Teil C 9.5 MB - ART DOCK ZÜRICH

HEIDI LANGAUER
FRAUENPOWER 2016
MALERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Wien
gestorben in Zollikon
15.06.1939
01.09.2014
Malte die 71-Jährige in den Neunzigerjahren mit Schwarz auf Weiss, so wagte sie im
neuen Jahrtausend die Umkehrung: Weiss auf
Schwarz. Benennbares mag die Zürcherin mit
österreichischen Wurzeln nicht formulieren.
Doch die weissen Pinsellinien, die zum Ornament tendierenden «Perlenketten» deuten auf
Werdendes. Heidi Langauer zeigt im Kunstkeller Arbeiten, die sie als Artist in Residence
in Genua (2008/09) und danach schuf, aber
auch neue, nach gesundheitlich diktiertem
Unterbruch entstandene. Darunter eine nachtschwarze Mondlandschaft, die den weissen
Himmelskörper zweigeteilt zeigt, zu- und
voneinander weg strebend zugleich. Schwarz
und Weiss ohne vermittelnde Grautöne ist ein
langauersches Markenzeichen, doch erscheint
die dunkle, trocken aufgetragene Grundierung
seit geraumer Zeit aufgebrochen, mit den
weissen «Perlen» sachte kommunizierend. In
den in Aufsicht gemalten, kleinen Wald-Landschaften löst sie sich gar auf. Im Kabinett
überrascht die Künstlerin mit Zeichnungen im
A4-Format. Sie entwickeln sich aus intuitiver
Befindlichkeit; mal zu Form tendierend, mal
von ihr wegstrebend. Sie stehen nicht direkt in
Bezug zur Malerei, sind als Inspirationsquellen
aber dennoch spürbar.
ohne Titel, 1995
vom freien Willen I, 2005
kommt entgegen, 2004
ohne Titel, 1995
Weiss über Schwarz, 1998
vom freien Willen III, 2005
(Annelise Zwez, Kunst Bulletin 3/2011)
http://www.heidilangauer.ch/
http://sikart.ch/kuenstlerinnen.aspx?id=4002744
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ELLA LANZ
FRAUENPOWER 2016
MODELL / MALERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Riehen
verstorben
29.11.1932
25.05.2009
Ella Lanz wird am 29.11.1932 in Riehen (BL)
geboren, ihr Vater ist der Maler Oskar Althaus (1908-1965). Die Ehe der Eltern wird
1940 geschieden. In Solothurn erhält Ella in
der Klosterschule eine Berufsausbildung zur
Schneiderin, anderthalb Jahre in Genf folgen.
Um 1954 kommt sie nach Zürich, sie besucht
einige Klassen der Schauspielschule und arbeitet drei Jahre lang als Schneiderin für das
Modehaus Grieder. Von 1957 bis in die 1970er
Jahre steht sie Modell für den Maler Varlin
(Willy Gugggenheim, 1900-1977), der mindestens zwanzig Bilder von ihr anfertigt. 1962
heiraten Leo Lanz und Ella, Sohn Gregor wird
1962 geboren, Sohn Isidor 1965. Von 1965 bis
1969 erzieht Ella die Kinder allein, während
Leo in Barcelona weilt. 1970 beginnt Ella zu
zeichnen und zu malen, die Zürcher Altstadtwohnung der Familie dient ihr auch als Atelier.
Ihre Selbstporträts zeigen Verletzlichkeit und
strömen doch aktive Energie aus, ihre Akte
offenbaren schonungslose Selbsterforschung.
Ab 1971 verbringt sie jährlich im Sommer zwei
bis drei Monate meist allein in einer abgelegenen Hütte in Bivio (Graubünden), sie schätzt
Ruhe und auch Einsamkeit, liest viel, auch
zahlreiche Kunstbücher. Einen ebenso grossen
Stellenwert haben gemeinsame Mahlzeiten im
Familienkreis und gesellige Zusammenkünfte
mit Freunden. Sehr früh nimmt Ella Lanz ihre
Kinder mit in Kunstmuseen, sie bevorzugt die
figurative Malerei und schätzt besonders die
alten Meister, zum Beispiel Hans Baldung Grien oder Rembrandt, von den jüngeren Chaim
Soutine, Oskar Kokoschka und Francis Bacon.
In den 1970er Jahren richtet ihr die Galeristin Brigitte Weiss erste Ausstellungen ein. Bis
1992 stellt Ella Lanz dort alle zwei bis drei
Jahre aus, weiterhin nimmt sie an Gruppenausstellungen im Zürcher Helmhaus teil, zum
Beispiel 1991 gemeinsam mit ihrem Sohn
Gregor, sowie 1996 in der Ausstellung «Paar
mal Paar». 1995 hört sie nach etwa 25 Jahren
mit dem Malen und Zeichnen auf, sie stirbt am
25. Mai 2009. Werke von Ella Lanz befinden
sich u.a. in der Kunstsammlung der Stadt Zürich.
(M. Leonhardt, 2016, nach diverses Gesprächen mit
Familienmitgliedern)
http://sikart.ch/KuenstlerInnen.aspx?id=4002748
Triptychon, 1978
o.T., um 1985
o. T., um 1985-1989
o. T., um 1985-1989
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WARJA LAVATER-HONEGGER
FRAUENPOWER 2016
MALERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Winterthur
gestorben in Zürich
28.09.1913
03.05.2007
Am 28. September 1913 in Winterthur geboren, am 3. Mai 2007 in Zürich gestorben, verbrachte sie als Tochter eines Ingenieurs und
der bekannten Romanschriftstellerin Mary Lavater Sloman die ersten neun Lebensjahre in
Moskau und Athen.
1937 gründete sie ihr eigenes Atelier für angewandte Grafik zusammen mit dem nachmaligen konstruktiven Künstler Gottfried Honegger. Aus ihrer Ehe gingen die Töchter Bettina
und Cornelia hervor, beide künstlerisch und
kunstpädagogisch tätig. Warja Lavaters Arbeiten bewegten sich im Grenzbereich von Bild
und Sprache. Sie umfassten Logos, signaletische Programme und eigene, von ihr selbst
geschaffene Bilderschriften, mit denen sie
auffaltbare Leporellos und ganze Bücher gestaltete. die zum Teil für Kinder bestimmt sind,
aber mit ebenso viel Gewinn von Erwachsenen
«gelesen», das heisst als Bilderzählungen rezipiert werden.
BILD 2
Armin Meili beauftragte sie mit dem Logo der
Landesausstellung 1939. Für die zweite «Ausstellung für Frauenarbeit» (SAFFA) schuf sie
1957/58 ein vierteiliges Wandbild.
1962 begann sie mit der Geschichte von Tell
ihre «Folded Stories». Sie erzählte die Tell Sage noch mit einem von der konkret-konstruktiven Kunstrichtung abgeleiteten Formvorrat. Darauf folgten Erzählungen in ihrer
eigenen Zeichensprache. Jedes Büchlein
beginnt mit einer Legende, in der jedem Erzählelement, jeder handelnden Person ein
bestimmtes Bildzeichen zugeordnet wird. Die
Erzählung nimmt ihren Verlauf, indem sich die
verschiedenen Bildzeichen je nach dem trennen, vermischen, isolieren, bekämpfen.
BILD 3
BILD 4
BILD 5
BILD 6
Warja Lavater befasste sich gegen Ende ihres
Lebens auch mit Kurzfilmen, in denen sechs
Märchen dargestellt werden.
http://sikart.ch/KuenstlerInnen.aspx?id=4001082
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HEIDI LERCH
FRAUENPOWER 2016
MALERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Baar
1972-1974
1974-1976
seit 1976
1982-1983
28.09.1947
Pottery Northwest Seattle USA
Kunstgewerbeschule Bern
eigenes Atelier in Zürich
Studienaufenthalt in San Francisco USA
Studienreisen nach:
Indonesien, Griechenland, Marokko, Indien,
Mexico, Thailand, Cuba, Andalusien, Aegypten,
Sri Lanka, China, etc.
Heidi Lerch malt unter dem Moto «gebrochene
Formen und Farbklänge». Mehrfache Übermalungen, gebrochene aber dennoch intensive
Farben, in einer Art geometrischer Ordnung.
Heidi Lerch wohnt seit langem in Pfaffhausen,
sie arbeitet in Ihrem Atelier Am Rindermarkt 9
in Zürich. Sie ist Mitglied der visarte zürich.
http://www.heidilerch.ch
http://sikart.ch/kuenstlerinnen.aspx?id=4020977
BILD 1
BILD 3
BILD 4
BILD 5
BILD 6
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ZILLA LEUTENEGGER
FRAUENPOWER 2016
VIDEOINSTALLATION / ZEICHNUNG
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Zürich
11.04.1968
Zilla Leutenegger wurde 1968 in der Schweiz
geboren. Sie studierte an der Zürcher Hochschule der Künste und lebt und arbeitet in Zürich. Die Künstlerin wird von der Galerie Peter
Kilchmann in Zürich und der Galerie Stampa in
Basel vertreten.
In 2016 wird Zilla Leutenegger zwei institutionnelle Einzelpräsentationen haben, im
Kunstmuseum Chur (ab dem 24. Juni) und im
Musée Jenisch, Vevey (ab dem 2. September).
2015 zeigte Zilla Leutenegger in einer Einzelausstellung in der Pinakothek der Moderne in
München als Retrospektive ihre videoinstallativen Werke. Zuletzt waren unter anderem
folgende Einzelaustellungen von ihr zu sehen:
Fairlady Z, Museum Franz Gertsch, Burgdorf,
2014; 13 Räume. Eine Biografie in Kleidern,
Museum Morsbroich, Leverkusen, 2013; More
than this. Werke aus der Sammlung Goetz,
Weserburg, Museum für moderne Kunst, Bremen, 2011; Zilla und das 7. Zimmer, Kartause
Ittigen, Kunstmuseum Thurgau, Warth, 2008;
Bienvenue!, Centre d’Art Passerelle, Brest,
2008, Meet me in the Library (9 P.M.), CCA
Center for Contemporary Art, Tel-Aviv, 2007;
Wichtiger Besuch, Saarlandmuseum, Saarbrücken, 2006.
Neben einer Vielzahl von Gruppenausstellungen im In- und Ausland hat Zilla Leutenegger
auch an der 19. Biennale in Sydney, 2014, die
unter dem Titel You imagine what you desire
stattfand, teilgenommen.
Library, 2007
Lucellino (small light), 2006
Office, 2004
Peak, 2001
Corridor, 2004
Anlässlich der Ausstellungen in der Pinakothek
der Moderne, München ist zuletzt die Publikation «Zilla Leutenegger:Z», 2015, erschienen.
Seit 2016 hat Zilla Leutenegger ein Atelier in
der Künstlerkolonie an der Wuhrstrasse 10 in
Zürich.
http://www.zilla.ch/
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VERENA LOEWENSBERG
FRAUENPOWER 2016
MALERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Zürich
gestorben in Zürich
28.05.1912
27.04.1986
Verena Loewensberg verlebt ihre frühe Kindheit in Berlin, 1915 zieht die Arztfamilie ins
Tessin, 1918 lässt sie sich in Sissach/BL
nieder. 1927 tritt Verena Loewensberg in die
Gewerbeschule Basel ein. Besuch der allgemeinen Fächer Weben, Sticken, Entwerfen und
Farbenlehre. 1929 vorzeitiger Schulaustritt,
Lehre bei der Weberin Martha Guggenbühl in
Speicher/AR, Tanzausbildung bei Trudi Schoop in Zürich. 1932 heiratet sie Hans Coray,
promovierter Romanist und Gestalter (unter
anderem des «Landi-Stuhls»). Kontakte zu
Kunstschaffenden, lebenslange Freundschaft
mit Binia und Max Bill. 1936 setzt das konstruktive Werk ein, zunächst entstehen Arbeiten
auf Papier. 1937 ist sie Gründungsmitglied der
Künstlergruppe Allianz. Beteiligung an den von
der Allianz organisierten Ausstellungen und
Editionen: „Almanach“ 1940, Mappen „5 constructionen + 5 compositionen“ 1941 und „10
origin“ 1942. 1949 wird ihre Ehe geschieden,
den Lebensunterhalt für sich und ihre zwei
Kinder bestreitet sie mit freier Tätigkeit im Bereich von Stoffentwurf und Gebrauchsgrafik.
