April 2015 Kinoprogramm Filmmuseum

Filmmuseum
April 2015
Kinoprogramm
Ausstellungen · Projekte
2
Information &
Ticketreservierung
≥ Tel. 069 - 961 220 220
JULIANNE MOORE
Impressum
Herausgeber:
Deutsches Filminstitut – DIF e.V.
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main
Vorstand:
Claudia Dillmann,
Dr. Nikolaus Hensel
Direktorin:
Claudia Dillmann (V.i.S.d.P.)
Presse und Redaktion:
Frauke Haß (Ltg.), Sarah Hujer
Texte:
Winfried Günther, Monika Haas, Andrea Haller,
Frauke Haß, Sarah Hujer, Eva Salomon, Urs Spörri
Gestaltung:
Optik — Jens Müller
www.optik-studios.de
Druck:
Fißler & Schröder – Die Produktionsagentur
63150 Heusenstamm
Anzeigen (Preise auf Anfrage):
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 069 - 961 220 222
E-Mail: [email protected]
Abbildungsverzeichnis:
Alle Abbildungen stammen aus dem
Bildarchiv des Deutschen Filminstituts,
sofern nicht anders verzeichnet.
Titelmotiv:
Aus dem Film
FAR FROM HEAVEN
(USA/Frankreich 2002)
Blindness
≥ Seite 20
3
INHALT
Ausstellungsprojekte
FASSBINDER – JETZT in Berlin
Star-Wars-Trailer zur Dauerausstellung
Sonderausstellung: FILMTHEATER
4
5
6
8
Filmprogramm
Filmreihe: FILMTHEATER
Porträt Julianne Moore
Nacht der Museen
Carte Blanche: Margarethe von Trotta
goEast im Deutschen Filmmuseum
Lecture & Film: Pier Paolo Pasolini
Late Night Kultkino
Kinderkino
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24
29
36
41
42
Specials
Frankfurt liest ein Buch
„Was tut sich“ mit Gerd Schneider
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47
Service
Programmübersicht
Eintrittspreise/Anfahrt
Gästebuch und Vorschau
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54
CARTE BLANCHE
VERTIGO
≥ Seite 26
4
PROJEkte
Besucherinnen und
Besucher drängen sich vor
Robert Seidels vitreous#2.
VERTIKALE#2
Projektionskunst im Museumsfoyer bis 14. Juni 2015
Virtuos Virtuell
Gewinner steht fest
Nicolas Ohnesorge aus Stuttgart
ist der Gewinner des Quiz zur Sonderausstellung Virtuos Virtuell,
die bis zum 22. Februar im Foyer
des Deutschen Filmmuseums
dazu einlud, die Entstehung des
gleichnamigen Films von Thomas
Stellmach und Maja Oschmann
zu erkunden. 388 Besucherinnen
und Besucher nahmen an dem Gewinnspiel teil, bei dem es galt, sein
musikalisches Gehör zu testen.
Nicolas Ohnesorge freut sich nun
über ein Fernsehgerät von Toshiba.
Rund 180 Gäste drängten sich
am 11. März in den Foyers des
Deutschen Filmmuseums, um bei
der Eröffnung der Ausstellung
VERTIKALE#2 – REFLECTIVE/
PERSPECTIVE dabei zu sein.
Ein „atemberaubendes Format“,
nannte die FAZ die Projektion der
Videokunst im 14 Meter hohen
Licht- und Luftraum.
Direktorin Claudia Dillmann freute
sich, dass die sechs ausstellenden
Künstler, Robert Seidel, Danielle de
Picciotto, Richard Jochum, Eszter
Szabó, Philipp Geist und Jesse
Fleming, aus aller Welt (von Berlin
bis New York) angereist waren,
ebenso wie die Kuratoren, Leo
Kuelbs und Karl Erickson.
Thomas Stellmach und Maja Oschmann mit der Teilnahmekarte des
glücklichen Gewinners Nicolas Ohnesorge.
Fassbinder – JETZT:
Die Schau aus
Frankfurt eröffnet
im Mai im MartinGropius-Bau in
Berlin, erweitert
durch zahlreiche
neue Exponate.
FASSBINDER – JETZT in Berlin
6. Mai bis 23. August im Martin-Gropius-Bau
Neue Impulse für die Auseinandersetzung mit einem der bedeutendsten deutschen Filmregisseure gibt
die Ausstellung des Deutschen Filmmuseums, FASSBINDER – JETZT
(6. Mai bis 23. August 2015) im
Martin-Gropius-Bau Berlin. Anlass
ist der 70. Geburtstag von Rainer
Werner Fassbinder am 31. Mai.
Innerhalb von 16 ungeheuer produktiven Jahren hat Fassbinder 44 Filme
geschaffen, ein dichtes Werk, das
bis heute nichts von seiner Relevanz
eingebüßt hat. Die Präsentation mit
den drei Schwerpunkten Werkstatt, Kostüm und Bildende Kunst
verdeutlicht die Geschlossenheit
von Fassbinders Werk und seinen
Einfluss auf die aktuelle Kunstproduktion. FASSBINDER – JETZT
nimmt also eine doppelte Perspekti-
ve ein: eine historische und eine auf
die Gegenwart bezogene.
Die Ausstellung lädt dazu ein,
anhand zahlreicher Originaldokumente Fassbinders Arbeitsweise
zu erkunden. Vergleichend werden
darüber hinaus Kompilationen aus
Fassbinder-Filmen zeitgenössischer
Kunst gegenübergestellt. Zu sehen
sind Arbeiten von Tom Geens,
Runa Islam, Maryam Jafri, Jeroen
de Rijke/Willem de Rooij und Ming
Wong, Olaf Metzel und Rirkrit Tiravanija sowie von Jeff Wall.
Zur Ausstellung erscheint ein Buch
über das Werk der Kostümbildnerin
Barbara Baum: Film/Stoffe. Kostüme: Barbara Baum, mit einem
Vorwort von Hanna Schygulla.
6
PROJEkte
Actionreicher Star-Wars-Trailer
zur Dauerausstellung
Stop-Motion-Abenteuer mit Gewinnspiel
Was ist da los im Deutschen Filmmuseum Frankfurt? Lichtblitze aus dem
Innern erhellen die Fensterfront der
Gründerzeitvilla und verwirren die
Passanten am Museumsufer. Kein
Wunder! Tobt doch im nächtlichen
Museum ein Kampf auf Leben und
Tod: Darth Vader und Luke Skywalker aus den STAR-WARS-Filmen haben die Dauerausstellung gestürmt
und liefern sich hier inmitten der
Exponate aus der Filmgeschichte,
auf Vitrinen und Modellen die ultimative Lichtschwert-Schlacht. Wer setzt
sich am Ende durch? Wer ist der
Sieger dieses gnadenlosen Kampfes
zwischen Vater und Sohn?
Kinogänger wissen mehr, und wer
im März die 9. SchulKinoWochen
Hessen (9. bis 20. März) besuchte,
kam dort in vielen der teilnehmenden Kinos in den Genuss des neuen
Filmmuseums-Trailers mit den
beiden STAR-WARS-Figuren, den
die Trickfilmprofis der scopas medien
AG eigens für das Filmmuseum
kreiert haben.
Nur 45 Sekunden dauert der neue
Star-Wars-Trailer, doch in dem
actionreichen Animationsfilm steckt
Legofiguren
werden auf
Drähten befestigt und vor einem Bluescreen
fotografiert. Am
Computer wird
daraus ein Film.
ungeheuer viel Arbeit: Die beiden
Lego-Figuren wurden auf biegsame Drähte montiert und dann
vor einem Bluescreen Millimeter
für Millimeter bewegt. Bei jedem
Schritt wurden ein bis zwei Fotos
gemacht: Werden die Aufnahmen
in der Geschwindigkeit von 24 Bildern pro Sekunde abgespielt, entsteht der Eindruck einer fließenden
Bewegung. Vier Tage lang haben
Thomas Schneider-Trumpp von
scopas medien und sein Kollege
Hector Nieto den kurzen Film animiert. Zuvor hatte der Fotograf Ralf
Werner in der Dauerausstellung
des Deutschen Filmmuseums die
Hintergründe fotografiert, die im
endgültigen Film dann den blauen
Hintergrund ersetzen. So entsteht
der Eindruck, als hüpften die
beiden Kämpfer auf dem Kopf des
Oscars herum, „und das wäre im
Museum natürlich nicht erlaubt“,
so Schneider-Trumpp.
Nach der eigentlichen Animation
hat Schneider-Trumpp mit drei
Kollegen noch einmal sechs Tage
an der Postproduktion gearbeitet:
„Die Drähte müssen wegretuschiert, Farbe und Lichtstimmung
angepasst werden.“ Am Ende waren
weitere eineinhalb Tage nötig, um
den Film mit eigens komponierter
Musik zu unterlegen und mit dem
von Linus Kraus gesprochenen
Text zu bestücken. Erst dann war
das Werk vollbracht: Star Wars im
Filmmuseum.
Trickfilmland der scopas
medien AG
Mit Animationsfilmen wie DAS
SANDMÄNNCHEN – ABENTEUER
IM TRAUMLAND (DE 2010), TVProduktionen wie JONALU oder der
You-Tube-Comedy „Deutsche Elf
Backstage“ hat sich die Frankfurter
scopas medien AG einen Namen
in der Animationsfilm-Branche
gemacht. In zwanzig Jahren Filmproduktion haben sich im Studio im
Frankfurter Osthafen viele Kulissen,
Figuren und Dekoteile angesammelt,
die jetzt erstmalig der Öffentlichkeit
zugänglich gemacht werden. Im
eigens dafür kreierten Trickfilmland
(trickfilm-workshop.de) können sich
Interessierte bei Studiotouren über
die Produktion animierter Filme
informieren oder gleich in einem
Workshop selbst Hand anlegen.
Gewinnspiel & Trailer
Attraktive Preise winken
beim Gewinnspiel
zum neuen Trailer.
Quiz-Formular und
Videoclip unter
gewinnspiel.deutschesfilmmuseum.de
(Teilnahme bis 30. Juni).
Das Deutsche
Filmmuseum bedankt
sich bei den Trickfilmprofis der scopas
medien AG.
8
AUSSTELLUNG
Kino, Konzertsaal, Kirche
Das Uptown Theater in Philadelphia
Um sich vorstellen zu können, welche
Bedeutung das Uptown Theater in
Philadelphia zur Zeit seiner Eröffnung
1929 hatte, genügt ein architektonisches Detail: Das Kino hatte
einen eigenen Zugang zur U-Bahn.
Aus dem Foyer des Gebäudes führt
noch heute ein düsterer Gang in die
Unterwelt, doch der Übergang zur
Bahnstation ist stillgelegt, das Kino ist
verfallen. Der Saal, in dem einst 2046
Menschen Platz fanden und der in
den Jahrzehnten nach der Eröffnung
Menschenmassen vor die Leinwand
zog, steht leer. Yves Marchand und
Romain Meffre stießen 2009 bei der
Recherche für ihre Fotoserie „Theaters“ auf das Kino und fotografierten
den Saal von der Loge aus. Das
Bild ist Teil einer Auswahl von 30
Motiven aus der Fotosammlung von
Marchand und Meffre, die noch bis
zum 31. Mai in der Sonderausstellung FILMTHEATER im Deutschen
Filmmuseum zu sehen ist.
Trotz des heruntergekommenen
Zustands hängen die Einwohner von
Philadephia an dem Gebäude. Dies
liegt nicht zuletzt an seiner Bedeutung für die Bürgerrechtsbewegung
in den USA: Das Uptown Theater
war zur Zeit der Rassentrennung Teil
des „Chitlin’ Circuit“, einer Reihe von
Veranstaltungsorten, die afro-amerikanischen Künstlern sichere Bedingungen für Konzertauftritte bot. BB
King, Ray Charles, die Supremes und
die Jackson 5 traten hier auf. Dass
es ohne größere Umbauten möglich
war, Konzerte im Kino stattfinden zu
lassen, ist der vorausschauenden
Architektur von Louis Magaziner zu
verdanken: Zwar wurde das Kino als
Tonfilmtheater eröffnet, dennoch war
die Leinwand in einem weitläufigen
Bühnenraum untergebracht, was
aufgrund der musikalischen Live-Begleitung eher für Stummfilme üblich
war. In den 1980er Jahren wurde das
Kino noch einige Jahre als Kirche
genutzt, bevor ein Wasserschaden zur
Schließung des Gebäudes zwang.
Das Uptown Theater in Philadelphia
wurde 2004 von einer gemeinnützigen Organisation gekauft, die es nach
und nach renovieren will. Allein für
die Rekonstruktion des Kinosaals sind
5 Millionen US-Dollar nötig, die durch
Spenden und die Vermietung bereits
renovierter Gebäudeteile erwirtschaftet werden sollen.
FILMTHEATER.
Kinofotografien von
Yves Marchand
und Romain Meffre
26. November 2014 bis 31. Mai 2015
Foto: Yves Marchand und Romain Meffre © M&M Courtesy Polka Galerie, Paris
Die Mehrfach-Nutzung von Kinosälen als Filmtheater, Konzertsaal
und Übertragungsstätte für Opern
und Konzerte ist auch aktuell
wieder sehr beliebt und könnte ein
Teil der Zukunft von Kinos sein.
Andere Modelle, die sich in den
nächsten Jahren etablieren könnten, stellt das Kino des Deutschen
Filmmuseums im April und Mai
vor. Einen ersten Vorgeschmack
darauf gibt das Oster-Ü-Ei, ein
Wuschfilmprogramm, auf Seite 11.
10
AUSSTELLUNG
Kino-Nachrichten
Die Wochenschauen im Ausstellungskino
In einer Ausstellung über Kinos darf
ein Kino natürlich nicht fehlen. In der
Sonderausstellung FILMTHEATER
können die Besucher in einem kleinen Ausstellungskino Platz nehmen
und einen Blick in die Vergangenheit
werfen: Eine eigens zusammengestellte 23-minütige Filmrolle mit
Ausschnitten aus Kinowochenschauen aus den Jahren 1947 bis
1975 lädt zu einem Streifzug durch
die bundesdeutsche Kinogeschichte ein. Immer zur vollen Stunde
zeigt ein Filmvorführer die Filmrolle
mittels eines historischen 35mmProjektors. Inhaltlich geht es in den
Wochenschauen um Filmpremieren,
Stars und deren Bewunderer, verschiedene Kinoformen im Wandel
der Zeit sowie die Filmwirtschaft. Sie
stammen aus den Formaten „UFAWochenschau“, „Neue Deutsche
Wochenschau“, „UFA Dabei“, „Welt
im Film“ und „Die Zeit unter der
Lupe“.
