach wird diese nach
dem Zufallsprinzip einfach im Programm stoppen. So können Sie Ihre Maschine testen und
sich dann ggfs. für eine Lizenz entscheiden.
Preise und Optionen finden Sie unter www.cnc-steuerung.com
Sie können die Installationsdatei auf einen USB Stick oder CD kopieren, wenn Ihre
Maschine nicht über einen Internetzugang verfügt.
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Installation der Mach4 Software
Schritt 1:
Starten Sie die Exe Datei der jeweiligen Revision:
Die Versionsnummer erkennen Sie oben am Rand,
Klicken Sie unten im Fenster (links) auf Agree wenn Sie die Lizenzvereinbarungen
zustimmen. Anschließend auf Next.
Schritt 2:
Ändern Sie ggfs. das Verzeichnis auf C:\Mach4 ab.
Klicken Sie auf „Install
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Die Installation beginnt.
Schritt 4:
Die Software legt zwei Icons auf Ihren Desktop ab. Ab der V2 Version sehen die Icon´s auch
optisch anders aus!
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Schritt 5:
Dateien aus dem Servicebereich:
Wir stellen im Servicebereich die benötigten Dateien als Zip Datei zu Verfügung.
Wenn Sie den Inhalt der Zip Datei entpacken müssen diese Ordner sehen:
Sie können nach der Installation der Mach4 die vorhandenen Ordner einfach überschreiben
und ersetzen.
Wir bieten Ihnen zwei unterschiedliche Zip Dateien an:
- einmal mit der aktuellen Mach4 Version
- einmal ohne die aktuelle Mach4 Version
Wer eine aktuelle Version bereits installiert hat, benötigt natürlich eine Mach4 Version und
kann dadurch die kleiner Zip Datei wählen. Wenn Sie eine alte Version haben, laden Sie
sich die mit der Mach4 Version herunter und installieren Sie die neuste Version.
Welche Version mit geliefert wird steht neben der Datei.
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Schritt 6:
Entfällt da wir die Dateien nun als ganze Ordner anbieten.
Schritt7:
Machen Sie einen doppelten Mausklick auf das Icon „Mach4Mill“
Hinweis:
Wenn Sie sich ein eigenes Icon erstellen möchten klicken Sie zuerst auf den Loader
dann auf Profil erstellen.
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Tragen Sie den Profilnamen und welchen Bildschirm Sie wählen möchten ein.
Schon sehen Sie das neue Profil im Auswahlfenster.
Wenn Sie nun ein eigenes Icon haben möchten gehen Sie wie folgt vor:
Klicken Sie auf das Icon Mach4 Mill mit der rechten Maustaste
Es erscheint ein Auswahlfenster
Klicken Sie hier auf Kopieren
Klicken Sie nun auf den Desktop mit der linken Maus und wählen Sie Einfügen. Es erscheint
ein neues Icon
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Nun benennen Sie dieses Icon um in dem Sie mit der Maus einen rechts Klick auf das Icon
ausführen. Wählen Sie dann Umbenennen und geben Sie dem Icon einen Namen
Damit nun Ihr neu erstelltes Profil auch mit diesem Icon ausgewählt wird klicken Sie bitte
erneut auf das Icon mit der rechten Maustaste. Wählen Sie Eigenschaften
Tragen Sie nun in der Spalte hinter dem /p_Testmaschine ein.
Testmaschine ist hier nur unser Beispiel. Das sollte klar sein!
Achten Sie hinter dem /p_Name muss ein Freizeichen sein. Der Unterstrich zeigt ein
Freizeichen an.
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Ein Profil kopieren:
Ein vorhandenes Profil kann auch kopiert werden und mit einem neuen Namen versehen
werden.
Markieren Sie auf der linken Seite ein Profil was kopiert werden soll und klicken Sie dann
auf der rechten Seite auf „Profil Kopieren“
Es öffnet sich ein weiteres Fenster:
Hier werden Sie aufgefordert einen Profilnamen einzugeben (Neuer Name der angezeigt
werden soll) und welche Oberfläche Sie angezeigt bekommen möchten. Klicken Sie dazu
auf die Schaltfläche mit den drei Punkten rechts neben dem Feld Bildschirm-Set.
Es öffnet sich ein Auswahlfenster. Wählen Sie die gewünschte Oberfläche aus mit einem
doppelten Klick mit der linken Maustaste.
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Die Datei wird übernommen. Klicken Sie auf OK um das Profil zu erstellen und auf
Abbrechen um die Eingaben zu verwerfen.
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Sollte Ihnen die Oberfläche falsch angezeigt werden können Sie wie folgt die Oberfläche
ändern.
Gehen Sie nach dem die Mach4 gestartet ist auf die obere Navigation:
Gehen Sie auf Load Screen
Schritt 8:
Wählen Sie das German.set aus
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Nach kurzer Ladezeit wird Ihnen die Deutsche Oberfläche angezeigt.
Nun sehen Sie die Mach4 mit deutscher Oberfläche
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Lizenzdatei:
Schritt 1:
Installieren Sie Ihre Hardware / Plugin- auch wenn Sie noch keine Hardware angeschlossen
haben. Dieses wird benötigt um damit die Ausgabeschnittstelle erkannt wird.
Gehen Sie oben auf den Navigationspunkt „Hilfe“
Und dann auf Über klicken.
Es wird sich ein Fenster öffnen:
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Kopieren Sie den Code in dem Sie auf Copy ID to Clipboard klicken, schicken Sie uns
diesen Code dann per Mail an [email protected].
Wir werden dann einen Code generieren und Ihnen zusenden.
Diesen Code können Sie dann über Load License File einladen.
Nach erfolgreicher Installation wird Ihnen dann nach dem Neustart folgendes Bild angezeigt:
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Nach der Installation wird Ihnen das Auswahlmenü der Profile angezeigt:
Hier können Sie:
- Neue Profile erstellen
- Profile kopieren
- Profile wieder Herstellen
- Profile löschen
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Um Profile wieder herstellen zu können, drücken Sie Sicherung wiederherstellen!
Um eines der letzten Profile wieder aufrufen zu können, müssen diese bereits gelaufen
haben. Also diese Option ist nur für Profile die Sie bereits erstellt haben.
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Unsere Oberfläche in der Übersicht:
Programmlauf: Hier sehen sie alle Angaben zum Programmlauf
Handbetrieb:
Hier wird das Werkstück eingerichtet. Ein großes Vorschaufenster an der rechte Seite
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Anzeigemonitor:
Ein besonders großes Anzeigefenster zeigt Ihnen alle Details vom geladenen DIN Code
Diagnose:
Hier werden alle Maschinen Parameter angezeigt
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Bei jedem dieser Fenster wird unten eine Leiste angezeigt:
Diese Leiste bietet Ihnen weitere Möglichkeiten der Bedienung.
Hier sind wiederum weitere Navigationsschalter enthalten:
- Programm
- Optionen
- Ansicht
-Bewegung
In der kommenden Anleitung werden wir auf die Einzelheiten der Oberfläche und deren
Bedienung eingehen.
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Mach4 Plugin aktivieren:
Es erscheint ein neues Fenster
Aktivieren Sie das Plugin zu Ihrer Hardware die Sie verwenden möchten, klicken Sie auf OK
und starten Sie die Mach4 Neu.
Achtung: Ohne die Aktivierung des Plugin wird Ihnen keine Möglichkeit gegeben die
Motoren auszuwählen.
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Mach4 Hardware zu weisen
Wenn Sie auf Konfiguration klicken wählen Sie als erstes die Hardware aus.
Diese muss als erstes zugewiesen sein. Klicken Sie auf Wählen Sie die Hardware aus….
Im daraufhin erscheinenden Fenster werden Ihnen alle installierten Hardwareschnittstellen
angezeigt.
Wählen Sie hier die IP Steuerung aus, oder wählen Sie Simulation Device, beziehungsweise
die Hardware die Sie verwenden möchten.
Starten Sie die Mach4 Software neu !
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Allgemein:
Nach dem Neustart der Mach4 Software klicken wir als erstes auf
Es erscheint ein neues Fenster mit vielen Reitern:
Mit diesen Reitern können Sie innerhalb dieser Einstellmaske die verschiedenen
Einstellpunkte auswählen.
- Allgemein
- Motoren
- Achsen Zuordnung
- Referenz / Arbeitsraumüberwachung
- Eingangssignale
- Ausgangssignale
- Spindel
- Werkzeug Pfad
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Als erstes wählen wir den Reiter Allgemein:
Hier legen Sie alle wesentlichen Einstellungen der Maschine fest.
Wichtige Einstellungen sind Einheiten Maschinensetup:
Hier legen Sie die Einheiten der Maschine fest. Hier zu Lande wählen wir Millimeter (mm)
Und wir legen den Maschinentyp fest: Hier wählen Sie - Fräse
Alle anderen Parameter sollten uns zu diesem Zeitpunkt nicht interessieren. Erst später im
Handbuch gehen wir auf alle Punkte ein. Doch zum Einrichten werden nur diese beiden
Einstellungen benötigt.
Starten Sie die Mach4 Software neu!
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Nach dem Neustart öffnen Sie wieder
Wählen Sie dann den dritten Einstellpunkt Achsen Zuordnung:
Hier müssen Sie die Achsen die Sie verwenden möchten zum einen Aktiviert werden und
die Ausgänge zuweisen auf denen die Signale ausgegeben werden.
Achsen sind Nummeriert. Das bedeutet das X =0 und C=5 ist hier können Sie die Achsen
einen Channel zuweisen ohne die Verdrahtung zu ändern.
Wenn Sie die Achsen falsch verdrahtet haben so können Sie in der ersten Spalte
Hauptachse anstatt bei den Motor 0 auf Motor 1 und bei Y anstatt 1 Motor 0 auswählen.
TIP Hilfsachsen : Bei Verwendung der IP Steuerung sind nur die Achse zu aktivieren die
auch verwendet werden sollen. Die Hilfsachse selber wird im Plugin eingetragen, welcher
Achse verwendet werden soll.
