PDF - NS-Dokumentationszentrum

Programm
Apr–Jun 2016
2
NS-Dokumentationszentrum München –
Lernen und Erinnern am historischen Ort
Programm 2/2016
Am 30. April jährt sich die Eröffnung des NS-Dokumentationszentrums zum
ersten Mal. Mehr als 200.000 Besucherinnen und Besucher haben seitdem
den neuen Lern- und Erinnerungsort besucht. Unsere vielfältigen Angebote
werden sehr gut angenommen.
Das Veranstaltungsprogramm für die Monate April bis Juni setzt diese
Vielfalt fort. Mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen und
Konzerten bieten wir unserem Publikum unterschiedliche Formate und
Themen der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Besonders
verwiesen sei auf zwei interdisziplinäre Fachtagungen im April und Juni
zur Rolle der christlichen Kirchen in der NS-Zeit. Auf den Tagungen wird auch
die Rolle von Kardinal Faulhaber und Landesbischof Meiser sowie die
bislang wenig bekannte akademische Theologie und ihr Verhältnis zum
Nationalsozialismus thematisiert werden.
Foto: Orla Connolly/NS-Dokumentationszentrum
Unsere neue Sonderausstellung „erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und
behinderte Menschen im Nationalsozialismus“ befasst sich ab dem
5. April mit einem lange Zeit tabuisierten Thema. Sie behandelt das sogenannte
„Euthanasie“-Programm der Nationalsozialisten, die Ermordung psychisch
kranker und behinderter Menschen. Das in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe „Psychiatrie und Fürsorge im Nationalsozialismus in München”
konzipierte Begleitprogramm beleuchtet die historischen Hintergründe sowie
aktuelle medizin-ethische Debatten und erinnert an die etwa 200.000 Opfer
dieser systematischen Vernichtung. Als neues Veranstaltungsformat werden
wir am 3. Mai einen renommierten Künstler bei uns begrüßen dürfen, der
sich dem Thema „Euthanasie“ mit einem Puppenspiel nähert.
Wir hoffen, auch weiterhin viele Menschen für unsere Angebote
interessieren zu können und wollen immer wieder neue Impulse für die
Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus geben.
Prof. Dr.-Ing. Winfried Nerdinger
Gründungsdirektor
Programmübersicht 1.4.– 30.6.2016
Di 05|04|2016
So 26|06|2016
Sonderausstellung
Mi 06| 04| 2016
Vortrag
19.00
erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus
Ebene 1
„Von München nach Piaski”. Das Schicksal der
jüdischen Bürger aus Bayern im Distrikt Lublin 1942–1943
Auditorium Di 12|04|2016
Vortrag
19.00
Die Reparationsschuld: Deutsche Hypotheken
Auditorium des Zweiten Weltkriegs in Griechenland und Europa
Mi 13| 04| 2016
Konzert
19.30
„Feindsender“ –
Auditorium
Jazz im zeitlichen Umfeld der Nazi-Diktatur, Teil 4
Fr 15| 04| 2016
14.00
Die Protestanten und ihr NationalsozialismusAuditorium
Tagung
Di 19| 04| 2016
Vortrag
17.00
Das „Euthanasie“-Programm der Nationalsozialisten.
Thematische Einführung in „Leichter Sprache“
Fr 29| 04| 2016
19.00
Das Recht auf Erinnerung. Zeugnis eines Überlebenden: Auditorium
Oradur-sur-Glane, Frankreich, 10. Juni 1944
Filmvorführung
und Publikumsgespräch
Auditorium
Mo 02| 05| 2016
Gespräch
19.00
KL – Konzentrationslager
Auditorium
Figurentheater
Di 03|05|2016
19.00
„F. Zawrel – erbbiologisch und sozial minderwertig“
Auditorium
Di 10| 05| 2016
Lesung
19.00
Lesen aus „verbrannten Büchern“–
Auditorium
Erinnerung an die NS-Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933
Mi 11| 05| 2016
Konzert 20.00
„Feindsender“ –
Jazz im zeitlichen Umfeld der Nazi-Diktatur, Teil 5
Do 12| 05| 2016
Vortrag
19.00
„Tödliche Gefahrenzone“– Fürsorge im Nationalsozialismus Auditorium
zwischen Psychiatrie und Konzentrationslager
Mi 01| 06| 2016
Vortrag
19.00
Flucht und Versteck: Untergetauchte
Auditorium
Juden in München 1941 –1945
Mo 06| 06| 2016
Vortrag
19.00
Das Lachen der Täter Auditorium
Di 07| 06| 2016
Podiumsdiskussion
19.00
Lernen aus der Geschichte – Was hat die Psychiatrie
daraus gelernt?
Auditorium
Fr 10| 06| 2016
Tagung
14.00
Distanz und Nähe zugleich? Katholiken im Nationalsozialismus
Auditorium
BR-Funkhaus
Foto: Orla Connolly/NS-Dokumentationszentrum
Programmübersicht 1.4.– 30.6.2016
Do 16| 06| 2016
Szenische Lesung 19.00
„Ich wollte für mein ganzes Leben frei sein…“
Münchner Schicksale der nationalsozialistischen
Krankenmorde
Auditorium
Di 21| 06| 2016
Podiumsdiskussion
19.00
Lernen aus der Geschichte – Welche Bedeutung hat die NS-„Euthanasie“
für die aktuelle Debatte um die Sterbehilfe?
Auditorium
Mi 22| 06| 2016
Lesung
19.30
„Es war Krieg“– Erinnerungen an den
deutschen Überfall auf die Sowjetunion 1941
Auditorium
Mi 29| 06| 2016
Konzert
19.30
„Feindsender“ – Jazz im zeitlichen Umfeld der Nazi-Diktatur, Teil 6
Auditorium
Sonderausstellung
05|04|2016 – 26| 06| 2016
erfasst, verfolgt, vernichtet.
Kranke und behinderte Menschen
im Nationalsozialismus
Kranke und behinderte Menschen galten in der NS-Zeit als „Belastung“ für
die deutsche „Volksgemeinschaft“ und wurden allein aus diesem Grund
verfolgt. Dem sogenannten „Euthanasie“-Programm, der Ermordung psychisch
kranker und behinderter Menschen, fielen mehr als 200.000 Menschen
zum Opfer. In der Ausstellung befasst sich das NS-Dokumentationszentrum mit
der Frage nach dem Wert des Lebens und dokumentiert die Geschichte von
Ausgrenzung, Zwangssterilisationen und Massenmord. Gezeigt werden Einzel­
schicksale und Biographien von Opfern und Tätern sowie die Auseinander­
setzung mit diesem Teil der NS-Geschichte nach 1945.
Die Ausstellung wurde von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und
Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) in Zusammenarbeit mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und
der Stiftung Topographie des Terrors konzipiert. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck.
Ort NS-Dokumentationszentrum München,
Sonderausstellungsbereich Ebene 1
Zu der Wechselausstellung bietet das NS-Dokumentationszentrum ein Begleit­programm sowie Rundgänge und Seminare an, die z.T. speziell für Menschen
mit Lernschwierigkeiten entwickelt wurden. Der deutsch-englische Katalog
und ein Begleitheft in „Leichter Sprache“ sind im Buchladen des NS-Dokumen­tationszentrums erhältlich.
