Unser Geschenk für Sie: Die Jubiläumsausgabe 100

Ausgabe 100
Parken aktuell
75632 Jahrgang 26 · März 2016 ·
Im Fokus
Theorie + Praxis
Rundblick
Smart City: Parken-Apps
und E-Mobilität
Grünraumgestaltung
auf der Tiefgarage
7. Kolloquium Parkbauten:
Geballte Fachkompetenz
ab Seite 14
Seite 30
Seite 46
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Das Magazin für Parkraum • Management, Konzeption, Technik
Auf ein Wort
Foto: Bundesverband Parken
Liebe Leserin, lieber Leser,
diese Ausgabe von „Parken aktuell“ ist eine
Besondere. Sie trägt erstmals in der Geschichte dieses Magazins eine dreistellige
Ausgabennummer und, was nicht schwer
zu erraten ist, es ist die 100. Ausgabe.
Über die Geschichte, die Anfänge und
die Entwicklung, den Stellenwert von „Parken aktuell“ und die Bedeutung des Fachmagazins für die Parken Branche finden
Sie ausreichende Informationen im Heft
selbst. Dazu brauche ich an dieser Stelle
nichts zu schreiben.
Ich möchte mich hier bei all denjenigen
bedanken, die das Magazin zu dem gemacht haben, was es heute ist: DAS führende Magazin der Parken Branche in
Deutschland.
Mein Dank gilt der Redaktion, die ein
für sie ursprünglich fremdes Terrain heute
mit Fachkompetenz bearbeitet. Er gilt all
denen, die ihre Fachkenntnisse in Form
von Beiträgen öffentlich gemacht und damit das Blatt zu einem Interesse weckenden Medium gemacht haben. Danke auch
ganz besonders an die inserierenden Firmen, die es schließlich überhaupt erst ermöglichen, dass die Zeitschrift existieren
kann. Sie sind uns über viele Jahre hinweg
treu geblieben. Dies kann man gar nicht
hoch genug schätzen.
Und nicht zuletzt auch Danke an unseren Geschäftsführer, der die Zeitschrift von
Anfang an mit geprägt hat und sich immer
Parken aktuell · März 2016
wieder der Herausforderung eines „fesselnden
»Danke an Sie, die
Vorwortes“ erfolgLeserinnen und Leser
reich gestellt hat –
dafür, dass Sie uns die
und dies sogar ganz
häufig auch mit liteTreue halten.«
rarischen Qualitäten.
Wie es weiter geht,
fragen wir uns vor dem
Hintergrund der digitalen Medien. Hat das bedruckte Papier eine Zukunft? Wir sagen ja, das gedruckte Magazin hat nach wie vor seine Berechtigung, es
wird gern in die Hand genommen und
nicht selten weiter gereicht. Unsere Leserinnen und Leser blättern gern darin, legen
es an die Seite und schauen irgendwann
später mal wieder hinein. Das wissen wir
aus Befragungen.
Unser Fazit: Ja, das bedruckte Papier
hat Zukunft, „Parken aktuell“ wird auch
weiterhin in der gewohnten Aufmachung
erscheinen.
Und zum Schluss: Danke an Sie, die Leserinnen und Leser dafür, dass Sie uns die
Treue halten.
Dr. Karl-Ludwig
Ballreich
(Vorstandsvorsitzender
im Bundesverband
Parken e.V.)
Herzlicht, Ihr
3
INHALT
IM FOKUS:
Seiten 14–25
Parken-Apps sollen dem Kunden das Parken auf
der Straße und in Parkhäusern erleichtern und dem
Parkhausbetreiber Vorteile verschaffen. Ein Überblick.
3
Nachrichten
6–12
Im Fokus Rundblick
7. Kolloquium Parkbauten: Hilfe zur Orientierung
im Dickicht der Regelwerke
44
Marktübersicht: Was kann welche App?
14
Interview mit Karl-Heinz Ellinghaus, OPG Center-Parking 47
smartPARKING: Park-Service für Versicherungskunden
20
Moderner Parkraum am Dortmunder Phoenix-See
48
Elektromobilität nimmt Fahrt auf
22
Systemprodukte zur Entwässerung
50
Gastbeitrag von Ralf Bender: Besser parken
23
Sicherheit durch Entlüftung
52
Kurzmeldungen
54
Vorgestellt
26
Verbandsnachrichten Schweiz
Schweizer fahren vor
Theorie + Praxis
57
Grünraumgestaltung auf der Tiefgarage
30
Freie Park + Ride-Plätze per App anzeigen lassen
32
Verbandsnachrichten Deutschland
„Eigentlich braucht man immer ein Gefälle“
34
Gemeinsame Tagung:
Rückschau auf ein gutes Jahr 2015
58
Highlights aus 25 Jahren Parken aktuell
60
Interview mit Gerhard Trost-Heutmekers:
„Die Parken aktuell ist Pflichtlektüre“
68
Produkte + Dienstleistungen
Sicherheit an Tor und Schranke
36
Lösungen zur fälschungssicheren Fahrzeugidentifikation
37
Ausblick
Portrait
Neue Wachstumsimpulse für OPG Center-Parking
38
bebarmatic: Frischer Wind aus Duisburg
40
Nagels Druck GmbH: Von Kempen in die Welt
42
4
Women In Parking: Jetzt auch in Europa
72
3. APCOA PARKING Mobility Summit in Berlin
74
Termine
74
Parken aktuell · März 2016
Foto: Shutterstock/sippakorn
Auf ein Wort
INHALT
Seite 44
Beim 7. Kolloquium Parkbauten der Technischen Akademie Esslingen
wurden unter anderem die Themen Parkhausbau und –ausstattung
diskutiert.
Seite 68
Im Interview mit Redakteur Marko Ruh blickt Geschäftsführer Gerhard
Trost-Heutmekers auf die vergangenen 25 Jahre und 100 Ausgaben
Parken aktuell zurück.
IMPRESSUM
Fotos: Marko Ruh, Lena Weger
„Parken aktuell“ erscheint in
Kooperation mit dem
Bundesverband Parken e.V.
Richartzstraße 10
D-50667 Köln
www.parken.de
Telefon +49(0)221/2 57 10 16
Herausgeber, Vertrieb, Redaktion,
Anzeigen, Herstellung
Dr. Wieland Mänken
Maenken Kommunikation GmbH
Von-der-Wettern-Straße 25
D-51149 Köln
www.maenken.com
Telefon +49(0)2203/35 84-0
Telefax +49(0)2203/35 84-185
Objektleiter
Wolfgang Locker
Telefon +49(0)2203/35 84-182
[email protected]
Redaktion
Marko Ruh (v.i.S.d.P)
Telefon +49(0)2203/35 84-114
[email protected]
Heike Schmickler
Telefon +49(0)2203/35 84-167
[email protected]
Anzeigen
Etienne Lazzaro
Telefon +49(0)2203/35 84-121
[email protected]
Frequenz: vier Mal pro Jahr
Auflage: 3.720 Exemplare
Einzelbezugspreis: 6,– Euro
Parken aktuell · März 2016
5
Nachrichten
Park & Control weiter auf Erfolgskurs
Bereits 200 Standorte in ganz Deutschland
Park & Control bewirtschaftet an insgesamt mehr als 200 Standorten in ganz Deutschland unbeschrankte Parkflächen auf privatem
Gelände. Allein im zweiten Halbjahr 2015 konnte das Unternehmen
rund 70 neue Standorte hinzugewinnen, darunter zuletzt auch den
Parkplatz am Bahnhof Wiesbaden mit 500 Stellplätzen.
Mit ihrem Parkraumüberwachungsservice stellt Park & Control,
ein eigenständiges Mitglied der APCOA PARKING Group, sicher,
dass die angebotenen Stellflächen der Eigentümer nicht von Fremdund Dauerparkern blockiert werden. Insbesondere für Einzelhändler in Hochfrequenzlagen ist die Überwachung ihrer Parkplätze von
hoher Bedeutung, denn belegte Parkplätze führen häufig zu Umsatzeinbußen. Mit gezielter Parkraumüberwachung stelle Park &
Control für Einzelhändler und Immobilienbesitzer sicher, dass die
Parkhöchstdauer eingehalten wird und ausreichend freie Stellfläche
für Kunden zur Verfügung stehe.
n
Die Park & Control GmbH (PAC) überwacht private Kundenparkplätze
und schützt diese so vor Fremdparkern.
VW und Sunhill Technologies
Volkswagen übernimmt App für Parkgebühren
Die Bank- und Leasingsparte von Volkswagen will ihrer Rolle als reiner Absatzfinanzierer für den Wolfsburger Autobauer entwachsen und übernimmt den Betreiber einer Smartphone-App zur Bezahlung von
Parkgebühren. „Wir müssen die nächste Ära
einleiten“, sagte Volkswagen-Bank-Chef Anthony Bandmann auf der Automesse IAA.
„Letztlich geht es darum, den Kunden ans
Fahrzeug zu binden.“ Dazu müsse sich VW
Financial Services zum Mobilitätsdienstleister wandeln.
Zahlen ohne Kleingeld
Die Kunden von Sunhill Technologies aus
Erlangen, bei der VW mit 92 Prozent einsteigt, können Parkgebühren im Parkhaus
oder am Straßenrand mit einer App zahlen
statt mit Kleingeld am Automaten. Die
Technik solle nicht nur VW-Kunden offen-
stehen, sagte Firmengründer Matthias Mandelkow, für sie könnte es aber zusätzliche
Angebote geben. Sunhill arbeitet mit Städten und Parkhausbetreibern zusammen.
Noch setzt die 2001 gegründete Firma nur
einen mittleren einstelligen Millionenbetrag um. Bandmann sieht aber Chancen,
dass Autofahrer mit Hilfe der App künftig
auch U-Bahn-Fahrkarten oder Eintrittskarten kaufen können.
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Kalkulationshilfe
Die Baugeräteliste hat in der Bauwirtschaft eine lange Tradition,
die erste Ausgabe erschien 1939. Sie ist eine umfassende Kostenübersicht zu technisch-wirtschaftlichen Baumaschinendaten, welche eine realistische Kalkulationsgröße für die Berechnung von
Gerätekosten und Mietpreisen bietet. In der BGL werden Informationen zu den Baumaschinen und Geräten sowie Vergleichszahlen
Die BGL 2015 löst die bisherige Fassung „Euroliste BGL 2007“ ab.
6
in Relation zu erhobenen durchschnittlichen Einsatzzeiten, Kostensätzen und weiteren relevanten Daten geliefert. Diese Werte bilden die Grundlage zur Errechnung der realistischen Gerätekosten
und sind somit auch Basis für Vertragsvereinbarungen und die
Kalkulation von Angeboten.
Wie der Branchendienst bauprofessor.de meldet, liegt die BGL in
einer völlig überarbeiteten und aktualisierten Neuauflage als BGL
2015 vor. Abgelöst wurde damit die bisherige Fassung der „Euroliste
BGL 2007“. Die Neuauflage umfasst alle für die Bauausführung und
Baustelleneinrichtung erforderlichen und gängigen Baumaschinenarten und -größen. Sie enthält in der Regel keine Fabrikate und Typenbezeichnungen. Für alle aufgeführten technischen Daten und
Wertgrößen gelten Durchschnittswerte auf Grundlage durchschnittlicher Erfahrungen in der Baupraxis. n
Parken aktuell · März 2016
Foto: Park & Control
Aktualisierte Baugeräteliste (BGL) 2015 liegt vor
Nachrichten
Jubiläumsfeier SKIDATA und Digital
60.000ste Ticketmechanik
Bereits 1978 bei der Entwicklung der ersten
Ticketingkassa setzte SKIDATA auf die benachbarte Firma Digital. Und auch 37 Jahre
später liefert Digital als vertrauenswürdiger
Partner noch wichtige Komponenten für
Zufahrtssäulen und Kassenautomaten. Monatlich werden 700 Ticketmechaniken für
SKIDATA produziert. In den Produkten
eingebaut kommen sie in Skigebieten und
Parkplätzen weltweit zum Einsatz. 2005
wurde das erste 460-Modell produziert –
zehn Jahre später findet man die Technik
aus Österreich in über 95 Ländern. In diesen
Tagen wurde mit der Produktion der
60.000sten Mechanik der neuesten 460-Generation die erfolgreiche Zusammenarbeit
gefeiert. Von den früheren Mechanik-Generationen wurden bereits 23.256 Stück an
SKIDATA ausgeliefert.
Trotz alternativer Zutrittsmedien, wie
Mobiltelefon, Kreditkarten und Web-Ticketing, zählt die Ticketmechanik nach wie vor
zu den Kernstücken der Zutrittssysteme. Und
auch in Bezug auf Wiederverwendbarkeit
kann sich die Technik sehen lassen – so werden die Ticketmechaniken stets repariert,
was die Einsatzverfügbarkeit auf viele Jahre
erhöht und die Nachhaltigkeit fördert.
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Das 60.000ste Jubiläumsexemplar wurde feierlich übergeben: (v. l.) Angela und Richard Auer
(Geschäftsführer Digital Elektronik), Hugo Rohner (CEO SKIDATA), Alexander Vouk (CFO SKIDATA) und Robert Weiskopf (CSO SKIDATA)
ParkCloud
Foto: SKIDATA
Parkplätze um 50 Prozent gestiegen
ParkCloud, einer der größten Parkplatzdienstleister Europas, konnte im vergangenen Jahr mehr als 50 Prozent neue Parkplätze auf seiner Plattform anbieten. Dabei
konnten hohe räumliche Ausbreitung und
weitere Wahlmöglichkeiten hinzugefügt
werden. Außerdem wurden zahlreiche Kooperationen in Europa, den USA und Australien gestartet.
Neu im Angebot sind seit dem vergangenen Jahr Parkplätze in unterschiedlichen
Locations, beispielsweise Stadien, Eventlocations und Shoppingzentren. Und 2015
Parken aktuell · März 2016
brachte noch mehr Meilensteine für Park
Cloud: Im August erreichte die Buchungsplattform einen Rekord von 1,5 Millionen
Nutzern.
Aber ParkCloud ruht sich nicht auf den
Lorbeeren aus: Für das kommende Jahr hat
sich das Unternehmen vorgenommen, die
Zahl der angebotenen Parkplätze in ihrem
Netzwerk zu verdoppeln und dabei weltweit zu wachsen. Tatsächlich sollen, so
ParkCloud, schon zu Beginn dieses Jahres
einige wichtige neue Partnerschaften verkündet werden.
n
7
Nachrichten
Mesago
Neuer Geschäftsführer ist erfahrener Manager
keting verantwortlich. Mit seinem technischen Hintergrund und langjähriger Vertriebserfahrung ist Martin Roschkowski die
ideale Besetzung für die im Bereich der
Technologie-Veranstaltungen aktive Mesago Messe Frankfurt GmbH, die auch die
Messe PARKEN organisiert.
Dank an den Vorgänger
„Zunächst möchte ich mich bei meinem
Vorgänger Johann Thoma bedanken. Er hat
in den letzten Jahren, gemeinsam mit Petra
Haarburger, Mesago wesentlich geprägt und
zu dem gemacht, was es heute ist. Deshalb
habe ich mich auch bewusst für Mesago entschieden und möchte diesen Erfolg gerne
weiterführen und mit prägen – im Schulterschluss mit unseren Kunden, Partnern und
Mitarbeitern“, so Martin Roschkowski. n
Martin Roschkowski – seit 1. Februar neuer
Geschäftsführer bei Mesago
Foto: Mesago Messe Frankfurt GmbH
Am 1. Februar ist Dipl.-Ing. Martin Roschkowski (50) in die Geschäftsführung der
Mesago Messe Frankfurt GmbH sowie deren Töchter Mesago Messemanagement
GmbH und Mesago PCIM GmbH eingetreten. Er leitet in Zukunft, in bewährter Doppelspitze, gemeinsam mit Petra Haarburger,
das Unternehmen. Martin Roschkowski
übernimmt das Ruder von Johann Thoma,
der nach neun Jahren an der Spitze der Mesago ab Mai 2016 neue Aufgaben bei der
Messe Frankfurt am Stammsitz übernimmt.
Mit Martin Roschkowski kommt ein erfahrener Manager zu Mesago: In den letzten
zehn Jahren war er Geschäftsführer der Xylem Water Solutions Deutschland GmbH.
Zuvor war der gelernte Elektroingenieur einige Jahre als Bereichsleiter bei Weidmüller
Interface weltweit für das strategische Mar-
Nachrichten
Aktuelle Umfrage von Xerox zeigt Trends beim Mobilitätsverhalten der Generation Z
Mit smarten Lösungen die Pendler der Zukunft im Visier
Foto: Xerox
An einer aktuellen Studie von Xerox nahmen rund 1.200 junge Menschen der Generation Z, also die 18- bis 24-Jährigen, in insgesamt zwölf Städten in Großbritannien,
Frankreich, Deutschland, Belgien und den
Niederlanden teil. Eines der Ergebnisse: Ein
knappes Drittel der Befragten rechnet damit, spätestens 2025 mit selbstfahrenden
Autos unterwegs zu sein. Insgesamt 41 Prozent glaubt, bald kein Bargeld mehr für öffentliche Verkehrsmittel zu brauchen. Mehr
als die Hälfte der Studienteilnehmer hält die
Verfügbarkeit geeigneter Transportmöglichkeiten künftig für entscheidend für die
Wahl des Wohn- und Arbeitsorts.
Fast zwei Drittel (63 Prozent) nutzen bereits jetzt bevorzugt ihr Smartphone oder
Tablet für die Reiseplanung und als Infor-
Europas „intelligenteste“ Pendler
mationsquelle. Vier von zehn setzen bereits
bargeldlose Zahlungsmethoden ein (einschließlich kontaktloses Zahlen und Apps)
und ein gutes Drittel der App-Nutzer kümmert sich direkt im Netz um Themen wie
Fahrplaninformationen sowie Reisebuchungen. Damit ist die Generation Z ganz
weit vorne bei der Digitalisierung des Transportwesens.
So zahlt man in Europas Städten
Im Rahmen eines Vergleichs europäischer
Metropolen kann sich Paris als smarteste aller Städte profilieren. Knapp die Hälfte aller
Studienteilnehmer (47 Prozent) nutzt bereits heute ihr Smartphone oder Tablet als
Tool zur Reiseplanung. Europaweit liegt der
Schnitt bei 33 Prozent. Auch London (44
Prozent) und Frankfurt (38 Prozent) stehen
in dieser Beziehung gut da, während Berlin
(21 Prozent) etwas zurückfällt.
Mit Blick auf das Verkehrswesen im Jahr
2025 zeigen sich von Land zu Land ebenfalls
Unterschiede in der Einstellung dazu. Etwa
die Hälfte der befragten Belgier und Niederländer rechnet bis 2025 damit, den ÖPNV
bargeldlos nutzen zu können. Ein gutes
Drittel der Franzosen sieht in zehn Jahren
selbstfahrende beziehungsweise elektrisch
angetriebene Autos als alltägliches Transportmittel. Ebenfalls ein Drittel der Briten,
Deutschen und Belgier gibt an, die bestehenden Angebote im Verkehrswesen zum
ausschlaggebenden Faktor für die künftige
Wahl ihres Wohnorts und Arbeitsplatzes zu
machen.
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Nachrichten
CONTIPARK
Ein Parkhaus für die größte
Uniklinik Deutschlands
D
Viereinhalb Ebenen, 37.000 qm,
1.300 Stellplätze
Das moderne 37.000 Quadratmeter große
Parkhaus für das UKJ entsteht auf einer
Grundfläche ungefähr so groß wie ein Fußballfeld. Es wird nach Fertigstellung mehr
als 1.300 Stellplätze auf viereinhalb Ebenen
beherbergen. Die 2,50 Meter breiten Stellplätze werden in Schrägaufstellung angelegt,
um ein bequemes Ein- und Ausparken zu
ermöglichen. Insgesamt vier Einfahrten und
10
Visualisierung des Großparkhauses von Contipark am Uniklinikum Jena
drei Ausfahrten sollen für einen reibungslosen Verkehrsfluss sorgen.
Das Haupttreppenhaus mit zwei Aufzügen wird dem Klinikum zugewandt und gewährleistet kurze Wege. Drei Nebentreppenhäuser und ein weiterer Aufzug werden
den Besuchern und Patienten zur Verfügung
stehen. Farbig gestaltete Fassadenelemente
verleihen dem gesamten Bau zukünftig ein
modernes und attraktives Erscheinungsbild,
das sich in das architektonische Gesamtkonzept des Uniklinikums einfügt. Dabei
mussten besondere lärmschutztechnische
sowie naturschutzrechtliche Auflagen erfüllt
werden. So wurde die Fassade an der Straßenseite als Kamin ausgeführt, um die
Funktionalität eines offenen Parkhauses zu
sichern. Besonders sensible Bereiche der
Decken und der Wendelrampen wurden
schallabsorbierend verkleidet. Das Umfeld
des Parkhauses wird in die Grünplanung integriert, eine Dachbegrünung ist vorgesehen. Im Innenbereich werden ausschließlich
energieeffiziente LED-Leuchtmittel verbaut,
die an ein komplexes Steuerungssystem mit
Bewegungsmeldern angeschlossen werden.
Modernste Technik wird auch in weiteren
Bereichen installiert, wie der Parkabfertigungsanlage und Videoüberwachung.
Termingerechte Fertigstellung
Im Mai 2016 soll das Parkhaus termingerecht von CONTIPARK in Betrieb genommen werden. In der knapp 15-monatigen
Bauzeit wurden 4.000 Kubikmeter Beton
und 1.200 Tonnen Stahl verarbeitet. Nach
Fertigstellung wird es Patienten und Besuchern an 365 Tagen im Jahr rund um die
Uhr zur Verfügung stehen. Erhöhten Nutzungskomfort für die parkenden Besucher
verspricht auch die Aufschaltung auf die
überregionale Leitzentrale in Berlin.
„Die besondere Herausforderung bestand bei diesem Projekt in der Zusammenführung der Interessen von Klinikbetreibern, Mitarbeitern, Besuchern sowie den
Anwohnern“ so Michael Kesseler, Geschäftsführer der Contipark Unternehmensgruppe. „Wir freuen uns sehr, dass wir
diesen hohen Erwartungen gerecht werden
konnten, vor allem da wir mit viel Herzblut
die Planung und den Bau dieses beeindruckenden Parkhauses zusammen mit unseren Partnern durchgeführt haben“.
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Parken aktuell · März 2016
Foto: Contipark
ie CONTIPARK Unternehmensgruppe wird erstmalig als Bauherr ein rund
13 Millionen Euro teures Parkhaus errichten und zukünftig als Eigentümer im Erbbaurecht betreiben. Damit komplettiert
CONTIPARK sein Wissen in den Bereichen
Sanierung, Projektentwicklung, Umnutzung und Revitalisierung und bietet somit
Fullservice-Dienstleistungen für jede Aufgabenstellung im Bereich „Parken“ an.
Am Standort Jena-Lobeda entsteht bis
2019 das Universitätsklinikum Jena (UKJ)
als überregionales Großkrankenhaus mit
über 1.000 Betten und den zentralen medizinischen Versorgungs- und Forschungseinrichtungen. Dort werden künftig 15 Kliniken vereint sein, die heute noch über das
Stadtgebiet von Jena verteilt sind. Damit
werden dort 4.500 Arbeitsplätze entstehen.
Neben vielen Vorteilen bringt dies natürlich
auch eine Herausforderung für den Stadtteil
mit sich, unter anderem für die Parkraumsituation. Mit dem in diesem Zusammenhang
steigenden Verkehrsaufkommen ist man
durch die Errichtung des großzügig angelegten neuen Parkhauses auch für die Zukunft bestens vorbereitet.
Mit der Bauausführung hat CONTIPARK als Generalunternehmer die Deutsche Industrie- und Parkhausbau GmbH
beauftragt. Die Gesellschaft für Innovative
VerkehrsTechnologien mbH hat den Alternativentwurf für das Parkhaus geplant, mit
dem CONTIPARK den Investorenwettbewerb gewonnen hat.
Nachrichten
Scheidt & Bachmann
Vom Pionier zum Pacemaker
Das Jahr 2016 ist ein besonderes für den Geschäftsbereich Systeme
für Parkhausanlagen von Scheidt & Bachmann: Seit 50 Jahren liefert
das Unternehmen aus Mönchengladbach Zubehör für die Parken
Branche. Als in den 1960er Jahren der Parkraum in den Städten immer knapper wird heißt die Lösung: Parkhäuser. Doch diese müssen
kontrolliert und bewirtschaftet werden. Scheidt & Bachmann erkennt als eines der ersten Unternehmen diese Notwendigkeit und
nutzt Synergieeffekte aus bereits bestehenden Geschäftsbereichen:
Induktionsschleifen, Schrankenantriebe und Transparentansteuerungen, die bei Tankstellen und Signalanlagen erfolgreich im Einsatz sind, passen gut in das neue Anwendungsgebiet Parkhausanlagen.
Von Beginn an nutzt der Geschäftsbereich Systeme für Parkhausanlagen zwei Stärken: innovatives Handeln und Nähe zum Markt.
Bauteile und Geräte aus eigener Entwicklung sowie zahlreiche Patente und Gebrauchsmuster dokumentieren früh die innovative
Ausrichtung des neuen Geschäftsbereiches.
Produkte aus dem eigenen Haus
Nach ersten Messeauftritten und Erfolgen im Markt realisiert das
junge Team 1972 ein Projekt mit Signalwirkung: Münchens erstes
vollautomatisches Parkhaus nutzt ein mikroprozessorgesteuertes
System von Scheidt & Bachmann. Die Strategie, mit Produkten aus
eigener Entwicklung und Fertigung auf Anforderungen der Kunden
und des Marktes einzugehen, bleibt in der Folge ein Markenzeichen
der Parkhaus-Lösungen.
Parallel zu den technologischen Entwicklungsschritten erfolgt die
Internationalisierung des Vertriebs. 1986 werden erste Anlagen außerhalb Europas, unter anderem in den USA und Australien, installiert. Berichte aus dieser Zeit klingen heute fast abenteuerlich – die
Servicetechniker mussten ihre Aufgaben ohne mittlerweile selbstverständliche Hilfsmittel wie Internet, Smartphone oder Navigationsgerät meistern. Um auch tausende Kilometer vom Firmenstammsitz
entfernt einen Kundendienst anbieten zu können, werden regionale Tochtergesellschaften gegründet
und Kooperationsverträge mit
Technikfirmen geschlossen. Heute
sind die Produkte in mehr als 70
Ländern der Welt im Einsatz –
Tendenz steigend.
In 50 Jahren entwickelte sich
der Geschäftsbereich Systeme für Parkhausanlagen sowie die technologischen Möglichkeiten gleichermaßen weiter. Waren in den 1980erJahren die Einführung von PC und DOS-Betriebssystem ein Meilenstein, so setzen heute Cloud- und App-basierte Lösungen die Trends.
Leitzentren mit länderübergreifenden Anbindungen von Parkhäusern sind heute bereits Standard, Software-as-a-Service-Modelle
werden immer populärer. Die langjährige Erfahrung und die aktuellen Kompetenzen für das Parkhaus-Management bündelt Scheidt &
Bachmann seit 2008 unter dem Markennamen entervo. n
Parken aktuell · März 2016
11
Nachrichten
APCOA Parking Group
Führungswechsel: Op de Beeck wird
neuer CEO – Bätjer ist neuer CFO
Die APCOA PARKING-Group hat Philippe Op de Beeck (54) zum neuen Chief Executive Officer bestellt.