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Klicken Sie dann auf
Es erscheint das Motortuning
Um einen Motor einzustellen müssen Sie diesen auf der rechten Seite anklicken.
Es erscheinen dann die Einstellungen zu diesem Motor.
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Stellen Sie unten links die Impulse ein, die zur Bewegung der Achse um 1 mm notwendig
ist.
Beispiel: Ihre Endstufe hat 16.000 Impulse je 360° Ihre Spindel hat eine Steigung von 5mm
je 360°
Teilen Sie die 16.000 durch 5 = 3200 Impulse je mm.
Tragen Sie nun die 3200 unten links ein. In der nächsten Spalte Geschwindigkeit tragen Sie
die maximale Geschwindigkeit in mm/pro Minute der Achse ein
Beachten Sie die maximale Drehzahl Ihrer Motoren!
Anschließend können Sie Beschleunigungsrampe unter Beschleunigungen einstellen.
Sollte Ihre Achse über Umkehrspiel verfügen, tragen Sie diese in mm bei Umkehrspiel ein.
Beispiel: 0.02 und aktivieren Sie das Umkehrspiel
Die Ausgabegeschwindigkeit der Endstufen / Reaktionszeit können Sie bei
Wartezeit eintragen.
Entnehmen Sie diesen Wert Ihrer Anleitung zur Hardware
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Je kleiner der Wert im Fenster Beschleunigung eingetragen wird je flacher wird die
Beschleunigungsrampe / Bremsrampe
Je größer der Wert im Fenster Beschleunigung eingetragen wird je steiler wird die
Beschleunigungsrampe / Bremsrampe
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Fangen Sie zum Starten mit einer flachen Rampe an. Wenn alles läuft können Sie die
Geschwindigkeit und Rampe an Ihrer Hardware anpassen.
Welche Einstellungen richtig sind kann nicht pauschal beantwortet werden und muss durch
Testen sichergestellt werden.
Richtungsumkehr der Achsen:
Haben die Motoren eine falsche Drehrichtung kann diese mit einem kleinen Harken
geändert werden.
TIP:
Wenn Sie einen zuverlässigen Wert ermittelt haben, stellen Sie diesem um 10% niedriger
ein als Sie als sicher erachten.
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Achsen Bewegen zum Testen:
Um nun die Einstellungen zu Testen müssen wir die Achsen bewegen.
Klicken dazu oben in der Navigation der Mach4 auf Handbetrieb
Es erscheint der Monitor für den Handbetrieb also zum Bewegen und Einrichten der Mach4
Software. Nun klicken Sie unten auf den Reiter Bewegen
In diesem Fenster können Sie die Achsen bewegen. Klicken Sie zuerst auf die Schaltfläche
„Bewegung“ um einen Modus auszuwählen. Da wir die Achsen kontinuierlich bewegen
möchten klicken Sie mehrmals auf die Schaltfläche „Bewegung“ bis die LED bei Continous
leuchtet.
Bei leuchtender LED wird die Achse sich solange bewegen wie Sie die Richtungstaste
der jeweiligen Achse drücken.
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Dieses geschieht mit einer Geschwindigkeit in % von der maximalen Einstellung im
Motortuning. 100 % bedeutet dann Eilgang.
Sie können mit dem unteren Schieberegler schnell und einfach die Geschwindigkeit
erhöhen.
Die Anzeige wird sich dann an der rechten Seite entsprechend ändern und Ihnen die
eingestellt Geschwindigkeit anzeigen.
Tastatur zuweisen:
Klicken Sie auf Konfigurieren und dann auf Plugins
Und wählen Sie Keyboards die Schaltfläche Konfigurieren
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Es öffnet sich ein neues Fenster:
Gehen Sie Spalte für Spalte vor:
Links können Sie einen Namen eingeben: Zum Beispiel X Plus für die Bewegung nach X in
Positiver Richtung. Links können Sie die Funktion auswählen die gemacht werden soll.
Natürlich XJog + (Bewegung).
Drücken Sie nun auf die Spalter bei Key. Das Feld wird Rot erscheinen und Sie können nun
die Taste drücken die Sie verwenden möchten. Ob bei der Taste eine Shift – Alt und Ctrl
was unserer Strg Taste entspricht mit betätigt werden soll können Sie selber beinflussen.
So können Sie alle Achsen frei einstellen!
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Eingangssignale:
Als Eingangssignale werden bei der Mach4 Software alle Signale bezeichnet die von der
Maschine kommen.
In jeden Fall benötigt die Maschine einen NOT AUS Eingang, damit die Software
mitbekommt das ein Not Aus ausgelöst wurde.
Dieses hat nicht mit der richtigen Verdrahtung zu tun.
Um nun ein Signal zuzuweisen klicken Sie auf Konfigurieren:
Es wird Ihnen aktive angezeigt was Sie Einstellen / Bearbeiten können.
Wenn der Verbinden Button Grün leuchtet können Sie alles Auswählen weil die Software
von der Hardware getrennt ist. Leuchtet dieser Verbinden Button Rot ist die Software mit der
Hardware verbunden und muss erst getrennt werden um die Mach… einzustellen.
Wenn Sie auf Mach.. Klicken geladen Sie in alle Bereiche die in der Mach4 Software
eingestellt werden können.
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Eingangssignale:
In der linken Spalte sehen Sie alle Eingangssignale die Sie in der Mach4 zuweisen können.
Um diesen Eingang auszuwerten müssen Sie diesen durch ein grünes Häkchen unter
„Zuordnung aktivieren“ bestätigen.
Wählen Sie anschließend die Hardware aus die ausgelesen werden soll. In unserem
Beispiel sehen Sie alle Möglichkeiten der IP-S incl. Aller Zusatzmodule die im Plugin der
Hardware hinterlegt sind.
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Dann wählen Sie den Eingang aus.
Hinweis: Wenn ein Eingang bereits zugewiesen wurde wird dieser beim nächsten Signal
nicht mehr angezeigt, so sind Doppelzuweisungen nicht mehr möglich. Aber Vorsicht, wenn
Sie Signale im Plugin zuweisen tauchen diese trotzdem im Menü auf denn die Software wird
diese als nicht zugewiesen betrachten!
Gehen Sie anschließend auf den Reiter Motor 0 Home um den Referenzschalter für die X
Achse zuzuweisen. Suchen Sie sich wieder das passende Gerät aus und den Eingang
Signale die immer anliegen und beim Betätigen ausgeschaltet werden müssen mit einem
grünen Harken Low aktive setzen.
Aktive Low / Aktive High:
Als Low wird 0 Volt bezeichnet, als High wird 24 Volt bezeichnet die an liegen.
Wenn dauerhaft 24 Volt anliegen und diese durch einen Schalter abgeschaltet werden
müssen wir auf ein Low Signal reagieren. Deshalb Low Aktive Grün.
So können Sie alle Signale der Maschine nach und nach zuweisen. Wenn alle
Einstelllungen durchgeführt wurden klicken Sie erst auf Anwenden dann auf OK!
Anschließend müssen Sie Ihre Endlagenschalter noch zuweisen:
Jede Achse ( Motor 0 ) hat einen ++ Eingang und einen – Eingang, wobei ++ die Positive
Seite und – die Negative Seite überwacht.
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Ausgangsignale:
Die obere Navigation bietet Ihnen auch noch die Möglichkeit die Ausgangssignale
zuzuweisen. Ausgangssignale sind Signale die wir von der Steuerung zur Maschine senden.
In der Regel werden bei den Ausgängen die Spindel und Kühlmittelpumpe zugewiesen.
Aktivieren Sie das Signal und weisen Sie das Gerät zu wie bei den Eingangssignalen,
anschließend wie gehabt den Ausgang zuweisen.
Ausserdem können Sie einen Ausgang zuweisen der wenn eine Bestimmte Funktion
ausgeführt wurde aktive geschaltet wird.
Wenn zum Beispiel eine Leuchte anzeigen soll das dieses den Ausgang 4 aktivieren.
Tragen Sie hier wie bereits gemacht die Hardware und Ausgang ein.
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Spindeldrehzahlen / Getriebestufen:
Geben Sie in der ersten Getriebestufe unter Min. Drehzahl die minimale Drehzahl ein
Bei Max. Drehzahl die maximale Drehzahl.
Bei Frequenzumrichtern müssen in jeder Getriebestufe bei Min Drehzahl eine 0 eingetragen
werden.
Beschl.zeit ist die Hochlaufzeit die Ihre Spindel benötigt um die maximale Drehzahl zu
erreichen.
Abbremszeit: Hier tragen Sie die Rücklaufzeit ein, die Ihre Spindel benötigt.
Diese Zeit wird dann geartet bis die nächste Zeile im DIN Code gestartet wird.
Feedback Ratio:
Wenn Sie einen Sensorhaben, wird hier die Auflösung eingetragen.
Umgekehrt: Bitte aktivieren wenn das Signal umgedreht ausgegeben werden soll.
Auf welchen Ausgang Sie nun die 0-10 Volt ausgeben möchten tragen Sie nun im Plugin
ein. Zum Beispiel auf OUT 0
Wenn Sie einen Encoder auf der Spindel haben tragen Sie hier die Impulse je Umdrehungen
ein.
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Referenzierung / Softlimits
Um Referenzrichtung auszuwählen klicken auf Referenzierung /Softlimits
Tragen Sie in der ersten Spalte beim jeweiligen Motor die Richtung ein, Entweder Positive
oder Negative. In der zweiten Spalte in welcher Reihenfolge die Achsen gefahren werden
sollen.
Wenn Sie einen Referenzoffset (Versatz) eintragen möchten, nehmen Sie bitte das Feld
Referenz-Offset.
Wie schnell in % vom Eilgang die Referenzfahrt ausgeführt werden soll tragen Sie bitte bei
Geschwindigkeit ein.
