fOrSCHUnG - Österreichische Chemie

ISSN 0379--5214
P.b.b.
Fachverlag Wien, 2301 Groß-Enzersdorf,
DOK IV, NW 21
09z037920M
Chemie
Österreichische
Zeits1hrift
Das Fachmagazin für die gesamte Chemiewirtschaft
Jg.116 – 1/2015
Seite 14
Seite 27
Offizielles Organ des Vereines österreichischer Chemie-Ingenieure und Chemotechniker – VÖCHICHT
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Titelfoto: Messer
Chemie
Österreichische
Zeitschrift
Das Fachmagazin für die gesamte Chemiewirtschaft
116. Jahrgang
Jg.116 – 1/2015
1/2015 · Jänner/Februar
IN H A LT
4
Firmen und Fakten
Forschung
11
Strömungen statischer Mischer
20
Neue Messe DIAM 2015
22
VÖCHICHT-Report
23
Peristaltikpumpen
28
Vorschau: Anuga FoodTec
30
Labor+Betrieb
37
Prozessautomation
43
In dieser Ausgabe befindet sich
eine Beilage der Firma CEM
Nachfolger gesucht
Vertretung und Handel mit Analysengeräten
für Labor und Life Science.
Bei Interesse Mail mit VIA an
[email protected]
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
3
4
firmen+fakten
Chemie für die Zukunft – Borealis unterstützt Projektwettbewerb des VCÖ
„Chemie für die Zukunft – nachhaltig und ressourcenschonend“, ist
das Motto der 13. Auflage des SchülerProjektwettbewerbs des Verbandes
der Chemielehrer/innen Österreichs
(VCÖ). Borealis, ein führender Anbieter innovativer Lösungen in den Bereichen Polyolefine, Basischemikalien
und Pflanzennährstoffe, ist auch heuer
wieder einer der Hauptsponsoren des
Wettbewerbs. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie wurden die Experimentierkoffer am 18. Dezember 2014
im JKU Open Lab der Johannes Kepler Universität Linz und am 21. Jänner
im Wiedner Gymnasium (Bundesrealgymnasium 4) in Wien an die Vertreter der 81 teilnehmenden Schulen aus
Oberösterreich und Wien verteilt.
Zu den Zielen des Projektwettbewerbes gehört die Förderung des
experimentellen
Chemieunterrichts
vor allem auch durch eigenständige
Schülerexperimente. Das Projektthema bietet darüber hinaus die
Möglichkeit,
sich
intensiv
und
fächerübergreifend mit den großen
Zukunftsfragen der Menschheit wie
zum Beispiel Verfügbarkeit von Rohstoffen, Erzeugung und Speicherung
von Energie oder Verfügbarkeit von
Wasser und Nahrungsmitteln ausei-
v.l.n.r.: Mag. Günter Vormayr, Landesschulinspektor, Dr. Silke Renger, Leiterin JKU Open Lab,
Direktor Mag. Wolfgang Graßecker, BBS Kirchdorf/Krems, Andreas Meinecke, Borealis, Prof.
Mag. Hans Wiesinger, Geschäftsführer des VCÖ, Prof. Mag. Peter Penteker, BG Vöcklabruck
nander zu setzten. Zur Unterstützung
erhalten die Schulen Experimentierkoffer mit Versuchsgeräten. Alle Schulen, die ein abgeschlossenes Projekt
termingerecht einreichen, dürfen die
Experimentierkoffer im Wert von je-
weils 1.000 Euro behalten. Unter den
insgesamt 208 teilnehmenden Schulen in Österreich werden 8 Hauptpreise zu je EUR 2.000 sowie 30 Sonderpreise zu je 700 Euro ausgegeben.
www.borealis.com
Borealis verkauft Salpetersäure-Prozesstechnologie
Borealis hat eine Reihe von Pflanzennährstoff-Prozesstechnologien
an Casale SA verkauft. Gleichzeitig
startet Borealis eine TechnologiePartnerschaft, die es dem Unternehmenermöglicht, sich weiter auf seine
Kernkompetenzen in der Produktion
und Distribution hochwertiger Pflanzennährstoffe zu konzentrieren, während Casale sein Technologie-Portfolio
zur Vermarktungerweitern kann.
Im Rahmen dieses Vertrags erwirbt Casale das Eigentum an
Borealis’unternehmenseigenen Prozesstechnologien zur Herstellung von
Salpetersäure (NA), Ammoniumnitratlösungen (ANS), Harnstoff-Ammoniumnitrat (UAN) und anderen
Technologien für unterschiedliche
Pflanzennährstoff-Folgeprodukte einschließlich der Technologie für die
Granulation. Casale wird die Prozess-
technologie in enger Zusammenarbeit
mit Borealis weiterentwickeln.
Casale, das im Jahr 1921 in der
Schweiz gegründet wurde, ist ein
weltweit führendes Unternehmen im
Bereich der Planung und Entwicklung
von Ammoniak-, Methanol- und Harnstoffanlagen.
www.borealisgroup.com
Siemens steigert Patenterstanmeldungen um neun Prozent
Siemens meldete im Geschäftsjahr
2014 rund 4.300 Patente an – neun
Prozent mehr als im Vorjahr. Zudem
will das Unternehmen rund 400 Millionen Euro zusätzlich für Forschung und
Entwicklung (F&E) ausgeben. Im letzten Geschäftsjahr hat Siemens etwa
vier Milliarden Euro in F&E investiert.
Zum Erfolg beigetragen haben zwölf
Siemens-Forscher und -Entwickler, die
zusammen für über 900 Erfindungen
und 842 erteilte Einzelpatente verantwortlich sind. Sie wurden am dritten
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
Dezember von Siemens in München
als „Erfinder des Jahres 2014“ ausgezeichnet.
„Innovation ist einer der tragenden
Säulen der Siemens Vision 2020“, sagt
Joe Kaeser, CEO der Siemens AG.
Acht der ausgezeichneten SiemensForscher kommen aus Deutschland,
die Übrigen aus USA, Dänemark und
China. Ihre Erfindungen reichen von
drahtlos funkenden Sensoren, die an
Bahngleisen Züge überwachen, über
ein neues Kühlsystem, das Wind-
kraftanlagen mehr Strom produzieren lässt, bis hin zu einer Gasturbine,
deren Komponenten neu kombiniert
wurden – und damit die Herstellung
der Turbine wesentlich günstiger machen als bislang.
Die Auszeichnung zum „Erfinder
des Jahres“ vergibt Siemens seit 1995
jährlich an herausragende Forscher
und Entwickler des Hauses, deren Erfindungen in erheblichem Maße zum
Unternehmenserfolg beitragen.
www.siemens.com
firmen+fakten
Exklusivsynthese-Spezialist Saltigo erläutert Strategie
„Strategische Partnerschaften einzugehen und in langfristig angelegten
Netzwerken mitzuwirken sind die
derzeit wohl attraktivsten Geschäftsoptionen für einen ExklusivsyntheseSpezialisten wie Saltigo”, betont Jörg
Schneider.
Solchen
Kooperationsmöglichkeiten gilt daher auch das bevorzugte
Augenmerk des Marketingleiters der
Saltigo GmbH (D-51373 Leverkusen),
einer Tochtergesellschaft des Spezialchemie-Konzerns LANXESS, auf der
diesjährigen InformEx. Die Messeund Kongressveranstaltung rund um
Fein- und Spezialchemie sowie Custom Manufacturing fand heuer vom
3. bis 5. Februar in New Orleans, USA,
statt.
Das Angebot individuell konfigurierbarer Dienstleistungspakete von
Saltigo auf dem Gebiet der Exklusivsynthese richtet sich an ein breites
Spektrum von Branchen und Industriezweigen. „Ein Schwerpunkt unserer Aktivitäten ist die Agrochemie,
in der wir bereits seit Jahren mit wichtigen ‚Global Playern’ erfolgreich zusammenarbeiten“, erläutert Schneider.
Doch auch Projekte mit Partnern in
der pharmazeutischen Industrie – dort
speziell im Bereich der Phase III der
klinischen Prüfung und in der kommerziellen Produktion – zählen auch
weiterhin zum aktuellen Portfolio. Für
künftig weiter entwicklungsfähig hält
Schneider das Feinchemikalien-Geschäft, in dem etwa Endprodukte und
Zwischenstufen für Polymeradditive,
Papier- oder spezielle Elektronikchemikalien sowie Aromastoffe nachgefragt
werden.
Daneben bietet Saltigo auch nicht
exklusiv produzierte Chemikalien, so
genannte Multi-Customer Produkte,
in hoher Qualität und zu marktüblichen Konditionen. Dazu zählen aliphatische und aromatische Amine,
Heterocyclen
wie
1,2,4-Triazol,
1,1’-Carbonylbis(imidazol) und Benzothiazol, Phosphanliganden für die
homogene Katalyse sowie Phosgenderivate, vor allem Chlorformiate. Die
Phosgenchemie hat Saltigo kürzlich
in einem dedizierten Spezialbetrieb
in Dormagen technisch und organisatorisch zusammengefasst, um künftig
noch schneller und flexibler auf Kundenanforderungen reagieren zu können. „Auch das als Insektenrepellent
sehr wirkungsvolle und von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlene Saltidin zählt zu diesen MultiCustomer-Produkten und erfreut sich
zunehmender Nachfrage“, ergänzt Dirk
Auch bei komplexen, konvergenten Synthesewegen eröffnet die Anlagenbasis der LANXESSBild: Saltigo/LANXESS
Tochter Saltigo Vorteile.
Sandri, Leiter Marketing Fine Chemicals bei Saltigo.
Integrierte Produktion
im Herzen Europas
„Wir können unseren Kunden in allen Bereichen attraktive Paketlösungen
bieten. Unsere langjährige Erfahrung
auf dem Gebiet der Prozessentwicklung, die kontinuierliche Verbesserung
der Prozesse, unser systematisches,
ganzheitliches
Projektmanagement
und nicht zuletzt die Einbindung in das
erstklassige Infrastruktur-Umfeld des
Chemparks eröffnen vielfältige Möglichkeiten, um die Produktionseffizienz
und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden nachhaltig zu
steigern“, resümiert Schneider. Gerade
bei der Produktion im großen Maßstab – bis hin zu mehreren Hundert
Jahrestonnen – zahlt sich die Integration von Saltigo in das hervorragende
Ver- und Entsorgungsnetzwerk des
Chemparks in Leverkusen und Dormagen aus. Schneider betont: „Von
diesem Standortvorteil unserer Produktionsstätten und von der optimalen logistischen Anbindung im Herzen
Europas profitieren auch unsere Kunden.“ Bei komplexen, konvergenten
Synthesewegen eröffnet die vielfältige und flexibel kombinierbare Anlagenbasis von Saltigo weitere Vorteile.
So können gegebenenfalls mehrere
Zwischenprodukte parallel statt seriell
hergestellt werden, was die GesamtProduktionszeit deutlich verkürzen
kann und zudem ermöglicht, Lagerkosten zu sparen.
Dass ein Exklusivsynthese-Partner
zuverlässig, termingerecht, in hoher,
gleich bleibender Qualität und im Ein-
klang mit allen Umweltschutz- und
Sicherheitsvorschriften
produziert,
gehört zu den Basiskompetenzen und
ist eigentlich selbstverständlich. „An
diesen Maßstäben müssen sich inzwischen auch Wettbewerber messen lassen, die bisher billig in Schwellenländern etwa in Asien tätig waren”, erklärt
Schneider. Strengere Vorschriften,
bessere Kontrollen und ein steigendes
Lohnniveau ließen jedoch steigende
Produktionskosten erwarten und würden damit bisherige Preisvorteile dahinschmelzen lassen, erwartet er.
Der entscheidende Mehrwert für
einen Kunden, der mit einem erfahrenen, europäischen Exklusivsynthese-Anbieter wie Saltigo zusammenarbeitet, liegt in den zusätzlich
gebotenen Leistungen. Schneider
abschließend: „Zu diesen Premiumkompetenzen gehören zum Beispiel
unsere Mitarbeit schon bei der Projektplanung, ein umfassendes Projektmanagement, Prozess- und Verfahrensentwicklung, kostenoptimierte
Rohstoff-Beschaffung, Beiträge zum
Supply Chain Management sowie Beratung und Unterstützung bei der Registrierung.“
Hintergrund: Die Saltigo GmbH ist
einer der führenden Anbieter auf dem
Gebiet der Kundensynthese. Das Unternehmen des Spezialchemie-Konzerns LANXESS gehört zu dem Segment Advanced Intermediates, das im
Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von
1,647 Milliarden Euro erzielte. Saltigo,
mit Unternehmenszentrale in Leverkusen und Produktionsstätten in Leverkusen und Dormagen, beschäftigt
weltweit rund 1.200 Mitarbeiter.
www.saltigo.de
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
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firmen+fakten
Generationswechsel bei der Lapp Holding AG
Die Stuttgarter Lapp Gruppe hat
die Weichen für die Zukunft gestellt.
Neuer Aufsichtsratsvorsitzender der
Lapp Holding AG ist mit Wirkung vom
21. Jänner 2015 der bisherige Vorstand
für Innovation und Technik Siegbert E.
Lapp (62). Firmengründerin Ursula Ida
Lapp (84) wurde zur Ehrenvorsitzenden ernannt.
„Dieser Generationswechsel ist
ein wichtiger Schritt für unsere langfristige Nachfolgeplanung. Wir sind und
bleiben ein Familienunternehmen. Dafür wollen wir auch weiterhin Verantwortung übernehmen“, erklärte Siegbert Lapp.
Die Lapp Gruppe ist einer der führenden Anbieter von integrierten Lösungen und Markenprodukten im
Bereich der Kabel- und Verbindungstechnologie. Zum Portfolio der Gruppe gehören Kabel und hochflexible
Leitungen,
Industriesteckverbinder
und Verschraubungstechnik, kundenindividuelle Konfektionslösungen, Automatisierungstechnik und Robotiklösungen für die intelligente Fabrik von
morgen und technisches Zubehör.
Der Kernmarkt der Lapp Gruppe
ist der Maschinen- und Anlagenbau.
Weitere wichtige Absatzmärkte sind
die Lebensmittelindustrie, der Energiesektor und Mobilität. Die Unternehmensgruppe wurde 1959 gegründet
und befindet sich bis heute vollständig in Familienbesitz. Lapp beschäftigt
weltweit rund 3.200 Mitarbeiter, verfügt über 18 Fertigungsstandorte und
mehr als 40 Vertriebsgesellschaften
und kooperiert mit rund 100 Auslandsvertretungen.
Siegbert E. Lapp wurde zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Lapp Holding AG gewählt.
Namhafter Experte
Mit Siegbert E. Lapp übernimmt ein
Unternehmer aus Leidenschaft und ein
namhafter Experte für Verbindungstechnologie die Führung im Kontrollgremium. Das Gespür für Forschung
und Technik wurden ihm schon in die
Wiege gelegt. Gemeinsam mit seinem
Bruder Andreas hat Siegbert E. Lapp ein
Unternehmen mit Weltruf geschaffen.
Siegbert E. Lapp lernte Werkzeugmacher und studierte Wirtschaftsingenieur.
Nach mehreren Auslandsaufenthalten
in verschiedenen Unternehmen der
Kabelindustrie und dem erfolgreichen
Studienabschluss übernahm er seit
1980 Verantwortung im elterlichen Unternehmen, das sein Vater Oskar Lapp
(1921-1987) gemeinsam mit seiner Frau
Ursula Ida 1959 gründet hatte.
Siegbert E. Lapps erste Unternehmensgründung war die heutige Lapp
Systems GmbH. Mit zahlreichen Patenten und Erfindungen hat er seit
dieser Zeit die Lapp Gruppe als innovatives Unternehmen international
geprägt. Siegbert E. Lapp ist verheiratet und hat zwei Söhne, Alexand-
er und Matthias, die ebenfalls schon
Verantwortung im Familienunternehmen übernommen haben. Zudem engagiert er sich als Präsident in dem
Verein Kind e. V. sehr erfolgreich für
bessere Kinderbetreuungsangebote
nahe dem Arbeitsplatz berufstätiger
Mütter und Väter. Siegbert E. Lapp:
„Ich freue mich auf die Herausforderung und werde das Unternehmen im
Sinne meiner Eltern weiterführen und
die notwendigen Impulse für ein nachhaltiges Wachstum unseres Familienunternehmens setzen.“
Georg Stawowy wurde zum Vorstand der
Lapp Holding AG für Technik und Innovation
bestellt.
Neuer Vorstand für Innovation und
Technik, und damit Nachfolger für Siegbert E. Lapp, wurde Georg Stawowy
(45), der seit Oktober 2013 bei der Lapp
Gruppe den Bereich Technik und Innovation in der Position des Chief Technical Officers verantwortet hat.
www.lappkabel.de
www.lappaustria.at
Joint Venture von Mitsubishi Heavy Industries und Siemens
Mitsubishi Heavy Industries, Ltd
(MHI) und die Siemens AG gaben im
Jänner den Abschluss ihres Joint Venture in der metallurgischen Industrie
bekannt. Das neue Unternehmen firmiert unter dem Namen Primetals
Technologies, Limited und hat seinen
Hauptsitz in London (GB). Mit dem
Joint Venture entsteht ein global operierender Komplettanbieter für Anlagen, Produkte und Dienstleistungen
für die Eisen-, Stahl- und Aluminiumindustrie. Mitsubishi-Hitachi Metals
Machinery, Inc. – ein von MHI konsolidiertes Unternehmen mit den Anteilseignern Hitachi, Ltd. und IHI Corpora-
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
tion - hält 51 Prozent und Siemens 49
Prozent der Anteile am Joint Venture.
Primetals Techologies nimmt den Betrieb mit insgesamt 9.000 Mitarbeitern
auf, die von beiden Partnern kommen.
Shunichi Miyanaga, President und
CEO von Mitsubishi Heavy Industries:
„Bei MHI und Siemens stimmt die
„Chemie“, was die jeweilige Unternehmenskultur angeht, und jeder der beiden Partner bringt seine Stärken im
Hinblick auf Produktportfolio und geografische Präsenz gleichermaßen mit
ein. Daher versprechen wir uns von
dem neuen Joint Venture sehr vorteilhafte Synergien. Durch den Zusam-
menschluss können wir unseren Kunden noch bessere Lösungen als zuvor
anbieten.“
Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG: „Mitsubishi
Heavy Industries ist ein bewährter
Partner mit einem herausragenden
Technologieportfolio. Mit Primetals
Technologies entsteht ein starker Global Player und Anbieter von weltweit
führender Technologie. Die Bildung
des Gemeinschaftsunternehmens ist
ein weiterer Schritt bei der Umsetzung
der Siemens Vision 2020. Damit stärken wir unsere Kernaktivitäten weiter.“
www.siemens.com
firmen+fakten
ACHEMA-Vorbereitungen gehen in die heiße Phase
Der Countdown läuft: Vom 15. bis
zum 19. Juni 2015 öffnet die ACHEMA
2015 ihre Pforten. Über 3.100 Aussteller sind bereits registriert; die Veranstalter erwarten wie in 2012 etwa
3.800 Aussteller. Und auch das Kongressprogramm wird in Kürze veröffentlicht. Dabei zeichnet sich ab:
Neben den drei Fokusthemen „BiobasedWorld“, innovative Prozessanalytik
und industrielles Wassermanagement
gehören Energieeffizienz, Werkstoffe
und Materialprüfung und die Sicherheitstechnik zu den „hot topics“ des
Weltforums der Prozessindustrie
In diesen Bereichen war die Zahl
der Beitragseinreichungen besonders hoch. Die Resonanz nach Ausstellungsgruppen ist vor allem in der
Mess-, Regel- und Prozessleittechnik,
bei den mechanischen Verfahren, in
der Labor- und Analysentechnik sowie in der Pharma-, Verpackungs- und
Lagertechnik ungebrochen hoch. Für
letztere Ausstellungsgruppe wurden
bereits zusätzliche Flächen zur Verfügung gestellt, um die Nachfrage möglichst umfassend bedienen zu können.
Damit spiegelt die ACHEMA die
allgemeinen wirtschaftlichen Trends
in ihren Kernbranchen wie dem Maschinen- und Anlagenbau und der
chemischen Industrie wider, die sich
trotz des turbulenten internationalen
Umfelds stabil präsentieren. Besonders international sind die Branchen
weiterhin auf Wachstum gepolt: Der
Schiefergasboom in den USA oder
der anhaltende industrielle Aufstieg
Indiens und Chinas schlagen sich
in der Ausstellerbeteiligung nieder.
Aber auch viele Aussteller aus europäischen Ländern wie Spanien oder
Großbritannien nutzen die Chance,
sich international zu präsentieren.
­ ranchenübergreifende
B
Fokusthemen
Die drei Fokusthemen „BiobasedWorld“, innovative Prozessanalytik und industrielles Wassermanagement sind bewusst nicht in einem
bestimmten Ausstellungsbereich lokalisiert. „Die Fokusthemen zeichnen
sich dadurch aus, dass sie die Prozessindustrie insgesamt beeinflussen und
verändern“, erklärt Dr. Thomas Scheuring, Geschäftsführer der DECHEMA
Ausstellungs-GmbH.
„Verschiedene
Branchen und Disziplinen müssen zusammenspielen, um erfolgreich neue
Technologien und Lösungsansätze zu
entwickeln.“ Entsprechend sind die
Aussteller, die sich mit diesen Themen
befassen, auch in unterschiedlichsten
Bereichen angesiedelt. Das gilt für die
innovative Prozessanalytik, die Laborausrüster gleichermaßen beschäftigt
wie Anbieter von Prozessleittechnik,
ebenso wie für das industrielle Wassermanagement.
Ganz besonders augenfällig wird
der Querschnittscharakter der Fokusthemen am Beispiel BiobasedWorld: Von der Prozessentwicklung bis
zur Sensorik, vom Anbieter von Edel-
stahlfermentern bis zum Verarbeiter
von biobasierten Verpackungsmaterialien reicht hier die Bandbreite derer,
die Teil einer biobasierten Wirtschaft
sind. Damit sich Besucher, deren Interesse einem speziellen Fokusthema
gilt, zurechtfinden, entstehen im Vorfeld der ACHEMA themenspezifische
Publikationen mit Rundgängen, die
auch in der ACHEMA App wiederzufinden sind. Zusätzlich wird es Markierungen in den Hallen und auf den
Hallenplänen geben, die die schnelle
Orientierung erleichtern.
ACHEMA-PRAXISforen
als neues Format
Mit neuen Formaten wollen die
Veranstalter außerdem den Austausch
zwischen Anwendern und Anbietern
weiter fördern: Die ACHEMA-PRAXISforen befassen sich mit Themen wie
Single-Use-Technologien,
Pharmazeutische Produktion, Komponenten
und Apparate, Misch- und Trenntechnik, Sicherheit und Anlagenüberwachung. Neue Entwicklungen aus der
Praxis werden hier in Kurzvorträgen
in unmittelbarer Nähe der jeweiligen
Ausstellungshallen präsentiert. Damit
sollen für Besucher mit spezifischen
Interessengebieten die Wege zwischen Vorträgen und Ständen verkürzt
werden, so dass sie ihren Besuch noch
effizienter gestalten können.
Tagesaktuelle Informationen jederzeit unter www.achema.de
„Bright World of Metals“ steht in den Startlöchern
Das Metallurgiemessen-Quartett
GIFA, METEC, THERMPROCESS und
NEWCAST hat die Zielgerade vor Augen und es zeichnet sich ab, dass die
Veranstaltungen unter dem Motto
„The Bright World of Metals“ vom 16.
bis 20. Juni 2015 in Düsseldorf wieder
ein komplettes Abbild des internationalen Marktes vorstellen können.
Alle vier Messen sind die Leitmessen ihrer Branche und dies in höchst
internationalem Maße. Sie fokussieren sich auf Metalle und ihre komplexen, innovativen Verarbeitungsprozesse. Insgesamt werden in 12 Hallen
des Düsseldorfer Messegeländes fast
2.000 Aussteller neueste Technologien
und zukunftsweisende Innovationen
präsentieren.
Die Angebotspalette der GIFA
bildet den kompletten Markt rund
um Gießereimaschinen und –anlagen, Druckgießmaschinen sowie den
Schmelzbetrieb ab. Neben dieser
Technologie spielt aber auch Messbzw. Prüftechnik sowie der komplexe
Bereich des Umweltschutzes und der
Entsorgung eine herausragende Rolle
auf der GIFA.