Foto: Archiv der Stiftung Liebenau
Verlegungen in Tötungsanstalten.
Heil- und Pflegeanstalt Liebenau, 1940
Vortrag
Mittwoch 06| 04| 2016
19.00 Uhr
„Von München nach Piaski”.
Das Schicksal der jüdischen Bürger
aus Bayern im Distrikt Lublin
1942 – 1943
Wiesław Wysok
Ort NS-Dokumentationszentrum München,
Auditorium
Eintritt/Anmeldung Eintritt frei. Mit einer Voranmeldung per E-Mail sichern Sie sich einen
Sitzplatz: [email protected]
Veranstalter NS-Dokumentationszentrum
München in Kooperation mit der KZ-Gedenk­stätte
Dachau und dem Evangelischen Bildungswerk
Regensburg
Von März bis Juni 1942 wurden Tausende Juden aus Deutschland in den
Distrikt Lublin „evakuiert“. Sie fielen der „Aktion Reinhardt“ zum Opfer, wie
der Deckname für die systematische Ermordung von 1,7 Millionen Juden
im „Generalgouvernement“ des durch Deutschland besetzten Polens lautete.
Die sogenannten „Transitghettos“ wie Izbica und Piaski waren ihre letzte
Station bevor sie in die Vernichtungslager Bełžec, Sobibór und Majdanek
deportiert und dort ermordert wurden. Die Existenz dieser Transitlager sowie
das Leiden dort ist bis heute wenig erforscht.
Wiesław Wysok befasst sich in seinem Vortrag mit den deutschen Juden aus
Bayern – Franken, Augsburg, Würzburg, Bamberg, Fürth und München –
in den Transitghettos im Distrikt Lublin. Wie sahen die Lebensbedingungen in
diesen Durchgangsghettos aus? Wie gestaltete sich das Zusammenleben
der verschiedenen Gruppen von Deportierten? Welche Spuren und Hinweise
auf diese Lager existieren heute noch? Der Vortrag beleuchtet das Leben
und Leiden an diesen vergessenen Orten des Holocaust.
Wiesław Wysok ist didaktischer Leiter der Bildungsarbeit im Staatlichen
Museum in Majdanek. Er hat zur Theorie und Praxis der Erinnerungspädagogik
und Gedenkkultur sowie zur Geschichte der osteuropäischen Juden geforscht
und publiziert.
Alexandre
Foto:
Archiv
Tansman
Würzburg
24. März 1942. Juden aus Kitzingen und
Würzburg auf dem Weg zum Bahnhof und zur
weiteren Deportation nach Lublin
Vortrag
Dienstag 12| 04| 2016
19.00 Uhr
Die Reparationsschuld: Deutsche
Hypotheken des Zweiten Weltkriegs
in Griechenland und Europa
Dr. Dr. Karl Heinz Roth
Ort NS-Dokumentationszentrum München,
Auditorium
Eintritt/Anmeldung Eintritt frei. Mit einer Voranmeldung per E-Mail sichern Sie sich einen
Sitzplatz: [email protected]
Veranstalter NS-Dokumentationszentrum
München in Zusammenarbeit mit inSight e.V.
Die Reparationsfrage – die Diskussion um Entschädigungsleistungen der im
Zweiten Weltkrieg besetzten Länder – ist ein brisantes, umstrittenes und
bis heute aktuelles Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte. Während die
großen Siegermächte nach 1945 relativ zügig und umfangreich entschädigt
wurden, gingen die kleineren Länder Europas und zahlreiche Opfergruppen
weit­gehend leer aus. Zu ihnen gehört Griechenland, das bis heute Entschä­di­gun­gen für die Opfer der Massaker und die Plünderung seiner Volkswirtschaft einfordert.
Dr. Dr. Karl Heinz Roth ist Historiker, Mitarbeiter der Stiftung für Sozial­
geschichte des 20. Jahrhunderts und Mitherausgeber der Zeitschrift Sozial.
Geschichte. In seinen Publikationen befasst er sich schwer­punktmäßig
mit der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Nationalsozialismus. Zuletzt
widmete er sich zusammen mit Hartmut Rübner dem deutschen Vorgehen
in der Reparations­frage: Schuld und Schulden. Hypotheken der deutschen
Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa.
Moderation: Michael Backmund, Journalist und Filmemacher
Foto: Bundesarchiv 1011-163-0318-30
Plündernde Wehrmachtssoldaten
in Athen, April 1941
Konzert
Mittwoch 13|04|2016
19.30 Uhr
„Feindsender“ – Jazz im zeitlichen
Umfeld der Nazi-Diktatur, Teil 4
Jazz am Abgrund und das Wiederaufleben
aus den Trümmern des Krieges
Die Konzertreihe „Feindsender“ beleuchtet an sechs Abenden die kontroverse und tragische Situation des Jazz unter der Nazi-Diktatur. Die Konzerte
werden ausführlich moderiert und mit interessanten Rückblicken auf die
Musikszene und Zitaten aus Originalquellen angereichert.
Das Ensemble besteht aus Studierenden und Dozenten der Hochschule für
Musik und Theater München unter der künstlerischen Leitung von Tizian Jost.
Es werden dabei besonders begabte Musikerinnen und Musiker gefördert.
Das NS-Dokumentationszentrum München veranstaltet diese Reihe in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kulturstiftung EUROPAMUSICALE und der
Hochschule für Musik und Theater München.
Teil 4: Jazz am Abgrund und das Wiederaufleben aus den Trümmern des Krieges
Ort NS-Dokumentationszentrum München,
Auditorium
Eintritt 15 € | 7,50 € ermäßig bei Erwerb der
Karte im NS-Dokumentationszentrum;
bei Bezug über München Ticket zzgl. Gebühren
Veranstalter Europäische Kulturstiftung
EUROPAMUSICALE und NS-Dokumentationszentrum München in Zusammenarbeit mit der
Hochschule für Musik und Theater München
Während des Zweiten Weltkriegs wurde es für die Jazzszene in Deutschland
sowie in anderen besetzten Ländern immer schwieriger und gefährlicher,
das unbeschwerte und unkonventionelle Lebensgefühl des Jazz auszuleben.
Viele Jazzmusiker und -Fans wurden rassistisch angefeindet und in Konzentrationslager verschleppt. Andere passten sich der Nazi-Ideologie an.
Die Jazzszene lebte im Untergrund, unter ständiger Bedrohung, weiter. Nach
dem Krieg entwickelte sich in Deutschland und aus den Trümmern einstiger
Jazzkeller wieder eine aufblühende Musikkultur. Das Konzert präsentiert deren
Klänge bis in die frühen 1950er Jahre.