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Arbeiten mit der Mach4 Software:
Die Mach4 startet im Programmlaufmodus:
Die obere Navigation zeigt Ihnen die vier Anzeigefenster an, hier können Sie zwischen den
Anzeigen hin und her schalten.
Folgende Bestandteile finden Sie im Programmlauffenster:
1. DIN Codeanzeige, hier sehen Sie den DIN Code wenn Sie einen eingeladen haben.
2. Die Digitalanzeige der Maschine
3. Vorschaufenster, zeigt die Werkzeugbahnen die durch den eingeladenen DIN Code
erzeugt wurden.
4. Erweitere Möglichkeiten
5. Hier finden Sie die Schieberegler um die Parameter wie Vorschub / Drehzahl / Eilgang
während des Betriebes zu übersteuern.
6. Werkzeugverwaltung
7. Programmschaltfächen
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Handbetrieb:
Wechseln Sie mit einem Mausklick vom Programmlauf auf den Handbetriebsmonitor
Wie Sie sicherlich bemerkt haben, schaltet nur die obere Hälfte des Monitors um. Die untere
Hälfte bleibt bei jedem Screenwechsel an seiner Stelle.
So ist das schnelle Erlernen sichergestellt.
In Handbetrieb sehen Sie folgende Informationen:
1. Koordinaten der Maschine
2. Grafisches Vorschaufenster
3. MDI Eingabe zur direkten Eingabe eines DIN Codes
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Anzeigemonitor:
Wechseln Sie mit einem Mausklick vom Handbetrieb auf den Anzeigemonitor
Auch hier bleibt der untere Teil wieder unverändert und nur der obere Teil gibt nun andere
Optionen frei.
1. Koordinaten der Maschine
2. Koordinatenanzeige der Maschine
3. Grafisches Vorschaufenster
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Diagnose:
Schalten Sie mit einem Mausklick vom Anzeigescreen auf Diagnose um.
Hier sehen Sie folgende Anzeigen:
1. Anzeige der Ein und Ausgänge
2. Kleiner grafisches Vorschaufenster
3. DIN Code Anzeige
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Die untere Navigationsleiste:
Die stetig in jedem Fenster angezeigt untere Navigation besteht aus 4 Bestandteile:
1. Kontrolle
2. Erweiterte Navigation
3. Werkzeugleiste
4. Übersteuerfunktionen
Die Kontrolle:
Um die Mach4 Software mit der Hardware zu verbinden klicken Sie auf die Grün / Grau
blinkende Schaltfläche „Verbinden“.(1) Wenn diese dauerhaft Rot mit der Aufschrift
„Trennen“ leuchtet ist die Software mit der Hardware verbunden.
Drücken Sie die Rest Schaltfläche (2) um den DIN Code abzubrechen und den Code an den
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Anfang zu stellen.
Wenn Sie die Schaltfläche Stopp (3) drücken wird ein Programm unmittelbar gestoppt.
Um ein Programm anzuhalten drücken Sie die Pause Schaltfläche (4),
Die Programm Start (5) Schaltfläche drücken Sie um ein Programm ablaufen zu lassen oder
die MDI Eingabe zu bestätigen.
Innerhalb der unteren Leiste ist die erweiterte Navigation untergebracht.
Die oberen Schaltleisten erlauben Ihnen innerhalb der Erweiterten Navigation weitere Reiter
zu öffnen.
1: Programm: Alles zum DIN Programm
2: Optionen: Weitere Einstellungen um ein Programm zu beeinflussen
3: Ansicht: Alles um die aktuelle Anzeigeoptionen zu ändern
4: Bewegung: Hier finden Sie die Schaltflächen um die Achsen zu bewegen.
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Innerhalb des Programmfensters finden Sie: 1= Lade DIN Code
Öffnet ein Auswahlfenster um einen DIN Code zu öffnen
Hier können Sie unten rechts den angezeigten Dateityp auswählen um die Anzeige zu
selektieren. Wenn Sie die Datei gefunden haben, wählen Sie diese aus und klicken Sie auf
Und klicken Sie auf Öffnen.
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Wenn Sie den DIN Code geladen haben, können Sie die Schaltfläche
Drücken. Es öffnet sich daraufhin der kostenlose Editor gcEditor
Hier können Sie ggfs. den DIN Code editieren.
Der gsEditor wird in einer späteren Variante um weitere Optionen erweitert was aber eine
kostenpflichtige Lizenzdatei erfordert.
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Ein weiteres Untermenü erreichen Sie mit dem Klick auf Optionen:
Hier werden Ihnen angezeigt:
Zurück: Setzt den DIN Code auf den Anfang
Satzweise: Ermöglicht einen DIN Code Satzweise ablaufen zu lassen, es muss jeder Satz
mit der Programm Start Schaltfläche bestätigt werden.
Rev. Run: Damit können Sie ein Programm rückwärts laufen lassen
Mit Kühlung 1 und 2 schalten Sie die Möglichen Kühlarten zu.
Wenn Sie innerhalb eines DIN Codes einen M1 Befehl geschrieben haben, können Sie hier
an dieser Stelle, wenn Sie „M1 Optionaler Stop“ aktiviert haben im Programm anhalten.
Blöcke in einem DIN Code können bewusst übersprungen werden wenn Sie Block Skip*
aktivieren.
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Ansicht:
Klicken Sie weiter auf Ansicht:
Es wird Ihnen 3 Schaltflächen angezeigt.
Ansicht Aktualisieren: Hiermit laden Sie den DIN Code erneut ein und das grafische
Vorschaufenster wird mit den aktuellen Koordinaten angezeigt
Wechseln zwischen den einzelnen Anzeigemodis erreichen Sie mit einem Klick auf „Anzeige
Modus“ Wenn Sie in der Anzeige dem Werkzeug folgen möchten klicken Sie auf „Folge
Werkzeug“
Diese Schaltflächen finden Sie im Screen Programmlauf auch unterhalb vom
Vorschaufenster
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Bewegung:
Klicken Sie auf Bewegung wenn Sie die Achsen verfahren möchten:
Alle Achsen können nun über die Tasten bewegt werden. Vorausgesetzt Sie haben eine
Bewegungsart ausgewählt.
Klicken Sie nun zweimal auf die Schaltfläche „Bewegung“ es wird die LED bei Kont
leuchten:
Sie können nun die Achsen bewegen, bei der angezeigten Einstellung würden alle Achsen
mit 51% vom maximal Möglichem fahren. Wenn Sie schneller oder langsamer Bewegen
möchten können Sie den unteren Schieberegler nach rechts oder links schieben um die
Geschwindigkeit zu ändern.
Wenn Sie die Motorgeschwindigkeit im Motortuning testen möchten schieben Sie diesen
Regler bitte auf 100% was dann Eilgang bedeutet.
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Achsenansicht:
Klicken Sie wieder oben auf Programmlauf
Nun betrachten wir die Koordinaten der Maschine und Ihre Anzeige
Die große Schaltfläche ist zum Referenzfahren Ihrer Maschine. Die Maschine sucht die
Referenzschalter und wird wenn Sie diese gefunden hat die Roten LED in der Mitte auf Grün
umschalten. Eine Achse die nicht aktiviert wurde bleibt Rot und Achsen die keine
Referenzschalter zugewiesen wurden, werden durch die Mach4 Software an Ihrem
derzeitigen Standpunkt „Referenziert“.
Sie können mit den Schaltflächen Null X bis Null A an jeder beliebigen Werkstückkoordinate
Nullen.
Wenn Sie die Schaltfläche Auf Null bewegen drücken wird die Maschine auf die gesetzte
Nullposition alle Achsen bewegen. Beim Klick auf Maschinenkoordinaten wird Ihnen der
Maschinennullpunkt angezeigt.
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Klicken Sie nun unten auf den Reiter Programm
Dann auf „Lade DIN Code“
Suchen Sie im Auswahlfenster Ihre DIN Datei
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Es wird je nach Größe der Datei diese Anzeige erscheinen:
Nach kurzer Ladezeit sehen Sie nun oben im Fenster die eingeladene DIN Datei
Und unten wird die aktuelle Zeile angezeigt
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Wenn der DIN Code eingeladen wurde wird Ihnen rechts auch die Vorschau des DIN Codes
angezeigt.
Welche Farben Sie in der Vorschau wünschen ist leicht im Menü Konfigurieren
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Im Menü Mach…
Unter Werkzeugpfad einzustellen.
Hier können Sie erkennen das in unserem Beispiel die Eilgänge mit roten Linien und die
Linearenbewegungen (mit Vorschubgeschwindigkeit) in Grün dargestellt wird.
Sie können aber die Farben Ihren Wünschen entsprechend einstellen. Klicken Sie auf die
Farbe die Sie einstellen möchten
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Wählen Sie die Farbe Ihrer Wahl aus und klicken Sie auf OK
Klicken Sie dann auf Anwenden und dann auf OK. Wir haben den Hintergrund auf Grau
gewechselt was sich dann wie folgt auswirkt
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Zum Nullpunkt fahren und Nullpunkt setzen:
Schalten Sie unten auf Bewegen
Und bewegen Sie die Achsen an den Punkt wo Sie den Nullpunkt des Werkstückes setzen
möchten.
Wenn Sie den Nullpunkt setzen möchten drücken Sie Null Setzen
Nach dem Sie Ihren Nullpunkt gesetzt haben drücken Sie einmal die Schaltfläche
Damit erneuert sich die Vorschauanzeige.
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Die grafische Vorschau:
Wer sich einmal die Vorschau genau angeschaut hat wird erkennen das der Nullpunkt
immer durch einen Schnittpunkt angezeigt wird.
Wenn Sie die Achsen mit den Tasten bewegen werden Sie zum Beispiel dieses angezeigt
bekommen
Die weiße Linie ist eine Bewegung auf der Y Achse. Die leicht hell rote Linie ist die
Bewegung auf X. Hell Rot deshalb weil eine rote Linie mit einer weißen Linie überdeckt
wurde.
Wenn Sie oben auf Ansicht umschalten
Können Sie sich die Datei im Detail anschauen
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Die Vorschau kann mittels der Maus frei im Raum gedreht werden.
