Zenit - bei Pro Senectute Kanton Luzern

1|16
märz
FachtaGunG nottwil
Selbstbestimmung
am Lebensende
schwEizEr GEschichtE
Frontenfrühling
und Widerstand
Schwerpunkt:
Unterwegs sein
Erich GyslinG
«Solange es mir gut geht,
so lange werde ich reisen»
inserat
Kurt Aeschbacher
Eveline
Widmer-Schlumpf
Erich Gysling
Christine Lauterburg
Pedro Lenz
Heinz Frei
Unterwegs sein – ein Leben lang
Wir alle sind stetig unterwegs – vom
Anfang bis zum Ende. Kurt Aeschbacher
unterhält sich mit seinen Gästen darüber,
wie sie ihr persönliches Unterwegssein
gestalten und wie es ihnen gelingt, ihre
inneren und äusseren Entwicklungen in
der Balance zu halten.
Gesprächspartner
• Eveline Widmer-Schlumpf, Mutter und Politikerin
• Erich Gysling, Journalist und Nahost-Experte
• Christine Lauterburg, Musikantin und Schauspielerin
• Pedro Lenz, Schriftsteller
• Heinz Frei, Rollstuhl-Spitzensportler
Moderation
• Kurt Aeschbacher
Musikalische Unterhaltung
• Quartett Claudia Muff
Dienstag, 28. Juni 2016
17.00 bis 19.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
2
•
Eintritt: Fr. 25.–
Ihre Eintrittskarte (nummerierte Sitzplätze) erhalten Sie beim KKL
Luzern. Kartenverkauf am Schalter: Montag bis Freitag 09.00 bis
18.30 Uhr, Samstag 10.00 bis 16.00 Uhr. Oder online unter
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Telefonverkauf: 041 226 77 77 von Montag bis Freitag 13.00
bis 18.30 Uhr können Sie Ihre Tickets gegen Zahlung mit
Kreditkarte bestellen. Bitte beachten: Während der laufenden
Veranstaltung ist kein Einlass.
Medienpartner:
Sponsoren:
Pro senectute Kanton luzern 1 | 16
Editorial
Reisen, helfen, jodeln und sterben
Selbstkritisch hatten wir uns im Redaktionsteam die Frage
gestellt, ob die Art und «Flughöhe» unseres Jahresthemas
inhalt
04
Im ZEnIt
12
PERSönLIchkEItEn
15
UntERwEgS 1
«Unterwegs sein» nicht zu abgehoben, zu breit und allgemein
sein würde.
Nun liegt sie hier vor uns, die erste Zenit-Ausgabe in diesem
Impressum
ZENIT ist ein Produkt
von Pro Senectute
Kanton Luzern
Erscheint vierteljährlich
Redaktionsadresse
ZENIT, Pro Senectute
Kanton Luzern
Bundesplatz 14
6002 Luzern
Telefon: 041 226 11 88
E-Mail:
[email protected]
Redaktion
Jürg Lauber (Leitung)
Stefan Brändlin
Monika Fischer
Esther Peter
Layout/Produktion
mediamatrix.ch GmbH
Inserate
Pro Senectute Kanton
Luzern, Geschäftsstelle
Druck und Expedition
Vogt-Schild Druck AG
Gutenbergstrasse 1
CH-4552 Derendingen
Auflage
48 000
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Für club-sixtysixMitglieder im
Jahresbeitrag inbegriffen
Themenjahr. Und vielleicht wird es Ihnen bei der Lektüre ergehen wie mir: Eine geballte Ladung an Vielfalt und Originalität,
Lachen und stilles Nachdenken.
Wir dürfen am inneren und äusseren Unterwegssein von grossartigen Frauen und Männern teilhaben – konkret, persönlich
Schlichtheit genauso wie von starkem Durchhaltewillen und
18 StERBEn UnD toD
dr. Heinz rüegger über schicksal und
selbstbestimmung am lebensende.
20
23
radikalen Spurwechseln. Apropos Spuren: Eindrücklich werden
diese auf den folgenden Seiten sichtbar als gemeinsamer
Nenner und kostbares Erbe von Menschen, die sich auf das
Leben eingelassen haben und dies weiterhin tun.
Etwas keck haben wir in der Einladung zu Kurt Aeschbachers
Vorabendrunde von Ende Juni im KKL formuliert: «Unterwegs
unseres Wegs gehört zu unserem Unterwegssein. Ethiker Heinz
DokUmEntARfILm
«die weisse arche» begleitet Menschen
bei der Begegnung mit dem tod.
SEnIoREnchoR LUZERn
der Chor feiert sein 20-Jahr-Jubiläum.
24
nEUjAhRSkonZERt
30
AgEnDA
34
sein – vom Anfang bis zum Ende». Ja, auch das letzte Stück
Rüegger und die Pro-Senectute-Fachtagung vom 24. März in
Chantal Jansen berichtet von ihrem
stationenreichen leben.
als asylsuchender und sozialarbeiter.
und unmittelbar. Wir lesen von Mut und Erschöpfung, von
Engagement und Bildungshunger, von Fertigkeiten und grosser
Marcus Michelotti und Emma ammanntheiler sind seit eh und je in Bewegung.
2
17 UntERwEgS
ali r. Celik erzählt von seinen Erfahrungen
an Kraft und Verzagen, an Witz und Ernsthaftigkeit weckt das
Interesse, bewirkt ungläubiges Staunen, Respekt, befreiendes
im Gespräch mit Erich Gysling.
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Nottwil wagen Beiträge zum besseren Verständnis auch
rückschau auf zwei grandiose Konzerte.
Wichtige termine und anlässe.
wIn 60PLUS
Wie sich Freiwillige über 60 engagieren.
wAS mAcht EIgEntLIch …?
Zu Besuch bei sepp riedener, der in
luzern die Gassenarbeit aufgebaut hat.
unseres letzten Lebensabschnitts.
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Dankbar, Ihr Stefan Brändlin
41
cLUB SIxtySIx
43
gUt ZU wISSEn
Geschäftsleiter Pro Senectute Kanton Luzern
SchwEIZER gESchIchtE, tEIL 13
dr. phil. Walter steffen über
Frontenfrühling und Widerstand.
Profitieren und Gutes tun.
Wichtige adressen von Pro senectute
Kanton luzern.
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3
im zenit
Wer kennt nicht die sonore Stimme aus Radio und Fernsehen, die über viele Jahrzehnte
hinweg kompetent, sachlich und auch sehr kritisch über die Krisenherde im Nahen
und Mittleren Osten berichtet hat? Im Juli wird der renommierte Polit-Journalist Erich
Gysling 80 Jahre alt. Und immer noch ist er unterwegs.
«Fremdsprachen sind
für mich Kultur»
von christina mattli
«Wir machen das ganz locker», sagt Erich Gysling zu Beginn
des Gesprächs. Als medienerprobter Journalist und gefragter Referent gehören Interviews vor und hinter dem Mikrofon zu seinem Alltag. Und bei seiner Tätigkeit als Reiseleiter
für «Background Tours» kommt ihm dies ebenfalls entgegen. 1996 hat er das Reisebüro zusammen mit Ruedi Bless
gegründet. Da war er 60 und noch beim Schweizer Fernsehen. Ab 1961 arbeitete er für die «Tagesschau» und war
Mitbegründer der «Rundschau». Zehn Jahre lang war er
Chef des Auslandsressorts der «Weltwoche», bevor er ab
1982 wieder zum Fernsehen stiess.
«Mit 60 bin ich weg vom Fernsehen», erzählt er. «Ich
hätte zwar bis 65 bleiben können, habe mich damals aber
entschieden, Neu-Unternehmer zu werden.» Das Reise-
Zur Person:
erich Gysling (Jahrgang 1936) besuchte die Schulen in
Zürich und studierte in Wien Kulturgeschichte. Sein journalistischer Weg führte über Tages- und Wochenzeitungen
zum Schweizer Fernsehen, wo er u.a. die Sendung «Rundschau» mitbegründete, Chefredaktor des ganzen Informationsbereichs, Leiter der «Tagesschau» und der «Rundschau»
war. Von 1994 bis 1996 war er zudem Chefkommentator
für politische Ereignisse und Sonderkorrespondent für Russland. Erich Gysling absolvierte während seiner journalistischen Karriere ein Arabisch-Studium und verfasste drei
Bücher über dieses Thema. Er ist überdies Autor weiterer
Publikationen. Heute ist er Chefredaktor der «Weltrundschau» und in freier Form für elektronische Medien und Zeitungen tätig. Erich Gysling bereist regelmässig die Länder
des Nahen Ostens, Iran, die Kaukasus-Region und Zentralasien und ist Mitbegründer von «Background Tours», wo er
als Reiseleiter tätig ist: «Background Tours», Neuengasse
30, 3011 Bern, Telefon 031 313 00 22, infobackground.ch
4
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büro, für welches er seither als Reiseleiter fungiert, ist auf
politische Reisen spezialisiert. Diese führen ihn sechsmal
pro Jahr für je zwei Wochen in Länder, die eher nicht auf der
touristischen Landkarte stehen. 2016 etwa begleitet er Reisen in den Iran, nach Kiew und Jordanien. Für Referate steht
er jährlich 40 bis 50 Mal im Einsatz und schreibt Zeitungsartikel, Kommentare und Textbeiträge für verschiedene
Buchpublikationen.
Ein eigenes Buchprojekt hat der Autor verschiedener Bücher derzeit nicht. «Ich fände es verwegen, die aktuelle politische Situation im Nahen und Mittleren Osten zu kommentieren oder zu analysieren», erklärt er. Obwohl das so auch
nicht ganz stimmt. Seit über 40 Jahren ist er Chefredaktor
der «Weltrundschau». Das Buch erscheint einmal jährlich in
sechs Sprachen. «Leider dieses Jahr zum letzten Mal», bedauert er. Das Internet lässt grüssen! Für das 340 Seiten starke
Buch steht er rund 100 Tage im Einsatz. «Früher hatten wir
eine treue Leserschaft in Island – sagenhafte 2000 Exemplare!» Dass «Die Weltrundschau» dort nicht mehr erhältlich
sei, liege an der Überalterung. «Überalterte» Leserinnen und
Leser? Gysling lacht: «Nein, ‹überaltert› waren der Verleger
und der Übersetzer, beide Mitte 80.»
Immerhin ist Erich Gysling auch schon fast 80. Und er
ist immer noch unterwegs. Warum? «Ich lerne immer wieder Neues kennen, gerade in Regionen, in denen ich bereits
war.» Das vertiefe seine Kenntnisse. «Ich muss nicht immer
neue Länder entdecken», präzisiert er. «Ich war zum Beispiel noch nie in China oder in Japan, und vermutlich werde
ich da wohl auch nie hinreisen.»
Woher kommt diese bis heute ungebrochene Reiselust?
«Ich war bereits in meiner Kindheit gerne unterwegs», sagt
er. Mit elf lernte er Velo fahren. Von da an gab es kein Halten
mehr. Jung Erich fuhr rund um die Schweiz, meisterte alle
fotos: Peter lauth
erich Gysling: «ich halte
40 bis 50 referate pro Jahr
und reserviere mir täglich
eine stunde für sprachstudien. solange es mir
gesundheitlich gut geht,
werde ich unterwegs und
auf reisen sein.»
Pro senectute Kanton luzern 1 | 16
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Im ZenIt
Pässe und pedalte bis nach Genua. Mit einem Velo, das weder Mountainbike noch hochgezüchtetes Rennrad war.
Damit kommt man nicht an einem Tag nach Genua. «Nein,
nein», schmunzelt er, «aber Como habe ich in einem Tag
gemacht. Das war hart, trotz Veloverlad in Amsteg und
Bahnfahrt bis Airolo.» Auslöser seiner Reisefreude sei die
Lust gewesen, andere Kulturen zu entdecken, zu erfahren,
wie andere Menschen leben.
Sein Studium absolvierte Erich Gysling in Wien mit
Schwerpunkt «Zensur des Regimes Metternich im Wien des
19. Jahrhunderts». Da drängt sich die Frage auf, inwiefern
die Attacke im Januar 2015 auf die Satirezeitschrift «Charlie
Hebdo» wegen islamkritischer Karikaturen mit seinem Studienthema verglichen werden kann. Die Antwort kommt
prompt: «Das Metternich-Regime war eine Diktatur.» Damals wurden Zensoren ins Theater geschickt, um regimekritische Stücke zu melden. «Es gab null Toleranz gegenüber Regimekritikern.»
Regimekritiker wie Johann Nestroy liessen sich davon allerdings nicht einschüchtern. Seine Stücke wurden in den
Vororten gespielt, meist in Dialekt. Davon hatten die Zensoren wenig Ahnung, da sie der gehobenen Klasse angehörten.
«Nestroy war clever», erzählt Gysling, «getreu dem Motto
‹Der Adler lernt besser sehen und der Hase schneller rennen›
hat Nestroy der Zensur immer wieder ein Schnippchen geschlagen.» Und fügt an: «Mein Studium hat mich in Sachen
Zensur von heute nicht schlauer gemacht.» Hingegen stelle
sich heute die Frage: Wie kann eine freie Gesellschaft weiterhin frei bleiben? Wo werden wir missbraucht? «Auf diese
Fragen gibt es bisher noch keine gültigen Antworten. Auch,
weil man von Fall zu Fall entscheiden muss. Hier ist klar eine
gewisse Hilflosigkeit zu spüren», stellt er fest.