Erste Kinowochenschauen gab
es bereits in den 1910er Jahren,
und spätestens seit den 1920ern
gehörten sie ein halbes Jahrhundert
lang zum festen Bestandteil jedes
abendfüllenden Filmprogramms.
Zu Beginn einer Kinovorstellung
liefen Werbedias, später Kulturfilme,
danach kam die Wochenschau, und
erst dann wurde der eigentliche
Spielfilm gezeigt. Der Anspruch der
Woche für Woche mit viel Aufwand
produzierten Wochenschauen
war es, den Kinobesuchern die
neuesten Bilder und Nachrichten
aus Deutschland und der Welt zu
präsentieren. Die einzelnen Ausgaben, die in der Regel eine Länge von
zehn bis 15 Minuten hatten, bestanden aus verschiedenen Berichten
über politische, gesellschaftliche
und kulturelle Ereignisse – informativ, unterhaltsam und kurzweilig
aufbereitet. Noch in den 1960er
Jahren erfreuten sie sich großer
Popularität und waren für viele Kinobesucher unbedingter Bestandteil
einer Kinovorführung. Erst mit dem
Aufkommen des Fernsehens und
den dort ausgestrahlten Nachrichtensendungen verloren sie nach und
nach an Bedeutung. Die Produktion
der letzten westdeutschen KinoWochenschauen wurde Ende 1977
eingestellt, weil es kaum noch Kinos
gab, die sie in ihrem Programm
zeigen wollten.
Entstanden ist die FILMTHEATERFilmrolle dank der Unterstützung
des Bundesarchiv-Filmarchiv, das –
gemeinsam mit der DEFA-Stiftung,
der Deutschen Wochenschau
GmbH, dem Progress Film-Verleih
und Transit Film – seit 2003 mehr
als 2.000 deutsche Wochenschauen
aus Ost und West erschlossen und
digital zugänglich gemacht hat. Die
Beiträge der Ausstellungs-Filmrolle
wurden aus mehr als 500 Stunden
Material zusammengestellt und, in
Zusammenarbeit mit Transit Film und
ARRI Film & TV, auf 35mm-Film ausbelichtet. Diese Filmrolle, in ihrer Zusammenstellung ein Unikat, ist noch
bis 31. Mai täglich in der Ausstellung
FILMTHEATER zu sehen.
?!?
Oster-Ü-Ei
Der Osterwunschfilm im Kino
des Deutschen Filmmuseums
Wer schlüpft aus
dem Oster-Ü-Ei?
Vielleicht der
Märzhase aus
ALICE IN WONDERLAND (oben),
DONNIE DARKO
(oben rechts) oder
womöglich EASTER
PARADE?
An Ostern entscheidet das Publikum, wer die Leinwand im Kino des
Deutschen Filmmuseums erobern
darf! Sind es die (Oster-)Hasen?
Der „Superstar“ Jesus? Oder soll
es ein musikalischer Osterspaziergang sein? Bis zum 31. März kann
das Publikum abstimmen, ob am
Ostermontag ALICE IN WONDERLAND (US 2010, R: Tim Burton),
DONNIE DARKO (US 2001,
R: Richard Kelly), JESUS CHRIST
SUPERSTAR (US 1973, R: Norman
Jewison) oder EASTER PARADE
(US 1948, R: Charles Walters) im
Kino laufen soll. Für die Besucher
hält das „Oster-Ü-Ei“ dann nicht
nur den Wunschfilm, sondern
auch einen unterhaltsamen Vorfilm
und eine Osterleckerei bereit. Mit
dem Oster-Ü-Ei erprobt das Kino
des Deutschen Filmmuseums die
Einbindung des Publikums in die
Programmgestaltung.
Abstimmung und Ergebnis:
deutsches-filminstitut.de/blog/
osterwunschfilmabend
Termin
Montag, 6. April, 18:00 Uhr
12
AUSSTELLUNG
Der Vortrag führt quer durch die deutsche Kinolandschaft.
„Ich kenne das Leben,
ich bin im Kino gewesen!“ –
Erinnerungen an eine Kinoreise
Bebilderter Vortrag von Anna Scherbening und Jan P. Sefrin
Im Jahr 2006 nahmen sich die
Studenten Anna Scherbening und
Jan P. Sefrin für ihre Abschlussarbeit vor, die deutsche Kinolandschaft zu ergründen. Ihre Reise
führte sie durch knapp 40 Programm-, Provinz-, Arthaus-, Dorfund Großstadtkinos. Geblieben ist
ein Schatz an Fotos und Geschichten von Kinomachern und Filmvorführern, darunter Hausfrauen
„auf Abwegen“, Gärtner, die nach
Feierabend am Projektor stehen,
und Überzeugungstäter in der
dritten Familiengeneration. Ihre
Lebensaufgabe: das Kino.
Die Germanistin und Romanistin
Anna Scherbening ist heute Redakteurin, der Filmwissenschaftler Jan P.
Sefrin arbeitet im F.A.Z.-Fachverlag.
Termin
28. April, 18:00 Uhr
Im Anschluss sind die Kurzfilme
DER KINOMANN (DE 1990.
R: Thomas Frickel) und
DEMNÄCHST HIER (DE 1994.
R: Thomas Freundner) zu sehen
(—› Seite 17)
Stadtführung Frankfurter
Kinogeschichte
In Zusammenarbeit mit Frankfurter Stadtevents
Wo heute Bücher und Burger
verkauft werden, erhellten einst die
Leuchtreklamen prächtiger
Kinopaläste die Straßen. Ganze
85 Kinos zählte Frankfurt im Jahr
1959, von großen Filmpalästen bis
hin zu einfacheren Stadtteilkinos
– heute sind es gerade einmal 14.
Christian Setzepfandt nimmt die
Führungs-Teilnehmer mit an die vergessenen Schauplätze der Frankfurter Kinogeschichte. Sie erfahren, wo
vor mehr als 100 Jahren die ersten
Frankfurter Kinos eröffneten und wo
der erste Film in Frankfurt gedreht
wurde. Setzepfandt berichtet von
der Glanzzeit des Kinos in den
1920ern, dem Kinoboom der 1950er
Jahre, dem Kinosterben in den
1960ern und von Filmpremieren,
Stars und Skandalen. Und er führt
die Teilnehmer zum ältesten konti-
Viele kannten den
Turmpalast noch
als Kino mit Filmen
in Originalversion.
2010 wurde er
geschlossen.
nuierlich spielenden Kino Frankfurts.
Stadtgeschichte trifft Kinomagie!
Termine
Dienstag, 7. April, 18:30 Uhr
Donnerstag, 30. April, 18:30 Uhr
Freitag, 15. Mai, 18:30 Uhr
Donnerstag, 4. Juni, 18:30 Uhr
Treffpunkt: 15 Minuten vor
Führungsbeginn am Hauptbahnhof
Frankfurt (Haupteingang)
Kosten: 16 Euro (Führung +
Gutschein für die Ausstellung
FILMTHEATER)
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Buchung unter
frankfurter-stadtevents.de
14
AUSSTELLUNG
FILMTHEATER:
After Work
Offener
Vorführraum
Kino. Kultur. Kennenlernen
Ein Blick hinter die Kulissen
Nach der Arbeit ins Deutsche
Filmmuseum und bei einem
Glas Wein nette Menschen
kennenlernen: Eine Führung
durch die Sonderausstellung
FILMTHEATER beleuchtet die
Geschichten hinter den Fotografien von Yves Marchand und
Romain Meffre und erweckt
die verfallenen Kinos vor dem
inneren Auge aus dem Dornröschenschlaf. Auf die Teilnehmer
wartet ein entspannter Abend
mit vielen neuen Eindrücken.
Wie kommt ein Film auf die Leinwand? Welche Aufgaben muss der
Projektionist bewältigen, um einen
Film in bestmöglicher Qualität vorzuführen? Um all dies zu erfahren,
laden die Vorführer des Deutschen
Filmmuseums zu einem Blick hinter
die Kulissen ein. Sie erklären Filmformate, Projektoren und Vorführtechniken und stellen ihren selten
gewordenen Beruf vor.
Beim Offenen Vorführraum für Kinder erleben die jüngeren Besucher
unter dem Titel „Kinomagie“ den
Zauber des speziellen Ortes Kino
und der analogen Projektion, und
sie können per Zuruf bunte Farben
auf die große Leinwand zaubern.
Termin
Mittwoch, 8. April, 19:00 Uhr
Kosten: regulärer
Sonderausstellungseintritt
(7 Euro / 5 Euro ermäßigt)
Mit Unterstützung von
Termine
Für Erwachsene
Samstag, 11. April, 16:00 Uhr
Samstag, 9. Mai, 16:00 Uhr
Samstag, 30. Mai, 16:00 Uhr
Kosten: 4 Euro / 2 Euro ermäßigt
„Kinomagie“: Offener
Vorführraum für Kinder
Sonntag, 12. April, 16:30 Uhr
Sonntag, 10. Mai, 16:30 Uhr
Jeweils nach dem Kinderkino!
Der Eintritt ist im Kinderkino-Ticket
enthalten.
15
FILMTHEATER
Filmreihe zur Ausstellung
Nach einem Fokus auf die Zuschauer „Vor der Leinwand“ und die Kinomacher und Vorführer „Hinter der
Leinwand“ wendet sich die Filmreihe zur Sonderausstellung FILMTHEATER im April und Mai unter dem
Motto „Nach der Leinwand“ dem oft beschworenen
„Ende des Kinos“, aber auch Visionen für die Zukunft
des Kinos zu. Im April sind hauptsächlich Filme zu
sehen, die das Kino im Krisenzustand zeigen – von
bereits überwundenen Zeiten des Kinosterbens bis
zu den Veränderungen und Problemen, vor denen die
Kinolandschaft mit der Digitalisierung aktuell steht: Ein
Großteil des Filmerbes, das nicht digital verfügbar ist,
droht unsichtbar zu werden. Viele Verleiher vertreiben
analoge Kopien nicht mehr und nur noch sehr wenige
Kinos nutzen 35mm-Projektoren zur Vorführung von
Filmen. Eine Möglichkeit, um trotz Video on Demand
und ausgefeilten Heimkino-Anlagen Menschen ins Kino
zu locken, sind partizipative Angebote zur Filmprogrammierung, die das Kino des Deutschen Filmmuseums im
April am Beispiel des Wunschfilmprogramms "Oster-ÜEi" vorstellt und ausprobiert.
Oster-Ü-Ei: Wunschfilm
?!?
Hasen, Jesus oder Osterspaziergang? Das Publikum
entscheidet, welcher Film am Ostermontag laufen soll.
≥ Mehr Informationen auf Seite 11.
Ostermontag,
06.04.
18:00 Uhr
16
FILMTHEATER
THE LAST PICTURE SHOW
USA 1971. R: Peter Bogdanovich. D: Timothy Bottoms,
Jeff Bridges, Cybill Shepherd. 126 Min. DCP. OF
Dienstag, 07.04.
18:00 Uhr
Peter Bogdanovichs Meisterwerk des New Hollywood
erzählt vom Erwachsenwerden einer Gruppe Jugendlicher im Texas der 1950er Jahre. Mit dem High-SchoolAbschluss geht für sie ein Lebensabschnitt zu Ende, auf
den aber statt eines Neuanfangs nur Perspektivlosigkeit
folgt. Wenn das örtliche Kino am Ende des Films wegen
Besuchermangels schließen muss und als letzte Vorstellung Howard Hawks´ RED RIVER (USA 1948) zeigt, ist
dies nur ein Symptom der zerfallenen Gemeinschaft, der
die Menschlichkeit abhanden gekommen ist.
PRESERVE ME A SEAT
USA 2006. R: Jim Fields. Dokumentarfilm. 104 Min. DVD. OF
Vorfilm
RATTENSKAT
Deutschland 1990
R: Jim Lacy
2 Min. DCP
Dienstag, 14.04.
18:00 Uhr
PRESERVE ME A SEAT dokumentiert die Bemühungen
lokaler Kino-Liebhaber und Aktivisten, historische Kinopaläste in den USA vor dem Verfall und dem Abriss zu
bewahren. Regisseur Jim Fields konzentriert sich dabei
nicht nur auf Filmtheater aus Hollywoods klassischer
Ära in Boston, Chicago und Salt Lake City. Im Mittelpunkt steht vielmehr der Kampf um die Erhaltung des
Indian Hills Theater in Omaha (Nebraska): Das 1962
erbaute Cinerama-Kino besitzt die größte gekrümmte
Leinwand der USA, soll jedoch einem Parkplatz weichen. Ein ähnliches Schicksal ereilte das als Parkhaus
umgenutzte Michigan Theatre in Detroit, in dessen „Eingeweide“ der Low-Budget-Film in einer herausragenden
Sequenz führt.
17
OUT OF PRINT
USA 2014. R: Julia Marchese
Dokumentarfilm. 86 Min. DCP. OF
Vorfilm
CHANGEOVER
USA 2014
R: David Ketterer,
Connor Lynch
10 Min. Digital. OF
Das New Beverly Cinema in Los Angeles zeigt seit 1978
Double-Features von Repertoirefilmen. Filmverrückte
schätzen das „New Bev“ nicht zuletzt deshalb, weil dort
ausschließlich 35mm projiziert wird. Regisseure wie
Quentin Tarantino, Joe Dante oder Edgar Wright gehören zu den Fans des Kinos und haben dort schon Filmreihen kuratiert. Nun erschwert die Digitalisierung die
Verfügbarkeit von analogem Film und damit die Zukunft
des Repertoire-Kinos. Ziel von Julia Marcheses Film ist
es, eine Gemeinschaft von Repertoirekinos weltweit zu
etablieren, die sich gegenseitig unterstützen, um die
Vorführung von 35mm-Filmen lebendig zu halten.