Durch einen doppelten Linksklick setzen Sie die Anzeige wieder in den Normalmodus
„Draufsicht“ Durch einen doppelten rechts Klick wird die Anzeige in DIN ISO Ansicht
angezeigt.
Unten links ist das Koordinatensystem abgebildet so erkennen Sie schnell wie die Achsen
angezeigt werden.
Wenn Sie mit gedrückter Shift Taste und der rechten Maus in das Vorschaufenster klicken
können Sie das Bild ran und weg zoomen.
Wenn Sie nun auf die Programm Start Schaltfläche drücken
wird die Maschine mit der Arbeit beginnen. Die Vorschauanzeige wird die derzeitige Position
anzeigen und die bereits abgearbeiteten Bewegungen je nach Einstellung farbig darstellen.
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Werkzeugwechsel innerhalb eines Programmes:
Ein Werkzeugwechsel wird Ihnen durch eine blinkende LED angezeigt.
Um den Werkzeugwechsel zu bestätigen müssen Sie auf die Schaltfläche Programm Start
drücken:
Je nach Version wird ein Manueller oder automatischer Werkzeugwechsel angeboten.
Wenn Sie keinen Werkzeugwechseln machen möchten so sollten Sie immer mit dem
gleichen Werkzeug arbeiten.
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Die Werkzeugtabelle:
Werkzeug müssen in Ihrer Länge (H) und Ihrem Durchmesser (D) angegeben werden
Um die Tabelle zu öffnen klicken Sie auf
Es öffnet sich folgendes Fenster
Diese Tabelle ist für Fräsmaschinen und Drehmaschinen Gleichermaßen.
Wenn Sie ein Feld anklicken so wird dieses Grün angezeigt
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Nun können Sie die entsprechende Länge eintragen. Für Fräsmaschinen werden nur die
Länge und der DIA (Durchmesser) benötigt.
Insgesamt können so bis zu 254 Werkzeuge verwaltet werden.
Eine genauere Anleitung wird es geben wenn die Mach4 so weit ist das diese eine
Werkzeugtabelle richtig verwaltet.
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Vorschübe und Drehzahlen Online übersteuern
Mit der Mach4 Software können Sie während ein Programm läuft die
Vorschubgeschwindigkeit Online das bedeutet während der Bearbeitung übersteuern.
Das bedeutet bei der Spindel Sie können die geplante Drehzahl auf 250 % herauf oder auf
fast Null herab setzen.
Wobei die 250% auch möglich sein müssen. Wenn Sie eine Maximale Drehzahl von 24000
U/min haben. Im Programm eine Drehzahl von 12000 U/min gewählt wurde, können Sie
maximal auf 200 % heraufziehen.
Denn 100% ist immer die geplante Drehzahl 200% wären dann das Doppelte und somit
auch das maximale was die Spindel drehen könnte.
Beim Vorschub genau das gleiche, nur hier haben Sie die Möglichkeit den Vorschub und
den Eilgang zu beeinflussen.
Sie sehen am Eilgangschieberegler dass hier die 100% schon das maximale darstellen und
somit nur eine Reduzierung erlaubt.
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Der DIN Code der Mach4 :
Diese Anleitung wird ständig erweitert sobald alle DIN Code in die Mach4 implementiert
wurden.
Dezimalzahlen werden mit einem Punkt nicht mit einem Komma eingetragen!
G00:
Mit dem G00 werden die Achsen mit Ihrer Maximalen Geschwindigkeit bewegt.
Format: G00 X__ Z__
Wenn mehrere Achsen Gleichzeit verwendet werden gibt die langsamste Achse die
maximale Geschwindigkeit vor.
Hinweis: Die maximale Geschwindigkeit ist im Motortuning eingestellt.
G01:
Mit G01 werden Lineare Bewegungen ausgeführt.
Format: G01 X__ Z__ F__.
Bei einem G01 wird eine Geschwindigkeitsangabe benötigt. Diese wird durch den F Wert
in mm pro Minute festgelegt. Wobei der F Wert nur bis zum maximal möglichen betragen
darf.
Mach4 Fräsen
Seite 65
G02:
Kreisbewegung im Uhrzeigersinn
G03:
Kreisbewegung gegen Uhrzeigersinn
Format 1: (G18) G02/03 X__ Z__ I__ K__ F__
Format 2: (G18) G02/03 X__ Z__ R__ F__
Bild zeigt eine G02 Bewegung
Mach4 Fräsen
Seite 66
Format: G03 X1.4 Z-0.2 R0.2 F600
Um einen Radius zu bestimmen kann der Bogen durch den R Wert größer oder kleiner als
180° beschrieben werden. Ein positiver Wert erzeugt einen Radius kleiner 180° ein Radius
größer 180° wird mit einem negativen Wert erzeugt.
Eine Helix kann genauso erzeugt werden, allerdings benötigen wir dann die 3 Achse also
die Z Achse um eine gleichzeitige Abwärts/ Aufwärtsbewegung zu erzeugen.
Format: G03 X1.4 Z-0.2 R0.2 Z-2 F600
G04:
Wartezeit in Sekunden, zur Verzögerung innerhalb eines Programmes
Format: G04 P5
wobei der Parameter P5 für 5 Sekunden steht.
Mach4 Fräsen
Seite 67
G07.1
Folgt
G09
Während bei normalen Bewegungen die Ecken bedingt durch die Geschwindigkeit immer
abgerundet werden ist es mit dem G09 Befehl möglich einen exakten Stopp auszuführen.
Format: G01 G09 X__ Z__ F__
Satzweiser Exakter Stopp. Im Gegensatz zu G61 kann der exakte Stopp mit G09 nur
Satzweise aufgerufen werden, während G61 im ganzen Code aktive ist.
G 10
Der Befehl G10 wird verwendet um einen Offset zu verwenden. Um die Werkstücknullpunkte
G__ einem Parameter P__ zuweisen zu können sind diese entsprechend der Tabelle unten
zugeteilt.
Mach4 Fräsen
Seite 68
Achsen werden entsprechend der Koordinate zugeordnet
Es wird unterschieden zwischen Absolute und Incremental Bemaßung.
Die Klammern hinter der Achse geben die Achsen an, wenn Incremental Bemaßt werden
soll.
Weitere Anleitungen folgen*
G12 / G13
Kreisbewegung im Uhrzeigersinn wird benutzt um an der aktuellen Position einen Vollkreis
zu beschreiben.
Format 1: G12/13 I__ F__
Format 2: G12/13 I__ R__ Q__
Mach4 Fräsen
Seite 69
G12.1
Folgt
G13.1
Folgt
Mach4 Fräsen
Seite 70
G15/16
G15 / G16 - Polarkoordinaten:
Der Polarkoordinatenpositionierungsbefehl wird mit G16 in einem Programm aktiviert. Die
Einstellung ist modal und wird bis ein G15 aufgerufen wird aktive bleiben. In den
Polarkoordinatenmodus werden Bewegungen - Endpunkte als Radius und Winkel, dessen
Ursprung durch die absolute / inkrementelle Positionsmodus bestimmt wird festgelegt (siehe
G90 / G91). In absoluten Positionsmodus ist der Ursprung für die Positionierung der
Nullpunkt des Benutzerkoordinatensystems. Im inkrementalen Positionsmodus ist der
Ursprung ist die aktuelle Position.
Format: G16 __ __ __
Die aktuelle Ebene Einstellung legt fest, welcher Buchstabe der Radius ist und welcher dem
Winkel.
G17 - XY-Ebene - X Radius, Y Winkel G18 - ZX-Ebene - Z Radius X Winkel G19 - YZEbene - Y Radius wird Z Winkel
Linear- und Bogenbewegungen können im Polarkoordinatenmodus programmiert werden.
Bei der Programmierung des Bogens wird im Befehl G02 und G03 R verwendet um den
Bogenradius anzugeben.
Beispiel: Siehe Abbildung für die Werkzeugbahn-Anzeige an folgenden Programmen
Mach4 Fräsen
Seite 71
Ebenen und deren Betrachtung:
Normale Betrachtung:
Mach4 Fräsen
Seite 72
G17
Auswahl der X – Y Ebene
G18
Auswahl der Z – X Ebene
G19
Auswahl der Y – Z Ebene
G20
Auswahl der Zoll Einheit
G21
Auswahl der MM Einheit
G28
G28 - Nullrückstellung: Diese Funktion wird verwendet, um eine oder mehrere Achsen in die
Ausgangsposition über eine Zwischenstelle zu verfahren. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie
diese Funktion nicht vollständig verstanden haben. Die resultierende Bewegung kann stark
von dem, was erwartet wird abweichen. Bei richtiger Anwendung kann diese Art der
Bewegung allerdings große Vorteile bringen. Betrachten Sie das untere Bild:
Mach4 Fräsen
Seite 73
Format: G28 X _ A__ A__ B__ C__
Dies ist kein modaler Code und wird nur in dem Block, in dem sie eingegeben wird aktiv.
G28 Z0: Zum Beispiel, um die Z-Achse zurück in die Ausgangsposition Programm senden.
Der mit der Achse angegebene Wert legt einen Zwischenpunkt fest. So können Hindernisse
schnell und sicher überwunden werden.
Programmbeispiel:
G0 G90 G54 G17 G40 G49 G80
Sicherer Startlinie
G0 X1.0 Y.5 Z1.0
Schnelle Position zu Punkt
G28 Z0.0
Bewegt die Z Achse auf den Nullpunkt
M30
Programmende und Rücklauf
G30
G30 - 2., 3., 4. Ausgangsabschaltung:
G30 funktioniert genauso wie G28, Maschine bewegt sich zu einem Referenzpunkt über
einen Zwischenpunkt. So bewegt sich die Maschine über einen Zwischenpunkt an die
Endposition.
P2 , P3 , P4 finden Sie in der Tabelle.