1953 heiratet sie Alfons (Föns) Wickart. 1964
eröffnet sie aus Passion für klassische und
zeitgenössische Musik ein Schallplattengeschäft. In den 1960er Jahren entstehen Werkgruppen mit Variierung eines spezifischen
Themenspektrums. Steigerung der Intensität
der Farbe und der Expansion der Formgebung
in Auseinandersetzung mit zeitgleichen Tendenzen wie Hard Edge und Signalkunst.
ohne Titel, 1945
ohne Titel, 1951
ohne Titel, 1953
ohne Titel, 1965
ohne Titel, 1968
ohne Titel, 1969
In Gegensatz zu ihren älteren Kollegen Graeser, Lohse und Bill entwickelt sie keine theoretischen Grundlagen zu ihrer Malerei. Ihre
Bilder sind „ohne Titel“. 1977 sagt sie: «Ich
habe keine Theorie, ich bin darauf angewiesen, dass mir etwas einfällt». Als einzige der
„4 Zürcher Konstruktiven“ wird ihr der Zürcher
Kunstpreis nicht verliehen.
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JENNY LOSINGER-FERRI
FRAUENPOWER 2016
MALERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Lugano
Umzug nach Zürich
Umzug nach Cureglia
gestorben in Lugano
30.07.1902
1942
1983
04.07.1993
Ihre gutbürgerliche Kindheit verbrachte Jenny Losinger-Ferri in Lugano. 1922 Heirat mit
dem Bauingenieur Oskar Losinger, gleichzeitig
Übersiedlung nach Zürich und 1923 Geburt
des einzigen Sohnes Robert. Früh verwitwet,
kehrte sie 1924 nach Lugano zurück, wo sie
sich der Erziehung ihres Kindes widmete.
1942 Umzug nach Zürich und Aufnahme verschiedener Erwerbstätigkeiten.
Ab 1950 Zeichenunterricht bei Alfons Grimm,
später Akademie Henry Wabel sowie Kurse
bei Albert Pfister und Walter Jonas. Ihre ersten
Werke umfassen Stilleben, figürliche Studien,
wie auch Stadt- und Landschaftsmotive. Mit
dem Beitritt zum Club Bel Etage 1955 knüpfte
sie Kontakte zu Künstlerinnen und Künstlern
der Avantgarde und wandte sich der abstrakten Malerei zu.
Nr. 171, 1990, Kanton Tessin
Nr. 315, Form und Nichtform, 1991, Nachlass JLF
Nr. 248, Winkel, 1983, Privatbesitz
Nr. 293, Winkelform, 1988, Privatbesitz
Nr. 187, 1979, Privatbesitz
Nr. 158, arco e retta, 1976, Privatbesitz
Wichtige Impulse gaben Bekanntschaften mit
Vertretern der konstruktiv-konkreten Richtung, namentlich mit Max Bill. Rege Ausstellungstätigkeit mit Einzel- und Gruppenpräsentationen ab 1963 im In- und Ausland. 1983
Umzug nach Cureglia, wo Losinger-Ferri trotz
erster körperlicher Gebrechen und künstlerischer Isolation ihr Werk fortsetzte. 1992 erste
umfassende Retrospektive im Haus für konstruktive und konkrete Kunst in Zürich.
Ihr Werk, das sich durch Vielfalt und Kontinuität auszeichnet, beruht nicht auf mathematischer Denkweise, sondern auf einer intuitiven
Logik und einem diskursiven Vorgehen.
(Nicola Losinger, 2016)
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ELENA LUX-MARX
FRAUENPOWER 2016
MALERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Oberammergau (D)
10.02.1944
Studium an der Staatl. Hochschule der Künste,
Abschluss Meisterschülerin.
Lebte und arbeitete in Hamburg und London,
seit 1978 in Zürich. Studienreisen durch Europa, USA, Afrika, Ostasien.
Elena Lux-Marx beschäftigt sich seit ihrem
Studium mit der Wahrnehmungsphysiologie
der Farben und den Eigenarten menschlicher Wahrnehmung. „Farbe ist für mich eine
zeitlose Erscheinung. Ihre definitive Wirkung
entsteht in der unmittelbaren, jeweiligen Gestimmtheit des Betrachtenden. Energie für
unendliche Verwandlungen, gegenseitige Beeinflussung und Angleichung, für Pulsieren
und Flirren erhält Farbe aus dem Licht. Ich
will den Betrachtenden teilhaben lassen an
den unvorhersehbaren Farbdynamiken, will
ihn unwillentlich zum Voyeur der Farbschauspiele machen.“ Mit ihren Bildern lädt Elena
Lux-Marx den Betrachtenden zur kokreativer
Mitgestaltung an ihren Farbprogrammen ein.
Denn „Farbe und ihre Wirkung entsteht im
Kopf wie alle anderen Phänomene der Wahrnehmung auch, bleiben aber gleichzeitig unter dem Einfluss sozial erlernter Muster und
Stereotypen. Ich möchte die Betrachtenden
in ihren Sehgewohnheiten verunsichern und
ermutigen, sich frischem Sehen auszusetzen.
Das allerdings ergibt sich erst auf den zweiten
Blick. Dann, wenn sie freiwillig auf „aktives
Sehen um-schalten.“
Thinking of Calder
Feuerwerk
Stille Zone
Frühling 15
Lichtsäulen
External Force
Bilder von Elena Lux-Marx sind als serielle
Farbreihen mit unterschiedlichen Strukturen
aufgebaut.
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MANON
FRAUENPOWER 2016
PERFORMANCEKÜNSTLERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Bern
26.06.1946
Manon mit bürgerlichem Namen Rosmarie
Küng kam am 26. Juni 1946 in Bern auf die
Welt. Aufgewachsen ist sie in St. Gallen. Sie
nahm Schauspielunterricht, arbeitete als Model und Modedesignerin.
1971 liierte sie sich mit dem Künstler Urs
Lüthi, gelangte aber erst nach ihrer Trennung
zur Selbständigkeit. 1974 baute sie ihr Zimmer
als «Lachsfarbenes Boudoir» in der Galerie Li
Tobler auf: ein erotischer Traum, mondäne,
hochstilisierte Verruchtheit. In der Folge sollte
sie sich zur wohl wichtigsten schweizerischen
Performerin und Künstlerin der inszenierten
Fotografie entfalten.
Bei steigender Berühmtheit war sie dem Ansturm der Öffentlichkeit nicht mehr gewachsen, so dass sie nach Paris, Amsterdam, New
York, Genua auswich (1977-1980). In Paris
entstand die Fotoserie «La Dame au Crâne
Rasé» in Schwarz/Weiss, in der sie durch
symbolische Verhässlichung vom Rummel um
ihre Person Abstand zu nehmen versuchte, Ihr
grosses Thema war die Gender - Problematik,
das Spiel mit dem Androgynen, dem Vertauschen der Geschlechter, dem Voyeurismus letzteres besonders eindrücklich in der Performance «Walk on the Wilde Side» im Kunsthaus
Zürich (1977).
BILD 1
Anfänglich brachte Manon ihre eigene Existenz, wenn auch gebrochen, in ihre Performances mit ein. Diese Selbstentblössung
erreichte 1975 im Kunstmuseum Luzern mit
«Das Ende der Lola Montez» ihren Höhepunkt.
Von da an versuchte die Künstlerin von ihrem
eigenen Ich immer mehr Distanz zu gewinnen.
BILD 2
BILD 4
In Buch und Ausstellung von 2005 (Galerie
Silvio Baviera) «Einst war sie Miss Rimini»
schlüpfte sie in die Rollen von über 50 verschiedenen Personen, zum Beispiel als Rocker,
Nonne, Ärztin, Marlene Dietrich - Verschnitt.
Seither sind in ihren Fotoserien und - Installationen Leid, Schmerz, schwindende Jugend,
Vergänglichkeit überhaupt ihre bevorzugten
Themen.
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http://sikart.ch/kuenstlerinnen.aspx?id=4000439
BILD 5
BILD 6
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MARA MARS
KUNSTSCHAFFENDE / MALEREI / FOTOGRAFIE / INSTALLATION
FRAUENPOWER 2016
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Rüti/ZH
längere Aufenthalte in New York
2003 – 2008
Aufnahme in Berufsverband Visarte,
Visuelle Kunst Schweiz
2010
Aufenthalt Cité Internationale des Arts, Paris 2015
1972 Ausbildung Werbeassistentin - Arbeit in
verschiedenen Agenturen.
Seit 1979 Kunstschaffende:
- Weiterbildung HdKZ (Fotografie)
- Weiterbildung Video: Kurs bei Gita Gsell
Mein Werk: thematische und stilistische Vielfalt bestehend aus Serien und Werkgruppen.
Ich interessiere mich für alles mich umgebende.
Ich wohne in Zürich, Atelier Letzigraben 114,
8047 Zürich.
Ausstellungen 2006 - 2016:
2016 Art Dock, Zürich, GA
Seebad Utoquai, Zürich, GA
Kunst in der Zwicky, Fällanden, GA
2015 Kabinett Visarte, Zürich, EA
Sihlquai 55, Visarte, Zürich, GA
Villa Meier Severini, Zollikon, GA
2014 Kulturort Galerie Weiertal, Winterthur, GA
Photobastei, Zürich: Fotoarbeit <Things
are changing>
Seebad Utoquai, Zürich, GA
Art Dock, Zürich, GA
Inspace Visarte, Zürch, GA
2013 Schiffmann Galerie, Zürich, EA
Galerie Nord, Kunstverein Tiergarten,
Berlin, GA
Temporary Art Center, Eindhoven, GA
2012 Schiffmann Galerie, Zürich, GA
EWZ Selection, Zürich, GA
La Villa Dutoit, Genève, GA
Kunst in Blau, Zürich, GA
2011 Galerie Alex Schlesinger, Zürich, GA
Kabinett Visarte, Zürich, EA
Kunstszene Zürich, GA
2010 Museum Bärengasse, Zürich, GA
Kunstétage Visarte, Zürich, GA
2009 Seebad Utoquai, Zürich, GA
Kunstszene Zürich, GA
2008 Seebad Utoquai, Zürich, GA
Alex Schlesinger, Zürich, EA
2007 Kunstszene Zürich, GA
Rote Fabrik, Zürich, Bodenarbeit
2006 Sideshow Gallery, New York, GA
Kunst 06, International Contemporary
Art Fair, Zürich: Galerie Alex Schlesinger
Seebad Utoquai, Zürich, GA
http://www.likeyou.com/maramars
http://sikart.ch/kuenstlerinnen.aspx?id=4031660
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HEDI MERTENS
FRAUENPOWER 2016
MALERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Gossau
gestorben in Carona
15.09.1893
19.05.1982
Hedi Eberle verlebt ihre Kindheit in Gossau/
SG. Sie will Malerin werden. 1914 besucht sie
die von Hermann Obrist und Wilhelm von Debschitz gegründeten „Lehr und Versuchs-Ateliers für angewandte und freie Kunst“ in München. 1917 heiratet sie Hans Roelli (bekannt
als Lautensänger). Nach der Scheidung kehrt
sie 1924 für einen Studienaufenthalt im Atelier
von Stanislas Stückgold nach München zurück. Im Tessin knüpft sie Kontakte zur Künstlergruppe „Der grosse Bär“, der u.a. Marianne
von Werefkin angehört. Vom Münchner Expressionismus beeinflusst entstehen um 1928
starkfarbige, abstrahierte Porträts mit breiten,
konisch zulaufenden, bemalten Rahmen.