Foto: Bayerische Staatsbibliothek München/Bildarchiv
Musik inmitten der Trümmer: Konzert im zerstörten
Grottenhof der Residenz München 1945/1946. Foto von Tino Walz
Tagung
Freitag 15|04|2016
14.00–19.00 Uhr
Die Protestanten und ihr
Nationalsozialismus
Teil 1 der Tagungsreihe: Die christlichen Kirchen
im Nationalsozialismus
Ort NS-Dokumentationszentrum München,
Auditorium
Eintritt/Anmeldung Eintritt frei. Mit einer Voranmeldung per E-Mail sichern Sie sich einen
Sitzplatz: [email protected]
Veranstalter NS-Dokumentationszentrum
München
Foto: Frank Leonhardt dpa/lby
Die Straßenschilder von Meiserstraße und Königsplatz in
München, aufgenommen am 05.07.2007. In München wurde
hitzig über eine Umbenennung der Meiserstraße wegen
antisemitischer Äußerungen des ehemaligen evangelischen
Landesbischofs Hans Meiser (1881–1956) debattiert.
Die Frage nach der Rolle der christlichen Kirchen im „Dritten Reich“ ist seit
Langem umstritten. Wird auf der einen Seite die weltanschauliche
Gegnerschaft betont, so ist andererseits von Anpassung, Schuld und Versagen
die Rede. Zwei Tagungen greifen diese Debatte für den Protestantismus
(15. April 2016) und den Katholizismus (10. Juni 2016) auf. Parallel konzipiert,
ermög­lichen sie eine vergleichende Betrachtung.
Teil 1: Die Protestanten und ihr Nationalsozialismus
Viele fromme Protestanten bejubelten die „deutsche Revolution“ von 1933 als
Chance zu einer umfassenden Rechristianisierung der deutschen Gesellschaft.
Obwohl sie die in die Autonomie der Kirchen eingreifende Kirchenpolitik der
Nationalsozialisten ablehnten, teilten auch viele Professoren der Theologie
diese Begeisterung für den Nationalsozialismus. Vor allem mit Blick auf die
Mentalitäten und das Verhalten prominenter Theologieprofessoren und speziell
die Debatten innerhalb der Erlanger Fakultät soll das Verhältnis von Protes­t­antismus und Nationalsozialismus neu bestimmt werden.
Mit Impulsvorträgen von Prof. Dr. Hanns Christof Brennecke (ErlangenNürnberg), Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Graf (München), Prof. Dr. Christiane
Kuller (Erfurt), Prof. Dr. Axel Schildt (Hamburg).
Moderation der Vorträge mit jeweils anschließender Diskussion:
Prof. Dr. Hans Günter Hockerts (München).
Vortrag
Dienstag 19|04|2016
17.00 Uhr
Begleitprogramm zur Sonderausstellung
„erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und
behinderte Menschen im Nationalsozialismus“
Das „Euthanasie“-Programm der
Nationalsozialisten. Thematische
Einführung in „Leichter Sprache“
Neben der Biografie Ernst Lossas beschäftigt sich Michael von Cranach in
seinem Vortrag auch mit dem Umgang mit den Verbrechen an psychisch
kranken und behinderten Menschen in der Nachkriegszeit. Wie ging damals
und wie geht heute die Gesellschaft mit Kranken und Behinderten um?
Prof. Dr. Michael von Cranach
Prof. Dr. Michael von Cranach, Psychiater und Honorarprofessor an der
Hochschule für Angewandte Wissenschaften München, war von 1980 bis 2006
Direktor des Bezirkskrankenhauses Kaufbeuren und beschäftigt sich seit
Jahrzehnten intensiv mit den Krankenmorden in Bayern.
Ort NS-Dokumentationszentrum München,
Auditorium
Eintritt/Anmeldung Eintritt frei. Mit einer Voranmeldung per E-Mail sichern Sie sich einen
Sitzplatz: [email protected]
Veranstalter NS-Dokumentationszentrum
München in Zusammenarbeit mit der AG
„Psychiatrie und Fürsorge im Nationalsozia­
lismus in München“
Patientenakte des Ernst Losser aus
der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren Irsee
Foto: Historisches Archiv des BKH Kaufbeuren
Michael von Cranach gibt eine Einführung in das Thema „Euthanasie“.
Er beleuchtet die Krankenmorde zwischen 1939 und 1945 am Beispiel des
Schicksals von Ernst Lossa. Ernst Lossa, 1939 in Augsburg geboren,
wurde 14-jährig in der „Heil­anstalt" Kaufbeuren ermordet. Er ist zur Symbol­
figur der über 200.000 Opfer des sogenannten „Euthanasie“-Programms
der Nationalsozia­listen geworden.
Der Vortrag wird in „Leichter Sprache“ gehalten.
Filmvorführung mit Publikumsgespräch
Freitag 29|04|2016
19.00 Uhr
Das Recht auf Erinnerung.
Zeugnis eines Überlebenden:
Oradour-sur-Glane,
Frankreich, 10. Juni 1944
Film und Konzept von Michaël Faugeroux
Mit Robert Hébras
Ort NS-Dokumentationszentrum München,
Auditorium
Eintritt/Anmeldung Eintritt frei. Mit einer Voranmeldung per E-Mail sichern Sie sich einen
Sitzplatz: [email protected]
Veranstalter NS-Dokumentationszentrum
München in Kooperation mit dem Institut
français und dem Consulat Général de France in
München
Bei dem Massaker am 10. Juni 1944 in dem französischen Dorf Oradour-surGlane wurden 642 Männer, Frauen und Kinder durch Soldaten der deutschen
SS-Panzer-Division „Das Reich“ ermordet. Das zahlenmäßig größte Massaker
des Zweiten Weltkriegs in Westeuropa überlebten nur sechs Dorfbewohner,
einer von ihnen: Robert Hébras, damals 19 Jahre alt.
Das bis auf die Grundmauern zerstörte Dorf blieb als Erinnerungsort erhalten;
in unmittelbarer Nachbarschaft entstand das neue Oradour-sur-Glane.
Der Film „Das Recht auf Erinnerung“ von Michaël Faugeroux dokumentiert
den historischen Kontext und porträtiert Robert Hébras als Hüter der
Erinnerung an das Massaker vom 10. Juni 1944. Hébras berichtet über das
Grauen, das er miterleben musste, aber auch über seinen unermüdlichen
Einsatz für die deutsch-französische Aussöhnung.
Robert Hébras schloss sich nach den Ereignissen 1944 dem Widerstand an.
Er lebt heute in Saint-Junien nahe Oradour-sur-Glane. Hébras wurde vielfach
geehrt, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz.
Im Anschluss an die Filmvorführung spricht der Regisseur Michaël Faugeroux
mit Robert Hébras, Bernadette Malinvaud (Historikerin), Philippe Lacroix
(Bürgermeister von Oradour-sur-Glane) und Andrea Erkenbrecher (Historikerin).
Die Veranstaltung findet mit deutsch-französischer Simultanübersetzung statt.
Foto: Michaël Faugeroux
Oradour-sur-Glane
Gespräch
Montag 02|05|2016
19.00 Uhr
KL – Konzentrationslager
Prof. Dr. Nikolaus Wachsmann
Für die Dokumentation der monumentalen und gleichsam monströsen
Ge­schichte der Konzentrationslager von den Anfängen 1933 bis zu ihrer Befreiung 1945 hat Nikolaus Wachsmann eine Fülle von Quellen und
For­schungs­literatur ausgewertet: Tagebücher und Briefe von Lagerhäftlingen,
Prozessunterlagen, SS- und Polizeiakten. Diese ermöglichen eine
differen­zierte Perspektive auf die Opfer wie auch auf die Täter der perfiden
Unter­drück­ungs- und Vernichtungsmaschinerie.
