koSTENfAkTor HuND HAppy END für „proBLEMHuND“

Tierfreund
MAGAZIN des Wiener Tierschutzvereins
ener
Ti
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Wi
sch utzv
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Kostenfaktor Hund
Was vor der Anschaffung beachtet werden sollte
Happy End für „Problemhund“
Wie Dustin seinen Lebensplatz fand
Herzensangelegenheit
Erkennung von Herzkrankheiten bei Vierbeinern
Spendenkonto - IBAN: AT19 6000 0000 0171 7000 BIC: OPSKATWW
www.wr-tierschutzverein.org
03/2015
Auch wir haben unseren Preis…
HUNDE
Tagessatz*: Informationen zur Tiervermittlung
EUR 22,-
weiblich
EUR 320,EUR 200,-
Katze / Kater (inkl. Kastration)EUR 165,- EUR 135,2 Katzen (inkl. Kastration) EUR 230,Bei Sorgentieren verringert sich die Gebühr um
maximal EUR 65,-
Gegebenfalls weitere Kosten für Hundetraining.
Katzen
Kaninchen / kastriert
EUR 80,- EUR 45,Kaninchen / unkastriert
EUR 30,Meerschweinchen / kastriert EUR 70,- EUR 40,Meerschweinchen / unkastriert EUR 20,Farbratte / unkastriert
EUR 9,Kanarienvögel
EUR 13,Wellensittich
EUR 18,-
EUR 14,-
Durchschnittliche Verweildauer: 50 Tage = EUR 700,Kastration Katze Kastration
Kater EUR 120,EUR 80,-
Eingangsuntersuchung inkl. Impfen,
Behandlung innerer und äußerer Parasiten,
Setzen des Mikrochips, falls noch notwendig: EUR 62,-
Bei allen Tieren können während ihres Aufenthaltes beim WTV zusätzliche Kosten für die Behandlung von Erkrankungen anfallen.
Kaninchen, stellvertretend für Kleintiere
Tagessatz*: EUR 10,-
Hundevergabe
Durchschnittliche Verweildauer: 20 Tage = EUR 200,Kastration Häsin Kastration
Bock Eingangsuntersuchung inkl. Impfen,
Behandlung innerer und äußerer Parasiten: 01/699 24 50-50
[email protected]
EUR 130,EUR 90,-
Katzenvergabe
01/699 24 50-64
[email protected]
EUR 45,-
Kleintiervergabe
Tierheim Öffnungszeiten für Besucher:
01/699 24 50-55
[email protected]
Mittwoch - Sonntag: 13:30-17:00 Uhr
Montag, Dienstag und Feiertag geschlossen!
*Der Tagessatz umfasst die Kosten des Tierheimaufenthalltes, für die Fütterung des Tieres, aber auch anteilige Kosten des laufenden Betriebs, wie
z.B. Ausstattung der Tierunterkünfte, Gehälter, Kosten für Energie und
Verwaltung, Reinigungsmittel, Abfallbeseitigung und vieles mehr.
Für die Vermittlung unserer Schützlinge ist eine dieser
Schutzgebühren zu entrichten. Zudem benötigen Sie einen
Lichtbildausweis und einen Meldenachweis.
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Aktiv genießen !
Urlaub
Pudelwohlfühlwoche
€ 450,-
7 Nächte / inkl. HP
Zusätzlich profitieren Sie von unserem
umfangreichen Leistungspaket wie:
Als Hotelgast der Residenz Bad Vöslau
verbringen Sie erholsame Tage an
• Begrüßungsgetränk
• Gratisparken in unserer Tiefgarage
• tägliches Aktivitätenprogramm
• Fitnessraum
• Bibliothek
• Hallenbad- und Saunabenutzung
• kulturelle Veranstaltungen
• hauseigener Waschsalon
• 24-Stunden- Schwesternnotruf
einem der schönsten Plätze Niederösterreichs und profitieren dabei von
allen Vorzügen des Hauses – so lässt
es sich auch im Alter zufrieden und
glücklich leben.
Wir bieten auch Aktives Wohnen für
junggebliebene Senioren an.
Ihr Vierbeiner ist natürlich herzlich
willkommen (€ 5,-/ Tag)
D
männlich
Hund (inkl. Kastration)
EUR 350,- EUR 300,Bei Sorgentieren verringert sich die Gebühr um
maximal EUR 150,-
Eingangsuntersuchung inkl. Impfen,
Behandlung innerer und äußerer Parasiten,
Setzen des Mikrochips, falls noch notwendig: EUR 92,-
Tagessatz*: Und wann übersiedelt Ihr ins neue Haus?
Schutzgebühr bei der Vermittlung ab Mai 2014
Durchschnittliche Verweildauer: 40 Tage = EUR 880,Kastration Hündin Kastration
Rüde Präsidentin am Wort
Unser Haushund Lilly
Information unter:
Florastraße 1-5, A-2540 Bad Vöslau
Telefon: 02252 / 755 55,
E-Mail: [email protected]
Es wird künftig zwei
Tierheime in bzw. für
Wien geben - ein ganz
neues im Norden und
unser großes TraditionsHaus im Süden.
iese und ähnliche Fragen höre
ich ziemlich oft. Wenn ich
antworte und klarstelle, dass unser
traditionsreiches Wiener Tierschutzhaus in Vösendorf (das bis 1998 am
Khleslplatz angesiedelt war) zwar
hoffentlich in den nächsten Jahren
in ein zeitgemäßes Neubau-Projekt
übersiedeln können wird, dass wir
aber noch geraume Zeit planen und
sparen müssen, bis es so weit ist,
kommen Missverständnisse zum
Vorschein.
Das in den Medien viel diskutierte und intensiv beworbene Projekt
„TierQuarTier“ im Norden Wiens
in der Nähe der Deponie Rautenweg
ist KEIN Projekt des Wiener Tierschutzvereins, sondern ein Vorhaben der Stadt Wien zusammen mit
der so genannten Tierschutzstiftung.
Diese Stiftung war ursprünglich mit
Hilfe der Stadt Wien zur Rettung
des WTV gegründet worden, da der
WTV 2006/2007, also nicht einmal
zehn Jahre nach der Übersiedlung,
durch die Tücken des Grundstücks,
das uns von der Stadt Wien zur Verfügung gestellt wurde (RaffinerieAltlast), in wirtschaftliche Engpässe
geschlittert war.
Letztlich konnten die Probleme aus
eigener Kraft und mit Hilfe unserer
treuen Mitglieder, Spenderinnen
und Spender weitgehend gelöst werden. Die Tierschutzstiftung hat sich
daraufhin verselbstständigt und mit
der Stadt Wien das Projekt eines
zweiten Tierheims entwickelt.
Dieser knappe Umriss der Ereignisse beschreibt nicht annähernd,
welch große Anstrengungen nötig
waren, wie sehr uns einzelne Menschen durch ihre (ehrenamtliche)
Arbeit und durch ihre Großzügigkeit
geholfen haben und - einige unserer
langjährigen Mitglieder werden es
wissen - wie viele Hürden und Konflikte überwunden werden mussten,
um heute sagen zu können: Es wird
künftig zwei Tierheime in bzw. für
Wien geben - ein neues im Norden
und unser großes Traditions-Haus
im Süden. Die Beteiligten werden
im Interesse der Tiere um eine möglichst gute und reibungslose Zusammenarbeit bemüht sein. Hinter
den Kulissen wurden Verträge ausgearbeitet und abgeschlossen und
Aufgaben verteilt. Vieles wird jetzt
neu geregelt: Bis das TierQuarTier
„voll“ ist - es ist für circa 150 Hunde
und 300 Katzen ausgelegt - kommen
Fundtiere ausschließlich ins TierQuarTier. Danach werden sie nach
der Reihenfolge des Auffindens aufgeteilt. Vögel und Wildtiere kommen weiterhin ausschließlich zu uns
ins Tierschutzhaus.
Jene Tiere, die von ihren Halterinnen und Haltern abgegeben werden,
können nur in Vösendorf, im Haus
des WTV, aufgenommen werden.
Wir betreten alle gemeinsam Neuland und anfangs wird es sicher auch
Pannen, Missverständnisse und ungewohnte Situationen geben. Mit
gutem Willen und für unsere Tiere
werden wir all diese Neuerungen
meistern.
Um eines bitte ich Sie alle von ganzem Herzen: Halten Sie den Tieren,
dem Tierschutz und dem Wiener
Tierschutzverein die Treue. Wenn
Sie Fragen, Wünsche oder Anliegen
haben, dann teilen sie uns das bitte
mit.
Der WTV ist primär für die Tiere da aber genauso für tierfreundliche
Menschen!
Ihre Dr.in Madeleine Petrovic,
Präsidentin des
Wiener Tierschutzvereins
TIERFREUNDWTV 3
INHALT
vortragsreihe
MÄRZ 2015
6
Neues aus dem WTV
Geschichten aus dem Tierschutzhaus
9
Happy End für Dustin
Wie der „Problemhund“ seinen Lebensplatz fand
10
Der Fall „Esperanza“
Ein Kampf ums Überleben
14
Wieviel kostet ein Hund?
Was man bei der Anschaffung bedenken sollte
16
Stellen Sie sich vor …
Teil 15 - Die WTV-Hundetrainerinnen
18
Hol mich bitte ab!
