Mitteilung an alle NWTU Vereine

(NWTU / 31.03.2016)
Landesverband
für Taekwondo
Liebe Vereinsvorstände,
Mitglied der Deutschen
Taekwondo Union e.V.
liebe Trainer,
liebe Sportler
der
Vollkontaktwettkampf
ist
als
olympische
Disziplin
ein
wichtiges
Aushängeschild
unseres
Landesverbandes. Die Förderung des Leistungssports ist dementsprechend eine der zentralen Aufgaben
und Verpflichtungen der NWTU.
Die jüngsten Ergebnisse der Deutschen Jugend A Meisterschaft (und nicht nur diese) haben
unterstrichen, dass wir im Kadetten- und Jugendbereich schon seit Längerem nicht mehr die Nummer 1 in
Deutschland sind. Trotz "Heimvorteil" wurde das Team der NWTU in Gummersbach mit 36 Punkten
deutlich hinter die Bayern (88 Punkte) auf Platz 2 der Verbandswertung verwiesen. Der bayrische
Landesverband hat seit Jahren im Jugendbereich die Nase vorne und so verwundert es nicht, dass sich
das auch im Hochleistungssport des Seniorenbereichs niederschlägt.
Nein, nicht alles was den Leistungssport und die Leistungssportförderung im Vollkontakt betrifft, wurde in
der Vergangenheit in der NWTU falsch gemacht. Die Ergebnisse machen aber deutlich, dass die Kollegen
aus Bayern es besser machen. Deswegen halten wir es für richtig und wichtig, die Arbeit im
Leistungssport kritisch zu reflektieren und mit neuen Impulsen zu beleben.
So wurde als erste Maßnahme eine Leistungsprämie beschlossen. Sportler der NWTU, die auf Deutschen
Meisterschaften und auf (offiziellen) G-Turnieren im Jugendbereich eine Platzierung erreichen, erhalten
die Startgebühr zurück. Dies unabhängig davon, ob sie für die Turniermaßnahme über den Landeskader
nominiert wurden oder privat gestartet sind.
Die Ressourcen, die der NWTU zur Verfügung stehen, sind endlich. Es kann und sollte nicht die
Zielsetzung der NWTU sein, eine Art zweites Bundeskader auf Landesebene zu installieren und die
Förderung der Wettkämpfer im Seniorenbereich in den Mittelpunkt ihrer Arbeit zu stellen.
Geschäftsstelle: Hindenburgstraße 28 • D-51766 Engelskirchen • Tel.: 02263/903738 • Fax.: 02263/903739 • Internet: www.nwtu.de • E-Mail: [email protected]
Bankverbindung: Volksbank Rhein-Ruhr eG • IBAN Nr.: DE55 3506 0386 1367 5700 04 – BIC:GENODED1VRR
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Das bedeutet jedoch nicht, dass perspektivischen Sportlern, die im Seniorenbereich starten, keine
finanziellen Mittel mehr zur Verfügung gestellt werden. Das war in der Vergangenheit der Fall und das
wird auch in der Zukunft der Fall sein. Nichtsdestotrotz muss die Schwerpunktsetzung im Bereich Jugend
C/D, Kadetten und Jugend A liegen. Es ist auf Dauer kontraproduktiv, wenn knapp die Hälfte der für ein
G-Turnier nominierten Sportler Senioren sind und somit im Erwachsenenbereich starten. Die
Sportkammeraden aus Bayern stehen heute da, wo sie stehen, weil sie viel Kraft und Energie in die
Jugend gesteckt haben. Wenn die NWTU wieder die Nummer 1 in Deutschland sein will, dann müssen wir
die Jugend stärker in den Mittelpunkt unserer Arbeit rücken.
Des
Weiteren
wurde
die
Struktur
der
Landesleistungsstützpunkte
(LLSPT)
begutachtet.