Wer sehen will, was man auf Gießereimaschinen alles produzieren
kann, ist auf der NEWCAST genau
richtig. Hier dreht sich alles um Eisenguss und NE-Metallguss. Aber auch
der Handel, Logistikunternehmen sowie Dienstleister stellen ihre Produkte
in den Hallen 13 und 14 des Düsseldorfer Messegeländes vor.
Die METEC ist geprägt von den
großen Anlagenbauern. Insbesondere
Anbieter von Anlagen zur Roheisen-,
Stahl und NE-Metall-Erzeugung, zum
Vergießen und der Formgebung von
Stahl sowie Walz- und Stahlwerke sind
auf der METEC in beeindruckender
Weise präsent.
Heiß geht es bei der vierten Messe im Bunde des Quartetts: Auf der
THERMPROCESS sind Industrieöfen,
industrielle Wärmebandlungen und
thermische Verfahren das Herzstück
des Ausstellungsangebotes. Hier präsentiert sich die Creme de la creme
der Thermoprozesstechnik
Informationen www.gifa.de
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
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firmen+fakten
Vorsprung durch Gasetechnik: 70 Jahre Witt
Mit Witt feiert in diesem Jahr ein
mittelständiges Unternehmen sein
70-jähriges Bestehen, dessen Produkte heute weltweit in der Gasetechnik eingesetzt werden.
Als Paul Witt 1945 die erste trockene Sicherheitseinrichtung für Gasanlagen auf den Markt brachte, waren
die Folgen nicht absehbar: Entstanden
ist einer der weltweit führenden Hersteller von Produkten zum Mischen,
Dosieren, Prüfen und Analysieren
von Gasen sowie zum Unfallschutz in
gasetechnischen Anlagen.
Sicherheit von Anfang an
Bis heute schützt die Sicherheitseinrichtung jeden Tag Menschen vor
katastrophalen Unfällen mit brennbaren Gasen, zum Beispiel beim
Schweißen und Schneiden. Auch in
vielen anderen Industrien, z. B. in der
chemischen Industrie, der Glasproduktion, der Laser- und Medizintechnik,
der Automobil- und Luftfahrtbranche
und nicht zuletzt der Nahrungsmittel­
industrie sind Witt Produkte unentbehrlich geworden. Vielfach hat man
Pionierarbeit geleistet.
So hat Witt als erster Anbieter ein
Gasmischgerät für Schutzgasverpackungen für Lebensmittel in Serie gefertigt. Erfolge, auf die die rund 200
Mitarbeiter am Unternehmenssitz in
Witten stolz sind.
Kompromisslose Qualität
und Weltmeister Service
Für Alexander Kampschulte, Marketingleiter bei Witt, liegt der Grund
für den Erfolg vor allem im hohen
Kundennutzen der Witt Produkte.
Denn er weiß: Oft lassen sich damit
noch Verbesserungen bei Sicherheit,
Qualität oder Effizient für den Kunden
herausholen. Ein weiterer entscheidender Erfolgsfaktor sei der Service:
„Witt bietet kompetente Beratung und
betreut seine Kunden auch nach dem
Kauf.“ Nicht jeder Anbieter sei in der
Lage, über ein enges Netz an Niederlassungen und Partnern weltweiten
Service und Support zu leisten. Das
Ergebnis: In über 60 Ländern und auf
allen Kontinenten ist Witt mittlerweile
erfolgreich. Etwa zwei Drittel der Produktion geht in den Export.
Ein zusätzlicher Garant des Witt
Erfolgs liegt im hohen Qualitätsanspruch, den die
Wittener an ihre
Produkte haben. Witt entwickelt und
fertigt mit großer Produktionstiefe in
Deutschland und ist umfangreich zertifiziert.
Entsprechend umfangreich sind
die Maßnahmen im Qualitätsmanagement. Die hohe Präzision, Zuverlässigkeit und Bedienerfreundlichkeit der eigenen Produkte zu erreichen sei zwar
aufwändig, aufgrund der häufig sicherheitsrelevanten Funktion der Bau-
teile aber alternativlos, sagt Alexander Kampschulte. Nicht zuletzt durch
zufriedene Kunden und langjährige
Lieferbeziehungen zahle sich der Aufwand zudem aus.
Weitere Expansion
Dass die Entwicklung in vielerlei
Hinsicht längst nicht am Ende ist, zeigen die Bauarbeiten am Stammsitz in
Witten. Hier wird derzeit wieder kräftig
investiert, um mehr Platz für die Entwicklung und Fertigung unter anderem von Dichtheitsprüfsystemen zu
gewinnen.
Auch auf der Webseite des Unternehmens unter www.wittgas.com
kann man die Innovationsfreudigkeit
der Wittener deutlich erkennen. Wer
sich derweil über spezielle Produktbereiche informieren möchte, findet unter www.domdruckregler.de, www.
leak-master.de und www.oxybaby.de
einigen Lesestoff.
Chemspec Europe Köln – Fachmesse für Chemikalien
Einige der weltweit größten Anbieter, Hersteller oder Lieferanten
von Fein- und Spezialchemikalien und
den damit verbundenen Produkten
und Dienstleistungen nehmen an
der Chemspec Europe teil. Die Veranstaltung ist die perfekte Gelegenheit,
sich mit neuen oder bestehenden
Geschäftspartnern zu treffen und die
Möglichkeiten der Unternehmen zu
erweitern. An beiden Tagen der Messe
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
werden eine Reihe von Konferenzen,
Seminaren und Workshops von Branchenexperten gehalten. Chemspec
Europe bietet ein angenehmes Messe-Erlebnis mit einer konzentrierten
Auswahl von Exponaten und einer
entspannten Atmosphäre. Besucher
aus der ganzen Welt können sich hier
eingehend und umfassend über die
neuesten Trends und Produkte der verschiedenen Branchen informieren.
Dieses Jahr findet die Chemspec
Europe an 2 Tagen von Mittwoch,
24.06.2015 bis Donnerstag, 25.06.2015
in Köln bereits zum dreißigsten Mal
statt.
www.chemspecevents.com
firmen+fakten
Vacon jetzt Teil der Danfoss-Gruppe
Der
weltweit
agierende
Antriebshersteller Vacon ist seit Dezember 2014 Teil der
Danfoss-Gruppe.
Mit dem Zusammenschluss von
Vacon und Danfoss entsteht ein
führender HerstelCEO Vesa Laisi
ler im Antriebsmarkt, der die großen Stärken beider Firmen kombiniert.
„Durch die Kombination zweier starker Antriebshersteller
schaffen wir für die Kunden noch wettbewerbsfähigere,
innovativere und attraktivere Frequenzumrichter. Der Zusammenschluss verschafft uns die Möglichkeit, noch mehr
in Forschung und Entwicklung zu investieren und die Vertriebsmannschaften zu verstärken: Beides sind Schlüsselfaktoren für den Erfolg in unserem Business“, sagt Vesa
Laisi, (Bild),Präsident/CEO von Vacon und neuer Präsident
aller in einem neuen Antriebstechnik-Bereich gebündelten
Aktivitäten beider Unternehmen. Künftiger Name der Division: Danfoss Drives.
IMPAG und microsTECH helfen
­Biozide zu reduzieren
Die beiden schweizer Firmen IMPAG und microsTECH
arbeiten neu im Bereich des Materialschutzes zusammen.
Mit einem neuen und innovativen Konzept, der sogenannten MT-Technologie, kann der Einsatz von Bioziden in Rohstoffen und Endprodukten signifikant gesenkt werden.
Die MT-Technologie der Firma microsTECH reduziert den
Gehalt an Bioziden mittels massgeschneidertem Einsatz individueller Booster. Diese werden von IMPAG unter dem
Markennamen IMPABOOST vertrieben. Die MT-Technologie
wird von verschiedenen Kunden bereits erfolgreich eingesetzt. Sie ist für eine Vielzahl möglicher Produkte geeignet,
wie zum Beispiel für wässrige Dispersionen, Farben, Klebstoffe, Lacke, Putze, Personal Care, Reiniger, Schmiermittel
oder Slurries.
Beat Windler, Leiter der Business Unit Chemtech von
IMPAG, sieht grosses Potential in der Technologie: „Die für
die MT-Technologie verwendeten IMPABOOST-Typen helfen unseren Kunden den Einsatz der immer mehr hinterfragten Biozide zu reduzieren. Dadurch wird die Herstellung umweltfreundlicher, effizienter und wirtschaftlicher
Produkte erreicht.“
www.impag.ch
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
9
10
firmen+fakten
Oerlikon Leybold Vacuum liefert Vakuumsystem in Rekordgröße
für eine RH-Stahlentgasungsanlage von Siemens VAI
Das moderne, modulare Pumpenkonzept von Oerlikon Leybold für die
Vakuumtechnologie bei Stahlentgasungsanlagen bewährt sich. Siemens
Metals Technologies bestellte nun ein
weiteres mechanisches Vakuumsystem, welches bei einem Endkunden
in Mexico eingesetzt werden wird.
Dieses Vakuumsystem wird mit einem
effektiven Saugvermögen von fast
600.000 m³/h das größte, welches von
Leybold in seiner 164-jährigen Geschichte bislang gebaut wurde. Der
Siemens VAI Kunde Altos Hornos de
Mexico, S.A.B. de C.V. (AHMSA) erweitert das Produktspektrum des Konverter Stahlwerks Nr. 2 um Stahlgüten
für die Öl- und Gasindustrie. Die Behandlungskapazität der 150-TonnenDoppel-RH Vakuumentgasungsanlage
soll rund zwei Millionen Tonnen Flüssigstahl pro Jahr betragen, das sind
rund 50 Chargen pro Tag.
Mithilfe der neuen Anlagen kann
AHMSA Stähle mit sehr niedrigem
Wasserstoffgehalt produzieren, wie
Computeranimierte Darstellung einer Doppel-RH-Vakuumentgasungsanlage von Siemens
Bild: OLV
(Copyright Siemens und Oerlikon Leybold Vacuum)
sie für Anwendungen in der Öl- und
Gasindustrie erforderlich sind. Die Inbetriebnahme der neuen RHAnlage ist
für Oktober 2015 geplant. Die erforder-
liche Vakuumtechnologie wird durch
Systeme von Oerlikon Leybold Vacuum abgedeckt.
www.oerlikon.com
Huber Kältemaschinen­
bau eröffnet neue Niederlassung in den USA
Huber Kältemaschinenbau setzt
seine internationale Expansion fort.
Ab sofort ist der deutsche Temperiertechnikspezialist mit Hauptsitz in Offenburg auch in den USA mit einer
Niederlassung vertreten. Die neue
US-Tochter wird unter der Firmierung
„Huber USA Inc.“ zukünftig Endanwender und Händler in den Vereinig­
ten Staaten, Kanada und Mexiko
direkt bedienen. Der Standort von Huber USA ist Cary, NC in der Nähe des
Raleigh-Durham International Airport.
Damit ist Huber noch näher am Kunden, um direkte Beratung und Support
anzubieten.
Georg Kiefer, CEO der neuen US-Niederlassung „Huber USA Inc.“ (Bildmitte) mit den beiden
Geschäftsführern der Peter Huber Kältemaschinenbau GmbH, Daniel und Joe Huber
www.huber-online.com
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46. Jahrgang
· Nr. 1/2 2015
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In the case of the separation of mixtures that contain compounds with a wide range of polarities, isocratic
conditions may not provide an acceptable separation. To solve this problem, the composition of the mobile phase
is changed during the separation. After sample introduction, the ratio of these solvents is programmed to vary
either continuously or in steps, resulting in enhanced separation efficiency. JASCO's X-LC™ is easily configured
for complete control of both isocratic and gradient methods.
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Column:
Mobile phase:
240
1.0 mL/min
C18(2.1 mm ID x 50 mm L, 1.8 µm)
H20/CH3CN (50/50)
254 nm
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isocratic elution modes. The SSQD (Slow Suction, Quick Delivery) pumping system was designed to provide durable,
accurate and pulse-free operation. This simple design utilizes only 2 plungers and 2 check valves for optimum reliability
and ease of maintenance. Versatile programming capabilities allow the use of sophisticated time-based programs for
isocratic, binary or ternary gradient elutions.
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Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
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Nanopartikel aufspüren durch neue Kombination von Messmethoden
Biologische Proben beinhalten oft unzählige verschiedene Bio-Nanopartikel.
Eine an der TU Wien entwickelte Methodenkombination schafft es nun,
sie zu trennen und hochsensitiv zu detektieren.
Ob ein Impfstoff aus den richtigen
Bestandteilen zusammengesetzt ist
oder ob Lebensmittel bestimmte Nanopartikel enthalten, lässt sich oft nur
durch sehr komplexe Messungen feststellen. An der TU Wien wurde nun ein
neues Kombinationsverfahren entwickelt, das unterschiedliche bestehende Technologien verknüpft und damit
eine genauere Analyse von BioNanopartikeln im Bereich von fünf bis zweihundert Nanometern ermöglicht.
Victor Weiss (l.) und Prof. Günter Allmaier vor ihrem Gerät, das verschiedene Messmethoden
vereint.
Gemische aus vielen unterschiedlichen Partikeln
Sortieren nach Ladung
und Größe
„Der Bedarf nach Analysemethoden für vom Menschen hergestellte
Bio-Nanopartikel ist sehr groß“, sagt
Prof. Günter Allmaier vom Institut für
Chemische Technologien und Analytik
der TU Wien. „In vielen Bereichen, von
der Medizin bis zur Nahrungsmittelindustrie, hat man es oft mit komplexen Mischungen zu tun – dazu können
etwa Antikörper zählen, Viren, oder
Proteinaggregate.“ Das Ziel ist, die
vielen verschiedenen Partikel genau
zu sortieren, zuverlässig zu detektieren und zu quantifizieren.
An der TU Wien gelang es nun,
zwei ganz unterschiedliche Analysemethoden zu verbinden: Die Kapil­
larzonenelektrophorese (CZE), bei der
die geladenen Partikel einer Flüssigkeit in einer dünnen Kapillare vonein­
ander getrennt werden, und eine Art
der Gasphasen-Elektrophorese (GEMMA), bei der Partikel in der Gasphase
nach ihrer Größe sortiert werden können. „Der entscheidende Schritt bei
unserer Arbeit war es, diese beiden
Methoden direkt zu verknüpfen. Die
Trennung der Nanopartikel findet bei
uns also sowohl in der flüssigen als
auch in der gasförmigen Phase statt“,
erklärt Günter Allmaier.
Zunächst kommt eine kleine Menge
der partikelenthaltenden Flüssigkeit in
eine Kapillarröhre, an die eine Spannung angelegt wird. Je nach ihrer elektrischen Ladung wandern die einzelnen
Komponenten unterschiedlich schnell
durch die Kapillare – positiv geladene
Teilchen in die eine, negativ geladene
in die andere Richtung. Je stärker ein
Partikel geladen ist, umso schneller
wandert es. Zu unterschiedlichen Zeitpunkten tritt daher ein unterschiedlich
zusammengesetztes Gemisch an Nanopartikeln aus. „Sobald die Teilchen die
Kapillare verlassen, wird die Lösung
versprüht, ladungsreduziert und mit
Hilfe von eines differentiellen Mobilitätsanalysators in der Gasphase weiteranalysiert“, erklärt Günter Allmaier.
Im ersten Schritt, in der Flüssigkeit,
werden die Partikel hauptsächlich anhand ihrer elektrischen Ladung, dem
Molekulargewicht und der Form getrennt. Im zweiten Schritt, wenn die
Nanopartikel in der Gasphase vorliegen, werden die Teilchen dann in erster Linie nach ihrem Durchmesser
sortiert.
Die Teilchen der gasförmigen Probe werden in einem möglichst geradlinigen, verwirbelungsfreien Luft-
strom mitgeführt. Im rechten Winkel
zu ihrer Bewegungsichtung wird ein
elektrisches Feld angelegt, das die
Teilchen ablenkt. Wie stark sie dabei
ihre Richtung ändern, hängt einerseits
von ihrer Masse, andererseits aber
auch ganz wesentlich von ihrer Größe
ab. Am Ende werden die Teilchen mit
einem Partikelzähler detektiert, der die
Teilchen unabhängig von ihrer chemischen Natur zählt.
Gefahren erkennen,
Qualität sichern
„Die beiden Methoden, die wir
on-line verbinden konnten, ergänzen
sich ganz hervorragend“, sagt Günter
Allmaier. Allerdings war es eine Herausforderung, eine Flüssigphasenanalysenmethode mit einer Gasphasenmethode zu verknüpfen. Die Technik
hebt die Analytik von biologischen,
polymerbasierenden aber auch anorganischen Nanopartikeln nun auf eine
neue Qualitätsebene. „Das ist wichtig
für die strukturelle Beurteilung von
Nanoobjekten, für die Qualitätssicherung in der industriellen Produktion
und für die Risikobeurteilung von Nanopartikeln“, betont Allmaier.
Prof. Günter Allmaier
Institut für Chemische Technologien und
Analytik, TU Wien
[email protected]
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
11
forschung
12
Natur-Wirkstoffe zerkleinern und verstehen
Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich), Angelika Jacobs
Antibiotika-resistente Keime, gefährliche Viren, Krebs: Ungelöste medizinische Probleme erfordern neue
und bessere Arzneimittel. Inspiration
für neue Wirkstoffe könnte aus der
Natur kommen. Dabei hilft nun die
computerbasierte Methode eines Forscherteams unter Beteiligung der ETH
Zürich.
Die Medizin driftet auf ein grosses
Problem zu: Es gibt immer mehr Bakterien, gegen die kein bekanntes Antibiotikum mehr hilft. Ärzte brauchen
dringend neue Mittel gegen solche
multi-resistenten Krankheitserreger.
Um dem Problem zu begegnen, wendet sich die Pharmaforschung wieder
der Quelle zu, aus der die meisten unserer Arzneimittel ursprünglich kommen: der Natur.
Es sind zwar Hunderttausende aus
der Natur stammende Wirkstoffe bekannt, wie sie genau wirken, ist bei
den meisten jedoch nicht klar. Ein
Forscherteam unter Beteiligung der
ETH Zürich hat nun eine computerbasierte Methode entwickelt, um den
Wirkmechanismus solcher Naturstoffe
vorherzusagen. Damit hoffen die Wissenschaftler auf neue Ideen, um Arzneistoffe zu generieren. «Natürliche
Wirkstoffe sind meist sehr grosse
Moleküle, die man chemisch oft nur
in langwierigen Prozessen synthetisieren kann», sagt Gisbert Schneider,
Professor für Computergestütztes
Wirkstoffdesign am Institut für Pharmazeutische Wissenschaften der ETH
Zürich. Wenn man verstehe, wie genau ein Naturstoff wirke, könne man
kleinere, einfachere Moleküle entwerfen, die sich leichter synthetisieren
lassen. Sobald ein Stoff chemisch synthetisierbar wird, lässt er sich auch für
den medizinischen Einsatz optimieren.
Um den Wirkmechanismus zu verstehen, untersuchen Forscher, mit
welchen Bestandteilen eines Erregers
der Naturstoff wechselwirkt, um beispielsweise sein Wachstum zu hemmen. Bisher dienten dazu aufwändige
Laborversuche, und meistens erkannten die Wissenschaftler dabei nur
den stärksten Effekt eines Stoffs. Diese
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
eine Wechselwirkung allein kann aber
oft nicht die gesamte Wirkung eines
Naturstoffs erklären. «Auch schwächere Wechselwirkungen mit weiteren
Zielstrukturen können zur Gesamtwirkung beitragen», erklärt Schneider.
210‘000 Naturstoffe analysiert
Mithilfe der computerbasierten
Methode konnten die Forscher um
Gisbert Schneider nun eine Vielzahl
möglicher Zielstrukturen von 210‘000
bekannten Naturstoffen vorhersagen.
Die Software arbeitet dabei mit einem
Trick: Anstatt von der kompletten, oft
komplexen chemischen Struktur der
natürlichen Stoffe auszugehen, zerlegt
sie diese in kleine Fragmente. Diese
benutzt der Algorithmus als Grundlage, um chemische Datenbanken nach
möglichen Interaktionspartnern zu
durchforsten.
Die Fragmente wählt der Algorithmus nicht zufällig, sondern nach dem
Prinzip der sogenannten Retrosynthese. Das Konzept stammt aus der organischen Chemie: Wenn ein Chemiker eine Substanz synthetisieren will,
überlegt er, über welche Zwischenmoleküle er ans Ziel kommt. «Wir wollten
die Moleküle in bedeutungsvolle
Grundbausteine zerlegen», erklärt
Schneider. Daher errechnet die Software, aus welchen Einzelbausteinen
sich die Substanz theoretisch synthetisieren liesse.
„Indem wir die teils grossen Moleküle am Computer in Einzelbausteine
zerlegen, finden wir heraus, welche
Bestandteile essentiell für die Wirkung
sein könnten“, sagt Schneider. So liessen sich simplere Moleküle entwerfen,
die Chemiker auch tatsächlich herstellen könnten, anstatt sie mühsam aus
der natürlichen Quelle zu isolieren.
Gemeinsamkeiten entdeckt
Die Forschenden prüften ihre Methode im Detail an einem aus Myxobakterien stammenden Wirkstoff, der das
Wachstum von Tumorzellen bremst: Archazolid A. Von dieser Substanz ist eine
Zielstruktur bekannt. Es gibt jedoch
Hinweise, dass auch die Interaktion
mit weiteren Zellfaktoren eine Rolle für
die Anti-Tumor-Wirkung spielen muss.
Welche diese anderen Faktoren sind,
konnten die Forschenden nun mithilfe
der Software identifizieren und einige davon anschliessend in Laborversuchen bestätigen. Dabei stellten sie
überraschend fest, dass die Wirkweise
des Archazolid A derjenigen eines viel
kleineren und einfacheren Moleküls
ähnelt, der Arachidonsäure, einer ungesättigten Fettsäure. «Das Beispiel
zeigt, dass sich eine gewünschte Wirkung oft auch mit einfacheren Substanzen erreichen lässt», sagt Schneider.
Letztere könnten wiederum als Inspiration für neue Wirkstoffe dienen.
„Die Analyse ist noch nicht perfekt,
einige der vorgeschlagenen Wechselwirkungen konnten wir in biochemischen Versuchen nicht bestätigen“,
räumt Schneider ein. Ziel sei es daher,
die Vorhersagekraft der Software noch
weiter zu optimieren. Aber schon jetzt
reduziert sich mit Hilfe des Algorithmus die Zahl der möglichen Kandidaten, mit denen eine Substanz interagieren könnte. Und damit verringert
sich der Aufwand für anschliessende
Laborversuche, um die tatsächlichen
Wechselwirkungen experimentell zu
bestätigen. So wird es künftig leichter, den Wirkmechanismus natürlicher
Substanzen zu entschlüsseln.
„Um dieses computerbasierte
Werkzeug zur grossflächigen Analyse von Naturstoffen zu entwickeln,
brauchte es eine Bündelung von
spezifischen Expertisen aus den Bereichen Chemie, Pharmazie, Biologie
und Informatik“, betont Schneider. Die
ETH-Forschenden arbeiteten eng mit
Wissenschaftlern der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Goethe-Universität Frankfurt und des Helmholtz
Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland zusammen.
Literaturhinweis:
Reker D et al.: Revealing the macromolecular targets of complex natural products. Nature Chemistry,
Online-Publikation vom 2.11.2014.
doi:10.1038/nchem.2095
Anspruchsvolle
forschung
Grazer Chemiker entwickeln
­umweltfreundliches Verfahren zur
Herstellung des Grundbausteins für
Nylon
ChemikerInnen der Uni Graz haben ein neues, kostengünstigeres und umweltfreundlicheres Verfahren zur Herstellung des wichtigsten Grundbausteins für Nylon-6 entwickelt. Mit Hilfe sechs verschiedener Enzyme aus der Natur,
sogenannter Biokatalysatoren, kann der Nylonbaustein
ohne den Einsatz konzentrierter Säuren und Wasserstoffperoxid erzeugt werden. Die „grüne“ Methode wurde in der
aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift „Angewandte Chemie“ veröffentlicht.
