Wir sind die Zukunft Die Tricks der Chefs

Aus- und Weiterbildung im Bergischen Land
1 | 2015
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AUSBILDUNG IM
BERGISCHEN
LAND
Wir sind die Zukunft
Azubis stellen ihre Berufe vor
Die Tricks der Chefs
Ihr Spürsinn für Bewerber
ISSN 2196-0666
Gratis
INHALT
GES
1/1
Kunde: Voss
Azubis stellen ihre Berufe vor:
Der beste Ausgangspunkt,
um eine steile Karriere hinzulegen.
Kaufmännische Berufe
und Verwaltung
12
Technische Berufe
und Handwerk
22
Medien- und IT-Berufe
32
Gastronomie und
Lebensmittelhandwerk
36
Gesundheit und Soziales
38
40
Duales Studium und Abi
Sie möchten mit Ihrer Ausbildung ohne Umwege die gesteckten
Ziele erreichen? Dann lassen Sie sich bei uns anlernen – und
anstecken von unserer Leidenschaft für Leitungs- und Verbindungstechnik im Fahrzeugbau.
Als weltweit tätiges und stetig wachsendes Unternehmen mit
insgesamt 3.000 Mitarbeitern möchten wir Sie einladen, ein Teil
unserer Erfolgsgeschichte zu werden. Für unseren Stammsitz
in Wipperfürth hat VOSS Automotive Ihr Potenzial im Auge – mit
der Besetzung folgender Positionen zum nächstmöglichen
Zeitpunkt:
TECHNISCHE AUSBILDUNG
Voraussetzung: guter Haupt- oder Realschulabschluss;
Dauer: 3,5 Jahre
41
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für Betriebstechnik
Betriebsanlagen/Betriebsausrüstung
➜ Auszubildende/-r als Industriemechaniker/-in
Formteile
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Setzen Sie bei uns Engagement, Teamfähigkeit und Ihr technisches Verständnis gewinnbringend ein. Entscheiden Sie sich für
Voraussetzung: guter Realschulabschluss,
Höhere Handelsschule oder Abitur; Dauer: 3 Jahre
einen anerkannten Berufsausbilder mit Tradition und mehrfach
ausgezeichneten Absolventen, die in vielen Fällen übernommen
werden!
IT-AUSBILDUNG
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung über unsere Homepage
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VOSS Automotive GmbH | Personal und Organisation
KAUFMÄNNISCHE AUSBILDUNG
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Voraussetzung: Abitur oder Höhere Handelsschule,
solide PC-Grundkenntnisse; Dauer: 3 Jahre
Berufsfelderkundung
Mein Beruf: Industrieklettern
Notenkiller Berufskolleg?
Die Tricks der Chefs
Theater Total
Der erste Eindruck zählt
Mit 15 Jahren ab in die USA
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Drehautomaten-, Drehmaschinen- und Fräsmaschinensysteme
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IMPRESSUM: Der Karriere Bote erscheint zweimal jährlich im Verlag am See - Paul Kalkbrenner,
Betriebstechnik
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Duales Studium im Überblick
4
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48 Mit 15 Jahren ab in die USA
SCHÜLER IM CHEFSESSEL
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Karriere Bote 1-2015
3
DIE BESTEN AZUBIS
1er-Schüler geehrt. Ehemalige „Beste“ berichten
GUMMERSBACH „Sehr gut“
stand auf jedem der 54 Zeugnisse. Die IHK Köln ehrte
im November 2014 in der
Geschäftsstelle Oberberg die
besten Absolventen aus über
1.200 Abschlussprüfungen
(Winter 2013/14, Sommer 14).
Geschäftsstellenleiter
Michael Sallmann hatte
ehemalige 1er-Absolventen
zum lockeren Plausch über
ihren Werdegang nach der
Ausbildung eingeladen. Darunter Janina Reimer, die
2010 ihre Lehre als Zerspanungsmechanikerin bei BPW
Bergische Achsen abschloss
– ein Beruf mit drei Prozent
Frauenquote. „Meine Mutter
wünschte sich lieber etwas
Weiblicheres, mein Vater war
begeistert“, erzählte Reimer.
Aufgrund der Wirtschaftskrise konnte sie nicht übernommen.werden. Doch die
junge Frau hielt den Kontakt
zum Unternehmen. „Ein Personaler wies mich auf eine
Yana Janning - Ausbildungsbetreuerin bei der Volksbank Oberberg eG
Ehrung der 54 1er-Azubis in der
IHK-Geschäftsstelle Oberberg
„Zweieinhalb
Jahre mit dir.“
Studienförderung im Unternehmen hin. Ich begann
daraufhin ein Maschinenbaustudium, das mittlerweile abgeschlossen ist, und arbeitet
jetzt wieder bei BPW.“
Man dürfe den Glauben an
sich selbst nie verlieren, lautete die einhellige Meinung
der ehemaligen „Besten“.
Michael Sallmann riet den
aktuellen Absolventen den
Schwung des Erfolgs mitzunehmen und im erfolgreichen
Lernrhythmus zu bleiben.
FÖRDERUNG PUR
Geförderte Programme zum Berufseinstieg
BERGISCHES LAND Kein Job,
aber Bock auf Arbeiten? Das
NRW-Ministerium für Arbeit,
Integration und Soziales hält
dafür verschiedene Förderprogramme für euch bereit:
„Jugend in Arbeit plus“ betrifft euch, wenn ihr unter 25
Jahre alt seid. Koordinatoren
der Industrie und Handelskammer oder der Handwerkskammer suchen euch
gezielt eine Arbeitsstelle,
wo ihr die Weichen auf eine
langfristige Beschäftigung
stellen könnt. Es kommt dort
vor allem auf Grundsätzliches
an: pünktlich und freundlich
Untypische Berufe für Jungs und Mädels testen
sein, Absprachen einhalten,
BERGISCHES LAND Hand aufs Herz: Wann habt ihr zuletzt
mitdenken und anpacken somitbekommen, dass eine Frau das Auto eurer Eltern repawie ein wenig Ausdauer beim
rierte oder neue Dachziegel verlegt? In welcher Praxis hat
Erledigen der Aufgaben. Auch
ein Mann dem Doktor assistiert? Ihr müsst lange überlegen?
nach dem Jobeinstieg könnt
Eben! Es gibt viele typische Männer undihr weiter auf eure
Frauenberufe. Gründe
Berater zählen. Euer
Berufswunsch erster
DO 23. APRIL
dafür gibt es oft keine.
Weg, um an „JuMaler/in?
Der Boys‘ Day und der
gend in Arbeit plus“
Girls‘ Day bieten Mädels und Jungs der 5. bis
teilzunehmen, führt
10. Klassen die Chance, einmal geschlechterzur Agentur für Arbeit
untypische Ausbildungsberufe und Studienoder ins Jobcenter.
gänge zu erkunden. Trefft Vorbilder, die es in
Eine Teilzeitbesolchen Berufen nach ganz oben geschafft
rufsausbildung kommt
haben, und hört euch ihren Karriereweg an!
für euch in Frage,
Mit dem „Radar“ auf den Internetseiten des
wenn ihr noch keine
Aktionstags könnt ihr Angebote in eurer
abgeschlossene BeNähe finden und euch anmelden. Ob ihr für
rufsausbildung habt
diesen Tag vom Unterricht freigestellt werdet,
und aufgrund einer
liegt im Ermessen eurer Schulleitung. Fragt
Familienverantworeure Lehrer!
tung nicht in der Lage
Do 23. April, www.girls-day.de,
seid, eine Ausbildung
www.boys-day.de
in Vollzeit zu durchlaufen. Das Land NRW
und der Europäische
Siehe Flyer in dieser
Sozialfonds stellen
Ausgabe und:
www.bondke.de
4 Karriere Bote 1-2015
GIRLS‘ & BOYS‘ DAY
hier Mittel zur Verfügung,
um euch eine Perspektive zu
bieten. Zum Beispiel könnte
ihr mit dieser Unterstützung
an eine abgebrochene Ausbildung anknüpfen oder vor
dem Start eure schulischen
Grundkenntnisse einmal
auffrischen. Außerdem gib‘ts
Hilfe, wie man die Betreuung
von Kinder und zu pflegenden Angehörigen mit Ausbildungsbetrieb und Berufsschule koordinieren kann.
Über die Produktionsschule
NRW wird Arbeiten und Lernen miteinander verbunden. Ihr
arbeitet wie in einem Betrieb
unter realen Marktbedingungen an Produkten oder
Dienstleistungen, für die es
vor Ort Bedarf gibt, zum Beispiel Sitzbänke für Kindergärten oder Serviceangebote
im Catering. Werkstattpädagogen leiten euch an. Ihr seid
ständig verantwortlich einbezogen und übernehmt Arbeiten vom Auftragseingang
bis zur Rechnungsstellung.
So baut ihr theoretisches und
fachliches Hintergrundwissen
auf. Weil sich die Produktionsschulen dabei mit der lokalen Wirtschaft eng abstimmen müssen, öffnet sich für
euch so ein Weg, der zu einer
anschließenden Ausbildung
führen kann – gerade wenn
ihr die Schule mit schlechteren Bewerbungsvoraussetzungen verlassen habt.
Infos: 0221–3550-1110/-1166
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Bachelor o
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(B.A.) in B
& Finance
Online-Bewerbung unter:
www.vb-oberberg.de/karrierestart
SCHÜLER EROBERN
CHEFPOSTEN
LEHRSTELLENBÖRSEN
Ausbildungsbörse Oberberg & Tag der Ausbildung
BERGNEUSTADT, RADEVORMWALD Die 17. Ausbildungsbörse in Bergneustadt
ist wieder speziell auf das
Oberbergische ausgerichtet.
Bei Live-Demonstrationen,
Berufe-Workshops und
Gesprächen mit aktuellen
Azubis könnt ihr über 100
Berufe entdecken. Schlau ist,
wer hier schon erste Kontakte zu Ausbildern knüpft und
sich so den vielleicht entscheidenden Vorteil bei der
Bewerbung verschafft. Schon
ab 9 Uhr starten stündliche
Workshops: Was macht ein
Feinmechaniker, was ein
Stuckateur? Wie kann man
Berufsorientierungstests
sinnvoll verwenden? Meldet
euch im Vorfeld der Messe
über eure Schule an. Über
Restplätze informiert ein
Aushang im Foyer. AggerEnergie-Geschäftsführer
Frank Röttger ist Schirmherr
der Messe. Am 4. Tag der
Ausbildung in Rade lernt ihr
rund 30 Betriebe kennen,
die Azubis, Studenten oder
Praktikanten suchen. In den
Unternehmen werden Führungen und Vorträge zu Berufsbildern geboten. Es gibt
einen Shuttlebus-Service. In
der GGS Stadt trefft ihr weitere Aussteller an.
Sa 21. März, 9.30-14 Uhr,
Bergneustadt, Sporthalle Auf
dem Bursten, Hauptschule,
Goethestr.
Sa 30. Mai, 10-15 Uhr, Radevormwald, Grundschule
Carl-Diem-Str.
TOP-AZUBIS
MADE BY WILDANGEL
Haarstudio ist bester Ausbildungsbetrieb
Das Preisgeld soll in die Ausbildung investiert werden.
Von 5.500 Ausbildungsbetrieben der Handwerkskammer
Köln ist das Lindlarer Haarstudio Wildangel als bester
Ausbildungsbetrieb ausge-
6
zeichnet worden. Zugrundegelegt wurden die
Ausbildungsergebnisse
der letzten 10 Jahre. Verliehen wurde der Preis
im Rhein-Energie Stadion Köln. Bei Wildangel
gibt es für die Azubis
nicht nur zahlreiche
Weiterbildungen, sondern auch spannende
Jobs bei Modenschauen
und Events wie zuletzt dem
Deutschen Fernsehpreis. Wildangel-Azubis belegen auch
bei nationalen und internationalen Wettbewerben stets
vordere Plätze.
www.wildangel.de
OBERBERG Das Projekt
„Schüler im Chefsessel“ befördert euch im Schnellverfahren auf Führungsebene.
Wer mindestens 15 Jahre
alt ist, hat die Chance einen
Tag lang einen Unternehmenschef oder Politiker zu
begleiten – zu Mitarbeiterbesprechungen und Meetings
mit Kunden. Teilnehmen
können Mädels und Jungs aller Schulformen. Das Projekt
schlägt eine Brücke zwischen
Schule und Wirtschaft. Ihr
könnt herausfinden, ob ihr
das Zeug habt, selbst Unternehmer zu werden. Über
eure Eindrücke schreibt ihr
anschließend einen Aufsatz
und gewinnt so im besten Fall
eine Reise nach Berlin.
Es war zum Verzweifeln.
30 Bewerbungen, 30 Absagen. Niemand wollte
ihn haben. Selbst ein
Hähnchenbrater setzt ihn
wieder vor die Tür. Doch
für Jack Ma entpuppten
sich die Absagen als Segen. Er hockte sich vor
den Computer und erfand
das chinesische ebay
„Alibaba“. Heute ist er
Milliardär und der reichste Mann Chinas.
Der Oberbergische Kreis
bildet in folgenden
Bereichen aus:
•
•
•
•
Übrigens: Ein guter Chef faulenzt nicht, werdet ihr merken.
„Schüler im Chefsessel“ räumt
mit Klischees auf.
Das Projekt war Preisträger
im Wettbewerb „365 Orte im
Land der Ideen“. In Oberberg
wird es seit 2011 den Jungen
Unternehmern in die Hand
genommen. Mitmachen und
Bewerben geht über eure
Schule. 13. - 22. April, www.
schueler-im-chefsessel.de
BachelorofLaws(LL.B.)
BachelorofArts(B.A.)
Verwaltungswirt/in
Vermessungstechniker/in
Weitere Informationen zu diesen Ausbildungsberufen bzw. zum Oberbergischen Kreis erhalten
Sie auf der Homepage des Oberbergischen Kreises
unter www.obk.de/ausbildung. Die Ausbildungsleiterin Frau Holletzek (Telefon 02261 88-1107;
[email protected]) steht ebenfalls
gerne für Fragen zur Verfügung.
Ob Tierpflegerin, Technikgenie oder Zahnärztin – gemeinsam
entdecken wir deine Fähigkeiten und welcher Beruf am besten zu
dir passt. Das ist wichtig, denn mit einer guten Ausbildung wirst
du zur gesuchten Fachkraft. Und das bringt dich weiter! Informiere
dich jetzt unter www.dasbringtmichweiter.de
Ausbildungsplätze
ARBEITEN
BEI BAYER?
Ab dem 01.08.2016 bilden wir aus:
Kaufmann/-frau
Ausbildungs- und Studienangebot
WUPPERTAL Der Weltkonzern Bayer informiert euch
im BiZ über Einstiegsmöglichkeiten in Unternehmen
durch über 20 verschiedene
Ausbildungsberufe. Technische, kaufmännische sowie
naturwissenschaftliche Berufe werden vorgestellt.
Do 19. März, 15-17 Uhr,
Berufsinformationszentrum,
Hünefeldstr. 10a, Wuppertal
Voraussetzung: Fachhochschulreife (schulischer
Teil) oder Abitur, Dauer 2 oder 3 Jahre
Medieninformatiker/-in
Game-, Mobile App-, Web-Development +
Bachelorabschluss
im Einzelhandel
Fachinformatiker/-in
Managementassistent/-in
Event, Touristik, Marketing
Mediendesigner/-in
Kommunikationsdesign, Gamedesign
Hauptstraße 2 • 51465 Bergisch Gladbach
02202 9527-01 • [email protected] • www.bib.de
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Kaufmann/-frau
Mediendesigner/-in
Kommunikationsdesign, Gamedesign +
Bachelorabschluss
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Karriere Bote 1-2015
für Lagerlogistik
Berufskraftfahrer/-in
Fachinformatiker/-in
Voraussetzung: Fachoberschulreife,
Dauer 3 Jahre inkl. Erwerb der Fachhochschulreife
Das Team des Haarstudios
Wildangel beim Deutschen
Fernsehpreis
Fachkraft
Manager/-in
Asiamanagement, Marketing & Event,
International Business + Bachelorabschluss
Ausbildung
Start: 05.10.2015
für Marketingkommunikation
Schwerpunkt Onlinemarketing
Systemintegration
Anwendungsentwicklung
Groß-/Außenhandelskaufmann/-frau
Wir bieten:
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 Ausbildung unter guter fachlicher und umfassender Betreuung
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persönlichen und fachlichen Entwicklung
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7
men so vielleicht nicht mehr in Frage. Es
gibt in Deutschland 350 Ausbildungsberufe. Hinzu kommen etliche Studienberufe. Genaue Berufsbeschreibung sind in
den neuen Datenbanken zu finden, über
die man sich für die Berufsfelderkundung anmelden und seinen Platz buchen
kann. Bisher haben das rund 600 (RBK)
bzw. 300 (OBK) Schüler genutzt. Alternativ kann sich jeder auch selbst einen
Betrieb für den Erkundungstag suchen.
In den Datenbanken wird nach drei
Berufskategorien unterschieden. Man
wählt pro Termin einen Beruf aus jeder
Kategorie. Die Lehrer geben die Wahl
letztendlich frei. Beim ersten Mal kann
man beispielsweise in der Gesundheitsbranche landen, beim zweiten und
dritten Mal in einem Biotechnologie-Unternehmen oder in einem Bäckerbetrieb.
Dieser vielfältige Einblick ist wichtig,
denn 40 Prozent aller Mädchen und ein
Drittel der Jungs konzentrieren sich
bei ihrer Berufswahl auf nur zehn Berufe. Das heißt, viele wissen über ihre
vielen Möglichkeiten nicht Bescheid.
„Den Beruf des Oberflächenbeschichters kennt zum Beispiel kaum jemand.
Wenn man aber nicht mit der Masse
schwimmt, hat man größere Karrierechancen“,
rät Andrea Vogt-Schulz,
Personalchefin beim
Unternehmen Federal
Mogul in Burscheid. Oft
sind die Erfahrungen
der Eltern seit Jahrzehnten veraltet. Die
Unterschiede in Handwerksberufen von
früher zu heute sind teils eklatant.
Für die weiterführenden Schulen
ist Teilnahme an der Berufsfelderkundung 2015 zum ersten Mal vom Land
Nordrhein-Westfalen vorgegeben (für
Gymnasien gilt das ab 2016). Im Oberbergischen Kreis beteiligten sich 25 der
32 weiterführenden Schulen, im Rheinisch-Bergischen Kreis 27 von 41.
Im Gladbacher Autohaus Gieraths
erkundeten Peer (r.) und seine Mitschüler die Kfz-Werkstatt
BERUFSFELD
Links: In der Datenbank können Plätze für die Berufsfelderkundung gebucht werden. Ausbildungs- und Studienberufe werden darin vorgestellt. Oben: In Gummersbach durchforsteten Achtklässler
die Online-Angebote der Agentur für Arbeit.
Eintägige Betriebsbesuche für Achtklässler gestartet. Noch 2 Termine in 2015
ERKUNDUNG
Als die Datenbank freigeschaltet wurde,
dauerte es nur Minuten bis die beliebtesten Plätze belegt waren, berichtet
der 14-jährige Peer Saleck vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Bergisch
Gladbach. Er hatte bei den IT-Berufen
das Nachsehen, nimmt‘s aber sportlich, denn er weiß: Noch zweimal in
diesem Jahr, am 23. April und 22. Juni,
bekommen er und tausende andere
Achtklässler im Bergischen die Chance,
in ihr vorläufiges Wunschberufsfeld
reinzuschnuppern.
Peer war beim ersten Erkundungstag im Januar in der Kfz-Werkstatt des
Gladbacher Autohauses Gieraths. Er
half mit, Stoßstangen zu wechseln und
Steinschläge auszubeulen. Chefin Monika Gieraths-Heller nahm sich extra viel
Zeit, um ihm ausführlich den Betrieb zu
zeigen. Der Umgang war sehr herzlich,
Potenzialanalyse
8
Karriere Bote 1-2015
obwohl sich Peer in einer für ihn fremden Welt zurechtfinden musste. Wichtig
war, dass er diesen Tag nicht nur als
Zuschauer erlebte, sondern selbst Hand
anlegen durfte. Da verschwand schnell
jegliche Scheu.
Auch in der Edelstahlgießerei Kuhn
in Radevormwald waren Schüler zu
Gast. Sie begleiteten die Azubis an ihren
Arbeitsplatz, mittags gab‘s eine Pizza-Pause, danach erhielten sie ihren ersten echten Arbeitsauftrag. „Ich habe mir
Berufsfelderkundungen ist
die Chance, für verschiedene
Berufe Feuer zu fangen!
im Vorfeld gewaltig Gedanken gemacht,
was wir zusammen machen “, erzählt
Ausbildungsleiter Andreas Döbler. Also
dachte er sich die „Spielzeug GmbH“
Berufsfelderkundung
Praktika
aus. Als „Angestellte“ sollten die Schüler
eine Kugelbahn bauen. Das Zusammenspiel und die gegenseitige Unterstützung der Arbeitsgruppen funktionierte
optimal. Sogar der Abgabetermin wurde
fristgerecht eingehalten. Zur Belohnung
schenkte das Unternehmen jedem Schüler einen externen Handyakku. Der Tag
war ein voller Erfolg!