Im Gespräch mit Jürgen Zarusky berichtet Wachsmann über die Dynamik der
NS-Vernichtungspolitik, über die Ökonomisierung des Tötens in den Konzen­
trations­lagern. Dem gegenüber stellt er die individuellen Schicksale der Opfer,
die unter dieser Politik litten und systematisch ermordet wurden.
Ort NS-Dokumentationszentrum München,
Auditorium
Eintritt/Anmeldung Eintritt frei. Mit einer Voranmeldung per E-Mail sichern Sie sich einen
Sitzplatz: [email protected]
Veranstalter NS-Dokumentationszentrum
München in Kooperation mit dem Siedler Verlag
Foto: Süddeutsche Zeitung Photo Archiv
Einfahrtsgebäude des KZ Auschwitz-Birkenau, 1945
Prof. Dr. Nikolaus Wachsmann lehrt Neuere europäische Geschichte am
Birkbeck College der University of London und ist Autor verschiedener
Veröffentlichungen zur NS-Geschichte; zuletzt: KL. Die Geschichte der national­
sozia­listischen Konzentrationslager.
Moderation: Dr. Jürgen Zarusky, Institut für Zeitgeschichte München – Berlin
Figurentheater
Dienstag 03|05|2016
19.00 Uhr
Begleitprogramm zur Sonderausstellung
„erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und
behinderte Menschen im Nationalsozialismus“
„F. Zawrel – erbbiologisch
und sozial minderwertig“
Nikolaus Habjan
Ort NS-Dokumentationszentrum München,
Auditorium
Eintritt/Anmeldung Eintritt frei. Mit einer Voranmeldung per E-Mail sichern Sie sich einen
Sitzplatz: [email protected]
Veranstalter NS-Dokumentationszentrum
München in Kooperation mit dem Bildungswerk
des Bayerischen Bezirketags, Kloster Irsee
Der Vater ist Alkoholiker, die Mutter nicht fähig, die Familie zu ernähren.
So wächst Friedrich Zawrel auf. Kinderjahre in Wien-Kaisermühlen, Zwangsräumung der elterlichen Wohnung, Heim, schließlich Spiegelgrund, jene
„Kinderfachabteilung“ des Deutschen Reiches, in der „Euthanasie“-Morde an
kranken und behinderten Kindern stattgefunden haben. Vom Anstaltsarzt
Dr. Gross wird Zawrel als „erbbiologisch und sozial minderwertig“ eingestuft
und gequält. Mehrmals gelingt ihm die Flucht und er überlebt den Krieg.
Erst im Jahr 2000 kommt es nach vielen Bemühungen Zawrels zum Gerichtsverfahren gegen seinen ehemaligen Peiniger Gross. Das Verfahren wird
allerdings aufgrund der angeblichen Demenz von Gross alsbald eingestellt:
Der ehemalige Anstaltsarzt kann sich an nichts mehr erinnern.
Das Figurentheaterstück „F. Zawrel – erbbiologisch und sozial minderwertig“
entstand in enger Zusammenarbeit mit Friedrich Zawrel selbst. Seine
persönlichen Gespräche mit dem Puppenspieler Nikolaus Habjan und dem
Regisseur Simon Meusburger dienten als Grundlage für dieses Projekt.
Habjan schlüpft nicht nur in die Rolle von Zawrel, sondern auch in die des
Arztes Gross und durchlebt in einzelnen Stationen diese Geschichte.
Ein Stück österreichischer Vergangenheit, die bis in die Gegenwart hinein
reicht. Die Inszenierung erhielt 2012 den Nestroypreis, den Wiener
Theaterpreis in der Kategorie Beste Off-Produktion.
Foto: Sabine Hauswirth/Schubert Theater Wien
Szene aus „F. Zawrel – erbbiologisch
und sozial minderwertig“
Lesung
Dienstag 10|05|2016
19.00 Uhr
Lesen aus „verbrannten Büchern“ –
Erinnerung an die national­
sozialistische Bücherverbrennung
vom 10. Mai 1933
Am 10. Mai 1933 verbrannten nationalsozialistische Studenten und Sym­pa­thisanten auf dem Münchner Königsplatz Bücher von „verfemten“ Autoren.
Der „Aktion wider den undeutschen Geist“ fielen Werke von Brecht,
Feuchtwanger, Freud, Kästner, Mann, Tucholsky, Zweig und vielen anderen
Autoren zum Opfer. Sie war der Auftakt der systematischen Verfolgung
politisch unliebsamer oder jüdischer Künstler durch das NS-Regime.
Seit 1995 brennt der Künstler Wolfram P. Kastner alljährlich am 10. Mai um
10 Uhr auf dem Königsplatz eine Brandspur in den Rasen – damit kein
Gras über die Erinnerung wächst.
Außerdem sind wie in den vergangenen Jahren unter dem Motto „München
liest – aus verbrannten Büchern“ alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen,
von 11 bis 18 Uhr auf dem Königsplatz aus einem der „verbrannten Bücher“
vorzulesen.
Ort ab 10.00 Uhr Königsplatz (vor der Antikensammlung), ab 19.00 Uhr NS-Dokumentations­
zentrum München, Auditorium
Eintritt/Anmeldung Eintritt frei.
Veranstalter Institut für Kunst und Forschung,
München, Münchner Kammerspiele
und NS-Dokumentationszentrum München
Foto:Scherl/Süddeutsche
Foto:
Foto: Süddeutsche Zeitung/Scherl
Zeitung Photo
Bücherverbrennung, 1933
Ensemblemitglieder der Münchner Kammerspiele setzen die Lesung aus
„verbrannten Büchern“ um 19 Uhr im Veranstaltungssaal des NS-Dokumen­
tationszentrums fort.
Konzert
Mittwoch 11|05|2016
20.00 Uhr
„Feindsender“ – Jazz im zeitlichen
Umfeld der Nazi-Diktatur, Teil 5
Charlie and his Orchestra
Die Konzertreihe „Feindsender“ beleuchtet an sechs Abenden die kontroverse
und tragische Situation des Jazz unter der Nazi-Diktatur. Die Konzerte
werden ausführlich moderiert und mit interessanten Rückblicken auf die Musik­­szene und Zitaten aus Originalquellen angereichert.
Die Mitwirkenden der Reihe unter der künstlerischen Leitung von Tizian Jost
sind Studierende und Dozenten der Hochschule für Musik und Theater
München. Es werden dabei besonders begabte Musikerinnen und Musiker
gefördert. Das NS-Dokumentationszentrum München veranstaltet diese
Reihe in Zusammen­arbeit mit der Europäischen Kulturstiftung EUROPAMUSICALE
und der Hochschule für Musik und Theater München.
Teil 5: Charlie and his Orchestra
Ort BR-Funkhaus
Eintritt 14 € | 7 € ermäßigt, über München
Ticket zzgl. Gebühren
Veranstalter Europäische Kulturstiftung
EUROPAMUSICALE und NS-Dokumentationszentrum München in Zusammenarbeit
mit der Hochschule für Musik und Theater
München. In Kooperation mit BR-Klassik
(Rundfunkaufzeichnung)
Obwohl der Jazz den ideologischen Vorstellungen der Nationalsozialisten
zuwider war, nutzten sie die weithin unbekannte Jazz-Band „Charlie and his
Orchestra“ zu ihren Zwecken. Die 1940 gegründete Band wurde Teil der
Auslandspropaganda, indem sie täglich live und in englischer Sprache die
Propaganda-Sendung „Germany Calling“ musikalisch untermalte.
