Geschäftsbericht 2014

CalIdaHolding
Geschäftsbericht 2014
dieser Geschäftsbericht kann bestimmte, in die Zukunft gerichtete aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen annahmen
und Prognosen der Geschäftsleitung der CalIda Holding aG beruhen. Verschiedene bekannte und unbekannte Risiken,
Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung
oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. die CalIda Holding aG
übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder
Entwicklungen anzupassen.
der Geschäftsbericht der CalIda Holding aG erscheint in den Sprachen deutsch und Englisch. Im Fall unterschiedlicher
Interpretationen gilt der deutsche Text.
CalIda im Berichtsjahr
4
CalIda im Profil
9
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
13
Jahresrechnung 2014 CalIda Holding aG
58
Vergütungsbericht 2014
65
Corporate Governance Bericht 2014
71
CalIda im Berichtsjahr
sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre
CalIda hat die vor Jahresfrist mehrheitlich übernommene
laFUMa Gruppe im Geschäftsjahr 2014 erstmals voll konso­
lidiert. die durch die akquisition stark gewachsene CalIda
Gruppe zeigt sich in guter Verfassung. Obwohl die beiden
Stammmarken CalIda und aUBadE erwartungsgemäss im
Berichtsjahr weder im Umsatz noch im Ertrag das sehr gute
Vorjahresergebnis erreichen konnten, erzielte die CalIda
Gruppe im Geschäftsjahr 2014 insgesamt ein starkes Wachs­
tum. dies ist auf die gute Entwicklung der drei divisionen der
neu erworbenen laFUMa Gruppe zurückzuführen, welche
allesamt über den budgetierten Erwartungen liegen. der bei
der Übernahme der defizitären laFUMa angestrebte Turna­
round wurde damit schneller erreicht als geplant.
die wichtigsten finanziellen Kennzahlen entwickelten sich im
Geschäftsjahr 2014 wie folgt:
– der Nettoumsatz verdoppelte sich von CHF 206.4 Millio­
nen auf CHF 412.4 Millionen (plus 99.8 Prozent)
– das Betriebsergebnis nach allen Einmalkosten stieg um
29.4 Prozent von CHF 21.0 Millionen auf CHF 27.2 Milli­
onen. die Umsatzrendite betrug 6.6 Prozent (Vorjahr 10.2
Prozent)
– das Konzernergebnis erhöhte sich um 123.1 Prozent von
CHF 10.6 auf CHF 23.6 Millionen
– der operative Cashflow mit CHF 19.5 Millionen (Vorjahr
CHF 19.7 Millionen) und die Netto­liquidität mit CHF
31.2 Millionen (Vorjahr CHF 34.7 Millionen) blieben na­
hezu unverändert, trotz einmaligem Cash­abfluss für die
Restrukturierung von laFUMa (CHF 10.5 Millionen)
– die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 49.2 Prozent auf
53.8 Prozent
die CalIda Gruppe ist somit finanziell und operativ gut
gerüstet, um sich in ihren äusserst wettbewerbsintensiven
Märkten auch in Zukunft behaupten zu können und weiter
zu expandieren.
Nach einem starken ersten Halbjahr, mit einem Umsatz­
wachstum von 1.5 Prozent, schwächte sich die Konsumnach­
frage im zweiten Halbjahr deutlich ab. dennoch resultierte
zum Jahresende ein knappes währungsbereinigtes Plus von
0.6 Prozent. In den eigenen Stores wurde im Gesamtjahr
flächenbereinigt ein Wachstum von 2.2 Prozent erzielt. die
direkten Verkäufe übers Internet erhöhten sich um 71.9 Pro­
zent auf CHF 2.4 Millionen und diejenigen in den Outlet­
stores um 11.3 Prozent auf CHF 10.9 Millionen. dank der
positiven Entwicklung der eigenen Vertriebskanäle konnte
die weitere abschwächung im Wholesale kompensiert wer­
den. das Wholesalegeschäft mit dem Einzelhandel und den
Warenhäusern war auch im Berichtsjahr rückläufig. In den
Schlüsselmärkten Schweiz und deutschland, in denen die
Marke CalIda über 80 Prozent des Umsatzes erzielt, zeigte
sich der Vertrieb über den traditionellen Einzelhandel stabil,
während bei den Warenhäusern Umsatzeinbussen in Kauf
genommen werden mussten.
die Exportmärkte entwickelten sich stabil.
der Schwerpunkt der aktivitäten der Marke CalIda lag im
Berichtsjahr auf der aktualisierung und Modernisierung der
Kollektionen, die laufend an die sich verändernden Konsu­
mentenbedürfnisse angepasst werden. dabei wird der tradi­
tionelle anspruch an höchste Qualität in Bezug auf Materia­
lien, Passform und Konfektion konsequent verfolgt. Trotz
hohem Kostendruck wird ein nachhaltig gutes Preis­leis­
tungsverhältnis angestrebt.
die positive Umsatzentwicklung in den eigenen Vertriebska­
nälen und das ausgezeichnete Betriebsergebnis bestätigten,
dass die Marke CalIda auf dem richtigen Weg ist.
AUBADE Division
die Geschäftsentwicklung und die operativen Schwerpunkte
in den fünf divisionen waren im Berichtsjahr sehr unter­
schiedlich.
Nach fünf Jahren soliden Wachstums (von Euro 39.6 Millio­
nen im Jahr 2009 bis auf Euro 55.0 Millionen im Vorjahr)
verlor aUBadE im Berichtsjahr 2014 erstmals leicht an Um­
satz, und zwar 2.0 Prozent auf Euro 53.9 Millionen.
CALIDA Division
dies ist primär auf das schwache Konsumumfeld im Haupt­
markt Frankreich und in den wichtigsten Exportmärkten in
Europa und Japan zurückzuführen. die eigenen, direkt be­
triebenen Vertriebskanäle erzielten zwar ein flächenbereinig­
tes Wachstum (Retail mit den aUBadE Boutiquen von 0.6
Prozent, Outlets von 10.8 Prozent und direktverkäufe übers
Mit einem nahezu unveränderten Umsatz von CHF 137.8
Millionen (Vorjahr CHF 138.7 Millionen) und einem weiter­
hin äusserst soliden Gewinnbeitrag bleibt das Geschäft der
Marke CalIda die tragende Säule der CalIda Gruppe.
4
CalIda im Berichtsjahr
Internet von 47.3 Prozent) und erwiesen sich damit als wich­
tiger Umsatzstabilisator, ohne allerdings den rückläufigen
Wholesaleumsatz vollständig kompensieren zu können.
der Umsatzrückgang im Wholesale fiel im gleichen Masse in
Frankreich und in den Exportmärkten an und ist strukturell
bedingt. Seit vielen Jahren schon schrumpft der Fachhandel.
Konsequenterweise müssen wir uns auf den direktvertrieb an
unsere Konsumenten konzentrieren. dieser beträgt über die
Vertriebskanäle Retail, Outlet und Internet bereits 41.9 Pro­
zent des Umsatzes von aUBadE.
Ein wichtiges operatives Schwerpunktthema bei aUBadE
war in den vergangenen Jahren die Profitabilität des Retail­
geschäftes. durch permanente Optimierung der Warenwirt­
schaft, durch Schulung des Verkaufspersonals und durch
gezielte Marketingmassnahmen, hat aUBadE in seinen
französischen Stores die angestrebte Profitabilität nahezu
erreicht.
dagegen ist die Entwicklung in den internationalen Märkten
ausserhalb Frankreichs weder im Wholesale noch in den ei­
genen Boutiquen befriedigend.
das wichtigste strategische Thema für die kommenden Jahre
wird deshalb die Internationalisierung der Marke aUBadE
sein. dies wird Massnahmen in den Bereichen Kollektions­
entwicklung, Marketing und Vertrieb erfordern.
MILLET Mountain Group
die MIllET Mountain Group umfasst die drei Marken
MIllET, EIdER und laFUMa Outdoor. Im Berichtsjahr er­
zielte diese division einen Umsatz von Euro 109.8 Millionen
(Vorjahr Euro 122.7 Millionen), wobei die Marke MIllET ei­
nen leicht rückläufigen Umsatz von Euro 59.1 Millionen
(Vorjahr Euro 60.4 Millionen) und EIdER ein leichtes Wachs­
tum auf Euro 22.6 Millionen (Vorjahr Euro 21.8 Millionen)
erzielte. laFUMa Outdoor schrumpfte um 33.4 Prozent auf
Euro 25.6 Millionen (Vorjahr Euro 38.7 Millionen).
die Umsatzentwicklung der drei Marken der MIllET Moun­
tain Group, die 2014 erstmals unter einem dach von einem
gemeinsamen Management Team in annecy geleitet wurde,
entspricht unserer Strategie und den Erwartungen. der Ge­
winnbeitrag der MIllET Mountain Group war deutlich positiv
und übertraf das Budget. der Hauptfokus im Berichtsjahr lag
bei der Integration der drei Marken in die CalIda Gruppe, der
Neuorganisation des Management Teams sowie einer Neupo­
sitionierung der zuvor defizitären Marke laFUMa Outdoor.
Während die organisatorischen und strukturellen Verände­
rungen der MIllET Mountain Group in Frankreich Ende
2014 abgeschlossen wurden, stehen noch bedeutende Pro­
jekte im internationalen Bereich an.
die MIllET Mountain Group besteht heute aus zu vielen
operativen Einheiten in den auslandmärkten. die Struktur
muss vereinfacht und zentralisiert werden.
Ein wichtiger zukünftiger Schwerpunkt bei dieser division ist
auch das Retail­, Outlet­ und Internetgeschäft. die drei di­
rekten Vertriebskanäle machen zwar bereits rund 22.7 Pro­
zent des Umsatzes aus, ihre Effizienz und Profitabilität ist je­
doch ungenügend.
auch an der Produktbeschaffung muss gearbeitet werden.
die MIllET Mountain Group betreibt drei eigene Produkti­
onsstätten in Ungarn, Tunesien und China, welche alle ein
beträchtliches Optimierungspotential haben.
Hinsichtlich zukünftiger Marktentwicklung der division wird
asien wichtig sein. Schon heute trägt es rund 20 Prozent zum
Umsatz bei. dies ist eine ausgezeichnete Basis, um die Prä­
senz in dieser Wachstumsregion weiter auszubauen.
FURNITURE Division
die FURNITURE division stellt im eigenen hoch automatisier­
ten Werk in Frankreich Camping­ und Gartenmöbel im mitt­
leren Preissegment her. 2014 hat sie in ihrem ersten Jahr als
selbstständige division ausgesprochen erfolgreich gearbeitet.
davor war sie in die laFUMa Brand Organisation integriert.
die Umsätze stiegen im Berichtsjahr um 1.5 Prozent auf Euro
32.6 Millionen. der Gewinnbeitrag ist solid.
Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass die FURNITURE
division insbesondere in den Exportmärkten deutlich wuchs
und somit einen leichten Umsatzrückgang im konjunkturell
schwachen Heimmarkt Frankreich mehr als ausgleichen
konnte.
Ebenso erfreulich ist, dass mit dem Umsatzwachstum gleich­
zeitig auch ein Margenwachstum einherging.
die FURNITURE division wird die Entwicklungsschwerpunkte
in den nächsten Jahren auf die Innovation in der Produktent­
wicklung und auf den ausbau der Exportmärkte legen. auch
die Erschliessung von neuen Marktsegmenten wird ange­
peilt.
5
CalIda im Berichtsjahr
OXBOW Division
die Surf­ und Snowboardmarke OXBOW erlitt in den letzten
Jahren einen dramatischen Umsatzeinbruch von Euro 78
Millionen im Jahr 2008 auf nunmehr Euro 29.8 Millionen.
auch im Jahr 2014 ergab sich gegenüber 2013 nochmals ein
Umsatzrückgang von 23.3 Prozent auf Euro 29.8 Millionen
(Vorjahr Euro 38.8 Millionen). der Hauptgrund für diese ne­
gative Entwicklung war der Einbruch des weltweiten Surf­
und Snowboardmarktes. OXBOW wurde während vielen
Jahren von starkem Wachstum getragen. dieses brach je­
doch ab 2008 völlig ein.
der Umsatzrückgang im Berichtsjahr hat nicht nur mit dem
schwachen Markt zu tun, sondern ist auch die Folge einer
Strategieänderung nach der Übernahme durch die CalIda­
Gruppe. Um die Umsatzrückgänge in den letzten Jahren zu
bremsen, gewährte OXBOW seinen Handelskunden hohe
Preisnachlässe und weitere Spezialkonditionen. Eine Stabili­
sierung der Umsätze gelang nicht und folglich sanken die
Margen weiter. aufgrund wieder normalisierter und marktüb­
licher Konditionen und der im Vorjahr durchgeführten Struk­
turanpassung, konnte OXBOW im Berichtsjahr erstmals seit
Jahren wieder einen positiven Gewinnbeitrag erzielen.
Es gilt nun die Marke über alle ihre Vertriebskanäle (Whole­
sale, Retail, Outlet und Internet) zu entwickeln. OXBOW
verfügt in Frankreich und auch international über einen au­
ssergewöhnlich hohen Bekanntheitsgrad, auf dem sich auf­
bauen lässt.
Gruppenmanagement
der Wachstumsschritt mit der akquisition (Erhöhung auf
59.9% der Stimm­ und Beteiligungsrechte) und der folgen­
den Integration der laFUMa Gruppe erforderte eine Stär­
kung und Neuorganisation der Gruppenleitung. In erster li­
nie führte dies zu einer stärkeren Trennung von
Gruppenfunktionen und operativer Verantwortung auf divi­
sionsstufe sowie personeller Verstärkung der Gruppenlei­
tung.
dem CEO direkt unterstellt sind die General Manager, die
ihre division führen und verantworten. die übrigen Mitglie­
der der Gruppenleitung tragen eine funktionale Verantwor­
tung über den jeweiligen Geschäftsbereich in allen divisio­
nen.
6
die Hauptschwerpunkte der arbeit des Gruppenmanage­
ments im Berichtsjahr waren:
– die Entwicklung und Inbetriebnahme einer gruppenüber­
greifenden Konsolidierungssoftware
– die angleichung der Reporting­ und accountingprozesse
– die enge operative Führung der Reorganisation der
laFUMa Gruppe
– die Neuorganisation der Management Teams in den drei
divisionen der laFUMa Gruppe
– die Formulierung der Entwicklungsstrategie für die Marken
und divisionen der laFUMa Gruppe
– die Brand Management ausrichtung der Marke CalIda
– die Internationalisierung der Marke aUBadE
Ausblick
das Jahr 2015 begann Mitte Januar mit dem unerwarteten
Entscheid der Schweizer Nationalbank, den Mindestkurs von
CHF 1.20 gegenüber dem Euro nicht mehr zu verteidigen.
die massive aufwertung des Schweizer Frankens und die
deutliche abschwächung des Euros zum US dollar werden,
zusammen mit der sich verstärkenden Wirtschaftsschwäche
(insbesondere in den südlichen Euroländern mit Frankreich),
die CalIda Gruppe im neuen Jahr vor grosse Herausforde­
rungen stellen.
die Gruppe ist in mehrfacher Hinsicht betroffen. Sie muss im
Heimmarkt Schweiz mit Umsatzverlusten rechnen, falls
Schweizer Konsumenten, wie schon vor drei Jahren, ver­
mehrt in den umliegenden ländern einkaufen. Zudem kann
die Marke CalIda ihre überwiegend in Schweizer Franken
anfallenden Kosten (Materialeinkauf und Verwaltungs­ und
Betriebskosten) nur sehr partiell mit tieferen in Euro anfallen­
den Kosten (Produktion in Ungarn) kompensieren. Eine an­
passung der Verkaufspreise im Euroraum wird nur in sehr
kleinem ausmass und mit Zeitverzögerung möglich sein.
Insgesamt erzielt die CalIda Gruppe rund 75 Prozent der
Umsätze und Erträge in Euro. Entsprechend werden diese ab
Mitte Januar nach Umrechnung in Schweizer Franken deut­
lich tiefer ausfallen, abhängig natürlich von der weiteren
Entwicklung des Eurokurses.
Eine beträchtliche auswirkung hat auch das Kursverhältnis
des Euro zum US dollar. die MIllET Mountain Group und
auch OXBOW haben ihre Produktions­ und Beschaffungs­
kosten mehrheitlich in US dollar, die Umsatzerlöse aber
weitgehend (MIllET Mountain Group) bzw. ausschliesslich
(OXBOW) in Euro. Trotz Währungsabsicherung wird die
CalIda im Berichtsjahr
abschwächung des Euros gegenüber dem US dollar im Jahr
2015 und noch verstärkt im Jahr 2016 die Ertragskraft der
Gruppe beeinflussen.
die CalIda Gruppe wird schnell auf diese negativen exter­
nen Einflussfaktoren reagieren und die Kostenstrukturen an­
passen, wo dies möglich ist. die starke Verankerung der
Marken der Gruppe im Handel und bei ihren Konsumenten
und die soliden operativen Strukturen werden mithelfen, die
Ertragskraft der Gruppe zu stützen. Trotzdem gehen wir für
das Geschäftsjahr 2015 von einem deutlich tieferen Ge­
schäftsergebnis aus.
Wir danken Ihnen, liebe aktionärinnen und aktionäre, für Ihr
Vertrauen.
dr. Thomas lustenberger
Präsident des Verwaltungsrates
Felix Sulzberger
Chief Executive Officer
7
CalIda im Profil
Ausgewählte kennziffern
(in Mio. CHF ausser Personal)
2014
2013 1)
2012
2011
Bruttoverkaufserlös
in % zu Vorjahr
423.9
200.9%
211.0
103.9%
203.1
98.5%
206.2
96.6%
213.4
100.2%
nettoverkaufserlös
in % zu Vorjahr
412.4
199.8%
206.4
103.8%
198.9
99.6%
193.6
96.0%
201.6
101.0%
Betriebsergebnis (eBit) vor einmaleffekten
in % vom Nettoverkaufserlös
27.2
6.6%
23.4
11.3%
22.2
11.2%
24.7
12.7%
24.6
12.2%
Ausgewiesenes Betriebsergebnis (eBit)
in % vom Nettoverkaufserlös
27.2
6.6%
21.0
10.2%
27.2
13.7%
24.7
12.7%
24.6
12.2%
unternehmensergebnis
in % vom Nettoverkaufserlös
23.6
5.7%
10.6
5.1%
20.6
10.4%
22.9
11.8%
20.9
10.4%
63.2
75.2
73.9
43.1
37.9
–10.7
–21.3
–32.0
–23.3
–17.2
–40.5
–
–
–
–0.3
–5.5
–5.8
–
–
–
31.2
34.7
73.9
37.3
37.9
operating cashflow
in % vom Nettoverkaufserlös
19.5
4.7%
19.7
9.5%
28.6
14.4 %
22.8
11.8 %
21.9
10.9 %
Free cashflow
in % vom Nettoverkaufserlös
–5.2
–1.3%
–16.7
–8.1%
37.9
19.1%
–3.5
–1.8%
11.9
5.9%
7.0
8.8
3.1
13.4
21.2
4.6
1.5
8.0
–
6.2
3.8
7.6
–
16.7
5.5
6.0
–
3.6
3.8
6.6
liquidität
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
langfristige Finanzverbindlichkeiten
Bruttoverschuldung
nettoliquidität
Kauf von Konzern­ und assoziierten Gesellschaften
Investitionen in Sachanlagen
Investitionen in immaterielle anlagen
abschreibungen / Wertminderungen
Eigenkapital (inkl. nicht beherrschende anteile)
Bilanzsumme
eigenkapitalquote
eigenkapitalrendite
Personalbestand per 31. dezember
1)
2)
2010
181.8
337.8
53.8%
13.6%
166.8 2)
338.9
49.2%
7.0%
133.1
173.4
76.8%
16.3%
119.2
163.8
72.8%
20.9%
99.8
139.3
71.6%
22.4%
3’007
3’116
1’586
1’490
1’376
Im Berichtsjahr wurden anpassungen an der provisorischen Kaufpreisallokation für die akquisition der laFUMa Gruppe per 31. dezember 2013 vorge­
nommen.
Nicht beherrschende anteile angepasst auf 40.1 % der anteile an laFUMa nach abschluss des öffentlichen Kaufangebots im Januar 2014.
9
CalIda im Profil
Aktienkennziffern
anzahl Namenaktien mit Nennwert von je CHF 2.10
abzüglich Bestand eigene aktien per 31. dezember
dividendenberechtigt per 31. dezember
ausstehende Optionen
nominalkapital (in CHF)
3)
2014
2013 1)
2012
2011
2010 2)
8’053’437
–2’200
8’051’237
7’995’380
–2’200
7’993’180
7’945’380
–2’200
7’943’180
7’920’380
–3’956
7’916’424
7’705’180
–
7’705’180
153’943
144’000
164’000
154’000
347’600
16’912’218 16’790’298 16’685’298 16’632’798 16’180’878
kennziffern pro namenaktie
(durchschnittliche anzahl; in CHF)
Bruttoverkaufserlös
Nettoverkaufserlös
Betriebsergebnis (EBIT)
vor Einmaleffekten
unverwässert
verwässert
ausgewiesenes
Betriebsergebnis (EBIT)
unverwässert
verwässert
Unternehmensergebnis
unverwässert
verwässert
Eigenkapital (Book Value per Share)
dividende pro Namenaktie 4)
52.85
51.41
26.89
26.33
25.59
25.06
26.20
24.60
27.81
26.28
3.39
3.38
2.93
2.92
2.79
2.78
3.13
3.12
3.21
3.18
3.39
3.38
2.74
2.74
22.66
0.80
2.63
2.63
1.36
1.36
20.90
0.80
3.43
3.41
2.59
2.58
16.77
0.80
3.13
3.12
2.91
2.90
15.15
0.80
3.21
3.18
2.73
2.70
13.00
0.80
Börsenkurse
(in CHF)
Höchst
Tiefst
Jahresende
39.15
28.40
36.85
29.95
22.30
28.15
29.95
22.70
25.45
32.50
23.50
27.95
28.00
15.65
28.00
Börsenkapitalisierung
(in Mio. CHF)
Höchst
Tiefst
Jahresende
315.2
227.1
296.8
238.0
178.3
225.0
237.2
180.4
202.2
257.2
186.0
221.4
215.7
118.5
215.7
Höchst
Tiefst
Jahresende
13.4
1.6
0.7
2.0%
2.8%
2.2%
21.6
1.4
1.0
2.7%
3.6%
2.8%
9.8
1.5
1.0
2.7%
3.5%
3.1%
9.6
1.8
1.1
2.5%
3.4%
2.9%
10.3
2.2
1.0
2.9%
5.1%
2.9%
29.2%
58.8%
30.8%
27.5%
29.3%
kurs-gewinn-Verhältnis
kurs-Buchwert-Verhältnis
kurs-umsatz-Verhältnis
Ausschüttungsrendite
Ausschüttungsquote
1)
2)
3)
4)
Im Berichtsjahr wurden anpassungen an der provisorischen Kaufpreisallokation für die akquisition der laFUMa Gruppe per 31. dezember 2013 vorge­
nommen.
die Vergleichszahlen wurden aufgrund des aktiensplits im Verhältnis 1: 20 angepasst.
Nennwertreduktion von CHF 2.50 auf CHF 2.10 im Jahr 2010.
2014: antrag des Verwaltungsrates an die Generalversammlung.
10
CalIda im Profil
darstellung der konsolidierten erfolgsrechnung gemäss umsatzkostenverfahren
2014
2013
1)
Veränderung
Bruttoverkaufserlös
nettoverkaufserlös
423’936
412’381
210’984
206’387
+100.9%
+99.8%
Bruttoertrag (gross Profit)
in % vom Nettoverkaufserlös
228’052
55.3%
131’432
63.7%
+73.5%
–200’847
–48.7%
–108’070
–52.4%
+85.8%
23’362
11.3%
+16.4%
Verwaltungs- und Vertriebskosten (operating expenses)
in % vom Nettoverkaufserlös
Betriebsergebnis (eBit) vor einmaleffekten
in % vom Nettoverkaufserlös
Einmalergebnis
27’205
6.6%
–
–2’338
27’205
6.6%
21’024
10.2%
718
–
927
–8’448
unternehmensergebnis vor ertragssteuern
in % vom Nettoverkaufserlös
27’923
6.8%
13’503
6.5 %
ertragssteuern
–4’291
–2’910
unternehmensergebnis
in % vom Nettoverkaufserlös
23’632
5.7%
10’593
5.1%
Betriebsergebnis (eBit)
in % vom Nettoverkaufserlös
Finanzergebnis, netto
Anteil am ergebnis assoziierter gesellschaft
1)
+29.4%
laFUMa Gruppe vollkonsolidiert ab dem 23. dezember 2013 – Einfluss berücksichtigt als Nettogrösse von CHF – 0.2 Millionen im Betriebsergebnis (EBIT).
11
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
Konsolidierte Bilanz
Per 31. dezember
in CHF 1’000
anmerkungen
2014
2013
1)
(restated)
Flüssige Mittel
Forderungen aus lieferungen und leistungen
Übrige kurzfristige Forderungen
Kurzfristige Finanzanlagen
Warenvorräte
laufende Steuerguthaben
aktive Rechnungsabrenzungen
umlaufvermögen
1
2
3
7
4
63’224
47’543
18’225
1’957
86’003
4’346
3’894
225’192
75’157
46’974
14’469
7
80’366
4’298
4’408
225’679
Sachanlagen
Immaterielle anlagen
langfristige Finanzanlagen
Übrige langfristige anlagen
latente Steuerguthaben
Anlagevermögen
5
6
7
19
13
25’383
73’786
6’193
366
6’848
112’576
27’900
79’767
6’038
658
3’411
117’774
337’768
343’453
10’732
36’169
31’303
–
3’421
12’389
15’586
109’600
23’314
34’518
33’608
20’342
1’016
20’805
18’154
151’757
21’318
9’664
6’387
9’034
46’403
17’154
1’427
7’108
7’951
33’640
Fremdkapital
156’003
185’397
aktienkapital
Eigene aktien
Reserven
eigenkapital der Aktionäre der cAlidA holding Ag
2)
Nicht beherrschende anteile
eigenkapital
16’912
–53
130’814
147’673
34’092
181’765
16’790
–53
122’584
139’321
18’735
158’056
337’768
343’453
AktiVen
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus lieferungen und leistungen
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
2)
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus öffentlichem Kaufangebot laFUMa
laufende Steuerverbindlichkeiten
Kurzfristige Rückstellungen
Passive Rechnungsabgrenzungen
kurzfristige Verbindlichkeiten
8
9
10
langfristige Finanzverbindlichkeiten
Übrige langfristige Verbindlichkeiten
langfristige Rückstellungen
latente Steuerverbindlichkeiten
langfristige Verbindlichkeiten
8
19
12
13
PAssiVen
1)
2)
12
11
15
14
an der provisorischen Kaufpreisallokation für die akquisition der laFUMa Gruppe wurden im Berichtsjahr anpassungen vorgenommen. die entsprechenden
details sind in abschnitt «akquisition der laFUMa Gruppe im Geschäftsjahr 2013» ausgewiesen.
Nach abschluss des öffentlichen Kaufangebots im Januar 2014 resultierte eine Verbindlichkeit von CHF 7.0 Millionen anstelle der per 31. dezember 2013
erfassten potenziellen Verbindlichkeit von CHF 20.3 Millionen und nicht beherrschende anteile von CHF 27.4 Millionen anstelle der per 31. dezember 2013
ausgewiesenen CHF 18.7 Millionen.
die Rechnungslegungsgrundsätze und Erläuterungen auf den Seiten 19 bis 55 sind ein integrierter Bestandteil dieser konsolidier­
ten Jahresrechnung.
13
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
Konsolidierte Erfolgsrechnung
1. Januar – 31. dezember
in CHF 1’000
2014
2013
412’381
206’387
64
3’102
–
–
998
1’033
415’547
208’418
–163’008
–119’674
–91’977
–13’412
–271
–388’342
–62’554
–65’639
–51’117
–7’959
–125
–187’394
27’205
21’024
117
–1’236
1’837
718
180
–224
971
927
–
–8’448
27’923
13’503
–4’291
–2’910
unternehmensgewinn
23’632
10’593
zurechenbar:
den aktionären der CalIda Holding aG
den nicht beherrschenden anteilen
21’999
1’633
10’863
–270
2.74
2.74
1.36
1.36
nettoverkaufserlös
anmerkungen
18
Gewinn aus Veräusserung von anlagevermögen
Übriger betrieblicher Ertrag
Übriger betrieblicher Ertrag an assoziierte Gesellschaft verrechnet
Betriebsertrag
Warenaufwand und Fremdleistungen
Personalaufwand
Übriger Betriebsaufwand
abschreibungen
Verlust aus Veräusserung von anlagevermögen
Betriebsaufwand
19
21
22
Betriebsgewinn
Finanzertrag
Finanzaufwand
Währungsdifferenzen
Finanzerfolg, netto
23
23
23
anteil am Ergebnis assoziierter Gesellschaft
unternehmensgewinn vor ertragssteuern
Ertragssteuern
Unternehmensergebnis pro Namenaktie in CHF
Verwässertes Unternehmensergebnis pro Namenaktie in CHF
14
13
24
24
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung
in CHF 1’000
2014
2013
unternehmensgewinn
23’632
10’593
in die erfolgsrechnung umgliederbare Posten, nach steuern
Im Eigenkapital erfasste Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
absicherungsgeschäfte
–3’369
2’260
–153
–
nicht in die erfolgsrechnung umgliederbare Posten, nach steuern
Neubewertung Personalvorsorge
anteil am sonstigen Ergebnis assoziierter Gesellschaft
–7’610
–
870
–2
total sonstiges ergebnis
–8’719
715
gesamtergebnis
14’913
11’308
zurechenbar:
den aktionären der CalIda Holding aG
den nicht beherrschenden anteilen
13’209
1’704
11’578
–270
15
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
Veränderung des konsolidierten Eigenkapitals
nicht beherrschende
Anteile
133’086
10’863
715
–
–270
–
133’086
10’593
715
Gesamtergebnis
–
–
–
11’731
–153
11’578
11’578
–270
11’308
–
–
–
–6’393
480
280
–
–
–
–
–
–
–6’393
480
280
–6’393
585
280
–
–
–
–6’393
585
280
–
185
–
–
185
185
–
185
–
–53
–
12’004
–
126’474
–
–15’894
–
122’584
–
139’321
19’005
18’735
19’005
158’056
–
–
–
–
–
–
21’999
–6’029
15’970
–
–2’761
–2’761
21’999
–8’790
13’209
21’999
–8’790
13’209
1’633
71
1’704
23’632
–8’719
14’913
–
–
–6’417
1’219
–
–
–
–
–6’417
1’219
–6’417
1’341
–
–
–6’417
1’341
–
–
–
–
–
–
4’965
4’965
–
–
–
372
–
–
–
–
–
–
372
–
372
8’688
–
8’688
372
–
–53
–153
7’025
–
142’444
–153
130’814
–153
147’673
–
34’092
–153
181’765
dividende aus
Kapitaleinlagereserve
–
Kapitalerhöhung 2)
105
–
aktienbasierte Vergütungen 3)
Steuereffekt aus aktienbasierten
–
Vergütungen 4)
Veränderung Konsolidierungskreis
–
(restated) 1)
31. dezember 2013 (restated) 1) 1) 16’790
Unternehmensgewinn
Sonstiges Ergebnis
Gesamtergebnis
–
–
–
dividende aus
Kapitaleinlagereserve
–
122
Kapitalerhöhung 2)
Kapitaleinlagen durch nicht
beherrschende anteile
–
Veränderung nicht beherrschende
anteile
–
–
aktienbasierte Vergütungen 3)
Steuereffekten aus aktienbasier­
–
ten Vergütungen 4)
31. dezember 2014
16’912
1)
2)
3)
4)
–18’655
eigenkapital
eigenkapital der
Aktionäre der cAlidA
holding Ag
116’454
10’863
715
reserven
–15’741
–
–153
Umrechnungs­
differenzen
114’743
10’863
868
Gewinn­
reserven
17’452
–
–
Kapital­
reserven
–53
–
–
eigene
Aktien
16’685
–
–
Aktienkapital
1. Januar 2013
Unternehmensgewinn
Sonstiges Ergebnis
in CHF 1’000
an der provisorischen Kaufpreisallokation für die akquisition der laFUMa Gruppe wurden im Berichtsjahr anpassungen vorgenommen. die entsprechen­
den details sind in abschnitt «akquisition der laFUMa Gruppe im Geschäftsjahr 2013» ausgewiesen.
vgl. anmerkung 14
vgl. anmerkung 20
vgl. anmerkung 13
die Reserven beinhalten gesetzliche Reserven von CHF 13’798 (2013: CHF 13’798), die nicht an die aktionäre ausschüttbar
sind.