4,2 Millionen Tonnen des Polymerbausteins epsilonCaprolactam werden jährlich produziert, um damit Nylon-6
herzustellen. Ausgangsbasis dafür ist Erdöl. Bei der Erzeugung kommen konzentrierte Säuren zur Anwendung und es
fallen giftige Abfallprodukte an. Am Institut für Chemie der
Karl-Franzens-Universität Graz hat nun ein Team unter der
Leitung von Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Kroutil eine Lösung
gefunden, wie sich ein alternativer Nylonbaustein umweltfreundlicher und gleichzeitig kosten- und ressourcensparender produzieren lässt. „Wir haben einen Reaktionsweg
konstruiert, bei dem unter Einsatz von sechs verschiedenen
Enzymen der Polymerbaustein entsteht“, erklärt Kroutil. Die
Biokatalysatoren lösen eine Kaskadenreaktion aus – sechs
Reaktionen, die alle gleichzeitig in einem einzigen Gefäß
ablaufen.
„Der große Vorteil der neuen Methode ist, dass deutlich weniger Abfall- und Nebenprodukte entstehen und vor
allem der Einsatz konzentrierter Säuren vermieden werden
kann“, so Kroutil. Während im herkömmlichen Verfahren
Wasserstoffperoxid als Reaktionsmittel verwendet wird,
kommt die Biokatalyse in diesem Fall mit Sauerstoff und
Ammoniak aus. Die benötigten Enzyme stammen aus verschiedenen ungefährlichen Bakterien, von denen fünf überall in der Umwelt zu finden sind und eines in heißen Quellen vorkommt. Ein weiterer Vorteil des neuen Verfahrens:
Unter Anwendung der Biokatalyse kann der Nylon-Baustein
sowohl aus Erdöl als auch auf Basis nachwachsender Rohstoffe hergestellt werden.
Industriepartner der Grazer ChemikerInnen ist das deutsche Unternehmen Evonik, das die neue Methode bereits
international zum Patent angemeldet hat.
Die Entwicklung ist das Ergebnis von Forschungen aus
dem mittlerweile abgeschlossenen EU-Projekt AMBIOCAS.
Einige Mitarbeiter aus diesem Projekt sind jetzt beim acib
– Austrian Center of Industrial Biotechnology in Graz tätig.
Karl-Franzens-Universität Graz, Mag. Gudrun Pichler,
Publikation:
Introducing an In Situ Capping Strategy in Systems Biocatalysis To Access 6-Aminohexanoic acid
Johann H. Sattler, Michael Fuchs, Francesco G. Mutti,
Barbara Grischek, Philip Engel, Jan Pfeffer, John M. Woodley und Wolfgang Kroutil
Angewandte Chemie International Edition, Volume 53,
Issue 51, December 15, 2014. DOI: 10.1002/anie.201409227
http://han.uni-graz.at/han/3966/onlinelibrary.wiley.com/
doi/10.1002/anie.2014092...
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Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015 13
Forschung
14
Ausbruch von Aromen
Lichtinduzierte Gasbildung zerbricht Mikrokapseln und setzt Duftstoffe frei
Duftstoffe, die empfindlich sind
oder die ihr Aroma erst mit zeitlicher
Verzögerung freisetzen sollen, können
in Mikrokapseln eingeschlossen werden. Schweizer Wissenschaftler stellen jetzt in der Zeitschrift Angewandte
Chemie einen neuen Typ Mikrokapseln
vor, die von ihren Inhaltsstoffen aufgebrochen werden, wenn sie mit Licht
bestrahlt werden.
Es gibt verschiedene Arten von
Mikrokapseln, die beispielsweise in
Waschmitteln und anderen Verbraucherprodukten eingesetzt werden. Soll
etwa ein Duftstoff in einem Waschmittel während der Wäsche austreten,
werden die Kapseln so konzipiert, dass
sie sich in der Waschmaschine auflösen. Andere Arten von Mikrokapseln
überstehen die Wäsche, brechen aber
auf, wenn das Wäschestück bei Tragen
mechanisch gerieben wird. Der Duftstoff wird nach und nach frei und das
Kleidungsstück riecht länger frisch.
Das Team um Damien L. Berthier
und Andreas Herrmann (Firmenich
SA, Genf, Schweiz) hat jetzt eine weitere Kapselvariante entwickelt, die ihren duftigen Inhalt freisetzen, wenn
sie ins Licht kommen. Das Prinzip
dahinter: Die Kapseln enthalten eine
Stoffklasse, die von Licht gespalten
wird. Dabei werden Gase frei, die im
Kapselinneren einen Überdruck erzeugen, der die Kapseln aufplatzen lässt.
Schweizer Wissenschaftler stellen einen neuen Typ Mikrokapseln vor, die von ihren Inhalts© Wiley-VCH
stoffen aufgebrochen werden, wenn sie mit Licht bestrahlt werden.
Für ihre Studien verwendeten die
Forscher etwa 10 bis 25 µm kleine
Kapseln aus Polyharnstoff, die so genannte 2-Oxoacetate enthielten. Es
handelt sich dabei um Verbindungen,
die unter UV-Licht gespalten werden.
In Abwesenheit von Sauerstoff wird
ein Molekül CO, in Anwesenheit von
Sauerstoff CO2 abgespalten. Dadurch
steigt der Druck innerhalb der Kapseln und bringt sie zum Bersten. Die
Kapseln können eine geruchsneutrale
Oxoacetat-Verbindung plus einen
oder mehrere Duftstoffe enthalten. Alternativ kann die Oxoacetat-Gruppe
auch direkt an einen der Duftstoffe
gekoppelt werden. Die Freisetzung
der eingeschlossenen Verbindungen
erfolgt entweder durch das Aufbringen der Kapseln auf eine Oberfläche,
die dem Tageslicht ausgesetzt ist, kann
aber auch wie bisher durch das mechanische Zerreiben der Kapselwand
erreicht werden.
Das einfache, preisgünstige und
sehr effiziente neue Konzept ist besonders zur Verkapselung und kontrollierten Freisetzung flüchtiger Verbindungen, wie Duftstoffen, geeignet.
In der Zukunft könnte diese Technologie aber auch zur kontrollierten Freisetzung anderer Substanzklassen,
wie etwa Agrochemikalien, verwendet
werden. (idw)
Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V., Dr.
Renate Hoer
Angewandte Chemie: Presseinfo 01/2015
Autor:
Andreas Herrmann
Firmenich SA (Switzerland),
[email protected]
Nuklearchemie: Forschung und Perspektiven
In ihrem Positionspapier vom Januar 2015 hat die Fachgruppe Nuklearchemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) auf 25 Seiten
die vielfältigen Themen nuklearchemischer Forschung und Anwendung
zusammengestellt. Die Broschüre
zeigt, dass das Fachgebiet der Nuklearchemie für eine Vielzahl wissenschaftlicher Fragestellungen und
wichtiger gesellschaftlicher Themen
relevant und erforderlich ist. Daher
sieht die GDCh-Fachgruppe ihre Ziele
und Aufgaben in der Sicherung einer
ausreichenden Forschungs-, Lehr- und
Ausbildungskapazität in den Fächern
Kern-, Radio- und Strahlenchemie.
Kernchemische Themen und Arbeitsmethoden sind aus dem Alltag
nicht mehr wegzudenken. Verschiedene Arbeitsschwerpunkte mit hoher
grundlegender gesellschaftlicher, öko-
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
logischer und ökonomischer Relevanz
haben sich in den letzten Jahrzehnten
herausgebildet. Dazu zählen u.a.: die
Entwicklung nuklearmedizinisch nutzbarer Substanzen für Diagnostik und
Therapie, die nukleare Forensik, welche Herkunft und Zusammensetzung
sichergestellter unbekannter nuklearer Stoffe feststellt, die Radioanalytik
in der Umweltüberwachung oder der
Strahlenschutz. Als wichtige Aspekte
der Energiewende sind der sichere
Betrieb von Kernkraftwerken, ihr Rückbau, die nukleare Entsorgung und die
Endlagerforschung nach wie vor bedeutende Themen der Nuklearchemie,
die allerdings in der Öffentlichkeit sehr
kontrovers diskutiert werden. In der
Grundlagenforschung stehen Eigenschaften und Verhalten der Actinide,
eng verknüpft mit der Erzeugung und
Untersuchung noch schwererer Ele-
mente, im Vordergrund; die Tritiumchemie spielt bei der Entwicklung der
Fusionstechnologie eine wichtige Rolle. Die Kosmochemie beschäftigt sich
mit der Analyse extraterrestrischer
Materie, während die Isotopengeo­
chemie an der Aufklärung geologischer Prozesse interessiert ist.
Im Gegensatz zu den vielen Tätigkeitsfeldern, so die GDCh-Fachgruppe
Nuklearchemie, hat sich in den vergangenen 20 Jahren die Anzahl der
Hochschulen und Universitäten in
Deutschland, an denen Nuklearchemie gelehrt wird, signifikant verringert. (idw)
Das Positionspapier kann eingesehen werden unter www.gdch.de/nuklearchemie oder als Broschüre angefordert werden unter [email protected].
Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V., Dr.
Renate Hoer
Forschung
Auf dem Weg zur künstlichen Photosynthese
Wissenschaftler des HelmholtzZentrum für Materialien und Energie
(HZB) haben die Elektronenzustände
eines Mangan-Katalysators exakt beschrieben, der Licht in chemische Energie umwandeln kann. Die Forscher
haben damit einen wichtigen Schritt
gemacht, um Photosynthese – die
Energiegewinnungsmethode grüner
Pflanzen – in künstlichen Systemen
besser zu verstehen.
Die Arbeiten fanden statt im Rahmen einer Kooperation des HZB mit
der School of Chemistry und dem ARC
Centre of Excellence for Electromaterials Science an der Monash University
in Australien. Die Teams um Professor
Emad Aziz, Leiter des HZB-Instituts
„Methoden der Materialentwicklung“
und Professor Leone Spiccia von der
Monash University haben Ergebnisse ihrer Forschung heute im Journal „ChemSUSChem“ (DOI: 10.1002/
cssc.201403219) und vor kurzem im
„Journal of Materials Chemistry A“
der renommierten Royal Society of
Chemistry veröffentlicht (DOI: 10.1039/
c4ta04185b).
Könnte man das Licht der Sonne
ohne großen Aufwand direkt in chemische Energie umwandeln – sämtliche Energiesorgen der Menschheit
wären Vergangenheit. Grüne Pflanzen
haben dafür einen Mechanismus entwickelt, die Photosynthese: Sie nutzen Sonnenlicht, um aus Wasser und
Kohlendioxid energiereiche Substanzen wie Zucker aufzubauen. Doch die
Moleküle des so genannten „Oxygen
Evolution Centre“, wo diese Vorgänge in den Pflanzenzellen stattfinden,
sind hochkomplex und sehr empfindlich. Wissenschaftler sind deshalb bestrebt, die katalytischen Vorgänge im
Labor in künstlichen Systemen ablau-
Künstliche Katalysatoren ahmen das Prinzip
der Photosynthese nach.
Grafik: HZB
fen zu lassen und diese für den kommerziellen Einsatz zu optimieren.
An seinem Institut erforscht Emad
Aziz chemische Katalysatoren zur Wasserspaltung, die zu ähnlicher Leistungsfähigkeit gebracht werden sollen wie
die Photosynthese-Enzyme. Vor einiger
Zeit haben die Wissenschaftler bereits
herausgefunden, welche Beschaffenheit solche Energiewandler haben müssen. Am besten geeignet sind ManganKomplexe, die in eine Nafion-Matrix
– einem Teflon-ähnlichen Polymer – eingebettet sind. Die Proben dafür hat Leone Spiccias Team entwickelt und zur
Verfügung gestellt: „Beim Kontakt mit
Nafion bilden die Mangan-Komplexe
Nanopartikel aus Manganoxiden“, sagt
Spiccia: „Diese Oxide katalysieren bei
Lichteinfall die Oxidation von Wasser, also die Reaktion, bei der Wasser
in Sauerstoff und Wasserstoff aufgespalten wird. Der Wasserstoff kann als
Energieträger gespeichert werden.“
„Wir wollten nun herausfinden,
welcher der zahlreichen möglichen
Mangan-Komplexe in Nafion die besten Manganoxide bildet“, beschreibt
die bei den Versuchen federführende
Wissenschaftlerin Munirah Khan von
der Freien Universität Berlin ihre Auf-
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gabe. Gefördert vom DAAD und von
der pakistanischen „Higher Education
Commission“ hat Frau Khan die Bildung der Manganoxide und ihre katalytische Wirkung mit Röntgenlicht der
Synchrotronstrahlungsquelle BESSY
II des HZB genau untersucht. Zum Einsatz kam eine als RIXS bezeichnete
Methode, mit der sich die an den Katalyseprozessen beteiligten Manganoxide sehr genau untersuchen lassen.
Von den verschiedenen ManganKomplexen erwies sich ein von den
Wissenschaftlern als Mn(III) bezeichneter Komplex als Bildner der effizientesten Manganoxide. „Wir entwickeln jetzt unsere Methoden so weiter,
dass wir katalytische Prozesse mit solchen neuen Materialien in Bezug auf
ihr energetisches und zeitliches Verhalten untersuchen können“, sagt Emad
Aziz: „Unser Ziel ist es, synthetisch
arbeitenden Chemikern ein genaues
Bild dieser Vorgänge zu geben, um so
ihre Forschung zur Funktion der Materialien zu unterstützen. So muss man
zum Beispiel herausfinden, ob und
unter welchen Bedingungen die Materialien für technische Anwendungen
genutzt werden können, so dass Licht
in chemische Energie umgewandelt
wird. Wenn dies gelingt, wären wir auf
dem Weg zu einer kontinuierlichen,
umweltfreundlichen und kostengünstigen Speicherung von Sonnenenergie ein wesentliches Stück weiter gekommen.“ (idw)
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Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
15
forschung
16
Kleiner Mikrochip ermöglicht neue Einblicke in die Chemie
Chemiker der Universität Leipzig
haben ihren selbst entwickelten Mikrochip erweitert, der auf kleinstem Raum
auch komplexe chemische Prozesse
ermöglicht und ein großes Chemielabor ersetzen kann. Den Forschern um
Prof. Dr. Detlev Belder vom Institut für
Analytische Chemie gelang es damit,
in ihren bereits im Jahr 2011 erstmals
der Fachwelt präsentierten Mikrochip
noch mehr neue Funktionen zu integrieren. Dies sei ein großer Schritt hin
zur umweltfreundlichen chemischen
Mikrosynthese, betonte Belder, der
die neuesten Forschungsergebnisse
seiner Arbeitsgruppe kürzlich in der
Online-Ausgabe der renommierten
Fachzeitschrift „Angewandte Chemie“
veröffentlichte.
Anstelle gewöhnlicher Laborgeräte wie Reagenzgläser, Kolben oder
Säulen setzen die Leipziger Forscher
Mikrofluidikchips mit haarfeinen Kanälen ein. „Dadurch können nicht nur
die benötigten Chemikalienmengen
drastisch reduziert, sondern auch die
chemischen Prozesse stark beschleunigt werden. Während in Computerchips Elektronen bewegt werden,
besteht bei den Chemiechips die
ungleich größere Herausforderung
darin, winzige Flüssigkeitsmengen
gezielt so zu manipulieren, dass chemische Reaktionen wie gewünscht ablaufen und verfolgt werden können“,
erklärt Belder.
Für zwei wichtige Schritte im klassischen Chemielabor – den Nachweis
von Verbindungen und die Reinigung
von Gemischen – haben die Leipziger
Forscher jetzt neue Lösungen präsen-
Integriertes Chiplabor zur kontinuierlichen Reinigung von
Syntheseprodukten und deren Analyse mittels Massenspektrometrie. (Abbildung: Institut für Analytische Chemie)
tiert die auch in der Mikrowelt funktionieren. Ihnen gelang die nahtlose
Kombination von Mikrosynthese, Reinigung und Überführung in ein Massenspektrometer in einem integrierten
Chipsystem.
Darüber hinaus haben die Wissenschaftler in einem aktuellen Beitrag im Fachjournal „Chemical Communications“ gezeigt, dass auch die
Ramanstreuung - die unelastische
Streuung von Licht an Atomen oder
Molekülen - genutzt werden kann, um
chemische Prozesse in Mikrotropfen
sekundengenau zu verfolgen. „Solche
Methoden werden in der chemischen
und pharmazeutischen Industrie dringend benötigt, um Prozesse schnell
und unter minimalem Ressourcenverbrauch optimieren zu können“, erörtert
Belder. „Mit Hilfe der Chiptechnologie
können gänzlich neue Werkzeuge erschaffen werden, mit denen beispielsweise die Entwicklung von Arznei-
stoffen künftig deutlich verkürzt und
zudem auch noch viel ökonomischer
und umweltfreundlicher durchgeführt
werden kann.“ (idw)
Universität Leipzig, Susann Huster
Veröffentlichungen:
„Angewandte Chemie“: Chipbasierte Freiflusselektrophorese mit
integrierter Nanospray-Massenspektrometrie-Kopplung, DOI: 10.1002/
ange.201409663
„Chemical
Communications“:
On-chip monitoring of chemical syntheses in microdroplets via surfaceenhanced Raman spectroscopy DOI:
10.1039/c4cc09595b
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Detlev Belder
Institut für Analytische Chemie, Uni
Leipzig
E-Mail: [email protected]
Alternativen für edles Metall
Die gute Nachricht kam kurz vor
Weihnachten. Prof. Dr. Shigeyoshi Inoue, bereits mehrfach ausgezeichneter Chemiker der TU Berlin, erhält einen Starting Grant des Europäischen
Forschungsrats (ERC), der mit rund 1,5
Millionen Euro dotiert ist. 3279 Anträge waren in Brüssel eingegangen, 328
europäische Forscherinnen und Forscher sind nun erfolgreich, rund zehn
Prozent. Shigeyoshi Inoue sucht nach
Wegen, bestimmte Eigenschaften des
häufigen Silizium für den Bau von Katalysatoren nutzbar zu machen, um
teure und seltene Metalle in Pharmazie und Ölindustrie zu ersetzen.
Neben Auszeichnungen in seiner
Heimat Japan – unter anderem erst im
Januar 2015 mit dem Award for Distinguished Young Chemists der Chemical
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
Society of Japan – wurde Inoue bereits
mit einem Alexander von HumboldtForschungsstipendium
ausgezeichnet und erhielt 2010 ebenfalls den mit
1,65 Millionen Euro dotierten SofjaKovalevskaja-Preis der Alexan­der von
Humboldt-Stiftung, mit dem er seinen
eigenen Arbeitskreis an der TU Berlin
aufbaute. Diese Forschungen dauern
noch bis in den Herbst 2015 an. (Lesen
Sie mehr über den Wissenschaftler im
Hochschulmagazin „TU intern“ der TU
Berlin, Ausgabe 1/2015, Ressort Forschung: www.tu-berlin.de/?id=148315)
Der japanische Wissenschaftler Shigeyoshi
Inoue lebt bereits seit sieben Jahren in
Deutschland
(© TU Berlin/PR/Ulrich Dahl)
forschung
Forscher von Siemens Österreich entwickeln Diagnoselabor am Chip
In Zusammenarbeit mit dem Austrian Institute of Technology (AIT) haben Forscher von Siemens Österreich
eine Analyseplattform entwickelt, die
Zellreaktionen direkt am Chip misst.
Dafür werden Zellen lebend isoliert
und auf einem Chip ausgesät. So kann
man Therapien im Kleinen ausprobieren und daraus Rückschlüsse ziehen,
was am besten im Körper eines Patienten wirkt.
Cell-on-a-Chip System
Konkret wurde im Rahmen des
Projektes „PORACCS – Pathogenesis
of Rheumatoid Arthritis on a Cell-on-aChip System“ (gefördert von der FFG)
getestet, wie Zellen von Patienten mit
rheumatischer Arthritis auf Schwefelverbindungen reagieren. Schwefel
wirkt entzündungshemmend, aber bei
manchen Patienten zeigt sich eine gegenteilige Wirkung und ihr Zustand
verschlechtert sich. Für Labors ist es
daher wichtig, rasch bestimmen zu
können, ob die vorgesehene Therapie
sinnvoll ist.
Die Analyseplattform besteht aus
einem computergesteuerten Cell-ona-Chip-System mit vier separaten
Forscher von Siemens und vom AIT entwickelten eine Analyseplattform entwickelt, die Zellreaktionen direkt am Chip misst.
Mikrokultur-Kammern und externen
Heiz- und Pumpstationen. Im Chip befinden sich vier berührungslose Mikrosensoren für elektrischen Widerstand.
Sie ermöglichen eine nicht-invasive
Überwachung der Zellreaktion. Elektrische Widerstandswerte (Impedanz)
werden über einen breiten Frequenzbereich von 300 Hz bis 20 MHz erfasst.
Dies ist nötig, um die Zellen sowohl
als Ganzes zu erfassen als auch Änderungen in den Zellorganellen beobachten zu können.
Minimale Zellentnahme und
Langzeitbeobachtung möglich
Die Plattform besteht aus einem computergesteuerten Cell-on-a-Chip-System mit vier
separaten Mikrokultur-Kammern und externen Heiz- und Pumpstationen. Bilder: Siemens
Das Besondere am System ist,
dass lediglich 100 bis 500 Zellen benötigt werden – eine Anzahl, die man mit
einer einfachen Biopsie entnehmen
kann. Für herkömmliche zellbasier-
te Diagnoseverfahren bräuchte man
deutlich mehr und müsste zuerst die
Zellen in einer Zellkultur vermehren.
Das kostengünstige Diagnoseverfahren ermöglicht zudem Zellen über einen langen Zeitraum von mehr als 100
Stunden zu beobachten. Dadurch sind
dynamische Veränderungen erkennbar, wie zum Beispiel das Nachlassen
der Zellreaktion durch Ausscheidung
oder Abbau eines Medikaments.
Derzeit befinden sich Cell-on-aChip-Systeme noch im Versuchsstadium. Sie könnten aber künftig im Rahmen einer personalisierten Medizin
eine wichtige Rolle spielen, um eine
Entscheidungshilfe für Behandlungen
zu bieten.
www.siemens.at
www.ait.ac.at
Durchbruch im Verständnis von Glutamat-Transportern
Einer Forschergruppe unter Jülicher Leitung ist ein Durchbruch im
Verständnis von Glutamat-Transportern gelungen. Diese Proteine spielen eine bedeutende Rolle bei der Informationsübertragung im zentralen
Nervensystem des Menschen. Mithilfe
von Simulationen am Supercomputer
„JUROPA“ haben die Wissenschaftler
ein Strukturmodell entwickelt und in
Experimenten bestätigt. Ihre Ergebnisse haben sie in der Fachzeitschrift
„Cell“ veröffentlicht.
Das Team um den Mediziner und
Biophysiker Prof. Christoph Fahlke
vom Jülicher Institute of Complex Systems (ICS-4) hat sich eine bestimmte
Art von Glutamat-Transportern vorgenommen, die sogenannten Excitatory Amino Acid Transporters (EAATs).
Das Spannende an dieser Klasse von
Transportern: Sie kombinieren zwei
strukturell, funktionell und thermodynamisch unterschiedliche Transportprozesse in einem Proteinmolekül
– den sogenannten sekundär-aktiven
Transport von Glutamat und die Diffusion von Chloridionen durch einen
Kanal. „Eine solche Doppelfunktion ist
für verschiedene Proteine postuliert
worden, wir konnten erstmals aufklä-
ren, wie es tatsächlich funktioniert“,
erläutert Christoph Fahlke. Dank einer
speziellen Computersimulation, der
Molekulardynamik (Molecular Dynamics), haben die Wissenschaftler eine
Struktur des Transporters identifiziert,
bei der ein Ionenkanal entsteht.
Wichtiger Neurotransmitter
Glutamat ist der bedeutendste
erregende Neurotransmitter im zentralen Nervensystem. Er sorgt dafür,
dass Signale von einer Nervenzelle
zur anderen übertragen werden. Glutamat spielt eine wichtige Rolle für die
Bewegungsteuerung, die SinneswahrÖsterreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
17
forschung
18
nehmung und das Gedächtnis. Allerdings: Zu viel Glutamat kann Nervenzellen schädigen. Forscher vermuten,
dass es einen Zusammenhang gibt
zwischen hohen Glutamatkonzentrationen und Schlaganfällen, Amyotropher Lateralsklerose (degenerative
Erkrankung des motorischen Nervensystems), aber auch Erkrankungen
wie Epilepsie und Gleichgewichtsstörungen.