Die Bekanntschaft mit dem Gartenarchitekten Walter Mertens verändert ihr Leben. 1930
lässt sich das Paar in Feldmeilen nieder. Das
„Bünishof“ genannte Anwesen wird zum
Treffpunkt und Refugium für Künstler und
Intellektuelle bis nach dem 2.Weltkrieg. Mitglieder der „Freunde des Neuen Bauens“, Leo
Leuppi, Richard Paul Lohse und der indische
Mystiker Shri Meher Baba sind häufige Gäste.
Einerseits nähert sich Hedi Mertens der konkreten Kunstszene an, andererseits ist sie von
fernöstlichen Religionsphilosophien fasziniert.
1938 zieht sie mit Helen Dahm in den Ashram von Shri Meher Baba in Meherabad. Auch
nach ihrer Rückkehr (1939) in die Schweiz hält
sie den Kontakt bis 1958 aufrecht. 1943 stirbt
Walter Mertens. Ihre vier Kinder aus zwei Ehen
sind 1952 volljährig. Hedi Mertens übersiedelt ins Tessin, nach Carona, wo sie mit dem
Maler Arend Fuhrmann – Sohn des Gründers
des Auriga-Verlages, Ernst Fuhrmann - eine
Ateliergemeinschaft gründet. 1960 beginnt sie
wieder zu malen. Die letzten 20 Lebensjahre
widmet sie der Konkretion und schafft auf der
Basis rein quadratischer Lösungen ein rund
200 Arbeiten umfassendes Oeuvre.
http://sikart.ch/kuenstlerinnen.aspx?id=4000439
4 quadrati con elementi angolari, 1976
Drei rote Quadrate um blaue Mitte, 1971
ohne Titel, 1976
Komposition mit drei weissen Quadraten, 1973
Diagonale Quadratkette mit dunklen Dreiecken, 1976
BILD 6
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ROMA MESSMER
FRAUENPOWER 2016
MALERIN / GRAFIKERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Zürich
12.05.1942
Ausgangspunkt für diese Arbeit sind verschiedene Träger und Papiere. Darauf werden
Blüten und Organisches, in der Natur Aufgelesenes, platziert und photographiert. Eine
Momentaufnahme, die von der Tageszeit, der
Sonneneinstrahlung und der Farbstimmung im
Raum abhängig ist. Der Prozess ist nicht planbar und das Resultat unabsehbar. Es bleibt
geheimnisvoll und lebt von der Ausstrahlungskraft der einzelnen Bilder.
Die Lichtobjekte imitieren das Sonnenlicht. Es
besteht eine limitierte Auflage von 3 je Bild.
Bildende Künstlerin
Mitglied SGBK
Mitglied visarte
Erwachsenenbildnerin SVEB
Lehrtätigkeit an diversen Schulen
Schweizerische LehrerInnenfortbildung
Dozentin für Malerei, Aktzeichnen, Aquarell
Kurse im eigenen Atelier in Bubikon
BILD 1
BILD 2
BILD 3
BILD 4
BILD 5
BILD 6
Seit 1987 regelmässige Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland
Ausbildung für Ausbildende Erwachsenenbildung SVEB
Gestalterische Grundausbildung in Zürich
Tages-, Wochen-, Jahresseminare
HGKZ Hochschule für Gestaltung & Kunst ZH
Sommerakademie
Internationales Kunstforum Millstatt (A)
Freie Malerei und Aktzeichnen
Drucktechn. Seminare Atelier Stöckerselig
Eigenes Atelier in Bubikon ZH
Eigenes Atelier in Wetzikon
Atelierstipendium Paris – Atéliers cité des arts
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DORIS MICHEL
FRAUENPOWER 2016
MALERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Zürich
17.02.1948
Doris Michel ist in Zürich geboren und im
Aargau in einer Migrantenfamilie aufgewachsen. Als Kind malte und zeichnete sie ständig.
Später besuchte sie die Kunstgewerbeschule
Zürich. Sie absolvierte zwischenzeitlich einen
Sprachaufenthalt in Montpelier (F).
Nachdem sie als Grafikerin abschloss, arbeitete sie in verschiedenen Grafikateliers und
Werbeagenturen. Sie reiste mehrmals jährlich
nach London, um dort ihrer künstlerischen Arbeit nachzugehen. In Zürich spezialisierte sie
sich auf Illustration und arbeitete unter anderem selbstständig für einen Buchverlag. Unterdessen war sie zweifache Mutter geworden.
Ab 1980 stellte sie in diversen Zürcher Galerien
aus, auch dreimal in Gruppenausstellungen im
Zürcher Helmhaus. 1983 wurde sie in die „GSMBA“ aufgenommen, die heutige „visarte“.
Feuervogel, Oel, 30 x 40 cm
Feuervogel, Oel, 30 x 40 cm
Granatapfel, kolorierte Zeichnung, 70 x 70 cm
Irreparablement blessé, Mischtech, 200x210 cm
Frozen Poetries, Polyesterkunstharzobjekt
Frozen Poetries, Polyesterkunstharzobjekt
Ebenfalls ab 1983 wurde sie Dozentin an der
F+F- Schule wo sie bis 1999 unterrichtete. Im
F+F- Atelier, das sie 1986 in Berlin mit einer
Kollegin einrichtete, arbeitete sie während
zwölf Jahren (Berlinreisen damals vier bis
achtmal jährlich), bestritt drei Einzelausstellungen in Berlin Mitte und verschiedene Gruppenausstellungen.
1999 kündigte sie mit fünfzehn Kollegen an
der F+F -Schule, zusammen mit Professor
Jenny gründeten sie die .G Gestaltungsschule
Zürich.
Ebenfalls ab 1999 -2008 wurde sie Vorstandsmitglied bei „visarte“.
Ab 1995 bereiste sie mehrmals New York City
und New Jersey, wo sie vor allem grossformatige Aquarelle realisierte.
Ihre Zeichnungen sind tagebuchartig realistisch, während die Malereien sich figurativ-abstrakt präsentieren. Die Kunststoffobjekte enthalten Einschlüsse von Fragmenten in
ungewöhnlichen Kombinationen, die dem Zugriff entzogen sind, es sind „Frozen Poetries“.
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SIMONE MONSTEIN
FRAUENPOWER 2016
MALERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Zürich
1979
freischaffende Künstlerin, Dozentin für Malerei
Kunstschule Wetzikon und Filiale Chur, Winzerin bei MüllerBenz in Teufen ZH.
Einzelausstellungen
2015 Espace Vague, Atelier Alexander,
Winterthur
2014 Galerie Le Cube, Estavayer Le Lac
2012 präzis konzipiert – opulent gemalt,
Oxyd Winterthur
2011 Galerie Alice Metzler, Windlach
2011 Galerie Susanna Rüegg, Zürich
2008 Galerie Alice Metzler, Windlach
Gruppenausstellungen
2015 Dezemberausstellung Winterthur,
Kunstmuseum Winterthur
2015 ArcheBarkeSchiffundFloss, Oxyd,
Winterthur
2014 Kunsttage Lichtensteig, Lichtensteig
2012 Focus, Kunstmuseum Winterthur
2012 Ausbeute 2012, Alte Fabrik Rapperswil
2012 Museumsnacht Schaffhausen
2011 Die Tagesschau, Aathal
2011 «Frisch» Simone Monstein im Kabinett
der visarte zürich, Zürich
2010 Dezemberausstellung Winterthur,
Kunsthalle Winterthur
2010 Dernière, Galerie Susanna Rüegg, ZH
2009 Dezemberausstellung Winterthur,
Oxyd, Winterthur
2009 Jungkunst, Winterthur
2009 «Über ein Brett gehen» Kunstraum
Winterthur
2008 Die Tagesschau, Wetzikon
2008 Kunst in der Zwicky, Fällanden
2007 Gruppenausstellung, Galerie Repfergasse 26, Schaffhausen
Castel de Vergio, 2015
Hütte, 2016
le vent de l‘est, 2016
Markt IV, 2015
Wald, 2016
Montbruns-les-Bains, 2015
Preise/Stipendien
2012 Förderpreis der Stadt Winterthur
Öffentliche Ankäufe
2015 Ankauf des Kanton Zürich
2013 Ankauf der Stadt Winterthur
2010 Ankauf der Stadt Winterthur
2009 Ankauf der Stadt Winterthur
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HERMANA MORACH-SJÖVALL
FRAUENPOWER 2016
BILDHAUERIN / HANDWEBERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
© Sammlung Stüdeli
geboren in Paris
gestorben in Zürich
07.05.1899
22.12.1974
Sie zeigte ihre Werke in den Ausstellungen
meistens unter dem Namen Sjövall.
Hermanas Vater, Hermann Sjövall, ursprünglich aus Schweden, betrieb in Paris ein Foto-Atelier am Boulevard des Italiens, ihre Genfer Mutter, Schwester des Landschaftsmalers
Henri Duvoisin (1877-1959), war Fotografin.
Sie heiratete 1903 den aus Deutschland stammenden Kürschner Hugo Köhler. Hermana, die
ihren etwas ungewöhnlichen Vornamen nach
ihrem Vater erhalten hatte, besuchte in Paris
das Lycée Racine. Mit dem Beginn des ersten Weltkrieges verliess die Familie Paris und
siedelte zuerst nach Genf über, wo Hermana
von 1914 bis 1918 an der Bildhauerklasse der
Ecole des Beaux-Arts teilnahm, und anschliessend nach Zürich, wo sie von 1918 bis 1922
die Kunstgewerbeschule besuchte. In Zürich
gab es keine Ausbildungsmöglichkeit für die
Bildhauerei, und so erstellte sie Stoffmuster,
Webereien, Teppiche und Theaterfigurinen in
der Klasse von Otto Morach (1887-1973), den
Hermana 1923 heiratete. Zwischen 1920 und
1930 entwarf sie gemeinsam mit Otto Morach
Teppiche, in deren abstrakter kompositioneller
Gestaltung und Materialbehandlung die Ideen
des Bauhauses sichtbar werden. Von 1933 bis
1939 arbeitete sie häufig in Paris. Ihr plastisches Werk ist figürlich: Bildnisköpfe, vor allem
von Kindern, und kleine Figuren (Schlittschuhläuferin , Aktfiguren). Die präzise Formung, die
straffe Gliederung der Flächen und die glatten
Oberflächen zeigen den Einfluss von Aristide
Maillol. 1923 und 1924 nahm sie an Gruppenausstellungen in Genf im Musée Rath und in
Zürich im Kunsthaus teil, weitere Ausstellungen folgten. Sie gehörte zu den Künstlerinnen
der Schweizerischen Landesausstellung von
1939, 1944 wurden Arbeiten von ihr an der
Ausstellung der Zürcher Künstler im Helmhaus
gezeigt. Sie half häufig ihrem Stiefvater in der
Kürschnerei in der Zürcher Claridenstrasse,
wodurch ihre künstlerische Arbeit etwas in
den Hintergrund geriet.
Aktfigur mit Modell im Atelier
Schlittschuhläuferin
Hermana starb 1974, fast genau ein Jahr nach
ihrem Ehemann.