Schützlinge, die ein Zuhause suchen
22
Die Wahrheit über Tiertransporte
Zwischen Realität und Fiktion
28
Zurück in die Freiheit
Wie im WTV Wildtiere wieder ausgewildert werden
theorie und Praxis
hautnah erleben
– so lautet das Motto der Vortragsreihe des Wiener Tierschutzvereins im Jahr
2015. Immer am letzten Freitag des Monats von 18 bis 21 Uhr werden die
hauseigenen Hundetrainer in Zusammenarbeit mit externen Fachleuten im
Seminarraum des WTV Wissenswertes rund um den Hund weitergeben.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
TerminThema
30
Tierfreunde am Wort
LeserInnen über das Leben mit ihren
Ex-WTV-Schützlingen
31
Pro und Contra
Tierschutz unter der Lupe
35
WTV Dabei
Benefiz Gala zugunsten des WTV
Impressum
TIERFREUND, das Monatsmagazin des Wiener Tierschutzvereins für Mitglieder kostenlos (jährlicher Mitgliedsbeitrag EUR 32,-)
MEDIENINHABER, VERLEGER, HERAUSGEBER
Wiener Tierschutzverein, 2331 Vösendorf, Triester Straße 8
Telefon: 01/699 24 50, Fax: 01/699 24 50-98, ZVR-Nr.: 14 14 15 705
Spendenkonto: IBAN: AT19 6000 0000 0171 7000 BIC: OPSKATWW
PRÄSIDENTIN: Dr. Madeleine Petrovic - gesamtleitung: Susanne Borth, MSc - ChefrEDAKTION: Mag.(FH) Oliver Bayer - REDAKTION: Dr. Madeleine Petrovic, Marion
Wenny, Mag.(FH) Oliver Bayer, Dr. Michaela Partej, Mag. Marlen Janu, Mag. Marisa Hammer, Susanne Borth, MSc, Louise Petrovic, Robert Pflock, Darius Artin, Christine Schragel,
Mag. Karin Flaschka, Mag. Christina Pöder, Sophie Angerer, Lena Wogatai, Dr. Alexander Rabitsch, Martina Hinterwallner - TITELBILD: Shutterstock - FOTOS: WTV, Robert Pflock,
Darius Artin, Marion Wenny, Hermann Hofer, Mag. (FH) Oliver Bayer, Monika Pfeffer, Shutterstock, beigestellt - GRAFISCHE GESTALTUNG: AT MULTIVISON, www.atm.co.at KONTROLLIERTE AUFLAGE dieser Ausgabe: 51.000 Exemplare - Für freiwillig eingesandte Beiträge und Fotos übernimmt der Verlag im Fall von Verlust keinerlei Haftung.
Wir behalten uns das Recht auf Textkürzungen vor. Mit Namen versehene Beiträge geben die Auffassung des Autors wieder und müssen daher nicht zwingend die Meinung des
Wiener Tierschutzvereins repräsentieren. Satz- und Bildfehler vorbehalten.
Kontakt: [email protected]
REDAKTIONS- UND ANZEIGENSCHLUSS: jeweils am 15. des Vormonats
ANZEIGENPREISE: laut derzeit gültigen Mediadaten 01/2015
HERSTELLUNG, DRUCK, VERSAND: LEYKAM DRUCK GmbH & Co KG, Bickfordstraße 21, 7201 Neudörfl
4 WTVTIERFREUND
mit VEREINtem Wissen stark
EU Ecolabel : AT/28/005
„Bitte sammeln Sie Altpapier für Recycling“
30.01.2015
27.02.2015
27.03.2015
24.04.2015
29.05.2015
26.06.2015
28.08.2015
25.09.2015
30.10.2015
27.11.2015
Ort: ✔ Frustrationsverhalten
bei Hunden
✔ Ausdrucksverhalten
Alleine bleiben
Gemeinsam jagen mit dem Hund
Aufmerksamkeitssuchendes Verhalten
Tellington TTouch
Den Hund lehren, sich selber sinnvoll zu beschäftigen
Der hyperaktive Hund
An lockerer Leine gehen
Richtig Grenzen lehren
Wiener Tierschutzverein,
Seminarraum im 1. Stock
Kosten:Pfleger, Paten, Helfer kostenfrei
Mitglieder 15,- Euro,
regulärer Preis 25,- Euro
hinweis
Info
Immer am letzten Freitag des
Monats von 18 bis 21 Uhr
Anmeldungen unter [email protected]
TIERFREUNDWTV 5
neues aus dem tierschutzhaus
Schüler sammeln
für den WTV
D
ie Klasse 4a der Volksschule
Ebergassing sammelte unter
der Leitung ihrer Lehrerin Sandra
Tonn heuer bereits zum zweiten
Mal Futterspenden für das Wie-
ner Tierschutzhaus. Dabei wurde aber nicht einfach nur Futter
gesammelt, sondern die Kinder
bekamen vorab lehrreiche Infos:
„Wir haben im Unterricht besprochen, wie es den Tieren im Tierschutzhaus geht, welche Tiere es
dort gibt, wie man ihnen helfen
kann und welches Futter geeignet ist. Aber auch, dass Tiere sehr
oft nach den Ferien oder vor dem
Urlaub in Tierheimen landen“, so
Frau Tonn. Bei der aktuellen Aktion machten darüber hinaus auch
andere Klassen der VS Ebergassing mit. Der WTV sagt DANKE.
AKTUELL
Erfolgreiches
Benefiz-Ballett
D
ie Ballettschule Moza Wiener
Hofballett lud bereits zum
siebenten Mal kurz vor Weihnachten zu einer Advent Charity Gala
zugunsten des WTV. Rund 200
Gäste bestaunten die Vorführungen in der Orangerie des Schloss
Schönbrunn. Nun steht der Reinerlös fest: über 2.300 Euro an
Spenden gehen diesmal an den
WTV. Der Wiener Tierschutzverein bedankt sich sehr herzlich bei
Eva und Michael Moza für die
gelungene Veranstaltung und die
Organisation.
nen bei sich zuhause einen guten
Start ins Leben ermöglichen. Nähere Informationen und Details
unter: [email protected]
Girl Scouts zu
Besuch
E
Erfahrene Pflegeeltern gesucht
F
rühlingszeit ist Jungtierzeit.
Daher suchen wir erneut für
unsere Jungvögel und Babykätzchen in der Aufzucht von Tieren
erfahrene Menschen, die den Klei-
6 WTVTIERFREUND
ine Gruppe Girl Scouts (amerikanisches Pendant unserer
Pfadfinderinnen), die in Wien in
eine internationale Schule gehen,
besuchte uns kürzlich im WTV.
Die Mädchen wurden durch unser
Haus geführt und hatten auch Futterspenden für unsere Schützlinge
im Gepäck. Der WTV bedankt sich
für den Besuch und die im Nachhinein gesendeten Briefe und Zeichnungen über die offensichtlich tiefen Eindrücke der Mädchen.
Baumprofis
helfen Primaten
neues aus dem tierschutzhaus
Vegane Tierernährung
unmöglich oder sinnvolle Alternative?
Wir befinden uns in einer Zeit des Wandels, einer weiteren Evolution der
Menschheit. Immer mehr Menschen beginnen bewusst und aufmerksam
durchs Leben zu gehen und hinterfragen die Lebensmittelindustrie. Zum
D
er WTV wendete sich kürzlich
mit einem pflanzlichen Notfall an die Öffentlichkeit: Für die
Entfernung eines problematischen
Astes von einem Baum wurden erfahrene Hände gesucht. Besagter
Baum steht direkt neben unserem
Primatengehege (dort sitzen die beiden Schimpansen Rosi und Hiasi).
Einer der Äste, der bereits Bruchstellen aufwies, ragte deutlich über
das Gebäude. Eile war geboten.
Baumprofi Christian Johne meldete sich prompt. Seine Firma Happy
Trees ist genau auf solch problematische Fälle spezialisiert. So konnte
der klettersichere und schwindelfreie Profi das Problem in kurzer
Zeit beheben - und das kostenlos.
„Primaten liegen mir einfach am
Herzen. Außerdem sind wir ja quasi
Artgenossen, was die Kelterei betrifft. Daher helfe ich gerne, wenn
Gefahr droht“, sagt Johne. Und das
Beste: Auch der Baum selbst konnte geschont werden, denn der Ast
wurde nicht vollständig entfernt,
sonst bestünde die Gefahr, dass der
Baum abstirbt. „Ein toter Baum
wäre noch um vieles gefährlicher
für das Schimpansenhaus. Erfahrene Baumpfleger machen so etwas
nicht“, so Johne. Und Rosi und Hiasi? Die hatten einen Riesenspaß
beim Zuschauen. Ein herzliches
Dankeschön an Christian Johne und
sein Team!
einen aus ethischen Gründen, zum anderen wegen ihrer eigenen Gesundheit. Denn was für den Menschen nicht gut und gesund sein kann, ist es
genauso wenig für seinen Liebling den Hund.
Von Martina Hinterwallner
M
illionen von Menschen halten an dem Glauben fest, dass
Fertigfutter-Nahrung artgerecht sei,
ungeachtet dessen, sich auch darüber zu informieren, was wirklich
darin steckt oder woher die Zutaten
kommen. Andere sind überzeugt, ein
möglichst hoher Fleischanteil, womöglich noch roh, sei die beste und
artgerechteste Ernährung für ihren
Hund. Die wenigsten haben davon
gehört, dass unter anderem Straßenhunde und krankes oder verdorbenes Fleisch, das für menschlichen
Verzehr nicht verwendet wird sowie
weitere Abfallprodukte in Fertigfutter mitverarbeitet werden. Aufgrund
der ständigen Fleischskandale klingt
es bizarr, dass eine hohe fleischbasierte Nahrung am gesündesten sei.
Bringt’s Fleisch wirklich?
Klassische Zivilisationskrankheiten,
die bei Menschen vorkommen, wie
Diabetes, Herzinfarkte, Krebs oder
Allergien kommen genauso häufig
bei Hunden vor, meistens aufgrund
falscher Ernährung. Für die Tierfutter-Produktion werden Millionen
anderer Tiere getötet und grausame
Tierversuche unternommen. Täglich
erreichen uns neue Berichte über Lebensmittelskandale. Dioxine, multiresistente Keime, Listerien, hochgradig mit Schwermetallen belastete
Fische - nur einige Beispiele die gegen Fleisch und Fisch in Tiernahrung
sprechen. Der Hund hat sich in den
letzten 15.000 Jahren an die Ernährung des Menschen angepasst. Ergo
ist auch er im Strudel der Nahrungs-
mittelindustrie gefangen. Wussten
Sie, dass der älteste Hund der jemals
im Guinness Buch der Rekorde eingetragen war, 27 Jahre alt und ausschließlich vegan ernährt wurde?
Wie verhält es sich nun mit veganer
Ernährung für Tiere? Nur ein Trend,
der von Mensch auf Tier überschwappt oder ein sinnvoller und gesunder Weg für Ihr Tier?
Vortrag
Info
„Vegane Tierernährung - unmöglich oder sinnvolle Alternative?“
mit Martina Hinterwallner, Expertin für vegane Hundeernährung.