Hat der Journalist Erich Gysling, der meist aus Krisengebieten berichtet hat, ebenfalls Zensur erlebt? «Da gibt es
schon ein paar Episoden», sagt er. «Als ich in Ägypten einen
Beitrag gedreht habe, haben wir den im Schneideraum des
ägyptischen Fernsehens bearbeitet. Mit dabei war eine Zensorin. Da gab es Strassenszenen, vor denen der Kommentator seinen Text sprach. Bei einer für uns völlig harmlosen
Szene griff die Zensorin ein. Im Hintergrund war der Tahrir-Platz zu sehen und ein Eselskarren. Diese Szene musste
geschnitten werden, weil ein Eselskarren nach ägyptischer
Lesart Rückständigkeit bedeutet.»
Auch in Israel sei er schon zensuriert worden. «Im Nahen Osten ist das gang und gäbe. Da kann man nicht viel
dagegen machen.» Als schreibender Journalist sei man
freier. «Vor Ort sammelt man Informationen und schreibt
den Artikel in der Schweiz, wo er veröffentlicht wird. Da hat
man keine ausländischen Zensoren im Nacken.»
Nach dem Studium wurde Erich Gysling Journalist bei
der Tageszeitung «Düsseldorfer Mittag» und dem Radio-
sender RIAS Berlin, bevor er zum Schweizer Fernsehen und
der «Tagesschau» wechselte. Seine journalistische Leidenschaft hatte er aber bereits früher entdeckt. «Während des
Studiums habe ich für den Tages-Anzeiger geschrieben.
Meist Buchbesprechungen. Das war ein willkommener
finanzieller Zustupf.» Das Reizvolle am Journalismus sei,
dass man ständig Neues lernen könne. «Als Journalist hat
man Zugang zu Themen und Gebieten, zu denen man sonst
keinen Zugang hat. Journalismus ist ein Lernberuf.»
Obwohl er als Auslandskorrespondent immer wieder viele
Hürden überwinden musste, bis er für gewisse Länder ein
Visum bekommen hat, eröffnete ihm sein Journalistenausweis vor Ort oft Tür und Tor.
Neuanfang als Reiseunternehmer
Trotz seiner Leidenschaft für diesen «Lernberuf» zog Erich
Gysling 1996 mehr oder weniger einen Schlussstrich unter
seine Journalistenkarriere und wagte mit 60, wenn andere
sich langsam auf die Pensionierung vorbereiten,
einen Neuanfang als Reiseunternehmer. Manche Menschen
brauchen immer wieder neue Herausforderungen. Erich
Gysling auch? «Nein, eigentlich nicht. Im Grunde wäre ich
gerne beim Schweizer Fernsehen geblieben. Und blieb ihm
ja auch nachher noch erhalten.» Aber damals seien gewisse
Infotainment-Tendenzen am Leutschenbach spürbar geworden. «Damit hatte ich Mühe.»
Als Reiseleiter ist er so leidenschaftlich unterwegs wie
zuvor als Journalist. Und die eine Tätigkeit lässt sich nicht
ganz von der anderen trennen. Bei diesen Reisen profitiert
Erich Gysling nicht nur von seinen Landeskenntnissen, sondern auch von seinen Sprachkenntnissen. Ihm wird nachgesagt, dass er sieben Sprachen beherrscht. «Was das betrifft,
können wir auch von elf Sprachen reden», sagt er und lacht.
Es komme darauf an, was man unter «Sprachkenntnisse»
verstehe. Seine Fähigkeiten sind trotzdem beeindruckend.
Referate hält er ohne Manuskript in Deutsch, Englisch und
Französisch. «Für Italienisch brauche ich ein Manuskript,
auf Spanisch etc. kann ich Literatur lesen.» Sein Schwedisch
reiche für Zeitungslektüre, Nachrichten am Fernsehen und
etwas Konversation. Das gilt auch für Russisch, Persisch und
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Arabisch. Und wie schafft man das mit 80? «Ich reserviere
mir täglich eine Stunde für Sprachstudien, denn ich reise
fast nie in ein Land, das ich nicht kenne und dessen Sprache
mir fremd ist. Sprache ist Kultur.»
Was für ihn das schönste Reiseerlebnis war, kann Erich
Gysling nicht auf Anhieb sagen. Nach einigem Überlegen
entscheidet er sich für Botswana. «Ich mache viele Campingreisen in Botswana. Die Zelte stehen mitten in der
Natur. Und es gibt kein tolleres Gefühl, als wenn Löwen
oder Hyänen ganz dicht vors Zelt kommen.» Keine Angst
vor den Löwen? «Aber nein», lacht er, «die machen nichts!»
Eines der schlimmeren Erlebnisse hatte er in Kenia. Da war
er mit einer Reisegruppe auf dem Flughafen gelandet und
sollte auf einen Anschlussflug umsteigen. «Den gab es aber
nicht», erzählt er, «weil es die Fluglinie nicht mehr gab. Da
stand ich dann mit zehn Leuten – ohne Hotel, ohne Gepäck
und ohne Visum für das Zielland.»
Zurück zum jungen Erich Gysling, der in den 60er-Jahren bei der «Tagesschau» gelandet war. Was noch lange nicht
bedeutet, dass man zu einem der einflussreicheren Auslandskorrespondenten des Schweizer Fernsehens avanciert.
«Das war reiner Zufall», erinnert er sich. 1968/69 war der
Konflikt zwischen Israel und Palästina brandaktuell. Also
InSerate
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beschloss man bei der «Tagesschau», jemanden dorthin zu
schicken.» Und da er gerade frei war, schickte man ihn. «Offenbar hat mein erster Einsatz überzeugt, und ich wurde
noch zweimal hingeschickt. Diese Einsätze haben mich
dazu motiviert, am Orientalischen Institut in Zürich Arabisch zu studieren.
Es ist undenkbar, diesen Experten nicht nach seiner
Einschätzung zur derzeit hochbrisanten Situation in diesen
Gebieten zu befragen. Die Gegend ist nicht erst seit heute
ein Pulverfass, das dauernd zu explodieren droht. Die Konflikte schwelen seit Jahrzehnten, wenn nicht schon länger.
«Das ist so. Aber immer wieder auf unterschiedliche Art
und Weise.» Als Beispiel führt er den «arabischen Frühling»
an, den er lieber als «Arabellion» bezeichnet. «In diesen
Ländern herrscht eine andere Vorstellung von Demokratie –
eine, die man mit der westlichen Vorstellung nicht vergleichen kann.»
Europa ist ein begehrtes Auswanderungsziel für Länder,
in denen Krieg und Elend herrschen und Zehntausende in
Flüchtlingslagern leben. Letzten August hat Angela Merkel
alle willkommen geheissen unter dem Motto «Wir schaffen
das!». Heute steht sie wegen dieser Aussage in der Kritik.
«Ich finde es billig, Angela Merkels Willkommenskultur
im zenit
vom August zu verurteilen. Damals präsentierte sich eine
andere Lage. Die Lebensmittelzahlungen der UNO an die
Flüchtlingslager rund um Syrien wurden halbiert oder ganz
gestrichen. Und stellen Sie sich vor: Ich bin im Lager, habe
Frau und zwei Kinder und das bisschen, das ich bisher bekommen habe, wird halbiert oder ganz gestrichen. Das Geld
schwindet von Tag zu Tag.» Dann komme ein Schlepper
und sagt, dass zwischen Griechenland und Mazedonien
Zäune gegen illegale Einwanderer errichtet werden. Da
kaufe man sich halt mit dem letzten Geld eine Schlauchbootüberfahrt, bevor es zu spät ist. Nachdenklich fügt er an:
«Was würden Sie in dieser Situation machen?»
Fragen über Fragen, aber keine Lösungen. Oder doch?
«Syrien stellt keine Waffen her», sagt Erich Gysling, «die liefern Russland, der Westen und andere arabische Staaten, die
vom Westen unterstützt werden. Es geht immer um Geld,
Einfluss und Ideologie. Die Saudis wollen in Syrien ein sunnitisches Regime installieren. Das religiöse Element darf
man nicht ausser Acht lassen.» Der IS sei vergleichbar mit
dem Regime in Saudi-Arabien. «Die Ideologie beider Systeme ist vergleichbar. Beide wollen diese durchsetzen.»
Was die Radikalisierung in der Schweiz angeht, sei das
übrigens nichts Neues, fügt er an. Stimmung gegen Fremde
habe es auch in der Schweiz schon immer gegeben. Spätestens seit 1968 mit James Schwarzenbach. «Wir Schweizer
klagen auf einem fürchterlich hohen Niveau. Die Schweizer
sind nicht bereit, Opfer zu bringen; dafür müssten sie ihre
Wohlfühlzone verlassen», sagt Erich Gysling.
Dass Terroranschläge inzwischen auch Europa erreicht
haben, hat ihn überrascht. «Ich habe das nicht kommen
Nie und nimmer:
was möchten sie nie erleben?
Grausamkeiten gegenüber Mensch und Tier.
wohin würden sie nie reisen?
In die Zentralafrikanische Republik.
wen oder was werden sie nie vergessen?
Die erste Begegnung mit meiner Frau.
was würden sie nie essen?
Gänseleber, Kalbfleisch. Fleisch ganz allgemein, ich bin
Vegetarier.
was würden sie nie lesen?
«Nicht ohne meine Tochter.»
welche musik würden sie nie hören?
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10
Pro senectute Kanton luzern 1 | 16
Kompetenz, die lächelt.
Gsond ond
zwäg is Alter
sehen. Ich war der Meinung, dass die, die sich auf die beschwerliche Balkanroute begeben haben, nicht in Terroristenkreisen landen.» Terroristen könnten offenbar einfacher
einreisen als Asylanten, was das Beispiel eines Pariser Attentäters im Januar gezeigt habe. Er ist sechsmal innerhalb
Europas ein- und ausgereist. Hilfe vor Ort wäre seiner
Meinung nach ein Ansatz. Rund um Syrien, in den Flüchtlingslagern. Leider sei der Westen heuchlerisch gegenüber
den Staaten im Nahen Osten. «Mit denen macht man nach
wie vor gute Geschäfte und liefert Waffen.»
Erich Gyslings Lebensmittelpunkt liegt trotz seiner Reiseaktivitäten in der Schweiz. Aber vielleicht hat sich der
Vielreisende auch schon mal Gedanken übers Auswandern
gemacht. «Ich lebe gerne in der Schweiz», erklärt er. «Tatsächlich habe ich am Ende meiner Fernsehtätigkeit meiner
Frau immer mal wieder scherzhaft vorgeschlagen, nach
Paraguay auszuwandern.» Das Leben dort sei billig und die
AHV würde reichen. «Meine Frau war dagegen mit dem Argument ‹Was soll ich in Paraguay›? Heute gibt es für mich
keinen Grund mehr zum Auswandern. Und meine Frau reagiert seither allergisch, wenn ich das Wort Paraguay in den
Mund nehme.»
Apropos Frau: Erich Gyslings Ehefrau war Psychoanalytikerin mit eigener Praxis. Heute malt und zeichnet sie. Da
liegt die Frage nahe, ob die Fachfrau den Reiselustigen wegen
seiner auch mit 80 ungebremsten Reiselust analysiert habe.
«Um Gottes willen, nein! Meine Frau kommt manchmal mit
auf eine meiner Reisen. In den Iran zum Beispiel kommt sie
gerne.» Und wie lange reist Erich Gysling noch? «Solange es
mir gesundheitlich gut geht, werde ich unterwegs sein.»
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Das ganze Leben
lang in Bewegung
Emma Ammann-Theiler
(84) und Marcus Michelotti
(71) waren zeitlebens unterwegs und sind es immer
noch. Sie erzählten ZenitRedaktorin Esther Peter
von den spannenden
Erlebnissen während Ihres
fotos: esther Peter
Unterwegsseins.
Marcus Michelotti, 71, Meggen
Marcus Michelotti ist viel und oft unterwegs. Das war in Teenagertagen so
und jetzt im Pensionsalter erst recht.
Dabei stand nie der Leistungsgedanke
im Vordergrund. Die tägliche Bewegung ist ihm wichtig. Dazu gehörten
Sportarten wie Skifahren, Langlaufen,
Segeln, Tennis oder Wandern.
Die Freude am Wandern kam 1995,
als er seine Leidenschaft fürs Golfspielen entdeckte. Nach der Pensionierung
vor knapp sechs Jahren konnte er diesem
Hobby noch intensiver frönen. Dies,
nachdem er sich die Frage nach seinen
weiteren Lebenszielen gestellt hatte.
In seinem zweiten Wohnsitz in
Ronco sopra Ascona verliebte sich
Marcus Michelotti in die typischen
Tessinerwälder. Nach und nach füllte
12
Pro senectute Kanton luzern 1 | 16
sich der «Wanderrucksack» des Meggers, der in Luzern aufwuchs. Doch es
blieb nicht bei dieser einen sportlichen
Tätigkeit. Im Bildungs-+Sport-Kursprogramm von Pro Senectute stiess
der Pensionär auf einen Schnupperkurs im Fechten. Spontan meldete er
sich an und blieb «hängen». Seither ist
Degenfechten ein fester Bestandteil im
Wochenprogramm des Rentners.
Nach diesem Neubeginn fühlte
sich der 71-Jährige je länger, je mehr
bereit, noch etwas Grösseres anzupacken. Spontan schloss er sich der Idee
seines Sohnes Patrick an, der mit einer
Reise nach Tansania und dem Besteigen des 5895 Meter hohen Kilimanjaro
liebäugelte. Neun Monate blieben zur
Vorbereitung und Umsetzung dieses
PersönlichKeiten
Vorhabens. Marcus Michelotti überliess dabei nichts dem Zufall. Nach einem ärztlichen Gesundheitscheck und
einem Belastungs-EKG stand dem
Abenteuer nichts mehr im Wege.