Die Berufsfelderkundung dient dazu,
verschiedene Berufe und Abläufe zum
ersten Mal live in einem Betrieb mitzuerleben. Mit allen Sinnen. Dazu gehört
auch, dass es in der Produktionshalle
mal laut und dreckig sein kann. Danach
kann man besser beurteilen, ob etwa das
Berufsfeld „Metall und Maschinenbau“
gefallen hat oder nicht. Wenn in der 9.
Klasse dann das Betriebspraktikum ansteht, kann man schon eine viel genauere Auswahl treffen. Manche Berufe kom-
Ausbildung
Studium
Im Vorfeld wurden in den 8. Schulklassen Potenzialanalysen durchgeführt,
die Stärken und Fähigkeiten der Schüler
herausarbeiteten. Getestet wurden etwa
motorische Fähigkeiten, das Verhalten in
Gruppendiskussionen oder Vorstellungsgesprächen. „Ein Tag im Betrieb bringt
mehr als nur theoretischer Unterricht“,
findet Lehrer Michael Odinius, Koordinator für Berufs- und Studienwahl am
DBG, „die Berufsfelderkundung ist Gold
wert.“
www.berufsfelder-erkunden.de,
www.berufsfelderkundung-obk.de
Die Kuhn-Ausbildung
Als hochmoderne, wirtschaftlich gesunde, mittelständische Schleudergießerei in Radevormwald
bieten wir dir 2015 spannende Einstiegsmöglichkeiten in verschiedenen Berufen, z. B.
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Karriere Bote 1-2015
9
Aufgeschrieben und
fotografiert von
Sebastian Last,
Karin Grunewald
und Lara Hunt
Kaufmännische Berufe
und Verwaltung
12
Technische Berufe
und Handwerk
22
Medien- und IT-Berufe
32
Gastronomie und
Lebensmittelhandwerk
36
Gesundheit und Soziales
38
42
Duales Studium und Abi
WAS MAN
WISSEN SOLLTE:
Erklärungen zu Voraussetzungen und Vergütungsangaben
Hauptschulabschluss
Höhere Handelsschule
Diesen Abschluss habt ihr nach erfolgreichem Abschluss der Klasse 10A
erreicht.
Die Höhere Handelsschule bereitet
euch auf die Berufsfelder Wirtschaft
und Verwaltung vor. Voraussetzung
ist hier die Fachoberschulreife. Nach
erfolgreichem Abschluss habt ihr die
schulische Fachhochschulreife. Um
die komplette Fachhochschulreife zu
erlangen, ist noch eine Berufsausbildung, eine mindestens zweijährige
berufliche Tätigkeit oder ein halbjähriges gelenktes Praktikum notwendig.
Fachoberschulreife
Sie ist nach erfolgreichem Abschluss
der Klasse 10B auf der Hauptschule
oder dem Abschluss auf der Realschule
geschafft. Auch an Berufskollegs und
speziellen Sekundarschulen könnt ihr
diesen Abschluss erlangen. Früher
wurde die Fachoberschulreife „mittlere
Reife“ genannt. Die Fachoberschulreife
mit Qualifikation berechtigt euch zum
Besuch der gymnasialen Oberstufe.
Fachhochschulreife
Nach erfolgreichem Abschluss der
Stufe 11 am Gymnasium habt ihr die
Fachhochschulreife, auch Fachabi genannt. Auch an Gesamtschulen und
Berufskollegs kann dieser Abschluss
erreicht werden. Zusätzlich zum schulischen Teil muss eine fachpraktische
Ausbildung nachgewiesen werden. Ihr
seid mit diesem Abschluss befähigt, an
Fachhochschulen (FH) zu studieren.
Abitur
Abitur oder Allgemeine Hochschulreife
könnt ihr an Gymnasien, Gesamtschulen und Weiterbildungskollegs erlangen. Ihr seid mit diesem Abschluss
berechtigt, an Universitäten und Fachhochschulen zu studieren.
Berufskolleg
Hier werden allgemeine und berufliche Bildung kombiniert. Man kann das
Abitur oder die Fachhochschulreife mit
beruflichen Schwerpunkten wie Technik, Wirtschaft oder Erziehungswissenschaften erreichen.
12
Karriere Bote 1-2015
Praktika
Die Voraussetzungen sind unterschiedlich. Es gibt Praktika für
Schüler ohne bisherigen Abschluss
und Praktika für Studenten. Sie
sind immer empfehlenswert, um die
Arbeitswelt im Allgemeinen, spezielle
Berufe oder euren Wunsch-Arbeitgeber kennenzulernen. So könnt ihr
eure Visitenkarte schon sehr früh in
einem Unternehmen abgeben und
euch empfehlen. Oft sind Praktika jederzeit möglich. Es gilt der gesetzliche
Mindestlohn von 8.50 €/Std.
Duales Studium
Einen genaueren Überblick über die
Varianten findet ihr auf Seite 43.
Ausbildungsvergütung
Unter Vergütung haben wir entweder
angegeben was der Arbeitgeber effektiv zahlt oder die Tarifvergütung.
Manche Arbeitgeber möchten dazu
keine Angaben machen. Alle Vergütungsangaben sind Bruttobeträge,
das heißt davon gehen noch Steuern
und Sozialabgaben ab, also Kranken-,
Renten-, Pflege- und Arbeitslosengeldversicherung. Erst dann ist es
„Netto“ – das, was ihr tatsächlich
ausbezahlt bekommt. Von eurer Brutto-Vergütung müsst ihr etwa ein Drittel abziehen, um die Netto-Vergütung
zu errechnen. Im Internet findet ihr
auch Brutto-Netto-Rechner.
In dieser Ausgabe angebotene kaufmännische Berufe und Verwaltungsberufe:
Die Adressen und Ansprechpartner für eure
Bewerbung findet ihr in den jeweiligen Anzeigen.
Bankkauffrau
Einzelhandelskauffrau
Voraussetzung: Abitur, Fachhochschulreife
oder sehr gute Fachoberschulreife
Ausbildungsdauer: 2,5 Jahre
Vergütung 1.-3. Jahr: 892 €, 959 €, 1022 €
Fachrichtung: Lebensmittel
Voraussetzung: Praktikum, Probearbeiten
Ausbildungsdauer: 3 Jahre(2 J. bis Verkäufer)
Tarifvergütung 1.-3. Jahr: 730 €, 805 €, 925 €
Groß- und Außenhandelskauffrau
Voraussetzung: Abitur oder gutes Fachabi
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Bäckereifachverkäufer/-in
Konditorei Ralf Gießelmann
Bankkaufmann/-frau
VR Bank eG Bergisch Gladbach
Volksbank Oberberg eG
Einzelhandelskaufmann/-frau
Holz-Richter GmbH
Lidl E-Commerce Int. GmbH & Co. KG
Groß- u. Außenhandelskaufmann/-frau
Holz-Richter GmbH
Soennecken eG
Industriekaufmann/-frau
ABUS Kransysteme GmbH
AggerEnergie GmbH
Elektrisola Dr. G. Schildbach GmbH & Co. KG
Gira Giersiepen GmbH & Co. KG
HEW-KABEL GmbH
Interroll Holding GmbH
Schleuniger GmbH
Schmidt + Clemens GmbH + Co. KG
Steinco Paul vom Stein GmbH
VOSS Automotive GmbH
Informatikkaufmann-/frau
VOSS Automotive GmbH
Kaufmann/-frau
Marketingkommunikation
Holz-Richter GmbH
Büromanagment
Gira Giersiepen GmbH & Co. KG
Lidl E-Commerce Int. GmbH & Co. KG
Schmidt + Clemens GmbH + Co. KG
Versicherungen und Finanzen
Provinzial Rheinland
Personaldienstleistungskaufmann/-frau
Stewe Dienstleistungen GmbH
Verkäufer/-in
Lidl E-Commerce Int. GmbH & Co. KG
Verwaltungsfachangestellte/r
Rheinisch-Bergischer Kreis
Verwaltungsfachwirt/-in
Beamter im mittleren Dienst
Oberbergischer Kreis
Rheinisch-Bergischer Kreis
Kaufmännische
Berufe und
Verwaltung
„
„
„
Janett Meister, 21, ist fertig mit der Ausbildung bei der VR Bank Bergisch Gladbach
Anna Wintgens, 24, im 2. Ausbildungsjahr
bei REWE Wintgens in Bensberg
Maren Hachenberg, 19, 1. Ausbildungsjahr,
Soennecken eG, www.soennecken.de
Frau Meister, Sie haben einen starke Entwicklung genommen!“ Über dieses
Lob meines Ausbildungsleiters habe ich
mich riesig gefreut. Früher war ich wesentlich schüchterner. Wenn ich vor der
Klasse sprechen musste, bin ich knallrot geworden. Die Ausbildung bei der VR
Bank hat den Horizont meiner Fähigkeiten unheimlich erweitert. Teamarbeit
mochte ich schon immer, Wirtschaftsthemen interessierten mich bereits zu
Schulzeiten. Das war im Nachhinein betrachtet wichtiger als eine Eins in Mathe.
Im Vorstellungsgespräch sollte man
auf jeden Fall wissen, was die Genossenschaftsbank von einer Privatbank
unterscheidet. Das super nette Team ist
für mich ein ganz großes Thema. Es steht
immer jemand im Hintergrund bereit,
der helfen kann. Gleich von Beginn an
sollte ich Kunden am Schalter beraten.
Ab ins kalte Wasser! So schwer fand ichs
dann aber
BERGISCH GLADBACH gar nicht.
Wichtig ist, hellwach und zuvorkommend zu sein. Bereits die Tonlage kann
viel ausmachen, habe ich in der Berufsschule gelernt.
Ich könnte mir gut vorstellen, später
ins Kreditgeschäft der Firmenkundenabteilung einzusteigen. Unternehmertypen
und ihre Businessplänen kennenlernen,
Perspektiven erkennen und fördern – das
ist spannend und liegt mir. Im Mai beginne ich erst einmal mein Studium zur
Bankfachwirtin, parallel werde ich bei
der Bank als Kundenberaterin in verschiedenen Filialen eingesetzt. Danach
könnte der Betriebswirt oder ein Bachelorstudium folgen.“
Stammkunden begrüßen uns morgens alle mit Vornamen. Als Einzelhandelskauffrau muss ich wissen, was die
Kunden brauchen. Deswegen werden wir
in Gesprächsführung geschult. Blickkontakt halten, nett und offen sein ist wichtig. Das lebt meine Chefin vor. Sie ist zwar
auch meine Tante, aber behandelt mich
wie die anderen neun Azubis. Für sie ist
der persönliche Eindruck entscheidend,
weniger die Zeugnisse. Deshalb sollte
man seine Bewerbung auf jeden Fall persönlich abgeben. Sie organisiert dann ein
paar Tage Probearbeit.
Mir ist wichtig, dass ich später ein
gutes Einkommen habe. Ich habe schon
eine Ausbildung zur Zahntechnikerin abgeschlossen, da hätte ich nicht viel verdient. Jetzt schule ich eben um. Schon
meine Großeltern führten einen Tante-Emma-Laden und ich half meiner
Tante früher während der Ferien.
Als
BERGISCH GLADBACH Azubi war
ich zunächst in der Obst- und Gemüseabteilung. Da lernt man ganz genau auf
Frische und Qualität zu achten. Wir sehen mehrmals am Tag nach, ob noch alles
gut aussieht, damit der Kunde blind ins
Regal greifen kann. Ich habe auch schon
Bestellungen gemacht und kassiert. In
der Berufsschule gibt es sogar eine eigene Rewe-Klasse mit Fokus auf das Lebensmittelgeschäft. Als Einzelhändlerin
könnte ich später aber genauso gut in ein
Modegeschäft wechseln. Nach der Lehre
möchte ich Fortbildungen besuchen, um
als Substitut arbeiten zu können. Dann
kann ich auch stellvertretende Marktleiterin werden.“
Ich wollte immer einen Job im Büro
haben, also genau das, was andere nicht
so gern wollen. Ich mag es, zu verwalten, zu organisieren, zu telefonieren.
Mein erstes Ausbildungsjahr hat mich
nur bestärkt, dass das der richtige Beruf
für mich ist. Als Azubi bei Soennecken
kommt man in verschiedenste Abteilungen. Es gibt die Kernbereiche Einkauf,
Verkauf, Marketing, Personal und Finanzbuchhaltung. Am Anfang war ich in
der Poststelle. Danach kannte ich schon
viele Namen und wusste ziemlich gut,
wer hier welche Aufgaben hat. Nach den
Abteilungen Unternehmenskommunikation und Produktmanagement bin ich
jetzt in der Personalabteilung.
Wir sind als Azubis vollwertige Teammitglieder und bekommen Verantwortung übertragen. Zusätzlich gibt es teamübergreifende Projekte, in denen wir
zum Beispiel lernen, wie man ein Projekt
vom Kick-off bis zum AbOVERATH schluss organisiert. In einem Geschichtsprojekt war ich fünf Tage
im Archiv, um die Geschichte des Unternehmens kennenzulernen. Da haben wir
alte Locher, Füllfederhalter und Patentrechte gefunden. Außerdem organisieren
wir Azubi-Messen und die Einführungswoche für die neuen Auszubildenden.
Wichtig für diesen Beruf ist es, kontaktfreudig zu sein und gut mit Zahlen
und Texten umgehen zu können. Auch
wichtig finde ich, dass man sich mit den
Produkten identifizieren kann. Das kann
ich hier gut - die ganzen schönen Stifte
zum Beispiel finde ich toll. Auch das trägt
natürlich dazu bei, dass das Lernen und
Arbeiten Spaß macht.“
Siehe Anzeige Seite 40
Bewerbungen an:
REWE Wintgens oHG, z.Hd. Frau Wintgens,
Sattlerweg 8, 51429 Bergisch Gladbach
Siehe Anzeige Seite 40
Karriere Bote 1-2015
13
Industriekaufmann
Voraussetzung: Fachoberschulreife, sehr guter Realschulabschluss
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Tarifvergütung 1.-3. Jahr: 848 €, 890 €, 953 €
Voraussetzung: Fachoberschulreife
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Vergütung 1.-3. Jahr: 867 €, 910 €, 974 €
„
Voraussetzung: Fachhochschulreife
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Vergütung 1.-3. Jahr: 782 €, 850 €, 929 €, zzgl.
Provisionen
„
Kim Brandenberg, 20, 1. Ausbildungsjahr,
Gira Giersiepen, www.gira.de
Raphael Jahnke, 20, 3. Ausbildungsjahr,
Interroll Holding GmbH, www.interroll.de
Alexander Kayser, 19, 1. Lehrjahr,
Provinzial, www.provinzial.com/ausbildung
In der Oberstufe wurde man mit Infomaterial zur Berufswahl regelrecht
bombardiert. Ich entschied mich zunächst für die Höhere Handelsschule,
um das kaufmännische Feld näher kennenzulernen. Ein Bekannter lotste mich
dann zum Ausbildungstag bei Gira. Ich
war total begeistert von den Azubis, die
diesen Tag leiteten. Alles hinterließ einen
super stimmigen Eindruck. Ich dachte:
Krass, ich will auch nach einem Jahr so
frei präsentieren und so selbstsicher auf
Menschen zugehen können. In meiner
Bewerbung bezog ich mich natürlich auf
meine Gespräche am Ausbildungstag.
Gira produziert Schalter, Steckdosen und viele andere Elektro-Installations-Systeme. Die Ausbildung zur
Industriekauffrau ist hier sehr breit gefächert und hilft bei der Orientierung,
welche kaufmännischen oder betriebswirtschaftlichen Tätigkeiten ich später
ausüben kann:
RADEVORMWALD Kundenberatung oder Marketing, Kostenplanung
oder Personalverwaltung, und so weiter.
Ich durchlaufe rund 20 Abteilungen. Bald
komme ich in die Kundenschulung, wo
es zum Beispiel um die komplette Organisation von Seminaren geht. Den Ausbildungsstart hätte ich mir besser nicht
wünschen können. Es gab Kennenlernspiele mit allen 20 neuen Azubis und eine
Rallye durchs Unternehmen. Für über
1.200 Mitarbeiter finde ich es hier echt
familiär. Wichtig zu lernen ist, seine Termine selbstverantwortlich zu planen und
seine Aufgaben zu strukturieren. Für den
Umgang mit SAP bekommt man überall
kleine Tipps zugesteckt.“
Beeindruckend fand ich, wie intensiv ich bislang hier hinter die Kulissen des Industrieunternehmens blicken
konnte. Völlig normal, dass sich die Zusammenhänge von der Produktion bis
zum Vertrieb der Interroll-Förderrollen erst schrittweise erschließen. Mit
meiner Ausbildung zum Industriekaufmann, kann ich später in fast jeder Abteilung eines Unternehmens arbeiten.
Nach unserem „Open Day for Sales“
habe ich besonders positives Feedback
erhalten. An diesem Tag besuchten uns
neue Mitarbeiter unserer weltweiten Interroll-Standorte. Meine Aufgabe war es,
ihnen auf Englisch unser Intranet vorzustellen. Neben BWL und Mathe ist
Englisch am wichtigsten. Nach ein paar
Telefonaten und E-Mails war ich darin
erstaunlich schnell so routiniert wie auf
deutsch. Bei Interroll hat man schon als
Azubi mit guten Leistungen die Möglichkeit,
WERMELSKIRCHEN für
mehrere Wochen Standorte im Ausland zu
besuchen. In meiner aktuellen Abteilung, „Center of Excellence Services,“
bin ich bereits in Kopenhagen gewesen. Dass ich in diesem IT-lastigen Bereich gelandet bin, ist außergewöhnlich. Ich verwalte dort das SAP-System.
Ein berufsbegleitendes Studium halte ich mir als Option offen. Es gibt aber
ja noch die Interroll-Academy, die allen
Mitarbeitern unterschiedliche Schulungen anbietet, zum Beispiel für Sprachen
oder neue Produkte.“
Meinen Ausbildungsbetrieb habe ich
bei einem Azubi-Speeddating kennengelernt. Das Berufsbild fand ich interessant,
und daher habe ich den Kontakt nach
dem Fachabitur genutzt und mich dort
beworben. Ich fand es viel besser, dort
schon jemanden persönlich zu kennen,
als nur eine Bewerbung zu schreiben.
Ich bin zwar erst im ersten Lehrjahr,
aber ich habe jetzt schon einen sehr abwechslungsreichen Tag, habe täglich mit
neuen Menschen zu tun. Ich arbeite in
der Geschäftsstelle und fahre mit zu Kundenbesuchen. Schon nach einem Monat
durfte ich den ersten Kundenbesuch alleine machen. Das sind im Moment noch
kleinere Dinge wie zum Beispiel Neuerungen bei der Wohngebäudeversicherung. Später habe ich ein breites Spektrum bis hin zu Gewerbeversicherungen
oder der Gestaltung von Altersvorsorge,
zu denen ich beraten kann. Ich finde, es
ist die besBERGISCH GLADBACH te Methode zu lernen, wenn man von Anfang an
versucht, auf eigenen Beinen zu stehen.
Wenn ich selbst Verträge mit Kunden abschließe, bekomme ich eine Provision.
Wenn man fleißig ist, kann man sich sein
Gehalt also selbst bestimmen.
Wir haben Berufsschule und zusätzlich in unserem eigenen Bildungszentrum regelmäßig Seminare. Da ist es ein
bisschen wie im Hotel und wir lernen
nicht nur fachliche Dinge, sondern auch
alle Kollegen kennen. Nach der Ausbildung kann ich Kundenberater in einer
Geschäftsstelle werden und vielleicht
irgendwann auch mal eine leiten. Die
Übernahmechancen sind mehr als hoch.“
Siehe Anzeige Seite 17
14
„
Kaufmann für Versicherungen und Finanzen
Karriere Bote 1-2015
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Handelsschule, Einsatzbereitschaft, gute Umgangsformen, Zuverlässigkeit und Freude am
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Bewerbungen bitte an:
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Gebietsdirektion Bergisches Land
Friedrich-Ebert-Str. 75 • 51429 Bergisch Gladbach
Telefon 02204 74881-0 • Fax 02204 74881-30
[email protected]
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Viele Aufgaben und noch mehr Möglichkeiten
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Personal und koordinieren den Personaleinsatz.
Außerdem akquirieren sie Aufträge und betreuen Kunden. Darüber hinaus können sie in der
Personalberatung tätig sein.
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Das börsennotierte Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz beschäftigt
rund 1.800 Mitarbeiter an 31 Standorten rund um den Globus. In unserem
Werk in Wermelskirchen-Dabringhausen arbeiten circa 220 Mitarbeiter.