Format: G30 P__ X__ Y__ Z__ A__ B__ C__
Mach4 Fräsen
Seite 74
G31 / G31x
Der G31 Befehl wird zum Antasten genutzt, dieser Befehl bewegt die ausgewählte Achse so
lange bis der angeschlossene Sensor eine Berührung erkennt.
Sensoren werden am Probe Eingang angeschlossen.
Es können alle Achsen zum Antasten genommen werden, oder mittels Script die
automatische Werkzeuglängenantastung.
Format: Format: G31 X__ Y__ Z__ F__
Im Befehl können Sie eine Strecke eintragen und eine Geschwindigkeit.
Die aufgezeichneten Position kann dann verwendet werden, um Werkzeugkorrekturen,
Nullpunktverschiebungen oder zur Bauteilvermessung aufzuzeichnen.
G40
Der G 40 Befehl hebt die Radiuskorrektur auf ( G41 / G42)
G41 / G42:
Radius Kompensation Links / Rechts :
Aktivierung der Radius Kompensation Links mit (G41) oder rechts mit (G42) des Fräsers
durch den zusätzlichen Befehl „D“. Der Befehl D steht für Durchmesser des verwendeten
Fräsers im Programm.
Format: G1 G42 D__ X__ Y__ Z__ F__
Mach4 Fräsen
Seite 75
Erläuterung zur Radiuskompensation:
Werkzeugradiuskompensation oder Werkzeugkorrektur bietet dem Anwender die
Möglichkeit, das Werkzeug bei Schwankungen der Werkzeugdurchmesser zu readgieren.
Er kann auf zwei Arten verwendet werden. Erstens:
bei der Programmierung von Hand, ohne die Hilfe von CAM-Software (Computer Aided
Manufacturing), ist es viel einfacher, die tatsächlichen Teileabmessungen, Teil
Programmierung programmieren. Dies erspart dem Programmierer den Radius des
Werkzeuges in der Werkzeugbahn selber zu berechnen.
Im Wesentlichen übernimmt die Maschine die aufwendige Berechnung für den
Programmierer.
Zweitens:
mit dem verstärkten Einsatz von CAM-Systemen wird die Werkzeugbahn durch die CAM
Software für den Werkzeugdurchmesser eingestellt und das Teil sollte in der Theorie,
perfekt abgearbeitet werden.
In der Praxis jedoch zeigen sich die Vorteile ein Programm mit Radiuskorrektur zu erstellen,
so kann der Anwender auf abweichende Durchmesser reagieren. Auch wenn ein Fräser mal
abbricht kann ein anderer Durchmesser verwendet werden ohne das Programm ändern zu
müssen.
Es gibt zwei zur Werkzeugkompensation aktivieren.
G41 versetzt das Werkzeug zu der linken Seite des Werkzeugweges und G42 versetzt das
Werkzeug auf der rechten Seite der Werkzeugbahn. Dies gilt allerdings nur für positive
Durchmesser Offsetwerte. Bei negativen Offset wird die Offset-Richtung umgekehrt.
Mach4 Fräsen
Seite 76
Nun gibt es zwei Möglichkeiten, um den Offset-Wert mit G41 und G42 zu wählen.
Format 1: G00 / G01 G41 / G42 D__ X__ Y__ F__
Format 2: G00 / G01 G41 / G42 P__ X__ Y__ F__
Verwenden Sie D, um einen Durchmesser Offset von einer bestimmten
Werkzeugkorrekturnummer anzurufen. So wird beispielsweise D2 den Durchmesser OffsetWert von Werkzeugkorrekturnummer 2.
Eine Alternative ist, P. Verwenden Sie das mit P bestimmten Wert wird die tatsächliche
Offset-Wert sein zu verwenden. So wird beispielsweise P.05 die Werkzeugbahn, 05 nach
links oder rechts versetzt.
Werkzeugkorrektur funktioniert nur auf der zwei in der Ebene liegenden Achsen, also bei
G17 (XY-Ebene) der X- und Y-Achsen G18 ZX und G19 YZ
Mach4 Fräsen
Seite 77
Es gibt einige Gegebenheiten die bei der Verwendung der Kompensation beachten müssen.
Die Kompensation muss auf einer Linearbewegung aktiviert werden. Ein Fehler wird erzeugt
wenn die Kompensation in einem Bogen aktiviert wird.
An diesem Beispiel wird die Aussenkontur mit einem G41 größer, beim Innenloch
wird durch den G42 die Kontur ebenfalls größer.
Mach4 Fräsen
Seite 78
Auswirkungen der Radiuskompensationen in unterschiedlichen Bewegungen
Der Startpunkt der Kompensation muss auf jedenfall größer sein als der zu
Kompensierenden Strecke!
Seite 79
Mach4 Fräsen
Auswirklungen der Radiuskompensation mit unterschiedlichen Kompensationsgrößen!
Mach4 Fräsen
Seite 80
Kompensation in schwierigen Konturen und deren Auswirkungen:
Werkzeugkompensation wird durch den Code G40 in dem Programm deaktiviert, oder wenn
die Steuerung zurückgesetzt wird. Wenn G40 angegeben wird muss eine Auslaufbewegung
nach den gleichen Regeln wie beim Ausgleichsfunktion sein. Also berechnen Sie die
Auslaufbewegung größer als Radius.
Mach4 Fräsen
Seite 81
G50
Der G50 Code setzt eine aktive Skalierung auf den Ursprünglichen Wert (Faktor 1 zurück)
G51
Skalierung Funktion: Bei Aktivierung der Skalierungsfunktion multipliziert der G51 Befehl
befohlenen Positionen um den angegebenen Skalierungsfaktor. Die DROs und Offsets sind
nicht betroffen. Aber alle Bewegungen werden um den Faktor entsprechend Skaliert.
Format: G51 X__ Y__ Z__ A__ B__ C__
Geben Sie die Achse skaliert werden und den gewünschten Skalierungsfaktor. Zum
Beispiel:
G0 G90 G54 G17 G40 G49 G80 Startzeile
G0 X4.0 Y0.0 Z1.0
Schnelle Position zu Punkt (X-Position ist 4.)
G51 X2.0
Activate Skalierung der X-Achse (Skalierungsfaktor = 2)
G0 x5.0
Eilgang auf Position zu Punkt (X-Position ist 10.)
G50
Abbrechen Skalierung
G0 x5.0
Eilgang Position zu Punkt (X-Position ist 5.)
M30
Programmende und Rücklauf
G52:
Der Nullpunkt des Werkzeuges kann ohne eine Maschinenbewegung um eine definierte
Länge in X- und Y- Richtung verschoben werden. Dazu geben Sie folgenden Befehl ein:
G52 X_Y_ Z_A_B_C_
Dabei werden mit dem Befehl für die Achsen die Werte übergeben, um die die Nullpunkte
verschoben werden sollen. Dabei muß mindestens ein Wert angegeben werden, ansonsten
gibt es eine Fehlermeldung.
Die Befehle G52 und G92 benutzen innerhalb von Mach4 gemeinsame Berechnungen und
dürfen daher nicht zusammen verwendet werden.
Sobald ein G52 Befehl verwendet wird, wird der Ursprung des gerade verwendeten
Koordinatensystems um den gewählten Betrag verschoben.
Mach4 Fräsen
Seite 82
G53:
Maschinenkoordinatensystem:
Obwohl die Mehrheit der Maschinenpositionierung im Offset betrieben wird,(G54 aufwärts)
ist es manchmal von Vorteil eine Positionen im Maschinenkoordinatensystem zu
programmieren. Der G53 ist ein nicht modal, so das in jeder Zeile der der G53 geschrieben
werden muss in der eine Maschinenkoordinate aufgerufen werden soll.
Der G53 ist auch ein viel sicherer Weg, um wieder an die Maschinen Grundstellung G53 X0
Y0 Z0 bewegen, als die Verwendung von G28, da es keine Zwischenpositionen gibt.
Format: G53 X__ Y__ Z__ A__ B__ C__
G54 –G59
G54-G59 – Werkstück Offset:
Wird verwendet, um ein Werkstücknullpunkt zu setzen. Die Position wird am Werkstück /
gewünschte Position gesetzt.
Die Position bleibt solange aktive bis Sie abgewählt wird oder eine andere aufgerufen wird.
Es können mehrere Werkstücknullpunkte in einem Programm verwendet werden.
G54.1
Zusätzliche Werkstücknullpunkte.
Bei sehr vielen Aufbauten oder Schraubstöcken können insgesamt bis zu 248 weitere
verwendet werden.
Format: G54.1 P__
P gibt die Anzahl der zusätzlichen Offset´s, 1-248 an
Die alte Mach3 verwendete G59 P7 P8 und so weiter. Nun wird G54.1 da diese Art der
Programmierung mehr im Einklang zur Industriesteuerungen steht.
G60
In Fällen, in denen mechanische Positionierfehler bestehen kann der G60 verwendet
werden um die Genauigkeit zu erhöhen. Wir gehen nicht weiter auf diese Funktion ein, da
die Maschine entsprechend mechanisch vorbereitet sein sollte.
Mach4 Fräsen
Seite 83
G61
Exakt Stopp-Modus: In diesem Modus wird die Maschine zum Stillstand am Ende jeder
befohlene Bewegung abgebremst.
Dies ist eine modale Code, einmal aktiviert, wird es auf bis auf Widerruf bleiben. Für scharfe
Ecken und einfache Positionierung dieser Modus gut anzuwenden. Wenn jedoch der Code
immer aufwendiger wird , oder mit Bögen arbeitet wird dieser Modus zu Ruckartiken
Bewegungen führen.
Für die meisten Anwendungen wird dazu in der Regel der G64 benutzt.
Mach4 Fräsen
Seite 84
G64
Konstante Geschwindigkeit Modus:
Hier wird mit einer konstanten Geschwindigkeit gearbeitet. Als Ergebnis werden scharfe
Ecken leicht abgerundet sein, die Maschine darf den programmierten Punkt vor einem
erreichen verlassen um den nächsten Punkt anzufahren.
