Travel Guide 2015 zum Herunterladen

CHF 8.–
Travel Guide 2015.
Ihr Reisebegleiter für die Strecken
Bern–Kandersteg–Brig und Spiez–Zweisimmen.
de
Inhalt
Lötschberger
06 Einfach tolle Ausflüge
09BLS-Tageskarte
10 Die Strecken
12 Der Zug
Von Bern nach Spiez
14 Die Fahrt von Bern nach Spiez
22Bern
25Münsingen
26Thun
30Spiez
Von Spiez nach Kandersteg
34 Die Fahrt von Spiez nach Kandersteg
44Mülenen
46 Reichenbach i. K., Kiental
48 Frutigen, Adelboden
54Kandersteg
Von Kandersteg nach Goppenstein
60 Die Fahrt von Kandersteg nach Goppenstein
70 Goppenstein, Lötschental
Von Goppenstein nach Brig
74 Die Fahrt von Goppenstein nach Brig
87 Hohtenn / Ausserberg
89 Eggerberg / Lalden
94Brig
Von Spiez nach Zweisimmen
98 Die Fahrt von Spiez nach Zweisimmen
108Wimmis
110 Oey-Diemtigen, Diemtigtal
112 Erlenbach i. S.
114 Weissenburg
115 Oberwil i. S. / Boltigen
118 Zweisimmen
Diverses
122 Winterausblick
124Services
126 Broschüren bestellen
Legende
UNESCO-Weltkulturerbe
Altstadt von Bern
Münsingen
540 m
Chrindi
1637 m
Hinderstockesee
Ramslauenen Ärmighorn
2742 m
1409 m
Spillgerte
2476 m
Rellerli – Gstaad –
Montreux
Albristhore
2762 m
Hohstalden
Rothenbach
Simmenfälle
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Kippel
Ferdenrothorn
3180 m
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Gemmipass
2322 m
Rinderhütte
2350 m
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Lalden
Ausserberg
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Hohtenn
Naters
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Niedergesteln
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1928 m
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Eggerberg
Torrenthorn
2998 m
Gampel
Iffigfall
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Rawilpass
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1068 m
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Goppenstein
1216 m
Daubenhorn
2942 m
Leukerbad
1411
Metsch
1470 m
Lötschenpass
2690 m
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Balmho
Balmhorn
3698 m
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Ried
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Wildstrubel
3244 m
Daubensee
2207 m
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Blatten
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Metschstand
2100 m
Bühlberg
Färiche
Iffigenalp
Engstligenalp
1964 m
Rinderhorn
3448 m
Fülhorn
2738 m
Bietschho
Bietschhorn
3934 m
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Iffigsee
2065 m
Stoss
1634 m
Geils
Fafleralp
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Breithorn
Breitho
3785 m
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Niesehore
2776 m
Betelberg
Chuenisbärgli
1730 m Unter dem Birg
Bergläger
Bergläge
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Laubbärgli
Aegerten
1176 m
Kandersteg
Altels
3629 m
Sunnbüel
1934 m
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Matten
Boden
Doldenhorn
3643 m
Hockenhorn
Hockenhor
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3293 m
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Selden
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Lauchernalp
1968 m
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www.loetschberger.ch
Sillerenbühl
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1974 m
Hahnenmoos
1957 m
Leiterli
1943 m
Gross Lohner
3049 m
Oey
St. Stephan
Impressum
7. Auflage, 30 000 Exemplare,
Bern © 2015
Herausgeber BLS AG, Personenverkehr,
Genfergasse 11, CH-3001 Bern
Gestaltung erdmannpeisker GmbH, Biel
BLS AG, Personenverkehr, Bern
Fotografie Jeroen Seyffer, Bern
Druck AST & FISCHER AG, Wabern
Oeschinen
1682 m
Petersgrat
3203 m
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Nesthorn
3822 m
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Rinderberg Eggweid
1450 m
2011 m
Wistätthorn
2362 m
Oeschinensee
1578 m
Tschentenalp
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Ausserschwand
1950 m
Adelboden
1353 m
Fründenhorn
3369 m
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Elsighorn
Elsigho
2341 m
Mitholz
Elsigenalp Blausee
1800 m
Elsigbach
Metschalp
2023 m
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Höchst
Allmenalp
2708 m
1723 m
Achseten
Stiereberg
1766 m
Zweisimmen
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Kandergrund
Frutigen
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Lötschenlücke
3173 m
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Wirihorn
2304 m
Weissenbach
Regionaler Naturpark Diemtigtal
Grimmialp
Breithorn
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Riedli
Blümlisalp
3661 m
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Aletschhorn
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4193 m
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Erlenbach i. S.
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Därstetten
Oberwil i. S.
Boltigen
UNESCO-Welterbe
Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch
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Weissenburg
Finsteraarhorn
4274 m
Jungfrau
4158 m
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Oberstockesee
Sparenmoos
Mönch
4107 m
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Simmentaler Hausweg
2 Obersimmentaler Hausweg
3 Promenade Ferroviaire
4 LötschbergerBahnwanderweg
5
Lötschberger-Südrampe
C Coop-Verkaufsstellen
Schreckhorn
4078 m
Eiger
3970 m
Thun
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Stockhorn
2190 m
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Hünibach
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Iseltwald
Hilterfingen
InterlakenOst
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Beatenberg
Oberhofen
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BeatushöhlenBönigen
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Beatenbucht
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Spiez Faulensee
2777 m
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Dreispitz
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2520 m
Schwandegg
1666 m
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Mülenen
Kiental
Oey-Diemtigen Reichenbach i. K.
Griesalp
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Bern Brünnen
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Westside
Kerzers-Neuchâtel
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Vorsass
1584 m
Lötschberger-Bahnhof
Anderer Bahnhof
Autoverlad Lötschberg
Lötschberg-Basistunnel
Bus
Schiff
Luftseilbahn
Standseilbahn
Gruppenumlaufbahn
Gondelbahn
Sesselbahn
Wetterhorn
3692 m
Brienz
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Bern
Niederhorn
1950 m
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Lötschberger-Strecke
Andere Bahnstrecke
Buslinie
BLS Schifffahrt Berner Oberland
Bergbahn
Wanderweg
Perimeter UNESCO-Welterbe
Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch
Pass
Berggipfel
Rho
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Steg
Eischoll
Unterbäch
2/2014
Simplonpass
4 |Willkommen
«Die Lötschberger-Region ist mein Zuhause. Ich bin im Kandertal aufgewachsen und wohne und arbeite nun schon seit 28 Jahren in Zweisimmen. Ich weiss
es sehr zu schätzen, ein so vielfältiges Ausflugsparadies vor meiner Haustür
zu haben und dort zu wohnen, wo andere Ferien machen. Mit meiner Frau
und unseren drei Kindern bin ich im Sommer wie im Winter oft auf dem
Rinderberg oder dem Rellerli anzutreffen. Oder im Sparenmoos – die einmalige Moorlandschaft fasziniert uns immer wieder. Dank den stündlichen direkten Verbindungen mit dem Lötschberger erreichen wir schnell und bequem
auch weitere Ausflugsziele wie beispielsweise das Stockhorn. Ab und zu zieht
es uns auch an die Waadtländer Riviera. Die Fahrt mit dem GoldenPass
Panoramic-Zug vorbei an malerischen Orten wie Gstaad und Château-d’Oex
nach Montreux ist immer wieder ein Erlebnis für die ganze Familie. Es freut
mich, Sie in meiner Heimat begrüssen zu dürfen und ich wünsche Ihnen viel
Freude beim Entdecken dieser vielfältigen Ausflugsregion.»
Ueli Greber, Leiter Reisezentrum Zweisimmen
Willkommen |
5
6 | Lötschberger | Einfach tolle Ausflüge
Einfach tolle Ausflüge:
www.loetschberger.ch
Einfach tolle Ausflüge | Lötschberger |
Willkommen in der Lötschberger-Region
Zwischen Bern, Brig und Zweisimmen
erwarten Sie viel unberührte Natur und
zahlreiche Freizeitmöglichkeiten. Steigen
Sie ein und entdecken Sie mit dem RegioExpress Lötschberger ein ganz besonderes
Stück Schweiz.
In der Lötschberger-Region gibt es für jeden
Geschmack und bei jedem Wetter viel zu sehen und zu erleben. Ruhige Wanderung oder
rasante Biketour? Atemberaubende Fahrt mit
der Bergbahn oder fordernde Kletterpartie?
Sommerrodeln mit der Familie oder romantisches Tête-à-tête in einem Bergrestaurant?
Gemütliche Schifffahrt oder spannender
Museumsbesuch? Sie haben die Wahl.
Der RegioExpress Lötschberger der BLS
bringt Sie schnell und bequem zu unseren
Tourismuspartnern im Berner Oberland
und im Oberwallis. Damit Sie unterwegs
nichts verpassen, haben wir diesen kompakten Reisebegleiter für Sie ausgearbeitet.
Er liefert sowohl wertvolle Tipps als auch
packende Hintergrundinformationen und
macht Ihren Ausflug mit dem Lötschberger
zu einem echten Erlebnis.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen viel Vergnügen in der LötschbergerRegion.
Ihre Ausflugsplattform im Internet
Mit dem Lötschberger wird die Freizeitplanung zum Kinderspiel:
Unter www.loetschberger.ch finden Sie mit
wenigen Klicks massgeschneiderte Ausflugsideen und alle nötigen Informationen, von
der Wetterprognose bis zum Fahrplan für die
Anreise. Sie können Ihr Programm bequem
zu Hause ausdrucken und haben so alle Angaben jederzeit griffbereit.
www.loetschberger.ch
7
BLS-Tageskarte | Lötschberger |
BLS-Tageskarte
Entdecken Sie das BLS-Gebiet zu einem
unschlagbaren Preis. Mit der BLS-Tageskarte geniessen Sie einen Tag lang freie
Fahrt mit Bahn, Bus und Schiff (Thunerund Brienzersee) im gesamten BLS-Gebiet.
Sie ist ausschliesslich im Vorverkauf (bis
2 Tage vor Reisetag) erhältlich und auf
200 Stück pro Tag limitiert. Sichern Sie
sich frühzeitig Ihre Tageskarte in Ihrem
BLS-Reisezentrum oder an allen bedienten
Bahnschaltern im BLS-Gebiet.
Neu: Hörerlebnis im
RegioExpress/Regio Lötschberger.
Ab dem 13. April 2015 wird die Fahrt im Lötschberger zwischen Bern–
Spiez–Kandersteg–Brig und Spiez–Zweisimmen zu einem noch grösseren
Erlebnis. Täglich auf Zügen mit Abfahrt in Bern und Brig/Zweisimmen
zwischen 9.30 und 15 Uhr erfahren die Reisenden über Lautsprecher in
drei Sprachen (d/f/e), welche wichtigsten landschaftlichen, kulturellen und
eisenbahntechnischen Besonderheiten entlang der Strecke zu sehen sind.
Einsteigen, hören und staunen!
Mehr Infos unter www.loetschberger.ch/hoererlebnis
Gut zu wissen
– Nur im Vorverkauf bis 2 Tage vor Reisetag
erhältlich
– Kauf max. 2 Monate vor Reisetag möglich
– Limitiert auf 200 Stück pro Reisetag
– Erhältlich an den bedienten Bahnhöfen im
BLS-Gebiet
– Die BLS-Tageskarte kann weder rück erstattet noch umgetauscht werden
– Kinder mit der Junior-/Enkel-Karte reisen
in Begleitung der Eltern/Grosseltern gratis
Geltungsbereich
Gültig mit Bahn, Bus und Schiff im gesamten
BLS-Gebiet. Auch gültig in den SBB-Zügen.
Nicht gültig im Lötschberg-Basistunnel.
Ermässigt*Erwachsene
2. Klasse 1. Klasse 2. Klasse 1. Klasse
28.– 45.– 56.–90.–
* Inhaber Halbtax-Abo und Kinder 6–15.99 Jahre
Bonuspartner
Inhaber einer BLS-Tageskarte profitieren
beim Vorweisen der Tageskarte von attraktiven Bonusangeboten.
Mehr Infos zum Geltungsbereich der BLSTageskarte sowie zu den Bonusangeboten
finden Sie unter www.bls.ch/tageskarte
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können Sie monatlich tolle Preise aus der
Lötschberger-Region gewinnen. Ob Wellnessder Wanderwochenende – es hat für alle
etwas dabei.
Machen Sie noch heute mit unter
www.loetschberger.ch/wettbewerb
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41
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900
700
Spiez
800
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1000
Frutigen
Mülenen*
Reichenbach i. K .
1100
Eggerberg*
Lalden*
Ausserberg
m ü. M.
1200
Hohtenn*
Kandersteg
Goppenstein
Höhenprofil der Lötschberger-Strecke von Bern nach Spiez
600
km
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Zweisimmen
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16
Oberwil i. S.
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Weissenburg*
Oey-Diemtigen
Burgholz*
800
700
Erlenbach i. S.
m ü. M.
900
Wimmis
Fahrplan
Der RegioExpress Lötschberger bringt Sie jeden Tag stündlich direkt von Bern nach Brig
und Zweisimmen und zurück. Den genauen
Fahrplan für Ihren Ausflug finden Sie unter
www.loetschberger.ch/fahrplan
Därstetten
Höhenprofil der Lötschberger-Strecke von Spiez nach Brig mit Tunnels
Ringoldingen*
Unsere Mitarbeitenden des Zugservices sind
für Sie da und informieren Sie gerne näher
über das Konzept 1 Zug – 2 Ziele.
31
11
‰
Spiez
1 Zug – 2 Ziele: richtig einsteigen –
gut ankommen
Der RegioExpress Lötschberger bringt Sie
direkt von Bern nach Brig oder Zweisimmen. In Spiez wird der Zug getrennt. Die
beiden vorderen Zugteile fahren nach Frutigen–Kandersteg–Goppenstein–Brig, der
oder die hintere/-n setzen ihre Fahrt in Richtung Zweisimmen fort. Bitte achten Sie also
bereits beim Einsteigen auf die Anschriften
(Fahrziele) am Zug.
16
km
Auch nach Eröffnung des Lötschberg-Basistunnels hat die klassische Lötschberg-Bergstrecke zwischen dem Berner Oberland und
dem Wallis nichts von ihrem Reiz verloren.
Bahn- und Naturfreunde überlassen den
Weg durch den 34,6 Kilometer langen Basistunnel deshalb den Eiligen und geniessen
stattdessen herrliche Ausblicke ins Kandertal und die Fahrt über die atemberaubenden
Südrampe-Viadukte. Die Strecken von Spiez
nach Zweisimmen und über Frutigen und
Kandersteg nach Brig bildeten lange Zeit den
Lebensnerv der Region. Sie sind bis heute
schon allein wegen der imposanten Bauwerke wie des Kanderviadukts oder der
Kehrschleifen um die Felsenburg eine Reise
wert. Aber auch die Orte und Täler entlang
der Bahnlinie locken mit ihren attraktiven
Freizeitmöglichkeiten immer wieder zu
einem Besuch.
Thun
m ü. M.
600
500
400
Bern
Erlebnis Bahnfahrt
Der erste Höhepunkt Ihres Ausflugs erwartet Sie bereits am Bahnhof: der modern ausgestattete Lötschberger-Zug mit den grossen
Fenstern. Er macht die Fahrt über die geschichtsträchtigen Strecken zu einer besonderen Erfahrung.
Spiez
Die Strecken | Lötschberger | 11
Münsingen
10 | Lötschberger | Die Strecken
600
Bern
Spiez
Zweisimmen
Brig
km
‰
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5
9
7
15
9
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11
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Höhenprofil der Lötschberger-Strecke von Spiez nach Zweisimmen mit Tunnels
* Halt auf Verlangen
26
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11
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25
35
12 | Lötschberger | Der Zug
Der Zug | Lötschberger | 13
Der Lötschberger zwischen Lalden und Brig
CONNECTING UNESCO WORLD HERITAGES
CONNECTING UNESCO WORLD HERITAGES
Simmental
Wagen 1. Klasse
Die Lötschberger-Züge der BLS wurden eigens für den Einsatz auf der traditionellen
Lötschberg-Bergstrecke und im Simmental
beschafft und ausgestattet. Nach der Beschaffung einer ersten Serie von 13 Lötschberger-Fahrzeugen im Jahr 2008/09 und einer
Serie von 8 Fahrzeugen desselben Typs im
Jahr 2009/10 wurde die Lötschberger-Flotte
bis Ende 2012 auf insgesamt 25 Züge aufgestockt.
Multifunktionsabteil für Gepäck, Velos und Schneesportgeräte
Platz für Fahrgäste im Rollstuhl
Rollstuhlgängige Toilette
Eigenschaften
150 Sitzplätze (davon 28 in der 1. Klasse) | Max.
Geschwindigkeit: 160 km/h | Ansprechendes
Innendesign | Klimatisierter Fahrgastraum |
Niederflureinstiege | Multifunktionsabteile |
Grosse Fenster mit Panoramaaussicht | Modernes Fahrgastinformationssystem | Steckdosen in der 1. und der 2. Klasse
14 | Von Bern nach Spiez
Von Bern nach Spiez | 15
Aaretal und Thunersee –
von Bern nach Spiez.
m ü. M.
600
Thun
700
Münsingen
Im Jahr 1902 ging die Schweizerische Centralbahn gemeinsam mit anderen Privatbahnen in den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) auf. 1912 begannen diese mit
dem Bau einer zweiten Spur auf der Strecke
Bern–Thun. Die Strecke von Scherzligen
nach Spiez wurde 1914 von der Thunerseebahn ebenfalls zweispurig ausgebaut und
1915 elektrifiziert. Die SBB folgten diesem
Beispiel und elektrifizierten zwischen 1918
und 1919 die Linie Bern–Thun. Mit dem
Neubau des Bahnhofs Thun wurde die Station in Scherzligen überflüssig. Auch heute
noch rollt die BLS – von den Reisenden meist
unbemerkt – auf Schienen der SBB von Bern
nach Thun und anschliessend auf eigener
Strecke weiter nach Zweisimmen, Brig und
Interlaken Ost.
Bern
Wer früher von Bern nach Spiez reisen
wollte, holperte in der Pferdekutsche rund
drei Stunden nach Thun und stieg dort in
ein Ruderboot oder ein Segelschiff. Erst als
1859 die Schweizerische Centralbahn die
Strecke zwischen Bern Wylerfeld und dem
damaligen Endbahnhof Thun sowie 1861
die kurze Verlängerung nach Scherzligen in
Betrieb nahm, rückte das Berner Oberland
einen Schritt näher an die grossen Schweizer Städte. 1893 wurde die Strecke von der
linksufrigen Thunerseebahn, welche heute
zur BLS gehört, weitergeführt. Nun konnten
Reisende mit dem Dampfzug schnell und
bequem bis nach Spiez und weiter nach Därligen beziehungsweise Interlaken fahren. Das
Umsteigen auf ein Dampfschiff in Thun war
damit endgültig überflüssig geworden.
Spiez
Zahlen und Fakten
500
400
km
‰
0
16
11
31
10
41
15
Schwellenhöhe Bern: 540,2 m ü. M. (tiefster
Punkt der Reise mit dem Lötschberger befindet
sich nach Münsingen bei Wichtrach: 530,1 m ü. M.)
Schwellenhöhe Thun: 563 m ü. M.
Schwellenhöhe Spiez: 627,7 m ü. M.
Streckenlänge: 41,00 km
Der Lötschberger hält in: Bern, Münsingen,
Thun und Spiez
Anzahl grösserer Brücken: 4
Anzahl Tunnel: 0
Streckeneröffnung: Bern Wylerfeld–Thun
1. Juli 1859, Thun–Scherzligen 1. Juni 1861,
Scherzligen–Spiez–Därligen 1. Juni 1893
Elektrifizierung: Scherzligen–Spiez 1. Mai
1915, Bern–Thun–Scherzligen 7. Juli 1919
Max. Reisegeschwindigkeit: 160 km/h
Max. Neigung Bern–Thun: 11‰
Max. Neigung Thun–Spiez: 15‰
16 | Von Bern nach Spiez
Von Bern nach Spiez | 17
3
1
Münsingen
5
4
Thun
2
Bern
8
6
9
10 Spiez
7
8
Zweisimmen
1 Bantiger
Den Berg mit seinem markanten, 196 Meter
hohen Sendeturm sehen Sie bei Ostermundigen auf der linken Seite.
2 Wittigkofen
Die Hochhäuser von Wittigkofen auf der
rechten Seite wurden an der EXPO 1964 als
Muster vorbildlicher schweizerischer Stadtplanung vorgestellt. Das Projekt zeichnete
sich durch zwei Besonderheiten aus: die Verlegung des gesamten Privatverkehrs auf eine
unterirdische Ebene und ein ökumenisches
Kirchenzentrum.