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Bote 1-2015
15
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Ausbildungsdauer: 2 Jahre / 3 Jahre
Vergütung 1.-3. Jahr: 900 €, 1000 €, 1.200 €
Verwaltungsfachwirtin
Fachrichtung: Beamtin im mittleren Dienst
Voraussetzung: Fachoberschulreife
Ausbildungsdauer: 2 Jahre
Vergütung 1. u. 2. Jahr: 1029 €
Für Himmelstürmer
mit Bodenhaftung
Ausbildung bei Gira
Mit mehr als 1.200 Mitarbeitern und Vertretungen in über 38 Ländern zählt Gira zu den führenden mittelständischen
Unternehmen der Elektroindustrie. Im weiteren Geschäftsfeld Kunststofftechnik produziert das Unternehmen u. a.
für die Medizintechnik. Gira erhält für seine Produkte und Produktionsmethoden immer wieder nationale und internationale Auszeichnungen. Die Aus bildung junger Menschen hat bei Gira einen hohen Stellenwert. Denn ein gesundes und wachsendes Unternehmen ist stets auf den Zuwachs zuverlässiger, tat kräftiger und teamfähiger Mitarbeiter
angewiesen. Aus diesem Grund fördert Gira seine Nachwuchskräfte mit vielfältigen Schulungsprogrammen, einem
ausgeprägten Feedbacksystem und der permanenten Unterstützung durch qualifizierte Ausbilder und Ausbildungsbeauftragte. Mehr Infos unter: www.gira.de/ausbildung
„
Sarina Haasbach, 22, 2. Ausbildungsjahr,
Rhein.-Bergischer Kreis, www.rbk-direkt.de
Die Firma stewe bietet neben anderen Dienstleistungen den Personalservice an. Mit der Arbeitnehmerüberlassung helfen wir Unternehmen, die
Personal suchen. Für mich als Personaldienstleistungskauffrau heißt das,
dass ich jeden Tag mit unterschiedlichen
Menschen zu tun habe.
Wir vermitteln alle Berufe; kaufmännische, handwerkliche und Helfertätigkeiten, Bürokaufleute ebenso wie Schlosser und Elektriker. Die Ausbildung ist
vielfältig, weil ich neben den klassischen
Aufgaben, die in jeder Personalabteilung
anfallen, auch vertrieblich arbeite. Ich
fahre zu den Kunden, das sind oft Industriebetriebe, Automobilzulieferer, Metallund Elektrofirmen. Da akquiriere ich
neue Vermittlungsaufträge. Wenn ich mit
einem Bewerber gesprochen habe, stelle
ich ein Profil zusammen und bespreche
meinen Vorschlag mit dem Kunden.
Im Büro kalkulieREICHSHOF
re ich, rechne mit den
Kunden ab, schalte Stellenanzeigen, setze Verträge auf und erstelle Lohnabrechnungen. Dazu habe ich viel über Arbeitsrecht gelernt.
In meinem Beruf muss man manchmal auch früh aufstehen, denn als
Dienstleister sind wir für die Betriebe
und die Mitarbeiter auch zum Schichtbeginn früh morgens und spät in der Nacht
erreichbar. Die Kunden erwarten von mir,
dass ich ihnen zum Beispiel den Schweißer mit der richtigen Zusatzqualifikation
vorstelle. Deswegen kenne ich mich auch
in vielen Berufsbildern aus.“
In meiner Klasse war ich die Erste
mit einer Zusage für einen Ausbildungsplatz. Ich hatte mich direkt nach dem
Praktikum in der 9. Stufe bei Lidl beworben. Da war ich erst 14. Wegen meines
Alters bekam ich oft schon als Praktikantin Absagen, aber Lidl hat mir die Chance gegeben. Schon morgens muss ich fit
sein, wenn wir die Auslagen mit frischem
Obst, Gemüse, Fleisch oder Backwaren
für unseren Backshop einräumen. Praktischerweise wohne ich gegenüber meiner Filiale. Trotzdem war es für mich am
Anfang ein Herausforderung, den Wechsel von Schule in den Beruf durchzuhalten und mehrere Stunden am Tag zu
arbeiten. Aufgeben kam aber nie in Frage. Mittlerweile habe ich den Rhythmus
gefunden. Mir bedeutet es viel, eigenes
Geld zu verdienen und auch mal meine
Eltern unterstützen zu können statt sie
immer um Geld fragen zu müssen.
Nach dem zweiten
WALDBRÖL
Ausbildungsjahr bin ich
bereits gelernte Verkäuferin. Im dritten kommen viele administrative Dinge
hinzu: Ich lerne eine Inventur ordentlich
durchzuführen, Mitarbeiter zu führen
und darf eine Filiale selbstständig leiten. Das ist auch mein Ziel. Die Chancen
stehen gut, nach der dann dreijährigen
Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel meine Karriere als stellvertretende
Filialleiterin fortzusetzen. Sogar ohne
Abitur kann ich mich neben der Arbeit
zur Handelsfachwirtin weiterbilden oder
BWL studieren, um Verkaufsleiterin für
mehrere Filialen zu werden. Meine ältere Schwester hat es mir vorgemacht –
ebenfalls bei Lidl.“
Mich hat es sehr beruhigt, dass ich im
Vorstellungsgespräch bereits einige Gesichter kannte. Das kam daher, dass ich
während der Schulzeit und in den Ferien insgesamt vier Praktika in der Kreisverwaltung absolviert hatte. Somit war
ich erstens keine Fremde im Haus und
konnte zweitens von der Vielfalt der Ämter aus dem Nähkästchen plaudern. Die
Vorgänge im Bau-, Sozial-, Jugend- und
Katasteramt waren mir da schon ein Begriff. Als Schülerpraktikant kann man
sich übrigens jederzeit bewerben.
Meine Schwester und ich sind uns
sehr ähnlich; wir haben beide gerne viel
mit Menschen zu tun. Sie lernt Veranstaltungskauffrau. Im Gegensatz zu ihr habe
ich jedoch geregelte Arbeitszeiten. Ich
bin eher der sprachbegabte Typ. Mit Mathematik komme ich aber auch in Berührung, zum Beispiel in der Kreiskasse. Die
sogenannten „soft skills“ braucht man
besonders
BERGISCH GLADBACH
im Ausländeramt, wo es mir bislang am besten
gefallen hat. Hier geht es etwa darum,
sich um Aufenthaltsgenehmigungen zu
kümmern und man hat mit vielen verschiedenen Menschen zu tun.
Mittwochs und donnerstags geht es
in die Berufsschule. Vier Wochen vor der
Abschlussprüfung erfahre ich, welche
vier der insgesamt 15 Fächer abgeprüft
werden. Später kann ich mit einem Studiengang in den gehobenen Dienst aufsteigen und dann mehr Verantwortung
tragen. Grundsätzlich ist die Perspektive, nach der Ausbildung übernommen zu
werden, gut, da der Kreis bedarfsorientiert ausbildet.“
Siehe Anzeige Seite 15
16
„
Diana Timm, 16, ist im 1. Ausbildungsjahr
bei Lidl, www.lidl.de
Karriere Bote 1-2015
Siehe Anzeige Seite 43
Gira wurde ausgezeichnet: Top Nationaler Arbeitgeber 2014 [FOCUS],
Deutschlands Beste Arbeitgeber 2014 und 2013 [Great Place to Work],
Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb 2014 und 2013 [ertragswerkstatt]
204799_Anz_Gira_Ausbildung_170x116.indd 1
24.02.15 13:14
Kreisverwaltung? Langweilig?
Dynamisch, sicher, erfolgreich
Erleben Sie, dass dieses Klischee der Vergangenheit angehört.
Ausbildung und Aufgaben beim Rheinisch-Bergischen Kreis sind
facettenreich, spannend und bieten jede Menge Abwechslung.
Hier werden Straßen geplant und gebaut, der Naturschutz wird
vorangetrieben, Jugendlichen eine Perspektive aufgezeigt, die
Wirtschaft gefördert und vieles mehr. Alles in einem dynamischen
Umfeld, das täglich neue Herausforderungen bietet. Aber auch für
Ihre eigene Zukunft bietet der Rheinisch-Bergische Kreis hervorragende Perspektiven. Gemeinsam mit uns können Sie Ihre Zukunft
sicher planen.
Ausbildung
starten –
Vielfalt
erleben
Bewerben Sie sich bis zum 31. August 2015, um 2016 eine
Ausbildung zu beginnen.
Mit Abitur oder vollständiger
Fachhochschulreife können Sie
sich für ein praxisorientiertes
Studium im kommunalen Verwaltungsdienst zum/zur Kreisinspektor/in mit dem Abschluss
Foto: Yuri Arcurs/panthermedia.net
„
Katrin Kaminetzki, 22, Ausbildug im Sommer abgeschlossen, stewe, www.stewe.de
Für 2016 bietet Gira Ausbildungsplätze in den folgenden Berufen:
Mechatroniker/-in, Verfahrensmechaniker/-in [Kunststoff- und Kautschuktechnik], Werkzeugmechaniker/-in,
Industrie kaufmann/-frau, Kaufmann/-frau für Büromanagement. Neben der reinen Ausbildung bietet Gira die
Möglichkeit, ein duales Studium in den Fachbereichen Elektrotechnik [Elektroniker/-in für Geräte und Systeme],
Kunststofftechnik [Werkzeug mechaniker/-in] und Maschinenbau [Werkzeugmechaniker/-in] zu absolvieren.
Online-Bewerbung unter: www.arbeitgeber.gira.de
Ein Realschulabschluss bzw.
die Fachoberschulreife öffnet
die Türen zu einer Ausbildung
zum/zur
Verwaltungswirt/in
Bachelor of Laws –
(im mittleren nichttechnischen
Dienst) oder zum/zur
allgemeine Verwaltung
bewerben.
Verwaltungsfachangestellten.
Rheinisch-Bergischer Kreis, Abt. Personalverwaltung, Am Rübezahlwald 7,
51469 Bergisch Gladbach, www.rbk-direkt.de
Siehe Anzeige Seite 17
Karriere Bote 1-2015
17
U
Von Sebastian Last
m ans oberste Bücherregal zu
gelangen, reichte eine Trittleiter.
Schwindelfrei musste man dafür
nicht sein. Geradezu lächerlich
wirkt diese Höhe im Vergleich zu den Sphären, in denen sich Lisa Gebauer mittlerweile bewegt. Die 27-jährige Düsseldorferin
hat von Buchhändlerin auf Industriekletterer umgeschult. Nun sind Mobilfunkmasten
und Windräder im Bergischen Land oder
der Kölner Dom ihr Arbeitsplatz.
„Das war der krasseste Muskelkater
seit langem“, erinnert sich Lisa zweieinhalb Jahre zurück. Um ihren Bürojob im
Buchhandel aufzupeppen, nahm sie beim
Unternehmen Ropemen Industrieklettern
in Leverkusen an einer Testtag teil. Das
Sportklettern hatte sie bereits seit einiger
Zeit als Hobby wiederentdeckt, als ihr eine
Zeitschrift in Haus flatterte, in der dieser
außergewöhnliche Berufszweig vorgestellt
wurde. Eine gewisse Grundfitness gehöre dazu, erklärt Lisa, und demonstriert
wie sie sich seilaufwärts freischwebend
bewegt. Mit einem Fuß in der Trittschlinge drückt man sich nach oben, ehe eine
Sicherung einrastet und der nächste
Abdruck erfolgen kann. Je nach zurückzulegender Höhen kommt so rasch eine
zweistellige Zahl solcher einbeiniger
Kniebeugen zusammen. Meistens seilt
man sich jedoch von oben ab.
„Es gibt mehr Industriekletterer als man denkt“, erzählt Lisa. „Wir
werden immer dann gerufen, wenn alle
anderen Methoden nicht mehr helfen.“
Beispielsweise wenn die Reichweite eines Hubwagens zu gering ist oder wenn
das Ziel schwer zugänglich ist, in engen
Schächten etwa. Oft sind Industriekletterer auch einfach viel schneller und somit
rentabler für den Auftraggeber. Mund-
Lisa Gebauer, 27, war Kundenbetreuerin im
Buchhandel und arbeitet heute in schwindelerregenden Höhen. Jeden ersten Samstag im
Monat hilft sie bei den Testtagen der Ropemen in Leverkusen. www.ropemen.de
„Die Klettergurte tragen bis zu
120 Kilo Gewicht“, sagt Lisa,
„wer kein Vertrauen ins Material hat, sollte Die Finger vom
Klettern lassen.“
Fotos: Ropemen GmbH Co Kg
E
I
R
T
S
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IND
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KLE
18
Karriere Bote 1-2015
Karriere Bote 1-2015
19
NOTENKILLER
BERUFSKOLLEG?
Regelmäßige Rettungsübungen
sind Pflicht für Industriekletterer.
Im Einsatz ist man stets doppelt
gesichert und arbeitet immer in
Begleitung an einer Baustelle.
WANN SCHULBANKDRÜCKEN WENIG SINN HAT
Von der Schule schnurstracks
aufs Berufkolleg wechseln – das
macht mittlerweile jeder zweite
Jugendliche und entscheidet sich
so gegen eine direkte Berufsausbildung. Aber ist das immer der
sinnvollste Schritt? Was steckt
dahinter? Noten aufbessern, einen
höheren Abschluss erreichen oder
einfach nur Planlosigkeit? Hinterfragt euch selbst!
Zeit ist ja bekanntlich Geld und
heutzutage wertvoller denn je.
propaganda ist wichtig, Prestigeobjekte
natürlich auch.
Industrieklettern ist kein Lehrberuf.
Viele Handwerker nutzen die Weiterbildung aber, um ihr Leistungsspektrum
zu vergrößern. Der Garten- und Landschaftsbauer, um hohe Bäume beschneiden zu dürfen, Gebäudereiniger und
Maler, um an der Außenseite von Hochhäusern arbeiten zu können. Oft lassen
Unternehmen ihre Mitarbeiter dahingehend fortbilden. „Eigentlich kann es
jeder, der nicht gerade zwei linke Hände
hat“, ist Lisa überzeugt. „Es ist wie Führerschein machen. Auch Fachfremde
können sich in die Seiltechniken rein
fuchsen.“
Lisa hat Glück. Ihr wurde bei den
Ropemen eine Festanstellung angeboten,
bei der sie etwa das gleiche Gehalt wie
früher im Buchhandel verdient. Nur
eben mit deutlich mehr Nervenkitzel.
20
Karriere Bote 1-2015
„Deshalb fiel es mir leicht, meinen alten
Job hinzuschmeißen“, sagt sie. Neben
einigen Kletterbaustellen kümmert sich
Lisa um den Laden, in der Regel, wenn
schlechtes Wetter Klettereinsätze verhindert. Im Winter ist wenig los. „Mein
Chef brauchte eine eierlegende Wollmilchsau“, erklärt sie. Die Selbstständigkeit als Industriekletterer ist ein hartes
Brot. Bereits der Berufseinstieg ist
schwer. Für eine eigene jährliche Kranken- und Betriebshaftpflichtversicherung, die Ausrüstung und die Ausbildung
sind schnell 3.000 Euro ausgegeben.
„Man muss Bock auf den Job haben
und ein bisschen ein Alleskönner sein“,
wirbt Lisa. „Mein Arbeitsalltag ist super bunt.“ Alle paar Monate schlägt die
junge Frau fest gebackene Schlacke aus
dem Heizkessel einer Industrieanlage.
Da drin ist es dunkel und stickig. Am
nächsten Tag kann es sein, dass sie tausende Euro teure Kunstwerke an unzugänglichen Museumswänden aufhängt.
Lisa reist viel quer durch Deutschland, aber niemals alleine. Ein Kollege mit einer Level 3 Schulung, die zur
Gefährdungsermittlung befähigt, muss
immer dabei sein. Bei jedem Einsatz
Das weiß jeder Berufstätige einzuordnen. Ihr auch? Bereits gut
qualifizierte Schulabgänger, die
sich gegen eine Lehre entscheiden, lösen nämlich das gleiche
Problem aus wie die steigende
Zahl der Studenten: Unternehmen
rufen Alarm aus, weil der Nachwuchsnachschub ausbleibt. Über
die Hälfte der Schüler machen
heutzutage Abitur und könnten
studieren gehen. Aber 30 Prozent
aller Studenten brechen dann vorzeitig ab. Erst danach folgt oft eine
Ausbildung. Azubis sind im Schnitt
schon 20 Jahre alt, wenn sie ihre
Lehre beginnen – Tendenz steigend. „Man leckt sich nach Studienabbrechern die Finger. Doch
diese Schleife könnte man sich ersparen“, sagt Marcus Otto, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land.
„Die Vorstellung, dass man ohne
Abitur kein Bankkaufmann werden kann, stammt noch aus den
90ern.“ Das Zeitmanagement auf
dem Weg in den Beruf scheint also
manchmal verbesserungswürdig.
werden die Kletterer doppelt abgesichert. Die Unfallstatistik ist niedrig,
mittlerweile gibt es unzählige Sicherheitsvorschriften. Das war vor
zwölf Jahren noch anders, als das
Unternehmen Ropemen von zwei
ehemalige Sportstudenten gegründet wurde. Trotzdem ruft sich Lisa
immer wieder ins Bewusstsein: „Du
kannst bei diesem Job ganz schnell
dein Leben gefährden, wenn du der
Routine anheimfällst. Man braucht
unheimliches Vertrauen ins Material. Wer das nicht hat, soll die Finger
davon lassen. Wenn man das erste
Mal über die Kante in die Tiefe
blickt, denkt man schon erst einmal:
Huch!“ Schwindelfreiheit hin oder
her.
Bedenkt: In zwei Jahren Berufskolleg kann man seinen Notenschnitt verbessern, aber auch
verschlechtern. Warum einen
Für den Grundkurs Industrieklettern müssen ein Erste-Hilfe-Schein
und eine arbeitsmedizinische G41
Untersuchung vorgelegt werden.
Umweg einschlagen, wer das Ziel
bereits vor Augen hat? „Mit einem
vernünftigen Schulabschluss bin
ich der richtige Kandidat für eine
Ausbildung“, sagt Stefan Krause
von der Agentur für Arbeit. Berufskollegs haben sich den Zulauf
durch professionelles Auftreten
an den Schulen erarbeitet. „Ganze
Klassenverbände wechseln dorthin, weil sich Berufskollegs besser
als Betriebe verkaufen. Dafür
muss man ihnen Respekt zollen“,
sagt Krause. Aus Schülersicht
scheint es ein Weg mit geringem
Widerstand zu sein. Das System
„Schule“ ist bekannt, einen Plan,
was sie werden wollen haben
viele ohnehin noch nicht, also
wird die Entscheidung einfach
aufgeschoben. Raphael Jahnke,
Industriekaufmann-Azubi, bestätigt: „Es gibt auf dem Berufskolleg
Mitschüler, welche die Zeit herum
kriegen wollen und dafür eben
irgendetwas anderes machen
müssen als arbeiten.“ Natürlich
gibt es Beispiele, in denen Berufs-
kollegs bei der Berufsfindung die
Erleuchtung boten. Oft hört man
dann, dass Azubis einen Wissensvorsprung haben, weil dort bereits
ähnliche Lerninhalte aufgegriffen
wurden. Niemand kommt aber
früher oder später umhin, sich
Gedanken über die berufliche
Zukunft zu machen. Die Berufs-
felderkundung (siehe S. 8) ist ein
Beispiel, wie dies eher früher als
später geschehen kann.
Die Duale Ausbildung hat ein Attraktivitätsproblem. In Familien
mit Migrationshintergrund ist
dieses typisch deutsche Modell oft
unbekannt. Also sagen Eltern oft:
Mach noch einen höheren Schulabschluss! Im Rheinisch-Bergischen etwa wurden 60 Prozent
weniger Ausbildungsverträge
abgeschlossen. Die Chance, einen
Lehrstelle zu finden, steht so gut
wie selten zuvor. „Die Zeit des Rosinen-Pickens seitens der Betriebe
ist vorbei“, sagt Marcus Otto. Sogar
in Gewerben, die bisher nicht über
fehlenden Zuspruch klagen konnten, gab es zuletzt massive Einbrüche. Stefan Krause prognostiziert
in den kommenden Jahren ein
noch stärkeres Minus. Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe
blieb laut Statistik stabil. SL
Karriere Bote 1-2015
21
In dieser Ausgabe angebotene technische
Berufe und Handwerksberufe:
Die Adressen und Ansprechpartner für
Eure Bewerbung findet ihr in den jeweiligen
Anzeigen.