Die Größenordnung dieser Positionsfehler werden durch die Beschleunigungsfähigkeit der
Maschine und der programmierten Vorschubrate bestimmt. In den meisten Fällen werden
die Fehler zu klein sein, um sie festzustellen. Die Bewegung wird jedoch weicher als im G61
sein.
Der G64 kann durch den G61 abgewählt und bleibt im ganzen Programm aktivre.
G65
Makroaufruf: Makros funktionieren wie Unterprogramme (siehe M98), sie erlauben Werte
aus dem Hauptprogramm in Form von lokalen Variablen übergeben werden.
Format: G65 P____ A__ B__ C__ ...
Die verfügbaren Argumente und die entsprechenden Variablen sind in der nachfolgenden
Tabelle dargestellt.
Der G65 Makroaufruf ist nicht modal und hat keine Option für die Wiederholung, das MakroUnterprogramm wird nur einmal pro Aufruf G65 ausgeführt. Weitere Informationen über
Makroprogrammierung und der Verfügbarkeit und Nutzung von # Variablen finden Sie in der
Mach4 Macro Programmierung´s Anleitung.
Mach4 Fräsen
Seite 85
G66
Makro Aufruf: Manchmal ist es sinnvoll, das gleiche Makro in verschiedenen Positionen
(ähnlich wie Bohren Festzyklen) oder mit unterschiedlichen Parametern auszuführen.
G66 ist ein modularer Makroaufruf, das Makro wird aufgerufen und Werte in der gleichen
Weise wie G65 verarbeitet. G66 bleibt aber aktiv, bis er gelöscht wird.
Der Satz / Sätze im Anschluss an die G66 können neue Positionen und Variablen enthalten,
um das Makro erneut ausführen.
Format: G66 P____ A__ B__ C__ ... A__ B__ C__ ... G67
Mehr Informationen über Makroprogrammierung ist in der Mach4 Makro Programmierung´s
Anleitung verfügbar
G67
Makro modalen Aufruf Abbrechen
G68
Koordinatensystem Rotation: Es ist möglich, ein Programm, um einen bestimmten Punkt zu
drehen mit dem Befehl Systemdrehung zu koordinieren. Es wird wie folgt angegeben:
Format: G68 X__ Y__ R__
Der Befehl ist nur in der XY (G17) Ebene zur Verfügung und ist modal. X und Y geben den
Punkt, um den das Programm gedreht werden soll, und R gibt den Winkel an. Ein positiver
Wert für R wird das Programm gegen den Uhrzeigersinn drehen.
Sobald der Befehl Rotation gegeben ist, werden alle Befehle entsprechend gedreht.
G0 G90 G54 G17 G40 G49 G80
Sicherer Startlinie
G0 X0.0 Y0.0 Z1.0
Eilgang
G68 X0.0 Y0.0 R45.0
Drehung um 45 ° gegen den Uhrzeigersinn
X0, Y0 G0 X1.0
Eilgang Position zu Punkt X1.
G69
Abbrechen Drehen
M30
Programmende und Rücklauf
G69
Abwahl der G68 Funktion
Mach4 Fräsen
Seite 86
G73-G89
Bearbeitungszyklen: Zyklen sind spezielle G-Codes die verwendet werden, um die
Programmierung zu vereinfachen.
Loch Bearbeitungszyklen alle ähnlich und enthalten meist die gleichen Parameter. Die
Bedeutung der einzelnen Parameter können in Abhängigkeit von zwei Einstellungen jedoch
unterschiedlich Auswirkungen haben. Die erste ist die absolute oder inkrementelle ModusEinstellung (G90 / G91), wie später in diesem Handbuch erklärt.
Der zweite ist der Umkehrpunkt G98 Ausgangspunkt der Rückkehr oder G99 R Punkt
Rückkehr.
Auch die Ebenenauswahl (G17 / G18 / G19) kann auch eine Wirkung die Bohrung,
Bearbeitungszyklus haben.
Zum Beispiel in G17 (XY-Ebene) Lochposition auf der XY-Ebene und die Bohrachse wird Z.
In G18 (ZX-Ebene) Positionierung auf der ZX-Ebene und der Bohrachse ist dann Y.
Das Grundformat eines Arbeitszyklus ist wie folgt:
Gcc G98/99 Xxx Yyy Zzz Qqq Rrr Ppp Lll Fff
Xxn Yyn
G80
Nummer des Gewünschten Zyklus (i.e. 81, 83, 74, etc)
Xxx
Auswirkung in G90: X Position des Mittelpunkts des ersten Lochs in Bezug auf den aktuellen
Arbeitsnullpunkt
Auswirkung in G91: Entfernung und Richtung entlang der X-Achse, zum Mittelpunkt des
ersten Loches
Yyy
Auswirkung in G90: Y Position des Mittelpunkts des ersten Lochs in Bezug auf den aktuellen
Arbeitsnullpunkt
Auswirkung in G91: Entfernung und Richtung entlang der Y-Achse, zum Mittelpunkt des
ersten Loches
Mach4 Fräsen
Seite 87
Zzz
Auswirkung in G90: Z Position des Mittelpunkts des ersten Lochs in Bezug auf den aktuellen
Arbeitsnullpunkt
Auswirkung in G91: Entfernung und Richtung entlang der Z-Achse, zum Mittelpunkt des
ersten Loches
qq
Inkrement beim Packetbohrung – immer positive
rr
Rückzugsebene, zurückzuziehen Position zwischen den Paketen, im G99-Modus wird
dieses im Eilgang zurückgelegt
pp
Verweilzeit in Sekunden am Ende der Bohrung
ff
Vorschubgeschwindigkeit
xn
Position der ersten Bohrung, gleichen Regeln wie bei xx
yn
Position der ersten Bohrung, gleichen Regeln wie bei yy
Bitte beachten Sie, dass nicht alle Argumente in allen Zyklen angezeigt werden, und es gibt
ein paar Spezialfälle, die es noch zu klären gilt.
Mach4 Fräsen
Seite 88
Bohrzyklen (wird Erweitert)
G73
Tiefloch mit Spanbruch
G73 X_ Y_ Z_ R_ Q_ F_
G74
Reverse Tapping
G74 X_ Y_ Z_ R_ F_
G76
Fine Boring
G76 X_ Y_ Z_ R_ I_ J_ P_ F_
G80
Canned Cycle Cancel
G80
G81
Bohren
G81 X_ Y_ Z_ R_ F_
G82
Spot Face
G82 X_ Y_ Z_ R_ P_ F_
G83
Tiefloch mit Spanbruch und Entleerung
G83 X_ Y_ Z_ R_ Q_ F_
G84
Tapping
G84 X_ Y_ Z_ R_ F_
G85
Bohren, Retract at Feed, Spindel An
G85 X_ Y_ Z_ R_ F_
G86
Bohren, Retract at Rapid, Spindel Aus
G86 X_ Y_ Z_ R_ F_
G87
Back Boring
G87 X_ Y_ Z_ R_ I_ J_ F_
G88
Boring, Manual Retract
G88 X_ Y_ Z_ R_ P_ F_
G89
Boring, Dwell, Retract at Feed, Spindle On
G89 X_ Y_ Z_ R_ P_ F_
Beispiel Lochplatte:
Mach4 Fräsen
Seite 89
G81:
Bohren G81 :
Dies ist ein gerader Bohrzyklus. Das Werkzeug fährt einfach in die Position, mit
einemVorschub auf Bohrlochtiefe , um am Boden des Lochs dann schnelle zurück zu
ziehen.
Entweder den R-Punkt oder den Anfangspunkt. Siehe Grafik der Werkzeugbewegung. Das
Format ist wie folgt:
G81 X__ Y__ Z__ R__ l__ F__
X, Y - Position des Lochs in der XY-Ebene
Z - Endpunkt Loch
R - Rückzugsebene
L - Anzahl der Wiederholungen
F - Vorschub
G82
Spot Gesicht bietet die Möglichkeit, an der Unterseite des Lochs für einen festgelegten
Zeitraum zu verweilen. Die eigentliche Werkzeugbewegung ist die gleiche wie ein G81Zyklus, wobei jedoch die Verweilzeit ist es ermöglicht, eine bessere Genauigkeit am Grund
des Lochs zu erreichen.
Mach4 Fräsen
Seite 90
Das Format ist wie folgt:
G82 X__ Y__ Z__ R__ P__ L__ F__
X, Y – Position des ersten Bohrloches in XY Koordinate
Z – Endpsoition des Bohrloches
R – Rückzugsebene
P – Verweilzeit
L – Anzahl der Wiederholungen
F – Vorschub
G83
Tiefbohren ist ein Zyklus der zum Bohren tiefer Bohrungen verwendetwird. Der Zyklus
erlaubt das Span brechen für eine bessere Anwendung des Kühlmittels durch das
vollständige zurückziehen des Werkzeugs aus der Bohrung während der Zwischebenen.
Diese Rückzugsbewegungen sowie das Eintauchen auf die vorherige Tiefe erfolgt im
Eilgang. Der eigentliche Bohrvorgang wird in einer gewählten Geschwindigkeit durchgeführt.
Das Format ist wie folgt:
G83 X__ Y__ Z__ Q__ R__ l__ F__
X, Y - Position der Bohrung in der XY-Ebene
Z - Endpunkt Bohrung
Q – Packetanzahl
R - Rückzugsebene
L - Anzahl der Wiederholungen
F - Vorschub
Mach4 Fräsen
Seite 91
G73
High Speed Bohren mit Spanbruch:
Im Gegensatz zum G83-Zyklus, wird nicht vollständig aus der Bohrung herausgefahren,
sondern nur um eine kurze Strecke.
Die G73-Zyklus fährt nur dem Wert (Q)als Rückzug.
Siehe Abbildung
Dieser kurze Rückzug hilft, Zykluszeiten zu reduzieren, wenn eine vollständige Endleerung
nicht benötigt wird.