3 Strecke Bern–Langnau–Luzern
Hinter Gümligen zweigt auf der linken Seite
die einspurige Linie durch das Emmental und
das Entlebuch nach Luzern ab.
Nach der Abfahrt in Bern geniessen Sie, aus dem rechten Zugfenster schauend einen herrlichen Ausblick über die Stadt mit ihrem
charakteristischen Münster und der Bundeshauskuppel. Im Vordergrund führen die Lorrainebrücke und die Kornhausbrücke über
die Aare, im Hintergrund erheben sich die Gipfel der Berner Alpen.
Rechts unten sehen Sie den Blutturm: Er wurde im 15. Jahrhundert
als Eckstein der Verteidigungsmauer errichtet.
4 Belpberg / Psychiatriezentrum Münsingen
Vor Münsingen trennt auf der rechten Seite
der Belpberg das Aaretal vom Gürbetal. Der
11 Kilometer lange, 862 Meter hohe und bis
zu 4 Kilometer breite, isolierte Bergrücken ist
ein beliebtes Naherholungsgebiet.
Ebenfalls auf der rechten Seite liegt das Psychiatriezentrum Münsingen. Das Gebäude
wurde im Jahr 1895 gebaut und beeindruckt
mit seiner einzigartigen Architektur.
Brig
5 Thun
Bei der Einfahrt grüsst links kurz das Schloss
Thun.
6 Stockhorn
Die imposante Stockhornkette ragt hinter
Thun auf der rechten Seite auf.
7 Thunersee
Links liegt der Thunersee, der Blick zurück
schweift über Stadt und Schloss Thun.
> Seiten 26/27
8 Kanderschlucht
In Fahrtrichtung sehen Sie rechts die Kanderschlucht, links liegt das Kanderdelta
> Seiten 20/21
9 Einigen
Wenig später führt die Strecke an Einigen
vorbei. Das Dorf am See ist wegen seiner
kleinen Kirche bekannt: Sie wurde 1228 erstmals erwähnt und gilt damit als ältestes Gotteshaus im Berner Oberland und als Mutter
der sogenannten «1000-jährigen Kirchen am
Thunersee».
10 Spiez
In den Rebbergen, die bei der Einfahrt auf
der linken Seite liegen, wird der berühmte
«Spiezer» angebaut.
18 | Von Bern nach Spiez
Von Bern nach Spiez | 19
Hinter Thun liegt das linke Thunersee-Ufer zum Greifen nah. Alle
Orte auf der gegenüberliegenden Seeseite sind bequem mit dem Schiff
erreichbar. Das Niederhorn im Hintergrund ist von der Schiff- und
der Busstation Beatenbucht aus mit einer Standseilbahn und einer
Gruppenumlaufbahn erschlossen.
Der Thunersee
Die klarblauen Fluten des Thunersees erstrecken sich zwischen Merligen und Faulensee
auf maximal 3 Kilometer Breite und bis in
217 Meter Tiefe. Die zahlreichen Buchten
am Ufer beherbergen malerische Dörfer, altehrwürdige Schlösser und moderne Villen.
Im 17. und 18. Jahrhundert war der See ein
wichtiger Verkehrsweg. Mit kleinen Schiffen wurden Waren und Personen zwischen
Thun und Interlaken transportiert. 1835
schliesslich holten die Gebrüder Knechthofer
mit der «Bellevue» das erste Dampfschiff auf
den Thunersee.
Niederhorn
1950 m
Thunersee
Heute ist die BLS Schifffahrt Berner Oberland mit einer modernen Flotte unterwegs.
Star und unbestrittener Publikumsliebling
auf dem Thunersee ist jedoch ein Klassiker
aus dem Jahr 1906: der Schaufelraddampfer
Blümlisalp. > Seite 28
Sigriswiler
Rothorn
2051 m
Oberhofen
Aeschlen
Justistal
Sigriswil
Gunten
Wetterhorn
3692 m
Schreckhorn
4078 m
Merligen
Beatenbucht Sundlauenen
20 | Von Bern nach Spiez
Von Bern nach Spiez | 21
Die Kanderschlucht auf der rechten Seite zwischen Thun und Spiez
ist ein eindrückliches Beispiel dafür, wie man im 18. Jahrhundert
versucht hat, die Flüsse und Bäche der Gegend zu bändigen. Der
Strättligsteg, der über die Kanderschlucht führt, gehört zum Wanderweg von Einigen nach Gwattstutz.
Der Kanderdurchstich
Die Kander floss ursprünglich westlich an
Thun vorbei und mündete bei Uttigen in die
Aare. Weil der Fluss das Gebiet zwischen der
Thuner Allmend und Uttigen regelmässig
überschwemmte, sollte er durch den Strättlighügel in den Thunersee umgeleitet werden.
Die Bauarbeiten starteten am 1. April 1711.
Am 9. Mai 1712 wurden sie im Zuge des
Zweiten Villmergerkriegs eingestellt. Die
Fortsetzung folgte im Frühjahr 1713 mit
einem neuen Konzept. Anstelle eines Einschnitts verfolgte man nun den Bau eines
Stollens. Das Vorhaben gelang, doch der
Stollen hielt den Wassermassen nicht stand
und stürzte ein. Die Kander frass sich tief in
den Moränenhügel ein, weitete den Durchstich aus und hinterliess das, was wir heute
als Kanderschlucht kennen.
Die Hochwassergefahr war damit nicht gebannt. Thun und die Seegemeinden litten
unter verheerenden Überschwemmungen,
weil die Aare das zusätzliche Wasser nicht
abführen konnte. Entscheidende Entlastung brachten die Kanalisierung der Aare
in Thun 1776, die spätere Aarekorrektion
(1871–1878) und zuletzt der 2009 eröffnete
Hochwasserstollen beim Schifffahrtskanal
in Thun.
Das Kanderdelta
Mit dem Kanderdurchstich entstand im
Thunersee ein beachtliches Flussdelta. Es ist
heute sowohl ein beliebtes Naherholungsgebiet als auch ein geschütztes Wasservogelund Zugvogelreservat für seltene Arten wie
Flussregenpfeifer, Flussuferläufer oder Gelbbauchunken.
Strättlighügel
Strättlighügel
Strättligsteg
Kander
22 | Von Bern nach Spiez | Bern
Bern | Von Bern nach Spiez | 23
Sehenswürdigkeiten
Münster im spätgotischen Stil
Bundeshaus, Sitz des Bundesrats und
des Parlaments
Zytglogge mit kunstvoller astrono mischer Kalenderuhr aus dem Jahr 1530
BärenPark, die Heimat der Wappentiere
Bern
Schwellenhöhe: 540,2 m ü. M.
Die Bundesstadt vereint Bodenständigkeit und Savoir-faire, Kultur und Politik,
Tradition und Moderne. Sie blickt auf eine
glanzvolle Vergangenheit zurück – und
mit weltoffenem Charme in die Zukunft.
Für die rund 137 000 Einwohner von Bern
besteht kaum ein Zweifel daran, dass ihre
Stadt die schönste der Schweiz ist. Immerhin
wurde das einzigartige und ausserordentlich
gut erhaltene Stadtbild von der UNESCO
1983 mit dem Titel «Welterbe» ausgezeichnet.
Wenn Sie zu Fuss in Bern unterwegs sind
oder die bodenständige Berner Küche geniessen, begegnen Sie nicht selten einem der
246 Parlamentarier, die viermal pro Jahr im
Bundeshaus zusammenkommen. Vor allem
Lötschberger-Tipp: Grossen Anklang bei allen Schleckmäulern findet das luftig-leckere
Berner Mandelbärli, erhältlich in den Glatz- und Reinhard-Bäckereien sowie bei Coop.
aber begegnen Sie auf Schritt und Tritt den
Zeugen mittelalterlicher Baukunst wie dem
«Zytglogge», den charakteristischen Laubengängen oder dem Rathaus. Zugleich zieren
herausragende Beispiele moderner Architektur die Hauptstadt der Schweiz, darunter
das 2005 eröffnete Zentrum Paul Klee, das
Einkaufszentrum Westside des Architekten
Daniel Libeskind oder das Fussballstadion
Stade de Suisse. Die Bundesstadt beweist
damit, dass sie auch als Welterbe ihre Weltoffenheit bewahrt hat.
Bei jedem Wetter
Das Zentrum Paul Klee zeigt neben Werken des bedeutenden Künstlers
auch attraktive Sonderausstellungen.
Kleine Besucher können ihre Fantasie
im Kindermuseum Creaviva ausleben
Im schlossähnlichen Historischen
Museum findet man eine der bedeutendsten kulturhistorischen Sammlungen der Schweiz und das erste
Einstein-Museum der Welt
Das Schweizerische Alpine Museum
erzählt die Geschichte der Schweizer Bergwelt und bietet mit zahlreichen Reliefs einen kurzweiligen Überblick über Matterhorn, Bernina und Co.
Barry, der mutige Bernhardiner,
ist nur einer der Publikumslieblinge im
Naturhistorischen Museum. Verschiedene Ausstellungen vermitteln die
Vielfalt der Natur auf spannende Art
Westside, das Einkaufs- und Freizeitzentrum der Superlative, mit eigener
S-Bahn-Haltestelle Bern Brünnen Westside, lädt zum Einkaufsbummel oder zur
Entspannung in der Bade- und WellnessOase Bernaqua
24 | Von Bern nach Spiez | Bern
Münsingen | Von Bern nach Spiez | 25
Bernaqua – Erlebnisbad & Spa
Foxtrail
Erleben Sie das Element Wasser so vielfältig
wie noch nie! Bernaqua – das Erlebnisbad
der Superlative! Entdecken Sie die unterschiedlichsten Wasserbecken, die längsten
gedeckten Rutschen in der Schweiz und
unser einzigartiges Flussbad mit der grössten variabel einstellbaren Gegenströmungsanlage der Welt.
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Das raffinierte Stadt-Abenteuer. Mit Cleverness und allen Sinnen Bekanntes und
Verborgenes in Bern oder Thun entdecken.
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Badespass und Entspannung für alle
Bei jedem Wetter: Wasserspass und
Entspannung für die ganze Familie
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RailAway-Kombi mit 10% Ermässigung auf
Bahnfahrt und Eintritt (3 Std.) ins Bernaqua
Erlebnisbad. Am Bahnschalter oder online
kaufen
Öffnungszeiten:
Montag–Sonntag, 9–22 Uhr
Spezialöffnungszeiten siehe Internet
Wegbeschreibung: Das Bernaqua ist im
Westside-Komplex und befindet sich direkt
beim Bahnhof Bern Brünnen Westside
Bernaqua – Erlebnisbad & Spa
Riedbachstrasse 98, CH-3027 Bern,
Tel. +41 (0)31 556 95 95,
[email protected], www.bernaqua.ch
Foxtrail – play with the city
Wegbeschreibung: Alle Trails beginnen
direkt beim Hauptbahnhof und enden in
der Nähe.
Foxtrail
Bergstrasse 1, CH-6004 Luzern,
Tel. +41 (0)41 329 80 00, [email protected]
Münsingen
Schwellenhöhe: 530,6 m ü. M.
Wer in Bern oder Thun arbeitet, aber lieber
im Grünen wohnt, findet in Münsingen
sein Glück. Das Dorf mit rund 11 500
Einwohnern bietet beste Verkehrsverbindungen in beide Richtungen. Als Hauptort
des Aaretals verfügt es ausserdem über eine
beeindruckende Zahl eigener Gewerbeund Industriebetriebe.
Wandertipps
Wanderung von Münsingen (Aaretal)
nach Toffen (Gürbetal)
Aare-Wanderung von Münsingen nach
Thun oder nach Bern
Bei jedem Wetter
Besuch im Museum Schloss Münsingen
Bei Erholungssuchenden erfreuen sich das
Aareschwimmbad und der Park des Psychiatriezentrums grosser Beliebtheit. Daneben
ist Münsingen aber auch ein idealer Ausgangspunkt für leichte Wanderungen entlang
der Aare oder ins Gürbetal.
Lötschberger-Tipp: Die Klein-Dampfbahn Aaretal fährt vom 6. April bis 25. Oktober 2015
ca. jedes zweite Wochenende im Park des Psychiatriezentrums Münsingen.
26 | Von Bern nach Spiez | Thun
Thun | Von Bern nach Spiez | 27
Thun-Thunersee Tourismus
Altstadtführung für CHF 15.–
Entdecken Sie den Charme der Thuner Altstadt und des mittelalterlichen Schlossbergs
auf einer öffentlichen Führung.
www.loetschberger.ch/thun
Führung: Jeden Samstag von Mai bis
November. Zusätzlich jeden Mittwoch und
Freitag von Juli bis September
Treffpunkt: 14 Uhr beim Welcome-Center
im Bahnhof Thun
Welcome-Center
Thun-Thunersee Tourismus
Bahnhof, Seestrasse 2, CH-3600 Thun,
Tel. +41 (0)33 225 90 00, [email protected]
Thun
Schwellenhöhe: 563 m ü. M.
Am Eingang zum Berner Oberland wacht
das imposante Zähringerschloss über eine
Stadt mit lebhaften Plätzen, romantischen
Gassen und prächtigen Bauten.
Wenn die Sonne vom Himmel lacht, weht
beinahe ein Hauch Pariser Flair durch die
Gassen von Thun. Tatsächlich bietet die
Alpenstadt mit rund 43 700 Einwohnern
einiges, was man so eher an der Seine als
am Thunersee vermuten würde: kleine
Boutiquen, Ateliers mit eigenen Kreationen,
Delikatessen à la carte und versteckte Cafés
für ein romantisches Tête-à-Tête. Doch auch
wer das typisch Schweizerische bevorzugt,
findet in der Thuner Altstadt vom rostfreien
Armeesackmesser bis zum würzigen Alpkäse
alles, was das Herz begehrt.
Lötschberger-Tipp: An Bord der Schiffe auf dem Thunersee geniessen Sie eine atem­
beraubende Sicht auf die majestätische Bergwelt und die malerischen Uferorte.
Wandertipp
Strandweg von Thun nach Gwatt
Panorama Rundweg Thunersee
Sehenswürdigkeiten
Schloss Thun, erbaut von den Herzögen von Zähringen kurz vor 1200
Schloss Schadau aus dem Jahr 1852 mit
englischem Garten, Gourmetrestaurant
und dem schweizerischen GastronomieMuseum
Bei jedem Wetter
Das Historische Museum im Schloss
Thun zeigt einen beeindruckenden
Querschnitt durch die regionale Kultur
mit Schwerpunkt 19. Jahrhundert
Das Thun-Panorama (38 x 7,5 m) von
Marquard Wocher (1760–1830) wird im
Pavillon des Schadauparks ausgestellt
und ist das älteste noch erhaltene
Panorama weltweit
Das Kunstmuseum im ehemaligen
Grand Hotel Thunerhof veranstaltet
Sonderausstellungen mit Schwerpunkt
Gegenwartskunst
Weiterreisen
Spiez–Beatenbucht–Interlaken West
Beatenbucht–Interlaken Ost
28 | Von Bern nach Spiez | Thun
Thun | Von Bern nach Spiez | 29
St. Beatus-Höhlen
Zwei Seen – unendlich viele Erlebnisse.
Niederhorn (1950 m ü. M.)
Mit Abstand mehr Berg
St. Beatus-Höhlen am Thunersee
Ob ein Ausflug zu zweit, alleine, mit der Familie oder mit Freunden: Wir halten viele
Angebote für unvergessliche Augenblicke
auf dem Thuner- und Brienzersee bereit.
Geniessen Sie wunderbare Aussichten und
verbinden Sie die Fahrt mit einem feinen
Mittagessen. Oder erleben Sie einen unvergesslichen Sonnenuntergang bei den zahlreichen Abendrundfahrten.
www.loetschberger.ch/schiff
Die einmalige Bergkulisse mit Eiger,
Mönch und Jungfrau, die 120 km Spazierund Wanderwege, Alpen-OL, Trottibikes
und Wildbeobachtungen mit Aussicht auf
Steinbockkolonien, Gämsen und Murmeltiere sind immer wieder einen Ausflug wert.
Das Berghaus Niederhorn überrascht die
Gäste mit Moderne, Gemütlichkeit und
«Glasklarem» aus dem regionalen Angebot.
www.loetschberger.ch/niederhorn
Dieser Ausflug, kombinierbar mit einer
Schifffahrt, bietet einen Einblick in die einmalige Welt unter der Erde. Entdecken Sie
Grotten, gewaltige Tropfsteinformationen
und Schluchten. Lassen Sie sich von den einzigartigen Formen und Farben verzaubern.
Das Panorama-Restaurant mit traumhafter
Aussicht auf den Thunersee und die Alpen
lädt zum Geniessen ein.
www.loetschberger.ch/beatushoehlen
Spezialitäten: Auf dem Lounge-Schiff
OaSee werden Sie jeden Mittwoch- und
Donnerstagabend (3.6. bis 17.9.) mit exotischen Köstlichkeiten vom Grill verwöhnt.
Bei jedem Wetter: Eine Schifffahrt ist auch
bei schlechtem oder gar stürmischem Wetter ein besonderes Erlebnis.
Spezialitäten: Von Juli bis Mitte September jeden Freitag und Samstag Abendfahrten für Geniesser
Schönster Aussichtspunkt: Niederhorn
mit Aussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau
sowie Blick ins Mittelland
BLS Schifffahrt Berner Oberland
Betriebszeiten Schiff: Ganzjährig täglich
ein Schiff zwischen Thun und Interlaken
West. Mehrere Kurse auf beiden Seen
vom 3. April bis 25. Oktober 2015
Wegbeschreibung: Schiffstationen Thun,
Interlaken West, Interlaken Ost und Brienz
gegenüber den jeweiligen Bahnhöfen
BLS AG, Schifffahrt, Lachenweg 19,
CH-3601 Thun, Tel. +41 (0)58 327 48 11,
[email protected], www.bls.ch/schiff
Betriebszeiten Niederhornbahn:
18. April bis 8. November 2015 sowie
19. Dezember 2015 bis März 2016
(bitte beachten Sie die Revisionszeiten
im Internet)
Wegbeschreibung: Schiff ab Thun, Spiez
oder Interlaken West nach «Beatenbucht
ThS» oder Bus ab Thun oder Interlaken Ost
nach «Beatenbucht» oder ab Interlaken
West nach «Beatenberg, Station»
Niederhornbahn AG,
CH-3803 Beatenberg, Tel. +41 (0)33 841 08 41,
[email protected], www.niederhorn.ch
Neuigkeiten: Neu können Sie die
St. Beatus-Höhlen auch ohne Tour Guide
erforschen. Wählen Sie zwischen einer
geführten oder ungeführten Tour.
Spezialitäten: Lassen Sie sich vor oder
nach der Besichtigung der Höhlen in
unserem Panorama-Restaurant kulinarisch
verwöhnen.
Öffnungszeiten: Vom 21. März bis
25. Oktober 2015, täglich 9.30–17 Uhr
Wegbeschreibung: Mit der Bahn nach Thun
oder Interlaken West, weiter mit dem Schiff
nach Beatushöhlen-Sundlauenen, anschliessend kurze Wanderung von ca. 25 Min.
Beatushöhlen-Genossenschaft,
CH-3800 Sundlauenen bei Interlaken,
Tel. +41 (0)33 841 16 43,
[email protected],
www.beatushoehlen.ch
30 | Von Bern nach Spiez | Spiez
Spiez | Von Bern nach Spiez | 31
Wandertipp
Der abwechslungsreiche Strandweg
Spiez-Faulensee feierte im 2014 sein
100-Jahr-Jubiläum
Sehenswürdigkeiten
Die Spiezer Bucht gilt als eine der
schönsten Europas
Die Schlossterrasse mit der früh romanischen Basilika
Im «Spiezer Zügli» lässt sich das Dorf
bequem von der Strasse aus erkunden
Spiez
Schwellenhöhe: 627,7 m ü. M.
Eingebettet in Hügel und Rebhänge, lädt
Spiez mit seiner prächtigen Schlossanlage
zum Verweilen ein.