Industriemechaniker/-in
ABUS Kransysteme GmbH
Betriebstechnik
Elektrisola Dr. G. Schildbach GmbH & Co. Kg
VOSS Automotive GmbH
Anlagenmechaniker/-in
AggerEnergie GmbH
Schweißtechnik
Schmidt + Clemens GmbH + Co. KG
Konstruktionsmechaniker/-in
ABUS Kransysteme GmbH
Schweißtechnik
Klaus Kuhn Edelstahlgießerei GmbH
Berufskraftfahrer/-in
Heul Logistics
Holz-Richter GmbH
Maler/-in und Lackierer/-in
Malerbetrieb Bondke GmbH
Stewe Dienstleistungen GmbH
Chemiekant/-in
Bayer AG
Maschinen- und Anlagenführer/-in
Interoll Holding GmbH
Schmidt + Clemens GmbH + Co. KG
Kabeltechnik
HEW-Kabel GmbH
Gießerei
Klaus Kuhn Edelstahlgießerei GmbH
Chemielaborant/-in
Bayer AG
Elektroanlagenmonteur/-in
ABUS Kransysteme GmbH
AggerEnergie GmbH
Elektroniker
Bayer AG
HEW-Kabel GmbH
Betriebstechnik
Elektrisola Dr. G. Schildbach GmbH & Co. Kg
Radium Lampenwerk GmbH
Steinco Paul vom Stein GmbH
VOSS Automotive GmbH
Energie- und Gebäudetechnik
Eldakom GmbH
Fachkraft für Metalltechnik
ABUS Kransysteme GmbH
Montagetechnik
Steinco Paul vom Stein GmbH
Fachkraft für Lagerlogistik
ABUS Kransysteme GmbH
Elektrisola Dr. G. Schildbach GmbH & Co. Kg
Holz-Richter GmbH
Klaus Kuhn Edelstahlgießerei GmbH
Lidl E-Commerce Int. GmbH & Co. KG
Soennecken eG
Fertigungsmechaniker/-in
Steinco Paul vom Stein GmbH
Friseur/-in
Haarstudio Wildangel
Gebäudereiniger/-in
Stewe Dienstleistungen GmbH
Gießereimechaniker/-in
Schmidt + Clemens GmbH + Co. KG
Technische
Berufe und
Handwerk
22
Karriere Bote 1-2015
Mechatroniker/-in
AggerEnergie GmbH
Gira Giersiepen GmbH & Co. KG
Radium Lampenwerk GmbH
Schleuniger GmbH
VOSS Automotive GmbH
Oberflächenbeschichter/-in
VOSS Automotive GmbH
Pharmakant/-in
Bayer AG
Technische/r Produktdesigner/-in
Maschinen- und Anlagenkonstruktion
Steinco Paul vom Stein GmbH
Verfahrensmechaniker/-in
Kunststoff- und Kautschuktechnik
Bayer AG
Gira Giersiepen GmbH & Co. KG
VOSS Automotive GmbH
Kunststoffspritzguss
H&K Müller GmbH & Co. KG
Vermessungstechniker/-in
Oberbergischer Kreis
Werkstoffprüfer/-in
Schmidt + Clemens GmbH + Co. KG
Werkzeugmechaniker/-in
Gira Giersiepen GmbH & Co. KG
Formenbau
H&K Müller GmbH & Co. KG
Werkzeugmechaniker/-in
Stanz- und Umformtechnik
Steinco Paul vom Stein GmbH
Zerspanungsmechaniker/-in
Klaus Kuhn Edelstahlgießerei GmbH
Drehautomatensysteme
Steinco Paul vom Stein GmbH
Drehautomaten-, Drehmaschinen- und Fräsmaschinensysteme
VOSS Automotive GmbH
Anlagenmechaniker
Elektroniker
Elektroniker
Friseurin
Fachrichtung: Schweißtechnik
Voraussetzung: Realschulabschluss
Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
Tarifvergütung 1.-4. Jahr: 867 €, 910 €,
974 €, 1059 €
Voraussetzung: Realschulabschluss mit guten Noten in naturwissenschaftl. Fächern
Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
Tarifvergütung 1.-3- Jahr: 867 €, 910 €, 974 €,
1058 €
Fachrichtung: Energie- und Gebäudetechnik
Voraussetzung: Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
Tarifvergütung 1.-4. Jahr: 515 €, 595 €,
622 €, 668 €
Voraussetzung: Schulabschluss, Allergiepass,
Gesundheitszeugnis (Minderjährige)
Ausbildungsdauer: 2,5 bis 3 Jahre
Vergütung 1.-3. Jahr: 405 bis 635 €
„
„
„
„
Jan Baldsiefen, 16, 1. Lehrjahr, Schmidt +
Clemens, www.schmidt-clemens.de
Moritz Höller, 19, 3. Ausbildungsjahr,
Radium, www.radium.de
Devin Pelikan, 21, 2. Lehrjahr, Eldakom
Radermacher, www.eldakom-gmbh.de
Justine Jessinghaus, 22, fertig mit der Lehre
im Haarstudio Wildangel, www.wildangel.de
Aus zwei mach‘ eins, ist das Motto für
uns Schweißer. Ich hatte anfangs Zweifel, ob es auf Dauer nicht langweilig wird,
Teile zusammenzuschweißen. Denn das
macht den Großteil meines Berufs aus.
Wenn man aber bedenkt, wie viele, selbst
schwierigste Techniken ich hier lerne,
weckt das meinen Ehrgeiz doch sehr. Ein
„Ist okay“ von meinem Ausbilder reicht
mir jedenfalls nicht. Das Optimum ist
das Ziel, ich will mich zu 100 Prozent auf
mein Handwerk verstehen. Bereits beim
Einstellungstest wurde mir klar, dass hier
Qualitätsarbeit gefragt ist. Lediglich zwei
von einer Millionen ausgelieferter Werkstücke sind im Schnitt fehlerhaft. Fähige,
verlässliche Spezialisten werden nicht
nur bei Schmidt + Clemens immer gesucht. Das gibt mir Sicherheit!
Ich bin ein Junge vom Land – da
schraubt man eben öfter an seinem Roller rum. Nach der Grundausbildung in
der Lehrwerkstatt beLINDLAR
ginnt die Spezialisierung auf verschiedene Schweißverfahren. Etwa das Metallschutzgasschweißen.
Man muss ein Gefühl dafür entwickeln.
Es kommt sehr viele Neues auf einen zu.
Los geht‘s damit, die Maschinen richtig
einzustellen. Dickes Material, für einen
Kran, wird zum Beispiel per Sprühlichtbogen verschweißt, Kurzlichtbögen sind
für dünnere Bleche gedacht.
Ein abgeschweißtes Edelmetallteil
hebt man nur einmal im Affekt vom Boden auf. Trotz der Schutzhandschuhe
zieht die Wärme langsam durch das Leder. Wann man welche Handschuhe trägt,
muss man sich merken. Manche schützen
gegen Vibration, andere gegen Säure.“
Der Eignungstest bei Radium war
gar nicht so einfach und ich konnte überhaupt nicht abschätzen, wie ich abgeschnitten hatte. Als nächstes kam dann
das Probearbeiten. Das hat viel Spaß
gemacht. Man hat gleich gemerkt, dass
das Betriebsklima stimmt. Ich verstehe mich mit jedem. Dann hatte ich noch
ein Vorstellungsgespräch – und im Anschluss kam auch schon die Zusage. Ich
habe mich sehr gefreut, denn der Beruf
des Elektronikers hat mich schon immer
interessiert. Mein Vater arbeitet auch in
dem Bereich. Mir war klar, dass ich bei
Radium eine gute Ausbildung machen
kann, denn ich hatte schon im Vorfeld
viel positives gehört.
Als Elektroniker für Betriebstechnik
muss ich neben der Verkabelung und
der Fertigung auch viel programmieren.
Das mag ich besonders gern, ich habe
schon zu Schulzeiten gerne programmiert. Obwohl
WIPPERFÜRTH
das Verkabeln
auch Spaß macht. Letztens habe ich eine
ganze Schaltanlage selbst zusammengebaut. Das war total interessant. Bei Radium hat man in der Ausbildung einen
guten Mix: Man lernt viel, kann es dann
aber immer wieder praktisch umsetzen.
Anderswo ist man in der Ausbildung
nur bei der Fertigung und auf Montage
oder nur in der Lehrwerkstatt. Das wäre
nichts für mich. Ich mache gerade noch
nebenher mein Fachabi an der Abendschule. Denn nach der Ausbildung will
ich studieren. Am liebsten im Bereich
Elektrotechnik oder Maschinenbau.
Dann bringe ich auch schon eine gute
Grundlage mit.“
Ich hole den Strom ins Zimmer. Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik haben eigentlich einen ziemlich abwechslungsreichen Job. Deshalb habe ich
mich auch dafür entschieden. Bestes Beispiel ist unser W-LAN Projekt im Dortmunder Signal Iduna Park, wo ich mithalf ein 600 Meter langes, durchgängiges
Glasfaserkabel zu verlegen. Solche Glasfaserkabel dürfen nicht abknicken, sonst
sind sie unbrauchbar.
Meine Arbeit erfordert also immer
Konzentration, schon allein als Sicherheitsmaßnahme, um meine Kollegen
nicht zu gefährden. Ich arbeite nie unter
Spannung. Strom kann man nicht sehen,
deshalb ist es wichtig, immer nachzufragen was die Gesellen gerade machen, um
es auch nachvollziehen zu können. Die
Verdrahtungspläne und Schaltbilder, die
uns zum Beispiel sagen welche Leitungen wo eingebaut werden sollen, können sehr komplex
WIPPERFÜRTH und kompliziert
sein. Das muss man in der Theorie in der
Berufsschule erst einmal durchschauen.
Ich will später aber so weit kommen, dass
ich selber diese Pläne entwerfen kann.
Das kriege ich mit einer Fortbildung zum
Techniker per Abendschule hin. Eldakom Radermacher würde mich dabei unterstützen.
Mir war es jetzt zuerst einmal wichtig einen Handwerksberuf zu erlernen,
der mich befähigt, im Haus möglichst viel
selber zu machen. Ich will wie mein Vater werden. Der repariert fast alles bei
uns zu Hause alleine. Bei Elektrogeräten
kann ich jetzt schon mithalten.“
Ich habe ein ziemlich gutes Abitur
gemacht (1,9) und habe dann angefangen, Architektur zu studieren. Ich dachte,
das wäre was für mich, aber es war mir
alles viel zu unpersönlich. Ich wollte lieber mit Menschen zu tun haben. Meine
Mutter ist Friseurin und eigentlich wollte ich es deshalb nie werden. Dann habe
ich mich doch beworben und bereue es
nicht. Hier ist man nicht nur eine Nummer, sondern man bedeutet etwas. Man
wird vom ersten Tag an eingebunden.
Besonders Spaß macht es mir, mit
den Kunden umzugehen und zu reden.
Da erhält man manchmal sehr persönliche Einblicke in ein anderes Leben. Ungewohnt war am Anfang das lange Stehen. Da war ich schon ziemlich müde am
Abend.
Im Haarstudio Wildangel habe ich
mich nicht nur beworben, weil meine
Mutter hier schon ihre Ausbildung gemacht hat, sondern weil
LINDLAR
über den normalen Friseuralltag hinaus viel stattfindet, wie zum
Beispiel die Shows. Da gibt es nochmal
ganz andere Einblicke und unglaubliche Möglichkeiten, und ich werde alle
Chancen nutzen, die mir geboten werden! Frau Wildangel ist Weltmeisterin
– das wäre natürlich ein Ziel... Manche
haben mich schon etwas verdutzt angeguckt nach meiner Entscheidung, aber
es heißt ja nicht, dass ich unglücklicher
werde, nur weil ich mit einem guten Abitur nicht studiere. Wahrscheinlich werde
ich so viel glücklicher, weil das, was ich
mache, mir Spaß macht.“
Siehe Anzeige Seite 47
Siehe Anzeige Seite 25
Siehe Anzeige Seite 27
Siehe Anzeige Seite 35
Karriere Bote 1-2015
23
Gebäudereiniger
Malerin und Lackiererin
Malerin und Lackiererin
Voraussetzung: Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Tarifvergütung 1.-3. Jahr: 630 €, 765 €, 900 €
Voraussetzung: Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Tarifvergütung 1.-3. Jahr: 505 €, 555 €, 690 €
Voraussetzung: Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Tarifvergütung 1.-3. Jahr: 505 €, 555 €, 690 €
stewe
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Berufskraftfahrer
(m/w)
Auszubildende (m/w) zum Gebäudereiniger
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zum Maler
und Lackierer
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Voraussetzung ist ein guter Hauptschulabschluss, Einsatz-
„
„
Nadine Kreß, 19, 2. Lehrjahr, stewe,
www.stewe.de
Sarah Penzkofer, 16, 1. Ausbildungsjahr,
Malerbetrieb Bondke, www.bondke.de
Mir ist die Entscheidung, mit 28 überhaupt noch eine Ausbildung anzufangen,
nicht leicht gefallen. Dann habe ich vier
Monate bei der Firma stewe gearbeitet
und jetzt möchte ich dabei bleiben. Die
Firma bietet mir Perspektiven. Die Kollegen sind nett und wir arbeiten im Team.
Alle zusammen schaffen den Auftrag. Ich
habe sogar schon einem Freund von der
Ausbildung erzählt und er hat sich auch
beworben. Das macht mich schon ein
bisschen stolz.
Was ein Gebäudereiniger so macht,
konnte ich mir gleich ganz gut vorstellen.
Es geht ums Glasreinigen, Saugen und
Bodenwischen und natürlich benutzen
wir dafür auch oft Maschinen. Wenn ich
in fünf Metern Höhe auf der Leiter stehe
und Fenster reinige, muss ich körperlich
fit sein. Wir reinigen alles in Gebäuden
und auch in Industriehallen. Da werden
uns oft richtig hohe Werte anvertraut und
ich muss genau wisREICHSHOF
sen, was ich tue.
Es gehört eine Menge theoretisches
Wissen zum Beruf. Ich muss wissen, woraus meine Reiniger bestehen, wie sie
wirken und genauso muss ich wissen,
wie das Material beschaffen ist, das ich
reinige. Eine Glastür aus Sicherheitsglas
ist zum Beispiel viel empfindlicher gegen
Kratzer, als Fensterglas. Und schließlich
muss ich auch an die Umwelt denken.
Man kann ja nicht einfach alles in den
Gully kippen. Ausgebildet werde ich von
einem Gebäudereinigermeister, denn ich
lerne einen Handwerksberuf.“
Mir gefällt an meinem Beruf am besten, dass es alles gut aussieht, wenn ich
fertig bin. Es ist ein schönes Gefühl, wenn
ich in einem frisch tapezierten Raum stehe und die Kunden sich freuen. Mir macht
die Ausbildung richtig viel Spaß. Es gibt
große Aufträge, bei denen ich bei Beginn
der Arbeiten noch kein Ende sehe. Ich
habe dadurch gelernt, dass mit Durchhaltevermögen auch eine riesige Industriemaschine nach zwei Wochen mal fertig lackiert ist. Dann bin ich stolz auf das
Ergebnis. Ich habe den Beruf in einem
bautechnischen Berufsgrundschuljahr
kennengelernt. Da haben wir tapeziert,
gespachtelt und gelernt, wie man Farben
mischt. Bald habe ich Zwischenprüfung.
Für den praktischen Teil hat jeder Azubi
eine aufgebaute Zimmerecke und muss
darin eine bestimmte Aufgabe ausführen.
Ich muss dann wissen, wie der Untergrund richtig zu behandeln ist, den Kundenauftrag genau ausREICHSHOF
führen und alles in der
vorgegebenen Zeit ordentlich fertigstellen. In der Ausbildung ist das Berichtsheft sehr wichtig. Ich schreibe jeden Tag
auf, was wir gemacht haben und mein
Ausbilder liest die Berichte durch. Zusätzlich gibt es darin noch Aufgaben, die
ich löse. Mein Ausbilder hilft mir und gibt
mir auch weiterführende Infos zu den
Themen. Mir gefällt der handwerkliche
Beruf. Wer sich dafür entscheidet, sollte
keine Angst haben, auch mal Farbkleckse
im Gesicht zu haben und gerne im Team
arbeiten. Wenn mein Kollege auf der Leiter steht und eine Decke tapeziert, dann
fasse ich mit an und helfe. So geht es auf
der Baustelle.“
Veni, vidi, vici – ich kam, sah und
siegte. Diesen Spruch habe ich als Kunstwerk an der Sporthalle meiner ehemaligen Realschule Gummersbach-Steinberg
hinterlassen. Schon als kleines Mädchen
habe ich Wände bemalt, mit elf Jahren
beim Renovieren mit angepackt, mit 13
mein Zimmer eigenmächtig neu gestrichen. Das fanden meine Elten in der
Mietwohnung nicht so super. Trotzdem
habe ich eine Bewerbung als Maler-Azubi erst durch die Tochter meines jetzigen
Chefs als naheliegende Option realisiert.
Nach einem Praktikum wusste ich dann
definitiv, dass das cool ist.
Außer, dass ich liebend gerne zeichne, hatte ich gar kein Vorwissen. Mein
Chef achtet aber eher darauf, ob jemand
menschlich passt. Als Auszubildende begleite ich alle vier Monate jeweils einen
unterschiedlich spezialisierten Gesellen
und gucke mir ihre Tricks ab: Wie man
streicht,
ohne
GUMMERSBACH
„Nasen“ lackiert
oder dass man eine Rolle nie so lange
ausrollt bis die Farbe zu dünn aufgetragen wird. Das ergibt sonst Farbschatten.
Der Beruf ist vielseitiger als ich ihn
mir vorgestellt habe. Mein Betrieb macht
auch Bodenbeläge, Wärmedämmung und
Trockenbau, wobei Letzteres viel Kraft
erfordert und für Mädchen echt schwer
ist. Die Besonderheiten, die selten im Arbeitsalltag vorkommen, lerne ich in der
überbetrieblichen Ausbildung, zum Beispiel das Vergolden. Dafür bin ich für einige Wochen pro Lehrjahr in Burscheid.
Fakt ist, man sieht in meinem Job immer
was man an einem Tag geschafft hat.“
Siehe Anzeige Seite 25
24
„
Denis Birjutschinski, 28, 1. Ausbildungsjahr,
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25
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Anlagenführer
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Themen kennenlernen
Voraussetzung:
Realschulabschluss, nach Eignung auch
Hauptschulabschluss
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Fachrichtung: Energie- und Gebäudetechnik
„
„
Dmitrij Konovalenko, 23, Benjamin Ens, 18,
Schmidt+Clemens, www.schmidt-clemens.de
Daniel Luchtenberg, 22, im 2. Ausbildungsjahr bei Schleuniger, www.schleuniger.de
Wie ich auf die Idee gekommen bin,
bei HEW eine Ausbildung zu machen,
ist eine lustige Geschichte. Ich hab mich
nämlich geärgert, dass mein Akkulader
vom Handy immer wieder nach ein paar
Tagen kaputt gegangen ist. Da hab ich
mich gefragt, was eigentlich in so einem
Kabel drin steckt und wie das funktioniert. Weil ich HEW kannte, hab ich mir
gedacht, das ist doch spannend. Ich hab
mich also bei HEW beworben und mir
gesagt, ich will diese Ausbildung wirklich
machen. Und jetzt bin ich hier.
Bei der zweijährigen Ausbildung wird
einem nicht langweilig. Alle vier, fünf
Wochen wechsele ich die Abteilung. Ich
habe dann neue Ansprechpartner, neue
Maschinen und neue Aufgaben. Ich lerne,
wie ich die Maschinen richtig einstelle
und bediene, denn bei HEW werden Kabel nach Kundenwunsch hergestellt. Sie
sind sehr unterschiedlich. Es gibt ganz
dünne, die für ProWIPPERFÜRTH thesen im Körper
eingesetzt werden und ganz flexible, die
in Elektroautos eingebaut werden. Im
Moment arbeite ich in der Aufmachung.
Das ist die letzte Abteilung, bevor das Kabel zum Kunden geht. Hier prüfen wir die
Kabel. Wenn man da etwas übersieht, hat
das beim Kunden schlimme Folgen. Also
muss ich den ganzen Tag aufmerksam
sein, wie in der Schule. Ich mache bei
HEW eine Ausbildung zum Kabeljungwerker. Nächstes Jahr bildet HEW dann
den Anlagen- und Maschinenbediener
mit Fachrichtung Kabeltechnik aus. Das
ist sehr ähnlich und wird von mehr Betrieben angeboten.“
Als wir das erste Mal über das Firmengelände geführt wurden, dachten
wir: Oh, ist ja noch größer, als wir es uns
vorgestellt hatten. Trotzdem fühlten wir
uns schnell zu Hause. Wir wollten einen technischen Beruf erlernen, bei dem
wir tatkräftig anpacken können. Durch
Dmitrijs Vater und Schulpraktika wussten wir bereits ungefähr, was auf uns in
einem Industrieunternehmen zukommt.
Der Maschinen- und Anlagenführer ist
eine gute Grundlage, um sich anschließend in einer Fachrichtung zu spezialisieren. Bei Benjamin ist es im Mai soweit.
Dann ist er bereits Facharbeiter.
Die Ausbildung beginnt mit dem
Grundlehrgang zum Umgang mit Werkzeugen wie Feile, Hammer oder Bohrer.
Wir Azubis haben zur Übung einen kleinen Lkw nachgebaut. Danach ging es
darum, Passstücke so genau fertigen zu
können, dass nicht einmal einen Lichtstrahl hindurch dringt.
LINDLAR
Ab dem zweiten Ausbildungsjahr wird man in den Abteilungen
praktisch angelernt. Gespannt waren wir
auf den sogenannten „Sandkasten“. Dort
werden Gussformen aus Sand hergestellt, in die später in der Gießerei flüssiger Stahl fließt. Selbst in zehn Metern
Entfernung spürt man noch die Hitze der
Schmelzöfen. Heraus kommen dann zum
Beispiel Rohrträger aus Edelstahl. Wir
lernen Schritt für Schritt alle Maschinen
und Werkzeuge kennen, die an diesem
Prozess beteiligt sind. Gute Noten in Mathe, Physik und Chemie sind dafür wichtig. Im Einstellungstest wird aber auch
mal nach den Namen der Bundesminister gefragt.“
Ich habe meinen Weg ein wenig korrigiert, weil ich zuerst etwas blind vorgegangen bin. Nach dem Fachabi am
Berufskolleg und einer Ausbildung zum
Informationstechnischen
Assistenten
brach ich mein Elektrotechnikstudium
ab. Erstens, weil ich nicht ausschließlich
im Hörsaal rumsitzen wollte. Zweitens,
weil es zusehends Richtung Mikroelektronik in Computern tendierte – also einen Schreibtischjob. Der mechanische
Aspekt hat mir gefehlt. Ich will richtig
Hand anlegen und Maschinen mit allem
drum und dran bauen. Schon als Junge
habe ich aus Lego-Technik kleine Roboter gebaut. Schleuniger bietet mir jetzt
Mechanik und Elektronik kombiniert.