16
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
Konsolidierte Geldflussrechnung
in CHF 1’000
anmerkungen
unternehmensgewinn
anpassungen für geldflussunwirksame Positionen
– Ertragssteuern
– abschreibungen
– aktienbasierte Vergütungen
– anpassung Vorsorgeaufwand
– Verlust aus Veräusserungen von anlagevermögen
– Finanzergebnis, netto
– anteil am Ergebnis assoziierter Gellschaft
Veränderungen Nettoumlaufvermögen und Rückstellungen
– Restrukturierungsrückstellungen
– andere Rückstellungen
– Veränderung der Vorräte
– Veränderung der Forderungen aus lieferungen und leistungen
– Veränderung der kurzfristigen Verbindlichkeiten
– Veränderung des übrigen Umlaufvermögens
Bezahlte Ertragssteuern
geldfluss aus Betriebstätigkeit (A)
Erhaltene Zinsen
Kauf anteile an assozierter Gesellschaft
Gewährung von aktivdarlehen an assoziierte Gesellschaft
Kauf von Konzerngesellschaften
Investitionen in Sachanlagen
Investitionen in immaterielle anlagen
Verkauf von anlagevermögen
Gewährung von aktivdarlehen
Rückzahlung von aktivdarlehen
geldfluss aus investitionstätigkeit (B)
Bezahlte Zinsen
aufnahme Finanzverbindlichkeiten von Banken
Rückzahlung Finanzverbindlichkeiten von Banken/Obligationen
Rückzahlung Finanzverbindlichkeiten von nicht beherrschenden anteilen
dividende aus der Kapitaleinlagereserve (C)
ausübung von Optionen aus aktienbasierten Vergütungen
Kapitaleinlagen durch nicht beherrschende anteile
geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
13
22
20
5
6
14
Einfluss der Wechselkursveränderungen auf den Bestand der flüssigen Mittel
Veränderung der flüssigen mittel
Bestand flüssige Mittel zu Jahresbeginn
Bestand flüssige mittel am Jahresende
Free Cashflow (a + B + C)
1)
1
2014
2013
1)
(restated)
23’632
10’593
4’291
13’412
372
–17
271
–762
–
2’910
7’959
280
–7
125
–927
8’448
–10’234
1’461
–6’822
–1’395
1’965
–3’411
–3’312
19’451
141
–
–
–7’039
–8’803
–3’126
867
–637
384
–18’213
–1’159
11’185
–13’016
–5’595
–6’417
1’341
1’343
–12’318
–4’068
500
–2’562
811
1’741
808
–6’893
19’718
137
–17’533
–3’065
–3’624
–4’556
–1’516
232
–220
107
–30’038
–185
17’154
–
–
–6’393
585
–
11’161
–853
–11’933
441
1’282
75’157
63’224
73’875
75’157
–5’179
–16’713
CalIda hat die darstellung der Geldflussrechnung betreffend Verständlichkeit und Transparenz überprüft und definiert neu den Unternehmensgewinn als
Startpunkt (bisher Betriebsergebnis). die Geldflussrechnung des Vorjahres wurde entsprechend angepasst. aus dieser darstellungsänderung ergeben sich
angepasste Überleitungspositionen vom Unternehmensgewinn zum Geldfluss aus Betriebstätigkeit, dieser bleibt jedoch unverändert.
17
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang zur konsolidierten Jahresrechnung
die im anhang zur konsolidierten Jahresrechnung aufgeführten Werte sind in CHF 1’000 dargestellt, sofern keine anderen anga­
ben gemacht werden (Informationen zu aktien­ und Optionspreisen sowie dividenden und Gewinne pro aktie werden in CHF 1
ausgewiesen).
geschäftstätigkeit
die CalIda Gruppe ist eine global tätige Bekleidungsgruppe mit den Marken CalIda, aUBadE, MIllET, EIdER, laFUMa Out­
door, laFUMa Mobilier und OXBOW.
durch die Marken CalIda und aUBadE zählt die CalIda Gruppe heute zu den international führenden anbietern von hoch­
wertiger Tag­ und Nachtwäsche und luxuriöser lingerie. CalIda und aUBadE werden in rund 70 ländern über den gehobenen
Fachhandel, führende Warenhäuser sowie eigene CalIda Stores bzw. aUBadE Boutiquen vertrieben.
Mit MIllET, EIdER, laFUMa Outdoor, laFUMa Mobilier und OXBOW verfügt die CalIda Gruppe über spezialisierte Marken
im Bereich hochwertiger Outdoor­ausrüstung. die traditionsreichen Unternehmen entwickeln Produkte für ambitionierte alpinis­
ten und Bergsportler, für anspruchsvolle Wanderer und Tourengänger sowie stilbewusste Geniesser in Garten und Freizeit.
die CalIda Gruppe hat ihren Hauptsitz in Oberkirch (Schweiz) und beschäftigt insgesamt rund 3’000 Mitarbeitende.
rechnungslegungsgrundsätze
Allgemeines
der vorliegende konsolidierte abschluss der CalIda Gruppe wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting
Standards (IFRS) und in anwendung des anschaffungskostenprinzips, mit ausnahme von derivativen Finanzinstrumenten, die zu
Marktwerten bewertet sind, erstellt. die Berichterstattung erfolgt unter annahme der Unternehmensfortführung und die konso­
lidierte Jahresrechnung entspricht dem Schweizerischen Gesetz.
Änderungen der rechnungslegungsstandards
das International accounting Standard Board (IaSB) hat eine Interpretation neu in Kraft gesetzt sowie verschiedene bestehende
International accounting Standards (IaS) und International Financial Reporting Standards (IFRS) überarbeitet bzw. geändert.
Folgende Neuerungen, Änderungen und Ergänzungen wurden ab dem Berichtsjahr 2014 für die CalIda Gruppe anwendbar:
IaS 32
Saldierung eines finanziellen Vermögenswertes und einer finanziellen Verbindlichkeit
IaS 39
Novation von derivaten und Weiterführung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
IFRS 10, IFRS 12, IaS 27 Investmentgesellschaften
IFRIC 21
abgaben
Sämtliche anpassungen der Standards haben keine wesentliche auswirkung auf die konsolidierte Jahresrechnung der CalIda
Gruppe.
das IaSB hat weitere neue, beziehungsweise geänderte Standards und Interpretationen verabschiedet. die folgenden Änderungen
sind potenziell relevant und für Geschäftsjahre ab 2015 anzuwenden:
Standard
Beschreibung
IaS 19
leistungsorientierte Pläne:
arbeitnehmerbeiträge/Änderungen
1. Juli 2014
Erlöse aus Verträgen mit Kunden
1. Januar 2017
Finanzinstrumente
1. Januar 2018
Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS mit dem primären Ziel,
beseitigen und Formulierungen klarzustellen.1)
IFRS 15
IFRS 9
Jährlicher
Verbesserungsprozess
1)
2)
Inkraftsetzung
Geplante anwendung im
Geschäftsjahr
2015 1)
2017 2)
2018 2)
Inkonsistenzen zu
Es werden keine bedeutenden auswirkungen auf die Ergebnisse und die finanzielle lage der CalIda Gruppe erwartet.
die auswirkungen auf die konsolidierte Jahresrechnung sind noch nicht ausreichend zuverlässig bestimmbar.
19
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
in CHF 1’000
konsolidierungsgrundsätze
die Konsolidierung basiert auf den nach einheitlichen Grundsätzen erstellten abschlüssen der CalIda Holding aG und ihrer
Tochtergesellschaften per 31. dezember 2014. die konsolidierte Jahresrechnung der CalIda Gruppe umfasst alle Gesellschaften,
an denen die Gruppe stimmenmässig mit mehr als 50% beteiligt ist oder über die sie auf andere Weise die tatsächliche Kontrolle
ausübt. Neuerworbene Gesellschaften werden ab dem datum der Kontrolle konsolidiert. die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach
der sogenannten akquisitionsmethode.
Bei jedem Unternehmenszusammenschluss werden die anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen ent­
weder zum Fair Value oder zum entsprechenden anteil des identifizierbaren Nettovermögens bewertet.
Beim Unternehmenserwerb werden die identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten eines Tochterun­
ternehmens zum Fair Value im Erwerbszeitpunkt bewertet. dabei wird ein beim Erwerb entstandener Goodwill aktiviert und
jährlich mittels eines Impairmenttests auf seine Werthaltigkeit hin geprüft. Gegebenenfalls wird eine Sonderabschreibung für
dauernde Wertminderung vorgenommen (Impairment). Ein negativer Unterschiedsbetrag, der sich ergibt, wenn der Fair Value der
identifizierten Nettoaktiven den Kaufpreis im Erwerbszeitpunkt übersteigt, wird direkt in der Erfolgsrechnung erfasst.
Bei der Konsolidierung werden sämtliche Transaktionen, unrealisierte Gewinne und offene Positionen zwischen den konsolidierten
Gesellschaften eliminiert. assoziierte Gesellschaften, auf die die Gruppe einen massgeblichen Einfluss hat (in der Regel stimmen­
mässig zwischen 20% und 50%), werden nach der Equity­Methode erfasst.
Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften werden bei Erwerb zu anschaffungskosten erfasst. die anschaffungskosten beinhal­
ten einen möglichen Goodwill. In der Folge wird der Buchwert entsprechend dem anteil der CalIda Gruppe am Eigenkapital der
assoziierten Gesellschaft angepasst.
Bewertungsgrundsätze
umrechnung von Fremdwährungen
die Jahresrechnungen von ausländischen Tochtergesellschaften werden in den entsprechenden landeswährung erstellt, welche
der funktionalen Währung der Tochtergesellschaft entsprechen. die Umrechnung für Konsolidierungszwecke in Schweizer Franken
ist wie folgt: Bilanz zu Jahresendkursen, Erfolgsrechnung und Geldflussrechnung zum durchschnittlichen Kurs des Berichtsjahres.
daraus resultierende sowie aus der Umrechnung von Gruppendarlehen mit Beteiligungscharakter in fremden Währungen entste­
hende Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Im Zeitpunkt des Kontrollverlustes einer Tochtergesellschaft
werden die kumulierten Umrechnungsdifferenzen vom sonstigen Ergebnis in die Erfolgsrechnung übertragen.
andere Kursdifferenzen, inklusive derjenigen aus Fremdwährungsbeständen und ­transaktionen der normalen Geschäftstätigkeit,
werden direkt in der Erfolgsrechnung erfasst.
Goodwill­ sowie Fair Value­anpassungen des Buchwertes von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit
akquisitionen ausländischer Tochtergesellschaften werden als aktiven und Verbindlichkeiten dieses ausländischen Geschäftsbe­
triebs behandelt und zum Jahresendkurs des Berichtsjahres in Schweizer Franken umgerechnet.
Umrechnungskurse per Bilanzstichtag
EUR
USd
HUF
GBP
TNd
JPY
HKd
CNY
20
Einheit
1
1
100
1
1
100
1
1
2014
1.2029
0.9896
0.3937
1.5372
0.5325
0.8251
0.1276
0.1612
2013
1.2259
0.8905
0.4261
1.4684
0.5435
0.8471
0.1146
0.1468
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
Umrechnungskurse im Jahresdurchschnitt
EUR
USd
HUF
GBP
TNd
JPY
HKd
CNY
Einheit
1
1
100
1
1
100
1
1
2014
1.2148
0.9154
0.4060
1.5071
0.5411
0.8660
0.1181
0.1490
2013
1.2309
0.9272
0.4280
1.4500
0.5726
0.8836
0.1160
1.1480
Fair Value
der Fair Value ist jener Preis, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim
Verkauf eines Vermögenswerts erhalten würde oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte.
der Fair Value wird aufgrund von Börsenkursen oder durch die anwendung anerkannter Bewertungsmethoden wie Optionspreis­
modelle oder diskontierung des erwarteten Cashflows bestimmt.
Bilanz
Flüssige mittel
die flüssigen Mittel enthalten Kassabestände, Bankguthaben sowie Sicht­ und Festgelder bei Banken und ähnlichen Instituten, die
eine ursprüngliche laufzeit von weniger als drei Monaten aufweisen. die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten.
Forderungen aus lieferungen und leistungen sowie übrige kurzfristige Forderungen
Forderungen aus lieferungen und leistungen sowie übrige kurzfristige Forderungen werden zum ursprünglich fakturierten Betrag
abzüglich allfälliger Wertminderungen bewertet. Neben Einzelwertberichtigungen für spezifisch bekannte Forderungsrisiken wer­
den aufgrund von Erfahrungswerten Pauschalwertberichtigungen auf Basis der altersstruktur der Forderungen gebildet.
das delkredere auf Forderungen wird in einem separaten Konto erfasst und entspricht der differenz zwischen dem Buchwert der
Forderungen und dem aktuellen Gegenwert der daraus resultierenden künftig erwarteten Geldflüsse. Eine Forderung wird mit der
Wertberichtigung verrechnet, wenn sie nicht mehr einbringbar ist. die Veränderungen der Wertberichtigungen werden erfolgs­
wirksam im Vertriebs­ und Marketingaufwand erfasst.
Warenvorräte
Warenvorräte enthalten Rohmaterial, Halb­ und Fertigfabrikate und Handelswaren. Warenvorräte werden nach dem Niederst­
wertprinzip zu anschaffungs­ beziehungsweise Herstellkosten oder dem tieferen realisierbaren Nettoveräusserungswert bewertet.
Rohmaterialien werden zu Einstandskosten nach der durchschnittspreismethode, selbst erstellte Halb­ und Fertigerzeugnisse zu
Herstellkosten und Handelswaren zu Einstandspreisen ausgewiesen. die Herstellkosten enthalten die Kosten des Materials, die
Fertigungskosten und anteilige fixe Produktionskosten.
Für unkurante oder demodierte Waren werden entsprechende Wertberichtigungen auf den Nettoveräusserungswert vorgenom­
men. der realisierbare Nettoveräusserungswert ist der geschätzte Verkaufspreis abzüglich Fertigstellungs­ und Vertriebskosten.
dazu werden bei den Standardartikeln Reichweitenanalysen und bei den Saisonartikeln die Saisonalität berücksichtigt. Unreali­
sierte Zwischengewinne aus gruppeninternen lieferungen werden ergebniswirksam eliminiert.
sachanlagen
Grundstücke werden zu anschaffungskosten bilanziert. Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge und Betriebseinrichtungen werden zu
anschaffungskosten abzüglich aufgelaufener abschreibungen und allfälliger Wertminderungen (Impairment) bilanziert. abschrei­
bungen werden nach der linearen Methode über die folgenden voraussichtlichen Nutzungsdauern berechnet:
21
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
Gebäude
Einrichtungen und Installationen
Maschinen
EdV­anlagen und dazugehörige Betriebssoftware
Fahrzeuge
Mobiliar
ladeneinrichtungen
Nutzungsdauer in Jahren
5–40
5–12
5–10
3–5
4–5
3–10
3
Restwert, Nutzungsdauer und abschreibungsmethode werden zum Jahresende überprüft und gegebenenfalls angepasst. Für
eingetretene Wertminderungen werden Impairments erfasst.
die Gruppe hat keine Finanzierungsleasingverträge abgeschlossen. Reparaturen und Unterhaltsaufwendungen ohne wertvermeh­
renden Charakter werden direkt der Erfolgsrechnung belastet. Gewinne oder Verluste aufgrund von Veräusserungen von Sachan­
lagen werden in der Erfolgsrechnung gesondert ausgewiesen.
goodwill
Goodwill wird beim erstmaligen ansatz zu anschaffungskosten bewertet, der sich als Überschuss der übertragenen Gesamtgegen­
leistung und den CalIda zuzurechnenden anteiligen identifizierbaren Vermögenswerten und übernommenen Schulden bemisst.
Goodwill wird als aktivum mit unbestimmter Nutzungsdauer erfasst und nicht abgeschrieben, sondern jährlich oder bei Vorliegen
von Indikatoren einem Impairmenttest unterzogen.
immaterielle Anlagen
die Bilanzierung von lizenzen, Software und Kundenstamm erfolgt zum anschaffungswert abzüglich aufgelaufenen abschreibun­
gen und allfälliger Impairments. die abschreibung wird nach der linearen Methode über die folgenden wirtschaftlichen Nutzungs­
dauern berechnet:
Nutzungsdauer in Jahren
Kundenstamm
5–10
lizenzen
3–5
Software
3–5
Kosten für Entwicklungsprojekte oder Software, die für das Unternehmen einen messbaren Nutzen über mehrere Jahre bringen,
werden als immaterielle anlagen aktiviert.
Marken
Markenrechte werden als immaterielle anlagen mit einer unbestimmten Nutzungsdauer bilanziert, wenn es keine vorhersehbare
Begrenzung der Periode gibt, in der das aktivum voraussichtlich einen Nutzen für das Unternehmen erzeugen wird. Immaterielle
anlagen mit einer unbestimmten Nutzungsdauer werden nicht abgeschrieben, sondern jährlich einem Impairmenttest unterzogen.
Schlüsselgelder
Schlüsselgelder für Retail Stores werden, sofern dafür ein aktiver Markt und eine rechtliche Grundlage besteht, nicht abgeschrie­
ben, sondern jährlich einem Impairmenttest unterzogen. Schlüsselgelder, die nicht rückzahlbar sind oder deren Rückzahlung von
bestimmten Bedingungen abhängig ist, werden über die laufzeit des Mietvertrags unter Einbezug von allfälligen Verlängerungs­
optionen abgeschrieben.
Wertminderung auf Anlagen (impairment)
die Werthaltigkeit von Sachanlagen und immateriellen anlagen wird an jedem Bilanzstichtag beurteilt. liegen Indikatoren einer
nachhaltigen Wertminderung vor, wird eine Berechnung des erzielbaren Wertes für den einzelnen Vermögenswert durchgeführt
(Impairmenttest). Erzielt der Vermögenswert keine von anderen Vermögenswerten unabhängigen Zahlungsmittelzuflüsse, erfolgt
die Schätzung des erzielbaren Wertes auf Ebene der Cash Generating Unit, zu der der Vermögenswert gehört. der erzielbare Wert
22
ist der höhere Betrag aus dem Fair Value abzüglich Veräusserungskosten und dem Nutzwert. Übersteigt der Buchwert eines akti­
vums den erzielbaren Wert, erfolgt eine erfolgswirksame Wertanpassung. Goodwill und immaterielle Vermögenswerte mit unbe­
stimmter Nutzungsdauer werden jährlich mittels Impairmenttest auf Wertminderung untersucht und zusätzlich, wenn Indikatoren
für eine Wertminderung vorliegen.
Für Vermögenswerte, mit ausnahme von Goodwill, wird an jedem Bilanzstichtag eine Beurteilung vorgenommen, ob anhalts­
punkte vorliegen, dass eine zuvor erfasste Wertminderung nicht mehr länger besteht oder sich verringert hat. Eine zuvor erfasste
Wertminderung wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung der letzten Wertminderung eine Änderung der
annahmen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Wertes herangezogen wurden.
Finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte werden den folgenden zwei Kategorien zugewiesen:
– Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und derivative Finanzinstrumente
– darlehen und Forderungen
alle Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Tag erfasst, an dem sich die Gruppe zum Kauf oder Ver­
kauf des Vermögenswerts verpflichtet.
Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, sobald die Rechte auf Geldflüsse aus dem Vermögenswert abgelaufen sind oder
übertragen wurden und die CalIda Gruppe im Wesentlichen alle Risiken und Vorteile aus deren Besitz abgetreten hat.
Derivative Finanzinstrumente
die CalIda Gruppe nutzt Sicherungsinstrumente wie devisentermingeschäfte oder devisenoptionen zur absicherung des Wech­
selkursrisikos aus festen Verpflichtungen oder mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Wareneinkäufen (absicherung
zukünftiger Zahlungsströme (Cashflow Hedge)).
derivative Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und zu jedem Bilanzstichtag zum Fair Value bewer­
tet und als Vermögenswerte aktiviert, wenn ihr Fair Value positiv ist, oder als Verbindlichkeit passiviert.
alle Fair Value Änderungen von derivativen Finanzinstrumenten werden erfolgswirksam erfasst, ausser die Voraussetzungen für
Cashflow Hedge accounting sind erfüllt. dann wird der wirksame anteil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstru­
ment im sonstigen Ergebnis erfasst, während der unwirksame anteil sofort erfolgswirksam verbucht wird. die im sonstigen Ergeb­
nis erfassten Beträge werden in derjenigen Periode erfolgswirksam in den Warenaufwand umgebucht, in der die abgesicherte
Transaktion ebenfalls das Periodenergebnis beeinflusst. Wird mit dem Eintritt der abgesicherten Transaktion nicht mehr länger
gerechnet, werden die zuvor im sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Gewinne oder Verluste erfolgswirksam in den Finanzer­
folg umgebucht.
Darlehen und Forderungen
darlehen und Forderungen sind nicht derivative Vermögenswerte mit bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt
notiert sind. Sie werden im Umlaufvermögen gezeigt, wenn deren Fälligkeit 12 Monate nach dem Bilanzstichtag nicht übersteigt.
andernfalls werden sie im anlagevermögen ausgewiesen.
darlehen und Forderungen werden nach der erstmaligen Erfassung zum Verkehrswert mittels der Effektivzinssatzmethode zu
fortgeführten anschaffungskosten bewertet.
die finanziellen Vermögenswerte werden an jedem Bilanzstichtag auf Wertminderung überprüft. Bei objektiven anzeichen für eine
Wertminderung wie Konkurs, Zahlungsverzug oder sonstige bedeutende finanzielle Schwierigkeiten des ausstellers beziehungs­
weise des darlehensnehmers wird dem Unternehmensergebnis eine Wertminderung belastet. Wenn bei darlehen und Forderun­
gen in einer nachfolgenden Periode der Verlust aus Wertminderung kleiner wird und dies objektiv einem nach der erfassten
Wertminderung erfolgten Ereignis zugewiesen werden kann, so wird eine Wertaufholung erfolgswirksam in jener Periode erfasst,
und zwar maximal im Umfang der zuvor gebildeten Wertminderung.
23
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten werden den folgenden zwei Kategorien zugewiesen:
– Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten und derivative Finanzinstrumente
– andere finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente
Siehe Beschreibung im abschnitt «Finanzielle Vermögenswerte».
Andere finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten umfassen Kredite und darlehen. Finanzschulden werden bei Ersterfassung zum Fair Value bewertet, wel­
cher in der Regel aus dem auszahlungsbetrag nach abzug von Transaktionskosten bestimmt wird. Nachfolgend werden Finanz­
schulden zu den fortgeführten anschaffungskosten bewertet, indem eine allfällige differenz zwischen dem auszahlungsbetrag
(abzüglich Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag über die laufzeit der ausleihung unter anwendung der Effektivzins­
methode im Finanzaufwand erfasst wird.
der in den folgenden 12 Monaten fällige Gesamt­ oder Teilbetrag einer Finanzschuld wird unter den kurzfristigen Verbindlichkei­
ten ausgewiesen. liegt zum Bilanzstichtag eine verbindliche Zusage für die Verlängerung eines auslaufenden darlehens vor, so
wird die neue laufzeit für die Klassierung berücksichtigt.
Verbindlichkeiten aus lieferungen und leistungen
Verpflichtungen aus lieferungen und leistungen werden eingangs zum Fair Value verbucht und nachfolgend zu fortgeführten
anschaffungskosten bewertet.
rückstellungen
Rückstellungen werden gebildet, wenn die Gruppe eine rechtliche oder faktische Verpflichtung als Ergebnis eines vergangenen
Ereignisses hat, deren Begleichung zu einem wahrscheinlichen Mittelabfluss führen wird und deren Betrag zuverlässig bestimmt
werden kann.
Aktienkapital
das aktienkapital entspricht dem Nominalwert sämtlicher ausgegebenen Namenaktien.
kapitalreserven
Über den Nominalwert der aktien eingezahltes Kapital (abzüglich Transaktionskosten) und die Optionszuteilungen aus aktienba­
sierten Vergütungen werden in den Kapitalreserven erfasst.
eigene Aktien
Eigene aktien werden zum anschaffungswert als Negativposten des Eigenkapitals ausgewiesen. Mehr­ oder Mindererlöse aus
Verkauf von eigenen aktien werden in den Kapitalreserven erfasst.
Erfolgsrechnung
nettoverkaufserlös und ertragsrealisation
der Nettoverkaufserlös beinhaltet alle fakturierten Verkäufe an dritte nach abzug allfälliger Mehrwertsteuern, Mengenrabatte
und anderer Erlösminderungen. Erträge werden verbucht, wenn Nutzen und Gefahr im Wesentlichen an den Käufer übertragen
worden sind, die Höhe des Erlöses verlässlich bestimmt und die Zahlung als wahrscheinlich angenommen werden kann (z.B. bei
der Warenübergabe im laden oder bei lieferung).
24
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
Personalvorsorge und andere leistungsorientierte Vorsorgepläne
die CalIda Gruppe unterhält sowohl beitragsorientierte wie leistungsorientierte Vorsorgepläne.
arbeitnehmer ausländischer Gruppengesellschaften sind hauptsächlich durch staatliche Vorsorgeeinrichtungen oder durch unab­
hängige Spareinrichtungen versichert, die als beitragsorientierte Pläne klassifiziert sind. Bei diesen beitragsorientierten Plänen
entrichtet die CalIda Gruppe festgelegte Beiträge an rechtlich selbständige Einrichtungen und hat darüber hinaus keine weiteren
rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen für arbeitgeberleistungen vergangener Jahre. die Beiträge werden periodengerecht
im Personalaufwand erfasst.
die Personalvorsorgepläne in der Schweiz und teilweise in Frankreich qualifizieren als leistungsorientierte Pläne. die Ermittlung der
Nettovorsorgeverpflichtung resp. des Nettovorsorgevermögens basiert auf versicherungsmathematischen Berechnungen, die jähr­
lich erstellt werden. die Verpflichtung wird nach der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) er­
mittelt, dabei werden die von den Mitarbeitenden bis zum Bilanzstichtag geleisteten dienstjahre berücksichtigt und annahmen
zur weiteren lohnentwicklung, zu austritts­ und Sterbewahrscheinlichkeiten usw. getroffen. Bei den aktuarischen Berechnungen
werden die neuesten Generationentafeln verwendet, um die erwartete Sterblichkeit zu berücksichtigen.
der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined Benefit Obligation, dBO) wird dem Fair Value des Vermögens pro
Plan gegenübergestellt und als Nettovorsorgeverpflichtung oder Nettovorsorgevermögen bilanziert. Überdeckungen werden nur
in dem Umfang aktiviert als der CalIda Gruppe ein zukünftiger Nutzen in Form von zukünftigen Beitragsreduktionen oder Rück­
erstattungen zusteht.
die Vorsorgekosten leistungsorientierter Pläne werden wie folgt erfasst:
– dienstzeitaufwand (laufender und nachzuverrechnender aus Planänderungen): erfolgswirksam im Personalaufwand
– Nettozinserfolg auf die Nettovorsorgeverpflichtung/­vermögenswerte: erfolgswirksam im Finanzergebnis
– Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Neubewertung der Vorsorgeverpflichtung und die erzielte Rendite
auf dem Vorsorgevermögen (abzüglich Zinsen zum diskontierungszinssatz, die im Nettozinserfolg enthalten sind) sowie Effekte
aus einer allfälligen Begrenzung des Vermögenswertes (asset Ceiling): erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis
kaderbeteiligungsplan
Bestimmten Mitgliedern des Verwaltungsrates, der Geschäftsleitung und des Kaders werden aktienbasierte Vergütungen durch
Eigenkapitalinstrumente gewährt. die aktienbasierten Vergütungen werden zum Zeitpunkt der Gewährung mit Hilfe des Binomi­
almodells zum Fair Value bewertet. dieser Betrag wird linear über die Erfüllungsperiode erfolgswirksam im Personalaufwand er­
fasst und basiert auf der Schätzung des Managements in Bezug auf die anzahl Eigenkapitalinstrumente, die tatsächlich unverfall­
bar werden.
Fremdkapitalkosten
Zinskosten und andere Fremdkapitalkosten werden direkt der Erfolgsrechnung belastet und nur dann aktiviert, wenn sie der an­
schaffung oder Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes direkt zurechenbar sind.
ertragssteuern
Steuern, die sich aufgrund der Geschäftsergebnisse ergeben, werden zurückgestellt, unabhängig davon, wann solche Verpflich­
tungen zur Zahlung fällig werden.
latente Steuern sind das Ergebnis von abweichungen zwischen der gruppeneinheitlichen und der steuerlichen Bewertung in den
Einzelabschlüssen der Gruppengesellschaften, welche zu zeitlichen Verschiebungen führen. die Berechnung erfolgt nach der so­
genannten Balance­Sheet­liability Methode. Massgebend sind die zu erwartenden Steuersätze. latente Steuerguthaben aus
steuerlichen Verlustvorträgen werden nur dann aktiviert, wenn die Realisierbarkeit aufgrund der Verrechnung mit zukünftigen
Gewinnen wahrscheinlich ist.
die Guthaben und Verbindlichkeiten aus den laufenden resp. latenten Ertragssteuern werden gegeneinander verrechnet, sofern
die Ertragssteuern von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden und ein rechtlich durchsetzbarer anspruch auf gegenseitige
Verrechnung besteht. Für Steuern, die bei der ausschüttung von Gewinnen der Tochtergesellschaften anfallen würden, werden
keine abgrenzungen vorgenommen, ausser in Fällen, bei welchen mit einer ausschüttung in absehbarer Zeit zu rechnen ist.
