Zeitung 1

Bad Säckingen
DIE GRÖSSTE ZEITUNG ZWISCHEN ALB UND WEHRA
SÜDKURIER NR. 62 | S
M O N T A G , 1 6 . M Ä R Z 2 0 15
19
www.suedkurier.de/saeckingen
Nachr chten
VERKEHRSUNFALL
Fahrer schläft
auf Autobahn ein
Effingen – Ein 21-jähriger
Autofahrer verursachte am
späten Freitagabend gegen
22.30 Uhr einen Selbstunfall
auf der Autobahn A3 beim
schweizerischen Effingen.
Nach ersten Erkenntnissen
dürfte er während der Fahrt
von Brugg Richtung Frick kurz
nach dem Bözbergtunnel am
Steuer eingenickt sein. Das
Auto geriet nach rechts ab und
kollidierte mit Betonsteinen.
Der 21-jährige Fricktaler blieb
unverletzt und konnte sich
selbst aus dem Unfallauto
befreien. Die Kantonspolizei
Aargau nahm ihm den Führerausweis vorläufig ab. Zudem
wurde eine Blut- und Urinprobe zur Abklärung von Drogen- oder Medikamenteneinfluss angeordnet. Der Sachschaden beträgt zirka
12 000 Franken.
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ZUM WEITERSAGEN
!
Wussten Sie
eigentlich, dass . . .
➤ mittlerweile rund 16 Prozent
der Bevölkerung in Deutschland besonders im Frühjahr
unter allergischen Reaktionen durch Pollenflug leiden?
➤ sich der Pollenflug im Laufe
der letzen Jahre aufgrund
des milden Klimas dahingehend verändert hat, dass
je nach Witterung die Pollenflugzeit länger dauert
und früher beginnt?
➤ es möglich ist, dass im November die letzen Gräserund Brennnesselpollen und
im Dezember schon die
ersten Haselnusspollen
fliegen? (hmv)
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EBOLA-EINSATZ
Dennenmoser
zu Gast in Landesschau
Bad Säckingen/Hochsal –
DRK-Rettungsassistent Christoph Dennenmoser ist am
Montag, 16. März, 18.45 Uhr,
Studiogast in der SWR-Landesschau Baden-Württemberg.
Insgesamt fünf Wochen lang
war der DRK-Mann aus Hochsal in Liberia, um dort Patienten mit Ebola-Verdacht betreut. Ende Januar kam der
erfahrene Katastrophenhelfer
des DRK-Ortsverbands Säckingen zurück und war anschließend drei Wochen lang in
Quarantäne. Danach war
endgültig klar, dass er sich
nicht mit dem Ebola-Virus
infiziert hatte. In der Landesschau erzählt Dennenmoser
von seinem Einsatz und erinnert sich an die Herzlichkeit,
die er in Liberia erfahren hat.
MÄNNERWERK
Probst und Lauber
als Obmänner
Bad Säckingen/Wehr – Das
katholische Männerwerk Säckingen-Dinkelberg wählte an
seinem Dekanatstag kürzlich
Werner Probst aus Öflingen
und Alois Lauber aus Bad
Säckingen zu seinen neuen
Obmännern. Sie wollen die
Aufgabe zunächst für eine
beschränkte Zeit gemeinsam
übernehmen. Der bisherige
Obmann Rolf Schwarz hatte
darum gebeten, nach zehn
Jahren einen Nachfolger zu
wählen. Das Treffen begann
mit einer Eucharistiefeier in
der St. Martinskirche Wehr.
Diakon Ferdinand Beising
informierte über aktuelle
kirchliche Themen.