Dienstag, 21.04.
18:00 Uhr
„Ich kenne das Leben, ich bin im Kino gewesen!“ –
Erinnerungen an eine Kinoreise
Bebilderter Vortrag von Anna Scherbening und Jan P. Sefrin
DER KINOMANN
Deutschland 1990. R: Thomas Frickel. 14 Min. 35mm
DEMNÄCHST HIER
Deutschland 1994. R: Thomas Freundner. 13 Min. 35mm
DER KINOMANN begleitet Siegfried Scheuerl, der mit
einer 35mm-Projektionsanlage 30 Jahre lang Filme auf
die Dörfer gebracht hat, auf einer seiner letzten Touren.
DEMNÄCHST HIER erzählt von einem Ehepaar, das mit
viel Einsatz ein Provinzkino in Sachsen-Anhalt betreibt.
Vor den Filmen berichten Anna Scherbening und Jan P.
Sefrin von ihrer Reise zu knapp 40 deutschen Kinos
(≥ Seite 12).
Dienstag, 28.04.
18:00 Uhr
18
PORTRÄT JULIANNE MOORE
Vier Mal war sie für einen Oscar® nominiert und immer
ging sie leer aus, doch am 22. Februar war es endlich
soweit: Julianne Moore hielt die Trophäe in Händen –
hochverdient wurde sie für ihre Rolle in dem Drama
STILL ALICE (USA/FR 2014) ausgezeichnet. Ihre Karriere
begann Ende der 1980er Jahre mit kleineren Rollen in TVund Kinofilmen, ehe sie in Todd Haynes' Film SAFE
(GB/USA 1995) ihre erste große Hauptrolle spielte. Inzwischen blickt sie auf eine beeindruckende Karriere mit
mehr als 50 Kinofilmen zurück. Sie glänzte in EnsembleFilmen von Robert Altman oder Paul Thomas Anderson
und in anspruchsvollen Hauptrollen. Julianne Moore
überzeugt in all ihren Filmen durch ihr nuancenreiches
Spiel und ihre Fähigkeit, ganz unterschiedliche Charaktere
glaubhaft darzustellen.
VANYA ON 42nd STREET Vanja – 42. Straße
USA/Großbritannien 1994. R: Louis Malle. D: Wallace Shawn, Phoebe
Brand, Julianne Moore. 120 Min. 35mm. Omdt/frzU
Mittwoch, 01.04.
20:30 Uhr
Donnerstag, 02.04.
18:00 Uhr
Der letzte Film von Louis Malle erzählt von einer Gruppe
von Schauspielern, die Anton Tschechows Stück Onkel
Wanja proben und dabei allerhand erleben. Der Film
wurde im New Amsterdam Theatre in der 42. Straße in
New York gedreht – an einem einzigen Abend und ohne
Hintergrundkulissen oder Kostüme – und gibt einen intimen Einblick in den Kosmos des Theaterlebens. Von der
Kritik einhellig gelobt wurden die exzellente Kameraarbeit und das überragende Schauspielerensemble – allen
voran Julianne Moore in einer ihrer ersten Hauptrollen
als schöne und begehrenswerte Yelena.
19
THE END OF THE AFFAIR Das Ende einer Affäre
Großbritannien 1999. R: Neil Jordan. D: Ralph Fiennes, Ian Hart,
Julianne Moore. 109 Min. 35mm. Omdt/frzU
1946 begegnet der Schriftsteller Maurice Bendrix in einer
regnerischen Nacht in London seinem alten Bekannten
Henry Miles, der ihm verzweifelt von dem Verdacht
berichtet, dass seine Frau Sarah ihn betrügt. Bendrix
kann sich gut vorstellen, dass das Misstrauen von Miles
berechtigt ist, hatte er doch selbst vor Jahren eine leidenschaftliche Affäre mit der impulsiven Sarah, die plötzlich
und unerwartet endete. Bendrix lässt sich von Miles überreden, Sarah zu beschatten. Die Rolle der Sarah Miles
brachte Julianne Moore ihre zweite Oscar®-Nominierung
als beste Hauptdarstellerin ein.
Freitag, 03.04.
18:00 Uhr
Samstag, 04.04.
20:30 Uhr
FAR FROM HEAVEN Dem Himmel so fern
USA/Frankreich 2002. R: Todd Haynes. D: Julianne Moore,
Dennis Quaid, Dennis Haysbert. 107 Min. 35mm. OF
Cathy Whitaker führt Anfang der 1950er Jahre ein
Vorzeige-Familienleben in der Vorstadt – bis sie entdeckt,
dass ihr Mann schwul ist. Sie findet Trost in der Freundschaft zu ihrem afro-amerikanischen Gärtner Raymond
und bricht damit ein soziales Tabu. Regisseur Todd
Haynes gelang mit dem Remake von Douglas Sirks ALL
THAT HEAVEN ALLOWS (US 1955) eine Hommage an
die Hollywood-Melodramen der 1950er Jahre. Julianne
Moore war 2003 für zwei Oscars® nominiert: für die
Hauptrolle als Cathy Whitaker in FAR FROM HEAVEN
und für ihre Nebenrolle in THE HOURS.
Ostersonntag,
05.04.
20:30 Uhr
Mittwoch, 08.04.
20:30 Uhr
20
PORTRÄT JULIANNE MOORE
BLINDNESS Die Stadt der Blinden
Kanada/Brasilien/Japan 2008. R: Fernando Meirelles. D: Julianne
Moore, Mark Ruffalo, Gael García Bernal. 120 Min. 35mm. OmU
Donnerstag, 09.04.
20:30 Uhr
Freitag, 10.04.
18:00 Uhr
Am Steuer seines Autos wird ein Mann plötzlich blind
und sieht nur noch weißen Nebel. Sein tragisches
Schicksal teilt er bald mit allen Menschen, denen er
begegnet: mit seiner Frau, seinem Arzt und dem Helfer,
der ihn nach Hause bringt. Als sich die Krankheit schnell
ausbreitet, interniert die Regierung alle an der „Weißen
Blindheit“ erkrankten Menschen in einer verlassenen
Heilanstalt. Mitten unter den Blinden ist die Frau des
Arztes, die auf rätselhafte Weise von der Epidemie
verschont blieb. Julianne Moore glänzt in ihrer Rolle als
einzige noch Sehende in einer wirren Welt.
MAPS TO THE STARS
Kanada/USA/Deutschland/Frankreich 2014. R: David Cronenberg
D: Julianne Moore, Mia Wasikowska, John Cusack. 111 Min. DCP. OmU
Samstag, 11.04.
20:30 Uhr
Mittwoch, 15.04.
20:30 Uhr
In David Cronenbergs Ensemble-Film MAPS TO THE
STARS spielt Julianne Moore die neurotische, in die
Jahre gekommene Hollywood-Diva Havana Segrand. Sie
will unbedingt die Rolle ergattern, mit der ihre Mutter
zur Legende wurde und in deren Schatten sie seit jeher
steht. Havanas Schicksal ist eng verbunden mit dem
der Familie ihres Selbsthilfegurus Stafford, dessen
Tochter Agatha ihre Assistentin wird. MAPS TO THE
STARS könnte eine Satire auf die Welt der Schönen und
Reichen sein – würde der absurde Humor nicht konterkariert vom Spiel der Schauspieler, denen es gelingt, die
Verzweiflung der Figuren deutlich zu machen.
21
THE HOURS The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit
USA 2002. R: Stephen Daldry. D: Meryl Streep, Julianne Moore,
Nicole Kidman, Ed Harris. 115 Min. 35mm. OmU
THE HOURS zeigt einen Tag im Leben dreier Frauen in
unterschiedlichen Jahrzehnten, die durch den Roman
Mrs. Dalloway von Virginia Woolf verbunden sind. 1923
ringt Virginia Woolf selbst mit einer Depression. Clarissa
Vaughan – eine moderne Mrs. Dalloway – organisiert im
New York der Jetzt-Zeit eine Party für ihren Freund, der
AIDS hat. Die von Julianne Moore verkörperte Hausfrau
und Mutter Laura Brown plant Anfang der 1950er Jahre
ebenfalls eine Geburtstagsfeier für ihren Ehemann. Sie
wird jedoch durch die Lektüre von Woolfs Roman abgelenkt und beginnt, ihr Dasein zu hinterfragen.
Sonntag, 12.04.
20:30 Uhr
Donnerstag, 23.04.
20:30 Uhr
BOOGIE NIGHTS
USA 1997. R: Paul Thomas Anderson. D: Mark Wahlberg,
Burt Reynolds, Julianne Moore, Don Cheadle. 154 Min. Blu-ray. OmU
Die Darstellung des alternden Pornostars Amber
Waves in BOOGIE NIGHTS brachte Julianne Moore
ihre erste Oscar®-Nominierung als beste Nebendarstellerin ein. Paul Thomas Anderson erzählt in dem Film
vom Aufstieg und Fall von Dirk Diggler, der Ende der
1970er Jahre zum Star der Porno-Szene avanciert. Im
ambitionierten Pornoregisseur Jack Horner und der
mütterlichen Amber Waves findet er eine Ersatzfamilie, die allerdings durch exzessiven Drogenkonsum,
Größenwahn und den Untergang der Branche in den
1980ern auseinanderbricht.
Freitag, 17.04.
22:00 Uhr
22
PORTRÄT JULIANNE MOORE
STILL ALICE Still Alice – Mein Leben ohne Gestern
USA 2014. R: Richard Glatzer, Wash Westmoreland. D: Julianne
Moore, Alec Baldwin, Kristen Stewart. 101 Min. DCP. OmU
Freitag, 17.04.
18:00 Uhr
Samstag, 18.04.
20:30 Uhr
Die Linguistikprofessorin Dr. Alice Howland ist in der
Blüte ihres Lebens, als bei ihr Alzheimer diagnostiziert
wird. Langsam verliert die Spezialistin für Sprachbildung
ihr Gedächtnis und damit die für sie zentralen Lebensinhalte. Sprache, Intelligenz und Kommunikationsvermögen werden von Tag zu Tag unschärfer und ihre
Persönlichkeit droht ihr zu entgleiten. STILL ALICE zeigt
einfühlsam, wie Howlands Familie mit der Krankheit umgeht und wie Alice versucht, die Verbindung zu ihrem
früheren Ich aufrecht zu erhalten. Julianne Moore trägt
den Film mit ihrem eindrucksvollen Spiel und erhielt dafür 2015 ihren ersten Oscar® als beste Hauptdarstellerin.
CARRIE
USA 2013. R: Kimberly Peirce. D: Chloë Grace Moretz,
Julianne Moore, Alex Russell. 100 Min. DCP. OF
Samstag, 18.04.
22:30 Uhr
Freitag, 24.04.
23:00 Uhr
Carrie White wächst bei ihrer religiösen Mutter Margaret
auf, die sie streng erzieht. In der Schule wird sie gehänselt und findet keine Freunde. Als sie entdeckt, dass sie
telekinetische Fähigkeiten besitzt, scheut sie sich nicht,
ihre Kräfte gegen ihre Peiniger einzusetzen. Am Tag des
Abschlussballs kommt es schließlich zur Katastrophe.
Fast 40 Jahre nach der ersten Verfilmung des StephenKing-Romans Carrie durch Brian De Palma wagte sich
Kimberley Peirce an eine Adaption der Buchvorlage. Ihr
Film ist eher eine Neuinterpretation als ein bloßes Remake. In der Rolle der Mutter überzeugt Julianne Moore.
23
Nacht der Museen 2015
Samstag, 25. April
Das Programm im Deutschen Filmmuseum
In den Ausstellungen
20:00 · 21:00 · 23:00 Uhr
Kurzführung durch die Sonderausstellung FILMTHEATER.
Kinofotografien von Yves Marchand und Romain Meffre
22:00 · 24:00 Uhr
Kurzführung durch die Dauerausstellung
19:00 – 2:00 Uhr
„Film in Frankfurt“: Ausstellungsquiz
Im Kino
20:30 – 1:30 Uhr (stündlich)
„Der Vorführ-Effekt“: Kurzfilme über das Kino
Im Foyer
19:00 · 21:15 · 22:45 · 1:15 Uhr
Kurzfilm-Konzerte: Musikalische Live-Vertonung von Kurzfilmen
Eine Zusammenarbeit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
mit der Kammerphilharmonie Frankfurt und der hessischen Film- und Medienakademie
19:45 · 22:00 · 0:30 Uhr
„Physik in Hollywood“: Fun-Lecture von Sascha Vogel
20:30 · 23:45 Uhr
„Fehler bei Star Trek?“: Fun-Lecture von Hubert Zitt
Specials
19:00 – 2:00 Uhr
„Gamers’ Corner“: Interaktives Angebot mit Videospielen,
Filmausschnitten und Tanz
19:00 – 2:00 Uhr
„Auf die Leinwand!“: Bluebox-Aktion
19:00 – 2:00 Uhr
Longdrinks und Quicksnacks im filmcafé
24
CARTE BLANCHE:
MARGARETHE VON TROTTA
Klassiker von François Truffaut, Alfred Hitchcock und
Ingmar Bergman zeigt Margarethe von Trotta bei ihrer
Carte Blanche im April. Mit der Wunschfilmreihe ehrt
das Deutsche Filmmuseum die Filmregisseurin, die in
vier Jahrzehnten beeindruckende Werke schuf, von DIE
BLEIERNE ZEIT (1981) bis zum Film HANNAH ARENDT
(DE/FR/IL/LU 2012), den sie am Donnerstag, 2. April,
zum Auftakt der Reihe persönlich im Kino vorstellen wird.
Margarethe von Trotta wurde 1942 in Berlin geboren.
Ihre Karriere begann am Theater, von 1967 an war
sie auch in Film und Fernsehen vertreten. Mit Volker
Schlöndorff, ihrem Ehemann von 1971 bis 1991, drehte
sie 1970 die Brecht-Adaption BAAL und arbeitete fortan
wiederholt mit ihm zusammen. Sie spielte in Filmen von
Rainer Werner Fassbinder und Herbert Achternbusch
und gilt als eine der wichtigsten Schauspielerinnen des
Neuen Deutschen Films.