Die Hauptaufgabe von GlutamatTransportern ist es, Glutamat aus der
Synapse zu entfernen. Dieser Transport beginnt mit der Bindung von
Glutamat an der Außenseite der Zelle. Danach bewegt sich ein Abschnitt
des Proteins wie ein Fahrstuhl durch
die Membran und gibt auf der anderen Membranseite den Neurotransmitter wieder frei. Während dieser
Prozess gut verstanden ist, war lange
Zeit völlig unklar, wie ein solches Protein einen Chloridkanal bilden kann.
Ionenkanäle besitzen eine wassergefüllte Verbindung zwischen beiden
Seiten der Zellmembran, durch die
bestimmte Ionen wie durch einen Tunnel wandern und so elektrische Ströme erzeugen. Mit Hilfe dieser Ströme
können die Glutamat-Transporter die
Erregbarkeit von Neuronen steuern.
Umfangreiche Suche
Das Team um Christoph Fahlke hat
mehrere Jahre versucht, den Ionenkanalmechanismus mit verschiedensten
experimentellen Techniken zu enträtseln. Alle Ansätze scheiterten. „Heute
wissen wir, dass das an der Komplexität der Transmembranproteine lag. Sie
ändern sehr ausgeprägt ihre räumliche Struktur“, erklärt der Jülicher Wissenschaftler Dr. Jan-Philipp Machtens.
Für den Durchbruch sorgten Simulationen am Jülicher Supercomputer JUROPA mit einer speziellen rechenintensiven Methode.
Molekulardynamik erlaubt es,
Wechselwirkungen zwischen Atomen
und Molekülen zu simulieren. Zusammen mit Kollegen vom Max-PlanckInstitut für biophysikalische Chemie in
Göttingen entwickelten die Forscher
ein atomares Modell des GlutamatTransporters in einer Lipidmembran,
das eine direkte Simulation der Transportfunktionen erlaubt und damit die
Strukturänderungen im Protein, die
zur Ionenkanalöffnung führen, sehr
genau vorhersagt. „Unsere Beobachtungen haben wir mit elektrophysiologischen und fluoreszenzspektroskopischen Experimenten nachvollzogen,
beispielsweise wie viele Ionen pro
Sekunde durch den Kanal gehen. Die
Ergebnisse von Simulationen und Experimenten stimmen nahezu perfekt
überein“, berichtet Christoph Fahlke.
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
Prof. Christoph Fahlke (l.) und Dr. Jan-Philipp Machtens vom Jülicher Institute of Complex
Systems, Bereich Zelluläre Biophysik (ICS-4) haben eine besondere Funktion von GlutamatTransportern im Gehirn entschlüsselt.
Copyright: Forschungszentrum Jülich
Der Glutamat-Transporter
Eine Nanomaschine mit zwei Aufgaben – Glutamat-Transporter können
zwei funktionell unterschiedliche Zustände annehmen (senkrechte Pfeile).
Nach Öffnung des Anionen-Kanals ermöglichen sie die passive Passage von
Chloridionen (rote Kugeln) über die Zellmembran (obere Bildhälfte). Es resultieren elektrische Signale, die die Erregbarkeit von Nervenzellen ändern können.
Als Neurotransmitter-Transporter pumpen sie Glutamat (orangene Kugeln)
aus der Synapse zurück in die Zelle und beenden so die synaptische Übertragung (untere Bildhälfte). Dies geschieht durch eine fahrstuhlartige Strukturänderung des Transporters durch die Membran. Glutamat wird zusammen mit
Natriumionen (blaue Kugeln) transport, sodass Konzentrationsunterschiede
für Natrium die notwendige Energie liefern (sog. sekundär-aktiver Transport).
Glutamat-Transporter_Forschungszentrum Jülich Copyright: Forschungszentrum Jülich
forschung
Als Nächstes wollen die Forscher
ihre neuen Erkenntnisse benutzen, um
Glutamat-Transporter gezielt pharmakologisch zu verändern. „Wir haben
nun einen funktionellen Einblick in die
molekularen Mechanismen gewonnen und kennen eine neue Struktur
des Proteins. Dadurch haben wir die
Grundlage geschaffen, um nach Wirkstoffen für Medikamente zu suchen“,
blickt Jan-Philipp Machtens voraus.
Solche Wirkstoffe könnten Störungen
der Transporter- und Ionenkanalfunktion bei Erkrankungen wie Schlaganfall oder Epilepsie beseitigen. Bis zu
einem marktreifen Medikament ist es
aber noch ein langer Weg.
Originalveröffentlichung:
Mechanisms of Anion Conduction
by Coupled Glutamate Transporters.
Jan-Philipp
Machtens,
Daniel
Kortzak, Christine Lansche, Ariane Leinenweber, Petra Kilian, Birgit Begemann, Ulrich Zachariae, David Ewers,
Bert L. de Groot, Rodolfo Briones und
Christoph Fahlke.
Cell 160, Seiten 542-553, 29. Januar 2015. DOI: 10.1016/j.cell.2014.12.035
h tt p : / / d x . d o i . o r g / 10 . 1016 / j .
cell.2014.12.035
Weitere Informationen:
Institute of Complex Systems, Bereich Zelluläre Biophysik (ICS-4)
Zu dieser Forschungsarbeit gibt es
auch das Video: „MolekulardynamikSimulation“
Molekulardynamik-Simulation
von Chlorid-Permeation durch einen
Glutamat-Transporter (rote Kugeln,
Chloridionen; blaue Kugeln, Natriumionen). Der Film zeigt einen Ausschnitt
von 60 Nanosekunden. Wassermoleküle und die Lipidmembran sind ausgeblendet.
www.fz-juelich.de
Ein roter Faden durchs Labyrinth der Nanomaterialien
Der Leitfaden «LICARA» richtet sich
an kleine und mittlere Unternehmen
(KMU) aller Branchen und hilft, mit
einem systematischen Vorgehen Vorund Nachteile von Nanomaterialien
einschätzen und Entscheide zu deren
Einsatz fällen zu können. Der Leitfaden
kann auch als Verhandlungsgrundlage
zwischen einzelnen Unternehmen der
Wertschöpfungskette dienen.
Der Einsatz von Nanomaterialien
kann zu neuen oder entscheidend
verbesserten
Produkteigenschaften
führen. Die Industrie möchte die spezifischen Eigenschaften von Nanomaterialien für wettbewerbsstarke
Produkte nutzen, aber auch Risiken
für Mensch und Umwelt vermeiden.
Viele Fragen zu Nutzen und Risiken
von Nanomaterialien sind noch offen, die Europäische Gesetzgebung
in diesem Bereich ist anspruchsvoll.
Die Empa hat im Rahmen des EU-Pro-
ben, der unter anderem Antworten auf
folgende Fragen liefert:
Wo und wie können Nanomaterialien nützlich sein?
Was sind nanospezifische Risiken
für Mensch und Umwelt?
Welche gesetzlichen Grundlagen
gibt es?
Wie nachhaltig
dukte?
Eisenoxid-Nanopartikel auf der Oberfläche
einer Zelle
Bild: Empa
jektes «LICARA» zusammen mit der
holländischen Forschungsinstitution
TNO, dem Nano-Cluster-Bodensee
und sechs weiteren Partnern aus der
Industrie einen Leitfaden herausgege-
sind
Nanopro-
Ergänzend zum Leitfaden steht ein
Excel-Tool, der „LICARA nanoSCAN“
zur Verfügung, um Nutzen-Risiko-Abwägungen mit Nanomaterialien semiquantitativ zu illustrieren. Der Leitfaden steht zum Download auf http://
www.empa.ch/licara bereit; dort befindet sich auch der Link zum „LICARA
nanoSCAN“.
Empa – Eidgenössische Materialprüfungsund Forschungsanstalt, Rainer Klose
Ein CAE-System für alle E- und
EMSR-technischen Aufgaben in der
Verfahrens-, Elektro- und Automatisierungstechnik
free download:
www.aucotec.at
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
19
forschung
20
Erstmals Einblicke in Strömungen statischer Mischer
Dresdner Forscher haben
mit ultraschneller Röntgentomographie eine „Black
Box“ enthüllt. Vorgänge
und zugrundeliegende
Prozesse in statischen
Mischern konnten bislang
nicht beschrieben werden.
Die neuen Einblicke sollen
helfen, das Design zu verbessern beispielsweise für
effizientere Energienutzung.
Statische Mischer kommen in vielen Bereichen der Prozessindustrie
zum Einsatz – beispielsweise bei der
Abwasserbehandlung und in der chemischen Industrie. Direkt in Rohre installiert, werden sie verwendet, um
Strömungen, zum Beispiel aus Gas
und Flüssigkeit, zu vermischen. Zwar
lässt sich die Mischgüte, die mit diesen Bauteilen erreicht wird, messen, die zugrundeliegenden Prozesse
konnten bislang aber nicht beschrieben werden.
Forschern des deutschen Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf
(HZDR) gelang dies nun zum ersten
Mal. Sie nutzten dafür die eigens entwickelte ultraschnelle Röntgentomographie. Die Einblicke helfen, das Design statischer Mischer zu verbessern
– was zu einer effizienteren Energienutzung führen würde.
Mischen direkt in
der Rohrleitung
Einer der häufigsten Prozesse der
chemischen Industrie ist das Verteilen
und Lösen von Gas in Flüssigkeiten.
Neben klassischen Anlagen wie Rührkessel und Blasensäulen werden dafür verstärkt sogenannte statische
Mischer eingesetzt. Bei dieser Methode mixen ausgeklügelte Anordnungen
von Mischelementen, wie spiralförmige Flügel oder gekreuzte Stege, direkt in der Rohrleitung verschiedene
Stoffe, zum Beispiel Gas und Flüssigkeit. „Wie genau dieser Prozess abläuft, wissen wir bislang nicht“, erklärt
Dr. Markus Schubert vom Institut für
Fluiddynamik am HZDR. „Wir haben
es quasi mit einer Black Box zu tun,
bei der wir erst nach der Mischstrecke
das Ergebnis erfahren.“ Detaillierte
Kenntnisse sind aber notwendig, „da
die Kräfte, die dabei wirken, auch dazu
führen könnten, dass das Gas und die
Flüssigkeit getrennt werden, was fatal
wäre“, erläutert der Ingenieur. OptimaÖsterreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
le Designparameter sind deshalb äußerst wichtig.
Reine Simulationen mit dem Computer, die oft für solche Probleme
eingesetzt werden, sind bisher nicht
ausreichend leistungsstark, da die
Strömungen zu chaotisch sind. Der
Dresdner Forscher hat deswegen gemeinsam mit seinen Kollegen eine
neuartige Methode eingesetzt: die
ultraschnelle
Röntgentomographie.
Das Prinzip ist dabei das gleiche wie
bei der medizinischen Anwendung.
Der „Patient“ ist in diesem Fall jedoch
kein Mensch, sondern die Strömung
aus Gas und Flüssigkeit. „Diese ist jedoch sehr dynamisch. Daher müssen
wir eine schnellere Methode nutzen“,
beschreibt Schubert die Herausforderung.
Für die untersuchten Bedingungen
bestimmten sie den Leistungseintrag
und die Verteilung unterschiedlicher
Blasengrößen. „Wir konnten zeigen,
dass bei spiralförmigen Elementen
das Ziel des Mischprozesses, also
möglichst viele kleine Blasen, durch
die erwähnte Separation der beiden
Stoffe seine Grenzen hat. Daraus können wir Rückschlüsse für die optimale Anordnung der Einbauten und die
Länge der Strecke ziehen.“
Insgesamt konnten die Rossendorfer Wissenschaftler mit ihrer kürzlich veröffentlichten Studie (Chemical
Engineering Journal / DOI:10.1016/j.
cej.2014.09.019) wichtige Parameter
1.000 Bilder pro Sekunde
Ein schnell ablenkbarer Elektronenstrahl wird dafür auf ein Target
aus Wolfram gerichtet. Dadurch entsteht eine bewegliche Röntgenquelle, so dass die Strömung aus allen
Richtungen durchstrahlt werden kann.
Diese Strahlung wird von der Flüssigkeit stärker und vom Gas weniger geschwächt. Aus vielen einzelnen
Röntgenprojektionen lassen sich anschließend Schnittbilder rekonstruieren, mit denen Schubert die Strömung
analysieren kann. 1.000 Bilder in nur
einer Sekunde sind so kein Problem.
Selbst einzelne, in der Flüssigkeit verteilte Gasblasen und deren Weg durch
die Mischsegmente werden auf diese
Weise leicht sichtbar.
Vor allem die Blasengrößenverteilung interessiert Markus Schubert:
„Der Stofftransport erfolgt über die
Oberflächen dieser Gasblasen. Kleine, feinverteilte Gasblasen intensivieren ihn, was gewünscht ist. Dabei
soll möglichst wenig Energie, also in
diesem Fall Pumpleistung, verbraucht
werden. Im untersuchten Mischer mit
spiralförmig angeordneten Flügeln
konkurrieren allerdings verschiedene
physikalische Prozesse miteinander.
Einerseits zerteilen die Turbulenzen
die Blasen. Andererseits verschmelzen sie teilweise auch wieder, da die
Zentrifugalkräfte die leichtere Gasphase von dem schwereren Stoff, also der
Flüssigkeit, trennen.“
Viele Varianten analysieren
Um zu testen, welche Auswirkung
die Mischerelemente auf die Strömung und die Blasenbildung haben,
variierten die Dresdner Wissenschaftler systematisch die Länge der Mischstrecke und die Stoffmengenströme.
Neue, bewegliche Röntgenquelle deckt auf,
was im Inneren von statischen Mischern
genau passiert. Wie hier grafisch dargestellt,
vermischen diese Strömungen direkt in Rohrsystemen.
Bild: HZDR / Michael Voigt
forschung
Publikation:
für den optimalen Betrieb statischer
Mischer ermitteln.
Um die Wechselwirkungen zwischen
Design und Strömung noch genauer zu
erkunden, wollen sie nun weitere Mischerstrukturen analysieren – Untersuchungen, die die Industrie im Gegensatz zu Forschungszentren nicht leisten
kann, wie Schubert betont: „Für Unternehmen kommt es natürlich darauf
an, welcher Mischertyp ein gutes Endergebnis – also einen guten Stofftransport – bringt. Deshalb greifen sie auf bewährte Designanordnungen zurück. Das
heißt aber nicht, dass das auch die besten sind.“ An dieser Stelle setzen Forscher, wie Markus Schubert, an.
S. Rabha, M. Schubert, F. Grugel,
M. Banowski, U. Hampel, „Visualization and quantitative analysis of dispersive mixing by a helical static mixer in upward co-current gas-liquid
flow”, in: Chemical Engineering Journal, 262 (2015) 527-540, DOI:10.1016/j.
cej.2014.09.019.
Kontakt:
Dr. Markus Schubert
Institut für Fluiddynamik am HZDR
Tel. +49 351 260-2627
E-Mail: [email protected]
www.hzdr.de
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Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
21
firmen+fakten
22
Dynamische Messemacher bereiten DIAM 2015 vor
Starke Anmeldezahlen
für die „Deutsche Industriearmaturen Messe
DIAM 2015“ am 4. und 5.
November machen Erweiterung der Messeflächen
in der Jahrhunderthalle
Bochum erforderlich.
Unter dem Motto „Achtung! Anbau-Arbeiten!“ laufen die Vorbereitungen für die DIAM im Herbst 2015
schon jetzt auf Hochtouren. Die Deutsche Messe für Industriearmaturen
hat sich auf diesen wichtigen Industrie-Bereich spezialisiert und realisiert
nunmehr zum dritten Mal einen Messe-Event, der sich von herkömmlichen
Veranstaltungen unterscheidet.
Ursprünglich für die Region RheinRuhr konzipiert, hat sich die DIAM nun
im Jahresrythmus etabliert und bespielt nach der erfolgreichen Premiere
2013 in Bochum und der ersten DIAM
in München (von 17. bis 18. 9. 2014)
nun wieder ihren Ursprungsort.
Locations mit Charme
In diesem Jahr kehrt die DIAM
im festgelegten Turnus an ihren Ursprungsort Bochum zurück und feiert
dort ihren dritten Geburtstag. Und wie
alle stolzen Eltern müssen auch die
Veranstalter der DIAM feststellen, wie
schnell die „Kleinen“ ihren Kinderschuhen entwachsen. So haben sich
bis heute (Stand Ende Jänner 2015)
schon 50 % mehr Firmen für die DIAM
angemeldet als noch im Premierenjahr 2013. Aus diesem Grund musste
Deutsche Industriearmaturen Messe: Auf Wachstumskurs ausgelegt.
der Veranstalter MT-Messe & Event
GmbH eine erhebliche Erweiterung
im Bereich der Messe-Fläche in der
Bochumer Jahrhunderthalle durchführen.
Das betrifft auch die Flächen, die
für Workshops und Praxis-Vorführungen zur Verfügung gestellt werden.
Diese werden ebenfalls deutlich vergrößert. Damit erwartet die Besucher
und Teilnehmer hier ein noch vielseitigeres Angebot, welches durch die
zahlreichen Vorträge hochkarätiger
Redner zusätzlich abgerundet wird.
Mit ihrem individuellen Konzept
bietet die DIAM in der einmaligen
Atmosphäre des Industriedenkmals
„Jahrhunderthalle Bochum“ eine ideale Plattform und zugleich ein starkes
Kommunikationsnetzwerk. Der 1902
erbaute Gebäudekomplex ist eine umgestaltete ehemalige Gaskraftzentrale
im Bochumer Stadtteil Stahlhausen
Industriearchitektur mit Charme: Jahrhunderthalle Bochum ist Schauplatz der DIAM 2015 im
Fotos: DIAM
November.
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
und inzwischen eines der außergewöhnlichsten Festspielhäuser Europas. Die „1. Deutsche Fachmesse für
Industriearmaturen, Dichtungs-, Antriebs- und Anlagentechnik“ tritt damit
gegen so manche „nüchtern-einheitliche“ Messehallen mit Erfolg an.
Auch die DIAM 2016 wird wieder
die Zenith-Kulturhalle in München bespielen. Diese befindet sich auf dem
Gelände des ehemaligen EisenbahnAusbesserungswerks Freimann und
setzt als Veranstaltungshalle außergewöhnliche Akzente.
Bestens vernetzt
Wachstum gibt es aber nicht nur
bei der DIAM selber, sondern auch im
Rahmen ihres Partner-Netzwerks. So
freuen sich die Veranstalter über neue,
kompetente Medien-Partner. Exklusiv
für die Chemie-Industrie ist dies hierzulande die „Österreichische ChemieZeitschrift“.
Bei aller Freude über die Entwicklung des Projektes DIAM halten die
Veranstalter unverändert an ihrem
Konzept fest, das als tragende Idee der
gesamten Messe zu Grunde liegt: „Die
DIAM richtet sich an heimische Unternehmen, die für Top-Qualität und
fairen Wettbewerb stehen. Dadurch
bringt man diese sowohl mit nationalen als auch internationalen Endanwendern in Kontakt“, so Geschäftsführer Malte Theuerkauf. Gleichzeitig wird
auch in Zukunft ein weiterer Schwerpunkt auf der Förderung junger Talente liegen, die auf der DIAM die Gelegenheit erhalten, mit den etablierten
Firmen der Branche ins Gespräch zu
kommen.
www.diam.de
VÖCHICHT
Report der
Rosensteingasse
Initiativen zur Stärkung der HTLs in Österreich
Die Ausbildung zum Ingenieur bietet
vielversprechende Perspektiven. Technisch
Qualifizierten steht eine breite Palette an
beruflichen Möglichkeiten offen. Trotzdem entscheiden sich viele junge Leute
bei der Wahl ihrer Ausbildung für nicht
technische Bereiche, eine Entwicklung die bei zunehmender Technik- und Innovationsorientierung der österreichischen
Wirtschaft - Anlass zur Sorge gibt.
Die Entscheidung, welche Ausbildung
den Eignungen und Talenten am besten
entspricht, ist nicht einfach. Erschwerend
kommt hinzu, dass für den Fall des angestrebten Besuches einer Höheren Technischen Lehranstalt diese Entscheidung
relativ früh - mit 14 Jahren - zu treffen ist.
Für Österreichs Industrieunternehmen
ist die Verfügbarkeit von Fachkräften und
Hochqualifizierten im MINT – Bereich
(Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) enorm wichtig.
Laut Industriellenvereinigung haben mittlerweile acht von zehn Industrieunternehmen massive Probleme, qualifiziertes
Personal in den technischen Bereichen
zu finden, neunzig Prozent der Unternehmen kämpfen im Bereich Technik
und Produktion mit Fachkräfteengpässen. (MINT2020, Zahlen, Daten & Fakten, IV, 2013, http://www.iv-net.at/iv-all/
publikationen/file_610.pdf ).
Da auch Standortentscheidungen internationaler Konzerne unter anderem nach
Verfügbarkeit von Fachpersonal vor Ort
getroffen werden, wird insgesamt der Innovationsstandort Österreich durch derartige
Rekrutierungsprobleme gefährdet.
Damit rücken die (Aus-)Bildung im
technischen Bereich und deren Attraktivität in den Fokus von Industrie und
Politik, sie sind mittlerweile auch für die
zukünftige Wettbewerbsfähigkeit Europas
unabdingbar geworden. Es gilt Verbesserungen der Ausbildung anzustreben und
sie auch gleichzeitig erstrebenswert für die
Jugend zu machen.
Studien zeigen, dass beispielsweise asiatische Jugendliche häufiger technische
Studienrichtungen wählen, als das in
Europa der Fall ist. Österreich leidet wie
viele andere Industrieländer unter dem
Phänomen, dass die Affinität der Jugend
zu einer MINT- Karriere mit dem Grad
des Wohlstandes eines Landes abnimmt.
(MINT2020, Zahlen, Daten & Fakten,
IV, 2013, http://www.iv-net.at/iv-all/
publikationen/file_610.pdf ).
In der Bildungslandschaft Österreichs
stellen die HTLs und die duale Berufsausbildung über die Lehre wichtige Säulen
dar und sind sogar zu einem Alleinstellungsmerkmal geworden. Die Nachbarländer Schweiz und Deutschland verfügen
ebenfalls über Modelle der dualen Berufsausbildung, in den anderen Ländern
Europas sind diese Varianten eher unbekannt.
Die Bedeutung der HTLs spiegelt sich
auch in den Zahlen wider:
(Ingenieurschulen“ Bedeutung und
Weiterentwicklung eines österreichischen
Standortassets“, IV, 2014)
lAktuell gibt es 148.000 Erwerbstätige
mit HTL-Abschluss in Österreich,
lmehr als 63.000 HTL-Schülerinnen
und Schüler in 76 technisch-gewerblichen Lehranstalten,
l9.000 HTL-Neuabsolventinnen und
-absolventen pro Jahr, und
leine steigende Nachfrage nach HTLGraduierten mit
l50% Überschneidungen bei Jobausschreibungen HTL – Hochschulen.
Nicht zuletzt die in Relation zu anderen EU-Staaten geringere Arbeitslosenrate
in Österreich macht das österreichische
HTL-System zu einem „Best practice Modell“, welches Delegationen aus vielen verschiedenen Ländern nach Österreich und
in die Rosensteingasse lockt, um die Mög-
Einladung zur
Generalversammlung
des VÖCHICHT
Donnerstag, 23. April 2015,
16.45Uhr
Lederbibliothek (R155)
Rosensteingasse 79
A-1170 Wien
TAGESORDNUNG
1) Feststellung der Beschlussfähigkeit
2) Genehmigung der Tagesordnung
3) Bericht der Geschäftsführung
4) Bericht des Kassiers
5) Budgetvoranschlag
6) Anträge von Mitgliedern
7) Allfälliges
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
23
24
lichkeit einer Übertragung in das eigene
Land zu prüfen.
Die Industriellenvereinigung tritt
seit geraumer Zeit – auch aufgrund des
Drucks der Unternehmensvertreter und
-vertreterinnen – für eine Stärkung des
Schultyps HTL ein.