Copyright aller Bilder liegt bei der Sammlung Stüdeli
www.sikart.ch/kuenstlerinnen.aspx?id=11175288
Teppich
Skulptur im Garten von Hugo Stüdeli
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MARIANNE OLSEN
FRAUENPOWER 2016
BILDHAUERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Zürich
04.08.1924
Auslandaufenhalt USA, Beginn des naturwissenschaftlichen Studiums
1941-47
Rückkehr nach Europa: Physikstudium
1947
Abschluss mit Promotion in Oxford
1956
gestorben in Zürich
2011
1957 begann sie ihre künstlerische Tätigkeit,
hauptsächlich mit Bildhauerei. 1973 erfolgte
die erste Einzelausstellung in der Galerie Coray in Zürich.
Einzelausstellungen: Galerie Christoffers, Zürich, Galerie Murbach, Horgen ZH, «Schweizer
Kunst», Pilsen, Tschechien
Gruppenausstellungen: Kunsthaus Zürich,
Helmhaus Zürich, Museum zu Allerheiligen
Schaffhausen, Galerie GIM München, Internationale Biennale von Obidos Portugal
Zahlreiche Grossplastiken befinden sich in Privatbesitz und in öffentlichen Raum.
1924 in Zürich geboren, studierte Marianne
Olsen wie ihr Vater Physik und promovierte in
England. Dann aber folgte sie ihrer anderen
Neigung und wurde Bildhauerin. Nach Jahren
des figürlichen Arbeitens machte sie sich über
den Weg vegetabiler Formen in ihren Bronzeplastiken auf die Suche nach einer abstrakten
Ausdrucksweise. «Eine zunehmende Orientierungslosigkeit und das überhandnehmende
Chaos in der bildenden Kunst entliessen mich
in eine schwierige, aber heilsame Isolierung»,
sagte sie später über jene Zeit. An ihrer ersten
Einzelausstellung 1981 hatte Roy Oppenheim
diesen Weg als künstlerisches Wagnis bezeichnet, das sich gelohnt habe. Ihre Skulpturen erinnerten an vegetative Grundmuster und
weckten Assoziationen an gesellschaftlicheVorgänge – eine weitere Eigenschaft der Witiker Bildhauerin mit den feinen Antennen für
soziale und politische Strömungen, die sich
dem diskreten Charme der Bourgeoisie gültig
versagte. Dann verwischten sich eines Tages
die Grenzen zwischen Leben und Kunst. Im
Spiel mit ihrem Enkel geriet ein Schwedenbrötchen in den Reproduktionsapparat. So
begann sie ihre eigenen Bausteine für die
«fraktale Geometrie der Natur» zu erfinden –
die Xerographie war geboren. Die «Science
Serie» entstand, immer grossformatiger und
an Tuschbilder erinnernd, der das Kunsthaus
1996 eine Ausstellung widmete. Guido Magnaguagno staunte: «Mit den Augen eines Kindes untersuchte sie mit zunehmender Passion
ein Medium, das als ausgesprochen unkünstlerisch gilt.» Ende 2011 ist Marianne Olsen
87jährig zu Hause in Witikon gestorben.
http://sikart.ch/kuenstlerinnen.aspx?id=4003380
Dark Intervall II, 1991
0533, 1995
Science 02, 1991
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EVA PAULI
MALERIN, KUNST AM BAU
FRAUENPOWER 2016
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Budapest
09.07.1933
Mein zentrales Interesse gilt der Arbeit/Zusammenarbeit/Mitarbeit an Bauten, mit Architektur und Architekten – mit Handwerkern, mit
Bauherren und Baukommissionen.
Vlies, Glas, Feuer-Email, Wolle, Holz und Stein
sind meine Materialien; jedes eine Welt für
sich mit eigenen Möglichkeiten und Gesetzen.
Mit flüssiger Farbe getränktes Glasfaservlies,
vielschichtige dünne Farblasuren mit Ölfarbe an Wänden, durchschimmernde Farbe auf
Glas, die Intensität der auf Metall eingebrannter Email-Farbe, satte Tiefe farbiger Schurwolle. Die grossflächige Arbeit vor Ort erlaubt und
erfordert eine ganz eigene Kraft und Konzentration die mich erfüllt. Vielfache Zusammenarbeit mit kompetenten Handwerkern vertieft
mein Wissen und bringt neue Erfahrungen.
Zwei grössere Installationen in freier Landschaft im Kempttal und Entwicklung zahlreicher Kunstprojekte als Kuratorin für das Kulturforum Illnau-Effretikon.
„Eva Pauli hat uns als Künstlerin seit bald 40
Jahren begleitet und uns immer wieder durch
ihre Fähigkeit überrascht, jede gestellte Aufgabe völlig unvoreingenommen und grundsätzlich neu anzupacken. So ist eine lange
Reihe verschiedenster Werke entstanden, von
grossflächigen Wandmalereien über Wandund Bodenteppiche, Emailarbeiten. Alle ihre
Werke sind auf eine bestimmte Situation bezogen, für einen speziellen Ort entwickelt und
im entsprechenden Material meist in Eigenleistung, manchmal unter Zuzug handwerklicher Hilfe ausgeführt. Eva Pauli ist trotz der oft
monumentaler Grösse und intensiver Farbigkeit ihrer Werke keine Künstlerin der schrillen
Töne und der schneller Effekthascherei, sondern des geduldigen Suchens, der ernsthaften Auseinandersetzung und der sorgfältigen
Ausführung.“
Detail Bodenteppich Unternehmerforum Lilienberg
Detail Glasband Sammlungsort Friedhof Effretikon
(Esther und Rudolf Guyer Arch.ETH/SIA/BSA)
„Eva Pauli zeichnet sich aus durch die Gabe
einer grossen Einfühlung in die Funktionalität
und Symbolik jener Orte, welche sie durch ihre
Kunst mitgestaltet. Dabei schöpft ihre Gestaltung auch aus einer heiteren Kenntnis symbolischer Ausdrucksformen der Menscheitsgeschichte.“
(Gerhard Traxel, ehemaliger Pfarrer der reformierte
Kirche Zürich-Witikon)
http://sikart.ch/kuenstlerinnen.aspx?id=4001206
Detail Email-Wandobjekt Offizier-Essaal Waffenplatz Reppischtal
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KATHARINA RAPP
FRAUENPOWER 2016
MALERIN / OBJEKTKÜNSTLERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Winterthur
03.11.1945
Geboren 1945 in Winterthur; lebt und arbeitet
in Winterthur, Chiusavecchia (Ligurien) und
Hawaii; Ausbildung zur Primarlehrerin, Tätigkeit als Lehrerin; Mitglied Kulturverein Oxyd
sowie Visarte.
1969–1971 Aufenthalt in Toronto, Kanada;
1986 Weiterbildung an der Schule für Gestaltung Zürich; 1992 Bezug Atelier im Oxyd beim
Bahnhof Winterthur-Wülflingen; ab 1993 freischaffend.
Ich beobachte, sammle, mache ein. Dieses Gut
trage ich in mir, und es dringt im Vorgang des
Malens an die Oberfläche: farbgetränkt, eigenwillig transformiert und verfremdet. Die Ideen
zu den Objekten finde ich assoziativ. Plötzlich
sind sie da, und ich muss sie rasch umsetzen
mit Materialien, die ich in meiner unmittelbaren Umgebung finde. Meine Sammlung von
«Objets trouvés» ist ein inspirierender und reicher Fundus für mein Schaffen.
Einladung zum Sommergespräch, 2015
Strandgut, 2005
Blaue Luft, 2015
Verletzungen, 1994
Venedig, 2004
Hemden, 2015
Das Buch «Katharina Rapp - Malerei, Zeichnungen, Objekte, Installationen» liegt zur Ansicht an der Bücherwand. Es kann über www.
alataverlag.ch bestellt werden.
Ausstellungsverzeichnis auf der Website.
http://katharinarapp.ch
http://katharinarapp.ch/buch/
http://sikart.ch/KuenstlerInnen.aspx?id=9667167
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GERMAINE RICHIER
FRAUENPOWER 2016
BILDHAUERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Grans
gestorben in Montpellier
16.09.1902
31.07.1959
Geboren in Glans bei Arles am 16. September
1902, gestorben am 31. Juli 1959 in Montpellier. Sie wurde 1925 in Paris vom damals
berühmten Bildhauer Antoine Bourdelle als
Privatschülerin angenommen. Hier lernte sie
den Schweizer Bildhauer Otto Charles Bänninger kennen, den sie heiratete.
1929 bis 1934 arbeitete sie in Paris im eigenen Atelier in einem freien Realismus.
1939 bis 1945 lebte sie mit Bänninger in der
Schweiz. Sie faszinierte als Lehrerin, Bildhauerinnen wie Nelly Bär und Hildi Hess, später
auch Régine Heim, aber auch Robert Müller,
der eine internatonale Bedeutung erlangte,
sie alle lernten bei Richier ihr künstlerisches
Handwerk.
Sava Alexandra, 1944
La Toupie, 1952
La Tauromachie, 1953
Le cheval à six têtes, 1954-56
La Sauterelle, 1955/56
Claire-voie n° 1, 1956
1944 / 45 stellte sie zusammen mit Marino
Marini und Fritz Wotruba, ebenfalls Emigranten, im Kunstmuseum Basel aus. In dieser Zeit
vollzog sie in ihrer Kunst den Übergang vom
Realismus zu einer eigenständigen surrealen
Gestaltungsweise, mit der sie weltberühmt
wurde.
1950 löste die Skulptur des Gekreuzigten für
die Kirche Notre-Dame-de-Toute-Gràce in
Assy, Haute Savoie, einen derartigen Skandal
aus, dass sie entfernt werden musste und erst
1971 wieder ihren Platz auf dem Hochaltar
einnehmen durfte.
1952 liessen sich Richier und Bänninger
scheiden, 1954 heiratete sie den Kunstkritiker
René de Solier.
Ihre wichtigsten Ausstellungen: zweimal Teilnahme an der Biennale Venedig (1948, 1958),
1955 bis 1957 im Stedeljik Museum Amsterdam, im Museé National d’ Art Moderne de la
Ville de Paris, grosse Retrospektive im Chàteau Grimaldi in Antibes, im Kunsthaus Zürich
1963.
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MARION RICHTER
FRAUENPOWER 2016
MALERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Wien
29.11.1936
nach U.S.A. (Larchmont, N.Y.)