Tobias Förster ist neuer Gesamtkommandant
der Bad Säckinger Feuerwehr. Rechts Stellvertreter Mark Jagenow, links zweiter Stellvertreter Volker Schultheiß. B I L D E R : L I N K E
Tobias Förster
Feuerwehrchef
VON FRANK LINKE
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Brachten dem begeisterten Publikum eine schöne Kunst nahe: Das Ballett der Jugendmusikschule mit Ivan Korneev. Im Bild (von links):
Alina Schmidt, Anika Schmid und Vanessa Deak. B I LD ER : F R A N K L I N K E
Stars aus der Nachbarschaft
➤ „Bad Säckinger Stadt-
geschichten“ im Kursaal
➤ 550 Besucher bei
der Premiere dabei
VON MARKUS VONBERG
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Bad Säckingen – Bürgermeister Alexander Guhl versprach als Gastgeber
den 550 Besuchern im Kursaal nicht zu
viel: „Sie werden einen anderen Blick
auf unsere wunderschöne Stadt sehen!“
Vor ausverkauftem Haus hatten dort am
Samstag die „Bad Säckinger Stadtgeschichten“ Premiere, am Sonntag wurden sie vor mehreren Hundert Gästen
ein zweites Mal gezeigt. Die vom JourRainer JörBad Säckinger nalisten
ger mit UnterstütStadtgeschichten zung des Medienhauses
SÜDKURIER und der Sparkasse
Hochrhein
produzierte Multimediareportage bot
mehr als zwei StunSparkasse
Hochrhein
den Show, Musik
und Information.
Mit Jörger moderierten vom SÜDKURIER-Lokalchef Andreas Gerber und
Sportredakteur Gerd Welte den Abend.
Menschen im Mittelpunkt
Die „Stadtgeschichten“ erzählen von
Menschen. Ein Videoclip auf Großleinwand stellt sie, ihre Arbeit oder ihr
Hobby vor. Dann werden die Bilder zu
Fleisch und Blut und diejenigen, die
eben im Film zu sehen waren, treten
zum Interview oder zum Live-Act auf
die Bühne. Was da geboten wird,
braucht den Vergleich mit keiner
abendlichen TV-Show zu scheuen. Mitbürger werden zu Stars.
Zum Beispiel Christina Scholz. Die
19-Jährige arbeitet bei der Bad Säckinger Stadtverwaltung. Im Kursaal zeigte
sie sich als Countrysängerin mit bemerkenswerter Stimme und starker Ausstrahlung. Oder Rolf Gebrande. Der
Zahnarzt behandelt seit seinem Ruhestand Menschen in der Dritten Welt. Auf
eigene Kosten reiste schon nach Namibia und in die Mongolei. Nepal soll sein
nächster Einsatzort sein.
Heinz Blum spielte nicht nur den berühmten
„Trompeter von Säckingen“.
„Stadtgeschichten“-Produzent Rainer Jörger
kennt Bad Säckingen auch als Journalist.
Viel in der Welt unterwegs war auch
Ivan Korneev. Er unternahm als Erster
Solist des Moskauer Bolschoi-Balletts
zahlreiche Tourneen. An der Jugendmusikschule Bad Säckingen unterrichtet der 43-Jährige Ballett. Mit seinen
Elevinnen machte er den Kur- zum Ballettsaal. Nicht minder virtuos und grazil
war das, was Alisa und Anne Lais boten.
Die Schwestern fahren Kunstrad beim
RSV Wallbach und haben sich eben fürs
DM-Halbfinale qualifiziert. Doch auch
die RSV-Radballer sind in ihrem Sport
eine Größe. 2016 richtet der Verein die
Europameisterschaft aus, wie Vereinsvorsitzender Paul Frank verriet. „Da
spielen die weltbesten Mannschaften!“
Säckinger Institutionen sind das
Müllmuseum Wallbach, der Hutsalon
Ruth Stoll und der Zirkus Paperlapapp.
Karl Thomann erzählte, wie er und sein
Vater es schafften, so viel Weggeworfenes vor dem Untergang zu bewahren.
Beide arbeiteten auf der Deponie Wallbach. „Er halbtags, ich halbtags. Da hatten wir alles im Griff und nichts ist nebennaus.“ Die 92-jährige Hutmachermeisterin Ruth Stoll wurde durch ihre
Großnichte Helena Bruchhäuser vertreten. Sogar bei der Krönung des niederländischen Königs hätten Gäste
schon Kreationen aus der seit 1923 bestehenden Salon an der Rheinbrückstraße getragen, berichtete sie. Große
Pläne hat Michael Koubik weiterhin mit
dem Zirkus Papperlapapp. Er wolle die
staatliche Anerkennung als Zirkusschule beantragen, verriet Koubik.
18 Kinder und Jugendliche üben sich in
dem Caritasprojekt in Jonglage und
Akrobatik. Auf der Kursaalbühne zeigten sie die Ergebnisse.
Auch Bad Säckingen zum Schmecken
hatten die „Stadtgeschichten“ parat.