Das mittelalterliche Schloss von Spiez
thront an erhöhter Lage über dem Thunersee und beherbergt heute ein Museum. Die
Räumlichkeiten und Gegenstände aus dem
13. bis 18. Jahrhundert vermitteln den Be-
suchern einen Eindruck vom Lebensstil der
einstigen Schlossherren – von den Familien
von Strättligen, von Bubenberg und von Erlach. Die öffentliche Schlossterrasse bietet
einen herrlichen Ausblick auf die rebengesäumte Spiezer Bucht und die imposante Alpenkulisse. Die «schönste Bucht Europas»
ist ab Bahnhof Spiez zu Fuss in 15 Minuten
zu erreichen. Von April bis Oktober ver-
Lötschberger-Tipp: Der Wein aus den Spiezer Rebbergen ist ein köstliches – und rares –
Mitbringsel. Er ist meist von April bis Juni bei der Rebbaugenossenschaft erhältlich.
kehrt zudem das «Spiezer Zügli» zwischen
Bahnhof und Schiffländte. Wer sich von der
jahrhundertealten Spiezer Weinbaukunst
überzeugen möchte, merkt sich am besten
den 13. September 2015. Dann feiern die
rund 13 000 Einwohner ihren Wein am
«Läset-Sunntig». Wer gerne länger bleibt,
wählt mit Spiez einen idealen Ausgangspunkt für Ausflüge ins Berner Oberland
und ins Wallis.
Bei jedem Wetter
Das Schloss Spiez gehört zu den
beeindruckenden Zeugen bernischer
Geschichte und ist heute ein Museum
Ein typisches Simmentaler Haus aus dem Jahr 1728 beherbergt das Heimatund Rebbaumuseum
Das Artilleriewerk Faulensee und die
Festung Hondrich wurden während
des 2. Weltkriegs gebaut und sind heute
öffentlich zugänglich
Weiterreisen
GoldenPass Line
Zweisimmen–Montreux oder
Interlaken Ost–Luzern
Thun oder Beatenbucht–
Interlaken West
32 | Von Bern nach Spiez | Spiez
Spiez
Tellspiele Interlaken
Entdecken Sie Spiez auf dem Wasserweg.
Kanu- und SUP-Vermietung in Spiez, Faulensee, Bistro «Blue Turtle» im Güetital und
Leissigen. One-Way-Vermietungen möglich. www.loetschberger.ch/spiez
Das erfolgreiche Stück von Friedrich Schiller
wird hier seit über 100 Jahren aufgeführt.
Vom 18. Juni bis 29. August, jeweils donnerstags und samstags, Spielbeginn 20.00 Uhr
www.loetschberger.ch/tellspiele
Wegbeschreibung: Ab Bahnhof Fussmarsch
zum Frei- und Seebad Spiez, Bucht Spiez.
Weitere Standorte: Tourismusbüro Faulensee, Bistro «Blue Turtle» im Güetital und
Leissigen.
Wegbeschreibung: Ab Bahnhof Interlaken
West mit Bus Nr. 5 Richtung Wilderswil bis
«Matten b. I., Hotel Sonne»
Kanuweg Thunersee
Spiez Marketing AG, Bahnhof,
Postfach 357, CH-3700 Spiez,
Tel. +41 (0)33 655 90 00,
[email protected]
Seit 1912: Tellspiele Interlaken
Tellspiele Interlaken, Tellweg 5,
CH-3800 Interlaken, Tel. +41 (0)33 822 37 22,
[email protected]
Mit Reka-Geld sind Sie im ÖV
günstiger unterwegs.
Beziehen Sie Reka-Geld mit Rabatt und bezahlen Sie damit Tickets und Abonnemente
bei der BLS und den meisten anderen Schweizer Verkehrsbetrieben. Übrigens akzeptieren
insgesamt über 9’000 Annahmestellen in der ganzen Schweiz Reka-Geld. reka.ch
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34 | Von Spiez nach Kandersteg
Von Spiez nach Kandersteg | 35
Lötschberg-Nordrampe –
von Spiez nach Kandersteg.
Kandersteg
Zwischen Frutigen und dem Nordportal des
Scheiteltunnels liegen 460 Meter Höhendifferenz, welche unter anderem mithilfe
einer Doppelschleife bewältigt wurden. So
können auf 10 Streckenkilometern mit einer maximalen Neigung von 27 Promille
270 Höhenmeter auf nur 3 Kilometern Luftlinie überwunden werden.
m ü. M.
1200
1100
1000
900
800
700
Frutigen
1906 beschloss die Berner Regierung den Bau
einer neuen Bahnstrecke von Frutigen nach
Brig und gründete mit finanzieller Unterstützung aus Frankreich die Berner Alpenbahngesellschaft BLS (Bern-Lötschberg-Simplon) .
Gleichzeitig wurde entschieden, die Strecke
mit der damals kaum erprobten EinphasenWechselstromtechnik (15 000 Volt, 16⅔ Hz)
auszurüsten. Die von der BLS übernommene
Zahlen und Fakten
Mülenen*
Reichenbach i. K .
Linie von Spiez nach Frutigen diente ab 1910
als Versuchsstrecke. Der Pioniergeist hat
sich gelohnt: Heute fahren fast alle Schweizer Normalspurbahnen mit diesem System.
Die 13 ersten BLS-Lokomotiven waren
zudem die weltweit stärksten Elektroloks
der damaligen Zeit. Mit 2500 PS schleppten sie bis zu 350 Tonnen schwere Züge mit
45 Stundenkilometern über die steilen Rampen. Ein Exemplar des Typs Fb 5/7 steht heute im Verkehrshaus Luzern.
Spiez
Dem Bau der Lötschbergstrecke ging ein langer Kampf der Berner für ihre eigene Bahnverbindung Richtung Süden voraus. Ab 1881
widmete sich Oberrichter, Regierungs- und
Nationalrat Wilhelm Teuscher (1834–1903)
ganz dem Bau eines Anschlusses an die geplante und 1906 eröffnete Simplonbahn.
Trotzdem vergingen über 30 Jahre, bis der
erste Zug durch den Lötschberg rollte. Die
Spiez-Frutigen-Bahn dampfte dagegen bereits 1901 erstmals über die Schienen.
7 8
14
600
km
‰
0
15
32
27
Schwellenhöhe Spiez: 627,7 m ü. M.
Schwellenhöhe Frutigen: 779,2 m ü. M.
Schwellenhöhe Kandersteg: 1175,7 m ü. M.
Streckenlänge: 31,57 km
Der Lötschberger hält in: Spiez, Mülenen*,
Reichenbach i. K ., Frutigen und Kandersteg
Anzahl grösserer Brücken: 13
Anzahl Tunnel: 15
Streckeneröffnung: Spiez–Frutigen 25. Juli
1901, Frutigen–Kandersteg 15. Juli 1913
Elektrifizierung: Spiez–Frutigen 1. November
1910, Frutigen–Kandersteg bei Eröffnung 1913
Max. Reisegeschwindigkeit: 80 km/h
Max. Neigung Spiez–Frutigen: 15‰
Max. Neigung Frutigen–Kandersteg: 27‰
* Halt auf Verlangen
36 | Von Spiez nach Kandersteg
Von Spiez nach Kandersteg | 37
Mülenen
Reichenbach i. K .
3
10
1
11
2
Bern
Spiez
Zweisimmen
Kandersteg
8 9
4
5
7
6
Frutigen
1 Hondrichtunnel
Hinter Spiez fährt der Zug in den 1737 Meter
langen Hondrichtunnel, dahinter begrüssen
Sie auf der rechten Seite die Kander und der
Niesen.
2 Mülenen
Kurz vor dem Bahnhof liegt rechts die Talsta­
tion der 1910 gebauten Standseilbahn auf
den Niesen (2362 m ü. M.).
3 Kiental/Blümlisalp
Nach Reichenbach i. K. liegt auf der linken Seite
der Zugang in das für sein Wildschutzgebiet
und den Jagdbannbezirk bekannte Kiental. Im
Hintergrund die 3661 Meter hohe Blümlisalp
mit der sagenumwobenen Eiskrone.
4 Engstligentunnel
Zwischen Reichenbach i. K . und Frutigen
zweigt auf der linken Seite die Strecke zum
Lötschberg-Basistunnel ab. Die Fahrt zum
Nordportal führt durch den 2600 Meter langen
Engstligentunnel.
Nach der Abfahrt in Spiez verabschiedet sich linker Hand die
Bahnstrecke nach Interlaken Ost. Über den Thunersee haben Sie
einen herrlichen Ausblick bis nach Interlaken.
5 Lötschberg-Basistunnel
Hinter Frutigen sehen Sie links das Nordportal des 2007 eröffneten Lötschberg-Basis­
tunnels mit der breitesten Treppe Europas
(Nottreppe). > Seiten 40/41
6 Kanderviadukte
Wenig später überqueren wir den neuen
Kanderviadukt. Wenn Sie auf der rechten
Seite einen Blick zurückwerfen, sehen Sie die
Ruine der 800 Jahre alten Tellenburg.
> Seiten 42/43
7 Kandergrund
Das Dorf mit dem markanten Kirchlein liegt
auf der rechten Seite und ist einer der Ausgangspunkte für den Lötschberger-Bahnwanderweg.
8 Felsenburg
Nach einer ausladenden Linkskurve sehen
Sie in Fahrtrichtung links vorn die Ruine Felsenburg.
9 Blausee-Mitholz
Gleich darauf passieren Sie die nicht mehr
genutzte Station Blausee-Mitholz.
10 Kehrtunnel
Im 1665 Meter langen Kehrtunnel wechseln
Sie erneut die Richtung und fahren wieder
Richtung Süden. Auf der rechten Seite erblicken Sie zum zweiten Mal die Ruine Felsenburg, diesmal von oben.
11 Blausee
Nach Ausfahrt aus dem Kehrtunnel sehen Sie
unten rechts das Gebiet rund um den Blausee.
Brig
38 | Von Spiez nach Kandersteg
Die Sage von der Blümlisalp
Vor langer Zeit soll die Blümlisalp die
schönste und ertragreichste Alp weit und
breit gewesen sein. Ein Senn lebte dort mit
seiner jungen, hochmütigen Magd. Damit
ihre Füsse nicht schmutzig wurden, baute er
ihr einen Weg aus Käselaiben und wusch die
Stufen mit Milch. Als die Mutter von dieser
Verschwendung hörte, beschloss sie, ihrem
Sohn ins Gewissen zu reden. Der Senn aber
lachte die Alte nur aus und servierte ihr auf
Geheiss der Magd saure, schmutzige Milch.
Da wandte sich die Mutter entsetzt ab und
stieg hinunter ins Tal. Dort angekommen,
reckte sie die Faust zum Himmel und rief:
«Gott soll euch strafen, ihr Frevler. Auf immer
und ewig seid verflucht auf der Blümlisalp!»
Kaum waren die Worte verklungen, begann
ein Tosen und Rauschen. Schwarze Wolken
türmten sich um den Berg auf und riesige
Eis- und Felsbrocken begruben die Blümlisalp für immer unter sich. Nur wenn ein
besonders wildes Unwetter tobt, steigen der
Senn und seine Magd aus ihrem kalten Grab
und heulen mit dem Sturm um die Wette.
Von Spiez nach Kandersteg | 39
Der Zug rollt weiter von Reichenbach in Richtung Frutigen. Kurz nach
Reichenbach sehen Sie auf der linken Seite hinter dem Gehrihorn
bereits die drei Gipfel der sagenumwobenen Blümlisalp aufragen.
Gehrihorn 2130 m
Blümlisalp 3661 m
Kiental
Kander
40 | Von Spiez nach Kandersteg
Von Spiez nach Kandersteg | 41
Nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof Frutigen sehen Sie links das
Nordportal des 2007 eröffneten Lötschberg-Basistunnels mit der
«breitesten Treppe Europas».
Der Lötschberg-Basistunnel
Nachdem das Schweizer Stimmvolk die Neue
Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) mit
den beiden neuen Basistunneln am Lötschberg und am Gotthard 1992 mit deutlicher
Mehrheit angenommen hatte, entbrannte
eine politische Debatte um die Finanzierung.
In der Folge wurde der Lötschberg-Basistunnel mit einigen Abstrichen realisiert und am
9. Dezember 2007 eröffnet. Mit nur 828 m ü. M.
ist der Lötschberg-Basistunnel die tiefste
Alpenquerung und zählt zu den modernsten, sichersten und technisch komplexesten
Bahntunneln der Welt. Er wird mit bis zu
250 km/h befahren. > Seite 50
Tropenhaus Frutigen
Der Lötschberg-Basistunnel gibt auf der
Nordseite 20 Grad Celsius warmes Bergwasser ab. Es stammt aus den Kalkschichten der Doldenhorndecke, die vom Tunnel
unterhalb des Kander- und des .s durchquert
werden. Weil das warme Wasser der einheimischen Seeforelle schaden würde, darf es
nicht in die Kander eingeleitet werden. So
entstand die Idee, in Frutigen die wärmeliebenden Störe zu züchten und tropische
Früchte anzupflanzen. Die Ausstellung rund
um das Tropenhaus, der tropische Garten
und die hauseigenen Restaurants sind jeweils
dienstags bis sonntags geöffnet. > Seite 51
Niesen 2362 m
Niederhorn 1950 m
Sigriswiler
Rothorn
2051 m
42 | Von Spiez nach Kandersteg
Kanderviadukte
Der alte Kanderviadukt gehört zu den meistfotografierten Bauwerken der LötschbergBergstrecke. Auf durchschnittlich 28 Metern
Höhe überspannt er die Kander und das
Kandertal. Der gemauerte Bogenviadukt ist
265 Meter lang und stammt aus dem Jahr
1913. Er weist 10 Öffnungen mit einer Breite
von 20 Metern und eine Öffnung von 25 Metern Breite auf. Der 1981 erbaute Betonbalkenviadukt ist 285 Meter lang und somit der
längste Viadukt der Bergstrecke. Er wurde
nur 15 Meter neben dem alten Viadukt aus
dem Jahr 1913 errichtet und verfügt über
dieselben Stützpfeilerabstände.
Tellenburg
Um 1200 hauptsächlich für den Einzug von
Wegzöllen gebaut, diente die Tellenburg
lange als Verwaltungssitz. 1798 wurde sie in
eine Armenanstalt umgewandelt und 1885
fiel sie einem Brand zum Opfer.
Von Spiez nach Kandersteg | 43
Nach der Abfahrt in Frutigen und einer Linkskurve befährt der Zug
den neuen Kanderviadukt. Wenn Sie auf der rechten Seite einen Blick
zurück werfen, sehen Sie die Ruine der Tellenburg und im Hintergrund die Niesenkette. Der alte Kanderviadukt, auf dem die Züge in
die entgegengesetzte Richtung verkehren, scheint zum Greifen nah.
Alter Kanderviadukt
Niesenkette
Tellenburg
Engstligental
44 | Von Spiez nach Kandersteg | Mülenen
Mülenen | Von Spiez nach Kandersteg | 45
Niesen (2362 m ü. M.)
Der Berg mit einmaligem Panorama
Mülenen*
Schwellenhöhe: 692,0 m ü. M.
Das erste Dorf im Kandertal beeindruckt
mit einer bewegten Geschichte und einem
imposanten Hausberg.
Wandertipps
Mülenen–Schwandegg
Mülenen–Niesen Kulm
Mülenen liegt in der Verengung am Eingang
des Kandertals. Seine verteidigungsstrategisch günstige Lage ist augenfällig. Überreste
einer mittelalterlichen Wehrmauer, einer sogenannten Letzi, zeugen davon. Heute gibt
sich der Ort mit seinen rund 200 Einwohnern weltoffen. Jedes Jahr fahren zahlreiche
Gäste aus dem In- und Ausland mit der Niesenbahn von Mülenen auf die aussichtsreiche
Spitze des 2362 Meter hohen Hausbergs.
Weiterreisen
* Halt auf Verlangen
Schwandegg–Niesen Kulm
Eine spannende Fahrt mit der Standseilbahn
bringt Sie zur Bergstation Niesen Kulm. Von
dort erreichen Sie nach einem kurzen
Spaziergang die Gipfelplattform mit der
einmaligen 360°-Sicht auf die imposante
Bergwelt. Wer es gemütlich, kulinarisch
und fantastisch mag, besucht das Berghaus mit seinem einzigartigen Glaspavillon
und der grossen Sonnenterrasse
www.loetschberger.ch/niesen
Bei jedem Wetter: Ob auf der Sonnenterrasse oder im Glaspavillon – den Niesen
kann man bei jedem Wetter geniessen
Spezialitäten: Frühstücksbuffets und
Abendfahrten mit Themenbuffets
Betriebszeiten Standseilbahn: 18. April
bis 15. November 2015, täglich 8–17 Uhr
Wegbeschreibung: Ab Bahnhof Mülenen
zu Fuss ca. 200 m zur Talstation der
Niesenbahn
Niesenbahn AG, CH-3711 Mülenen,
Tel. +41 (0)33 676 77 11, [email protected],
www.niesen.ch
46 | Von Spiez nach Kandersteg | Reichenbach i. K., Kiental
Reichenbach i. K., Kiental | Von Spiez nach Kandersteg | 47
Kiental­–Griesalp-Linie von PostAuto
Reichenbach i. K., Kiental
Reichenbach i. K. ist Ausgangspunkt für eine
spektakuläre PostAuto-Fahrt, denn dort
startet die Kiental–Griesalp-Linie. Mit einer
Steigung von bis zu 28% ist sie die steilste
PostAuto-Strecke Europas. Am Bahnhof
wartet ein wendiges Postauto mit ortskundigen und erfahrenen Chauffeuren auf Sie.
Das Postauto windet sich über die schmale,
kurvige Strasse hoch zur Griesalp.
www.loetschberger.ch/postauto
Von Reichenbach i. K. aus fährt das Postauto auf die Griesalp, zum Ausgangspunkt
unvergesslicher Wanderungen. Der Alpwirtschafts- und Naturlehrpfad vermittelt
Wissenswertes über das Leben und die Natur
in der Region. Gemütliche Bergrestaurants
laden mit feinen Spezialitäten zum Verweilen, quirlige Bergbäche und schattige Wälder sorgen für erfrischende Inspiration.
www.loetschberger.ch/kiental
Spezialitäten: Steilste PostAuto-Strecke
Europas
Tipp: Spezialangebot «Steiler Donnerstag»
(PostAuto-Fahrt und Mittagessen zum
Spezialpreis)
Mitbringsel/Souvenir: Bergkäse
und Mutschli aus den Bergkäsereien
Wandertipp: Alpwirtschafts- und Naturlehrpfad mit zwei Wegvarianten (1½ und
4½ Stunden Wanderzeit)
Betriebszeiten: Fahrt bis Griesalp vom
23. Mai bis 18. Oktober 2015, Fahrt bis
Kiental ganzjährig
Wegbeschreibung: Ab Bahnhof Reichenbach i. K. mit dem Postauto bis «Griesalp,
Kurhaus»
Betriebszeiten Postauto:
23. Mai bis 18. Oktober 2015, täglich
PostAuto Schweiz AG, Region Bern,
Postfach 7574, CH-3001 Bern,
Tel. +41 (0)848 100 222,
[email protected],
www.postauto.ch
Kiental Reichenbach Tourismus
CH-3723 Kiental / CH-3713 Reichenbach,
Tel. +41 (0)33 676 10 10,
Tel. +41 (0)33 676 35 35,
[email protected], [email protected],
www.kiental-reichenbach.ch
Steilste PostAuto-Strecke Europas
Reichenbach i. K.
Schwellenhöhe: 708,2 m ü. M.
Das Dorf Reichenbach im Kandertal zwischen Spiez und Frutigen hat seinen ursprünglichen Charakter bis heute behalten.
Wandertipp
Lötschberg-Panoramaweg
Ramslauenen–Kandersteg
Reichenbach im Kandertal liegt abseits der
grossen Touristenströme und lädt mit seinen typischen Holzhäusern und der alten
Kirche zu einem gemütlichen Spaziergang
ein. Gleich hinter dem rund 800 Seelen
zählenden Dorf erstreckt sich in östlicher
Richtung das Kiental, ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen und Bergtouren.
250 Kilometer Wanderwege führen durch
dieses alpine Paradies.
Sehenswürdigkeit
Reichenbacher Häuserweg
Weiterreisen
Kiental, im Sommer auch
auf die Griesalp
Lötschberger-Tipp: Eine Fahrt über die steilste PostAuto-Strecke Europas
ab Reichenbach i.K. auf die Griesalp.
Alpwirtschafts- und Naturlehrpfad
Wegbeschreibung: Ab Bahnhof Reichenbach i. K. mit dem Postauto bis «Griesalp,
Kurhaus»
48 | Von Spiez nach Kandersteg | Frutigen, Adelboden
Frutigen, Adelboden | Von Spiez nach Kandersteg | 49
Wandertipps
Promenade Ferroviaire > Seite 50
Lötschberger-Bahnwanderweg
> Seiten 58/59
Frutigen
Schwellenhöhe: 779,2 m ü. M.
An verkehrstechnisch bester Lage bietet
Frutigen zahlreiche Freizeitmöglichkeiten
bei jedem Wetter.