1940
Syracuse University, School of Art
1954-56
Yale University, School of Fine Arts (Josef Albers),
Bachelor of Fine Arts
1956-59
Übersiedlung in die Schweiz
1959
Einzelausstellungen
1982 Galerie Baumberger, Zürich
1986 M.R.S. Institute, Zürich
1989 Galerie Esther Hufschmid, Zürich
1991 Galerie Esther Hufschmid, Zürich
1994 Galerie Esther Hufschmid, Zürich
1994 Galerie Haldemann, Bern
1996 Loeb Galerie, Bern
1997 Galerie Esther Hufschmid, Zürich
1998 Einhorn Galerie, Schaffhausen
2000 Galerie Esther Hufschmid, Zürich
2001 Die Halle, Langnau a. A. mit Barbara Roth
2003 Galerie Esther Hufschmid, Zürich
2006 Galerie Esther Hufschmid, Zürich
2009 Galerie Hufschmid Staffelbach, Zürich
Gruppenausstellungen
1984 Langnau a.A.
1985 Kunstszene Adliswil
1987 Frauenausstellung Krone, Adliswil
1989 Zürich-Land
1989/2000 Kunstszene Zürich
1990 Jubiläumsausstellung Galerie Krone,
Adliswil (Ankauf der Stadt Adliswil)
1991-2005 GSMBA* Miniaturen, Villa Meier-Severini, Zollikon
1996/97 GSMBA Fenster Bankverein, Zürich
1997 Galerie Haldemann, Bern
1997 Frauen aus der Roten Fabrik, Paulus
Academie, Zürich
1999 99 Frauen, Galerie A–16, Zürich
1999 25 Jahre Galerie Esther Hufschmid
1999 Shedhalle Ateliers Rote Fabrik, Zürich
2003 Kulturschiene, Herrliberg-Feldmeilen
(Visarte-Fest)
2004 30 Jahre Galerie Esther Hufschmid, ZH
2005 Visarte, Zürich Haus Metropol
2006 Visarte Zürich zu Gast im Künstlerhaus
Solothurn
2006 Ein Stück Natur, Galerie Esther Hufschmid
2007 Kunstszene Zürich
2009 7 Positionen in der Malerie, Galerie Esther Hufschmid
2010 Galerie Hufschmid Staffelbach, Zürich
2011 Der letzte Akt 2, Gallery Hufschmid
Staffelbach, Zürich
Buch Vernissage mit Buchpräsentation
«Works 1957 - 2010»
2013 Artist‘s House Tel Aviv
2013 bei Stephan Witschi, Zürich
2014 Omanut Ausstellung Galerie Baviera
www.marionrichter.ch/
www.sikart.ch/kuenstlerinnen.aspx?id=4027615
2005, acryl, 80 x 60 cm
2006, acrylic collage, 60 x 60 cm
2008, acrylic collage, 40 x 40 cm
2008, acrylic collage, 40 x 40 cm
2009, acrylic collage, 60 x 60 cm
2009, acrylic collage, 40 x 40 cm
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HANNA ROECKLE
FRAUENPOWER 2016
MALERIN / OBJEKTKÜNSTLERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Vaduz
01.08.1950
Hanna Roeckle besucht 1970–75 die Schule für
Gestaltung Zürich, die sie mit dem Zeichenlehrerdiplom abschliesst. 1975–1994 unterrichtet
sie in Zürich an verschiedenen Mittelschulen
und an der Berufsschule Kunst. Daneben arbeitet sie 1982–85 in der Galerie Kurzzeit, Zürich,
in der es 1982 auch zur ersten Werkpräsentation in der Schweiz kommt. Es folgen weitere
Ausstellungen in Galerien und Museen im europäischen Raum. Für 2007–08 erhält Roeckle
von der Zuger Kulturstiftung Landis & Gyr das
Werkjahr Berlin zugesprochen. Hanna Roeckle,
die seit 1994 als freischaffende Künstlerin tätig
ist, lebt und arbeitet in Zürich.
Hanna Roeckles Werke changieren zwischen
Malerei und Skulptur. Ihre plastischen Arbeiten
basieren auf räumlichen Strukturen und seriellen Systemen, deren konstruktive Klarheit
in einen vielstimmigen Dialog mit sinnlichen
Farbverläufen und Farbkombinationen tritt. Die
Künstlerin bezieht gezielt Themen aus Geometrie und Physik, Systemtheorie, Kultur-, Designund Architekturgeschichte in ihre Konzepte ein.
Sie hat eine Plastik entwickelt, die kongenial
auf einen Polyeder antwortet, den A. Dürer in
seinem rätselhaften Kupferstich Melencolia I
darstellte. Mit kristallinen Kanten, die sich im
Farbenspiel aufzulösen scheinen, ist Roeckles
Polyeder eine logische Fortentwicklung ihres
Schaffens. Die mit dichroidem Autolack monochrom gespritzte Oberfläche wechselt je
nach Standort und Blickwinkel.
Polyhedron, 2014
Columns, 2015
Andromeda with Tiling, 2014
Faro C, 2010
Xoana J, Chikin, 2002
Der Faszination dieses Körpers Rechnung tragend, entstehen in der Folge Editionen von Polyedern in verschiedenen Größen, Farben und
Ausführungen. Konsequenterweise nehmen die
Werke stets auch Bezug zum Raum, zu der sie
umgebenden Architektur und zur menschlichen
Gestalt, die in dieses Koordinatensystem eingeschrieben ist.
So entstehen in jüngster Zeit Stelen, wiederum
in unterschiedlichen Grössen und Farben, aus
einer Staffelung liegender Polyeder, die vertikal
ins Unendliche weitergedacht werden könnten.
http://www.hannaroeckle.com/
http://sikart.ch/KuenstlerInnen.aspx?id=4006661
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URSINA GABRIELA ROESCH
FRAUENPOWER 2016
MULTIMEDIA KONZEPT KÜNSTLERIN
geboren in Zürich
ART DOCK MINI PORTRAIT
16.08.1959
Eine Begegnung zwischen bildender Kunst, Fotokunst, Sprachkunst und Soundscapes.
Die mediengewandte Künstlerin Ursina Gabriela
Roesch, auch als „urgart“ bekannt, arbeitet mit
Überlagerungen verschiedener Wahrnehmungen Audio, Visual und Text. Reflektiert in den
Arbeiten die Flut der Bilder, Töne und Texte, die
sich in unserer Umgebung aber auch in unseren
Köpfen und unserem Körpergedächtnis überlagern. Die Künstlerin verknüpft diese zu komplexen sinnanregenden Werken, Ausstellungen,
Installationen, Performances. Ursina Gabriela
Roesch hat eine Anzahl Preise und Stipendien
im In & Ausland erhalten. Nicht zuletzt für ihre
künstlerische Position, die einen mutigen, innovativen und öffentlich aussergewöhnlichen
Beitrag in der Gegenwartskunst leistet..
serie bodytalk 100x100, 1995
serie chairs 70x50, 1997
serie citylife 180x270x3, 2000
serie citylife 180x270x3, 2000
serie lightnight kleinformat 13x18, 2008
serie porträt / cerutti 90x93x3, 2015
Die künstlerische Erforschung des Individuellen
sowie des Gesellschaftskörpers und deren
Sprache können Grenzen auslotet wie auch gezielt verwischen.
Gibt es eine Globalisierung des eigenen Körpers
der eigenen Sprache ?
Die Künstlerin sieht ihre Arbeit als poetische und
theoretische (poetheoretische) Auseinandersetzung. Scharf in der Beobachtung des Weltgeschehens, quer durch die vertikalen Strukturen
der traditionellen Ausdrucksweisen, vermittelt
sie neue Kunstperspektiven – ausserhalb der
Kunst und innerhalb der Sprache der Kunst.
Ursina Gabriela Roesch richtet ihren „Fokus“
auf die Kunst (Werke) und Kommunikationsorientierte Projekte und Aufträge, im eigenen
sowie im Fremdauftrag.
fact, fiction, action - faction
mdh
http://www.urgart.com/
http://sikart.ch/kuenstlerinnen.aspx?id=9540195
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BARBARA ROTH
FRAUENPOWER 2016
PLASTIKERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Basel
lebt und arbeitet in Zürich
29.01.1950
«Im Zeitalter der Globalisierung hat sich unser
Umgang mit Raum und Räumlichkeit verändert. Mit ihren Skulpturen führt uns Barbara
Roth Konstrukte vor, die zwischen physischem
Raum und Denkraum oszillieren und auf spielerische Weise Positionen zwischen Wirklichkeit und Möglichkeit erproben. Sie leistet einen
Beitrag zur Entdeckung von neuen Räumen.
Diese Spiele mit den Dimensionen sind Konstanten im Oeuvre von Barbara Roth. Es sind
Themen, mit denen sich die Künstlerin immer
wieder variantenreich auseinandersetzt. So
machen ihre Werke deutlich, dass die Wahrnehmung kein passiver Vorgang ist, sondern
ein intelligenter Prozess aktiver Konstruktion.
Die neueren Forschungen der Kognitionswissenschaft bestätigen heute die Auffassung,
wonach unser Hirn nicht „wirklichkeitsgetreu“
übernimmt, was ihm Auge, Netzhaut und Sehnerv vermitteln, sondern dass es aktiv eine
Interpretation konstruiert. Unser Hirn filtert,
sortiert, gewichtet die ankommenden Informationen und setzt sie in einer Weise zusammen,
dass sie eine visuelle Erkenntnis ergeben.»
Damier, 2005, 6.5x100x150 cm
Doppeltafel, 2006, 4.6x100x66 cm
Partitur, 9-teilig, 2005
Spielbrett, 2004, 1.7x66x50 cm
Doppelbild, 2006, 32 Variationen
traffic, 2004, 50 Unikate
(Kathrin Frauenfelder)
1992
l’étranger, Brunnen am Neumarkt,
Zürich
1997
Universitätsspital, Zürich
2008
dancing earth, Galerie Shigeru Yokota, Tokyo, Japan
2009
ocean dust, Baukunst Galerie, Köln (D)
2009-15 zürich-transit-maritim, Kunst im öffentlichen Raum, Zürich (CH)
Ausführung (zusammen mit J. Morgenthaler, M. Senn, F. Sepehrnia)
2014
nie jetzt – Kunst in Zürich, Museum
Helmhaus, Zürich
seit 1983 Mitglied der AZB (Arbeitsgemeinschaft Zürcher Bildhauer) und visarte (Berufsverband visuelle Kunst), Zürich.
www.zurich-transit-martim.ch
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NELLY RUDIN
FRAUENPOWER 2016
GRAFIKERIN / MALERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Basel
gestorben in Uitikon
11.07.1928
03.12.2013
Nach der Schulzeit in Basel besuchte Nelly
Rudin von 1947 bis 1950 die dortige Gewerbeschule, wo sie sich zur Gestalterin ausbilden
liess. Die im Swiss Style arbeitende Grafikerin war von 1951-54 für das Atelier des Basler Pharma- und Chemieunternehmens J. R.
Geigy AG tätig.
Nachdem sie mit den Vertretern der Konkreten
Kunst um Max Bill in Kontakt gekommen war,
übersiedelte sie 1954 nach Zürich, wo sie für
drei Jahre in dem von Ernst A. Heiniger und
Josef Müller-Brockmann gemeinsam geführten Werbeatelier beschäftigt war. 1957 machte
sie sich dort mit einem eigenen Büro selbständig. Bekannt wurde Rudin durch Plakate, die
sie 1958 für die Schweizerische Ausstellung
für Frauenarbeit (SAFFA) gestaltete. Sie entwickelte dabei ein markantes Gestaltungsraster
auf Basis grüner geometrischer Formen, die
die Entwicklung von der frühesten Zivilisation
bis zur modernen Frau andeuten als eine Abfolge quadratischer Elemente. Rudins Arbeiten
wurden unter die 100 besten Plakate gewählt.
Das zweite Heft der 1959 erschienenen Zeitschrift Neue Grafik stellt in der Rubrik Grafiker der neuen Generation Arbeiten Rudins vor.
1962 lehrte sie an der Kunstgewerbeschule
Biel.
Nachdem sie in den folgenden Jahren noch
die Gestaltung als Standbein behielt, entschied
sie sich 1964, sich ganz als freie Künstlerin
zu betätigen und der Konkreten Kunst zu widmen. Nach der ersten Ausstellung 1968 in der
Galerie 58 in Rapperwil zeigte sie ihre Werke
in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen. Eine grosse Retrospektive widmete ihr
das Haus Konstruktiv 2011/12.