Um die Ausbildung zu verbessern und
das Interesse der zukünftig Auszubildenden zu wecken, werden unter anderem
überlegt
leine kontinuierliche MINT-Förderung
während der gesamten Bildungslaufbahn, beginnend bei den Kleinsten im
Kindergarten, um die Einstellung der
Kinder und Jugendlichen zu einer technischen Karriere positiv zu verstärken,
leine Optimierung der Schnittstellenstruktur HTL / tertiäre Bildungseinrichtung betreffend Kooperationen
und Anrechnungen, um den Lerntransfer langfristig zu garantieren und
auch volkswirtschaftlich-ökonomisch
sinnvoll zu gestalten, und
ldie Sicherstellung der bestmöglichen
Ausbildung für Pädagogen und Pädagoginnen beziehungsweise für Techniker
und Technikerinnen, um durch gut ausgebildetes Lehrpersonal an den HTLs
eine Technikausbildung auf hohem Niveau zu garantieren.
(Ingenieurschulen“
Bedeutung
und Weiterentwicklung eines österreichischen Standortassets“, IV, 2014)
Einhergehend mit den Änderungen
in der Wirtschaft und den Arbeitsmärkten Europas und gemeinsam mit den
strukturellen Überlegungen und Maßnahmen im technischen Bildungsbereich muss es auch Zielsetzung von Po-
litik, Industrie und Gesellschaft sein, künftig
mehr junge, talentierte Menschen zu gewinnen, den Bildungsweg im HTL- beziehungsweise MINT-Bereich zu wählen. Denn für die
Zukunft von Beschäftigung wird der Aus- und
Weiterbildung im technischen Bereich eine
Schlüsselrolle zukommen.
Dr. Annemarie Karglmayer
Direktorin, HBLVA für Chemische Industrie
Wir danken unseren Förderern!
0392_10_INULA_BP_OE
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
16.02.2010
8:41 Uhr
Seite 1
stellenangebote JÄNNER-februar 2015
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(zB Fachschule Rosensteingasse, chemischer
Lehrberuf,…), idelaerweise Berufserfahrung
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25
26
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FS,…), Berufserfahrung in der Mikrobiologie bzw. Aseptik wünschenswert, gute
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Verlässlichkeit, Engagement und Flexibilität in der Arbeitszeit, Teamplayer; Für diese Position gilt ein kollektivvertragliches
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Monat. Richten Sie bitte Ihre schriftliche
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mit molekularbiologischer Laborarbeit, zuverlsäsiger Umgang mit Laborgeräten, qualifizierte EDV Anwenderkenntnisse (MS
Office), Qualitätsbewusstsein, technisches
Verständnis, Flexibilität und Lernbereitschaft, gute Englisch- und DeutschtkenÖsterreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
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standard molecular biology laboratory procedures, purify, process and analyse nucleic
acids, implement and troubleshoot proprietary methods into workflows, support
planning and preparing of new experiments,
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experience with standard molecular biology
technique is mandatory, attention to detail
in experiments is essential, GLP & GMP
awareness preferable, self-motivated handson mentality, team spirit and good organizational skills, ability and interest to work in
a fast paces R&D environment, good command of the Englisch language, good applied
computer skills required (MS office); Education: MSc, BSc of FH diploma or equivalent degree, technical college for chemistry,
molecular biology or life science; Disclaimer according to Austrian Law: Minimum
base salary according to collective agreement
for utilization group III is € 1.702,80 per
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pdf-Datei per Email an Ing. Mag. Marion
Pass, [email protected] Xilicate GmbH,
Richard-Neutra-Gasse 5, 1210 Wien
IMPRESSUM
VÖCHICHT-REPORT Nr. 130
Der VÖCHICHT-Report ist die Zeitung des Vereins Österreichischer Chemie-Ingenieure und
Chemotechniker VÖCHICHT – Die Zeitung des Absolventenvereins der Rosensteingasse.
6 mal pro Jahr in der Österreichischen Chemie-Zeitschrift. www.rosensteingasse.at
Tel.: *43 664/54 86 419. Per Adresse HBLVA für chemische Industrie, Rosensteingasse 79, 1170 Wien.
Vereinskonto: UniCredit Bank Austria AG (BLZ 12000) 00 641 152 707
Redaktion: DI Dr. Martin TURNER, DI Roman HEFELE, [email protected]
Druck: Alwa & Deil Druckerei GmbH, 1140 Wien
Mitgliedsgebühren 2015:
Schüler/StudentIn M 14, PensionistIn M 22, ordentlich M 36, Firmenmitglied M 270.
pumpen
28
Die maßkonstruierten Peristaltikpumpen von
SPETEC
Einleitung:
Peristaltische Pumpen werden
auch Schlauchpumpen genannt, weil
prinzipiell ein Schlauch verformt wird,
damit ein Ansaugeffekt entsteht. Oft
vergleicht man diese Arbeitsweise mit derjenigen der menschlichen
Speiseröhre. Das Wort “Peristaltik“
entstammt dem Griechischen; die
Kontraktionswelle des Darmes wird
so bezeichnet. Die Aufgabe peristaltischer Pumpen ist die Flüssigkeitsförderung in eine vorgegebene Richtung.
Dieser Vorgang basiert auf alternierendem Druck und Entlastung des
Schlauches, wodurch die zu transportierende Flüssigkeit in den Schlauch
gesogen wird. Ein Schuh oder eine
Rolle läuft entlang des Schlauches
und drückt ihn komplett zusammen.
So entsteht eine Abdichtung zwischen
der Ansaug- und Austrittsseite der
Pumpe, wodurch auch ein Flüssigkeitsverlust verhindert wird. Wenn der
Schlauch in seine ursprüngliche Form
zurückkehrt, bildet sich ein Vakuum,
das die Flüssigkeit in die Pumpe fördert. Aufgrund dieser Pumpwirkung
eignen sich peristaltische Pumpen für
hochpräzise Dosierungen und kontinuierliche Förderung. Das Fördermedium kommt nicht mit beweglichen
Teilen in Berührung; es befindet sich
in dem Schlauch, der entsprechend
auszuwählen und zu erneuern ist. Je
nach Typ der Peristaltikpumpe kann
sie mit 1-6 Kanälen bestückt sein. Die
Anzahl der Rollen ist ein Kriterium für
die pulsationsarme, kontinuierliche
Förderung. In Abhängigkeit von der
Größe des Pumpenkopfes und des
Schlauches sind Fördermengen von
dem µL/min- bis hin zum L/min-Bereich möglich.
lichst inert gegen Lösemittel oder
Säuren und lange haltbar sein sollen.
Voraussetzung für diesen Bereich der
Anwendung sind die Genauigkeit der
Dosierung, eine hohe Stabilität des
technischen Ablaufes und je nach Einsatz eine möglichst geringe Pulsation. Dies ist das Kriterium der beiden
Laborpumpenversionen PERIMAX 12
und PERIMAX 16, die sich nur durch
die Rollenanzahl (12/16) des Pumpenkopfes und die stufenlos regelbaren
För-dermengen (0,0017 mL/min bis 20
mL/min sowie 0,0034 mL/min bis 40
mL/min) unterscheiden. Die Pumpe
mit 16 Rollen weist kein messbares
Pulsieren auf.
Der Einsatz der PERIMAX-Pumpen
hat sich in der instrumentellen Analyse, der Biotechnologie und Bioanalytik sowie bei Anwendung der Flüssigkeits- und Säulenchromatographie
oder der Emissionsspektrometrie mit
induktiv gekoppelter Plasmaflamme
(ICP) und Atomabsorptionsspektrometrie (AAS) bewährt. Grund dafür ist
auch die einfache Bedienung der Pumpen. Der Schlauch wird um den Pumpenkopf gelegt und mit beiden Enden
an einer speziellen Vorrichtung fixiert.
Der Anpressdruck ist mit Hilfe der Justierschraube am Justierhebel einstellbar. Das Ein- und Ausschalten sowie die Wahl für Links- oder Rechtslauf
erfolgt an Drucktasten. Die Drehgeschwindigkeit des Pumpenkopfes ist
an einem 10-Gang-Potentiometer stufenlos regelbar. An einer digitalen Anzeige sind Drehgeschwindigkeit und
Flüssigkeitsförderrate ablesbar. Mit
einer Taste kann kurzzeitig die höchste
Geschwindigkeit gewählt werden, um
beispielsweise eine schnelle Spülung
des Schlauches beim Wechsel zu einer
anderen Flüssigkeit zu erreichen.
Die Antriebseinheit ist bei beiden
Pumpen identisch. Ein Schrittmotor
sorgt für einen konstanten Flüssigkeitstransport. Über einen rückseitigen
Stecker lassen sich Drehzahl und Laufrichtung extern analog (0-5 Volt) steuern.
2. Die individuellen OEMPumpenversionen
Das Einzigartige an den peristaltischen Pumpen von SPETEC ist, dass
sie nicht in einer Serienfertigung produziert werden. Es sind nur einige
Grundkomponenten identisch, wie
z. B. Rollenköpfe, Anpressbügel oder
Schlauchhalter, die zur Kostenminimierung in großen Stückzahlen hergestellt werden. Da diese Pumpen
für Endprodukte eines anderen Herstellers gebaut werden – das eben
bedeutet OEM (Original Equipment
Manufacturer) – sind sie bei SPETEC
maßkonstruiert, d.h. jede Pumpe wird
in der optischen Gestaltung den Kundenwünschen angepasst entwickelt.
Dies betrifft sowohl die Farb- und
Formgebung der Grundplatte, auf der
die Pumpe mit 1-4 Kanälen montiert
ist, als auch die Grundkomponenten,
welche ebenfalls farblich mit dem
Gerät, in das die Pumpe eingebaut
werden soll, abgestimmt werden. So
bleibt das Design des Originalherstellergerätes erhalten. Die nach Kundenwunsch gestaltete Grundplatte kann
direkt auf dem Gehäuse des Analysengerätes befestigt oder in die Konstruktion einbezogen werden. Somit kann
der Einbau der maßkonstruierten Peristaltikpumpe bei der Endmontage von
1. Der Einsatz in Forschungsinstituten und Laboratorien
Seit mehr als 25 Jahren konstruiert
und baut die Firma SPETEC Gesellschaft für Laborund Reinraumtechnik in Erding
p e r i s t a l t i s ch e
Pumpen für unterschiedlichste
Anwendungen
und fertigt auch
die hierzu benötigten Schläuche
an, die mögÖsterreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
Zwei typische OEM-Pumpenversionen
pumpen
Analysengeräten leichter und kostengünstiger erfolgen. Folgerichtig gibt
es zahlreiche Varianten, die bereits in
Prospekten abgebildet sind, und es
kommen ständig neue Konstruktionen
hinzu. Das Konzept der Firma SPETEC
berücksichtigt neben der Individualität
der Peristaltikpumpen auch ihre Formschönheit.
Für alle Modelle gilt, dass der Antrieb mit Hilfe verschiedener Motore,
wie z. B. den Gleichstrom-, Wechselstrom- oder Schrittmotoren erfolgt,
wobei die höchst mögliche Stabilität
von Drehgeschwindigkeit und Fördervolumen sowie die geringst mögliche
Pulsation angestrebt werden.
Eine typische, kundennahe Neukonstruktion der Firma SPETEC ist
die sehr verkleinerte Peristaltikpumpe
CP6-mini. Die individuellen Peristaltik­
pumpen finden ihre Anwendung vor
allem in der analytischenund präparativen Chemie sowie in vielen Produktionsbereichen. Beispielsweise ist das
Funktionieren analytischer Großgeräte, die einen konstanten, pulsations-
Zusammenfassung:
Erzeugung des Ansaugunterdruckes
sehr von der Elastizität des benutzten
Schlauchmaterials abhängt, hat dieses
eine entscheidende Bedeutung für die
Konstanz der Fördermenge und das
Entstehen von Pulsation. Neben der
Qualität des Schlauchmaterials und
der Art der Förderflüssigkeit haben
auch die Durchmesser von Pumpenkopf und Anpressrollen wesentlichen
Einfluss auf die Haltbarkeit der Schläuche. Durch die richtige Auswahl der
Konstruktionsparameter kann somit
die Lebensdauer des Schlauches wesentlich erhöht werden, wodurch der
Durchfluss länger konstant und die
Pulsierung extrem klein gehalten werden können. Diese Erfahrungen in der
Konstruktion und Wahl des Schlauchmaterials hat sich die Firma SPETEC
in jahrzehntelange Produktion erworben.
Peristaltikpumpen, die auch unter
den Bezeichnungen Schlauchquetschpumpen oder Verdrängerpumpen bekannt sind, können heute mit hoher
Perfektion hergestellt werden. Da die
Spetec GmbH
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Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
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messevorschau
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Internationaler Schauplatz für die
Lebensmittel- und Getränkeindustrie
Zur siebten Anuga FoodTec,
der führenden internationalen Zuliefermesse
für die Lebensmittel- und
Getränkeindustrie, vom
24. bis 27. März 2015 in
Köln, zeichnet sich ein
hervorragendes Anmeldeergebnis ab. Neben zahlreichen Marktführern aus
Deutschland und internationaler Proveninenz werden sich erneut auch viele
kleinere und mittlere Unternehmen auf der Anuga
FoodTec präsentieren.
Unter dem Motto „One for all - all
in one“„ bildet die Anuga FoodTec
die gesamte Herstellungskette ab,
unterteilt in Food Processing, Food
Packaging, Food Safety und Services
& Solutions. Ingredients und Packmittel werden neben den klassischen
Ausstellungsschwerpunkten erstmals
verstärkt dargestellt. Einzelne Schwerpunkte wie z. B. das Thema „Zulieferer
für die Fleischindustrie“ verbuchen
ein beachtliches Wachstum. Als übergeordnetes Thema wird der Oberbegriff „Ressourceneffizienz“ messe­
43.000 Fachbesucher des Food&Beverage-Sektors aus aller Herren Länder begutachten InnovaFoto: Koelnmesse
tionen auf der Anuga FoodTec von 24. bis 27. März in Köln.
über­greifend Akzente setzen und auch
im Rahmenprogramm abgebildet.
Erwartet werden über 1.400 Anbieter
aus etwa 40 Ländern und rund 43.000
Fachbesucher aus etwa 130 Ländern.
Auch die aktuelle Anuga FoodTec
(sie findet im 3-Jahres-Zyklus statt)
wird die Hallen 4 bis 10 des Kölner
Messegeländes und damit eine Bruttoausstellungsfläche von 127.000 m²
belegen.
Der Verpackungsbereich ist einer der vielen Sparten, in denen Hersteller immer wieder Neuheiten auf Lager haben.
Foto: Koelnmesse
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
Erneut großes Echo
Das ausgezeichnete Anmeldeergebnis zur kommenden Messe ist in
allen Segmenten zu verzeichnen. Zu
den bekannten Namen auf der Anuga FoodTec 2015 zählen u. a. Air Liquide, Bischoff + Klein, Bizerba, Bosch
Packaging, Bühler, Ecolab, Döhler,
DS Smith, Gardner Denver, GEA,
Gerhardt Schubert, Grundfos, Albert
Handtmann, IMA, JBT FoodTec, Kaswasaki Robotics, KHS, Krones, KSB,
Linde, Marcel, Mettler Toledo, Multivac, Pöppelmann, Rockwell, SACMI,
Siemens, SKF, SMI, SPX, Taghleef,
Thermo Fischer, Ulma, Vemag, Veripack, Voith und Zeppelin. Das Ausstellerverzeichnis der 2015er Messe ist
auch online einzusehen; es wird täglich aktualisiert.
Einige Bereiche der Anuga FoodTec
verzeichnen ein überdurchschnittliches Wachstum. So belegen die Zulieferer der Fleischindustrie 2015 mit
der Halle 6 eine größere Halle (früher Halle 9) und präsentieren dort Lösungen für alle Verarbeitungsstufen.
Stark ist traditionell der Zulieferbereich für die milchverarbeitende
Industrie. Die Tatsache, dass hier Technologien für alle Verarbeitungsstufen innerhalb der Milchindustrie gezeigt werden – nicht nur z. B. flüssige
Milchprodukte – ist eine der herausragenden Stärken der Anuga FoodTec.
messevorschau
International FoodTec Award 2015: DLG gibt Preisträger bekannt
Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat die Preisträger des
International FoodTec Awards bekannt gegeben. Mit dem renommierten
Preis werden in diesem Jahr 18 Innovationsprojekte aus der internationalen
Lebensmittel- und Zulieferindustrie ausgezeichnet. Jeweils neun Innovationen erhalten den International FoodTec Award in Gold und den in Silber. Zu
den Preisträgern gehören Unternehmen aus Dänemark, Kanada, den Niederlanden, Österreich und Deutschland. Die Preisverleihung findet am 24. März
2015 im Rahmen der Anuga FoodTec in Köln statt.
Der International FoodTec Award wird in dreijährigem Turnus vergeben.
Die Gewinner der Gold- und Silbermedaillen werden auf dem Stand der DLG
auf der Anuga FoodTec (Halle 5.2, Gang D 041) präsentiert.
Preisträger International FoodTec Award in Gold:
Stark vertreten auf der Anuga FoodTec ist
traditionell der Zulieferbereich für die milchverarbeitende Industrie.
Foto: Koelnmesse
Gleiches gilt für die obst- und gemüseverarbeitende Industrie, auch hier
zeichnet sich eine gute Beteiligung
ab, die die Nachfrage nach verschiedensten Lösungen innerhalb der Produktionsabläufe kompetent beantwortet.
Neben den klassischen Schwerpunkten Processing und Packaging
bietet die Anuga FoodTec auch übergreifende Lösungen für alle Verarbeitungsschritte und Food-Branchen.
Unter der Stichwort „Services & Solutions“ präsentieren sich führende Unternehmen u. a. aus den Bereichen Fördertechnik, Schutzgase und
Schmierstoffe auf der Anuga FoodTec.
Food Ingredients ist weiters
ein neuer Meetingpoint zur Anuga
FoodTec – und Impulsgeber für die
ganze Branche. Hier treffen sich ebenfalls Produktions- und Betriebsleiter,
Produktentwickler,
Geschäftsführer,
Einkäufer sowie Entscheider aus Forschung, Entwicklung und Marketing
aus der Lebensmittelindustrie.
Vielseitiges Kongress-Programm
Die Anuga FoodTec 2015 wird
außerdem von hochkarätigen Kongressen begleitet. Unter anderem
wird die „2nd International Conference + Drying Technologies for Mild
and Whey“ stattfinden (23. und 24.
März). Im Mittelpunkt stehen innovative und nachhaltige Entwicklungen
in der Verarbeitung von Milch- und
Molke-Ingredients sowie ihre Trocknungsprozesse einschließlich einer
umfassenden Diskussion zur weltweit
wachsenden Nachfrage in der Ernährungswirtschaft. Veranstalter sind die
Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e.V. (DIL) (Quakenbrück/D)
High Moisture Extrusion
Fritsch GmbH (Markt Einersheim/D)
Schlingmaschine Multitwist
GEA Food Solutions (Bakel/NL)
GEA MultiDrum
Insort GmbH (Kirchberg/Österreich)
SHERLOCK Food analyser
Krones AG (Neutraubling/D)
Entgasung von Fruchtsäften
Perfo Tec BV (Mijdrecht/NL)
Respiration control system
Sealpac GmbH (Oldenburg/D)
EasyLid
Stadtwerke Murau (Murau/Österreich)
Transformation thermischer Energiesysteme
VEMAG Maschinenbau GmbH (Verden/D)
Meatball loader AML273
Preisträger International FoodTec Award in Silber:
ALPMA Alpenland Maschinenbau GmbH (Rott am Inn/D)
ALPMA RO HighTS Membrananlage
Bruker Optik GmbH (Ettlingen/D)
Analysensystem MPA/LSM
Danish Meat Research Institute (Taastrup/Dänemark)
3D Derinding of pork loin
Döinghaus cutting and more GmbH & Co. KG (Salzkotten/D)
Universal Ultraschall Schneider
Intralox L.L.C Europe (Amsterdam/NL)
DirectDrive System
K+G Wetter GmbH (Biedenkopf-Breidenstein/D)
Mischwolf MW 200
Kuchenmeister GmbH (Soest/D)
Desodorierung und Wärmerückgewinnung
Linde AG (Pullach/D)
CRYOLINE®SI. Tauchbad-IQF-Froster
Smart Skin Technologies Europe GmbH (Gammeldorf/D/Kanada)
Smart Skin Quantifeel© System
Die Experten-Jury
Die Auswahl der Preisträger erfolgte durch eine international besetzte
Jury, der renommierte Experten verschiedener Fachrichtungen angehören.
Diese sind Prof. Dr. Emmerich Berghofer (Universität für Bodenkultur, Wien/
Österreich), Prof. Dr. Michael Gänzle University of Alberta in Edmonton (Kanada), Dr. Ir. C.D. (Kees) de Gooijer, Food & Nutrition Delta, Wageningen (Niederlande), Prof. Dr. Dietrich Knorr (Technische Universität Berlin), Prof. Dr.
Alexander Kolesnov (Moscow State University of Food Production MGUPP/
Russland), Prof. Dr. Horst-Christian Langowski (Fraunhofer Institut für Verpackungstechnik und Verpackung, Freising-Weihenstephan), Prof. Dr. Helmy
T. Omran Suez Canal University, Ismailia (Ägypten) und Prof. Dr.-Ing. Achim
Stiebing (Hochschule Ostwestfalen Lippe, Lemgo).
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
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Muva Kempten, das Bayrische Milchund Molkerei-Zentrum, Herbertz Dairy
Food Service und die Anuga FoodTec.
Zum weiten Mal initiiert die Koelnmesse einen „Careers Day“ (27.3.).
Diese Initiative ermöglicht den Kontakt zwischen den ausstellenden Unternehmen der Anuga FoodTec sowie
Studenten und Absolventen aus themenrelevanten
Studienrichtungen
und dient damit der Nachwuchsgewinnung der Branche.
Mehr Effizienz bei Ressourcen-Verbrauch
Als übergreifendes Thema verbindet der Begriff „Ressourceneffizienz“
die einzelnen Ausstellungsschwerpunkte und ordnet sie einem der wichtigsten Anliegen der Lebensmittelindustrie zu: Der schonende, bewusste
Umgang mit natürlichen Ressourcen
gehört heute zu einer der Grundaufgaben in der Produktion von Nahrungsmitteln und Getränken. Im Rahmen
der Anuga FoodTec werden Möglichkeiten und Visionen dargestellt, wie
der Einsatz von Wasser, Energie, Rohstoffen und Lebensmitteln in der Produktion reduziert werden kann. Dies
wird sowohl im Rahmenprogramm
als auch an den Ständen der Aussteller abgebildet.
Unter anderem haben alle Aussteller seit Jänner die Möglichkeit, ihre
Ideen, Technologien und Maßnahmen
zum Thema Ressourceneffizienz über
die Anuga FoodTec-Neuheitendatenbank darzustellen und so interessierte Besucher über ihr Engagement
und ihre Konzepte zu informieren. Die
Vielfalt des Themas, unterschiedliche
Herangehensweisen und Lösungsansätze werden auf diese Weise anschaulich.
Die Anuga FoodTec wird gemeinsam von der Koelnmesse GmbH und
der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) veranstaltet. Zusätzlich zu
den Ausstellerpräsentationen wird die
Anuga FoodTec mit einem breit gefächerten und fachlich anspruchsvollen
Rahmenprogramm das Informationsbedürfnis der Fachleute aus der
Lebensmittelproduktion
beantworten. Unter der Federführung der DLG
werden in Fachforen aktuelle Themen
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
Österreichische Anbieter auf der Anuga FoodTec
Namhafte Unternehmen aus Österreich stellen ebenfalls in Köln aus – ein
Besuch lohnt sich auf jeden Fall, denn so mancher „Hidden Champion“ ist
darin zu finden:
Firma
Halle
Stand/Stände
AMACO Ing. Vonach GmbH
ATP Innsbruck Planungs GmbH
Bertsch Foodtec GmbH
Brucha GmbH
Ing. Johann Daxner GmbH EEP Maschinenbau GmbH Fischer Maschinen- und Apparatebau GmbH
Hajek Maschinenbau GmbH
IBT Europe GmbH
Insort GmbH
Joma Kunststofftechnik GmbH & Co KG
Kreuzmayr Maschinenbau GmbH
Maschinenfabrik Laska GmbH
MATIMEX GmbH Österreich Perception Park GmbH
Premiumpack GmbH
Raimund Beck KG
resom GmbH
REX Technologie GmbH & Co. KG
Norbert SCHALLER Ges.m.b.H. Schwarte Jansky GmbH
STERILSYSTEMS GmbH Supervac Maschinenbau GmbH
SY LAB Geräte GmbH Voran Maschinen GmbH
Welsstrom
08.1
10.1
09.1
10.1
10.1
08.1
05.1
06.1
04.2
10.1
08.1
10.1
06.1
06.1
05.1
06.1
08.1
09.1
06.1
05.2
09.1
05.2
08.1
05.2
05.2
05.1
04.2
A031
B048
C078 D079
H021
A048 B049
C010 D011
A061
B021
C030 D031
H048
C037
A049
C060 D061
E100 F101
B097
E100 F101
E061
B100
A090 B099
A031 B038
C030 D039
C088
C048 D049
A051
A031 B038
A071
C030 D031
und Fragestellungen der Branche aufgegriffen, dargestellt von namhaften
Forschungsinstituten, Verbänden und
Fachleuten.