Donnerstag, 12. März 2015, 18 Uhr
Ort: Seminarraum des WTV
Eintritt: freiwillige Spende
zur person
Info
Martina Hinterwallner ist Autorin, Vegan Coach und Hundetrainerin und möchte mit ihrem
Buch „HEALTHY VEGAN
DOGS - Wie man Hunde gesund
vegan ernährt“ Menschen dazu
bringen, genauso bewusst und
aufmerksam auf die Ernährung
ihrer Hunde zu achten, wie sie
es auch bei sich selbst tun. Als
Hundekennerin und Hundemama liegt ihr die Ernährung ihrer
Vierbeiner genauso am Herzen
wie ihre eigene. Sie möchte
mehr Menschen motivieren, ihre
Hunde vegan zu ernähren und
das Futter frisch zuzubereiten.
Autorin Martina Hinterwallner wird
Tipps & Tricks zur veganen Hundeernährung geben und auch Kostproben servieren, die anschließend an
die Hunde verfüttert werden können.
Die Bücher von Martina Hinterwallner „HEALTHY VEGAN
DOGS - Wie man Hunde gesund
vegan ernährt“ und „DELICIOUS
vegan, raw & Superfoods - die
wirklich gesunde Küche“ können
vor Ort gekauft werden, gerne
auch von der Autorin signiert.
Anmeldung unter 01/699 24 50 - 17
oder unter [email protected]
TIERFREUNDWTV 7
Osterfest
im Wiener Tierschutzverein
Triester Straße 8, 2331 Vösendorf
Happy End
Für „Problemhund“ Dustin
Er war ein Hund, der niemanden an
sich heranließ. Die Chancen auf einen
Lebensplatz standen dementsprechend schlecht. Doch dann änderte
sich alles.
Von Mag. (FH) Oliver Bayer
E
Sonntag, 29. März 2015
11:00 - 17:00 Uhr
Flohmarkt
8 WTVTIERFREUND
Mehr Informationen unter
www.wr-tierschutzverein.org
[email protected]
oder 01 699 24 50 - 17
rinnern Sie sich noch an Dustin? Unsere Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter sehr wohl. Der
Boarder Collie-Mix hatte wahrlich
kein leichtes Schicksal. Mitte 2008
wurde der Hund freilaufend auf einem Parkplatz gefunden und zu uns
ins Tierschutzhaus gebracht. Zunächst verhielt er sich eher unauffällig, bald jedoch wurde klar, dass
Dustin eine schlimme Vorgeschichte hinter sich haben muss. Er zeigte
eine äußerst niedrige Frustrationsschwelle, hatte Probleme mit engen,
geschlossenen Räumen, verteidigte
seine Nahrung, ließ niemanden an
sich heran und war generell schwer
zu führen. „Es war sehr genaues Lesen seiner Körpersprache nötig, um
gefahrlos mit ihm umgehen zu können“, erinnern sich die Pfleger unseres N-Stalls, wo derartige Fälle untergebracht und fachkundig betreut
werden. Ergo galt Dustin als äußerst
schwer vermittelbar und die Pfleger
machten sich wenig Hoffnung, den
Hund in kundige Hände vergeben
zu können.
Hundebesitzer, erfuhr von Dustins
Schicksal. Er selbst hatte sich kurz
zuvor von seinem 16 Jahre alten
Bearded Collie verabschieden müssen und wollte eigentlich so schnell
keinen neuen Hund. „Doch dann
sah ich Dustin auf der Website des
WTV und dachte nur - da muss ich
hin“, sagt Reisinger. So machte er
sich von Kärnten nach Vösendorf
auf, um Dustin zu besuchen. Und
der erste Augenblick der Zusammenkunft hinterließ Eindruck: „Da
kommt dieser nicht vermittelbare
Hund zwischen meine Knie, schaut
mich an und lässt sich streicheln.
Die Pfleger waren verblüfft. Der
Hund hat sich mich einfach ausgesucht“, erinnert sich Reisinger. So
trat Dustin mit seinem neuen Besitzer die Heimreise nach Kärnten
an, allerdings nicht ohne Bauchweh: „Es wurde befürchtet, dass der
Hund bald wieder da sein würde.
Das wollte ich auf keinen Fall, denn
damit hätte ich ihm eine weitere
Enttäuschung in seinem Leben bereitet“.
Dann änderte sich im Jänner 2014
alles. Peter Reisinger, pensionierter Apotheker und seit 30 Jahren
Nun, ein Jahr später, lebt Dustin,
mittlerweile acht Jahre alt, immer
noch bei Herrn Reisinger in Techels-
berg am Wörther See. Das wird sich
nicht mehr ändern. Obwohl, wie der
Hundekenner berichtet, der Anfang
mit Dustin nicht so leicht war: „Er
wollte seinen Kopf durchsetzen und
ich als Mensch musste mich erst bei
ihm beweisen, damit er zu mir Vertrauen fassen konnte“, so Reisinger.
Dies scheint wunderbar geklappt zu
haben: Dustin genießt Bootsfahrten
mit seinem Herrchen auf dem Wörther See, lässt sich problemlos vom
Tierarzt untersuchen und weicht
seinem Menschen nicht mehr von
der Seite. Dinge, die vor einem
Jahr unvorstellbar gewesen wären.
„Er ist ein lieber Kerl geworden.
Er brauchte nur jemanden, der für
ihn da ist“, sagt Reisinger ganz unbescheiden. So kommt Dustin nun
jeden Tag um sechs Uhr zu seinem
Herrchen ins Schlafzimmer, steckt
die Schnauze unter die Decke und
es heißt „Bitte streicheln“. Einen
gesundheitlich positiven Effekt hat
die Sache auch: „Er ist mein Therapiehund. Ohne ihn würde ich die
Kilometer, die wir täglich gemeinsam zurücklegen, niemals gehen.
Er hält mich fit und besiegt meinen
inneren Schweinehund“, erzählt
Reisinger.
TIERFREUNDWTV 9
Von Mag. (FH) Oliver Bayer
Die dilettantisch angelegten Verbände gruben
sich tief ins Fleisch der Hündin
Esperanza bei der Erstuntersuchung im Wiener Tierschutzhaus
Eineinhalb Wochen nach intensiver Behandlung: immense Fortschritte sichtbar
ein sieg
starken Schmerzmitteln, hochdosierten Antibiotika, Infusionstherapien, Lasertherapie zur Förderung
der Wundheilung, Plasmatransfusionen und Käsepappeltee behandelt.
für Esperanza
Derartige Geschichten
schreibt nur das Leben:
eine schwerverletze
Pekinesin, die in einem
Keller abgelegt wurde,
kämpfte im WTV ums
Überleben - und gewann.
E
in Hundeschicksal, das seinesgleichen sucht: Die Tierrettung des Wiener Tierschutzvereins
(WTV) befreite Ende Jänner eine
schwer verletze Hündin aus einem
Keller eines Wohnhauses in Wien
Meidling. In einem Abteil wurde in
einer Decke ein junges, schwer verletztes Pekinesen-Mix-Weibchen
geborgen und umgehend ins Wiener Tierschutzhaus nach Vösendorf
gebracht.
Körper von Wunden übersät
Bei der genauen Untersuchung
durch die WTV-Tierärztinnen
bot sich ein schreckliches Bild.
Die circa einjährige Hündin, war
überwiegend in Bandagen einge-
10 WTVTIERFREUND
Behandlungen fruchteten
wickelt, von denen bereits starker Verwesungsgeruch ausging.
Die Verbände hatten sich bereits
derart in das Fleisch des Tieres
gefressen, sodass eine schmerzfreie Entfernung nur unter Narkose möglich war. Die Abnahme
der Verbände förderte dann das
schreckliche Ausmaß des Leidens
zutage: Fast der gesamte Körper
der Hündin war mit tiefgreifenden,
eitrigen und nässenden Wunden
sowie Hautablösungen übersät.
Den WTV-Tierärztinnen zufolge
handelte es sich dabei mit hoher
Wahrscheinlichkeit um Verbrennungen durch Wasser oder Dampf.
Insgesamt dauerte die Notversorgung der Pekinesin rund eineinhalb Stunden. Das Tier wurde mit
Nicht nur unsere Tierärztinnen,
sondern der gesamte WTV bangte um das Leben der Hündin, denn
es war lange unklar, ob es trotz
intensiver Pflege und Therapien
durch die Schwere ihrer Verletzungen nicht doch noch zu einem Unglück kommt. Doch Esperanza, wie
die Hündin bereits kurz nach ihrer
Einlieferung bei uns getauft wurde,
wurde ihrem Namen (Spanisch für
Hoffnung, Anm. d. Red.) mehr als
gerecht. Von Anfang an ließ sie die
Behandlungen ruhig über sich ergehen und man merkte ihr an, dass sie
eine echte Kämpfernatur ist. Knapp
eineinhalb Wochen nach ihrem Auffinden konnte endgültig Entwarnung gegeben werden: Esperanza
war zu 100 Prozent über den Berg.
Die Bemühungen der WTV-Tierärtzinnen trugen Früchte. Nicht nur ihr
Leben konnte gerettet werden, auch
Esperanza nach ein paar Tagen bei uns – kleine
Ausflüge ins Freie waren schon erlaubt
ihr Gesundheitszustand hatte sich
deutlich gebessert. Esperanza selbst
merkt man ihre immensen Fortschritte ebenfalls an: Sie ist mittlerweile sehr aufgeweckt, quietscht
und bellt vor Freude wenn man sie
besucht, freut sich über jeden Kontakt mit Menschen und geht schon
gerne für Spaziergänge raus ins
Freie.
Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle auch an die vielen Tierfreundinnen und Tierfreunde, die
teils durch unser Haus, teils aus den
Medien von Esperanzas Schicksal
erfahren haben und sich bei uns gemeldet, ihre Hilfe angeboten und
gespendet haben. „Dieser Fall zeigt
ganz klar, wie wichtig die Unterstützung der Bevölkerung für den Wiener Tierschutzverein ist. Ein Fall
wie dieser kostet mehrere tausend
Euro, bis die Hündin wieder ganz
genesen ist. All jenen, die kritisieren, dass wir auch für die Abgabe
von Tieren einen kleinen Unkostenbeitrag verlangen, sei gesagt: Auch
dieses Geld fließt genau in derartige
Fälle“, so WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic.
Auch die Pfoten bleiben von den Verletzungen
nicht verschont
TIERFREUNDWTV 11
von Mag. Karin Flaschka
Wie viel kostet ein Hund?