Das erste Ausbildungsjahr habe ich
größtenteils in der Lehrwerkstatt unseres Kooperationspartners verbracht.
Seit dem zweiten Jahr wechsele ich bei
Schleuniger alle zwei Monate die Abteilungen. Dort
RADEVORMWALD werden zum
Beispiel Crimpvollautomaten oder Maschinen zum Abisolieren von Kabeln und
Litzen hergestellt. Sehr abwechslungsreich und immer wieder herausfordernd
finde ich die Wartungsaufträge. Im Laufe
der Ausbildung werde ich an immer komplexere Maschinen herangelassen. Man
muss schon ein gewisses Faible für Mathe, Physik und logisches Denken haben,
um Spaß an meinem Beruf zu finden.
Ebenso Ruhe und Fingerspitzengefühl.
Die geistigen und körperlichen Anforderungen sind hier ganz gut ausbalanciert,
finde ich. Nach der Lehre werde ich wieder studieren, jedoch nur noch nebenberuflich. Dieses Mal dann Maschinenbau
mit einem großen Mechanik-Anteil.“
Siehe Anzeige Seite 40
26
„
Unur Gülur, 23, 2. Ausbildungsjahr, HEW
Kabel, www.hew-kabel.com
Karriere Bote 1-2015
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27
Verfahrensmechaniker
Werkzeugmechaniker
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Ausbildungsdauer: 3 Jahre
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Fachrichtung: Formtechnik
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Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
Fachrichtung: Automatendrehtechnik
Voraussetzung: Hauptschulabschluss 10b,
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Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
Vergütung 1.-4. J.: 896 €, 941 €, 1007 €, 1094 €
GUT BEWERBEN
Das solltet ihr bei eurer Bewerbung beachten:
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„
Jan Oswald, 18, ist im 2. Ausbildungsjahr bei
H&K Müller, www.hk-mueller.de
Tobias Sottek, 21, ist gerade fertig mit der
Ausbildung bei Steinco, www.steinco.de
Ich weiß es noch ganz genau: Meine erste Maschinenumrüstung hat volle acht Stunden gedauert – statt zwei.
Ruhe bewahren und die Checkliste weiter abarbeiten, heißt es da! Die Hauptsache ist, dass die produzierten Teile am
Ende gut sind. Nach etwa einem halben
Jahr sitzen diese Abläufe. Voss entwickelt
vorwiegend Kunststoffstecker, Bremsleitungen und Steckverbindungen für die
Lkw-Industrie und den Schiffsbau. Unsere Kunden sind weltweit vertretene
Großkonzerne wie Mercedes. Der Benzintank eines Lkws sitzt hinten, der Motor aber vorne. Dann ist es unsere Aufgabe eine Lösung zu finden, um das Benzin
zum Motor zu befördern. Als Material benutzen wir ausschließlich Thermoplasten
1. Klasse, also Kunststoffe, die wir durch
Temperaturerhöhung einmalig formen.
Ich studiere sie bis in ihre molekulare
Struktur. Die Kunststoffbranche hat Zukunft – das habe
WIPPERFÜRTH
ich vor der Lehre
auf Fachmessen recherchiert und deshalb stehen meine Übernahmechancen
auch sehr gut.
Voss besitzt eine eigene Lehrwerkstatt, in der jeder Azubi an einer eigenen Maschine üben kann. Von unseren
Lehrern bin ich beeindruckt. Lauter
hochangesehene Doktoren, Ingenieure
und Entwickler, die dir jede Frage sofort beantworten können. Seit vier Jahren kümmere ich mich in meiner Freizeit
ehrenamtlich um Veranstaltungen eines
Kulturvereins. Ich liebe es zu organisieren und will das einmal mit meinem Beruf verknüpfen. Nach vier Jahren Abendschule plane ich deshalb als Techniker in
die Prozessoptimierung einzusteigen.“
Nach der Schule war für mich wichtig, eine Ausbildung zu machen, bei der
ich etwas herstellen kann. Ich habe hobbymäßig schon immer gerne in der Werkstatt geschraubt und Materialien ausprobiert. Bei H&K Müller habe ich mich auf
eine Anzeige hin beworben, weil mir der
Ausbildungsberuf gefiel, aber auch, weil
die Firma in der Nähe war. Wir werden
hier langsam an die Produktionsabläufe
herangeführt. Wichtig finde ich, dass ich
viele verschiedene Projekte und Arbeitsaufträge für Übungsstücke erhalte, so
kann ich intensiv lernen, wie man mit den
Maschinen und Werkstoffen umgeht. Mit
Fräs-, Dreh-, Schleif- und Bohrmaschinen bearbeite ich verschiedene Stahlsorten. Durch diese Übungsstücke werde
ich auch gut auf den bald anstehenden
ersten Teil der Abschlussprüfung vorbereitet: 7 Stunden praktische Prüfung
und 3 Stunden schriftlich im Berufskolleg. Das PrüENGELSKIRCHEN
fungsergebnis
zählt dann bereits zu 40 Prozent für die
Abschlussnote. Abschlussprüfung Teil 2
folgt nach etwa 3,5 Jahren Ganz wichtig
für die Ausbildung sind Mathe und logisches Denken, aber auch die Naturwissenschaften. Auch sollte man ein gutes
räumliches Vorstellungsvermögen haben, damit man sich bereits anhand einer
Zeichnung eine 3D-Vorstellung machen
kann und erkennt, wie das Werkzeug am
Ende aussehen wird. Mir macht eigentlich alles in dieser Ausbildung Spaß, und
ich habe immer hilfsbereite und freundliche Ansprechpartner. Am besten gefällt
mir, am Ende ein Werkstück in der Hand
zu halten, das von mir selbst hergestellt
ist und funktioniert.“
In der Produktionshalle grüßen wir
uns per Ghettofaust. Einfach, weil alle
meistens ölige Hände von der Arbeit mit
den Maschinen haben. Aber der Lohn
und die berufliche Perspektive gleichen
das auf jeden Fall gut aus. Viele Unternehmen haben erhebliche Probleme
Facharbeiter wie mich zu finden. Die
Zeitungen sind voll mit Stellenausschreibungen. Das gibt mir natürlich Sicherheit, denn was man gelernt hat, kann einem niemand mehr wegnehmen. Zumal
ich bei Steinco an sehr speziellen Maschinen ausgebildet wurde.
Unsere Mehrspindeldrehautomaten
fertigen Drehteile jeglicher Art. Zum Beispiel Teile für Blutdruckmessgeräte oder
für Trolleyrollen im Flugverkehr. Man
muss auf den 100stel Millimeter genau
arbeiten können. In Wermelskirchen hat
Steinco drei Werke, wo ich ab dem zweiten Ausbildungsjahr an den Maschinen
realitätsnah
WERMELSKIRCHEN
Erfahrung
gesammelt habe. Im dritten Jahr werden
die Azubis in den Schichtbetrieb eingeführt. Die kommenden zwei bis drei Jahre werden nun entscheidend dafür, mein
Wissen als Facharbeiter weiter reifen
zu lassen. Ich will die Maschinen durch
und durch verstehen, auch alles was im
Hintergrund abläuft. Steinco unterstützt
das mit speziellen Weiterbildungen. Die
Technik entwickelt sich schließlich immer weiter. Mit einer 5 in Mathe und
Physik ist das alles natürlich insgesamt
schwerer zu verstehen. Schnupper-Praktikanten sind immer willkommen. So kam
auch ich damals zu Steinco und fiel nach
dem ersten Arbeitstag todmüde ins Bett.“
Siehe Anzeige Seite 43
Siehe Anzeige Seite 37
Siehe Anzeige Seite 2
28
„
Caner Yerli, 24, 3. Ausbildungsjahr,
Voss Automotive, www.voss.de
Karriere Bote 1-2015
u gut strukturierte Briefform für Bewerbung und Lebenslauf
u freundliches Foto in gepflegter Kleidung, sauber und gerade einkleben
u keine Rechtschreibfehler!
u eure eigene Sprache benutzen und keine leeren Floskeln abschreiben
u sauber ausdrucken
u Unterschrift nicht vergessen
u Bewerbungen per E-Mail möglichst mit nur einem und eindeutig beschrifteten Anhang versenden. Dieser kann mehrere Seiten haben. (Beispiel: Bewerbung Vorname Nachname)
Schlechtes Beispiel für eine
Gutes Beispiel für einen tabel-
Bewerbung. Im Deutschunterricht wäre
für diese vielen Rechtschreibfehler ein
„Mangelhaft“ fällig gewesen.
larischen Lebenslauf. Im Internet findet
ihr zahlreiche Seiten, wo man Bewerbung und Lebenslauf im Online-Formular ausfüllen und ausdrucken oder gleich
als PDF für die E-Mail-Bewerbung erstellen kann. Unser Tipp:
www.briefform.de
Geht gar nicht:
Eine E-Mail-Bewerbung mit 14 (!) Anhängen, die zudem allgemeine, nichtssagende Namen tragen. Wer soll die sortieren und wiederfinden?
Karriere Bote 1-2015
29
DIE TRICKS
DER CHEFS
„Ich kann dich nicht riechen.“ Wer
hätte gedacht, dass diese alte
Volksweisheit nicht nur bei man-
chen Möchtegern-Freunden weiterhilft,
sondern auch im Personalbüro genutzt
wird. Marlene Weiner, Chefin der Firma NORWE, beispielsweise, prüft die
Bewerbungen mit allen Sinnen. „Ein
kurzes Schnuppern an der Bewerbungsmappe gibt mir einen ersten sinnlichen
Eindruck. Riecht es parfümiert, neutral
oder gar unangenehm? Man nimmt sein
Gegenüber doch mit allen Sinnen wahr,
ob man will oder nicht“, erklärt die Geschäftsführerin des Bergneustädter Betriebes mit über 130 Mitarbeitern. „Wenn
die Person leibhaftig vor mir stünde,
wäre – neben Aussehen, Kleidung, Körperhaltung und der Art, wie sie spricht
– doch auch das, was meine Nase wahrnimmt, Teil meines Gesamteindrucks“,
erklärt sie ihren ungewöhnlichen Trick.
Andere Methoden, um herauszufinden, ob der Bewerber für den angebotenen Ausbildungsplatz der Richtige
ist, haben mehr mit Lebenserfahrung
und manchmal mit kriminalistischem
Spürsinn zu tun. Sie erzählt von einem
Bewerber, der ihr ein super Praktikumszeugnis vorlegte. Der Junge kam
aus Waldbröl und hatte ein Praktikum
im fernen Lindlar gemacht. Mit dem
Bus eine kleine Weltreise. Aus seinem
Lebenslauf ergab sich, dass sein Vater
in der gleichen Firma arbeitete, von der
er seine tolle Praktikumsbewertung
erhalten hatte. So weit, so gut. Doch im
Schulzeugnis hatte der Junge ausgerechnet in den Fächern miserable Noten,
die für das Praktikum wichtig waren.
Da passt etwas nicht zusammen, denkt
sich da ein Personalchef. Gut gemeinte
Freundschaftsdienste können manchmal
das Gegenteil bewirken, denn es geht
ja nicht darum, dass man irgendeinen
Ausbildungsplatz bekommt, sondern den
passenden.
30
Karriere Bote 1-2015
Geschäftsführerin
Marlene Weiner
schnuppert auch
schon mal an einer
Bewerbung, bevor sie
sie durchliest.
Wie kriegen Chefs raus, ob der künftige Azubi der Richtige
fürs Firmenteam ist? Bei 100 Bewerbungen kann das schnell
in Stress und Überstunden ausarten. Da greift der
eine oder andere schon mal zu kreativen Möglichkeiten, um
die Spreu vom Weizen zu trennen.
kumsfächern hatte Nicole die beste Note
bekommen: zwei Sternchen. „Das Mädchen wäre doch im Büro unglücklich
geworden“, schlussfolgert Weiner, „die
gehört in einen Beruf, in dem sie mit
Menschen zu tun hat, mit Publikumsverkehr. Da wird sie sich viel wohler fühlen
und da liegen wahrscheinlich auch ihre
Talente.“
Sie sieht sich in der Verantwortung
für die jungen Menschen. Deswegen
geht sie auch in die oberbergischen
Schulen, um den Schülern Tipps für die
Bewerbung zu geben.
Ein ganz wichtiger Tipp hat mit
Rechtschreibung zu tun. „Lasst
jemanden aus der Familie oder einen Freund eure Bewerbung vorher
durchlesen. Nichts ist peinlicher als
eine Bewerbung, die vor Fehlern strotzt.“
Es ist völlig in Ordnung, sich bei der Bewerbung helfen zu lassen. Das ist kein
Zeichen von Schwäche.
„Niemand tut sich oder anderen einen Gefallen, wenn er den falschen
Beruf ergreift“, erklärt Weiner kopf-
schüttelnd. Es ist eher suboptimal, wenn
jemand mit einer Vier minus in Mathe
einen kaufmännischen Ausbildungsplatz sucht. Und jemand mit schlechten
Rechtschreibkenntnissen wird es im
Büro nicht leicht haben. „Manche jungen
Leute bewerben sich einfach für den
falschen Job. Die können eigentlich froh
sein, wenn sie abgelehnt werden.“ Weiners Tipp: „Erst mal herausfinden, wo
die eigenen Interessen und Stärken liegen. Egal was die Eltern sagen, der Beruf
muss dem jungen Menschen Spaß machen! Das ist die beste Voraussetzung.“
Also lieber ein Praktikum mehr machen,
als nachher unglücklich im falschen Beruf festzustecken.
Sie gibt ein Beispiel: „Eine Schülerin
hatte sich bei mir als Industriekauffrau beworben. Auf dem Zeugnis hatte
sie jedoch ausgerechnet in Mathe und
Deutsch die schlechtesten Noten.“ In
den Bewerbungsunterlagen fand sich
auch das Praktikumszeugnis einer Gesundheitspraxis für Ergotherapie, darin
stand als Gesamtbeurteilung: „Für die
kurze Zeit des Praktikums fanden wir es
toll, wie adäquat Nicole* mit den Patienten umgegangen ist.“ In allen Prakti-
Aber macht nicht den Fehler, eure
Bewerbung im Internet abzuschreiben – „Copy and Paste“ geht gar nicht.
Jeder Personalchef kennt diese Leerfloskeln. „Holt euch Tipps, aber schreibt
eine ehrliche Bewerbung.“ Wie man
einen Lebenslauf aufbaut, kann man
googeln. Auch über die Firma, bei der
man sich bewirbt, kann man sich im
Internet schlau machen und das in die
Bewerbung einfließen lassen. Und auch
hier gilt: ehrlich bleiben und nur das
schreiben, was ihr auch verstanden habt.
Wer hier schummelt oder abschreibt,
fliegt wesentlich schneller auf als in der
Schule. Die Chefs sind nicht umsonst
Chef geworden, sondern meistens, weil
sie ziemlich clever sind. Jeder Fehler,
den sie machen, zum Beispiel wenn sie
den falschen Azubi einstellen, müssen
sie nämlich aus eigener Tasche bezahlen. Das unterscheidet sie ganz gewaltig
von den Lehrern, die ihr aus der Schule
kennt.
Chefs sind wie Trainer, die ein
gutes Team für ihre Firma zusammenstellen müssen. Sie wollen sich
auf euch verlassen können. Wie beim
Fußball liegt ihre Kunst darin, den Richtigen fürs Tor und den Richtigen als
Verteidiger oder Stürmer auszusuchen.
Nur geht es im Berufsleben eher um
Bankkaufleute, Mechatroniker oder Fachinformatiker. Je besser ein Chef sein
Team zusammenstellt, je eher gewinnt
seine Firma das nächste Match beziehungsweise gute Kunden. Und ihr seid
als Gewinner mit im Team.
Ein Beispiel für eine gute Bewerbung
gefällig? Thomas* hatte sich als Fachkraft für Lagerlogistik bei der Firma
NORWE beworben. „Da passte einfach
alles“, freut sich Marlene Weiner über
die Qualitäten des jungen Mannes. Tho-
mas schrieb in seiner Bewerbung, wie
er mit seiner Schulklasse den Betrieb
besichtigt habe, dass er ein ordentlicher
Mensch sei, und dass er sich gut Sachen
merken kann. Er habe bereits ein Praktikum in dem Beruf gemacht und wisse,
was auf ihn zukommt. Mit der richtigen
Portion Selbstbewusstsein schreibt er:
„Ich möchte Sie bei einem Vorstellungsgespräch von meinen Stärken überzeugen und freue mich auf einen Eignungstest.“ In Mathe zeigt sein Zeugnis eine
Zwei und in Sport liefert er ein „Sehr
gut“ ab. „Das sind genau die richtigen
Voraussetzungen für diesen Beruf. „Er
kann rechnen und ist körperlich fit“, so
Weiner. In der Lagerlogistik arbeitet man
mit komplexen Computerprogrammen,
mit denen ein Azubi täglich umgehen
muss. Talent für Ordnung ist im Lager
ebenso wichtig, wie dass einer kräftig
zupacken kann.“
Heute ist die Chefin ebenso zufrieden
wie Thomas: Von 250 Bewerbern gehörte
er zu den wenigen, die sich persönlich
vorstellen dürfen, um einen Eignungstest zu machen. „Vielleicht ist er genau
der Richtige für den Job“, sagt Weiner.
Jeden Fehler, den Chefs machen,
wenn sie zum Beispiel den
falschen Azubi einstellen, müssen
sie aus eigener Tasche bezahlen.
Karriere Bote 1-2015
31
In dieser Ausgabe angebotene Medienund IT-Berufe:
Die Adressen und Ansprechpartner für
Eure Bewerbung findet ihr in den jeweiligen
Anzeigen.
Kauffrau für Marketingkommunikation
Fachrichtung: Internetmarketing
Voraussetzung: Realschulabschluss
Ausbildungsdauer: 3 Jahre, verkürzt 2-2,5 J.
Informatikkaufmann-/frau
VOSS Automotive GmbH
Mediengestalter
Fachrichtung: Digital und Print
Voraussetzung: Fachabitur
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Vergütung 1.-3. Jahr: 600 €, 700 €, 800 €, plus
Prämien
Fachinformatiker/-in
Anwendungsentwicklung
Elektrisola Dr. G. Schildbach GmbH & Co. Kg
Holz-Richter
Systemintegration
Holz-Richter GmbH
Kaufmann/-frau für
Marketingkommunikation
Holz-Richter GmbH
Manager/-in
Asiamanagment, Marketing & Event, International Business + Bachelorabschluss
bib International College
Managementassistent/-in
Event, Touristik, Marketing
bib International College
Mediendesigner/-in
Kommunikationsdesign, Gamedesign
bib International College
Kommunikationsdesign, Gamedesign + Bachelorabschluss
bib International College
Medieninformatiker/-in
Game-, Mobile App-, Web-Develeopment
bib International College
Medieninformatiker/-in
Game-, Mobile App-, Web-Develeopment +
Bachelorabschluss
bib International College
Mediengestalter
Digital- und Printmedien
Kolpacki Werbeagentur GmbH & Co. KG
Gestaltung und Technik
Kolpacki Werbeagentur GmbH & Co. KG
Medien- und
IT-Berufe
32
Karriere Bote 1-2015
„
„
Katharina Hasenbach, 23, 2. Lehrjahr bei
Holz-Richter, www.holz-richter.de
Daniel Miunske, 20, 2. Ausbildungsjahr,
Kolpacki Werbeagentur, www.kolpackiwa.de
Auch nach dem Abi wusste ich noch
nicht, was genau ich werden will. Die Berufsberater der Agentur für Arbeit hatten
es nicht leicht mit mir, weil ich so viele
unterschiedliche Interessen habe. Marketingkommunikation hat sich als beste Lösung herausgestellt, da ich etwas
Kreatives, aber auch etwas Kaufmännisches machen wollte. Gerne mit Englisch,
da ich mit 16 als Austauschschülerin in
den USA war. Dadurch lernt man prima
selbstständig zu sein. Mein Praktikum
bei Holz-Richter diente direkt als Testphase. Ich sollte einen kreativen Namen
und ein Design für eine neue Gartenmöbelmarke entwickeln. Die Ausbildung ist
super vielfältig. Da ich in einer Marketingabteilung eines Unternehmens arbeite
und nicht in einer Werbeagentur, kann
ich mich ganz auf einen „Kunden“ konzentrieren. Falls ich später nebenberuflich Marketingkommunikation studieren
will, unterstützt mich
LINDLAR
Holz-Richter dabei.
Dadurch, dass wir vor allem Internetmarketing für unsere Produkte betreiben, habe ich selten Kundenkontakt. Das
kommt mir eher entgegen, da ich kein
Beratertyp bin. Gruppenarbeiten machen mir hingegen total Spaß, wie in der
Berufsschule in Köln – die ist richtig cool.