No. 27, 1966
ohne Titel, 1981
Sterne, 1988
No. 15, 2006
Rahmenobjekte
begehbare Rauminstallation
(Wikipedia)
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ELIANE RUTISHAUSER
FRAUENPOWER 2016
FOTOGRAFIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Schaffhausen
26.10.1963
Freischaffende Künstlerin und Fotografin
Zusammenarbeit mit Klodin Erb
Mitglied der Künstlerinnengruppe mit 2000-08
Sie ist das Mädchen mit den dünnen Zöpfen,
deren Mundwinkel den Hang zum Missmut
haben. Oder vortäuschen? Die Photographin
Eliane Rutishauser benutzt auf ihren Bildern
ihr Gesicht und ihren Körper als Requisit, das
ihr nicht zu gehören scheint. Sie inszeniert ihn
alterslos, geschlechtslos am liebsten - oder
forciert weiblich: latent aggressiv und virulent einsam. Ihre beste Freundin ist eine kühle
Leere, die ihr bei ihren Selbstauslöschungen
und Selbstversuchen über die Schulter sieht.
In der Galerie Patrick Schedler nun ist die
Ausbeute ihres Atelierstipendiums in New
York ausgestellt, Leuchtkästen mit den Rutishauser-typischen Persönlichkeits-Switches:
als erschöpfte Eliane Mouse im eigenen Loft,
als Long-Island-Snobietät im Bademantel
mit Hantel und Cocktail, als orthodoxer Jude
am Times Square, als Kapuzenterrorist ohne
Gesicht auf der Feuertreppe am West Broadway. (Eine Referenz an Olaf Breuning, den
Atelier-Mitbewohner?) Die C-Prints sind typisch in ihrer formalen Gestaltung, in der
technischen Brillanz, der perfekten Lichtführung und der Präferenz für Fleischfarben und
Beige-Grau-Töne, denen sie hier ein kräftiges
Blau zumutet; und sie sind typisch im Bezug
auf die Bildinhalte: die Rutishauser halb Autistin, halb Alien.
Als Somnambule schreitet, gleitet sie im Video
«Die Schläferin» mit geschlossenen Augen vor
verschneiter Bergkulisse; und selbst wenn sie
vor dem Toilettenspiegel eine Femme fatale parodiert, sieht sie nicht wirkliche hin. Sie
scheint über eine andere Art der Wahrnehmung zu verfügen, über einen fünften Sinn.
Und tatsächlich: Im Schlaf löst sich ihr zweites
Gesicht als Maske buchstäbliche vom ersten
ab. Der Schläferin Träume entstammen der
dritten Dimension.
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(Daniele Muscionico, NZZ, 28.01.2003)
www.elianerutishauser.com
www.istdasfischliweiss.com
www.erbrutishauser.com
http://sikart.ch/KuenstlerInnen.aspx?id=9586099
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KATHARINA SALLENBACH
FRAUENPOWER 2016
BILDHAUERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Zürich
gestorben in Zollikon
22.02.1920
22.06.2013
Katharina Sallenbach wächst in Zürich
auf.1938 Maturität, 1938–39 Studium der
Malerei bei R. Bissière und C. Malfray, Académie Ranson, Paris. Bildhauerei, bis 1942 im
Atelier von A. Magg, Zürich. 1943 Heirat mit
dem Musiker Rudolf Baumgartner; eigenes
Atelier. 1944 Geburt der Tochter Karin und Atelier-Ausstellung mit E. Denner, C. Stocker u. a.
Im Zürcher Atelier von G. Richier arbeitet sie
intensiv nach Modell. 1949 Aufenthalt in Paris.
1950 erste grössere Ausstellung in der Galerie Chichio Haller mit Helen Dahm. Ankauf der
Gipsbüste Sonja durch die Stadt Zürich. Erste
ungegenständliche Arbeiten. Seit 1959 Atelier
in Gockhausen, ab 1967 Arbeitsaufenthalte in
der Toskana. 1958 Relief und Skulptur für die
SAFFA (Schweizerische Ausstellung für Frauenarbeit) in Zürich, 1964 Skulptur Kontrapunkt
für die EXPO Lausanne. 1960 Lehrtätigkeit
Kunstgewerbeschule Zürich. Einzelausstellungen: 1973 Kunstmuseum Luzern, 1986 Kunsthaus Glarus und 1979, 1984, 1991, 1992,
1996 Kunstsalon Wolfsberg, Zürich. Beteiligung an zahlreichen Skulpturenausstellungen.
1961 Wahl in die Ausstellungskommission des
Kunsthauses Zürich, 1972 in die Kantonale
Kunstförderungskommission.
1940 figürlicher Stil in Nähe zum „neoklassischen Menschenbild“ der damaligen Schweizer Bildhauerei. Aus dieser Zeit wenige Werke
erhalten (Harlequin, 1950, Gips). Abstrakte
Arbeiten ab 1950, wichtige Impulse von C.
Brancusi. Mitte der 50er Jahre Plastiken von
annähernd geometrischen Formen mit weich
geschwungenen Umrissen als eigenständiger
Beitrag Sallenbachs zu dieser Zeit. Bis 1970
blockhafte Hochreliefs (Grosse Scheibe, 1967,
Zürich) wie auch Raum integrierende oder in
den Raum ausgreifende Objekte: Die Plastik
Kontrapunkt (1963, Männedorf), dann zahlreiche Aufträge für den öffentlichen Raum; die
Arbeit Grosse Triad (1965–66, Zürich) in monumentalem Format.
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Ende der 70er Jahre Plastiken mit bewegbaren Teilen,
http://sikart.ch/kuenstlerinnen.aspx?id=4001447
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MICHÈLE SCARAMUZZA
FRAUENPOWER 2016
MALERIN / BILDHAUERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Schlieren
13.10.1973
Nach Abschluss der Schulzeit beginnt Michèle
Scaramuzza zu modellieren und zu zeichnen.
Sie erlernt das Abgussverfahren in Gips und
erstellt dabei figurative Plastiken und Porträts.
1997 absolviert sie den Vorkurs an der Schule
für Gestaltung Zürich.
Sie beschäftigt sich während mehreren Jahren
mit dem Thema Mensch auf plastische und
malerische Weise. Während ihrer Studienzeit
an der HGKZ besucht sie ein Studienjahr in der
freien Bildhauerklasse, an der Hochschule für
Kunst und Design in Halle.
Nach der Diplomausstellung 2002 in der ehemaligen Sihlpapierfabrik in Zürich, zeigt sie
2003 arkadische Landschaftsbilder aus Honig in der Galerie Contrast in Bern. Es folgt im
selben Jahr eine Gruppenausstellung in der
Galerie Wengihof, Zürich.
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Während ihrer mehrmonatigen Reise 2005,
von Andalusien bis an den Bosporus, macht
die griechische Landschaft erneut Eindruck.
Daraus entstehen weitere arkadische Zeichnungen und malerische Umsetzungen.
2009 stellt sie an der Ausstellung „Ohne
Halt bis Lüdem“, informelle Blütenbilder und
Skulpturen zum Thema Wachstum, in der Galerie Wengihof, aus.
Ab 2006 fand Michèle Scaramuzza zum Thema Mensch und zur klassischen Malerei zurück. Im Spannungsfeld zwischen Ästhetik und
Ekel, zwischen Leben und Tod, untersucht sie
Stücke tierischen Fleisches stellvertretend für
Fragmente des menschlichen Körpers.
Michèle Scaramuzza lebt mit ihrem Partner
und ihren zwei Kindern in Zürich. Zurzeit unterrichtet sie als Werklehrerin in Oerlikon. Seit
2003 arbeitet sie in verschiedenen Ateliers.
(Michèle Scaramuzza)
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ALICE SCHENK
FRAUENPOWER 2016
MALERIN / BILDHAUERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Zürich
gestorben in Zürich
1907
1974
Alice Schenks künstlerische Heimat war Paris, wo die gelernte Knabenschneiderin nach
einer vorübergehenden Tätigkeit im Buchhandel autodidaktisch zu malen begann. Mit echt
schweizerischer Zähigkeit, so Dr. Kurt Riedler
1931 in der Zeitschrift «Alte und neue Kunst“»
(Artis-Verlag, Zürich), kämpfte sich die vom
Schicksal schon damals nicht verwöhnte
Zürcherin in zwölf Jahren als «éleve de MM.
X. Brixard Willaume et Pougheon» durch und
stellte kurz vor dem Ausbruch des Krieges
– eine Auszeichnung für die Malerin – ihre
Arbeiten in den «Salons de la Société des Artistes Français» aus. Eine Nordlandreise gab
der Schweizerin Anstoss zu bildhauerischem
Wirken, dem fortan ihr ganzes Interesse galt.
Während des Zweiten Weltkrieges arbeitete
sie in einem Haus an der Zürcher Kuttelgasse
und ab 1942 in der Akademie Wabel, wo unter
ihren Händen zahlreiche Kinderbildnisse von
poetischer Ausstrahlung, Porträts und reizvolle
Mädchenbildnisse entstanden.
Von der «Académie Européenne des Arts»
wurde sie noch 1970 mit dem «Diplòme Croix
d’Honneur des Chevaliers» ausgezeichnet,
und stellte auch noch immer vereinzelt ihre
Werke bei Maria Benedetti in der Kunststube
Küsnacht aus, doch wurde es zusehends stiller
um die hinter aller äusserlichen Herbheit doch
sehr sensible und grundgütige Künstlerin.
Eine unheilbare und mit Tapferkeit ertragene
Krankheit überschattete ihre letzten Lebensjahre. Ihr erlag sie ebenso still und bescheiden, wie sie stets gelebt und gewirkt hatte.
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(Nachruf, Zürichsee Zeitung, 04.10.1974)
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www.sikart.ch/kuenstlerinnen.aspx?id=4026127
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ANINA SCHENKER
FRAUENPOWER 2016
VIDEOKÜNSTLERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in St. Gallen
lebt und arbeitet in Zürich
06.12.1971
Nach der Ausbildung zur Theatermalerin 1987
bis 1992 folgte eine Weiterbildung zur Bühnenbildnerin, danach die Ateliergründung und
selbständige Arbeit. Bis 2000 entstanden 42
Ausstattungen für verschiedene, professionelle, freie Theatergruppen. Zwischen 1995 und
2004 gründete und Co-leitete Sie drei Ausstellungsräume und studierte von 1999 bis 2003
an der ZHdK, Bildende Kunst. 2004 und 2005
lebte sie mit einem Stipendium in New York
und studierte High Speed Videography for Motion Analysis am MIT (Massachusetts Institute
of Technology). 2006 gründete sie die Firma
beryll.me welche sie bis heute leitet. In dieser
Zeit arbeitet sie an verschiedenen Kunsthochschulen und unterrichtet bis 2015, Kunst für
Architektur Studierende an der ETH Zürich.
2014 gründete Sie Kunstunion, ein Verein zur
Dokumentation von Kunst und entwickelte das
Tool kleio.com. Ihre künstlerische Arbeit zeigt
Sie seit 1995 im In- und Ausland in Einzeloder Gruppenausstellungen.
Anina Schenker bedient sich seit 1998 moderner Techniken und Medien wie Video und Fotografie, führt aber auch Performances auf und
widmet sich der Zeichnung. Dabei stellt sie oft
den Körper ins Zentrum ihres künstlerischen
Schaffens. Sie setzt ihn sowohl als Material
und Mittel der Selbsterfahrung als auch für
formale Untersuchungen ein. In den frühen Arbeiten konfrontiert sie den Betrachter mit der
Darstellung physischer und psychischer Phänomene. In performativen Selbstexperimenten, die sie alleine oder in einem kleinen Team
mit der Kamera festhält, untersucht sie, wie ihr
Körper auf Ausnahmesituationen reagiert und
wie sich die dabei gefühlten Empfindungen in
der äusseren Erscheinung manifestieren. ...
...Ähnlich wie Bill Viola, Gary Hill oder Bruce
Nauman verwendet Anina Schenker in den
jüngeren Arbeiten Video als bildnerisches Medium zur epistemologischen Erforschung der
Perzeption und zur Visualisierung anderer,
innerer Wirklichkeiten unserer menschlichen
Existenz. Sie vermag damit das Publikum aus
seiner distanzierten Haltung herauszulocken,
seine Wahrnehmung und Sensibilität zu schärfen und es zugleich emotional zu involvieren.