Das Konzert unter der Leitung von Claus Reichstaller thematisiert den
Gewissenskonflikt der Musiker, die sich einerseits in die Dienste der Nationalsozialisten stellten, andererseits auf diese Weise ihre geliebte, aber ab
1935 verbotene Jazz- und Swingmusik weiter­spielen durften.
Vortrag
Donnerstag 12|05|2016
19.00 Uhr
Begleitprogramm zur Sonderausstellung
„erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und
behinderte Menschen im Nationalsozialismus“
„Tödliche Gefahrenzone“ –
Fürsorge im Nationalsozialismus
zwischen Psychiatrie und Konzen­
trationslager
Prof. Dr. Annette Eberle
Ort NS-Dokumentationszentrum München,
Auditorium
Eintritt/Anmeldung Eintritt frei. Mit einer Voranmeldung per E-Mail sichern Sie sich einen
Sitzplatz: [email protected]
Veranstalter NS-Dokumentationszentrum
München in Zusammenarbeit mit der AG
„Psychiatrie und Fürsorge im Nationalsozia­
lismus in München“
Foto: Privatbesitz
Filomena G. (links) wurde im Alter von 23 Jahren zwangs­
sterilisiert. Vergebens hatte sie mehrfach dagegen Widerspruch eingelegt: „Ich widerspreche der Unfrucht­
barmachung, da ich nicht erbkrank bin.“ (30.8.1937)
Die Ausrichtung der Fürsorge war ein Instrument der nationalsozialistischen
Gesundheitspolitik. Konzept und Praxis orientierten sich an der Ideologie
der „Auslese und Ausmerze" von Rassenhygiene und völkischer Erbbiologie.
Die davon Betroffenen wurden mit dem Stigma der „erbbiologischen
Minderwertigkeit" versehen. Sie erlitten soziale Isolation, gezielte Vernach­läs­
si­­gung, Zwangssterilisationen, Konzentrationslagerhaft und Verwahrung
in der Psychiatrie. Viele von ihnen wurden Opfer der Krankenmorde. Bis heute
zählen sie zu den vergessenen Opfern der NS-Zeit.
Der Vortrag macht die „tödliche Gefahrenzone“der nationalsozialistischen
Fürsorgepraktik anhand einzelner Verfolgungsgeschichten deutlich:
einem 50-jährigen Landwirt wurde aufgrund seiner Krankheit die Existenzgrundlage entzogen. Er erlitt Arbeitshaus, Zwangsfürsorge und starb
nach Überstellung in die Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar. Einem Journa­
listen wurde wegen seiner Alkoholsucht die weitere Therapie verweigert
und er kam in ein Konzentrationslager. Ein junges Mädchen, das im Armenhaus
lebte und in die „Hilfsschule“ ging, starb im Alter von 15 Jahren an den
Folgen der Zwangssterilisation.
Prof. Dr. Annette Eberle ist Professorin für Pädagogik an der Katholischen
Stiftungsfachhochschule für Soziale Arbeit München/Benediktbeuern.
Vortrag
Mittwoch 01|06|2016
19.00 Uhr
Flucht und Versteck: Untergetauchte
Juden in München 1941 – 1945
Als die Repressalien gegen die jüdische Bevölkerung in Deutschland immer
mehr zunahmen, fassten einige von ihnen den Entschluss, unterzutauchen.
Etwa 10.000 bis 15.000 Juden versuchten auf diesem Weg dem nationalsozialistischen Völkermord zu entgehen. Mit Hilfe von Verwandten, Freunden
und Bekannten, z.T. auch durch die Unterstützung Fremder flüchteten sie in
ein Leben im Untergrund und in der Illegalität. Nur maximal 5.000 von
ihnen überlebten den Krieg, die meisten in Berlin.
Prof. Dr. Susanna Schrafstetter
Ort NS-Dokumentationszentrum München,
Auditorium
Eintritt/Anmeldung Eintritt frei. Mit einer Voranmeldung per E-Mail sichern Sie sich einen
Sitzplatz: [email protected]
Veranstalter NS-Dokumentationszentrum
München
Foto: JUD-F-01-0009/Stadtarchiv München
Die Schwestern Sophie und Lieselotte Mayer
versteckten sich in München. Sophie überlebte;
Lieselotte beging 1944 Suizid
Die Möglichkeiten für ein Leben im Versteck waren regional sehr unterschiedlich.
Susanna Schrafstetter befasst sich in ihrem Vortrag mit den Schicksalen
der untergetauchten Juden in München, die sich auf diese Weise den Deporta­
tionen entzogen. Sie analysiert die Handlungsoptionen und -strategien
dieser Menschen und ihrer Helfer und identifiziert Fluchtwellen und -routen.
Die Lebenswege der Überlebenden zeichnet sie bis in die Nachkriegszeit
hin­ein nach. Schrafstetter bringt aber auch die andere Seite zur Sprache: die
verschiedenen Methoden und perfiden Tricks, mit denen sich Teile der
deutschen Bevölkerung an den flüchtenden Juden und ihrer ausweglosen
Situation bereicherten.
Prof. Dr. Susanna Schrafstetter promovierte 1998 an der Ludwig-MaximiliansUni­ver­sität München. Als Associate Professor of History lehrt sie seit 2009
Geschichte an der Universität Vermont (USA).
Vortrag
Montag 06|06|2016
19.00 Uhr
Das Lachen der Täter
Prof. Dr. Klaus Theweleit
Ort NS-Dokumentationszentrum München,
Auditorium
Eintritt/Anmeldung Eintritt frei. Mit einer Voranmeldung per E-Mail sichern Sie sich einen
Sitzplatz: [email protected]
Veranstalter NS-Dokumentationszentrum
München in Zusammenarbeit mit inSight e.V.
Wie kann es möglich sein, dass ein Täter während seiner Tat, während er mordet
und zerstört, lacht? Vom verstörenden Lachen der Killer berichten Augen­
zeugen immer wieder – seine zentrale Bedeutung wurde bislang kaum analysiert.
In der Studie „Männerphantasien“ wagte Klaus Theweleit erstmals eine Beschreibung des gewalttätigen faschistischen Mannes und seines innerlich
fragmentierten, äußerlich aber gepanzerten Körpers. Auf diese Theorie greift
er nun zurück, um die brutalen Mordtaten zu untersuchen, mit denen uns die
Gegenwart beinahe täglich konfrontiert: Anders Breivik, der selbsternannte
Tempel­ritter, der 67 Jugendliche auf der norwegischen Insel Utøya erschießt;
die Killer des sogenannten „Islamischen Staats“, die grausame Hinrichtungen
im Internet ausstellen; fanatische Attentäter, die die Karikaturisten von „Charlie Hebdo“ hinrichten. An ihren Psychogrammen lässt sich das Lachen der
Täter als Offenbarung ihrer Lust am Töten zeigen – die politische „Begründung“
ihrer Taten kann dies nur unzu­reichend verbergen.