Als sportliche Vorbereitung dienten ihm seine gewohnten Tätigkeiten.
Golfen, Fechten, Wandern sowie der
tägliche Spaziergang bei Wind und
Wetter. Dieser Einsatz hat sich gelohnt.
In den frühen Morgenstunden am
Montag, 12. Oktober, stand der ehemalige CEO einer Marketingfirma auf
dem Uhuru Peak, 5895 Meter über
Meer. Es blieb nicht allzu viel Zeit zum
Geniessen. Umarmungen, Freudentränen, Fotos, und bereits drängte der
Führer zum Abstieg. «Es waren verrückte Momente, die kaum zu beschreiben sind. Das Gletschermassiv,
die rotgelbe Sonne am Aufgehen, die
Nebelschwaden an den Berghängen.
Diese Stimmung genossen wir alle
praktisch ohne Worte.»
Es sei ein eindrückliches Erlebnis
gewesen, erzählt Marcus Michelotti,
«und dass ich dieses mit meinem Sohn
Patrick teilen durfte, macht es noch
wertvoller.» Und beim Betrachten der
Fotos gibt es stets viel zu erzählen.
Obwohl er gerne an dieses Abenteuer zurückdenkt, ist der Alltag längst
wieder eingekehrt. Nun haben wieder
die gewohnten Sportarten ihren fixen
Platz im Wochenplan von Marcus
Michelotti. Ein nächstes grösseres Projekt ist derzeit nicht geplant. Aber die
Besteigung des Kilimanjaro stand damals ja auch nicht zuoberst auf seiner
«To-do-Liste». So wird er auch in Zukunft viel unterwegs sein und neugierig
bleiben auf alles, was noch folgt. )
Emma Ammann-Theiler, 84, Littau/Luzern
Das «z Märt» gehen wurde Emma Ammann in die Wiege gelegt. «Es lag mir
im Blut», wie sie selber zu pflegen sagt.
Aufgewachsen auf dem Littauer Ruopigenhof verkaufte sie bereits als
Schulkind jeweils im Herbst während
ein paar Wochen Baumnüsse auf dem
Markt. Diese Tätigkeit gefiel ihr. «So
war das Sammeln und Auflesen der
Nüsse nicht umsonst. Und es gab
für diese nicht immer so angenehme
Arbeit am Ende einen Batzen in die
Haushaltskasse», schmunzelt die heute
84-Jährige.
So war für sie schon früh klar, dass
sie die familiäre Markttradition auch
nach ihrer Hochzeit mit dem Nachbarn
und dem Umzug in den Bodenhof
fortführen wollte. Bald sorgten fünf
Kinder für Leben auf dem Bauernhof
– doch auch sie wurden bald in die
Marktgewohnheiten mit eingebunden. Auf dem Hof herrschte aber nicht
nur an den Markttagen emsiges Treiben. Säen und Ernten waren in den
Sechzigerjahren praktisch ausschliesslich Handarbeit. Entsprechend viel
Zeit musste dafür aufgewendet werden. Die Tage der jungen Bauersfrau
waren also mehr als nur ausgefüllt.
An Markttagen klingelte der Wecker von Emma Ammann kurz nach
vier Uhr. Spätestens um fünf Uhr
musste der Wagen mit dem am Vortag
frisch geschnittenen Gemüse und dem
saisonalen Obst fertig geladen sein.
Zuerst mit Pferd und Anhänger, später
mit einem kleinen VW Käfer ging es
dann Richtung Luzern – bei Wind und
Wetter.
Es blieb jeweils nicht allzu viel Zeit,
um die Ware auf dem vier Meter langen Stand an der Reuss marktgerecht
herzurichten. Die Familie war aber ein
eingespieltes Team, alle hatten ihre
Aufgaben. Das Auf- und Abräumen
ging ohne grosse Worte vonstatten.
Dafür blieb danach hie und da etwas
Zeit für einen kurzen Schwatz mit der
Kundschaft. Emma Ammann pflegte
zu allen einen sehr guten Kontakt und
durfte auf eine grosse Stammkundschaft zählen. Dieses Ritual gehörte
von 1954 bis 1990 fix zu ihrem Leben.
Mittlerweile ist es in ihrem Leben etwas ruhiger geworden. Sie ist nicht
mehr so oft unterwegs. An die Marktzeit erinnert sie sich aber stets gerne.
Ihre Augen strahlen, wenn sie davon erzählt. Sie gerät ins Schwärmen, und ihre
Erzählungen sind so lebhaft, als sei sie
erst gestern noch an der Reuss – oder
später dann etwas geschützter unter der
Pfisteren – z Märt gewesen. Es sei eine
wunderschöne, aber strenge Zeit gewesen, sagt sie. «Wenn es regnete, extrem
kalt oder der Zahltag bei den Kunden
noch nicht eingetroffen war, spürten
wir dies schnell an den Einnahmen.»
Doch nicht einmal in solchen Situationen habe sie sich gefragt, wieso sie diese
Strapazen in Kauf nehme. «Der Markt
gehörte zu meinem Leben. Ich hätte mir
nichts Schöneres vorstellen können.»
Sie ist unglaublich stolz, dass die
Markttradition auch nach der Übergabe des Hofes an ihren Sohn weitergeführt wurde. Bereits steht mit dem
Grosskind die nächste Generation
bereit, um in ihre Fussstapfen zu treten. Jetzt allerdings nicht mehr mit
Pferd und Wagen, sondern mit dem
Lieferwagen.
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Pro senectute Kanton luzern 1 | 16
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Pro senectute Kanton luzern 1 | 16
eit
Kreativität
Fotos: Peter Lauth
«Das Glück hat
mich immer
wieder an etwas
herangeführt.»
Chantal Jansen war in ihrem Berufsleben stetig unterwegs und machte dabei viele
nicht alltägliche Erfahrungen.
«Ich hatte ein abwechslungsreiches Leben», bilanziert die
71-Jährige, «weil das Glück mich immer wieder an etwas
herangeführt hat.» Nach der Bezirksschule im Institut der
Baldegger Schwestern in Bourguillon wurde Chantal Jansen
klar, dass sie nicht ins väterliche Geschäft eintreten, sondern
Richtung Pflege gehen wollte. Obwohl die Familie ihren
Wunsch zunächst nicht unterstützte, fand sich in Fribourg
eine passende Kinderpflegerinnenschule. In den diversen
Praktika fühlte sich die noch unerfahrene Pflegerin allerdings
häufig überfordert. So sei sie zeitweise für 32 Wöchnerinnen
zuständig gewesen, was sehr belastend war.
Weil die Schule auch eine auf begüterte Familien spezialisierte Stellenvermittlung betrieb, wurde Chantal Jansen
Nurse in einer vornehmen Grossfamilie in Spanien, wo gerade das elfte Kind in der hauseigenen Kapelle getauft worden
war. Nach zwei Jahren und zwei weiteren Kindern wollte die
junge Frau noch etwas anderes sehen und wechselte zu einem
Bruder des damaligen Fürsten von Liechtenstein. «Dort war
es von der Familiengeschichte her zwar interessant, aber viel
formeller und für mich langweiliger», erinnert sie sich.
Als eine Kollegin eine Stelle in Amerika antrat, sagte sich
Chantal Jansen: «Das will ich auch.» In einer politisch turbulenten Zeit betreute sie zwei Jahre die Kinder einer republikanischen Familie in New Jersey. Dann kehrte sie in die Schweiz
zurück und begann die Krankenpflegeausbildung an der
Schwesternschule Ilanz, die von den Dominikanerinnen geführt wurde. Die offene Art dieser Klostergemeinschaft gefiel
ihr und bewog sie, dem Orden beizutreten.
Es folgten Einsätze in verschiedenen Spitälern und
schliesslich als Assistentin an der Krankenpflegeschule. Sie
absolvierte die Ausbildung zur Lehrerin – ein paar Jahre
später wurde sie Schulleiterin. Zehn Jahre lang erfüllte sie
diese Aufgabe mit so viel Eifer und grossem Engagement,
dass eine Erschöpfungsdepression sie zum Aufgeben zwang.
Die körperliche Arbeit auf dem klösterlichen Bauernhof half
ihr, zu sich selbst zu finden. Dieser Prozess dauerte drei Jahre.
Für die mittlerweile fast 50-Jährige war klar, dass sie nicht
zurück in die Schule wollte. Sie konnte sich damals auch nicht
vorstellen, irgendwo hingeschickt zu werden.
Im Sinne einer Neuorientierung liess sie sich vom Orden
beurlauben und meldete sich auf ein Inserat des Alterswohnheims Chrüzmatt in Hitzkirch als stellvertretende Pflegedienstleiterin. Sie wurde mit offenen Armen empfangen. «Es
war für mich wie ein Nachhausekommen», sagte sie, «plötzlich ging alles auf.» Sie fand eine Wohnung, in der sie noch
immer lebt, und durfte in der Chrüzmatt während 12 Jahren
viele Ideen umsetzen. Ihren Plan, in ein Waisenhaus nach
Afrika zu gehen, liess Chantal Jansen nach zwei Aufenthalten
dort wieder fallen. Dazwischen bekam sie eine Anfrage vom
Altersheim Ibenmoos für einen temporären Einsatz, aus dem
fast ein ganzes Jahr wurde: «Es war eine super Erfahrung und
ein wunderbarer Abschluss meiner beruflichen Tätigkeit.»
Ruhig wurde es danach jedoch nicht: Chantal Jansen
lernte jodeln, schöpft Kraft aus dem Singen, engagiert sich in
einem Verein, der im süddeutschen Schopfheim ein Seminarhaus auf die Beine gestellt hat, leitete für Pro Senectute und
die Alzheimervereinigung fünf Jahre lang eine Gesprächsgruppe für Angehörige von Demenzpatienten, schwimmt
gerne, spielt Blockflöte und ist auch in der Pfarrei aktiv.
Ein stationenreiches Leben fürwahr.
Sonja Hablützel
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Foto: Peter Lauth
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unterwegs
Der hohe Preis im Kampf
um Gerechtigkeit
Ali R. Celik kam 1985 als Asylsuchender
in die Schweiz. Heute ist er Sozialarbeiter und vertritt die Grüne Partei im
Bei den Diskussionen über die Flüchtlingsthematik vertritt
Ali R. Celik, 1952, seine Ansichten fundiert und differenziert. Er weiss, wovon er spricht, ist er doch einer jener Asylsuchenden, die es geschafft haben. Trotz Gefängnis, Folter,
Flucht und dem Aufbau einer neuen Existenz unter schwierigen Bedingungen wirkt er nicht verbittert, sondern sucht
konstruktiv nach Lösungen.
Von kurdisch-alewitischer Abstammung und in Zentralanatolien aufgewachsen, war Ali Celik viereinhalb Jahre als
Gemeindevorsteher in seinem Herkunftsdorf tätig. Wegen
seiner politischen Tätigkeit war er nach dem Militärputsch
im Jahre 1980 zuerst mehrmals in Untersuchungshaft, dann
im Gefängnis und lebte anschliessend im Untergrund. «Ich
kämpfte für die Gerechtigkeit und wusste von Anfang an
um den hohen Preis. Das Schlimmste war für mich nicht
die Folter, sondern mitzuerleben, wie mein 80-jähriger
Grossvater, der mich bei der Verhaftung schützen wollte,
brutal zusammengeschlagen wurde», zeigt Ali R. Celik die
Ursachen für seine Flucht auf. An Leib und Leben bedroht,
kam er 1985 als Asylsuchender in die Schweiz.
Vorwiegend im Selbststudium lernte er Deutsch und arbeitete zehn Jahre als Maler. Er fand schnell Kontakte,
konnte ein Beziehungsnetz aufbauen und engagierte sich
aktiv in Gruppen für Migrationsfragen. «Ich arbeitete sehr
hart, wollte jedoch nicht einfach Geld verdienen und konsumieren, sondern an der Gesellschaft teilhaben und meinen Platz darin finden.» Berufsbegleitend absolvierte er die
Ausbildung zum Sozialarbeiter und studierte ab 2001
Soziologie mit Geschichte und Philosophie im Nebenfach.
Die zehnjährige Dauer des Einbürgerungsverfahrens und
die mehrmalige Ablehnung seines Einbürgerungsgesuchs
ohne Begründungen belastete ihn schwer. Er konnte es
rational nicht verstehen. «Es hat mich enttäuscht und viel
Nerven, Zeit und Geld gekostet.» Heute arbeitet der Vater
von vier erwachsenen Kindern und sechsfache Grossvater
als Sozialarbeiter beim SAH Zentralschweiz. Seit 2011 ist er
als Vertreter der Grünen Partei Mitglied des Grossen Stadtrates und der Sozialkommission der Stadt Luzern.
foto: Peter lauth
Grossen Stadtrat in Luzern.
Ali R. Celik versteht die Ängste in der Bevölkerung angesichts der grossen Anzahl von Flüchtlingen, worauf die
Politik nicht vorbereitet war. Doch deprimieren ihn die
über Politik und Medien konstruierten und pauschalisierten Vorurteile. «Es geht doch um Menschen, um Familien,
von denen die meisten ihr Zuhause nicht freiwillig verlassen haben.» Er wünscht sich deshalb eine sachliche Politik,
die in differenzierten Diskussionen nach realistischen
Lösungen sucht, anstatt die Migrationsthemen auf der Suche nach möglichst vielen Stimmen zu instrumentalisieren
und zu bewirtschaften.