Steffen Bätjer (46) stieß bereits zum 1. März als Chief Financial Officer zum Unternehmen.
p de Beeck verfügt über mehr als 25
Jahre Erfahrung in europäischen und
globalen Unternehmen und tritt seine neue
Position bei APCOA am 4. April an. Er
kommt vom Cateringunternehmen Compass Group, wo er zuletzt drei Jahre als
Group Managing Director Asia Pacific verbrachte, nachdem er zwei Jahre eine ähnliche Rolle in Europa bekleidete. Zuvor war er
Geschäftsführer beim Airline Service Unternehmen Gategroup und Senior Vice President bei Swisslog, einem Anbieter für Automatisierungslösungen. Zudem war er in leitenden Positionen bei Renault Credit
International, Axus International, Hertz
Rent a Car und Unilever tätig. Er ist erfahren in der Führung von Dienstleistungsunternehmen und hat mehrfach bewiesen,
dass er Serviceangebote für Kunden ausbauen und profitables Wachstum mit Geschäftsmodellen erzielen kann, die auf langfristigen Verträgen basieren.
Erfahrungen im Kontraktgeschäft
Steffen Bätjer war zuletzt über sechs Jahre
lang CFO bei Techem, einem Anbieter für
Energiemanagement-Lösungen. Zuvor arbeitete er in leitenden Funktionen im Finanzbereich, unter anderem bei der WestLB
und Universal Music. Seine berufliche Laufbahn begann Bätjer beim Beratungsunter-
Philippe Op de Beck, CEO von APCOA ab 4. April
12
nehmen McKinsey&Co. Mit seinen Erfahrungen im Kontraktgeschäft sowie seinen
kaufmännischen, strategischen und analytischen Fähigkeiten wird er einen zentralen
Anteil an der Umsetzung des strategischen
Wachstumsplans von APCOA haben.
Nick Buckles, Vorsitzender des Beirats
von APCOA, sagte: „Wir freuen uns sehr,
Philippe Op de Beeck und Steffen Bätjer bei
APCOA willkommen zu heißen. Philippe
bringt alle Voraussetzungen mit, um den
Wachstumskurs von APCOA erfolgreich
fortzuführen. Strategische Klarheit, eine
Steigerung des Kommerzialisierungsgrades
und eine hohe Kundenorientierung stehen
bei der disziplinierten Umsetzung der weiteren Geschäftsentwicklung im Vordergrund. Steffen hat bewiesen, dass er Unternehmen effizient strukturieren und das
Kontraktgeschäft erfolgreich transformieren kann. Die Erfahrung und Expertise der
beiden in der Führung von Dienstleistungsund Kontraktgeschäften wird sicherstellen,
dass APCOA ihre Position als europäischer
Marktführer verteidigt und ihre strategischen Ziele erfüllt.“
Marktposition weiter ausbauen
Philippe Op de Beeck sagte: „Ich freue mich
als CEO zu APCOA zu kommen, meine Erfahrungen einzubringen und damit das Geschäft zu stärken und zu weiterem Wachstum zu führen. APCOA ist sehr gut positioniert, um Chancen im Markt wahrzunehmen
und ich bin zuversichtlich, dass wir unsere
Marktposition in Europa mit dem Team
und den Ressourcen weiter ausbauen können. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem gesamten APCOA-Team und
darauf, gemeinsam mit ihnen das Unternehmen weiter voranzubringen.“
Buckles fügte hinzu: „Wir danken Ralf
Bender und Nicolas Reinhart für ihre wichtigen Rollen und ihren Beitrag im letzten
Steffen Bätjer, CFO von APCOA seit 1. März
Jahr, um eine stabile Basis und Entwicklung
von APCOA zu gewährleisten. Wir sind sehr
dankbar, dass Ralf Bender APCOA als Senior
Advisor weiterhin erhalten bleibt und dass
das Unternehmen auch in Zukunft von seiner Erfahrung profitieren wird. Herr Reinhart wird bis Ende März im Unternehmen
bleiben und eine reibungslose Übergabe an
das neue Management-Team sicherstellen.“
Ralf Bender sagte: „Nach der erfolgreichen Rekapitalisierung von APCOA im Jahr
2014 und der Umsetzung des operativen
Turnarounds im letzten Jahr übergebe ich
Philippe Op de Beeck eine stabile Plattform,
die für weiteres Wachstum vorbereitet ist.
Nachdem ich das Unternehmen über die
letzten fünfeinhalb Jahre gesteuert habe, ist
nun der richtige Zeitpunkt gekommen, um
mich neuen unternehmerischen Herausforderungen zu stellen. Gleichzeitig freue ich
mich darüber, APCOA auch in Zukunft als
zu begleiten.
Seit der Restrukturierung im Jahr 2014
zeigt APCOA eine positive Entwicklung bei
Umsatz, Profitabilität und Cash Flow. Im
Jahr 2015 legte das EBITDA um etwa sieben
Prozent auf etwa 59 Millionen Euro zu,
während das EBIT um 20 Prozent auf mehr
als 35 Millionen Euro anstieg. Das Unternehmen verfügte zum Ende 2015 über einen
guten Kassenstand von mehr als 50 Millionen Euro.
n
Parken aktuell · März 2016
Fotos: APCOA
O
Nachrichten
Anzeige
EASYCHARGE.me
LEVIAMP – mehr als nur eine
Ladestation
D
ie EASYCHARGE.me GmbH hat
eine Ladelösung entwickelt: Die
LEVIAMP Deckenladestation ist ein
neuer Weg, um Ihr Auto zu laden und
dabei nicht nur eine Ladestation. Die
EASYCHARGE.me GmbH arbeitet an
einer Version mit einem Projektor. Während der Projektor für digitale Inhalte
zuständig ist, funktioniert er auch für die
Sicherheitsankündigungen, ParkplatzInformationen und Werbung – etwas,
das man sonst nur in den Science-Fiction-Filmen der 80er Jahre gesehen hat.
Projektor aktiviert. Automatisch wird der
digitale Inhalt auf den Boden projiziert,
wenn das Fahrzeug das Parkhaus betritt
oder verlässt. Mit unserem „alles
inbegriffen“-Vertrag müssen Parkhausbetreiber sich keine Sorgen über die Projektorlaufzeit oder den Service machen. n
Ein neues Denken schaffen
Die EASYCHARGE.me GmbH hat deutlich ihren Markt definiert. CEO Artur
Sychov sagt: „Unser Unternehmensziel
ist nicht nur Ladestationen von hoher
Qualität zu bauen, sondern einzigartige
Produkte hervorzubringen, die ein neues
Denken schaffen und die Benutzerfreundlichkeit der Ladeausrüstung im
Allgemeinen verbessern. Wir wollen,
dass unsere Kunden in der Lage sind, die
Nutzung von Ladegeräten in ihren
Räumlichkeiten vom ersten Tag an zu
monetarisieren. Auf diese Weise werden
wir Unternehmen ermutigen, die Infrastruktur für Elektromobilität wachsen zu
lassen, was letztlich dazu beitragen wird,
unsere Welt zu einer besseren und nachhaltigeren Zukunft zu bewegen.“
Für Werbung einsetzbar
Das Element der Werbung ist auch inte­
graler Bestandteil. Wenn ein Produkt für
Parkhäuser gemacht wird, warum sollte
es dann nicht seinen Raum für innovative
und hochtechnologische Anzeigen verwenden? Mit der LEVIAMP können
Parkhausbesitzer dies tun. Der Projektor
ist im Ladegerät angebracht und mit dem
Internet verbunden. Sobald das Fahrzeug
den Parkplatz vor Ort verlässt, wird der
Parken aktuell · März 2016
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Marktübersicht
Was kann welche App?
Auf dem Markt existieren viele Apps, die das Parken auf der Straße und in Parkhäusern erleichtern sollen. Sie
sollen dem Kunden nutzen und dem Parkhausbetreiber Vorteile verschaffen. Wir haben uns einige Apps – ohne
Anspruch auf Vollständigkeit – heruntergeladen und sie auf Nutzen und Bedienfreundlichkeit hin geprüft.
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Parken aktuell · März 2016
Foto: evopark
Au t o r i n : H e i k e S c h m i c k l e r, R e d a k t e u r i n P arken aktuell
Im Fokus
W
er auf dem Smartphone den Begriff
Parken in das Suchfeld des AppStores eingibt, findet zunächst einmal allerhand Spiele. Zwischen den Apps wie „Virtuelles Auto parken“, „Parken – Car Simulator“ oder „Betrunken Parken“ finden sich
jedoch auch Programme, die für die Suche
nach Parkplätzen mit dem Smartphone
konzipiert wurden. Parkhausbetreiber versuchen damit, neue Kundenkreise zu erschließen oder bestehende Kundenbeziehungen zu festigen. Autofahrer haben die
Qual der Wahl, können sich jedoch viele
nützliche Informationen auf ihr Smartphone holen und sich bei ihrer Park-Entscheidung unterstützen lassen.
Off-Street-Parken: Betreiber-Apps
Mit der App ins Parkhaus – das ist vor allem
in großen Städten möglich. Nahezu jeder
größere Parkhausbetreiber bietet eine kostenlose App an, die potenziellen Parkhauskunden Informationen über die eigenen
Häuser zur Verfügung stellt.
Die Würzburger Stadtverkehrs-GmbH
(WVV) betreibt Parkhäuser in ganz
Deutschland. In der App gibt es eine lange
Liste der Städte, in denen die WVV ein oder
mehrere Parkhäuser betreibt. Beliebte Park-
Screenshots: Heike Schmickler
Die App der Würzburger Stadtverkehrs-GmbH
häuser lassen sich als Favoriten kennzeichnen. Sehr detailliert ist in dieser App die nähere Beschreibung der Parkhäuser, in der es
oft nicht nur Informationen zu den Parkhäusern an sich, sondern auch Beschreibungen der benachbarten Center gibt. Zudem
besteht die Möglichkeit, die Parkhäuser
Parken aktuell · März 2016
nach verschiedenen Kriterien zu filtern, wie
zum Beispiel E-Tankstelle, öffentliche Toiletten oder aber auch nach Fahrzeughöhe
oder Gewicht. Der integrierte „Car Finder“
hilft dabei, den eigenen Parkplatz wieder zu
finden. Hierfür kann sich der Nutzer Notizen zum Standort machen und die Stellplatznummer abfotografieren. Für die Entwicklung dieser App zeichnet sich die ilogs
informations logistics GmbH verantwortlich.
Vom selben Entwickler stammt die App
der Osnabrücker Parkstätten Betriebs­
gesellschaft mbH. Die Funktionen und Informationen gleichen denen der WVV-App.
Detaillierte Informationen zu fast 700
Parkhäusern beziehungsweise Parkeinrichtungen in ganz Europa liefert die ParkplatzApp der Contipark- und InterparkingGruppe. Unter anderem lassen sich Öffnungszeiten und Parkentgelte der gelisteten
Häuser abfragen. Durch die Eingabe der
Stellplatznummer hilft die App dem Anwender, sein Auto später wiederzufinden.
fahrtshöhe. Zusätzlich beinhaltet die App einen Reiter „Aktuelles“. In unregelmäßigen
Abständen werden hier Neuigkeiten über
Sperrungen, Störungen, News und Events
veröffentlicht. Entwickelt wurde die App
von den Mannheimer Parkhausbetrieben
selbst, technisch realisiert von der ebenfalls
in Mannheim ansässigen Onwerk GmbH.
Die App der APAG
Die App der Mannheimer Parkhausbetriebe.
Die App der APAG (Aachener Parkhaus
GmbH) erleichtert in Aachen das Parken.
Übersichtlich wird angezeigt, wie viele Plätze in den einzelnen Parkhäusern derzeit frei
sind und – als praktisches Zusatz-Feature –
wie sich der Belegungstrend entwickelt. Zu
der App der Aachener Parkhaus GmbH gibt
es die kostenlose Nupsi 2.0-App, die das
kontaktlose Ein- und Ausfahren ohne Anstehen am Kassenautomaten in den teilnehmenden Parkhäusern in Aachen ermöglicht.
In Köln kann der Autofahrer mit der offiziellen App der Stadtverwaltung freie
Parkplätze finden. Mit einem Klick auf die
aktuelle Verkehrslage bekommt der User 
Auch die Mannheimer Parkhaus­betriebe
informieren ihre Kunden über eine App.
Darin werden 24 Parkhäuser der Mannheimer Parkhausbetriebe aufgelistet. Angezeigt
wird die Anzahl der gesamten und der freien
Stellplätze sowie die Entfernung vom aktuellen Standort bis zum Parkhaus. Ein Klick
auf ein Parkhaus gibt zusätzliche Informationen über die Tarife, die Anzahl der Frauenund Behindertenparkplätze sowie die Ein-
Die App der Stadtverwaltung Köln
15
Im Fokus
 zugleich Informationen über Baustellen,
Umweltzonen und eben auch Parkhäuser in
der Innenstadt. Die Farben rot, gelb und
grün zeigen auf den ersten Blick die Belegung an, dazu gibt es Infos über die freien
Stellplätze. Mit einem Klick auf das gewünschte Parkhaus gibt es zusätzliche Infos
wie Adresse, Preise und Öffnungszeiten.
Betreiberunabhängige Apps
Gerade in Großstädten gestaltet sich die
Parkplatzsuche für Ortsfremde oftmals
schwierig. Nicht nur die städtischen Betriebe, auch andere Entwickler haben sich deshalb auf das Programmieren von hilfreichen
Apps spezialisiert.
ParkDa
Dem Nutzer bietet sich mit der ParkDa –
Parken in Deutschland-App die Möglichkeit, nach einer Adresse oder einer Lokalität
zu suchen und sich Parkhäuser im Umkreis
anzeigen zu lassen. Auch Parkmöglichkeiten
in der unmittelbaren Umgebung werden
angezeigt. Sortiert sind die Parkmöglichkeiten entweder nach der Entfernung zur gesuchten Adresse oder zum aktuellen Standort des Nutzers. Parkhäuser lassen sich auch
auf einer Karte anzeigen. Ampelfarben symbolisieren den aktuellen Status der Auslastung. Ein weiterer Klick auf ein ausgewähltes Parkhaus zeigt zusätzliche Informationen. Besonders anwenderfreundlich: Per
einfachem Tipp auf die Taste „Navigation“
kann sich der Nutzer bequem über Google
Maps zum Parkhaus seiner Wahl navigieren
lassen – zumindest in der getesteten Android-Version.
Mit parkpocket werden Autofahrer in
Echtzeit über freie Parkplätze in teilnehmenden Parkhäusern informiert: Je nach
Objekt werden mehr oder weniger Details
angezeigt, darunter Preise, Öffnungszeiten
oder auch freie Elektroladestationen. Eben-
16
parkpocket
falls enthalten: eine Navigationsfunktion
zum gewünschten Parkhaus. Mit dem Preiskalkulator lässt sich der Parkpreis je nach
Parkdauer anzeigen, vorausgesetzt die Tarife
des jeweiligen Objekts sind hinterlegt. Seine
Daten bezieht parkpocket nach eigenen Angaben direkt von Kooperationspartnern wie
Städten, Kommunen und Parkhausbetreibern. parkpocket möchte seinen Partnern
über die eigene App sowie über die Einbindung in andere digitale Services und Connected-Car-Lösungen ermöglichen, Autofahrer unmittelbar bei der Parkplatzsuche
zu erreichen, so das erklärte Ziel des jungen
Unternehmens. Durch die Integration in
das parkpocket-System biete das Unternehmen Parkbetrieben neue Formen der Online-Vermarktung und generiere einen
Mehrwert über die bereitgestellten Daten.
Mit Parkmobile kann der Kunde auf Basis seines GPS-Standorts parken. Die App
Parkmobile
Im Fokus
Fotos: evopark
Kontaktlos Bezahlen, berührungsloses Einfahren ins Parkhaus und Parkgutschriften sammeln: evopark ist mehr als eine reine Parken-App.
wählt automatisch die nächstgelegene Parkuhr aus und sucht den kürzesten Weg zum
Parkplatz. Gestartet und beendet wird der
Parkvorgang mit dem Smartphone. Darüber hinaus lassen sich Parkzonenfavoriten
anlegen, verwalten und personalisieren. Die
Parkgebühren werden im Nachhinein auf
monatlicher Basis bezahlt.
Über die reine Parken-App hinaus reicht
das RFID-basierte System von evopark.
„Einfach und günstig Parken“ hat sich das
Serviceunternehmen evopark auf die Fahnen geschrieben. In den Städten Düsseldorf,
Koblenz und Hamm hat evopark bereits eine Anzahl von Parkhäusern seiner Betreiberpartner an das Parkhausnetzwerk angeschlossen und konnte zeigen, dass dieses
neue System digitalen Parkens in der Praxis
funktioniert.
Das Smartphone zeigt freie Stellplätze
an, die Schranken öffnen sich automatisch
und der Weg zum Kassenautomaten ist
überflüssig, da die Gebühren einmal monatlich abgebucht werden. Kernstück des
Services ist ein RFID-Chip, den der Autofahrer im Scheckkartenformat kostenlos
von evopark erhält. Im Auto mitgeführt, ermöglicht er eine zügige und berührungslose Schrankenöffnung bei Ein- und Ausfahrt,
ohne das Seitenfenster zu öffnen. Dank
leicht integrierbarer Schnittstellen lasse sich
das System in die bestehende Infrastruktur
installieren. Dazu habe die Zusammenarbeit mit Scheidt & Bachmann und SKIDATA beigetragen.
In diesem Jahr plant evopark, weitere 60
Parkobjekte in mehr als 25 deutschen Städten mit dem neuen Service auszustatten. Für
den weiteren Rollout des inzwischen 
Im Fokus
 mit zahlreichen Preisen gewürdigten
Systems konnten weitere Partner gewonnen
werden, darunter B+B, GOLDBECK Parking Services und Q-Park.
Die raschere Ein- und Ausfahrt ist attraktiv für die Parkhauskunden, die bargeldlose Bezahlung bietet dem Betreiber signifikante Kostenvorteile. Das Konzept
kommt laut evopark an: Gut eine Woche
nach dem Start in Koblenz seien bereits die
ersten 1.000 Kunden vom neuen System
überzeugt. Beim Marketing fokussiert evopark auf Kooperationspartner vor Ort. Kunden im Raum Düsseldorf beispielsweise erhalten beim Abschluss einer Versicherung
bei der AXA ein Parkguthaben von 30 Euro.
In Koblenz profitieren Abonnenten der
Rheinzeitung durch einen Mitgliedervorteil.
Parkhausbetreiber können auf diese Weise
neue Kundengruppen erschließen, welche
die angeschlossenen Parkobjekte zum Teil
erstmals kennenlernen. Zudem profitieren
Autofahrer und Betreiber vom ebenfalls
durch evopark gemanagten Kontakt zum
Einzelhandel und der Gastronomie, denen
durch verbesserte digitale Technik eine
wirksame Möglichkeit eröffnet wird, ihren
Kunden Parkgutschriften zu offerieren. So
arbeite evopark schon heute mit großen
Ketten wie Douglas, Galeria Kaufhof oder
INTERSPORT, aber auch vielen inhabergeführten Läden zusammen. Aktuell nutzten
bereits zehn Prozent der Kunden die Rabattierung durch evopark-Partner.
ParkTAG
On-Street-Parken
Die App ParkTAG zeigt frei werdende Stellplätze an, die von anderen Nutzern gemeldet wurden – grüne Stellplätze werden in
Kürze frei; graue Stellplätze sind bereits frei
geworden. Im Gegensatz zu ähnlichen
Diensten basiert diese Parkplatzvermittlung
auf dem Prinzip des „Social Parking“. Nicht
nur die App ist kostenlos, ebenso fallen für
die Vermittlung der Stellplätze keine Gebühren an.
Die Software funktioniert mit einem speziellen Algorithmus, der vorhersagt, wann
ein Fahrer voraussichtlich eine Parklücke
verlässt. Dafür werden Daten diverser Sensoren berücksichtigt, die sich am Smartphone
eines Nutzers befinden. Es wird erfasst, ob
sich die Höhe verändert, auf der sich das
Smartphone gerade befindet, und ob die
Verbindung zum heimischen WLAN abbricht. Kombiniert werden diese Messdaten
mit Verhaltensmustern der Nutzer. Im Gegensatz zu anderen Apps zeigt ParkTAG alle
Stellplätze am Straßenrand – sowohl öffentliche als auch private. Je mehr User mitmachen, desto mehr Plätze können gezeigt werden, so der Ansatz der App-Macher. Problematisch daran: Nutzer der App sind nicht
dazu verpflichtet, die Lage ihres Parkplatzes
mit anderen zu teilen. Dennoch können sie
von den Angaben anderer profitieren.
Die App Parkonaut funktioniert ähnlich
wie ParkTAG. Der gravierende Unterschied:
Für das Melden eines freien Parkplatzes gibt
es Punkte, mit denen der Nutzer dann bezahlen kann, wenn er selbst einen Parkplatz
sucht.
Das Sharing-Prinzip liegt auch der App
ampido zugrunde. Sie zeigt öffentliche und
private Parkplätze in der Nähe an. Der Clou:
Auch Privatleute können ihren Parkplatz,
die eigene Einfahrt oder ihre Garage anbieten und einen individuellen Preis für die
Vermietung festlegen. Wer einen Parkplatz
sucht, kann sich unterwegs oder von zuhause den nächsten Parkplatz in der Nähe des
Zielorts anzeigen lassen. Es besteht die Möglichkeit, vorab für einen bestimmten Zeitraum zu reservieren. Die Zahlungsabwicklung läuft über ampido, die als Vermittler
vom Parkplatzanbieter eine Provision in
Höhe von 30 Prozent verlangen.
Im Fokus
Ein anderes Ziel verfolgt smartparking. Auf
der PARKEN 2015 in Berlin wurde die wettbewerbsübergreifende Plattform als Initiative zur Förderung digitaler Parkraumbewirtschaftung erstmals präsentiert, deren
Hauptaugenmerk auf dem bargeldlosen Bezahlen von Parkgebühren liegt. Zu den
Gründungsmitgliedern gehören die Anbieter EasyPark, Parkmobile, ParkNow und
Mobile City. smartparking unterstützt Städte und Gemeinden bei der Einführung von
Lösungen für das bargeldlose Parken. Der
User kann mithilfe der smartparking-App
Parkzonen suchen, sein Kennzeichen eintippen und mittels App die geplante Parkzeit
einstellen. Die Kleingeldsuche entfällt, bezahlt wird via App, SMS oder per Anruf.
Von sunhill technologies aus Erlangen
stammt die App TraviPay. An über 100
Standorten in Deutschland können Autofahrer mit dem Smartphone einen Parkschein
ziehen. Das Ticket kann aus der Ferne verlängert werden. TraviPay lotst den Autofahrer
zum nächstgelegenen Parkplatz oder Parkhaus. Wenn der Parkplatzbetreiber das TraviPay-System unterstützt, lässt sich das Ticket
direkt per App kaufen. Bezahlt wird über den
Mobilfunkanbieter per Rechnung oder Prepaid-Guthaben. Wer sich anmeldet, kann
auch per Lastschrift oder Kreditkarte bezahlen oder vergangene Transaktionen einsehen.
Für jedes Ticket kann eine Quittung heruntergeladen werden. Auch den Standort des
Autos merkt sich die App. Vor der ersten Nut-
zung ist eine Aktivierung mit der Telefonnummer und Anbieterauswahl nötig.
Für den Bundesverband Parken e.V. sind
die Parken-Apps ein wichtiges Thema. Der
Verband gab dazu eine Studie bei der Frankfurt University of Applied Science in Auftrag.
Bei der Fachtagung am 16. Juni in Lübeck
sollen die Ergebnisse vorgestellt werden. n
Mit dem Handy den besten Weg finden
Bus und Bahn, Carsharing oder Taxi: Mobilitäts-Apps fürs Smartphone suchen das
beste Verkehrsmittel für den Weg von A
nach B. Sie kombinieren auch verschiedene Mobilitätsformen, um den schnellsten
oder günstigsten Weg zu finden.
Dieses Ziel hat sich auch die App Qixxit
auf die Fahne geschrieben. Die App ist
übersichtlich gestaltet und intuitiv aufgebaut. Der User gibt Start und Ziel der ge-
planten Reise ein, und Qixxit macht Vorschläge zum optimalen Mix aus allen Verkehrsmitteln. Bei Bedarf
können
bestimmte Verkehrsmittel auch ausgeschlossen werden. Angezeigt werden die
anfallenden Kosten, die Reisedauer und
auf Wunsch auch der CO2-Ausstoß. Bahnfahrten können über die App direkt gebucht werden. Kein Wunder: Hinter Qixxit
steht als Anbieter die DB Vertrieb GmbH.
Im Fokus
Mit smartPARKING sollen Autofahrer günstig und komfortabel in der Großstadt parken können.
smartPARKING
Park-Service für Kfz-Versicherungskunden
Einfach und schnell freie Parkplätze in der Großstadt finden? Ohne
Ticket ins Parkhaus ein- und ausfahren? Kein lästiges Warten am
Kassenautomaten und Kleingeldsuche? Dieser Wunschtraum soll für
Kfz-Versicherungskunden von AXA im Raum Düsseldorf wahr werden.
A
usgestattet mit einem Parkguthaben
von 30 Euro und einem speziellen Chip
sorgt die smartPARKING-Karte dafür, dass
sich die Schranken der teilnehmenden Parkhäuser automatisch bei Ein- und Ausfahrt
öffnen. Ist das Parkguthaben aufgebraucht,
kann der Kunde die Karte auch weiterhin
verwenden und bequem per App bezahlen.
Abgerechnet wird einmal im Monat. Über
die App kann sich der Kunde darüber hinaus
zum nächsten Parkhaus navigieren lassen;
die dortigen Preise, Öffnungszeiten und freien Parkplätze werden in Echtzeit angezeigt.
Kooperationspartner für diese Technologie
ist das Startup evopark aus Köln.
Kunden hilfreiche Services
im Alltag bieten
AXA möchte seine Kunden auch im täglichen Leben stärker begleiten und innovative
20
Lösungen bieten, die über das klassische
Versicherungsgeschäft deutlich hinausgehen. „In Kundeninterviews haben wir die
Parkplatzsuche und -bezahlung als einen
der zentralen ‚Aufreger‘ von Autofahrern
identifiziert. Mit smartPARKING lösen wir
dieses Problem und sorgen dafür, dass unsere Kunden günstiger und komfortabler ihr
Ziel erreichen“, so Michael Bongartz, Leiter
Transactional Business bei AXA. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem neuen
Parkkonzept einen echten Mehrwert für
AXA und seine Kunden liefern können“,
sagt Tobias Weiper, Geschäftsführer der evopark GmbH. Aktuell testen zehn AXA Agenturen in Düsseldorf und Umgebung, wie
der Service bei Neu- und Bestandskunden
ankommt. Gleichzeitig wird smartPARKING als Leistungsbaustein in den OnlineKfz-Rechner von AXA aufgenommen. n
Parken aktuell · März 2016
Foto: AXA
Das entsprechende Produkt nennt der Anbieter smartPARKING.
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it modernen Parkscheinautomaten
der Reihe Citea, dem intelligenten
Parkraummanagement-System CityLine
und der innovativen Service-Software CityNet ergibt sich die perfekte Systemlösung
für modernes On-Street Parkraummanagement. Die Innenstädte ersticken quasi
in einer Flut von Fahrzeugen. Der zunehmend knappe und wertvolle
CityLine Mobile App.
Parkraum erfordert daher effiziente, auf
die jeweiligen Anforderungen flexibel zugeschnittene Lösungen, welche eine nach
wirtschaftlichen Gesichtspunkten optimale Parkraumbewirtschaftung gewährleisten.