Ein Hund bedeutet viel Freude, Abwechslung und Zuneigung und ist auf jeden Fall eine große Bereicherung, die mit Geld
nicht aufzuwiegen ist. Es kommen jedoch auf den Hundehalter eine ganze Menge Kosten zu, die bei der Anschaffung
eines neuen Mitbewohners bedacht und kalkuliert werden müssen - und das ein ganzes Hundeleben lang.
Bereits beim Kauf oder der Adoption eines Hundes entstehen Kosten. Im Tierheim ist jedenfalls eine Schutzgebühr zu entrichten (im Wiener Tierschutzhaus 300.- bzw. 350.- Euro). Ein
Hund vom Züchter kann bis zu mehreren tausend Euro kosten. Von der Aufnahme eines „Billighundes“ (Straßenkauf, Hinterhofzucht, etc.) ist dringend abzuraten. Oft sind diese Tiere mit
Parasiten übersät oder haben schwere Erkrankungen und die folgenden Tierarztrechnungen
explodieren.
Kostentabelle für Hunde
Info
Anschaffung (Tierschutzhaus)
300.- Rüde
350.- Hündin
Anschaffung (Züchter)
ab ca. 1.000.-
Zur „Erstausstattung“ eines Hundes zählen - neben Futter und Leckerlis - natürlich sein Hundekörbchen, eventuell Spielzeug, Kau- und Beschäftigungsartikel, ein Brustgeschirr, eine Leine, ein Maulkorb und bei manchen Hunden auch ein Mäntelchen. Je nach Qualität der Produkte muss man mit einer Investition von einigen hundert Euro rechnen.
Chippen und registrieren
ca. 80.- / einmalig
Impfungen
ca. 120.- / jährlich
Vorbeugung gegen Parasiten
ca. 100.- / jährlich
Ein Hund aus dem Tierheim oder von einem Züchter sollte bei der Vergabe bereits gechippt
und geimpft sein. Die meisten Tierheime geben ihre Hunde auch schon kastriert ab. Sollte ein
Hund auf einem anderen Weg zu Ihnen kommen, entstehen auch hier nochmals Kosten. Ein
jährlicher Besuch beim Tierarzt für einen kurzen Check und die regelmäßigen Impfungen sind
unbedingt anzuraten, ebenso die vorbeugende Behandlung gegen Parasiten (Flöhe, Zecken,
Würmer).
Kastration
ca. 400.- (Hündin)
Futter und Leckerli
ab ca. 100.- / Monat
Kau- und Beschäftigungsartikel
ca. 20.- / Monat/ nach Bedarf
Hundekorb
ca. 50.- / nach Bedarf
Brustgeschirr, Leine, Maulkorb
ca. 100.- / nach Bedarf
Haftpflichtversicherung
ca. 50.- / Jahr
Krankenversicherung
ab ca. 40.- / Monat
Hundeführschein
40.- / einmalig pro Pers. und Hund
Hundesteuer
72.- / Jahr (Wien)
Hundesitter / Hundepension
ab ca. 30.- / Tag
Hundetrainer ab ca. 40.- / Stunde
Hundeschule
ab ca. 150.- / Zehnerblock
Medikamente
nach Bedarf
Tierarzt
nach Bedarf
Wird ein Hund älter und die „Wehwechen“ häufen sich, sind unter Umständen regelmäßige
Besuche beim Tierarzt vonnöten.
Eine Kranken- und Haftpflichtversicherung verhindert im „Ernstfall“ (Erkrankung, eine notwendige Operation oder auch eine Beschädigung durch den eigenen Hund), dass unerwartet
hohe Ausgaben das eigene Budget sprengen und somit finanzielle Engpässe entstehen.
Jede Gemeinde hebt übrigens eine Hundesteuer ein. In Wien beträgt diese derzeit 72 Euro pro
Jahr für den ersten, 105 Euro pro Jahr für jeden weiteren Hund. Für sogenannte „Listenhunde“
ist für jeden, der mit dem Hund unterwegs ist, in Wien der Hundeführschein abzulegen, der
natürlich auch mit Gebühren verbunden ist.
Der Besuch einer Hundeschule oder die Inanspruchnahme eines privaten Hundetrainers schlagen ebenso mit Ausgaben zu Buche wie beispielsweise eine Urlaubsbetreuung durch eine
Hundepension. Oft muss auch in einen Hundesitter oder Dogwalker investiert werden, wenn
der Hund noch nicht allein bleiben kann.
Alles in allem kommen im Laufe eines Hundelebens Kosten in der Größenordnung eines
Kleinwagens auf den Hundehalter zu. Doch die zusätzliche Lebensqualität, die man durch
seinen Hund gewinnt, ist jeden einzelnen Cent wert.
12 WTVTIERFREUND
(Manche Kosten können je nach Anbieter und Region in Österreich abweichen)
TIERFREUNDWTV 13
Oldies, but Goldies
Diavolo
ist ein zwölfjähriger Rüde, der
schon einige Jahre auf ein gutes
Zuhause wartet. Dank seiner lieben Paten und Pfleger hat er bei uns
vieles gelernt. Er geht entspannt an
der Leine, mag zwar keine anderen
Hunde, kann allerdings ruhig und
mit etwas Abstand an ihnen vorbei
gehen. Er wurde einmal vergeben
und kam leider wieder zurück, da
er nicht alleine bleiben kann. Im
Stall hat er es am liebsten, wenn
seine Türe etwas offen steht und er
das Treiben auf den Gängen mitbekommt. Er ist nach wie vor ganz
begeistert von langen Spaziergängen und macht bei jedem Training
begeistert mit und würde sich sehr
freuen, wenn er seine letzten Jahre
mit einem Herzensmenschen teilen
dürfte.
Hunde, denn trotz ihres Alters ist
sie unglaublich lebhaft. Leider hat
sie eine Futtermittelallergie und
benötigt spezielle Nahrung. Bekommt Sie ihr Spezialfutter, gibt
es keine Probleme und sie lässt so
manchen unserer jungen Hüpfer alt
aussehen. Natürlich braucht auch
sie zwischen den Ausflügen einen
guten Schlafplatz, um sich wieder
aufladen zu können. Sie kuschelt
sehr gerne und freut sich über jede
kleine Aufmerksamkeit.
Die WTV-Tierärztinnen kämpften um das Leben einer jungen Katze,
die mehr als zwölf Luftballons verschluckte.
Wolly
ist zwölf Jahre alt und ein putziger
Zeitgenosse. Als West Highland
Terrier erobert er alle Herzen und
ist bis auf eine Sache völlig unkompliziert: Denn anscheinend hat
er gerade bei uns viel Stress und
markiert deswegen einfach überall
hin. Somit müsste man zu Beginn
sicherlich mit ihm an seiner Stubenreinheit und seinem Markierverhalten arbeiten.
Von Mag. (FH) Oliver Bayer
E
Rico
Kelly
ist schon stolze 13 Jahre alt. Sie
schätzt weder Katzen noch andere
14 WTVTIERFREUND
Kampf um Katze „Hope“
ist auch schon zehn Jahre alt und
der Bravste, wenn er in seinem
Zwinger ist. Dort zerstört er nichts
und genießt seine Kuschelplätze. Er
ist generell sehr harmoniebedürftig: Mit ruhigen Hunden versteht
er sich gut, wenn sie aber hektisch
oder unsicher sind, stresst ihn das
sehr. Stress ist überhaupt ein großes
Thema für ihn, denn ein jeder Spaziergang ist für ihn einfach überwältigend und er sucht dann sofort
nach Dingen an denen er sich abreagieren kann. Deswegen bräuchte
er einen ruhigen Platz mit Garten
am Land.
Leon
ist ein blinder Shar-Pei, der auch
kleine Hautprobleme hat. Mit ihm
sind nur kleinere Spaziergänge
möglich. Er schnüffelt sich gern
seinen Weg durch unsere Ausläufe
und sucht nach Keksbröseln. Denn
Leon ist immer hungrig, aber auch
bereit, für ein Leckerchen etwas zu
tun. Deswegen würde er sich sicherlich besonders über einen Gartenplatz freuen.
inen derart dramatischen Fall
sehen auch die Tierärztinnen
des Wiener Tierschutzvereins nicht
alle Tage. Eine junge Katzendame,
die als Fundtier von der Tierrettung
des WTV Anfang Jänner aus dem
22. Bezirk geholt wurde, erwies
sich bereits kurz nach der Einlieferung als Notfallpatient. Nachdem
sich das circa einjährige und stark
abgemagerte Tier am Morgen darauf mehrmals erbrochen hatte, wurde es umgehend auf Verdacht von
Fremdkörpern untersucht, der leider bald darauf durch ein Röntgen
bestätigt werden musste. Die Katze
wurde daraufhin notoperiert. Dabei
kam ein unfassbarer Fund zutage:
Das Tier hatte insgesamt zwölf ganze Luftballons sowie 29 BallonhalsStücke verschluckt.
WTV kämpft um jedes Tierleben
Die Ärztinnen kämpften über eine
Stunde um das Leben der Katze.
Noch während der OP erhielt sie
den Namen „Hope“. Zwar verlief
der Eingriff an sich erfolgreich und
die Fremdkörper konnten allesamt
entfernt werden, die Überlebenschancen waren aufgrund ihres körperlichen Zustands allerdings sehr
schlecht. Leider verstarb „Hope“
noch am selben Abend. Laut den
WTV-Tierärztinnen dürften sich die
Ballons schon seit längerer Zeit im
Körper der Katze befunden haben.
„Wir kämpfen um jedes Leben,
auch in nahezu aussichtslosen Fällen. Diesmal haben wir leider verloren, beim nächsten Mal werden
wir wieder gewinnen“, sagt WTVPräsidentin Madeleine Petrovic.
Wie und warum die Katze eine derart große Menge an Ballons verschlucken konnte, bleibt unklar.
„So einen Fall hatten wir noch nie.
Fremdkörper werden leider immer
wieder verschluckt, aber dieser Fall
ist extrem. Da es sich um eine sehr
junge Katze handelt, könnte es sein,
dass das Tier hinter Ballons, die
aufgeblasen und dann losgelassen
worden sind, hinterhergejagt ist und
die „Beute“ dann verschluckt hat.
Dass eine Katze einfach so Ballons
frisst, scheint sehr unwahrscheinlich“, so Petrovic.