Klaus und Simone Richert vom Café
Heinritz verteilten Trompeter-Pralinen, die es ab morgen zu kaufen geben
wird. Begonnen hatte die neue Sicht auf
die eigene Stadt mit dem Blick durch
Kinderaugen. Mädchen und Buben der
Weihermattenschule betätigten sich als
Nachrichtensprecher und Reporter. Sie
interviewten beispielsweise Bürgermeister Guhl oder befragten Passanten,
was sie von einer bunt angemalten
Holzbrücke hielten. Die drei Säckinger
Ortsvorsteher Fred Thelen, Friedrich
Schupp und Franz-Martin Sauer stellten in einer Videosequenz die Stadtteile
Wallbach, Rippolingen und Harpolingen vor. Und natürlich durfte bei einem
solchen Abend Heinz Blum nicht fehlen, der als Trompeter von Säckingen
den Abend mit „Die Gedanken sind
frei“ eröffnete und mit dem „Behüt’
Dich Gott“ den letzten Akzent setzte.
Lust auf mehr
Die „Stadtgeschichten“ seien für Bad
Säckingen eine „tolle Sache“, wie sich
Sparkassenvorstand Wolf Morlock in
seinem Grußwort freute. Sie machten
„Lust auf Heimat“, fasste SÜDKURIERRegionalleiter Kai Oldenburg für den
Medienpartner des Projekts zusammen. Und sie machten Lust auf mehr,
wie der Applaus der Besucher zeigte.
Bad Säckingen – Tobias Förster wurde
am Freitag mit großer Stimmenmehrheit zum neuen Gesamtkommandanten der Bad Säckinger Feuerwehr gewählt. Er löst Ulrich Maier ab, der zehn
Jahre lang an der Spitze Verantwortung
trug.
Förster war bis dato stellvertretender
Gesamtkommandant. Dieses Amt
übernimmt jetzt Mark Jagenow. Sein
Mitbewerber um dieses Amt, Jens Olsen, unterlag bei der Wahl gegen Jagenow nur knapp. Zweiter Stellvertreter
bleibt Volker Schultheiß. Förster, Jagenow und Schultheiß wollen die Feuerwehr bei bewährten Strukturen nun
weiter voranbringen. Dass dies gelingen wird, davon zeigten sich am Freitag
auch Bürgermeister Alexander Guhl
und der stellvertretende Kreisbrandmeister Klaus Felber überzeugt.
Beider Dank galt am Freitag insbesondere Ulrich Maier, der der Feuerwehr seit 38 Jahren angehört, davon
zehn Jahre als Gesamtkommandant,
acht Jahre als Abteilungskommandant
und fünf Jahre als Stellvertreter Gesamtkommandant. Guhl würdigte die
gute Zusammenarbeit mit Maier. So habe Maier bei den „Wünschen“ für die
Feuerwehr nie überzogen, sei hart in
der Sache gewesen, habe aber auch
stets den Gesamthaushalt der Stadt
nicht aus den Augen verloren.
Guhl beschrieb den scheidenden
Kommandanten in der Hauptversammlung als „sehr direkt, aber auch
Diplomat“. Ehrenkommandant Werner Schmid hielt eine launige Laudatio.
Entsprechend seiner Art wollte Maier
selbst am Freitag kein großes Aufsehen
und hielt seine eigne Rede somit sehr
kurz. Am Ende gab es stehende Ovationen – und natürlich ein Geschenk, sowohl von der Feuerwehr als auch von
der Stadt.
Ausschussmitglieder
In den Feuerwehrausschuss wurden
währen der Versammlung gewählt: Andreas Höltmann, Mark Jagenow, Ralf
Mutter und Peter Scholz (Abteilung Bad
Säckingen), Oliver Schapfel, Christian
Siebold und Ulrich Probst (Abteilung
Wallbach), Matthias Gräfe und Pascal
Hieber (Abteilung Harpolingen), Katja
Fischer und Markus Lütte (Abteilung
Rippolingen).
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Weitere Bilder auf Seite 21 und im Internet:
www.suedkurier.de/bilder
550 Gäste verfolgten
im ausverkauften
Kursaal die Premiere
der „Bad Säckinger
Stadtgeschichten“.
Ulrich Maier (rechts) wurde am Freitag gebührend verabschiedet. Bürgermeister
Alexander Guhl hatte ein Geschenk dabei.