25
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
in CHF 1’000
schätzungen und Annahmen
die Erstellung der konsolidierten Jahresrechnung verlangt vom Management, Einschätzungen und annahmen zu treffen, welche
die ausgewiesenen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverpflichtungen im Zeitpunkt der Bilanzierung sowie Erträge
und aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden dann bilanziert,
wenn der zukünftige wirtschaftliche Nutzen zugunsten oder zulasten der Gruppe wahrscheinlich ist und die damit verbundenen
Beträge zuverlässig bewertet werden können. Wenn zu einem späteren Zeitpunkt derartige Einschätzungen und annahmen,
welche vom Management im Zeitpunkt der Bilanzierung nach bestem Wissen getroffen wurden, von den tatsächlichen Gegeben­
heiten abweichen, werden die ursprünglichen Einschätzungen und annahmen in jenem Berichtsjahr entsprechend angepasst, in
dem sich die Gegebenheiten geändert haben. die wichtigsten annahmen über die zukünftige Entwicklung sowie die wichtigsten
Quellen von Unsicherheiten bei den Einschätzungen, die bei den bilanzierten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in den
nächsten zwölf Monaten bedeutende anpassungen erforderlich machen könnten, sind nachfolgend dargestellt:
Warenvorräte
die Wertberichtigung der Vorräte umfasst die Wertverluste aus unverkäuflichen, inkuranten oder defekten Rohstoffen, Halb­ und
Fertigfabrikaten sowie Handelswaren. die Berechnung dieser Wertberichtigung basiert auf annahmen über die Wiederverkäuf­
lichkeit der Waren. dabei stützt sich das Management einerseits auf Erfahrungen aus der Vergangenheit, andererseits werden die
Trends zukünftiger abverkäufe mitberücksichtigt. Ebenfalls berücksichtigt werden die Unterschiede bezüglich der Wiederverkäuf­
lichkeit zwischen den Rohstoffen, den Saison­ sowie den Standardartikeln des Sortiments. Per 31. dezember 2014 sind Wertbe­
richtigungen auf Warenvorräten in der Höhe von CHF 23’610 (2013: CHF 12’930) verbucht. der Nettobuchwert der Warenvor­
räte per 31. dezember 2014 beträgt CHF 86’003 (2013: CHF 80’366). die tatsächlichen Ergebnisse können wegen Änderungen
der Marktbedingungen oder des wirtschaftlichen Umfeldes von den annahmen abweichen und so die nächste Berichtsperiode
beeinflussen.
schlüsselgelder
die Bilanzierung der Schlüsselgelder erfolgt zum anschaffungswert. Sofern ein aktiver Markt wie auch eine rechtliche Grundlage
besteht, werden die Schlüsselgelder nicht amortisiert, sondern einem jährlichen Impairmenttest unterzogen. Zur Beurteilung, ob
eine Wertminderung vorliegt, werden Einschätzungen und annahmen der zu erwartenden zukünftigen Geldflüsse aus der Nut­
zung der Schlüsselgelder vorgenommen. die tatsächlichen Geldflüsse können von den auf diesen Einschätzungen basierenden,
diskontierten zukünftigen Geldflüssen abweichen. die Schlüsselgelder mit einer unbestimmten Nutzungsdauer haben einen Buch­
wert von CHF 22’556 (2013 (restated): CHF 20’497).
marken / goodwill
die Ermittlung des Fair Value der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte Marken und Goodwill verlangen Einschätzungen
über zukünftige Entwicklungen und Geldflüsse. Bei diesen Einschätzungen berücksichtigt das Management alle zum Erwerbszeit­
punkt vorhandenen Informationen. Zur Beurteilung, ob eine Wertminderung vorliegt, werden wiederum Einschätzungen und
annahmen der zu erwartenden zukünftigen Geldflüsse der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vorgenommen, welchen die
Marken und Goodwill zugewiesen worden sind. die tatsächlichen Geldflüsse können von den auf diesen Einschätzungen basie­
renden diskontierten zukünftigen Geldflüssen abweichen. die Marken und Goodwill haben einen Buchwert von CHF 46’451
(2013 (restated): CHF 51’800).
nettovorsorgeverpflichtung resp. nettovorsorgevermögen
die Berechnung der Vorsorgeverpflichtung respektive des Vorsorgevermögens nach IaS 19 erfolgt auf der Basis von verschiedenen
annahmen zu finanziellen und demografischen Entwicklungen. die annahmen werden jährlich überprüft und nötigenfalls ange­
passt. Änderungen in den annahmen, z.B. des diskontierungssatzes oder der geschätzten zukünftigen lohnentwicklung, ebenso
wie tatsächlich eingetretene Veränderungen, können wesentliche auswirkungen auf die Höhe der zukünftigen Vorsorgekosten in
Erfolgsrechnung und im übrigen Gesamterfolg und auf die bilanzierte Nettovorsorgeverpflichtung oder das Nettovorsorgevermö­
gen haben. am 31. dezember 2014 betragen das in der Bilanz erfasste Vermögen aus Personalvorsorge CHF 366 (2013: CHF
658) und die Verbindlichkeit aus Personalvorsorge CHF 9’664 (2013: CHF 1’427).
26
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
in CHF 1’000
rückstellungen
die Berechnungen der Rückstellung erfolgen nach dem Best Estimate Konzept, d. h. es sind die Beträge zu erfassen, die die best­
möglichen Schätzungen der ausgaben darstellen, die zur Erfüllung der Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist. die Höhe
der Rückstellungen wird an jedem Bilanzstichtag auf deren angemessenheit überprüft. Je nach Verlauf von möglichen Verhand­
lungen können die ausgaben abweichen und die nächste Berichtsperiode beeinflussen. am 31. dezember 2014 betragen die
Rückstellungen CHF 18’776 (2013: CHF 27’913).
latente steueraktiven aus steuerlichen Verlustvorträgen
Verschiedene Gesellschaften der CalIda Gruppe verfügen über substanzielle Verlustvorträge. In der Schweiz verfallen diese nach
sieben Jahren, im ausland gibt es zum Teil keine Verjährung und zum Teil eine limitierung der Verwendung. Für die Berechnung
der latenten Steueraktiven aus Verlustvorträgen wird davon ausgegangen, dass temporäre differenzen vor Verfall der Verlustvor­
träge realisiert und somit mit den Verlustvorträgen verrechnet werden können. darüber hinaus werden aufgrund der erwarteten
zukünftigen Ertragslage Verrechnungseffekte von Verlustvorträgen und zukünftigen steuerbaren Erträgen aktiviert. Bestehen
Unsicherheiten über die zukünftige Ertragsentwicklung bei den entsprechenden Gruppengesellschaften, erfolgt keine aktivierung.
Per 31. dezember 2014 bestehen aktivierte Steuereffekte auf Verlustvorträgen von CHF 601 (2013: keine).
konsolidierungskreis und Akquisitionen
konsolidierungskreis per 31. dezember 2014
Gesellschaften 1)
Geschäftssitz
Geschäftstätigkeit
CalIda
CalIda
CalIda
CalIda
CalIda
CalIda
CalIda
CalIda
Oberkirch/Sursee, Schweiz
Wien, Österreich
Forest, Belgien
Sursee, Schweiz
Paris, Frankreich
lörrach, deutschland
lörrach, deutschland
Oberkirch, Schweiz
Rotterdam, Holland
Vertrieb / logistik
Vertrieb
Vertrieb
Finanzdienstleistungen
Vertrieb
Vertrieb
Vertrieb
Managementdienst­
leistungen
Vertrieb
Rajka, Ungarn
Oberkirch, Schweiz
Paris, Frankreich
Hellerup, dänemark
lörrach, deutschland
New York, USa
Hemel Hempstead, England
Monte Carlo, Monaco
Forest, Belgien
Monastir, Tunesien
Madrid, Spanien
Sursee, Schweiz
annecy­le­Vieux, Frankreich
Warschau, Polen
Nanjing, China
Produktion
Vertrieb
Vertrieb / logistik
Vertrieb
Vertrieb
Vertrieb
Vertrieb
Vertrieb
Vertrieb
Produktion
Vertrieb
Holding
Holding / Vertrieb
Vertrieb
Produktion
aG
austria GmbH
Belgium SPRl
Finance aG 2)
France SaS
GmbH
Handels GmbH
Management aG
3)
CalIda Netherlands BV
CalIda Ungarn
Produktionsgesellschaft mbH
aUBadE Sa
aUBadE Paris SaS
aUBadE denmark apS
aUBadE Handels GmbH
aUBadE lingerie de Femme Inc.
aUBadE Paris (UK) ltd.
aUBadE Paris & Cie SCS
BElaUBadE Sa
Société de lingerie azur
SOlaUBadE SURl
SPTF aZUR Sa
laFUMa Sa
KaNION Sp. z o.o.
BIG PaCK New Technology Co., ltd.
Grundkapital
in lokaler Währung
Kapital­ /
Stimmen­
anteil in %
CHF
EUR
EUR
CHF
EUR
EUR
EUR
CHF
10’000’000
100’000
18’550
100’000
16’639’200
102’258
100’000
100’000
100%
100%
100%
100%
100%
100%
100%
100%
EUR
18’000
100%
HUF 477’300’000
CHF
500’000
EUR
15’754’230
dKK
80’000
EUR
100’000
USd
1’283’733
GBP
100
EUR
100’000
EUR
362’000
TNd
10’000
EUR
300’000
CHF
100’000
EUR
56’885’352
PlN
697’900
CNY
15’029’780
100%
100%
100%
100%
100%
100%
100%
100%
100%
100%
100%
100%
59.9%
30.5%
59.9%
27
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
EIdER SaS
l.M.O. SRl.
l.W.a. Sa
laFPROM HK ltd.
laFPROM SaS
laFPROM Tunisie
laFUMa america Inc.
laFUMa BV
laFUMa China Trading Co., ltd.
laFUMa Group GmbH
laFUMa Group Sl
laFUMa Hong Kong ltd.
laFUMa Hungaria KFT
laFUMa MIllET KK
laFUMa Mobilier SaS
laFUMa Outdoor Trading Co., ltd.
lallEMaNd SaS
MIllET Mountain Group (Switzer­
land) aG 3)
MIllET SaS
OXBOW distribution SaS
OXBOW SaS
PaCCaRd diffusion SaRl
SHERPa logistique SaS
1)
2)
3)
in CHF 1’000
annecy­le­Vieux, Frankreich Vertrieb
Montebelluna, Italien
Vertrieb
Wavre, Belgien
Vertrieb
Kwun Tong, Hong Kong
logistik
anneyron, Frankreich
logistik
Sousse, Tunesien
Produktion
lafayette, USa
Vertrieb
leusden, Holland
Vertrieb
Shanghai, China
Vertrieb
Bissingen / Teck, deutschland Vertrieb
Barcelona, Spanien
Vertrieb
Kwun Tong, Hong Kong
Vertrieb
Sarvar, Ungarn
Produktion
Tokyo, Japan
Vertrieb
anneyron, Frankreich
Vertrieb
Shanghai, China
Vertrieb
Vieux d’Izenave, Frankreich Vertrieb
EUR
EUR
EUR
HKd
EUR
TNd
USd
EUR
CNY
EUR
EUR
HKd
HUF
JPY
EUR
CNY
EUR
2’020’000
10’000
66’931
10’000
94’240
100’000
24’500
113’445
1’655’420
285’000
475’000
10’000
51’350’000
10’000’000
9’262’561
4’984’459
925’540
59.9%
59.9%
59.9%
58.7%
59.9%
59.9%
59.9%
59.9%
59.9%
59.9%
59.9%
59.3%
59.9%
59.9%
59.9%
59.9%
59.9%
Oberkirch, Schweiz
annecy­le­Vieux, Frankreich
Mérignac, Frankreich
Mérignac, Frankreich
Chamonix, Frankreich
Saint­Rambert d’albon,
Frankreich
CHF
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
100’000
3’234’218
2’777’761
50’000
150’000
373’570
59.9%
59.9%
59.9%
59.9%
59.9%
59.9%
Vertrieb
Vertrieb
Vertrieb
Vertrieb
Vertrieb
logistik
Nur aktive Gesellschaften aufgeführt.
Namensänderung im Geschäftsjahr 2014.
Gründung im Geschäftsjahr 2014.
Im Geschäftsjahr 2014 aufgelöst:
– OBER SaS, Paris, Frankreich
– SCI lE CHEVRIl, Vieux d’Izenave, Frankreich
Akquisition der lAFumA gruppe im geschäftsjahr 2013
Im Januar 2013 erwarb die CalIda Gruppe in einem ersten Schritt eine Beteiligung von 15.3% am börsennotierten, französischen
Sport­ und Outdoorbekleidungsproduzenten laFUMa. die anschaffungskosten für diese Beteiligung betrugen CHF 17’533. die
CalIda Gruppe verfügte über einen massgeblichen Einfluss an laFUMa, und die Beteiligung wurde bis zum 23. dezember 2013
als assoziierte Unternehmung nach der Equity­Methode bilanziert.
die ausserordentliche Generalversammlung der laFUMa vom 20. dezember 2013 stimmte einer für die CalIda Gruppe reser­
vierten Kapitalerhöhung zu einem ausgabepreis von EUR 14 pro aktie zu und die CalIda Gruppe erhöhte nach erfolgter libe­
rierung am 23. dezember 2013 ihre Beteiligung an laFUMa auf 50.6% und übernahm dadurch die Kontrolle.
das in der Folge obligatorische öffentliche Übernahmeangebot für drittaktionäre zu einem Preis von EUR 14 pro aktie lief vom
27. dezember 2013 bis am 13. Januar 2014 und verpflichtete die CalIda Gruppe, alle während dieser Frist angebotenen
laFUMa aktien zu denselben Konditionen zu erwerben, wie die Kontrollmehrheit aus der Kapitalerhöhung vom 23. dezember
2013 erworben wurde. Einige laFUMa aktionäre hatten sich vorgängig verpflichtet, ihre Titel nicht anzudienen.
28
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
in CHF 1’000
aufgrund des Übernahmeangebots erhöhte die CalIda Gruppe den anteil ihrer Beteiligung sukzessive um 9.0% auf 59.6%.
Zudem übernahm die CalIda Gruppe die von CEO Felix Sulzberger gehaltenen aktien zum Preis von EUR 14 pro aktie und er­
reichte damit am 14. Januar 2014 eine Beteiligung von 59.9%.
die Kontrollübernahme und das öffentliche Übernahmeangebot werden als eine verbundene Transaktion («linked transaction»)
betrachtet und die CalIda Gruppe erfasste zum Erwerbszeitpunkt eine Verbindlichkeit für alle Titel, die ihr während der dauer
des öffentlichen Übernahmeangebots potenziell hätten angedient werden können. Nach dem ablauf des Übernahmegebots am
13. Januar 2014 wurde die Restverbindlichkeit aus dem öffentlichen Übernahmeangebot ausgebucht und die Kaufpreisleistung,
der Goodwill und die nicht beherrschenden anteile auf die definitiv von der CalIda Gruppe erworbenen 59.9% angepasst.
In einem dritten Schritt erhöhte laFUMa im anschluss an das öffentliche Übernahmeangebot im Rahmen einer zweiten Kapital­
erhöhung unter Wahrung des Bezugsrechts zu einem ausgabepreis von Euro 9 pro aktie ihr Kapital im Umfang von CHF 12’307
(vgl. anmerkung 8). der anteil der CalIda Gruppe bleibt nach der vollständig gezeichneten Kapitalerhöhung unverändert bei
59.9%.
die Beteiligung an laFUMa wird als strategische Investition betrachtet und eröffnet der CalIda Gruppe einen Zugang zu einem
neuen, komplementären Geschäftsfeld mit Wachstumsperspektiven ausserhalb des Wäschesegments. Sämtliche Marken der
laFUMa Gruppe haben eine lange Tradition und weisen in Frankreich und zum Teil auch international einen hohen Bekanntheits­
grad auf. der Goodwill aus dem Unternehmenserwerb repräsentiert den Zugang zu einem neuen und wachsenden Marktsegment
sowie zu neuen internationalen Märkten.
die CalIda Gruppe hat die Kaufpreisallokation während den der Kontrollübernahme folgenden 12 Monaten finalisiert und sie
wurde zum 23. dezember 2014 definitiv. die ermittelten Fair Values der identifizierbaren Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
von laFUMa stellen sich zum Zeitpunkt der Kontrollübername am 23. dezember 2013 wie folgt dar:
Fair Value
(restated) 1)
Flüssige Mittel
Forderungen
Warenvorräte
Übrige kurzfristige Vermögenswerte
Sachanlagen
Immaterielle anlagen
Übrige langfirstige Vermögenswerte
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus lieferungen und leistungen
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Passive Rechnungsabgrenzungen
laufende Steuerverbindlichkeiten
langfristige Finanzverbindlichkeiten
Rückstellungen
latente Steuerverbindlichkeiten
erworbene nettoaktiven
41’617
31’090
43’997
18’640
12’708
31’375
4’863
184’290
–23’314
–29’555
–32’226
–290
–38
–1’427
–22’819
–5’532
–115’201
69’089
29
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
Fair Value der bereits gehaltenen anteile (15.3%)
Kaufpreis der neu erworbenen anteile aus erster Kapitalerhöhung und
öffentlichem Kaufangebot (31.12.2013: 35.3%; 14.01.2014: 44.6%)
Verbindlichkeit für öffentliches Kaufangebot 4)
anteilige Nettoaktiven der nicht beherrschenden anteile 1/5)
kaufpreisleistung
goodwill aus der Akquisition
1)
2)
3)
4)
5)
in CHF 1’000
31.12.2013 1/2)
(restated)
9’083
43’130
22’451
19’005
93’669
24’580
14.01.2014
3)
9’083
52’641
–
27’693
89’417
20’328
Im Vergleich zur provisorischen Kaufpreisallokation im Geschäftsbericht 2013 sind folgende Fair Value anpassungen gemacht worden:
– Sachanlagen
CHF –362
– Immaterielle anlagen
CHF –717
– Rückstellungen
CHF –2’489 (davon CHF –490 Eventualverbindlichkeiten)
– latente Steuerverbindlichkeiten
CHF 1’227
Zudem wurde die allokation in den Sachanlagen und Rückstellungen auf die jeweiligen Kategorien angepasst.
die erfassten anpassungen an der provisorischen Kaufpreisallokation für die akquistition der laFUMa Gruppe per 23. dezember 2013 haben einen mar­
ginalen Einfluss auf das Ergebnis 2013 und daher ist ein Restatement der Erfolgsrechnung, der Gesamtergebnisrechnung und der Geldflussrechnung nicht
notwendig.
Gemäss Offenlegung im Geschäftsbericht 2013.
Nach abschluss des öffentlichen Kaufangebots am 14. Januar 2014.
aufgrund der Betrachtung als eine mit der ersten Kapitalerhöhung verbundene Transaktion («linked transaction») umfasste diese Position sämtliche Titel,
die der CalIda Gruppe potenziell zu einem Preis von EUR 14 pro aktie hätten angedient werden können.
Umfasst per 31. dezember 2013 den anteil an den Nettoaktiven der nicht beherrschenden laFUMa aktionäre, die sich vorgängig der Kontrollübernahme
verpflichtet hatten, ihre Titel der CalIda Gruppe nicht anzudienen.
der Geldabfluss aus Investitionstätigkeit für die akquisition von laFUMa setzt sich wie folgt zusammen:
geldabfluss für erwerb assoziierte unternehmung (15.3%)
Kaufpreis der neu erworbenen anteile aus erster Kapitalerhöhung (35.3%)
Kaufpreiszahlung unter öffentlichem Kaufangebot
Erworbene flüssige Mittel
geldabfluss für erwerb von konzerngesellschaften
total geldabfluss an flüssigen mitteln
2014
–
–
–7’039
–
–7’039
–7’039
2013
–17’533
–43’130
–2’111
41’617
–3'624
–21’157
Es wurden keine Transaktionskosten im Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss im übrigen Betriebsaufwand
erfasst (2013: CHF 696), jedoch waren CHF 330 (2013: CHF 292) im Geldfluss aus Betriebstätigkeit enthalten.
der Goodwill ist steuerlich nicht abzugsfähig.
30
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
in CHF 1’000
Anmerkungen zur konsolidierten JAhresrechnung
die im anhang zur konsolidierten Jahresrechnung aufgeführten Werte sind in CHF 1’000 dargestellt, sofern keine anderen anga­
ben gemacht werden (Informationen zu aktien­ und Optionspreisen sowie dividenden und Gewinne pro aktie werden in CHF 1
ausgewiesen).
1. Flüssige mittel
Kassabestände und Bankguthaben
total
2014
2013
63’224
63’224
75’157
75’157
der effektive Zinssatz für Bankguthaben und für kurzfristige Bankeinlagen lag zwischen 0.0% und 0.1% (2013: 0.0% und 0.2%).
2. Forderungen aus lieferungen und leistungen
Forderungen aus lieferungen und leistungen dritte
Forderungen aus lieferungen und leistungen Nahestehende
delkredere
total, netto
2014
2013
54’130
20
–6’607
47’543
49’385
29
–2’440
46’974
die Buchwerte der Forderungen entsprechen den Fair Values. Für die ersten 80 bis 120 Tage nach dem datum der Rechnungs­
stellung werden keine Zinsen belastet. danach wird je nach Währung ein Zins zwischen 5% und 10% p.a. auf dem ausstehenden
Betrag berechnet. Forderungen aus lieferungen und leistungen können unter Berücksichtigung der jeweils mit den Kunden ver­
einbarten Bedingungen in nicht fällige und fällige Forderungen gegliedert werden.
die altersstruktur stellt sich wie folgt dar:
Nicht fällig
Fällig 1–60 Tage
Fällig 61–120 Tage
Fällig über 120 Tage
total, netto
2014
34’355
7’771
2’285
3’132
47’543
2013
43’397
2’477
779
321
46’974
Wertberichtigungen auf Forderungen aus lieferungen und leistungen werden nach einer individuellen Beurteilung sowie basie­
rend auf aktuellen Erfahrungswerten vorgenommen.
delkredere für zweifelhafte Forderungen:
Bestand am 1. Januar
Zugänge
Verwendung
auflösung
Währungsdifferenzen
Bestand am 31. dezember
2014
–2’440
–4’670
162
311
30
–6’607
2013
–2’561
–1’003
516
640
–32
–2’440
31
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
in CHF 1’000
die Forderungen aus lieferungen und leistungen entfallen auf die folgenden Währungen:
CHF
EUR
USd
JPY
HKd
GBP
andere
total, netto
3. Übrige kurzfristige Forderungen
Forderungen gegenüber staatlichen Stellen
Forderungen gegenüber Vorsorgeeinrichtungen
Vorauszahlungen an lieferanten
andere Forderungen
total
4. Warenvorräte
Rohmaterial
Halbfabrikate
Fertigwaren
total
2014
1’799
36’573
3’775
2’080
1’688
573
1’055
47’543
2013
1’689
33’959
4’133
2’167
2’326
1’147
1’553
46’974
2014
2013
10’493
21
5’480
2’231
18’225
8’583
3
1’518
4’365
14’469
2014
2013
7’978
6’790
71’235
86’003
8’734
7’494
64’138
80’366
die Wertberichtigung der Vorräte beträgt CHF 23’610 (2013: CHF 12’930) und ist im Warenaufwand berücksichtigt.
32
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
954
103
2
–
–
12
108’248
4’556
12’708
–1’125
1
–1’955
–102
–960
–33
–1’530
12
–4’249
206
–223
–12
–
–
–10’042
72
50’241
1’365
–377
13’701
1’201
–39
14’228
80
–
4’409
265
–40
32’127
5’149
–726
824
187
–120
12
556
–
115’542
8’803
–1’302
Währungsdifferenzen
31. dezember 2014
–613
50’616
–813
14’050
–9
14’299
–59
4’575
–496
36’054
–9
882
–4
564
–2’003
121’040
kumulierte Abschreibungen
und Wertminderungen
1. Januar 2013
abschreibungen
abgänge
Währungsdifferenzen
31. dezember 2013
abschreibungen
abgänge
Währungsdifferenzen
31. dezember 2014
38’754
768
–1’125
1
38’398
1’948
–
–296
40’050
10’590
414
–1’932
–74
8’998
1’390
–
–765
9’623
14’638
143
–960
–15
13’806
159
–
–26
13’939
4’389
401
–1’527
9
3’272
481
–4
–59
3’690
21’869
4’654
–3’947
130
22’706
6’065
–480
–428
27’863
584
108
–222
–8
462
121
–87
–4
492
–
–
–
–
–
–
–
–
–
90’824
6’488
–9’713
43
87’642
10’164
–571
–1’578
95’657
10’566
4’427
360
885
8’191
390
564
25’383
11’843
4’703
422
1’137
9’421
362
12
27’900
nettobuchwert per
31. dezember 2014
nettobuchwert per
31. dezember 2013
1)
total
30’411
3’279
2’480
anlagen im
Bau
5’159
577
191
Fahrzeuge
Mobiliar und
Storeeinrich­
tungen
15’167
54
–
Installatio­
nen
12’393
482
2’883
Anschaffungskosten
1. Januar 2013
Zugänge
Veränderung Konsolidie­
rungskreis (restated) 1)
abgänge
Währungsdifferenzen
31. dezember 2013
(restated) 1)
Zugänge
abgänge
Maschinen
44’164
61
7’140
5. sachanlagen
land und
Gebäude
EdV­
anlagen
in CHF 1’000
an der provisorischen Kaufpreisallokation für die akquisition der laFUMa Gruppe wurden im Berichtsjahr anpassungen vorgenommen. die entsprechen­
den details sind in abschnitt «akquisition der laFUMa Gruppe im Geschäftsjahr 2013» ausgewiesen.
Sachanlagen im Wert von CHF 2’929 (2013: CHF 3’144) sind verpfändet (vgl. anmerkung 26).
33
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
10’994
564
18’794
871
1’053
–
74’246
1’516
24’580
–
324
46’489
–
23’334
–
260
40’980
21
449
–
68
5’032
–
1’912
–2’905
8
10’573
1’096
5’530
–38
242
25’399
1’306
149
–466
9
745
703
55’954
–3’409
911
129’218
3’126
–4’252
–
–993
41’244
–
–28
–769
40’204
–
–
–94
4’938
–
–231
–198
11’240
–
–
–288
26’417
–
–5
–33
1’410
–4’252
–264
–2’375
125’453
kumulierte Abschreibungen und
Wertminderungen
1. Januar 2013
abschreibungen
abgänge
Währungsdifferenzen
31. dezember 2013
abschreibungen
abgänge
Währungsdifferenzen
31. dezember 2014
21’585
–
–
319
21’904
–
–
–387
21’517
13’442
7
–
208
13’657
32
–28
–313
13’348
3’971
222
–
59
4’252
308
–
–82
4’478
8’995
934
–2’905
3
7’027
2’589
–
–155
9’461
1’906
308
–6
18
2’226
201
–
–43
2’384
845
–
–466
6
385
118
–16
–8
479
50’744
1’471
–3’377
613
49’451
3’248
–44
–988
51’667
nettobuchwert per 31. dezember 2014
nettobuchwert per 31. dezember 2013
19’727
24’585
26’856
27’323
460
780
1’779
3’546
24’033
23’173
931
360
73’786
79’767
1)
2)
Goodwill
total
4’515
–
Übrige
immaterielle
anlagen
17’305
81
Anschaffungskosten
1. Januar 2013
Zugänge
Veränderung Konsolidierungskreis
(restated) 1)
abgänge
Währungsdifferenzen
31. dezember 2013 (restated) 1)
Zugänge
Veränderung nicht beherrschende
anteile 2)
abgänge
Währungsdifferenzen
31. dezember 2014
Schlüssel­
gelder
Kunden­
stamm
21’585
–
6. immaterielle Anlagen
Software
Marken,
lizenzen und
Patente
in CHF 1’000
an der provisorischen Kaufpreisallokation für die akquisition der laFUMa Gruppe wurden in Berichtsjahr anpassungen vorgenommen. die entsprechenden
details sind in abschnitt «akquisition der laFUMa Gruppe im Geschäftsjahr 2013» ausgewiesen.
anpassung aufgrund ablauf des öffentlichen Kaufangebots (vgl. abschnitt «akquisition der laFUMa Gruppe im Geschäftsjahr 2013»).
34
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
in CHF 1’000
marken
die CalIda Gruppe besitzt mehrere Marken mit unbestimmter Nutzungsdauer aufgrund ihres hohen Bekanntheitsgrades und
Tradition und den Marketinganstrengungen zum Erhalt der Positionierung im jeweiligen Segment. diese Marken werden auf Stufe
der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGU), die den operativen Segmenten entsprechen, jährlich auf Wertminderung über­
prüft. die wesentlichen Marken sind MIllET (CHF 10.2 Mio.), laFUMa Mobilier (CHF 8.9 Mio.) und aUBadE (CHF 3.8 Mio.;
2013: CHF 3.9 Mio.). die Vorsteuerdiskontsätze betragen 13.7% / 13.7% / 11.4 % (aUBadE 2013: 13.5%). die durchschnitt­
lichen Wachstumsraten betragen für die Planungsperiode 3.3% / 4.0% / 4.2% (aUBadE 2013: 5.2%).
schlüsselgelder
Von den Schlüsselgeldern für Retailverkaufsflächen von aUBadE, CalIda, laFUMa Outdoor und OXBOW sind Buchwerte von
CHF 22’556 (2013: CHF 20’497) mit einer unbestimmten Nutzungsdauer aktiviert. deren erzielbarer Wert wurde unter anwen­
dung einer Nutzwertberechnung pro Store evaluiert. die berücksichtigten Cashflows basieren auf individuellen Businessplänen.
das über die Periode hinausgehende prognostizierte Umsatzwachstum beträgt 2.0% (2013: 1.0%). der angewandte Vorsteuer­
diskontsatz beläuft sich auf 11.4% bis 18.6% (2013: 13.5%).
goodwill
Per 31. dezember 2014 ist für die akquisition der laFUMa Gruppe für den Kapitalanteil von 59.9% ein Goodwill von CHF 19’727
erfasst. Im Zusammenhang mit der Reorganisation der laFUMa Gruppe erfolgte die Zuteilung des Goodwills im Berichtsjahr auf
Stufe der operativen Segmente MIllET Mountain Group (CHF 11’918) und FURNITURE division (CHF 7’809), welche zugleich
die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGU) darstellen.
der erzielbare Betrag einer CGU ergibt sich aus der Berechnung des Nutzwerts. Für diese Berechnungen werden die prognosti­
zierten freien Cashflows verwendet, welche aus den Businessplänen abgeleitet wurden. der Planungshorizont beträgt fünf Jahre
und es wurde für die MIllET Mountain Group / FURNITURE division eine durchschnittliche Wachstumsrate von 3.3% / 4.0%
und ein Vorsteuerdiskontsatz von 13.7% / 13.7% angenommen. die verwendeten Vorsteuerdiskontsätze reflektieren die spezifi­
schen Risiken der entsprechenden CGU. die Geldflussprognosen ausserhalb der Planungsperiode werden mit einer Wachstumsrate
von 2.0% hochgerechnet, die in keinem Fall die langfristige durchschnittliche Wachstumsrate im entsprechenden Markt über­
steigt, in dem die CGU tätig ist.
der erzielbare Betrag liegt über den erfassten Buchwerten. auch bei einer wesentlichen Veränderung der verwendeten Basisdaten,
z.B. einem Null­Wachstum ausserhalb der Planungsperiode, würde kein Impairment des Goodwills resultieren.
7. Finanzanlagen
2014
2013
derivative Finanzinstrumente
darlehen dritte
total Finanzanlagen kurzfristig, netto
1’944
13
1’957
–
7
7
darlehen dritte
Wertberichtigungen
total Finanzanlagen langfristig, netto
6’193
–
6’193
6’092
–54
6’038
die darlehen dritte bestehen grösstenteils aus Mietkautionen, welche als Sicherheit für Mietzinszahlungen gewährt wurden. die
laufzeit der darlehen richtet sich nach der länge der jeweiligen Mietverträge. Im Berichtsjahr wurden Wertberichtigungen von
CHF 54 ausgebucht. Im Vorjahr wurde keine Wertberichtigung ausgebucht oder verwendet.