Dabei sollte doch gerade in der
Faschingszeit wo Ballons, Girlanden & Co. immer ein Risiko für
Haustiere darstellen, besonders auf
deren Sicherheit geachtet werden.
„Jedenfalls hätte die Katze niemals
an die Ballons herankommen dürfen. Gerade bei jungen Tieren ist der
Spieltrieb sehr ausgeprägt. Bänder,
Schnüre, Kleinteile oder auch Gummitiere oder Ballons - alles kann zum
Verhängnis werden. Es ist die Verantwortung der Tierhalterinnen und
Tierhalter darauf zu achten, dass aus
einem vermeintlich lustigen Spiel
nicht eine lebensbedrohliche Tragödie wird“, so Petrovic abschließend.
TIERFREUNDWTV 15
1
Von Marion Wenny
2
STELLEN SIE SICH VOR …
TEIL15: die Hundetrainer
Im Hundebereich ist mehr
als nur die Pflege und
Beschäftigung der knapp
250 Schützlinge gefragt.
Das Training und die bestmögliche Vermittlung der
Tiere stehen ebenso im
Vordergrund der täglichen
Versorgung. Dabei ist bei
den vier Hundetrainerinnen
Frauenpower angesagt.
S
o gliedert sich die Schulung
von Patinnen und Paten in zwei
große Segmente: Die Betreuungspaten, die mehrmals wöchentlich
mit Schützlingen spazieren gehen
und trainieren und die Patenschaften mit Fixübernahme, die einen
leichteren Start im neuen Zuhause garantieren sollen (siehe Ausgabe 10/2014, Seite 23). Nebst
Schulung von externen Personen
- auch in Form von Seminaren
und Workshops unter dem Motto
„Mit VEREINtem Wissen stark!“
- zählt auch die Ausbildung der eigenen Kolleginnen und Kollegen
im Pflegebereich zu den Aufgaben
der Hundetrainerinnen.
Mag. Gudrun Braun (1) kann
auf eine lange Karriere zurückblicken: Sie hat, zusätzlich zum
Studium der Verhaltensbiologie,
die Tellington TTouch Ausbildung
für Kleintiere und die International Animal Welfare Ausbildung
16 WTVTIERFREUND
4
3
absolviert. Außerdem ist sie „Tierschutzqualifizierte Hundetrainerin“,
Hundeführscheinprüferin
und befähigt, den niederösterreichischen Sachkundenachweis abzunehmen. Bereits seit Oktober
2004 ist Gudrun Braun Teil des
Teams. Ihr persönlich gefällt die
Abwechslung: verschiedene Tiere,
mit denen sie arbeiten kann, eine
Trainingsstunde mit einem Hund
und danach eine Kinderführung.
Für Gudrun ein Traumjob. Die
größte Herausforderung für sie
ist, den Menschen, die einen Hund
übernehmen wollen, richtig Informationen zu vermitteln, damit sie
auch umgesetzt werden. Die zweifache Mutter besitzt nebst Meerschweinchen, Fischen und griechischen Landschildkröten, einen
fünfzehnjährigen Spitz.
durch ihren mehrjährigen Einsatz
als Betreuungspatin. Als Hauptverantwortliche für die Hundevergabe im Haus ist für sie die größte
Herausforderung, den Menschen
die speziellen Bedürfnisse eines
Hundes näher zu bringen, der vielleicht schon viele Jahre im Tierheim verbracht hat. Nach ihrem
Studium an der WU (Handelswissenschaft) machte Karin die Ausbildung zur Hundepsychologin
an der Gesundheitsakademie und
laufend Fortbildungen im Bereich
Hundetraining. Auch Karin trägt,
ebenso wie ihre Kollegin Gudrun,
das Gütesiegel „Tierschutzqualifizierter Hundetrainer“. Sie selbst
ist stolze Besitzerin einer BassetHündin. Dass der Job nicht nur
Sonnenseiten hat, ist für sie klar.
Traurig ist, wenn sich für einen
Hund trotz aller Bemühungen kein
Zuhause finden lässt. Dennoch ist
dieser Job „das Beste, was mir
je passieren konnte“. Wenn ein
Langsitzer oder ein schwieriger
Hund ein neues Zuhause findet,
freut sie sich umso mehr.
Mag. Karin Flaschka (2) ist seit
September 2011 im WTV tätig,
kannte den Betrieb aber bereits
Almut Windisch (3) absolvierte
die TrainerInnenausbildung bei Turid Rugaas und Anne Lill Kvam
und die IDBTS-Ausbildung bei
Sheila Harper, bevor sie im April
2013 ins Wiener Tierschutzhaus
kam. Ihre beiden Hunde, zwei
„Pensionisten“, sind der Grund,
dass sie jetzt ihren Herzensberuf
ausübt und oft auch ihre besten
Lehrmeister. Ihr Ziel ist es, einfühlsam und respektvoll auf jedes
Hund-Mensch-Team einzugehen.
Die größte Herausforderung dabei ist, Menschen dort abzuholen, wo sie wissensmäßig stehen.
Schwer zu verkraften ist für Almut, wenn Hunde ihre letzte Reise im Tierheim antreten müssen.
Wenn diese Hunde keine Chance
hatten, ihr Leben in einer Familie zu genießen. Aber auch die
Langsitzer gehen ihr sehr nahe:
„Diese wunderbaren Hunde, die
teilweise nur einen „Fehler“ haben, nämlich älter als drei bis vier
Jahre zu sein oder im Körper der
„falschen Rasse“ geboren worden zu sein“, sagt Almut. Wenn
aus ehemaligen „Angsthasen“
lebensfrohe und vertrauensvolle
Hunde werden, erlebt Almut ihre
schönsten Momente. Wenn ihnen
dann noch ein Lebensplatz geschenkt wird, fließen schon mal
Freudentränen.
Christine Schragel (4) war bereits
2004 im WTV tätig bevor sie im
November 2013 wieder zum Team
stieß. Sie kann auf eine umfassende Ausbildung zurückblicken. Unter anderem: Tellington TTouch
für Kleintiere Practitioner2, Akademische Kinesiologie der ÖAKG,
Trainertätigkeiten bei verschiedenen Rettungshundeorganisationen
und von 1996 -2004 Tiergestützte
Therapie. Die größte Hürde stellt
für Christine der Einklang zwischen Mensch und Tier dar. Zeitmangel ist ebenso eine Schwierigkeit: Es gibt immer viel zu tun und
zu wenige Stunden am Tag dafür.
Ihre beiden Chesapeake Bay Retriever stammen aus Kanada und
den USA. Ihr persönliches Statement zur Arbeit im Tierheim: „Gemeinsam verbessern wir Schritt
für Schritt jeden Tag ein kleines
Stückchen Leben.“
Die Hundetrainerinnen möchten
an dieser Stelle den Patinnen und
Paten, die sich bei jedem Wetter
fürsorglich um die Schützlinge
kümmern, für ihr Engagement, gemeinsame Trainingserfolge und die
dadurch ermöglichten Vergaben
herzlich danken.
TIERFREUNDWTV 17
Wir suchen ein Zuhause
HOL MICH BITTE AB
Unsere Schützlinge
auch im Fernsehen
„Tier sucht Freund“,
jeden Donnerstag um 18:05 Uhr
bei „Guten Abend Wien“
Die Links zu bereits ausgestrahlten
Sendungen finden Sie auf unserer
Homepage.
Puma
Prot.Nr. 1411299
Eddi
Prot.Nr. 1210997
TierVergabe Telefon 01 / 699 24 50
HOL MICH BITTE AB
Herbert
Prot.Nr. 1421468
Mister Carter
Prot.Nr. 1421205
Chihuahua
männl./kastr., 7 Jahre
Hauskatze
männl./kastr., 15 Jahre
Hauskatze
männl./kastr., 5 Jahre
- kleiner Mann mit großem Charakter
- kann brav alleine bleiben
- ist sehr unsicher bei anderen Tieren und Menschen
- keine Kinder im Haushalt
- verträglich mit anderen Katzen
- sucht einen Wohnungsplatz, eventuell mit
Balkon
- leidet an einer Schilddrüsenüberfunktion
- anfangs menschenscheu
- muss erst Vertrauen fassen
- dann lieb und verschmust
- Wohnung mit Balkon wäre ideal
Aron
Rosi
Prot.Nr. 1411044
Prot.Nr. 1421467
Puppi & Chipsy
Prot.Nr. 1421296
Prot.Nr. 1421297
Staffordmischling
männl./kastr., 7 Jahre
Staffordmischling
männl./kastr., 10 Jahre
Hauskatze
weibl., 12 Jahre
Hauskatzen
weibl./kastr., 13 J. & weibl., kastr., 9 J.
- verträgt sich mit größeren Kindern
- möchte das einzige Tier im Haushalt sein
- sehr freundlich
- bleibt gerne brav alleine
-
-
-
-
- als Zweitkatze geeignet
- eher ruhig
-familienfreundlich
- suchen gemeinsam einen Wohnungsplatz
- Kinder sollten schon etwas größer sein
- sind beide ruhig und verschmust
- Puppi benötigt einmal täglich Herzmedikamente
Nora
Paule
Drizella
Brian
Prot.Nr. 1411387
noch sehr aktiv für sein Alter
verträgt sich mit Hündinnen
sehr freundlich und verschmust
kann alleine bleiben
Prot.Nr. 1510006
Prot.Nr. 1421692
Prot.Nr. 1520047
Schäfermischling
weibl., 7 Monate
Dackelmischling
männl./kastr., 2,5 Jahre
Hauskatze
weibl./kastr., 4 Jahre
- sucht einen Platz als Zweithund
- bereits vorhandener Hund im Haushalt sollte
ihr Sicherheit geben können
- bleibt brav alleine
- nur zu größeren Kindern
- verträgt sich gut mit anderen Hunden
- braucht Menschen mit Hundeerfahrung
- kann brav alleine bleiben
- sollte nicht zu Kindern vermittelt werden
- zu Zweitkatze dazu
- Gartenplatz wäre optimal
- ist sehr schüchtern
- keine Kinder
- sucht ein Zuhause mit Garten
- keine Kinder
- kann beim Spielen sehr grob werden
Aska
Lilo
Zwerghamster
Wellensittiche
Dsungarische Zwerghamster freuen sich auf ein
neues Zuhause.
Einige Wellensittiche warten noch auf einen
schönen Lebensplatz.