Die
Landesleistungsstützpunkte (LLSPT) dienen dazu talentierten Sportlerinnen und Sportlern aus der nahen
Region die Möglichkeit zu geben, regelmäßig gemeinsam trainieren zu können. Die NWTU verfügt über
fünf Landesleistungsstützpunkte: Düsseldorf, Bonn, Velbert, Iserlohn und Lüdenscheid.
Es ist beabsichtigt, den Landesleistungsstützpunkt Lüdenscheid ab dem zum 01.05.2016 zu Gunsten
eines neuen Standortes aufgegeben. Der Märkische Kreis beheimatet mit Iserlohn bereits einen
Landesleistungsstützpunkt, der von den Kadersportlern aus der Region gut angenommen wird. Wie
bereits oben erwähnt, die Zielsetzung im Leistungssport muss sein, talentierten Sportlern die Möglichkeit
zu geben relativ zeitnah einen Landesleistungsstützpunkt zu erreichen. Da das Training Werktags
stattfindet und viele Sportler, Schüler beziehungsweise Auszubildende oder Studierende sind, ist der
Faktor Zeit nicht unerheblich. Die Verteilung der Landesleistungsstützpunkte macht deutlich, dass das
Rheinland mit Bonn und Düsseldorf gut aufgestellt ist. Das Ruhrgebiet ist angedockt an die Stützpunkte
Düsseldorf beziehungsweise Velbert.
Die Sportler im Märkischen Kreis und aus dem Raum Sauerland haben die Trainingsmöglichkeit in
Iserlohn. Hier entfällt der Zwang, eine parallele Struktur im nur wenige Kilometer entfernten Lüdenscheid
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aufrecht zu halten. Zumal sich die Akzeptanz des Standortes Lüdenscheid von anderen Vereinen als sehr
zurückhaltend dargestellt hat. Unter sportlichen Gesichtspunkten ist es sinnvoller, die freigewordenen
Kapazitäten in den westfälischen Raum zu investieren. Ein Landesleistungsstützpunkt in Hamm bietet die
Chance, dass Kadersportlern aus der Region, d.h. den Kreisen Unna, Warendorf, Soest und den Städten
Hamm,
Bielefeld
und
Münster
eine
wöchentliche
Trainingsmöglichkeit
angeboten
wird.
Eine
Trainingsmöglichkeit, die von den Wettkämpfern auch Werktags, gerade unter dem Gesichtspunkt der
begrenzten zeitlichen Ressourcen der Sportler wahrgenommen werden kann.
Die Entscheidung, Wettkämpfern, die Vereinen angehören, deren Vorsitzende/leitende Trainer aktiv beim
,,Vorstand" der „Taekwondo Union NRW“ aktiv sind, nicht mehr in dem Maße fördern zu wollen, wie
bisher, mag auf den ersten Blick als ,,unfair" wahrgenommen werden. Es kann aber nicht im Interesse der
Mitglieder der NWTU sein, dass Vereine und Vereinsvertreter, die aktiv gegen unseren Landesverband
agieren, ihre Heimvereine in ihren neuen Verband überführen wollen und die NWTU damit schädigen,
weiterhin die strukturelle Sonder-Unterstützung erhalten. Dies ist in Zeiten knapper Ressourcen und auch
aus sportlicher Sicht nicht zu verantworten. Diese Entscheidung trifft - und das ist schmerzhaft - auch die
Wettkämpfer, die am wenigsten für die Agitation ihrer Vereinsvertreter können. Was wir ausdrücklich nicht
als Votum gegen die betroffenen Sportler verstanden wissen wollen. Sollten man uns glaubhaft zusichern,
dass sie der NWTU auch weiterhin die Treue halten bzw diesbezügliche Voraussetzungen schaffen, sind
wir jederzeit gerne bereit, diese Sportlerinnen und Sportler wieder mit einer Sonderförderung zu
unterstützen. Alles andere wäre nicht fair gegenüber vielen anderen vielversprechenden Talenten, die für
die NWTU alles geben, aber noch nicht in den Genuss einer Sonderförderung kommen konnten.
Ihr / Euer
NWTU-Vorstand
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