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Im Fokus
E-Parkhäuser
Elektromobilität nimmt Fahrt auf
Die Technik elektrischer Antriebe wird besser und die Kapazität der Batterien steigt, bei gleichzeitig sinkenden
Kaufpreisen. Ob reine Elektrofahrzeuge oder Plug-In-Hybride, immer mehr Hersteller bringen wieder aufladbare
Fahrzeuge auf den Markt. Jedoch scheut sich die breite Masse noch, vom seit über hundert Jahren etablierten
Verbrennungsmotor auf einen elektrischen Antrieb umzusteigen.
ies liegt vor allem an der gegenwärtig
noch verhältnismäßig geringen Reichweite der Elektrofahrzeuge mit einer Akkuladung. GOLDBECK sieht sich, was diese
Problematik angeht, als einen der Wegbereiter der Elektromobilität: Durch den Bau seiner Parkhäuser und der damit verbundenen
Realisierung tausender Stellplätze jährlich
hat man großen Einfluss auf ein entscheidendes Akzeptanzproblem, den Mangel an
Lademöglichkeiten.
Dass ein Ausbau der Ladeinfrastruktur
in Deutschland erforderlich ist, zeigt alleine schon der Blick auf die Zahl der öffentlichen Ladestationen: Während in
Deutschland rund 4.000 Ladestellen für
Elektroautos zur Verfügung stehen, sind es
im wesentlich kleineren Nachbarland Niederlande schon rund 6.000. Möchte
Deutschland an seinem politischen Ziel
festhalten, auf Dauer Leitmarkt sowie
Leitanbieter für Elektrofahrzeuge zu werden, muss sich die Anzahl der Ladepunkte
für Elektroautos in naher Zukunft
vervielfachen, um den wachsen-
Durch die Wallbox geht kein Platz im Innenraum des Parkhauses verloren.
22
den Bedarf zu decken. Neben Parkstationen am Straßenrand und der heimischen
Garage bieten vor allem Parkhäuser hier
viel Potenzial für den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Das Auto kann bequem mit
Strom „betankt“ werden, während der Fahrer arbeitet oder einkauft.
Über den Autor
Fabian Lenz ist
Projektmanager
Innovation bei der
GOLDBECK New
Technologies GmbH.
Kostengünstige Wallboxen
für Parkhäuser
GOLDBECK, laut eigenen Angaben Marktführer im Parkhausbau seit über 25 Jahren,
hat zusammen mit dem inhabergeführten
Familienunternehmen Walther-Werke – ein
Unternehmen der Elektromobilität – eine
kostengünstige Wallbox entwickelt, welche
speziell für die Montage an den Trägerprofilen des Parkhauses geeignet ist. Eine Standsäule kam nicht in Frage, da sie den hohen
Parkkomfort im stützenfreien Innenraum
der GOLDBECK-Parkhäuser reduziert hätte. Das neue Modell habe den großen Vorteil, dass im Gegensatz zu anderen am
Markt verfügbaren Varianten zwei Fahrzeuge gleichzeitig an einer Wallbox laden können. Das senke die Kosten für die Montage
und Inbetriebnahme, minimiere die Menge
der zu verlegenden Erdkabel und Netzwerkanschlüsse und halbiere die Anzahl preisintensiver Gehäusehüllen. Auch die notwendige Hardware für die Steuerungsintelligenz
könne so verringert werden.
Bei der elektrischen Anschlussleistung
bietet die Wallbox Wahlfreiheit: Der Kunde
kann sich zwischen einer haushaltsüblichen
3,6 Kilowatt Schuko-Steckdose oder der für
Elektrofahrzeuge standardisierten 11 beziehungsweise 22 Kilowatt starken Typ-2-Ladebuchse entscheiden. Ein BMW i3 mit einer 18,8 kWh-Batterie kann laut GOLDBECK in der „Basic“-Variante (3,6 kW) in
circa sieben Stunden vollständig geladen
werden, in den beiden anderen Wallboxver-
sionen („Future light“ und „Future“) in nur
zwei beziehungsweise einer Stunde.
Flexibles Anmeldesystem
Auch die An- und Abmeldung an der Wallbox ist variabel konfigurierbar. Mitarbeiter
können im Parkhaus des eigenen Unternehmens den Ladevorgang an der Wallbox mit
einem handlichen Schlüssel starten und beenden. Der Ladevorgang kann aber auch mit
der Mitarbeiterkarte oder mit dem Firmenausweis gestartet werden. Das IT-System erfasst dann alle Ladevorgänge des jeweiligen
Mitarbeiters und die anfallenden Kosten
können schließlich über den monatlichen
Lohn abgerechnet werden. In einem öffentlichen Parkhaus erfolgt die Abrechnung mit
dem Parkticket. Das am Eingang gezogene
Parkticket schaltet die Wallbox frei. Der
Kunde bezahlt dann am Ende des Aufenthalts die Kosten für Parken und Aufladen bequem in einem Vorgang am Automaten.
Fest steht: Bauherren sowie Parkhausbetreiber sollten sich mit dem Thema Lade­
infrastruktur auseinandersetzen, um rechtzeitig ihre Immobilie für die Teilelektrifizierung der Mobilität vorzubereiten. So können
Betreiber bereits heute die wachsende Kundengruppe der Elektroautofahrer für sich
gewinnen und müssen später die Parkhäuser
nicht kostenaufwendig nachrüsten. GOLDBECK bietet seinen Kunden mit der neuen
Wallbox die Möglichkeit, sich auf das elektrische Mobilitätszeitalter einzustellen. n
Parken aktuell · März 2016
Fotos: GLODBECK
D
Im Fokus
Gastbeitrag von Ralf Bender
Besser parken
N
ehmen wir Frankfurt am Main als
Beispiel: Wer dort mit dem Auto unterwegs ist – vor allem im Zentrum – wird
einen erheblichen Teil seiner Fahrzeit mit
der Suche nach einem Parkplatz verschwenden. Der Blick geht von Straße zu
Straßenrand und zurück zur Straße und
dann wieder zum Straßenrand, man fährt
Runde um Runde, und hat man endlich eine Lücke gefunden, nimmt man mittlerweile gerne in Kauf, dass es etwas kostet,
das Auto dort abzustellen.
Dynamische Preise
Fotos: APCOA
Nehmen wir nun Los Angeles als Gegenbeispiel. Die Stadt ist nicht weniger Metropole als Frankfurt am Main, auch die
Preise fürs Parken sind – in guten Lagen –
ähnlich hoch wie in Frankfurt. Und doch
ist dort die so genannte Parksuchzeit in
manchen Bereichen um fast 50 Prozent
gesunken. Der Grund: Die Preise an den
Parksäulen passen sich dynamisch der
Nachfrage und Auslastung an. Wenn ein
Straßenabschnitt stark nachgefragt ist,
steigt der Preis. Wenn ein anderer kaum
nachgefragt wird, sinkt er dort. Die Zahl
der Parkplätze steigt auf diese Art zwar
nicht. Aber sie werden effizienter genutzt.
Denn wird ein Parkplatz zu teuer, dann
weichen die Fahrer auf benachbarte Straßen aus, in denen der Preis niedriger ist.
Eine App zeigt die aktuellen Preise an, ein
Blick auf das Smartphone genügt.
Die Menschen in LA sind seit Einführung des Systems bereit, im Zweifel auch
hundert Meter zu Fuß zurückzulegen –
wenn sie dafür Geld beim Parken sparen.
Im Ergebnis verteilt sich das Parken besser auf beide Bereiche – auf die stark
nachgefragten und die bislang weniger
nachgefragten.
Der gesamtgesellschaftliche Gewinn
ist enorm: Die Umwelt wird entlastet,
denn weniger Verkehr bedeutet weniger
CO2, und die Menschen gewinnen Zeit,
die sie sinnvoller einsetzen können als für
das Suchen eines Parkplatzes. Durch eine
simple Idee wie dynamische Preise.
Lebensader für jede Metropole
So simpel die Idee, so groß das Potenzial.
Die Mobilität in den großen Städten ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen.
Mobilität ist eine Lebensader für jede moderne Metropole – und es ist eine Ader,
die sich nicht zusetzen darf. Das Parken
von Fahrzeugen spielt hier eine essentielle
Rolle, die noch längst nicht ernst genug
genommen wird. Vor diesem Hinter-
In L.A. Alltag: Eine App zeigt die aktuellen Preise an, ein Blick auf das Smartphone genügt.
Parken aktuell · März 2016
Über den Autor
Ralf Bender berät die
APCOA PARKING-Group
ab April als Senior Advisor.
grund ist ein Umdenken in Deutschland
erforderlich. Dieses Umdenken muss das
Parken im Straßenraum betreffen, darüber hinaus aber auch Parkflächen – etwa
vor dem Supermarkt – oder auch Parkhäuser.
Neuen Parkraum zu schaffen, das wird
in den hochverdichteten Innenstädten oft
nicht möglich sein, zumal jede neu zu
nutzende Fläche einer Art Nutzungskonkurrenz unterliegt. Und Wohnraum ist
gegenwärtig politisch wichtiger als Parkraum. Also gilt es auf allen Ebenen – vom
Straßenraum bis zum Parkhaus – den vorhandenen Raum effizienter zu nutzen. Effizienz heißt hier nicht, die Parkfläche pro
Fahrzeug zu verkleinern, sondern die vorhandenen Flächen zeitlich optimal auszunutzen, also die Leerstandszeiten zu minimieren. Es heißt, die Fahrzeugströme so
zu leiten, dass der Parksuchverkehr abgebaut wird. Wer sich die hoffnungslos veralteten Anzeigetafeln in vielen deutschen
Städten ansieht, die das nächste Parkhaus
anpreisen, der weiß, dass sich hier noch
viel verändern muss.
Immerhin: Dass wir umdenken könnten, zeigt die Vergangenheit. In den Köpfen der Deutschen hat sich mittlerweile
weitgehend durchgesetzt, dass Parken
kein kostenloses Gut (mehr) ist. Es ist ein
kostbares Gut, das eine Vergütung rechtfertigt. Das ist eine Basis, auf der wir aufbauen können, wenn wir in Richtung dynamische Preise denken. Allerdings müssen wir uns beeilen. Der erforderliche
Bewusstseinswandel drängt, wenn wir
unsere Städte zukunftsfähig machen wollen. n
23
Im Fokus
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auch bei der Wartung und Instandhaltung. So werden mehrfache Vergaben
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24
Parken aktuell · März 2016
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Wie Städte und Autofahrer von den neuen Mobilitätslösungen profitieren
Wohin geht die Reise beim digitalen Parken?
Parkplatz suchen war gestern. Ihn per App finden, vorreservieren, mit dem Handy bezahlen und von weiteren Mobilitätslösungen profitieren, ist der Weg in die Zukunft. Erste Einzellösungen gibt es dafür inzwischen am Markt. Aber gefragt ist ein umfassendes Mobilitätsangebot, vernetzt mit Stadt und AutofahrerCommunity, das allen Beteiligten einen spürbaren Mehrwert bietet. Indigo zeigt die Erfolgsfaktoren der
Zukunft auf.
P
Fotos: Indigo
arken wird immer digitaler. Das bargeldlose Bezahlen der
Parktickets ist da nur der Anfang. Die Mobilitätsanforderungen und -möglichkeiten gehen inzwischen viel weiter. Connectivity ist die Herausforderung der Zukunft. Wie schafft man
die geschickte Vernetzung von Parkraum, Autofahrern und dem
städtischen Umfeld? Mit ihrem Parking-Innovationsprogramm
hat sich Indigo – ehemals VINCI Park – schon frühzeitig dieser
Fragestellung angenommen. Der weltweit führende Parkraumbeschaffer beziehungsweise -betreiber hat ein Lösungsgesamtpaket inklusive umfassender Serviceleistungen entwickelt, das in
dieser Form bislang einzigartig ist. Denn es macht nicht nur das
Parken für die Autofahrer durch unterschiedliche Tools so einfach wie möglich, es ist in jedes Smart-City-Konzept integrierbar
und bietet den Städten und dem Einzelhandel ganz neue Möglichkeiten der Interaktion mit den Besuchern.
Basis ist eine digitale Plattformlösung, die es erlaubt, alle Interaktionen und Tools mit Parkanlagen, Kunden und städtischen
Einrichtungen zu bündeln und zentralisiert zu managen. Autofahrer können sich via App oder Website verbinden, die Park-
Parken aktuell · März 2016
platzsuche online abwickeln, Reservierungen tätigen, das Leitsystem aktivieren, die Route berechnen und digital zahlen. Via
Kfz-Erkennung können alle registrierten Fahrzeuge ungehindert
ins Parkhaus einfahren oder sich via QR-Code problemlos Zutritt verschaffen. Die Plattform ist individuell konfigurierbar
und erlaubt zudem die Einbindung digitaler Lösungen anderer
Marktteilnehmer. Sie wurde als Open-Source-Lösung entwickelt, die auch anderen frei zur Verfügung gestellt werden kann.
In den Parkhäusern stehen den Autofahrern zudem diverse weitere Möglichkeiten wie das Aufladen der Elektrofahrzeuge an ETankstellen, Lieferservices direkt ans Fahrzeug oder die Teilnahme an besonderen Kultur-, Shopping- oder Freizeitangeboten
zur Nutzung bereit.
Um das Parkhausmanagement zu optimieren, hat Indigo zudem eine Leitstelle in Hildesheim initiiert, die die Überwachung
und die Fernwartung aller Parkhäuser sicher und zuverlässig ermöglicht. Auch die Evaluation wird großgeschrieben: So wertet
Indigo die erhobenen Mobilitätsdaten anonymisiert aus und stellt
die Ergebnisse den Städten zur Verfügung, damit diese ihre Services noch genauer auf die Zielgruppen zuschneiden können. Dieses
Komplettangebot, wie es Indigo bietet, ist zukunftsweisend, weil es
Autofahrern 100 Prozent Mobilität zuzüglich interessanter Angebote bietet und den Städten die Möglichkeit eröffnet, sich effizient
zu vernetzen und von den Potenzialen des „Parken 4.0“ schon
heute zu profitieren
n
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VORGESTELLT
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Scheidt & Bachmann
Highlights auf der Intertraffic
Als weltweit agierender Anbieter sehen wir die Intertraffic als ideale Plattform, um unsere Lösungen
einem internationalen Publikum vorzustellen. In diesem Jahr stehen auf unserem Stand Lösungen im
Vordergrund, die das Parken für den Endkunden komfortabler und einfacher machen.
B
esonders stolz sind wir auf unser
Kontrollgerät der neuen Gerätegeneration entervo.entry/entervo.exit. Kleiner und schicker als die Vorgängerversion und mit stark optimierten Prozesszeiten ist es bereits in zahlreichen Projekten
in Europa und Australien im Einsatz: Wir
freuen uns über einen gelungenen und
reibungslosen Vertriebsstart.
Nachfolgende Lösungen werden
wir Ihnen u.a. auf unserem
Stand der Intertraffic präsentieren:
Mit der Check-out App kann das Parkticket gescannt und bezahlt werden. Ohne
sich an die Schlange am Kassenautomaten anstellen zu müssen, kann direkt zur
Ausfahrt gefahren werden. Die App kann
individuell im Design des Kunden erstellt
werden und ist vollständig im Scheidt &
Bachmann Management-System integriert.
Das entervo Parking Portal ist eine bequeme Möglichkeit der Online Registrierung für Dauer- und Kurzparker. Aus einem umfangreichen Produktportfolio
können weitere Angebote ausgewählt
werden. Ganz einfach erfolgen die Auswahl und das Freischalten des Kontrollmediums, wie zum Beispiel ein RFIDTag, für das ticketlose Ein- und Ausfahren. Dadurch wird der administrative
Aufwand für den Betreiber extrem minimiert.
Free Flow Kameras an den Einfahrten
ermöglichen ein ticketloses Parken.
Über das Autokennzeichen wird die Verweildauer im Parkbereich ermittelt.
Ganz komfortable kann mit der Online Reservierung vorab ein Stellplatz
gebucht werden: An Flughäfen, Bahnhöfen, Kreuzfahrtterminals, bei Event – Parken wird damit Bestandteil der Mobilitätskette. Durch Tarifvarianten kann der
Betreiber flexibel auf saisonale Ereignisse
Mit der Online Reservierung kann vorab
ein Stellplatz gebucht werden.
beziehungsweise schwankende Auslastungen reagieren. Das Web-Frontend
kann der Betreiber individuell gestalten.
Seit 50 Jahren ist unser Geschäftsbereich Ihr innovativer Partner für Parking Systeme. Wir sind stolz auf
• 50 Jahre Soft- und Hardware für die
Parking Branche Made in Mönchengladbach
• 50 Jahre nationale und internationale
Präsenz
• 50 Jahre Service
Feiern Sie gemeinsam mit uns das Jubiläum! n
Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf
unserem Stand 02.102 in der Halle 2!
Free Flow Kameras an den Einfahrten ermöglichen ein ticketloses Parken.
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Parken aktuell · März 2016
Theorie + Praxis
Wohnquartier Postdörfle, Stuttgart
Wie auf dem Tiefgaragendach eine
Wie sich ein Tiefgaragendach in eine attraktive, hochwertige Grünanlage verwandeln lässt, zeigt das Postdörfle
in Stuttgart. Hier sorgen 500 Kubikmeter Liapor dafür, dass der maximale Auflastdruck nicht überschritten wird.
Gleichzeitig ließ sich dank der Einblastechnik vom Silo-Lkw die Auffüllung besonders schnell und wirtschaftlich
vollziehen. Und die feuchteregulierende Wirkung des Blähton-Granulats unterstützt zudem das Wachstum der
intensiven Dachbegrünung.
Auflastdruck als limitierender
Faktor
Für eine ansprechende Grünraumgestaltung blieb beim Postdörfle aber nur der
Platz zwischen den vierstöckigen Gebäuden
– direkt auf dem Dach der 24 mal elf Meter
großen Tiefgarage. „Hier ging es darum, ein
besonders leichtes und stabiles Material für
die Auffüllung des Tiefgaragendachs zu finden“, erklärt Uli Sautter von der Stier Garten- und Landschaftsbau GmbH & Co. KG
in Stuttgart, die hier sämtliche Gärten und
Wegflächen gestaltete. „Die Entscheidung
fiel für rund 500 Kubikmeter Liapor-Rundkorn der Korngröße 8-16 mm, womit sich
eine Überschreitung des maximal zulässigen Auflastdrucks von bis zu 21 kN/m² im
Bereich der Wachstumsflächen und der Belagsflächen ausschließen ließ.“
Dass sich das gesamte Blähton-Volumen
zeit- und kostengünstig mittels bis zu 120
Meter langer Schlauchleitungen direkt vom
Silo-Lkw auf das Garagendach einbringen
ließ, war ein weiterer Entscheidungsgrund
für Liapor. „Die Einblastechnik sorgt im Gegensatz zur Verarbeitung anderer Füllmate-
rialien für einen sehr schnellen und wirtschaftlichen Eintrag ohne zusätzliche Nachverdichtung“, so Uli Sautter. So ließ sich die
gesamte, bis zu 2,50 Meter mächtige Auffüllung innerhalb von nur zwei Wochen im Februar diesen Jahres komplett abschließen.
Wachstumsfördernde Sicherheit
Beim Postdörfle wurden die Liapor-Blähton-Kugeln in einer zwei bis 2,50 Meter
mächtigen Schicht aufgetragen. Auch bei
dieser Materialstärke ist optimale Stabilität
gegeben, da sich das Granulat ganz von alleine zur dichtesten Kugelpackung zusammenfügt – für dauerhafte statische Sicherheit. Mit Liapor ließen sich so alle statischbautechnischen
Vorgaben
optimal
umsetzen, doch auch die eigentliche Grünraumgestaltung wird so aktiv unterstützt:
„Die Fähigkeit, Wasser zu speichern und bei
Bedarf wieder abzugeben, ist ein weiterer
positiver Effekt des Liapor-Blähton-Granu-
Gesundes Grün: Auf der Liapor-Schicht wachsen Bäume, Sträucher und Rasen perfekt, auch weil der Blähton feuchtigkeitsregulierend wirkt.
30
Parken aktuell · März 2016
Fotos: Gartenbau Stier GmbH & Co. KG
D
ie zunehmende Verdichtung von innerstädtischen Wohngebieten stellt
hohe Ansprüche an die Gebäudearchitektur,
aber auch an die Gestaltung von Grünflächen. Hier gilt es, auch auf engstem Raum
hochwertige Freiflächen zu schaffen, die den
Bewohnern ein Stück Natur vor der Haustür bieten und als grüne Oasen auch für
Fauna und Flora verfügbar sind. Wie sich
diese Anforderungen in der Praxis optimal
umsetzen lassen, zeigt das sogenannte Postdörfle im Norden Stuttgarts. Hier entstand
vor Kurzem unter der Bauherrschaft der
Stuttgarter GWG Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau Baden-Württemberg AG ein neues Wohnquartier mit über
40 Eigentumswohnungen.
Theorie + Praxis
grüne Oase entsteht
lats, den alternative Materialien nicht bieten
können. Dies wirkt sich vorteilhaft auf die
gesamten Vegetationsflächen aus“, so Uli
Sautter.
Gesunde Intensivbegrünung
Die obere Begrenzung der Liapor-Schüttung bilden ein Geogitter und ein Geotextil.
Darauf wurden in jeweils 50 bis 60 Zentimetern Stärke eine Schottertragschicht im Bereich der Wege sowie eine Intensivsubstratschicht im Bereich der Vegetationsflächen
angelegt. Diese bildet die Basis für die als intensive Begrünung ausgelegte Bepflanzung.
Und die kann sich sehen lassen: „Alle Bäume, Hecken, Sträucher und Rasenflächen
sind gesund und wachsen ohne Probleme“,
so das Fazit von Uli Sautter. „Der gesamte
Aufbau ist stabil und weist keinerlei Setzungen oder Absenkungen auf.“ n
Der Eintrag der Liapor-Schüttung erfolgte schnell und einfach per Schlauchleitung – ohne Nachverdichtung und ohne spätere Setzungen.
31
Theorie + Praxis
Pilotprojekt in Stuttgart
Freie Park + Ride-Plätze in Echtzeit
per App anzeigen lassen
Wenn Autofahrer wissen, ob ein Park + Ride-Parkplatz frei ist, sind sie eher bereit, ihr Auto abzustellen und
auf die S-Bahn umzusteigen. Das ist die Grundidee eines Pilotprojekts zum aktiven Parkraum-Management,
das der Verband Region Stuttgart derzeit gemeinsam mit der Robert Bosch GmbH umsetzt.
ter Anwendung neuester Technologien das
Service-Angebot in der Region.“ Bei innerstädtischen Parkhäusern ist die Echtzeitanzeige von verfügbaren Parkplätzen seit Jahren mittels Zählung der Schrankenöffnungen Standard. „Bei Park + Ride-Anlagen
beschreiten wir Neuland“, führt Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler aus.
Schließlich gebe es dort keine Schranken
und zum Teil mehrere Ein- oder Ausfahrten.
Internet der Dinge
„Mit unseren Sensoren machen wir die
Parkplätze zu einem Teil des Internets der
Dinge. Wir nehmen Autofahrern die Suche
nach freien Park + Ride-Stellplätzen ab. Damit reduzieren wir den Parksuchverkehr
und entlasten die Umwelt“, sagt Dr. Dirk
Hoheisel, Mitglied der Geschäftsführung
der Robert Bosch GmbH.
Das Pilotprojekt begann Anfang des Jahres mit der Installation der Bosch-Sensoren
und läuft bis Juni 2018. Begleitend dazu
werden die Belegungsdaten ausgewertet
An 15 Park + Ride-Anlagen entlang der SBahn-Linien S2 und S3 des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) soll die ParkplatzBelegung mithilfe von Sensoren in Echtzeit
kommuniziert werden.
und überprüft, ob die Echtzeitinformation
zu freien Park + Ride-Plätzen tatsächlich
mehr Autofahrer in Busse und Bahnen
bringt. In der Region Stuttgart gibt es über
100 Park + Ride-Anlagen mit zwischen 50
und 700 Stellplätzen. Im Bereich des Pilotprojekts verfügt die kleinste Anlage über 49
Plätze (Schorndorf) und die größte über
520 Stellplätze (Waiblingen).
n
Fotos: Robert Bosch GmbH
A
n 15 Park + Ride-Anlagen entlang der
S-Bahn-Linien S2 (Schorndorf) und
S3 (Backnang) soll die Parkplatz-Belegung
mithilfe von Sensoren der Robert Bosch
GmbH minutengenau erfasst und in Echtzeit kommuniziert werden. Die Information
über freie Stellplätze soll über die App und
Internetseite des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart GmbH (VVS) abrufbar
sein. Elf Städte und Gemeinden im Nordosten der Region Stuttgart haben sich bereit
erklärt, das Pilotprojekt zu unterstützen. Sie
werden für die meist kommunalen Park +
Ride-Anlagen Internetzugänge und Stromanschlüsse zur Verfügung stellen. Der Verband Region Stuttgart unterstützt dieses
Projekt über einen Förderzuschuss aus dem
Landesprogramm „nachhaltige Modellregion Stuttgart“.
Für Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling vom Verband Region Stuttgart trägt
dieser Testlauf dazu bei, den Wechsel zwischen Auto und öffentlichem Verkehr attraktiver zu machen: „Wir verbessern so un-
In der Region Stuttgart gibt es über 100 Park + Ride-Anlagen In der Größenordnung zwischen 50 und 700 Stellplätzen.
32
Parken aktuell · März 2016
Theorie + Praxis
Anzeige
MSR-Traffic‘s Software für moderne und intelligente Parkleitsysteme
Smart Tool for Smart Cities
S
tädte der Zukunft stehen vor diversen Herausforderungen – die Reduzierung des Parksuchverkehrs ist eine davon. Die Basis dafür ist ein intelligentes
und dynamisches Parkleitsystem, das sich
nicht nur an den statischen Parkhausdaten orientiert, sondern auch die Anzahl
der freien Stellflächen im Freien (on- und
offstreet) visuell auf lokalen Displays oder
via App darstellt.
Im Laufe der Zeit haben sich Städte und
Betreiber verschiedenste Technologien von
unterschiedlichen Anbietern (Schranken,
Induktionsschleifen, Ultraschall-Sensoren,
etc.) angeschafft, um individuelle Parkplatz-Bedürfnisse zu erfüllen.
Ein mächtiges Tool für
Parkplatzbetreiber
Neben den Statistik- und Auswertungsfunktionen können mithilfe des ParkGard® Control Centers verschiedene
Technologien verknüpft und zudem Sensoren gesteuert werden, wenn zum Beispiel Stellplätze reserviert oder Falschparker erkannt werden sollen. Flexible
Integration weiterer Applikationen, wie
Parkscheinautomaten oder Gaswarnanlagen, runden die umfangreiche Funktionalität des ParkGard® Control Centers
ab.
Mit dem ParkGard® Control Center hat
der Parkplatzbetreiber jeden Parkplatz und
alle Sensoren zu jeder Zeit im Blick und im
Griff. Ob Belegungsstatistiken oder dynamische Wegweiser – die Software ermöglicht den Zugriff in Echtzeit. Schnellere
Verarbeitung von individuellen Anforderungen und das Abrufen aller gewünschten
Informationen just in dem Moment der
Abfrage bei immer einfacherer Bedienbarkeit machen das ParkGard® Control Center zu einem effektiven und beliebten Instrument bei der Parkraumbewirtschaftung.
MSR-Traffic schließt nicht nur die
Lücke zwischen herkömmlichen und
neuen Technologien zur Stellplatzerfassung und -zählung, das ParkGard® Control Center ist zudem ein universelles
Tool für den kundenorientierten Parkplatz-Betreiber.