Mittelfristig findet er es wichtig, die Lebensbedingungen in
den Herkunftsländern zu verbessern, ist er doch überzeugt:
«Die Flüchtlinge würden mehrheitlich wieder gehen, weil
sie hier keine Aufstiegschancen sehen.» Er betont auch die
Bedeutung der Integrationsmassnahmen, die sich seit seiner
Ankunft stark verbessert haben: «Gute Rahmenbedingungen
bei der Integration tragen dazu bei, dass die Füsse der Flüchtlinge wieder auf festem Boden stehen können. Dazu gehören
Aufnahmebereitschaft, Offenheit und Zuneigung der Einheimischen gegenüber den Fremden. Diese müssen jedoch auch
selber aktiv werden und sich bemühen.»
Wichtig sei ein Blick weit über die Landesgrenzen hinaus
verbunden mit dem Bewusstsein, dass alles, was in der Welt
geschieht, mit der Schweiz verknüpft ist und die aktuellen
Geschehnisse uns alle betreffen, Eingesessene wie Migrantinnen und Migranten. «Die Gesellschaft ist ständig im Wandel.
Wir können uns nur dann weiterentwickeln, wenn uns dies
bewusst ist.»
monika fischer
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sterben
Zwischen Schicksal
und Selbstbestimmung
War Sterben früher einmal fremdbestimmtes Schicksal, so wird es ist heute je länger, je
mehr und in hohem Masse von den Entscheidungen der Menschen abhängig und damit
in die eigene (Mit-)Verantwortung gestellt. Das macht die Sache eindeutig schwieriger.
Während Jahrhunderten war das Sterben für Menschen
der Inbegriff der Erfahrung eines fremd verfügten Schicksals. Mangels medizinischer Möglichkeiten blieb nichts
anderes übrig, als sich der Wirklichkeit des Todes zu stellen und das Sterben zu gegebener Zeit hinzunehmen. Wie
immer man es interpretierte: ob als Folge natürlicher Prozesse, als Zumutung des Schicksals oder als Entscheid des
«Herrn über Leben und Tod» – im Sterben machten Menschen die Erfahrung, nicht Herren über ihr eigenes Leben,
sondern einer höheren Macht unterworfen zu sein.
Diese Erfahrung wurde aufgrund neuer medizinischer
Entwicklungen zunehmend durch eine neue Erfahrung
des Sterbens überlagert. Im Kampf gegen das Sterben entwickelte die Medizin immer mehr Möglichkeiten, den
Tod hinauszuschieben und das Leben zu verlängern. Folge
davon war ein markanter Anstieg der durchschnittlichen
Lebenserwartung und eine Zunahme von Situationen am
Lebensende, in denen medizinisch über Weiterleben oder
Sterbenlassen entschieden werden muss.
So dankbar die meisten von den lebensverlängernden
Möglichkeiten moderner Medizin Gebrauch machen, so
sehr entwickelte sich zugleich die Befürchtung, im Sterben
zwar nicht mehr einem blinden Schicksal, wohl aber der
Eigendynamik einer Hightech-Medizin und einer ärztlichprofessionellen Fremdbestimmung unterworfen zu werden, die es einem verunmöglichen, zur rechten Zeit sterben
zu dürfen. Dagegen erhob sich Kritik. Sie äussert sich unter
anderem in der Forderung nach dem «Recht auf den eigenen Tod» oder nach einem «selbstbestimmten Sterben».
* dr. heinz rüegger, theologe, ethiker
und gerontologe, wissenschaftlicher
mitarbeiter am institut neumünster,
einem interdisziplinären Kompetenzzentrum für fragen des alters innerhalb
der stiftung diakoniewerk neumünster
(zollikerberg).
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Unter dem Schlagwort des selbstbestimmten Sterbens
wird meist nur das Phänomen des begleiteten Suizids diskutiert, wie er etwa durch Exit ermöglicht wird. Das gibt
ein völlig verzerrtes Bild der Realität wieder. Begleitete
Suizide stellten 2013 in der Schweiz nur 0,9 Prozent aller
Todesfälle dar. Eine 2003 veröffentlichte Studie einer
internationalen Forschergruppe ergab jedoch, dass in der
Schweiz in 51 Prozent der Todesfälle das Sterben erst
erfolgte, nachdem bewusste Entscheidungen vorausgegangen waren, die betroffene Person sterben zu lassen.
Nach Aussagen des bekannten Palliativmediziners Prof.
Gian Domenico Borasio von der Universität Lausanne liegen sogar bei 75 Prozent der Sterbefälle in der Schweiz Situationen vor, in denen bewusst entschieden werden
müsste, ob das Sterben zugelassen oder durch lebensverlängernde Massnahmen verhindert werden soll.
sich für das sterben entscheiden
Wer aber hat denn zu entscheiden? Die Frage ist rechtlich
gesehen klar: der betroffene Patient selbst. Und wenn er
dazu nicht mehr in der Lage ist, liegt die Entscheidung bei
den in Art. 378 ZGB festgelegten vertretungsberechtigten
Personen in medizinischen Angelegenheiten. Diese haben
sich streng am mutmasslichen Willen, also der zu vermutenden Selbstbestimmung des betroffenen Patienten, zu
orientieren. Das bedeutet: Sterben unter den real existierenden Bedingungen des heutigen Gesundheitswesens in
der Schweiz ist in der Mehrheit der Fälle so oder so «selbstbestimmtes Sterben».
Oder wie es der Palliativmediziner Roland Kunz einmal
formuliert hat: «Die Medizin macht alles, um Patienten
am Leben zu erhalten … Dies führt dazu, dass wir immer
mehr selbst entscheiden müssen, was früher dem Schicksal überlassen wurde. Heute müssen wir uns bewusst entscheiden, wann wir sterben wollen, wann wir also eine
Therapie nicht mehr in Anspruch nehmen oder sie abbrechen wollen. Das Sterben lassen wir nicht mehr gesche-
foto: wikimedia.com
ferdinand hodler dokumentiert das sterben seiner kranken geliebten valentine godé-darel in bildern.
hen. Für das Sterben muss man sich entscheiden.» Das
verändert das Sterben im Vergleich zu früher radikal.
Sterben wird immer mehr von einem fremd verfügten
Schicksal zu einem selbst (mit)bestimmten «Machsal»
(O. Marquard). Wobei das eigene Entscheiden in den allermeisten Fällen gar nicht auf einen Suizid zielt, sondern
auf den Verzicht auf lebensverlängernde Massnahme (eine
sogenannte passive Sterbehilfe). Klar ist auf alle Fälle: Sterben ist heute in hohem Masse von unserem eigenen Entscheiden abhängig und damit in unsere eigene Verantwortung gestellt. Das macht die Sache eindeutig schwieriger.
selbstbestimmung und ambivalenz
Manche mögen diese Entwicklung dankbar als Zugewinn
an Freiheit und Selbstbestimmung verstehen, zu Recht.
Ein Bundesgerichtsentscheid vom 03.11.06 hält fest:
«Zum Selbstbestimmungsrecht im Sinne von Art. 8 Ziff. 1
der Europäischen Menschenrechtskonvention gehört
auch das Recht, über Art und Zeitpunkt der Beendigung
des eigenen Lebens zu entscheiden.» Für andere liegt in
dieser Freiheit, die faktisch einer Verpflichtung zu eigenem Entscheiden gleichkommt, eher eine Zumutung und
Überforderung. Denn die Erfahrung zeigt, dass die meisten Menschen gegenüber dem Sterben sehr ambivalent
sind und oft gar nicht recht wissen, ob sie in einer konkreten Situation weiterleben oder sterben wollen.
Ob wir das gut finden oder nicht, wir sind durch die
moderne Medizin in die Situation eines Zwangs zur Freiheit eigenen Entscheidens über Weiterleben oder Sterben
geraten, hinter die es kein Zurück mehr gibt. Wir können
nur lernen, diese Freiheit und Selbstbestimmung verantwortlich wahrzunehmen. Das braucht Zeit und Mut, sich
offen mit diesen Fragen auseinanderzusetzen – am besten
im Gespräch mit nahestehenden, medizinisch, pflegerisch
und ethisch vielleicht fachkundigen Menschen. Eine
moderne Patientenverfügung könnte als Gesprächsgrundlage dienen.
Und um solche Fragen einigermassen kompetent für
sich beantworten zu können, wird man nicht darum
herumkommen, sich auch darüber zu informieren, welche verschiedenen Arten selbstbestimmten Sterbens es
denn gibt und an welchen Krankheitsbildern man relativ
leicht sterben kann. Ob Verzicht auf weitere lebensverlängernde Massnahmen, ob Sterbefasten oder als letzter Ausweg ein begleiteter Suizid – Sterben ist weitgehend in den
Horizont der Selbstbestimmung geraten. Diese Freiheit
sollten wir verantwortlich wahrnehmen, ohne dabei der
zwanghaften Meinung zu verfallen, «würdig» sei ein Sterben nur, wenn es bis ins Letzte von uns geplant, kontrolliert
und verantwortet wird. Zu einem humanen, existenziell
bedeutungsvollen Sterben gehört beides: die aktive Selbstbestimmung und das passive Hinnehmen und Mit-sichgeschehen-Lassen. Das schliesst sich nicht aus. Aber das
Finden der richtigen Spannung zwischen diesen beiden
Polen ist heute sicher anspruchsvoller geworden.
heinz rüegger referiert an der Pro-senectute-fachtagung
«selbstbestimmung am lebensende» vom 24. märz in nottwil
(mehr dazu siehe seite 30.)
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Auf der Suche nach einer
Der Filmemacher Edwin Beeler hat sechs
Menschen im Alltag, bei der Sinnsuche
und der Begegnung mit Sterben und Tod
begleitet. Obwohl der Dokumentarfilm «Die
weisse Arche» vom Sterben handelt, ist er
ein eindrückliches Plädoyer fürs Leben.
Eine Bank, ein Wegweiser, ein Baum und das Rauschen
des Windes in den Blättern leiten den Film ein und sind
gleichzeitig Programm. «Der Mensch wird geboren, arbeitet, konsumiert – und stirbt. Das kann doch nicht alles
sein. Mich interessiert der Übergang. Es muss etwas geben, das über das Materielle, das Fassbare hinausgeht,
auch wenn heute viele Wissenschafter alles nicht Erklärbare als Hirngespinste abtun», erklärt Edwin Beeler die
Gedanken, die hinter der Entstehung des Filmes stehen.
Diskret hat er verschiedene Menschen im Alltag mit der
Kamera begleitet. Sie berichten von der Bedeutung ihrer
Arbeit, dem Sinn des Lebens, von ihrer Suche nach Spiritualität, ihren Erfahrungen mit Sterben und Tod und ihren Gedanken über das, was danach sein wird.
Eugen Bollin, Kunstmaler und Benediktinermönch im
Kloster Engelberg, versucht leidenschaftlich und kraftvoll,
die wesentlichen Züge eines Menschen ins Bild zu setzen.
Ihn interessiert insbesondere die Lebensspanne zwischen
Jugend und Gebrechlichkeit im Alter. Den Tod vergleicht
er mit einem Tor, einem Übergang. Für den Heiler und
Mystiker Sam Hess ist das Diesseits eng mit dem Jenseits
verbunden. Verstorbenen, die noch da sind, hilft er mit
dem Ausräuchern, zur Ruhe zu kommen. Er ist überzeugt:
«Es gibt mehr, als wir zu fassen vermögen.» Man müsse
leer werden, um das Wesentliche aufnehmen zu können.
Alfons Bachmann, Älpler und ehemaliger Kartäuser, hat
als Aussteiger seine innere Stimme gefunden. Schritt für
Schritt hinterlässt er seine Spur im Schnee. Er arbeitet
hart und trägt alles, was er zum Leben braucht, zu Fuss aus
dem Tal herauf, bedächtig, langsam. Für ihn ist es schwierig, dass alles immer schneller gehen muss, benötige er
doch Zeit, um sich entwickeln zu können.
Für den letzten Film seiner Trilogie über die Volksfrömmigkeit hat Edwin Beeler wohl ein Konzept geschrieben.
Vieles ergab sich jedoch prozesshaft bei der Recherche.
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Foto: calypso Film aG
Von MoniKa FiScher
Dazu gehört der Kontakt mit der nahtoderfahrenen Pflegefachfrau Monika Dreier. «Ein Glücksfall», meint der Filmemacher. «Sie hat mir viele Türen geöffnet. Ohne sie hätte
ich es nie gewagt, eine Demenzabteilung zu betreten, geschweige denn, dort zu filmen.» Zuvor begleitete er Monika
Dreier auf den Oberalppass, wo vor zehn Jahren das Lawinenunglück geschah. In der kargen Berglandschaft berichtet sie vom Ereignis, das ihr die Angst vor dem Tod genommen und ihr Leben massgebend verändert hat: «Im ersten
Augenblick, als die Schneemassen über mich hereinbrachen
und mich herumwirbelten, hatte ich Panik. Nach der Phase
des Abschiednehmens von der Familie, vom Leben war alles
aufgelöst, auch die Empfindung von Zeit und Raum. Ich
habe erfahren, dass letztlich alles gut und heil ist, war
wunschlos glücklich, von tiefster Zufriedenheit erfüllt.»
Diese Erfahrung hat ihre Einstellung gegenüber Leben,
Krankheit und Leiden verändert und begleitet sie in ihrem
Zweitberuf als Pflegefachfrau.