35
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
in CHF 1’000
8. Finanzverbindlichkeiten
die Nettoliquidität, die sich aus der differenz des verzinslichen Fremdkapitals und den flüssigen Mitteln ergibt, hat sich im Be­
richtsjahr von CHF 34.7 Millionen auf CHF 31.2 Millionen reduziert. die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber Banken
darlehen laFUMa­aktionäre
Obligationsanleihe
kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
2014
10’732
–
–
10’732
2013
9’081
9’329
4’904
23’314
langfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber Banken
langfristige Finanzverbindlichkeiten
21’318
21’318
17’154
17’154
total Finanzverbindlichkeiten
32’050
40’468
Im anschluss an das öffentliche Übernahmeangebot erhöhte laFUMa im Rahmen einer zweiten Kapitalerhöhung unter Wahrung
des Bezugsrechts zu einem ausgabepreis von Euro 9 pro aktie ihr Kapital im Umfang von CHF 12’307. die bestehenden darlehen
an laFUMa aktionäre wurden teilweise mit der Kapitalerhöhung verrechnet (CHF 3’592) und teilweise zurückbezahlt (CHF
5’595). dadurch reduzierten sich zusammen mit der vorzeitigen Rückzahlung der ausstehenden Obligationenanleihe und des
syndizierten Kredits der laFUMa Gruppe die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. die Finanzierung des öffentlichen Kaufange­
bots und des anteils der CalIda Holding aG an dieser zweiten Kapitalerhöhung hatten eine Erhöhung der langfristigen Finanz­
verbindlichkeiten zur Folge.
die CalIda Gruppe verfügt zum Bilanzstichtag per 31. dezember über folgenden Syndikatskredit:
2014
Schuldner: CalIda Holding aG/
CalIda Finance aG/
CalIda aG
akquisitionskredit
Revolvierende Kreditfazilität
total syndikatskredit
1)
Währung
Zinssatz
laufzeit
EUR
lIBOR + Marge 1) 2013 –2018
EUR / CHF lIBOR + Marge 1) 2013 –2018
Kredit­
volumen
28’870
40’058
68’928
2013
davon
bean­
sprucht
28’870
–
28’870
Kredit­
volumen
52’714
40’518
93’232
davon
bean­
sprucht
17’154
–
17’154
abhängig vom Verschuldungsgrad
die akquisitionslinie des Syndikatskredits dient zur Finanzierung des öffentlichen Kaufangebots und der anschliessenden zweiten
Kapitalerhöhung von laFUMa, welche Mitte Februar 2014 liberiert wurde. die revolvierende Kreditfazilität dient der Sicherstel­
lung der langfristigen Finanzierung der CalIda Gruppe. Per Bilanzstichtag war diese unbenutzt.
der Kredit enthält neben anderen Bedingungen Covenants in Bezug auf den Verschuldungsgrad (ausgedrückt als Verhältnis von
Nettoverschuldung zu EBITda) und die wirtschaftliche Eigenkapitalquote (ausgedrückt als Verhältnis von Eigenkapital zu Bilanz­
summe). darüber hinaus gelten zusätzliche Bedingungen, wie sie in Konsortialkreditverträgen üblich sind. an den Bilanzstichtagen
2014 und 2013 waren die geltenden Kreditbedingungen eingehalten.
9. Verbindlichkeiten aus lieferungen und leistungen
Verbindlichkeiten aus lieferungen und leistungen
total
36
2014
2013
36’169
36’169
34’518
34’518
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
in CHF 1’000
die Verbindlichkeiten aus lieferungen und leistungen können zu Buchwerten den folgenden Währungen zugeordnet werden:
2014
3’351
26’873
5’945
36’169
CHF
EUR
andere
total
2013
1’150
26’568
6’800
34’518
Verbindlichkeiten aus lieferungen und leistungen werden nicht verzinst und sind normalerweise innerhalb von 30 bis 60 Tagen
zahlbar.
10. Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber staatlichen Stellen
Verbindlichkeiten gegenüber Vertretern
derivative Finanzinstrumente
Sonstige Verbindlichkeiten
total
2014
2013
19’848
423
–
11’032
31’303
20’270
486
713
12’139
33’608
Kurzfristige Verbindlichkeiten werden nicht verzinst und haben eine durchschnittliche Zahlungsfrist von 3 Monaten.
1. Januar 2014 (restated)
Zugänge
Verwendung
auflösung
Währungsdifferenzen
31. dezember 2014
2013
7’823
5’904
1’859
15’586
7’493
4’674
5’987
18’154
Total
Rechts­
streitigkeiten
Personal­
rückstellungen
Restrukturierung
12. kurz- und langfristige rückstellungen
Kundenablöse
Noch nicht erhaltene Rechnungen
abgrenzungen für Personalaufwendungen
Übrige Rechnungsabgrenzungen
total
2014
Sonstige
Rückstellungen
11. Passive rechnungsabgrenzungen
1’516
–
–
–64
–9
1’443
14’160
1’391
–10’529
–759
–171
4’092
4’546
689
–1’571
–
–48
3’616
3’101
1’178
–914
–613
–58
2’694
4’590
4’002
–1’371
–185
–105
6’931
27’913
7’260
­14’385
­1’621
­391
18’776
Kurzfristige Rückstellungen 2014
langfristige Rückstellungen 2014
total rückstellungen 2014
321
1’122
1’443
4’092
–
4’092
–
3’616
3’616
2’694
–
2’694
5’282
1’649
6’931
12’389
6’387
18’776
Kurzfristige Rückstellungen 2013
langfristige Rückstellungen 2013
total rückstellungen 2013
342
1’174
1’516
14’160
–
14’160
147
4’399
4’546
3’101
–
3’101
3’055
1’535
4’590
20'805
7'108
27'913
1)
1)
an der provisorischen Kaufpreisallokation für die akquisition der laFUMa Gruppe wurden im Berichtsjahr anpassungen vorgenommen. die entsprechen­
den details sind in abschnitt «akquisition der laFUMa Gruppe im Geschäftsjahr 2013» ausgewiesen.
37
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
in CHF 1’000
kundenablöse
die bei Vertragsauflösung mit Handelsvertretern anfallenden, garantierten ablösesummen werden mit der Wahrscheinlichkeit
ihres Eintreffens im Sinne einer zusätzlichen Umsatzprovision zurückgestellt. die ablösesummen errechnen sich aufgrund des
durch den jeweiligen Handelsvertreter erzielten Umsatzes. der erwartete Ressourcenabfluss für den langfristigen anteil erfolgt
innerhalb der nächsten zehn Jahre.
restrukturierung
die im Zusammenhang mit zwei Sozialplänen für die Neuorganisation der laFUMa Gruppe 2013 gebildeten Rückstellungen
decken die geschätzten Kosten für den Stellenabbau an den Standorten anneyron und Bordeaux, für den Stellentransfer nach
annecy sowie die Schliessung des Standortes Paris ab. die Umsetzung der Sozialpläne ist seit September 2013 im Gange und weit
fortgeschritten. Im Berichtsjahr sind Zahlungen in der Höhe von CHF 10.5 Mio. geleistet worden. der restliche Mittelabfluss wird
innerhalb der nächsten 12 Monate erwartet.
Personalrückstellungen
die Personalrückstellungen umfassen die Rückstellungen für einen nach französischen Gesetzen notwendigen, langfristigen Mit­
arbeiterplan (Participation des salariés) und den CEO­Beteiligungsplan. die Participation des salariés errechnet sich mittels einer
gesetzlich festgelegten Formel auf der Basis des handelsrechtlichen Gewinns der lokalen Gesellschaft unter abzug eines definierten
Betrages für die Verzinsung des Eigenkapitals. die Rückstellung für den CEO­Beteiligungsplan enthält die erwarteten zukünftigen
ansprüche. der Ressourcenabfluss für den langfristigen anteil erfolgt nach ein bis vier Jahren.
rechtsstreitigkeiten
die Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten decken Risiken und Verfahrenskosten für diverse hängige gerichtliche auseinanderset­
zungen unter anderem im Zusammenhang mit der auflösung von arbeitsverträgen sowie im kommerziellen Bereich. der Mittel­
abfluss wird innerhalb von einem Jahr erwartet.
sonstige rückstellungen
die sonstigen Rückstellungen decken verschiedene Risiken ab, die im normalen Geschäftsbetrieb anfallen. die Verwendung erfolgt
in der Regel innerhalb von einem bis drei Jahren.
13. ertragssteuern
die latenten Steuerguthaben bzw. ­verbindlichkeiten können den folgenden Bilanzpositionen zugeordnet werden:
Forderungen
Vorräte
Sachanlagen
Immaterielle anlagen
Übrige aktiven
Rückstellungen
Personalvorsorgeeinrichtungen
Übrige Passiven
Steuerliche Nutzung von verrechenbaren Verlustvorträgen
total latente steuerguthaben / (-verbindlichkeiten)
Verrechnung
total latente steuerguthaben / (-verbindlichkeiten) wie in der Bilanz
dargestellt
1)
Aktive latente steuern
2014
2013
(restated)1)
6
574
3’417
1’164
1’714
1’451
76
1
717
405
1’291
1’218
1’079
–
715
1’755
601
–
9'616
6'568
–2’768
–3’157
6’848
3’411
Passive latente steuern
2014
2013
(restated)1)
–611
–111
–1’591
–951
–155
–318
–7’751
–9’686
–282
–
–722
–
–235
–40
–455
–2
–
–
–11'802
–11'108
2’768
3’157
–9’034
–7’951
an der provisorischen Kaufpreisallokation für die akquisition der laFUMa Gruppe wurden im Berichtsjahr anpassungen vorgenommen. die entsprechen­
den details sind in abschnitt «akquisition der laFUMa Gruppe im Geschäftsjahr 2013» ausgewiesen.
38
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
in CHF 1’000
nicht bilanzierte Verlustvorträge
Verfall der nicht bezahlten Verlustvorträge
in 1 Jahr
in 2 bis 5 Jahren
nach 5 Jahren
kein Verfall
total der nicht bilanzierten Verlustvorträge
2014
2013
79
700
1’812
71’715
74’306
–
469
4’916
59’330
64’715
latente Steuerguthaben auf noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen wurden in jenem Umfang aktiviert, wie deren
Realisierung durch zukünftige steuerbare Gewinne zu erwarten ist.
erfolgswirksam erfasste steuern
laufende Ertragssteuern
latente Ertragssteuern
total erfolgswirksam erfasster steueraufwand
im sonstigen ergebnis erfasste steuern
latente Ertragssteuern aus Neubewertung Personalvorsorge
direkt im eigenkapital erfasste steuern
laufende Ertragssteuern aus aktienbasierten Vergütungen
latente Ertragssteuern aus aktienbasierten Vergütungen
total direkt im eigenkapital erfasster steuereffekt
2014
–5’610
1’319
–4’291
2013
–3’332
422
–2’910
996
–119
49
–202
–153
–25
210
185
Analyse des steueraufwandes
die Gruppe ist in verschiedenen ländern mit unterschiedlichen Steuergesetzen und ­sätzen tätig. demzufolge sind der erwartete
und der effektive Steueraufwand in jedem Jahr vom länderspezifischen Ursprung der Erträge oder Verluste abhängig. So ist die
Veränderung des erwarteten Steuersatzes (2014: 22.8%, 2013: 23.4%) im Wesentlichen auf die Veränderung der länderspezifi­
schen Zusammensetzung der Ergebnisse vor Steuern zurückzuführen.
die folgenden Hauptelemente erklären die differenz zwischen der erwarteten Steuerbelastung (berechnet mit den gewichteten
durchschnittssteuersätzen basierend auf dem Gewinn bzw. Verlust vor Steuern einer jeden Gruppengesellschaft) und dem effek­
tiven Steueraufwand.
Unternehmensgewinn vor Steuern
Steueraufwand zum erwarteten Steuersatz
2014
27’923
–6’366
Änderung der erwarteten Steuerrate
Nicht abzugsfähiger aufwand bzw. nicht steuerbarer Ertrag
Nicht erfasste Verlustvorträge im Berichtsjahr
Verwendung nicht bilanzierter Verlustvorträge
andere Effekte
effektiver erfolgswirksam erfasster steueraufwand
65
2’276
–1’361
1’351
–256
–4’291
1)
in %
22.8
2013
13’503
–3’160
15.4
101
–2’454
–661
3’775
–511
–2’910
1)
in %
23.4
21.6
Im Wesentlichen nicht steuerbare Beteiligungserträge.
39
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
in CHF 1’000
14. eigenkapital der gruppe
dividende aus der kapitaleinlagereserve
die Generalversammlung vom 13. Mai 2014 hat einer dividende aus der Kapitaleinlagereserve im Umfang von CHF 0.80 pro
Namenaktie zugestimmt. die ausschüttung von CHF 6’417 erfolgte ab dem 20. Mai 2014. dies führte – unter Berücksichtigung
der im Berichtsjahr erfolgten agio­Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen in der Höhe von CHF 1’880 (siehe «Jahresrechnung der
CalIda Holding aG») – zu einer Reduktion der Kapitaleinlagereserve um CHF –4’537. Somit verbleiben in der CalIda Holding
aG Reserven aus Kapitaleinlagen von CHF 9’655.
das aktienkapital der CalIda Holding aG setzt sich wie folgt zusammen:
8’053’437 Namenaktien mit einem Nennwert von CHF 2.10 (2013: 7’995’380 Namenaktien mit
einem Nennwert von CHF 2.10), ausgegeben und voll einbezahlt
2014
2013
16’912
16’790
genehmigtes Aktienkapital
das genehmigte Kapital dient zur Übernahme von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen durch aktientausch, zur
Finanzierung oder Refinanzierung des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von neuen Investitionsvorhaben oder
für eine internationale Platzierung oder einer Privatplatzierung von aktien. an der Generalversammlung vom 3. april 2013 wurde
der Verwaltungsrat ermächtigt, das aktienkapital bis zum 3. april 2015 um maximal CHF 6’300 durch ausgabe von höchstens
3’000’000 voll zu liberierenden Namenaktien mit einem Nennwert von CHF 2.10 zu erhöhen. Er ist berechtigt, das Bezugsrecht
der aktionäre einzuschränken oder auszuschliessen und dritten zuzuweisen.
das per 31. dezember 2014 verfügbare genehmigte aktienkapital beträgt CHF 6’300 (2013: CHF 6’300). dies entspricht
3’000’000 Namenaktien (2013: 3’000’000 Namenaktien) mit einem Nennwert von CHF 2.10.
Bedingtes Aktienkapital
die Generalversammlung vom 13. Mai 2014 hat eine Erhöhung des bestehenden bedingten Kapitals um CHF 630 beschlossen.
die Erhöhung erfolgt unter ausschluss des Bezugsrechts der aktionäre durch die ausgabe von maximal 300’000 voll zu liberie­
renden Namenaktien à CHF 2.10.
Im Berichtsjahr wurde das aktienkapital mittels ausübung von bedingtem Kapital im Umfang von CHF 122 (2013: CHF 105) oder
58’057 Namenaktien (2013: 50’000 Namenaktien) erhöht. der durchschnittliche ausgabepreis betrug CHF 23.52 je aktie (2013:
CHF 12.01). der den Nennwert übersteigende Betrag wurde nach abzug von Transaktionskosten den Kapitalreserven gutge­
schrieben (2014: CHF 1’219; 2013: CHF 480).
das per 31. dezember 2014 verfügbare bedingte Kapital beträgt CHF 644 (2013: CHF 136). dies entspricht 306’563 Namenak­
tien (2013: 64’620 Namenaktien) mit einem Nennwert von CHF 2.10.
eigene Aktien
Im Berichtsjahr erfolgten keine Käufe oder Verkäufe von Namenaktien (2013: Keine Käufe oder Verkäufe).
15. nicht beherrschende Anteile
Für die von der CalIda Gruppe kontrollierte Gruppengesellschaft laFUMa Sa, annecy (F), und den von ihr beherrschten Toch­
tergesellschaften (laFUMa Gruppe), welche international tätig sind, bestehen wesentliche nicht beherrschende anteile.
40
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
in CHF 1’000
die Informationen sind nachfolgend dargestellt:
Nicht beherrschende anteile 1/2)
anteil am Unternehmensergebnis
anteil am konsolidierten Eigenkapital
1)
2)
2014
40.1%
1’633
34’092
2013
27.5%
–270
18’735
die Stimmanteile entsprechen den Kapitalanteilen.
Per 31. dezember 2013 entspricht der ausgewiesene anteil der nicht beherrschenden laFUMa aktionären, denjenigen, welche sich vorgängig dem öf­
fentlichen Kaufangebot verpflichtet hatten, ihre Titel der CalIda Gruppe nicht anzudienen. Siehe auch abschnitt «akquisition der laFUMa Gruppe im
Geschäftsjahr 2013».
Zusammengefasste Finanzinformationen der laFUMa Gruppe, inklusive Goodwill und Fair Values der identifizierten Vermögens­
werte und Verbindlichkeiten aber vor Elimination von konzerninternen Transaktionen:
2014
2013
Bilanz
aktiven
Verbindlichkeiten
189’338
84’067
208’630
108’712
Nettoaktiven
105’271
99’918
erfolgsrechnung
Nettoverkaufserlös
Unternehmenserfolg
209’141
2’758
3’637
–510
geldflussrechnung
Geldfluss aus Betriebstätigkeit
Veränderung flüssige Mittel
–10’552
–20’269
–
–
16. Bedeutende Aktionäre
die folgenden aktionäre halten am Bilanzstichtag nach eigenen angaben eine die 5­Prozent­Quote übersteigende Beteiligung (direkt
und/oder indirekt) an den im Handelsregister eingetragenen aktien der CalIda Holding aG:
Stimmrechtsverbundene aktionärsgruppe der Familie Kellenberger
Micalux S.a., luxemburg 1)
M.I.3 S.a., luxemburg 1)
Vontobel Fonds Services aG 2)
Stimmrechtsverbundene aktionärsgruppe der Fondation Ethos, Pictet Funds Sa
und Vontobel Fonds Services aG
1)
2)
2014
34.7%
16.4%
–
6.4%
2013
34.7%
–
10.1%
6.8%
5.0%
5.1%
Im Berichtsjahr hat M.I.3 S.a. sämtliche gehaltenen aktien an Micalux S.a. übertragen.
Enthält 397’500 Namenaktien der stimmrechtsverbundenen aktionärsgruppe der Fondation Ethos, Pictet Funds Sa und Vontobel Fonds Services aG.
17. dividendenausschüttung
Für das Berichtsjahr beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung der CalIda Holding aG vom 12. Mai 2015, eine
dividende aus Kapitaleinlagereserven von CHF 0.80 pro Namenaktie auszuschütten (2013: CHF 0.80).
18. segmentberichterstattung
die Geschäftsleitung der CalIda Gruppe, als Hauptentscheidungsträgerin, bestimmt die Geschäftsaktivitäten und überwacht das
interne Reporting zur Beurteilung der Performance und der Ressourcenallokation. die CalIda Gruppe hat nach der Integration
der laFUMa Gruppe fünf berichtspflichtige Segmente (2013: drei), welche entsprechend der Marktorientierung organisiert und
geführt werden. die Vorjahresangaben sind entsprechend angepasst worden.
41
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
in CHF 1’000
cAlidA division
die Schweizer Traditionsmarke CalIda steht für Wohlfühlen, Qualität und Natürlichkeit. die hochwertige Tag­ und Nachtwäsche
für damen, Herren und Kinder überzeugt seit 1941 mit natürlichen Materialien, Komfort und langlebigkeit. CalIda mit Hauptsitz
in Sursee (Schweiz) zählt zu den grossen führenden Wäschemarken in Europa mit den Hauptmärkten Schweiz und deutschland.
AuBAde division
aUBadE gehört seit der lancierung 1958 zu den führenden luxus­lingerie Marken. Jede Kreation vereint innovatives Styling mit
glamouröser Kreativität. Zum «savoir­vivre» von aUBadE gehört die perfekte Verarbeitung – vor allem aber die Kunst der Ver­
führung. die Kampagne «leçons de séduction» geniesst in Frankreich Kultstatus und machte die Marke weltweit bekannt. Haupt­
sitz von aUBadE ist Paris (Frankreich).
millet mountain group
Zum Segment MIllET Mountain Group, dessen Haupsitz sich in annecy (Frankreich) befindet, gehören die Marken MIllET, EIdER
und laFUMa Outdoor.
MIllET begleitet seit über 60 Jahren all jene, deren leidenschaft der Bergsport ist und die Kraft aus der alpinen Schönheit schöpfen.
als Pionier von innovativen und funktionalen Produkten bietet MIllET das komplette Sortiment zum Bergsteigen, Klettern und
Wandern, für Trekkingtouren sowie Ski und Fast Hiking.
Im Herzen der französischen alpen arbeitet EIdER seit 1962 mit grosser Passion an innovativer Bekleidung für den Bergsport. die
Produkte für ambitionierte Sportler und liebhaber von Outdoor­aktivitäten vereinen hochwertige Materialien mit Funktionalität
und moderner Eleganz. EIdER arbeitet eng mit Outdoor­Profis zusammen, damit die Produkte höchsten ansprüchen genügen.
laFUMa Outdoor ist spezialisiert auf Bekleidung und ausrüstung für aktive Geniesser. auf Wanderungen, Reisen oder für Trekkings
bietet laFUMa Outdoor innovative Technologien, Schutz und Komfort.
Furniture division
als Experte für Outdoor­Mobiliar entwickelt laFUMa Mobilier seit 1954 funktionales Mobiliar mit Stil für Camping, Garten und
Freizeit. die einzigartigen Kollektionen begeistern durch ihr harmonisches Zusammenspiel von praktischer Eleganz und cleverem
design, entwickelt nach einem nachhaltigen und umweltverträglichen Konzept. das Segment hat seinen Hauptsitz in anneyron
(Frankreich).
oXBoW division
OXBOW, die französische Surfboard Pioniermarke mit Hauptsitz in Bordeaux (Frankreich), wurde 1985 von zwei passionierten
Surfern gegründet. als Premiummarke im Surfsport bietet Oxbow eine komplette Kollektion an hochwertiger, bequemer Beklei­
dung für Sport und Freizeit. dabei stehen kompromissloser Komfort und Qualität sowie ein einzigartiges Know­How im Umgang
mit Schnitt und Materialien im Vordergrund.
Übrige Aktivitäten
die übrigen aktivitäten beinhalten neben den Gruppenfunktionen einzelne, kleinere Gesellschaften der übernommenen laFUMa
Gruppe, welche keinem der operativen Segmente zugeteilt werden.
operative Berichterstattung
die CalIda Gruppe überwacht die Performance der Segmente auf Stufe des operativen Gewinnbeitrags, welcher in der darstel­
lung des Umsatzkostenverfahrens dem Beitrag eines Segments nach abzug der Kosten für die verkauften Produkte und der direkt
allozierbaren Vertriebs­ und Marketingkosten (z.B. Kosten für die Verkaufsorganisation, Mieten für Verkaufsflächen) entspricht.
die nicht allozierten operativen Kosten beinhalten im Wesentlichen aufwendungen für Produktentwicklung, logistik, IT, adminis­
tration und das Management.
die interne Berichterstattung der CalIda Gruppe basiert auf den International Financial Reporting Standards (IFRS).
42
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
in CHF 1’000
cAlidA
division
2014
Nettoverkaufserlös
Operativer Gewinnbeitrag
Nicht allozierte operative
Kosten
Betriebsgewinn
Finanzerfolg, netto
Unternehmensgewinn vor
Ertragssteuern
137’753
39’193
AuBAde
division
millet
Furniture oXBoW
Übrige
cAlidA
mountain
division
division
Aktivitäten gruppe
group
65’536
130’371
39’625
36’141
2’955
412’381
18’077
30’012
12’323
7’952
219
107’776
–80’571
27’205
718
27’923
abschreibungen
davon Impairment
Investitionen
–4’994
–
4’592
cAlidA
division
2013 (restated)
Nettoverkaufserlös dritte
Operativer Gewinnbeitrag
Nicht allozierte operative
Kosten
Betriebsgewinn
Finanzerfolg, netto
anteil am Ergebnis assozierter
Gesellschaft
Unternehmensgewinn vor
Steuern
abschreibungen
davon Impairment
Investitionen
138’718
38’977
–3’175
–
3’105
–3’883
–
2’551
–944
–
724
–416
–
628
–
–
330
–13’412
–
11’929
AuBAde
division
millet
Furniture oXBoW
Übrige
cAlidA
mountain
division
division
Aktivitäten gruppe
group
67’669
2’751
325
561
–3’637
206’387
19’256
–386
–45
–79
–
57’723
–36’699
21’024
927
–8’448
13’503
–4’496
–
3’616
–3’463
–
2’456
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–7’959
–
6’072
geografische Berichterstattung
nettoverkaufserlös dritte
Frankreich
deutschland
Schweiz
Übriges Europa
asien
USa
Übrige Märkte
total
2014
167’287
70’024
62’342
73’217
28’483
6’728
4’300
412’381
2013
45’593
59’282
65’709
28’854
2’148
2’745
2’056
206'387
die geografische aufgliederung des Nettoverkaufserlöses basiert auf dem Standort der Kunden.
43
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
sachanlagen und immaterielle Anlagen
Frankreich
Schweiz
Ungarn
deutschland
Übrige Märkte
total
1)
in CHF 1’000
2014
79’639
8’962
4’342
2’866
3’359
99’168
2013
(restated)1)
85’925
8’918
4’390
3’395
5’039
107’667
an der provisorischen Kaufpreisallokation für die akquisition der laFUMa Gruppe wurden im Berichtsjahr anpassungen vorgenommen. die entsprechen­
den details sind in abschnitt «akquisition der laFUMa Gruppe im Geschäftsjahr 2013» ausgewiesen.
die Sachanlagen und die immateriellen anlagen werden nach der geografischen lage verteilt. die übrigen Märkte sind vorwie­
gend im übrigen Europa, in asien und den USa.
19. Personalvorsorgeeinrichtungen und Personalaufwand
der Personalaufwand der CalIda Gruppe setzt sich wie folgt zusammen:
löhne und Saläre
Sozialaufwand
Kosten für leistungsorientierte Pläne
Kosten für beitragsorientierte Pläne
aktienbasierte Vergütungen
Übrige Personalkosten
total
2014
85’888
22’332
921
1’023
372
9’138
119’674
2013
50’280
10’180
1’006
946
280
2’947
65’639
die Personalvorsorgepläne in der Schweiz und teilweise in Frankreich qualifizieren nach IaS 19 als leistungsorientierte Pläne. alle
übrigen Pläne sind beitragsorientiert.
schweiz
Vorsorgeeinrichtungen werden durch das Bundesgesetz über die berufliche alters­ und Hinterlassenen­ und Invalidenvorsorge
(BVG) geregelt. dieses sieht vor, dass Vorsorgeeinrichtungen von unabhängigen, rechtlich selbstständigen Einheiten verwaltet
werden. das oberste Führungsorgan der Vorsorgeeinrichtung (Personalvorsorgekommission) ist verantwortlich für die Geschäfts­
führung, die ausarbeitung der Vorsorgereglemente, für die Festlegung der anlagestrategie und die Bestimmung der Finanzierung
der leistungen. Sie setzt sich paritätisch aus arbeitnehmer­ und arbeitgebervertretern zusammen.
die Begünstigten (destinatäre) sind versichert gegen die wirtschaftlichen Folgen von alter, Tod und Invalidität. die leistungen an
die destinatäre sind im Vorsorgereglement festgehalten, wobei das BVG Mindestleistungen vorschreibt. die Vorsorgeleistungen
basieren auf dem altersguthaben jedes Versicherten, das über jährliche Beiträge sowie Zinsgutschriften geäufnet wird. die jährli­
chen Beiträge werden vom arbeitgeber und dem arbeitnehmer entrichtet. Ihre Höhe richtet sich nach dem versicherten Gehalt
und dem alter des Planteilnehmers. Im Zeitpunkt der Pensionierung kann der Versicherte wählen zwischen einem Kapitalbezug
und einer lebenslangen Rente.
die wesentlichen Risiken der Vorsorgestiftung sind das anlagerisiko, das Zinsrisiko, das Invaliditätsrisiko und das Risiko der lang­
lebigkeit. die Vorsorgestiftung der Schweizerischen Gruppengesellschaften haben diese Risiken bei einer Versicherungsgesellschaft
rückversichert. dieser Vertrag ist für eine bestimme Zeit abgeschlossen und kann von beiden Parteien erstmals auf Ende 2016
gekündigt werden.
44
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
in CHF 1’000
Frankreich
die arbeitnehmer in Frankreich erhalten beim Eintritt in den Ruhestand eine einmalige abfindung («indemnité de fin de carrière»,
IFC), deren Höhe sich u.a. nach der dauer der Betriebszugehörigkeit, dem Gehalt und der beruflichen Stellung bemisst. Verlässt
der arbeitnehmer die Firma vor Eintritt in den Ruhestand, verfallen seine ansprüche. der Plan der aUBadE division ist durch ein
ausgesondertes Vermögen gedeckt, während diejenigen der MIllET Mountain Group, FURNITURE division und OXBOW division
nicht gedeckt sind.
die Nettovorsorgeverpflichtung aller leistungsorientierten Pläne leitet sich wie folgt her:
situation der Vorsorgeansprüche
Barwert der Vorsorgeverpflichtung
Planvermögen zu Fair Value
nettovorsorgevermögen / (nettovorsorgeverpflichtung)
2014
–64’226
54’928
–9’298
2013
–54’267
53’498
–769
366
–9’664
658
–1’427
–769
–965
–8’611
1’035
–
12
–9’298
–347
–999
991
1’013
–1’427
–
–769
Bestand am 1. Januar
dienstzeitaufwand
Nachzuverrechnender dienstzeitaufwand
Zinsaufwand
arbeitnehmerbeiträge
ausbezahlte leistungen
Versicherungsmathematische (Gewinne) / Verluste
Veränderungen Konsolidierungskreis
Währungsdifferenzen
Bestand am 31. dezember
54’267
1’045
–124
1’263
988
–1’811
8’629
–
–31
64’226
52’716
1’006
–
1’054
962
–1’816
–1’082
1’427
–
54’267
davon entfallen auf die Schweiz:
Barwert der Vorsorgeverpflichtung (dBO)
aktive
Rentner
durchschnittliche Fälligkeit in Jahren (duration)
61’546
62%
38%
16.4
52’379
59%
41%
11.2
davon in den übrigen langfristigen anlagen
davon in den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten
die Nettovorsorgeverpflichtung hat sich wie folgt entwickelt:
Bestand am 1. Januar
Vorsorgekosten, erfolgswirkam erfasst
Vorsorgekosten / (Vorsorgeertrag), im sonstigen Ergebnis erfasst
arbeitgeberbeiträge
Veränderung Konsolidierungskreis
Währungsdifferenzen
Bestand am 31. dezember
Barwert der Vorsorgeverpflichtung (dBo)
45
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
Planvermögen zum Fair Value
Bestand am 1. Januar
Zinsertrag zum diskontsatz
arbeitgeberbeiträge
arbeitnehmerbeiträge
ausbezahlte leistungen
Versicherungsmathematische Gewinne / (Verluste) auf Planvermögen
Währungsdifferenzen
Bestand am 31. dezember
in CHF 1’000
2014
53’498
1’219
1’035
988
–1’811
18
–19
54’928
2013
52’600
1’061
1’013
962
–1’816
–322
–
53’498
die CalIda Gruppe hat in der Berichtsperiode die folgenden Kosten für leistungsorientierte Pläne erfolgswirksam erfasst:
dienstzeitaufwand im Personalaufwand
Nettozinserfolg im Finanzergebnis
total
2014
921
44
965
2013
1’006
–7
999
die direkt im sonstigen Ergebnis erfasste Neubewertung der Personalvorsorge setzt sich wie folgt zusammen:
Neubewertung Vorsorgeverpflichtung
– Veränderung finanzielle annahmen
– Erfahrungsbedingte anpassungen
Ertrag auf dem Planvermögen (exkl. Zinsertrag zum diskontsatz)
Veränderung Begrenzung Vorsorgevermögen (asset Ceiling)
total im sonstigen ergebnis erfasste neubewertung der Personalvorsorge, vor steuern
2014
2013
–8’798
169
18
–
–8’611
1’622
–540
–322
231
991
Bei der Ermittlung der Vorsorgeverpflichtung sind die folgenden gewichteten annahmen verwendet worden:
diskontierungssatz
Geschätzte künftige lohnerhöhungen
2014
1.13%
1.38%
2013
2.26%
1.02%
der Entwicklung der langfristigen Referenzzinssätzen folgend (Marktrendite von erstrangigen, festverzinslichen Industrieanleihen),
hat die CalIda Gruppe für die versicherungsmathematischen Berechnungen im Berichtsjahr den diskontierungssatz um 1.13%
reduziert. diese anpassung führt zu einer wesentlichen Erhöhung des Barwerts der Vorsorgeverpflichtung und wird als versiche­
rungsmathematischer Verlust im sonstigen Ergebnis erfasst.
sensitivität
Bei einer weiteren Veränderung der wesentlichen versicherungsmathematischen annahmen ist mit folgenden gewichteten aus­
wirkungen auf die Vorsorgeverbindlichkeit zu rechnen: Eine Zu­/abnahme des diskontierungssatzes um 0.5% führt zu einer
abnahme/Erhöhung der dBO von –7.2%/+8.2% (2013: –5.0%/+5.6%). Eine Zu­/abnahme der lohnentwicklungsrate um 0.5%
führt zu einer Erhöhung/abnahme der dBO von +0.4%/–0.4% (2013: +0.3%/–0.3%).
die einzelnen Sensitivitäten sind losgelöst voneinander berechnet worden und reflektieren am jeweiligen Bilanzstichtag als realis­
tisch eingestufte mögliche Veränderungen. Interdependenzen sind nicht berücksichtigt worden und die tatsächlichen Effekte
können von diesen Schätzungen abweichen.