MSR-Traffic bietet Parkleitsysteme und
moderne Sensorik, die das Zählen und die
Einzelplatz-Detektion von Fahrzeugen im
Innen- und Außenbereich ermöglicht. Autofahrer werden via dynamischer Verkehrsleittechnik schnell zum nächsten freien Parkplatz gelenkt. Auch die Anbindung
an Apps oder vorhandene Leitsysteme ist
möglich. Das steigert nicht nur die Lebensqualität und die Attraktivität von Städten,
sondern ist auch aus ökonomischen Gesichtspunkten von großem Vorteil.
n
Aussteller auf der Intertraffic
Amsterdam 5.–8. April 2016
Stand-Nr: 03.105
ParkGard Control Center - Ihre Vorteile im Überblick:
• Über wachung und Visualisierung aller Stellplätze und Displays in Echtzeit
• Steuerung aller Sensoren (Stellplatzreser vierung) und Displays (Anzeigewer t,
Helligkeitswer t)
• Auswer tung aller Daten (Statistiken, Trendanalysen, usw.)
• Timer für automatische und regelmäßige Befehle
• Einfache Integration der Daten in eine vorhandene Gebäudeleittechnik
• Integrationsmöglichkeit externer Systeme (z.B. Gaswarnanlagen)
• Automatische Erkennung von Falschparkern und Dauerparkern
Das ParkGard Control Center lässt sich
sowohl auf allen PCs als auch auf mobilen
Endgeräten synchron abbilden.
Parken aktuell · März 2016
• Automatische Hinweismeldung über defekte Geräte
• Expor tmöglichkeit aller Daten in verschiedenen Formaten
33
Theorie + Praxis
Entwässerung von Parkdecks
Bauexperte Bernd Beer: „Eigentlich
Das immer wieder kontrovers
diskutierte Thema „Entwässerung
von Parkdecks durch Gefälle“
beschäftigt die Fachwelt nach wie
vor. Parkhausexperte Bernd Beer,
der auf dem Kolloquium Parkbauten hierüber referierte, sprach
sich eindeutig pro Gefälle aus und
nannte gute Gründe dafür.
Vom Image- bis zum Bauwerksschaden:
Pfützen auf Parkdecks sorgen meist
für Probleme.
B
auunternehmer Jürgen Wenz zog
nach dem Referat des bekannten
Fachmanns Bernd Beer zum Thema Entwässerung ein eindeutiges Fazit: „Es ist definitiv so: Parkhäuser brauchen ein Gefälle.“
Dennoch werde seit 14 Jahren auf den Parkbau-Kolloquien intensiv darüber diskutiert.
Bernd Beer, der als international anerkannter Spezialist für Parkgaragen schon viele
Bauherren bei der Planung beraten hat,
machte aus seinem Standpunkt ebenfalls
keinen Hehl: „Ich weigere mich, über das
Thema Entwässerung hinsichtlich der Kosten zu diskutieren. Bei einem Fünf-Millionen-Parkhaus sprechen wir hier von 40.000
Euro.“ Angesichts der potenziellen Schäden,
die durch eine nicht vorhandene oder
schlecht funktionierende Wasserabfuhr
drohten, sei das eine vergleichsweise bescheidene Summe.
Doch der Reihe nach. Zu Beginn seiner
Ausführungen erklärte Bernd Beer, wodurch Wasseranfall in Parkbauten überhaupt verursacht wird: auf Freidecks und
bei offenen Fassaden schlicht durch Niederschläge, in allen Geschossen darunter durch
Risse sowie undichte Fugen und Durchdringungen, durch Parkdeckreinigung, nass
einfahrende Fahrzeuge, insbesondere aber
durch abtauenden Schnee von Autos im
Winter. Die unerwünschten Folgen: Pfützen, im Winter auch Glatteis, abtrünnige
Kunden und im schlimmsten Fall chloridinduzierte Korrosion an Betonbewehrungen.
Anhand von Schadensbildern illustrierte
der Geschäftsführer der AMP Parking Holding GmbH, dass Schäden durch salzhaltiges Wasser sehr drastische Ausmaße annehmen können – bis hin zur Einsturzgefahr
von Parkbauten. Nachträgliche Behelfslösungen, oft eher Provisorien, seien häufig
wenig brauchbar.
Besser sei es, sich von vornherein Gedanken
zur Entwässerung zu machen. Wenig Hinweise geben jedoch die gängigen Regelwerke, in denen weder Vorschriften zur Thematik enthalten seien noch ein Stand der Technik ausführlich erläutert werde. Laut Beer
enthalten die deutschen Garagenverordnungen nichts zum Thema Entwässerung.
Die Flachfachrichtlinie wiederum gelte für
Parkdecks nicht.
In der einschlägigen Literatur wird man
schon eher fündig, auch wenn Neuferts bekannte Bauentwurfslehre nichts dazu sagt.
In den Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs, kurz EAR, die Bernd Beer
als die „Bibel“ für Parkbauten bezeichnete,
stehe hingegen, dass ein Gefälle der Parkdecks, ausreichend bemessene Betonüberdeckungen und funktionierende Entwässerungen der Verkehrsflächen dazu beitrügen,
teure Sanierungen zu vermeiden. Ähnliche
Aussagen fänden sich im Fachtitel „Park-
34
Parken aktuell · März 2016
Foto: Shutterstock/Thaiphoto
Entwässerung immer einplanen
Theorie + Praxis
Foto: Marko Ruh
braucht man immer ein Gefälle“
häuser – aber richtig“ aus dem Verlag Bau +
Technik sowie im Handbuch „Parkhäuser
und Tiefgaragen“ der Autoren Dr. Irmscher,
Kosarev, Schivenhövel. „Beschrieben wird
darin allerdings immer nur das Wie, aber
kein Ob“, sagte Beer. Und auch das DBVMerkblatt Parkhäuser und Tiefgaragen stelle keine Regel hierzu auf.
Zugleich verwiesen die genannten Standardwerke darauf, dass Decken immer ein
wenig durchhängen und eine gewisse Rauigkeit aufweisen. Schon dadurch können
kleinere Pfützen entstehen. Die theoretische
Aussage, dass ein Parkdeck kein Gefälle benötige, wenn es absolut rissfrei ist, hält
Bernd Beer für unrealistisch. „Eigentlich
braucht man immer ein Gefälle“, vertrat der
Bauingenieur einen klaren Standpunkt.
Eindeutig verhalte es sich, wenn der Bauherr Pfützenfreiheit vertraglich vereinbart.
Dann ist ein Gefälle unabdingbar – aus „eigentlich immer“ wird in diesen Fällen ein
absolutes Muss.
Das gewünschte Gefälle mittels Aufbaubeton oder durch einen Estrich herbeizuführen, sei indes nicht die optimale Lösung.
Besser ist es, so Beer, ein Gefälle von mindestens 2,5 Prozent schon in der Konstruktion mit einzuplanen.
Fazit
1.Die Entwässerung von Parkdecks ist
rechtlich nicht verbindlich geregelt.
2.G leichwohl gibt es eine Fülle anhängiger Rechtsstreitigkeiten dazu.
3.D ie Literatur empfiehlt einstimmig
die Entwässerung von Parkdecks.
4.B ei ver traglich vereinbar ter Pfützenfreiheit ist die Entwässerung von
Sprach sich klar für ein Parkdeck-Gefälle aus:
Bernd Beer während seines Vortrags beim
7. Kolloquium Parkbauten.
Parkdecks unabdingbar.
5.Wenn Parkdecks entwässer t werden,
muss ein Gefälle ≥ 2,5 Prozent geplant werden.
6.B ei Ausführung besonderer konstruk-
Rinnen- und Ablaufvarianten
tiver Maßnahmen (Überhöhung, Ver-
Um das Wasser über das Gefälle schließlich
abzuführen, bietet der Markt verschiedene
Rinnen- und Ablaufvarianten. Manche befinden sich am Deckenrand, andere in der
Mitte der Fahrgasse. Es gibt Rinnen für Anwendungen mit und ohne Bodenbelag oder
auch Polymerbetonrinnen, die sich einbetonieren lassen. Bernd Beer zeigte darüber hinaus Bodenabläufe mit horizontalem und
Varianten mit vertikalem Abgang. Abschließend wies der Experte darauf hin, dass auch
die beste Entwässerungseinrichtung nur
einbarung erhöhter Ebenheitstoleranzen) kann das Gefälle auf ≥ 1,5
Prozent verringer t werden.
funktionieren kann, wenn sie sauber gehalten wird.
Trotz seines klaren Standpunkts pro Entwässerung und Parkdeck-Gefälle stellte der
Geschäftsführer der AMP Parking Holding
GmbH fest: „Entwässerung ist ein unglaublich umstrittenes Thema.“
n
Produkte + Dienstleistungen
FEIG Electronic auf der Perimeter Protection
Sicherheit an Tor und Schranke
Auf der Kongressmesse Perimeter Protection im Januar informierten sich Sicherheitsbeauftragte aller Branchen
über die Trends zu Perimeterschutz und Gebäudesicherheit. Auch der aus der Parken Branche bekannte Anbieter
von Tor- und Schrankensteuerungen FEIG Electronic stellte im Messezentrum Nürnberg sein Portfolio vor.
D
as Messe-Highlight waren die Torsteuerungen mit Frequenzumrichter,
TST FUZ2. Sie sollen für ein schnelles und
verlässliches Öffnen und Schließen von automatischen Toren, Schranken und Pollern
sorgen. Zu den Exponaten zählte ebenfalls
der 1-/2-Kanal Schleifendetektor VEK
MNE1/MNE2 mit USB-Schnittstelle und
komfortabler Diagnose- und Service-Software: Der Detektor sei mit einer Erfassungszeit von zwölf Millisekunden besonders
schnell. Abgerundet wurde das Produkt­
angebot durch UHF-Zufahrtskontrollleser
mit Lesereichweiten bis zu zwölf Metern sowie zahlreiche RFID-Leser für den Einsatz
in Zutrittskontroll-Anwendungen.
Die Steuerungseinheit TST FUZ2 passt
sich, laut Hersteller, dank eines verbesserten
Motormanagements dynamisch schwierigen Bedingungen wie Wind, Eis und Schnee
an. Hierzu wählt die Steuerung ihren Drehmoment automatisch für die jeweilige Situation und sorge so für einen optimalen
Stromverbrauch. Sie reduziert die Leistung,
sobald sich die schwierigen Einflüsse verbessert haben. Neben dem verbesserten Motormanagement zeichnen sich die Neuheiten durch ihre Plug & Play-Installation für
individuelle Gehäuse sowie eine einfache
Parametrierung via App aus.
Einheitliche Plattform
erleichtert Rationalisierung
Alle Varianten der TST FUZ2 fügen sich in
das neue, einheitliche Plattformkonzept von
FEIG ELECTRONIC ein. Hier werden sich
alle FU-Steuerungen (einphasige und dreiphasige) nur noch durch die Leistung unterscheiden. So können Torbetreiber eine
große Zahl an vorkonfektionierten Komponenten vorhalten und diese in verschiedene
Steuerungen einfügen. Die Steuerungen im
großen Gehäuse (z.B. TST FUZ2-CGH/CXGH, ebenso wie alle Steuerungen der
ebenfalls neuen Produktlinien TST FUF2
und TST FU3F) sind außerdem mit dem
Wechselrahmen „Easy-Change-Frame“ ausgestattet. So lässt sich die komplette Elektronik mit einem Handgriff austauschen und
kann bereits vorkonfektioniert und dann
nach Plug & Play-Manier vor Ort im FEIGGehäuse oder einem eigenen Gehäuse eingesetzt werden.
Apps für zahlreiche
Anwendungsbereiche verfügbar
Zur schnellen Parametrierung der Steuerung sind zahlreiche On Board-Applikationen verfügbar. Diese Apps sind auch für die
Anwendungsfälle
„Schiebetor“
und
„Schranke“ verfügbar und sollen die Inbetriebnahme der Steuerung ganz erheblich
erleichtern. Die Einstellung darüber hinausgehender Parameter erfolgt entweder durch
Taster direkt am Gerät oder durch den Anschluss der TST Toolbox, einer speziellen
Parametrierungs-Software.
Der aktuelle 1-/2-Kanal Schleifendetektor
VEK MNE1/MNE2
detektor VEK MNE1/MNE2 hat ein neues
Design, sei deutlich schneller als sein Vorgänger und kann dank seiner USB-Schnittstelle direkt vor Ort mit einem Notebook
oder Tablet-PC verbunden werden. So können Service-Techniker Geräteparameter anzeigen lassen und verändern.
Der Detektor basiert auf einer neu entwickelten Hardware-Plattform, die für höhere Erfassungsgeschwindigkeiten und größere Flexibilität sorgt. Mit zwölf Millisekunden Erfassungszeit sowohl in der 1- als auch
2-Kanalvariante ist die Funktion „Richtungserkennung“ auch bei höheren Geschwindigkeiten von Fahrzeugen anwendbar, etwa im Rahmen der Parkhaus-Spindelzählung. Nutzer können flexibel
zwischen unterschiedlichen Versorgungsspannungen wählen: Beide Varianten des
Gerätes sind mit 90-250 V AC oder 10-30 V
AC/DC lieferbar.
Die Torsteuerungen mit Frequenzumrichter,
TST FUZ2
36
komfortable Diagnose vor Ort
einfach zu verwalten
Über die USB-Schnittstelle des Detektors
können PCs, Notebooks oder Tablet-PCs
angeschlossen werden, um mit Hilfe der
neuen Diagnose- und Service Software die
aktuellen Einstellungen des Gerätes darzustellen oder einfach und komfortabel direkt
am Einsatzort verändern zu können. n
Fahrzeug- und Personenerfassung sind die
wesentlichen Voraussetzungen zur Steuerung von Toren und Schranken. Hierfür
bietet FEIG ELECTRONIC ein umfassendes
Sortiment an Induktionsschleifendetektoren an. Der aktuelle 1-/2-Kanal Schleifen­
Parken aktuell · März 2016
Fotos: Feig Electronic
USB-Schnittstelle für
Neue Detektoren: Schnell und
Produkte + Dienstleistungen
Schreiner PrinTrust auf der Intertraffic
Lösungen zur fälschungssicheren
Fahrzeugidentifikation
Schreiner PrinTrust zeigt Labels für automatische Fahrzeugerkennung und effizientes Parkmanagement.
Schreiner PrinTrust zeigt auf
der Intertraffic 2016 seine
Etiketten­lösungen für Fahrzeugmanagement. Im Fokus stehen
ein ((rfid))-Parkausweis und das
((rfid))-Windshield Label Global
Secure. Darüber hinaus werden
innovative Plaketten, Vignetten,
Transfer­siegel und sogenannte
„dritte Kennzeichen“ präsentiert.
Foto: Schreiner PrinTrust
D
ie ((rfid))-Windshield Labels von
Schreiner PrinTrust ermöglichen die
automatische, berührungslose Fahrzeug­
identifikation. Sie kommen bei der Zufahrtskontrolle von Parkhäusern und der
elektronischen Abrechnung der Parkgebühren ebenso zum Einsatz wie bei weiteren
AVI (Automatic Vehicle Identification) Anwendungen wie Maut und Flottenmanagement. Schreiner PrinTrust bietet mit dem
((rfid))-Windshield Label 868 und dem
((rfid))-Windshield Label Global zwei Varianten, die für unterschiedliche Frequenzbereiche optimiert sind. Dank UHF RFID
Parken aktuell · März 2016
Technologie funktioniert die Datenübertragung zuverlässig über mehrere Meter und
steigert den Komfort für die Kunden: Das
Heranfahren an die Schranke und das Ziehen eines Parktickets entfallen, abgerechnet
wird elektronisch.
((rfid))-Windshield Label
Global Secure
Höchste Sicherheit biete das neu entwickelte ((rfid))-Windshield Label Global Secure
von Schreiner PrinTrust, das dynamisch
verschlüsselte Kommunikation sowie ein
Authentifizierungs-Feature bietet, das Originallabels identifiziert. Das Label schließt
damit die Lücke bei UHF: Bislang waren
verschlüsselte Übertragungen und Sicherheitschips nur über kurze Reichweiten mit
HF Technologie möglich.
((rfid))-Parkausweis:
klassischen Anwohner-Parkausweis und ermöglicht den Ordnungsbehörden eine
Überprüfung mittels RFID-Lesegerät.
Sicherheitsetiketten für viele
Einsatzzwecke rund ums Fahrzeug
Schreiner PrinTrust präsentiert zudem verschiedene Arten von Sicherheitsetiketten,
die bei der Fahrzeugzulassung, dem Betrieb
von Fahrzeugen oder dem Dokumentenschutz zum Einsatz kommen. Darunter sind
Transfersiegel für den Fälschungsschutz von
Dokumenten, das sogenannte „dritte Kennzeichen“ – ein selbstklebendes Siegel für
manipulationssichere
Zulassungskennzeichnung, das die Fahrzeugdaten enthält –
und Hinterglasvignetten für den fälschungssicheren Gebührennachweis. Alle Produkte
können in Format, Design und Anwendungsmerkmalen an individuelle Anforderungen angepasst werden.
n
Effiziente Kontrolle
Darüber hinaus stellt Schreiner PrinTrust
eine Innovation im On-Street Parken vor:
einen neu entwickelten ((rfid))-Parkausweis, mit dem Fahrzeuge automatisch von
außen identifiziert werden. Er ersetzt den
Aussteller auf der Intertraffic
Amsterdam 5.–8. April 2016
Halle 3, Stand 03.422
www.schreiner-printrust.com
37
Portrait
Goldbeck GmbH ist neue Mehrheitsgesellschafterin
Neue Wachstumsimpulse für OPG
Als Spezialistin für Parkraum-Konzepte konnte sich die OPG Center-Parking GmbH einen Namen machen. Mit
ihrem neuen Mehrheitsgesellschafter, dem Bielefelder Industriebauunternehmen Goldbeck, hat die OPG
Center-Parking jetzt einen starken Partner gefunden, mit dem sie ihre Aktivitäten noch weiter ausbauen kann.
b Boulevard Berlin, Centrum Galerie
Dresden oder Forum Duisburg: Maßgeschneiderte Parkraumlösungen für urbane Einkaufzentren bilden einen Schwerpunkt der Osnabrücker OPG Center-Parking, die bundesweit 65 Parkhäuser in 18
Städten betreibt und damit zu den führenden Unternehmen der Branche gehört. Seit
wenigen Wochen hat die OPG Center-Parking einen neuen Partner an ihrer Seite: Die
Goldbeck GmbH aus Bielefeld hat 75 Prozent der Unternehmensanteile vom bisherigen Eigentümer Multi Corporation erworben und ist damit Mehrheitsgesellschafterin
der OPG Center-Parking. Multi will sich
künftig stärker auf ihr Kerngeschäft, dem
Betrieb von Einkaufszentren in Europa und
der Türkei konzentrieren.
Der Einstieg von Goldbeck erscheint geradezu ideal: Goldbeck sieht sich als deutscher Marktführer beim Bau von Parkhäu-
sern und eröffne der OPG Center-Parking
weitere Betätigungsfelder, und der Osnabrücker Parkraumspezialist stärke mit seiner Expertise die Goldbeck-Tochter Goldbeck Parking Services, die seit 2014 in der
Parkraumbewirtschaftung tätig ist. Positiv
ist auch: Alle 35 Mitarbeiter der OPG Center-Parking wurden von Goldbeck übernommen. Nun stehen die Zeichen auf
Wachstum: „Wir freuen uns darauf, mit unserem neuen Gesellschafter weitere Skalierungseffekte zu erzielen“, zeigt sich KarlHeinz Ellinghaus, Geschäftsführer der
OPG-Center Parking, optimistisch.
Zwei erfahrene Unternehmen
haben sich gefunden
Beide Unternehmen können auf eine langjährige Erfahrung im Immobiliengeschäft
zurückblicken: Die Goldbeck GmbH baut
nach eigenen Angaben mittlerweile fast je-
des zweite oberirdische Parkhaus in
Deutschland. Darüber hinaus konzipiert,
errichtet und betreut das Unternehmen eine
Vielzahl an Gebäudetypen mit den Schwerpunkten Industrie- und Logistikhallen und
Bürogebäude. Mit seinen 4.000 Mitarbeitern realisierte Goldbeck im Geschäftsjahr
2014/15 über 400 Projekte mit einer Gesamtleistung von 1,9 Milliarden Euro.
Die OPG Center-Parking ist bereits seit
1967 im Parkraummanagement aktiv und
hat als ein Motor der Branche etliche Innovationen auf den Weg gebracht: Vernetzung
von Steuerungstechnologien und Datenmanagement, webbasierte Lösungen für Buchung, Bezahlung und Verwaltung sowie
Support rund um die Uhr sind bei dem
Parkraumbewirtschafter seit langem Standard. Und die Entwicklung bleibe nicht stehen: „Es ist unser Anspruch, ein technologisch führendes Unternehmen der Branche
Als Spezialistin für Shopping-Immobilien hat sich die OPG Center-Parking in der Branche einen Namen gemacht
Fotos: Sören Münzer, Trancerapid Photography, Osnabrück; OPG Center-Parking; Goldbeck
O
Portrait
Center-Parking
zu sein“, macht Ellinghaus deutlich. „Mit
unserem neuen Gesellschafter wollen wir
dieses Ziel erreichen.“
Neu bei der OPG Center-Parking ist jetzt
Dr. Andreas Iding, neben Ingo Hoppe dritter Geschäftsführer des Unternehmens und
darüber hinaus Geschäftsführer der Goldbeck Parking Services. „Vor zwei Jahren haben wir uns entschieden, die Parkraumbewirtschaftung als neues Geschäftsfeld bei
Goldbeck anzugehen“, erläutert Dr. Iding
den Einstieg bei der OPG Center-Parking.
„Wir haben jahrelange Erfahrung im Parkhausbau und sind im Markt bereits mit
Centrum Galerie Dresden: Das von der OPG Center-Parking betriebene Parkhaus erhielt vom
ADAC die Note „sehr gut“ und wurde als „benutzerfreundliches Parkhaus“ ausgezeichnet.
Neuer Geschäftsführer der OPG
Center-Parking:
Dr. Andreas Iding
zahlreichen Betreiberprojekten auch für die
öffentliche Hand aktiv“, so der Geschäftsführer.
Zukunftstechnologie im Visier
Zum Ausbau ihres technologischen Knowhows gehört für die OPG Center-Parking
die Implementierung sogenannter offener
Systeme, mit denen das Unternehmen den
bargeld- und berührungslosen Zahlungsverkehr weiter vorantreibt. „Da sich der Einzelhandel mehr und mehr für den bargeldlosen Zahlungsverkehr auch bei kleineren
Beträgen geöffnet hat und die Parkgeldverarbeitung durch die höheren Kosten im Bereich der Münzverarbeitung immer teurer
wird, wächst die Notwendigkeit, bargeldlose
Systeme auch in der Parkraumbewirtschaftung einzuführen“, erklärt Hoppe. Auf diese
Weise seien die Parkstätten des Unternehmens bereits jetzt gewappnet für zukünftige
Neuerungen im Park- und Zahlgeschäft.
Bei der Entwicklung von Parkkonzepten
setzt die OPG Center-Parking weiterhin auf
maßgeschneiderte Konzepte, „denn jedes
Parken aktuell · März 2016
Objekt ist individuell“, betont Ellinghaus. sich Parkhäuser im dichten VerkehrsnetzAuf diese Weise bietet das Unternehmen ih- werk der Städte immer stärker in Mobilitätszentralen, die innovative
ren Investoren Lösungen
Konzepte und Lösungen eran, die speziell auf sie zuge„Eine vielverfordern. Hierfür sieht sich
schnitten sind und einen
sprechende
die OPG Center-Parking
rentablen und effizienten
Partnerschaft“
bestens gerüstet: „ZusamBetrieb der Parkstätten gemen mit Goldbeck bieten
währleisten.
Mit dem neuen Gesellschafter will sich die wir unseren Investoren eine vielversprechenOPG Center-Parking noch breiter aufstellen de und interessante Partnerschaft an“, ist
und sich verstärkt auch komplexeren Anfor- Hoppe überzeugt. Dem weiteren Wachstum
derungen stellen. Denn künftig verwandeln stehe damit nichts mehr im Weg.
n
OPG Center-Parking GmbH
Die OPG Center-Parking GmbH aus Osnabrück ist ein bundesweit agierendes
Unternehmen der Parkraumbewir tschaftung und gehör t heute zu den führenden Unternehmen der Branche, das seine Aktivitäten auch international
er folgreich weiter ausbaut. Die OPG
Center-Parking wurde vielfach ausgezeichnet für ihre Parkanlagen und sieht
sich als Vorreiterin bei der Nutzung
Karl-Heinz Ellinghaus (links) und Ingo Hoppe
(rechts), Geschäftsführer der OPG CenterParking, beraten bei allen Fragen rund um
Planung, Neubau, Modernisierung, Bewirtschaftung und Betrieb von Park-Objekten.
neuer Medien und als Wegbereiterin für
Angebote aus den Zukunftsmärkten Carsharing und E-Mobilität.
39
Portrait
bebarmatic stellt sich neu auf
Frischer Wind aus Duisburg
A
uf dem Weg „aus der Tradition in die
Moderne“ sieht sich die bebarmatic
Parksysteme GmbH aus Duisburg. Unter
neuer Führung arbeitet der Anbieter von
Parksystemen und Schrankenanlagen an einer neuen Ausrichtung des Unternehmens.
Nachdem sich Caspar Berninghaus mit 75
Jahren aus der Geschäftsführung zurückge-
zogen hat, bilden seit November vergangenen Jahres Thomas Stroinski und Bernd Beckers als geschäftsführende Gesellschafter
die Doppelspitze des Unternehmens. Erklärtes Ziel der beiden: „Wir wollen mit einer überarbeiteten Produktpalette gezielt
neue Märkte angehen.“
Eine strategisch wichtige Rolle spielt dabei der internationale
Markt. „Das Auslandsgeschäft boomt“, sagt
Thomas Stroinski. Lag
der Umsatzanteil in
diesem Segment bis
2014 noch bei überschaubaren zehn Prozent, stieg dieser bereits
2015 auf über 20 Prozent. Stroinski und Beckers sehen hier Potenzial
für weiteres Wachstum.
Bisher verzeichnete bebarmatic vor allem in Großbritannien, Österreich, den
Niederlanden, Polen und
Rumänien Erfolge.
bisherigen Budgetklasse angesiedelt und
über diverse Ausbaumodule nach oben absolut offen. „Unserem Marken-Claim entsprechend wollen wir uns klar als Anbieter
von ‚First Class Parking’ positionieren“, erklärt Stroinski, der seit über zwei Jahrzehnten maßgeblich für die Produktentwicklungen bei bebarmatic verantwortlich zeichnet.
Mit dem neuen modularen Ansatz unterschiedlich kombinierbarer Systemkomponenten lassen sich laut Stroinski auch sehr
individuelle Kundenwünsche erfüllen. Dies
sei am Ende des Tages wesentlich günstiger
als kostspielige Einzelanfertigungen mit hoher Fertigungstiefe.
Was für die Hardware gilt, wird auch bei
der Software beherzigt. Dem Baukastenprinzip folgend setze man auf flexible und
adaptierbare Software-Module, mit denen
sich kundenspezifische Anforderungen abbilden ließen und die jederzeit in vorhandene Infrastrukturen integrierbar seien. Offene Schnittstellen, kombinierbar mit diversen anderen Systemen, seien dabei ein
Alleinstellungsmerkmal, betont Stroinski.