Als Co-Regisseurin von Schlöndorff bei DIE VERLORENE EHRE DER KATHARINA BLUM (1975) fand sie
den Weg zur Regiearbeit. Ihren ersten eigenen Film
drehte Margarethe von Trotta 1977 mit DAS ZWEITE
ERWACHEN DER CHRISTA KLAGES, ein Film über
eine Münchner Kindergärtnerin, die eine Bank überfällt,
um Geld für einen Kinderladen zu beschaffen. Zu von
Trottas größtem Erfolg wurde ihr dritter Film DIE BLEIERNE ZEIT, der, angelehnt an die Biografie von Gudrun
Ensslin, das Leben zweier ungleicher Schwestern nachzeichnet. Es folgten weitere vielbeachtete Werke, unter
ihnen ROSA LUXEMBURG (1985). Margarethe von
Trotta arbeitete zudem als Theaterregisseurin und war
immer wieder an Synchronisationen fremdsprachiger
Filme beteiligt, beispielsweise 1978 als Supervisor bei
Louis Malles PRETTY BABY. Seit 2004 lehrt Margarethe
von Trotta als Professorin an der European Graduate
School im schweizerischen Saas-Fee.
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HANNAH ARENDT
Deutschland/Frankreich/Israel/Luxemburg 2012. R: Margarethe von Trotta
D: Barbara Sukowa, Axel Milberg, Julia Jentsch. 113 Min. 35mm
Vor dem Film
spricht Urs
Spörri (Deutsches
Filminstitut) mit
Margarethe
von Trotta über
ihre Filmauswahl
zur Carte Blanche.
„Barbara Sukowa in der Rolle ihres Lebens“, befand die
Deutsche Film- und Medienbewertung über ihre Darstellung der Philosophin Hannah Arendt im Film von Margarethe von Trotta. Arendt, aus Deutschland in die USA
emigrierte Jüdin, erhält darin den Auftrag, in Jerusalem
den Prozess gegen den NS-Verbrecher Adolf Eichmann
für „The New Yorker“ zu verfolgen. Ihre Beobachtungen
zur „Banalität des Bösen“ sorgen für Aufruhr in der jüdischen Gemeinde, enge Freunde wenden sich von ihr ab.
Margarethe von Trottas HANNAH ARENDT wurde mit
dem Deutschen Filmpreis in Silber ausgezeichnet.
Donnerstag, 02.04.
20:15 Uhr
I BAMBINI CI GUARDANO Die Kinder beobachten uns
Italien 1944. R: Vittorio De Sica
D: Emilio Cigoli, Luciano De Ambrosis, Isa Pola. 85 Min. 35mm. OmeU
Die Familie des siebenjährigen Pricò zerfällt: Seine
Mutter Nina hat einen Liebhaber, der Vater kann mit
dem Verlassenwerden nicht umgehen. Als Nina wegen
Pricò zurückkehrt und alle gemeinsam in den Urlaub
fahren, ist der Familienfrieden nur scheinbar wiederhergestellt. Vittorio De Sica erzählt dieses als Wegweiser
einer neorealistischen Kinoästhetik geltende Werk aus
der Untersicht, aus der Sicht des Kindes. I BAMBINI
CI GUARDANO ist der erste Film, den Margarethe von
Trotta im Kino gesehen hat.
Freitag, 03.04.
20:30 Uhr
Donnerstag, 09.04.
18:00 Uhr
26
CARTE BLANCHE: MARGARETHE VON TROTTA
TOP HAT Ich tanz mich in dein Herz hinein
USA 1935. R: Mark Sandrich. D: Fred Astaire, Ginger Rogers,
Edward Everett Horton. 101 Min. 35mm. DF
Ostersonntag,
05.04.
18:00 Uhr
TOP HAT enthält alle Elemente, die die gemeinsamen
Filmarbeiten von Fred Astaire und Ginger Rogers auszeichnen: eine romantische Geschichte mit Verwechslungs- und Situationskomik, die die Hauptfiguren von
London nach Venedig führt, ein elaboriertes Setdesign
sowie Tanz- und Gesangseinlagen. Ein wesentlicher
Grund für den Erfolg des Films sind die von Irving Berlin
komponierten Lieder, die mit Charme und Leichtigkeit
überzeugen. Die Szene, in der Astaire und Rogers tanzend das Stück „Cheek to Cheek“ vortragen, wurde in
der Filmgeschichte später vielfach zitiert.
VERTIGO Aus dem Reich der Toten
USA 1958. R: Alfred Hitchcock. D: James Stewart, Kim Novak,
Barbara Bel Geddes. 128 Min. DCP. OF
Freitag, 10.04.
20:30 Uhr
Sonntag, 12.04.
18:00 Uhr
Der ehemalige Polizeibeamte Scottie Ferguson leidet unter Schuldgefühlen und Höhenangst, seit sein Kollege bei
dem Versuch, Scottie zu retten, von einem Dach stürzte
und ums Leben kam. Eines Tages beauftragt ihn ein ehemaliger Schulfreund, seine selbstmordgefährdete Frau
Madeleine zu beschatten, um einen Suizid zu verhindern.
Als Madeleine in eine Bucht springt, gelingt es Scottie,
sie zu retten. Er verliebt sich in sie, doch die junge Frau
hütet ein finsteres Geheimnis. „VERTIGO gehört zu den
zwei, drei besten Filmen Hitchcocks, und er ist derjenige,
in dem er am meisten von sich preisgibt“, schrieb Roger
Ebert von der „Chicago Sun-Times“.
27
VISKNINGAR OCH ROP Schreie und Flüstern
Schweden 1973. R: Ingmar Bergman
D: Harriet Andersson, Liv Ullmann, Kari Sylwan. 91 Min. 35mm. OmeU
Zwei Frauen reisen im Schweden des 18. Jahrhunderts
zu ihrer todkranken Schwester. Doch sie sind so sehr mit
sich selbst beschäftigt, dass sie der Sterbenden keinen
Rückhalt bieten können. Pauline Kael verglich die Bildkomposition mit Gemälden von Edvard Munch, François
Truffaut nannte den Film ein „Meisterwerk“.
Donnerstag, 16.04.
18:00 Uhr
Freitag, 17.04.
20:00 Uhr
WANDA
USA 1971. R: Barbara Loden
D: Barbara Loden, Michael Higgins. 102 Min. 35mm. OF
Wanda kommt zu spät zum Scheidungstermin, das
Sorgerecht für die Kinder wird dem Vater zugesprochen.
Auch ihre Arbeitssuche bleibt erfolglos, bis sie sich durch
Zufall einem Bankräuber anschließt. Barbara Lodens Werdegang imponiert Margarethe von Trotta und inspirierte
sie: Wie von Trotta begann Loden als Schauspielerin und
realisierte mit WANDA ihre erste Regiearbeit.
Sonntag, 19.04.
21:00 Uhr
Donnerstag, 23.04.
18:00 Uhr
ANDREJ RUBLJOW
UdSSR 1966. R: Andrej Tarkovskij. D: Anatolij Solonitcyn,
Ivan Lapikov, Nikolaj Grinko. 182 Min. Blu-ray. OmU
Andrej Tarkovskijs monumentales Meisterwerk über den
Ikonenmaler Andrej Rubljow zeigt das fatale Verhältnis der
Kunst zu Macht, Gesellschaft und Politik. Rubljow zieht mit
seinen Getreuen von Ort zu Ort und wird Zeuge unvorstellbarer Gräuel. Er unterwirft sich einem Schweigegelübde.
Dienstag, 21.04.
20:00 Uhr
28
CARTE BLANCHE: MARGARETHE VON TROTTA
LA PEAU DOUCE Die süße Haut
Frankreich 1964. R: François Truffaut. D: Jean Desailly,
Françoise Dorléac, Nelly Benedetti. 113 Min. Blu-ray. OmeU
Mittwoch, 22.04.
20:30 Uhr
Pierre Lachenay ist Schriftsteller und führt mit seiner
Frau und der gemeinsamen Tochter das Leben einer
Bilderbuchfamilie. Auf einer Geschäftsreise lernt Pierre
die Stewardess Nicole kennen und beginnt eine Affäre,
die er fortan kunstvoll vor seiner Ehefrau verbirgt. Nach
einiger Zeit beginnen beide Beziehungen zu zerfallen –
mit fatalen Folgen. François Truffaut inszeniert die auf
einer realen Begebenheit basierende Liebesgeschichte wie einen Kriminalfilm, der mit seinen brillanten
Schwarzweiß-Bildern und dem fugenlosen Schnitt
seinem Vorbild Alfred Hitchcock in nichts nachsteht.
DIE MÖRDER SIND UNTER UNS
Deutschland 1946. R: Wolfgang Staudte. D: Hildegard Knef,
Ernst Wilhelm Borchert, Elly Burgmer. 87 Min. 35mm
Freitag, 30.04.
18:00 Uhr
Berlin im Frühjahr 1945. Der Chirurg Dr. Mertens kehrt
körperlich unversehrt, doch innerlich von Bildern des
Grauens gequält, aus dem Krieg heim. Er trifft auf
Susanne Wallner, deren Vater von den Nazis ermordet
wurde. Sie selbst hat das KZ überlebt und möchte ihren
Lebenswillen auf den depressiven Mertens übertragen.
Als dieser zufällig seinem früheren Hauptmann begegnet, der Verbrechen an der Zivilbevölkerung begangen
hat, steigt in Mertens der Drang nach Selbstjustiz auf.
Staudtes DIE MÖRDER SIND UNTER UNS ist der erste
deutsche Nachkriegsfilm und sucht eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Schuld und Gewissen.
29
GOEAST
IM DEUTSCHEN FILMMUSEUM
Die Vielfalt des mittel- und osteuropäischen Autorenkinos zeigt sich auch in diesem Jahr wieder bei
goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen
Films, das von Mittwoch, 22., bis Dienstag, 28. April, in
Wiesbaden in seine 15. Runde geht. Das wird ganz besonders in den 16 Beiträgen des Spiel- und Dokumentarfilmwettbewerbs deutlich. Bewegende, eigenwillige
und wegweisende Produktionen zeichnen ein differenziertes Stimmungsbild der Gesellschaften Osteuropas.
goEast wird vom Deutschen Filminstitut veranstaltet.
Alle Beiträge des Spielfilmwettbewerbs zeigt das Kino
des Deutschen Filmmuseums von Donnerstag, 23., bis
Mittwoch, 29. April, als Nachspiel.
Viele der Filme setzen historische Themen erfrischend
in Szene: Der polnische Regisseur und Schauspieler
Jerzy Stuhr unternimmt mit BÜRGER eine satirische
Tour de Force durch 60 Jahre polnischer Geschichte.
Der Russe Aleksey Fedorchenko erzählt in ANGELY
REVOLUTSII (RU 2014) von fanatischen Künstlern der
Avantgarde in den 1930er Jahren, die sich nach Sibirien
aufmachen, um bei der indigenen Bevölkerung die
Lehre Lenins durchzusetzen. goEast greift wieder auf
sein bewährtes Konzept zurück, Debütfilme ebenso wie
aktuelle Arbeiten bekannter Regiegrößen zu präsentieren: Bereits auf dem Filmfestival in Venedig sorgte
das Erstlingswerk des Serben Vuk Ršumović, NIČIJE
DETE (RS/HR 2014), für Aufsehen. Es erzählt von der
„Menschwerdung“ eines Jungen, der unter Wölfen
aufgewachsen ist.
Neben den zehn Wettbewerbsspielfilmen ist in Frankfurt auch AUF DAS LEBEN! (DE 2014) zu sehen, der
neueste Spielfilm der Firma CCC, die vom legendären
Produzenten Artur Brauner gegründet wurde. Ihm
widmet goEast das Symposium „Artur Brauner: Der
Produzent als Grenzgänger und Brückenbauer“. Zur
Filmvorführung sind Hauptdarstellerin Hannelore Elsner
und Alice Brauner, Filmproduzentin und Tochter von
Artur Brauner, zu Gast.
GOEAST
30
SPECIAL: Preview zum goEast-Symposium (Artur Brauner)
HITLERJUNGE SALOMON
BRD/Frankreich 1990. R: Agnieszka Holland
D: Salomon Perel, Julie Delpy. 113 Min. 35mm. Dt. OF
Mittwoch, 15.04.
18:00 Uhr
Ein Vierteljahrhundert später fällt es schwer zu glauben,
dass HITLERJUNGE SALOMON in der BRD ein mittlerer
Skandal war. In der Folge waren dem Film höhere Weihen, wie die Nominierung für den Oscar®, verwehrt. Die
Geschichte Salomon Perels, der als 14-jähriger jüdischer
Junge aus Deutschland nach Polen flieht, in einem russischen Waisenhaus landet, als „Volksdeutscher“ befreit
wird und dann den Nazi-Terror als Undercover-Zögling
einer nationalpolitischen Erziehungsanstalt überlebte,
überforderte offenbar auch 1990 noch viele Deutsche.
Die Vorführung ist eine Preview zum Artur-Brauner-Symposium vom 23. bis 26. April in Wiesbaden.
OBYWATEL Bürger
Polen 2014. R: Jerzy Stuhr
D: Jerzy Stuhr, Maciej Stuhr.104 Min. DCP. OmeU
Deutschlandpremiere
Zu Gast:
Jerzy Stuhr, Piotr
Dzięcioł (Produzent)
Freitag, 24.04.
18:00 Uhr
Ein alter Mann, gespielt von Autor und Regisseur Jerzy
Stuhr, lässt aus dem Krankenbett die sechs zurückliegenden Jahrzehnte in Polen Revue passieren, von den kommunistischen Anfängen über die Zeit von Solidarność
bis zur jungen polnischen Demokratie: Eigentlich will er
die ganze Zeit einfach nur sein Leben leben, doch Zufälle
und Missgeschicke lassen ihn immer wieder hineinstolpern ins Chaos der Politik. Er versucht, sein Gesicht zu
wahren und ein wenig Glück zu finden, doch das gelingt
ihm meist mehr schlecht als recht. Stuhr schildert den
Weg dieses Jedermann in opulenten Bildern – heiter,
beschwingt und gnadenlos sarkastisch.