46
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
in CHF 1’000
der Fair Value des Planvermögens aller Pläne setzt sich aus den folgenden anlagekategorien zusammen:
2014
10.0%
12.8%
3.7%
73.5%
100.0%
aktien
Obligationen
Immobilien
Forderungen gegenüber Versicherungsgesellschaft (Sammelstiftung)
total
2013
9.1%
12.7%
2.9%
75.3%
100.0%
Bei den aktien und Obligationen handelt es sich grundsätzlich um Titel, die an einem aktiven Markt gehandelt werden. der Ver­
kehrswert der Immobilien besteht zu 100% aus indirekten anlagen in börsennotierte Titel. die Vorsorgeeinrichtungen halten keine
CalIda aktien und keine Gruppengesellschaft nutzt Vermögenswerte der Vorsorgeeinrichtungen.
Für das Geschäftsjahr 2015 rechnet die CalIda Gruppe mit arbeitgeberbeiträgen in der Höhe von CHF 1’146.
20. Aktienbasierte Vergütungen
als Teil der leistungsabhängigen, variablen Entschädigung für Mitglieder des Verwaltungsrates, der Geschäftsleitung und für be­
stimmte Mitglieder des Kaders werden Optionen auf den Bezug von Namenaktien der CalIda Holding aG gewährt. die Optio­
nen berechtigen zum Bezug einer aktie je Option und sind amerikanischen Stils. der Fair Value der Optionen wird verteilt über
die einzelnen Erfüllungsperioden dem Personalaufwand belastet.
31. dezember 2014
anzahl ausstehende Optionen
3’143
18’000
laufzeit
01.03.2011–31.03.2016
01.03.2011–31.03.2017
ausübungspreis in CHF
25.18
25.18
Erfüllungszeitpunkt
ausübbar
01.04.2015
8’000
7’400
14’000
01.03.2012–31.03.2017
01.03.2012–31.03.2017
01.03.2012–31.03.2018
28.05
28.05
28.05
ausübbar
01.04.2015
01.04.2016
4’000
8’600
8’800
14’000
01.04.2013–31.03.2018
01.04.2013–31.03.2018
01.04.2013–31.03.2018
01.04.2013–31.03.2019
26.65
26.65
26.65
26.65
ausübbar
01.04.2015
01.04.2016
01.04.2017
14’600
14’600
14’800
24’000
153’943
01.04.2014–31.03.2019
01.04.2014–31.03.2019
01.04.2014–31.03.2019
01.04.2014–31.03.2020
total
30.75
30.75
30.75
30.75
01.04.2015
01.04.2016
01.04.2017
01.04.2018
Im Zusammenhang mit den aktienoptionsplänen hat die CalIda Gruppe 2014 einen Personalaufwand in Höhe von CHF 372
(2013: CHF 280) erfasst. Im Vorjahr wurden die bestehenden Zuteilungen aus den Jahren 2012 und früher um einen Monat auf
den 31. März der entsprechenden laufzeit verlängert. der Effekt aus der Neubewertung war unwesentlich.
47
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
in CHF 1’000
die folgende darstellung illustriert die anzahl der Optionen, den gewichteten durchschnittlichen ausübungspreis sowie die Ver­
änderungen während des Berichtsjahres.
ausstehend am 1. Januar
Im Berichtsjahr zugeteilt
Im Berichtsjahr verfallen
Im Berichtsjahr ausgeübt
Ausstehend am 31. dezember
Ausübbar am 31. dezember
1)
Anzahl
optionen
144’000
68’000
–
–58’057
153’943
15’143
2014
Ø Ausübungspreis chF
25.46
30.75
–
23.52
28.53
27.08
1)
Anzahl
optionen
164’000
40’000
–10’000
–50’000
144’000
34’900
2013
Ø Ausübungspreis chF
27.23
26.65
28.22
12.01
25.46
26.07
1)
der gewichtete durchschnittliche aktienkurs am Tag der ausübung der Optionen betrug CHF 34.82 (2013: 26.85).
der ausübungspreis der zum Ende des Berichtsjahres ausstehenden Optionen liegt zwischen CHF 25.18 und CHF 30.75 (2013:
CHF 16.36 und CHF 28.22), die durchschnittliche Restlaufzeit liegt bei 3.68 Jahren (2013: 3.12 Jahren).
der gewichtete durchschnittliche Fair Value der im Berichtsjahr zugeteilten Optionen betrug CHF 7.47 (2013: CHF 7.34).
der Fair Value der zugeteilten Optionen wurde am Tag der Gewährung mit Hilfe des Binomialmodells zur Optionspreisermittlung
unter Berücksichtigung der Bedingungen und Konditionen der Optionspläne errechnet. die folgende darstellung enthält die ge­
wichteten durchschnittlichen Bewertungsparameter für das Berichtsjahr:
aktienpreis in CHF
ausübungspreis in CHF
Erwartete Volatilität in %
Erwartete lebensdauer in Jahren
Risikoloser Zinssatz in %
Erwartete dividende in CHF
2014
33.55
30.75
28.3%
5.35
0.3%
0.80
2013
27.10
26.65
31.3%
5.35
0.5%
0.80
die erwartete Volatilität wurde aufgrund der in der Vergangenheit beobachteten Börsenkurse der CalIda aktie ermittelt. als ri­
sikofreier Zinssatz dient der Swap­Satz für die entsprechende laufzeit der Option am Tag der Gewährung.
die in das Modell einfliessende erwartete lebensdauer der Option entspricht der bestmöglichen Schätzung des Managements
aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit. Bei den gewährten Optionen wurde davon ausgegangen, dass diese über die
gesamte laufzeit gehalten werden. Es wurden keine weiteren Merkmale der gewährten Optionen in die Bestimmung des Fair
Value mit einbezogen.
21. Übriger Betriebsaufwand
Verkaufs­ und Marketingaufwand
Mietaufwand
allgemeiner Verwaltungsaufwand
Übriger aufwand
total
22. Abschreibungen
abschreibungen auf Sachanlagen
abschreibungen auf immateriellen anlagen
total
48
2014
2013
–23’825
–26’252
–19’475
–22’425
–91’977
–17’884
–11’878
–10’200
–11’155
–51’117
2014
2013
–10’164
–3’248
–13’412
–6’488
–1’471
–7’959
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
23. Finanzergebnis, netto
Nettoverzinsung Personalvorsorge
Zinsertrag aus assoziierter Gesellschaft
Zinsertrag aus finanziellen Vermögenswerten
total Finanzertrag
Nettoverzinsung Personalvorsorge
Zinsaufwand aus finanziellen Verbindlichkeiten
Bankspesen und übriger Finanzaufwand
total Finanzaufwand
Nettogewinne aus Währungsdifferenzen
total Währungsdifferenzen
total Finanzergebnis netto
24. unternehmensgewinn pro namenaktie
Unternehmensgewinn, den aktionären der CalIda Holding aG zuzurechnen
anzahl aktien per Stichtag
abzüglich gewichteter durchschnitt Kapitalerhöhung
Anzahl durchschnittlich ausstehender Aktien
unternehmensgewinn pro namenaktie in chF
Verwässerter unternehmensgewinn pro namenaktie in chF
in CHF 1’000
2014
2013
–
–
117
117
7
37
136
180
–44
–873
–319
–1'236
1’837
1’837
–
–147
–77
–224
971
971
718
927
2014
2013
21’999
10’863
8’053’437
–31’483
8’021’954
7’995’380
–14’508
7’980’872
2.74
2.74
1.36
1.36
Zur Berechnung des Gewinnverwässerungseffekts sind die durchschnittliche anzahl ausstehender Optionen auf Namenaktien
sowie der durchschnittliche Börsenkurs massgebend. die ausstehenden Optionen mit einem ausübungspreis unter dem auf Ta­
gesschlusskursbasis berechneten durchschnittlichen Börsenkurs werden für die Berechnung des Gewinnverwässerungseffekts be­
rücksichtigt. die durchschnittliche anzahl potenzieller Namenaktien, die in diese Berechnung einfliesst, beträgt 15’458 (2013:
7’019).
25. Verpflichtungen aus miet- und leasingverträgen
aus Mietverträgen mit fester laufzeit sind für die nächsten Jahre folgende Mindestzahlungen (ohne Berücksichtigung von Verlän­
gerungsoptionen) zu erwarten:
bis 1 Jahr
2 bis 5 Jahre
über 5 Jahre
total
2014
20’126
46’659
18’528
85’313
2013
23’751
51’314
20’653
95’718
Bei den Mietverträgen handelt es sich im Wesentlichen um Mietverpflichtungen für Retail Stores sowie um Fahrzeugleasing. die
Restlaufzeit der Mietverträge beträgt in der Regel bis zu 9 Jahre, wobei in den meisten Fällen Verlängerungsoptionen bestehen.
49
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
26. Verpfändete Aktiven
Verpfändete immobilien und grundstücke zum Buchwert
darauf errichtete Grundpfandrechte
durch Grundpfand gesicherte kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber Banken
durch Grundpfand gesicherte langfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber Banken
Verpfändete Bankguthaben
Verpfändete marken
durch verpfändete Marken gesicherte kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber Banken
in CHF 1’000
2014
2013
2’929
27’000
7’217
21’652
3’144
27’000
–
17’154
4’734
6’638
–
–
23’334
2’945
Im Zusammenhang mit der syndizierten Bankfazilität sind liegenschaften der CalIda aG mit einem Buchwert von CHF 2’929
(2013: CHF 3’144) und aktien der laFUMa Sa verpfändet.
27. transaktionen mit nahestehenden Personen und gesellschaften
die CalIda Holding aG hat Beziehungen mit ihren Tochtergesellschaften sowie mit Verwaltungsräten und Geschäftsleitungsmit­
gliedern. als nahestehende Personen gelten weiter bedeutende aktionäre, von Verwaltungsräten kontrollierte Gesellschaften so­
wie die Personalvorsorgeeinrichtungen. Sämtliche geschäftlichen Transaktionen mit nahestehenden Personen und Gesellschaften
basieren auf handelsüblichen Konditionen.
gruppengesellschaften
Eine Übersicht der konsolidierten Tochtergesellschaften ist im abschnitt «Konsolidierungskreis» dargestellt. die Transaktionen
zwischen der CalIda Holding aG und den Tochtergesellschaften sowie zwischen den Tochtergesellschaften der Gruppe wurden
in der konsolidierten Jahresrechnung eliminiert.
mitglieder des Verwaltungsrates und der geschäftsleitung
Kurzfristige fällige leistungen
langfristige leistungen
Vorsorgeleistungen
aktienbasierte Vergütungen
total
2014
4’830
451
247
283
5’811
2013
3’326
482
875
220
4’903
Unter den kurzfristig fälligen leistungen werden die Vergütungen (inkl. Sozialversicherungsbeiträge von CHF 717) offen gelegt
(2013: Nettovergütungen). die langfristig fälligen leistungen beinhalten die Veränderung der erwarteten zukünftigen ansprüche
aus dem CEO­Beteiligungsplan. die Vorsorgeleistungen enthalten die aufwendungen für die Personalvorsorgepläne (2013: inkl.
Sozialversicherungsbeiträge von CHF 523). der Betrag der aktienbasierten Vergütungen entspricht dem im Berichtsjahr verbuch­
ten aufwand und stammt aus den Zuteilungen von Optionen in den Jahren 2010 bis 2014 (2013: 2009 bis 2013) (vgl. anmerkung
20). Weitere angaben gemäss art. 13 ff VegüV finden sich im Vergütungsbericht der CalIda Holding aG.
die CalIda Gruppe bezieht Beratungsdienstleistungen in rechtlichen angelegenheiten von mehreren Rechtsanwaltskanzleien,
unter anderem von Meyerlustenberger lachenal Rechtsanwälte, Zürich, in der dr. Thomas lustenberger, Präsident des Verwal­
tungsrates der CalIda Holding aG, Partner ist. Meyerlustenberger lachenal hat für die CalIda Gruppe im Berichtsjahr leistun­
gen in der Höhe von CHF 222 (2013: CHF 136) erbracht. davon sind per 31. dezember 2014 TCHF 16 (2013: CHF 103) offen.
Im Zusammenhang mit der akquisition der laFUMa Gruppe hat die CalIda Gruppe am 14. Januar 2014 die von Felix Sulzber­
ger, Mitglied des Verwaltungsrates und CEO, gehaltenen 22’000 laFUMa aktien erworben. der Kaufpreis von EUR 14 pro aktie
entspricht dem Preis des öffentlichen Übernahmeangebots, welches vom 27. dezember 2013 bis 13. Januar 2014 lief.
Bedeutende Aktionäre
50
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
in CHF 1’000
ausgewiesene Forderungen gegenüber Nahestehenden am 31. dezember 2014 in der Höhe von CHF 20 (2013: CHF 29) betref­
fen eine durch einen bedeutenden aktionär kontrollierte Gesellschaft, mit der im Berichtsjahr Umsätze in der Höhe von CHF 415
(2013: CHF 465) getätigt wurden.
die ausstehenden Beträge sind ungesichert und werden in flüssigen Mitteln bezahlt werden. Es wurden weder Garantien erhalten
noch welche abgegeben.
28. Finanzrisikomanagement
die CalIda Gruppe ist im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit Zins­, Währungs­, Kredit­ und liquiditätsrisiken ausgesetzt.
den einzelnen Risikokategorien sind limiten zugeordnet, deren Einhaltung fortlaufend überwacht wird und die in ihrer Gesamtheit
der Risikofähigkeit der Gruppe angepasst werden.
Finanzinstrumente
die finanziellen Vermögenswerte können folgenden Kategorien zugeordnet werden:
Flüssige Mittel
Forderungen aus lieferungen und leistungen
Finanzdarlehen (kurz­ und langfristig)
andere finanzielle Forderungen 1)
total – zu fortgeführten Anschaffungskosten
Erfolgswirksam zum Fair Value (derivate – level 2)
total
1)
2014
63’224
47’543
6’206
2’231
119’204
1’944
121’148
2013
75’157
46’974
6’045
4’365
132’541
–
132’541
2014
32’050
36’169
7’823
11’455
87’497
–
87’497
2013
40’468
34’518
7’493
12’625
95’104
713
95’817
Bestandteil der übrigen kurzfristigen Forderungen (anmerkung 3)
die finanziellen Verbindlichkeiten können folgenden Kategorien zugeordnet werden:
Finanzverbindlichkeiten (kurz­ und langfristig)
Verbindlichkeiten aus lieferungen und leistungen
Passive Rechnungsabgrenzung 1)
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 2)
total – zu fortgeführten Anschaffungskosten
Erfolgswirksam zum Fair Value (derivate – level 2)
total
1)
2)
Ohne abgrenzungen für Personalaufwendungen und übrige Rechnungsabgrenzungen CHF 7’763 (2013: CHF 10’661)
Ohne Verbindlichkeiten gegenüber staatlichen Stellen von CHF 19’848 (2013: CHF 20’270)
die Buchwerte der kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entsprechen wegen deren kurzer laufzeit
ungefähr dem Marktwert (nicht diskontierte Werte). die langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden variabel verzinst und somit
entspricht der Buchwert ungefähr dem Marktwert.
kreditrisiken
die kurzfristigen Bankguthaben und Festgelder liegen ausschliesslich bei Instituten mit hoher Bonität. das ausfallrisiko wird zudem
dadurch vermindert, dass Geschäftsbeziehungen mit mehreren Banken und anderen Finanzinstituten unterhalten werden und das
Kreditrisiko laufend überwacht wird.
Forderungen aus lieferungen und leistungen unterliegen einem aktiven Risikomanagement. Eine Bewertung der zweifelhaften
Forderungen wird nach einer individuellen Evaluation vorgenommen. Hinweise auf eine mögliche Wertminderung liegen vor,
51
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
in CHF 1’000
wenn ein Zahlungsverzug vorliegt, sich der Kunde in wesentlichen finanziellen Schwierigkeiten befindet oder ein Konkurs oder
eine finanzielle Reorganisation wahrscheinlich ist.
aufgrund der unterschiedlichen Kundenstruktur gelten keine allgemein gültigen Kreditlimiten über die Gruppe hinweg, die Bonität
der Kunden wird jedoch systematisch überprüft. dabei werden die finanzielle Situation, die bisherigen Erfahrungen und/oder
andere Faktoren berücksichtigt. die Gefahr einer Risikokonzentration bei dieser Position ist dadurch minimiert, dass der Kunden­
stamm der Gruppe aus einer Vielzahl von Kunden besteht, die auf verschiedene geografische Regionen und verschiedene divisi­
onen verteilt sind.
Für Forderungen aus lieferungen und leistungen und Finanzdarlehen hält die CalIda Gruppe zum Jahresende 2014 keine spe­
zifischen Sicherheiten (2013: keine).
das Management erwartet keine wesentlichen Verluste aus Forderungsbeständen über die bestehenden Wertberichtigungen hi­
naus. das maximale ausfallrisiko entspricht der Summe der oben aufgeführten Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte. an­
gaben zu den Fälligkeiten der Forderungen und Finanzanlagen sind in den anmerkungen 2 und 7 enthalten.
liquiditätsrisiken
die CalIda Gruppe überwacht das liquiditätsrisiko durch ein systematisches liquiditätsmanagement, welches sicherstellt, dass
eine ausreichende, leicht verfügbare Reserve einbehalten wird, um die benötigte liquidität zu jedem Zeitpunkt zu bedienen. dies
schliesst die Möglichkeit zur Finanzierung durch einen adäquaten Betrag aus zugesagten Kreditlimiten bei verschiedenen Finan­
zierungsinstituten mit ein. Zu diesem Zweck wird eine rollende liquiditätsplanung auf Basis der erwarteten Geldflüsse vorgenom­
men und laufend aktualisiert.
Syndizierte Bankfazilität
die akquisitionslinie des Syndikatskredits dient zur Finanzierung der akquisition der laFUMa Gruppe, welche Mitte Februar 2014
abgeschlossen werden konnte. die revolvierende Kreditfazilität dient der Sicherstellung der langfristigen Finanzierung der CalIda
Gruppe. Per Bilanzstichtag war diese unbenutzt.
Zum Bilanzstichtag präsentiert sich die Situation der verfügbaren liquidität wie folgt:
liquidität
Zugesagte Kreditlimiten 1)
Beanspruchte Kreditlimiten
total
1)
Enthält zum Bilanzstichtag per 31. dezember 2014 keine Factoringlinie (2013: CHF 22’006).
52
2014
63’224
87’634
–32’675
118’183
2013
75’157
131’396
–35’468
171’085
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
in CHF 1’000
die nachfolgende darstellung zeigt eine Fälligkeitsanalyse der Geldflüsse der finanziellen Verbindlichkeiten per Stichtag basierend
auf den vertraglich vereinbarten Fälligkeiten:
31. dezember 2014
Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus lieferungen und leistungen
derivative Finanzinstrumente
Zahlungsmittelzuflüsse
Zahlungsmittelabflüsse
Netto
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 1)
Passive Rechnungsabgrenzungen 2)
31. dezember 2013
Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus lieferungen und leistungen
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 1)
derivative Finanzinstrumente
Zahlungsmittelzuflüsse
Zahlungsmittelabflüsse
Netto
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus öffentlichem Kaufangebot
laFUMa 3)
Passive Rechnungsabgrenzungen 2)
1)
2)
3)
Buchwert
32’050
36’169
Vertragliche
zahlungen
33’313
36’169
< 1 Jahr
11’292
36’169
1–5 Jahre
22’021
–
–1’944
11’455
7’823
–29’000
27’186
–1’814
11’455
7’823
–29’000
27’186
–1’814
11’455
7’823
–
–
–
–
–
40’468
34’518
12’625
41’981
34’518
12’625
23’314
34’518
12’625
18’667
–
–
713
–14’871
15’627
756
–14’871
15’627
756
–
–
–
20’324
7’493
20’342
7’493
20’342
7’493
–
–
Ohne Verbindlichkeiten gegenüber staatlichen Stellen von CHF 19’848 (2013: CHF 20’270).
Ohne abgrenzungen für Personalaufwendungen und übrige Rechnungsabgrenzungen CHF 7’763 (2013: CHF 10’661).
Nach abschluss des öffentlichen Kaufangebots im Januar 2014 resultierte eine Verbindlichkeit von CHF 7.0 Millionen anstelle der erfassten potenziellen
Verbindlichkeit von CHF 20.3 Millionen.
zinsrisiken
die kurzfristigen Bankguthaben und Festgelder der Gruppe werden zu variablen Sätzen verzinst. die CalIda Gruppe setzt sich
den Schwankungen der Zinssätze aus, womit Erträge und das Eigenkapital von Änderungen des Marktzinssatzes beeinflusst wer­
den können.
Verzinsliche Verbindlichkeiten mit variabler Verzinsung setzen die Gruppe einem Cashflow Zinsrisiko aus, während veränderte
Zinssätze auf Verbindlichkeiten mit fester Verzinsung keinen wesentlichen unmittelbaren Einfluss auf die Erfolgsrechnung und das
Eigenkapital hätten.
die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt die auswirkung einer Veränderung des Zinsniveaus auf den Unternehmensgewinn vor Er­
tragssteuern unter der annahme, dass die übrigen Variablen konstant bleiben:
Veränderung Zinsniveau
+/– 20 Basispunkte
+/– 15 Basispunkte
Währung
EUR
CHF
2014
+/–27
+/–26
2013
+/–15
+/–18
Währungsrisiken
aufgrund der wesentlichen operativen Investitionen der CalIda Gruppe in Frankreich entsteht ein Fremdwährungsrisiko durch
die überwiegend in Euro erstellten Jahresrechnungen der ausländischen Gruppengesellschaften und der daraus in Schweizer Fran­
ken lautenden Konzernrechnung (Translationsrisiko).
53
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
in CHF 1’000
daneben bestehen durch Verkäufe sowie operative aufwendungen von Gruppengesellschaften in einer Währung, die nicht der
funktionalen Währung der operativen Einheit entspricht, Transaktionsrisiken. das Währungsrisiko wird durch die Verrechnung von
operativen Erträgen mit aufwendungen in Euro wesentlich reduziert.
die CalIda Gruppe kann weiter im Rahmen der Risikopolitik devisentermingeschäfte abschliessen und Optionsgeschäfte einge­
hen, um sich gegen Risiken abzusichern, die aufgrund von Wechselkursschwankungen aus Fremdwährungsüberhängen oder bei
spezifischen Transaktionen entstehen.
Zur teilweisen absicherung der Wareneinkäufe in USd schliesst die CalIda Gruppe devisentermingeschäfte ab. In der Regel
werden die Einkäufe der nächsten Sommer­ und Winterkollektion abgesichert und die derivate sind innerhalb der nächsten 12
Monate fällig.
Cashflow Hedges (devisentermingeschäfte)
31. dezember 2014
31. dezember 2013
Fair Value / Buchwert
positiver
negativer
Wiederbeschaffungswert Wiederbeschaffungswert
1’944
–
–
–713
Fälligkeit / Nennwert
< 1 Jahr
29’000
14’871
Eine Veränderung des Jahresendkurses EUR/USd von +/–10.0% würde zu einer Veränderung des Fair Value der derivate von CHF
+/–3’114 (2013: +/–13) führen und im sonstigen Ergebnis verbucht, unter der annahme, die absicherung sei wirksam.
Hätte der EUR/CHF gegenüber dem Schweizer Franken per 31. dezember 2014 um 5.0% tiefer notiert und wären alle übrigen
Parameter gleich blieben, wäre das Unternehmensergebnis vor Ertragssteuern um CHF 341 höher (2013: CHF 48 tiefer) ausgefallen.
Im umgekehrten Fall hätte sich das Ergebnis in gleichem Umfang erhöht.
kapitalmanagement
der vom Management für das Geschäftsjahr 2015 und die Folgejahre erwartete Geldfluss an liquiden Mitteln aus dem operativen
Geschäft zusammen mit den zugesagten Kreditlimiten sichert die Mittel für die ordentliche Unternehmenstätigkeit in ausreichendem
Masse. ausserdem bestünde die Möglichkeit zur Emission am Kapitalmarkt.
Bei der Bewirtschaftung des Kapitals achtet die CalIda Gruppe insbesondere darauf, dass die Weiterführung der operativen Tätig­
keit der Gruppe gewährleistet ist, eine angemessene Rendite für die aktionäre erzielt und die Bilanzstruktur unter Berücksichtigung
der Kapitalkosten optimiert werden kann. Um diese Ziele zu erreichen, kann die CalIda Gruppe die dividendenauszahlung anpas­
sen, Kapital an die aktionäre zurückzahlen oder neue aktien ausgeben. In den Berichtsjahren 2014 und 2013 wurden keine anpas­
sungen der Ziele, Methoden und Prozesse vorgenommen.
die CalIda Gruppe überwacht die Kapitalstruktur auf Basis der Eigenkapitalquote. Bei der Eigenkapitalquote wird das Eigenkapital
am Gesamtkapital gemessen und in Prozenten ausgedrückt. das Gesamtkapital entspricht der in der konsolidierten Bilanz ausgewie­
senen Bilanzsumme. die CalIda Gruppe hat als langfristiges Ziel, einen Eigenfinanzierungsgrad von 50% nicht zu unterschreiten.
die Eigenkapitalquote stellt sich an den Bilanzstichtagen wie folgt dar:
Eigenkapital
Gesamtkapital
eigenkapitalquote
1)
2014
181’765
337’768
53.8%
2013 1)
158’056
343’453
46.0%
die Verbindlichkeit aus dem öffentlichen Übernahmeangebot für alle laFUMa Titel, die potenziell hätten angedient werden können, hätte einen negativen
Einfluss auf das Eigenkapital der CalIda Gruppe. die Reduktion der Verbindlichkeit auf das Niveau der tatsächlich angedienten Titel hätte die Eigenkapi­
talquote der Gruppe auf 49.2% (restated) steigen lassen (vgl. anmerkung «akquisition der laFUMa Gruppe im Geschäftsjahr 2013»).
54
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
anhang
in CHF 1’000
29. durchführung der risikobeurteilung
der Verwaltungsrat hat die Geschäftsleitung beauftragt, mindestens jährlich eine Risikoanalyse durchzuführen. ausgehend von
einer periodisch durchgeführten systematischen Risikoidentifikation werden die für die Gruppe wesentlichen Risiken auf ihre Ein­
trittswahrscheinlichkeit und deren auswirkung beurteilt. Mit entsprechenden Massnahmen werden diese Risiken nach Notwen­
digkeit und Möglichkeit vermieden, vermindert oder überwälzt. die verbleibenden Risiken werden überwacht. die Risikobeurtei­
lung wurde vom Verwaltungsrat verabschiedet.
30. ereignisse nach dem Bilanzstichtag
am 15. Januar 2015 hat die Schweizerische Nationalbank den Euro­Mindestkurs von 1.20 gegenüber dem Schweizer Franken
aufgehoben. als Reaktion der Märkte fand eine starke abwertung des Euros auf zeitweise bis unter die Parität statt. In der Folge
stabilisierte sich der Kurs wieder auf tieferem Niveau und notierte am 31. Januar 2015 bei 1.04.
Wäre der Kurs von EUR/CHF von 1.04 bereits am 31. dezember 2014 als Jahresendumrechnungskurs anwendbar gewesen und
alle anderen Parameter gleich geblieben, wäre der Unternehmensgewinn vor Ertragssteuern um CHF 899 höher und das übrige
Eigenkapital um CHF –18’938 tiefer ausgefallen. Hauptgründe dafür wären beim Einfluss auf die Erfolgsrechnung
Wechselkursgewinne/­verluste am Bilanzstichtag auf den flüssigen Mitteln und Forderungen sowie den Finanzdarlehen und Kre­
ditoren. die Veränderung des übrigen Eigenkapitals ist mit Umrechnungsdifferenzen auf den Nettoinvestitionen in den ausländi­
schen Geschäftsbetrieben begründet.
Weiter haben sich im Januar 2015 die Zinsen für Schweizer Franken und Euro nochmals reduziert, sodass sich die Pensionsver­
pflichtungen erneut erhöht haben. diesbezüglich verweisen wir auf die entsprechende Sensitivitätsanalyse in anmerkung 19.
die konsolidierte Jahresrechnung wurde am 6. März 2015 durch das audit & Risk Committee abgenommen und am gleichen Tag
wurde vom Verwaltungsrat die Veröffentlichung genehmigt. am 12. Mai 2015 wird die konsolidierte Jahresrechnung zur Geneh­
migung der Generalversammlung vorgelegt.
Es sind keine weiteren Ereignisse zwischen dem 31. dezember 2014 und dem datum der Genehmigung der vorliegenden konso­
lidierten Jahresrechnung durch den Verwaltungsrat eingetreten, die eine anpassung der Bilanzwerte zur Folge hätten oder an
dieser Stelle offengelegt werden müssten.
55
Jahresrechnung 2014 CalIda Gruppe
Bericht der Revisionsstelle an die Generalversammlung
der CalIda Holding aG, Oberkirch
als Revisionsstelle haben wir die konsolidierte Jahresrechnung der CalIda Holding aG, bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung,
Gesamtergebnisrechnung, Veränderung des Eigenkapitals, Geldflussrechnung und anhang (Seiten 13–55), für das am 31. dezem­
ber 2014 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.
Verantwortung des Verwaltungsrates
der Verwaltungsrat ist für die aufstellung der konsolidierten Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den International Financial
Reporting Standards (IFRS) und den gesetzlichen Vorschriften verantwortlich. diese Verantwortung beinhaltet die ausgestaltung,
Implementierung und aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die aufstellung einer konsolidierten Jahres­
rechnung, die frei von wesentlichen falschen angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. darüber hinaus ist der Verwal­
tungsrat für die auswahl und die anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener
Schätzungen verantwortlich.
Verantwortung der revisionsstelle
Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die konsolidierte Jahresrechnung abzugeben. Wir
haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards sowie den
International Standards on auditing vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzufüh­
ren, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die konsolidierte Jahresrechnung frei von wesentlichen falschen angaben ist.
Eine Prüfung beinhaltet die durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der konso­
lidierten Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen angaben. die auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflicht­
gemässen Ermessen des Prüfers. dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher angaben in der konsolidierten
Jahresrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne
Kontrollsystem, soweit es für die aufstellung der konsolidierten Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen ent­
sprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsys­
tems abzugeben. die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmetho­
den, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der konsolidierten
Jahresrechnung. Wir sind der auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene
Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden.
Prüfungsurteil
Nach unserer Beurteilung vermittelt die konsolidierte Jahresrechnung für das am 31. dezember 2014 abgeschlossene Geschäfts­
jahr ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens­, Finanz­ und Ertragslage in Übereinstimmung mit
IFRS und entspricht dem schweizerischen Gesetz.
Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften
Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RaG) und die Unab­
hängigkeit (art. 728 OR und art. 11 RaG) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbaren Sachverhalte vorlie­
gen.
In Übereinstimmung mit art. 728a abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss
den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die aufstellung der konsolidierten Jahresrechnung
existiert.