Prof. Dr. Klaus Theweleit promovierte mit seiner viel beachteten Studie zu
„Männerphantasien“. Er ist Literaturwissenschaftler, Kulturtheoretiker,
Schriftsteller und Herausgeber. Jüngst erschienen ist Das Lachen der Täter:
Breivik u. a. Psychogramm der Tötungslust.
Moderation: Michael Backmund, Journalist und Filmemacher
Foto: US Holocaust Memorial Museum
Die Führungskräfte des KZ Auschwitz vor dem Erholungsheim Solahütte: Richard Baer,
Josef Mengele, Josef Kramer, Rudolf Höss und Anton Thumann (von links nach rechts).
Das Foto stammt aus dem persönlichen Album von Karl Höcker, der 1944/45 Baers Adjutant war.
Podiumsdiskussion
Dienstag 07|06|2016
19.00 Uhr
Begleitprogramm zur Sonderausstellung
„erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und
behinderte Menschen im Nationalsozialismus“
Lernen aus der Geschichte – Was
hat die Psychiatrie daraus gelernt?
Foto: Parlamentsdirektion/Mike Ranz
Ort NS-Dokumentationszentrum München,
Auditorium
Eintritt/Anmeldung Eintritt frei. Mit einer Voranmeldung per E-Mail sichern Sie sich einen
Sitzplatz: [email protected]
Veranstalter NS-Dokumentationszentrum
München in Zusammenarbeit mit der AG
„Psychiatrie und Fürsorge im Nationalsozia­
lismus in München“
Mehr als 200.000 psychisch kranke und behinderte Menschen wurden zwischen 1939 und 1945 von Ärzten ermordet. Nach 1945 folgte eine kurze Phase
intensiver Recherche durch die Alliierten zur Vorbereitung der Nürnberger
Ärzte­prozesse. Danach verlor sich das Interesse an Aufklärung. Personelle
Kontinuitäten, Verschweigen, Leugnen und Verdrängen bestimmten die Haltung
für die folgenden Jahrzehnte. Erst mit dem Einsetzen einer Reform der
psychiatrischen Versorgung in den 1980er Jahren begann eine Auseinander­
setzung mit den damaligen Ereig­nissen. Es dauerte dann aber noch einmal drei Jahrzehnte, bis die Fachgesellschaft der Psychiater offiziell zu den
„Euthanasie“-Morden Stellung bezog.
Wie und unter welchen Bedingungen konnten Ärzte zu Mördern werden?
Können wir aus der Geschichte etwas über den Um­gang mit Macht und Zwang
lernen und den Abbau von Vorurteilen, Stig­mati­sierung und Diskriminierung
in der Gegenwart fördern? Diese und weitere Fragen diskutieren zwei
Fachleute der Psychiatrie.
Teilnehmer: Gottfried Wörishofer, Sozialpädagoge und Mitglied des Vereins
Münchner Psychiatrie-Erfahrene (MüPE) e.V., und Prof. Dr. Michael von
Cranach, Psychiater und Honorarprofessor an der Hochschule für Angewandte
Wissenschaften München.
Moderation: Oswald Utz, Behindertenbeauftragter der Landeshauptstadt
München
Deklaration der Menschenrechte an der Fassade
des österreichischen Parlamentsgebäudes, Wien
Tagung
Freitag 10|06|2016
14.00–19.00 Uhr
Distanz und Nähe zugleich?
Katholiken im Nationalsozialismus
Teil 2 der Tagungsreihe: Die christlichen Kirchen
im Nationalsozialismus
Ort NS-Dokumentationszentrum München,
Auditorium
Eintritt/Anmeldung Eintritt frei. Mit einer Voranmeldung per Email sichern Sie sich einen
Sitzplatz [email protected]
Veranstalter NS-Dokumentationszentrum
München
Foto: Bundesarchiv_Bild_183-R24391
Die Unterzeichnung des
Reichskonkordats in Rom, 1933
Die Frage nach der Rolle der christlichen Kirchen im „Dritten Reich“ ist seit
langem umstritten. Wird auf der einen Seite die weltanschauliche Gegnerschaft betont, ist andererseits von Anpassung, Schuld und Versagen die Rede.
Zwei Tagungen greifen diese Debatte für den Protestantismus (15. April 2016)
und den Katholizismus (10. Juni 2016) auf. Parallel konzipiert, ermög­lichen
sie eine vergleichende Betrachtung.
Teil 2: Distanz und Nähe zugleich? Katholiken im Nationalsozialismus
Wie die neueren Forschungen zum Verhältnis von Katholizismus und Nationalsozialismus zeigen, trifft die Alternative „Anpassung oder Widerstand“
nicht den Kern des Problems. Bezeichnend ist vielmehr eine spannungs­reiche
Verknüpfung von Konsens und Dissens, von Anlehnung und Ablehnung.
Die Tagung erörtert die Grundfragen dieser Gemengelage, nimmt insbesondere
das Verhalten der Theologieprofessoren in den Blick und befasst sich
exemplarisch mit der Gestalt des Kardinals Faulhaber. Ebenso beleuchtet sie
die Deutungskämpfe in der Geschichtserinnerung nach 1945.
Mit Impulsvorträgen von Prof. Dr. Dominik Burkard (Würzburg), Prof. Dr.
Thomas Großbölting (Münster), Prof. Ph.D. Mark Ruff (St. Louis/ USA),
Prof. Dr. Andreas Wirsching (München).
Moderation der Vorträge jeweils mit anschließender Diskussion:
Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Graf (München).
Die Unterzeichnung des Reichskokordats in
Rom, 1933
Szenische Lesung
Donnerstag 16| 06| 2016
19.00 Uhr
Begleitprogramm zur Sonderausstellung
„erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und
behinderte Menschen im Nationalsozialismus“
„Ich wollte für mein ganzes Leben
frei sein…“ Münchner Schicksale der nationalsozialistischen
Kranken­morde
Foto: Privatbesitz
Ort NS-Dokumentationszentrum München,
Auditorium
Eintritt/Anmeldung Eintritt frei. Mit einer Voranmeldung per E-Mail sichern Sie sich einen
Sitzplatz: [email protected]
Veranstalter NS-Dokumentationszentrum
München in Zusammenarbeit mit der AG
„Psychiatrie und Fürsorge im Nationalsozialismus in München“
Zwischen 1939 und 1945 wurden mehr als 200.000 Menschen im Deutschen
Reich Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde, darunter auch ca. 2.000
Münchner Bürgerinnen und Bürger. Als „lebensunwertes Leben” waren sie
in den Heil- und Pflegeanstalten dem Tod geweiht und wurden mit Kohlen­mon­oxid, mit überdosierten Medikamenten, durch Vernachlässigung und gezielten
Nahrungsmittelentzug ermordet.
In der szenischen Lesung bekommen Münchner Opfer der NS-„Euthanasie“
mehr als 70 Jahre nach ihrer Ermordung eine Stimme. Ihre Briefe zeugen von
ihren Wünschen und Ängsten, dokumentieren die Zwangsmaßnahmen,
denen sie ausgesetzt waren, schildern aber auch ihre Vorstellungen zur Lebens­gestaltung. Fotografien geben den Opfern ein Gesicht und ihre Zeichnungen
zeigen die Welt mit ihren Augen. Kontrastierend dazu berichten die Dokumente
der Täter von denjenigen, die die nationalsozialistische „Gesundheits­politik“
vertraten und vollzogen.