Für das Fachprogramm konnten
bereits zahlreiche Organisationen und
Referenten gewonnen werden, die die
ganze Bandbreite an Technologien,
Technik und Anwendungen sowie die
Bereiche Verpackung und Ingredienzien abdecken. Dazu zählen technologische Fortschritte in verschiedenen
Branchen wie Milch, Käse, Fleisch,
Backwaren und Getränke. Weitere
Fachforen fokussieren spezieller auf
bestimmte technische Themen wie
etwa Hygienic Design, Membrantechnologie, Mikroverkapselung, Gefriertechnologie, Einsatz von Robotern
in der Lebensmittelindustrie oder
Fremdkörperdetektion.
Aber auch Technologien, die an der
Schwelle von Forschung/Entwicklung
und dem Einsatz in der industriellen
Praxis stehen, kommen zu Wort. So
etwa der Einsatz elektronischer Nasen
und Zungen, das Thema Industrie 4.0
oder Ausblicke in Richtung zukünftiger
Einsatzmöglichkeiten der Plasmatechnologie, Entwicklungen bei der UV-CTechnik und nicht zu vergessen das
Thema der 3D-Drucker. Abgerundet
wird das Themenspektrum durch Foren zur Produktion von Halal-Lebensmitteln sowie Ethik in der Lebensmittelproduktion.
Infos im Web
www.anugafoodtec.de
www.dlg.org
messevorschau
Aktuelle Pumpentechnologie
Blickfang auf dem Messestand E88
in Halle 9.1 der KSB Aktiengesellschaft
(D-67227 Frankenthal) sind die vier Lebensmittelpumpen-Baureihen Vitachrom, Vitacast, Vitalobe und Vitaprime.
Dank ihrer Totraumarmut kann man
sie optimal reinigen. Sie erfüllen alle
Anforderungen an keimfreie Prozesse.
Zu den guten CIP/SIP-Fähigkeiten tragen auch die elektropolierten medienberührten Bauteile und die hochwertigen Edelstähle bei. Aufgrund ihrer
Variantenvielfalt lassen sich mit diesen Pumpen fast alle Aufgaben erledigen, die beim Transport von flüssigen
oder viskosen Lebensmitteln anfallen.
Die Vita-Baureihen verfügen über alle
branchenüblichen Zertifikate und die
verwendeten Elastomere sind FDAkonform.
Ein weiterer Anziehungspunkt auf
dem Messestand wird der „SuPremE“Pumpenantrieb sein. Der von KSB entwickelte Motor stellt einen Höhepunkt
in Sachen „Energiesparen“ dar. Mit
seinem
Synchron-Reluktanzprinzip
steht auch den Anwendern in der Lebensmittelindustrie eine Technologie
zur Verfügung, mit der sich auch zukünftige Anforderungen an sparsame
Antriebe von Pumpen erfüllen lassen.
Drehzahlregelsysteme, wie der in
Köln gezeigte PumpDrive bieten die
Möglichkeit, durch die Anpassung der
Die in Köln auf der Anuga FoodTec von KSB
präsentierte Lebensmittelpumpe Vitacast ist
dank ihrer Totraumarmut optimal zu reinigen.
Foto: KSB Aktiengesellschaft
Förderleistung an den tatsächlichen
Bedarf, Energiekosten zu senken. Alle
Baugrößen dieses Produktes haben
ein durchgängiges Design bis zu einer
Motorleistung von 55 kW. Sie können
auf dem Motor, an der Wand oder im
Schaltschrank verbaut werden und
neben Asynchronmotoren auch Synchron-Reluktanzmotoren ansteuern.
Als Abrundung der Automatisierungsprodukte präsentiert der Frankenthaler Hersteller noch die Überwachungseinheit „PumpMeter“. In der
typischen Kennliniendarstellung bekommt der Betreiber auf einem Display den Bereich angezeigt, in dem die
Pumpe arbeitet. So sieht der Pumpennutzer auf einen Blick, ob gegebenenfalls die Verfügbarkeit gefährdet ist und
ob die Pumpe effizient und damit kostensparend arbeitet. Das Gerät weist
den Betreiber darauf hin, ob er durch
die Verwendung einer Drehzahlregelung Energie einsparen kann. Gewonnene Daten stehen auch einem zentralen Prozessleitsystem zur Verfügung.
Außerdem zeigt man auf der Anuga FoodTec die multifunktionale
pneumatische Armaturensteuerung
Amtronic. Diese ist besonders für den
Einsatz in der Lebensmittelindustrie
geeignet. Ihre Fähigkeiten reichen von
der einfachen Auf-/Zu-Schaltung einer
Pneumatik-Armatur mit Endlagensignalisation bis hin zur Übernahme
von Regelaufgaben, die unabhängig
von einer übergeordneten Leitwarte
ausgeführt werden.
Stellvertretend für das große KSBArmaturenprogamm werden neben
Schiebern und Absperrklappen auch
Membranventile der Baureihe SISTOC zu sehen sein. Ihre Komponenten
bestehen ausschließlich aus hochlegierten, austenitischen Werkstoffen.
Die Gehäuse sind totraumfrei und
lassen sich rückstandslos reinigen.
Durch die Verwendung von „Mehrsitzkonstruktionen“ lassen sich sehr
komplexe Anlagen ohne „tote“ Rohrleitungsverästelungen realisieren.
www.ksb.com
www.ksb.at
Produktentgasung vor der Abfüllung von Fruchtsäften
Mit der Entwicklung des Vario Spin
ist es der Krones AG (D-93073 Neutraubling) gelungen, den Produktentgasungs-Behälter in seinem Volumen
um mehr als ein Drittel zu reduzieren, wie man in Halle 8.1 sehen wird
(Stand A020 und B039). Dieses Konzept ist somit nicht nur platzsparend,
es sorgt auch für Energieeinsparung.
Aufgrund des geringeren zu evakuierenden Volumens können nämlich
kleinere Vakuumpumpen verbaut
werden. Um die Nachteile der bisher
vorwiegend verwendeten Ringspalt-,
Zerstäuber- und Tangentialdüsen zu
umgehen, hat Krones einen Dralleinlauf entwickelt. Dieser ist so konzipiert, dass er das Produkt bereits vom
speziell konstruierten Behälterdeckel
des Entgasungstanks schonend an
die Behälterwandung anlegt. Bedingt
durch die Austrittsgeschwindigkeit
und Adhäsionskraft legt sich der Saft
so als sehr dünner Film an die Wandung des Behälters an.
Im Wesentlichen gibt es drei Gründe, die eine Produktentgasung vor der
Abfüllung von Fruchtsäften notwendig
machen. Zum einen die Vermeidung von
Füllproblemen, die Minimierung von
oxidativen Einflüssen sowie die Verhinderung des Aufschwimmens von festen
Fruchtbestanteilen in der Flasche. Bei der
Entgasung ist die Ausbildung einer möglichst großen und turbulenten Oberfläche bei gleichzeitig geringen Schichtdicken wichtig, um die Diffusionswege der
Gase möglichst gering zu halten. Gleichzeitig sollen die Produkte jedoch möglichst wenig mechanisch beansprucht
werden, um eine Schaumbildung einzugrenzen. Die Ausnutzung der Behälteroberfläche inklusive Deckel erlaubt
es, den Behälter in seinem Volumen um
mehr als ein Drittel zu reduzieren.
www.krones.com/de
In Köln präsentiert Krones erstmals auf einer
Messe den Vario Spin zur Produktentgasung
im Zuge der Abfüllung von Fruchtsäften. Er
ist für den Anuga FoodTec-Award nominiert.
Foto: Krones AG
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
33
messevorschau
34
Lebensmittelverpackungen dekorieren
Im Zentrum des Messeauftritts der
ILLIG Maschinenbau GmbH & Co. KG
(D-74081 Heilbronn) auf der Anuga
FoodTec in Köln steht die wirtschaftliche Herstellung thermogeformter
und im gleichen Arbeitsgang für die
hochwertige Produktanmutung brillant dekorierter Lebensmittelverpackungen (Halle 8.1 Stand B100 und
C109). Für diese markenwirksame
Dekoration mit hoher Regalwirkung
kommt das In-Mold Labeling (IML)
zum Einsatz. Auf der Messe vorgeführt
wird die Leistungsfähigkeit dieses Dekorationsverfahrens mit einem Rollenformautomaten ILLIG IC-RDML 70,
Formfläche 680 mm x 300 mm. Mit
einem 18-fach-Werkzeug entstehen
darauf Rechteck-Becher aus Polypropylen, die beim Formen gleichzeitig
auf allen vier Seitenwänden und auf
dem Becherboden dekoriert werden.
Hierzu entnimmt eine für diesen Prozessschritt konzipierte IML-Einheit die
mit dem Motiv bedruckten Zuschnitte
(Label) aus einem Magazin und legt
sie in die Kavitäten des Werkzeugs in
der Formstation des Thermoformers
ein. Beim anschließenden Formen der
Folie zur prinzipiell beliebig gestaltbaren Verpackung – von becher- bis
zu schalenförmig – verbindet sich das
Label konturgenau und dauerhaft mit
der Formteilwand.
Mit der IML-Technik eröffnen sich
beim Dekorieren von Lebensmittelverpackungen vielfältige Möglichkeiten:
Das Label kann einseitig, zweiseitig,
dreiseitig (z. B. in U-Form), vier- oder
sogar fünfseitig (einschließlich Bodendekoration mit z. B. integriertem
Barcode, wie bei den auf der Messe
produzierten Bechern) aufgebracht
werden. Dadurch lassen sich hochwertige Optik und Funktion miteinander
kombinieren. Ein besonderer Vorteil
ist hierbei die große nutzbare Dekorfläche, die u.a. auch für die neue gesetzliche Kennzeichnungspflicht benötigt wird. Zusätzlich kann das Etikett
– je nach Geometrie und Beschaffenheit – sogar zur Steifigkeitserhöhung
der Verpackung beitragen. Hierdurch
lässt sich dann die Dicke der eingesetzten Verpackungsfolie reduzieren (Materialkosteneinsparung) und dennoch
die geforderte Top Load der Packung
einhalten. Verarbeitbar sind Label aus
allen gängigen Materialien, von PS
(Polystyrol) über PP (Polypropylen)
bis zu Papier-Labeln. Abgestimmt auf
das Material der Becher, sind so sortenrein recycelbare Verpackungen realisierbar.
In-Mold Labeling zur markenwirksamen
Dekoration mit hoher Regalwirkung.
Foto: ILLIG
Ein weiterer Vorteil der von ILLIG entwickelten IML-T-Technik ist,
dass sich jede Kavität des Formwerkzeugs mit einem individuell bedruckten Etikett bestücken lässt. Integriert
beispielsweise in eine FFS-Linie mit
mehrspurigem Füller, wie dies ILLIG in
der neu entwickelten und seit kurzem
in einer Molkerei produzierenden FSL
48 realisiert hat, ermöglicht diese Variabilität das gleichzeitige Abfüllen
und Verpacken von Produktfamilien.
Auch ein Produktwechsel kann hierbei schnell und ohne großen Aufwand
vorgenommen werden.
www.illig.de
Edelstahl steht für besondere Hygiene
Das renomierte Unternehmen
Wiedemann-Technik (D-25813 Husum)
bietet seinen Kunden Qualitätsprodukte aus Edelstahl – speziell für Betriebe, die Lebensmittel verarbeiten.
Am Messestand in Halle 5.2, Gang C,
Nr. 018 der Anuga FoodTec 2015 präsentiert Wiedemann-Technik hygienische Lösungen aus Edelstahl, wobei
unter anderem Edelstahl-Entwässerungssysteme (Bodeneinläufe, Rinnen
etc.) vorgestellt werden. Die stabilen
Wiedemann-Entwässerungsrinnen
aus Edelstahl lassen sich leicht reinigen und sind mit einer ansprechenden
Optik konzipiert. Zur Verfügung stehen Kastenrinnen, Schlitzrinnen oder
Rinnen-Bodeneinläufe. Bodeneinläufe
werden im Tiefziehverfahren hergestellt, was die Anzahl der Schweißnähte auf ein Minimum reduziert und hygienisch glatte Oberflächen schafft.
Sämtliche Einläufe werden gebeizt
und VA-korngestrahlt, damit die Eigenschaften des Edelstahls voll zum
Tragen kommen. Auch Einbauteile wie
Schlammfang und Geruchsverschluss
sind aus Edelstahl.
Türen fällt eine ebenso große Bedeutung zu. Unabhängig von der
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
Funktionalität und ganz gleich, ob Betriebstüren sensible Verarbeitungsbereiche von anderen Räumlichkeiten
abtrennen, Tiefkühl- oder Kühlraumtüren vorgegebene Temperaturbereiche
sichern oder Außentüren die Produktionsstätten absichern: Edelstahl ist die
richtige Antwort, wenn es um langlebige Türen geht, die höchsten Anforderungen entsprechen müssen. Türen
und Fenster entsprechen durch die
komplette Fertigung aus Edelstahl den
jeweiligen DIN- und EN-Vorgaben. Sie
sind langlebig, korrosionsbeständig
und nahezu wartungsfrei. Zum Schutz
von Türen, Zargen sowie Ecken und
insbesondere von Leichtbau- und Paneelwänden bietet der Hersteller individuell gefertigten Ramm- und Kantenschutz an.
Entwickelt für höchste QualitätsAnsprüche, optimale Handhabung
und Reinigung sind die WiedemannProdukte flexibel einsetzbar und beliebig zu erweitern. Nähere Informationen, wie z. B. zu den vielfältigen
Einsatzmöglichkeiten der zahlreichen
Lösungen, erteilt das fachkundige
Personal von Wiedemann am Messestand.
Edelstahl-Entwässerungssysteme zählen
seitens des Anbieters Wiedemann-Technik
zu den vielfältigen Hygiene-Lösungen
für Betriebe, die Lebensmittel mit den
modernsten Systemen verarbeiten wollen.
Foto: Wiedemann-Technik
www.wiedemann-technik.de
messevorschau
Effizienter wiegen, kontrollieren und analysieren
Erstmals auf der Anuga
FoodTec ist Mettler-Toledo
mit gleich drei Geschäftsbereichen – Labor, Industrielles Wägen und Produktinspektion – vertreten.
Fachbesucher erhalten so
Zugriff auf Lösungsansätze
und globale Projektkompetenz entlang der gesamten
Wertschöpfungskette der
Lebensmittelindustrie. Zu
den Schwerpunktthemen
am 180 Quadratmeter
großen Messestand zählen
dieses Jahr Lösungen zur
Etikettenkontrolle und zur
effizienten Vernetzung.
Mettler-Toledo
präsentiert
auf
der Anuga FoodTec in Köln (24.27.03.2015, Halle 5.2, Stand A011) ein
umfassendes Portfolio neuester Technologien zur Produktinspektion, Gewichtskontrolle und Analytik in der Lebensmittelindustrie. Besucher erleben
am Stand unter anderem die neue
Kontrollwaagen-Generation
C3000,
Profile Advantage Metallsuchgeräte
für leitfähige Produkte und ein Röntgeninspektionsystem der X36 Serie.
Experten informieren zur richtlinienkonformen Kennzeichnung und zur
intelligenten Vernetzung aller Prüfsysteme.
„Nationale Gesetzgebung wie die
LMIV und Branchenstandards wie BRC
in der neuen Version 7 fordern von den
Lebensmittelherstellern
lückenlose
und produktgenaue Kennzeichnung“,
so Ralph Swinka, Leiter Marketing
bei Mettler-Toledo Produktinspektion
Deutschland (D-31180 Giesen). „Auf
der Anuga FoodTec zeigen wir optische Inspektionssysteme zur Kontrolle jedes einzelnen Aufdrucks – bis
hin zu Serialisierungssystemen für besonders sensible Erzeugnisse. Fehlerfreie Deklarationen und höchste Produktsicherheit sind so garantiert.“ Im
Folgenden die Highlights am MettlerToledo Messestand im Überblick.
gerüstet für bisher schwer zu inspizierende leitfähige Lebensmittel mit hohem Produkteffekt, oder in metallisierter Folie verpackte Erzeugnisse.
Röntgeninspektion
Mettler-Toledo zeigt am Stand
das Röntgeninspektionssystem X36,
welches eine verbesserte Erkennungsgenauigkeit mit einem reduzierten
Energieverbrauch kombiniert. Die
fortschrittliche Bilderfassungstechnologie kommt auch in Modellen der bewährten X33 Serie zum Einsatz.
Auf der Anuga FoodTec präsentiert MettlerToledo unter anderem die neue Kontrollwaagen-Generation C3000 Serie für genauste
Ergebnisse bei bis zu 600 Produkten pro
Minute.
pro Minute. Das System stellt korrekte
Gewichtswerte sicher, reduziert Überfüllungen und unterstützt mit einer
Vielzahl von praxisnahen Funktionen
und Auswertungen dabei, die Anlageneffektivität zu steigern. Modelle
der C3000 Serie sind in zahlreichen
Konfigurationen und als Kombivariante mit einem integrierten Metallsuch-,
Röntgen-, oder optischen Inspektionssystem erhältlich.
Metallsuchtechnik
Das neue Metallsuchgerät Profile
Advantage reduziert Fehlausschleusungen um bis zu 95 Prozent und bietet gleichzeitig mehr Empfindlichkeit
bei der Detektion sehr kleiner Metallfremdkörper. Das System ist perfekt
Die neuen Rauchstockwaagen für die
Tendenzregulierung von Wurstfüllmaschinen
bieten eine hohe Langlebigkeit und vielfältige
Konfigurationsmöglichkeiten.
Optische Inspektion
Kontrollwaagen
Mit der C3000 Serie präsentiert
Mettler-Toledo die nächste Generation dynamischer Kontrollwaagen.
Die C3000 Serie bringt Lebensmittelherstellern genaueste Ergebnisse bei
Durchsätzen von bis zu 600 Produkten
Bis zu 95 Prozent weniger Fehlausschleusungen und verbesserte Erkennungsempfindlichkeit bei leitfähigen Produkten: Das
Metallsuchgerät Profile Advantage von
Mettler-Toledo.
Die Compliance von Verpackungen
und Etiketten wird durch optische Inspektionssysteme gesichert. Auf der
Anuga FoodTec im Livebetrieb: das
optische Inspektionssystem V6300,
welches bis zu fünf Kameras unterstützt und sich flexibel in bestehende Linien integrieren lässt, sowie die
CLS-Serie mit automatisch höhenverstellbaren Kameras für besonders
schnelle Produktwechsel. Mettler-Toledo stellt zudem effiziente Konzepte für
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
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messevorschau
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die lückenlose Serialisierung von Lebensmitteln vor, wie sie etwa für den
Vertrieb sensibler Produkte in einigen
Märkten erwartet wird.
Vernetzte Produktinspektion
Die Software ProdX von Mettler-Toledo bündelt in der neuesten Version
1.2.1 die Technologien Röntgeninspektion, Metallerkennung und Kontrollwaagen in einer Software-Umgebung.
ProdX vernetzt auch weltweit verteilte
Anlagen und ermöglicht ihre zentrale Steuerung von jedem beliebigen
Standort.
Industrielles Wägen:
Tendenzregulierung von
Wurstfüllmaschinen
Mit den neuen Rauchstockwaagen
aus Edelstahl kann der Wassergehalt
und die Füllmenge von Würsten optimiert werden. Die Mittelwertbildung
von mehreren Portionen (Rauchstock)
liefert hierbei ein sehr präzises durchschnittliches Wurstgewicht, welches
zur Tendenzregulierung von Wurstfüllmaschinen und zur Anpassung des
Wassergehaltes genutzt wird. Über
Kommunikationsstandards kann die
Waage auch direkt mit Füllmaschinen
kommunizieren. Das optionale IND890
Terminal mit robustem Touchscreen
ermöglicht eine einfache Datenanbindung und Flexibilität bei der Darstellung von Informationen.
Labor: Schnelle und
­präzisere Salzgehalte
Der Natrium-Analyzer EasyPlus
zur Bestimmung des Salzgehalts von
Lebensmitteln misst die tatsächliche
Natriumkonzentration.
Herkömm-
liche Methoden bestimmen oft nur die
Chloridkonzentration. EasyPlus verwendet spezielle Bewertungsalgorithmen für Natrium (Na+), um genaue
und wiederholbare Ergebnisse zu liefern. Das Ergebnis wird nicht durch
Spuren anderer Chloridverbindungen
beeinträchtigt – dies kann sonst nur
durch komplexere Analysen erreicht
werden.
Umfassende Unterstützung
Standbesucher erfahren zudem
alles über die Beratungs- und Integrationsdienstleistungen von MettlerToledo sowie zu individuellen Servicemodellen.
Integrations-Experten
informieren darüber, wie sich die Prüfund QS-Prozesse vernetzten lassen –
für mehr Effizienz in der Dokumentation und schnellere Produktwechsel.
In der Mettler-Toledo Division
Produktinspektion (PI) werden umfangreiche Kompetenzen im Bereich
Fremdkörpererkennung, dynamisches
Kontrollwägen und optischer Inspektion oder gar die Kombination dieser
Technologien gebündelt. Die Unternehmen Garvens, Safeline, PCE und
CI-Vision gehen bei kombinierten Produktkontrollsystemen Hand in Hand.
Die Schwerpunkte liegen dabei auf der
Lebensmittel- und Pharmaindustrie.
Mettler-Toledo ist ein führender, weltweiter Hersteller von Präzisionsinstrumenten. Das Unternehmen zählt zu
den weltweit größten Herstellern und
Anbietern hochwertiger Wägesysteme
für Labors, die Industrie und den Lebensmittelhandel. Renommierte Hersteller aller nur erdenklichen Produkte
für den täglichen Gebrauch vertrauen
bei der Produktentwicklung auf Wäge-
Mettler-Toledo hat den Natrium-Analyzer
EasyPlus speziell für die Messung der Natriumkonzentration entwickelt.
technik von Mettler-Toledo. Die Hersteller profitieren dabei sowohl von
den innovativen Produkten als auch
von der globalen Präsenz des Unternehmens.
Die
Unternehmensphilosophie
von Mettler-Toledo basiert auf Qualität
und maßgeschneiderten Lösungen.
In enger Zusammenarbeit mit seinen
Kunden entwickelt Mettler-Toledo einzigartige Lösungen, unterstützt den
Prozess zur Auswahl der geeigneten
Systeme und bietet einen erstklassigen Kundendienst.
www.mt.com/pi
„Feststoffanalytik – von der Laborprobe zum Analysenergebnis“
Das einzige Seminar, das die komplette Elementanalyse abdeckt – im Mai 2015 wieder in Österreich!
Viele Hersteller von Labor- und Analysegeräten bieten Seminare an, bei denen sie sich darauf beschränken, Vorträge
über einen ganz bestimmten Anwendungsbereich zu halten, in dem diese Geräte eingesetzt werden. Vor 12 Jahren kam
den Firmen RETSCH GmbH und CEM GmbH die Idee, dass es für die Anwender doch viel interessanter wäre, das komplette Spektrum der Probenvorbereitung und Analytik in einem Seminar zu erfahren. Aus dieser Idee heraus entstand
die sehr erfolgreiche Seminarreihe „Feststoffanalytik – von der Laborprobe bis zum Analysenergebnis.“ Da die Firma
Retsch mit Labormühlen und –brechern und die Firma CEM mit Mikrowellenaufschlussgeräten beide nur den Teil der
Probenvorbereitung abdecken, holte man sich als Partner für den analytischen Teil die Agilent Technologies GmbH & Co
KG ins Boot.