Die Gemeinde Frutigen zählt rund 7000
Einwohner. Das gleichnamige Dorf ist der
Hauptort des Kandertals und liegt an einem
wichtigen Verkehrsknotenpunkt. Wer von
Spiez herkommt und auf die Elsigenalp,
nach Adelboden oder an den Blausee will,
steigt hier um. Für das blosse Umsteigen
ist Frutigen aber viel zu schade. Balmhorn,
Elsighorn, Gehrihorn und Niesenkette bilden die herrliche Bergkulisse für Wanderungen und Biketouren in der näheren Umgebung. Wenige Gehminuten vom Bahnhof
entfernt, bietet das Tropenhaus mit Ausstellungen, Führungen und hauseigener Gastro-
Lötschberger-Tipp: Der «Blaue Kuchen» wurde früher nur zu hohen Festtagen aufgetischt.
Heute finden Sie das delikate Blätterteiggebäck am Wochenende in den Bäckereien.
nomie ein ideales Schlechtwetterprogramm.
Daneben sorgt das Sportzentrum Frutigen
mit Hallenbad und Wellnessbereich für Abwechslung bei jedem Wetter. Natürlich lohnt
sich auch ein Abstecher nach Adelboden.
Zahlreiche Bergbahnen erwarten die Besucher am Fuss des Wildstrubels. Wer sich
den Hausberg von Adelboden aus der Nähe
ansehen will, liegt auf der Engstligenalp
goldrichtig.
Sehenswürdigkeiten
Burgruine Tellenburg aus dem
12. Jahrhundert
Kanderviadukte
Hängebrücke Hostalde (153 m)
Dorf Adelboden
Cholerenschlucht und Pochtenkessel
Engstligen-Wasserfälle
Natur- und Kletterparadies Elsigenalp
Bei jedem Wetter
Besichtigung Lötschberg-Basistunnel
(Sammel- und Gruppenführungen)
Sportzentrum Frutigen (Hallenbad)
Tropenhaus Frutigen
Heimatmuseum Adelboden
Weiterreisen
Achseten–Adelboden oder Kandergrund–Blausee–Kandersteg
50 | Von Spiez nach Kandersteg | Frutigen, Adelboden
Frutigen, Adelboden | Von Spiez nach Kandersteg | 51
Promenade Ferroviaire
Der Wanderweg zum Jahrhundertbauwerk
der Lötschberg-Basisstrecke.
Der Lötschberg- und der Gotthard-Basistunnel sind die Kernstücke der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT). Die
Lötschberg-Basisstrecke wurde am 15. Juni
2007 eröffnet und gilt als modernste Bahnstrecke auf der Achse Rotterdam–Genua. Sie
erhöht die Transportleistung im Personenund Güterverkehr zwischen Norden und Süden erheblich. Seit dem 9. Dezember 2007
verkehren hier die Züge gemäss regulärem
Fahrplan.
Auf den 18 Schautafeln entlang der Promenade Ferroviaire erfahren Sie alles über die
Entstehung des Jahrhundertbauwerks. Die
Rundwanderung gibt Einheimischen, Feriengästen, Schulklassen und Ausflüglern einen umfassenden Einblick in Geschichte,
Bau und Betrieb der Lötschberg-Basisstrecke.
Der Weg kann in beide Richtungen begangen und überall begonnen werden.
Er ist sowohl mit Kinderwagen als auch mit
Rollstühlen befahrbar und eignet sich bestens für eine gemütliche Velotour.
www.loetschberger.ch/ferroviaire
Bahnhof–Interventionszentrum–Widibrücke–
Interventionsstelle–Nordportal Basistunnel–
Bahnhof, 50 min.
Nordportal Basistunnel–Tellenburg–Brunni,
30 Min.
BLS AG
Parcours B/D
Promenade Ferroviaire
Der Wanderweg ist gut beschildert und
startet am Bahnhof Frutigen. Die Wege
sind ganzjährig begehbar.
Automobilverkehr Frutigen-Adelboden AG
Pro Sekunde gelangen 70 Liter warmes Wasser aus dem Lötschberg ins Tropenhaus Frutigen. Erleben Sie auf eindrückliche Weise,
wie diese natürliche Ressource vor Ort genutzt wird. In der Ausstellung erfahren Sie
Interessantes über Störe, Kaviarherstellung
und die Nutzung erneuerbarer Energien. Im
Tropengarten entdecken Sie tropische Pflanzen, Früchte und Gewürze. Die Restaurants
bieten hauseigene Delikatessen an.
www.loetschberger.ch/tropenhaus
Ein wunderschönes Panorama eröffnet sich
Ihnen auf dem Weg von der Tschentenalp in
den Stiegelschwand. Ab Schermtanne geht es
entweder mit dem Bus oder zu Fuss zurück
ins Dorf. www.loetschberger.ch/afa
Einmal was erleben
Bahnhof–Tropenhaus–Bahnhof, 20 Min.
Promenade
Ferroviaire
Tropenhaus Frutigen
Tropenhaus–Wengi/Ey–Tropenhaus, 1¼ Std.
TellenburgBahnhof
KircheToilette
Lötschberg-Bergstrecke
Tropenhaus Frutigen
Hallenbad
Adelboden schnell erreicht mit der AFA
Wegbeschreibung: Ab Bahnhof Frutigen mit
dem Bus der AFA nach «Adelboden, Post»
AFA AG, Dorfstrasse 4, CH-3715 Adelboden,
Tel. +41 (0)33 673 74 74, [email protected]
Neuigkeiten: Neue Dauerausstellung ab
Mitte September 2015
RailAway-Kombi: Profitieren Sie vom
RailAway-Kombi mit 10% Ermässigung auf
Bahnfahrt und Tageseintritt ins Tropenhaus. Am Bahnschalter oder online kaufen.
Öffnungszeiten: Di–So, 9–18 Uhr
(letzter Eintritt 17 Uhr), Gastronomie bis
23 Uhr, 24. und 25. Dezember geschlossen.
Im Juli/August wegen Umbau begrenzt
zugänglich, Besichtigung Tropengarten
und Aquakultur zum Spezialpreis.
Wegbeschreibung: Ab Bahnhof Frutigen
den Wegweisern folgen (zu Fuss ca. 700 m)
Tropenhaus Frutigen AG, Tropenhausweg 1,
CH-3714 Frutigen, Tel. +41 (0)33 672 11 44,
[email protected],
www.tropenhaus-frutigen.ch
Engstligenalp, Adelboden
Wasser und Natur erleben
Bei der Fahrt auf die Engstligenalp sehen Sie
die spektakulären Engstligenfälle. Der kinderwagen- und rollstuhlgängige Rundweg
lädt zum gemütlichen Wandern ein.
www.loetschberger.ch/engstligenalp
Wegbeschreibung: Ab Bahnhof Frutigen mit
dem Bus nach «Adelboden, Unter dem Birg»
Bergbahnen Engstligenalp AG, Unter dem
Birg, CH-3715 Adelboden,
Tel. +41 (0)33 673 32 70,
[email protected]
Kandersteg | Von Spiez nach Kandersteg | 53
Der «Blaue Pfeil» exklusiv für Sie.
Blausee
Kandersteg
Eine Welt für sich
Erlebnis-Rundwanderwege
See aus Bergquellwasser: Naturpark Blausee.
Grosse Sonnenterrasse, 13-Punkte-GaultMillau-Küche und romantisches Hotel.
www.loetschberger.ch/blausee
Drei Rundwanderwege durchs Dorf, vorbei
an interessanten Orten und Gebäuden, bieten
eine attraktive Alternative bei jedem Wetter.
www.loetschberger.ch/kandersteg
Wegbeschreibung: Ab Bahnhof Frutigen
oder Kandersteg mit dem Bus bis zur
Haltestelle «Blausee BE»
Naturpark Blausee, Blausee AG,
CH-3717 Blausee,
Tel. +41 (0)33 672 33 33,
[email protected]
Wegbeschreibung: Die Broschüre mit
Wegbeschreibung und Bildern ist im Info
Center und beim Bahnhof erhältlich.
Kandersteg Tourismus, Info Center,
Äussere Dorfstrasse 26, CH-3718 Kandersteg,
Tel. +41 (0)33 675 80 80,
[email protected]
EINE WELT FÜR SICH.
SEIT 1878
Der 1938 gebaute «Blaue Pfeil» mit der ursprünglichen Beschriftung
BCFe 4/6 736 wirkt durch sein schlichtes Design und seine leicht stromlinienförmige Front zeitlos. Mit seinen grossen Fenstern und offener Sicht
durch die Wagenabteile ist eine einzigartige Rundumsicht möglich. Besonders beliebt ist die Sitzbank neben dem Lokführer. Der Doppeltriebwagen
ist für maximal 130 Fahrgäste ausgelegt. Überraschen Sie Familie, Freunde
und Kolleginnen und feiern Sie Ihren nächsten Anlass auf der Schiene!
Mehr Infos unter www.bls.ch/blauerpfeil
54 | Von Spiez nach Kandersteg | Kandersteg
Kandersteg | Von Spiez nach Kandersteg | 55
Wandertipps
Lötschberger-Bahnwanderweg
> Seiten 58/59
Von Kandersteg zum wunderschönen Oeschinensee
Auf dem alten Säumerweg von
Kandersteg über die Gemmi nach
Leukerbad
Von Kandersteg durch das sagen umwobene Gasterntal nach Selden
Von Selden über den Lötschenpass
nach Ferden im Lötschental
Velotouren
Von Kandersteg mit dem Velo rasant
hinunter nach Spiez
Von Kandersteg mit dem E-Bike FLYER
durchs Gastern- oder Ueschinental und
zurück
Velos und E-Bikes FLYER können am
Bahnhof Kandersteg gemietet werden
Kandersteg
Schwellenhöhe: 1175,7 m ü. M.
Seit Jahrhunderten heisst Kandersteg Reisende aus der ganzen Welt herzlich willkommen. Der Sinn für Gastfreundschaft
zeichnet die rund 1300 Kanderstegerinnen
und Kandersteger bis heute aus.
Im Mittelalter rasteten die Passgänger in
Kandersteg, bevor sie über den Lötschenoder den Gemmipass ins Wallis und weiter
nach Italien reisten. Um die Wende vom 19.
zum 20. Jahrhundert wurde das schmucke
Dorf zum beliebten Ferienziel für unternehmungslustige Engländer und andere
Gäste aus dem In- und Ausland. Jeweils in
der letzten Januarwoche lässt Kandersteg
die Blütezeit des Tourismus mit einer BelleEpoque-Woche aufleben – ein Anlass, der
mittlerweile internationales Echo geniesst.
Lötschberger-Tipp: Die süssen Kanderstägerli sind heiss begehrt. Erhältlich sind sie in
den örtlichen Bäckereien.
Kandersteg steht seit je für atemberaubende
Naturwunder wie den Oeschinensee oder
das Gasterntal, die seit 2001 zum UNESCOWelterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch
gehören, und gilt als Tor zu einem weitläufigen Wandergebiet.
Sehenswürdigkeiten
Der stahlblaue Oeschinensee
Der romantische Blausee mit eigenem
Naturpark und eigener Forellenzucht
Sunnbüel mit Blick aufs Kandertal
Tier- und Pflanzenparadies Allmenalp
Bei jedem Wetter
Heimatmuseum beim Tourismusbüro
Kletterwand in der Kunsteishalle
Weiterreisen
Blausee–Frutigen, Selden
oder Talstation Sunnbüel
Allmenalp oder Sunnbüel (Gemmi) Oeschinensee
56 | Von Spiez nach Kandersteg | Kandersteg
Kandersteg | Von Spiez nach Kandersteg | 57
Oeschinensee
Luftseilbahn Sunnbüel
Eintauchen – Geniessen – Erholen
Entdecken Sie mit dem Oeschinensee
einen der schönsten Bergseen der Alpen.
Das Ausflugsgebiet im Berner Oberland
gehört zum UNESCO-Welterbe Schweizer
Alpen Jungfrau-Aletsch. Aktivitäten wie
Rudern, Rodeln oder Bräteln laden zum
gemütlichen Verweilen ein. Geniessen Sie
von hier aus den Blick in die wunderschöne
Bergwelt der Blümlisalpgruppe.
www.loetschberger.ch/oeschinensee
Spezialitäten: Lassen Sie sich mit hausgemachten Köstlichkeiten in einem der drei
Gastwirtschaftsbetriebe verwöhnen
Tipp: Die attraktive Sommer-Rodelbahn
bei der Bergstation ist für Jung und Alt ein
unvergessliches Erlebnis
Wandertipp: Rundwanderung Heuberg
3 Std. 30 Min. ab/bis Station Oeschinensee
Schönster Aussichtspunkt: Geniessen
Sie vom Ufer des Oeschinensees aus den
wunderschönen Blick auf die Blümlisalpgruppe
RailAway-Kombi: Profitieren Sie vom RailAway-Kombi mit 10% Ermässigung auf
Bahnfahrt, Gondelbahnfahrt retour sowie
drei Fahrten auf der Rodelbahn oder 30 Min.
mit dem Ruderboot oder ein Konsumationsgutschein (nur bei schlechtem Wetter) einlösbar im Hotel Oeschinensee, im Berghaus
Oeschinensee oder im Restaurant zur Sennhütte. Am Bahnschalter oder online kaufen.
Gültig 9. Mai bis 25. Oktober 2015
Allmenalp
Gemmipass: der Wanderklassiker
In Fahrt mit der Panoramabahn
Betriebszeiten Gondelbahn Sommer 2015:
9. Mai bis 19. Juni, 9–17 Uhr
20. Juni bis 13. September, 8–18 Uhr
14. September bis 25. Oktober, 9–17 Uhr
Der Gemmipass ist eine historische Verbindung zwischen dem Kanton Bern und dem
Wallis mit vielseitigen Wanderwegen.
www.loetschberger.ch/sunnbuel
Auf der Allmenalp kommen alle Wanderer,
Kletterer und Gleitschirmflieger auf ihre
Kosten. www.loetschberger.ch/allmenalp
Öffnungszeiten Rodelbahn 2015:
Rodelbahn täglich bei guter Witterung offen,
9. Mai bis 19. Juni / 14. Sept. bis 25. Okt.,
9.30–16.30 Uhr
20. Juni bis 13. Sept., 9.30–17.15 Uhr
Wegbeschreibung: Ab Bahnhof Kandersteg
zu Fuss (via Ruedi Huus, Pfadizentrum,
ca. 30 Min.) oder mit dem Ortsbus bis
«Kandersteg, Talstation Sunnbüel»
Wegbeschreibung: Ab Bahnhof Kandersteg
zu Fuss ca. 15 Min. oder mit dem Ortsbus bis
«Kandersteg, Talstation Oeschinen»
Gondelbahn Kandersteg
Oeschinensee AG, CH-3718 Kandersteg,
Tel. +41 (0)33 675 11 18,
[email protected],
www.oeschinensee.ch
Luftseilbahn Kandersteg-Sunnbüel AG
CH-3718 Kandersteg,
Tel. +41 (0)33 675 81 41,
[email protected]
Wegbeschreibung: Ab Bahnhof Kandersteg ca. 10 Min. zu Fuss den Wegweisern
zur Talstation der Allmenalpbahn folgen
Luftseilbahn Kandersteg-Allmenalp AG
CH-3718 Kandersteg,
Tel. +41 (0)33 675 16 90,
[email protected]
58 | Von Spiez nach Kandersteg | Lötschberger-Bahnwanderweg
Lötschberger-Bahnwanderweg | Von Spiez nach Kandersteg | 59
Lötschberger-Bahnwanderweg
Wo sich Wander- und Eisenbahnfreunde treffen.
Wanderweg
Lötschberger
Nordrampe
Variante
1
Wer gerne wandert und dabei mehr über
den Zugverkehr, die Lötschberg-Bergstrecke
und das Kandertal erfahren möchte, kann auf
dem Lötschberger-Bahnwanderweg der BLS
von Kandersteg nach Frutigen das Lehrreiche
mit dem Angenehmen verbinden. Der Weg
verläuft zum Teil entlang der Gleise, führt
aber auch hoch über die Bahnstrecke hinauf
und gewährt von dort imposante Ausblicke
auf Viadukte und Kehrtunnel sowie schöne
Einblicke ins Kandertal. Unterwegs liefern
43 Tafeln spannende Informationen über die
gesamte Bahninfrastruktur.
Kostenlose Wanderkarte
Die praktische Wanderkarte
erhalten Sie kostenlos in
Ihrem BLS-Reisezentrum.
Download oder Bestellung
unter www.loetschberger.ch/
bahnwanderweg
Vom Bahnhof Kandersteg führt der Lötschberger-Bahnwanderweg zur Kirche in Kandergrund und weiter nach Frutigen. Wer
die rund fünfstündige Wanderung abkürzen möchte, fährt ab Kandersteg mit dem
Bus nach «Mitholz, Balmhorn» und nimmt
von dort das abwechslungsreiche Kernstück nach Kandergrund unter die Füsse
(Gehzeit ca. 1 Stunde). Von «Kandergrund,
Altels» gelangt man mit dem Bus bequem
nach Frutigen.
www.loetschberger.ch/bahnwanderweg
Lötschberger-Bahnwanderweg
Der Wanderweg ist mit gelben Wegweisern signalisiert und von Mai bis Oktober
begehbar. Er verläuft teilweise entlang der
Lötschberg-Bergstrecke und hat mehrere
steile Metalltreppen. Deshalb ist er für Rollstuhlfahrer, kleine Kinder und Hunde nicht
geeignet.
Tellenburg
Kirche Kandergrund
2
Felsenburg
Picknickplatz
Feuerstelle
Übernachtung
Bushaltestelle
Lötschberg-Bergstrecke
Bahnhof
Toilette
60 | Von Kandersteg nach Goppenstein
Von Kandersteg nach Goppenstein | 61
Durch den Lötschberg – von
Kandersteg nach Goppenstein.
Zahlen und Fakten
Gearbeitet wurde in drei Schichten rund
um die Uhr, auch sonntags. 17 bis 22 Männer transportierten das Ausbruchmaterial
nach jeder Sprengung ab. Pro Tag wuchs der
Tunnel so im Durchschnitt 7 Meter in den
Berg. Saisonal stieg die Zahl der Arbeiter –
hauptsächlich Italiener – auf bis zu 3300.
Um diese und die oftmals mitgereisten Familien unterzubringen, wurden in Frutigen,
Am 31.3.1911 um 3.50 Uhr erfolgte der
Durchschlag des von Beginn an doppelspurig geplanten Lötschberg-Scheiteltunnels.
Die Einweihung wurde am 27. und 28. Juni
mit Böllerschüssen, Extrablättern und einem
schulfreien Tag gefeiert. Zwei Extrazüge
brachten dazu 800 Ehrengäste ins Wallis.
Doch die Freude wurde durch zwei Unglücksfälle während der Bauarbeiten getrübt:
Am 29.2.1908 wurden 12 Ingenieure in Goppenstein Opfer eines Lawinenunglücks und
am 24.7.1908 wurden 25 italienische Mineure
und zwei Pferde nach einer Sprengung von
Schlamm- und Wassermassen verschüttet.
Insgesamt forderte der Bau der Lötschbergbahn 112 Menschenleben.
m ü. M.
1200
Goppenstein
Kandersteg, Goppenstein und Naters eigens
Barackendörfer aufgebaut.
Kandersteg
Die Arbeiten am Lötschberg-Scheiteltunnel
begannen 1906 vorerst mit Schaufeln und
Pickeln. Erst Anfang 1907 kamen die mit
Druckluft betriebenen Stossbohrmaschinen
zum Einsatz. Während im Norden eine bestehende Strasse zur Baustelle führte, musste
das Material auf der Südseite zu Beginn mit
Maultieren über einen steilen Pfad durch die
Lonzaschlucht transportiert werden.
1100
1000
900
800
km
‰
32
40
14
48
4
Schwellenhöhe Kandersteg: 1175,7 m ü. M.
Schwellenhöhe Nordportal Lötschbergtunnel:
1196,7 m ü. M.
Schwellenhöhe höchster Punkt Bergstrecke
(im Tunnel): 1239,5 m ü. M. (höchster Normalspurtunnel der Schweiz)
Schwellenhöhe Südportal Lötschbergtunnel:
1216,3 m ü. M.
Schwellenhöhe Goppenstein (höchster Bahnhof der Reise): 1216,3 m ü. M.