Konzeption und Einführung: Dr. Sibylle von Tiedemann.
Es lesen: Katja Schild und Christian Baumann. Mit musikalischer Begleitung.
Dr. Sibylle von Tiedemann ist Historikerin und Slawistin und freie Mitarbeiterin
des NS-Dokumentationszentrums.
Zentraler Ort der Erfassung, Deportation und zum Teil
auch der Tötung der Münchner Patientinnen und
Patienten war die Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar.
Ansichtskarte kurz nach der Gründung 1905.
Podiumsdiskussion
Donnerstag 21|06|2016
19.00 Uhr
Begleitprogramm zur Sonderausstellung
„erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und
behinderte Menschen im Nationalsozialismus“
Lernen aus der Geschichte –
Welche Bedeutung hat die
NS-„Euthanasie” für die aktuelle
Debatte um die Sterbehilfe?
Foto: Ute Grabowsky/Süddeutsche Zeitung Photo
Ort NS-Dokumentationszentrum München,
Auditorium
Eintritt/Anmeldung Eintritt frei. Mit einer Voranmeldung per E-Mail sichern Sie sich einen
Sitzplatz: [email protected]
Veranstalter NS-Dokumentationszentrum
München in Zusammenarbeit mit der AG
„Psychiatrie und Fürsorge im Nationalsozia­
lismus in München“
Die Nationalsozialisten begründeten ihr sogenanntes „Euthanasie“Programm mit der Theorie des „Gnadentodes“: Angeblich sollten unheilbar
Kranke durch den „guten Tod“ – den ärztlich begleiteten Tod auf
Verlangen – erlöst werden. Zugleich referierte man damit auf die Existenz
„lebensun­werten Lebens“.
Nach Jahrzehnten des Schweigens gewann die Diskussion über ärztliche
Sterbe­hilfe und Suizidbegleitung, über Selbstbestimmung am Lebensende seit
den 1980er Jahren an Intensität. Zuletzt entschied sich der Deutsche Bundestag im November 2015 für ein Verbot der geschäftsmäßigen Beihilfe zum
Suizid. Hat das eine etwas mit dem anderen zu tun oder sollten wir die aktuellen
ethischen Fragen über Sterbehilfe von der historischen Debatte um die
Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ trennen? Können wir etwas aus dieser
Geschichte lernen oder sollten wir das „Euthanasie-Tabu“ beseitigen?
Über diese Fragen diskutieren Gerrit Hohendorf und Georg Marckmann.
Prof. Dr. Gerrit Hohendorf, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ist
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte und Ethik der
Medizin der TUM München. Prof. Dr. Georg Marckmann ist Vorstand des
Instituts für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin der LMU München.
Moderation: Kim-Björn Becker, Süddeutsche Zeitung
Lesung
Mittwoch 22|06|2016
19.30 Uhr
„Es war Krieg”: Erinnerungen
an den deutschen Überfall auf
die Sowjetunion
Am 22. Juni 1941 brach der Krieg über die Menschen in der Sowjetunion
herein – unvermittelt und ohne Vorwarnung. Unter dem Decknamen
„Barbarossa“ begann der deutsche Vernichtungsfeldzug zur Zerstörung
des „jüdischen Bolschewismus“.
Die sowjetische Bevölkerung sah sich von einem auf den anderen Tag mit
existenziellen Fragestellungen konfrontiert: Bleiben oder gehen? Wenn gehen,
dann wohin? Und führt der einmal eingeschlagene Weg in die Sicherheit
oder in das Verderben?
Es lesen Caroline Ebner und Thomas Loibl
Foto: Jewgenij Chaldej
Ort NS-Dokumentationszentrum München,
Auditorium
Eintritt/Anmeldung Eintritt frei. Mit einer Voranmeldung per E-Mail sichern Sie sich einen
Sitzplatz: [email protected]
Veranstalter Münchner Volkshochschule, Offene
Akademie, IKG München und Oberbayern,
Sozialabteilung, Archiv „Lebendige Erinnerung“
und NS-Dokumentationszentrum München
Millionenfach wurden diese Fragen gestellt. Familien wurden zerrissen,
Kinder blieben auf sich gestellt und das Überleben war oft reine Glückssache.
Doch sprachen auch in dieser Zeit Widerstandsbereitschaft und Solidarität
mancherorts das entscheidende Wort.
Zum 75. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion wird den Erinnerungszeugnissen russisch-jüdischer Münchnerinnen und Münchner Gehör
verschafft. Aus ihren Aufzeichnungen lesen Carolin Ebner und Thomas Loibl.
Moderation: Dr. Jürgen Zarusky, Institut für Zeitgeschichte München – Berlin
Moskauer Bürger hören am 22. Juni 1941 auf der
Straße die Rede von Außenminister Molotow über
den deutschen Angriff und den Kriegsbeginn
Konzert
Mittwoch 29|06|2016
19.30 Uhr
„Feindsender“ – Jazz im zeitlichen
Umfeld der Nazi-Diktatur, Teil 6
Jazz in den besetzten Staaten
Die Konzertreihe „Feindsender“ beleuchtet an sechs Abenden die kontroverse
und tragische Situation des Jazz unter der Nazi-Diktatur. Die Konzerte
werden ausführlich moderiert und mit interessanten Rückblicken auf die Musikszene und Zitaten aus Originalquellen angereichert.
Das Ensemble besteht aus Studierenden und Dozenten der Hochschule für
Musik und Theater München unter der künstlerischen Leitung von Tizian Jost.
Dabei werden besonders begabte Musikerinnen und Musiker gefördert.
Das NS-Dokumentationszentrum München veranstaltet diese Reihe in Zusammen­arbeit mit der Europäischen Kulturstiftung EUROPAMUSICALE und
der Hochschule für Musik und Theater München.
Teil 6: Jazz in den besetzten Staaten
Ort NS-Dokumentationszentrum München,
Auditorium
Eintritt 15 € | 7,50 € ermäßigt bei Erwerb der
Karte im NS-Dokumentationszentrum;
bei Bezug über München Ticket zzgl. Gebühren
Veranstalter Europäische Kulturstiftung
EUROPAMUSICALE und NS-Dokumentationszentrum München in Zusammenarbeit mit der
Hochschule für Musik und Theater München
Foto: Bayerische Staatsbibliothek München/Bildarchiv
Ein Orchester aus französischen Kriegsgefangenen
spielt bei einer NS-Propagandaveranstaltung im
Offizierslager Nürnberg-Langwasser am 12./13. Juli 1941
Jazz war seit den 1920er Jahren in vielen europäischen Ländern, wie den
Nieder­landen, Frankreich und den skandinavischen Ländern, weit verbreitet.
Mit der deutschen Besetzung wurde der Jazz jedoch auch dort bald verboten.