Wir empfehlen, die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung zu genehmigen.
ernst & Young Ag
Christoph Michel
Zugelassener Revisionsexperte (leitender Revisor)
Zürich, 6. März 2015
56
Ruth Gwerder
Zugelassene Revisionsexpertin
Jahresrechnung 2014 CalIda Holding aG
Bilanz
Per 31. dezember
in CHF 1’000
anmerkungen
2014
2013
5
8’036
53
9’988
53
84
–
8’173
42
306
10’389
145’777
9’038
154’815
111’138
29’561
140’699
162’988
151’088
7’217
–
2
11
976
455
8’661
–
30
1’858
1’232
3’120
Bankverbindlichkeiten langfristig
darlehen gegenüber Gruppengesellschaften
langfristige Verbindlichkeiten
21’652
–
21’652
18’044
9’013
27’057
Fremdkapital
30’313
30’177
16’912
16’790
7’500
9’655
53
98’555
132’675
7’500
14’192
53
82’376
120’911
162’988
151’088
Flüssige Mittel
Eigene aktien
Sonstige Forderungen
gegenüber dritten
gegenüber Gruppengesellschaften
umlaufvermögen
Finanzanlagen
Beteiligungen
darlehen gegenüber Gruppengesellschaften
Anlagevermögen
1
AktiVen
Bankverbindlichkeiten
andere Verbindlichkeiten
gegenüber dritten
gegenüber aktionären
gegenüber Gruppengesellschaften
Passive Rechnungsabgrenzungen
kurzfristige Verbindlichkeiten
aktienkapital
Gesetzliche Reserven
allgemeine Reserven
Kapitaleinlagereserve
Reserve für eigene aktien
Bilanzgewinn
eigenkapital
PAssiVen
58
3/4
3/4
Jahresrechnung 2014 CalIda Holding aG
Erfolgsrechnung / Veränderung des Eigenkapitals
2014
2013
18’700
729
–
11
19’440
32’900
1’960
6’358
–
41’218
Verwaltungsaufwand
Finanzaufwand
AuFWAnd
–1’802
–1’459
–3'261
–1’774
–1’486
–3'260
geWinn Vor steuern
16’179
37’958
–
–
16’179
37’958
dividendenertrag
Finanzertrag
auflösung Wertberichtigung Beteiligung
Übriger Betriebsertrag
ertrAg
1
Steuern
1. Januar 2012
Kapitalerhöhung
dividende aus Kapitaleinlagereserve
Veränderung Reserve für eigene aktien
Jahresgewinn
31. dezember 2012
Kapitalerhöhung
dividende aus Kapitaleinlagereserve
Jahresgewinn
31. dezember 2013
Kapitalerhöhung
dividende aus Kapitaleinlagereserve
Jahresgewinn
31. dezember 2014
total gesetzliche reserven
Reserve für
eigene aktien
Kapitaleinlage­
reserve
allgemeine
Reserven
Aktienkapital
JAhresgeWinn
eigenkapital
anmerkungen
Bilanzgewinn
1. Januar – 31. dezember
in CHF 1’000
16’633
7’500
25’064
98
32’662
38’184
87’479
52
–
–
–
–
–
–
–
644
–6’346
–
–
–
–
–45
–
644
–6’346
–45
–
–
–
45
6’189
696
–6’346
–
6’189
16’685
7’500
19’362
53
26’915
44’418
88’018
105
–
–
–
–
–
1’223
–6’393
–
–
–
–
1’223
–6’393
–
–
–
37’958
1’328
–6’393
37’958
16’790
7’500
14’192
53
21’745
82’376
120’911
122
–
–
–
–
–
1’880
–6’417
–
–
–
–
1’880
–6’417
–
–
–
16’179
2’002
–6’417
16’179
16’912
7’500
9’655
53
17’208
98’555
132’675
59
Jahresrechnung 2014 CalIda Holding aG
anhang
in CHF 1’000
Anhang zur Jahresrechnung
die im anhang zur Jahresrechnung aufgeführten Werte sind in CHF 1’000 dargestellt, sofern keine anderen angaben gemacht
werden (Informationen pro aktie und Option werden in CHF 1 ausgewiesen).
1. Beteiligungen
CalIda austria GmbH
CalIda Belgium SPRl
CalIda Finance aG 2)
sitz
Oberkirch / Sursee,
Schweiz
Wien, Österreich
Forest, Belgien
Sursee, Schweiz
CalIda
CalIda
CalIda
CalIda
Paris, Frankreich
lörrach, deutschland
lörrach, deutschland
Oberkirch, Schweiz
gesellschaft 1)
CalIda aG
France SaS
GmbH
Handels GmbH
Management aG
3)
CalIda Netherlands B.V.
CalIda Produktionsgesellschaft mbH
aUBadE Sa
aUBadE denmark apS
aUBadE Handels GmbH
SPTF aZUR Sa
laFUMa Sa 4/5)
1)
2)
3)
4)
5)
Rotterdam, Holland
Rajka, Ungarn
Oberkirch, Schweiz
Hellerup, dänemark
lörrach, deutschland
Sursee, Schweiz
annecy­le­Vieux,
Frankreich
grundkapital
Beteiligungsquote
Aktivität
in lokaler Währung 31. 12. 2014 31. 12. 2013
Vertrieb / logistik CHF
10’000’000
100 %
100%
Vertrieb
Vertrieb
Finanz­
dienstleistungen
Vertrieb
Vertrieb
Vertrieb
Management­
dienstleistungen
Vertrieb
Produktion
Vertrieb
Vertrieb
Vertrieb
Holding
Holding / Vertrieb
EUR
EUR
100’000
18’550
100%
100%
100%
100%
CHF
EUR
EUR
EUR
100’000
16’639’200
102’258
100’000
100%
100%
100%
100%
100%
100%
100%
100%
CHF
EUR
HUF
CHF
dKK
EUR
CHF
100’000
18’000
477’300’000
500’000
80’000
100’000
100’000
100%
100%
100%
100%
100%
100%
100%
100%
100%
100%
100%
100%
100%
100%
EUR
56’885’352
59.9%
41.3%
Nur aktive Gesellschaften aufgeführt.
Namensänderung und Änderung Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2014.
Gründung im Geschäftsjahr 2014.
Erwerb im Geschäftsjahr 2013.
die Beteiligung an der laFUMa Sa per 31. dezember 2013 teilt sich auf in einen direkt durch die CalIda Holding aG gehaltenen anteil von 41.3% und
einen via die CalIda France SaS indirekt gehaltenen anteil von 15.3%.
Im Berichtsjahr wurden keine Beteiligungen aufgrund einer nachhaltigen Wertaufholung bis zu ihrem ursprünglichen Wert aufge­
wertet (2013: CHF 6’358).
2. Bedeutende Aktionäre
die folgenden aktionäre halten am Bilanzstichtag nach eigenen angaben eine die 5­Prozent­Quote übersteigende Beteiligung (direkt
und/oder indirekt) an den im Handelsregister eingetragenen aktien der CalIda Holding aG.
Stimmrechtsverbundene aktionärsgruppe der Familie Kellenberger
Micalux S.a., luxemburg 1)
M.I.3 S.a., luxemburg 1)
Vontobel Fonds Services aG 2)
Stimmrechtsverbundene aktionärsgruppe der Fondation Ethos, Pictet Funds Sa
und Vontobel Fonds Services aG
1)
2)
2014
34.7%
16.4%
–
6.4%
2013
34.7%
–
10.1%
6.8%
5.0%
5.1%
Im Berichtsjahr hat M.I.3 S.a. sämtliche gehaltenen aktien an Micalux S.a. übertragen.
Enthält 397’500 Namenaktien der stimmrechtsverbundenen aktionärsgruppe der Fondation Ethos, Pictet Funds Sa und Vontobel Fonds Services aG.
60
Jahresrechnung 2014 CalIda Holding aG
anhang
in CHF 1’000
3. genehmigtes Aktienkapital
das genehmigte Kapital dient zur Übernahme von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen durch aktientausch, zur
Finanzierung oder Refinanzierung des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von neuen Investitionsvorhaben oder
für eine internationale Platzierung oder eine Privatplatzierung von aktien. an der Generalversammlung vom 3. april 2013 wurde
der Verwaltungsrat ermächtigt, das aktienkapital bis zum 3. april 2015 um maximal CHF 6’300 durch ausgabe von höchstens
3’000’000 voll zu liberierenden Namenaktien mit einem Nennwert von CHF 2.10 zu erhöhen. Er ist berechtigt, das Bezugsrecht
der aktionäre einzuschränken oder auszuschliessen und dritten zuzuweisen.
das per 31. dezember 2014 verfügbare genehmigte aktienkapital beträgt CHF 6’300 (2013: CHF 6’300). dies entspricht
3’000’000 Namenaktien (2013: 3’000’000 Namenaktien) mit einem Nennwert von CHF 2.10.
4. Bedingtes Aktienkapital
die Generalversammlung vom 13. Mai 2014 hat eine Erhöhung des bestehenden bedingten Kapitals um CHF 630 beschlossen.
die Erhöhung erfolgt unter ausschluss des Bezugsrechts der aktionäre durch die ausgabe von maximal 300’000 voll zu liberierenden
Namenaktien à CHF 2.10.
Im Berichtsjahr wurde das aktienkapital mittels ausübung von bedingtem Kapital im Umfang von CHF 122 (2013: CHF 105) oder
58’057 Namenaktien (2013: 50’000 Namenaktien) erhöht. Mit der Kapitalerhöhung wurden Kapitaleinlagereserven von CHF 1’880
(2013: CHF 1’223) gebildet.
das per 31. dezember 2014 verfügbare bedingte Kapital beträgt CHF 644 (2013: CHF 136). dies entspricht 306’563 Namen­
aktien (2013: 64’620 Namenaktien) mit einem Nennwert von CHF 2.10.
5. eigene Aktien
Im Berichtsjahr und im Vorjahr erfolgten keine Käufe oder Verkäufe von eigenen aktien.
6. eventualverbindlichkeiten
Per 31. dezember 2014 bestehen Garantieverpflichtungen zugunsten dritter für Konzerngesellschaften im Zusammenhang mit
der Bankenfinanzierung bis zu einem Maximalbetrag von CHF 68’928 (2013: CHF 93’232). davon waren zum Bilanzstichtag per
31. dezember 2014 CHF 28’870 (2013: CHF 17’154) beansprucht. Weiter bestehen per 31. dezember 2014 unverändert zum
Vorjahr Mietzinsgarantieverpflichtungen zugunsten dritter für zwei aUBadE Stores in England.
7. Verpfändete Aktiven
Per 31. dezember 2014 sind im Zusammenhang mit der Übernahmefinanzierung für die laFUMa Gruppe dem Bankenkonsor­
tium aktien der lafuma Sa im Umfang von CHF 58’362 (2013: CHF 43’131) als Sicherheit verpfändet.
8. durchführung der risikobeurteilung
der Verwaltungsrat hat die Geschäftsleitung beauftragt, mindestens jährlich eine Risikoanalyse durchzuführen. ausgehend von
einer periodisch durchgeführten systematischen Risikoidentifikation werden die für die Gesellschaft wesentlichen Risiken auf ihre
Eintrittswahrscheinlichkeit und deren auswirkung beurteilt. Mit entsprechenden Massnahmen werden diese Risiken nach Not­
wendigkeit und Möglichkeit vermieden, vermindert oder überwälzt. die verbleibenden Risiken werden überwacht. die Risiko­
beurteilung wurde vom Verwaltungsrat verabschiedet.
61
Jahresrechnung 2014 CalIda Holding aG
anhang
9. Beteiligungen der mitglieder des Verwaltungsrates und der geschäftsleitung
anzahl per 31. dezember
2014
Namen­ Mitarbeiter­
aktien
optionen
74’680
–
0.9 %
Thomas lustenberger (Präsident)
Stimmrechtsanteil
Marco Gadola (Vizepräsident)
Beat Grüring (Mitglied)
Stimmrechtsanteil
Christian Haas (Mitglied)
Stimmrechtsanteil
Hans­Kristian Hoejsgaard (Mitglied)
–
–
–
–
–
21’174
0.3 %
–
21’174
0.3 %
21’174
0.3 %
–
21’174
0.3 %
– 1’311’210
16.3%
n/a
n/a
n/a
–
–
n/a
n/a
n/a
– 2’772’170
34.4 %
2’759’170
34.5 %
–
1)
2’772’170
34.4 %
Erich Kellenberger (Mitglied) 3)
Stimmrechtsanteil
total
74’680
0.9 %
–
1’311’210
16.3%
1/2)
total
74’680
0.9 %
2013
Namen­ Mitarbeiter­
aktien
optionen
74’680
–
0.9 %
Marianne Tesler (Mitglied)
– 2’759’170
34.5 %
–
–
–
–
–
–
138’780
1.7 %
–
138’780
1.7 %
138’780
1.7 %
–
138’780
1.7 %
Philippe Bernaud (General Manager aUBadE)
(Potenzieller) Stimmrechtsanteil
–
44’000
0.5 %
44’000
0 .5%
–
42’000
0.5 %
42’000
0.5 %
daniel Gemperle (COO & Group Projects)
(Potenzieller) Stimmrechtsanteil
–
24’000
0.3 %
24’000
0.3 %
–
14’000
0.2 %
14’000
0.2 %
andreas lindemann (General Manager CalIda)
(Potenzieller) Stimmrechtsanteil
–
22’100
0.3 %
22’100
0.3 %
13’022
0.2 %
38’000
0.4 %
51’022
0.6 %
Manuela Ottiger (Head of Group HR)
–
–
–
n/a
n/a
n/a
4’000
0.0 %
27’143
0.3 %
31’143
0.3 %
4’000
0.1 %
17’000
0.2 %
21’000
0.3 %
Felix Sulzberger (CEO und Mitglied)
Stimmrechtsanteil
4)
Thomas Stöcklin (CFO)
(Potenzieller) Stimmrechtsanteil
1)
Neu seit der Wahl durch die Generalversammlung am 13. Mai 2014.
2)
Beteiligung gehalten via Micalux S.a.
3)
Stimmrechtsverbundene aktionärsgruppe der Familie Kellenberger.
4)
Neu seit dem Geschäftsjahr 2014.
62
Jahresrechnung 2014 CalIda Holding aG
antrag des Verwaltungsrates über die Verwendung
des Bilanzgewinns und der Kapitaleinlagereserven
in CHF 1’000
2014
2013
Jahresgewinn
Vortrag aus dem Vorjahr
Jahresergebnis
Bilanzgewinn am 31. dezember / Vortrag auf neue rechnung
82’376
16’179
98’555
44’418
37’958
82’376
kapitaleinlagereserven
Vortrag aus dem Vorjahr
Zuweisungen
kapitaleinlagereserven zur Verfügung generalversammlung
dividende aus Kapitaleinlagereserve
Vortrag der kapitaleinlagereserven auf neue rechnung
7’775
1’880
9'655
–6’443
3’212
12’969
1’223
14'192
–6’417
7’775
Für das Geschäftsjahr 2014 beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung der CalIda Holding aG vom 12. Mai 2015,
eine dividende aus den Kapitaleinlagereserven von CHF 0.80 pro Namenaktie auszuschütten. dies entspricht einer ausschüttung
von 38.1% des Nennwertes der Namenaktie. die beantragte dividende umfasst alle ausgegebenen aktien per 31. dezember
2014. aufgrund der möglichen ausgabe von neuen aktien für Mitarbeiter aus dem bedingten aktienkapital kann sich der divi­
dendenbetrag geringfügig verändern. die sich zum Zeitpunkt der dividendenauszahlung im Eigenbesitz befindenden Namenak­
tien sind nicht dividendenberechtigt, entsprechend ist die Höhe der auszahlung der Gesamtdividende abhängig von der anzahl
im Zeitpunkt der ausschüttung gehaltenen eigenen aktien. die ausschüttung kann verrechnungssteuerfrei vorgenommen werden
und ist für in der Schweiz ansässige natürliche Personen einkommenssteuerfrei. Im Falle der Zustimmung der Generalversammlung
zur dividendenausschüttung erfolgt die auszahlung ab dem 19. Mai 2015.
63
Jahresrechnung 2014 CalIda Holding aG
Bericht der Revisionsstelle an die Generalversammlung
der CalIda Holding aG, Oberkirch
als Revisionsstelle haben wir die Jahresrechnung der CalIda Holding aG, bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung und anhang
(Seite 58–63), für das am 31. dezember 2014 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.
Verantwortung des Verwaltungsrates
der Verwaltungsrat ist für die aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den
Statuten verantwortlich. diese Verantwortung beinhaltet die ausgestaltung, Implementierung und aufrechterhaltung eines inter­
nen Kontrollsystems mit Bezug auf die aufstellung einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen angaben als Folge
von Verstössen oder Irrtümern ist. darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die auswahl und die anwendung sachgemässer
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich.
Verantwortung der revisionsstelle
Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Jahresrechnung abzugeben. Wir haben unsere
Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen
Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Jahresrech­
nung frei von wesentlichen falschen angaben ist.
Eine Prüfung beinhaltet die durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Jahres­
rechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen angaben. die auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Er­
messen des Prüfers. dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher angaben in der Jahresrechnung als Folge von
Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es
für die aufstellung der Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzu­
legen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. die Prüfung umfasst zu­
dem die Beurteilung der angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen
Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Jahresrechnung. Wir sind der auffassung, dass die von uns erlang­
ten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden.
Prüfungsurteil
Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahresrechnung für das am 31. dezember 2014 abgeschlossene Geschäftsjahr dem
schweizerischen Gesetz und den Statuten.
Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften
Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RaG) und die Unab­
hängigkeit (art. 728 OR und art. 11 RaG) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbaren Sachverhalte vorliegen.
In Übereinstimmung mit art. 728a abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss
den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die aufstellung der Jahresrechnung existiert.
Ferner bestätigen wir, dass der antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes dem schweizerischen Gesetz und den Statuten
entspricht, und empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.
ernst & Young Ag
Christoph Michel
Zugelassener Revisionsexperte (leitender Revisor)
Zürich, 6. März 2015
64
Ruth Gwerder
Zugelassene Revisionsexpertin
Vergütungsbericht 2014 CalIda Holding aG
einleitung
der Vergütungsbericht der CalIda Gruppe beschreibt das angewandte Vergütungssystem und zeigt die detaillierten angaben zur
Vergütung der Mitglieder des Verwaltungsrates (VR) und der Geschäftsleitung für die Geschäftsjahre 2014 und 2013.
dieser Bericht erfüllt die anforderungen von Ziffer 5 des anhangs zur Richtlinie betr. Informationen zur Corporate Governance
(RlCG) der SIX Swiss Exchange vom 1. September 2014 und von art. 13 bis art. 16 der Verordnung gegen übermässige Vergü­
tungen bei börsenkotierten aktiengesellschaften (VegüV), welche am 1. Januar 2014 in Kraft getreten ist.
In der Vergangenheit waren diese angaben im Wesentlichen im Corporate Governance Bericht der CalIda Gruppe und im an­
hang der Jahresrechnung der CalIda Holding aG enthalten.
1. grundsätze
der Wert und Erfolg der CalIda Gruppe hängt im Wesentlichen von der Qualität und dem Engagement ihrer Mitarbeitenden ab.
die Vergütungspolitik verfolgt das Ziel, qualifizierte Personen für die Gruppe zu gewinnen, zu motivieren und zu binden. Mit den
leistungsorientierten und aktienbasierten Komponenten der Vergütung soll zusätzlich das denken und Handeln im Sinne der ak­
tionäre ausgerichtet werden.
das Vergütungssystem beruht auf folgenden Grundsätzen:
– die Vergütungen sind fair und marktgerecht
– der Unternehmenserfolg wirkt sich auf die Vergütungen aus
– das Vergütungssystem bringt die langfristige Strategie der Gruppe mit den Interessen der Mitarbeitenden in Einklang
– die Vergütungen sind transparent
2. Vergütungsregelungen
das Nomination & Compensation Committee (NCC) unterstützt den Verwaltungsrat bei der Erfüllung von dessen aufgaben im
Bereich der Festlegung der Entschädigungen sowie bei der ausgestaltung von Options­ und Beteiligungsplänen.
genehmigungsverfahren
Entscheid über:
Vergütung der Geschäftsleitungsmitglieder (ohne CEO)
Vergütung des CEO
Beteiligungsplan des CEO
Vergütung des VR und seiner ausschüsse
1)
CEO
antrag
–
–
–
NCC
antrag
antrag
–
antrag
VR
Entscheid
Entscheid
Entscheid
Entscheid
1)
die Vereinbarung über das CEO Beteiligungsprogramm fand 2001, vor Einsetzung des NCC, statt.
Im Berichtsjahr gehörten dr. Thomas lustenberger als Präsident und Beat Grüring als Mitglied dem NCC an.
die Sitzungen des NCC finden in der Regel vor Sitzungen des Verwaltungsrates statt, sodass die anträge formuliert und vom
Gesamtgremium genehmigt werden können.
das NCC und der VR verfügt in seiner Zusammensetzung über ein fundiertes Wissen und einen umfassenden Einblick in die
Branchen «Textil und Bekleidung» sowie «Retail Non­Food», welche ihm erlauben, den Marktwert der Positionen einzuschätzen.
Im Weiteren orientiert sich die Gesamtvergütung an der Verantwortung, am effektiven Tätigkeitsumfang der Funktion und an der
individuellen leistung.
65
Vergütungsbericht 2014 CalIda Holding aG
3. Vergütungssystem
Verwaltungsrat
die Mitglieder des Verwaltungsrates beziehen für ihre arbeit in der Regel eine feste Entschädigung in bar, welche sich je nach
Funktion und Einsitzen in Verwaltungsratsausschüssen unterschiedlich zusammensetzt. Einzelnen oder allen Mitgliedern des Ver­
waltungsrates können im Rahmen einer variablen Entschädigung Optionen auf oder Namenaktien der CalIda Holding aG zu­
geteilt werden. Bei einer Zuteilung entspricht der Betrag der Vergütung dem Wert, der den zugeteilten Beteiligungspapieren bzw.
Rechten im Zeitpunkt der Zuteilung zukommt, wobei aufschiebende und auflösende Bedingungen den Zeitpunkt der Zuteilung
nicht beeinflussen.
der Verwaltungsrat legt Zuteilungsbedingungen, ausübungsbedingungen und ­fristen, sowie allfällige Sperr­ oder Haltefristen,
Verfallsbedingungen oder die Bedingungen, die zu einem bedingungslosen und/oder vorzeitigen Rechtsanspruch auf den Erwerb
der zugeteilten Beteiligungspapiere führen, fest.
die fixe wie auch die variable Entschädigung bestimmt der Verwaltungsrat als Gesamtgremium auf antrag des Nomination &
Compensation Committee nach pflichtgemässem Ermessen, vorbehältlich der Genehmigung durch die Generalversammlung (ab
Geschäftsjahr 2016).
die Gesellschaft kann den Mitgliedern des Verwaltungsrates einen auslagenersatz in Form von effektiven und/oder pauschalen
Spesen im Rahmen des steuerlich Zulässigen ausrichten. dieser gilt nicht als Vergütung.
Zusätzlich zum fixen Verwaltungsratshonorar von TCHF 120 erhielt Thomas lustenberger im Berichtsjahr als Vertreter der CalIda
Holding aG im Verwaltungsrat der lafuma Sa eine Entschädigung von TCHF 17 (2013: TCHF 80). das Honorar wurde gestützt
auf den tatsächlichen zeitlichen aufwand von 28 Stunden berechnet (2013: 145 Stunden). das Vergütungsmodell wurde durch
das NCC – wobei Thomas lustenberger in den ausstand trat – sowie den Vizepräsidenten des Verwaltungsrates der Gesellschaft
im Geschäftsjahr 2013 vorgeschlagen und beschlossen. am 11. September 2014 ist Thomas lustenberger aus dem Verwaltungs­
rat der lafuma Sa ausgeschieden.
Es werden keine darlehen oder Kredite an aktuelle und frühere Mitglieder des Verwaltungsrates gewährt.
geschäftsleitung
die Mitglieder der Geschäftsleitung erhalten eine fixe und eine variable Vergütung. die Höhe der Vergütung richtet sich nach den
vom Verwaltungsrat festgelegten qualitativen und quantitativen Zielvorgaben und Parametern. die leistungsziele tragen Funktion
und Verantwortungsstufe des Mitglieds der Geschäftsleitung Rechnung und können sich u.a. am Unternehmenserfolg und im
Vergleich zum Markt, anderen Unternehmen oder vergleichbaren Richtgrössen berechneten Zielen, am Börsenkurs oder an ver­
einbarten persönlichen Vorgaben orientieren.
Mit ausnahme des CEO können einzelnen oder allen Mitgliedern der Geschäftsleitung Mitarbeiteroptionen auf Namenaktien der
CalIda Holding aG zugeteilt werden. Bei einer Zuteilung entspricht der Betrag der Vergütung dem Wert, der den zugeteilten
Beteiligungspapieren bzw. Rechten im Zeitpunkt der Zuteilung zukommt, wobei aufschiebende und auflösende Bedingungen den
Zeitpunkt der Zuteilung nicht beeinflussen. der Verwaltungsrat legt Zuteilungsbedingungen, ausübungsbedingungen und –fris­
ten, sowie allfällige Sperr­ oder Haltefristen, Verfallsbedingungen oder die Bedingungen, die zu einem bedingungslosen und/oder
vorzeitigen Rechtsanspruch auf den Erwerb der zugeteilten Beteiligungspapiere führen, fest.
der Verwaltungsrat bestimmt als Gesamtgremium auf antrag des Nomination & Compensation Committee nach pflichtgemässem
Ermessen über die Höhe, vorbehältlich der Genehmigung durch die Generalversammlung (ab Geschäftsjahr 2016).
Sie folgt dem Grundsatz einer leistungsabhängigen und marktgerechten Vergütung.
die Gesellschaft kann den Mitgliedern der Geschäftsleitung einen auslagenersatz in Form von effektiven und/oder pauschalen
Spesen im Rahmen des steuerlich Zulässigen ausrichten. dieser gilt nicht als Vergütung.
66
Vergütungsbericht 2014 CalIda Holding aG
Im Berichtsjahr waren Ertragsziele (operativer EBIT) die Basis für die Bemessung der kurzfristigen variablen Komponente, welche
durch den Verwaltungsrat im Rahmen des Budgetierungsprozesses festgelegt worden sind. diese auf kurzfristigen Zielsetzungen
basierende variable Komponente kann beim CEO bis maximal TCHF 800 brutto und minimal TCHF 0 betragen, entsprechend den
Bandbreiten um die Ertragsziele. Bei der übrigen Geschäftsleitung beträgt die variable Komponente maximal 52 Prozent der festen
Vergütungskomponente, minimal 0 Prozent. die auszahlung der kurzfristigen variablen Vergütungskomponente erfolgt in der
Regel in dem der Publikation des Geschäftsergebnisses folgenden Kalendermonat.
die Statuten der CalIda Holding aG lassen die Möglichkeit zu, ausscheidende Gruppenleitungsmitglieder mit einem Konkurrenz­
verbot von maximal drei Jahren zu belegen. Per 31. dezember 2014 sind keine solchen Vertragsklauseln in Kraft und waren es
auch in der Vergangenheit nicht.
CEO Beteiligungsprogramm
der Verwaltungsrat vereinbarte mit dem CEO bei dessen amtsantritt im Jahr 2001 ein Beteiligungsprogramm, das den CEO an
der langfristigen Entwicklung der Gesellschaft beteiligt. ausgangslage war eine Beteiligung an der Wertsteigerung der aktien in
der Grössenordnung von 5 Prozent. der aktuelle Plan wurde mit datum vom 21. april 2010 festgelegt und am 20. dezember
2013 angepasst und in modifizierter Form verlängert. Bis zum 31. dezember 2017 wird das Beteiligungsprogramm über einen
Phantomplan realisiert.
Unter diesem Plan erhält der CEO TCHF 375 für die Erhöhung des Börsenwertes der aktien des Unternehmens um jeweils
CHF 2.50. dieser Plan ist so ausgestaltet, dass eine auszahlung von TCHF 375 dann erfolgt, wenn der aktienkurs der CalIda
Holding aG jeweils die Schwellenwerte von CHF 37.50, CHF 40.00, CHF 42.50 usw. überschreitet.
die auszahlung ist dabei pro nachhaltige Überschreitung eines Schwellenwertes nur einmal geschuldet. Sollte der Kurs also unter
einen Schwellenwert sinken und dann wieder darüber steigen, so wird keine zweite Zahlung fällig.
die auszahlung erfolgt am letzten Tag des ersten Monats des dem Stichtag der nachhaltigen Überschreitung eines Schwellenwer­
tes folgenden Semesters.
Geschäftsleitungsmitglied im Auftragsverhältnis
am 31. März 2014 wurde Manuela Ottiger als Head of Group HR ernannt und in die Geschäftsleitung aufgenommen. Sie war
von 2003 bis 2011 Personalverantwortliche der division Calida und machte sich danach selbständig.
Manuela Ottiger erfüllt ihre Funktion auf Mandatsbasis und erhält dafür eine monatliche aufwandsentschädigung auf Basis eines
marktüblichen Tagessatzes. des Weiteren sieht der Vertrag eine variable Erfolgskomponente vor, welche systematisch derjenigen
der übrigen Geschäftleitungsmitgliedern entspricht.
Ihr Honorar wird in der Zeile «lohn fix (netto)» ausgewiesen.
Es werden keine darlehen oder Kredite an aktuelle und frühere Geschäftsleitungsmitglieder gewährt.
nahestehende Personen
Es werden keine Vergütungen an nahestehende Personen gezahlt noch darlehen oder Kredite gewährt.
67
Vergütungsbericht 2014 CalIda Holding aG
4. Vergütungen an mitglieder des Verwaltungsrates
Gegenwärtige und frühere Mitglieder des Verwaltungsrats
2014
Honorar zusätzliche aufwen­
fix (netto) Entschädi­
dungen
gungen
für
Vorsorge
120
17
18
Thomas lustenberger (Präsident) 1)
78
–
11
Marco Gadola (Vizepräsident) 2)
3
29
–
alfred M. Niederer (Vizepräsident) 3)
11
Beat Grüring (Mitglied)
71
–
3
32
–
Christian Haas (Mitglied) 4)
7
45
–
Hans­Kristian Hoejsgaard (Mitglied) 4)
4
Erich Kellenberger (Mitglied)
51
–
4
Marianne Tesler (Mitglied)
51
–
nicht exekutiver Verwaltungsrat total
477
17
61
2013
Honorar zusätzliche aufwen­
fix (netto) Entschädi­
dungen
gungen
für
Vorsorge
114
80
17
69
–
10
79
–
8
69
–
10
–
–
–
–
–
–
45
–
7
47
–
4
423
80
56
in CHF 1’000
Felix Sulzberger
total
1)
2)
3)
4)
–
477
–
17
–
61
Total
155
89
32
82
35
52
55
55
555
–
555
–
423
–
80
–
56
Total
211
79
87
79
–
–
52
51
559
–
559
die zusätzliche Entschädigung von Thomas lustenberger entspricht der Entschädigung für seine Tätigkeit als Vertreter der Calida Holding aG im Verwaltungs­
rat der lafuma Sa bis am 11. September 2014.
Vizepräsident ab 13. Mai 2014, davor Mitglied.
Bis zur Generalversammlung am 13. Mai 2014.
Neu seit der Wahl durch die Generalversammlung am 13. Mai 2014.
5. Vergütungen an geschäftsleitungsmitglieder
Gegenwärtige und frühere Mitglieder der Geschäftsleitung
in CHF 1’000
lohn fix (netto)
lohn variabel (netto)
total lohn (netto)
2014
Felix Sulzberger
geschäftsleitung
(CEO)
total
600
1’608
759
1’229
1’359
2’837
2)
Vergütung aus dem ceo Beteiligungsplan
750 1)
750
Optionen (variabel)
Sachleistungen
aufwendungen für Vorsorge
–
7
361
353 5)
32
903
total Vergütungen
2’477
4’875
2013
Felix Sulzberger
geschäftsleitung
(CEO)
total
577
1’367
1’424 4)
853 3)
1’430
2’791
–
–
7
278
1’715
–
234 5)
32
819
3’876
1)
In den Jahren 2010–2013 wurden um CHF 1.1 Mio. mehr Vergütungen ausgewiesen als effektiv an den CEO bezahlt worden
sind. der Grund für diese differenz liegt darin, dass aufgrund bisheriger Rechnungslegungspraxis in den Offenlegungen zu art.
663bbis nicht allein die effektiv ausbezahlte Vergütung sondern auch zukünftig zu erwartende und damit zurückgestellte Ver­
gütungen ausgewiesen wurden.