(Auszug aus dem Sikart Lexikon Artikel von Nadine
Franci, 2006)
www.aninaschenker.me/
www.aninaschenker.kleio.com
http://sikart.ch/KuenstlerInnen.aspx?id=10464326
one bad moment
Reflex II
yesterday today tomorrow
schwärmen
e-motion cold
living in a box 4
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MOIK SCHIELE
FRAUENPOWER 2016
TEXTILKÜNSTLERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Zürich
gestorben in Zürich
15.12.1938
29.09.1993
Moik Schiele, 1938 in Zürich geboren, 1993
daselbst gestorben, wollte eigentlich Malerin
werden. Doch ihr Vater bestand darauf, dass
sie einen soliden Beruf erlernen müsse. In der
Schule für Gestaltung (ehemals Kunstgewerbeschule) wurde sie von Elsie Giauque besonders gefördert. Sie versicherte ihr: «mit Webstuhl und Faden wirst du dasselbe erreichen
wie mit Farbe und Pinsel». Giauque wusste als
eine Pionierin der Webkunst-Avantgarde, wovon sie sprach.
Schiele webte mit den Farben des Regenbogens, Sie wandelte mit Vorliebe geometrische
Figuren ab wie Quadrat, Rhombus, Kreis, Sinuskurve. Als Werkmaterial verwendete sie
Baumwolle und glitzernde Aluminiumfäden.
Sie blieb bewusst an der Wand, hatte für die
dreidimensionale textile Skulptur, mit der viele
ihrer Kolleginnen experimentierten, fast etwas
wie Verachtung übrig. Von ihren Tapisserien
geht ein Strahlen aus; in der Tat wollte sie mit
ihren Gestaltungen die «Liebe zum Leben»
sichtbar machen. In ihrem Selbstverständnis allzu bescheiden kam es ihr lediglich auf
«sauberes Handwerk» an.
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Es wurden ihr grosse Aufträge anvertraut,
zum Beispiel Wandteppiche für die Kirche in
Neu-Affoltern und für die Baselländische Kantonalbank.
http://sikart.ch/kuenstlerinnen.aspx?id=4001485
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KLAUDIA SCHIFFERLE
FRAUENPOWER 2016
MALERIN / BILDHAUERIN / ZEICHNERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Zürich
22.09.1955
Ende 70-er Jahre tritt Schifferle als Musikerin,
Autorin und bildende Künstlerin an die Öffentlichkeit. Nach ersten fotografischen Arbeiten
entstehen in dieser Zeit Zeichnungsserien
und grossformatige, stark farbige Lackmalereien. Koboldartige Figuren mit mehreren
Köpfen, unzähligen Augen und ineinander
verschlungenen Körpern. Keine eigentlichen
Traumgestalten, sondern vielmehr Wesen eines Schattenbereichs zwischen Innen- und
Aussenwelt, Unbewusstem und Bewusstem.
In den 80-er Jahren tritt an die Stelle der
Lackfarbe die traditionelle Ölfarbe. Leben und
Tod, Angst und Lust, Mensch und Natur sind
die inhaltlichen Pole, welche die Künstlerin zu
vielschichtigen und komplexen Bildaussagen
verdichtet. Der unmittelbare und körperbetonte Umgang mit Zement oder Gips öffnet ihr die
Ausweitung ihrer Recherche in die Dreidimensionalität. Schweizer Beitrag für die Biennale
of Sydney, 1984. Ausstellungen in München,
Bonn und Aarau (1986). 1988 zieht sie nach
Mailand, grosse Atelierräume bieten Bedingungen, welche ein intensives und räumlich
kaum begrenztes Arbeiten ermöglichen. Es
entstehen amorphe, massive Zementplastiken und grossflächige Malereien, die stärker
abstrahiert erscheinen und in denen sich die
Künstlerin neben den Urthemen menschlicher
Existenz auch mit Landschaften und städtischen Räumen auseinandersetzt. 1989 Preis
für junge Schweizer Kunst der Zürcher Kunstgesellschaft. 1991 Umzug in ein Tessiner Bergdorf und neuartige Konfrontation mit Natur,
Tier, Stille. Diesem Ortswechsel entspricht das
Schaffen Schifferles, das nicht nach Harmonisierung strebt, sondern Gegensätzliches als
Ausdruck innerer Erregung annimmt.
www.klaudiaschifferle.ch
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EDITH SCHINDLER
FRAUENPOWER 2016
MALERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Rüti / Glarus
17.04.1940
Ausbildung an der Hochschule für Gestaltung
und Kunst in Zürich. Diplom als Textil-Entwerferin.
Nach dem Abschluss arbeitete Edith Schindler
als Zeichenlehrerin und Illustratorin.
Zwei von ihr gezeichnete Kosmetik-Packungen wurden prämiert und zwei illustrierte
Kinderbücher als «schönste Kinderbücher
der Schweiz» ausgezeichnet. Sie erhielt den
Illustratoren-Preis von Bologna und die Bronze- und Silber-Auszeichnung vom Art Director
Club der Schweiz.
Seit 1978 zeichnete sie regelmässige die
«Markt-Notizen» im Tages-Anzeiger und einige Zeit war sie ständige Mitarbeiterin der
Weltwoche.
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Nach einem Aufenthalt im Istituto Svizzero di
Roma in Venedig erschien ihr Buch «Wo Bilder
schwimmen» mit Texten von Jürg Schubiger.
Ab 1990 wurde die Malerei für Edith Schindler
immer wichtiger. Sie nahm an verschiedenen
Gruppen-Ausstellungen im In- und Ausland
teil. Seit 2007 sind ihre Arbeiten regelmässig
in der Galerie Alex Schlesinger in Zürich zu
sehen.
Verschiedene Firmen, die Kulturkommission
GMZ und der Kanton Zürich kauften Arbeiten
von Edith Schindler.
Vor einem Jahr ist ein Katalog erschienen, der
einen umfassenden Überblick über die seit
2003 entstandenen Malereien gibt. Ein kleines
Buch im Buch, lose eingelegt, zeigt eine Auswahl von Bleistiftzeichnungen und Aquarellen.
(Katalog: Edith Schindler, Arbeiten aus den
Jahren 2003-2015, Text von Sabine Arlitt, 260
S., CHF 40.-)
Edith Schindler lebt und arbeitet in Zürich.
http://www.edith-schindler.ch/
http://sikart.ch/kuenstlerinnen.aspx?id=4003841
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DORIS SCHMID
FRAUENPOWER 2016
VIDEOKÜNSTLERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Dielsdorf
04.04.1968
Berufslehre als Schriftenmalerin
1984-89
Schule für Kunst + Gestaltung Basel CH 1989-92
FF Schule für Kunst + neue Medien Zürich 1993-97
lebt und arbeitet in Berlin
Nach anfänglicher Beschäftigung mit der
Malerei, arbeite ich seit 2000 mit zeitbasierten Medien: Video und Film – von ein-Kanal
Arbeiten bis zu räumlichen Installationen,
häufig unter Verwendung der Fotografie. Mein
Augenmerk liegt vor allem auf Idee und Dramaturgie sowie der Bild- und Tonmontage. Die
Tonspuren realisiere ich in Zusammenarbeit
mit Musiker/innen. Im Mittelpunkt der Arbeit
stehen Wahrnehmungsprozesse von Zeit und
Räumlichkeit. Ich verschränke Real- und Filmraum, mische Vergangenheit und Gegenwart,
inszeniere Situationen und Bildkompositionen
mittels Fiktionalisierung und Schichtung von
Bildebenen. Ich schaffe Situationen und Stimmungen, die den Akt des Sehens und Hörens
neu komponieren.
Zimmer 9, Videostill, 2002
EUROPA II, Videoinst., Ausstellungsansicht, 2003
BLINK, Videostill, 2013
Es gibt kein Geheimnis, Videostill, 2015
LEG-, Videostill, 2012
Fiction, Videostill, 2006
(Doris Schmid 2015)
Doris Schmid arbeitet subtil mit und gegen
die Bedeutung von Bildern. Die Verführungskraft der Narration bietet ihr einen Anlass,
andere Bildqualitäten herauszuarbeiten: das
Modellieren der Zeit, eine gesteigerte Räumlichkeit, das Verschwinden von Bildern oder
deren Erscheinen. Schmid erzeugt dazu u.a.
Schichtungen von Videobildern, und steigert
diese in der anschließenden Montage. Schichten erzeugen eine Mehrdimensionalität des
Bildes. Ursprünglich entstehen die Schichten
beispielsweise durch Projektionen auf 3-dimensionale Oberflächen, oder sich bewegende Hintergründe. (z.B. Projektionen aus einem
fahrenden Zug auf Schneelandschaften). In
ihrer Endfassung als Video haben sie dann
geradezu analoge oder performative Qualität,
und sie irritieren die herkömmliche Betrachtungsweise von Film.
(Klaus W. Eisenlohr)
http://www.dorisschmid.net/
http://sikart.ch/kuenstlerinnen.aspx?id=9858780
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KARIN SCHUH
FRAUENPOWER 2016
MALERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Zürich
16.01.1979
Karin Schuh kam in Zürich Wipkingen zur Welt
wo sie heute mit ihrer Familie lebt. Dazwischen waren Jahre in Luzern, Bern, Leipzig,
Argentinien und in Paris. Zeichnung und Malerei zieht sich als roter Faden durch ihr Leben. Die intensivierte Auseinandersetzung mit
Malerei führte zu einem Abschluss Master of
Arts in Contemporary Arts Practice an der HKB.
Von 2008 bis 2013 hatte sie ihr Atelier im Güterbahnhof Zürich und gründete zusammen
mit Nora de Baan die Ateliergemeinschaft Güterbahnhof.
Ihre Arbeit besteht aus kleinformatigen Papierarbeiten, die in einer wiederkehrenden Suche
nach Direktheit und Selbstverständlichkeit
entstehen und aus grossformatigen Installationen, welche mit distanziertem Denken auf
die Auseinandersetzung mit Bildproduktion fokussieren, „im Nebeneinander von Andeutung
und Behauptung, im Sichbewegen in unterschiedlichen Zuständen der Malerei“.
www.karinschuh.ch/
www.sikart.ch/kuenstlerinnen.aspx?id=12664529
Malerei 2014, Aquarell, Alu, Gouache, Glas
Papierarbeiten 2015
Papierarbeiten 2015
Papierarbeiten 2015
Papierarbeiten 2015
Papierarbeiten 2014
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EKIN SENAN
FRAUENPOWER 2016
MALERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Istanbul
1977
Ich habe das grosse Glück mich in zwei völlig
unterschiedlichen Kulturen zu bewegen und
von diesen geprägt zu werden.
Als Tochter eines Grafikers und einer Spielzeugdesignerin neige ich dazu, meine Wahrnehmungen und Beobachtungen zu karikieren.
Die meiste Zeit mit meinem Skizzenbuch unterwegs, entwickle ich ständig neue Carries
und abstrakte (technisch – organische) Formen. Diese sind für mich in sich geschlossene
Symbole welche viel mehr Informationen enthalten als ich mit dem blossem Verstand ausdrücken könnte. Mich interessieren weniger
die physischen Eigenschaften eines Wesens
oder Raumes als viel mehr die in ihm innewohnende Energie und Präsenz des Lebens.
Dieses Substanzlose, nicht Fassbare, diesen
Spirit finde ich viel interessanter. Es inspiriert
mich wie die Gedanken und Gefühle dieser
Objekte an die Oberfläche dringen.