Zur Zeit arbeitet mein Projektteam an einem Kommunikationskonzept für einen
Energydrink-Hersteller. Ähnlich sieht
ein Tag bei Holz-Richter aus. Ich werte
Online-Fragebögen für Werbestrategien
aus, betreue den Online-Shop oder setze
Kampagnentexte auf. Finanzcontrolling
oder Buchhaltung decken die kaufmännische Seite der Ausbildung ab.“
Ich habe schon vorher eine Ausbildung zum Gestaltungstechnischen Assistenten gemacht. Die ist sehr breit gefächert – aber leider lernt man die meisten
Sachen nur oberflächlich kennen. Deshalb habe ich mich sofort beworben, als
ich in der Zeitung gelesen habe, dass die
Kolpacki Werbeagentur Auszubildende
zum Mediengestalter Digital und Print
sucht. Ich wurde zum persönlichen Gespräch eingeladen und durfte danach
zwei Tage lang Probe arbeiten. Das war
bereits toll. Am ersten Tag durfte ich ein
eigenes Logo gestalten, am zweiten eine
kleine Website aufbauen.
Wer hier arbeitet, kann bei allen Tätigkeiten in einer Agentur mitwirken,
so lernt man viel kennen und es ist abwechslungsreich. Man gestaltet Websites, Anzeigen und Broschüren. Dabei ist
Kreativität natürlich sehr wichtig, man
kann eigene Ideen einbringen. Trotzdem muss man es schafLINDLAR
fen, dabei auch auf die
Wünsche der Kunden einzugehen und
sie umzusetzen. Als Azubi bekomme ich
auch eigene Projekte, zum Beispiel habe
ich letztens zusammen mit einer anderen Auszubildenden eine Website erstellt.
Das fing bei der Planung und dem Erstellen des Screendesigns an, dann durften
wir das dem Kunden präsentieren und
dann die abgestimmte Website umsetzen.
Zum Glück sind hier alle sehr nett.
Man kann immer nachfragen. Dann setzt
sich jemand zu einem und erklärt alles
ganz genau. Nach meiner Ausbildung
würde ich gerne hier bleiben – aber zusätzlich noch ein paar Weiterbildungen
machen.“
Siehe Anzeige Seite 7
Siehe Anzeige Seite 35
L
ouis Fehling ist im Stress.
Der 18-Jährige aus Wipperfürth-Thier hat als
Dramaturgie-Assistent jede
Menge zu tun. Denn das Theaterstück, das er und die anderen Mitglieder der diesjährigen Theater
Total-Truppe in ganz Deutschland
aufführen werden, ist noch nicht
ganz fertig geschrieben. Vorlage ist
Fjodor Dostojewskis „Böse Geister“, das auch unter dem Titel „Die
Dämonen“ bekannt ist. Das Werk
hat über 900 Seiten. „Und das Buch
deckt sich erst nach und nach auf“,
sagt der Abiturient. „Um das als
Theaterstück aufzuführen, muss es
umgearbeitet werden. Dann muss
man wieder einige Szenen streichen – und dabei furchtbar aufpassen, dass der rote Faden erhalten
bleibt.“
Theater hat Louis schon immer interessiert. Seit der Grundschulzeit
steht er regelmäßig auf den Brettern, die ihm die Welt bedeuten.
Besonders stolz ist er darauf, mit
Milan Sládek zusammen gearbeitet
zu haben. Sládek ist ein in Theaterkreisen bekannter Pantomime,
Regisseur und Autor, der unter
anderem an der Folkwang-Schule
dozierte. Bei ihm machte Louis ein
zweiwöchiges Schülerpraktikum.
Die beiden blieben in Kontakt.
Dann war die Schule vorbei und
Louis stand vor der Frage, die
viele beschäftigt: Was nun?
„Ich habe durch Zufall von
Theater Total erfahren, dabei
sind sie schon drei Mal in
Wipperfürth aufgetreten“,
sagt er. Das Projekt hat es
sich zur Aufgabe gemacht,
Menschen im Alter von
17 bis 24 Jahren zu fördern und ihnen zu helfen,
ihre Stärken zu entdecken.
Jährlich werden bei einem
zweitägigen Workshop
zwischen 24 und 30 junge
Menschen ausgewählt, um ein
Jahr lang Teil des Ensembles zu
sein. „Ich hatte nicht damit gerechnet, genommen zu werden,
Von Lara Hunt
aber ich habe es geschafft“, sagt
Louis.
Er und die anderen Teilnehmer
haben in den vergangenen Monaten alles gelernt, was zum Theater
dazu gehört – und das ist eine ganze Menge. Mit ein bisschen Schauspiel und Choreografie ist es nicht
getan – oder, wie Louis sagt: „Wir
haben eine Sieben-Tage-Woche. Es
ist eine Menge Stress.“
Dafür kann man später auf das
Ergebnis stolz sein, denn die Teilnehmer sind wirklich für alles
selbst zuständig. Angefangen mit
dem Skript, an dem Louis gerade
mit arbeitet, über das Bühnenbild,
Licht und Ton bis hin zur Pressearbeit und der
Organisation
“Ich will später in den
der Auftritte
Bereich Literatur und
am jeweiligen
Heimatort
Dramaturgie gehen.“
der Mitglieder. „Sogar
Hausarbeit gehört dazu – wir müssen uns selber versorgen“, erklärt
Louis.
Die Vorpremiere zu den „Bösen
Geistern“ ist bereits am 19. März.
Nervös ist der Abiturient trotzdem nicht: „Dazu kommt man
gar nicht.“ Außerdem haben die
Teilnehmer Hilfe: Erfahrene
Theatermacher stehen ihnen
zur Seite.
Etwas gelernt hat Louis schon
jetzt denn es ist nicht mehr das
Schauspiel, das den Wipperfürther
lockt. „Ich glaube, da verliert man
den Spaß dran, wenn man das
beruflich macht. Der Konkurrenzdruck ist sehr groß. Man muss sich
ständig fragen: Werde ich besetzt?
Bin ich morgen noch im Ensemble?“ Trotzdem will er das Bühnenleben nicht verlassen, denn auch
wenn die Herausforderung, ein
900-Seiten-Buch in ein Theaterstück zu verwandeln, riesig ist, hat
er Spaß daran. „Ich will später in
den Bereich Literatur und Dramaturgie gehen. Und dann vielleicht
an einem Theater landen“, verrät
Louis.
Wer sich ansehen will, wie das Ergebnis von Louis‘ Arbeit aussieht:
Böse Geister, von Fjodor Dostojewski, Dienstag, 5. Mai, 19 Uhr,
Alte Drahtzieherei, Wipperfürth,
Wupperstr. 10.
Das Bewerbungsverfahren für die
nächste Runde Theater Total läuft
bereits. Bis zum 25. Juni kann man
sich bewerben. Die Unterlagen gibt
es unter www.theatertotal.de.
THEATER
TOTAL
WIPPERFÜRTHER ABITURIENT
EIN JAHR IN THEATER-PROJEKT
Louis Fehling weiß
jetzt was Konkurrenzdruck und
harte Arbeit
sind.
Karriere Bote 1-2015
33
DER ERSTE
EINDRUCK ZÄHLT
Die erste Hürde ist genommen:
Deine Bewerbung hat Interesse
geweckt, du bist zum persönlichen
Gespräch eingeladen! Jetzt kommt
es auf die Optik an. Haare, Klamotten,
Accessoires – das Outfit verrät dem
Personalchef bereits auf den ersten
Blick ganz viel von dir.
Unsere Models Fabienne aus Lindlar
und Thorsten aus Overath zeigen euch,
wie man’s richtig macht. Ein Friseurbesuch vor dem Vorstellungstermin ist
empfehlenswert. Lange Haare müssen
nicht zwingend ab, aber sie sollten gepflegt sein.
Haare & Make-up: Haarstudio Wildangel, aus Lindlar.
Angemessen
So punktest du beim ersten
Auftritt: dezentes Make-up,
unaufdringliche Farben,
sachlicher Schnitt. Du
darfst dich modisch kleiden,
aber nicht aufreizend. Also,
Rock nicht zu kurz, Absätze
nicht zu hoch – schließlich
willst du durch deine Qualifikationen überzeugen!
Lässig
Ungepflegt
Absolutes No-Go: nackte Beine
oder Schultern, ungepflegte
Haare, Löcher-Jeans, Badetasche. Auch bauchfrei oder
T-Shirts mit aufgedruckten
Sprüchen sind tabu. So könnt
ihr zum Open-Air-Festival gehen, aber auf keinen Fall zum
Gespräch ins Personalbüro.
Overdressed
Die Frisur sitzt perfekt, aber
das Outfit ist des Guten zu
viel: Schillernde Stoffe,
glitzernde Accessoires, tiefe
Dekolletés, High Heels oder
Klimper-Schmuck sind eher
was für die Disco oder Tante
Ernas Silberhochzeit.
34
Karriere Bote 1-2015
83x116Sept12 .indd 1
Wir suchen einen kreativen, engagierten
Stellt man sich im Handwerksbetrieb vor, darf
man unter dem modischen
Jackett sogar einen stylishen Kapuzenpulli und
Turnschuhe tragen. Frische
Jeans sind allerdings ein
Muss. Und Lederschuhe
statt Sneakers sowie ein
passendes Hemd statt
Kapuzenpulli machen ein
sportliches Outfit eleganter.
28.08.2012 14:15:06
AUSZUBILDENDEN
ZUM MEDIENGESTALTER
DIGITAL UND PRINT M/W
Passend
Welch ein Unterschied: Der
selbe Mann mit ordentlicher
Frisur und seriösem Anzug.
Je nach Job, um den es geht,
kannst du die Krawatte weglassen oder statt Hemd ein
weißes T-Shirt drunter tragen. Und ganz, ganz wichtig:
saubere Schuhe!
Du hast Lust – direkt von Anfang an –, vielfältige Projekte für
Kunden aus verschiedensten Branchen (von Architektur und
Bau über Metallindustrie und Maschinenbau bis hin zu Dienstleistung und Öffentliche Hand) mitzugestalten? Du bist interessiert an der Gestaltung der medialen Welt? Du möchtest in
einem netten und erfahrenen Team arbeiten? Du hast Abitur,
Fachabitur oder eine Ausbildung als Gestaltungstechnischer
Assistent? Dann freuen wir uns auf deine aussagekräf tige,
vollständige Bewerbung. Diese sende bitte ausschließlich per
E-Mail an die [email protected]
Kolpacki Werbeagentur
GmbH & Co. KG
Tannenweg 4 | Lindlar
www.kolpackiwa.de/jobs
Karriere Bote 1-2015
35
In dieser Ausgabe angebotene Berufe aus
der Gastronomie und dem Lebensmittelhandwerk:
Die Adressen und Ansprechpartner für
Eure Bewerbung findet ihr in den jeweiligen
Anzeigen.
Bäckerin
Bäckerin
Koch
Koch
Voraussetzung: Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Vergütung 1.-3. Jahr: 550 €, 650 €, 800 €
Voraussetzung: Hauptschulabschluss, Mindestalter 16 Jahre wegen Nachtarbeit
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Vergütung: 450 bis 690 Euro brutto
Voraussetzung: Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Tarifvergütung 1.-3. Jahr: 671 €, 769 €, 866 €
Voraussetzung: Fachoberschulreife
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Tarifvergütung 1.-3. Jahr: 671 €, 769 €, 866 €
Unser Fertigungsprogramm umfasst Rollen und
Räder, Schnellverschlusskupplungen und
Drehteile. Seit über 85 Jahren sind wir mit
unseren qualitativ hochwertigen Produkten im
nationalen sowie internationalen Markt
erfolgreich bekannt.
Bäcker/-in
Landbäckerei Bauer
Konditorei Ralf Gießelmann
Hotelfachmann/-frau
Hotel Wißkirchen GmbH
Teamplayer gesucht!
Im Ausbildungsjahr 2016 bilden wir folgende Berufe aus:
Kaufmännische Ausbildung:
Konditor/-in
Konditorei Ralf Gießelmann
• Industriekaufmann/-frau
Gewerbliche Ausbildungen:
• Zerspanungsmechaniker/-in
Koch/Köchin
Hotel Wißkirchen GmbH
TEAM Gastronomie GmbH, Remscheid
Restaurantfachmann/-frau
Hotel Wißkirchen GmbH
TEAM Gastronomie GmbH
Gastronomie
und
Lebensmittelhandwerk
36
Karriere Bote 1-2015
Die STEINCO Paul vom Stein GmbH ist ein
mittelständisches Familienunternehmen mit 270
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an vier
Standorten in Deutschland.
Fachrichtung: Drehautomatensysteme
• Werkzeugmechaniker/-in
Fachrichtung: Stanz-und Umformtechnik
• Fachkraft für Metalltechnik
„
„
„
„
Ronja Horn, 19, 3. Lehrjahr, Landbäckerei
Bauer, www.landbaeckerei-bauer.de
Annika Zimmermann, 18, 2. Lehrjahr,
Bäckerei Gießelmann, www.giesselmanns.de
Dustin Gereke, 20, 3. Ausbildungsjahr, Hotel
Wisskirchen, www.hotel-wisskirchen.de
Marc Moog, 20, 3. Lehrjahr, Schützenhaus
Remscheid, www.schuetzenhaus-rs.de
Mein Tag beginnt meistens mit Schokobrötchen. Außer Montag und Donnerstag, da helfe ich zuerst beim Ballen backen. Ich habe schon immer Backwaren
gemocht, und ich mag sie auch jetzt noch,
wo ich sie selbst herstellen darf. Nach
einem Praktikum in der Landbäckerei
Bauer wusste ich, dass das der richtige
Beruf für mich ist, und danach habe ich
auch die Lehrstelle bekommen.
Am Anfang bekommt man erst mal
sehr viel gezeigt und erklärt. Wie Brötchen und Berliner gebacken, wie manche
Maschinen funktionieren und bedient
werden müssen. Bis man selbst Teig machen darf, muss man erst mal eine ganze Menge gelernt haben. Wichtig ist, dass
man rechnen kann und sehr genau arbeitet. Einmal falsch abgewogen, und der
ganze Teig muss neu gemacht werden.
Meine Arbeitszeit ist von ein Uhr
nachts bis morgens um neun. Danach
gehe ich zu meiHÜCKESWAGEN
nem Pferd und
dann schlafen. Am Nachmittag habe
ich Zeit für mein Hobby und für meine
Freunde - die haben ja dann auch alle
erst frei. Abends gehe ich zum zweiten
Mal schlafen. An diesen Rhythmus gewöhnt man sich ganz schnell. Ich finde
hier besonders klasse, dass alles selbst
gemacht wird. Bei vielen werden Sachen wie Schoko-Croissants angeliefert,
aber ich finde, nur das eigene Herstellen macht eine Bäckerei aus. Es gehört
einfach dazu, selbst Hand anzulegen.
Außerdem riecht es die ganze Zeit super, die Atmosphäre in der Backstube ist
ganz toll, und am liebsten würde ich alles
selbst essen. Zugenommen habe ich bisher aber noch nicht.“
Meine Eltern haben mir meinen
Traum erfüllt. Jeden Nacht fahren sie
mich um halb zwei Uhr zur Backstube,
so lange ich noch keinen Führerschein
besitze. Mit dem Bus hätte ich ein Problem, pünktlich von Engelskirchen nach
Bergneustadt zu kommen. Wegen der
Entfernung hatte ich mich zuerst nicht
bei Gießelmann beworben, und stattdessen eine Lehre als Verkäuferin begonnen. Mein Herz zog mich jedoch zurück
an den Backofen. Ich unternahm einen
zweiten Anlauf, telefonierte mit anderen
Bäcker-Azubis und durchforstete sämtliche Internetforen nach Informationen.
Doch erst beim Probearbeiten zeigt sich,
ob jemand geeignet ist. Ich meine das
frühe Aufstehen und die körperliche Arbeit. Ansonsten sollte man den Dreisatz
beherrschen, um Rezepte umrechnen zu
können. Das Kneten und Stechen großer
Teigmengen ist echt anstrengend für die
Finger. Mittags,
BERGNEUSTADT
nach der Arbeit,
schlafe ich direkt drei Stunden, abends
nochmal vier. Das Spannendste ist die
Teigarbeit nachts. Es ein komplett anderes Backen als zu Hause, viel spezialisierter und mit zahlreichen Kniffen. Die
Knetmaschine schlägt zum Beispiel viel
mehr Luft in den Teig. Dadurch schmecken die fertigen Brötchen krosser. Wir
produzieren mehrere Tausend pro Tag.
Im Sommer geben wir Eis hinzu, denn
nur bei 24-26 Grad ist der Teig perfekt.
Das gewährleistet ganzjährig gleichbleibende Qualität. Weil ich Schokolade über
alles liebe, möchte ich eine Konditor-Ausbildung in der Konfiserie anschließen. So
wäre ich ganz flexibel einsetzbar.“
Dass ich Koch werden wollte, stand
für mich schon lange fest. In dem Betrieb,
in dem ich meine Ausbildung begann,
war ich aber gar nicht glücklich. Ich wollte mehr gefordert und gefördert werden.
Durch einen Bekannten stieß ich auf das
Hotel Wißkirchen. Da habe ich erst mal
zur Probe gearbeitet – und es war toll.
Ich habe mich danach entschieden, hierher zu wechseln und bereue es bis heute
nicht. Es gibt super viele Gelegenheiten
kreativ zu sein, die Karte wechselt häufig
und wir bieten verschiedene Menüs an.
Es ändert sich immer was und man kann
immer etwas Neues ausprobieren.
In einem kleinen Haus wie unserem,
lernt man außerdem schon früh Verantwortung zu tragen. Das gilt im Übrigen
auch für die Hotelfachkräfte. Die freuen sich, dass sie den ersten Gast nicht
erst nach einem halben Jahr zu Gesicht
kriegen. Ich nehme bald an den Jugendmeisterschaften des
ODENTHAL
Deutschen Hotel- und
Gaststättenverbands in Köln teil und hoffe, dass ich ganz vorne mit dabei bin. In
den letzten Jahren haben es Köche aus
unserem Hotel unter die zehn Besten unter 1000 Teilnehmern geschafft. Das liegt
auch daran, dass alle hier hilfsbereit sind
und einem zuhören. Das Menü, das ich
im Wettbewerb vorstellen will, habe ich
schon mit dem Küchenchef zusammen
gekocht. Nach der Ausbildung will ich im
Bereich der gehobenen Küche bleiben.
Und im Ausland, zum Beispiel Italien, arbeiten, um noch mehr dazu zu lernen.“
Ich wollte nie etwas anderes werden
als Koch. Mir macht der Umgang mit Lebensmitteln einfach riesigen Spaß. Nach
einem Praktikum beim Schützenhaus in
der 9. Klasse hatte ich das Angebot, nach
der Schule gerne eine Bewerbung schreiben zu können. Nach der Schule war ich
mit 17 allerdings noch zu jung für die
Ausbildung. Man sollte volljährig sein.
Also habe ich ein Freiwilliges Soziales
Jahr eingeschoben, mich dann beworben
und nun bin ich schon fast fertig. Für die
Prüfung muss ich aus einem vorgegebenen Warenkorb ein Menü für sechs Personen kochen. Die Ausbildung war genau
das Richtige für mich. Hier gibt es außer
einem à la carte-Restaurant viele Veranstaltungen, das heißt, ich kann wirklich
alles lernen und kochen. Die Stimmung
ist super und ich habe mich von Anfang
an im Team willkommen gefühlt.
Nachdem man sich im ersten Jahr
hauptsächlich mit VorREMSCHEID
speisen und Desserts
und im zweiten mit Beilagen beschäftigt,
kommt im letzten Jahr alles rund ums
Fleisch dazu. Wichtig ist, dass man mit
den Augen klaut, also immer schaut, was
die anderen Köche tun. Rezepte muss
man umsetzen können, aber eigene Kreativität schadet auch nicht. Kochen hat
etwas mit Kunst zu tun.
Der Beruf Koch ist in der Öffentlichkeit sehr vorbelastet wegen angeblich
schlechter Arbeitszeiten. Ich empfinde das nicht so. Klar, wir arbeiten auch
abends und am Wochenende, aber wir
haben jeden Nachmittag und zwei Tage
in der Woche frei. Außerdem können die
Zeiten flexibel gestaltet werden.“
Siehe Anzeige Seite 37
Siehe Anzeige Seite 39
Siehe Anzeige Seite 40
Fachrichtung: Montagetechnik
• Techn. Produktdesigner/-in
Fachrichtung: Maschinen- und Anlagenkonstruktion
• Elektroniker/-in für Betriebstechnik
• Fertigungsmechaniker/-in
Wir freuen uns schon jetzt auf Ihre Bewerbung auch gerne
per E-Mail.
Sie sind interessiert oder haben noch Rückfragen?
Dann wenden Sie sich bitte an unsere Personalabteilung
unter [email protected] oder unter der
Telefonnummer: 02196/943-144.
www.steinco.de
STEINCO Paul vom Stein GmbH
Frohntaler Straße 30
42929 Wermelskirchen
Siehe Anzeige Seite 39
Karriere Bote 1-2015
37
In dieser Ausgabe angebotene Berufe aus
dem Sozialen- und Gesundheitsbereich:
Die Adressen und Ansprechpartner für
Eure Bewerbung findet ihr in den jeweiligen
Anzeigen.