Streckenlänge: 16,87 km
Länge Lötschberg-Scheiteltunnel: 14,61 km,
damals der drittlängste Eisenbahntunnel der
Welt
Der Lötschberger hält in: Kandersteg und
Goppenstein
Anzahl grösserer Brücken: 1
Anzahl Tunnel: 1
Streckeneröffnung: 15. Juli 1913 (Vollbetrieb
ab 18. September)
Elektrifizierung: Bei Streckeneröffnung
Max. Reisegeschwindigkeit: 125 km/h
Max. Neigung: 14‰
Max. Neigung im Tunnel: 7‰
62 | Von Kandersteg nach Goppenstein
Von Kandersteg nach Goppenstein | 63
Brig
Goppenstein
Kandersteg
Lohner 3049 m
Bern
Gällihorn 2284 m
1
2
3
2
Luftseilbahn Sunnbüel
Ueschinental
Gasterntal
1 BLS Autoverlad Lötschberg
Die Verladeanlagen für die Autozüge nach
Goppenstein und Iselle sehen Sie nach der
Abfahrt in Kandersteg auf der rechten Seite.
> Seiten 64/65
Über den Dächern der Autowagen sehen Sie rechts die Luftseilbahn
Sunnbüel, das Gällihorn und den Lohner. Zwischen den beiden Bergen
können Sie einen Blick in das Ueschinental werfen.
2 Internationales Pfadfinderzentrum
Kurz nach der Abfahrt führt die Strecke am
internationalen Pfadfinderzentrum vorbei.
Bereits seit 1923 dient es Kindern und
Jugendlichen aus der ganzen Welt als Treffpunkt.
3 Lötschbergtunnel
Der Zug verschwindet nun im 14 612 Meter
langen Lötschberg-Scheiteltunnel.
> Seiten 68/69
64 | Von Kandersteg nach Goppenstein
BLS Autoverlad Lötschberg
Seit 1926 wurden vereinzelt Autos auf offenen Güterwagen durch den LötschbergScheiteltunnel transportiert. 1960 durften
Reisende während der Fahrt erstmals im
Auto sitzen bleiben. Ende der Sechzigerjahre rollten dann die ersten vierachsigen
Verladewagen über die Strecke.
Heute transportiert der BLS Autoverlad
Lötschberg jährlich rund 1,25 Millionen
Fahrzeuge vom Berner Oberland ins Wallis
oder umgekehrt.
Tagsüber verkehren die Autozüge mindestens alle 30 Minuten in beide Richtungen –
bei grossem Verkehrsaufkommen alle
15 Minuten und in Spitzenzeiten fahren die
Züge noch häufiger.
Von Ostern bis nach den Herbstferien verkehren mindestens jedes Wochenende direkte Autozüge von Kandersteg nach Iselle (I)
und zurück. So lassen sich Lötschberg- und
Simplontunnel bequem in nur einer Stunde
passieren – ganz ohne Stress und Stau.
Übrigens: Seit Sommer 2014 kann das Ticket
für den BLS Autoverlad Lötschberg bequem
von zuhause aus online gekauft werden. Es
kann in ausgedruckter Form oder mit dem
Smartphone entwertet werden. Dies erspart
das Anstehen an der Kasse und sorgt für
ein noch schnelleres Verladen. Das OnlineTicket wird gegenüber dem Billett vor Ort
günstiger angeboten.
Von Kandersteg nach Goppenstein | 65
Unmittelbar beim Bahnhof Kandersteg liegt rechter Hand das Terminal
des Autoverlads Lötschberg. Mit dem Zug reisen Wagen und Passagiere
in nur 15 Minuten durch den Lötschberg auf die Alpensüdseite nach
Goppenstein.
66 | Von Kandersteg nach Goppenstein
Von Kandersteg nach Goppenstein | 67
Etwa einen Kilometer über dem Lötschbergtunnel liegt der Gemmipass mit dem Daubensee. Der Weg von Kandersteg nach Leukerbad
war früher neben dem Lötschenpass die wichtigste Verbindung zwischen Bern und dem Wallis.
Der Gemmipass
Bereits die alten Römer sollen vom Berner
Mittelland über den Gemmipass ins Wallis
gewandert sein. Ihnen folgten Soldaten, Pilger, Handelsreisende und allerlei bekannte
Persönlichkeiten, darunter auch Jules Verne,
Sir Arthur Conan Doyle, Mark Twain, Pablo
Picasso und Wladimir Illjitsch Uljanow –
besser bekannt als Lenin.
Während sich gutbetuchte Reisende früher in
Sänften und später im bekannten «GemmiWägeli» über den Pass befördern liessen,
stehen den Besuchern heute bequeme Luftseilbahnen, gepflegte Wanderwege und
gemütliche Berggasthäuser zur Verfügung.
Geblieben sind die eindrücklichen Landschaften der Gemmiregion, die bei jedem
Besuch aufs Neue faszinieren
Das Gemmi-Wägeli
1896 erfand Rudolf Egger das Gemmi-Wägeli, um den Gästen seines Hotels Bären den
Weg über den Gemmipass zu erleichtern.
Der Ein-Pferd-Wagen stiess auch bei anderen Touristen auf grosses Echo, und schon
bald liessen sich jährlich rund 13 000 Personen von dem gemütlichen Gespann befördern. Die Kutscher, die den Wagen zu Fuss
begleiteten, verdienten dabei 20 Franken pro
Weg und Person.
Daubensee
68 | Von Kandersteg nach Goppenstein
Tragödie im Lötschberg-Scheiteltunnel
Eine Fehleinschätzung der geologischen
Verhältnisse unter dem Gasterntal führte am
24. Juli 1908 zu einer Tragödie im Lötschbergtunnel. Als eine Sprengung an der nordseitigen Stollenbrust bei Tunnelkilometer
2,675 die vollgesogenen und unter grossem
Druck stehenden Schuttschichten erreichte,
löste sich eine gewaltige Schlammlawine. Innerhalb von nur 15 Minuten schossen die
braunen Fluten 1600 Meter tief in den Tunnel und begruben 25 Mineure unter sich. Die
Leichen konnten nie geborgen werden und
ruhen seither hinter einer 10 Meter dicken
Wand im verschütteten Stollen. Als Folge
des Unglücks musste die Strecke mit einer
Ausweichschlaufe am Gasterntal vorbeigeführt werden. Die deutlich spürbare S-Kurve
verlängert den Tunnel um rund 800 Meter
und erinnert bis heute an das tragische Unglück.
Vor über hundert Jahren, am 31. März 1911,
wurde der Tunnel schliesslich durchschlagen
und am 19. Juni 1913 feierlich dem Betrieb
der BLS Lötschbergbahn übergeben.
Dieses historische Telegramm wurde ca. eine
Stunde nach dem Durchschlag an die BLS
in Bern verschickt und verkündete, dass der
Tunneldurchschlag um Punkt 3.50 Uhr erfolgt war.
Von Kandersteg nach Goppenstein | 69
Am 31. März 1911 war es so weit. Das Lötschbergmassiv wurde
durchschlagen. Die beteiligten Ingenieure der Nord- und der Südseite
schüttelten sich nach viereinhalb Jahren harter Arbeit und etlichen
Verlusten an Menschenleben die Hände.
70 | Von Kandersteg nach Goppenstein | Goppenstein, Lötschental
Goppenstein, Lötschental | Von Kandersteg nach Goppenstein | 71
Lötschental Tourismus
Bike-Touren mit Aussichten
Im Lötschental finden Sie eine Vielzahl an
spannenden Bike-Möglichkeiten für alle Ansprüche. Es wird Ihnen so einiges geboten:
harte Aufstiege, rassige Abfahrten, vorbei
an Bergseen und weiteren einzigartigen Naturschönheiten mit imposanten Aussichten.
www.loetschberger.ch/loetschental
Wegbeschreibung: Ab Bahnhof Goppenstein bringt Sie der Bus direkt zum Ausgangspunkt «Fafleralp»
Lötschental Tourismus, CH-3918 Wiler,
Tel. +41 (0)27 938 88 88,
[email protected]
Goppenstein
Schwellenhöhe: 1216,3 m ü. M.
Goppenstein steht am Eingang zum Lötschental. Wegen der jahrhundertelangen
Abgeschiedenheit ist das Tal zwischen den
imposanten Berner und Walliser Alpen
heute ein Garant für naturnahe Ferien.
In Goppenstein selbst lebt heute fast niemand mehr. Seine Blütezeit hatte der Ort
während des Baus des Lötschberg-Scheiteltunnels (1906–1913), als er schlagartig
bis zu 3500 Einwohner zählte. Mit der
Eröffnung des Tunnels fand Goppenstein
Anschluss an eine internationale Bahnlinie.
Mit dem Bau der Strasse ins Lötschental
wurde aber erst in den 1920er-Jahren begonnen, sodass der ursprüngliche Charakter des Tals lange erhalten blieb. Bis heute
finden Ausflügler und Feriengäste im Lötschental viele unverbaute Landschaften,
intakte Dörfer und alte Bräuche vor, wie
Lötschberger-Tipp: Tschäggättä-Souvenirmasken sind bei Lötschental Tourismus in
Wiler oder unter www.loetschental.ch/webshop erhältlich.
zum Beispiel die urchigen Tschäggättä mit
ihren furchterregenden Masken.
> Seite 73
Der südöstliche Teil des Lötschentals ist seit
2001 Teil des UNESCO-Welterbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch.
Wandertipps
Lötschentaler Höhenweg
Lötschentaler Sagenweg mit Sagenquiz
Themenweg Klima und Gletscher
Sehenswürdigkeiten
Dorfzentren mit typischen
Walliser Häusern und Speichern
Der Schwarzsee am Lötschentaler
Höhenweg
Lauchernalp mit Blick auf das
Bietschhorn
HÖRENswürdigkeiten, Audiotouren
mit App oder iPod durch die vier
Lötschentaler Dörfer
Bei jedem Wetter
Lötschentaler Museum
Weiterreisen
Blatten–Fafleralp (Lötschental)
oder Gampel–Steg
72 | Von Kandersteg nach Goppenstein | Goppenstein, Lötschental
Goppenstein, Lötschental | Von Kandersteg nach Goppenstein | 73
Der Tschäggättä-Brauch
Lauchernalp Bergbahnen
Sagenhafter Lötschentaler Höhenweg
Das Lötschental ist wahrhaftig ein magisches
Tal, reich an spannenden Sagen, aussergewöhnlichen Traditionen und Brauchtümern,
und mit einem einzigartigen Berg-Tal-Panorama und dem schönsten Talabschluss der
Alpen. Der Lötschentaler Höhenweg verbindet all diese Komponenten und zählt daher
zu den ganz grossen und bekannten Höhenwegen im Wallis. Gelegen in einer Höhenlage
von mehrheitlich 1900 bis 2100 m ü. M.,
begeistert er mit einer magischen Aussicht
auf das Lötschental.
Der Wanderweg führt über wildromantische
Wälder und Alpwiesen und bietet idyllische
Picknickplätze zum Erholen am malerischen
Schwarzsee. Zehn verschiedene Lötschentaler Sagen entführen den interessierten
Wanderer in die Welt der Mythen und
Märchen, und der Wanderweg wird zum
Erlebnis für Gross und Klein. Der bekannteste Teil des Lötschentaler Höhenweges,
der sogenannte Sagenweg, führt von der
Bergstation der Luftseilbahn Lauchernalp
auf die Fafleralp (Wanderzeit 2 Stunden und
40 Minuten).
www.loetschberger.ch/lauchernalp
Tipp: Mit der Lötschental-App haben Sie
alle Wander- und Biketouren im magischen
Tal immer mit dabei auf Ihrem Smartphone
Bei jedem Wetter: Schnitzen Sie in der
Schnitzstube in Ferden Ihre eigene Lötschentaler Maske (mind. 5 Personen, auf
Voranmeldung, Tel. +41 (0)27 938 88 88)
Wandertipp: Machen Sie mit beim spannenden Quiz zum Sagenwanderweg und
werden Sie Lötschentaler Sagenkönig
Schönster Aussichtspunkt: Vom Panoramarestaurant Zudili auf der Lauchernalp aus
geniessen Sie eine fantastische Aussicht
auf die umliegende Bergwelt
RailAway-Kombi: Profitieren Sie vom
RailAway-Kombi mit 20% Ermässigung auf
Bahn- und Busfahrt, Luftseilbahnfahrt einfach sowie 1 Kaffee oder 3 dl Mineralwasser im Panoramarestaurant «Zudili» auf der
Lauchernalp. Am Bahnschalter oder online
kaufen. Gültig 6. Juni bis 25. Oktober 2015
Betriebszeiten Lauchernalp Bergbahnen:
6. Juni bis 25. Oktober 2015
12. Dezember 2015 bis 10. April 2016
Zwischenfahrplan siehe www.loetschental.ch
Wegbeschreibung: Ab Bahnhof Goppenstein bringt Sie der Bus direkt nach «Wiler
(Lötschen), Talstation»
Lauchernalp Bergbahnen AG,
CH-3918 Wiler, Tel. +41 (0)27 938 89 99,
[email protected], www.loetschental.ch
Die Tschäggättä sind die typischen Lötschentaler Fastnachtsgestalten, die zwischen dem
katholischen Feiertag Maria Lichtmess und
dem «Gigiszischtag» (Dienstag vor Aschermittwoch) unterwegs sind. Das nächste Mal
hautnah erleben kann man sie am 4. Februar
2016 beim traditionellen Tschäggättä-Umzug
oder am 6. Februar 2016 beim Lötschentaler
Fastnachtsumzug. Vor dem 2. Weltkrieg war
der Brauch den volljährigen, ledigen Burschen
vorbehalten. Heute dürfen auch Jüngere, Verheiratete und Frauen mit den typischen Masken (Larven) durch die Dörfer ziehen. Jeweils
nach Feierabend erschrecken sie die Dorfbevölkerung, teilweise begleitet von lautem
Kuhglockengebimmel. Wer sich hinter den
archaischen Masken verbirgt, ist dabei selbst
unter den Einheimischen ein gut gehütetes
Geheimnis.
Die Tschäggättä tragen alte Kleidung mit
nach aussen gekehrtem Futter und darüber
Schaf- oder Ziegenfelle, zusammengehalten
von einem Ledergürtel, an dem meist eine
«Trichla» (Kuhglocke) baumelt. Dass die
Füsse oft in Säcken stecken, hat zwei Gründe. Einerseits will man damit die Wildheit
der Kleidung unterstreichen, andererseits
soll verhindert werden, dass der Träger des
Kostüms an seinen Schuhen oder den Fussspuren im Schnee erkannt wird. Das Herzstück des Kostüms ist jedoch die übergrosse,
fratzenhafte Larve aus Arven- oder Lindenholz. Im Lötschentaler Museum in Kippel
können einige besonders schöne Stücke zusammen mit der Originalkleidung in Ruhe
und aus der Nähe bestaunt werden.
Woher der Brauch stammt, ist nicht klar.
Er wird sowohl mit dem Walliser Volksaufstand von 1550 als auch mit heidnischen
Frühlingsbräuchen in Zusammenhang gebracht. Eine dritte Version bringt die Tschäggättä mit den Schurtendieben in Verbindung.
Der Sage nach sollen diese verkleidet ihr Unwesen getrieben haben.
Die Sage der Schurtendiebe
Den Überlieferungen zufolge waren die
Schurten ein im Lötschental heimisches
Volk, das von den einfallenden Alemannen auf die Schattenseite des Tals verdrängt
wurde. Der Sage nach rächten sich die
Schurten mit nächtlichen Raubzügen an
den Alemannen und waren dabei in wilde
Kleidung gehüllt. Noch heute sollen an manchen Häusern Spuren von ihren verwegenen
Einbrüchen zeugen. Wie viel davon wahr ist,
weiss man nicht. Zwar wurde die vermeintliche Schurten-Siedlung «Giätrich» für das
frühe 11. Jahrhundert archäologisch nachgewiesen, bis heute fanden sich jedoch keine
Hinweise auf die maskierten Bewohner, die
dort gehaust haben sollen.
74 | Von Goppenstein nach Brig
Von Goppenstein nach Brig | 75
An den steil abfallenden Bergflanken lauerten von jeher Naturgefahren, und das
Zahlen und Fakten
1200
1100
Ausserberg
1000
900
800
Brig
Bei der Errichtung der Rampenstrecke reichten die Finanzen nicht für einen doppelspurigen Bau. Trotzdem wurden sowohl die
Tunnelgewölbe als auch die Widerlager und
Pfeiler der zahlreichen Brücken schon damals
auf zwei Gleise ausgelegt. 1976 schliesslich
genehmigte der Bundesrat den Kredit für den
Ausbau der Lötschberg-Bergstrecke. Nach
16-jähriger Planungs- und Bauzeit wurde die
nun durchgehend doppelspurige Strecke am
8. Mai 1992 eingeweiht.
m ü. M.
Eggerberg*
Lalden*
nicht nur bei Schnee. Deshalb hat die BLS
zwischen 1913 und 1936 das Gebiet entlang
der Strecke mit rund 10 Millionen Bäumen
aufgeforstet. Hinzu kommen über 1 100
Schutzmauern und Lawinenschutzbauten.
Heute kümmert sich ein Team von Forstwarten täglich um die für den Schutz der Bahn
so wichtigen Wälder und Bauwerke.
Hohtenn*
An der Südrampe hatten die Bahnbauingenieure mit den steil abfallenden Felshängen zwischen Goppenstein und dem
rund 539 Meter tiefer liegenden Brig zu
kämpfen. Wie an der Nordrampe durfte
der Neigungsgrad der Strecke auch hier nicht
mehr als 27 Promille betragen. Die Bahntrassen mussten den Bergflanken entlang
in den Fels geschlagen werden. An zahlreichen Stellen, wo dies nicht möglich war,
brauchte es Tunnel-, Lehnen- und Brückenkonstruktionen. Eine dampfbetriebene, über
28 Kilometer lange Dienstbahn versorgte
die diversen Baustellen von August 1907 bis
Dezember 1912 mit Material und Arbeitskräften. Am 27. Februar 1913 wurde die letzte
Lücke im Schienenstrang der Lötschbergbahn kurz vor Ausserberg mit einer kleinen
Feier geschlossen.
Goppenstein
Lötschberg-Südrampe –
von Goppenstein nach Brig.
700
600
km
‰
48
54
27
61
23
67
24
74
22
Schwellenhöhe Goppenstein: 1216,3 m ü. M.
Schwellenhöhe Ausserberg: 931,3 m ü. M.
Schwellenhöhe Brig: 677,7 m ü. M.
Streckenlänge: 25,38 km
Der Lötschberger hält in: Goppenstein, Hohtenn*,
Ausserberg, Eggerberg*, Lalden* und Brig
Anzahl grösserer Brücken: 10
Anzahl Tunnel: 34
Streckeneröffnung: 15. Juni 1913
Elektrifizierung: Bei Streckeneröffnung
Max. Reisegeschwindigkeit: 80 km/h
Max. Neigung: 27‰
* Halt auf Verlangen
76 | Von Goppenstein nach Brig
Von Goppenstein nach Brig | 77
Bern
Goppenstein
Brig
9
10
6
4
Ausserberg
Hohtenn 3
1
5
4
2
Eggerberg 7
Lalden
8
1 Rhonetal
Tunnel und Lawinengalerien wechseln sich
ab mit kurzen Stücken offener Strecke. Auf
der anderen Seite des 1600 Meter langen
Mittalgrabentunnels erwartet uns tief unten
das mächtige Rhonetal. > Seiten 78/79
2 Hohtenn
Nach Hohtenn durchschneidet die Bahnlinie
nun sämtliche Ausläufer des Bietschhornmassivs.
3 Luogelkinviadukt
Danach befahren Sie den Luogelkinviadukt,
welcher mit fünf Bogengewölben aus Hausteinen das Tal überwindet. > Seiten 80/81
Hinter Goppenstein überquert der Zug die Lonza und fährt
auf der Lötschberg-Südrampe hinunter ins Tal. Der Name Lonza
stammt vom keltischen «Loudentia» und bedeutet Bleibach. Der
Fluss, der am Langgletscher entspringt, durchquert das Lötschental. Unterhalb von Goppenstein mündet er in die Lonzaschlucht
und fliesst schliesslich bei Gampel in die Rhone.
4 Bietschtalbrücke
Vor der Bietschtalbrücke liegt unten rechts im
Tal Raron mit der markanten Burg- und Felsenkirche. Bei der Fahrt über die 136 Meter
lange Brücke sehen Sie links die alte Dienstbahntrasse, auf der einst eine schmalspurige
Baubahn fuhr, die dem Bau der LötschbergSüdrampe diente. Heute ist die Trasse mit
Tunnel und Brücken Teil des Wanderwegs
Lötschberger-Südrampe. > Seiten 80/81
5 Viktoriatunnel
Wer hinter Ausserberg auf der rechten Seite
einen Blick zurückwirft, sieht, eine markante
Felsformation, die dem Kopfprofil der Königin
Viktoria von Grossbritannien gleichen soll.