2)
Im Geschäftsjahr 2014 wurde die Geschäftsleitung um ein Mitglied erweitert (Head of Group HR).
davon TCHF 237 aufgrund individueller leistungsbeurteilung.
davon TCHF 370 aufgrund individueller leistungsbeurteilung.
48’000 (2013: 32’000) Call­Optionen auf Namenaktien mit einem Nennwert von je CHF 2.10 der CalIda Holding aG; 1 Option berechtigt zum Bezug
von 1 Namenaktie zu einem ausübungspreis von CHF 30.75 (2013: CHF 26.65); definitiver Erwerb der Optionen abhängig von der Erfüllung der Vesting­
Konditionen, u. a. der fortbestehenden anstellung, Bewertung gemäss Binomialmodell.
3)
4)
5)
68
Vergütungsbericht 2014 CalIda Holding aG
Bericht der Revisionsstelle über die Prüfung des Vergütungsberichts
der CalIda Holding aG, Oberkirch
Wir haben den Vergütungsbericht vom 31. dezember 2014 der CalIda Holding aG (Seite 68) für das am 31. dezember 2014 abge­
schlossene Geschäftsjahr geprüft.
Verantwortung des Verwaltungsrates
der Verwaltungsrat ist für die Erstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung des Vergütungsberichts in Übereinstimmung mit dem
Gesetz und der Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten aktiengesellschaften (VegüV) verantwortlich. Zudem
obliegt ihm die Verantwortung für die ausgestaltung der Vergütungsgrundsätze und die Festlegung der einzelnen Vergütungen.
Verantwortung des Prüfers
Unsere aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zum beigefügten Vergütungsbericht abzugeben. Wir haben unsere
Prüfung in Übereinstimmung mit den Schweizer Prüfungsstandards durchgeführt. Nach diesen Standards haben wir die beruflichen
Verhaltensanforderungen einzuhalten und die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt
wird, ob der Vergütungsbericht dem Gesetz und den art. 14–16 der VegüV entspricht.
Eine Prüfung beinhaltet die durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Vergütungsbericht enthaltenen
angaben zu den Vergütungen, darlehen und Krediten gemäss art. 14–16 VegüV zu erlangen. die auswahl der Prüfungshandlungen
liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. dies schliesst die Beurteilung der Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsich­
tigter – falscher darstellungen im Vergütungsbericht ein. diese Prüfung umfasst auch die Beurteilung der angemessenheit der ange­
wandten Bewertungsmethoden von Vergütungselementen sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Vergütungsberichts.
Wir sind der auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser
Prüfungsurteil zu dienen.
Prüfungsurteil
Nach unserer Beurteilung entspricht der Vergütungsbericht der CalIda Holding aG für das am 31. dezember 2014 abgeschlossene
Geschäftsjahr dem Gesetz und den art. 14–16 der VegüV.
ernst & Young Ag
Christoph Michel
Zugelassener Revisionsexperte (leitender Revisor)
Ruth Gwerder
Zugelassene Revisionsexpertin
Zürich, 6. März 2015
69
CalIda Gruppe
Corporate Governance Bericht 2014
1.
konzernstruktur und Aktionariat
1.1 konzernstruktur
1.1.1 darstellung der operativen Konzernstruktur
die nachfolgende grafische darstellung zeigt die per Ende des Berichtsjahres gültige operative Gruppenstruktur:
ceo
Felix Sulzberger1)
cAlidA
andreas
lindemann1)
1)
AuBAde
Philippe
Bernaud1)
millet
mountain group
Frédéric ducruet
Furniture
arnaud
du Mesnil
oXBoW
Bruno delaporte
coo & group
group hr
Projects
Manuela Ottiger1)
daniel Gemperle1)
cFo
Thomas Stöcklin1)
Mitglied der Geschäftsleitung
Operative division
Gruppenfunktion
1.1.2 Zum Konsolidierungskreis gehörende kotierte Gesell­
schaften
die Namenaktien der CalIda Holding aG mit Sitz in Ober­
kirch (Schweiz) werden am Hauptsegment der SIX Swiss Ex­
change gehandelt (ISIN CH0126639464, Kürzel CalN). die
Börsenkapitalisierung beträgt per Stichtag 31. dezember
2014 rund CHF 296.8 Millionen.
die Namenaktien der laFUMa Sa mit Sitz in annecy­le­Vi­
eux (Frankreich) werden an der EURONEXT gehandelt (ISIN
FR0000035263, Kürzel laF). die Börsenkapitalisierung be­
trägt per Stichtag 31. dezember 2014 rund Euro 136.2 Mil­
lionen.
1.1.3 Zum Konsolidierungskreis gehörende nicht kotierte
Gesellschaften
die zum Konsolidierungskreis gehörenden nicht kotierten
Gesellschaften sind im Geschäftsberichtsteil «Jahresrechnung
2014 CalIda Gruppe» im anhang unter der Rubrik «Konso­
lidierungskreis» detailliert ersichtlich.
1.2 Bedeutende Aktionäre
die folgenden aktionäre halten per 31. dezember 2014 nach
eigenen angaben eine die 3­Prozent­Quote übersteigende
Beteiligung (direkt und / oder indirekt) an den im Handelsre­
gister eingetragenen aktien der CalIda Holding aG.
Stimmrechtsverbundene aktionärsgruppe
der Familie Kellenberger
Micalux S.a., luxemburg
Vontobel Fonds Services aG 1)
34.7%
16.4%
6.4%
Stimmrechtsverbundene aktionärsgruppe der
Fondation Ethos, Pictet Funds Sa und Vontobel
Fonds Services aG
Balfidor Fondsleitung aG
1)
5.0%
3.1%
Enthält 397’500 Namenaktien der stimmrechtsverbundenen aktionärs­
gruppe der Fondation Ethos, Pictet Funds Sa und Vontobel Fonds Ser­
vices aG
angaben zu bedeutenden aktionären werden von der Ge­
sellschaft gemacht, wenn im Berichtsjahr Offenlegungsmel­
dungen nach art. 20 des Bundesgesetzes über die Börsen
und den Effektenhandel erfolgt sind. Eine Pflicht zur Offen­
legung von Beteiligungen besteht, wenn eine meldepflichtige
Person oder Gruppe 3, 5, 10, 15, 20, 25, 33 1⁄3, 50 oder 66
2⁄3 Prozent der Stimmrechte an CalIda Holding aG er­
reicht, über­ oder unterschreitet.
die Meldungen über die Offenlegungen von Beteiligungen
an der CalIda Holding aG sind in der elektronischen Veröf­
fentlichungsplattform der Offenlegungsstelle unter dem fol­
genden link ersichtlich: http://www.six­swiss­exchange.
com/shares/companies/major_shareholders_de.html.
die Beteiligungsverhältnisse der Mitglieder des Verwaltungs­
rates und der Geschäftsleitung sind im Geschäftsberichtsteil
«Jahresrechnung 2014 CalIda Holding aG» unter der ent­
sprechenden Rubrik im anhang detailliert dargestellt. der
Gesellschaft sind keine weiteren bedeutenden aktionäre im
Sinne von art. 20 des BEHG bekannt.
1.3 kreuzbeteiligungen
Es bestehen keine Kreuzbeteiligungen.
71
CalIda Gruppe
Corporate Governance Bericht 2014
2.
kapitalstruktur
2.1 kapital per 31. dezember 2014
das ordentliche aktienkapital der Gesellschaft beträgt rund
CHF 16.9 Millionen, eingeteilt in 8’053’437 Namenaktien mit
einem Nennwert von je CHF 2.10. das im Handelsregister
eingetragene ordentliche aktienkapital betrug per 31. de­
zember 2014 rund CHF 16.8 Millionen, was 7’995’380 Na­
menaktien entspricht.
das verfügbare genehmigte Kapital beträgt CHF 6.3 Millio­
nen, was 3’000’000 Namenaktien à CHF 2.10 Nennwert
entspricht.
das verfügbare bedingte Kapital beträgt rund CHF 0.6 Milli­
onen. dies entspricht 306’563 Namenaktien mit einem
Nennwert von je CHF 2.10.
2.2 genehmigtes und bedingtes kapital im Besonderen
das genehmigte Kapital dient zur Übernahme von Unterneh­
men, Unternehmensteilen oder Beteiligungen durch aktien­
tausch, zur Finanzierung oder Refinanzierung des Erwerbes
von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen
oder von neuen Investitionsvorhaben, für eine internationale
Platzierung oder eine Privatplatzierung von aktien. der Ver­
waltungsrat ist bis zum 3. april 2015 ermächtigt, das aktien­
kapital um das verfügbare genehmigte Kapital zu erhöhen. Er
ist berechtigt, das Bezugsrecht der aktionäre einzuschränken
oder auszuschliessen und dritten zuzuweisen. die Erhöhung
kann mittels Festübernahmen und / oder in Teilbeträgen er­
folgen. der Verwaltungsrat ist ermächtigt, den ausgabepreis
der aktien, die art der Einlage und den Zeitpunkt der divi­
dendenberechtigung festzusetzen. aktien, für welche Be­
zugsrechte eingeräumt, aber nicht ausgeübt werden, sind
durch den Verwaltungsrat im Interesse der Gesellschaft zu
verwenden.
das bedingte Kapital dient zur Beteiligung von Mitarbeitern
und Mitgliedern des Verwaltungsrates der Gesellschaft oder
von Gruppengesellschaften. das Bezugsrecht der aktionäre
ist ausgeschlossen. die ausgabe von Optionsrechten auf
Namenaktien der CalIda Holding aG erfolgt gemäss einem
vom Verwaltungsrat auszuarbeitenden Plan. der ausübungs­
preis der ausgegebenen Optionsrechte kann unter dem zum
ausgabezeitpunkt gültigen Börsenkurs festgelegt werden.
2.3 kapitalveränderungen
die Kapitalveränderungen der letzten drei Berichtsjahre sind
im Geschäftsberichtsteil «Jahresrechnung 2014 CalIda Hol­
ding aG» unter der Rubrik «Veränderung des Eigenkapitals»
detailliert ersichtlich.
72
2.4 Aktien und Partizipationsscheine
Betreffend aktienzahl sowie Nennwert wird auf Ziffer 2.1
verwiesen. die Gesellschaft verfügt über eine aktienkatego­
rie. Es gilt deshalb ein konstantes Verhältnis von Nennwert zu
Stimmkraft. dabei handelt es sich um Namenaktien mit ei­
nem Nennwert von je CHF 2.10, welche eine uneinge­
schränkte dividendenberechtigung aufweisen. das Kapital ist
vollumfänglich einbezahlt. die Gesellschaft hat keine Partizi­
pationsscheine ausgegeben.
2.5 genussscheine
die Gesellschaft hat keine Genussscheine ausgegeben.
2.6
Beschränkungen der Übertragbarkeit und nominee
eintragungen
2.6.1 Beschränkungen der Übertragbarkeit pro aktienkate­
gorie unter Hinweis auf allfällige statutarische Gruppenklau­
seln und auf Regeln zur Gewährung von ausnahmen
die Statuten der Gesellschaft sehen keine Beschränkung der
Übertragbarkeit von Namenaktien vor.
2.6.2 Gründe für die Gewährung von ausnahmen im Be­
richtsjahr
die Statuten der Gesellschaft sehen keine Beschränkung der
Übertragbarkeit von Namenaktien vor.
2.6.3 Zulässigkeit von Nominee­Eintragungen unter Hin­
weis auf allfällige Prozentklauseln und Eintragungsvorausset­
zungen
die Gesellschaft akzeptiert keine Nominee­Eintragungen.
2.6.4 Verfahren und Voraussetzungen zur aufhebung von
statutarischen Privilegien und Beschränkungen der Übertrag­
barkeit
Es bestehen keine statutarischen Privilegien und Beschrän­
kungen der Übertragbarkeit.
2.7 Wandelanleihen und optionen
die Gesellschaft hat keine Wandelanleihen ausgegeben. die
angaben zu den ausgegebenen Mitarbeiteroptionen sind im
Geschäftsberichtsteil «Jahresrechnung 2014
CalIda Gruppe» im anhang unter der Rubrik «aktienba­
sierte Vergütungssysteme» detailliert dargestellt.
CalIda Gruppe
Corporate Governance Bericht 2014
3.
Verwaltungsrat
3.1 mitglieder des Verwaltungsrates
a) Name, Nationalität, ausbildung und beruflicher Hintergrund
dr. thomas lustenberger,
Präsident des Verwaltungsrates
(nicht exekutives Mitglied des Verwaltungsrates)
Schweiz
1951
16.06.2000
bis zur ordentlichen Generalversammlung
für das Geschäftsjahr 2014
Nomination & Compensation Committee,
Ausschuss:
Präsident
Universität Bern (dr. iur.), Harvard law
Ausbildung:
School (ll.M.)
Beruflicher hintergrund:
seit 1987 Partner Rechtsanwaltskanzlei Meyerlustenberger
lachenal, Zürich
Weitere tätigkeiten und interessenbindungen:
Präsident des Verwaltungsrates der allreal Holding aG, Baar.
Einsitz in weiteren Verwaltungsräten von nicht kotierten Ge­
sellschaften.
nationalität:
geburtsjahr:
eintritt in Vr:
Amtsdauer:
marco gadola,
Vizepräsident des Verwaltungsrates
(nicht exekutives Mitglied des Verwaltungsrates)
Schweiz / Frankreich
1963
07.04.2011
bis zur ordentlichen Generalversammlung
für das Geschäftsjahr 2014
Ausschuss:
audit & Risk Committee, Präsident
Ausbildung:
Universität Basel (lic. rer. pol; MBa), lon­
don School of Economics (accelerated
Management development Programme)
Beruflicher hintergrund:
seit März 2013 CEO und Mitglied der Konzernleitung der
Straumann­Gruppe; Juli 2012 bis Februar 2013 CEO asia
Pacific der Panalpina­Gruppe; 2008 bis Juni 2012 CFO und
Mitglied der Konzernleitung der Panalpina­Gruppe; 2005–
2008 CFO / Chief Operations Officer und Mitglied der Kon­
zernleitung der Straumann Gruppe; 2001–2005 Group CFO
und Mitglied der Konzernleitung der HERO­Gruppe; 1992–
2001 verschiedene Funktionen bei der Hilti­Gruppe u. a. in
den USa, Spanien und deutschland;
Weitere tätigkeiten und interessenbindungen:
–
nationalität:
geburtsjahr:
eintritt in Vr:
Amtsdauer:
Beat grüring,
(nicht exekutives Mitglied des Verwaltungsrates)
nationalität:
geburtsjahr:
eintritt in Vr:
Amtsdauer:
Schweiz
1961
04.05.2005
bis zur ordentlichen Generalversammlung
für das Geschäftsjahr 2014
Ausschuss:
Nomination & Compensation Committee,
Mitglied
Höhere Wirtschafts­ und Verwaltungs­
Ausbildung:
schule Bern (eidg. dipl. Betriebsökonom
FH)
Beruflicher hintergrund:
seit 1984 Mitinhaber und Geschäftsleiter der Tally­Weijl­
Gruppe, Basel
Weitere tätigkeiten und interessenbindungen:
–
christian haas,
(nicht exekutives Mitglied des Verwaltungsrates)
Frankreich
1948
13.05.2014
bis zur ordentlichen Generalversammlung
für das Geschäftsjahr 2014
Ecole Nationale d’administration, Paris;
Ausbildung:
dES droit; IEP
Beruflicher hintergrund:
seit März 2014, Präsident Micalux; seit 2011, CEO M.I.3
luxembourg; seit 1996 Präsident MaTINVEST und Vize­
Präsident Matignon Investissement et Gestion; seit 1996
Generaldirektor Senlisienne de Portefeuille und COMIR;
1985–1996 Banque Worms: stellvertretender Generaldirek­
tor und verantwortlich für das Investmentbanking; 1978–
1985 Institut de developpement Industriel
Weitere tätigkeiten und interessenbindungen:
seit 2001 Repräsentant von COMIR im Verwaltungsrat der
laFUMa Sa, annecy­le­Vieux / F, welche mit SOPaRCIF als
aktionärsgruppe agiert.
nationalität:
geburtsjahr:
eintritt in Vr:
Amtsdauer:
hans-kristian hoejsgaard,
(nicht exekutives Mitglied des Verwaltungsrates)
nationalität:
geburtsjahr:
eintritt in Vr:
Amtsdauer:
dänemark
1958
13.05.2014
bis zur ordentlichen Generalversammlung
für das Geschäftsjahr 2014
73
CalIda Gruppe
Corporate Governance Bericht 2014
Ausschuss:
Ausbildung:
audit & Risk Committee, Mitglied
Southern denmark Business School (Hd,
business graduate); Harvard Business
School (Executive Education), INSEad
(Executive Education) and The Wharton
School of Business, University of Pennsyl­
vania (Executive Education)
Beruflicher hintergrund:
seit 2011 Oettinger davidoff aG, Basel, CEO, Verwaltungsrat
seit 2014; 2008–2009 Timex Group B.V., New York, CEO,
Verwaltungsrat Timex India; 2003–2007 Georg Jensen a/S,
Kopenhagen, Verwaltungsrat; 1998–2002 lancaster Group
(Coty), Paris, CEO; 1993–1998 Guerlain (lVMH) Hong
Kong, Regional Managing director, asia Pacific; 1986–1993
Seagram International, Italy, Hong Kong, Thailand
Weitere tätigkeiten und interessenbindungen:
–
erich kellenberger,
(nicht exekutives Mitglied des Verwaltungsrates)
Schweiz
1948
22.09.1986
bis zur ordentlichen Generalversammlung
für das Geschäftsjahr 2014
Ausbildung:
leicester Polytechnic (Textil Ing.)
Beruflicher hintergrund:
zwischen 1970 und 2001 in operativen Funktionen bei der
CalIda Gruppe
Weitere tätigkeiten und interessenbindungen:
Präsident des Verwaltungsrates der Blue lemon aG, luzern;
Präsident des Verwaltungsrates der dama aG, Oberkirch,
sowie im Verwaltungsrat von weiteren nicht kotierten Gesell­
schaften
nationalität:
geburtsjahr:
eintritt in Vr:
Amtsdauer:
Felix sulzberger,
(exekutives Mitglied des Verwaltungsrates)
CEO
Schweiz
1951
09.04.2008
bis zur ordentlichen Generalversammlung
für das Geschäftsjahr 2014
Ausbildung:
Universität Graz / a (Mag. rer. soc. oec.)
Beruflicher hintergrund:
1986–2001 General Manager bzw. President Europe bei drei
führenden multinationalen Unternehmen im Sport­ und Be­
kleidungssektor; 1976–1986 internationale Marketing­ und
nationalität:
geburtsjahr:
eintritt in Vr:
Amtsdauer:
74
Vertriebspositionen im Tabak­ und Foodsektor eines multina­
tional tätigen Unternehmens
Weitere tätigkeiten und interessenbindungen:
Mitglied des Beirats der Finatem Beteiligungs GmbH, Frank­
furt a. M. / d; Président et directeur Général der laFUMa Sa,
annecy­le­Vieux / F
marianne tesler,
(nicht exekutives Mitglied des Verwaltungsrates)
Frankreich
1946
10.05. 2006
bis zur ordentlichen Generalversammlung
für das Geschäftsjahr 2014
Ausbildung:
Université libre de Bruxelles (diplôme de
Sciences Politiques et administration,
licence en Journalisme); Université de
Paris dauphine (diplôme de l’Institut
d’administration d’Entreprises)
Beruflicher hintergrund:
seit 2008 CEO art Partner Inc.; 2006–2008 CEO damon
dash Enterprises und Rachel Roy, New York; 2004–2006 in­
ternationale Entwicklung des Multimarkenkonzeptes antichi
Pelletieri; 1999–2004 CEO Givenchy Haute Couture and
Ready­to­Wear; 1996–1999 CEO Nike France; 1995–1996
Vizepräsident Supply Chain Whirlpool Europe; 1994–1995
Controller Whirlpool North america; 1990–1994 CFO und
deputy General Manager Whirlpool France; 1985–1990
Philips
Weitere tätigkeiten und interessenbindungen:
Trustee of the International House, New York
nationalität:
geburtsjahr:
eintritt in Vr:
Amtsdauer:
b) Operative Führungsaufgaben für den Emittenten oder
eine Konzerngesellschaft des Emittenten
Mit ausnahme von Felix Sulzberger erfüllt keines der Mit­
glieder des Verwaltungsrates operative Führungsaufgaben im
Unternehmen.
c) Vertretung Geschäftsleitung und wesentliche geschäftliche
Beziehungen
Keines der nicht exekutiven Mitglieder des Verwaltungsrates
war während der letzten vier Jahre in der Geschäftsleitung
der CalIda Holding aG oder einer ihrer Tochtergesellschaf­
ten vertreten.
die CalIda Gruppe bezieht Beratungsdienstleistungen in
rechtlichen angelegenheiten von mehreren Rechtsanwalts­
kanzleien, unter anderem von Meyerlustenberger lachenal
Rechtsanwälte, Zürich, in der dr. Thomas lustenberger, Prä­
CalIda Gruppe
Corporate Governance Bericht 2014
sident des Verwaltungsrates der CalIda Holding aG, Partner
ist. Meyerlustenberger lachenal hat der CalIda Gruppe im
Berichtsjahr Honorare in der Höhe von TCHF 222 in Rech­
nung gestellt.
Im Zusammenhang mit der akquisition der laFUMa Gruppe
hat die CalIda Gruppe am 14. Januar 2014 die von Felix
Sulzberger, Mitglied des Verwaltungsrates und CEO, gehalte­
nen 22’000 laFUMa aktien erworben. der Kaufpreis von
EUR 14 pro aktie entspricht dem Preis des öffentlichen
Übernahmeangebots, welches vom 27. dezember 2013 bis
13. Januar 2014 lief.
die stimmrechtsverbundene aktionärsgruppe der Familie
Kellenberger, die 34.7% Prozent des im Handelsregister
eingetragenen aktienkapitals hält, ist mit Erich Kellenberger
im Verwaltungsrat der CalIda Holding aG vertreten. die
CalIda aG hat mit der Blue lemon aG, welche durch Erich
Kellenberger kontrolliert wird, im Berichtsjahr Umsätze in der
Höhe von TCHF 415, basierend auf handelsüblichen Ver­
tragsformen und Konditionen, getätigt.
Weitere wesentliche Geschäftsbeziehungen zwischen der
CalIda Gruppe und den nicht exekutiven Mitgliedern des
Verwaltungsrates bestehen nicht.
3.2 Weitere tätigkeiten und interessenbindungen
die weiteren Tätigkeiten und Interessenbindungen der ein­
zelnen Verwaltungsräte sind unter Ziffer 3.1a) aufgeführt.
statutarische regeln in Bezug auf die Anzahl der
zulässigen tätigkeiten gemäss Art. 12 Abs. 1 ziff. 1
VegüV.
die Mitglieder des Verwaltungsrates dürfen nicht mehr als
die folgende anzahl zusätzlicher Tätigkeiten in obersten lei­
tungs­ oder Verwaltungsorganen anderer Rechtseinheiten
innehaben bzw. ausüben, die verpflichtet sind, sich ins Han­
delsregister oder in ein vergleichbares ausländisches Register
eintragen zu lassen, und die nicht durch die Gesellschaft
kontrolliert werden oder die Gesellschaft nicht kontrollieren:
– 5 Mandate bei Publikumsgesellschaften, wobei mehrere
Mandate bei verschiedenen Gesellschaften, die der gleichen
Gruppe angehören, als ein Mandat zählen; und
– 10 Mandate bei anderen Rechtseinheiten gegen Entschä­
digung, wobei mehrere Mandate bei verschiedenen Ge­
sellschaften, die der gleichen Gruppe angehören, als ein
Mandat zählen; und
– 10 unentgeltliche Mandate, wobei ein Spesenersatz nicht
als Entgelt gilt und mehrere Mandate bei verschiedenen
Gesellschaften, die der gleichen Gruppe angehören, als ein
Mandat zählen.
3.3
Nicht unter diese Beschränkung fallen Mandate, die ein Mit­
glied des Verwaltungsrates im auftrag der Gesellschaft wahr­
nimmt (z.B. Joint Ventures oder Vorsorgeeinrichtungen dieser
Rechtseinheit oder in Unternehmen, an denen diese Rechts­
einheit eine wesentliche (nicht­konsolidierte) Beteiligung
hält).
3.4 Wahl und Amtszeit
3.4.1 Grundsätze des Wahlverfahrens
die Mitglieder des Verwaltungsrates werden für die dauer
von einem Jahr gewählt. Wiederwahl ist unbeschränkt zulässig.
die Wahl des Verwaltungsrates erfolgt einzeln.
3.4.2 Erstmalige Wahl und verbleibende amtsdauer
die erstmalige Wahl und die verbleibende amtszeit der ein­
zelnen Verwaltungsräte sind unter Ziffer 3.1a) aufgeführt.
3.5 interne organisation
3.5.1 aufgabenteilung im Verwaltungsrat
die angaben zu den einzelnen Personen des Verwaltungsra­
tes und deren Funktion sind unter Ziffer 3.1a) aufgeführt.
der Verwaltungsrat konstituiert sich selbst, vorbehältlich der
zwingenden Kompetenzen der Generalversammlung. Er be­
stimmt einen Vizepräsidenten sowie einen Sekretär, der nicht
Mitglied des Verwaltungsrates sein muss. die amtsdauer für
die im Rahmen der Konstituierung zugeordneten Chargen ist
in der Regel identisch mit der amtsdauer als Verwaltungsrat,
wobei dem Verwaltungsrat in begründeten Fällen jederzeit
das Recht einer vorzeitigen abberufung aus der Charge zu­
steht, vorbehältlich der zwingenden Kompetenzen der Gene­
ralversammlung.
3.5.2 Personelle Zusammensetzung sämtlicher Verwaltungs­
ratsausschüsse, deren aufgaben und Kompetenzen
die personelle Zusammensetzung der verschiedenen Verwal­
tungsratsausschüsse ist unter Ziffer 3.1a) aufgeführt.
der Verwaltungsrat kann zur Vorbereitung einzelner Be­
schlüsse, zur Wahrung gewisser Kontrollfunktionen sowie für
sonstige Spezialaufgaben ständige oder ad­hoc­ausschüsse
einsetzen. diese ausschüsse verfügen über keine Beschluss­
kompetenzen. das Nomination & Compensation Committee
wird von der Generalversammlung bis zum abschluss der
nächsten ordentlichen Generalversammlung gewählt. die
Mitglieder der anderen ausschüsse, insbesondere des audit
& Risk Committees, werden vom Verwaltungsrat ernannt.
den ausschüssen gehören in der Regel zwei bis vier Verwal­
tungsratsmitglieder an. Mitglieder, welche gleichzeitig der
Geschäftsleitung angehören, können nicht und der Präsident
des Verwaltungsrates soll nach Möglichkeit nicht Mitglied
des audit & Risk Committee sein. Hingegen kann letzterer in
75
CalIda Gruppe
Corporate Governance Bericht 2014
absprache mit dem Vorsitzenden des ausschusses an den
Sitzungen des ausschusses teilnehmen, soweit er nicht per­
sönlich vom Verhandlungsgegenstand betroffen ist. der
Verwaltungsrat wählt die ausschussmitglieder auf antrag des
Nomination & Compensation Committee, ausser die Mit­
glieer des Nomination & Compensation Committee, die von
der Generalversammlung gewählt werden. Wiederwahl ist
möglich. der Verwaltungsrat bestimmt auch den Vorsitzen­
den eines ausschusses.
Gemäss dem durch den Verwaltungsrat verabschiedeten
Organisationsreglement hat das audit & Risk Committee im
Wesentlichen folgende aufgaben:
– Überprüfung der ausgestaltung des Rechnungswesens
(anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften, interne
und externe finanzielle Berichterstattung, liquiditäts und
Finanzierungsmanagement, Beurteilung von Bewertungs­
und Finanzierungsgrundsätzen) in Bezug auf angemessen­
heit, Zuverlässigkeit und Wirksamkeit und gegebenenfalls
Unterbreitung von Änderungsanträgen zusammen mit
dem CFO und in abstimmung mit dem CEO zuhanden des
Verwaltungsrates;
– Überprüfung des Jahresabschlusses und anderer Finanzin­
formationen, die Eingang in publizierte abschlüsse des
Konzerns finden;
– Überwachung der Einschätzung der Unternehmensrisiken
und Überprüfung der Praktiken des Risk Managements
beziehungsweise der Wirksamkeit und Effizienz des inter­
nen Kontrollsystems (IKS);
– periodische Überprüfung der dem Konzern zur Verfügung
stehenden Versicherungsdeckung (einschliesslich d & O
Versicherung);
– Überwachung der Geschäftstätigkeit hinsichtlich Einhal­
tung von Beschlüssen des Verwaltungsrates, interner Reg­
lemente und Richtlinien, Weisungen und der einschlägigen
Rechtsvorschriften, insbesondere der Börsengesetzgebung
(Compliance);
– Überprüfung der leistung, Unabhängigkeit und Honorie­
rung der externen Revision sowie Wahlempfehlung zuhan­
den des Verwaltungsrates beziehungsweise der General­
versammlung;
– detailberatung der Prüfberichte; Beratung aller bedeuten­
den Feststellungen und Empfehlungen der externen Revi­
sion mit Geschäftsleitung und externer Revision;
– Überwachung der Umsetzung von Empfehlungen der ex­
ternen Revision;
– Überprüfung der leistung und Honorierung von Bera­
tungsmandaten mit Nahestehenden;
– Erledigung von weiteren ihm vom Verwaltungsrat über­
tragenen aufgaben.
76
Gemäss dem durch den Verwaltungsrat verabschiedeten
Organisationsreglement hat das Nomination & Compensation
Committee im Wesentlichen folgende aufgaben:
– leitung des Selektionsprozesses und antragstellung be­
treffend neue Verwaltungsräte;
– leitung des Selektionsprozesses und antragstellung be­
treffend CEO;
– Prüfung des Selektionsprozesses von Mitgliedern der
Geschäftsleitung (inklusive Interviews in Endselektion)
sowie der wesentlichen Bedingungen ihrer anstellungs­
verträge;
– Beantragung der Entschädigung des Verwaltungsrates und
seiner ausschüsse;
– Prüfung, Verhandlung und Beantragung der Entschädigung
des CEO;
– Prüfung und Beantragung (zusammen mit dem CEO) der
Entschädigung der Mitglieder der Geschäftsleitung sowie
Kenntnisnahme von Nebentätigkeiten der Mitglieder der
Geschäftsleitung;
– Prüfung, Beantragung und Überwachung der Implemen­
tierung von Options­ und Beteiligungsplänen des Verwal­
tungsrates, des CEO, der Geschäftsleitung und der übrigen
Mitarbeiter;
– Nachfolgeplanung auf oberster Führungsebene;
– Erledigung von weiteren ihm vom Verwaltungsrat im Be­
reich Nomination und Entschädigung übertragenen auf­
gaben.
3.5.3 arbeitsweise des Verwaltungsrates und seiner aus­
schüsse
der Verwaltungsrat hält mindestens viermal jährlich ordentli­
che Verwaltungsratssitzungen ab. Eine dieser Sitzungen soll
als Strategiesitzung mit einem grösseren Zeitrahmen ausge­
staltet sein. die Sitzungen dauern in der Regel zwischen ei­
nem halben und eineinhalb Tagen. Im Übrigen trifft sich der
Verwaltungsrat so oft wie notwendig. ausserordentliche Sit­
zungen werden abgehalten, wenn dies vom Präsidenten oder
von einem Verwaltungsratsmitglied verlangt wird. ausseror­
dentliche Sitzungstermine sind so festzulegen, dass eine
Mehrheit der Verwaltungsratsmitglieder teilnehmen kann.