Stundenlang wurde sie von Edwin Beeler bei der Pflege
und Betreuung auf der Demenzabteilung des Pflegeheims
«Chlösterli» in Unterägeri begleitet. Ihr einfühlsamer
Umgang mit den hochaltrigen gebrechlichen Menschen
berührt. Die Bilder konfrontieren mit dem letzten Lebensabschnitt eines Menschen. Ungeschönt und doch mit
Würde und Respekt zeigen sie den körperlichem Zerfall
und die damit verbundene Abhängigkeit. Die liebevolle
Präsenz der Pflegefachfrau vermittelt ein Gefühl des Aufgehobenseins und wirkt tröstlich.
Bewegend sind auch die Szenen auf der Altersstation
der Kapuziner in Schwyz, wo Bruder Martin Germann sei-
DoKumentArFILm
anderen Wirklichkeit
nen Mitbruder Fromund beim Sterben begleitet. Bei aller Nähe wahrt die
Kamera selbst im intimsten Vorgang
die Würde des Menschen. Für Beeler
war es eine besonders tiefe Erfahrung.
Er staunt nachträglich, wie schnell er
das Vertrauen der Ordensbrüder gewinnen und eine Beziehung schaffen
konnte. Zusammen mit dem Tontechniker hielt er sich im Hintergrund, die
Kamera wurde von den Beteiligten
Bruder martin
kaum wahrgenommen.
Germann begleitet
Das vertraute «Bhüet di Gott»
seinen mitbruder
weckt
Erinnerungen und klingt lange
Fromund beim
nach. Eindrücklich zeigen verschieSterben.
dene Szenen, was der Mensch am
Ende des Lebens braucht: keine Theologie und grossen Worte, wohl aber Zeit und mitmenschliche Zuwendung. Als hilfreich und tröstlich erweisen sich
beim Übergang vom Leben in den Tod auch die Verwurzelung im Glauben und vertraute Rituale.
Dass so viele katholische Ordensleute im Film vorkommen, war nicht Absicht, sondern hat sich so ergeben. Zudem möchte Edwin Beeler als ethnografischer Filmer
Dinge konservieren, die vielleicht nicht mehr lange existieren. Dazu gehört das Aufbahren des Verstorbenen im
Sarg im Sterbezimmer ebenso wie die Karfreitagsliturgie
im Kloster Engelberg.
Warum hat Beeler nicht auch Menschen aufgenommen,
für die mit dem Tod alles zu Ende ist? Setzt er mit seinem
Untertitel «Übergang in eine andere Welt» ein Leben nach
dem Tod als Realität voraus? Dieser Frage wollte er anhand der Erfahrungen seiner Protagonisten nachspüren
und fühlt sich in seinem Tiefsten bestätigt: «Für mich
existiert auch eine Welt ausserhalb dessen, was für uns
fassbar ist. Dies lässt sich mit dem Medium Film durch
Licht, Wind, Verschachtelung von Raum und Zeit gut
ausdrücken.»
Wie ein Traumbild erhebt sich der Hahnen, früher Engelberg genannt, aus den Wolken. Ist «Die weisse Arche»
also ein Symbol für das Aufgehobensein, für die Hoffnung
auf ein Leben nach dem Tode? Edwin Beeler verneint, hat
ihn doch Niklaus Meienbergs Erzählung «O du weisse Arche
am Rande des Gebirges» zum Filmtitel inspiriert. Er symbolisiert für ihn etwas, das man nicht dingfest machen
kann, ein Stück weit ein Rätsel ist: «Vielleicht ist der Tod,
so gewiss er ist, nur ein Tor zu etwas anderem. Vielleicht
ist der Mensch nicht bloss ein biochemisches, hirngesteuertes Maschinenwesen. Der Weg und die Erkenntnis anderer Menschen lassen mich hoffen, dass da noch eine
andere Wirklichkeit ist, etwas Geistiges, Transzendentes.»
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Seniorenchor Luzern
Der Seniorenchor Luzern,
einst aus der Idee einer
Projektgruppe des Stiftschors
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«Frisch Pensionierte sind
bei uns sehr willkommen»
Fotos: Peter Lauth
St. Leodegar entstanden, steht
unter dem Patronat von Pro
Senectute und feiert in diesem
Jahr sein 20-jähriges Bestehen.
Am 11. Juni findet das Geburtstagskonzert statt, für das die
aktuell 56 Sängerinnen und
Sänger fleissig üben.
«Bei uns kann man mit 55 einsteigen», sagt Doris zemp.
Wer altershalber aus einem Chor austrat, sollte die Möglichkeit bekommen, seine Freude am Singen weiterhin zu pflegen. Ein Informationsnachmittag im April 1996, der auf
grosses Interesse stiess, war die Geburtsstunde des Seniorenchors Luzern. Noch im gleichen Monat begannen die 53
Mitglieder mit den Proben unter Chordirigent und Musiklehrer Jürg Huber. Er blieb sieben Jahre und übergab den Stab
dann an Heidi Benz, die seither für ein gutes musikalisches
Niveau sorgt.
Sechs der Gründungsmitglieder sind dem Chor bis heute
treu geblieben und kommen jeden Freitagnachmittag zur
Probe in die Kapelle des Betagtenzentrums Eichhof. Wenn es
Austritte gibt, sind diese meist gesundheitsbedingt. Im Grossen und Ganzen bewegte sich jedoch die Anzahl der Aktiven
über all die Jahre in einer Bandbreite von 50 bis 55 Personen.
Im Jahr 2013 seien es sogar 64 gewesen, erzählt Doris Zemp,
die 2012 zur dritten Präsidentin gewählt wurde. Die Hälfte
der Mitglieder ist zwischen 75 und 85 Jahre alt, das älteste gar
93. Auch wenn einige nicht mehr so lange stehen können
oder nicht mehr gut sehen – zum Singen kommen sie mit
Freude. Sie schätzen zudem den guten Kontakt untereinander
sowie den jährlichen Ausflug und beschliessen den Probennachmittag gerne mit einem gemütlichen Kaffee.
Dass der Altersdurchschnitt kontinuierlich leicht zunimmt, ist der Präsidentin bewusst: «Bei uns kann man bereits ab 55 einsteigen, und wir wären froh, wenn mehr frisch
Pensionierte kämen, am besten solche mit Chorerfahrung.»
Von Anfang an waren zudem die Frauen weit in der Überzahl,
weshalb sie bei vierstimmigen Liedern jeweils auch die Tenorstimmen übernehmen müssen. Gegenwärtig sind neun
Männer dabei, mehr als zehn waren es nie. Die meisten Mitglieder wohnen in Luzern und Umgebung, einzelne nehmen
für ihr Hobby einen weiteren Weg in Kauf und kommen etwa
aus Mellingen, Ettiswil, Sursee, Buochs oder Hünenberg in
den Eichhof.
«Die Grösse des Chors ist positiv für das Volumen, jedoch
für öffentliche Auftritte wäre ein kleinerer Chor besser, vor
allem aus Platzgründen», erklärt Doris Zemp. In den vergangenen 20 Jahren hat sich die engagierte Gesangsgruppe ein
breites Repertoire erarbeitet, das von volkstümlichen und
nostalgischen Melodien aus aller Welt bis hin zu kirchlichen
Liedern reicht.
Ein Teil davon ist am diesjährigen Jubiläumskonzert vom
11. Juni zu hören. Gerade weil sie immer mehr um Auftritte
kämpfen müssen, freut sich die Präsidentin sehr, dass sie für
den runden Geburtstag den Saal des Betagtenzentrums Eichhof bekommen und bereits tags zuvor die Bewohner zur
Sonja hablützel
Hauptprobe einladen dürfen.
Das Jubiläumskonzert des Seniorenchors findet am
Samstag, 11. Juni 2016, um 15 Uhr im grossen Saal
des Betagtenzentrums Eichhof statt. Der Eintritt ist
frei, Kollekte.
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hornist florian abächerli brillierte als solist
beim concertino op. 45 in e-moll von carl
maria von weber.
tv-mann stephan Klapproth führte
mit geistreichen einlagen durch das
Konzert.
Grosser Applaus für die
Es war erneut ein grandioser Auftakt ins neue Jahr, die beiden Neujahrskonzerte von
Pro Senectute Kanton Luzern im Luzerner Theater. Das Seniorenorchester, die jungen
Künstlerinnen und Künstler der Musical Factory sowie Moderator Stephan Klapproth
zogen das Publikum von der ersten Sekunde an ihren Bann.
Den zweistündigen Hochgenuss auf allen Ebenen goutierten die Zuschauer mit grossem Applaus, ja hin und wieder
mit spontanem Zwischenapplaus und am Ende gar mit
Standing Ovations. Wie wichtig solch spontane Emotionen für die Protagonistinnen und Protagonisten des Neujahrskonzertes waren, wurde bei der Moderation von Stephan Klapproth klar, als er seine Wertschätzung gegenüber
dem Publikum wie folgt kundtat: «Nichts ist wichtiger in
einem derartigen Gebäude als das Publikum. Denn ohne
Publikum wäre ein Theater nur ein Haus, in welchem ein
paar Leute musizieren und Texte sprechen.»
Das Seniorenorchester unter der Leitung von Josef Gnos
nahm das Publikum bei seinen sieben musikalischen Vorträgen mit auf eine Zeitreise und überzeugte dabei mit
perfekt gemeisterten Übergangen und schwierigen Passagen. Die 70 Musikerinnen und Musiker lancierten das
diesjährige Neujahrskonzert mit dem «Vaterländischen
Marsch» von Johann und Josef Strauss. Es folgt aus «Undine» die Ouverture von Albert Lortzing.
Ein erstes Highlight vor der Pause gab es im dritten
Stück mit dem Hornisten Florian Abächerli. Der junge
Solist brillierte in den Sätzen Adagio-Andante con moto-
inserate
Spitalregion Luzern/Nidwalden
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Dialyse und Nierentransplantation im Alter?
Dienstag, 26. April 2016, 18.30 – 20.00 Uhr
Referent: Dr. med. Andreas Fischer, Chefarzt ad personam Nephrologie
Wo? Hörsaal, LUKS Luzern | Kosten? Der Eintritt ist frei. | Nach dem Vortrag
wird ein kleiner Apéro offeriert. | Wir freuen uns, Sie bei uns zu begrüssen!
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24
Pro senectute Kanton luzern 1 | 16
Kompetenz, die lächelt.
Gsond ond
zwäg is Alter
fotos: Peter lauth
die jungen nachwuchskünstlerinnen und -künstler
der musical factory begleiteten das luzerner seniorenorchester tänzerisch wie auch musikalisch.
Neujahrskonzerte
Polacca des Concertino op. 45 in e-Moll von Carl Maria
von Weber nicht nur mit einem gewaltigen Klangvolumen. Er spielte mit viel Feingefühl und enormer Fingerfertigkeit. Im Stück «Le rendez-vous de chasse» von
Gioacchino Rossini unterstützte er anschliessend vier Senioren-Hornisten. Mit der «Traumbilder-Fantasie» von
Hans Christian Lumbye begann der zweite Konzerttei
erneut mit viel Power und Energie. Der Kuckuck und weitere Singvögel riefen anschliessend aus dem «Krapfenwaldl» von Johann Strauss.
Es ist eine schöne Tradition, dass das Seniorenorchester
bei einigen Stücken von jungen Tänzerinnen und
Tänzern der Musical Factory Luzern begleitet wird. Dies
ist für beide Seiten stets eine Bereicherung, aber auch eine
zusätzliche Herausforderung. Müssen doch anspruchsvolle Tanzschritte, Gesangseinlagen und Musik perfekt
aufeinander abgestimmt sein. Beide Seiten meisterten
diese Aufgabe einmal mehr mit Bravour oder wie Mode-
rator Stephan Klapproth es ausdrückte: «Da liegen wir
wohl nicht falsch, wenn wir uns am Schluss dieses Neujahrskonzertes nochmals am Zusammenspiel der Generationen erfreuen. Denn wie Goethes Zeitgenosse Christian
August Vulpius gesagt hatte: Wir kommen doch morgen
so jung nicht wieder zusammen.»
Beim Stück «My Heart Will Go On» aus dem Film «Titanic» begleiteten zwei Solisten der Musical Factory, die
von Guido und Barbara Zimmermann geleitet wird, das
Seniorenorchester gesanglich. Im abschliessenden Musicalausschnitt «13» von Jason Robert Brown präsentierten
sich 17 Nachwuchskünstlerinnen und -künstler der Musical Factory mit tollen Tanz- und starken Gesangseinlagen.
Die vollständige Musical-Produktion «13» wird ab Ende
September 2016 im Le Théâtre Kriens zu erleben sein. Mit
einem Zitat von Nietzsche – «Ohne Musik wäre das Leben
ein Irrtum» – verabschiedete Moderator Stephan Klapproth die rundum zufriedenen Gäste.
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25
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Wissen anstelle von Angst
Infostelle Demenz
Die Infostelle Demenz gibt Antworten auf Fragen im Zusammenhang mit demenziellen Erkrankungen. Sie hat ihren Sitz bei der regionalen Beratungsstelle von Pro Senectute Kanton Luzern an der Taubenhausstrasse 16 in Luzern. Tel: 041 210 82 82, E-Mail: [email protected]
Das Telefon der Infostelle Demenz wird von qualifizierten Fachleuten bedient.
Diskretion ist selbstverständlich gewährleistet. Getragen wird
die Infostelle Demenz von der Alzheimervereinigung Luzern und von
Pro Senectute Kanton Luzern.
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Pro senectute Kanton luzern 1 | 16
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Mit Ihrer Insertion leisteten Sie einen wertvollen
Beitrag zur Realisierung der Zenitausgaben
2015. Dank Ihrer Unterstützung erhalten die
Seniorinnen und Senioren viermal im Jahr
wichtige und interessante Informationen rund
um den dritten und vierten Lebensabschnitt.