Der Tunnel, der den Felsvorsprung durchsticht, wurde nach ihr benannt.
> Seiten 82/83
6 Baltschiederviadukt
Danach verdient der Baltschiederviadukt
Beachtung. > Seiten 80/81
7 Eggerberg
Nach Eggerberg sehen Sie rechts im Tal
Visp und die Lonzawerke, darüber die Bergkette der Mischabel. Mit 4545 Metern ist der
Dom der höchste vollständig auf Schweizer
Boden gelegene Berg.
8 Brigerbad
Hinter Lalden passiert der Zug den Kurort
Brigerbad mit seinen berühmten Thermalquellen (rechts unten).
9 Glis
Die einzigarzige Dorfkirche von Glis mit dem
hohen romanischen Turm gehört zu den
schönsten im ganzen Wallis.
10 Brig
Dahinter können Sie bereits einen ersten Blick
auf das Städtchen Brig mit der imposanten
Kirche und den Türmen des Stockalperpalastes erhaschen.
78 | Von Goppenstein nach Brig
Von Goppenstein nach Brig | 79
Wer vor Hohtenn einen Blick hinunter ins Rhonetal wirft, sieht
Gampel und Steg. Die beiden Gemeinden sind zusammengewachsen
und werden nur vom Bach Lonza getrennt.
Das Wallis
Das Wallis erstreckt sich von den Berner und
den Waadtländer Alpen im Norden zu den
Walliser Alpen mit den höchsten Schweizer
Bergen im Süden. Ihrem Schutz verdanken
das obere Wallis und das untere Vispertal ihr trockenes und warmes Steppenklima. Gleichzeitig findet man im Wallis die
drei flächenmässig grössten Gletscher der
Schweizer Alpen – den Aletsch-, den Gornerund den Fieschergletscher.
Flimmernde Hitze, ewiges Eis, schattige
Wälder und sonnendurchflutete Rebberge –
so variantenreich wie das Klima und die
Landschaft des Wallis ist auch die Sprache
der Menschen, die dort leben. Östlich von
Sierre oder Siders hört man das charakteristische Walliserdeutsch, im Unterwallis
spricht man dagegen Französisch, zum Teil
auch noch einen frankoprovenzialischen
Dialekt. Der Verlauf der natürlichen Sprachgrenze wird vom kleinen Bach Raspille markiert.
Die Rhone
Die Rhone – im Wallis «Rotten» oder «Rottu»
genannt – fliesst durch das nach ihr benannte
Tal von Gletsch hinunter zum Genfersee.
Der Fluss entspringt am Rhonegletscher und
mündet nach 812 Kilometern schliesslich
bei Arles ins Mittelmeer. Von 1863 bis 1896
fand im Wallis die erste Flusskorrektur statt.
Um die Talebene zu bewirtschaften, wurde
die Rhone in ein neues Bett gelegt. Dabei
verkürzte sich der Flusslauf auf Schweizer
Boden von 230 auf 119 Kilometer. Zwischen
1930 und 1960 wurden zudem die Deiche
erhöht und ein Doppelprofil angelegt.
Rhone
Gampel
Rhone
Steg
Lonza
80 | Von Goppenstein nach Brig
Der Luogelkinviadukt
Der gemauerte Viadukt über den «Lüegilchi»Graben ist 127 Meter lang und 51 Meter
hoch.
Die Bietschtalbrücke
Die filigrane Eisenkonstruktion ist 136 Meter
lang und wird von 125 000 Nieten zusammengehalten.
Der Baltschiederviadukt
Die doppelspurige Brücke führt auf der Talseite über den 54 Meter tiefen Abgrund.
Von Goppenstein nach Brig | 81
Hier überquert der Lötschberger den 127 Meter langen Luogelkinviadukt. Gut sichtbar ist die ehemalige Trasse der Baubahn, welche
heute vom Wanderweg Lötschberger-Südrampe genutzt wird.
Wanderweg
Lötschberger-Südrampe
82 | Von Goppenstein nach Brig
Der Viktoriatunnel
Der Lötschberg-Scheiteltunnel ist unbestritten ein eindrückliches Meisterwerk. Doch
auch der Bau der kleineren Tunnel verlangte
den Ingenieuren und Arbeitern einiges ab.
Als besonders kniffliges Projekt erwies sich
dabei ausgerechnet der kurze Tunnel durch
einen markanten Felskopf, der dem Kopfprofil der britischen Queen Victoria (1819–
1901) gleichen soll. Weil der Vorsprung einen
ganzen Grat grosser Felsbrocken auf sich
trägt, konnte er nicht einfach weggesprengt
werden.
Von Goppenstein nach Brig | 83
Mit 28 Metern Länge ist der Viktoriatunnel einer der kürzesten auf
der Strecke. Seinen Namen verdankt er einer Felsformation auf der
Talseite, die viele an das Kopfprofil von Queen Victoria erinnert.
84 | Von Goppenstein nach Brig
Von Goppenstein nach Brig | 85
Hier überquert der Lötschberger den 101 Meter langen Baltschiederviadukt. Das Baltschiedertal ist das längste, grösste und zugleich
schönste im ganzen Bietschhornmassiv. Seinen Namen hat es von
der Öffnung beim gleichnamigen Dorf Baltschieder. Die Trasse
der ehemaligen Baubahn mit Tunnel und Brücke ist heute Teil des
Wanderwegs Lötschberger-Südrampe.
Die Suonen
Die Lötschberg-Südrampe gehört zu den
trockensten Gegenden der Schweiz. Doch
mit Einfallsreichtum und Mut machten die
Bewohner der Dürre ein Ende. Sie bauten
die Suonen Gorperi und Niwärch, die Wasser von den höher gelegenen Bergtälern und
Gletschern auf die Wiesen und Äcker leiteten. Wo der Boden es zuliess, waren die
Suonen nicht viel mehr als offene Gräben.
Oft musste das Wasser aber auch in hölzernen Kanälen an steilen Felswänden entlanggeführt werden.
Baltschiedertal
Wanderweg
Lötschberger-Südrampe
Die Tässle
Lange vor den heutigen Memory-Sticks waren im Baltschiedertal bereits die «Tässle»
in Gebrauch. Auf den hölzernen Datenträgern wurden wichtige Informationen eingeschnitzt, die das dörfliche Zusammenleben
regelten. So war auf den Tässle beispielsweise
vermerkt, wann eine Bauernfamilie das Wasser auf ihre Wiesen leiten oder das gemeinsame Backhaus benutzen durfte.
Baltschiederbach
Hohtenn, Ausserberg, Eggerberg, Lalden | Von Goppenstein nach Brig | 87
Führerstandsfahrten am
Lötschberg.
Hohtenn*
Ausserberg
Schwellenhöhe: 1078,0 m ü. M.
Schwellenhöhe: 931,3 m ü. M.
Das Dorf mit rund 250 Einwohnern ist
die eigentliche Aussichtsterrasse an der
Lötschberg-Südrampe.
Ausserberg liegt am Hang zwischen Baltschieder- und Bietschtal.
Hohtenn liegt auf halber Höhe zwischen dem
Tal und der Bahnstation. Vom Stationsplatz
aus hat man einen tollen Blick aufs Rhonetal
und die Berge.
Wandertipp
Wanderweg Lötschberger-Südrampe
> Seiten 92/93
«Einmal Lokführer sein...», erfüllen Sie sich einen Jugendtraum. Steigen
Sie in Bern ein und blicken Sie dem Lokführer über die Schultern, wenn
er den Zug durchs Aaretal nach Spiez fährt. Weiter geht es auf der über
100-jährigen Lötschberg-Bergstrecke bis nach Brig. Mehr Infos unter
Tel. +41 (0)58 327 47 50 oder www.loetschberger.ch/fuehrerstand
Sehenswürdigkeiten
Burgerhaus aus dem Jahr 1707
Historischer Stadel auf dem Dorfplatz
Panoramatafel auf dem Stationsplatz
Die Gemeinde zählt rund 670 Einwohner und
erstreckt sich von der Rhone bis zum Wiwannihorn. Ihre historischen Sehenswürdigkeiten
zeugen von einer langen Ackerbautradition.
Wandertipps
Wanderweg Lötschberger-Südrampe
> Seiten 92/93
Kulturweg von Ausserberg nach Raron
Suonenwanderungen ins Baltschiedertal
nach Eggerberg
Sehenswürdigkeiten
Alter Dorfkern mit Getreidestadeln
Mit Wasser angetriebene Mühle
Heilkräutergarten
Lötschberger-Tipp: Geniessen Sie ein erfrischendes Suonen Bräu aus der Dorfbrauerei oder
einen herzhaften Walliser Teller im Restaurant Bahnhof oder Sonnenhalde in Ausserberg.
* Halt auf Verlangen
Hohtenn, Ausserberg, Eggerberg, Lalden | Von Goppenstein nach Brig | 89
Lötschberger-Wanderbuch.
Zu Fuss im Berner Oberland und im Oberwallis.
Jetzt
für
15.–
CHF
Eggerberg*
Lalden*
Schwellenhöhe: 852,7 m ü. M.
Schwellenhöhe: 800,7 m ü. M.
Eggerberg mit rund 350 Einwohnern ist
kein eigentliches Dorf, sondern ein Verbund von 13 Weilern.
Das ehemalige Bauerndorf Lalden präsentiert sich heute als lebendige Gemeinde mit
Industrie- und Gewerbebetrieben.
Das Ortszentrum mit Kirche, Schul- und
Burgerhaus liegt im Weiler Mühlachru.
Die Ortschaft mit rund 700 Einwohnern war
bis in die 1960er Jahre stark landwirtschaftlich geprägt. Heute gibt es viele Arbeiterbauern, die im Nebenberuf das landwirtschaftliche Erbe mit viel Liebe weiterpflegen.
Wandertipps
Wanderweg Lötschberger-Südrampe
> Seiten 92/93
Suonenwanderung ins Baltschiedertal
nach Ausserberg
Entdecken Sie die 41 schönsten Wanderungen entlang
der Bahnlinien Bern–Brig und Spiez–Zweisimmen.
Das Wanderbuch erhalten Sie in jedem BLS-Reisezentrum
oder unter www.loetschberger.ch/wanderbuch
Sehenswürdigkeiten
Suone Gorperi mit Holzkanal Meerheji
Weiler Eggen und Alpe Finnen
Bei jedem Wetter
Weinbaumuseum
* Halt auf Verlangen
Wandertipps
Wanderweg Lötschberger-Südrampe
> Seiten 92/93
Wanderung nach Brigerbad ins Thermalbad
Sehenswürdigkeiten
Kirche mit markantem Halbrundturm aus
dem Jahr 1976
Josefskapelle aus dem Jahr 1666
* Halt auf Verlangen
90 | Von Goppenstein nach Brig | Hohtenn, Ausserberg, Eggerberg, Lalden
Hohtenn, Ausserberg, Eggerberg, Lalden | Von Goppenstein nach Brig | 91
Sonnige Halden
Tourismus Raron – Niedergesteln
UNESCO-Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch
Suonenwanderung ins Baltschiedertal
Kulturweg von Ausserberg nach Raron
Grossartige Gletscherlandschaften
Eine beeindruckende Wanderung mitten im
UNESCO-Welterbe ins wilde und romantische Baltschiedertal. Die Wanderung startet in Ausserberg an der Lötschberg-Südrampe und führt entlang der Suonen «Niwärch»
und «Gorperi» auf exponierten Wegen und
über Felsstollen nach Eggerberg. Der Wanderer kann die vor Jahrhunderten angelegten
Suonen bewundern und ein Gebiet mit einer
einzigartigen Flora und beeindruckender
Aussicht geniessen.
www.loetschberger.ch/sonnigehalden
Wandertipp: Geführte Suonenwanderungen. Hören Sie auf der Wanderung viel
Interessantes zu Kultur und Geschichte der
Sonnigen Halden
Spezialitäten: Die jahrhundertealten
Wasserleitungen, «Suonen» genannt
Wegbeschreibung: Ab Bahnhof Ausserberg ist die Suone «Niwärch» (oberhalb
des Weilers Niwärch) zu Fuss in ca.
40 Min. zu erreichen
Verkehrsverein Sonnige Halden
CH-3938 Ausserberg, Tel. +41 (0)27 946 63 14,
[email protected],
www.sonnige-halden.ch
Erleben Sie den Kulturweg an der LötschbergSüdrampe und entdecken Sie die vielfältige
Naturlandschaft, die Burgkirche Raron,
das Rilkegrab und Museum auf der Burg,
die Felsenkirche sowie mehr Interessantes.
www.loetschberger.ch/raron
Wegbeschreibung: Leichte Wanderung ab
Bahnhof Ausserberg nach St. German, Burgkirche Raron, Rilke-Grab und Museum auf
der Burg.
Tourismus Raron – Niedergesteln
Bahnhofsareal, CH-3942 Raron
Tel. +41 (0)27 934 31 00,
[email protected]
Imposante Bergketten, urige Täler und das
grösste zusammenhängend vergletscherte
Gebiet der Alpen – für die UNESCO war
klar: Dies ist ein Welterbe von universalem
Wert. Die Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch
sind eine der spektakulärsten Hochgebirgslandschaften. Sie stehen in Symbiose mit
der sie umgebenden Kulturlandschaft und
erstrecken sich über alle Vegetationsstufen,
von mediterran anmutender Steppe ins karge
Hochgebirge.
Die Region rund um das Welterbe ist voller spannender Geheimnisse, voller wertvoller Schätze. Wer sich aufmacht, diese
aufregende Welt zu erforschen, erhält viele
Informationen zu seinem Ausflugsziel! Mit
der Website mySwissalps.ch und lehrreichen
Broschüren können Besucher bereits zu
Hause auf Entdeckungsreise...
... zu Begegnungen am Lötschberg: Weshalb
besitzen die Kandersteger trotz enger Berge
einen offenen Geist? Weshalb gibt es versteinerte Lebewesen vom einstigen Urmeer im
Gebirge vom Kandertal?
... ins Lötschental: Hier erlebt man europäische Kultur im Bergdorf und erfährt, wieso
das Bietschhorn längst zum festen Repertoire
alpiner Bergästhetik gehört.
... an die Lötschberg-Südrampe: Suonen
sind Traumpfade, Sagenwelten, menschliche
Meisterwerke und wertvolles Kulturerbe in
spektakulärer Naturlandschaft.
Neugierig? Mehr Geheimnisse entdecken Sie
vor Ort entlang der Lötschberg-Bergstrecke.
Broschüren gibts in Kandersteg, Fafleralp,
Hohtenn, Ausserberg, Eggerberg bei den
Infopunkten des UNESCO-Welterbes oder
den Tourismusbüros.
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Tipp: Packen Sie Ihren «Welterbe-Rucksack» und gestalten Sie Ihre individuelle
Reise ins Welterbe bereits zu Hause unter
www.mySwissalps.ch
Mitbringsel/Souvenir: An den Infopunkten des UNESCO-Welterbes in Kandersteg,
Fafleralp, Hohtenn, Ausserberg und Eggerberg finden Sie Broschüren mit Hintergrundinformationen zur Region
UNESCO-Welterbe Schweizer Alpen
Jungfrau-Aletsch
Kehrstrasse 12, CH-3904 Naters,
Tel. +41 (0)27 924 52 76,
[email protected]
www.jungfraualetsch.ch
92 | Von Goppenstein nach Brig | Lötschberger-Südrampe
Lötschberger-Südrampe | Von Goppenstein nach Brig | 93
Lötschberger-Südrampe
Den Wanderklassiker neu erleben.
Legende
Lötschberger
Südrampe
Wanderweg
Variante
Der Wanderklassiker führt auf der Sonnenseite des Rhonetals von Hohtenn über
Ausserberg, Eggerberg bis Lalden und via
Naters nach Brig. Der Weg entlang der
über 100-jährigen Bahn-strecke fasziniert
Wanderer jeder Altersgruppe mit seinem
lebhaften Wechselspiel zwischen alpiner
und südlicher Vegetation. Besonders beeindruckend sind die Bewässerungskanäle
(Suonen), welche sich über mehrere Kilometer an zerklüfteten Steilwänden und Abgründen entlangschlängeln. Unterwegs begegnet man den typischen Walliser Häusern
aus dunklem Holz sowie imposanten Meisterwerken des Bahnbaus aus dem frühen
20. Jahrhundert. Die hohen Viadukte, zahlreichen Tunnels und kühn an die Bergflanke
angelegten Strecken-abschnitte lassen nicht
nur die Herzen von Bahnfreunden höherschlagen. Dank der stündlichen Bedienung
mehrerer Bahnhöfe entlang der Strecke können problemlos auch nur einzelne Etappen
begangen werden.
www.loetschberger.ch/suedrampe
Lötschberger-Südrampe
Der Wanderweg ist mit gelben Wegweisern
signalisiert und von April bis November (je
nach Witterung) begehbar. Er verläuft teilweise entlang der Lötschberg-Bergstrecke
und führt durch das UNESCO-Welterbe
Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch.
Kostenlose Wanderkarte
Die praktische Wanderkarte
erhalten Sie kostenlos in
Ihrem BLS-Reisezentrum.
Download oder Bestellung
unter www.loetschberger.ch/
suedrampe
1
Luogelkinviadukt
2
Bietschtalbrücke
3
Baltschiederviadukt
Picknickplatz
Feuerstelle
Verpflegung
Übernachtung
Lötschberg-Bergstrecke
Bahnhof
Bushaltestelle
Toilette
94 | Von Goppenstein nach Brig | Brig
Brig | Von Goppenstein nach Brig | 95
Brig
Schwellenhöhe: 677,7 m ü. M.
Dem Simplonpass verdankt Brig den
Stockalperpalast und der Lötschberg-Bergstrecke die Stellung auf einer der wichtigsten
Nord-Süd-Achsen durch die Schweiz.
Die Geschichte Brigs ist eng mit dem Simplonpass verknüpft. Der Transitverkehr
über diese Route setzte bereits im 14. Jahrhundert ein und machte Brig zu einem
Marktort. Überregionale Bedeutung bekam
der Pass jedoch erst, nachdem Napoleon I.
1801–1805 eine befestigte Strasse gebaut hatte. Mit dem Eisenbahnanschluss nach Westen 1874, der Eröffnung des Simplontunnels 1906 und der Lötschberg-Bergstrecke
1913 wurde die Stadt zu einem wichtigen
Verkehrsknotenpunkt. Heute gelangen die
rund 12000 Einwohner von Brig in weniger
Lötschberger-Tipp: Das Walliser Roggenbrot aus Sauerteig ist in fast allen Bäckereien der
Stadt erhältlich.
Wandertipps
Stockalperweg von Brig über den
Simplonpass nach Gondo
Wanderweg Lötschberger-Südrampe
> Seiten 92/93
als zwei Stunden nach Zermatt, Chamonix,
Stresa oder Milano. Wer eben erst angekommen ist, sollte aber nicht gleich weiterreisen. Denn in Brig gibt es viel Schönes
zu sehen. Massgeblich dazu beigetragen hat
Kaspar von Stockalper (1609–1691). Der
«Fugger der Alpen» kam durch den Handel
über den Simplon zu beachtlichem Vermögen und liess in seiner Heimat prächtige
Gebäude wie den Stockalperpalast, die Sebastianskapelle oder das Jesuitenkollegium
errichten.
Sehenswürdigkeiten
Stockalperpalast (Schloss und Garten)
Kleiner Simplon Express ab Brig
Bei jedem Wetter
Schweizergarde- und Simplonfestungsmuseum
Safranmuseum im historischen
Zehntenstadel von Mund
Ausstellung «Passage Simplon» im
Stockalperschloss
Weiterreisen
Leuk–Sion–Lausanne–
Genève-Aéroport
Visp–Raron–Leuk–Sion
Brigerbad, Thermalbad oder
Ried-Brig, Talstation LRR oder
Simplon Dorf
Tickets
online
erhältlich
96 | Von Goppenstein nach Brig | Brig
Leukerbad
La Caverna
Walliser Thermalbaderlebnis
Garde- und Simplonfestungsmuseum
Wegbeschreibung: Mit dem RegioExpress
Lötschberger nach Brig. Weiter mit Bahn
und Bus nach Leukerbad. Oder zu Fuss ab
Kandersteg über die Gemmi
Leukerbad Tourismus, CH-3954 Leukerbad,
Tel. +41 (0)27 472 71 71, [email protected],
Wegbeschreibung: Ab Bahnhof Brig
ca. 20 Min. zu Fuss oder mit dem Taxi
La Caverna, Brig Simplon Tourismus,
CH-3900 Brig, Tel. +41 (0)27 921 60 30,
[email protected]
In den Thermen in Leukerbad können Sie
sich entspannen, austoben und die Aussichten in die Walliser Bergwelt geniessen.
www.loetschberger.ch/leukerbad
Geschichte tief im Fels: Ein einmaliges Erlebnis erwartet Sie in der ehemaligen Artilleriefestung ob Naters.
www.loetschberger.ch/lacaverna
BLS Autoverlad Lötschberg: Kandersteg–Goppenstein in nur 15 Minuten.