Das Format:
G73 X__ Y__ Z__ Q__ R__ L__ F__
X, Y – Position der Bohrung in XY
Z – Endposition der Bohrung in Z
Q – Länge der Bohrzustellung als Paket
R – Rückzugsebene
L – Anzahl der Wiederholungen
F – Vorschub
Move
Mach4 Fräsen
Seite 92
G84
Gewindebohren - Rechtsgewinde:
Der Gewindebohrzyklus wird verwendet, um Gewindebohrungen mit einem
Gewindeschneider zu erzeugen. Gewindeschneiden erfordert, dass die Spindeldrehzahl und
Vorschubgeschwindigkeit Z-Achse angepasst zur Steigung des Gewindes angepasst ist.
Es gibt zwei Möglichkeiten, um diese Synchronisation der Spindeldrehzahl und der Z-Achse
Vorschub zu erzielen. Von der Seite der Programmierung ist es einfacher, die
Vorschubgeschwindigkeit in Einheiten pro Umdrehung (G95) zu programmieren.
In der Programmierung pro Umdrehung wird die Vorschubgeschwindigkeit einfach die
Steigung des Gewindes genommen. Metrische Gewinde sind in der Gewindesteigung
klassifiziert. Ein M8x1.25mm Gewinde hat eine Steigung von 1,25 mm.
Der Haken dabei ist, wenn der Vorschub pro Umdrehung verwendet wird, ist eine gewisse
Form von Drehzahlrückmeldung von der Maschine notwendig, hierzu wird ein Encoder an
der Spindel benötigt der die genaue Drehzahl der Spindel meldet.
Eine andere Möglichkeit ist das Gewindeschneiden im G94 wobei dann mit Vorschub pro
Minute berechnet wird. Hier wird eine die Zustellung pro mm / min berechnet. Auch hier ist
ein Encoder erforderlich.
Format:
G84 X__ Y__ Z__ R__ L__ F__
X, Y – Position auf der XY Ebene
Z – Endposition in Z
R – Rückzugsebene
L – Anzahl der Wiederholungen
F – Vorschub
Mach4 Fräsen
Seite 93
Die Grafik zeigt die Werkzeugbewegung. Die Bewegung ist sehr ähnlich zu einem geraden
Bohrzyklus, Der Hauptunterschied liegt darin das der Vorschub bis zum Ende ausgeführt
wird, die Spindel dann Stoppt und die Drehrichtung umgekehrt.
Die Spindel wird vor dem Aufruf der G84-Zyklus gestartet. Die Maschine wird dann auf die
Rückzugsebene bewegen, anschließend mit dem Vorschub auf Endtiefe die Z-Achse nach
unten bewegen.
Wenn die Endtiefer erreicht ist Stoppt die Bewegung und die Spindel wird Ihre Drehrichtung
ändern und aus der Bohrung zurückfahren.
Durch geringfügige Schwankungen der Spindeldrehzahl, Vorschub und Beschleunigungen
in einigen Maschinen wird empfohlen, ein Bohrfutter mit Ausgleichkopf zu verwenden.
Dieser erlaubt einen gewissen Ausgleich der Schwankungen ohne das Gewinde
auszureißen.
Änderungen an Vorschub oder Spindeldrehzahl im Zyklus sind schädlich für das Werkzeug
und Werkstück, aus diesem Grund, sind die Vorschubgeschwindigkeit und Spindeloverride
deaktiviert.
Vorschub Halt wird auch während des Zyklus ausgeschaltet. Wenn Vorschub Halt gedrückt
wird, wird der Zyklus zu Ende gefahren und Stoppt dann.
G74
Linksgewinde ist gleich wie ein rechts Gewinde (G84) mit der Ausnahme, dass es das ein
Linksgewinde. Die Spindel muss in umgekehrter Richtung vor dem Aufruf der G74-Zyklus
gestartet werden.
G76
Feinbohren mit Schlagzahn: Der Feinbohren Zyklus ermöglicht es eine Seegeringnut zu
erzeugen. Allerdings benötigt die Maschine eine Spindelorientierung.
G76 X__ Y__ Z__ R__ I__ J__ P__ l__ F__
X, Y - Position des Lochs in der XY-Ebene
Z - Endpunkt Loch
R - Rückzugsebene
I - X Verschiebung Entfernung und Richtung
J - Y Verschiebung Entfernung und Richtung
P - Verweilzeit in Sekunden
L - Anzahl der Wiederholungen
F - Vorschub
Mach4 Fräsen
Seite 94
G85 - Bohren, Reiben
G85 ist eine gerade der meistbenutzte Zyklus, der am häufigsten für Bohren oder Reiben
verwendet wird.
Der Rückzug ist mit dem programmierten Vorschub mit der Spindel auf.
G85 X__ Y__ Z__ R__ l__ F__
X, Y - Position des Lochs in der XY-Ebene
Z - Endpunkt Loch
R - Rückzugsebene
L - Anzahl der Wiederholungen
F - Vorschub
Mach4 Fräsen
Seite 95
G86
Bohren mit Freifahren bei gestoppter Spindel
Vor Fahren aus der Bohrung wird die Spindel gestoppt. Der Rückzug wird dann mit einer
hohen Geschwindigkeit durchgeführt. Dadurch wird ein Kratzer das Kratzen an der
Bohrungswand verhindert.
G86 X__ Y__ Z__ R__ l__ F__
X, Y - Position des Lochs in der XY-Ebene
Z - Endpunkt Loch
R - Rückzugsebene
L - Anzahl der Wiederholungen
F - Vorschub
Mach4 Fräsen
Seite 96
G87
Rückseitiges Bohren für Rückseitige Fasen
Hier ist eine Spindelorientierung notwendig.
G87 X__ Y__ Z__ R__ I__ J__ P__ l__ F__
X, Y - Position des Lochs in der XY-Ebene
Z - Endpunkt Loch
R - Rückzugsebene
I - X Verschiebung Entfernung und Richtung
J - Y Verschiebung Entfernung und Richtung
P - Verweilzeit in Sekunden
L - Anzahl der Wiederholungen
F - Vorschub
Mach4 Fräsen
Seite 97
G88
G88 - Bohren, Manueller Rücklauf:
Dieser Zyklus verfügt über eine manuelle Funktion den Bohrer zurückzuziehen.
Am Boden der Bohrung wird die angegebene Verweilzeit durchgeführt, dann wird die
Spindel gestoppt und das Programm angehalten. Der Bediener kann dann manuell das
Werkzeug aus der Bohrung zurückzuziehen. Nach dem Zurückziehen des Werkzeugs muss
Programmstart gedrückt werden, um den Programmbetrieb fortzusetzen.
G88 X__ Y__ Z__ R__ P__ l__ F__
X, Y - Position des Lochs in der XY-Ebene
Z - Endpunkt Loch
R - Rückzugsebene
P - Verweilzeit in Sekunden
L - Anzahl der Wiederholungen
F - Vorschub
Mach4 Fräsen
Seite 98
G89
Gleiche Funktion wie G85 mit dem Zusatz von einer Verweilzeit am Grund der Bohrung.
G89 X__ Y__ Z__ R__ P__ l__ F__
X, Y - Position des Lochs in der XY-Ebene
Z - Endpunkt Loch
R - Rückzugsebene
P - Verweilzeit in Sekunden
L - Anzahl der Wiederholungen
F – Vorschub
Mach4 Fräsen
Seite 99
G90
Absoluter Bewegungsmodus
G90.1 Kreismitte Absoluter Bewegungsmodus
Mach4 Fräsen
Seite 100
G91
Incremental Bewegungsmodus (Kettenmaß)
Mach4 Fräsen
Seite 101
G92
Globale Nullpunktverschiebung im Koordinatensystem:
Das Koordinatensystem kann durch die Ausgabe von G92 im Programm festgelegt werden.
Diese Funktion unterscheidet sich von G52 (lokale Koordinatensystem) in der Weise, dass
es angegeben ist. Während G52 ist mit Verschiebungswerte angegeben, wird G92 mit der
gewünschten Position der Achse festgelegt. Der Einfluss ist global und sollte mit Vorsicht
verwendet werden.
Format: G92 X__ Y__ Z__ A__ B__ C__
Programm Beispiel:
G0 G90 G54 G17 G40 G49 G80
Start Zeile
G0 X4.0 Y0.0 Z1.0
Eilgang auf Position X4, Y0, Z1
G92 X1.0 Y2.0 Z3.0
Setzt Koordinatensystem, auf Position X1, Y2 , Z3
G92.1
Abwahl von G92, aktuelle Position X4, Y0, Z1
M30
Programmende und Rücklauf zurückgesetzt
G93 , G94 , G95
Der invertierte Vorschub wird am häufigsten für Maschinenbewegung genommen die
zumindest eine Drehachse haben.
Es muss in jeder Zeile ein F Wert angeben werden.
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Es gibt drei verschiedene Arten der Vorschubgeschwindigkeit:
Zeitinvertiert, Einheiten / Minute, Einheiten/Umdrehung.
Diese können mit den folgenden Befehlen ausgesucht werden:
- G93 für den Modus Zeitinvertiert
- G94 für den Modus Einheiten / Minute
- G95 für den Modus Einheiten / Umdrehung
G93 -Wird für die Vorschubgeschwindigkeit der Modus Zeitinvertiert gewählt, so ist der
eingegebene F-Wert einen Kehrwert pro Minute.
Ist also F2.0 angewählt, so bedeutet das für die Bewegung eine halbe Minute benötigt wird.
G94- Im Modus für die Vorschubgeschwindigkeit in Einheiten / Minute bedeutet ein
F-Parameter in der Programmzeile, dass der Fräser mit der Anzahl der Einheiten, welche
durch das F-Wort definiert werden, pro Minute weiterbewegt wird.
G95 - Im Modus für die Einheiten pro Umdrehung bedeutet das F-Wort in der
Programmzeile, dass der Fräser um die Anzahl der Einheiten, die durch das F-Wort definiert
sind, pro Umdrehung weiterbewegt wird.