Herzlichen Dank für Ihre Treue und die gute
Zusammenarbeit.
Wir zählen auch im 2016 auf Sie.
Geschäftsleitung Pro Senectute Kanton Luzern
Redaktion Zenit
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Bad Wörishofen
bietet vom Kneippen bis
zur Südseetherme das
ganze Gesundheitsprogramm.
Mit Abhol- und Heimfahrservice durch den
Reiseanbieter!
Im deutschen Bad Wörishofen
ist Kneippen seit 150 Jahren das
Thema. Das Reiseunternehmen
Stöcklin in Wettingen bietet flexibel planbare Kur- und Ferienaufenthalte und daneben 4-tägige
Schnupperreisen in die weltbekannte Kurstadt im Allgäu an.
Kneippen – Wasser als Heilmittel
Sebastian Kneipp, Pfarrer und Begründer der Kneipp-Kur, schrieb über
das Wasser: «Ein allgemeines Abhärtungsmittel, das gar nichts kostet,
recht einfach ist und die herrlichsten
Erfolge bringt.» Kneipp wusste, wovon er schrieb, war er doch als junger
Mann lungenkrank. Seine Erfahrungen mit Halbbädern und der Wirkung des Wassers auf den Körper hielt
Kneipp im Buch «Meine Wasserkur»
fest. Noch heute baut die Kneipp-Kur
auf dem 5-Säulen-Prinzip auf – Wasser, Bewegung, Ernährung, Heilpflanzen und Balance.
28
Pro senectute Kanton luzern 1 | 16
Kneippen – anerkannte Therapie
Kneipps Philosophie kommt bei den
vielen Gästen, die jedes Jahr den Kurort Bad Wörishofen besuchen, gut an.
«Ich hatte letztes Jahr eine Herzoperation», erzählt ein Rentner. «Danach hatte ich Probleme beim Gehen.
Durch die Beingüsse frühmorgens
kommt wieder Gefühl in meine Füsse.» Er lässt sich auch noch mit Wadenwickeln und Wellnessanwendungen behandeln. «Solche Kombipakete
sind beliebt», bestätigt Kurdirektor
Horst Graf, der selber jeden Morgen
Kniegüsse praktiziert. Auch Christian Förch vom Kurhotel Förch weiss
um die Wirkung des Kneippens. «Ich
mache täglich meine Güsse. Das regt
meinen Kreislauf an und fördert mein
allgemeines Wohlbefinden.» Die Original-Kneipp-Kur, wie sie im «Förch»
angeboten wird, ist eine anerkannte
medizinische Therapie. Bei folgenden
Indikationen zeigt sie gute Erfolge:
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Venenleiden, Schmerztherapie, Weichteilrheuma, Schlaflosigkeit, Stressbewältigung und anderen mehr.
Kneippen – aber nicht nur ...
Nicht nur in Hotels wird das Kneippen gelebt, sondern auch im Kurpark,
welcher der idyllischen Kneipp-Stadt
die Krone aufsetzt. Nebst einem Rosen-, Duft- und Aromagarten laden
eine Gradieranlage, ein Kneipp-Wanderweg, ein Heilkräutergarten und
ein Barfussweg zum Verweilen ein.
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Einzigartig bei Stöcklin: Abhol- und
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Schuler, Leiter Fachstelle Gemeinwesenarbeit Pro Senectute Kanton Luzern, zeigt
die Autorin, Journalistin und Familienfrau
Monika Fischer aus Luzern/Kriens in ihrem
Vortrag die Bedeutung der menschlichen
Kreativität auf und gibt Anregungen, wie
die individuelle Kreativität beim Älterwerden angeregt werden kann.
Bei Kaffee/Tee und Kuchen besteht dann
die Möglichkeit, sich auszutauschen. Barpianist und Kantonsrichter Bruno Roelli
begleitet diesen kreativen Nachmittag
musikalisch.
) Der Eintritt beträgt CHF 10.– (Tageskasse). Es ist keine Voranmeldung nötig.
) Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Pro Senectute Kanton Luzern, Beratungsstelle Willisau/Region Entlebuch, Verena
Gabriel, Telefon 041 972 70 60, E-Mail:
[email protected] oder
auf www.lu.pro-senectute.ch.
24. März, Fachtagung
«Selbstbestimmung
am Lebensende»
Das Recht auf Selbstbestimmung gehört
auch am Lebensende zum Kern der
Menschenwürde und ist kaum umstritten.
Soll zum Beispiel die aktive Sterbehilfe
erlaubt werden, wenn das Leiden eines
todkranken Menschen unerträglich wird?
Oder reicht es, wenn die Möglichkeiten
der palliativen Medizin, Pflege und Begleitung voll ausgeschöpft werden, um
den physischen, psychosozialen und
spirituellen Bedürfnissen der Betroffenen
gerecht zu werden? Es geht dabei um
existenzielle Grundhaltungen, Werte und
Normen. Wie man sich ein möglichst gutes
Ende vorstellt, ist eine sehr persönliche
Angelegenheit. Diese Themen werden an
der Tagung aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und diskutiert.
Es referieren Dr. Heinz Rüegger (Theologe, Ethiker und Gerontologe, Autor),
Dr. med. Beat Müller (Schwerpunktabteilung Palliative Care Luzern Kantonsspital)
sowie Dr. med. Marion Schafroth (ExitVorstandsmitglied, Bereichsleitung
Freitodbegleitung).
30
Pro Senectute Kanton Luzern 1 | 16
Danach folgt ein Podiumsgespräch mit
den drei Referenten sowie der demenzbetroffenen Pflegefachfrau Rita Schwager
unter der Leitung von Dr. phil. Andrea
Willimann Misticoni, Redaktionsleiterin
Surseer Woche.
) Der Anlass vom Donnerstag, 24. März,
im Paraplegiker-Zentrum Nottwil steht
allen am Thema Interessierten offen und
dauert von 13.30 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet CHF 50.–. Im Preis inbegriffen
sind Pausenverpflegung und Apéro.
) Weitere Infos und Anmeldungen: Pro
Senectute Kanton Luzern, Geschäftsstelle, Telefon 041 226 11 88, E-Mail:
[email protected].
10. März
Impulsnachmittag
in Schüpfheim
Die Impulsveranstaltung im Pfarreiheim
Schüpfheim am Donnerstag, 10. März
(14 bis 16.30 Uhr), ist dem Thema
«Kreativität und Älterwerden» gewidmet.
Nach der Begrüssung durch Marcel
13. März
Luzerner
Begegnungen
«Inklusion – utopie oder
realistisches ziel?»
Am Sonntag, 13. März, laden Pro Senectute Kanton Luzern, das Luzerner Theater
sowie die Universität Luzern zu einer weiteren Luzerner Begegnung ein. Im Foyer
des Luzerner Theaters diskutieren unter
der Leitung von Claudio Brentini Dr. Karin
Nordström, Lehrbeauftragte an der Universität Luzern, Pirmin Willi, Direktor Stiftung Brändi, sowie Daniel Grund, Sachbearbeiter Rollstuhlsport SPZ, zum Thema
«Inklusion – Utopie oder realistisches Ziel?».
Soziale Inklusion bedeutet, dass alle
Menschen in ihrer Individualität von der
Gesellschaft akzeptiert werden und die
Möglichkeit haben, an ihr in vollem Umfang teilzuhaben. Das lässt sich beispielsweise an Menschen mit Behinderung zeigen. Chancengleichheit und der Abbau
jeglicher Diskriminierung und Benachteiligung wären das Ziel. Doch ist das realistisch angesichts des gesellschaftlichen
agenda
Konkurrenz- und des Leistungsdenkens?
) Die dritte Luzerner Begegnung in der
aktuellen Spielzeit startet um 11 Uhr. Der
Eintritt ist frei.
) Zum Vormerken: Am Sonntag, 24. April,
folgt die 4. Luzerner Begegnung zum
Thema «Heimat – nur ein Punkt auf der
Landkarte?»
14. März
Impulsnachmittag
in Sursee
Die Impulsveranstaltung im Pfarreiheim
Sursee vom Montag, 14. März (14 bis
16.30 Uhr), ist dem Thema «Unterwegs
sein und bleiben – soziale Kontakte beim
Älterwerden» gewidmet. Wie wichtig
sind soziale Kontakte im Alter? Wie
müssen, können oder sollen Beziehungen, Freundschaften beim Älterwerden
gepflegt werden? Christina Meyer von
«Akzent Prävention und Suchttherapie»
spricht in ihrem Fachreferat unter
anderem diese Punkte an. Sie gibt anhand
von Geschichten aus dem Leben – die
von Elvira Amrein, ehemalige Stadträtin
aus Sursee, vorgetragen werden – wertvolle Tipps und Tricks für den Alltag. Nach
dem Vortrag und der Fragerunde findet
bei Kaffee/Tee und Gebäck ein Austausch
unter den Besuchenden statt.
) Der Eintritt beträgt CHF 10.– (Tageskasse). Es ist keine Voranmeldung notwendig.
) Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Pro Senectute Kanton Luzern, Beratungsstelle Willisau/Region Sursee, Christa
Wechsler, Telefon 041 972 70 60, E-Mail:
[email protected]
oder auf www.lu.pro-senectute.ch.
14. Mai
«Durchstarten» am
Marktplatz 60plus
Der Marktplatz 60plus versteht sich als
Plattform für das zivilgesellschaftliche
Engagement der älteren Generation. Auch
bei der 4. Auflage werden in der Kornschütte in der Luzerner Altstadt rund 30 Organisationen, darunter auch Pro Senectute
Kanton Luzern, an ihren Markständen aufzeigen, wo Freiwilligenarbeit gefragt ist.
) Der diesjährige Marktplatz unter dem
Motto «Durchstarten» beginnt um 9 Uhr
morgens und dauert bis um 16.30 Uhr.
Zu jeder vollen Stunde finden Gespräche
mit Frauen und Männern statt, die in einer
besonderen Lebenssituation nochmals
«durchgestartet» sind. Gäste sind unter
anderem die Behindertensportlerin Edith
Wolf-Hunkeler, Fussballtrainer Andy Egli,
der Neuropsychologe und Alphornspieler
Peter Bucher und der Ex-TagesschauSprecher und Musiker Heiri Müller.
14. bis 23. Mai
Ferien für pflegende
Angehörige
Das bisher durch Pro Senectute Kanton
Luzern organisierte Ferienangebot für
pflegende Angehörige und ihre dementen
Partnerinnen und Partner wird neu von der
Firma clip Nursing unter der fachlichen
und pflegerischen Leitung der Luzerner
Pflegeexpertin Dorothée Kipfer und ihrem
Team angeboten.
) Diese betreute Ferienwoche findet vom
14. bis 23. Mai im dafür speziell eingerichteten Hotel Artos in Interlaken statt.
) Infos unter: Dorothée Kipfer, clip
Nursing, Hochhüsliweid 15, 6006 Luzern,
Telefon 041 372 12 80, E-Mail:
[email protected]
24. Mai
Nationale Fachtagung «care@home»
Pflegende angehörige –
sorgearbeit zwischen Liebe und Last
90 Prozent der Menschen über 65 leben
im Alter zu Hause. Selbst bei den Hochaltrigen wohnt mehr als die Hälfte in den
eigenen vier Wänden. Mit zunehmendem
Alter benötigen diese Menschen Unterstützung oder Pflege. Der Löwenanteil der
Sorgearbeit wird in der Schweiz durch
Angehörige geleistet: unentgeltlich und
mit einem hohen Preis für ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit.
An der nationalen Fachtagung von
Pro Senectute Schweiz «care@home»
vom 24. Mai im Kongresshaus in Biel
diskutieren Fachleute aus Wirtschaft,
Politik und Pflege, unter welchen Voraussetzungen zu Hause Altern für Betroffene
wie Angehörige gelingen kann. Zu Beginn
beleuchten Referentinnen und Referenten
aus dem In- und Ausland (darunter
Christine Egerszegi-Obrist, Prof. Dr. Carlo
Knöpfel, Jürg Hofer, Dr. Jérôme Cosandey) das umfassende Thema aus den
Perspektiven von Betreuung und Pflege,
dem Bereich Soziales, der Wirtschaft, der
Politik und der Pflege. Im zweiten Teil
können die Teilnehmenden ihr Wissen in
acht verschiedenen Workshops vertiefen
(u.a. «Die Herausforderung der Demografie», «Pflege zu Hause: Stressquellen und
Ressourcen», «Einsatz bis ans Limit. Wenn
Pflegende an ihre Grenzen stossen»).
) Die Fachtagung beginnt um 9.10 Uhr.
Die Teilnahme kostet CHF 320.–.
) Information und Anmeldung unter
www.prosenectute.ch/careathome
28. Mai bis 4. Juni
Wanderungen
in und um Assisi
Erleben Sie wunderbare Tage im umbrischen Frühling mit franziskanischspirituellen, historischen und musikalischen Impulsen. Diese inspirierenden
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Peter und der Apfelschuss
Muttertagskonzert für die ganze Familie.
Erleben Sie Kurt Aeschbacher und das Luzerner Sinfonieorchester im KKL
Luzern und verbringen Sie eine Konzertmatinée in guter Stimmung und
bester Gesellschaft!
Sonntag, 8. Mai 2016 | 11.00 Uhr | KKL Luzern, Konzertsaal
Luzerner Sinfonieorchester LSO | Lorenzo Viotti, Leitung
Kurt Aeschbacher, Erzählung und Moderation
Gioacchino Rossini (1792 – 1868)
Ouvertüre zur Oper «Guillaume Tell»
Saisonlied «Wo bisch du deheim?»