Tagsüber alle 30 Minuten Verbindungen in beide Richtungen, in Spitzenzeiten alle 15 Minuten und bei Grossandrang noch häufiger. Damit Sie
Ihre Ferien im Wallis noch länger geniessen können. Mehr Infos unter
www.bls.ch/autoverlad
98 | Von Spiez nach Zweisimmen
Von Spiez nach Zweisimmen | 99
Simmental –
von Spiez nach Zweisimmen.
Zahlen und Fakten
m ü. M.
900
800
700
600
km
‰
0
5
9
9 11
18 20
26
15 13 25 25 25
15
Zweisimmen
Boltigen
1000
Oberwil i. S.
1100
Därstetten
Weissenburg*
1200
Oey-Diemtigen
Erlenbach i. S.
Ab 1905 führte die meterspurige Montreux–
Berner Oberland-Bahn (MOB) nach Zweisimmen. Seither wurde oft über die Möglichkeit diskutiert, den schmalspurigen Zügen
durch das Einlegen einer dritten Schiene
die Weiterfahrt über Spiez, Interlaken und
den Brünig nach Luzern zu ermöglichen.
Schliesslich fand man die Lösung beim Rollmaterial. Im Rahmen des Projekts TransGoldenPass sollen die Schmalspurkompositionen der MOB mit Drehgestellen und
Radachsen ausgerüstet werden, die sich der
Normalspur anpassen können. Der Plan
sieht vor, dass die bekannten GoldenPassPanoramic-Züge der MOB ab Dezember
2016 von Montreux über Zweisimmen bis
nach Spiez und Interlaken Ost durchfahren.
Wimmis
Das Projekt wurde von der Thunerseebahn
und dem Kanton Bern unterstützt. So ging
1897 die Spiez-Erlenbach-Bahn nach nur
einem Jahr Bauzeit in Betrieb. Doch einigen
namhaften Simmentalern war das nicht genug: Sie wollten die Strecke bis Zweisimmen
weiterführen. Eine zweite Gesellschaft wurde
gegründet, und 1902 nahm schliesslich auch
die Erlenbach-Zweisimmen-Bahn ihren
Betrieb auf. Beide Bahnen sind heute Teil
der BLS.
Spiez
Die ursprünglich geplante Transitbahn von
Vevey nach Thun über Bulle und das Simmental scheiterte am Geschäftssinn der
Simmentaler: Als für die Strecke über den
Brünig die Schmalspur gewählt wurde, entschieden sich die findigen Bauern für eine
eigene Normalspurbahn mit Anschluss an
das europäische Schienennetz, um ihre begehrten Kühe ohne Umladen zu den grossen
Viehmärkten transportieren zu können.
Schwellenhöhe Spiez: 627,7 m ü. M.
Schwellenhöhe Erlenbach i. S.: 680,6 m ü. M.
Schwellenhöhe Zweisimmen: 941,6 m ü. M.
Streckenlänge: 34,90 km
Der Lötschberger hält in: Spiez, Lattigen bei
Spiez*, Eifeld*, Wimmis, Burgholz*,
Oey-Diemtigen, Erlenbach i. S., Ringoldingen*,
Därstetten, Weissenburg*, Oberwil i. S.,
Enge i. S.*, Boltigen, Weissenbach**,
Grubenwald** und Zweisimmen
Anzahl grösserer Brücken: 8
Anzahl Tunnel: 4
Streckeneröffnung: Spiez–Erlenbach i. S.
16. August 1897, Erlenbach i. S.–Zweisimmen
31. Oktober 1902
Elektrifizierung: Spiez–Erlenbach i. S.
1. Juli 1920
Elektrifizierung: Erlenbach i. S.–Zweisimmen
1. November 1920
Max. Reisegeschwindigkeit: 100 km/h
Max. Neigung Spiez–Erlenbach i. S.: 15‰
Max. Neigung Erlenbach i. S.–Zweisimmen:
25‰
35
25
* Halt auf Verlangen
** zeitweise
100 | Von Spiez nach Zweisimmen
Von Spiez nach Zweisimmen | 101
Brig
3
Spiez
1
5
Wimmis
2
4
Oey-Diemtigen
Zweisimmen
Erlenbach i. S.
9
6
8
Bern
Weissenburg
Boltigen
Weissenbach
Oberwil i. S.
7
1 Spiez
Nach der Abfahrt aus dem Bahnhof sehen Sie
links die beiden Stauseelein der Bernischen
Kraftwerke. Sie sind durch Druckstollen mit
der Zentrale am Thunersee verbunden.
2 Simmenfluh
Kurz vor Wimmis erhebt sich auf der rechten
Seite die Simmenfluh. > Seiten 102/103
3 Schloss Wimmis
Wer vor dem Dorf linker Hand einen Blick
nach vorne wirft, sieht das Schloss Wimmis.
Davor steht die Mauritiuskirche aus dem
10. Jahrhundert.
Nach Spiez grüssen linker Hand die imposante Niesenpyramide
und die Simmenfluh.
4 Die Port Wimmis
Hinter Wimmis durchquert die Bahn die steile Felspassage zwischen Simmenfluh und
Burgfluh. Die Port, so heisst das Engnis,
markiert den Eingang ins Simmental.
> Seiten 102/103
5 Diemtigtal
Hinter der Station Oey-Diemtigen lohnt sich
ein kurzer Blick ins Diemtigtal auf der linken
Seite. > Seiten 104/105
6 Stockhorn
Nach Erlenbach sehen Sie rechter Hand kurz
die Seilbahn der Stockhorn-Bahn.
7 Jaunpass
Die Strasse nach Bulle liegt hinter Boltigen auf
der rechten Seite.
8 Weissenbach
Links können Sie die rauschende Simme
und eine der typischen alten Holzbrücken
bewundern.
9 Forellensee
Die bekannte Forellenzucht erblicken Sie kurz
vor Zweisimmen auf der rechten Seite.
102 | Von Spiez nach Zweisimmen
Von Spiez nach Zweisimmen | 103
Links der majestätischen Simmenfluh sehen Sie die Port Wimmis,
das eigentliche Tor zum Simmental.
Grossbrand an der Simmenfluh
Über 100 Jahre ist es her, als ein Blitz auf
der Simmenfluh einschlug und jenen Waldbrand entfachte, der sich über Generationen
im Gedächtnis der Lokalbevölkerung einbrennen sollte. Das Ereignis datiert auf den
20. August 1911, einen glühend heissen
Sommertag, wie es in diesem Jahr schon zu
viele gab. Der Baum, der vom Blitz getroffen
wurde, musste sofort gebrannt haben, und
der Gewitterregen war zu schwach, um dem
Feuer den Garaus zu machen.
Am Tag darauf wurde ein Schwelbrand
festgestellt. Der Feuerwehr gelang es jedoch
nicht, diesen zu stoppen. Ungünstige Winde führten am 29. August 1911 zu einem
regelrechten Flammeninferno. Unentwegt
stürzten brennende Bäume in die Tiefe
und entfachten neue Feuer. Wenn sie auf
Felsen zerbarsten, entstand ein Glutregen,
der vor allem in der Nacht weitherum zu
sehen war. Das schaurig-schöne Spektakel
zog viele Schaulustige an. Deshalb fuhren
an den Wochenenden Extrazüge von Bern
nach Wimmis. Die Idee dazu hatte der Wirt
des Restaurants Löwen in Wimmis, der beim
damals neuen Bahnhof ein weiteres Gastlokal eingerichtet hatte. Während dieser sein
Jahrhundertgeschäft machte, hatten die Leute im Brodhüsi wenig zu lachen. Sie mussten
ihre Häuser verlassen.
Weil die Feuerwehren von Wimmis und
den umliegenden Gemeinden der Feuersbrunst nicht Herr wurden, kam sogar ein
Militäraufgebot zum Einsatz. Doch erst eine
Regenfront brachte die endgültige Wende.
Rund einen Monat nach dem verheerenden
Blitzschlag war der Brand gelöscht. Der Vorfall lief letztlich glimpflich ab. Wie durch ein
Wunder brannte kein einziges Haus ab und
es gab weder Tote noch Schwerverletzte.
Simmenfluh 1422 m
Burgfluh 979 m
Port Wimmis
104 | Von Spiez nach Zweisimmen
Das Diemtigtal
Das 16 Kilometer lange Seitental des Simmentals erstreckt sich über eine Fläche von über
130 Quadratkilometern und deckt sich im
Wesentlichen mit dem Gebiet der Gemeinde
Diemtigen, die 1986 mit dem Wakkerpreis
des Schweizerischen Heimatschutzes für
Baukultur und der Streusiedlung ausgezeichnet wurde. Im Diemtigtal achtet man
aber nicht nur auf den Erhalt der historischen Bausubstanz und der Siedlungsstruktur, sondern auch auf den Erhalt der
hohen Naturwerte und der Biodiversität.
Deshalb trägt das Diemtigtal seit September
2011 das Label «Regionaler Naturpark», das
vom Bundesamt für Umwelt vergeben wird.
Von Spiez nach Zweisimmen | 105
Wenn Sie kurz nach Oey-Diemtigen links einen Blick aus dem Fenster
werfen, sehen Sie den Eingang ins Diemtigtal.
Niesenkette
2362 m
Wiriehorn
2304 m
Diemtigtal
Chirel
Der Grimmimutz
Der Grimmimutz ist ein gutmütiges Waldmannli, das den Frieden und die Natur im
Diemtigtal über alles liebt. Doch die üble
Pfefferhexe und ihr Mann Lothar versuchen
immer wieder, die Ruhe zu stören. Zum
Glück können der Grimmimutz und sein
Freund, der Riese Spillgert, die bösen Pläne
der beiden vereiteln.
Auf der Grimmialp werden die spannenden
Geschichten rund um den Grimmimutz lebendig. Ein Erlebnisweg mit verschiedenen
Spielposten bietet Spass für Kinder und
Junggebliebene. Die Grimmialp erreicht
man mit dem Postauto ab Oey-Diemtigen.
106 | Von Spiez nach Zweisimmen
Die Simme
Der Fluss, der dem Simmental seinen Namen
gibt, entspringt auf der Rezlialp am Westfuss
des Wildstrubels aus den Siebenbrunnen.
Das Wasser sprudelt hier aus zahlreichen
Quellen an die Oberfläche und bildet eines
der schönsten natürlichen Wasserspiele des
Berner Oberlands. Unterhalb der Rezlialp
stürzt die junge Simme in mehreren Stufen
über schiefrige Felsen rund 200 Meter in die
Tiefe. Die Rede ist von den Simmenfällen,
einem beliebten Ausflugsziel für Wanderer.
Bei Lenk i. S. erreicht der Fluss den Talgrund
und fliesst dem Thunersee entgegen – seit
Jahrhunderten, mal wild, mehrheitlich zahm.
Alpkultur im Simmental
So beständig wie die Simme dem Thunersee
zufliesst, so beständig sind im Simmental
Alpwirtschaft und bäuerliche Traditionen.
Interessierte haben die Möglichkeit, authentisches Brauchtum hautnah zu erleben, sei
es am Lenker Älplerfest, beim Alpabzug in
St. Stephan oder am Bauernmarkt in Boltigen. Wer gerne einmal Alpkäse oder lokale
Fleischspezialitäten degustiert und dabei Jodel-, Schwyzerörgeli- oder Alphornklängen
lauscht, findet im Simmental eine ganze Reihe von Veranstaltungen und touristischen
Angeboten nach seinem Geschmack.
Von Spiez nach Zweisimmen | 107
Kurz vor Einfahrt in Zweisimmen sehen Sie in der Ferne auf der
linken Seite das Wildstrubelgebiet.
Flöschhorn 2079 m
Wildstrubelgebiet
3244 m
108 | Von Spiez nach Zweisimmen | Wimmis
Wimmis
Schwellenhöhe: 628,6 m ü. M.
Die Gemeinde Wimmis markiert den
Übergang von den Agglomerationen Thun
und Spiez zum Niedersimmental.
Im Spätmittelalter war Wimmis wegen seiner
Lage am Eingang zum Simmental und der Nähe
zur Brünigroute ein umkämpfter Standort.
Mehrmals wurde die Burg Wimmis von den
Bernern belagert – ohne Erfolg. Diese unruhige Zeit haben die rund 2500 Einwohner
aber hinter sich gelassen. Heute ist Wimmis
eine idyllische Wohngemeinde mit modernen
Industrie- und Gewerbebetrieben.
Wandertipps
Simmentaler Hausweg > Seiten 116/117
Bergwanderung von Wimmis auf den
Niesen, die Simmen- oder die Burgfluh
Sehenswürdigkeit
Schloss und Kirche Wimmis
Lötschberger-Tipp: Wenn die süssen Kirschen aus der Region während 15 Stunden
über einem Holzfeuer eingekocht werden, helfen in Wimmis alle mit. Das feine Chirschmues
ist in der Molkerei Lehnherr und bei der Gemeindeverwaltung erhältlich und lange haltbar.
Ausgewählte Produkte vom Bauern und Produzenten in Ihrer Nähe.
Genau das bietet Ihnen Miini Region von Coop mit über 2300 regionalen
Produkten. Entdecken Sie, wie gut Nähe schmeckt. Weitere Informationen unter www.coop.ch/miiniregion
110 | Von Spiez nach Zweisimmen | Oey-Diemtigen, Diemtigtal
Oey-Diemtigen, Diemtigtal | Von Spiez nach Zweisimmen | 111
Diemtigtal
Königliche Ausflüge
Oey-Diemtigen
Schwellenhöhe: 669,8 m ü. M.
Die Gemeinde Diemtigen mit ihren rund
2200 Einwohnern ist die grösste Alpwirtschaftsgemeinde der Schweiz. Im Ortsteil
Oey befindet sich der einzige Bahnhof des
Diemtigtals.
Das Diemtigtal liegt zwischen der Niesenund der Turnenkette. Den südlichen Abschluss bilden das Seehorn, Spillgerten, das
Rauflihorn und der höchste Gipfel des Tals,
die Männlifluh (2652 m ü. M.). Fildrich und
Chirel sorgen für die Entwässerung des Tals.
Sie fliessen im Horboden zusammen und
münden bei Oey in die Simme.
Wandertipps
Simmentaler Hausweg > Seiten 116/117
Themenwege im Naturpark Diemtigtal
Diemtigtaler Hausweg
Sehenswürdigkeiten
Bergsee Seebergsee
Wiriehorn
Weiterreisen
Zwischenflüh–Grimmialp
Lötschberger-Tipp: Der Erlebnisweg Grimmimutz auf der Grimmialp im Diemtigtal ist ein
Wandererlebnis für Gross und Klein.
Das Diemtigtal trägt das Bundeslabel «Regionaler Naturpark – Landschaft von nationaler Bedeutung». Dank einer abwechslungsreichen und weitläufigen Naturlandschaft
eignet sich die romantische Gegend ideal
für Aktivferien. 200 Kilometer markierte
Wanderwege führen dem Wasser entlang,
zu alten Häusern­hin und zu saftigen Alpen
hinauf.
www.loetschberger.ch/diemtigtal
Neuigkeiten: Seit Sommer 2013 gibt es
in der Heimat von Schwingerkönig Killian
Wenger den Schwingerweg Springenboden zu entdecken
Wandertipp: Der Diemtigtaler Talwanderweg von der Grimmialp nach Oey-Diemtigen gehört zu den schönsten seiner Art
Wegbeschreibung: Ab Bahnhof OeyDiemtigen bringt Sie der Bus ins Diemtigtal
Tourismus & Naturpark Diemtigtal
CH-3753 Oey, Tel. +41 (0)33 681 26 06,
[email protected], www.diemtigtal.ch
Naturpark
Unser Tal, dein Park.
112 | Von Spiez nach Zweisimmen | Erlenbach i. S.
Erlenbach i . S. | Von Spiez nach Zweisimmen | 113
Stockhorn (2190 m ü. M.)
Stockhorn im Simmental – Berge Seen
Erlenbach i. S.
Schwellenhöhe: 680,6 m ü. M.
Erlenbach ist ein Hort edler Bauernkultur und Hüterin einer romanischen Kirche
von nationaler Bedeutung.
Erlenbach ist das Hauptdorf der rund 1700
Einwohner zählenden, gleichnamigen Gemeinde. Ein Grossteil des geschützten Dorfkerns von Erlenbach entstand nach dem verheerenden Brand von 1765, darunter auch
das Agensteinhaus aus dem Jahr 1766, das
heute als Regionalmuseum dient. Wesentlich älter ist die Kirche von Erlenbach. Sie
geht auf das 11. Jahrhundert zurück und hat
den Status eines Kulturguts von nationaler
Bedeutung. Vor allem die Wandmalereien
stossen bei Touristen auf reges Interesse.
Wandertipps
Rundwanderung auf dem Erlebnispfad
Stockhorn ab Mittelstation Chrindi
Simmentaler Hausweg > Seiten 116/117
Aussichtspunkt
Stockhorn
Bei jedem Wetter
Museum der alten Landschaft
Niedersimmental
Weiterreisen
Chrindi–Stockhorn
Tanken Sie Körper und Geist im Sommer
und Winter auf dem Stockhorn wieder auf.
Lassen Sie den Alltag hinter sich beim Anblick der fantastischen Bergkulisse und geniessen Sie die Stille an den zwei idyllischen
Bergseen. Das Panoramarestaurant verwöhnt Sie mit einer Vielfalt an Leckerbissen.
Entdecken Sie auf den gepflegten Wanderwegen, beim Fischen oder Klettern im
Sommer und beim Schneeschuhlaufen und
Wandern im Winter das Stockhorngebiet.
www.loetschberger.ch/stockhorn
Neuigkeiten: Panorama-Aussichtsplattform
mit einzigartigem Tief- und Weitblick in der
Stockhorn-Nordwand
Wandertipp: Rundwanderweg Hinterstockensee, geringe Höhendifferenz, ca. 40 Min.
Betriebszeiten Luftseilbahn:
18. April bis 8. November 2015, täglich,
18. November 2015 bis 6. März 2016,
Mittwoch–Sonntag
Wegbeschreibung: Ab Bahnhof Erlenbach
i. S. zu Fuss ca. 15 Min. (Wegweisern folgen)
bis zur Talstation der Stockhornbahn
Stockhornbahn AG, CH-3762 Erlenbach i. S.,
Tel. +41 (0)33 681 21 81, [email protected],
www.stockhorn.ch
Lötschberger-Tipp: Der traditionelle Maimarkt in Erlenbach am 12. Mai 2015.
B E R G E
S E E N
114 | Von Spiez nach Zweisimmen | Weissenburg, Oberwil i. S., Boltigen
Weissenburg*
Oberwil i. S.
Boltigen
Schwellenhöhe: 781,8 m ü. M.
Schwellenhöhe: 836,8 m ü. M.
Schwellenhöhe: 817,1 m ü. M.
Etwas abseits gelegen ist das Dorf Oberwil
ein eindrückliches Beispiel für die Eigenheiten der Simmentaler Architektur.
Trotz der wachsenden touristischen und
gewerblichen Bedeutung ist das Dorfbild
von Boltigen bis heute stark von der Landwirtschaft geprägt.
Im 19. Jahrhundert war die Weissenburger
Thermalquelle weit bekannt. Gutbetuchte
aus ganz Europa fuhren hierher zur Kur.
Neben den Überresten des ehemals stolzen
Bads beherbergt die Gemeinde eine Reihe
von prächtigen Bauernhäusern.
Die Ruinen der Burg Weissenburg und des
ehemaligen Weissenburgbads vermitteln den
Besuchern einen Eindruck von der mondänen Vergangenheit des Orts. Die Gemeinde
Weissenburg-Därstetten ist mit rund 860 Einwohnern aber auch ein Eldorado für Freunde
vollständig erhaltener Kulturgüter. Denn
hier findet man einige der schönsten und
bedeutendsten Bauernhäuser des ganzen
Simmentals.
Wandertipps
Simmentaler Hausweg > Seiten 116/117
Wanderung zu den Ruinen des
Weissenburgbads
Sehenswürdigkeiten
Kirche aus dem 12. Jahrhundert
Holzbrücke
Lötschberger-Tipp: Bis vor wenigen Jahren wurde das Wasser aus der Thermalquelle als
«Weissenburger Mineralwasser» in der ganzen Schweiz verkauft. Heute kann man es am
Brunnen auf dem Bahnhofplatz gratis in die mitgebrachte Flasche abfüllen.