Prot.Nr. 1410368
Prot.Nr. 1510013
Kaukasen-Mischling
weibl./kastr., 2 Jahre
Spitzmischling
weibl., 8 Jahre
• braucht Haus mit Garten
• sucht Menschen mit Rasseerfahrung
• verträgt sich gut mit Rüden
• Kinder sollten schon größer sein
- sehr bewegungsfreudig und aktiv
- am Anfang sehr schüchtern
- verträgt sich gut mit Rüden
- ist sehr bellfreudig
Annie Sue
Albo
Prot.Nr. 1310829
Prot.Nr. 1411273
Englische Bulldogge
weibl./kastr., 5 Jahre
Stafformischling
männl., 2 Jahre
- ist verträglich mit Hunden und Katzen
- sucht ruhiges Zuhause in ländlicher Gegend
- kann vermutlich alleine bleiben
- Menschen mit Rasseerfahrung bevorzugt
- bleibt sehr brav alleine
- fährt gerne im Auto mit
- im Tierheim sehr gestresst und nervös
- sucht Menschen mit Hundeerfahrung
18 WTVTIERFREUND
Vogelspinne
Eine Vogelspinne wünscht sich einen neuen
Besitzer.
Hauskatze
männl./kastr., 3 Jahre
WICHTIG:
Bitte denken Sie daran, Meldezettel und Lichtbildausweis mitzubringen! Bei der Adoption eines Tieres ist ein
Unkostenbeitrag zu entrichten.
Tiervergabe:
Mittwoch-Sonntag von 13.30 bis 17.00 Uhr geöffnet.
Besuchen Sie unsere Schützlinge auch auf Facebook.
TIERFREUNDWTV 19
HundeVergabe Telefon 01/699 24 50-50
KatzenVergabe Telefon 01/699 24 50-64
Beauty und Shana -
Kater Willi -
zwei schüchterne Hundedamen mit Charakter
Senior will endlich zu Hause ankommen
Beauty
Willi
Die siebenjährige, kastrierte Staffordshire Terrier-Mix
Hündin (Protokollnummer 1010009) ist beim ersten
Kennenlernen nicht gleich sehr offenherzig. Beauty
ist anfangs recht schüchtern und braucht ihre Zeit, um
zu Menschen Vertrauen zu fassen. Ist das Eis aber erst
gebrochen, entwickelt sie sich zu einer richtigen Frohnatur, die gerne kuschelt und schmust. Beauty wäre
aber gerne das einzige Tier im Haushalt, denn neben
anderen Hunden schätzt sie auch Katzen nicht sehr.
Beauty ist Allergikerin und benötigt daher spezielles
Futter. Ansonsten liebt die Hündin lange Spaziergänge
in ruhiger Umgebung und Beschäftigungsmaterial wie
Kongs. Beauty kann vermutlich alleine bleiben und ist
stubenrein.
Diesmal möchten wir den silbergrauen Charmeur
„William“, seit seinem Einzug ins Tierschutzhaus von
allen Pflegern „Willi“ genannt, vorstellen (Protokollnummer: 1421034). Willi war, als er im September
2014 zu uns kam, leider kein Unbekannter. Er wurde
schon von seinem Erstbesitzer im Jahr 2011, wegen
der Änderung seiner Lebenssituation, im Tierschutzhaus abgegeben. Nachdem er nach einem nicht allzu
langen Aufenthalt von uns weiter vermittelt werden
konnte, schien Willi, damals im besten Kateralter von
vier Jahren, endlich angekommen zu sein. Leider war
auch das nicht der passende Platz für den eigenwilligen Kater. So musste der arme Willi, mit seinen nun
sieben Jahren, schon wieder Tierheimluft schnuppern
und erneut bei uns einziehen.
Shana
Shana (Protokollnummer 1010116) ist eine ca. sieben Jahre alte Mischlingshündin, die bei uns noch auf das passende Zuhause wartet. Sie wurde freilaufend gefunden und
war anfangs sehr ängstlich. Shana ist eine eher unsichere
Hündin, die Zeit braucht, um sich an fremde Personen und
ungewohnte Situationen zu gewöhnen. Ist das Eis jedoch
gebrochen, ist sie verschmust und freut sich über jede
Streicheleinheit. Sie ist klug und liebt es, schwierige Aufgaben zu lösen und möchte darin weiter gefördert werden.
Sie verfügt über einen guten Grundgehorsam. Kommandos wie „Sitz“, „Platz“, „Bleib“ und „Hier“ sind ihr nicht
fremd. An lockerer Leine gehen muss noch geübt werden.
Sie ist je nach Sympathie mit Artgenossen verträglich und
teilte sich ihr Zimmer bereits mit einem friedlichen Kater.
Sollte sich schon ein tierischer Mitbewohner im neuen Zuhause befinden, müsste die Chemie stimmen. Für Shana
suchen wir verantwortungsvolle Menschen, die ihr Sicherheit vermitteln. Ein Haus mit Garten in ruhiger Umgebung
wäre ideal. Shana sollte öfters besucht werden, bevor sie
in ihr Zuhause zieht. Ernsthaften Interessenten stehen wir
gerne zur Seite. Wir hoffen, auf diesem Wege ein schönes
Zuhause für die Hündin zu finden.
20 WTVTIERFREUND
Da Willi immer ein Zuhause ohne Artgenossen hatte,
war er durch das Katzen-WG-Leben bei uns sehr gestresst. Man merkte ihm wohl auch ein wenig den Frust
über den erneuten Verlust eines Zuhauses an. Anfangs
hätten ihn seine Pfleger wohl als „nicht gerade kooperativ“ beschrieben, vor allem, wenn es um tierärztliche
Kontrollen ging. Mittlerweile meistert er aber sogar die
Blutkontrollen bei unseren Tierärzten ganz brav und ist
ein richtiger Schmusekater geworden.
Die Blutkontrollen erwiesen sich leider nach kurzer
Zeit seines Aufenthaltes als notwendig, da eine Niereninsuffizienz bei ihm nachgewiesen wurde. Seit
dieser Diagnose braucht Willi Spezialfutter zur Unterstützung der Nieren und einmal täglich eine Tablette,
die er sich bereits nach einer kurzen Trainingsphase
bereitwillig eingeben lies.
Willi würde sich für seine Katzenpension nichts sehnlicher wünschen, als ein Zuhause, in dem er zur Ruhe
kommen kann. Er sollte unbedingt die einzige Katze
im Haushalt sein. Er beobachtet mit großer Spannung,
was in der Welt vor dem Gitter seines Freigeheges
passiert, deshalb wäre ein katzengerecht gesicherter
Balkon von Vorteil. Wahrscheinlich würde er aber dessen Fehlen mit genug Streicheleinheiten auch in Kauf
nehmen. Kleinere Kinder sollten nicht im Haushalt
leben, da der Graue nicht immer leicht einzuschätzen
ist und als Senior mit kleinen Macken schon auch mal
grantig werden kann, wenn er etwas nicht will.
TIERFREUNDWTV 21
D
ie Realität zeigt das Gegenteil:
Renommierte Studien beweisen, dass die Zahl der Tier-Beförderungen zunimmt und sich der Trend
eines steigenden internationalen
Viehhandels stetig fortgesetzt. Dem
Rechnung tragend, werden neue
Transportwege erschlossen und
neue Abnehmer der Ware Tier ausfindig gemacht.
Der Blick auf das Geschehen erhellt Ambivalentes:
Millionen von Steuergeldern werden investiert, um Tieren bei verpflichtenden Abladungen an sog.
„Kontrollstellen“ die innereuropäischen Aufenthalte zu erleichtern.
Andererseits ist die Anwendbarkeit
europäischen Tiertransportrechtes
22 WTVTIERFREUND
bei außereuropäischer Verbringung
- beispielsweise nach Mittelasien
- durch europäische Handelsunternehmen seit Jahren Quelle eines
veritablen Rechtsstreites mit den
Folgen, dass Rinder ohne Pausen
viele Tage an Bord der Fahrzeuge
verbringen müssen.
Da wird vielerorts seitens der Behörden die Routenwahl der Transporteure penibel und aufwändig
geprüft, um die kürzeste Route zu
finden. Jüngst aber wurden Schlachttiere aus sechs europäischen Staaten
nach Norden (Litauen) verbracht,
um nach 18-tägiger (!) Schiffreise
um den ganzen Kontinent im Libanon geschächtet zu werden.
Da gibt es die Verpflichtung, dass
alle Tiere während der Beförderung
jederzeit zugänglich sein müssen.
Neuerdings erstickt eine ganze
Ladung Ferkel nach Ausfall der
Klimaanlage in einem gänzlich geschlossenen und dennoch zugelassenen Langstreckenfahrzeug.
Da weist die Kommission die Mitgliedstaaten an, milchabhängige
Kälber während des Transportes
aus Eimern mit verformbaren Saugnippeln mit warmen Milchaustauschern zu versorgen. Dennoch steht
den Millionen von beförderten Kälbern nur kaltes Wasser aus Rohren
mit ihnen unbekannten Metallnippeln zur Verfügung. Dies hat zur
Folge, dass viele dieser Ärmsten
nach oft mehr als 19 Stunden völlig
Da werden seit Jahrzehnten
Zuchttiere nach Nordafrika
exportiert. Dennoch gibt es
keine Belege zum Aufbau von
Zuchtherden in diesen Staaten.
Da steht in der Verordnung,
dass die Kommission tätig
werden und die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse (der
EFSA) in einen Vorschlag gießen muss, um eine Anpassung
der Verordnung durchzuführen. Die Kommission tut nichts
dergleichen.
Warum das alles?
Pecunia non olet - Geld stinkt
nicht. Es ist allein der menschliche Wunsch nach einem
Mehr an allem, an Brot [hier:
Fleisch] und Spielen (man
denke an die Pferdesport-Industrie), an Glanz und Geld.
Letzteres ist in diesem Sektor
auch reichlich zu erwerben.
Es ist klar, dass wir mehr in
einer Wirtschaftsgemeinschaft
leben denn in einer Wertegemeinschaft, und dass dem
freien Austausch von Waren
(vermeintlich) nichts entgegengesetzt werden kann und
darf.
Nur: Es handelt sich beim Austausch der Ware Tier gegen die
Ware Geld nicht mehr - wie die
Alten sangen - um Kohle und
Stahl1, sondern um ein fühlendes und empfindsames Gut.