Im Mai 2015 wird das Seminar bereits zum fünften Mal in Österreich veranstaltet.
Termine 2015:
Dienstag 05.05 – Graz • Mittwoch 06.05 – Wien • Donnerstag 07.05 – Wels
Anmeldung für die kostenlosen Seminare über http://www.cem-mikrowellen.at
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
labor+betrieb
AZURA-Ausbildungssystem: Wie erklären Sie HPLC?
Die lebendige Ausbildung von
jungen Naturwissenschaftlern liegt
uns sehr am Herzen. Hierbei möchten wir Schulen und Universitäten mit
einem perfekt auf die Anforderungen
von Ausbildungsstätten zugeschnittenen HPLC-System unterstützen. Unser modernes isokratisches AZURA
HPLC-Ausbildungssystem ist nicht nur
robust und einfach zu bedienen, es
kommt auch als Komplettpaket, um einen schnellen und einfachen Einstieg
für die HPLC-Profis von morgen zu
ermöglichen. Und das zu einem unschlagbaren Preis!
Das HPLC-Ausbildungssystem
Ausgestattet mit einer Hochdruckpumpe, einem UV-Detektor mit variabler Wellenlänge und einem manuellen Injektionsventil, bildet das AZURA
Ausbildungssystem die Grundlage
für erste HPLC-Erfahrung. Im Paketpreis enthalten sind ein Laptop und
die Chromatografie-Software ClarityChrom© sowie Schulungsvideos zur
Verwendung der Software, die das
Entwerfen von Methoden und die
Auswertung von Chromatogrammen
anschaulich erklären.
Wie werden die Chromatogramme ausgewertet?
Kalibrierung: Überlagerung der
Verdünnungsstufen unter Einsatz
eines internen Standards (IS).
1. Paracetamol, 2. Theophyllin (IS),
3. Koffein
Wozu gibt es einen internen Standard? Wie quantifiziert man Analyten
in einer Probe? Bei der Beantwortung
dieser und anderer Fragen werden Sie
durch die beiliegende ausführliche Applikationsbeschreibung zur Quantifizierung von Koffein unterstützt.
Damit Sie gleich starten können,
ist natürlich auch die passende Säule
enthalten. Eine Vielzahl weiterer Applikationen, die direkt auf das Ausbildungssystem zugeschnitten sind, finden Sie auf unserer Homepage www.
knauer.net.
Sichern Sie sich das AZURA HPLC-Ausbildungssystem zum attraktiven Paketpreis von nur 9.990 €*!
*) inkl. MwSt. und Transportkosten. Preis gültig in Deutschland für Ausbildungsstätten wie Schulen und
Hochschulen. Für Angebote außerhalb Deutschlands bitte anfragen.
Labor- und Analysesysteme. Wie neu. Mit Garantie. +49 (0)7475 - 95140
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labor+betrieb
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Heiße Logistik bis -196°C
Wenn ganze Laboratorien ihren
Standort wechseln, muss der Umzug
gut geplant und durchgeführt werden.
Zu teuer sind die Einrichtung, zu empfindlich die Geräte, zu wertvoll die Proben.
Eine Herausforderung ist es, Laborproben zu transportieren. Denn
der gesamte Transport muss bei den
entsprechenden Minus-Graden vollzogen werden, ohne dass die Kühlkette je unterbrochen wird. Schon die
geringsten Temperaturschwankungen
können den Proben schaden.
Eine Lösung hat das Transportunternehmen Neumaier parat: Für den
Transport von Laborproben kommen
Spezialfahrzeuge mit Stickstofftanks
zum Einsatz. Die bis auf -196 °C abgekühlt werden können. Auch wenn
ganze Spezialgefrierschränke transportiert werden sollen, ist das möglich – die Fahrzeuge verfügen über
entsprechende Stromaggregate. Ein
elektronisches Monitoring zeichnet
während des Transports kontinuierlich den Verlauf der Kühlung auf und
signalisiert, ob alles in Ordnung ist.
So kommen nicht nur Einrichtung und
Geräte, sondern auch Proben sicher
zum neuen Ort.
www.logistics-group.com
VA40 WIM: Neue Option 4…20mA Ausgangssignal für SchwebekörperDurchflussmessgeräte mit Messkonus aus Glas
Für das Schwebekörper-Durchflussmessgerät VA40 ist mit der neuen Option „WIM“ ein elektrisches
Ausgangssignal 4…20mA verfügbar.
Wurde der Durchflusswert bei diesen
Geräten mit Glaskonus bisher ausschließlich lokal abgelesen, bietet die
neue Ausführung zusätzlich die Option
eines elektrischen 4…20mA Ausgangs
zur Übertragung des Messwertes für
Regel- oder Auswertezwecke.
In der Ausführung VA40 WIM wird
die Höhenstellung des Schwebekörpers über eine Hall-Sensorkette in ein
elektrisches Signal umgesetzt. Dieses
Signal kann z. B. für die Steuerung einer SPS eingesetzt werden, oder um
das Messsignal für Auswertezwecke
über einen längeren Zeitraum mit
einem Datenlogger aufzuzeichnen.
Zu jedem VA40 WIM Messgerät liefert KROHNE die Kalibrierkurve mit,
sodass der Kunde jedem Stromwert
den genauen Durchflusswert zuordnen kann.
VA40 Schwebekörper-Durchflussmessgeräte werden für die VolumenDurchflussmessung von Flüssigkeiten
oder Gasen eingesetzt. Der Messkonus aus Glas ermöglicht dabei die
direkte Sicht auf das Medium um Eigenschaften wie Blasenfreiheit oder
Färbung bewerten zu können. Typische Anwendungsbereiche sind z. B.
Spülvorgänge oder Inertisierungsgasmessung, Kühl- und Heizkreisläufe,
Gasmessung an Industrieöfen, oder
andere Basisapplikationen des Maschinen- und Anlagenbaus sowie der
Prozessindustrie, wo sich das rein mechanische Messprinzip seit annähernd
100 Jahren bewährt hat.
Alle Anschlussvarianten des VA40
sind auch für die WIM Option verfügbar. Das Gerät wird mit der robusten Armatur aus Edelstahl direkt
in die Rohrleitung mittels Flansch-,
Schraub-, Clamp- oder Schlauchanschluss montiert und ist praktisch wartungsfrei. Eine Installation in explosionsgefährdeten Bereichen nach ATEX
II2G Ex ia IIC T6 Gb und ATEX II2D Ex
ia IIIC T85°C Db ist möglich. Eine Nachrüstung der WIM Option für bestehende Geräte ist nicht möglich.
www.krohne.com
VUVS – der neue Maßstab für Standardventile
Die robusten Ventile VUVS aus der
VS-Ventilfamilie von Festo sind industrietaugliche Einzelventile für nahezu
jede Anwendung. Mit ihnen erfüllt Festo alle Anforderungen, die an moderne Ventile für den universellen Einsatz
gestellt werden: günstiger Preis, einfache Installation und Montage, zahlreiche Standardfunktionen und ansprechendes Design.
Dank ihrer Robustheit, der Schutzart IP65/67, Vakuumfunktionen und der
hohen Durchflussmenge von bis zu
2000 l/min sowie optionalen ATEX-Varianten eignen sich die VUVS Ventile
für nahezu jede Branche und extreme
Umgebungen im Außeneinsatz, wie
beispielsweise in der Schwerindustrie,
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
Die preiswerte Ventilreihe VS präsentiert
sich mit dem Standardventil VUVS robust,
durchflussstark, vielfältig und höchst flexibel
im Einsatz.
© Festo
Gießereien, im Tagebau oder der Holzindustrie.
Die Ventilfamilie VS für bis zu 16
Ventilplätze im Festraster ist in ihrer
Struktur konsequent durchgängig und
einfach zu bedienen. Mit dem vielfältigen Zubehör wie Anschlussleisten
und Abdeckplatten sind die Ventile
VUVS flexibel einsetzbar. Dank einem
Ankerführungsrohr lassen sich Magnetspulen für unterschiedliche Betriebsspannungen montieren, wodurch die Lagerhaltung reduziert wird.
Die in alle Richtungen drehbare Spule
passt sich an die Einbauverhältnisse
optimal an.
www.festo.at
labor+betrieb
Thermostatenprogramm weiter ausgebaut
Bad- und Umwälzthermostate für Temperaturen von -90 bis +300 °C / serienmäßig mit natürlichem Kältemittel
Huber Kältemaschinenbau hat das
Angebot an klassischen Wärme- und
Kältethermostaten weiter ausgebaut.
Das Programm gliedert sich in zwei
Produktlinien: Während die CC-Modelle höchsten Ansprüchen genügen,
überzeugen die MPC-Modelle mit einfacher Bedienung und günstigen Preisen. Erhältlich sind Einhänge-, Badund Umwälzthermostate für Heiz- und
Kühlaufgaben von -90 bis +300 °C.
Zur Produktreihe gehören auch die
kleinsten Kältethermostate der Welt,
die Ministate.
Die CC-Modelle und Ministate
sind mit dem Pilot ONE TouchscreenRegler ausgestattet, welcher über ein
5,7“ TFT-Farbdisplay sowie USB- und
LAN-Anschlüsse verfügt. Zu den wei-
teren Funktionen zählen die regelbare
Pumpenleistung, Fühlerkalibrierung,
Uhrfunktion, Autostart sowie ein Favoritenmenü und eine komfortable
Menüführung in 11 Sprachen. Ein weiterer Pluspunkt ist die elektronische
Upgrademöglichkeit – damit können
Zusatzfunktionen wie Programmgeber oder Prozessregelung aktiviert
werden. Im Gegensatz dazu, konzentrieren sich die MPC-Modelle auf das
Wesentliche. Die Geräte sind preisgünstig und empfehlen sich für viele
Routineaufgaben. Die Geräte verfügen
über eine LED-Temperaturanzeige sowie Schutzfunktionen gemäß Klasse
III/FL (DIN 12876). Beide Modellreihen
sind mit Polycarbonat- oder Edelstahlbädern erhältlich. Die Kältethermo-
state arbeiten umweltverträglich mit
natürlichen Kältemitteln.
www.huber-online.com
Optimierte Filtermedien für mehr Effizienz bei weniger Druckverlust
Zur Messe FILTECH in Köln präsentierte der weltweite Technologieführer
für Industriegewebe GKD – GEBR. KUFFERATH AG neue Verfahren zur strömungstechnischen Optimierung von
Gewebebindungen. Bei gleicher Öffnung erzielen die so optimierten Filtermedien aus Edelstahldrahtgewebe 25
Prozent mehr Durchfluss. Anwender
sparen dadurch signifikant bei Platzund Energieverbrauch. Eine Auswahl
entsprechend ausgelegter Produkte
rundet den Auftritt ab: Kerzen für die
Ballastwasserfiltration, Polizeifilter für
die Niederdruck-Abgasrückführung in
Benzin- und Dieselmotoren der neuesten und künftigen Generationen
sowie NeverLeak Filterplatten als wiederbespannbare Plattenfilter zur Anschwemmfiltration.
Durch die Kombination der berechneten geometrischen Porengröße mit
einer CFD-Simulation von Strömung
und Filtrationsverfahren entwickelt
GKD zu minimiertem Zeit- und Kostenaufwand kundenindividuell ausgelegte Filtermedien, die maximale
Effizienz bei geringem Druckverlust
gewährleisten. Die jeweiligen Filtrationsmechanismen werden dafür per
3D-Visualisierung durch die seit Jahren im eigenen Haus eingesetzte Simulationssoftware GeoDict analysiert.
Mit einer zusätzlichen Druckverlustabschätzung anhand eines ebenfalls eigenentwickelten Tools kann GKD wesentliche, weitergehende Aussagen
zur geeigneten Filterauswahl treffen.
Zahlreiche namhafte Automobilhersteller machen von dieser Möglichkeit
bei GKD gezielt Gebrauch.
www.gkd.de
Grundfos goes Industrial Ethernet
Die Industrie setzt vermehrt auf
neue SPS mit integrierter EthernetSchnittstelle, wie z.B. Profinet IO,
Modbus TCP oder BacNet IP, für eine
kostengünstige Prozessautomatisierung. Das ermöglicht kontinuierliche,
automatisierte Prozesse, und damit
eine gleichmäßig gute Produktqualität und eine höhere Prozesssicherheit. Hier eingesetzte Pumpen müssen
interaktionsfähig sein, um Abweichungen vom Soll-Zustand zum einen
dem Prozessleitsystem zu kommunizieren und andererseits Steuersignale
des Leitsystems entgegen zu nehmen.
Um Pumpen in ein Feldbus-System
integrieren zu können, nutzt Grundfos
seit Jahren bereits pumpenspezifische
Feldbuskarten. Diese sind in zwei Ausführungen verfügbar: als CIM - diese
Steckkarten werden direkt im Antrieb
der Pumpe eingesteckt ­ und als CIU in
einer externen Box mit integriertem
Netzteil. Neben den klassischen Feldbus-Protokollen offeriert Grundfos deshalb das CIM/CIU 500, das Industrial
Ethernet-Busprotokolle unterstützt.
Jedem
CIM/CIU-Datenbus-Kommunikations-Modul liegt eine DVD
bei, auf der alle notwendigen Informationen wie Funktionsprofile, Bedienanleitungen und datenbusspezifische
Dokumentationen aufgespielt sind.
Daneben sind z.B. für Smart Digital
Dosierpumpen Beispiel-Programmierungen beigelegt, um die Integration
in die Prozessleittechnik so einfach wie
möglich zu gestalten.
CIM/CIU 500 ermöglicht die Kopplung von Grundfos-Pumpen an das
echtzeitfähige Industrial Ethernet –
ein weiterer Baustein des iSolutionsKonzepts dieses Anbieters. Bei diesem ganzheitlichen Systemansatz für
Pumpenanlagen geht es um die Verschmelzung selbst entwickelter und
gefertigter Komponenten (Hydraulik,
Antriebslösungen, Sensoren, Regelungstechnik) zu einem intelligenten
Hybridsystem.
www.grundfos.at
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
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3M sorgt beim Arbeiten für Rundumschutz im Gesicht
Die 3M SecureFit Schutzbrille 400
ist das neue Glanzstück im Bereich Arbeits- und Personenschutz. Dank eines
weichen, einfach zu verstellenden Nasenbügels sind eine optimale Passform und ein sicherer Sitz garantiert.
Darüber hinaus wirken doppelt gespritzte Polsterungen an den Bügel­
enden der Bildung von Druckstellen
entgegen. Das neue SecureFit 400
Modell ist mit fünf unterschiedlichen
Scheibentönungen erhältlich: In Grau
zum Schutz vor Sonnenlicht, in Gelb
für erhöhte Kontraste bei schwachen
Lichtverhältnissen, in Blau-verspiegelt
Die neue 3M SecureFit Schutzbrille 400
Bild © 3M
zum Schutz vor besonders grellem
Sonnenlicht, in Transparent für eine
gute Farberkennung sowie als kombinierte Indoor-/Outdoor-Variante mit
Schutz vor starkem Sonnenlicht. Alle
fünf Gläser sind aus Polycarbonat,
rahmenlos und absorbieren 99,9 Prozent der UVA- und UVB-Strahlen.
Die 3M SecureFit Schutzbrille 400
bietet Schutz vor fliegenden Teilchen
mit niedriger Energie bei hoher Geschwindigkeit und bei extremen Temperaturen von -5 bis +55 Grad Celsius.
Dadurch eignet sie sich für eine Vielzahl
von Anwendungen, zum Beispiel im
Baugewerbe, im Maschinenbau, in der
industriellen Produktion sowie für leichte Wartung- und Reparaturarbeiten.
solutions.3maustria.at
Kopftransmitter M100 – der erste seiner Art
Bei der Überwachung wichtiger
Parameter zur Prozesssteuerung steht
der Anwender häufig vor der Herausforderung, dass die benötigten Sensoren nur schwer in den Prozess integriert werden können. Dabei tragen
zum einen die Messmedien, zum anderen das betriebliche Umfeld bei.
Speziell für den Einsatz an schwierigen Messstellen konzipiert ist der
Kopftransmitter M100. Er ist der erste
Kopftransmitter für analytische Messungen, der ein weites Spektrum an
digitalen ISM-Sensoren abgedeckt,
die die Parameter pH/Redox, Sauerstoff und Leitfähigkeit umfassen.
Durch Nutzung der digitalen ISMTechnologie werden dem Anwender
viele Möglichkeiten eröffnet, den Sensorzustand
und somit die Messwerte jederzeit zu beurteilen,
wofür der Transmitter weder eine Anzeige noch
eine lokale Bedieneroberfläche benötigt. Die gemessenen Daten sowie die Informationen zum
Sensorzustand können über den mA-Ausgang wie
über das HART-Protokoll an das Leitsystem weitergegeben werden.
Die „Plug and Measure“-Funktion erlaubt den
einfachen Sensoraustausch, wo bereits am Computer justierte Sensoren angeschlossen werden
können. Dank des kompakten und robusten Gehäuses benötigt der M100 nur wenig Platz und
bietet mit seinem explosionsge-schützten, flammensicheren Gehäuses sowie der eigensicheren
Elektronik die Möglichkeit, auch in Ex-Zonen eingesetzt zu werden.
www.mt.com/M100
Foto Mettler-Toledo
Reichelt Chemietechnik Spezial-Klebebänder
Klebebänder, auch Haftbänder genannt (engl. adhesive tapes), sind moderne Hilfsmittel zur Herstellung von
Materialverbünden. Die mit Haftklebern ein- oder doppelseitig beschichteten, bandförmigen Trägermaterialien können in vielen Fällen Schraub-,
Niet-, Löt- oder Schweißverbindungen
vollwertig ersetzen. Zu den Trägermaterialien zählen nicht nur textile Gewebe, sondern gleichermaßen auch
Folien und Schaumstoffe aus allen
gängigen Kunststoffen, Spezialpapieren und Metallen. Reichelt Chemietechnik hält dafür eine breite Palette
bewährter Standard- und Hochleistungs-Qualitäten für Konstruktionszwecke und Reparaturen in Labor und
Technik am Lager.
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
Materialverbünde mit Klebebändern sind technisch einfach und daher
besonders kostengünstig zu realisieren. Grundsätzlich sind sie für alle Materialkombinationen denkbar.
Verbünde mittels Klebebändern
sind gegenüber Einwirkungen von
Feuchte beständig und, abhängig
vom Trägermaterial, auch weitgehend
chemikalienfest. Gegenüber anderen
Fügetechniken bieten geklebte Verbindungen zudem den Vorteil, dass
mechanische Spannungen wegen der
Restelastizität der Haftstellen nahezu
ausgeschlossen werden können. In
besonderem Maße trifft das für Verbünde mit Schaumstoff-Klebebändern
zu, die Spannungskräfte sehr wirksam
aufnehmen und damit kompensieren
können.
www.rct-online.de
laboR+betrieb
Universeller Funk-Alleskönner für Feuchte, Temperatur und CO2-Gehalt
Die Zukunft der Messgeräte ist kabellos – drahtloseKommunikation ist
ein Grundstein für intelligente Geräte.
Der digitale JUMO Wtrans E01 misst
Feuchte, Temperatur und den CO2-Gehalt und ist für anspruchsvollste Anwendungen im Bereich der Raumüberwachung konzipiert. Die Mehrpunkt
CO2- und Temperaturjustage führt zu
hervorragender CO2 Messgenauigkeit
über den gesamten Temperatureinsatzbereich. So ist der Wtrans E01 für
den Einsatz in Landwirtschaft, Industrie, Lagerwirtschaft und im Außenbereich prädestiniert.
Anschließbar an das Gerät sind
Sonden für die physikalischen Messgrößen CO2, Feuchte, Temperatur sowie Widerstandsthermometer mit
PT1000-Temperatursensoren.
Der
Wtrans E01 verfügt über eine USBSchnittstelle zum komfortablen Konfigurieren der einzelnen Paramater.
Die Spannungsversorgung erfolgt
wahlweise über handelsübliche AABatterien oder ein 24 V-Netzteil mit
SELV-Spannung. Per Funk schickt der
leistungsstarke Hochfrequenzschaltkreis dann alle Daten an den bis zu
600m entfernten Empfänger. Für die
Weiterverarbeitung stehen Relaiskontakte, Analogausgänge und eine
digitale Modbus-Schnittstelle zum
Auslesen von bis zu 4 Wtrans E01Sendern zur Verfügung. Auf Grund
des NDIR-Zweistrahlverfahrens ist
der CO2 -Sensor wartungsfrei und
besonders unempfindlich gegen Verschmutzung. Die CO2-Messung arbeitet nach dem Infrarot-Prinzip (NDIR).
Ein patentiertes Autokalibrierungsverfahren kompensiert Alterungseffekte
und garantiert eine hohe Langzeitstabilität. Die zu überwachende Luft wird
durch Konvektion über den Messkopf
und ein kurzes Rohr an die Messzel-
le im Gehäuse geleitet. Der Gasaustausch mit der Messzelle erfolgt über
eine Membran durch Diffusion. Eine
Schmutzbelastung der optischen Messstrecke und damit verbundene Ungenauigkeiten werden dadurch verhindert.
Als CO2-Messbereiche stehen drei
Varianten von 0 bis 2000/5000/10.000
ppm zur Auswahl. Da eine CO2-Konzentration von mehr als 1000 ppm das
Leistungsvermögen beeinträchtigt, ist
es wichtig, neben der Temperatur und
relativen Feuchte die CO2-Konzentration zu erfassen.
Bei der Feuchtemessung handelt
es sich um eine kapazitive Feuchtemessung. Die Sonde liefert die Daten
im Abstand von einer Sekunde. Ein
bereits integrierter Softwarefilter sorgt
hierbei permanent für die Plausibilität
der Daten. Durch die Möglichkeit, alle
Sonden mittels M12-Steckverbinder
mit dem Wtrans E01 zu kontaktieren,
entsteht eine höchstmögliche Flexibilität und ein kundenfreundlicher Austausch in allen Anwendungsbereichen
und Applikationen. Die Sender der
JUMO Wtrans-Familie können uneingeschränkt miteinander kombiniert
werden, da die Empfänger kompatibel
zu allen Geräten der Serie sind.
www.jumo.net
Der schnellste Muffelofen der Welt
Rasche Bestimmung von Ruß- und Kohlefasern sowie Carbon-Nanotubes in Polymeren
Der
Kunststoff-Schnellverascher
Phönix MIV mit Inertgas-Atmosphäre
ermöglicht die schnelle Veraschung
einer Vielfalt von unterschiedlichen
Kunststoffen und Kautschuk zur Bestimmung des Ruß- bzw. Kohlefaseranteils und des Gehaltes an CarbonNanotubes. Das Resultat: Was früher
Stunden brauchte, wird jetzt in Minuten erreicht. Die Einsatzgebiete für
derartige Kunststoffcompounds sind
typischerweise im Flugzeug- und Automobilbau (Stoßstangen, Zierleisten,
Armaturen, Wannen, Abdeckungen,
Fertigteile, etc.) zu finden.
Da die Werkstoffeigenschaften
eines Kunststoffcompounds wesentlich von seinem Füllstoffgehaltes abhängen, ist eine Schnellbestimmung
dieses Füllstoffes (Ruß, Kohlefaser,
Carbon-Nanotubes etc.) zur effektiven Prozesskontrolle unerlässlich.
Mit einem schnellen Eingreifen in die
laufende Produktion kann enorm Geld
eingespart werden.
Mit konventionellen Muffelöfen
werden Polymer und Füllstoff ge-
und die kohlenstoffhaltigen Füllstoffe
werden in ihrem gesamten Gewebe
freigelegt. Das eingebaute Gebläse
entfernt Rauch, Hitze und Dämpfe automatisch und erhöht so die aktive Arbeitssicherheit.
www.cem.de
meinsam im Tiegel verascht und somit kann der Füllstoff nicht gemessen
werden. Eine Alternative stellt das
Phönix MIV mit Inertgas-Atmosphäre
wie z. B. Stickstoffspülung dar.
Die Schnellveraschung im Kunststoffverascher Phönix MIV liefert in
nur 10 min. das Ergebnis. Dabei wird
die Heizmuffel wird mit Inertgas wie z.