(Text und Musik: Daniel Steffen, Arrangement: Christopher Day)
Zusammen mit den Kindern des Publikums
Sergei Prokofieff (1891 – 1953)
«Peter und der Wolf», ein musikalisches Märchen, op. 67
(berndeutsche Fassung)
Das Familienkonzert des Luzerner Sinfonieorchesters beginnt
an den Ufern des Vierwaldstättersees, wo Rossinis «Wilhelm
Tell»-Oper spielt. Die Ouvertüre mit ihrem berühmten «GaloppRitt» ist ein besonders populäres Bravourstück. Ebenso beliebt ist
Prokofieffs musikalisches Märchen «Peter und der Wolf», das
Kurt Aeschbacher in einer berndeutschen Fassung erzählen wird.
Eine ganz wichtige Rolle spielen die Tiere: ein Vogel, eine Katze,
eine Ente und natürlich ein Wolf. Im Orchester treiben sie immer
wieder ihre ulkigen Spiele – auf der Flöte, der Oboe, der Klarinette
sowie auf drei Hörnern. Und wenn das Fagott zu schnarren beginnt, dann hat Peters Grossvater das Sagen. Das ideale Konzert
zum Muttertag für alle.
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E-Mail: [email protected] | www.sinfonieorchester.ch
Preise: Kind CHF 5 | Erwachsene CHF 65 | 45 | 25
agenda
Wanderungen in und um Assisi werden
begleitet von Walter Steffen, Historiker
und Zenit-Autor, Ruth Lydia Koch,
Theologin, sowie der Musikerin Monika
Schmid. Das spannende Reiseprogramm ist einsehbar unter
www.tauteam.ch/reisen.html.
) Anmeldungen für die Reise «Assisi
musikalisch» nimmt Walter Steffen unter
Telefon 041 420 62 86 oder per E-Mail
unter [email protected] entgegen.
13. BIs 19. JunI
Aktionswoche Asyl
«hand reichen – Fuss fassen»
Mitte Juni findet die dritte Auflage der
kantonalen Aktionswoche Asyl statt. Der
«Runde Tisch Asyl», zu welchem unter
anderem Pro Senectute Kanton Luzern
gehört, und dessen Initianten, die drei
Landeskirchen sowie das Gesundheitsund Sozialdepartement, haben sich zu
einer Wiederholung entschieden.
Die diesjährige Aktionswoche steht unter
dem Motto «Hand reichen – Fuss fassen».
Sie soll die Luzerner Bevölkerung motivieren, sich vertieft mit dem Thema Asyl und
Flucht auseinanderzusetzen. Geplant sind
in dieser Woche verschiedene und
gemeinsame Aktivitäten von Gemeinderat, Kirchen, Frauenorganisationen, Pfadi,
Jungwacht und Blauring, Schulen und
Vereinen.
) Aktuelle Auskünfte und Sachinformationen erhalten Sie von Simon Gerber,
E-Mail: [email protected], oder auf
www.lu.ch/asylwoche
4. BIs 11. septeMBer
Begleitete Ferienwoche in Serfaus
Pro Senectute Kanton Luzern lädt Seniorinnen und Senioren, die noch zu Hause
wohnen, körperlich recht selbstständig
sind und evtl. von eigenen Angehörigen
betreut werden, aber ohne fremde Hilfe
nicht ein paar Tage wegkönnen, zu dieser
begleiteten Ferienwoche ins Tirol ein. Auf
dieser Reise nach Serfaus werden sie von
Helferinnen ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend unterstützt. Der
Ferienort Serfaus ist der perfekte
Ausgangspunkt für viele Aktivitäten.
) Inbegriffen im Preis von CHF 1090.–
(Einzelzimmer) respektive CHF 990.– (Doppelzimmer) sind Begleitung, Zimmer, sieben Tage Vollpension, Hin- und Rückreise
mit Car sowie die Benützung sämtlicher
Bergbahnen Serfaus-Fiss-Ladis.
) Weitere Infos erhalten Sie unter Pro
Senectute Kanton Luzern, Fachstelle
Gemeinwesenarbeit, Telefon 041 226 11 81,
E-Mail: [email protected]
Korrigenda
Im Bericht über den Modeevent von LU
Couture in der Zenitausgabe 4/2015 hat
sich ein Fehler eingeschlichen. LU Couture ist nicht die einzige verbleibende Ausbildungsstätte für Bekleidungsgestalterinnen und -gestalter (früher: Schneiderin/
Schneider) in der Zentralschweiz. Lehrbetriebe für Bekleidungsgestalterinnen
und -gestalter in der Zentralschweiz gibt
es nebst LU Couture in Willisau und
Luzern zusätzlich an folgenden Orten:
) weggis (Art da moda),
) hünenberg (Couture Grüter Irma)
) eschenbach (Couture Irene Studer)
) oberdorf (Schneiderei Küchler Sandra)
) Brunnen (Sunvori Belli Sonja)
) stans (Atelier Schnittpunkt)
) altdorf (Lehratelier Uri)
) schwyz (StoffArt-Lehrateliers FFS)
«gsond ond zwäg Is alter»
Veranstaltungsreihe startet ins fünfte Jahr
Die vom Luzerner Kantonsspital und Pro
Senectute Kanton Luzern präsentierte
Vortragsreihe «Gsond ond zwäg is Alter»
vermittelt auch im laufenden Jahr viel
Wissenswertes zu Gesundheitsthemen.
An sechs Abendanlässen – vier in Luzern
und je eine in Wolhusen und Sursee – werden jeweils an einem Dienstag von
18.30 bis 20 Uhr interessante Referate mit
anschliessendem Apéro angeboten.
In anschaulicher und auch für den medizi-
nischen Laien gut verständlicher Vortragsweise referieren ausgewiesene Spezialistinnen und Spezialisten zu ausgewählten
Themen. Neben den Referaten bleibt
noch genügend Zeit für Fragen und
Diskussionen.
) Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist
nicht erforderlich. Weitere Informationen:
Pro Senectute Kanton Luzern, Telefon
041 226 11 88, www.lu.pro-senectute.ch,
www.luks.ch
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33
inserat
Eine Win-win-Situa
Das Tüftelwerk in Luzern und das Bildungs- und Begegnungsze
erzählen Zenit-Redaktorin Esther Peter, weshalb sie die Zusam
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einer Hand!
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Zenith 2016
Coupon einsenden an:
Hämmern, zimmern, malen, fräsen,
schrauben – in der Freizeit-Universalwerkstatt Tüftelwerk werken und tüfteln Kinder nach Herzenslust. Der Ideenreichtum der Mädchen und Buben
kennt keine Grenzen.
Ein- bis maximal dreimal pro Woche
können Kinder im Alter zwischen neun
und neunzehn Jahren seit nun anderthalb Jahren unter kundiger und erfahrener Anleitung unter anderem von
freiwilligen Mitarbeitenden nach ihren
Wünschen und Vorstellungen ihrer
Kreativität freien Lauf lassen.
Einer dieser elf Ehrenamtlichen ist
André Rölli. Nachdem der 66-Jährige
nach der Pensionierung seine Umbauten zu Hause abgeschlossen hatte,
suchte er nach einer interessanten Freizeitbeschäftigung. Er meldete sich bei
win60plus und fand bald eine ehrenamtliche Tätigkeit im Tüftelwerk.
«Mit diesem Engagement kann ich
meine langjährige Erfahrung als Magaziner weitergeben», erzählt André Rölli.
Es sei eine wunderbare Arbeit und eine
Bereicherung, mit den Kindern gemeinsam etwas herzustellen. Er kehre
jedes Mal mit einem Erfolgserlebnis
nach Hause zurück. Auch für Andrea
Erzinger, Leiterin des Tüftelwerks, ist
die Zusammenarbeit mit Freiwilligen
wie André Rölli von win60plus eine
Win-win-Situation.
«Ohne deren Unterstützung wäre das
Tüftelwerk, welches von der AlbertKoechlin-Stiftung finanziell getragen
wird, gar nicht möglich», erzählt sie.
Entsprechend gross ist ihre Wertschätzung gegenüber den Freiwilligen.
Dass das Tüftelwerk einem echten
Bedürfnis entspricht, zeigen die aktuellen Zahlen. Bereits 180 Kinder sind registriert, welche regelmässig in der Unterlachenstrasse 5 am Tüfteln sind. Und
Anfang März gibt es ein neues Angebot.
Ab dann ist nämlich das Tüftelwerk
auch für Erwachsene zugänglich. Hier
ist Andrea Erzinger ebenfalls auf der
Suche nach Freiwilligen, welche die
grossen Bastler und Tüftler bei der Verwirklichung ihrer handwerklichen Ambitionen unterstützen.
weitere informationen über das
tüftelwerk erhalten sie bei: andrea
erzinger, leiterin tüftelwerk, telefon
041 360 63 33, [email protected],
www.tueftelwerk.ch
win60Plus
tion für alle Beteiligten
ntrum in Horw zählen auf freiwillige Mitarbeitende. Andrea Erzinger und Markus Bach
menarbeit mit win60plus und den Freiwilligen 60+ schätzen.
Gegenseitiger Austausch
Sie bedienen die Fräsmaschine, als
wäre es eine Selbstverständlichkeit. Sie
stellen Kerzenständer-Protoypen aus
Ton her, als hätten sie nie etwas anderes getan. Sie schleifen Specksteinkugeln mit einer Fingerfertigkeit und einer Genauigkeit, als sei dies das
Einfachste auf der Welt.
Doch im Bildungs- und Begegnungszentrum Luzern in Horw des
Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes ist dies alles keine
Selbstverständlichkeit. Die Anwesenden sind sehbehindert oder blind. In
dieser Werkstatt haben sie aber Arbeit
gefunden, die anerkannt wird. Sie können ihre Kreativität ausleben, erhalten
bei der Umsetzung ihrer Ideen liebevolle Unterstützung und knüpfen
wertvolle Kontakte.
Insbesondere der Austausch untereinander ist für die Teilnehmenden Inspiration und Motivation zugleich, ihr
Schicksal anzunehmen. «Für die Arbeit mit sehbehinderten und blinden
Menschen braucht es viel Einfühlungsvermögen, gegenseitige Sympathie und hohe Sozialkompetenz», so
Markus Bach, Leiter des Bildungs- und
Begegnungszentrums Luzern. Er ist
dankbar, dass er bei der Betreuung der
Teilnehmenden nebst den Festangestellten auch auf Freiwillige zählen
darf.
Mit seinem Anliegen stiess er bei
win60plus auf offene Ohren. Derzeit
ist Jacques Foro am Schnuppern. Der
73-Jährige gab im Juni 2015 sein eigenes Geschäft in andere Hände. Doch
einfach so in den Tag hineinzuleben,
dies kam für ihn nicht infrage. Vielmehr wollte er wieder mit Menschen
zu tun haben. Das Ehepaar Barmettler
von win60plus (siehe Box) vermittelte
ihm die Aufgabe im Bildungs- und
Begegnungszentrum. Jacques Foro
zeigte sich nach dem ersten Kennenlernen beeindruckt und kann sich ein
Engagement sehr gut vorstellen.
Im Zentrum Luzern üben die blinden und sehbehinderten Teilnehmenden ihre Arbeiten ohne Zeit- und Leistungsdruck aus. Sie stärken dabei ihr
Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Dies ist für ihre persönliche Entwicklung und die Bewältigung ihres
Alltags ein ganz wichtiger Aspekt.
Das Bildungs- und Begegnungszentrum an der Allmendstrasse 5 in Horw
ist gleichzeitig aber auch ein Treffpunkt, wo sie von professionellen, aber
auch freiwilligen Mitarbeitenden wie
Jacques Foro unterstützt werden.
weitere informationen über das sbv
bildungs- & begegnungszentrum
luzern erhalten sie bei markus bach,
041 240 11 24, www.sbv-fsa.ch.
Anlaufstelle für Freiwillige 60+
Wer Freiwilligenarbeit leisten möchte oder freiwillig Tätige der Generation 60+ sucht, hat
an der Habsburgerstrasse 26 bei win60plus eine Anlaufstelle. Win60plus wird von Ursula
und Josef Barmettler-Daum – beide im Pensionsalter – ehrenamtlich geführt. Freiwilligenarbeit der Generation 60plus fördern, unterstützen und damit deren Ressourcen und Knowhow nutzen zu können, ist das Ziel von win60plus. Nach der ersten Kontaktaufnahme wird
ein Profil der interessierten Person anhand eines Fragekataloges erstellt. Der Abgleich von
Angebot und Nachfrage führt dann zu Einsatzmöglichkeiten im Altersbereich, in unterschiedlichen Organisationen und Institutionen, in Schulen oder bei Privatpersonen. Pro
Senectute hat mit dem Dienstleistungsangebot win60plus eine wichtige Plattform geschaffen für Menschen in der dritten Lebensphase. Interessierte können sich via Kontaktformular auf www.win60plus.ch, telefonisch oder per E-Mail melden und einen Termin für
ein persönliches unverbindliches Gespräch vereinbaren.
Geschäftsstelle win60plus, Josef Barmettler, Geschäftsführer,
Habsburgerstrasse 26, 6003 Luzern, Telefon 041 210 53 70,
E-Mail: [email protected]
Pro senectute Kanton luzern 1 | 16
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was macht eigentlich …?