Und da, so glaube ich, ist es
notwendig gesellschaftspolitisch anzusetzen2.
Was aber kann der/die einzelne
verantwortungsbewusste Bürger/in unmittelbar tun?
Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte ist das eine. Lobenswert, bewundernswert und
richtig in letzter Konsequenz.
Für viele unter uns aber aus
verschiedenen Gründen nicht
machbar. Daher wäre schon
viel gewonnen, wenn wir nur
einen Bruchteil der Aufmerksamkeit, die wir dem Fleisch
auf dem Teller widmen, für
dessen Produktion hinter den
Kulissen aufwenden.
Den nicht-vegetarisch und
nicht-vegan Lebenden unter
uns ist angeraten, die reichhaltige Palette tierfreier Ernährung
wenigstens auszuprobieren und
Fleischkonsum als feiertägliche
Besonderheit zu zelebrieren.
Ferner gilt es, beim Kauf von
Fleisch und anderen tierischen
Erzeugnissen, Produkte regionaler Herkunft zu wählen und
möglichst viele Informationen
zu den Haltungsbedingungen
der Tiere (auch durch Besuche
beim Produzenten selbst) einzuholen.
Immer mehr Menschen denken über die moralisch angemessene Behandlung von
Tieren nach und das Wohl der
Tiere hat einen größeren Stellenwert. Sie erkennen, welchen Gewinn ein realisierter
Tierschutz für ein zivilisiertes, wertorientiertes Zusammenleben in der modernen
Gesellschaft bedeutet.
Die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) war als Wirtschaftsverband ein Vorläufer der Europäischen Gemeinschaft.
1
2
Alexander Rabitsch, Tiertransporte: Anspruch und Wirklichkeit, Veterinärspiegel Verlag (schaefermueller publishing), 1. Auflage (30. September 2014), ISBN: 978-3-86542065-7. e-book (19. November 2014), ISBN: 978-3-86542-066-4.
Info
Dr. Alexander Rabitsch ist Tierarzt und
betreibt seit 1985 eine Kleintierpraxis in
Ferlach, Kärnten. Seit Anbeginn seiner
Berufswahl war und ist ihm Tierschutz
ein großes Anliegen. Das Land Kärnten
bestellte ihn 1998 zum Tiertransport-Inspektor, bis 2013 kontrollierte er stichprobenweise den Tierverkehr in und
durch Kärnten. Diese Arbeit bescherte
ihm auch wiederholt Einladungen zu
internationalen Vorträgen über den tierschutzgerechten Transport von Tieren
und führte ihn für die Europäische Kommission in zahlreiche Mitgliedsstaaten
der Europäischen Union sowie in Drittstaaten. Dr. Rabitsch ist Autor zahlreicher Fachpublikationen, unter anderem
schrieb der das Buch „Tiertransporte Anspruch und Wirklichkeit“, in dem er
schonungslos die Missstände bei Tiertransporten aufzeigt.
Buchtipp
Info
Tiertransporte –
Anspruch und Wirklichkeit
„Es ist kein schönes, aber ein extrem
wichtiges Buch. Alexander Rabitsch
zeigt darin schonungslos die Brutalität
und die Missstände bei Tiertransporten
auf. Es war höchste Zeit, dass jemand
den Mut findet, ein derart umfassendes
Werk zu diesem Thema zu veröffentlichen. Es ist ein notwendiger Weckruf an
die Politik auf allen Ebenen, ihre Vorgehensweise in punkto Tiertransporte kritisch zu hinterfragen. Aber auch allein
Vereinen und Privatpersonen, die sich
für Tierschutz engagieren, sei dieses
Buch ans Herz gelegt. Auch sie werden
ihren Augen nicht trauen.“
Madeleine Petrovic,
Tiertransporte
Präsidentin
des WTV
Alexander Rabitsch
Anspruch und Wirklichkeit
Es gibt wenige Bereiche des Umgangs mit landwirtschaftlichen Nutztieren,
die seit mittlerweile Jahrzehnten so sehr im medialen Fokus stehen und so
kontrovers diskutiert werden wie der Transport von Tieren. Dabei gibt es seit
2005 einheitliche Rechtsvorschriften in allen Mitgliedstaaten der Europäischen
Union darüber, wie Tiere tierschutzgerecht und möglichst schonend transpor
tiert werden können und müssen.
Genau mit diesem Spannungsfeld zwischen gesetzlicher Legitimierung
und gesellschaftlicher Ablehnung setzt sich das vorliegende Buch auseinander.
Der Autor beleuchtet umfassend die aktuelle Rechtslage und stellt aufgrund
seiner langjährigen Erfahrungen bei der amtstierärztichen Kontrolle von
Tiertransporten präzise die vielen positiven Verbesserungen dar, aber er zeigt
gleichzeitig auch die immer noch bestehenden und die neu hinzugekommenen
Problemfelder für den Transport von Nutz- und Hobbytieren auf.
Alexander Rabitsch
Von Dr. Alexander Rabitsch
erschöpft und ausgetrocknet an
den Zielorten ankommen.
zur person
Anspruch und Wirklichkeit
Die Europäische Tiertransportverordnung regelt den Transport lebender Wirbeltiere innerhalb der EU sowie amtliche Kontrollen der Tiersendungen an EU-Außengrenzen. In der Begründung zur Verordnung stellt der Europäische Ministerrat als
Gesetzgeber fest: „Aus Tierschutzgründen sollten lange Beförderungen von Tieren
... auf ein Mindestmaß begrenzt werden“ [Erwägungsgrund (5)].
und kein Ende
Erhältlich bei Amazon und im gut sortierten Buchhandel.
Alexander Rabitsch
Tiertransporte
Anspruch und Wirklichkeit
Tiertransporte
Tiertransporte
schaefermueller publishing
Cover_PRINT_Rabitsch_A5.indd 1
ISBN 978-3-86542-065-7
8/28/2014 6:00:05 PM
TIERFREUNDWTV 23
Von Dr. Michaela Partej, Mag. Marlen Janu, Mag. Marisa Hammer
Herzerkrankungen
bei Hund und Katze
Herzerkrankungen sind ein häufig auftretendes Problem bei Hund und Katze. Nicht nur
alte Tiere sind davon betroffen. Im Folgenden
stellen wir drei der am häufigsten diagnostizierten Herzerkrankungen etwas näher vor.
E
rkennung von Herzerkrankungen: Oft wird der Verdacht einer Herzerkrankung
ohne Krankheitsanzeichen im
Zuge der klinischen Untersuchung beim Abhören des Herzens (abnormaler Befund =
„Herzgeräusch“), z.B. bei der
Jahresimpfung, geäußert. Eine
genaue Abklärung der Ursache
sollte durch Blut- und Harnuntersuchungen (da auch z.B. Blutarmut zu einem Herzgeräusch
führen kann) sowie einem Herzultraschall erfolgen. Ein Röntgen des Thorax kann oft den
Verdacht einer Herzerkrankung
untermauern oder bestätigen, die
erforderliche optimale medikamentöse Therapie kann jedoch
nur durch einen Herzultraschall
festgestellt werden.
Natürlich ist die Prognose bei
Tieren, bei denen eine Herzerkrankung noch vor Auftreten der
ersten Symptome „zufällig“ entdeckt wird, in den meisten Fällen
günstiger, dennoch sollte eine
genaue Abklärung sobald wie
möglich erfolgen. Leider können nicht alle Herzerkrankungen
durch die tierärztliche Routine-
24 WTVTIERFREUND
Oft wird der Verdacht einer Herzerkrankung bei der klinischen Untersuchung festgestellt.
untersuchung entdeckt werden,
da zum Teil auch schwer herzkranke Tiere kein Herzgeräusch
aufweisen müssen.
Mitralklappenendokardiose
Bei der Mitralklappenendokardiose (Mitralklappeninsuffizienz) schließen die Herzklappen
durch Auflagerungen nicht mehr
richtig, was zu einer verminderten Leistungsfähigkeit des
Herzens führt. Häufig betroffen sind bei Hunden die Rassen
Cavalier King Charles Spaniel,
Pudel, Zwergschnauzer, Cocker
Spaniel, Chihuahua, Foxterrier
und Boston Terrier. Klappeninsuffizienzen stellen die am
häufigsten diagnostizierte Herzerkrankung bei Hunden dar. Obwohl diese Krankheit meist nur
langsam voranschreitet - in der
Regel entwickelt sie sich über
Monate bis Jahre - können auch
hier scheinbar plötzlich massive
Symptome eines Herzversagens
auftreten. Die Krankheit zeigt
sich zumeist bei Hunden mittleren bis hohen Alters. Mehr als
30 Prozent aller kleinrassigen
Hunde über zehn Jahre leiden
an dieser Erkrankung.
Röntgenaufnahme eines circa drei Jahre alten
herzkranken Boxermischlings. Für Rasse und
Größe des Tieres ist das Herz sehr groß, im
Speziellen der rechte Vorhof. Das Herz wirkt
breitbasig und kugelig.
Ein Beispiel für eine fortgeschrittene dekompensierte Herzerkrankung bei einem 15jährigen Kater mit sog. Liquidothorax (Flüssigkeit im Bauchraum). Das Herz-Kreislauf-System funktioniert
nicht mehr, häufiges Symptom ist Atemnot.
Dilatative Kardiomyopathie
Die dilatative Kardiomyopathie kommt häufig beim Hund (z.B. Dobermann, Dogge,
Irischer Wolfshund, Cocker Spaniel,
Neufundländer, Boxer), dafür sehr
selten bei der Katze vor. Meist tritt
diese Erkrankung bei Hunden in einem Alter von vier bis zehn Jahren
auf. Der Herzmuskel wird immer
dünner, Vorhöfe und Herzkammern
werden immer größer, weshalb keine
effektive Kontraktion mehr möglich
ist. Als sehr häufiges - und oft auch
erstes - Symptom sieht man bei betroffenen Hunden Synkopen (siehe
Infobox). Die Prognose für erkrankte Hunde ist bei einem Großteil der
Fälle leider sehr schlecht: Die meisten Patienten sterben trotz Herzultraschall und somit optimaler medikamentöser Einstellung innerhalb
von drei Monaten nach Auftreten der
ersten Symptome. Bei Katzen war
in den 80er Jahren ein Mangel an
Taurin für viele Fälle von dilatativer
Kardiomyopathie
verantwortlich.