* Halt auf Verlangen
Weissenburg, Oberwil i. S., Boltigen | Von Spiez nach Zweisimmen | 115
Unverfälschten Simmentaler Charakter
zeigt bereits der Kirchturm: Die achteckige
Bauweise ist ebenso typisch wie die warme
Herzlichkeit der rund 800 Oberwiler.
Wandertipps
Simmentaler Hausweg > Seiten 116/117
Wanderung von Oberwil zum Schnuren loch, zu einem prähistorischen Rastplatz
Sehenswürdigkeiten
Kirche aus dem 13. Jahrhundert
Holzbrücke
Die Gemeinde Boltigen zählt rund 1400 Einwohner und steht für lebendige Tradition
und gesundes Bauerntum. Manch schönes
Haus zeugt vom handwerklichen Geschick
seiner Bewohner.
Wandertipps
Simmentaler Hausweg > Seiten 116/117
Rundwanderung auf dem Ogi-Weg
Obersimmentaler Hausweg Boltigen–
Zweisimmen–Lenk
Lötschberger-Tipp: Der Besuch des traditionellen Bauernmarkts in Boltigen am
5. September 2015.
116 | Von Spiez nach Zweisimmen | Simmentaler Hausweg
Simmentaler Hausweg | Von Spiez nach Zweisimmen | 117
Simmentaler Hausweg
Entdecken Sie die Simmentaler Zimmermannskunst.
Die Zucht und der Export der inzwischen
weltbekannten Simmentaler Kühe brachte
schon früh grossen Reichtum ins Simmental. Die damaligen Bewohner des sonnigen
Bergtals stellten diesen gerne mit prächtigen
Wohnhäusern zur Schau. Aus der Konkurrenz um den schönsten Holzbau entwickelte sich über die Jahre die hohe Schule
der Simmentaler Zimmerei.
Entlang dem Simmentaler Hausweg befinden sich viele prächtige Gebäude mit eindrücklichen Fassadenmalereien. An den
Häusern sind Schilder mit dem Baujahr und
ausführlichen Informationen zu den architektonischen Besonderheiten angebracht.
Der Hausweg führt, teils auf Naturpfaden,
teils über Asphaltsträsschen mit wenig Verkehr, von Wimmis bis nach Boltigen. Der
Weg verläuft abschnittsweise entlang der
Lötschberger-Linie Spiez–Zweisimmen.
Deshalb besteht die Möglichkeit, in OeyDiemtigen, Erlenbach, Ringoldingen, Weissenburg oder Oberwil die Wanderung abzukürzen und wieder in den Lötschberger
einzusteigen.
www.loetschberger.ch/simmentalerhausweg
Simmentaler
Hausweg
Der Hausweg ist mit braunen Wegweisern
signalisiert und teilt sich in Erlenbach in einen Talweg nach Weissenburg und einen
Terrassenweg nach Oberwil und Boltigen.
Lohnenswert ist auch die Besichtigung
eines einzelnen Dorfes, z.B. Wimmis
(ca. 1 Std.) oder Erlenbach (ca. 45 Min.).
Der Prospekt mit Wanderroute,
Höhenprofil und Beschreibung
der Häuser ist in den BLS-Reisezentren Spiez und Zweisimmen und zum Download unter
www.loetschberger.ch/simmentalerhausweg erhältlich.
Terrassenweg
Talweg
Verpflegungsmöglichkeit
Bahnhof
Lötschberger-Bahnstrecke
118 | Von Spiez nach Zweisimmen | Zweisimmen
Zweisimmen | Von Spiez nach Zweisimmen | 119
Wandertipps
Burgweg Burg Mannenberg
Höhenwanderung von Zweisimmen über den Rinderberg und das Horneggli nach Schönried
Moor-, Kultur- und Wildweg auf dem
Sparenmoos
Naturschutzgebiet Seebergsee
Velotouren
Veloweg von Zweisimmen über
St. Stephan zu den Simmenfällen
Veloweg von Zweisimmen nach Spiez
Velos können am Bahnhof Zweisimmen
gemietet werden
Zweisimmen
Schwellenhöhe: 941,6 m ü. M.
Es gibt viele gute Gründe für einen Besuch
im Berner Oberland. Einer davon heisst
Zweisimmen. Das Dorf mit seinen rund
3000 Einwohnern liegt am Fuss des Rinderbergs und glänzt mit zahlreichen Freizeitmöglichkeiten.
Der Rinderberg bietet einen idealen Einstieg
in das weitläufigste Wander- und Wintersportgebiet der Region. Unzählige Wander-
routen und insgesamt 105 Pistenkilometer
erwarten die Gäste. Die Talstation der Gondelbahn liegt nur zwei Gehminuten vom
Bahnhof entfernt. Tagesreisenden bleibt also
genug Zeit für einen Abstecher ins Dorf. Das
verkehrsruhige Zentrum lädt zum Flanieren
und Einkaufen ein. Für Kulturinteressierte
lohnt sich der Besuch des Obersimmentaler
Heimatmuseums. Es befindet sich in einem
Bauernhaus aus dem Jahr 1647, das nahezu
Lötschberger-Tipp: Besuchen Sie einen der traditionellen Märkte in Zweisimmen am
7. April, 2. Mai, 6. Oktober und 29. Oktober 2015.
im Originalzustand erhalten ist. Auch für
Reisende auf dem Weg an die Lenk oder
nach Gstaad bietet sich ein Kurzaufenthalt
in Zweisimmen an. Denn sie müssen ohnehin umsteigen und der nächste Anschluss
kommt bestimmt. Zweisimmen ist aber
nicht nur ein Verkehrsknotenpunkt für die
Weiterreise im Berner Oberland. Mit dem
GoldenPass Panoramic oder GoldenPass
Classic gelangen Sie auf einer der schönsten
Bahnstrecken der Schweiz nach Montreux
an den Genfersee.
Sehenswürdigkeiten
Rinderberg (2011 m), Gondelbahn
ab Zweisimmen
Mittelalterliche Kirche und Beinhaus Zweisimmen
Sparenmoos
Bei jedem Wetter
Besuch des Obersimmentaler
Heimatmuseums
Weiterreisen
Lenk oder Gstaad–Montreux
Sparenmoos
Eggweid–Rinderberg
120 | Von Spiez nach Zweisimmen | Zweisimmen
Zweisimmen | Von Spiez nach Zweisimmen | 121
Das Sonnendorf am Rinderberg
Luzern–Interlaken–Montreux
GoldenPass Line
Schönried, Rellerli
Lenk-Betelberg
Das Chaletdorf ist das Tor zu Gstaad und ein
vielfältiges Wanderparadies mit Rinderberg,
Moorlandschaft Sparenmoos, Naturwunder
Seebergsee und verschiedenen Themenwegen.
Kinder unter 9 Jahren fahren das ganze Jahr
gratis auf den Bergbahnen und ab 2 Übernachtungen bietet die GSTAAD easyaccesscard gratis Bergbahnen, örtlichen öV und
viele Freizeitaktivitäten.
www.loetschberger.ch/zweisimmen
Die GoldenPass Line hält ihren Rang unter
den schönsten Panoramastrecken der
Schweiz. Sie verbindet den Vierwaldstättersee
über den Brienzer- und den Thunersee mit
dem Genfersee. Es erwartet Sie eine aussergewöhnliche Reise in Luxuszügen mit einer
Panoramasicht auf wunderbare Landschaf–
ten – ein permanentes Schauspiel mit Pässen,
berühmten Bergen und Seen. Das Herzstück ist der Abschnitt von Zweisimmen
via Gstaad nach Montreux. Hier können
Sie im GoldenPass Panoramic die vielseitige Landschaft sogar aus der Lokführerperspektive vom VIP-Platz «Grande Vue»
beobachten.
www.loetschberger.ch/goldenpass
Der Hausberg von Schönried lockt im Sommer mit einem grossen Freizeitangebot und
dient als Ausgangspunkt für Höhenwanderungen zum Jaunpass oder zum Sparenmoos. Zu den Attraktionen gehören eine
rasante Fahrt auf der Sommerrodelbahn
oder eine Trottinettabfahrt bis nach Schönried. Das Berghaus Rellerli erwartet Sie mit
kulinarischen Köstlichkeiten.
www.loetschberger.ch/rellerli
Auf der Erlebnis-Gondelfahrt erzählen die
Kuh Mona und die Ziege Flöckli mit einem
Augenzwinkern von ihrem Alltag auf der Alp.
Beim AlpKlangspiel warten Kuhglocken,
Milchkannen-Schlagzeug und Alphorn zum
Lärm machen. Wer es schneller mag, geniesst
die 9 km lange Trotti-Strecke ins Tal. Und
welche bekannte Melodie wird beim AlpKlang-Skilift Leiterli gespielt?
www.loetschberger.ch/lenk-betelberg
Tipp: Rasante Fahrt auf der 620 Meter
langen Rodelbahn mit wunderschöner
Aussicht auf das Saanenland
Wandertipp: Auf dem Panoramaweg
übers Hugeli und über den Hundsrügg zum
Sparenmoos oder zum Jaunpass
Mitbringsel: Postkarte mit DVD zum
GoldenPass (erhältlich an den GoldenPassBahnhöfen Montreux und Zweisimmen)
Tipp: VIP-Sitze auf der Strecke
Montreux–Zweisimmen mit Blick auf die
Strecke wie aus der Sicht des Lokführers
(Reservation obligatorisch)
Betriebszeiten Gondelbahn 2015:
23. Mai bis 25. Oktober,
täglich 9–16.30 Uhr
Wegbeschreibung: Ab Bahnhof Schönried
via Hauptstrasse führt ein Fussweg in
3 Min. direkt zur Talstation der Gondelbahn Rellerli
Neuigkeiten: AlpRundweg Leiterli: Eine
kurze und einfache Rundwanderung mit herrlicher Aussicht auf den schönsten Talabschluss der Alpen. Unterwegs gibt es einen
Mix aus originellen Informations- und Erlebnisstationen, die Spannendes zur
Lenker Geschichte erzählen.
Wandertipp: Der Murmeli- und der Luchstrail ermöglichen spielerisches Wandern
Zweisimmen
Wandertipp: Der Obersimmentaler Hausweg ist von Zweisimmen in Richtung Lenk
oder Boltigen begehbar
Schönster Aussichtspunkt: Die Höhenwanderung Rinderberg–Horneggli bietet
ein herrliches Alpenpanorama
Betriebszeiten Bergbahn 2015:
27. Juni bis 11. Oktober,
täglich 8.30–16.30 Uhr
Wegbeschreibung: Start Burgenweg: beim
Hinterausgang Bahnhof Zweisimmen.
Start Moorwege: mit dem Bus ab Bahnhof
Zweisimmen
Zweisimmen Tourismus
Thunstrasse 8, CH-3770 Zweisimmen
Tel. +41 (0)33 722 11 33,
[email protected]
www.gstaad.ch/zweisimmen
GoldenPass Reisezentrum
CH-3770 Zweisimmen,
Tel. +41 (0)33 729 87 40,
[email protected],
www.goldenpassline.ch
Montreux - Interlaken - Luzern
SWISS PANORAMIC TRAINS
Ein Berg voller Vergnügen
Gstaad Mountain Rides
Promenade 41, CH-3780 Gstaad,
Tel. +41 (0)33 748 81 81, [email protected],
www.gstaad.ch
AlpErlebnis Betelberg Lenk
Betriebszeiten Gondelbahn Betelberg 2015:
Täglich vom 13. Juni bis 18. Oktober
Bergfahrt 8.30–16.30 Uhr, Talfahrt 9–17 Uhr
Wegbeschreibung: Ab Bahnhof Lenk zum
Dorfkreisel, weiter entlang der Rawilstrasse
bis zur Talstation der Gondelbahn Betelberg
Lenk Bergbahnen, Badstrasse 1,
CH-3775 Lenk, Tel. +41 (0)33 736 30 30,
[email protected],
www.lenkbergbahnen.ch
122 |Winterausblick
Winterausblick | 123
Winterspass im
Lötschberger-Land.
Die Lötschberger-Region hat auch im Winter einiges zu bieten. Wie wärs mit Ski- und
Snowboard fahren auf der Lauchernalp, am
Rinderberg oder in Zweisimmen, Schlitteln
im Kiental oder am Oeschinensee, Langlaufen in Kandersteg, Wandern auf der Gemmi,
Schneeschuhlaufen im Diemtigtal, am Niederhorn oder auf dem Stockhorn?
Oder mögen Sie es lieber ganz entspannt?
Vielleicht wäre dann ein Wellness-Tag am
Blausee genau das Richtige. Dies sind nur
einige Beispiele aus einer Vielzahl von
Ausflugtipps. Die ganze Palette mit allen
Informationen für einen abwechslungsreichen Winter finden Sie unter
www.loetschberger.ch
124 |Services
Services | 125
Services
Sitzplatzreservation
Einzelreisende
Auf der Strecke Bern–Spiez–Kandersteg–
Goppenstein–Brig können Sie bis am Vortag
um 15 Uhr an jeder öV-Verkaufsstelle oder
online im SBB Ticket Shop Sitzplätze im
Lötschberger reservieren. Auf der Fahrt nach
Brig befinden sich die reservierten Plätze im
vordersten Zugteil, auf der Fahrt in Richtung
Bern im hintersten. Sie können bis zu 9 Sitzplätze reservieren. Die Kosten belaufen sich
auf CHF 5.– pro Sitzplatz resp. maximal CHF
15.– pro Reserva­tion. Im Regio Lötschberger
Spiez–Zweisimmen sind keine Reservationen
für Einzelreisende möglich.
Gruppen
Beim Kauf eines Gruppenbilletts ist die Sitzplatzreservation obligatorisch, aber kostenlos. Die Gruppenreservation kann an jeder
öV-Verkaufsstelle bis zwei Arbeitstage um
15 Uhr vor Reiseantritt vorgenommen werden. Gruppen ab zehn Personen erhalten
20% Rabatt auf die Fahrausweise. Jede zehnte Person fährt zudem gratis mit.
Mehr Infos und Online-Reservations­­formular
unter www.bls.ch/gruppen
Veloselbstverlad
Die Mitnahme Ihres Velos ist im Lötschberger
möglich. Achten Sie auf die mit einem weissen Fahrrad gekennzeichneten Türen. In diesem Bereich befinden sich Velohaken für den
sicheren Transport. Pro Lötschberger gibt es
Platz für mind. 6 Velos. Der Veloselbstverlad
ist kos­tenpflichtig.
Mehr Infos unter www.sbb.ch/velo
Velovermietung
In Bern, Thun, Kandersteg, Brig und Zweisimmen haben Sie die Möglichkeit, direkt
am Bahnhof ein Velo zu mieten. Wir empfehlen Ihnen eine vorgängige Reservation
via Internet.
Mehr Infos unter www.rent-a-bike.ch
Gepäckaufgabe
Reisegepäck Schweiz
Um Ihre Reise im Lötschberger unbeschwert
zu geniessen, können Sie Ihr Gepäck vor­
gängig an vielen öV-Verkaufsstellen aufgeben. Bei einer Aufgabe bis 19 Uhr können Sie
Ihre Koffer und Taschen am über­nächsten Tag
ab 9 Uhr an den Ziel­destinationen Bern, Münsingen, Thun, Spiez, Frutigen, Kandersteg,
«Wiler (Lötschen), Talstation», Brig oder Zweisimmen abholen. Mit einem gültigen Bahnbillett kostet der Transport CHF 12.– pro Gepäckstück. Gruppen und Familien mit JuniorKarte bezahlen CHF 10.–.
Tür-zu-Tür-Gepäckservice
Ihr Gepäck wird bei Ihnen zu Hause abgeholt
und direkt ins Hotel, zur Ferienwohnung oder
an ein anderes Feriendomizil gebracht – ab
CHF 48.– pro Gepäckstück. Die Bestellung
können Sie bequem online, telefonisch oder
an allen öV-Verkaufsstellen aufgeben.
Mehr Infos unter www.sbb.ch/gepaeck
Schnelles Reisegepäck
Wenn Sie Ihr Gepäck bis 9 Uhr an einem von
45 ausgewählten Bahnhöfen in der Schweiz
aufgeben, können Sie es am gleichen Tag
ab 18 Uhr (an einigen Destinationen etwas
später) an den Zielbahnhöfen Bern, Thun,
Spiez, Kandersteg, Brig oder Zweisimmen
abholen. Die Kosten betragen CHF 22.– pro
Gepäckstück.
Gruppen und Familien mit Junior-Karte oder
STS-Family-Card bezahlen CHF 17.–.
Mehr Infos unter www.sbb.ch/gepaeck
Reisende mit Handicap
Die Niederflureinstiege des Lötschbergers
erleichtern Ihnen das Ein- und Aussteigen.
Die Bahnhöfe Thun, Spiez, Mülenen, Frutigen, Brig, Oey-Diemtigen und Wimmis verfügen über erhöhte Perrons mit stufenlosen
Zugängen. Pro Lötschberger gibt es eine Tür
mit Schiebetritt, der für den Ein- und Ausstieg
mit dem Rollstuhl geeignet ist. Diese Tür ist
mit einem weissen Rollstuhl gekennzeichnet.
In Bern, Münsingen, Thun, Spiez, Frutigen,
Kandersteg, Goppenstein, Brig und Zweisimmen können Sie zudem unter der Telefonnummer +41 (0)800 007 102 bis eine Stunde
vor Abfahrt eine Ein- und Ausstiegshilfe anfordern. Mehr Infos unter www.bls.ch/handicap
Begleiteter Zug / Selbstkontrolle
Auf der Strecke Bern–Spiez–Kandersteg–
Goppenstein–Brig können Sie Ihr Billett mit
einem Aufpreis von CHF 10.– während der
Fahrt lösen. Einen Klassenwechsel erhalten
Sie ohne Gebühr, der Mindestpreis beträgt
aber CHF 5.–.
Der Regio Lötschberger zwischen Spiez und
Zweisimmen verkehrt unbegleitet. Hier gilt
die Selbstkontrolle. Ohne gültigen Fahrausweis bezahlen Sie einen Zuschlag. Ihre Personalien werden erfasst. Der Zuschlag erhöht
sich im Wiederholungsfall.
Bediente Verkaufsstellen
An folgenden Bahnhöfen im LötschbergerGebiet sind wir bei Fragen oder für Dienstleistungen gerne persönlich für Sie da: Bern,
Münsingen, Thun, Spiez, Frutigen, Kandersteg, Brig und Zweisimmen. Die übrigen
Bahnhöfe sind mit mindestens einem Billettautomaten ausgestattet.
Fundservice
Sie haben im Zug oder am Bahnhof etwas
verloren oder vergessen? Dann geben Sie
einfach an der nächsten öV-Verkaufsstelle
eine Verlustmeldung auf (Gebühr CHF 15.–)
oder erstellen Sie eine Verlustmeldung im
Internet (kostenlos). Die BLS ist an den Fundservice der SBB angeschlossen, was eine
schweizweite und umfassende Suche ermöglicht. Nach vier und zehn Tagen informiert
Sie der Fundservice per SMS, E-Mail oder
Brief über den Stand der Suche.
Falls Sie etwas Wertvolles oder Wichtiges
verloren haben, empfehlen wir Ihnen die
Erstellung eines Suchauftrages. Damit wird
eine sofortige Suche in begleiteten Zügen,
in Bussen und an Bahnhöfen mit einer öVVerkaufsstelle eingeleitet (Gebühr CHF 50.–).
Mehr Infos unter www.sbb.ch/fundservice
Kundendienst
Haben Sie Fragen oder Anregungen?
Wir sind für Sie da.
BLS AG, Kundendienst
Genfergasse 11, CH-3001 Bern
Tel. +41 (0)58 327 31 32 (Mo–Fr, 7–19 Uhr)
Kontaktformular unter
www.bls.ch/kundendienst
Stand März 2015, Änderungen vorbehalten
126 | Broschüren bestellen
Broschüren zum Bestellen oder Herunterladen
de
Streifzug.
Kundenmagazin, Frühling 2015.
de
Jean-Michel Cina
«Es nervt, wenn Walliser aus
der Schweiz austreten wollen.»
ab Seite 6
Panoramakarte.
Frühling/Sommer/Herbst 2015.
Bern boomt – und
der öV ist mittendrin
ab Seite 10
Wie das Geld
zur BLS kommt
ab Seite 16
Streifzug
Kundenmagazin
im Gratisabo
www.loetschberger.ch
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Sommer und Winter
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Die Broschüren der BLS stehen zum Herunterladen bereit. Gerne senden wir Ihnen die
Broschüren auch kostenlos nach Hause. www.bls.ch/broschueren