Design trifft Funktionalität:
Kassenautomat von bebarmatic
40
Benutzerfreundlichkeit
neue Kunden
Ein weiteres Merkmal ihrer Produkte benennt Stroinski ganz international als „builtin reliability“ und beschreibt es als „sofort
sichtbare Verarbeitungsqualität“. Deshalb
verbaue bebarmatic auch hochwertige IPSDisplays, die als PCAP-Touchscreens funktionieren und sogar bei Nässe oder mit Handschuhen bedienbar seien. Als Mensch-Maschinen-Interface bilden sie die entscheidende
Schnittstelle zwischen dem Kunden und dem
Kassenautomaten. Die Bedienung soll intuitiv, einfach und komfortabel funktionieren.
Knöpfe findet man beim Kassenautomat nur
noch unterhalb des Kreditkartenschlitzes für
die PIN-Eingabe.
Neben der Benutzerfreundlichkeit für
den Kunden sei das Design der Anlage für
den Betreiber und auch den Eigentümer der
Parkimmobilie von großer Bedeutung.
Bernd Beckers, der sich lange Jahre als Berater in der Parken Branche einen Namen ge-
Neben der Ausweitung des
Auslandsgeschäfts will das
Führungs-Duo die KundenZielgruppen erweitern. Bernd
Beckers: „bebarmatic war bisher vor allem bekannt für anspruchsvolle Einzelinstallationen. Wir möchten mit unseren
neuen Produkten verstärkt strategische Partnerschaften aufbauen und neue Zielgruppen mit interessanten Branchenlösungen erschließen.“ Im Jahr 2008 hatte der
Hersteller bei den Parksystemen
zwei Produktlinien eingeführt, eine
im Premiumbereich, die andere als
Budgetserie. Diese Zweiteilung wurde nun von einem einheitlichen, aber
skalierbaren System abgelöst. In der
Basisversion sei es deutlich über der
Parken aktuell · März 2016
Fotos: bebarmatic (2); Marko Ruh
Qualität und
Neue Produkte für
Portrait
Die beiden „Neuen“
bei bebarmatic:
Bernd Beckers und
Thomas Stroinski
macht hat, erklärt: „Es muss alles zur Architektur des Parkobjekts passen. Das gilt auch
für den Kassenautomaten und das gesamte
Parksystem.“ Die beiden bebarmatic-Chefs
bezeichnen die Designsprache ihrer Produkte als „zurückgenommen und schick“.
Aus seiner Vorliebe für ein kalifornisches
Vorbild macht Stroinski dabei keinen Hehl.
Bodenständig, mittelständisch,
schnell
Als mittelständisches Unternehmen mit 41
Mitarbeitern verfüge man über eine weitere
Stärke: „Wir setzen uns intensiv mit den
Prozessen unserer Kunden auseinander“, so
Stroinski und Beckers. Das bedeute auch,
dass man sich intensiv mit neuen Entwicklungen am Markt auseinandersetze. „Heutzutage überholt nicht der Große den Kleinen, sondern der Schnelle den Langsamen“,
verweist der Produktentwickler auf einen
Vorteil, den man gegenüber großen Unternehmen habe. Als Beispiel nennt er einen
Trend, den er vor allem im Ausland ganz
stark im Kommen sieht: „Dynamic pricing.“
Darauf seien die Systeme von bebarmatic
ebenso vorbereitet wie auf einen weiteren
„Giga-Trend“, das bargeldlose Bezahlen.
„Polen und die Niederlande sind besonders
weit“, sagt Stroinski. Die Deutschen hingegen seien „Bargeldmenschen“, dennoch sei
man voll auf „cashless“ vorbereitet. Unter
Parken aktuell · März 2016
anderem habe man sich deshalb auch für
NFC-Bezahllösungen zertifizieren lassen.
Die beiden „Neuen“
Bei aller Innovationsfreude legen die beiden
Geschäftsführer Wert auf Bodenständigkeit
und Verlässlichkeit. „Wir sind ein Unternehmen aus dem Ruhrgebiet. Bei uns gilt ein
Handschlag und ein Wort unter Geschäftspartnern noch etwas“, erklärt Bernd Beckers. Thomas Stroinski, der schon seit 23
Jahren bei bebarmatic beschäftigt ist und
das Unternehmen von der Pike auf kennt,
kann das nur unterstreichen. Er selbst ist ge-
Giga-Trend: bargeldloses Bezahlen
bürtiger Moerser, überzeugter „Ruhri“ und
erklärt schmunzelnd: „Stroinski – das ist alter Ruhrgebietsadel.“
Auch nach innen vertreten die beiden
bebarmatic-Chefs eine klare Firmenphilosophie. Gezielt wolle man die Eigenverantwortlichkeit und Kreativität der Mitarbeiter
fördern. „Eigenes Mitdenken“ stehe ganz
hoch im Kurs. Ein explizites Ideenmanagement im Intranet der Firma soll regelmäßig
kreative Dialoge anstoßen, bei denen – passend zur Branche – über Tickets Ideen ausgetauscht werden. Zusätzlich findet einmal
pro Woche ein Round Table statt, bei dem
sich die Mitarbeiter an einem runden Tisch
zum gemeinsamen Gespräch einfinden.
„Außerdem“, so Stroinski, „feiern wir auch
zusammen.“ Besonders gern Erfolge, wie er
ergänzt.
Der frische Wind, der durchs Unternehmen weht, soll beim anstehenden Messeauftritt auf der Intertraffic in Amsterdam positiv herüberkommen. Ein neuer, offener
Messestand soll Besucher zum Verweilen
einladen. Im neuen Look wollen auch die
Mitarbeiter von bebarmatic einen modernen Eindruck vermitteln. Und, so kündigen
Thomas Stroinski und Bernd Beckers an:
„Gefeiert werden soll auf unserem Stand
auch.“ Nach einem anstrengenden Messetag
wird unter anderem Currywurst und Bier
gereicht – eben ganz „Ruhrgebiets-like“. n
41
Portrait
Nagels Druck GmbH
Von Kempen in die Welt
Das Parkticket hat Nagels Druck groß gemacht und mit der international ausgerichteten Unternehmensgruppe
nagelsgroup den Weltmarkt erobern lassen. 3,5 Milliarden Tickets für die ganze Welt produzierte die nagelsgroup im vergangenen Jahr und generierte damit die Hälfte ihres Umsatzes. Weltweit beschäftigt die Unternehmensgruppe 260 Mitarbeiter, am niederrheinischen Standort Kempen sind es 200.
ie Automatisierung des Parkens wäre
ohne den Parkschein nicht denkbar
gewesen. Mit der Einführung datenlesbarer
Karten in den 1980er-Jahren veränderte sich
die Parken Branche grundlegend. Von Beginn an war das niederrheinische Familienunternehmen Nagels Druck maßgeblich an
dieser Entwicklung beteiligt. „Mit dem Magnetstreifen sind wir groß geworden“, erinnert sich Werner Nagels, dessen Vater Karl
das Krefelder Unternehmen im Jahr 1977
übernommen hatte. Seit 1988 hat die Nagels
Druck GmbH ihren Sitz in Kempen und
wird aktuell von den Brüdern Werner und
Thomas Nagels geführt.
Innovation und firmeninternes Knowhow waren und sind die Grundlage für die
Erfolgstory von Nagels Druck. Werner Nagels erzählt, wie er als junger Bursche mit
seinem Vater mitfahren durfte, als der einen
ersten Prototypen zur Ticketherstellung erwarb. Mit viel Erfindungsgeist und tüftlerischem Geschick entwickelten sich daraus
einzigartige Maschinen zur Produktion von
Parkscheinen und Tickets. Nagels betont:
„Wir sind eigentlich keine Druckerei, wir
Der Firmensitz der nagelsgroup in Kempen
42
produzieren Tickets.“ Noch heute baut die
Nagels Druck GmbH diverse Aggregate,
Platinen und ganze Maschinen selbst. Werner Nagels spricht auch von einer „technischen Manufaktur“, wenn er das Wesen seines Betriebs beschreibt.
Präzision laut Definition
Was letztlich auf den zirka 85 mal 54 Millimeter großen Karton gedruckt wird, sei eher
nebensächlich. Die wesentliche Herausforderung bestehe in der hochpräzisen Dimensionierung und Beschaffenheit der Karten. „Die
Stanzform ist elementar wichtig“, erklärt Nagels. Wenn das Parkticket nicht in sämtlichen
Produktspezifikationen exakt den definierten Vorgaben entspricht, gibt es später im Betrieb Probleme, was zum Verdruss bei Betreibern und Kunden führen könnte.
Um die Tickets für den Parkhausbereich
und die Parkscheine für den On-Street-Bereich in möglichst hoher Qualität zu produzieren, ist eine enge Zusammenarbeit mit
den Automatenherstellern erforderlich. Damit die Kassen- und Parkscheinautomaten
sowie die Ticketgeber und -nehmer stö-
Alle von Nagels eingesetzten Papiersorten für
die Tickets sind FSC-geprüft.
rungsfrei arbeiten, müssen die Tickets und
Scheine exakt zu den Geräten passen. Vor
diesem Hintergrund verweist Werner Nagels auf ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal des Ticketherstellers: „Wir sind bei jedem namhaften Hersteller zertifiziert und
lassen uns jährlich neu zertifizieren.“
Weltweite Kompetenzen
Wie anspruchsvoll das vermeintlich simple
Produkt „Ticket“ ist, erläutert Dr. Alex Kreikenberg, zuständig für Strategie und Innovationen bei der nagelsgroup: „Papier lebt.
Deshalb spielen Luftfeuchtigkeit und Temperatur eine große Rolle.“ So kommen in
Deutschland andere Materialien zum Einsatz als in Dubai oder in Kanada. Auch der
Hauptbestandteil Papier wird in ganz unterschiedlichen Beschaffenheiten weltweit eingekauft. „Manche Maschinen arbeiteten je
nach Region auch mit Kühlung oder Heizung. Egal ob minus 30 Grad, 40 Grad Hitze
oder Sturm und Dauerregen – Parkscheinautomaten sollen immer verlässlich funktionieren“, so Kreikenberg. Für die unterschiedlichsten Witterungsbedingungen und
klimatischen Gegebenheiten hat die nagelsgroup entsprechende Kompetenz aufgebaut, in Großbritannien, Frankreich, Spanien, den Niederlanden, der Türkei, den USA,
Parken aktuell · März 2016
Fotos: nagelsgroup (2); Marko Ruh
D
Portrait
Kanada und Australien auch mit eigenen
Tochterfirmen. Zum Kundenstamm zählen
insgesamt rund 25.000 Betreiber in rund 80
Ländern der Erde.
In manchen Märkten sind auch Speziallösungen jenseits der klassischen Produktpalette gefragt. Für England stellt Nagels
Druck beispielsweise selbstklebende Parktickets, die dort im On-Street-Bereich eingesetzt werden: Der Parkschein wird an die
Seitenscheibe geklebt. Eine Marktbesonderheit in den USA sind Rückspiegelanhänger,
die zum Parken berechtigen und ebenfalls
von Nagels hergestellt werden. Für die Niederlande habe man Rubbel-Lösungen produziert, die dort beim Anwohnerparken
zum Einsatz kommen.
oder QR-Codes aufdrucken oder Speziallösungen wie Abriss-Ecken umsetzen. Dadurch erhält das Einmal-Produkt einen
werblichen Mehrwert.
Auch wenn man das Parkticket nach Gebrauch letztlich wegwirft, hält Werner Nagels
das Produkt durchaus für umweltfreundlich.
„Unsere Tickets werden zu einhundert Prozent recycelt“, betont der Geschäftsführer.
Als zusätzlichen Service bietet Nagels Druck
auch eine Abholung der benutzten Tickets
an. Außerdem seien alle von Nagels eingesetzten Papiersorten FSC-geprüft. Auf den
Dächern der Firma ist eine Photovoltaikanlage installiert, die rund 20 Prozent des benötigten Stroms der Produktionsstätte am
Niederrhein selbst produziert.
Vermarktung und Nachhaltigkeit
Ende des Parktickets nicht
Bei der Vermarktung spielt das Parkticket als
Werbeträger eine immer größere Rolle. Um
den Kunden hierbei zu unterstützen, verfügt
die nagelsgroup mit der Multigrafik um eine
angegliederte Firma, die sich eigens um dieses Thema kümmert. Neben Werbung lassen sich auf Parktickets auch Gutscheine
absehbar
Vor der digitalen Zukunft ist Werner Nagels
nicht bange. „Ein Ende des Tickets sehe ich
nicht“, sagt der Parkschein-Pionier. „Auch in
zehn Jahren wird das Parkticket noch benötigt.“ Die Benutzung von Parktickets sei ein
einfacher, eingeführter Vorgang – weltweit.
Stand heute habe sich für die Parken Branche noch keine adäquate digitale Lösung als
Alternative herauskristallisiert. Nichtsdestotrotz verfolgt das Kempener Unternehmen
auch andere Entwicklungen. Für Dauerparker produziert Nagels RFID-basierte Sticker
für die Windschutzscheibe, die ein berührungsloses Öffnen von Schranken oder Rolltoren ermöglichen. Daneben stellt Nagels
Druck auch RFID-Lösungen in Papier- und
Plastikkarten her, die vor allem im Transit
zum Einsatz kommen. Auch Kombinationen von RFID und Magnetstreifen auf einer
Karte gehören zum Portfolio.
Um all dies umzusetzen, braucht es umfangreiches Spezialwissen. „Keiner hat so
viel Know-how weltweit“, sagt Werner Nagels selbstbewusst. Dieses Know-how lasse
sich auch für andere Zugangswege als über
das klassische Parkticket einsetzen. „Die
Märkte werden sich verändern, je nach Land
allerdings unterschiedlich.“ Einen Trend
sieht Werner Nagels deutlich: „RFID kommt
jetzt richtig ins Rollen.“ Und er verrät: „Ja,
wir sind dabei, etwas Eigenes zu entwickeln.“
n
Das Unternehmen
Das Unternehmen Nagels Druck wurde 1928 in Krefeld unter
dem Namen Schwieren gegründet. Karl Nagels übernahm 1977
den Betrieb, 1988 er folgte der Umzug des Unternehmens nach
Kempen. Das erste Tochterunternehmen im Ausland wurde
1995 mit der Firma Pro Ticket in Frankreich gegründet. Inzwischen leiten die Söhne Werner und Thomas das Unternehmen.
Viel Kompetenz in einer Firmengruppe: die nagelsgroup
Parken aktuell · März 2016
43
Rundblick
7. Kolloquium Parkbauten
Hilfe zur Orientierung im Dickicht
Au t o r : M a r k o R u h , Ve r a n t w o r t l i c h e r R e d a kteur Parken aktuell
350 Teilnehmer, über 50 Vorträge, eine lebhafte Podiumsdiskussion, 31 Aussteller und Informationen satt:
So lässt sich das 7. Kolloquium Parkbauten statistisch zusammenfassen. Daneben bot die Veranstaltung der
Technischen Akademie Esslingen viel Gelegenheit zum fachlichen Austausch.
nen Standpunkt als Parkhausbetreiber:
„Wir brauchen als Bauherren verständliche
und praktikable Lösungen, die vom Nordkap bis Sizilien funktionieren.“ Das Ringen
um geeignete Regelwerke und Normen dauere ihm schon jetzt zu lang, kritisierte Ellinghaus.
Für eine Vereinfachung plädierte indirekt auch die Bausachverständige Dipl.-Ing.
Susanne Gieler-Breßmer, indem sie fragte:
„Welche Anforderungen brauchen wir denn
wirklich?“ Angesichts der jetzigen Situation
drohten „groteske Ausschreibungen“. Hersteller von Materialien hätten durch das Urteil ein Problem bei der Leistungsbeschreibung ihrer Produkte. Das erschwere auch
die Kalkulation eines Bauprojekts, gab Gregor Gerhard, Geschäftsführer des Instandsetzungsspezialisten instakorr, zu bedenken.
Rechtsanwalt Halstenberg sieht denn auch
die entscheidende Schnittstelle zwischen
Produkthersteller und Bauunternehmer,
um in der jetzigen Rechtslage Sicherheit zu
gewinnen.
Neue DIN 67528 zur Beleuchtung
von Parkhäusern
Nicht nur beim Bau, sondern auch bei der
Ausstattung eines Parkhauses oder einer
Tiefgarage stellt sich die Frage nach verbindlichen Regeln. Bislang mussten sich
Bauherren beziehungsweise Betreiber beim
Thema Beleuchtung an die Arbeitsstättenrichtlinien DIN EN 12464-1 (Arbeitsstätten
in Innenräumen) und DIN EN 12464-2
(Arbeitsplätze im Freien) halten, die auch
für Parkbauten gelten. Initiiert vom Bundesverband Parken e. V. konstituierte sich
vor zwei Jahren ein Arbeitskreis zur Erarbeitung einer neuen „DIN 67528 Beleuchtung
von öffentlichen Parkbauten und öffentlichen Parkplätzen“. Hintergrund ist der
Wunsch nach einer spezifisch auf die
Spezial­immobilie ausgerichteten Norm.
Referent Thomas
Klimiont, Key Account Manager der
zu Osram gehörenden Siteco Beleuchtungstechnik GmbH,
leitet den DIN-ArThomas Klimiont
beitskreis und verdeutlichte:
„Eine
Norm ist immer der kleinste gemeinsame
Nenner unterschiedlicher Interessen.“ Diese
spiegeln sich in der Zusammensetzung des
Arbeitskreises wider. Er besteht aus freien
Planern, Planern für Generalunternehmen,
Podiumsdiskussion: (v. l.) Susanne Gieler-Breßmer, Gregor Gerhard, Karl-Heinz Ellinghaus, Wilhelm Hintzen, Michael Halstenberg, Udo Wiens
44
Parken aktuell · März 2016
Fotos: Marko Ruh
D
as Kolloquium Parkbauten der Technischen Akademie Esslingen (TAE) fand
Anfang des Jahres zum siebten Mal statt.
Längst hat sich die zweitägige Fachveranstaltung als feste Größe in der Branche etabliert.
Alle zwei Jahre treffen sich in der TAE in Ostfildern-Nellingen bei Stuttgart vor allem
Baufachleute, aber auch Parkhausbetreiber,
Vertreter von städtischen Betrieben und
Dienstleister. Neben den reinen Bauthemen
standen verwandte Themen wie Beleuchtung, Regelwerke, Betrieb und Brandschutz
auf der umfangreichen Agenda.
Ein Highlight der Veranstaltung war eine
hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion.
Sie widmete sich der Frage nach der europäischen Entwicklung nationaler Normen
nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 16. Oktober 2014, welches die
deutschen Anforderungen für Bauprodukte
kippte. Hierbei zeigte sich, wie komplex –
nicht nur dadurch – Rechtsfragen rund um
die Bauwerkssicherheit geworden sind. Der
erfahrene Jurist Michael Halstenberg, Ministerialdirektor a. D., erklärte: „Spannend
wird die Risikoverteilung. Wer hat, wenn etwas schiefgeht, den Schwarzen Peter?“ KarlHeinz Ellinghaus, Geschäftsführer der OPG
Center-Parking GmbH, verdeutlichte sei-
rUNDBLICK
der Regelwerke
Aufmerksam verfolgten die Kolloquiumsteilnehmer die Podiumsdiskussion.
Mitarbeitern von Leuchtenherstellern und
Parkhausbetreibern. Für letztere stünden
vor allem wirtschaftliche Gesichtspunkte
im Mittelpunkt, während Planer vor allem
um Sicherheit und Helligkeit bemüht seien,
verdeutlichte Klimiont die Gemengelage.
Vertikale Sehaufgaben
Um keine Doppelnorm zu schaffen, habe
man sich gleich zu Anfang von der bestehenden Norm für Arbeitsstätten abgegrenzt, so der Beleuchtungsexperte. Bei
den Überlegungen spielten zwei bislang
eher unberücksichtigte Themen eine wichtige Rolle: das Tageslicht und die vertikalen
Sehaufgaben. In den bisherigen Normen
habe man lediglich die horizontale Be-
leuchtungsstärke am Boden definiert und
gemessen. Dabei lägen die Sehaufgaben in
Parkbauten vor allem in der Vertikalen, betonte Klimiont, etwa bei der optischen
Wahrnehmung von Autos oder Personen.
Die zentralen Aufgaben des Arbeitskreises
sieht er darin, Kosten zu senken, Licht effizient zu designen, dabei die Vertikalen zu
berücksichtigen, überflüssiges Streulicht
zu reduzieren und unerwünschte Lichtimmissionen zu senken.
Anders als in der Arbeitsstättenrichtlinie hat der Arbeitskreis für die neue DIN
67528 die unterschiedlichen Bereiche eines
Parkhauses unter die Lupen genommen
und dafür jeweils Beleuchtungsstärken definiert. Unterschieden wird in Ein- und 
Was ist eine Norm?
Eine Norm ist ein Dokument, das Anforderungen an Produkte, Dienstleistungen
oder Ver fahren festlegt. DIN-Normen sind das Ergebnis nationaler, europäischer
oder internationaler Normungsarbeit in Ausschüssen von DIN, CEN/CENELEC oder
ISO/IEC. Sie dienen der Sicherheit von Menschen und Sachen sowie der Qualitätsverbesserung in allen Lebensbereichen. Normen müssen im Konsens erstellt werden. Alle an einem Thema interessier ten Kreise erhalten die Möglichkeit, mitzuwirken und ihre Exper tise einzubringen. Vor der Verabschiedung werden die
Norm-Entwür fe öf fentlich gemacht und zur Diskussion gestellt.
Parken aktuell · März 2016
45
Rundblick
 Ausfahrtzonen, jeweils nachts und am
Tag, Fahrgassen, Fußwege, Abstellflächen,
Treppenhäuser und Kassenbereiche. Für
Außenbereiche habe man „gängige Werte“
übernommen. Noch in diesem Halbjahr soll
ein Vorschlag für die neue DIN online gestellt werden, der kommentiert werden
kann. Eine finalisierte Fassung soll dann im
zweiten Halbjahr folgen und veröffentlicht
werden.
In seinem Fazit stellte der Beleuchtungsexperte heraus, dass mit der Einführung
neuer Lichttechnologien wie LED ein erneutes Hinterfragen der Sehaufgaben erforderlich sei, wie sie jetzt im DIN-Arbeitskreis
stattfinde. Da solches Licht besonders präzise gelenkt werden kann, sei eine klare Definition der Beleuchtung notwendig.
über Themen wie Garantieleistung, Gütesiegel, Lebensdauer, Wartung, Personalaufwand oder auch Entsorgung Gedanken machen und vom Anbieter entsprechende
Nachweise einfordern. Aufgrund der gemachten Erfahrungen könne er die Umrüstung auf LED-Beleuchtung empfehlen, falls
die bestehende Anlage in die Jahre gekommen ist. Bei Neubauten bezeichnete es
Dall’Osteria sogar als „Muss“, LED-Lampen
einzusetzen.
Brandschutz in Parkhäusern
Ein weiterer, nicht unerheblicher Kostenfaktor beim Betrieb von Parkhäusern ist der
Brandschutz. Über
die daraus entstehenden Anforderungen
an die LeitungsfühErfahrungen MIT der
rungen sprach DietUmrüstung auf LED
rich Hinz, Bausachund Dietrich Hinz
Seine Erfahrungen bei der Umrüstung eines verständiger
Parkhauses auf LED schilderte Dipl.-Ing. Brandschutzplaner.
Sicherheit kollidiere
Ralph Dall’Osteria
oftmals mit ökonomischen Interessen, denn
von den Stadtwerken
„Sicherheit kostet Geld“, so Hinz – und
Ludwigsburg-Kornwarnte: „Profitdenken bedeutet im Zweifel
westheim. Als Betreiein hohes Risiko.“ Hinzu komme bei der
ber werde man mit
Planung eine ausufernde Bürokratie mit
Angeboten von LEDmehr als 300 Regelwerken.
Anbietern
über- Ralph Dall’Osteria
In seinem Vortrag wies der Experte auf
schüttet, auch deswichtige Aspekte hin, unter anderem dass
halb habe man sich
in der Parkhausabteilung des städtischen elektrische Leitungen ab 1.000 Volt von auBetriebs ausführlich Gedanken hierzu ge- ßen abstellbar sein müssen. Bei der Planung
macht. Neben den erhofften Einsparpoten- sei darauf zu achten, dass es immer zwei
zialen gehe es auch um Aspekte der Sicher- Fluchtwege gibt und die Notbeleuchtung
heit und um einen positiven subjektiven stets vollumfänglich geschützt ist, so Hinz.
Eindruck für den Kunden, gab der Schwabe Als Orientierungshilfe nannte der Fachzu bedenken. „Wir sparen nicht an jedem mann die Richtlinie MLAR 2005-11-17:
„Die Musterleitungsanlagenrichtlinie kann
Cent“, sagte er.
Wichtige Faktoren seien neben der Qua- ich jedem nur ans Herz legen.“ Im Hinblick
lität der Beleuchtung auch die der Farben an auf die korrekte Ausführung der Pläne riet
Hinz Bauherren dazu, genau
Wänden und Decken sowie
deren Sauberkeit. Seinen Kol„Wir sparen nicht hinzuschauen: „Oft herrscht
legen empfahl der Parkhausan jedem Cent.“ am Bau die Mentalität: ‚Alles,
was man nicht sieht, muss
betreiber, sich selbst mit der
Materie auseinanderzusetzen und beispiels- man nicht machen.’“
Da brennende Autos in der jüngeren Verweise Wirtschaftlichkeitsberechnungen persönlich auszuführen. „Schließlich kennt der gangenheit zum Glück die Ausnahme waBetreiber seine Immobilie am besten“, un- ren, sei das Thema Brandschutz vielleicht
terstrich Dall’Osteria. Beim Ausarbeiten ei- ein wenig aus dem Bewusstsein verschwunnes Lichtkonzepts sei es ratsam, sich von ei- den. Allerdings, so Hinz, nähmen Brände
nem unabhängigen Elektro-Fachingenieur leider wieder zu, Vandalismus an Notverberaten zu lassen. Zuvor sollte man sich schlüssen verschärften die Gefahrenlage für
46
Leib und Leben. Denn wenn ein Auto erst
einmal brenne, sei die Gefahr tödlicher Vergiftung oder Erstickung sehr groß.
Um dieser zu begegnen, werden auch in
Deutschlang immer häufiger Jet-Ventilatoren zur Lüftung und
Entrauchung eingesetzt. Welche Vorteile
sie bieten, referierte
Ralf Burkhardt, der
diese aus den Niederlanden stammende
Ralf Burkhardt
Technologie mit seiner Firma 1999 in
Deutschland einführte. Wie Burkhardt anhand von Experimenten der Feuerwehr Düsseldorf und weiteren Filmmaterials zeigte,
verhindern Jet-Ventilatoren die vollständige
Verrauchung einer Tiefgarage deutlich effektiver als herkömmliche Kanalsysteme. Sie
sorgten überdies grundsätzlich für eine bessere Luftqualität und sollen mit wesentlich
weniger Strom auskommen.
Umfangreiches
Vortragsprogramm
Neben den Themen Regelwerke, Beleuchtung und Brandschutz drehten sich beim 7.
Kolloquium Parkbauten viele Vorträge um
die Instandhaltung der Spezialimmobilie.
Dabei wurden auch Methoden der Zustandserfassung, der Sanierung und des dauerhaften Schutzes von Parkhäusern und Tiefgaragen vorgestellt. Immer wieder spielten
dabei Chloride eine Rolle, die durch Salzwassereintrag den Beton massiv schädigen
können. Beschichtungen, gut ausgeführte
Fugen oder auch kathodischer Korrosionsschutz können dies verhindern. Insgesamt
fünf Referenten behandelten das Thema
Gussasphalt als Betonschutz. Eine Session
im Vortragsprogramm widmete sich wärmegedämmten Parkdächern.