B. Stickstoff gespült. Das Kunststoffpolymer verschwelt und verlässt den
Tiegel während der kohlenstoffhaltige
Füllstoff im Tiegel zurück bleibt. Also
wird im Phönix MIV innerhalb von
nur 10 min. der Kunststoff verascht
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labor+betrieb
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Inline-Viskosimeter für ex-Bereiche: L-Vis 520 Ex
Zuverlässige Viskositätsbestimmung während des Produktionsprozesses
Das Inline-Viskosimeter L-Vis 520
Ex zeigt kontinuierlich die Viskosität
und Temperatur von Petrochemikalien, Schmiermitteln, Detergenzien,
Beschichtungen, Stärkeleimen, Keramikschlickern, Viskose und vielen weiteren Prozessflüssigkeiten an. Es eignet sich ideal zur Überwachung von
Suspensionen und Emulsionen und
ist für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen zertifiziert.
Das brandneue Messprinzip des
L-Vis 520 Ex beruht auf der Messung
des dynamischen Flüssigkeitsdrucks,
der sich proportional zur Viskosität
einer Flüssigkeit verhält. Das Viskosimeter wird direkt in die Produktionsflüssigkeit in der Rohrleitung oder
im Mischtank getaucht, ein Bypass
ist nicht erforderlich. Das L-Vis 520 Ex
L-Vis 520 Ex: zuverlässig, revolutionär und
bereit für die permanente Produktionsüberwachung.
liefert stabile Ergebnisse selbst unter
widrigen Bedingungen: Druckschwankungen und Fließrate haben keinen
Einfluss auf die Messung. Der Vis-
kositätsmessbereich reicht von 1 bis
50.000 mPa.s.
Die Viskositätsergebnisse des L-Vis
520 Ex lassen sich mit Laborwerten
vergleichen, um genauere Erkenntnisse über den Produktionsprozess zu
erhalten. Durch eine kontinuierliche
Überwachung der Viskosität in Tanks
und Rohrleitungen lässt sich beispielsweise die Nutzung von RheologieAdditiven optimieren. Mit dem L-Vis
520 Ex kann eine durchgehend hohe
Produktqualität sichergestellt und die
Ausschussmenge reduziert werden.
Die in ein Steuergerät exportierten
Daten können dazu herangezogen
werden, den Produktionsprozess innerhalb eines festgelegten Viskositätsbereichs zu halten.
www.anton-paar.com
Neue Broschüre „Ecodesign“
Kostenfreie Broschüre zur Ökodesign-Richtlinie aus Sicht der Antriebstechnik; Wahlfreiheit der Anwender
bleibt erhalten und wird gestärkt; Wirkungsgradklasse
Motor-/Umrichterkombination auch rechnerisch nachzuweisen
Danfoss präsentiert eine Broschüre, die Grundlagen und Hintergründe des neuen Standard EN 50598
beschreibt. Die Informationsschrift
gibt zudem Erläuterungen zu Auswirkungen bzw. zur Umsetzung.
Ziel der Ökodesign-Richtlinie insgesamt ist, die Auswirkungen aller energieverbrauchsrelevanten Produkte auf
die Umwelt unter Berücksichtigung des
gesamten Lebenswegs zu mindern.
Dazu werden Anforderungen an das
Produktdesign festgelegt. Heruntergebrochen auf die Antriebstechnik, wurden Wirkungsgradklassen für Motoren
(IE1 bis IE4), Umrichter (IE0 bis IE2) und
Motorsysteme (IES0 bis IES2) definiert.
Damit verbunden ist eine Erhöhung
der gesetzlichen Anforderung bei den
Effizienzwerten für Motoren bis 2017.
Wie funktioniert das Ganze? Sehr
einfach, wenn man die Details durch
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
die vorliegende Broschüre kennt: Für
den Anwender bzw. OEM ergibt sich
aus diesen Informationen eine gute
Vergleichbarkeit der Antriebe auf Motoren- und Umrichterebene, auf Systemebene ist die Vergleichbarkeit
etwas eingeschränkt, weil die Testbedingungen zwar festgelegt, aber
dokumentierte Abweichungen von
diesen Vorgaben zulässig sind: Die
ausgewiesenen
Katalog-Wirkungsgrade von festen Kombinationen sind
insofern immer einer Einzelfallbetrachtung zu unterwerfen, weil sich
durch z. B. andere Kabellängen oder
verwendete Filter andere Werte ergeben.
Die Broschüre „Ecodesign“ bietet
somit dem Anwender Hintergrundwissen ebenso wie Detailinformationen
zu den Anforderungen an Motoren,
Umrichtern, deren Kombination sowie Informationen zur Bestimmung
der Effizienzklasse von Motor-Umrichterkombinationen. Dazu kommen
Informationen zu Auswirkungen des
Ecodesign-Standards auf eigene Applikationen, Betrachtungen zu Anwendungsfällen und vieles mehr.
Die Broschüre steht kostenfrei zum
Download bereit unter www.Danfoss.
de/vlt/ecodesign
Weitere informationen rund um
das Thema Ecodesign finden Sie auf
der englischsprachigen Danfoss-Microsite http://vlt-drives.danfoss.com/
Themes/Ecodesign/
prozessautomation
Mehr Durchblick in Anlagen
Von Feldgeräten und deren
rasch implementierbarer
Konnektivität über neue
Vision-Systeme bis zur
Verbrauchsdatenerfassung
für Energieoptimierung –
aktuelle Innovationen helfen
Anlagenverantwortlichen
bei ihrer täglichen Arbeit.
Vom 24. bis 26. Februar findet die
Messe „embedded world“ in München statt. Softing Industrial Automation (ÖV: Buxbaum Automation GmbH,
A-7000 Eisenstadt) präsentierte auf
seinem Stand in Halle 1-100 die einfache Integration von FOUNDATION
fieldbus H1 und PROFIBUS PA-Feldgeräten sowie die neueste Version seiner
Kommunikationslösung zur Integration von Industrial Ethernet und PROFIBUS in Feldgeräte.
FFeasy und PAeasy ermöglichen
eine rasche Umrüstung von Feldgeräten auf FOUNDATION fieldbus (FF) H1
bzw. PROFIBUS PA. Die Integration erfolgt mit Hilfe des Embedded Module
FBK-2 von Softing Industrial Automation und lässt sich schnell und ohne
Programmieraufwand
durchführen.
Diese Lösung eignet sich für die meisten HART- bzw. Modbus-Feldgeräte.
FFeasy besitzt jetzt die Zertifizierung nach ITK 6.1.2 (Interoperability
Test der Fieldbus Foundation), PAeasy
das PROFIBUS PA Profile 3.02. Damit
ist bei beiden Lösungen eine Diagnose nach den Namur-Empfehlungen NE
107 möglich.
Die neue FFeasy-Version beinhaltet außerdem einen PID (proportional–integral–derivative
controller)
Funktionsblock, mit dem sich „Control-in-the-field“-Applikationen realisieren lassen. Diese Verlagerung des
Regelungsprozesses aus der zentralen
Steuerungseinheit in die Feldgeräte
ermöglicht schnellere Reaktionszeiten,
ein geringeres Datenvolumen auf dem
Feldbus sowie eine Entlastung des
Leitsystems und der Steuerungseinheiten.
Die beiden Software-Lösungen basieren auf der selben Hardware – dem
Embedded Communication Kit FBK-2
von Softing – sowie einer StandardFunction Block-Anwendung. In dieser Konfiguration haben sie bereits
alle vorgeschriebenen Zertifizierungsschritte erfolgreich durchlaufen und
Schnelle Realisierung von FOUNDATION fieldbus H1 oder PROFIBUS Feldgeräten.
Bild: Softing Industrial Automation
ermöglichen eine schnelle Feldgeräte-Implementierung ohne Programmieraufwand. Anwender profitieren
von einer reibungslosen Zertifizierung
des Feldgerätes und einer schnellen
Time-to-Market.
Stereo-Kamerasystem
für Roboter
Ultrakompakte Bildverarbeitungssysteme wurden von der Firma Vision
Components (ÖV: Buxbaum Automation GmbH) neu definiert: Der „VC nano
cube dual“ beispielsweise dient als
Basis für flexible und effiziente Automation. Er verleiht Robotern den „optischen Zugang“ zur Außenwelt, etwa
für Anwendungen in Labor- und Produktionsumgebungen.
Ultrakompakte Bildverarbeitungssysteme wie
„VC nano cube dual“ für Stereo-Erfassung
können Anwender über die Firma Buxbaum
Automation GmbH beziehen und erhalten
auch Applikations-Know-how.
Foto: Vision Components
Mit dem Safety-Multi-CameraGripper „Roberta“ hat kürzlich die Firma gomtec (D) beim „handling award“
anlässlich der Messe Motek den zweiten Platz in der Kategorie „Innovative
Neuentwicklung“ erreicht. Der elektrisch betriebene Greifer wurde speziell für kleine und mittelständische Unternehmen entwickelt, die auf flexible
und effiziente Automation setzen. Ein
Novum in der Roboter- und Automatisierungswelt ist das integrierte Stereo-Kamerasystem des Greifers. Als
Basis dient die VC6210 nano cube dual
des Bildverarbeitungsexperten Vision
Components – für gomtec wurde auf
Grundlage der Standardkomponenten ein kundenspezifisches Design
erstellt. Die beiden 1/3“-CMOS-Sensoren der intelligenten Kamera sind
in kompakten Schutzgehäusen von 22
x 22 x 22,5 mm Größe untergebracht,
bieten eine Auflösung von 572 x 480
Pixeln und können 55 Bilder je Sekunde aufnehmen.
Wie alle intelligenten VC-Kameras
erledigt auch dieses Modell selbstständig und ohne externen PC sämtliche
Bildverarbeitungsaufgaben – im Anwendungsfall dient dazu ein 700-MHzProzessor von Texas Instruments. Die
Bilderkennung und Bildverarbeitung
erfolgt somit komplett „on board“ im
Greifsystem. Durch den simultanen
Bildeinzug der beiden Sensoren sind
daher auch 3D-Messungen möglich.
Das Kamerasystem integriert darüber hinaus vier regelbare LichtquelÖsterreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
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prozessautomation
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len, eine automatische, dynamische
Leuchtweiten- und Intensitätsregulierung, Infrarot-Lichtquellen zur Reduzierung von Störeinflüssen aus dem
Umgebungslicht sowie auswechselbare Kameraobjektive mit unterschiedlichen Schärfentiefen. Bei der
Entwicklung des Leichtbaugreifers hat
gomtec zudem besonders auf eine intuitive Programmierung geachtet und
diese mittels der Bildverarbeitungssoftware HALCON Embedded umgesetzt. Das Resultat ist eine einfache
Handhabung, die keine speziellen Programmierkenntnisse erfordert.
Durchgängige Verbrauchsdatenerfassung als Basis
für Energiemanagement
Wie PC-based Control die Bereiche
Smart Metering und Big Data verbindet, demonstriert das Unternehmen
Beckhoff, unter anderem jenen Anwendern, die sich auf der Messe „Eworld 2015“ in Essen (D) einfanden.
Zur Durchführung einer energetischen Betriebsführung von Gebäuden und Anlagen ist es erforderlich,
in möglichst kurzen Zeitintervallen die
Verbräuche von Wasser, Strom und
Wärme zu erfassen. Hierfür bietet Beckhoff mit PC-based Control die optimale Basis zur Verbrauchsdatenerfassung und -verarbeitung inklusive einer
sicheren Kommunikation mit Cloudbasierten Datenbank-Systemen.
In vernetzten Anlagen, Gebäuden,
Liegenschaften aber auch Städten
können Verbrauchsdaten wie Strom,
Wasser, Wärme oder Gas in der Cloud
zur Verfügung gestellt werden. Diese große Datenmenge – „Big Data“
– dient dem Gebäudenutzer, Gebäudebetreiber oder den Kommunen
zur energetischen Optimierung. Störungen oder Mehrverbräuche lassen
sich leicht erkennen. Störungsaufdeckung – auch aus der Ferne – und de-
Mit PC-based Control lassen sich modular und fein skalierbar die Erfassung von Energiedaten
und Messwerten sowie eine gesicherte und standardisierte Anbindung an Cloud-Systeme realiFoto: Beckhoff
sieren.
taillierte, hochgenaue Verbrauchsstatistiken können so vereinfacht werden.
Mit PC-based Control stellt Beckhoff die ideale Plattform für Smart
Metering zur Verfügung. Die Verbrauchsdatenerfassung erfolgt über
die modularen, für vielfältigste Signale geeigneten Beckhoff I/O-Klemmen, entweder über einen direkten
Anschluss eines Sensors, durch verteilte I/Os an einem Feldbus (z.B.
EtherCAT, PROFINET, BACnet/IP) oder
über unterlagerte Busse wie M-Bus.
Die Steuerung, Regelung und Datenvorverarbeitung übernimmt ein Embedded-PC, der in verschiedenen Leistungsklassen einfach skalierbar ist.
In der Engineering-Umgebung von
TwinCAT werden die PLC-Funktionen
programmiert, bei Bedarf z.B. auch
C++-Programmcodes integriert sowie
die I/O-Punkte, die Datenbankanbin-
dung und das Kommunikationsprotokoll OPC UA (Unified Architecture) konfiguriert. Über den TwinCAT Database
Server kann die Anbindung an CloudSysteme realisiert werden. Optional
lassen sich die Daten auch lokal im Embedded-PC puffern und analysieren.
Bei OPC UA dient der EmbeddedPC als Client und die übergeordnete
Energiemanagement-Software
als
OPC-UA-Server. OPC UA bietet die
Möglichkeit einer gesicherten und –
nach IEC 62541 – standardisierten Datenübertragung.
Infos im Web
http://industrial.softing.com/de
www.vision-components.com
www.myautomation.at
www.beckhoff.at
Lean- & Complexity Management in der Chemischen- und
Pharmazeutischen Industrie
Lean in Produktentwicklung und
Produktion, Wertstromanalyse, Optimierung der Value Chain, OpEx, Integriertes Produktionssystem, Komplexitätsreduktion
24. - 26. Jun 2015
Hotel Steigenberger Berlin
Wertstromdesign zur Gestaltung
Restriktionsreicher Produktionsabläufe in der Prozessindustrie
In einer fundierten Einführung
lernen Sie Zielsetzung, Vorgehen
und Haupteffekte der Wertstrom-
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
methodik kennen. Im praktischen
Teil wird ein aus der Praxis abgeleitetes Fallbeispiel vorgestellt. Zudem können konkrete Teilnehmerfragen bearbeitet und beantwortet
werden.
Moderator: Dr. Klaus Erlach
nd Automatisierung IPA.
Die Konferenzsprecher kommen
aus den Firmen Baxter AG, Boehringer Ingelheim Pharma GmbH &
CoKG, Bayer HealthCare AG, BASF
SE, AkzoNobel, SE Tylose GmbH &
CoKG.
Eine Veranstaltung der marcus evans Germany Ltd.
ME ist Anbieter von Informationsund Networkingplattformen für Führungskräfte.
www.marcusevansde.com
Allgemeine Anfragen:
Heide Guhl-Behrendt
Marketing Manager
Unter den Linden 21, 10117 Berlin
Telephon: 0049 (0)30 89061 283
Fax: 49 (0) 30 890 61 434
Email:
[email protected]
prozessautomation
Weidmüller Firewall/NAT Router: Durch IP-Routing erfolgt eine
kontrollierte Vermittlung des Datenverkehrs zwischen Subnetzen. Die
Segmentierung in Teilnetze reduziert dabei die Netzwerklasten.
Gigabit Industrial Security Router für die sichere Kommunikation zwischen Ethernet-Netzwerken bei reduziertem Adressierungsaufwand.
Grafik: Effiziente Integration von gleichen IP-Subnetzen.
Konnektivität in allen Richtungen
Weidmüller als Experte für
Verbindungen erweitert sein
Portfolio laufend. Ob es um
sichere Industrienetzwerke
oder Effizienz in der Schaltschrankplanung geht – das
Motto „Let’s connect“ passt
auf jeden Fall und Anwender
werden garantiert fündig.
Gigabit Industrial Security Router für die sichere Kommunikation
zwischen Ethernet-Netzwerken bei
reduziertem Adressierungsaufwand
wurden von Weidmüller kürzlich vorgestellt. Vorteile sind unter anderem
die effiziente Integration von gleichen
IP-Subnetzen.
Eigens für Industrienetzwerke entwickelte Weidmüller seinen neuen Gigabit Security Router: Der Firewall/
NAT Router bietet eine sichere Kommunikation zwischen ethernetbasierten Maschinen und Anlagen sowie
übergeordneten Netzwerken. Hierzu
verfügt der leistungsstarke IndustrialSecurity Router mit integrierter Firewall über zwei Gigabit-Ports (LAN/
WAN). Über die Funktionen 1:1-NAT
und
IP-Forwarding/Virtual-Mapping
integrieren Anwender gleiche IP-Subnetze einfach in ein übergelagertes
Produktionsnetzwerk.
Eigenschaften. Eine Fokussierung auf
relevante Funktionen empfiehlt sich,
wenn der Anpassungsaufwand zur
IP-Integration von Maschinen in übergelagerte Netzwerke möglichst gering ausfallen soll. Der neue Firewall/
NAT-Router IE-SR-2GT-LAN-FN von
Weidmüller mit zwei Gigabit-EthernetSchnittstellen (10/100/1000BaseT(X))
ist speziell für Applikationen ausgelegt,
bei denen Netzwerksicherheit und Network Address Translation (NAT) im Vordergrund stehen. Dank der integrierten
Stateful-Inspection-Firewall mit flexibler 2-Wege-Paketfilterung (WAN/LAN
ein- und ausgehend) schützt der Router industrielle IP-Netzwerke zuverlässig und sicher.
Beim Firewall/NAT-Router erfolgt
die virtuelle Umsetzung von IP-Adressen einfach mittels 1:1-NAT. Das heißt,
Serienmaschinen mit identischem IPAdressraum lassen sich parallel betreiben und in überlagerte Netzwerke
einbinden – ohne jeder Maschine individuelle IP-Adressbereiche zuweisen
zu müssen.
Industrial Security Router von
Weidmüller wie der IE-SR-2GT-LANFN dienen einer optimierten Netzwerkinfrastruktur. Er bietet statisches oder
dynamisches Routing und unterstützt
RIPv2/ OSPF. Der Router leitet den Datenverkehr kontrolliert zwischen „geswitchten“ Ethernet-Netzwerken (IPRouting) weiter.
Fokussierung auf
­relevante Funktionen
Industrietaugliche Router weisen
typischerweise einen hohen Funktionsumfang auf. Je nach Applikation benötigen Anwender tatsächlich nur einige
Weidmüller Reihenklemmen WDT 2.5 sorgt mit integrierter Schaltschrankreserve für hohe
Flexibilität.
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Außerdem reduziert er Netzwerklasten durch Aufteilung in separate
Netzwerke
(Broadcast-Limitierung)
und schützt - dank Firewall und Masquerading - vor unbefugten Zugriffen. Auch die Firewall des IE-SR2GT-LAN-FN
stellt
umfangreiche,
konfigurierbare Filterfunktionen bereit und erkennt legitimierten Datenverkehr, weist also nicht autorisierte Netzwerkzugriffe zuverlässig ab.
Der Firewall/NAT-Router hat weitere
Funktionen wie Priorisierung und Kanalisierung des Netzwerkverkehrs ab
Werk implementiert.
Neben seiner kompakten Konstruktion (35 mm x 159 mm x134 mm - B x
H x T) besitzt der Firewall/NAT-Router
(IP 20) zwei RJ45-Ports, einen USBPort, einen SCM-Kartenleser, diverse
LED-Anzeigen für Zustandssignalisierungen sowie digitale Ein-/ Ausgänge und einen Factory-Reset-Button.
Industriellen Bedürfnissen entspricht
gleichfalls der Betriebstemperaturbereich: Er reicht von – 20°C bis +70°C.
Weidmüller bietet weitere LAN/
WAN-Router mit integrierten VPNTechnologien an: Für den gesicherten,
weltweiten Fernzugriff auf Maschinen
und Anlagen eignen sich die Modelle
IE-SR-2GT-LAN mit den Funktionen:
IP-Routing, Firewalling, NAT und Fernwartung über gesicherte VPN-Verbindungen. Das Modell IE-SR-2GT-UMTS3G verfügt darüber hinaus über
zusätzliche Vernetzungsmöglichkeiten
mit mobilfunkgestütztem Datenfunk.
Ausbaukosten für die zweite Klemmenebene entstehen erst bei Bedarf.
Reihenklemmen für ­innovative
Schaltschrankplanung
Im Anlagen- und Maschinenbau
gibt es immer wieder Diskussionen
um die Platzreserve in Schaltschränken und Bedienpulten. In der Praxis
wird häufig mit 20% Platzreserve gearbeitet. Nachforderungen und Sonderwünsche des Kunden lassen den
Reserveplatz schnell schrumpfen, zusätzliche Tragschienen oder Montageplatten in den Seitenwänden sind
dann eine gern durchgeführte Erweiterungsmaßnahme, die nicht immer
akzeptiert wird. Zudem muss die Elektroinstallation mit permanent eingeschränktem Platzangebot auskommen.
Weidmüller hat sich dieser Aufgabe angenommen und bietet mit dem
Reihenklemmensystem WDT 2.5 eine
innovative Lösung an. Optionale Erweiterungen lassen sich durch die
Plug-and-play-Funktion des Systems
im „Handumdrehen“ durchführen.
Auf die verdrahtete Einstockklemme wird eine zusätzliche Klemme
aufgesteckt, es entsteht eine Doppelstockklemme. Selbstverständlich
sind beide Reihenklemmen elektrisch
voneinander isoliert. Dadurch stehen
auf dem Weidmüller Reihenklemmensystem WDT 2.5 stets genügend
Ausbaureserven zur Verfügung. Eine
optionale elektrische Verbindung zwischen den beiden Ebenen ist über den
Vertikalverbinder ZVQ 2.5 möglich.
Das Reihenklemmensystem WDT 2.5
bringt die Schaltschrankreserve von
Haus aus mit. Ausbaukosten für die
zweite Klemmenebene entstehen erst
bei Bedarf.
www.weidmueller.at
Große Leistung in kleinem Gehäuse
Automation PC 2100: Steuerung und PC in einem
Der neue Automation PC 2100 von
B&R vereint die PC-Welt mit Anwendungen in harter Echtzeit. Auf den leistungsstarken Mehrkernprozessoren
mit Intel-Atom-Technologie laufen Automation Runtime und Windows bei
Bedarf parallel. Der Automation PC
2100 kann somit zugleich als hochperformante Industriesteuerung und zum
Beispiel als PC für aufwendige Visualisierungen verwendet werden. Durch
seine
kompakten
Ab-messungen
verbraucht er zudem kaum Platz im
Schaltschrank.
Trotz des ultrakompakten Gehäuses ist der Automation PC 2100 ein
vollwertiges PC-System, das einen
Meilenstein in der Leistungsfähigkeit
von Embedded-Systemen darstellt
und ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Die Prozessorleistung
ist voll skalierbar, der Automation
PC 2100 wird wahlweise mit Single-,
Österreichische Chemie Zeitschrift 1/2015
komplett wartungsfrei. 2 GigabitEthernet-Schnittstellen, eine USB-2.0und eine USB-3.0-Schnittstelle sind
standardmäßig integriert. Feldbusanschlüsse wie POWERLINK oder CAN
können individuell konfiguriert werden. Als Datenträger kommen kompakte CFast-Karten zum Einsatz, die
auf MLC-Basis auch mit 60 GB und
mehr zur Verfügung stehen.
Beste Grafik-Performance
Duo- oder Quadcore-Prozessoren geliefert. Dabei werden in der höchsten
Ausbaustufe sogar die PerformanceWerte mancher Core-i-Prozessoren
übertroffen.
Komplett wartungsfrei
Alle Varianten kommen ohne Lüfter oder weitere rotierende Teile aus.
Dadurch ist der Automation PC 2100
Die von den Core-i-Prozessoren
abgeleitete Grafik-Engine der Intel-Atom-Prozessoren
bietet
eine
leistungs-fähige Grafikverarbeitung,
die auch Bildschirme in Full-HD-Auflösung unterstützt. Erstmals in diesem
Segment wird DirectX 11 unterstützt,
das bei vielen SCADA-Systemen mit
anspruchsvoller Grafik zum Einsatz
kommt.
www.br-automation.com
100 Jahre
Linde Gas Österreich.
O2
Oxygen
www.linde-gas.at