Im Untergrund, durch Widerstand, Kollaboration, Opportunismus und Sub­ver­­sion konnte sich jedoch in diesen Ländern – insbesondere in Frankreich –
die Musikkultur ihre besonderen Wege bahnen. Diesen Spezialfall illustrieren
die Musiker mit vielen interessanten musikalischen Beiträgen.
Dauerausstellung
München und der
Nationalsozialismus
Ebene 4
Ursprung und Aufstieg der NS-Bewegung
1918–1933
Ebene 3
Herrschaft und Gesellschaft im Nationalsozialismus 1933–1939
Ebene 2
München und der Krieg 1939–1945 | Nach 1945
Foto: Bayerische Staatsbibliothek München/Fotoarchiv
Ebene 1
Auseinandersetzung mit der NS-Zeit nach 1945
Sonderausstellung
Als Gründungsort der NSDAP ist München wie keine andere Stadt mit
dem Aufstieg des Nationalsozialismus verbunden. Die Dauerausstellung
dokumentiert die besondere Rolle der Stadt im Terrorsystem der Diktatur
und den schwierigen Umgang mit dieser Vergangenheit seit 1945. Gezeigt
werden Fotografien, Dokumente und Texte auf Deutsch und Englisch sowie
Filmprojektionen und Medienstationen.
Die Dauerausstellung „München und der Nationalsozialismus” widmet sich
auf rund 1.000 qm der Geschichte des Nationalsozialismus in München vom
Ersten Weltkrieg bis in die Gegenwart. Im Fokus stehen die besondere Rolle
Münchens und die gesellschaftlichen und politischen Bedingungen, die
den Aufstieg der Hitler-Bewegung möglich machten. Die Dauerausstellung
thematisiert Herrschaft und Gesellschaft im nationalsozialistischen München.
Sie beschreibt die Anfänge der Diskriminierung und Ausgrenzung, die stetige
Radikalisierung und schließlich den Weg in Krieg und Vernichtung. Das Haus
dokumentiert die Verbrechen von Münchnern im Zweiten Weltkrieg ebenso
wie die Auswirkungen des Vernichtungskriegs. Der Maschinerie des Terrors
werden Beispiele des Widerstands und der Auflehnung gegenübergestellt.
Schließlich führt die Dokumentation über den Zusammenbruch des
Regimes im Jahr 1945 hinaus und zeigt die Nachwirkungen und auch das
Wiederaufleben nationalsozialistischer Ideen bis in unsere Tage.
Weitere Angebote
Bildungsangebote für Gruppen
– Lernforum mit Medientischen und Recherchestationen
–Präsenzbibliothek
– Mediaguides: allgemein (Deutsch, Englisch, Französisch, Hebräisch, Italienisch, Polnisch, Russisch, Spanisch),
für Kinder, für Jugendliche, in „Leichter Sprache“,
thematisch (z. B. Antisemitismus, Geschlechterrollen)
– App „Orte Erinnern“ (iOS und Android): Rundgänge im
Umfeld des Königsplatzes und im erweiterten Stadtgebiet
(Deutsch/Englisch)
– Katalog (Deutsch/Englisch)
– Kurzführer (Deutsch, Englisch, Französisch, Hebräisch,
Italienisch, Polnisch, Russisch, Spanisch);
Begleitheft in „Leichter Sprache“
– Cafeteria, Buchladen
–
–
Barrierefreiheit
Die Ausstellung und alle öffentlichen Bereiche
des NS-Dokumentationszentrums sind barrierefrei
zugänglich.
Öffnungszeiten
Dienstag – Sonntag 10 – 19 Uhr
(erweiterte Öffnungszeiten für angemeldete Schulklassen,
Gruppen und Seminarteilnehmer). Weitere Informationen
unter: www.ns-dokuzentrum-muenchen.de
Eintrittspreise
Bis 18 Jahre: Eintritt frei
Erwachsene: Einzelkarte 5 € | Jahreskarte 20 €
Ermäßigt: 2,50 €
Einlassvorbehalt: Personen, die rechtsextremen Parteien oder
Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind
oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische,
antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen
in Erscheinung getreten sind, können von Veranstaltungen
im NS-Dokumentationszentrum München ausgeschlossen werden.
Ausstellungsrundgänge für Gruppen durch historisch
geschultes Personal
(nach Voranmeldung auf deutsch und englisch,
weitere Sprachen auf Anfrage)
Seminare und Fortbildungen für Schulklassen,
Jugendgruppen, Multiplikatoren, Berufsgruppen u. a.
(Deutsch, teilw. Englisch)
Jeweils maximal 15 Teilnehmer/innen – größere Gruppen
werden geteilt; Termine nach Wunsch bzw. Verfügbarkeit
Anfragen und Anmeldung
[email protected] | Telefon +49 89 233-67007
Gruppen
Schulklassen und Gruppen nur nach Voranmeldung
Anmeldung sowie Informationen zum
Rundgangs- und Seminarangebot:
[email protected] | Telefon +49 89 233-67007
–90 € pro Gruppenführung inkl. Eintritt für
max. 15 Teilnehmer (Voranmeldung:
[email protected]; stets in Verbindung
mit der Buchung eines internen Rundgangsleiters;
Termine nach Wunsch bzw. Verfügbarkeit)
– 120 € pro Halbtagesseminar inkl. Eintritt für
max. 15 Teilnehmer
– 180 € pro Ganztagesseminar inkl. Eintritt für
max. 15 Teilnehmer
– Mediaguides, App und Lernforum kostenlos
Alle Angebote sind für Jugendliche unter 18 Jahren sowie
Schüler/innen und Studierende in der Gruppe kostenfrei.
Alle Angaben vorbehaltlich Änderung
Foto: Orla Connolly/NS-Dokumentationszentrum
Anfahrt mit dem MVV
U2 oder Bus 100 Haltestelle Königsplatz
Tram 27 Haltestelle Karolinenplatz
Keine Besucherparkplätze
ße
Besucherservice | Allgemeine Anfragen
[email protected]
Telefon +49 89 233-67000
bel
sbe
rge
tra
ße
atz
er S
tra
Bar
spl
iss
nig
aße
Arc
Kö
rstr
ße
Lui
sen
stra
Ga
U2 Königsplatz
enn
er S
tra
ße
Kar
olin
enp
latz
n-B
ora
-St
raß
e
Bri
enn
er S
tra
Kat
har
ina
-vo
Bri
Für Fragen zum Programm und zur
Berichterstattung wenden Sie sich bitte an die Pressestelle
des NS-Doku­mentationszentrums:
Telefon +49 89 233-67013 oder -67014 | Fax +49 89 233-67005
[email protected]
[email protected]
Kar
lstr
aße
Ma
xi
lia
mi
nsp
lat
z
ße
Anfahrt mit dem MVV
U2 oder Bus 100 Haltestelle Königsplatz
Tram 27 Haltestelle Karolinenplatz
Keine Besucherparkplätze
NS-Dokumentationszentrum
München
Brienner Straße 34
80333 München
www.ns-dokuzentrum-muenchen.de
Besucherservice | Allgemeine Anfragen
Telefon +49 89 233-67000
[email protected]
Gestaltung: www.wangler-abele.de | Gedruckt auf Papier aus zertifiziertem Holz, aus kontrollierten Quellen und aus Recyclingmaterial.
Eine Einrichtung der
Landeshauptstadt München