31
UROK Die Lehrstunde
Bulgarien/Griechenland 2014. R: Kristina Grozeva, Petar Valchanov
D: Margita Gosheva, Ivan Barnev. 105 Min. DCP. OmeU
Deutschlandpremiere
Zu Gast:
Kristina Grozeva und
Petar Valchanov
UROK ist eine Studie über soziale Verhältnisse, Macht
und Ohnmacht und den Mut der Verzweiflung: Nadezhda, eine junge Lehrerin mit hohen moralischen
Ansprüchen, wird mit einem Diebstahl in ihrer Klasse
konfrontiert, der sie empört. Kurz darauf wird sie selbst
auf die Probe gestellt, denn sie ist hochverschuldet,
und nun droht die Pfändung ihres Hauses. Nur drei
Tage bleiben, um den Kredit zurückzuzahlen. Was immer Nadezhda versucht, geht schief, die Lage scheint
ausweglos – bis sie erkennt: außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen.
Freitag, 24.04.
20:30 Uhr
KOSAC Der Sensenmann
Kroatien/Slowenien 2014. R: Zvonimir Jurić
D: Ivo Gregurević, Mirjana Karanović. 98 Min. DCP. OmeU
Deutschlandpremiere
Zu Gast:
Ankica Jurić Tilić
(Produzentin)
(angefragt)
Eine Frau läuft eine dunkle Landstraße entlang. Aus
der Ferne nähern sich Lichter, die Scheinwerfer eines
Traktors. Der Fahrer hält an und die Frau steigt ein. Was
wie ein Horrorfilm beginnt, entwickelt sich zu einem
subtilen Sozialdrama, das in einer einzigen Nacht in einer
abgelegenen kroatischen Kleinstadt spielt. Drei ineinander verschachtelte Geschichten kreisen um die dunkle
Vergangenheit des Traktorfahrers Ivo und decken die
noch nicht verheilten, allgegenwärtigen Wunden des
Kroatienkrieges auf. Hervorragende Schauspieler und eine
atemlose Kamera machen den Film zu einem Kinoerlebnis, das auch nach dem Abspann noch lange nachwirkt.
Samstag, 25.04.
16:00 Uhr
GOEAST
32
ANGELY REVOLUTSII Engel der Revolution
Russland 2014. R: Aleksey Fedorchenko
D: Daria Ekamasova, Oleg Yagodin. 113 Min. DCP. OmeU
Deutschlandpremiere
Zu Gast:
Aleksey
Fedorchenko,
Dmitry Vorobiev
(Produzent)
Samstag, 25.04.
18:00 Uhr
Während der Russischen Revolution war Polina Schneider die „Geheimwaffe“ der Bolschewiki. Jahre später,
1934, wird sie wieder für einen Sonderauftrag auserkoren: Sie soll die Chanten und Nenzen im Nordwesten
der jungen Sowjetunion zum Kommunismus bekehren.
Gemeinsam mit vier ehemaligen Mitstreitern – allesamt
Künstler der Avantgarde – macht sie sich auf den Weg
nach Sibirien und versucht, die Lehre Lenins durchzusetzen. Doch die indigene Bevölkerung hält hartnäckig an
ihren jahrhundertealten schamanischen Ritualen fest.
KEBAB I HOROSKOP Kebab & Horoskop
Polen 2014. R: Grzegorz Jaroszuk
D: Piotr Żurawski, Bartłomiej Topa. 72 Min. DCP. OmeU
Deutschlandpremiere
Zu Gast:
Grzegorz Jaroszuk,
Agnieszka Kurzydło
(Produzentin)
Sonntag, 26.04.
18:00 Uhr
Die Angestellten eine Teppichladens sollen auf ihren
wirtschaftlichen Nutzen hin geprüft werden, und zwar von
zwei „Marketingexperten“, deren berufliche Erfahrungen
eher in den Bereichen Gastronomie und Scharlatanerie
liegen. Alle Verkäufer beweisen, dass sie zwar vollkommen unwirtschaftlich arbeiten, in ihrer Skurrilität jedoch
unbedingt liebenswert sind: als Experten für verflossene
Liebschaften, enttäuschte Sehnsüchte und existenzielle
Einsamkeit. In kühlblauen Cinemascope-Bildern, wortarmen Dialogen und langen Einstellungen lächelt und leidet
der Zuschauer mit den Charakteren. Warschauer Tristesse
trifft auf Skurrilität à la Aki Kaurismäki.
33
SPECIAL: goEast-Symposium (Artur Brauner)
AUF DAS LEBEN!
Deutschland 2014. R: Uwe Janson
D: Hannelore Elsner, Max Riemelt, Sharon Brauner. 90 Min. DCP
Zu Gast:
Alice Brauner und
Hannelore Elsner
Hannelore Elsner spielt die jüdische ehemalige CabaretSängerin Ruth, die trotz ihres Alters noch mitten im Leben steht. Traumata aus ihrer Kindheit im Dritten Reich
verdrängt sie. Ihr Leben ändert sich schlagartig, als
ihre Wohnung zwangsversteigert wird. Am Tag ihres
Umzugs lernt sie den jungen, unheilbar kranken Möbelpacker Jonas kennen. Aus der zufälligen Begegnung
der beiden entwickelt sich nach und nach eine enge
Freundschaft. Der Wunsch, sich gegenseitig zu helfen,
lässt die Schicksalsgemeinschaft auch vor ungewöhnlichen Maßnahmen nicht zurückschrecken.
Sonntag, 26.04.
20:15 Uhr
NIČIJE DETE Niemandskind
Serbien/Kroatien 2014. R: Vuk Ršumović
D: Denis Murić, Pavle Čemerikić. 95 Min. DCP. OmeU
Deutschlandpremiere
Zu Gast:
Vuk Ršumović,
Miroslav Mogorović
(Produzent)
In einem Wald in Bosnien finden Jäger einen kleinen
Jungen, der ohne Kontakt zur Zivilisation unter Wölfen
aufgewachsen ist. Er wird in ein Kinderheim in Belgrad
gebracht. Von den anderen Kindern verspottet und von
den Betreuern aufgegeben, fasst er nur langsam Vertrauen zu den Menschen. Vuk Ršumović lässt sich in seinem
hochgelobten Debütfilm viel Zeit, um diese auf einer wahren Begebenheit beruhende Geschichte einer „Menschwerdung“ vor dem Hintergrund der Jugoslawienkriege zu
erzählen. Getragen werden die ruhigen Einstellungen von
Denis Murić, dessen ergreifende Darstellung des Wolfsjungen noch lange im Gedächtnis haften bleibt.
Montag, 27.04.
18:00 Uhr
GOEAST
34
KREDITIS LIMITI Kreditlimit
Georgien/Frankreich/Deutschland 2014. R: Salomé Alexi
D: Nino Kasradze, Zanda Ioseliani. 85 Min. DCP. OmeU
Deutschlandpremiere
Zu Gast:
Salomé Alexi,
Nino Kasradze
Montag, 27.04.
20:30 Uhr
Nino, eine elegante Mittvierzigerin in Tiflis, hatte eine behütete Kindheit in der Sowjetunion: Sie wuchs in einem
großen Haus auf, verwöhnt von ihren wohlhabenden
Eltern, beneidet von ihren Klassenkameraden. Doch seit
dem Zusammenbruch der UdSSR bröckelt die schöne
Fassade. Ihr kleiner Laden läuft nicht mehr, und die Lebenshaltungskosten steigen stetig. Unfähig, sich mit den
neuen Anforderungen zu arrangieren, und unerfahren
im Umgang mit Geld, nimmt sie einen hoch verzinsten
Hypothekenkredit auf, der die Abwärtsspirale, in der sie
sich befindet, noch beschleunigt.
BELYE NOCHI POCHTALONA ALEKSEYA TRYAPITSYNA
Die weißen Nächte des Postboten Russland 2014. R: Andrei Konchalovsky. D: Aleksey Tryapitsyn, Irina Ermolova. 110 Min. DCP. OmeU
Deutschlandpremiere
Dienstag, 28.04.
20:30 Uhr
Lyokha lebt in einer kleinen Siedlung am nordrussischen
Kenozero-See, verdient seinen Lebensunterhalt als Postbote und versorgt die Dorfbewohner mit Brot, ihrer Rente und Wodka. Eine stille Liebe verbindet ihn mit einer
ehemaligen Mitschülerin, die ihren kleinen Sohn alleine
großzieht, sich aber nach einem besseren Leben in der
Stadt sehnt. Als eines Tages sein Außenbordmotor gestohlen wird, ist das für Lyokha eine Katastrophe – wie
soll er nun arbeiten? In poetischen Bildern zeigt Andrei
Konchalovsky in seinem ausschließlich mit Laiendarstellern aus der Region gedrehten Film die Schönheit der
Natur und die fragile Welt der „kleinen Leute“.
35
KOZA
Slowakische Republik/Tschechische Republik 2015. R: Ivan
Ostrochovský. D: Peter Baláž, Zvonko Lakčević. 75 Min. DCP. OmeU
Peter, genannt Koza („die Ziege“), hat seine größten
sportlichen Erfolge als Boxer hinter sich. Einst Olympiateilnehmer für die Slowakei, kehrt er nun in den
Ring zurück, um Geld zu verdienen, denn sein mageres
Einkommen bei einem Schrotthändler reicht kaum zum
Leben, geschweige denn für die Abtreibung, die seine
Freundin Miša plant. Er tingelt im VW-Bus von Kampf
zu Kampf. Auch wenn sein Körper den Strapazen nicht
mehr gewachsen ist, will er nicht aufgeben. Der slowakische Ex-Boxer Peter Baláž spielt sich selbst, einen
Kämpfer voll Melancholie und innerer Stärke.
Mittwoch, 29.04.
18:00 Uhr
DE CE EU? Warum Ich?
Rumänien/Bulgarien/Ungarn 2015. R: Tudor Giurgiu
D: Emilian Oprea, Mihai Constantin. 130 Min. DCP. OmeU
Der junge, vor Idealismus strotzende Staatsanwalt Cristian
bekommt unerwartet einen heiklen Fall zugeteilt: Ein älterer Kollege mit bedeutenden politischen Kontakten sieht
sich mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert. Bei seinen
Nachforschungen kommt Cristian einem komplexen Netz
aus Intrigen, Erpressungen und Lügen auf die Spur. Als
ihm der Fall schließlich entzogen wird und er auf eigene
Faust weiter ermittelt, gerät er in Gefahr. Der auf wahren
Begebenheiten beruhende Polit-Thriller liefert einen pessimistischen Kommentar zum Status Quo Rumäniens, wo
Korruption und organisiertes Verbrechen bis in oberste
politische Kreise hineinreichen.
Mittwoch, 29.04.
20:30 Uhr
36
Die Revolution findet
trotzdem statt
Weitere Infos unter
www.pier-paolopasolini.de
Das Kino von Pier Paolo Pasolini
Sexualität, Spiritualität, Macht: Pier Paolo Pasolini hielt
sich nicht mit oberflächlichem Geplänkel auf, sondern
stach mit seinen Filmen, Büchern, Gedichten und Essays mitten hinein ins Wespennest der politischen und
gesellschaftlichen Missstände im Italien der 1960erund 70er-Jahre. Sein Unmut richtete sich insbesondere
gegen die fehlende Aufarbeitung des Faschismus,
die sozialen Verwerfungen im Subproletariat und die
Arroganz des Bürgertums. Viele seiner Werke lösten
Skandale aus, und immer wieder musste Pasolini seine
Kunst vor Gericht verteidigen.
Pasolini wurde 1922 geboren und wuchs in Norditalien
auf. Nachdem er seine Stelle als Volksschullehrer verloren hatte, zog er 1950 mit seiner Mutter nach Rom.
Er knüpfte Kontakte zur Kunstszene in der Hauptstadt,
erkundete die Vorstädte und identifizierte sich stark
mit den dort lebenden Menschen. Nach anfänglicher
Erwerbslosigkeit schrieb er Romane, bevor er 1961 mit
ACCATTONE seinen ersten Film drehte. In den folgenden vierzehn Jahren schuf Pasolini 22 Filme, von denen
nicht wenige zu den Schlüsselwerken des Weltkinos
zählen, unter ihnen IL VANGELO SECONDO MATTEO
(IT/FR 1964) und sein letzter Film SALÒ O LE 120 GIORNATE DI SODOMA (IT 1975). Pier Paolo Pasolini wurde
am 2. November 1975 ermordet.
Werke, die sich mit den Themen des Regisseurs
beschäftigen, begleiten die Vorträge internationaler
Experten. Im April stehen Pasolinis Idole im
Mittelpunkt: Sergej Eisenstein, Carl Theodor Dreyer
und Kenji Mizoguchi.
Die Reihe organisieren das Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, das Institut für Kunstgeschichte und das Institut für
Romanische Sprachen und Literaturen der Goethe-Universität
gemeinsam mit dem Kino des Deutschen Filmmuseums im Netzwerk
der Hessischen Film- und Medienakademie.
LECTURE & FILM
37
DAS BLINDE SEHEN:
GESCHICHTE UND MYTHOS IN EDIPO RE
Lecture von Regine Prange
Pier Paolo Pasolini war von der Figur des Jesus Christus
ebenso fasziniert wie von Ödipus, dessen freudianische
Deutung er im Prolog zu EDIPO RE (IT/MA 1967) entfaltete. Beide Figuren – Christus und Ödipus – sind verbunden
durch das Motiv des sühnenden Selbstopfers. An der
Ödipus-Sage faszinierte Pasolini besonders die Unwissenheit des Helden, die seiner Handlungsweise eine gewisse
Unschuld verleiht. Durch den Versuch, seinem Schicksal zu entkommen, sorgt Ödipus für die Erfüllung der
Prophezeiung. Pasolinis mythische Filmerzählung EDIPO
RE markiert von Anfang an die ‚blinden‘ Momente, in
denen sich die Tragödie ankündigt und vollzieht. Sie wird
dabei auch als ein Bild für die Geschichte der modernen
Zivilisation lesbar, welche der Erlösung bedarf. Nach Pasolinis Auslegung transformiert die Selbst-Blendung des
„christomorphen Ödipus“ (Franco Citti) seine unwissende
Blindheit in ein nunmehr erkennendes ‚blindes Sehen‘.