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Meine neuen Arbeiten entstehen aus einem
Dialog zwischen diesen mysteriösen Figuren
und dem Raum. Sie enthalten selten Sujets
welche sich fotografieren lassen. Da für mich
die technische Umsetzung dieser Werke genau so wichtig ist, versuche ich diese eher
surrealistischen Formen mit einer knallharten,
naturalistischen Präzision darzustellen.
Während 3 Jahren konnte ich mit mehreren
Schamanen zusammen arbeiten und von ihnen lernen. Die spirituellen Erfahrungen die
ich dadurch sammeln konnte beeinflussen
immer mehr meine Arbeiten.
Meine Bilder müssen nicht gefallen. Sie sollen
den Betrachter berühren. Die Angst vor dem
Versagen, der grosse Kampf, die pure Angst,
die Anstrengung und die ewige Auseinandersetzung mit mir selbst und dem Raum haben
in meinen Werken genau so viel Platz wie die
Schönheit, die Liebe und die Harmonie. Sie
sind Reflexion des Lebens voll von Widersprüchen.
Ich möchte die Reaktionen und die Wirkung
welche die Botschaften meiner Werke auf
den Betrachter haben erforschen. Für mich
persönlich wird meine Arbeit erst durch diese
Reaktionen komplett.
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GABRIELA SIGNER
FRAUENPOWER 2016
MALERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in St. Gallen
Studium Gestalterische Lehrberufe, HGKZ 1986-89
Lehrkraft für bildnerisches Gestalten und Kunst
Freischaffende Künstlerin
Mitglied visarte Schweiz, visarte Sektion Zürich
Lebt und arbeitet in Wetzikon und Zürich
Ausstellungen (Auswahl)
2015 „Kunstkasten Winterthur“, Dez.15
2014 „Kunst im Dolderbad“, Zürich
„yesterday- tomorrow“, Kulturort Weiertal,
2013 „pareille non pareille“, Shilquai 55
2011/12 IG Halle, Kunst(Zeug)Haus Rapperswil 2011, 77 Universalkästen, erweiterte Edition Howeg, Kunstraum R57
2010 „anemoi“ neue Bilder und Videos,
Kunstraum R57*
2009 Videoinstallation „floating echo“, WBF,
Rheinfall*
2008 Kunst und Bau, Ankauf SUVA Wetzikonstation 21- plattform für junge kunst,
Zürich*
„zwischenspiel“ Villa am Aabach, Uster
2007 Art Box, Bahnhof Thalwil *
2006 Galerie „relate art“, Meilen *
2005 Galerie Commercio, Zürich
2003 Galerie Commercio, Zürich *
2000 „Garten oder die plötzliche Sehnsucht nach der Wildnis um 18:15Uhr“,
Schaufensterinstallation,
Kulturtage
Wetzikon, Kunstpreis
Installation Klebeband auf Glas, Villa am Aabach, Uster, 2010
seen 14, Bienenwachs & Pigmente auf Leinwand, 40x70cm, 2009
Künstlerische Schwerpunkte sind Malerei mit
Bienenwachs, Installation und Video:
In ihrer Arbeit stellt Gabriela Signer die Frage
nach dem Sichtbaren und dem Dahinter, dem
Mehrschichtigen und Veränderung. Dies gilt
sowohl für ihre Bilder als auch für ihre Installationen.
Einige ihrer Wachsbilder erinnern an angehaltene Videos, über die ein Flimmern zieht. Sie
habe nach einer Möglichkeit gesucht, Videos
ohne Videotechnik zu machen. Gabriela Signers schichtender Arbeitsprozess erinnert
an Alchemie: Die mit dem duftenden Bienenwachs vermengten Farbpigmente werden in
komplementären Paaren übereinandergearbeitet. Anschliessend brennt Signer horizontale Linien, Ackerfurchen gleich, ins ausgehärtete Material. Diese geben die Sicht auf
darunterliegende Schichten frei. Es entstehen
Nachbilder wie Nordlichter, die den ohnehin
vagen Sujets weitere Rätsel hinzufügen.
BF18, Pigmente & Bienenwachs auf Leinwand, 90x120cm, 2015
http://www.gabrielasigner.ch
http://sikart.ch/KuenstlerInnen.aspx?id=11607209
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KATHARINA SOCHOR-SCHÜPBACH
PAPIER- UND OBJEKTKÜNSTLERIN
FRAUENPOWER 2016
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Langnau
17.06.1943
Die Botschaft vom Turm
Papier ist das bevorzugte Werkzeug der Künstlerin. Katharina Sochor-Schüpbach schneidet
Hefte und Telefonbücher in Streifen, presst die
Blätter, schichtet sie zu Türmen auf oder formt
sie zu Gefässen. Texte und Bilder sind nur
mehr ansatzweise zu entziffern und wenn ihre
Objekte jahrelang der wechselnden Witterung
ausgesetzt sind, mal fünf oder mal zwanzig
Jahre, gewinnen sie eine eigenartige Schönheit und verweisen auf einen zeitbedingten
Wandel, auf Vergangenheit, Gegenwart und
Zukunft.
Im Vorkurs und an der Fachklasse als Werklehrerin 1968-73 lernte die Künstlerin ihren Papier-Lehrer Franz Zeier kennen. Sie war fasziniert von den ästhetisch-formalen Arbeiten mit
Papier. Wie kaum ein anderer Werkstoff erhebt
das Papier Anspruch auf subtile Behandlung.
So blieb sie dem Papier treu bis zum heutigen
Tag.
Lichtturm, 180x42x22 cm
Katharina Sochor-Schüpbach`s erste Ausstellungsbeteiligung war 1975. In der Folge
präsentierte sie ihre Werke in verschiedenen
Galerien im In- und Ausland. 1986 wurde sie
Gründungsmitglied der «International Association of Hand Papermakers and Paper Artists
(IAPMA)».
Ein Höhenpunkt in ihrem Schaffen war 1996.
Sie erhielt einen Werkbeitrag der kantonalen
Kommission für angewandte Kunst Bern, für
ihre Turminstallation «Babylon»
Baumblüten, ø 20-30 cm
2011-12 war sie die Auserwählte für ein Jahr
als Gastkünstlerin in Hünenberg Kanton Zug.
Heute arbeitet die Künstlerin in ihrem Atelier
an der Ausstellungsstrasse 16 in 8005 Zürich.
[email protected]
http://www.katharina-sochor.ch/
http://sikart.ch/kuenstlerinnen.aspx?id=4022466
Babylon, Höhe 280 cm, ø 45 cm
Kultur liegend, 80x30x22 cm
ART DOCK ZÜRICH · HOHLSTRASSE 258/260 · 8004 ZÜRICH >>> www.art-dock-zh.ch
UDINE SOFER
FRAUENPOWER 2016
MALERIN
ART DOCK MINI PORTRAIT
BILD Ausstellung ADZ
geboren in Wien
gestorben in Orselina
04.02.1923
21.11.1991
Nach der Ausbildung als Muster-und Entwurfszeichnerin in Wien ist sie als Blumenund Heraldikmalerin tätig. Von 1954 bis zu
ihrem Tod 1991 lebt und arbeitet sie, bis 1977
verheiratet mit dem gebürtigen Basler autodidaktischen Maler Erwin Pulver, als Künstlerin
in Zürich. Ab 1960 entwickelt sie eine eigene
Collagetechnik. Sie versucht, in den Collagen
ein gewisses Gleichgewicht zu finden, das sie
in ihrer Existenz vermisst hat und will in ihre
Werke eine Ordnung bringen in das Chaos, als
das sie ihr Leben empfindet. In den achtziger
Jahren erreicht sie durch die malerische Verfremdung der eingesetzten Collage-Elemente
ihren künstlerischen Höhepunkt. Sie verfügt
nun über jene ungewöhnliche Souveränität,
die die Nachgeborenen des Ahnherrn der Collage-Kunst, Kurt Schwitters, die sich der mit
malerisch fremden Gegenständen kombinierenden Collage-Technik verschrieben haben,
auszeichnen muss, um nicht auf Schritt und
Tritt an ihn zu erinnern.
Kunstkritiker bescheinigen ihr, dass ihre Collagen, in denen sie ihren Phantasiereichtum
und ihren ausgeprägten Sinn für farbliche
und Materialeffekte ausspielt, auch in fünfzig Jahren noch zum besten gehören, das in
dieser Kunstbranche je geschaffen worden
ist und an Zeitlosigkeit ihren berühmten Vorgängern kaum nachstehen werden. Trotz
vieler Einzel-und Gruppenausstellungen in der
Schweiz, posthum auch im Ausland, und Werkankäufen durch die Stadt Zürich, gelingt ihr
der entscheidende Durchbruch jedoch nicht.
Sie gerät mehr und mehr in Vergessenheit.
Zeitlebens hat sie das Gefühl, als Halbjüdin,
Frau und Ausländerin vom Zürcher Kunst-Etablishmet nicht nur nicht anerkannt, sondern
gemieden zu werden.
http://sikart.ch/KuenstlerInnen.aspx?id=4001617
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ART DOCK ZÜRICH · HOHLSTRASSE 258/260 · 8004 ZÜRICH >>> www.art-dock-zh.ch
VENICE SPESCHA
FRAUENPOWER 2016
INSTALLATIONEN / OBJEKTKÜNSTLERIN
geboren in Paris
1956
ART DOCK MINI PORTRAIT
Espace - Rencontre, Rauminstallation, Holz gestrichen und Seile, H3m x B4m x T5m
Lebt und arbeitet in Zürich und Frankreich.
1983 Eidgenössischer Preis für Gestaltung
1995 Kunststipendium, Kanton Zürich
2001 Kunststipendium, Kt. Graubünden
seit 1985 Einzel- und Gruppenausstellungen
im In- und Ausland.
seit 1993 Wettbewerbe und Kunst im öffentlichen Raum.
Werkankäufe durch, Stadt und Kanton Zürich,
Stadt Chur und Kunstmuseum Chur.
2012 MAPS Masterstudium in Sierre.
IIllusionsschalen, Videoinstallation, 2005/7
Kunst und Bau, Rapp Gebäude Basel 2008
Kunst und Bau, Neue Spinnerei, C. Jenny, Glarus
Videoinstallation, Kulturtankstelle Döttingen 2013
Traces, Tusche auf Hanji Papier 2015
Walk-About, Installation, USEGO Halle Sierre 2014
Realisierte Kunst und Bau Aufträge:
2007-08 Wettbewerb und Auftrag für die Gestaltung des Windfangs und Empfangs im Rapp Gebäude, Basel.
2005-07 Wettbewerb und Auftrag bei der Umnutzung der Neuen Spinnerei, mit
Kunst im Lichthof, Fritz+Caspar Jenny AG, Ziegelbrücke.
2003-04 Wettbewerb und Auftrag für das
Alters- und Pflegeheim der Gustav
Benz Stiftung Basel.
Aktuelle Ausstellung ab 9. April 2016 im L.A.C.
Lieu d‘Art Contemporain in Sigean Südfrankreich.
Ab 4. Dezember 2016 Jurierte Gruppenausstellung im Kunstmuseum Chur.
“Beim Begehen meiner Installationen verändern sich die Perspektiven und lassen eine
transparente dreidimensionale Form erahnen.
Das Wechselspiel zwischen Sein und NichtSein eines imaginären Körpers entsteht erst
durch die Vorstellung und das sinnliche Erleben des Betrachtenden“.
(Venice Spescha)
www.venicespescha.com
http://sikart.ch/kuenstlerinnen.aspx?id=4020710
ART DOCK ZÜRICH · HOHLSTRASSE 258/260 · 8004 ZÜRICH >>> www.art-dock-zh.ch