Das Büro der Gassenarbeit in Luzern
mit direktem Zugang zur Fünfzimmerwohnung ist halb leer geräumt. Sepp
Riedener, 1943, wird es in einem halben
Jahr abgeben. Vor dem Wegzug übergibt
er alles Belastende an Gott. Damit
schafft er die nötige Distanz zu seiner
In Kreuzlingen geboren und aufgewachsen, hat Sepp Riedener Armut und die damit verbundene Abhängigkeit persönlich erfahren. «Wenn ich einmal etwas zu sagen habe,
sage ich es laut und klar», nahm er sich damals vor. Das
Vorbild Jesu, der sich mit den Armen solidarisierte, bewog
ihn zum Studium der Theologie und zum Eintritt in den
Orden der Redemptoristen. Er wollte den Armen die Frohe
Botschaft bringen und für sie da sein. Da dies im Orden für
foto: Peter lauth
anspruchsvollen Arbeit.
Ein Herz für Randgruppen
ihn nicht gut möglich war, trat er aus dem Kloster aus und
Aufgabe abgegeben, nicht aber den Kontakt zu den Menheiratete. Der vierfache Familienvater ist rückblickend
schen, mit denen er eine langjährige Beziehung pflegt. Bei Beüberzeugt: «Meine Frau und ich haben uns wunderbar erdarf springt er zudem als Seelsorger ein. So feiert er während
gänzt. Mit ihrer Unterstützung und dank der grösseren
der Vakanz des Gemeindeleiters in der Pfarrei St. Johannes
Nähe zu den Menschen konnte ich mehr Hilfe leisten.»
einmal im Monat Gottesdienst und begleitet Beerdigungen.
Vor 40 Jahren kam Sepp Riedener nach Luzern, wo er
Regelmässig unternimmt er auch grössere oder kleinere
teils gegen grosse Widerstände die Gassenarbeit aufgebaut
Wanderungen, besucht mit seiner Frau Martha Ausstellunhat. Hilfreich war dabei sein Studium in
gen und Konzerte und hütet gemeinsam
«
Wir
konnten
mit
Sozialarbeit mit Schwerpunkt Resozialimit ihr die vier Enkelkinder. Lachend hält
der Gassenarbeit das
sierung der Randgruppen. Der Mitbeer fest: «Ich geniesse dies in vollen Zügen,
Drogenproblem zwar
gründer des Drogenforums Innerschweiz
hatte ich doch für die eigenen Kinder wenicht lösen, wohl aber
(1976) war seither treibender Motor für
nig Zeit. Allerdings staune ich, wie viel
sämtliche Aktivitäten zugunsten der
Kraft die Arbeit mit Kleinkindern erforvermenschlichen.»
Drogenkranken.
dert.» Daneben stellt er seine Zeit als FreiAuf die Frage nach dem Fazit seines Engagements zeigt er
williger für die Gesellschaft zur Verfügung.
das Organigramm der Gassenarbeit mit heute 47 MitarbeiBei seinen Einsätzen im Treffpunkt des «Hotel Dieux» ist
tenden, dem Budget von 4,4 Mio. Franken und meint: «Ich
er für Menschen da, die ihn brauchen. Für Menschen am
bin überglücklich, habe ich doch mehr erreicht, als ich mir
Rande engagiert er sich im Hintergrund auch als Türöffner
je vorstellen konnte. Zwar konnte ich das Drogenproblem
– zum Beispiel für den Verein Lisa, «Begleitung der Frauen
nicht lösen, wohl aber vermenschlichen – durch die Schafim Strassenstrich», oder den Verein Sans-Papiers.
fung von Angeboten, die den Betroffenen ein menschenMit dem Älterwerden hat Sepp Riedener keine Probleme,
würdiges Leben ermöglichen.»
im Gegenteil: «Ich habe das Glück, noch fit zu sein, und
Nach seiner Pensionierung arbeitete Sepp Riedener noch
empfinde das Alter als eine wunderbare Zeit. Ich trage
sieben Jahre als Seelsorger in der Gassenszene. Er legte dabei
keine Grundverantwortung mehr, bin entlastet und kann
grossen Wert auf Gespräche. Letzten Sommer hat er diese
meinen Freiraum geniessen.»
monika fischer
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Frontenfrühling und
Im «heissen Sommer 1940» war die Schweiz
von Achsenmächten umzingelt. Sollte sie
sich anpassen wie das besiegte Frankreich?
Für die «Fröntler» war die Antwort klar.
«Misstraut den Politikern und den etablierten Parteien.
Das parlamentarische System ist korrupt, ineffizient und
morsch. Ein neues Polit-System muss her, wenn nötig mit
eisernem Besen!» Aktueller Populismus? 68er-Rhetorik?
Nein, so tönte es um 1933. Auch in der Schweiz riefen viele
nach dem «Führerstaat».
Die Nationalratswahlen von 1919 waren für den Freisinn verheerend: Er rutschte von 105 auf 60 Sitze zurück.
Einerseits steigerte sich die SP infolge des neuen Proporzsystems von 20 auf 41 Sitze und zog damit mit den Katholisch-Konservativen (KK) gleich. Anderseits errang die von
Rudolf Minger gegründete Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (die Vorgängerin der SVP) mit einem Schlag 28
Sitze, ebenfalls auf Kosten des Freisinns. Ihr Wahlspruch
«Schweizer Art ist Bauern Art» sollte noch jahrzehntelang
die Arbeiter als «unschweizerische Gesellen» desavouieren.
Bei der Wahl in den Bundesrat wurden aber nicht die
beiden Gewinner honoriert, sondern die KK. Sie erhielten
von der bürgerlichen Mehrheit einen zweiten Bundesratssitz – als Dank für ihre loyale Haltung im Generalstreik.
Anders in Sachfragen: 1924 wurde eine Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit von 48 auf 54 Stunden vom Volke
verworfen. Die linken Flügel von FdP und KK sorgten
gleichzeitig für die Einrichtung öffentlicher Arbeitsnachweisstellen (Arbeitsämter) und die Bundes-Subventionierung von öffentlichen und privaten Arbeitslosenkassen.
1919 entschieden in einer Volksbefragung 80 Prozent
der Vorarlberger, sich der Schweiz anzuschliessen. Mit einem
Schlag wäre die Schweiz um 200 000 arme, deutsch sprechende Katholiken «reicher» geworden. Bundesrat und Pardr. phil. walter steffen ist historiker.
geboren 1945 in luzern, städtisches
lehrerseminar und studien in zürich
und bologna. 30 Jahre lehrer für
geschichte, italienisch und englisch
an den lehrerseminarien luzern und
hitzkirch. seit der Pensionierung ist er
reiseleiter für italien.
38
Pro senectute Kanton luzern 1 | 16
oktober 1941: zum erntedankfest versammelten sich
mehrere hundert Personen im grossen saal des Kunsthauses luzern.
lament lehnten dies ab. Dem Beitritt zum Völkerbund hingegen stimmten 56 Prozent der Schweizer im Mai 1920 zu.
der frontenfrühling
Der amerikanische Börsencrash von 1929 schlug in der
Schweiz ab 1931 wuchtig ein: Der von vier Freisinnigen
dominierte Bundesrat stand der Massenarbeitslosigkeit
von über 100 000 Arbeitslosen ohne Konzept gegenüber.
Wie in Deutschland kam es zu Aufmärschen von Linken
und Rechten. In Genf erschossen Rekruten am 9. November 1932 dreizehn antifaschistische Demonstranten und
verwundeten deren 60. Auch in Zürich gab es blutige Strassenschlachten zwischen Frontisten und Sozialisten. Kurz
nach Hitlers legaler Machtergreifung vom 30. Januar 1933
kam es hier zum «Frontenfrühling» – einem allgemeinen
Aufbruch rechtsnationaler Gruppen wie die von Oberst
Arthur Fonjallaz gegründete und von dessen Freund
Mussolini gesponserte «Schweizerische Faschistische
Bewegung», die «Ligue vaudoise», die «Neue Schweiz» der
Brüder Joss und die «Liga für Volk und Heimat».
Die erfolgreichste dieser Gruppierungen war die
«Nationale Front» mit ihrem einzigen Nationalrat Robert
Tobler, welche auf ihrem Höhepunkt (anlässlich der Kantonsratswahl in Zürich vom September 1933) 20 Prozent
der Stimmen erhielt. Mit ihr hatte sich der Bürgerblock zu
einer Listenverbindung durchgerungen. Doch die Wende
im «Roten Zürich» gelang nicht.
1934: Mit einer Abstimmung um eine Totalrevision der
Bundesverfassung versuchten die antiliberalen und antisozialistischen Fröntler, unterstützt von Jungkonservativen
und Jungliberalen, vergebens, die «morsche Demokratie»
schweizer geschichte, teil 13
Widerstand
hielt – ausführen: «Der Zeitpunkt der inneren Wiedergeburt ist gekommen. Jeder von uns muss den alten Menschen ablegen. (…) An Euch ist es, nun der Regierung zu
folgen als einem sicheren und hingebungsvollen Führer,
der seine Entscheidungen nicht immer wird erklären, erläutern und begründen können …» Diese Rede – gehalten
am 25. Juni 1940, drei Tage nach dem Waffenstillstand zwischen Hitler und seinem französischen Vasallen, General
Pétain, als die Schweiz von den Achsenmächten umzingelt
war – verunsicherte viele.
öffentlicher und geheimer widerstand
fröntler paradieren an einem sonntagnachmittag im mai
1937 durch luzern.
umzufunktionieren. Auf Ausgleich setzte ab 1935 die SP:
Ihr neues Parteiprogramm bekannte sich nun zur Landesverteidigung und zur parlamentarischen Demokratie. Mit
dem Friedensabkommen von 1937 zwischen dem Metallund Uhrenarbeiterverband (SMUV) und der Arbeitgebervereinigung wurde auf Streiks verzichtet und die Grundlage für den Arbeitsfrieden gelegt. Es wurde zum Modell
für spätere Gesamtarbeitsverträge.
bilder aus hans stutz, «frontisten und nationalsozialisten in luzern 1933-1945», luzern 1997.
der «landi-effekt»
Der Anschluss Österreichs 1938 und Hitlers «Heim ins
Reich»-Geschrei hatten viele Schweizer zum Umdenken
gebracht. Angesichts der nationalsozialistischen Bedrohung verlor das Gespenst des Sowjetkommunismus für
das Bürgertum an Bedeutung. Den Sozialdemokraten wiederum wurde der Kampf gegen die Nazis wichtiger als gegen
den Schweizer Kapitalismus. Bewusst wurde 1938 das
Rätoromanische als offizielle, vierte Landessprache anerkannt. Nicht auf «Blut» und «Rasse», sondern auf Vielfalt
und Viersprachigkeit sollte unsere Willensnation beruhen.
Als Höhepunkt dieses Gemeinschaftsgefühls gilt heute
die Landesausstellung von 1939 in Zürich: Die Eidgenossenschaft wurde als «Gemeinschaft der Geschichte» und als
«einzigartiger Beitrag zu einer universellen und europäischen Idee» vorgeführt. Diese pathetischen Formulierungen Bundesrat Etters wiesen eine brisante Ambivalenz auf.
Derselbe katholisch-konservative Politiker konnte auch
von der «Bedrohung durch artfremde Wesen» (Juden)
sprechen und in der berüchtigten, zwiespältigen «PiletGolaz-Rede» – welche Etter (in Absprache mit dem
Gesamtbundesrat) in deutscher Übersetzung am Radio
Genau deshalb formierte sich auch der öffentliche und geheime Widerstand. Der von Alfred Ernst mit 50 000 Franken gesponserte «Gotthardbund» weckte mit Inseraten,
Plakaten und Flugblättern den Widerstandswillen.
Bereits am 21. Juli 1940 hatten in Luzern 19 Offiziere
einen Geheimbund gegründet, unter ihnen Alfred Ernst,
Hans Hausamann und Max Waibel zusammen mit August
R. Lindt (einem Mitarbeiter im legendären GeheimdienstBüro Ha). Sie setzten sich zum Ziel, weiterzukämpfen,
selbst wenn Bundesrat und Armeeführung kapitulieren
sollten. Notfalls würden diese sogar verhaftet. Sie misstrauten auch General Guisan, der in einer Teilmobilmachung bereits am 7. Juli 260 000 Soldaten aus dem Aktivdienst entlassen hatte. Die Meuterei flog auf, aber die
Verschwörer wurden milde bestraft. Der General gestand
ihnen sogar das Recht zu, ihn jederzeit zu konsultieren.
Ein weiterer Geheimbund, die «Aktion nationaler
Widerstand», formierte sich am 7. September 1940 im
Zürcher Bahnhofbuffet. Es waren anfänglich 21 Initianten.
Über die Parteigrenzen hinweg fanden sich darin später
über 400 Persönlichkeiten, unter ihnen Karl Barth, Gottlieb Duttweiler und Albert Oeri.
Aber auch die Gegenseite war aktiv: Mit ihrer «Eingabe
der 200» gelangten deutschfreundliche Kreise um Oberstkorpskommandant Ulrich Wille jun. und Oberst Gustav
Däniker am 15. November 1940 an den Bundesrat. Sie
forderten die Ausschaltung der Chefredaktoren führender
bürgerlicher Zeitungen der Schweiz sowie die Ausweisung
des Völkerbundes aus der Schweiz. Es besteht kein Zweifel,
dass es in Armee und Regierung mehr als 200 Nazi-Sympathisanten gab. Im Schicksalsjahr 1940 schwankten viele
zwischen Anpassung und Widerstand.
Nächste Folge: die schweiz im Krieg – anpassungsund flüchtlingspolitik.
Pro senectute Kanton luzern 1 | 16
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