Und zwar nach dem Vorbild des Teiresias – ein Sehen,
das sich der Führung des Volkes überlässt. Es beschreibt
gleichzeitig die Rolle Pasolinis als eines Intellektuellen,
dem im zeitgenössischen Italien eine Außenseiterrolle
zugewiesen wird.
Regine Prange ist Professorin für Neuere und Neueste Kunstgeschichte, Kunst- und Medientheorie an der
Goethe-Universität Frankfurt.
EDIPO RE Edipo Re – Bett der Gewalt
Italien/Marokko 1967. R: Pier Paolo Pasolini. D: Silvana Mangano,
Franco Citti, Alida Valli. 104 Min. 35mm. OmeU
Laios und Iokaste, die Herrscher von Theben, erfahren
Donnerstag, 16.04.
durch ein Orakel, dass ihr Sohn den Vater umbringen und
20:15 Uhr
die Mutter heiraten wird. Sie beauftragen einen Diener,
ihren Sohn Ödipus zu töten. Doch der Diener setzt das Kind
Filmbeginn:
ca. 21:15 Uhr
in den Bergen bei Korinth aus. Dort findet es ein Bauer, der
es König Kreon übergibt. Als Ödipus erwachsen ist, erfährt
er vom Orakel des Apollon die grauenvolle Weissagung.
Das Schicksal nimmt seinen Lauf. Pasolini bezeichnete
EDIPO RE als seinen autobiografischsten Film, da die Ödipusfigur darin dem Vatermord näher steht als dem Inzest.
–
38
LECTURE & FILM
PPP & MGM. GENRE UND SERIALITÄT BEI
PASOLINI AM BEISPIEL DES DECAMERONE UND
DER „TRILOGIE DES LEBENS“
Lecture von Bernhard Groß
Pier Paolo Pasolini gilt als einer der einflussreichsten
Filmemacher des Autorenkinos in der zweiten Hälfte
des vergangenen Jahrhunderts; nicht zuletzt, weil er wie
kaum ein anderer in seiner Arbeit die Bedeutung des
Kinematographischen für die anderen Künste, für Theorie
und Gesellschaft einsichtig gemacht hat. Der Versuch,
die Arbeit Pasolinis auch auf ihren Bezug zum Genrekino zu befragen, verspricht weitreichende Erkenntnisse. Nach IL VANGELO SECONDO MATTEO arbeitete
Pasolini für seine „Trilogie des Lebens“ erstmals wieder
mit „fremden Drehbüchern“. Diese Vorlagen zeichnen
sich dadurch aus, dass sie stark durch Wiederholungen
und Variationen geprägt sind. Inwieweit formt Pasolini
daraus kinematographische Elemente, die Rhetoriken
des Genrekinos entsprechen?
Bernhard Groß, Professor für Medienwissenschaft an
der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig, ist
Autor des Buches Figurationen des Sprechens. Pier Paolo
Pasolini (2008).
IL DECAMERON Decameron
Italien/Frankreich/BRD 1971. R: Pier Paolo Pasolini
D: Franco Citti, Ninetto Davoli. 112 Min. 35mm. OmeU
Donnerstag, 30.04.
20:15 Uhr
Filmbeginn:
ca. 21:15 Uhr
IL DECAMERON erzählt neun Novellen des Boccaccio:
Den Leitfaden im ersten Teil bildet die Geschichte des
Ser Cepperello, der beim Beichten den Priester belügt
und sich in einen Heiligen verwandelt. Der FreskenMaler Andreuccio wird von einem Mädchen ausgeraubt
und erleichtert die Leiche eines Bischofs um seine
Juwelen. Masetto gibt sich taubstumm, wird in ein
Nonnenkloster aufgenommen und lässt sich dort bis zur
Erschöpfung verführen. Ein Film „mitten hinein ins volle,
pralle Leben“, urteilte Fassbinder-Schauspieler Harry
Baer nach der Premiere auf der Berlinale 1971, bei der
Pasolini mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde.
39
BRONENOSEC POTËMKIN Panzerkreuzer Potemkin
UdSSR 1925. R: Sergej M. Eisenstein. D: Aleksandr Antonov,
Vladimir Barskij. 70 Min. DCP. Restaurierte „Berliner Fassung“,
Musikfassung. Mit dt/russ. ZT
Odessa 1905: Die Matrosen des russischen Kriegsschiffs Potemkin beginnen zu meutern, weil sie faules
Fleisch essen sollen. Als der Kapitän einige erschießen
lässt, bringen die Matrosen das Schiff in ihre Gewalt,
und die Bewohner der Stadt solidarisieren sich mit
ihnen. Doch dann kommt es auf der Hafentreppe zur
blutigen Auseinandersetzung mit der Armee des Zaren.
Durch seine revolutionäre Montagetechnik in BRONENOSETS POTYOMKIN erlangte der Regisseur und
Filmtheoretiker Sergei M. Eisenstein Weltruhm.
Mittwoch, 01.04.
18:00 Uhr
Samstag, 04.04.
18:00 Uhr
DIE GEZEICHNETEN
Deutschland 1922. R: Carl Theodor Dreyer. D: Elisabeth Pinajeff,
Adele Reuter-Eichberg. 105 Min. DCP. Musikfassung. Mit dt/russ. ZT
Russland Anfang des 20. Jahrhunderts: Aufgrund
antisemitischer Anfeindungen verlässt die junge Jüdin
Hanne-Liebe Segal ihr Heimatdorf und reist zu ihrem
Bruder Jakow nach St. Petersburg. Da er zum Christentum konvertiert ist, kann Jakow als Anwalt praktizieren.
Hanne-Liebe trifft auf eine revolutionäre Gruppe, der auch
Rylowitsch angehört, der als Wandermönch antisemitische Hetze betreibt. In Hanne-Liebes Heimatdorf löst Rylowitsch ein Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung aus.
DIE GEZEICHNETEN entstand als erster Film Carl Theodor
Dreyers außerhalb Dänemarks, in einer nachgebauten
Filmstadt in Groß-Lichterfelde nahe Berlin.
Mittwoch, 08.04.
18:00 Uhr
Samstag, 11.04.
18:00 Uhr
LECTURE & FILM
40
SANSHŌ DAYŪ Sansho Dayu - Ein Leben ohne Freiheit
Japan 1954. R: Kenji Mizoguchi. D: Kinuyo Tanaka, Yoshiaki Hanayagi,
Kyōka Kagawa. 124 Min. Blu-Ray. OmeU
Mittwoch, 22.04.
18:00 Uhr
Im japanischen Kaiserreich des 11. Jahrhunderts wird
der Statthalter wegen seiner sozialen Politik und der
Auflehnung gegen den Feudalherrn ins Exil verbannt.
Seine Ehefrau wird zur Prostitution gezwungen, die
Kinder werden als Sklaven verkauft. Als sie erwachsen
sind, gelingt dem Sohn die Flucht und er macht sich
auf den Weg, die Rätsel seiner Vergangenheit zu lösen.
„Ein Meisterwerk von Mizoguchi, das Bilddichtung mit
kraftvoller Darstellung vereint und von der Überzeugung beseelt ist, daß der Mensch nur durch Mitleid und
Barmherzigkeit bestehen kann“, urteilt das Lexikon des
Internationalen Films.
Die DVD zur Ausstellung
FILMTHEATER
Ab sofort erhältlich
im Museumsshop und
unter shop-filmmuseum.de
LATE NIGHT KULTKINO
41
Freddy Krueger spukt erneut durch die Alpträume
von Jugendlichen und die Geister von zwei Toten treiben
auf einem Schloss ihr Unwesen: das Late Night Kultkino
im April.
A NIGHTMARE ON ELM STREET 3. DREAM WARRIORS
USA 1987. R: Chuck Russell. D: Heather Langenkamp,
Patricia Arquette, Larry Fishburne. 96 Min. Blu-ray. OF
Nancy, die Heldin und Überlebende des ersten A NIGHTMARE ON ELM STREET-Films, ist mittlerweile Ärztin in
einem psychiatrischen Krankenhaus und versucht, Teenagern zu helfen, die wegen ihrer Alpträume von Freddy
Krueger als Patienten aufgenommen werden. Ausgestattet mit phantasievollen Special Effects, verwischt
der Film gekonnt die Trennlinien zwischen Realität und
Traum; besonders beeindruckend ist, wie die Teenager
allmählich die Macht ihrer Träume entdecken, mit denen
sie Freddy bekämpfen.
Freitag, 03.04.
22:30 Uhr
Samstag, 11.04.
22:30 Uhr
THE INNOCENTS Schloß des Schreckens
Großbritannien 1961. R: Jack Clayton. D: Deborah Kerr,
Michael Redgrave, Peter Wyngarde. 100 Min. Blu-ray. Omu
Miss Giddens wird als Gouvernante für zwei Waisenkinder auf einem Landgut engagiert. Zunächst geht alles
gut, aber nach und nach stellt Miss Giddens fest, dass
die Geister eines toten Managers und einer verstorbenen Gouvernante versuchen, von den Kindern Besitz zu
ergreifen. THE INNOCENTS ist einer der großen Horrorfilme der Filmgeschichte, mit wenig äußerer Handlung
und einer unglaublich suggestiven Atmosphäre, visuell
brillant eingefangen von Freddie Francis. Einer der Drehbuchautoren war Truman Capote.
Samstag, 04.04.
22:30 Uhr
Freitag, 10.04.
22:45 Uhr
42
KINDERKINO
Ob Hundert-Morgen-Wald oder Berglandschaft, verregnetes London oder fernes Frankfurt: Ein Ort wird dann
zum Zuhause, wenn Freunde und Familie zugegen
sind. Da geht es dem Menschen wie dem Bären, zeigt
das Kinderkino im April.
WINNIE PUH
USA 2011. R: Stephen J. Anderson, Don Hall
Animationsfilm. 64 Min. DF. DCP
Empfohlen ab 5 Jahren
Freitag, 03.04.
14:30 Uhr
Ostersonntag,
05.04.
15:00 Uhr
Wieder einmal hat I-Aah seinen Schwanz verloren. Puh
und seine Freunde machen sich sogleich daran, I-Aah
zu helfen, und rufen zu einem munteren Wettbewerb
auf, um einen neuen Schwanz für den melancholischen
Esel zu finden. Doch als Puuh auch Christopher Robin
um Hilfe bitten will, merken die Bewohner des HundertMorgen-Waldes, dass ihr Freund verschwunden ist.
HEIDI
Schweiz 1952. R: Luigi Comencini
D: Elsbeth Sigmund, Heinrich Gretler, Theo Lingen. 100 Min. DCP
Empfohlen ab 8 Jahren
Freitag, 10.04.
14:30 Uhr
Sonntag, 12.04.
15:00 Uhr
Im Anschluss:
"Kinomagie": Offener
Vorführraum für Kinder
(≥ Seite 14)
Auf einer Alm inmitten beeindruckend schöner Berglandschaften lebt Heidi bei ihrem Großvater. Für Heidi, deren
Eltern beide nicht mehr leben, ist der bisweilen griesgrämige Alm-Öhi der beste Opa! Weil er mit dem Dorf und
seinen Bewohnern auf Kriegsfuß steht, muss Heidi nicht
zur Schule gehen. Eines Tages steht ihre Tante vor der
Tür, die das Sorgerecht für Heidi hat, und will sie mit nach
Frankfurt nehmen. Die weit enfernte Stadt hält ein ganz
anderes Leben für Heidi bereit.
43
PADDINGTON
Großbritannien/Frankreich 2014. R: Paul King
Mit der Stimme von Elyas M’Barek
96 Min. DCP. DF. Empfohlen ab 6 Jahren
Am Bahnsteig im Londoner Bahnhof Paddington sitzt
verloren ein kleiner Bär. Er hat keinen Platz zum Schlafen
und ihm ist kalt vom vielen Regen. Die Familie Brown
findet den Bären und nimmt ihn mit zu sich nach Hause,
obwohl Vater Brown skeptisch ist: So ein Bär im Haus
bringt schließlich ein großes Versicherungsrisiko mit
sich. Doch Mutter Brown und die beiden Kinder sind
begeistert vom pelzigen neuen Mitbewohner, der stets
höflich ist und in seiner übergroßen Neugier so manches
Chaos in das eingefahrene Familienleben bringt – und
der von Orangenmarmelade nicht genug kriegen kann!
Freitag, 17.04.,
14:30 Uhr
Samstag, 18.04.
14:00 Uhr
Sonntag, 19.04.
15:00 Uhr
Auf Punkt und Strich –
Kurzfilme zum Kritzelkino-Fest für Kinder
41 Min. Ohne Dialog. Mit Moderation. Empfohlen ab 6 Jahren
ZEBRA DE 2013. R: Julia Ocker
LUMO DE 2009. R: Antje Heyn
TIM TOM FR 2002. R: Romain Segaud, Christel Pougeoise
NYUSZI ÉS ÖZ HU 2013. R: Péter Vácz
BITSELLER ES 2013. R: Juanma Sánchez
MENSCH UND MASCHINE
DE 2013. R: Jens Rosemann, Silke Brandes
Kritzelkino-Fest für Kinder
Die größte Daumenkino-Bastel-Aktion, die Frankfurt je gesehen hat!
Sonntag, 26. April, 14-17 Uhr im Foyer des Detuschen Filmmuseums.
Freitag, 24.04.
14:30 Uhr
Sonntag, 26.04.
15:00 Uhr
44
SPECIALS
Frankfurt LIEST EIN BUCH
„Grüße und Küsse an alle“.
Die Geschichte der Familie von Anne Frank
„Deutschlands wunderbarstes und sinnvollstes
Lesefest!“ nannte Alexander Cammann (DIE ZEIT) die
Veranstaltungsreihe „Frankfurt liest ein Buch“, die vom
13. bis 26. April 2015 zum sechsten Mal stattfindet.
Gelesen wird in diesem Jahr „Grüße und Küsse an alle“.
Die Geschichte der Familie von Anne Frank von Mirjam
Pressler und Gerti Elias. Das Kino des Deutschen Filmmuseums zeigt ein Filmprogramm, das die Geschichte
der Familie Frank in Frankfurt, Amsterdam und Basel
sowie das Leben Anne Franks und ihres im März verstorbenen Cousins Buddy Elias nachzeichnen.