G96
Konstante Schnittgeschwindigkeit
Die Spindeldrehzahl kann auf zwei Arten angegeben werden. Eine davon ist die konstante
Schnittgeschwindigkeit. In diesem Modus wird die Schnittgeschwindigkeit konstant auf Basis
von Durchmesser gehalten. Die Oberflächengeschwindigkeit wird in Oberflächeneinheiten
pro Minute angegeben. In der inch-Einstellung ist dies Fläche Fuß pro Minute, in MillimeterEinstellung ist es Oberfläche Meter pro Minute.
In dieser Einstellung wird der Vorschub der Drehzal angepasst.
G97
G97 - Konstante Drehzahl: In diesem Modus wird die Spindeldrehzahl in Umdrehungen pro
Minute angegeben. Dies ist die häufigste Einstellung für Fräsmaschinen
In dieser Einstellung wird die Drehzahl angepasst.
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G98
Im G98 wird am Ende direkt auf den Startpunkt zurückgezogen ohne erst die
Rückzugspunkt anzufahren, was eine schnellere Bearbeitung ermöglicht. Außerdem können
hiermit Hindernisse wie Schraubstöcke oder andere Spannmittel überfahren werden.
G99 Rückzug auf den R Punkt: Wird verwendet bei mehreren Bohrungen wo kein Schraubstock
oder ähnliche Hindernisse am Werkstück die Bewegung stören.
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M- Funktionen:
M00 - Pflichtprogramm Stopp:
Um ein Programm an jedem Punkt eine Pause geben können Sie ein M00 Befehl eingeben.
Alle Bewegung wird angehalten und die Spindel gestoppt. Um den Betrieb wieder
aufzunehmen drücken Sie die Programmstarttaste.
M01 - Optionaler Programm Stopp:
Programm Pausen wie M00, jedoch nur, wenn die optionale Stoppschalter eingeschaltet ist.
Dies ermöglicht dem Bediener, zu stoppen und Programmpunkte zu überprüfen,
M02 - Programm Ende:
Beendet das Programm an der M02-Block. Alle Programmbetrieb wird beendet und
Standardwerte (G54, G17, G90, etc.) zurückzusetzen. Das Programm wird nicht
zurückspulen und wenn der Zyklus-Start-Taste gedrückt wird Programmausführung wird mit
dem nächsten Satz nach dem M02 beginnen.
M03 - Spindel Rechts- / Im Uhrzeigersinn:
Schaltet die Spindel in der Vorwärtsrichtung an der vorgesehenen Geschwindigkeit. M03 ist
in der Regel mit einem S-Wort, um die Geschwindigkeit zu definieren kombiniert. Wenn ein
S-Wort nicht angegeben ist der letzte Spindeldrehzahl verwendet wird.
M04 - Spindel gegen den Uhrzeigersinn:
Schaltet die Spindel in umgekehrter Richtung an der vorgesehenen Geschwindigkeit. M04
ist in der Regel mit einem S-Wort, um die Geschwindigkeit zu definieren kombiniert. Wenn
ein S-Wort nicht angegeben ist der letzte Spindeldrehzahl verwendet wird.
M05 - Spindel Stopp:
Stoppt Spindeldrehung aus dem Befehl M03 und M04 Befehl
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M06 - Werkzeugwechsel:
Beispiel:
G0 G90 G54 G17 G40 G49 G80
Startzeile
G0 X4.0 Y0.0 Z1.0 T1
Eilgang auf X4Y0 Z1 Aufruf Werkzeug 1
M6
Werkzeugwechsel auf Werkzeug 1
G0 X10.0 Y-5.0 Z1.0
Eilgangbewegung
T2 M6
Werkzeugwechsel Werkzeug 2
M30
Programmende und Rücklauf
M07 – Innenkühlung
Schaltet die Innenkühlung ein
M08 – Außenkühlung
Schaltet die Außenkühlung ein
M09 - Alle Kühlmittel Aus:
Schaltet alle Kühlausgänge aus (M7 und M8).
M19 - Spindel Orientierung:
Obwohl dieser Code nicht in Mach implementiert ist muss der Benutzer diesen definieren.
Der M19 wird für einige Bearbeitungszyklen, G76 und G87 verwendet.
Auch Werkzeugwechsler benötigen in der Regel wird eine Spindelorientierung, um das
Werkzeug richtig in die Klammer zu fahren.
Die Orientierung wird dann aber meistens in die M6 Funktion mit eingebaut oder über den
Frequenzumrichter erzeugt.
Der M19 wird allerdings empfohlen, da es ein Industriestandard M-Code handelt.
M30 Programmende und Rücklauf:
Beendet das aktuelle Programm und spult es zurück zum Anfang. Durch Drücken der
Programmstarttaste wird die Programmausführung aus dem ersten Block gestartet.
Alle Standardwerte (G54, G17, G90, etc.) werden zurückgesetzt.
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M48 - Aktivieren Vorschub / Spindeloverride:
Aktiviert die Vorschubgeschwindigkeit und Spindeloverride wenn dieser durch den M49
ausgestellt wurde.
M49 – Deaktivieren von Vorschub / Spindeloverride:
Deaktiviert die Vorschubgeschwindigkeit und Spindeloverride. Dies kann von Vorteil sein
wenn in einer bestimmten Programmumgebung keine Übersteuerung gewünscht wird.
Auch in Makros bei der die Spindeldrehzahl nicht übersteuert werden darf kann dieser
Befehl die Übersteuerung deaktivieren.
M98 - Unterprogrammaufruf: Unterprogramme sind externe Programme, die von laufenden
Programm aufgerufen werden. Beim Aufruf der Unterprogramme wird das Programm im
Unterprogramm fortgesetzt. Dies ermöglicht dem Benutzer die Programmlänge und
Komplexität, stark zu vereinfachen.
Man verwendet dieser zum Aufruf von programmteilen die man für verschiedenste Teile
benötigt.
Format:
M98 P____ Q__ l__
P gibt die Nummer des Programms, aufgerufen werden. Dies ist eine vierstellige ganze Zahl
ist. Wenn der M98 aufgerufen wird liest die Mach4 die aktuelle Datei folgenden Form:
Format: O1234
Beachten Sie, dass der Buchstabe "O" wird verwendet wird um die Programmnummer 1234
aufzurufen. Nicht die Zahl "0" angeben!
Es Einschränkungen bei diesem Verfahren;
vor allem muss das Unterprogramm in jedes Programm, dass es aufgerufen soll eingefügt
werden. Mach4 ermöglicht auch ein Unterprogramm aus einem Unterprogramm aufzurufen.
Auf diese Weise können mehrere Programme die gleichen Unterprogramme aufrufen, ohne
dass das Programm in der Hauptdatei liegt. Eine Änderung muss dann im Unterprogramm
also nur in einer Datei durchgeführt werden was die ganze Sache einfacher macht, denn alle
Änderungen werden dann von allen Programmen die dieses Unterprogramm aufrufen
benutzt.
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Wird die Programmnummer in der aktuellen Datei nicht gefunden wird, dann suchen Sie sie
im Ordner Mach4 \ Unterprogramme-Verzeichnis.
Format: O____
Beachten Sie den Buchstaben "O" gefolgt von vier Ziffern und keine Dateierweiterung;
O1234 nicht O1234.txt. Wenn das Programm geladen wird diese Datei gefunden und in den
Speicher geladen werden, wird die Werkzeugbahn-Anzeige zu reflektieren, was in dem
Unterprogramm steht. Beim Ausführen der Datei wird der M98 Block gelesen und die
Programmausführung wird mit dem ersten Block des Unterprogramms Datei beginnen.
Die Argumente, Q und L sind optional. Q gibt die Sequenznummer im Unterprogramm an ab
der gestartet werden soll.
Wenn Q entfällt dann die Ausführung wird zu Beginn des Teilprogrammstart;
Siehe Abbildung
Die Anzahl von Wiederholungen wird durch den Parameter L bestimmt.
Zum Beispiel, wenn L = 2 das Unterprogramm zwei Mal aufgerufen.
Wenn L entfällt das Programm wird nur einmal ausgeführt.
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M99 - Rückkehr vom Unterprogramm / Rücklauf:
Um in das Hauptprogramm aus einem Unterprogramm ein M99 zurückzukehren.
Format: M99 P__
M99 in einem Unterprogramm legt fest das in das Hauptprogramm gesprungen werden soll.
Wird kein P Wert angegeben springt das Programm unmittelbar an die nächste Zeile unter
der M98 Zeile zurück.
Die Zugabe des P Wertes ermöglicht an eine bestimmten Zeile im Hauptprogramm zu
springen.
Siehe Bild
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Tipps und Tricks:
Der PING Befehl:
Bei Problemen mit der Netzwerksteuerung kann die Verbindung durch den Befehl PING
überprüft werden.
Um den PING auszuführen klicken Sie unten auf das Windowszeichen und dann auf die
Schaltfläche „Ausführen“
Es öffnet sich ein Eingabefenster:
Geben Sie hier die Adresse der IP Steuerung ein
(Diese ist bei direkter Verbindung 10.1.1.2)
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Wenn Sie nun auf OK drücken geht ein DOS Fenster auf:
Es sollte die Geschwindigkeit im besten Falle angezeigt werden.
Wenn Sie diese Meldung bekommen ist die Netzwerkeinstellung nicht richtig
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Besondere Hinweise:
Windows 10 und die Bildschirmdarstellungen.
Sollte bei Ihnen unter Windows 10 einmal der Bildschirm verzerrt dargestellt werden gehen
Sie bitte auf das Icon Ihres Profiles
Eigenschaften -> Kompatibilität -> Skalierung bi hohem DPI-Wert deaktivieren
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Mach4 Fräsen
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Firmeninformationen
CNC-Steuerung.com
Ausstellung und Besucheradresse: Büssinghook 62 4695 Bocholt
Verwaltung: Verwaltung Jerichostraße 28 46399 Bocholt
Austellung: Büssinghook 62 46395 Bocholt
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