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Kath. Kliniken Oberberg gGmbH
Klinikum Oberberg GmbH
Gesundheits- und
Krankenpflegerin
Gesundheits- und
Krankenpflegerin
Voraussetzung: Realschulabschluss, Volljährigkeit
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Vergütung 1.-3. Jahr: 975 €, 1037 €, 1183 €
Voraussetzung: Realschulabschluss
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Vergütung 1.-3. Jahr: 975 €, 1037 €, 1138 €
heits- und
bH,
Wir, das Gesund
Oberberg Gm
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gs
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oberbergische
suchen für die
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Kreiskran
e (m/w)
Auszubildend
heits- und
in der Gesund
Krankenpflege g zum 01.08.2015
it der Ausbildun
Wir starten m
„
Gesundheit
und Soziales
38
Karriere Bote 1-2015
„
Natascha Dannhöfer, 20, 2. Ausbildungsjahr,
Klinikum Oberberg, www.gbz-oberberg.de
Nicole Klobes, 25, 2. Ausbildungsjahr. Kath.
Kliniken Oberberg, www.k-k-o.de
Bei genauerem Hinsehen war es
schon immer der menschliche Körper
und der Umgang mit Menschen, was
mich fasziniert. Eine Freundin erzählte
mir nach dem Abi von ihrer Ausbildung
am Gesundheits- und Bildungszentrum
Oberberg (GBZ). Dafür schlug ich sogar
einen bereits sicheren Studienplatz aus.
Es war damals schon Sommer und ich
hatte Glück, dass kurz vor Ausbildungsbeginn noch ein Platz am GBZ frei wurde.
Normalerweise finden achtmal pro Jahr
Bewerbertage statt, die als Eignungstest
dienen. Für meinen Beruf ist es vor allem
wichtig, sich in andere Menschen hineinversetzen zu können.
Die Ausbildung am GBZ ist im Prinzip wie an einem Berufskolleg. Mit dem
Unterschied, dass der Anteil fachspezifischer Lerninhalte wesentlich höher ist.
Statt Mathe, Englisch und Deutsch geht‘s
bei uns um Anatomie, Physiologie oder
PatientenberaGUMMERSBACH tung. Acht Wochen verbringe ich wechselweise im GBZ
und in Praxisblöcken, meist in den Kreiskliniken Gummersbach und Waldbröl.
Die Praxis überwiegt. 500 Stunden hospitiere ich allein im Ambulanten Dienst.
Bisher kenne ich die Abteilungen HNO,
Innere Medizin, Gerontopsychiatrie und
eine Diakoniestation. Egal wo, Selbstschutz ist wichtig: Hände desinfizieren
und Stichverletzungen beim Spritzen
vermeiden, um sich nicht zu infizieren!
Das zieht sonst langwierige Untersuchungen nach sich. Das GBZ, wo ich mit
rund 250 anderen Azubis angestellt bin,
setzt sich sehr für uns ein. Ich bin Kurssprecherin und könnte mir vorstellen
hier später auch Dozentin zu werden.“
Es ist schwer mit Worten zu beschreiben, warum ich mich für diesen Beruf
entschieden habe. Ich denke, es ist eine
innere Grundeinstellung. Man muss diesen Job mit Herz, Geduld und Verständnis für die Menschen machen, denen
man helfen möchte.
Für mich ist es bereits die zweite Ausbildung, nach einer Lehre als Erzieherin
und dem Fachabi in Sozial- und Gesundheitswesen. Im Laufe eines Freiwilligen
Sozialen Jahres im St. Josef-Krankenhaus hat mich die Arbeit hier überzeugt.
In den ersten Wochen kommt sehr viel
Neues auf einen zu. Gerade dann darf
man den schulischen Teil nicht unterschätzen. Im FSJ war mir noch nicht so
bewusst, wie viel Hintergrundwissen ein
Gesundheits- und Krankenpfleger mitbringen muss. Man lernt jede Menge über
die Anatomie, Krankheitsbilder oder die
angemessene Kommunikation mit Patienten. Und man
ENGELSKIRCHEN merkt in den
Praxisphasen stets, es bringt auch etwas!
Ich nehme alles mit, was das St. Josef Krankenhaus Engelskirchen und
dem Herz-Jesu-Krankenhaus Lindlar zu
bieten haben: Urologie, Geriatrie, Orthopädie Chirurgie und so weiter. Besonders interessant finde ich die operativen
Stationen. Faszinierend, wie schnell dort
Beschwerden gelindert werden können.
Schwerpunkt der Orthopädie sind Hüftund Kniegelenkersatz-Operationen – da
sind wir sehr gut. Die Arbeit in der Notfallambulanz hebt sich etwas ab. Weil
hier immer sofort gehandelt wird, muss
man sein Wissen abrufbereit haben.
Wichtig ist, Termine gut zu organisieren,
um nicht unnötig in Stress zu geraten.“
Siehe Anzeige Seite 39
Wir erwarten • Vollendung des 17. Lebensjahres
• Realschulabschluss oder höherwertige Abschlüsse
• Hauptschulabschluss oder gleichwertige
Schulbildung, zusammen mit abgeschlossener
Berufsausbildung
Wir bieten
• einen interessanten und anspruchsvollen
Ausbildungsplatz
• Unterricht in Kleingruppen und individuelle
Begleitung in Theorie und Praxis
• Zusammenarbeit mit verschiedenen Berufsgruppen
• Praxisanleitung durch qualifizierte Praxisanleiter auf
den Stationen und in den Einsatzbereichen
• Jobticket und die üblichen Sozialleistungen des
öffentlichen Dienstes
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Wir bieten:
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Duales Studium mit Abschluss Bachelor of Arts,
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Studium plus
Ausbildung
Studium plus
Praktika
Studium plus
Beruf
Fernstudium
und Beruf
Die bekannteste Variante.
Zeitgleich zum Bachelorstudium absolviert man
eine Ausbildung im Partnerbetrieb der Hochschule.
Die Ausbildung wird in das
Studium integriert. Meistens
sind dies offiziell anerkannte
Ausbildungen, die mit dem
IHK-Abschluss beendet
werden. Bei erfolgreichem
Abschluss hat man am Ende
einen akademischen Hochschul- und einen Berufsabschluss. Dies ist sicherlich
der Vorteil dieser Studienvariante. Der Nachteil ist,
dass zusätzlich zur Arbeit im
Unternehmen und den Vorlesungen in der Hochschule
auch noch Zeit für die Berufsschule aufgewendet werden muss. Dies bedeutet also
noch mehr Belastung, als es
in einem dualen Studium sowieso gibt. Wer von so vielen
Pflichten schnell überfordert
und gestresst ist, sollte sich
eher für ein anderes Studienmodell entscheiden.
Wer sich für ein duales
Bachelorstudium ohne
zusätzliche Ausbildung
entscheidet, der kann seine Praxisphasen durch
ein Langzeitpraktikum in
einem Unternehmen oder
mehrere kürzere Praktika
in verschiedenen Unternehmen absolvieren. Letztere
Variante kommt eher selten
vor, da es sehr aufwendig ist,
sich regelmäßig ein neues
Praktikum zu beschaffen.
Außerdem wird ein Langzeitpraktikum meist besser
bezahlt, da der Betrieb durch
den längeren Zeitraum einen
höheren Nutzen vom Praktikanten beziehungsweise
dual Studierenden hat.
Wer sich bereits in der Ausbildung befindet oder sie sogar abgeschlossen hat, kann
sich parallel zur Arbeit mit
einem Studium weiterbilden.
Dieses Modell setzt voraus,
dass man sich der Unterstützung des Arbeitgebers sicher
sein kann. In Abstimmung
mit dem Unternehmen,
in dem man arbeitet, wird
die Arbeitsstundenzahl
reduziert. In den dadurch
entstandenen Freiräumen
kann studiert werden. Mit
einer abgeschlossenen
Berufsausbildung ist es in
manchen Studiengängen
auch möglich, ohne Fachhochschul- oder allgemeine
Hochschulreife einen Zugang zum Studium zu erhalten. Manche Betriebe bieten
zusätzlich an, zum Studium
eine Meisterqualifikation zu
erhalten.
Bei diesem Modell wird
parallel zu einer beruflichen
Voll- oder Teilzeittätigkeit
ein Fernstudium absolviert.
Beim Fernstudium sind die
Lernzeiten weitestgehend
frei einteilbar. Gelernt wird
nur teilweise an der Hochschule, stattdessen angeleitet
und mit Lehrmaterialien
selbstständig zu Hause.
Häufig unterstützen Online-Plattformen der Hochschulen mit Informationen,
Aufgaben oder Online-Vorlesungen und -Arbeitsgruppen das Angebot. Auch bei
diesem Modell empfiehlt es
sich, den Arbeitgeber einzubeziehen, damit er den
Studierenden zum Beispiel
durch die Freistellung von
der Arbeit für Präsenzphasen oder Klausurvorbereitungen unterstützt.
Karriere Bote 1-2015
41
In dieser Ausgabe angebotene Duale Studiengänge und Möglichkeiten parallel zur
Berufsausbildung das Abitur zu machen.
Adressen und Ansprechpartner findet ihr in
den jeweiligen Anzeigen.
Abitur
Zerspanungsmechaniker/-in
Klaus Kuhn Edelstahlgießerei GmbH
Bachelor of Arts
Oberbergischer Kreis
Asiamanagment
bib International College
Banking & Finance
VR Bank eG Bergisch Gladbach
Volksbank Oberberg eG
Business Administration
AggerEnergie GmbH
Police Leadership
Polizei NRW
Handel
Soennecken eG
Mediendesign
bib International College
Produktions- und Logistikmanagement
HEW-Kabel GmbH
Bachelor of Engineering
Schmidt + Clemens GmbH + Co. KG
Elektrotechnik
ABUS Kransysteme GmbH
Bayer AG
Gira Giersiepen GmbH & Co. KG
Industriemechaniker/-in
HEW-Kabel GmbH
Kunststofftechnik
Gira Giersiepen GmbH & Co. KG
Maschinenbau
ABUS Kransysteme GmbH
Gira Giersiepen GmbH & Co. KG
Klaus Kuhn Edelstahlgießerei GmbH
Mechanical Engineering
Bayer AG
Process Engeneering
Bayer AG
Bachelor of Laws
Oberbergischer Kreis
Rheinisch-Bergischer Kreis
Bachelor of Science
Elektrotechnik/Maschinenbau
Elektrisola Dr. G. Schildbach GmbH & Co. Kg
Fachinformatiker/-in Anwendungsentwicklung
Elektrisola Dr. G. Schildbach GmbH & Co. Kg
Holz-Richter GmbH
Fachinformatiker/-in Systemintegration
Holz-Richter GmbH
Medieninformatik
bib International College
Wirtschaftsinformatik IT-Consulting/Anwendungsentwicklung
Bayer AG
Abitur
und Duales
Studium
Bankkaufmann
mit Bachelor of Arts
Industriekaufmann
mit Bachelor
Fachrichtung: Banking & Finance
Voraussetzung: Abitur (Schnitt mind. 2,5)
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Vergütung 1.-3. Jahr: 932 €, 1020 €, 1080 €
Voraussetzung: Abitur
Kunststoff
– ein Werkstoff
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Vergütung 1.-3. Jahr: 793 bis 889 €
„
Justus Müller, 18, 2. Ausbildungsjahr, Volksbank Oberberg, www.volksbank-oberberg.de
Ich fühle mich eher als Azubi statt
als Student. Mit meiner Ausbildung habe
ich einfach das Gefühl, hier lerne ich was
fürs Leben und werde nach und nach
die komplexen finanzwirtschaftlichen
Prozesse besser verstehen können. Das
Studium an der FOM in Düsseldorf und
die Ausbildungsphasen in verschiedenen
Bankfilialen sind klar getrennt – durch je
2,5 Monate Blockstudium. Aktuell konzentriere ich mich dort ganz auf Bankenbasics in BWL und VWL sowie Rechtsgrundlagen. Unsere Dozenten sind cool
drauf. Die könnte man auch nachts noch
mit Fragen löchern, glaube ich.
Wichtig ist mir, einer systematischen
Vorgehensweise folgen zu können. Was
in der Theorie dran war, kommt anschließend in der Praxis. Die Volksbank
Oberberg bietet auch ein Modell, bei
dem man in Siegen freitagabends und
samstags studiert. Für mich ist es angenehmer, am Wochenende noch Zeit für
Dinge zu haben, die mir wichtig sind –
meinen Fußballverein
OBERBERG
in Lindlar zum Beispiel.
Mein Vorteil ist, dass ich nach drei Jahren mit Ausbildung und Studium fertig
bin. Die Herausforderung wird aber sein,
die IHK-Prüfung ohne Berufsschule zu
bestehen. Den Stoff muss ich mir selbst
erarbeiten. Was ich jedoch mit Selbstdisziplin erreichen kann, habe ich erst nach
einem Schulpraktikum bei der Bank so
richtig erkannt. Da bot sich eine Perspektive und ich schaffte sogar noch einen 1er-Abi-Schnitt – eine Verbesserung
um eine ganze Note. 2,5 braucht man
mindestens fürs Duale Studium. Das Bewerbungsverfahren läuft seit Neuestem
komplett online.“
Siehe Anzeige Seite 5
42
Karriere Bote 1-2015
Kunststoff – ein Werkstoff mit Zukunft
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Zieht euch an eurem ersten ArbeitsIhre
Voraussetzungen
tag nicht
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an, sonst steht ihr wie sollten sein:
ich damals
plötzlich
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Reife
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Technisches
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unpassend,
doch
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te eben noch nicht in welcher Abteilung
meine erste Praxisphase beginnt. Die
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den Kaufmännischen
Diensten
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fünf
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Co. KG - Alsbacher Eichen 1 - 51766 Engelskirchen
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Im Januar hatte ich die ersten VorlesunKarriere
t
r
e
ni
o
i
t
nk
u
gen an der FHDW in Bergisch Gladbach.
„Hier f
Die Praxis- und Theorie-Blocks meines
ganz praktisch.“
Kombistudiums wechseln sich alle drei
Monate ab. Nach zwei Jahren kann ich so
die verkürzte IHK-Ausbildung zum InAUSBILDUNG BEI LIDL
dustriekaufmann abschließen und mich
im dritten Jahr schon in meiner zukünftigen Abteilung einarbeiten – in FraANZ_Abiprogramm_Ausbildung_190x86.indd 1
02.03.15 15:38
ge kommen alle. Parallel dazu läuft das
BWL-Studium weiter. In einer spezielBayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den
len Vorlesungsreihe geht es in meinem
Gebieten Gesundheit, Agrarwirtschaft und hochwertige Polymer-Werkstoffe.
SchwerAls Innovations-Unternehmen setzt Bayer Zeichen in forschungsintensiven
GUMMERSBACH &
punkt um
Bereichen. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will Bayer den Menschen
BERGISCH GLADBACH mittelstännützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Bayer schätzt die
dische Unternehmen wie die AggerEnerLeidenschaft seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Innovationen und gibt
ihnen die Kraft, Dinge zu verändern.
gie. Sie beteiligt sich an den Studiengebühren: Je besser mein Notenschnitt ist
MINT – vielfältige Perspektiven
desto mehr Kosten übernimmt sie – bis
zu 100 Prozent. Ich habe bereits mitge• Duales Studium
• Chemielaborant/in
holfen, Strom-, Wasser- und Gasliefer– Bachelor of Engineering (Elektrotechnik)
• Chemikant/in
– Bachelor of Mechanical Engineering
• Verfahrensmechaniker/in für Kunstangebote für Kunden zu erstellen und
– Bachelor of Process Engineering
stoff- und Kautschuktechnik
ihnen alles so transparent wie möglich
– Wirtschaftsinformatik (WIN)
• Metall- und Elektroberufe
zu präsentieren. Im Lager habe ich die
• Pharmakant/in
SAP-Bibel kennengelernt. Ein Heft, in
dem Kollegen die wichtigsten AnwenPassion to innovate | Power to change
dungen zusammengetragen haben. Die
Service Hotline +49 800 4 72 29 37
Idee habe ich aufgegriffen und schreibe
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www.facebook.com/bayerausbildung
nun an meiner eigenen kleinen Ausbildungsbibel.“
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Karriere Bote 1-2015
43
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mit Bachelor
Polizeikommissarin
mit Bachelor
Verwaltungsbeamter
mit Bachelor of Arts
Wirtschaftsinformatiker
mit Bachelor of Science
Zerspanungsmechaniker
mit Bachelor of Engineering
Fachrichtung: gehobener Dienst
Voraussetzung: Abitur
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Vergütung 1.-3. Jahr: 1082 €
Voraussetzung: FH-Reife/Abitur, Sport- und
Rettungsschwimmabzeichen in Bronze, Mindestgröße m/w 168/163 cm, BMI 18-27,5
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Vergütung, 1.-3. Jahr: 1082 €, 1145 €, 1271 €
Fachrichtung: Verwaltungsbetriebswirtschaftslehre, Voraussetzung: Fachoberschulreife
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Vergütung 1.-3. Jahr: 1082 €
Fachrichtung: IT-Consulting (Bachelor) &
Anwendungsentwicklung (IHK-Ausbildung)
Voraussetzung: Fachabitur
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Vergütung 1.-3. Jahr: 936 €, 1020 €, 1096 €
Voraussetzung: Fachoberschulreife
Ausbildungsdauer: 2 Jahre Ausbildung plus
1,5 Jahre Bachelor
Vergütung 1.-3. J.: 867 €, 910 €, 974 €, 1058 €
Schmidt + Clemens
Ausbildung
bei einem
Weltmarktführer
„
„
„
„
Fenna Domschat, 24, Kreispolizeibehörde
RBK, www.polizei-nrw.de
Thomas Krämer, 21, im 2. Ausbildungsjahr
beim Oberbergischen Kreis, www.obk.de
Oliver Guth, 19, ist im 1. Ausbildungsjahr
bei der Bayer AG, www.bayer.com
Nick Rose, 20, 1. Ausbildungsjahr, Kuhn
Edelstahlgießerei, www.kuhn-edelstahl.de
Zu Hause bin ich nun für alle die
Fachfrau für Gesetzestexte. Seit ich das
duale Studium als Beamtin im gehobenen Dienst aufgenommen habe, kann ich
sehr gut nachvollziehen wie eine Kreisverwaltung funktioniert. Das Wichtigste
ist, die juristische Methodik anwenden
zu können, denn fast alles dreht sich ums
Recht – sowohl in der FH als auch während der verschiedenen Praxisphasen.
Hinzu kommen Fächer wie kommunales Finanzmanagement. BWL spielt also
auch eine Rolle. Im Büroalltag formuliere
ich zum Beispiel Bescheide oder schreibe
Anhörungen.
Überhaupt macht mir der Kontakt mit
Menschen viel Spaß, Bürgernähe ist bei
uns sehr wichtig. Darauf kommt es auch
im Bauamt an. Bei meiner Station im Personalamt habe ich Bewerbungsgespräche
verfolgt. Mir selbst saßen damals ziemlich viele Leute gegenüber. Ich wusste
gar nicht, wen ich anschauen sollte. Min
Tipp: Der
BERGISCH GLADBACH Blick
durch die Runde ist hier eine Lösung.
Bevor ich zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, wurden unter anderem
meine Mathematik- und Rechtschreibkenntnisse beim Rheinischen Studieninstitut getestet.
Wenn meine Ausbildung abgeschlossen ist, habe ich den Vorteil, dass ich
nicht die Firma wechseln muss, um neue
Aufgabenfelder kennenzulernen. Ich
wechsele einfach intern. Neben Sicherheit bietet der Job also auch eine große
Vielfalt. In meiner Freizeit spiele ich in
einer Mundarttheatergruppe.“
Die erste Hürde, der dreitägige
Eignungstest, ist durchaus schaffbar.
Letztlich ging es darum, wie belastbar,
selbstbewusst und wortgewandt man in
Stresssituationen ist. Ich empfehle auf
jeden Fall vorher ein Beratungsgespräch
mit der Personalwerbung der Polizei zu
vereinbaren, in dem einem alles Wichtige
erläutert wird. Sogar passende Passagen
in Lernbüchern werden dabei genannt.
Ich habe mein Duales Studium 2013
abgeschlossen und bin aktuell in Köln im
Streifendienst tätig. Es gibt drei verschiedene Blöcke in der Ausbildung: Theorie,
Training und Praxis. Die Trainingsphasen im Bildungszentrum Brühl halte ich
für entscheidend. Wer da alles gibt, hat
alle Chancen ein guter Polizist zu werden.
Man erlebt den ersten Bürgerkontakt
und lernt dort zum Beispiel Festnahmetechniken und die Sicherung fingierter
Tatortspuren. Meine Stärke liegt außerdem darin, mit Menschen umzugehen,
die gerade nicht weiRHEIN-BERG ter wissen – etwa nach
schweren Einbruchsdiebstählen.