MUTTERS COURAGE
Deutschland/Großbritannien/Österreich 1995. R: Michael Verhoeven
D: George Tabori, Pauline Collins, Ulrich Tukur. 89 Min. 35mm
Dienstag, 14.04.
20:00 Uhr
1944 wird Elsa Tabori in Budapest von ungarischen
Geheimpolizisten verhaftet und gemeinsam mit 4.000
Menschen am Westbahnhof zusammengetrieben. Von
dort aus sollen sie nach Auschwitz deportiert werden.
Ein kleiner Umschlagplatz am Rande der Grenze, das
sogenannte „Tor des Himmels“, wird jedoch zum
Schauplatz einer wundersamen Wendung. Buddy
Elias spielt in Michael Verhoevens schwarzer Komödie
einen Rabbi. Der Film basiert auf einer Erzählung,
einem Theaterstück und einem Drehbuch von George
Tabori, der darin die Erinnerungen an seine Mutter
Elsa Tabori verarbeitete.
45
THE DIARY OF ANNE FRANK Das Tagebuch der Anne Frank
USA 1959. R: George Stevens. D: Millie Perkins, Joseph Schildkraut.
18. April: 179 Min. Blu-ray. OmU · 22. April: 150 Min. 35mm. DF
George Stevens´ THE DIARY OF ANNE FRANK ist die
erste Verfilmung des berühmten Tagebuchs, der viele
weitere Remakes und Adaptionen folgten. Der Film
basiert auf einer 1955 in New York uraufgeführten und
am Broadway gefeierten Bühnenfassung von Albert
Hackett und Frances Goodrich, die an vielen Stellen
vom Tagebuch abweicht. Dennoch war Annes Vater
Otto Frank der Meinung, dass die Grundintention des
Tagebuchs bewahrt geblieben sei, und war mit dieser
Fassung einverstanden. Der Film wurde mit drei Oscars® ausgezeichnet.
MEINE TOCHTER ANNE FRANK
Deutschland 2014. R: Raymond Ley. Dokumentarfilm mit Spielszenen
D: Mala Emde, Götz Schubert. 90 Min. Blu-ray
Samstag, 18.04.
17:00 Uhr
Mittwoch, 22.04.
10:00 Uhr
Schulvorstellung:
Anmeldung für
Schulklassen unter
[email protected]
MatineeVorstellung
Im Anschluss:
Gespräch mit
Esther Schapira
und Raymond Ley
(angefragt)
Mit freundlicher
Unterstützung des
MEINE TOCHTER ANNE FRANK beschäftigt sich mit
der Beziehung zwischen Anne und ihrem Vater Otto
Frank und mit dem Verrat an den acht Hinterhausbewohnern. Mit neuem, bisher unveröffentlichtem
Archivmaterial und anhand von Interviews mit Zeitzeugen werden Annes enge Verbindung zu ihrem Vater
und die Belastungen, die ein Leben im Untergrund mit
sich bringt, deutlich. Otto Frank überlebte als einziger
der Bewohner des Hinterhauses das KZ Auschwitz und
kehrte 1945 nach Amsterdam zurück.
Sonntag, 19.04.
12:00 Uhr
46
SPECIALS
Die Familie Frank
Mit freundlicher
Unterstützung des
Sonntag, 19.04.
18:00 Uhr
Zu Gast:
Mirjam Pressler und
Hanna Laura Klar
ANNE FRANK – EIN MÄDCHEN AUS DEUTSCHLAND
Deutschland 2004. R: Gabriela Hermer
Dokumentarfilm. 45 Min. Digital
Ihr Tagebuch hat Anne Frank weltberühmt gemacht. Millionen Menschen haben gelesen, was Anne Frank in den
zwei Jahren in ihrem Versteck im Hinterhaus in Amsterdam geschrieben hat. Kaum bekannt ist jedoch, wie die
dreizehn Jahre davor aussahen. Gabriela Hermer begibt
sich auf eine filmische Spurensuche nach Frankfurt,
Amsterdam und Basel und trifft dort Menschen wie Annes Cousin Buddy Elias, die durch ihre Erinnerungen das
Mädchen hinter dem Mythos lebendig werden lassen.
Foto: Sara Suter
ANNES COUSIN
Deutschland 2014. R: Hanna Laura Klar
Dokumentarfilm. 45 Min. Digital
Premiere
In memoriam Buddy Elias
In ANNES COUSIN berichtet Buddy Elias über die
Freundschaft zu seiner Cousine Anne Frank, aber auch
über sein eigenes Leben und seine Arbeit als Schauspieler. Seine Frau Gerti führt durch das Haus der Familien
Frank und Elias in der Herbstgasse in Basel und erzählt
dabei die Familiengeschichte der Franks. Regisseurin
Hanna Laura Klar begleitet das Ehepaar Elias auch auf
eine Reise nach Frankfurt, wo sie die Jugendbegegnungsstätte Anne Frank besuchen und Buddy Elias in der
Paulskirche eine Ansprache zum Gedenken an den Beginn der Novemberpogrome am 9. November 1938 hält.
Buddy Elias starb am 18. März dieses Jahres, wenige
Monate vor seinem 90. Geburtstag.
47
WAS TUT SICH –
IM DEUTSCHEN FILM?
Foto: Alina Bader
In der Reihe WAS TUT SICH – IM DEUTSCHEN FILM?
präsentiert das Kino des Deutschen Filmmuseums
einmal im Monat ein aktuelles Werk mit anschließendem
Filmgespräch. Im April ist Gerd Schneiders Regiedebüt VERFEHLUNG zu sehen, die Geschichte von drei
Priestern, die sich mit einem Missbrauchsskandal
auseinandersetzen müssen. Regisseur Gerd Schneider
wollte zunächst Priester werden, hat sich dann aber für
den Film entschieden. Mit VERFEHLUNG gelingt ihm ein
ungewöhnlicher, intensiver und komplexer Blick hinter
die Fassaden der katholischen Kirche.
In Kooperation mit
Gerd Schneider, geboren 1974, studierte zunächst Katholische Theologie in Bonn und Wien, um sich auf das
Priesteramt vorzubereiten. Nach dem Diplom begann
er ein Regiestudium an der Filmakademie Baden-Württemberg. Neben Kurz- und Dokumentarfilmen realisierte
Gerd Schneider als Illustrator Storyboards für Großproduktionen wie DER WIXXER (DE 2003), HERR DER
DIEBE (DE 2005) und DER ROTE BARON (DE 2008).
VERFEHLUNG
Deutschland 2015. R: Gerd Schneider
D: Sebastian Blomberg, Jan Messutat, Kai Schumann. 95 Min. DCP
Vorfilm
HERR IM HAUS
Deutschland 2000
R: Gudrun Falke
7 Min. DigiBeta
Jakob, Dominik und Oliver sind vorbildliche Priester:
Engagiert, jung und weltlichen Freuden wie dem Fußballspiel zugetan. Alle drei verbindet der Glaube, in der
katholischen Kirche etwas verändern zu können. Doch
dann "schmeißt einer mit Dreck, und es ist nur eine Frage der Menge, ob was hängen bleibt.“. Ein Junge soll
von Dominik missbraucht worden sein. Jakobs Glaube
kommt ins Wanken, sein Vertrauen in den Freund ist
erschüttert. Wer hat Recht? Und wie verhält sich die
Institution Kirche?
Dienstag, 07.04.
20:15 Uhr
Nach dem Film
führt Rudolf Worschech (epd film) ein
Werkstattgespräch
mit Gerd Schneider.
Im Kino 01.-16. April 2015
48
tagsüber
18.00 Uhr
01
Mi
BRONENOSETS POTYOMKIN
≥ S. 39 Panzerkreuzer Potemkin
UdSSR 1925. S. M. Eisenstein. 70 Min.
Musikfassung. Mit dt/russ. ZT
02
Do
VANYA ON 42ND STREET ≥ S. 18
Vanya – 42. Straße US/GB 1994. Louis
Malle. 120 Min. Omdt/frzU
03
Fr
04
Sa
05
So
06
Mo
07
Di
THE LAST PICTURE SHOW
≥ S. 16 US 1971. Peter Bogdanovich
126 Min. OF
08
Mi
DIE GEZEICHNETEN
≥ S. 39 DE 1922. Carl Theodor Dreyer
105 Min. Musikfassung. Mit dt/russ. ZT
09
Do
I BAMBINI CI GUARDANO ≥ S. 25
Die Kinder beobachten uns
IT 1944. Vittorio De Sica. 85 Min. OmeU
10
Fr
11
Sa
12
So
HEIDI ≥ S. 42 CH 1952. Luigi
Comencini. 100 Min. 15:00 Uhr
Im Anschluss: "Kinomagie": Offener
Vorführraum für Kinder (≥ Seite 14)
13
Mo
KEINE VORSTELLUNGEN
14
Di
PRESERVE ME A SEAT ≥ S. 16
US 2006. Jim Fields
104 Min. OF. Mit Vorfilm
15
Mi
HITLERJUNGE SALOMON
≥ S. 30 BRD/FR 1990
Agnieszka Holland. 113 Min. dt. OF
16
Do
VISKNINGAR OCH ROP ≥ S. 27
Schreie und Flüstern
SE 1973. Ingmar Bergman
91 Min. OmeU
WINNIE PUUH ≥ S. 42
US 2011. Stephen J. Anderson, Don Hall
64 Min. DF 14:30 Uhr
THE END OF THE AFFAIR ≥ S. 19
Das Ende einer Affäre
GB 1999. Neil Jordan. 109 Min.
Omdt/frzU
BRONENOSETS POTYOMKIN
≥ S. 39 Panzerkreuzer Potemkin
UdSSR 1925. S. M. Eisenstein. 70 Min.
Musikfassung. Mit dt/russ. ZT
WINNIE PUUH ≥ S. 42
US 2011. Stephen J. Anderson, Don Hall
64 Min. DF 15:00 Uhr
TOP HAT ≥ S. 26
Ich tanz mich in dein Herz hinein
US 1935. Mark Sandrich. 101 Min. DF
Oster-Ü-Ei: Wunschfilm ≥ S. 11
Abstimmung bis 31. März unter deutschesfilminstitut.de/blog/osterwunschfilmabend
HEIDI ≥ S. 42 CH 1952. Luigi
Comencini. 100 Min. 14:30 Uhr
BLINDNESS ≥ S. 20
Die Stadt der Blinden CA/BR/JP 2008
Fernando Meirelles. 120 Min. OmU
DIE GEZEICHNETEN
≥ S. 39 DE 1922. Carl Theodor Dreyer
105 Min. Musikfassung. Mit dt/russ. ZT
Juliane Moore
VERTIGO ≥ S. 26
Aus dem Reich der Toten
US 1958. Alfred Hitchcock. 128 Min. OF
Carte Blanche: von Trotta
DF Dt. Fassung OF Originalfassung o.D. Ohne Dialog
FILMTHEATER
goEast
49
20.30 Uhr
22.30 Uhr
VANYA ON 42ND STREET ≥ S. 18
Vanya – 42. Straße
US/GB 1994. Louis Malle. 120 Min.
Omdt/frzU
Mi
01
HANNAH ARENDT ≥ S. 25
DE/FR/IL 2012. Margarethe von Trotta
113 Min. 20:15 Uhr. Zu Gast: M. v. Trotta
Do
02
I BAMBINI CI GUARDANO ≥ S. 25
Die Kinder beobachten uns
IT 1944. Vittorio De Sica. 85 Min. OmeU
A NIGHTMARE ON ELM STREET 3
DREAM WARRIORS ≥ S. 41
US 1987. Chuck Russell. 96 Min. OF
Fr
03
THE END OF THE AFFAIR ≥ S. 19
Das Ende einer Affäre
GB 1999. Neil Jordan. 109 Min.
Omdt/frzU
THE INNOCENTS ≥ S. 41
Schloß des Schreckens
GB 1961. Jack Clayton. 100 Min. OmU
Sa
04
So
05
Mo
06
VERFEHLUNG ≥ S. 47
DE 2015. Gerd Schneider. 95 Min.
20:15 Uhr Zu Gast: Gerd Schneider
Di
07
FAR FROM HEAVEN ≥ S. 19
Dem Himmel so fern
US/FR 2002. Todd Haynes. 107 Min. OF
Mi
08
BLINDNESS ≥ S. 20
Die Stadt der Blinden CA/BR/JP 2008
Fernando Meirelles. 120 Min. OmU
Do
09
FAR FROM HEAVEN ≥ S. 19
Dem Himmel so fern
US/FR 2002. Todd Haynes. 107 Min. OF
VERTIGO ≥ S. 26
Aus dem Reich der Toten
US 1958. Alfred Hitchcock. 128 Min. OF
THE INNOCENTS ≥ S. 41
Schloß des Schreckens GB 1961
Jack Clayton. 100 Min. OmU 22:45 Uhr
Fr
10
MAPS TO THE STARS ≥ S. 20
CA/US/DE/FR 2014. David Cronenberg
111 Min. OmU
A NIGHTMARE ON ELM STREET 3
DREAM WARRIORS ≥ S. 41
US 1987. Chuck Russell. 96 Min. OF
Sa
11
So
12
Mo
13
MUTTERS COURAGE ≥ S. 44
DE/GB/AT 1995. Michael Verhoeven
89 Min. 20:00 Uhr
Di
14
MAPS TO THE STARS ≥ S. 20
CA/US/DE/FR 2014. David Cronenberg
111 Min. OmU
Mi
15
Do
16
THE HOURS ≥ S. 21 The Hours –
Von Ewigkeit zu Ewigkeit US 2002
Stephen Daldry. 115 Min. OmU
EDIPO RE ≥ S. 37 IT/MA 1967
Pier Paolo Pasolini. 104 Min. OmeU
20:15 Uhr Lecture: Regine Prange
Filmbeginn ca. 21:15 Uhr
Lecture & Film
Late Night Kultkino
OmU Original mit dt. Untertiteln
Kinderkino
Specials
OmeU Original mit engl. Untertiteln
Im Kino 17. - 30. April 2015
50
tagsüber
18.00 Uhr
17
Fr
PADDINGTON
≥ S. 43 GB/FR 2014. Paul King
96 Min. DF 14:30 Uhr
STILL ALICE ≥ S. 22
Still Alice - Mein Leben ohne Gestern
US 2014. Richard Glatzer, Wash
Westmoreland. 101 Min. OmU
18
Sa
PADDINGTON
≥ S. 43 GB/FR 2014. Paul King
96 Min. DF 14:00 Uhr
THE DIARY OF ANNE FRANK
≥ S. 45 Das Tagebuch der Anne Frank
US 1959. George Stevens. 179 Min. OmU
17:00 Uhr
19
So
Meine Tochter Anne Frank
≥ S. 45 DE 2014. Raymond Ley. 90 Min.