An den beiden Tagen konnten sich die
Teilnehmer über viele Baufragen rund um
die Spezialimmobilie Parkhaus ausführlich
informieren und den aktuellen Stand der
Technik erfahren. Auch an den über 30
Ständen der Fachaussteller in den Foyers
der Akademie wurden interessante neue
Produkte, Geräte und Konzepte gezeigt. Fazit: Für alle, die beruflich mit Parkbauten zu
tun haben, sollte das Kolloquium ein
Pflichttermin sein.
n
Parken aktuell · März 2016
rUNDBLICK
Interview mit Karl-Heinz Ellinghaus, OPG Center-Parking
„Die Garagenverordnung muss
der Maßstab aller Dinge bleiben“
Ende Januar fand in Ostfildern bei Stuttgart das 7. Kolloquium Parkbauten statt. Selbst gesetztes Ziel der
Vortragsveranstaltung ist, alle mit Verkehrsbauten befassten Personenkreise im Fachgespräch zusammenzuführen. Unser Interviewpartner Karl-Heinz Ellinghaus, Geschäftsführer der OPG Center-Parking, gehört zum
Komitee des Kolloquiums, das für die Auswahl von Themen und Referenten zuständig ist.
Parken aktuell: Herr Ellinghaus, warum waren auf dem Kolloquium Parkbauten
wie schon vor zwei Jahren so wenig Parkhausbetreiber dabei?
Ellinghaus: Unter den insgesamt 350
Teilnehmern waren in der Tat nur ein gutes
Dutzend Parkhausbetreiber. Ich glaube, viele beschäftigen sich zu wenig mit den elementaren Bauproblemen und denken zu
sehr in Schranken. Dabei vergessen sie leider, dass eine Bodensanierung das Vielfache
einer technischen Parkhausausstattung kostet. Hinzu kommt während einer Sanierung
der kostspielige Ausfall der Garage, die womöglich noch im harten Wettbewerb steht.
Parken aktuell: Wie man so etwas ver-
meidet, könnten Parkhausbetreiber bei den
Kolloquien der Technischen Akademie Esslingen lernen?
Ellinghaus: Klares Ja. Und eine große
Rolle spielen dabei geltende Regelwerke, die
wir versuchen, greifbar zu machen. Ein Beispiel ist das aktuelle Ringen um nationale
Normen nach dem Urteil des Europäischen
Gerichtshofs. Hier haben wir es mit einer
Problematik zu tun, die selbst unter Fachleuten wie Sachverständige, Architekten
und Bauunternehmer für große Unsicherheit sorgt.
für Stahlbeton und die EAR (Anm. d. Red.: Parken aktuell: Was kann man tun?
Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Ellinghaus: Letzlich sind am Parkhausbau
Verkehrs) – und alles wird derzeit überar- die konstruktiven Details am Schwierigsten.
beitet. Nicht zu vergessen die Regeln und Dort liegen die größten HarmonisierungsNormen von VDI, VDE
probleme, und ich fürchte
und DIN. Letztlich haben
ein Regel-Moloch. Des„Letzlich sind am
sie alle Einfluss auf unser
halb sind wir als Betreiber
Parkhausbau die
simples Bauwerk Parkgefordert, uns intensiv einkonstruktiven Details
haus. Aber welcher Parkzubringen. Die Garagenam Schwierigsten.“
hausbetreiber kann dieverordnung muss der
sen Wust an Regeln noch
Maßstab aller Dinge bleiüberblicken? Das ist keine Vereinfachung, ben. Und wir müssten es endlich schaffen,
sondern ein höchst komplexes europäisches diese für Deutschland zu vereinheitlichen.
Normenwerk mit nationalen Anhängen.
Parken aktuell: Wie wollen Sie das konkret erreichen?
Ellinghaus: Ich wünsche mir, dass wir als
Betroffene sagen: „Bis hier hin und nicht
weiter!“ Auch der Bundesverband Parken ist
gefordert, vor allem in der Ausschussarbeit.
Ein positives Beispiel ist hier die Beleuchtungs-DIN, die der Verband gerade auf den
Weg bringt. Solche Projekte müsste es mehr
geben. Natürlich bedarf es dazu viel Engagements. Aber es ist wichtig, denn wir können nur gemeinsam etwas erreichen. Ein
Glück ist, dass wir ja auch den europäischen
Dachverband EPA haben. Alle können sich
einbringen, in ganz Europa.
Foto: Marko Ruh
Parken aktuell: Was bedeutet das für
Parkhausbetreiber?
Ellinghaus: Alle relevanten Stellen arbeiten nach dem EUGH-Urteil an neuen Regelwerken. Es ist schlicht Wahnsinn, womit
wir es in Deutschland zu tun haben: 16 verschiedene Landesbauordnungen und Länder, die versuchen, das Rad neu zu erfinden,
dazu der Deutsche Beton- und Bautechnikverein mit seinem Merkblatt, der Ausschuss
Parken aktuell · März 2016
„Gemeinsam mehr erreichen“: Karl-Heinz
Ellinghaus ist Geschäftsführer der OPG
Center-Parking GmbH, die bundesweit über
60 Parkhäuser und Parkplätze betreibt.
Parken aktuell: Zurück zum Kolloquium. Wie fällt Ihr persönliches Fazit aus?
Ellinghaus: Insgesamt sehr positiv: tolle
Organisation, eine erneut gestiegene Teilnehmerzahl – spürbar auch mehr Teilnehmer aus Österreich und der Schweiz – und
ein sehr attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Hilfreich für uns als Komitee wäre jetzt
Input seitens der Betreiber, wie wir das Programm für das kommende Kolloquium
noch attraktiver machen können. n
47
Rundblick
HIB Huber Integral Bau
Moderner Parkraum für Stadtland
Phoenix-See
In nur vier Kilometern Entfernung zur Dortmunder
Innenstadt findet die Umsetzung einer innovativen
Stadtlandschaft mit durchdachtem Konzept für
Wohnen, Dienstleistung, Kultur und Naherholung
statt. Eingegliedert in noch entstehende moderne
Geschäfts- und Wohnbauten hat das unweit von der
Südseite des Sees gelegene Parkhaus, bereits seinen
Platz eingenommen. 404 Stellplätze bieten nun auf
zehn Parkebenen sicheren und attraktiven Parkraum.
I
nvestor und Generalunternehmer Freundlieb verließ sich bei der
Ausführung des Projektes auf den Parkhausspezialisten HIB Huber Integral Bau. Huber verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung im
Parkhausbau und bietet mit seiner Produktpalette Planen, Bauen,
Betreiben ein Komplettpaket für seine Kunden.
Laut Unternehmensaussage berücksichtige das hochwertig ausgeführte Parkhaus maßgebliche Kriterien des ADAC an benutzer-
Zehn Parkebenen bieten Platz für 404 Pkws.
freundliche Parkhäuser. So folge es unter anderem der Empfehlung
für „bequemes“ Ein- und Ausparken. Fast alle Stellplätze seien für
das Schrägparken ausgelegt. Dies führe zu einer deutlichen Erleichterung der Parkierungsvorgänge. Von der Pförtnerloge im Zufahrtsbereich werden alle Parkebenen, die Ein- und Ausfahrt und die Kassenautomaten des Parkhauses videoüberwacht. Hier befindet sich
auch der Servicestandort. Die Öffnungszeiten seien kundenfreund-
rUNDBLICK
schaft am
lich gestaltet. Es gibt sowohl Stellplätze für Dauer- als auch für Kurzzeitparkende. Ein intelligentes, gut strukturiertes Verkehrsführungskonzept erhöhe ebenso wie die Helligkeit im Gebäude den Wohlfühlcharakter. Dabei sorge die installierte LED-Beleuchtungstechnik
für Energieeffizienz. Sowohl die Parkebenen als auch die großzügigen Treppenhäuser sind lichtdurchflutet. Zwei Aufzugsanlagen ermöglichen stets den barrierefreien Zugang zu allen Parkebenen.
Ansprechende Fassadenoptik
Fotos: HIB Huber Integralbau
Heutzutage ist der Anspruch an die Architektur von Parkhäusern
sehr viel höher als vor einigen Jahren. Durch ästhetische Fassaden
lässt sich eine deutliche Aufwertung der Immobilien und deren Umfeld bewirken. In Dortmund wählte man eine Lamellenfassade im
Bereich der Parkebenen, da sie nicht nur licht- und luftdurchlässig,
sondern auch zeitgemäß ist. In Kombination mit der Eternitfassade
und der Glasfassade der Treppenhäuser kommen die gestalterischen
Akzente exzellent zur Geltung.
Die zweifarbige Bodenmarkierung sorgt für eine optische Abhebung der Stellplätze von den Fahrbahnbereichen, was die Übersichtlichkeit der Parkebenen erhöht. Alle Stellplätze sind nummeriert.
Verschiedene Farben kennzeichnen die Ausgänge zu den Parkebenen.
Mit der Umsetzung des Parkhauses hat der Investor viel Weitsicht
bewiesen, so HIB. Der zukünftig entstehende Stellplatzbedarf sei
frühzeitig durch ein wertbeständiges, wartungsarmes Parkhaus gedeckt, das nicht nur nachhaltig, sondern auch energieeffizient konzipiert und termingerecht fertiggestellt wurde.
n
Helles, freundliches Treppenhaus
Parken aktuell · März 2016
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Rundblick
Entwässerung von Parkhäusern und Tiefgaragen
Systemprodukte zur Entwässerung
Au t o r : D i p l . - I n g . O l a f W i e c h e r s
Parkhäuser bilden mit ihren unterschiedlichen Bereichen wie Rampen, Tiefgaragen, Parkdecks und der
umliegenden Infrastruktur eine komplexe Einheit. Umso sinnvoller kann es deshalb sein, gerade bei der
Entwässerungstechnik, aufeinander abgestimmte Systembauteile zu verwenden.
L
aut Hersteller ACO erleichtern Produkte
aus dessen Systemkette nicht nur dem
Planer und Verarbeiter die Arbeit, auch der
Betreiber profitiere von der Zusammenwirkung der Systemkomponenten, selbst bei
Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten.
Rampenentwässerung
Häufig unterschätzt: Entwässerung von Tiefgaragenrampen, die im Außenbereich liegen
50
Am Rampenfuß wirken hohe Horizontal- und Schubkräfte auf Entwässerungsrinnen ein.
wässerungsrinnen für unterschiedliche Einsatzbereiche. Der schlanke V-Querschnitt
der Rinnenelemente beider Systeme gewährleiste eine sehr gute hydraulische Leistungsfähigkeit. In Kombination mit den glatten
Oberflächen des ACO Polymerbetons sorgt
der untere, engere Teil des Querschnitts
schon bei wenig Wasser für deutlich höhere
Fließgeschwindigkeiten und damit für einen
optimierten Selbstreinigungseffekt.
In hoch frequentierten Bereichen sowie
bei hohen Belastungen kommt die ACO
DRAIN® PowerDrain zum Einsatz, die mit
einem massiven, acht Millimeter starken
Kantenschutz aus EN-GJS (Gusseisen mit
Kugelgraphit) und KTL-Beschichtung (kathodische Tauchlackierung), ausgestattet ist.
Zur schnellen und sicheren Aufnahme des
anfallenden Oberflächenwassers wird die
Verwendung des ACO Gussmaschenrostes
Q+ mit einem Einlaufquerschnitt von 640
cm²/m empfohlen. Das Rinnensystem ist für
alle Belastungsklassen von A 15 bis E 600 einsetzbar. Mit der speziellen Elastomerdämp-
fung zwischen Rinne und Rost in Kombination mit dem sicher arretierten und trotzdem
flexibel gelagerten Rost (Powerlock) soll eine
dauerhaft funktionierende Geräuschdämpfung beim Überfahren der Rinne erreicht
werden. Die Konstruktion trägt so zum aktiven Lärmschutz bei, schützt den Rinnenkörper vor Verschleiß und erhöht die Wirtschaftlichkeit des Rinnensystems.
Bei weniger stark frequentierten, zum
Beispiel nicht öffentlichen Anlagen kann das
Rinnensystem ACO DRAIN® Multiline eingesetzt werden, für das Abdeckungen aus
Gusseisen EN-GJS, Edelstahl und Stahl verzinkt mit entsprechender Kantenschutzausführung zur Verfügung stehen. Das Rinnensystem ist ebenfalls für alle Belastungsklassen
von A 15 bis E 600 einsetzbar. Auch hier gilt,
dass als Abdeckrost ein Maschen-, Gitteroder Längsstabrost in Maschenoptik verwendet werden sollte. Dies beugt dem Hinwegschießen des Wassers über die Rinne vor.
Bei geringen zur Verfügung stehenden
Aufbauhöhen kann die Flachrinne ACO
Parken aktuell · März 2016
Fotos: ACO
Speziell die Entwässerung von Tiefgaragenrampen, welche im Außenbereich liegen,
wird häufig unterschätzt. Bedingt durch die
größere Neigung erreicht das Wasser eine
höhere Fließgeschwindigkeit, wodurch es
zum Überströmen der Entwässerungsrinnen kommen kann. Zudem sind die auftretenden Horizontal- und Schubkräfte auf die
Entwässerungsrinnen größer als gewöhnlich, bedingt durch den Gefällewechsel am
Rampenfuß, Lastwechsel durch Anfahren
und Bremsen sowie langsamen und spurfahrenden Verkehr.
Mit den Rinnensystemen ACO DRAIN®
PowerDrain und ACO DRAIN® Multiline
bietet der Hersteller ACO Tiefbau zwei Ent-
rUNDBLICK
von Parkhäusern und Tiefgaragen
DRAIN® PowerDrain V 175/200 P oder
ACO DRAIN® Multiline V 200 S
eingesetzt werden. Die
Ausführung sollte nur
nach hydraulischer Berechnung durch die
ACO Anwendungstechnik erfolgen.
Tiefgaragenentwässerung
Tiefgaragen gehören zwar zu den überdachten Bereichen eines Parkhauses, aufgrund
des Tropf- und gegebenenfalls Tausalz-belasteten Schleppwassers der Fahrzeuge müssen jedoch auch diese Bereiche entwässert
werden. Nach dem Abtrocknen der Flächen
können vermehrt Salzanhaftungen zurückbleiben, die nicht wie auf frei beregneten
Flächen wieder abgespült werden und es dadurch zu Korrosionserscheinungen am Beton sowie am Metall und Eisen kommt.
Abhilfe schaffen hier Entwässerungsrinnen aus Polymerbeton mit einem Kantenschutz aus Edelstahl (ACO DRAIN® Multili-
ne V 100 E) mit
Edelstahlrost bzw.
Composit Kunststoffrost. Der Einsatz von verzinktem
Stahl ist grundsätzlich zu
vermeiden. Alternativ ist auch hier
der Einsatz von Gusseisen, in Verbindung
mit einer entsprechend dauerhaften KTLBeschichtung (zum Beispiel ACO DRAIN®
PowerDrain) möglich.
Parkdeckentwässerung
Grundsätzlich gilt, dass in die Konstruktion
eingelassene Entwässerungsrinnen dauerhaft
wasserdicht an das Beschichtungssystem angeschlossen werden müssen. Ein spezieller
Haftverbund verhindere hier Ablösungen
zwischen den Systemen. Insbesondere in innenliegenden Bereichen sind der Einsatz eines Zwischenelements sowie die Verwendung eines Brandschutzeinsatzes zu berücksichtigen. Das Zwischenelement mit
Pressdichtungsflansch dient vorrangig dazu
Zwischenelement mit Pressdichtungsflansch
– im Bereich der Rohrdurchführung für den
Rinnenanschluss – die unter der Rinne angeordnete Dichtungsbahn einzuflanschen. Hierüber kann auch das anfallende Sickerwasser
von der ersten Dichtungsebene abgeführt
werden. Auch hier gilt der Verzicht von verzinktem Stahl wegen der Tausalzbelastung.
Rückstauschutz
Abführung von Schleppwasser in einer Tiefgarage über eine Rinne
Parken aktuell · März 2016
Bei der Planung von Tiefgaragen muss der
aktive Rückstauschutz berücksichtigt werden. Die reibungslose Entsorgung und ein
dauerhafter Schutz gegen zurückdrückendes Wasser kann mit Hilfe einer ACO
Pumpstation in Verbindung mit einer Rückstauschleife (künstlich erhöhte Rohrführung oberhalb der Rückstauebene) gewährleistet werden.
Separat oder als nachgeschaltetes Element für Abscheider bietet ACO Tiefbau
vorgefertigte Pumpstationen aus Kunststoff,
Stahlbeton oder Polymerbeton an. Durch
das Baukastenkonzept können verschiedene
Pumpentypen je nach Anforderung und
Anwendung installiert werden. Für tiefliegende Objekte und speziell für die Druckentwässerung sind ACO Powerlift PSD und
ACO Muli-Max-F ideal geeignet. n
51
Rundblick
Jet-Ventilationssystem für Parkhäuser und Tiefgaragen
Sicherheit durch Entlüftung
Au t o r e n : J o s W i s s i n k , B e r g s c h e n h o e k u n d Detlef Hagenbr uch, Köln
Parkhäuser und Tiefgaragen werden wegen der weiterhin zunehmenden Frequentierung von Autos immer öfter
an Orten an denen sich viele Menschen aufhalten, gebaut. Moderne Gebäude wie Einkaufszentren, Sportzentren, Theater oder Bürogebäude mit großen Menschenansammlungen stellen besondere Anforderungen an
die technische Gebäudeausrüstung, die von herkömmlichen Ventilationsmethoden für Garagen nicht immer
erfüllt werden können. Derart öffentlich genutzte Gebäudeteile verfügen über ein hohes Gefährdungspotential
D
amit im Brandfall Gebäudeteile nicht zur Falle werden, muss
die entsprechende Lufttechnik, Brandschutz- und Entrauchungstechnik von der Konzeption über die Planung, Lieferung,
Montage bis hin zur behördlichen Abnahme konsequent umgesetzt
werden. Konventionelle mechanische Lüftung über Luftkanäle wird
heute immer noch trotz teilweise gravierender Nachteile eingesetzt.
Sie waren auch die Hauptgründe warum die holländische Novenco B.V. in Bergschenhoek gemeinsam mit Instituten und Fachingenieuren in mehrjähriger Forschung und Entwicklung basierend
auf langjähriger Erfahrung in der Tunnelventilationstechnik ein in
allen Belangen hocheffizientes System zur Tiefgaragen- und Parkgaragenlüftung mit Jet-Ventilatoren entwickelte.
So konnte Novenco erstmals 1994 weltweit ein Jet-Ventilationssystem für eine Parkhauslüftung komplett planen, installieren und
in Betrieb nehmen. Damit konnten im Verlauf der Jahre Erkenntnisse in der Parkhauslüftung erworben und umgesetzt werden. Durch
diese Art der Entlüftung und Entrauchung konnte in Parkhäusern
und Tiefgaragen die Sicherheit um ein Vielfaches erhöht und die
Kosten drastisch gesenkt werden, so das Unternehmen.
DAS JET-VENTILATIONSSYSTEM
Neben der Möglichkeit Luft durch Kanäle zu drücken oder aufgrund von Temperaturunterschieden zu bewegen, besteht diese
Parkgarage mit Jet-Ventilationssystem
52
dritte Möglichkeit der horizontalen Strahlventilation. Hierbei wird
das physikalische Phänomen, dass eine Masse beschleunigt wird,
wenn eine Impulskraft auf diese Masse ausgeübt wird, genutzt. Diese kontinuierliche Impulskraft wird Schubkraft genannt. Da Luft eine Masse besitzt, kann Luft durch Schubkraft bewegt werden.
Das Prinzip der Jet-Ventilation sei bei konsequenter Umsetzung
mehr als eine preiswerte Alternative. Jet-Ventilatoren werden so installiert, dass sie für eine gleichmäßige Lüftung in der gesamten Garage sorgen. Bei diesem System mit Jet-Ventilatoren sind Lüftungskanäle überflüssig. Dies ergibt nicht nur eine erhöhte Sicherheit, Kosteneinsparung und Platzgewinn, sondern auch eine beträchtliche
Energieeinsparung beim Betrieb durch eine intelligente Steuerung
des Systems.
So verteilen die Jet-Ventilatoren die Zuluft in allen Parkdecks und
transportieren sie zum Abluftschacht. Durch die hoch induzierende
Wirkung der Jet-Ventilatoren wird die Entstehung von schädlichen
CO-Konzentrationen in Garagen verhindert. Die genaue Positionierung und Steuerung der Jet-Ventilatoren garantieren in allen Bereichen und selbst in verwinkelten Ecken saubere und frische Luft. Langjährige Erfahrungen und Berechnungsmethoden führen zu konkreten Ergebnissen, die flexible Positionierungen erlauben. So kann die
Anordnung der baulichen Gegebenheiten optimal angepasst werden,
ohne die Funktion negativ zu beeinflussen. Die erforderliche und gewünschte Durchmischung der Luft aus dem Boden- und Deckenbereich bewirkt die Impulsströmung. Es entstehen keine sogenannten
„toten Ecken“. Beim Jet-Ventilationssystem wird der gesamte Raum
durchspült und so die örtliche CO-Konzentration auf dem Weg zur
Abluftöffnung zusätzlich verdünnt.
Die Zahl der Pkws und damit die Konzentration von Abgasen
kann sehr variabel sein. Durch exaktes und permanentes Messen wird
stets die korrekte Luftmenge mit der entsprechenden Geschwindigkeit zugeführt. Das Steuerungssystem besteht aus einer CO-Warnanlage, einem Schaltschrank für die Steuerung sowie einer optimal ausgelegten Jet-Ventilationsanlage Das Novenco Jet-Ventilationssystem
entspre che allen Anforderungen der Garagenverordnungen von EULändern und kann durch entsprechende Anpassung der Projektierung auch als Rauchkontrollsystem mit Sicht auf den Brandherd eingesetzt werden. Beim Einsatz als Rauchkontrollsystem kann unter bestimmten
Bedingungen
auf
Brandabschnittswände
und
Parken aktuell · März 2016
Fotos: Novenco
aufgrund der Abgase und der Kraftstoffe.
Antiquiertes lufttechnisches Konzept mit großer Platzeinschränkung
Brandschutztore verzichtet werden. Die Garage wird somit erheblich übersichtlicher sowie benutzerfreundlich und schafft ein Ambiente, welches weniger anfällig für kriminelle Übergriffe ist. Grundsätzlich muss jede
Garage im Hinblick auf eine Brandbekämpfung durch örtliche Behörden geprüft und
genehmigt werden. Das geschieht in Abstimmung mit der Feuerwehr.
Der Einsatz des optimal ausgelegten JetVentilationssystem setzt eine präzise Analyse
einer möglichen Brandsituation und Entrauchungsmöglichkeit voraus. In kritischen
Fällen kann eine zuverlässige Beurteilung zusätzlich durch Computersimulationen eines
Brandes erfolgen. Schon vor Jahren wurde
die Zuverlässigkeit dieser Computersimulation in der Praxis durch umfassende Brandprüfungen belegt.
Konventionelle Kanalsysteme, die ebenfalls bei diesen Brandversuchen getestet wurden, konnten keine ausreichende Entrauchung bewirken. Durch eine richtungskontrollierte „Rauchkontrolle“ mit dem
Neuartiger, flacher Jet-Ventilator CGF
Novenco Jet-Ventilationssystem wird eine
schnelle, effektive und weitestgehend rauchfreie Brandbekämpfung durch die Feuerwehr
sichergestellt. Die hiesigen Bauordnungen
erlauben in Bezug auf neue innovative Techniken Abweichungen von der Garagenverordnung, wenn hierdurch die gleichen
Schutzziele erreicht werden
Energieeffizienz
Angesicht hoher Betriebsstunden stellt ein
Jet-Ventilationssystem ein entsprechendes
Energieeinsparpotenzial bei den Bau-, Investitionskosten und Betriebskosten dar, bei
dem die Garage selbst den Kanal darstellt
und somit Luftgeschwindigkeiten und somit
Druckverluste entsprechend geringer ausfallen. So können auch die Ventilatoren mit geringerem, statischem Drücken dimensioniert werden. Damit reduziert sich auch der
Schallpegel. Trotz der zusätzlichen Verkabelung und zusätzlichen Schaltgeräten führen
Material- und Montagekosten zu einer Reduzierung der Gesamtkosten im Vergleich
zu einem Kanalsystem. Mit zunehmender
Größe des Lüftungssystems steigt der Vorteil
zugunsten des Jet-Ventilationssystems.
Schlussfolgerung
Bereits in der Konzeptionsphase sollten Architekten, TGA-Planer sowie Fachingenieure des Herstellers von einem Lüftungs- und
Entrauchungssystem einen gemeinen Konsens finden. Denn so lassen sich die besten
Ergebnisse unter Berücksichtigung wichtiger Eckpunkte erzielen. Dieses JetVentilations­system erfüllt die Anforderungen an moderne Garagenlüftungssysteme
und ist herkömmlichen Kanalsystemen weit
überlegen. Nichtsdestotrotz arbeitet Novenco weiter an Neukonstruktionen und entwickelte inzwischen eine Flachversion. Bestehende Erfahrungen und Techniken wurden
konsequent weltweit im Novenco Garagenlüftungs- und Entrauchungssystem umgesetzt und eine Vielzahl von Park- und Tiefgaragen damit ausgerüstet von wenigen
Fahrzeugen bis zu 5.000 und mehr. n
Rundblick
Parkraummanagement
Parken nach der Sanduhr
Nur mal schnell mit dem Auto in die Stadt
zum Brötchen holen oder um in der Apotheke ein Rezept einzulösen – in vielen Städten gibt es für kurze Parkvorgänge die Brötchentaste. Die Städte Mittweide in Sachsen
und Kirchheim unter Teck in der Nähe von
Stuttgart haben für Kurzparker eine andere
Lösung gefunden: In einer Parksanduhr an
der Autoscheibe rinnt die freie Parkzeit ab.
Auch im nordrhein-westfälischen Datteln
soll es die Parksanduhr bald geben. Noch
gibt es jedoch Bedenken seitens der Bezirksregierung Münster, schließlich verstoße die
Parksanduhr gegen die Straßenverkehrsordnung und bevorzuge heimische Autofahrer.
Der Rat in Datteln stimmte bereits für das
Projekt. Die Stadtverwaltung diskutiert
nun, ob und wann die Sanduhren eingeführt werden.
In Mittweide kostet die Sanduhr fünf
Euro und ermöglicht zehn Minuten kostenfreies Parken; in Kirchheim unter Teck gibt
es die Uhr für zwei Euro und der Nutzer
darf sein Auto acht Minuten abstellen, ohne
Angst vor einem Knöllchen haben zu müssen.
n
Solange der Sand durch das Glas rieselt, ist
das Parken für den Autofahrer kostenfrei.
SKIDATA
Freude über das Rekordjahr 2015
Neue Niederlassungen
Die internationale Präsenz wurde mit der
Eröffnung neuer Niederlassungen in Tune-
Hugo Rohner, SKIDATA Vorstandsvorsitzender
54
sien und Indien erhöht. Auch die Anzahl an
Ländern, in denen SKIDATA-Lösungen zu
finden sind, stieg mit Erstinstallationen in
Lettland, Botswana, Guatemala, Panama
und Paraguay auf über 95. Vor allem das
Wachstum und die Positionierung als
Marktführer in Nordamerika sind für 2015
hervorzuheben. Im Bereich Parkraummanagement gewann SKIDATA die Flughäfen
in Sacramento, Orlando und Dallas.