Ich erinnere mich gut an einen Einsatz, in dem wir mit einem Polizeihund
eine suizidgefährdete Person aufspüren
mussten. Ich war total begeistert wie der
Hund das geschafft hat. Jeder Mensch
verliert pro Minute 30.000 Körperpartikel
und erzeugt dadurch einen Duftkorridor
– wie eine Konfettispur. Diesen findet der
Hund. Dieses Erlebnis war der Auslöser,
mir selbst einen Jack Russell Terrier zuzulegen. Nach vier Dienstjahren kann ich
mich dann intern als Hundeführerin bewerben. Alles steht und fällt mit der Leidenschaft für das Tier.“
Durch ein Gespräch mit Menschen
kapiert man mehr als mit einer auswendig gelernten Liste. Das ist meine
Erfahrung und deshalb bin ich mit meiner Ausbildungsstelle so zufrieden: Ich
habe mich als Neuer nie fremd gefühlt
und wurde direkt in Fachgespräche miteinbezogen. Für die Dauer der Dualen
Ausbildung bin ich von Drolshagen nach
Gummersbach umgezogen. Jetzt kann ich
zu Fuß zum Kreishaus oder zum Bahnhof gehen. Der Zug bringt mich während
der Studienphasen zur FHöV nach Köln.
Dort begann für mich alles. Die erste
vierstündige Vorlesung über die Merkmale eines Verwaltungsaktes hatte es in
sich. Mein Rat: Lasst die vielen neuen Fächer erst einmal auf euch wirken! Nicht
den Kopf abschalten! Das Verständnis
kommt mit der Zeit. Bald startet unser
erstes Studienprojekt mit der Stadt Köln.
Wir erarbeiten Richtlinien für ermäßigte Eintrittspreise Schwerbehinderter zu
KulturveranstalGUMMERSBACH tungen. In der
Kommunalaufsichtsbehörde in Gummersbach befinden wir uns hingegen
gerade in der Hochphase der Haushaltsprüfungsverfahren. Dieses Amt gehört
zum Bereich Finanzen und ist einer von
vier Bereichen, die ich in den dreimonatigen Praxisphasen durchlaufe. Die
Haupt- und Personalverwaltung kenne
ich bereits, Leistungs- und Ordnungsverwaltung folgen noch. Überall dort helfe
ich mit, das öffentliche Leben für meine
Mitmenschen im Kreis zu regeln. Wegen
meines BWL-Schwerpunkts plane ich
später zum Beispiel in der Kämmerei zu
arbeiten. Einen Master könnte ich nebenberuflich ergänzen.“
In meinem Lebenslauf spiegelt sich
Geradlinigkeit wider. Informatik begleitet mich von Kindheit an. Früher saß
ich neben meinem Vater, als er Computer zusammenbaute. Das war quasi mein
Hardware-Einstieg. Der Software-Part
nahm im Informatikkurs in der 7. Klasse
der Realschule seinen Anfang. Mir wurde
bald klar: Ich kann mehr, wenn ich will.
Um das Abi dranzuhängen, wählte ich
ein Berufskolleg mit Fachrichtung Informatik. Somit hatte ich drei Jahre lang täglich mit der Materie zu tun, was mir jetzt
in meinem Dualen Studium sehr nützt.
Unter der Woche arbeite ich an einem
der Bayer-Standorte, aktuell im Chempark Leverkusen an der Karriere Homepage des Hochschulmarketing. Insgesamt gibt es sechs solcher Praxisphasen,
dazwischen liegen die Berufsschulblöcke. Nach 2,5 Jahren steht die IHK-Prüfung an. Samstags studiere ich an der
FHDW in Bergisch Gladbach für meinen
Bachelor.
LEVERKUSEN &
Dort sind
BERGISCH GLADBACH die Wirtschaftsfächer für mich Neuland. Die Dozenten fangen in jedem Fach bei Null
an, doch der Lernrhythmus ist fix. Die
Sechs-Tage-Woche stecke ich ganz gut
weg, weil ich einfach Bock auf den Stoff
habe. Ich denke gerne voraus. Schon das
Assessment Center im Bewerbungsverfahren war taff und ich merkte, dass ein
Weltkonzern eben hohe Ansprüche stellt.
Dafür übernimmt Bayer alle Studiengebühren, die Übernahmechancen sind top,
ich kann früh in den Beruf einsteigen und
habe viele Optionen, an internationalen
Standorten zu arbeiten. Andere Kulturen
kennenzulernen reizt mich sehr.“
Zwei Wochentage FH in Gelsenkirchen, drei im Unternehmen. In den ersten beiden Ausbildungsjahren habe ich
ständig diesen Wechsel, den ich besonders in einem handwerklichen Beruf für
sehr wichtig halte. Man verliert dadurch
nie die Bindung zur Praxis im Betrieb
und bekommt beim Arbeiten auch mal
den Kopf frei vom Lernstoff. Die Semesterferien verbringe ich ebenfalls in der
Edelstahlgießerei.
Als Zerspanungsmechaniker bin ich
für die Herstellung von teils sehr komplexen Bauteilen zuständig. Dafür muss
ich alle Dreh- und Frästechniken drauf
haben. Mit den Maschinen produzieren wir für unsere Kunden zum Beispiel
Pumpenrohre oder Teile für den Schiffsbau. Normalerweise dauert die Ausbildung dreieinhalb Jahre. Da ich mich als
Jahrgangsbester mit dem Fachabi bei
Kuhn beworben hatte, wurde mir mein
Halbjahrespraktikum angerechnet, das
ich im VorRADEVORMWALD
feld als Zerspanungsmechaniker absolviert hatte.
So bin ich schon nach zwei Jahren fertig
mit der Ausbildung und schließe im dritten und vierten Lehrjahr den Bachelor in
Maschinenbau ab.
Damit ist es aber nicht getan. Die
Technik bleibt nicht stehen und da ich
mal als Kundenbetreuer tätig werden
will, heißt es durch Fortbildungen stets
am Puls der Zeit zu bleiben. Ich muss sowohl den Aufbau als auch die Funktionsweise der Maschinen verinnerlichen. Als
Fachmann für den Werkstoff Metall sehe
ich gute Perspektiven. Schon jetzt kann
ich mir ein eigenes Auto leisten.“
Siehe Anzeige Seite 40
Siehe Anzeige Seite 7
Siehe Anzeige Seite 17
44
„
Karina Winitzki, 22, 3. Ausbildungsjahr,
Rhein.-Bergischer Kreis, www.rbk-direkt.de
Karriere Bote 1-2015
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Von Karin Grunewald
MIT 15 JAHREN
AB IN DIE USA
Die Overatherin Sarah Schmalenbach
stieg ein Jahr aus dem Alltag aus
Sarah Schmalenbach mit einem
zweijährigen Alligator.
46
Karriere Bote 1-2015
15 Jahre alt, Realschule abgeschlossen, keine Ahnung, was danach
kommen soll. Nicht recht zu wissen,
wohin der Weg ins Leben gehen soll,
ist weder selten noch verwerflich.
Wichtig ist allein, überhaupt irgendeinen ersten Schritt zu tun.
Für Sarah Schmalenbach aus
Overath war dieser erste Schritt
5.700 Kilometer Luftlinie. Sie ging für
knapp ein Jahr in die USA. „Ich dachte mir, es wäre cool, mal hier raus zu
kommen“, sagt sie. „Neue Leute, neue
Umgebung, einfach weg.“ Am liebsten
hätte sie ein „Work & Travel“-Programm gemacht, arbeiten und reisen,
Land und Leute sehen. Doch dafür
hätte sie volljährig sein müssen. Für
15-Jährige stellen die USA dafür kein
Visum aus. So machte Sarah das, was
sie eigentlich zu diesem Zeitpunkt
gar nicht mehr wollte: Sie beschloss,
weiter zur Schule zu gehen – nur
eben an einem ganz anderem Ort.
Gemeinsam mit ihren Eltern informierte sie sich über Organisationen,
die bei Auslandsaufenthalten unterstützen. Die Wahl fiel auf „Education
First“. Sie kümmerten sich um Flug,
Schule und Gastfamilie. Doch das mit
der Gastfamilie ließ auf sich warten.
Erst zwei Wochen vor Abflug
erhielt Sarah die Nachricht, dass
eine Gastfamilie gefunden sei.
„Wir waren im Urlaub in Frankreich
und saßen grade am Strand, als das
Handy klingelte“, erzählt sie. Vom
Campingplatz aus schrieb sie Mails
in die USA und rief Google Earth auf.
Alabama, Guntersville. Alabama zählt
zu den Südstaaten, Guntersville hat
etwa 8.000 Einwohner. Google Earth
konnte mit der konkreten Adresse
jedoch noch mehr anfangen. Auf dem
Satellitenbild sah Sarah ein riesiges
Haus mit Pool – und rundherum
das große Nichts mit verdammt viel
Natur.
„Ich habe das bis zur Abreise alles
gar nicht so realisiert“, sagt Sarah.
„Erst als ich im Flieger saß, neben
einer alten Frau, da habe ich mich
schon ein bisschen alleine gefühlt.“
Doch das Eis war schnell gebrochen,
als die Freundinnen Judith (65) und
Carolyn (55) sie abholten und im Zuhause auf Zeit auch noch Hunde auf
sie warteten.
„Es gab fünf Schlafzimmer,
drei Bäder, Räume mit Billardtisch und Fitnessgeräten, ein riesiges
Grundstück mit Tor und großer Einfahrt, ein Pool im Garten“, erzählt sie.
Das von Google angekündigte „große
Nichts“ war allerdings ebenfalls da.
Weg kam Sarah dort nur mit dem
Schulbus oder wenn Gasteltern oder
Freunde sie mit dem Auto irgendwohin brachten.
Die Schule in Guntersville war
klein. Zehn Klassenräume, zehn Lehrer. Schuluniform gab es nicht, aber
diverse Bekleidungsregeln: Hosen mit
Löchern waren nur erlaubt, wenn die
Löcher nicht über dem Knie waren,
die Träger von Tops mussten breiter
als drei Finger sein und kurze Hosen
mussten bis fast an die Knie reichen.
Der Schulalltag war jeden Tag gleich:
Acht Stunden, acht Fächer, jeden Tag
in der gleichen Reihenfolge. „Schule
war von 7.30 Uhr bis 14.58 Uhr. Warum das so krumme Zeiten waren
– keine Ahnung!“, sagt Sarah. „Die
Fächer waren ähnlich wie bei uns,
manche aber auch ganz anders. Man
konnte zum Beispiel Bogenschießen
wählen.“
Insgesamt sei es in der amerikanischen Schule deutlich einfacher als in Deutschland gewesen.
„Es gab fast nur Tests zum Ankreuzen
mit richtig oder falsch oder A bis
D“, erzählt sie. Ab und zu hätten sie
auch ein Essay schreiben müssen.
„Aber nur so zweieinhalb Seiten. Das
hielt sich alles sehr im Rahmen.“ Die
Sache mit der Sprache fand Sarah
schon schwieriger. „Die sprechen dort
einen krassen Akzent“, erzählt sie.
„Am Anfang habe ich kaum was verstanden und auch nicht viel geredet.
Nur Ja und Nein und so.“ Nach ein,
zwei Wochen sei es langsam besser
geworden. „Und nach drei Monaten
war alles gut.“
Vermisst hat Sarah insbesondere
ihre Familie. Klar, da gibt es Skype
und Whatsapp und Facebook, aber
trotzdem sind das zu Hause und
die vertrauten Menschen weit weg.
Manchmal macht es der Kontakt fast
schlimmer mit dem Heimweh. „Es
gab Momente, da hatte ich total viel
Heimweh, dann wieder gar nicht“,
sagt sie. „Die ersten zwei Wochen
waren schon schlimm – das geht aber
weg.“ Es gab viel Neues zum Ablenken. Neue Schule, neue Freunde,
Reisen nach Tennessee, Washington
D.C., Virginia und Florida. Auch anderes Wetter – überwiegend warm.
Als das Thermometer im Winter ungewöhnlich kalte minus zehn Grad
zeigte, wurde die Schule geschlossen.
Als dann noch 20 Zentimeter Schnee
fielen, blieb sie gleich eine ganze
Woche zu.
Was hat Sarah mitgenommen
aus dem Jahr? Zunächst mal ein
paar Kilo mehr. „Das Essen ist schon
wirklich anders dort, viel Fastfood“,
sagt sie und lacht. Doch das war letztlich unwesentlich. Die Kilos waren
schnell wieder weg. Geblieben sind
andere Dinge, die in langer Liste aus
Sarah hervorsprudeln: „Man wird
viel unabhängiger, selbstbewusster,
selbstständiger, lernt Entscheidungen zu treffen, mit Geld umzugehen,
man erlebt Sachen, die man hier
nicht erleben würde, man lernt die
Sprache. In Englisch war ich vorher
nicht so ne Leuchte. Jetzt kann ich es
für meine Verhältnisse richtig gut.“
Außerdem sei es hier im Vergleich zu
dort irgendwie „stressiger“ und man
habe nicht so viel Zeit, andere Dinge
zu tun.
Die Eingewöhnung wieder
zurück in Deutschland dauerte
dementsprechend. „Eine ganze Weile habe ich auch noch auf Englisch
gedacht“, sagt Sarah. Noch in den
USA hatte sie sich entschieden, auch
hier in Deutschland erst mal weiter
zur Schule zu gehen. Von Alabama
aus bewarb sie sich am Gymnasium
in Engelskirchen.
„Ich würde es jederzeit wieder
machen“, sagt Sarah über ihr Jahr
in den USA. Den Führerschein, den
hätte sie gerne noch dort gemacht.
„Man kann ihn ab 16 machen, er kostet da nur 200 Dollar und ist nur auf
Automatik, also nicht mit Schalten
und so“, erzählt sie. Das aber kann
sie verschmerzen. Etwas anderes
empfand sie als schlimmer: „Dass ich
mich am Ende dort von allen wieder
verabschieden musste.“
Sarah erlebte Ausflüge an den Strand von Florida und eine Kanutour.
Karriere Bote 1-2015
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Von Sebastian Last
GEFANGEN
IN DER SCHUBLADE
An welchen Hürden Jugendliche mit Migrationshintergrund
beim Berufseinstieg scheitern
Die junge Frau hatte von vorn
herein keine Chance. Ihre afri-
kanische Herkunft war in der
Bewerbung unübersehbar. „Wir
nehmen keine Schwarze“, gab
der Inhaber der Bäckerei zu
verstehen. Was Sabah Chahbari
hier berichtet, geschah im Bergischen Land. Sie selbst war von
dieser Absage nicht betroffen, sie
hatte im Namen der Bewerberin
kritisch nachgehakt. Chahbari
betreut Jugendliche mit „Knick“
im Lebenslauf – ihre Fälle sind
Flüchtlingskinder, Jugendliche
mit Drogenerfahrung und auch
solche, bei denen zu Hause kein
Deutsch gesprochen wird.
„Der Bäcker hatte keine
Anit-Haltung gegen Ausländer“,
betont die 37-jährige Islam- und
Erziehungswissenschaftlerin
ausdrücklich, „Er war selbst Südländer, befürchtete aber Profiteinbußen, weil seine angeblich
konservativen bergischen Kunden
eine farbige Verkäuferin nicht akzeptieren könnten.“ Einen Beweis
konnte er nicht liefern. Auf einen
Versuch, um die Resonanz der
Kunden abzuwarten, ließ er sich
nicht ein. Eine Haltung , die einen
klarer Nachteil für Jugendliche
mit Migrationshintergrund bei der
Suche nach einem Ausbildungsplatz bedeutet.
Ein anderes, positives Beispiel: Iran, Ungarn, Türkei,
Russland, Amerika. Einzelhändlerin Ursula Wintgens zählt die
Nationalitäten der Azubis ihres
Rewe-Markts in Bensberg auf:
„Ich würde mich über Kunden
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Karriere Bote 1-2015
hinwegsetzen, die sich über diese
Azubis beschweren. Multikulti ist
toll!“ Vor zwei Jahren gab Wintgens einem jungen Mann, der
kaum Deutsch sprach, die Zusage
für eine Ausbildung. „Er gehört
heute zu den besten Mitarbeitern.
Deutsch lernt er durch den täglichen Umgang mit Kollegen und
Kunden sowie in der Sprachschule“, sagt Wintgens. Eine andere
Auszubildenden trägt Kopftuch.
„Entscheidend ist ihre so nette
freundliche Ausstrahlung.“
„Unternehmer müssen sich
fragen, ob Sie tatsächlich frei von
Vorurteilen sind. Wir verschen-
ken zu viel Potenzial“, moniert
Redouan Tollih vom Integrationsrat der Stadt Bergisch Gladbach.
Er macht für Jugendliche mit
Migrationshintergrund deutlich
schlechtere Bedingungen für den
Start ins Berufsleben aus. Sabah
Chabari sieht das Grundproblem
darin, dass Unternehmer ihr eigenes Schubladendenken nicht
erkennen. Viele sind unsicher,
wie sie mit einer anderen Kultur
und Mentalitäten umgehen sollen.
Da ist es einfacher, sich für den
deutschen Bewerber zu entscheiden – wenn es ihn gibt. Aber selbst
kleine Betriebe, die unter Nachwuchsmangel leiden, würden sich
herausnehmen bewusst auf ausländische Bewerber zu verzichten,
konstatiert Chahbari mit Unverständnis. Von der Gastronomie bis
zur Online-Redaktion will sie das
beobachtet haben.
Die Hautfarbe kann eine Rolle
spielen, die Konfession, der Name.
„Der Italiener gilt oft als der ‚bessere‘ Ausländer als der Türke, weil
sein Akzent in unseren Ohren angenehmer klingt“, sagt Chahbari.
„Türkische Jungs scheuen sich, im
Lebenslauf das Fitnessstudio als
Hobby anzugeben.“ Schon blitzt
das Türsteher-Klischee in den Augen der Personaler auf.
„Diskriminierung demotiviert“,
bringt es Murat Aydin auf den
Punkt. Der 25-Jährige war in sei-
Oben v.l.n.r.: Ayoub Hamdani, Dorentina Delija und Murat
Aydin stellten ihre Werdegänge beim Infoabend für Jugendliche mit Migrationshintergrund an der Hauptschule Ahornweg, Bergisch Gladbach, vor.
ner Berufsschulklasse der Einzige
mit türkischen Wurzeln. Es entstehe das Gefühl, immer besser
sein zu müssen als die Deutschen,
wenn man im Vergleich ihnen weniger Chancen im Beruf bekomme. „Dabei ist es das Wichtigste im
Leben, ein Ziel zu haben und darauf hinarbeiten zu können“, sagt
Murat. Er hat seine Ausbildung
zum Mechatroniker mittlerweile
abgeschlossen und überlegt nun
Meister zu werden.
Auch Aycan Yildizhans Berufsleben wendete sich zum Guten.
Die 22-Jährige arbeitet heute als
Köchin im Sterne-Restaurant „Die
Mühlenhelle“ in Gummersbach.
In der Berufspraxis lieferte sie
stets hervorragende Leistungen.
Mit freiwilligem Zusatzunterricht schaffte sie es letztlich, ihre
Deutsch- und Mathe-Noten in
der Berufsschule entsprechend
zu verbessern und die Abschlussprüfung zu bestehen. „Wir hatten
aber auch Auszubildende, die
aus Angst vor der Schule abbrachen“, sagt Aycans Chef, Michael
Quendler.
Wer sich in die deutsche Sprache reinkniet, dem stehen alle
Möglichkeiten offen, unterstreicht
auch Sabah Chahbari. Die Eltern
können leider meist nicht beim
Deutschlernen helfen. „Dann
lieber zu Hause die Muttersprache richtig lernen, statt falsches
Deutsch zu sprechen“, rät Chahbari. Dies diene dann als Basis
für jede neue Sprache und dafür,
ein Verständnis für Grammatik
zu entwickeln. Bei Unternehmern
wirbt sie: „Versteht der Bewerber
Deutsch und hat einen Schulabschluss, sollte das reichen.“
Knackpunkt Schulabschluss.
„Dieser muss das Ziel eines jeden
sein, sonst kann selbst einen Be-
rufsberatung nicht helfen“, mahnt
Stefan Krause von der Agentur für
Arbeit. „Noten sind nicht alles, sagen wir den Unternehmen.“
Hier bekommt man Hilfe beim
Bewerben:
Kommunales Integrationszentrum
Oberberg, Tel: 02261-884206
Jugendmigrationsdienst des Caritasverbands für den Oberbergischen Kreis, Tel: 02261-306131
Kommunales Integrationszentrum
Rhein-Berg., Tel.: 02202-139114
Ex-Azubitreff, Caritas Rhein-Berg,
Tel: 02202-1008300
GL Service, Tel: 02202-285993
Karriere Bote 1-2015
49
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KARRIERE MIT ZUKUNFT
Die Bundeswehr bildet
ihr Personal, entsprechend
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Facharbeiter bis zum hochqualifizierten Akademiker aus.
Hierzu stehen u. a. über 150
verschiedene Ausbildungsberufe und Studiengänge zur
Verfügung.
Auch nach Aussetzung der Wehrpflicht
zählt die Bundeswehr mit über 272.000
Mitarbeitern noch immer zu einem der
größten Arbeitgeber in Deutschland und
bietet interessante Karrieremöglichkeiten in einer Vielzahl abwechslungsreicher Berufe.
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Karriere Bote 1-2015
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Ein Einstiegsgehalt von ca. 1500,EUR netto (auch während der Ausbildung/dem Studium), frühe Beförderungsmöglichkeiten, langfristige
Arbeitsplatzsicherheit und gute beruf-
liche Entwicklungschancen machen
die Bundeswehr zu einem attraktiven
Arbeitgeber.
Die Bundeswehr besteht aber nicht
nur aus Soldatinnen und Soldaten. Zur
Bundeswehr gehören auch zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wehrverwaltung, eine Tatsache, die Vielen
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