12:00 Uhr
ANNE FRANK – EIN MÄDCHEN
AUS DEUTSCHLAND DE 2004
Gabriele Hermer. 45 Min.
ANNES COUSIN ≥ S. 46
DE 2014. Hanna Laura Klar. 45 Min.
Mit Gästen
PADDINGTON
≥ S. 43 GB/FR 2013. Paul King
96 Min. DF 15:00 Uhr
20
Mo
21
Di
22
Mi
23
Do
24
Fr
Auf Punkt und Strich – Kurzfilme
zum Kritzelkino-Fest für Kinder
≥ S. 43 41 Min. 14:30 Uhr
OBYWATEL ≥ S. 30 Bürger
PL 2014. Jerzy Stuhr. 104 Min. OmeU
Mit Gästen
25
Sa
KOSAC ≥ S. 31 Der Sensenmann
HR/SI 2014. Zvonimir Jurić. 98 Min. OmeU
16:00 Uhr Mit Gästen
ANGELY REVOLUCII ≥ S. 32
Engel der Revolution RU 2014. Aleksey
Fedorchenko. 113 Min. OmeU Mit Gästen
26
So
Auf Punkt und Strich – Kurzfilme
zum Kritzelkino-Fest für Kinder
≥ S. 43 41 Min. 15:00 Uhr
KEBAB I HOROSKOP ≥ S. 32
Kebab & Horoskop PL 2014. Grzegorz
Jaroszuk. 72 Min. OmeU Mit Gästen
27
Mo
NIČIJE DETE ≥ S. 33
Niemandskind RS/HR 2014
Vuk Ršumović. 95 Min. OmeU Mit Gästen
28
Di
Vortrag von Jan P. Sefrin und Anna
Scherbening & Kurzfilmprogramm:
DER KINOMANN/DEMNÄCHST HIER
≥ S. 12/17 DE 1990/1994. T. Frickel/
T. Freundner. Insges. 27 Min.
29
Mi
KOZA ≥ S. 35
SK/CZ 2015. Ivan Ostrochovský
75 Min. OmeU
30
Do
DIE MÖRDER SIND UNTER UNS
≥ S. 28 DE 1946. Wolfgang Staudte
87 Min.
KEINE VORSTELLUNGEN
OUT OF PRINT ≥ S. 17
US 2014. Julia Marchese. 86 Min. OF
Mit Vorfilm
THE DIARY OF ANNE FRANK
≥ S. 45 Das Tagebuch der Anne Frank
US 1959. George Stevens. 150 Min. DF
10:00 Uhr Schulvorstellung
SANSHŌ DAYŪ ≥ S. 40
Sansho Dayu - Ein Leben ohne Freiheit
124 Min. OmeU
WANDA ≥ S. 27
US 1971. Barbara Loden
102 Min. OF
Juliane Moore
Carte Blanche: von Trotta
DF Dt. Fassung OF Originalfassung o.D. Ohne Dialog
FILMTHEATER
goEast
51
20.30 Uhr
22.30 Uhr
VISKNINGAR OCH ROP ≥ S. 27
Schreie und Flüstern
SE 1973. Ingmar Bergman. 91 Min. OmeU
20:00 Uhr
BOOGIE NIGHTS ≥ S. 21
US 1997. Paul Thomas Anderson
154 Min. OmU 22:00 Uhr
Fr
17
STILL ALICE ≥ S. 22
Still Alice - Mein Leben ohne Gestern
US 2014. Richard Glatzer, Wash
Westmoreland. 101 Min. OmU
CARRIE ≥ S. 22
US 2013. Kimberly Peirce
100 Min. OF
Sa
18
So
19
Mo
20
ANDREJ RUBLJOW ≥ S. 27
UdSSR 1966. Andrej Tarkovskij
182 Min. OmU 20:00 Uhr
Di
21
LA PEAU DOUCE ≥ S. 28
Die süße Haut FR 1964
François Truffaut. 113 Min. OmeU
Mi
22
THE HOURS ≥ S. 21 The Hours –
Von Ewigkeit zu Ewigkeit US 2002
Stephen Daldry. 115 Min. OmU
Do
23
Fr
24
„Der Vorführ-Effekt“ ≥ S. 23
Kurzfilmprogramm zur Nacht der Museen
20:30 bis 1:30 Uhr (stündlich)
Sa
25
AUF DAS LEBEN! ≥ S. 33 DE 2014
Uwe Janson. 90 Min. Gäste: Alice Brauner,
Hannelore Elsner 20:15 Uhr
So
26
KREDITIS LIMITI ≥ S. 34
Kreditlimit GE/FR/DE 2014. Salomé Alexi
85 Min. OmeU Mit Gästen
Mo
27
BELYE NOCHI POCHTALONA
ALEKSEYA TRYAPITSYNA ≥ S. 34
Die weißen Nächte des Postboten
RU 2014. Andrei Konchalovsky. 110 Min.
OmeU
Di
28
DE CE EU? ≥ S. 35 Warum ich?
RO/BG/HU 2015. Tudor Giurgiu
130 Min. OmeU
Mi
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IL DECAMERON ≥ S. 38
Decameron IT/FR/BRD 1971. Pier Paolo
Pasolini. 112 Min. OmeU 20:15 Uhr
Lecture: Bernhard Groß
Filmbeginn: ca. 21:15 Uhr
Do
30
WANDA ≥ S. 27
US 1971. Barbara Loden
102 Min. OF 21:00 Uhr
UROK ≥ S. 31 Die Lehrstunde
BG/GR 2014. Kristina Grozeva, Petar
Valchanov. 105 Min. OmeU Mit Gästen
Lecture & Film
CARRIE ≥ S. 22
US 2013. Kimberly Peirce
100 Min. OF 23:00 Uhr
Late Night Kultkino
OmU Original mit dt. Untertiteln
Kinderkino
Specials
OmeU Original mit engl. Untertiteln
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SERVICE
Kino des Deutschen Filmmuseums
Schaumainkai 41 · 60596 Frankfurt am Main
Information & Ticketreservierung:
Tel.: 069 - 961 220 220
Kino
kino-des-deutschen-filmmuseums.de
Eintrittspreise
Regulär: 7,- Euro
Ermäßigt (Schüler/Studenten – gilt nicht für Studierende der Universität des
3. Lebensalters U3L): 5,- Euro, Schwerbehinderte: 3,50 Euro
Filme mit Gästen, Musikbegleitung, Lecture, 3D: 2,- Euro Zuschlag
Für Frankfurt-Pass-Inhaber ermäßigen sich die regulären Preise um die Hälfte.
Kinderkino
Für Kinder und begleitende Erwachsene: 3,50 Euro; 3D: 1,- Euro Zuschlag
Kinocard
Ermäßigter Eintritt zu allen Kinoveranstaltungen
Jahresbeitrag: 30,- Euro · ermäßigt: 20,- Euro
Ticket: je 4,- Euro · ermäßigt: 3,- Euro
Für Sonderveranstaltungen: 1,50 Euro Zuschlag
Freundeskreis
Freunde des Kinos
erhalten die Kinocard, Vorzugskarten bei ausgewählten Filmveranstaltungen
und bekommen das aktuelle Programm sowie den wöchentlichen Newsletter
zugeschickt. · Jahresbeitrag: 30,- Euro · unter 30-Jährige: 20,- Euro.
Freunde des Museums
erhalten freien Eintritt in alle Ausstellungen, Einladungen zu den Eröffnungen,
den Newsletter und exklusive Informationen zu den Ausstellungen.
Jahresbeitrag: 65,- Euro · unter 30-Jährige: 55,- Euro.
Informationen: freunde-deutsches-filmmuseum.de
[email protected]
Freunde von Kino und Museum erhalten zusätzlich:
Einladungen zu exklusiven Veranstaltungen und zehn Prozent
Ermäßigung auf Kataloge zu aktuellen Ausstellungen
Jahresbeitrag: 95,- Euro · unter 30-Jährige: 80,- Euro
Special für zwei Personen: 160,-Euro · unter 30-Jährige: 130,- Euro
Förderkreis
Die Mitglieder des Förderkreises tragen entscheidend dazu bei, dass das Deutsche Filminstitut neue attraktive Projekte initiieren kann. Bisher sind im Förderkreis rund 70 Persönlichkeiten engagiert, die die Vermittlung von Filmkultur im
Haus am Schaumainkai besonders großzügig unterstützen. Der Jahresbeitrag
beträgt für Privatpersonen 500 Euro, für Unternehmen mindestens 1000 Euro.
Kontakt: 069 - 961 220 226 oder [email protected]
Newsletter
Unser wöchentlicher Newsletter informiert per E-Mail über Kino- und
Ausstellungs-Programme.
Anmeldung unter newsletter.deutsches-filmmuseum.de
Programmheft
Das monatlich erscheinende Programmheft liegt aus im Deutschen
Filmmuseum sowie an ausgewählten Orten in Frankfurt und der Region.
Mobilitätspartner des Deutschen Filminstituts
Gegen Vorlage eines ŠKODA-Autoschlüssels erhält der
Autobesitzer freien Eintritt in unsere Dauer- und Sonderausstellung.
53
Museum
deutsches-filmmuseum.de
Di /Do-So 10:00 - 18:00 Uhr · Mi 10:00 - 20:00 Uhr · Mo geschlossen
Öffnungszeiten an den Feiertagen:
Karfreitag (3. April) / Ostersonntag (5. April) / Ostermontag (6. April):
10:00 - 18:00 Uhr
Dauerausstellung
Eintrittspreise: 6,- Euro · ermäßigt: 3,- Euro
Sonderausstellungen
VERTIKALE #2
Reflective/Perspective
12. März bis 14. Juni 2015 · Eintritt kostenfrei
FILMTHEATER
Kinofotografien von Yves Marchand und Romain Meffre
26. November 2014 bis 31. Mai 2015 · Eintrittspreise: 7,- Euro · ermäßigt: 5,- Euro
Für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt in die Ausstellungen frei.
Kombitickets
Dauerausstellung und Sonderausstellung: 10,- Euro · ermäßigt: 7,- Euro
Offenes Filmstudio am Wochenende
Samstags und sonntags von 14:00 bis 18:00 Uhr;
Kostenfreies Angebot, Anmeldung nicht erforderlich
Ort: 4. Stock
Aktiv im Filmmuseum
Nach Absprache: Führungen für Privatpersonen und Unternehmen
(60,- Euro · ermäßigt: 35,- Euro), Filmanalyse (60,- Euro · ermäßigt: 35,- Euro),
Seminare, Workshops (35,- bis 120,- Euro) und Kindergeburtstage (90,- Euro),
jeweils plus ermäßigter Eintritt pro Person
Nähere Informationen, Preise und Anmeldung unter:
[email protected]
Tel.: 069 - 961 220 223
mupaed.deutsches-filmmuseum.de
Öffentliche, kostenfreie Führungen
(Anmeldung nicht erforderlich; die Teilnehmer bezahlen
lediglich den regulären Eintritt)
Dauerausstellung: jeden Sonntag, 15:00 Uhr, Treffpunkt: 1. Stock
Sonderausstellung: jeden Samstag, 15:00 Uhr, Treffpunkt: Erdgeschoss
filmcafé
Das filmcafé ist bis zum Beginn der letzten Kinovorstellung geöffnet.
Flaschengetränke können mit ins Kino genommen werden.
Anfahrt
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln
U1, U2, U3, U8 (Schweizer Platz) · U4, U5 (Willy-Brandt-Platz)
Straßenbahn 15/16 (Schweizer-/Gartenstraße)
Buslinie 46 (Museumsuferlinie 46)
Mitglieder und Förderer
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Gästebuch
Til Schweiger
Viel Zeit hat sich Til Schweiger am
5. März für seinen Besuch im Deutschen Filmmuseum genommen:
Zusammen mit seinen Eltern war
er nach Frankfurt gekommen, um
seinen aktuellen Film HONIG IM
KOPF vorzustellen, der sich mit der
Alzheimer-Krankheit beschäftigt.
Sein Ziel sei es gewesen zu zeigen,
„dass trotz der Tragik und Ausweglosigkeit der Krankheit auch immer
was Schönes passieren kann“, erzählte Schweiger nach dem Film im
Gespräch mit Rudolf Worschech.
VORSCHAU
MAI 2015
Filmreihe:
50 Jahre Kuratorium Junger Deutscher Film
Das Oberhausener Manifest forderte 1962 eine neue
Filmsprache, die sich unabhängig von kommerziellen Interessen entwickeln sollte. Die anschließende öffentliche
Diskussion führte zur Gründung des Kuratoriums Junger
Deutscher Film, das bis heute Nachwuchsfilmemacher
fördert. Eine Filmreihe im Mai fasst Werke von Regisseuren zusammen, die vom Kuratorium gefördert wurden,
darunter Detlev Buck, Roland Emmerich (Foto, links) und
Edgar Reitz.
Filmreihe in Kooperation mit: Kuratorium Junger Deutscher Film
www.facebook.com/FrankfurterSparkasse
55
Unser Leben, unser Schwung,
unsere Frankfurter Sparkasse
„Man muss nicht immer das Rad neu erfinden, um mit
Innovationen Erfolg zu haben. Manchmal genügt eine gute
Idee und der richtige Finanzpartner, der mit anschiebt.“
Die Frankfurter Sparkasse – Ihr Partner für
individuelle Beratung.
Wolfgang Momberger, Helge von Fugler | Unternehmer
Ebike Advanced Technologies GmbH | Kunde seit 2013
56
Deutsches Filmmuseum
Deutsches Filminstitut
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main
www.deutsches-filmmuseum.de