Einen wichtigen Anteil am Rekordjahr
leisteten auch die vollständige Integration
des australischen SKIDATA Joint Ventures
sowie die Übernahme der amerikanischen
Unternehmen Don Harstad und Sentry
Control Systems. Das sichert den direkten
Zugriff auf etwa 40 Prozent aller amerikanischen SKIDATA-Kunden, die bisher von
Sentry selbst betreut wurden. Sie können
jetzt vom gesamten SKIDATA-Know-how
sowie einer starken Komplettlösung aus einer Hand profitieren – Parkraummanagement-Systeme, Software, Hardware, Drittsysteme und dem dazugehörigen Service.
Zudem wurde eine weitere Filiale in Tunesien eröffnet. Auch der südamerikanische
Markt boomt weiter.
„Wir sind sehr stolz darauf, was wir in
den vergangenen Jahren und vor allem
2015 erreicht haben. Doch wir möchten
uns auf diesem Erfolg nicht ausruhen –
auch 2016 werden wir alles daran setzen,
unser oberstes Ziel zu erreichen: unseren
Kunden beste Zutrittslösungen und besten
Service zu bieten“, so Hugo Rohner über
das Rekordjahr.
Weltweit ist SKIDATA nun mit 1.200
Mitarbeitern, 23 Tochterunternehmen und
drei Joint Ventures in über 95 Ländern vertreten. Im Jahr 2015 erwirtschaftete das
Salzburger Unternehmen einen Rekordumsatz von 261 Millionen Euro und erzielte
damit ein Wachstum von 37 Prozent.
SKIDATA bleibt in Bewegung
Mit durchdachten Komplettlösungen aus
einer Hand hat sich SKIDATA als Weltmarktführer im Bereich Zutritts- und Revenue-Management etabliert. Auch das neue
Jahr setzt großartige Akzente. Mit der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich sowie den olympischen Spielen in Brasilien
stehen wieder Großereignisse vor der Tür,
bei denen SKIDATA präsent ist. Viele andere Projekte sind ebenfalls schon in der Planung. Das Ziel auch für 2016: Mindestens
800 neue Installationen weltweit sowie zwei
neue Filialen in Dubai und Mexico sollen
dazukommen. n
Parken aktuell · März 2016
Fotos: Shutterstock/Leigh Prather; SKIDATA
Das Wachstum hält an – für das Geschäftsjahr 2015 konnte das Management der
SKIDATA einen Umsatz in Rekordhöhe verkünden. Das Rekordjahr des Salzburger Spezialisten für innovative Personenzutritts­
lösungen und Parksysteme resultiert aus dem
organischen Wachstum des Unternehmens
sowie wichtigen Akquisitionen in Australien
und Amerika.
Rundblick
Flyer des TÜV Rheinland: Die neue Betriebssicherheitsverordnung
Änderungen für Betreiber von Aufzugsanlagen
Für Betreiber von Aufzugsanlagen ist die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) die maßgebliche rechtliche Grundlage für die
Wahrnehmung der Betreiberverantwortung. Mit Wirkung zum
01.06.2015 wird sie von einer neuen Verordnung abgelöst. Der neue
Name lautet: „Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz
bei der Verwendung von Arbeitsmitteln (Betriebssicherheitsverordnung – BetrSichV)“. Aus der neuen Verordnung ergeben sich für
Aufzugsanlagen erhebliche Änderungen.
n
Weitere Infos gibt die TÜV Rheinland Industrie Service GmbH
Am Grauen Stein · 51105 Köln, Telefon: 01806 252535-1200*
* 0,20 Euro/Anruf aus dem deutschen Festnetz,
[email protected], www.tuv.com/aufzug
max. 0,60 Euro/Anruf aus den deutschen Mobilfunknetzen.
Änderungen für Aufzugsanlagen aus der neuen BetrSichV
• Jede Aufzugsanlage ist sicher nach dem Stand der Technik zu ver wenden.
• Bei Aufzugsanlagen, die als Arbeitsmittel genutzt werden, ist eine Gefährdungsbeur teilung zu erstellen.
• Die Wiederkehrende Prüfung heißt für alle Aufzugsanlagen wieder Hauptprüfung und ist spätestens alle zwei Jahre fällig.
• Die Hauptprüfung wurde um folgende Prüfinhalte er weiter t:
– Prüfung des Notrufsystems
– Prüfung des Notfallplans
– Prüfung und Bestätigung der Prüf frist auf Grundlage von War tungszustand, Anlagennutzung und besonderen betrieblichen Bedingungen
– Ggf. Prüfung der zusätzlichen sicherheitstechnischen Schutzmaßnahmen aus der Gefährdungsbeur teilung
– Ggf. Prüfung vorhandener aufzugsexterner Sicherheitseinrichtungen
• Die Zwischenprüfung bleibt unveränder t im jährlichen Wechsel mit der Hauptprüfung, muss aber zukünftig in der Mitte zwischen zwei
Hauptprüfungen durchgeführ t werden.w
• In der Kabine von Aufzugsanlagen muss eine Kennzeichnung angebracht werden (z.B. in Form einer Prüfplakette von TÜV Rheinland), die
auf die nächste fällige Prüfung hinweist.
• Jede neu errichtete Aufzugsanlage muss vor Inbetriebnahme von einer Zugelassenen Über wachungsstelle (ZÜS) für Aufzüge geprüft werden (dies wird im Normalfall vom Aufzugshersteller veranlasst).
MSR-Traffic
Foto: MSR-Traffic
Expansion in Österreich
Häufige Nachfrage und viel Potenzial in der
Alpenrepublik – für MSR-Traffic genügend
Gründe, ein eigenes Vertriebsbüro in der
Nähe von Wien zu eröffnen. Die Leitung der
österreichischen Niederlassung übernimmt
der neue Mitarbeiter von MSR-Traffic,
Christoph Riedl.
„Christoph Riedl konnte bereits vielseitige verkehrstechnische Erfahrungen bei seiner bisherigen Tätigkeit in der Fa. Axis sammeln und hatte sogar schon engen Kontakt
mit MSR-Traffic: Bei einem Großprojekt in
Wien wurden mehr als 3.000 Sensoren im
Außenbereich unter seiner Bauaufsicht ins-
Parken aktuell · März 2016
talliert. Kein anderer hat unser System so
sehr unter die Lupe genommen wie Christoph. Auch sein erfolgreiches Studium im
Bereich ITS untermauert seine Kompetenz
in diesem Bereich. Christoph passt perfekt
zu uns“, so Geschäftsführer Harald Schmitt.
Der aus Niederösterreich stammende
Riedl freut sich auf seine neuen Kollegen
und die Herausforderungen: „Die Qualität
der Produkte und das Wachstum der jungen
Firma überzeugten mich sofort. Nun gilt es,
die Marke MSR-Traffic auch in meinem
Heimatland noch besser zu etablieren. Parkleitsysteme sowohl im Innen- als auch im
Die Leitung der österreichischen Nieder­
lassung übernimmt Christoph Riedl.
Außenbereich sind besonders bei Einkaufsmärkten, Erholungszentren und in Städten
gefragt – kurz gesagt überall dort, wo starker
Parksuchverkehr herrscht.“
n
55
Rundblick
Anzeige
Remmers Fachplanung
Konzepte für die professionelle
Parkhaussanierung
Ein Koffer – 20 Sanierungslösungen
Als Spezialist für individuelle Sanierungskonzepte von Parkhäusern und Parkdecks
besitzt die Remmers Fachplanung einen
einzigartigen Musterkoffer. Dieser enthält
neben der Broschüre „rcc Parking“ mit In-
formationen zur umfangreichen Dienstleistungspalette der Remmers Fachplanung insgesamt 20 Mustertafeln. Dabei
handelt es sich um Echtmuster aller für
die nachhaltige Instandsetzung viel befahrener Untergründe infrage kommender
Beschichtungssysteme. Auf der Rückseite
werden die jeweiligen Beschichtungsaufbauten der Systeme im Detail gezeigt sowie deren Produkteigenschaften und Einsatzbereiche aufgelistet. Die plastische
Präsentation erleichtert im Rahmen einer
individuellen Beratung die Wahl des passenden Beschichtungssystems. Diese gehört neben der planerischen Unterstützung durch labortechnische Dienstleistungen für Investoren, Planer und
Betreiber zu den Kernkompetenzen der
Remmers Fachplanung.
Analytik ist Basis vieler
Sanierungskonzepte
Das einleuchtendste Instandsetzungskonzept nützt wenig, wenn es bauschädliche
Stoffe, die beispielsweise den Beton angreifen, ignoriert. Der Full-Service der Remmers Fachplanung umfasst auch die Analyse bauschädlicher Substanzen – dieser Servic kann sich dabei auf mehr als 35 Jahre
Erfahrung stützen. Unabhängige AnalyseDienstleistungen wie beispielsweise beton-
Der Musterkoffer rcc Parking enthält unter
anderem Echtmuster aller bei der Instandsetzung infrage kommenden Beschichtungssysteme.
56
Ob Betonschutz, Betoninstandsetzung oder
sichere und verschleißfeste Bodenbeschichtungen – die Remmers Fachplanung ist ein
führender Experte.
technologische Untersuchungen oder auch
die qualitative und quantitative Bestimmung der Substratzusammensetzung bilden häufig die Basis für die projektspezifischen ganzheitlichen Instandsetzungskonzepte. So werden mineralische Baustoffe
wie zum Beispiel Putze, Mörtel und Beton
auf Chloride oder eine bauschädliche Salzbelastung hin untersucht. Die im Prüflabor
ermittelten Kennwerte sind für Art und
Umfang der Instandsetzung entscheidend.
Denn erst danach kann das passende Instandsetzungskonzept mit den entsprechenden Systemprodukten auf einer soliden empirischen Basis fortentwickelt werden. n
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.remmers-fachplanung.de.
Die unabhängigen Analyse-Dienstleistungen bilden häufig die Basis für die projektspezifischen
ganzheitlichen Instandsetzungskonzepte.
Parken aktuell · März 2016
Fotos: Remmers Fachplanung, Löningen; Remmers Fachplanung/ Anton Schedlbauer, München; Bernhard Remmers Institut für Analytik, Löningen
B
ei viel befahrenen Untergründen
kommt es auf die perfekte Abstimmung und hohe Qualität der verschleißfreien Bodenbeschichtungen und rissüberbrückenden Systeme an. Außerdem zählen
kurze Ausfallzeiten, die auf entsprechenden
Verarbeitungseigenschaften der jeweiligen
Kombination von Imprägnierungen und
Beschichtungen beruhen.
Individuelle Sanierungskonzepte, die
sich schnell und nachhaltig umsetzen lassen
– dafür steht die Remmers Fachplanung.
Mit ihrem rcc (remmers consulting concept) bietet sie professionelle Unterstützung für Investoren, Planer und Betreiber.
Verbandsnachrichten
Autonome Shuttle-Busse in Sion
Schweizer fahren vor
Während andere noch testen, präsentierte die PostAuto Schweiz AG
gemeinsam mit Navya und BestMile zwei autonom fahrende, elektrisch
betriebene Shuttle-Busse. Falls die zuständigen Behörden notwendige
Genehmigungen erteilen, sollen die Fahrzeuge ab diesem Frühjahr in
Sitten im schweizerischen Kanton Wallis unterwegs sein und Personen
transportieren.
E
Foto: PostAuto Schweiz AG
nde vergangenen Jahres präsentierten
PostAuto, die Stadt Sitten und der
Kanton Wallis zusammen mit Navya, ein
französischer Hersteller autonomer Fahrzeuge, und BestMile, einem Schweizer Entwickler von Flottenmanagement-Software,
erstmals zwei Fahrzeuge für den öffentlichen Personenverkehr. Die zwei 4,80 Meter
langen Elektro-Shuttles waren auf der Place
de la Planta mitten in der Stadt zu sehen.
Sitten wurde als Versuchsstandort ausgewählt, weil sich dort das Mobility Lab SionValais befindet, in dessen Rahmen der Pilotversuch abgewickelt wird.
Fachleute hatten den Platz mit Hilfe der
Fahrzeuge elektronisch vermessen und 3DKarten erstellt. Mit den dadurch gewonnenen elektronischen Daten wählen die Shuttles ihre Route und weichen Hindernissen
aus. Dank Sensoren sollen sie auf den Zentimeter genau fahren können und Menschen,
Gegenstände und Signalisierungen auf der
Straße erkennen. Der Strom für die beiden
Elektrofahrzeuge werde aus erneuerbaren
Energien gewonnen.
Neue Mobilitätslösungen
Voraussichtlich im Frühling 2016 sollen die
beiden Shuttles in der Innenstadt von Sitten
Personen befördern.
Daniel Landolf, CEO der PostAuto Schweiz
AG sagte: „Wir wollen von der neuen Technologie und ihren Möglichkeiten lernen, um
für die ganze Branche des öffentlichen Verkehrs neue Mobilitätslösungen zu entwi-
Der Strom für die beiden Elektrofahrzeuge
wird aus erneuerbaren Energien gewonnen.
ckeln.“ Voraussichtlich im Frühling 2016
sollen die beiden Shuttles in der Innenstadt
von Sitten Personen befördern. Geplant sind
Fahrten in der Fußgängerzone im Zentrum
der Walliser Hauptstadt sowie zu den Schlössern Valère und Tourbillon. Zum ersten Mal
würden damit in der Schweiz selbstfahrende
Fahrzeuge im öffentlichen Raum unterwegs
sein und Personen transportieren.
PostAuto, die Stadt Sitten und der Kanton Wallis möchten zusammen mit ihren
Partnern neue Formen der Mobilität testen.
Interessant sei insbesondere die Frage, wie
sich die autonomen Shuttles beispielsweise
für Fußgängerzonen, autofreie Ortschaften
oder Firmengelände eignen.
Die PostAuto Schweiz AG will als Anbieterin ganzheitlicher Mobilitätslösungen herausfinden, ob und wie diese intelligenten
Fahrzeuge Gebiete erschließen könnten, die
derzeit vom öffentlichen Verkehr nicht bedient werden
n
Verbandsnachrichten
Gemeinsame Tagung des Vorstandes und der Ausschussmitglieder
Rückschau auf ein gutes Jahr 2015
Das „Parken-Jahr“ beginnt traditionell mit der gemeinsamen Tagung des Vorstandes und der Ausschussmitglieder des Bundesverbandes Parken e. V. in Köln. Auf der Agenda: Rückblick und Ausblick, Themenschwerpunkte
und Stimmungen in der Branche.
Vorsitzender des Bundesverbandes Parken
Dr. Karl-Ludwig Ballreich
hen, zieht die PARKEN nächstes Jahr nach
Karlsruhe um.
Messe PARKEN und EPA-Kongress
Berichte aus den Ausschüssen
Aus Sicht des Verbandes war 2015 ein besonderes Jahr. Gleichzeitig fanden in Berlin
der EPA-Kongress des europäischen Dachverbandes und die Messe PARKEN statt.
Vorsitzender Dr. Karl-Ludwig Ballreich sagte: „Ich selbst habe die Veranstaltung sehr
positiv wahrgenommen.“ Auch die Zahlen
und Fakten untermauern diesen Eindruck.
Sowohl was die Zahl der Aussteller als auch
die der Kongressteilnehmer angeht, bewegte
sich das Doppel-Event jeweils im Rekordbereich. Geschäftsführer Gerhard Trost-Heutmekers fügte hinzu: „Eigentlich war die Ausstellungsfläche sogar zu klein.“ Deshalb habe die European Parking Association einen
Dienstleister damit beauftragt, europaweit
nach geeigneten Messehallen zu suchen, die
von der Größe und vom Umfeld her für
künftige Kongresse und Ausstellungen geeignet seien.
Die deutsche Messe PARKEN findet weiterhin wie gewohnt in den jeweils ungeraden Jahren statt, kündigte Trost-Heutmekers an. Nachdem die Rhein-Main-Hallen
in Wiesbaden nicht mehr zur Verfügung ste-
Nach dem Rückblick auf das vergangene
Jahr folgten Berichte aus den Fachausschüssen des Bundesverbandes Parken e. V. Im
Ausschuss „Bau und Unterhaltung“ spielten
die Themen Beleuchtung und Stellplatzbreiten eine zentrale Rolle, so Koordinator
Walter Beck aus Würzburg. Für dieses Jahr
habe der Ausschuss sich vorgenommen, das
für Bauprojekte wichtige Merkblatt des
Deutschen Betonvereins aus Sicht der Parkhausbetreiber zu überarbeiten. Ebenso habe
man sich auf die Agenda geschrieben, den
Bauwerkskontrollplan, der Mitgliedern des
Bundesverbandes Parken kostenlos zur Verfügung steht, zu aktualisieren. Der BWLAusschuss, ebenfalls von Walter Beck koordiniert, beschäftigt sich weiterhin intensiv
mit der Entwicklung der Einstellpreise.
Der Marketing-Ausschuss, den Markus
Schonauer aus Köln koordiniert, erarbeitet
Medien zur positiven Außendarstellung des
Verbands und der Parken Branche. Unter
anderem habe man im vergangenen Jahr eine neue Imagebroschüre vorgelegt, die guten Anklang fand. Weitere Broschüren zu
58
unterschiedlichen Themen seien in Vorbereitung. Dazu gehört auch eine Neuauflage
des Positionspapiers des Verbands, wie
Claus Schnell, Koordinator des Ausschusses
für Verkehrspolitik, ergänzte. Weiter führte
er aus, dass man sich in der Ablehnung der
Privilegien für Elektroautos mit dem ADAC
einig sei. Als höchst problematisch stufte
Schnell eine Parkplatzlärmschutz-Studie
ein, die sich verbreite „wie ein Flächenbrand“. Im Ausschuss erarbeite man hierzu
eine Handlungsempfehlung für betroffene
Parkhausbetreiber.
Gerald Krebs aus Frankfurt koordiniert
den Ausschuss „Technik“. Bei einem runden
Tisch mit Herstellern von Abfertigungssystemen habe man klargestellt, dass der Magnetstreifen auf den Parktickets weiterhin eine wichtige Rolle spielt, Barcodes jedoch
populärer werden. Hinsichtlich der Digitalisierung der gesamten Parksysteme stecke
das meiste noch in den Kinderschuhen, so
Krebs, werde die Branche in den kommenden Jahren aber intensiv beschäftigen.
Themenschwerpunkte 2016
Abschließend diskutierten die Teilnehmer
der gemeinsamen Tagung über die thematischen Schwerpunkte der kommenden Monate. Ein heißes Eisen bleibt demnach das
Thema Preisgestaltung. Mit Interesse verfolgen die Parkhausbetreiber die Entwicklung
bei den Parken-Apps. Einig war man darüber, dass unter den Verbandsmitgliedern eine kritische Haltung gegenüber den Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs (EAR 05) der Forschungsgesellschaft
für Straßen- und Verkehrswesen sowie gegenüber dem Merkblatt des Deutschen Betonvereins vorherrscht. Sorgen bereiten vielen Betreibern Fragen der Sicherheit. Beklagt wurde eine Zunahme unterschiedlicher
Straftaten, die rund um Parkierungsanlagen
stattfinden. Allerdings sei diese Entwicklung
in einem gesamtgesellschaftlichen Kontext
zu sehen.
n
Parken aktuell · März 2016
Foto: Marko Ruh
E
ine nicht repräsentative Umfrage unter
den Mitgliedern der Fachausschüsse
im Bundesverband Parken e. V. ergab ein
überwiegend positives Bild des Geschäftsjahrs 2015. Die befragten Parkhausbetreiber
zogen eine zufriedenstellende bis sehr gute
Bilanz. Im Einzelnen: Bei den Kurzparkern
haben sich die Umsätze bei rund 70 Prozent
der Befragten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbessert, während sie bei 30 Prozent stabil blieben. Die Verweilzeiten der
Kurzparker haben sich bei zwei Dritteln
nicht signifikant verändert, während sie bei
einem Drittel der Befragten tendenziell gestiegen seien. Preisanhebungen führten ein
Drittel durch, zwei Drittel beließen es bei
den bestehenden Tarifen. Für das laufende
Jahr 2016 erwarten fast alle Befragten weiterhin stabile Erlöse.
Verbandsnachrichten
DIE STARKE KOMBI
FÜR EUROPA
Seit 2010 werden Parken aktuell und Parking
trend international im selben Verlag erstellt.
Ihr Vorteil: Mit dem Fachmagazin für Parken im deutschsprachigen Raum einerseits
und der Verbandszeitschrift der European
Parking Association (EPA) andererseits erreichen Sie gezielt, kosten­günstig und bequem
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60
Parken aktuell · März 2016
25 Jahre Parken aktuell
Jubiläumsausgabe Nummer 100
25 Jahre Parken aktuell
D
er Bundesverband der Park- und Garagenhäuser e. V. veröffentlichte im
September 1991 erstmals die „Parkhaus aktuell“ im Rahmen einer Marketingstrategie.
Die quartalsweise erscheinende Zeitschrift
löste die Verbandsmitteilungen ab, die bis zu
diesem Zeitpunkt an die Mitglieder verschickt wurden. Mit den Jahren etablierte
sich das Blatt zur führenden Fachzeitschrift
der Branche. Wir haben einen Blick in die
alten Ausgaben geworfen und die Highlights der vergangenen 25 Jahre für Sie, unsere Leserinnen und Leser, zusammengestellt.
Foto: Shutterstock
Die D-Mark ging, der Euro kam
Ein durchgängiges großes Thema war in
den Ausgaben des ausgehenden 20. Jahrhunderts bis 2001 die Euro-Umstellung. Die
Automatenwirtschaft, insbesondere die
Hersteller von Münzprüfern, forderte eine
frühzeitige Bereitstellung der Euro-Münzen
zu Umrüstungs- und Testzwecken. „Da die
Hersteller ihre Fertigungskapazitäten nicht
wegen eines einmaligen Ereignisses vervielfachen können, ist die Vorbereitung der
Umstellung nicht innerhalb weniger Monate möglich“, heißt es in Ausgabe 41. Eine
Umfrage in Ausgabe 43 zeigte, dass die Hersteller der Parkabfertigungsanlagen bestens
für die Währungsumstellung gerüstet waren. Durch zusätzliche Serviceangebote und
Hotlines bereiteten sie sich auf den Notfall
und eventuell auftretende Probleme wegen
Parken aktuell · März 2016
der Umstellung vor. Eine weitere Umfrage
unter den Herstellern in Ausgabe 44 zeigte
schließlich, dass die Parken Branche nahezu
ohne Probleme von der Deutschen Mark
auf den Euro gewechselt hat.
Parken und das Mobiltelefon
Noch Ende 2001 fragte sich der Bundesverband, ob die Parken Branche sich auf viele
der damals für fortschrittlich erachteten
technischen Neuerungen, wie das Zahlen
der Parkgebühren mit dem Handy, vorbereiten sollte. Im April des folgenden Jahres
wurden Partner gesucht, die diese Bezahlfunktion gemeinsam mit T-Mobile und TNova testen könnten.
Auch in den folgenden Ausgaben der
Parkhaus aktuell tauchte das Thema immer
wieder auf, so in Ausgabe 53 von Juli 2004,
in der über die Einführung des Handy-Parkens in Österreich berichtet wurde. Dann
folgte ein großer Zeitsprung bei diesem
Thema: Erst im Jahr 2011 kündigten verschiedene Anbieter in der Parken aktuell an,
dass das Handy-Parken nun Einzug in die
deutschen Parkhäuser erhalten habe.
Auch ohne Handy ist das bargeldlose
Zahlen möglich. „Aufwind für die GeldKarte“ lautete der Titel in der März-Ausgabe
2003. Im Aufmacher-Artikel heißt es, dass in
430 Städten bereits Kunden ihr Parkticket
mit der GeldKarte bezahlen. Berichtet wurde auch über die Karte „Plus“, mit der Bremer Bürger einkaufen, Autos mieten, bar-
geldlos Tickets in Bussen und Bahnen lösen
sowie Parkgebühren bezahlen konnten.
Die Brötchentaste
Kritisch diskutiert wurde in Ausgabe 52 im
März 2004 die sogenannte Brötchentaste. 15
Minuten kostenfreies Parken – davon versprachen sich die Städte und Kommunen eine Belebung des Einzelhandels. Was das für
die Parken Branche bedeutet, war zu dem
Zeitpunkt noch nicht abzusehen. Befürchtet
wurde damals, dass die Umstellung vor allem Geld kosten würde. „Es wird sich nicht
vermeiden lassen, dass Passanten, Kinder
und wer auch immer Parkscheine aus dem
Automaten ziehen, auch wenn sie kein Auto
haben“, so die Vermutung. Zudem müsse
die neue Regelung streng überwacht werden, damit die kostenfreie Parkzeit nicht
überschritten wird. Langzeitparker könnten
die freien Stellplätze blockieren. Die Parkhausbetreiber erhofften sich eine Umsatzbelebung durch die frustrierten Autofahrer.
Ein Feldversuch der Parken in Mainz GmbH
zeigte, dass das Angebot für kostenlose
Parkplätze nicht dazu führte, dass mehr
Menschen den Parkraum nutzen.
Frauenparkplätze und
Feuerlöscher
Auch das Thema Frauenparkplätze wurde
immer wieder thematisiert. Zeitgleich zur
ersten Ausgabe der Parkhaus aktuell trat eine
neue Garagenverordnung NRW in Kraft, 
61
25 JAHRE PARKEN AKTUELL
 die Frauenparkplätze in Parkhäusern
vorschrieb. Der Bundesverband positionierte
sich klar gegen diese neue Vorschrift. Die Argumentation: Für die Sicherheit sorgen die
baulichen und überwachungstechnischen
Maßnahmen. Zudem sollen die „Sicherheitsvorkehrungen im Parkhaus allen Parkhausbenutzern ungeteilt zugute kommen.“
In Ausgabe 60 (März 2006) veröffentlichte die Parkhaus aktuell den Brief eines
Notars, der sich durch die geschlechtsspezifischen Parkplätze diskriminiert fühlte. Zu
lesen war hier von einem Schild „Nur für
Frauen ohne männliche Begleitung“. In dem
Brief an die Gleichstellungsstelle der betroffenen Stadt hieß es: „Nach dem Wortlaut
dürfen also junge Mütter mit weiblichen
Kleinkindern diese Parkplätze benutzen,
nicht aber mit männlichen Kleinkindern.“
Und weiter: „Karatekämpferinnen in Begleitung ihrer Kampfhunde dürfen dort parken,
die junge Frau, welche ihren gebrechlichen
Vater zum Museum fährt, muss den Parkplatz meiden und den beschwerlichen Weg
aus dem oberen Stockwerk mit ihm gehen.“
Das Schild und diese Anordnung seien
rechts- und verfassungswidrig.
Auch der Bundesverband steht den Frauenparkplätzen, die in der Garagenverordnung vorgeschrieben sind, kritisch gegenüber – vor allem im Zusammenhang mit der
Personalanwesenheitspflicht. In vielen Bundesländern hieß das: Wenn Frauenparkplätze vorhanden sind, muss auch Personal erreichbar sein. „Die Erreichbarkeit ist von der
Anwesenheitspflicht zu unterscheiden und
bringt für den Parkhausbetreiber erhebliche
Erleichterungen, da Personal nicht ständig
während der Öffnungszeiten anwesend sein
muss“, so die Kritik.
62
Blick in Ausgabe 50: Rückblick auf die Messe PARKEN 2003
Kritisch hatte der Verband über ein Jahrzehnt zuvor auch die Vorhaltepflicht für
Feuerlöscher gesehen, die 1993 eingeführt
werden sollte. Wenn es in einem Parkhaus
brennt, sei es für die Kunden am wichtigsten, das Gebäude schnellstmöglich zu verlassen und nicht zu löschen, so die Meinung
des Verbands. Wenn Laien versuchten, ein
brennendes Auto zu löschen, brächten sie
vor allem sich selbst in Gefahr. Die Gegenwehr – publizistisch durch die Parkhaus aktuell intensiv begleitet – war erfolgreich, der
Feuerlöscher wurde nicht zur Pflicht.