Bei der Organisation der Sitzungen ist auf entsprechendes
Begehren sicherzustellen, dass physisch nicht anwesende
Mitglieder gegebenenfalls telefonisch an den Beratungen
und Beschlüssen teilnehmen können. Im Berichtsjahr haben
vier ordentliche Sitzungen sowie drei ausserordentliche Tele­
fonkonferenzen und eine ausserordentliche Sitzung stattge­
funden.
der Verwaltungsrat ist beschlussfähig, wenn mindestens die
Hälfte seiner Mitglieder an der Verwaltungsratssitzung an­
wesend ist. ausgenommen sind Beschlüsse im Zusammen­
CalIda Gruppe
Corporate Governance Bericht 2014
hang mit Kapitalerhöhungen, bei denen die Quorumsvoraus­
setzung nicht gilt.
Beschlüsse können auch auch mittels Video­ oder Telefon­
konferenz oder über elektronische Medien gefasst werden,
sofern kein Mitglied die Beratung in einer Sitzung verlangt.
Ein derartiges Begehren ist so früh als möglich zu äussern.
Beschlüsse können auch auf dem Zirkularweg per Briefpost,
Telefax, E­Mail oder mit vergleichbaren Systemen gefasst
werden, sofern nicht ein Mitglied die mündliche Beratung an
einer Video­ oder Telefonkonferenz oder an einer Sitzung
verlangt. die Verfahrensleitung zur Fassung von Zirkulations­
beschlüssen obliegt dem Präsidenten des Verwaltungsrates.
Über nicht gehörig angekündigte Traktanden kann ein Be­
schluss nur gefasst werden, wenn alle Verwaltungsräte – ins­
besondere auch die abwesenden – zustimmen.
Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung
haben in allen Fällen in den ausstand zu treten, in denen
über Geschäfte beraten und entschieden wird, die ihre eige­
nen Interessen oder diejenigen von ihnen nahestehenden
Personen, Organisationen oder Unternehmungen berühren.
Sie haben ihre Verhältnisse so zu regeln, dass Interessenkon­
flikte möglichst vermieden werden. Über das Vorliegen eines
Interessenkonflikts entscheidet der Verwaltungsrat. das be­
troffene Geschäftsleitungs­ oder Verwaltungsratsmitglied
nimmt weder an der Beratung noch an der Entscheidung
über das betreffende Traktandum teil und hat die Sitzung zu
verlassen. Eine persönliche Stellungnahme vor der Beratung
ist dem in ausstand getretenen Mitglied gestattet.
das audit & Risk Committee tagt, so oft es die Geschäfte
erfordern, mindestens aber zweimal pro Jahr. der ausschuss
trifft sich mindestens einmal im Jahr zu einer Sitzung mit
Vertretern der externen Revision, an der keine Mitglieder der
Geschäftsleitung anwesend sind. der CFO nimmt vorbehal­
ten der vorerwähnten Sitzung in der Regel an den Sitzungen
teil. Zu den Sitzungen können andere Mitglieder des Verwal­
tungsrates, der CEO, einzelne Mitglieder der Geschäftslei­
tung oder andere Fachspezialisten beigezogen werden. der
Entscheid obliegt dem Vorsitzenden des ausschusses. Im
Berichtsjahr haben drei Sitzungen stattgefunden.
das Nomination & Compensation Committee trifft sich, so
oft es die Geschäfte erfordern. der Vorsitzende kann zu den
Sitzungen Mitglieder der Geschäftsleitung oder dritte einla­
den. Im Berichtsjahr hat eine Sitzung stattgefunden.
daneben übernimmt der Präsident als ansprechpartner des
CEO und der Geschäftsleitung Sonderaufgaben. Zur Wahr­
nehmung dieser aufgaben wurden im Berichtsjahr zwölf
Sitzungen abgehalten.
die Sitzungen des Verwaltungsrates sowie der ausschüsse
werden in der Regel am Gesellschaftssitz oder am Sitz von
Tochtergesellschaften, in einzelnen Fällen auch an anderen
Standorten abgehalten. die Mitglieder der Geschäftsleitung
nehmen nach Bedarf an den Sitzungen des Verwaltungsrates
sowie der ausschüsse teil.
3.6 kompetenzregelung
die Hauptaufgaben des Verwaltungsrates bestehen in der
Festlegung und periodischen Überprüfung der Unterneh­
mensstrategie, der Geschäftspolitik und der Organisation des
Konzerns, in der Kontrolle der operativen Geschäftsführung
und des Risk Managements sowie in der periodischen Be­
urteilung seiner eigenen leistungen, der leistungen des CEO
und, zusammen mit diesem, der Mitglieder der Geschäfts­
leitung. die operative Geschäftsführung wird basierend auf
dem durch den Verwaltungsrat erstellten Organisations­
reglement im gesetzlich zulässigen ausmass an den CEO
delegiert. die operative Geschäftsführung umfasst sämtliche
Geschäftsführungsaufgaben, die nicht durch Gesetz, Sta­
tuten, Organisationsreglement und gegebenenfalls spezifi­
sche Verwaltungsratsbeschlüsse dem Verwaltungsrat vor­
behalten sind, und beinhaltet die Geschäftsführung des ge­
samten Konzerns und insbesondere auch die der Tochter­
gesellschaften. die undelegierbaren Pflichten im Sinne von
art. 716a OR verbleiben beim Verwaltungsrat als Gesamt­
gremium.
der CEO ist der Vorsitzende der Geschäftsleitung, der auch
ein CFO sowie weitere zur Erledigung der Geschäftsführung
benötigte oberste Führungspersonen angehören. der CEO
ist verantwortlich für die Organisation (einschliesslich Stell­
vertretungsregelung), Führung und Beaufsichtigung der Ge­
schäftsleitung sowie für alle unterstellten Einheiten innerhalb
der Gruppe. Zu diesem Zweck erarbeitet er ein Organigramm
sowie ein entsprechendes Geschäftsleitungsreglement (ein­
schliesslich Kompetenzregelung innerhalb der Geschäfts­
leitung sowie der nachfolgenden Hierarchiestufen), die beide
vom Verwaltungsrat zu genehmigen sind.
informations- und kontrollinstrumente gegenüber
der geschäftsleitung
der Verwaltungsrat verfügt über verschiedenste Informa­
tions­ und Kontrollinstrumente gegenüber der Geschäfts­
leitung. diese umfassen einerseits die im Organisationsregle­
ment definierten auskunftspflichten des CEO,
die aufgaben sowie die Berichterstattungspflichten der ver­
schiedenen ausschüsse (Ziffer 3.4.2) und andererseits die
durch die Revisionsstelle im Rahmen ihres Mandates ge­
machten Feststellungen. die CalIda Gruppe verfügt über
keine interne Revision.
Im vom Verwaltungsrat verabschiedeten Organisationsregle­
ment sind die Informations­ und auskunftspflichten des CEO
wie folgt definiert:
3.7
77
CalIda Gruppe
Corporate Governance Bericht 2014
– der CEO informiert den Verwaltungsrat über die wesent­
lichsten Ereignisse der operativen Geschäftsführung, der
Umsetzung der Beschlüsse des Verwaltungsrates sowie
aller sonstigen für den Verwaltungsrat und seine Entschei­
dungsfindung wesentlichen aspekte;
– Insbesondere informiert der CEO sowie bei dessen Verhin­
derung sein Stellvertreter beziehungsweise das zuständige
Mitglied der Geschäftsleitung den Verwaltungsrat unver­
züglich bei Eintreten von Vorfällen, die den Geschäftsgang
wesentlich beeinträchtigen oder beeinträchtigen können;
– der CEO ist verantwortlich, dass dem Verwaltungsrat die
folgenden Informationen zeitgerecht, das heisst sofort
nach Fertigstellung, geliefert werden: konsolidierte Halb­
jahres­ und Jahresabschlüsse und ­berichte; konsolidierte
Monatsabschlüsse, einschliesslich wesentlicher Kennzah­
len; Zwischenbericht über den Geschäftsgang an jeder
Verwaltungsratssitzung; Information über die Geschäfts­
und Marktentwicklung an jeder Verwaltungsratssitzung;
stufengerecht erforderliche Informationen über Ereignisse,
die das IKS beziehungsweise das Risk Management betref­
fen, bei Bedarf, mindestens aber halbjährlich; gegebenen­
falls zusätzliche vom Verwaltungsrat gewünschte Informa­
tionen.
der Verwaltungsrat führt jährlich eine Beurteilung des Risiko­
managements durch. die Geschäftsleitung erstellt das Risiko­
portfolio mit den für die gesamte CalIda Gruppe relevanten
Risiken. die identifizierten Risiken werden in die Kategorien
Umwelt, absatz, distribution, design & Entwicklung, Be­
schaffung, administration, Finanzen, Organisation und IT
gegliedert und nach Eintrittswahrscheinlichkeit und der Höhe
der auswirkung eingeschätzt. Es wird jährlich eine Risiko­
übersicht erstellt. das audit & Risk Committee überwacht für
den Verwaltungsrat die Einschätzung der Unternehmensrisi­
ken und überprüft die Praktiken des Risk Managements. der
Verwaltungsrat äussert sich in strategischer Hinsicht. detail­
lierte angaben zum Finanzrisikomanagement und zur Risiko­
beurteilung können dem Geschäftsberichtsteil «Jahresrech­
nung 2014 CalIda Gruppe» im anhang unter den Rubriken
«Finanzrisikomanagement» und «durchführung der Risiko­
beurteilung» entnommen werden.
Weiter ist im Organisationsreglement definiert, dass anläss­
lich von Verwaltungsratssitzungen jedes Mitglied von den
anderen Mitgliedern und von der Geschäftsleitung auskunft
über alle angelegenheiten der Gesellschaft verlangen kann.
ausserhalb der Sitzungen kann jedes Verwaltungsratsmit­
glied vom CEO und vom CFO auskunft über den Geschäfts­
gang und wesentliche Geschäfte verlangen.
78
4.
geschäftsleitung
4.1 mitglieder der geschäftsleitung
Name, Nationalität, ausbildung und beruflicher Hintergrund
Felix sulzberger,
Chief Executive Officer CEO
(exekutives Mitglied des Verwaltungsrates)
Schweiz
nationalität:
geburtsjahr:
1951
eintritt gl:
01. 11. 2001
Ausbildung:
Universität Graz / a (Mag. rer. soc. oec.)
Beruflicher hintergrund:
1986–2001 General Manager bzw. President Europe bei drei
führenden multinationalen Unternehmen im Sport­ und Be­
kleidungssektor; 1976–1986 internationale Marketing­ und
Vertriebspositionen im Tabak­ und Foodsektor eines multina­
tional tätigen Unternehmens
Weitere tätigkeiten und interessenbindungen:
Mitglied des Beirats der Finatem Beteiligungs GmbH, Frank­
furt a. M. / d; Président et directeur Général der laFUMa Sa,
annecy­le­Vieux / F
Philippe Bernaud,
General Manager aUBadE Brand
Frankreich
1969
01.03. 2010
diplôme d’Etudes Comptables et Finan­
ciers
Beruflicher hintergrund:
1995–2010 verschiedene Funktionen im Finanzbereich der
Marke aUBadE, zuletzt Head of Finance und Head of Retail;
1993–1995 leiter Buchhaltung in einem Energieunterneh­
men; 1992–1993 Revisor in einem Marketingunternehmen;
Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen:
Mitglied des Verwaltungsrates der laFUMa Sa, annecy­le­
Vieux / F
nationalität:
geburtsjahr:
eintritt gl:
Ausbildung:
daniel gemperle,
COO & Group Projects
nationalität:
geburtsjahr:
eintritt gl:
Ausbildung:
Schweiz
1959
01.08. 2011
Fachhochschule Bekleidung & Technik,
Mönchengladbach/d (Ing. FH)
CalIda Gruppe
Corporate Governance Bericht 2014
Beruflicher hintergrund:
1999–2011 Mitglied der Geschäftsleitung der CalIda aG,
verantwortlich für: Produktion, logistik, Beschaffung, techni­
sche Entwicklung und teilweise IT; Zusätzlich von 2005–2011
verantwortlich für Integrationsprojekte der Marke aUBadE;
1988–1999 Mitglied der Geschäftsleitung (Bereich Operations)
und Verwaltungsrat bei einem schweizerischen Bekleidungs­
unternehmen; 1984–1988 Verantwortlicher Operations bei
einer schweizerischen Bekleidungsgruppe (Retail & Produktion)
Weitere tätigkeiten und interessenbindungen:
Mitglied des Verwaltungsrates der laFUMa Sa, annecy­le­
Vieux / F
Andreas lindemann,
General Manager CalIda Brand
Schweiz
1962
01. 01. 2003
Fachhochschule luzern (Betriebsökonom
FH), Schweizerische akademie für Wirt­
schaftsprüfung, Zürich (eidg. dipl. Wirt­
schaftsprüfer)
Beruflicher hintergrund:
2003–2010 CFO und Mitglied der Gruppenleitung der
CalIda Gruppe; 1998–2002 Mitglied der Gruppenleitung
(CFO und Geschäftsleiter Segment Management Services)
bei einer schweizerischen Mediengruppe; 1995–1998 leiter
Finanz­ und Rechnungswesen in der duty Free division eines
multinational tätigen Tabakunternehmens; 1989–1995 Wirt­
schaftsprüfer bei einem global tätigen Wirtschaftsprüfungs­
und Beratungsunternehmen
Weitere tätigkeiten und interessenbindungen:
Mitglied des Verwaltungsrates der auto aG Holding, Ro­
thenburg
nationalität:
geburtsjahr:
eintritt gl:
Ausbildung:
manuela ottiger,
Head of Group HR
Schweiz
1971
28.03.2014
SIB Schweizerisches Institut für Betriebs­
ökonomie (dipl. Personalleiterin)
Beruflicher hintergrund:
seit 2012 CEO/Inhaberin Ottiger Consulting; 2003–2011
Head of Human Resources und Mitglied der Geschäftsleitung
CalIda aG; 1994–2003 Personalleiterin bei einer schweize­
rischen Mediengruppe; 1991–1993 Buchhalterin in einem
Treuhandbüro
nationalität:
geburtsjahr:
eintritt gl:
Ausbildung:
Weitere tätigkeiten und interessenbindungen:
Mitglied des Verwaltungsrates der laFUMa Sa, annecy­le­
Vieux / F (seit 10.09.2014); Stiftungsratsmitglied Stiftung
lebensraum Gebirge
thomas stöcklin,
Chief Financial Officer
Schweiz
1970
01. 02. 2011
Fachhochschule luzern (Betriebsökonom
FH), Schweizerische akademie für Wirt­
schaftsprüfung, Zürich (eidg. dipl. Wirt­
schaftsprüfer)
Beruflicher hintergrund:
2005–2010 Group Controller der CalIda Gruppe und da­
nach Head of Finance der Marke CalIda; 2001–2005 Revi­
sions­ und Mandatsleiter und 2002–2005 assistent leiter
Wirtschaftsprüfung Schweiz bei einem global tätigen Wirt­
schaftsprüfungs­ und Beratungsunternehmen; 1997–2001
Revisionsassistent bei einem global tätigen Wirtschaftsprü­
fungs­ und Beratungsunternehmen; 1985–1997 verschie­
dene Funktionen bei einer schweizerischen Grossbank in
luzern und lausanne
Weitere tätigkeiten und interessenbindungen:
Mitglied des Verwaltungsrates der laFUMa Sa, annecy­le­
Vieux / F
nationalität:
geburtsjahr:
eintritt gl:
Ausbildung:
4.2 Weitere tätigkeiten und interessenbindungen
diese angaben sind unter Ziffer 4.1 aufgeführt.
statutarische regeln in Bezug auf die Anzahl der zulässigen tätigkeiten gemäss Art. 12 Abs. 1 ziff. 1
VegüV
die Mitglieder der Geschäftsleitung dürfen nicht mehr als die
folgende anzahl zusätzlicher Tätigkeiten in obersten lei­
tungs­ oder Verwaltungsorganen anderer Rechtseinheiten
innehaben bzw. ausüben, die verpflichtet sind, sich ins Han­
delsregister oder in ein vergleichbares ausländisches Register
eintragen zu lassen, und die nicht durch die Gesellschaft
kontrolliert werden oder die Gesellschaft nicht kontrollieren:
– 1 Mandat bei Publikumsgesellschaften, wobei mehrere
Mandate bei verschiedenen Gesellschaften, die der glei­
chen Gruppe angehören, als ein Mandat zählen; und
– 1 Mandat bei anderen Rechtseinheiten gegen Entschädi­
gung, wobei mehrere Mandate bei verschiedenen Gesell­
schaften, die der gleichen Gruppe angehören, als ein
Mandat zählen; und
4.3
79
CalIda Gruppe
Corporate Governance Bericht 2014
– 2 unentgeltliche Mandate, wobei ein Spesenersatz nicht
als Entgelt gilt und mehrere Mandate bei verschiedenen
Gesellschaften, die der gleichen Gruppe angehören, als ein
Mandat zählen.
Nicht unter diese Beschränkung fallen Mandate, die ein Mit­
glied der Geschäftsleitung im auftrag der Gesellschaft wahr­
nimmt (z.B. Joint Ventures oder Vorsorgeeinrichtungen dieser
Rechtseinheit oder in Unternehmen, an denen diese Rechts­
einheit eine wesentliche (nicht­konsolidierte) Beteiligung hält).
die annahme von Mandaten/anstellungen durch Geschäfts­
leitungsmitglieder ausserhalb der CalIda Gruppe bedarf der
vorgängigen Zustimmung des Verwaltungsrates.
4.4 managementverträge
Im 2014 wurde Manuela Ottiger zur Head of Group HR er­
nannt. Hierzu wurde ein auftragsverhältnis mit der Ottiger
Consulting GmbH, Eich, eingegangen, welche von Manuela
Ottiger kontrolliert wird.
der Vertrag verlangt die persönliche ausführung der Funktion
als Mitglied der Geschäftsleitung durch Manuela Ottiger und
ist somit nicht einem Managementvertrag gleichzusetzen.
5.
entschädigungen, Beteiligungen und
darlehen
5.1
inhalt und Festsetzungsverfahren der entschädigungen
und der Beteiligungsprogramme
Für den Inhalt und Festsetzungsverfahren der Entschädigun­
gen und der Beteiligungsprogramme wird auf den Vergü­
tungsbericht 2014 der CalIda Holding aG verwiesen (Sei­
ten 65 bis 68 dieses Geschäftsberichts).
5.2 Angaben von emittenten, die der VegüV unterstehen
5.2.1 Statutarische Regeln betreffend Grundsätze über die
erfolgsabhängigen Vergütungen und über die Zuteilung von
Beteiligungspapieren, Wandel­ und Optionsrechten sowie
den Zusatzbetrag für die Vergütungen von Mitgliedern der
Geschäftsleitung, die nach der abstimmung der Generalver­
sammlung über die Vergütungen ernannt werden
Für die Regeln betreffend Grundsätze über die erfolgsabhän­
gigen Vergütungen und über die Zuteilung von Beteiligungs­
papieren, Wandel­ und Optionsrechten wird auf den Vergü­
tungsbericht 2014 der CalIda Holding aG verwiesen
(Seiten 65 bis 68 dieses Geschäftsberichts).
Für Mitglieder der Geschäftsleitung, die nach der Genehmi­
gung des maximalen Gesamtbetrages ernannt werden, be­
steht ein Zusatzbetrag im Sinne von art. 19 VegüV. der Zu­
80
satzbetrag darf im Fall eines neuen CEO und/oder neuen
CFO maximal 30% über dem auf den früheren CEO bzw.
CFO entfallenen Betrag des von der Generalversammlung für
das entsprechende Geschäftsjahr genehmigten maximalen
Gesamtbetrages der Vergütungen der Mitglieder der Ge­
schäftsleitung und im Fall eines anderen neuen Geschäftslei­
tungsmitgliedes je maximal 30% über der durchschnittlichen
Gesamtvergütung eines Geschäftsleitungsmitgliedes für das
entsprechende Geschäftsjahr liegen. die durchschnittliche
Gesamtvergütung eines Geschäftsleitungsmitgliedes ent­
spricht dem genehmigten maximalen Gesamtbetrag für die
Mitglieder der Geschäftsleitung nach abzug des auf den
CEO und auf den CFO entfallenen Betrages, dividiert durch
die anzahl Geschäftsleitungsmitglieder (ohne CEO und CFO)
am Tag der Genehmigung durch die Generalversammlung.
5.2.2 Statutarische Regeln betreffend darlehen, Kredite und
Vorsorgeleistungen an Mitglieder des Verwaltungsrats und
der Geschäftsleitung
Es werden keine darlehen oder Kredite an die Mitglieder des
Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung gewährt. die Vor­
sorgeleistungen beschränken sich auf die berufliche Vorsorge.
5.2.3 Statutarische Regeln betreffend die abstimmung der
Generalversammlung über die Vergütungen
die Generalversammlung genehmigt jährlich in der Regel an
der ordentlichen Generalversammlung gesondert die Ge­
samtvergütung der Mitglieder des Verwaltungsrates und der
Geschäftsleitung für das auf die Generalversammlung fol­
gende Geschäftsjahr. die abstimmung der Generalversamm­
lung hat bindende Wirkung.
der Verwaltungsrat kann der Generalversammlung anträge
in Bezug auf die maximalen Gesamtbeträge oder einzelne
Vergütungselemente für andere Zeitperioden sowie zusätzli­
che anträge zur Genehmigung vorlegen. Er kann der Gene­
ralversammlung jährlich den Vergütungsbericht für das letzte
Geschäftsjahr zur konsultativen (nicht bindenden) Zustim­
mung vorlegen.
Verweigert die Generalversammlung die Genehmigung der
maximalen Gesamtvergütung für die Geschäftsleitung und/
oder den Verwaltungsrat, so kann der Verwaltungsrat an der
gleichen Generalversammlung angepasste anträge stellen
oder solche einer nachfolgenden ordentlichen oder ausseror­
dentlichen Generalversammlung zur Genehmigung vorlegen,
wobei die angepassten anträge sich aus einem maximalen
Gesamtbetrag oder mehreren maximalen Teilbeträgen unter
Berücksichtigung aller relevanten Faktoren zusammensetzen
können.
CalIda Gruppe
Corporate Governance Bericht 2014
6.
mitwirkungsrechte der Aktionäre
6.1 stimmrechtsbeschränkungen und -vertretung
6.1.1 Statutarische Regeln betreffend Stimmrechtsbeschrän­
kungen unter Hinweis auf Gruppenklauseln und auf Regeln
zur Gewährung von ausnahmen sowie auf effektiv gewährte
ausnahmen im Berichtsjahr
In den Statuten der Gesellschaft sind keine Stimmrechtsbe­
schränkungen vorgesehen. die Statuten sehen vor, dass sich
ein Namenaktionär, gestützt auf eine schriftliche Vollmacht,
durch einen anderen aktionär vertreten lassen kann. Vorbe­
halten bleibt die gesetzliche Vertretung.
6.1.2 nicht anwendbar
6.1.3 Gründe für die Gewährung von ausnahmen im Be­
richtsjahr
Es bestehen keine statutarischen Stimmrechtsbeschränkun­
gen.
6.1.4 Verfahren und Voraussetzungen zur aufhebung statu­
tarischer Stimmrechtsbeschränkungen
Es bestehen keine statutarischen Stimmrechtsbeschränkun­
gen.
6.1.5 Statutarische Regeln zur Teilnahme an der Generalver­
sammlung
die Statuten der Gesellschaft beinhalten keine von den ge­
setzlichen Regelungen abweichenden Regelungen
6.1.6 angaben betreffend allfällige statutarische Regelungen
zur abgabe von Weisungen an den unabhängigen Stimm­
rechtsvertreter
die Generalversammlung wählt einen unabhängigen Stimm­
rechtsvertreter. Wählbar sind natürliche oder juristische Per­
sonen oder Personengesellschaften. die amtsdauer endet
mit dem abschluss der nächsten ordentlichen Generalver­
sammlung. Wiederwahl ist möglich.
die Generalversammlung kann den unabhängigen Stimm­
rechtsvertreter auf das Ende der Generalversammlung abbe­
rufen. Hat die Gesellschaft keinen unabhängigen Stimm­
rechtsvertreter, so ernennt der Verwaltungsrat einen solchen
für die nächste Generalversammlung.
der unabhängige Stimmrechtsvertreter muss die ihm über­
tragenen Stimmrechte weisungsgemäss ausüben. Hat er
weder ausdrückliche noch konkludente Weisungen erhalten,
so enthält er sich der Stimme.
der Verwaltungsrat kann die anforderungen an Vollmachten
und Weisungen bestimmen. Er kann auch bestimmen, unter
welchen Voraussetzungen eine gültige Weisungserteilung an
die unabhängige Stimmrechtsvertretung vorliegt. Zudem
kann er bei elektronischen Vollmachten auf das Erfordernis
einer qualifizierten elektronischen Signatur verzichten.
der Verwaltungsrat stellt sicher, dass die aktionäre die Mög­
lichkeit haben, dem unabhängigen Stimmrechtsvertreter zu
jedem in der Einberufung gestellten antrag Weisungen zu
erteilen. Er stellt überdies sicher, dass aktionäre die Möglich­
keit haben (i) zu neuen anträgen im Rahmen der Verhand­
lungsgegenstände (einschliesslich solche zu abgelehnten
Vergütungen gemäss art. 15 abs. 3 der Statuten) und (ii) zu
anträgen zu nicht angekündigten Verhandlungsgegenstän­
den (antrag auf Einberufung einer ausserordentlichen Gene­
ralversammlung oder auf durchführung einer Sonderprü­
fung) allgemeine Weisungen zu erteilen.
6.2 statutarische Quoren
die Statuten der Gesellschaft beinhalten keine von den ge­
setzlichen Regelungen abweichenden Regelungen. die Ge­
neralversammlung fasst ihre Beschlüsse und vollzieht ihre
Wahlen, soweit nicht eine zwingende Vorschrift des Gesetzes
oder die Statuten etwas anderes bestimmen, mit der absolu­
ten Mehrheit der vertretenen aktienstimmen. In einem zwei­
ten Wahlgang entscheidet das relative Mehr. Bei Stimmen­
gleichheit entscheidet bei abstimmungen der Vorsitzende
mit einem Stichentscheid, bei Wahlen das los.
6.3 einberufung der generalversammlung
die Statuten der Gesellschaft beinhalten keine von den ge­
setzlichen Regelungen abweichenden Regelungen. die Einla­
dung an die aktionäre erfolgt mindestens 20 Tage vor der
Versammlung schriftlich an die im aktienbuch eingetragenen
aktionäre sowie durch Publikation im Schweizerischen Han­
delsamtsblatt.
6.4 traktandierung
aktionäre, die aktien im Nennwert von mindestens einer
Million Franken oder 10 Prozent des aktienkapitals vertreten,
können die Traktandierung eines Verhandlungsgegenstandes
verlangen. Traktanden mit anträgen an die Generalver­
sammlung müssen bei der Gesellschaft zuhanden des Ver­
waltungsrates mindestens 45 Tage vor der Generalversamm­
lung schriftlich eingereicht werden.
81
CalIda Gruppe
Corporate Governance Bericht 2014
6.5 eintragungen im Aktienbuch
Im Verhältnis zur Gesellschaft gilt als aktionär, wer im akti­
enbuch eingetragen ist. als aktionär ist an der Generalver­
sammlung stimmberechtigt, wer 30 Tage vor der Generalver­
sammlung im aktienbuch eingetragen ist.
30 Tage vor der Generalversammlung bis zum Tage nach der
Generalversammlung werden keine Eintragungen im aktien­
buch vorgenommen.
7.
kontrollwechsel
7.1 Angebotspflicht
Es bestehen keine statutarischen Regelungen betreffend
Opting­out beziehungsweise Opting­up (art. 22 BEHG).
7.2 kontrollwechselklausel
Optionen, welche dem Verwaltungsrat, der Geschäftsleitung
oder Mitarbeitern gewährt worden sind, können im Fall eines
Kontrollwechsels sofort gewandelt werden.
8.
revisionsstelle
dauer des mandats und Amtsdauer
des leitenden revisors
8.1.1 Zeitpunkt der Übernahme des bestehenden Revisions­
mandats
die Ernst & Young aG, Zürich, wurde anlässlich der General­
versammlung für das Geschäftsjahr 2006 (2. Mai 2007)
erstmalig als Revisionsstelle für ein Geschäftsjahr gewählt.
anlässlich der Generalversammlung für das Geschäftsjahr
2013 wurde die Revisionsstelle für eine weitere amtsdauer
von einem Jahr bestätigt.
8.3 zusätzliche honorare
Zusätzlich sind im Berichtsjahr aufwendungen enthalten von
Ernst & Young aG für Beratungen im Umfang von TCHF 45.
8.4 informationsinstrumente der externen revision
das audit & Risk Committee beurteilt jährlich die leistung,
Honorierung und Unabhängigkeit der Revisionsstelle. Es
schlägt dem Verwaltungsrat die der Generalversammlung zur
Wahl zu beantragende Revisionsstelle vor. das audit & Risk
Committee prüft anhand der durch die externe Revision er­
stellten umfassenden Berichte und Revisionsberichte sowie
anhand von mündlichen Beratungen die arbeit und die Ho­
norierung der Revisionsstelle.
das audit & Risk Committee trifft sich mindestens einmal pro
Jahr zu einer Sitzung mit den Vertretern der externen Revi­
sion, an der keine Mitglieder der Geschäftsleitung anwesend
sind. Im Verlauf des Berichtsjahres hat das audit & Risk Com­
mittee eine Sitzung mit Vertretern der Revisionsstelle abge­
halten.
9.
informationspolitik
8.1
8.1.2 amtsantritt des leitenden Revisors, der für das beste­
hende Revisionsmandat verantwortlich ist
der für das Revisionsmandat verantwortliche leitende Revi­
sor hat sein amt als Engagement Partner anlässlich der Ge­
neralversammlung für das Geschäftsjahr 2013 (13. Mai
2014) übernommen. der Rotationsrhythmus des leitenden
Revisors basiert auf der geltenden Maximaldauer von sieben
Jahren und endet mit der Generalversammlung für das Ge­
schäftsjahr 2020.
8.2 revisionshonorar
Insgesamt belaufen sich die periodengerechten aufwendun­
gen der Revisionsstelle Ernst & Young aG für die Prüfung der
Einzelabschlüsse und Konzernrechnung 2014 auf rund TCHF
570. die einmaligen prüfungsnahen aufwendungen betra­
gen TCHF 30.
82
die CalIda Holding aG informiert ihre aktionäre und die
interessierte Öffentlichkeit mittels Halbjahres­ und Jahresbe­
richterstattung über den Geschäftsverlauf. der Geschäftsbe­
richt per 31. dezember 2014 wird den im aktienbuch einge­
tragenen aktionären auf Wunsch zusammen mit der Einla­
dung zur ordentlichen Generalversammlung zugeschickt. In
elektronischer Form ist dieser bereits ab dem 16. März 2015
unter der nachfolgend genannten Internetadresse verfügbar.
der Halbjahresbericht wird den aktionären auf Wunsch nach
Publikation im Sommer 2015 zugestellt.
Geschäftsberichte, Halbjahresberichte, ad­hoc­Mitteilungen,
Pressemitteilungen, Termine usw. sind im Internet unter
www.calidagroup.com im Teilbereich Investoren abrufbar. Im
selben Teilbereich kann auch der elektronische Versand von
ad­hoc­Mitteilungen abonniert werden. Gedruckte Unterla­
gen können über Internet, www.calidagroup.com, per E­
Mail, [email protected], oder bei der Geschäfts­
adresse CalIda Holding aG, Investor Relations, Postfach,
6210 Sursee, +41 41 925 42 42, bestellt werden. die Be­
kanntgabe kursrelevanter Tatsachen erfolgt gemäss den Be­
stimmungen der SIX Swiss Exchange.
cAlidA holding Ag
Bahnstrasse
CH–6208 Oberkirch
Tel. +41 41 925 45 25
Fax +41 41 925 42 84
www.calidagroup.com
Postadresse:
Investor Relations
Postfach
CH–6210 Sursee
Tel. +41 41 925 42 42
Fax +41 41 925 46 15
[email protected]