Kunst im Parkhaus
Wie können Parkhäuser attraktiver gestaltet
werden? Schon 1996 war dies ein großes
Thema in der Branche. Durch bunt bemalte
Wände wollten die Betreiber weg vom
„Schmuddel-Image“. Die Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg mbH ging damals mit dem Projekt „SchülerKunst im
Parkhaus“ neue Wege im Parkhaus-Marketing. Im Jahr 1998 gestalteten Stuttgarter
Schüler die Hofdienergarage mit bunten
Gemälden neu. In den darauffolgenden Jahren wurde in Parkhaus aktuell immer wieder über Fortführungen der erfolgreichen
Aktion berichtet.
Elektromobilität hält Einzug
in Parkhäuser
„Die Verbindung von Parken und Laden ist
die einzig sinnvolle Art der Lade-Infrastruktur. Sie wird sich durchsetzten“, so heißt es
im Dezember 2010 in der Parken aktuell 79.
In Bremen eröffnete zu der Zeit die erste
Stromtankstelle in einem Parkhaus bei 44
gemeldeten Elektromobilen im Stadtgebiet.
Parkraumbewirtschafter suchten damals einen Einstieg in das Geschäft mit den EFahrzeugen, doch viele offene Fragen verhinderten den Aufbau einer flächendeckenden Infrastruktur – bis heute.
Parken aktuell · März 2016
25 Jahre Parken aktuell
Messe PARKEN
Alle zwei Jahre beschäftigte sich die Parkhaus
aktuell und in der Folge auch die Parken aktuell mit der Messe PARKEN. Ausführliche
Vorberichte, Ausstellerverzeichnisse und
Hallenpläne bereiteten die Verbandsmitglieder auf das jeweils anstehende Event vor. Im
Nachgang erfolgten Nachlesen und bunte
Fotostrecken, die das nicht zu unterschätzende „Drumherum“ dokumentierten. Auch
über die anderen regelmäßig stattfindenden
Veranstaltungen des Bundesverbandes –
Fachtagungen, Kompetenzforen und Mitgliederversammlungen – wurde immer ausführlich berichtet. In Ausgabe 70 wurde das
40-jährige Bestehen des Bundesverbandes
Parken ausführlich gewürdigt.
Neues Layout
Ein ganzseitiges Foto und das große Logo
des Bundesverbandes Parken zierten die ersten Ausgaben der Parkhaus aktuell. Kurze
Teaser kündigten auf den ersten zehn Ausgaben die wichtigsten Themen im Heft an.
Bisweilen schmückten Zeichnungen in den
Anfängen das Cover, so auf Ausgabe 11, die
das 25-jährige Bestehen des Bundesverbandes für Park- und Garagenhäuser feierte.
Ende 1996 wird es bunt: Jede Ausgabe
kommt mit einer unterschiedlichen Hintergrundfarbe und einem großen Foto auf dem
Titel heraus. Im März 2003 die nächste Änderung: Die bunten Titelblätter wichen ab
Ausgabe 48 einem eher schlichteren und geradlinigen Mix aus dunklem und hellem
Blau. Statt eines großen Titelbildes
schmückten nun mehrere Fotos das Cover.
2007 änderte sich nicht nur das Layout,
sondern auch der Name: Aus Parkhaus aktuell wurde mit Ausgabe 65 die Parken aktuell, der Zusatz „Das Magazin für Parkraum –
Management, Konzeption, Technik“ steht
seither mit auf dem Titel. Das Layout der
ersten Seite beschränkte sich nunmehr wieder auf ein großflächiges Foto und ein kleineres am Rand. 2015 gab es dann nochmals
einen Relaunch des Layouts, der das Design
der Zeitschrift dem Zeitgeist anpasste.
Bei den Mitgliedern beliebt
Eine Leserumfrage im Jahr 2009 zeigte die
Zufriedenheit der Leser mit ihrer Verbands-
zeitschrift: 72 Prozent der Einsender gaben
der Parken aktuell ein „gut“, zehn Prozent
vergaben sogar die Note „sehr gut“. Einen
angemessenen Umfang und ein ausgewogenes Themenspektrum bescheinigten die Leser der Parken aktuell damals. Für die tägliche Arbeit sei der Nutzwert der Fach- und
Verbandszeitschrift hoch.
Die vergangenen Jahre
Bargeldlose Bezahllösungen, Einzelplatz­
erfassung, LED-Beleuchtung und E-Mobilität sind wichtige Themen, die in den vergangenen zwei Jahren immer wieder von
der Parken aktuell aufgegriffen wurden.
Doch auch der Parkhausbau, die Instandhaltung und die Sanierung sind Dauerbrenner, die in fast jeder Ausgabe eine wichtige
Rolle spielen.
Die Redaktion gratuliert dem Bundesverband Parken e. V. herzlich zu diesem
stattlichen Jubiläum und dankt allen Leserinnen und Lesern für das immer wieder
entgegengebrachte Vertrauen sowie für die
konstruktive Kritik. Wir freuen uns auf die
nächsten 25 Jahre …
n
Parken aktuell – perfekter Begleiter für MSR-Traffic von Anbeginn
100 Ausgaben in 25 Jahren sind eine stolze Zahl und sprechen absolut für
sich. Als Erstes für die Qualität der Berichterstattung, für eine her vorragende Kundenbetreuung aber auch als Trendsetter der Branche. Für MSRTraf fic ist die Fachzeitschrift ein per fekter Begleiter, Ausgabe für Ausgabe,
von der Gründung bis heute und darüber hinaus. So möchten wir die gemeinsame Geschichte for tschreiben und bauen auf weiterhin gute Zusammenarbeit.
Wir bedanken uns für bei allen Mitarbeitern, sei es bei der Anzeigenbetreuung, Redaktion oder Technik und nicht zuletzt beim Bundesverband
Parken e.V.
Parken aktuell · März 2016
n
63
25 JAHRE PARKEN AKTUELL
nagels gratuliert
Alles Gute
wünscht die
100 Ausgaben und kein
bisschen leise…
Die Parken aktuell und Nagels verbindet eine ganz besondere Geschichte. Wie viele andere Unternehmen verfolgen wir
seit Jahren mit Hilfe der Parken aktuell die Geschehnisse der
Branche. Was viele jedoch nicht wissen ist, dass die ersten
Ausgaben sogar bei uns gefertigt wurden. Aus diesem Grund
liegt uns die Parken aktuell besonders am Herzen.
Die Nagels Druck GmbH bedankt sich herzlich beim
Team der Parken aktuell und dem Bundesverband Parken
e. V. für die gute Zusammenarbeit. Wir freuen uns auf die
nächsten 25 Jahre Parken aktuell als Spiegel der Branche. n
64
Ein Vierteljahrhundert exisitiert die Zeitschrift Parken aktuell
bereits. 100 Ausgaben sind in dieser Zeit entstanden – 100
Ausgaben, die die positive Entwicklung der Parken Branche
eindrucksvoll dokumentieren. Dazu möchten wir von der
Remmers Fachplanung herzlich gratulieren. Wer sich über
parkraumrelevante Themen kompetent informieren will und
auf dem neuesten Stand sein möchte, kommt an der Zeitschrift nicht vorbei. Für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit der vergangenen Jahre möchten wir dem gesamten
Team der Parken aktuell danken. Wir freuen uns auf viele
weitere informative Fachbeiträge, spannende Reportagen und
interessante Portraits.
n
Parken aktuell · März 2016
25 Jahre Parken aktuell
Designa gratuliert
Parken aktuell –
weit mehr als eine Branchenzeitschrift
Herzlichen Glückwunsch
aus Rheinbrohl zur 100. Ausgabe
der Parken aktuell
Seit 25 Jahren hat sich „Parken aktuell“ als Fachzeitschrift
25 Jahre und 100 Ausga-
rund um das Thema Parken etablier t. Sie versorgt uns
ben Parken aktuell sind ein
regelmäßig mit vielfältigen, interessanten Informationen,
Grund zum Feiern. Auch
die wir gespannt er war ten. HIB Huber Integral Bau sagt dem
gesamten Team sowie dem Parkhausverband als Mitheraus-
die DESIGNA Verkehrs-
geber vielen Dank für die langjährige, gute Zusammenarbeit.
leittechnik GmbH möchte
Wir wünschen weiterhin viel Er folg und freuen uns bereits
hierzu herzlich gratulieren.
auf die kommenden Ausgaben! n
Als Partner der ersten Stunde beziehungsweise
Ausgabe durften wir die Erfolgsgeschichte des
Magazins miterleben und Parken aktuell kontinuierlich wachsen sehen. Noch heute wird jedes
aktuelle Heft in allen Abteilungen mit Spannung
erwartet, aufmerksam gelesen und sorgfältig
archiviert. Wir bedanken uns beim gesamten
Team sowie dem Bundesverband Parken e. V.
und freuen uns auf viele neue, interessante
Geschichten rund ums Parken. Parken aktuell · März 2016
n
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25 JAHRE PARKEN AKTUELL
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Parken aktuell · März 2016
25 Jahre Parken aktuell
SKIDATA gratuliert …
Perfektes Parkraummanagement beginnt nicht erst am Parkplatz. Gute Planung und ein starker Partner sind ebenso wichtige
Erfolgsfaktoren. Dementsprechend möchten wir uns für die jahrelange gute Zusammenarbeit
gebührend bedanken.
Das weltweite SKIDATA-Team
wünscht auch für die nächsten
100 Ausgaben bestes Gelingen!
Das Team von Scheidt & Bachmann gratuliert recht
herzlich zu 25 Jahren „Parken aktuell“! Seit 100
Ausgaben informative Berichte nah an der Branche,
nah am Puls der Zeit, professionell recherchiert –
ein Fachmagazin im wahrsten Sinne des Wortes,
das seinem Anspruch gerecht wird. Auch für uns
als Hersteller sind die Ausgaben jedes Mal sehr
interessant. Wo bekommt man sonst Informationen
des Marktes so kompakt und übersichtlich? Wir
wünschen dem Team der „Parken aktuell“ weiterhin
gutes Gelingen!
Martin Kammler, Geschäftsführer, Scheidt & Bachmann GmbH
Parken aktuell · März 2016
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Fotos: Lena Weger
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Parken aktuell · März 2016
25 Jahre Parken aktuell
Interview mit Gerhard Trost-Heutmekers
„Die Parken aktuell ist
Pflichtlektüre“
Die Geschichte von Parken aktuell ist eng verknüpft mit dem Wirken von Gerhard Trost-Heutmekers. Mit seinem Dienstantritt als Geschäftsführer des Bundesverbandes der Park- und Garagenhäuser e. V. im Jahr 1991
erschien auch die erste Ausgabe der Parken aktuell, die damals noch „Parkhaus aktuell“ hieß. Wie die Zeitschrift sollte sich auch der Name des Verbands noch ändern.
Parken aktuell: Herr Trost-Heutme-
Parken aktuell: Wessen Idee war es ei-
kers, Sie waren von Anfang an treibende
Kraft der Zeitschrift Parken...
Gerhard Trost-Heutmekers: Das ist
nicht ganz korrekt. An der Nummer 1 habe
ich noch nicht mitgewirkt – die erschien
noch vor meiner offiziellen Einstellung im
Oktober 1991. Ab der Nummer 2 habe ich
jedoch an jeder Ausgabe mitgewirkt und
auch fast alle Vorworte geschrieben.
gentlich, eine Verbandszeitschrift herauszugeben?
Gerhard Trost-Heutmekers: Als ich
mich um den Posten des Geschäftsführers
bewarb, war es die klare Strategie des Vorstandes, ein Verbandsorgan auf den Weg zu
bringen und regelmäßig herauszugeben.
Besonders der damalige stellvertretende
Vorsitzende Peter Rienäcker machte sich dafür stark. Es ging dem Verband darum, eine
Kommunikationsplattform zu schaffen –
und überhaupt eine Fachzeitschrift für die
Parken Branche zu etablieren, die es bis dahin ja nicht gab. Als einziges Medium für die
Mitgliederkommunikation gab es in jener
Zeit Rundschreiben, die auf Matrize gedruckt waren.
Parken aktuell: Wie hat sich die Zeit-
schrift in den vergangenen 25 Jahren gewandelt?
Gerhard Trost-Heutmekers: Die grafische Aufmachung hat sich mit den Jahren
natürlich verändert. Wir sind jetzt beim
vierten Layout. Eine Zeitlang hatten wir beispielweise immer einen farbigen Rahmen
auf dem Titel, der irgendwann wegfiel. Und
natürlich hat sich der Name geändert, 2007
von Parkhaus zu Parken aktuell mit der
Ausgabe Nummer 65 – zeitlich parallel zur
Umbenennung des Verbandes in Bundesverband Parken e. V. Außerdem ist der Umfang gewachsen: Anfangs waren es noch 16
Seiten, mittlerweile haben wir Ausgaben mit
annähernd 80 Seiten.
Parken aktuell · März 2016
Parken aktuell: Erinnern Sie sich an herausragende Themen in den Anfangsjahren?
Gerhard Trost-Heutmekers: Der Ärger rund um die Feuerlöscher war damals
eine große Sache. Alle Parkhäuser mussten
in den 1990er-Jahren aus Brandschutzgründen Feuerlöscher vorhalten. Die wurden jedoch permanent geklaut. Außerdem vertraten wir den Standpunkt, dass ein Parkhaus-
kunde im Brandfall lieber das Weite suchen
und nicht mit einem Feuerlöscher hantieren
sollte. Wenn ein Auto mal brennt, ist das ein
Fall für Profis und sehr gefährlich. Tatsächlich konnten wir uns durchsetzen, vielleicht
auch dank der Berichterstattung in der Parken. Regelmäßige Highlights sind die Berichte rund um unsere alle zwei Jahre stattfindende Messe PARKEN.
Parken aktuell: Wissen Sie von Mitglie-
dern, was sie von der Parken aktuell halten?
Gerhard Trost-Heutmekers: Das Heft
wird absolut geschätzt, das wird unserer Geschäftsstelle, aber auch dem Vorstand 
Interviewtermin: Gerhard Trost-Heutmekers
blickt auf 25 Jahre Parken aktuell zurück.
69
25 JAHRE PARKEN AKTUELL
 immer wieder zugetragen. Auch die Firmen, die in der Branche Produkte und
Dienstleistungen anbieten, fragen immer
wieder an, weil sie in die Zeitschrift kommen wollen. Sie wissen genau: Um die Parken aktuell kommt man in der Branche
nicht herum. Und auch die Leserinnen und
Leser wissen das. Wenn sie etwas fachlich
Fundiertes über die Parken Branche erfahren wollen, ist die Parken aktuell Pflichtlektüre. Ähnlich positive Ergebnisse – auch was
die Intensität der Lektüre betrifft – brachte
übrigens auch eine Leserbefragung vor einigen Jahren hervor.
bekanntmachen wollen, schicken wir die
Zeitung dorthin.
Parken aktuell: Gibt es auch andere
bands-Website
ein
Diskussionsforum
eingerichtet. Dieses wurde spärlich bis gar
nicht genutzt, also haben wir es wieder eingestampft. Die Parken aktuell gibt es schon
seit 25 Jahren mit jeweils vier Ausgaben pro
Jahr. Uns erreichen regelmäßig Leserbriefe,
Inhalte des Magazins werden bei Treffen diskutiert. Ich glaube, unsere Mitglieder ticken
auch etwas anders als es heute vielleicht üblich sein mag. Wenn ein Parkhausbetreiber
etwas wissen möchte, spricht er mit einem
Kollegen aus dem Verband darüber. Der
persönliche Kontakt, den wir auch auf unse-
Leserkreise?
Gerhard Trost-Heutmekers: Durch-
aus. Das Heft geht auch an Nicht-Mitglieder. Neben dem reinen Verbandsteil ist die
Parken aktuell ja auch eine geschätzte Fachzeitschrift, die unser Partner und Mitherausgeber, die Maenken Kommunikation
GmbH, über einen wechselnden Verteiler an
diverse Zielgruppen versendet. Darüber hinaus ist die Parken aktuell ein Aushängeschild unseres Verbands. Wenn wir uns irgendwo, beispielsweise bei einer Institution,
70
Parken aktuell: Ist ein Printmedium
denn überhaupt noch zeitgemäß?
Gerhard Trost-Heutmekers: Das werden wir häufig gefragt. Dazu habe ich immer ein Beispiel. Vor mehreren Jahren haben wir im Mitgliederbereich unserer Ver-
„Um die Parken aktuell
kommt man in der Branche
nicht herum.“
ren regelmäßigen Veranstaltungen intensiv
pflegen, wird im Bundesverband Parken
sehr geschätzt. Zu diesem ‚analogen Netzwerken’ passt die nicht-digitale Parken aktuell. Überhaupt sind wir ein mittelständisch
geprägter, bodenständiger Verband. Ganz
bewusst haben wir uns mit der Maenken
Kommunikation GmbH deshalb auch für
einen Verlagspartner aus dem Kölner Mittelstand entschieden, der das Magazin für
uns realisiert. Wie man auch sagen kann,
dass die Zeitschrift ihren Ursprung in Köln
hatte und seither immer hier produziert
wurde, wo wir auch unsere Geschäftsstelle
haben.
Parken aktuell: Und wenn Sie in die
Zukunft blicken...
Gerhard Trost-Heutmekers: ... wird
die Parken aktuell als letztes Printmagazin
überleben (lacht). Jedenfalls wünsche ich
dem Heft für viele weitere Jahre Bestand
und Wachstum. Und die Zeichen dafür stehen nicht schlecht. Denn an der Parken aktuell kommt keiner vorbei, der seriös in der
Branche Fuß fassen will. Auch arrivierte
Parkhausbetreiber und Branchenunternehmen zeigen sich gern über die Zeitschrift.n
Parken aktuell · März 2016
25 Jahre Parken aktuell
Parken aktuell · März 2016
71
AUSBLICK
Women In Parking
Jetzt auch in Europa
Während die Organisation „Women In Parking“ in der Parken Branche der Vereinigten Staaten schon weit
anerkannt ist, ist sie innerhalb der europäischen Gemeinschaft noch nicht etabliert. Um dies zu ändern und die
Organisation sowie die Mission und Mitgliedschaftsvorteile vorzustellen, möchte W.I.P. gemeinsam mit einer
Anzahl von Parking-Partnern auf der Intertraffic in Amsterdam am 7. April 2016 ein informelles Network-Event
veranstalten. Das Event wird vom W.I.P. Unternehmensmitglied Scheidt & Bachmann gesponsert.
eachtet man den Anstieg der Frauenquote auf dem europäischen Arbeitsmarkt, wie es ihn in den letzten Jahren gegeben hat, ist dieses Event und die Vorstellung
der W.I.P. Organisation genau zeitgerecht
für die gesamte Industrie.
Erfolge weiblicher
Parking-Experten verbreiten
Die W.I.P. Industrie wurde 2011 in den USA
gegründet, um als höchste Vereinigung zu
fungieren. Durch das Bereitstellen von Network-Möglichkeiten, Führung und guter
Karriereaussichten hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, den Fortschritt und die Erfolge
der weiblichen Parking-Experten zu verbreiten. In den letzten vier Jahren hat W.I.P.
hart daran gearbeitet, Ressourcen anzubieten, auf die alle Organisationen innerhalb
der Industrie zugreifen können und aus denen sie Vorteile ziehen können, um die ausgewogene Geschlechterverteilung innerhalb
ihrer eigenen Unternehmen zu verbessern
und sich zu Nutzen zu machen. Der Auf-
wand hat sich gelohnt, denn W.I.P. hat mittlerweile über 200 Mitglieder und die Unterstützung von vielen hochrangigen Unternehmen national sowie international.
Zu den W.I.P. Mitgliedern zählen Männer und Frauen aus allen Hierarchieebenen.
Viele hochranginge leitende Angestellte der
Parkindustrie, welche bisher überwiegend
Männer sind, unterstützen die W.I.P. Mission und ermutigen Geschlechtergerechtigkeit am Arbeitsplatz. Scheidt & Bachmanns
Geschäftsführer Martin Kammler sagt dazu:
„Es ist erforderlich, dass globale Führungskräfte in der Parkindustrie die wertvolle
­Initiative erkennen, die eine Organisation
wie W.I.P. zu Geschäftsdiskussionen beitragen kann. Ich unterstütze ein vielfältiges
Umfeld, in der gemeinschaftliche Ideen auf
den Tisch gebracht werden können, um unser volles Potential auszuschöpfen. Dies betrifft nicht nur die Unterstützung von Geschlechtergerechtigkeit am Arbeitsplatz,
sondern vor allem das Erkennen von wertvollem Talent innerhalb unserer Organisati-
on durch das Bereitstellen von notwendigen
Instrumenten, um zu wachsen und Erfolg
zu haben“.
Bildung, Networking
und Mentoring
Durch die Fokussierung auf die Ziele Bildung, Networking und Mentoring hatte
W.I.P. mit Mitgliedschaften in den USA viel
Erfolg. W.I.P. stellt eine Vielzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten bereit, wie zum Beispiel vierteljährliche Webinars und Newsletter, die einen praktischen Einblick von
Experten der Industrie gewähren. Networking Events werden darüber hinaus auf fast
jeder nationalen Parking Messe veranstaltet, eingeschlossen eine jährliche Konferenz
wo gleicherweise Frauen wie Männer miteinander in Verbindung treten, mehr über
betreffende Organisationen erfahren und
Beziehungen für potentielle Geschäftsmöglichkeiten schaffen können. Aus einer bildenden Perspektive bietet das W.I.P. Mentoring Programm seinen Mitgliedern den
Fotos: Women in Parking
B
Die Mitglieder der Women in Parking aus den USA treffen sich jährlich zur „WIP Conference“.
72
Parken aktuell · März 2016
AUSBLICK
größten Nutzen, da Senior Führungskräfte
Beratung leisten und Erfahrungen weitergeben aus dem Bereich der beruflichen und
persönlichen Weiterbildung. Solche Möglichkeiten sind innerhalb der Branche selten zu finden.
der Industrie aufsteigen (z.B. Imperial Parking Systems, Zagreb Parking und National
Car Parks um nur wenige zu nennen),
macht es dennoch nur Sinn, alle Interessengruppen zu ermutigen.
Einflussreiche weibliche
Führungskräfte
Es sind auch genau diese Prinzipien und
Methoden, die W.I.P. im kommenden April
auf der Intertraffic in Amsterdam mit seinen europäischen Kollegen zu teilen hofft.
Viele der einflussreichsten weiblichen Führungskräfte in der Parking- und Transportbranche stimmen darin überein, dass weibliche Fachkräfte in der Branche immer noch
unterpräsentiert sind und haben es sich vorgenommen, zu einer positiven Entwicklung
beizutragen. Während manche weibliche
Führungskräfte weiterhin in den größten
Parking Unternehmen und Organisationen
Von der Intertraffic und ähnlichen Parking
Konferenzen erhofft sich W.I.P. höhere Teilnehmerzahlen und angeregte Diskussionen,
um eine breite Zukunft für Führungskräfte
in der Branche zu bauen. Wie die aktuelle
W.I.P. Vorsitzende und Vizepräsidentin der
National Parking Operations für Brookfield
Properties, Laura Longsworth, verkündet:
„Die Mission von Women in Parking ist es,
den Erfolg der Parking Industrie durch das
Antreiben der Fortschritte weiblicher Führungskräfte der Branche zu beeinflussen.
W.I.P. tut dies, indem sie die Industrie attraktiver für Frauen machen, Mitgliedererfolge herausstellen und als Schlüsselquelle
für ihre Mitglieder und die Industrie fungieren. Als Mitglied von W.I.P. werden Sie Teil
einer engagierten Gruppe bestehend aus
Führungskräften, die Wissen, Erfahrungen
und Netzwerkmöglichkeiten miteinander
teilen und austauschen! Zusammenarbeit ist
der Schlüssel zu dem Erfolg von W.I.P. Wir
freuen uns auf die Möglichkeit zusammenzuarbeiten!“
n
Für mehr Informationen kontaktieren Sie
Tiffany Yu von Women In Parking unter
[email protected].
AUSBLICK
3. APCOA PARKING Mobility Summit
Die Herausforderungen der Digitalisierung
D
er APCOA PARKING Mobility Summit findet in diesem Jahr am 28. Juni
im Berliner Hotel Adlon statt. Die international besetzte Veranstaltung durchleuchtet
die Trends im Parkraum-Management und
hat sich in den vergangenen Jahren mit steigenden Teilnehmerzahlen in der Branche
etabliert. Unter dem Titel „Disrupt or be
disrupted“ diskutieren nationale und internationale Experten die Herausforderungen
der Mobilität von morgen. „Der Summit
dient als Plattform für einen notwendigen
Dialog aller beteiligten Akteure“, sagt Ralf
Bender, CEO der APCOA PARKING Group.
„Nur so können wir gemeinsame Lösungen
für die vielfältigen wirtschaftlichen und
ökologischen Herausforderungen der urbanen Mobilität finden.“
Das selbstfahrende Auto kommt früher
oder später auf die Straße und auch die
Parkraumbewirtschafter werden sich den
Herausforderungen der Digitalisierung
stellen müssen. Auf dem diesjährigen
­APCOA Mobility Summit gibt Zukunftsforscher Alexander Mankowsky, der an der
Entwicklung des selbstfahrenden Prototypen F015 von Daimler beteiligt war, Einblicke in die Mobilität der Zukunft. Steve Ban-
field von Inrix erläutert, wie Auslastungsvorhersagen die Parkplatzsuche erheblich
beschleunigen. Ein weiterer Praxis-Bericht
kommt von Thorsten Huck, Pricing Manager bei Shell, unter dem Titel „Tagesaktuelles Pricing an Tankstellen“. Rolf Nicodemus, Leiter Connected Parking der Robert
Bosch GmbH, spricht unter anderem über
den Stand der Sensortechnik in Parkgaragen.
Wer sind die Gewinner und Verlierer der
neuen Mobilitätskonzepte? Auf diese und
weitere Fragen wird der 3. APCOA PARKING Mobility Summit eingehen und
Denkanstöße liefern. „Die Bedeutung der
Stadt als Lebens- und Wirtschaftsraum
nimmt stetig zu“, sagt Ralf Bender. „Bei der
urbanen Mobilität der Zukunft wird der
vernetzte Parkraum eine entscheidende
Rolle spielen.“
n
Das Anmeldeformular für den 3. APCOA
PARKING Mobility Summit finden Sie unter
www.heuer-dialog.de/veranstaltungen
Berlin ist Veranstaltungsort des 3. APCOA PARKING Mobility Summit, der am 28. Juni 2016 im
Hotel Adlon stattfinden wird.
Termine
2016
2017
Intertraffic Amsterdam
Kompetenzforum Parken
Parken 2017
5.–8. April 2016
15. November 2016
Messe, Fachtagung und Mitglieder­
RAI Amsterdam
Würzburg
versammlung Bundesverband Parken e. V.
Niederlande
www.parken.de
21. und 22. Juni 2017
www.inter traf fic.com/amsterdam
Messe Karlsruhe
www.parken-messe.de
Mitgliederversammlung
18. EPA Kongress
Bundesverband Parken e. V.
„Parking in the City Lounge“
15. und 16. Juni 2016
20.–22. September 2017
Lübeck
De Doelen ICC Rotterdam
www.parken.de
Niederlande
www.epacongress.eu
74
Parken aktuell · März 2016
Foto: APCOA
Fachtagung und