Da das kommerziell erhältliche Futter von da an mit dieser Aminosäure
angereichert wurde, treten heutzutage nur mehr sehr wenige Fälle bei
Katzen auf.
Hypertrophe Kardiomyopathie
Die hypertrophe Kardiomyopathie
kommt sehr oft bei der Katze (z.B.
Maine Coon, Perserkatze, Ragdoll)
und kaum beim Hund vor. Am häufigsten sind männliche Tiere mittleren Alters betroffen. Im Gegensatz
zur dilatativen Kardiomyopathie
verdickt sich der Herzmuskel immer mehr nach innen, weshalb nicht
mehr genug Blut aus dem Herzen
gepumpt werden kann. Auch diese
Herzerkrankung kann - bei schwacher Ausprägung - jahrelang ohne
Symptome verlaufen, der vermeintliche sichtbare Krankheitsbeginn
ist jedoch scheinbar akut: Atembeschwerden (zum Teil hochgradig),
Hecheln sowie in manchen Fällen
leider auch die Symptome einer
Aortenthrombose: die Hinterbeine
werden nicht mehr durchblutet, was
sich durch Blaufärbung der Ballen
äußert. Die Beine sind gelähmt und
fühlen sich kalt an. Oft schreien die
betroffenen Katzen vor Schmerzen.
Therapie von Herzerkrankungen
Durch eine genaue Evaluierung des
Ausmaßes der krankheitsbedingten
Veränderungen, sowie der vorhandenen Leistungsfähigkeit des Herzens mittels Herzultraschall, ist eine
genaue Verordnung der benötigten
herzfördernden Medikamente mög-
lich. Zum Teil müssen zusätzlich
Medikamente zur Entwässerung
eingesetzt werden, um den Kreislauf zu entlasten. Fast alle Herzmedikamente werden dem vierbeinigen
Patienten in Tablettenform oder als
Flüssigkeit zum Eingeben ins Maul
verabreicht.
Anzeichen
Info
Häufige Anzeichen von Herzerkrankungen sind:
•Leistungsschwäche
•Atemnot/schnelle
Atmung
(Lungenödem; „Wasser in der
Lunge“ bzw. Flüssigkeit zwischen Brustkorb und Lunge)
•Husten (vor allem in Ruhe bzw.
in der Nacht)
•Violett- oder Blaufärbung der
Schleimhäute (Zunge)
•Synkopen (Hund fällt plötzlich
um, steht dann gleich wieder
auf und verhält sich normal)
•Bauchvergrößerung („Wasser
im Bauch“)
TIERFREUNDWTV 25
Werden Sie Schutzengel eines unserer Patentiere.
unsere tierpaten
26 WTVTIERFREUND
Claudia Rumerskirch, 2331 Vösendorf
Christa Sautner, 2393 Sittendorf
Sabine Schnabl, 2521 Trumau
Angelika Schwab, 1120 Wien
Birgit Schwarz, 2340 Mödling
Mag. Karin Schwarz, 1140 Wien
Dorothee Seibert, 1160 Wien
Thomas Slatner, 1020 Wien
Ines Stibschitz-Winterleitner,
2381 Laab/Walde
Anna Stöger, 2020 Hollabrunn
Olivia Stummvoll, 1230 Wien
Sarah Szelepusa, 1210 Wien
Andrea Uetz, 3013 Pressbaum
Artur & Christine Walch, 1160 Wien
Susanne Wimmer, 1120 Wien
Claudia & Hannes Wohlfahrt,
1230 Wien
Elisabeth Gabardi, 1150 Wien mit
Ecker Michaela
Renate Geier, 2340 Mödling mit
Zezula Rudolf
Rhesusaffe „Kasimir“ & 1 Fuchs
Julia Friebel, 1190 Wien
die Schweine Fridolin & Stefan
Martina Peszt, 1100 Wien
1 Schwein
Nicolas Fink, 1020 Wien
1 Katze
Franz Siegl
Petra Oliva, 1080 Wien
1 Hund
Ingrid u. Petra Oliva, 1080 Wien
1 Katze & 1 verletzter Vogel
DI Zena-Maria Bancroft, 1220 Wien
1 Ziege
Frau Susanne Rosmahel 1160 Wien
Katharina Rosmahel, 1170 Wien
1 Fuchs
Ottilia Prohaska, 1210 Wien
1 Fuchs
Stefan Luzicsza 7035 Steinbrunn
Christine Bäck, 7035 Steinbrunn
1 Hund & 1 Schwein
Mag. Doris Blauensteiner, 1190 Wien
1 Hund, 1 Katze, 1 Kleintier &
1 verletzter Vogel
Dr. med. Peter Herndlhofer, 1200 Wien
1 Papagei
Gerti Prokesch, 1130 Wien
1 verletzter Vogel
Brigitte Huber, 1020 Wien
Gerda Seidl, 1210 Wien
Susanne u.Gerda Weyermayr,
1100 Wien
1 verletzter Vogel & 1 Kleintier
Maria Zisser, 2353 Guntramsdorf
Hängebauchschwein „Fridolin“
Volker Libovsky & Waltraud Giesauer
Roswitha Libovsky, 3003 Gablitz
Patenschaft Hund „Nero“
Eva-Maria Racz, 1210 Wien
Patenschaft Hund „Vendel“
Martina Sailer, 1220 Wien
Katzen „Burschi“ & „Laurenz“
Ursula Wurm, 1170 Wien
1 Hund
Christian Ambrosch, 1170 Wien
Mag. Carmen Canal, 1210 Wien
Sabine Delic, 1140 Wien
Brigitte Dippold-Türk, 1100 Wien
Karin Göschl, 1220 Wien
Dr. Wolfgang & Helene Habermann,
1090 Wien
Fridolin Hahn, 1200 Wien
Dr. Gabriele Haybach, 1190 Wien
Stefanie Hirscher, 1110 Wien
Hedwig Jirout, 1110 Wien
Birgit Kopp, 1150 Wien
Silvia Körber, 1200 Wien
Caroline Loeffler, 1180 Wien
Dr. Ingrid Michalek, 2540 Bad Vöslau
Hildegard Michalitsch, 1120 Wien
Ingrid Prochaska, 7000 Eisenstadt
Eva-Maria Racz, 1210 Wien
Margaret Rainer,
2344 Maria Enzersdorf
Sonja Reingrabner, 1160 Wien
Gabriele Rötzer, 1210 Wien
Sieghardt Rupp, 1180 Wien
Mag. Christine Sagoschen, 1230 Wien
Christoph Schwalb, 1130 Wien
Christine Thaler, 1120 Wien
Charlotte Trnka, 1140 Wien
Gerlinde Zahradnik, 1120 Wien
Monika Zlabinger, 1210 Wien
1 Hund & 1 Katze
Rosa Redl, 1140 Wien
Maria Anna Schörgenhofer,
3384 Pielachhäuser
Bettina & Daniel Wurm, 1210 Wien
2 Hunde
Christine Täubler, 1050 Wien
1 Katze
Gabriele Breicha, 2345 Brunn/Geb.
Helmut Domandl, 1020 Wien
Dr. Barbara Gruhsmann, 1170 Wien
Dr. Susanne Grümm Hackl,
2103 Langenzersdorf
Mag. Dr. Christine Hinterhofer,
1140 Wien
Edeltraud Hofmarcher, 1190 Wien
Elisabeth Jonasch, 2211 Pillichsdorf
Peter Köberl, 2371 Hinterbrühl
Jasmina Lokvancic, 1200 Wien
Mag. Helen Monschein, 1020 Wien
Mag. Sigrid Pete, 7000 Eisenstadt
Annemarie Reck,
5145 Neukirchen an der Enknach
Helga Schlusche, 1070 Wien
Claudia Schmöger,
3423 St.Andrä-Wördern
Wolfgang Schnider, 8020 Graz
Karin Gerda Toegel, 1230 Wien
Anton Töpelt, 1230 Wien
Dr. Christine Zeiler, 1190 Wien
1 Katze & 1 Kleintier
Univ. Prof. Dr. Hedwig Heger,
1210 Wien
2 Katzen
Mag. Hilde Krepcik, 1020 Wien
Dipl. Ing. Doris Schröder,
2486 Pottendorf
Hans Rudolf Schulz,
2733 Schrattenbach/Schneeberg
Anton Wielach, 3400 Klosterneuburg
3 Katzen
Brigitta Haselmayer, 1100 Wien
1 Kleintier
Elisabeth Grafenau, 2102 Bisamberg
Manuela Harasin, 1100 Wien
Helga Opletal,
2410 Hainburg an der Donau
Aniko Schmeikal, 1220 Wien
Irene Wottawa,
2733 Grünbach/Schneeberg
2 Kleintiere
Brigitte Huber, 1020 Wien
q JA,
ich übernehme hiermit die patenschaft für ein tier für 1 Jahr und spende für:
q JA,
ich möchte die patenschaft für ein tier für 1 Jahr fortsetzen und spende für:
q 1 verletzter Vogel
q 1 Kleintier
q 1 Katze
q 1 Ziege
q 1 Schwein
32,32,64,88,-
q 1 Hund q 1 Fuchs
q 1 Rhesusaffe
q 1 Pferd
94,-
q 1 Schimpanse
195,-
94,100,160,-
88,-
TF 03/15
88.6 Engel-Patenschaft
Marie Claire Veigl, 1030 Wien
Betreuung eines Hundes
Bernadette Altrichter, 1100 Wien
Agnes Berger, 1060 Wien
Melanie Bernhard, 1030 Wien
Carola Berthold, 1060 Wien
Mag. phil. Romana Bogner, 1140 Wien
Kathrin Brantl, 2333 Leopoldsdorf
DI Helmut Brieger, 1140 Wien
Marieliese Bruha, 1200 Wien
Angela Cerasoli, 1050 Wien
Liane Durchlaufer, 1120 Wien
Susanne Essl, 1020 Wien
Philipp Freimann, 1050 Wien
Christina Gassner, 1210 Wien
Bettina Gleissner, 2320 Schwechat
Peter Gratz, 1030 Wien
Patricia-Nicole Gritz, 1220 Wien
Angelika Haider, MBA, 1120 Wien
Selina Hauk, 1100 Wien
Evelyne Hermann, 1020 Wien
Stefan Höflinger, 1160 Wien
Angelika Hrazdera, 1230 Wien
Daniela Huber, 2542 Kottingbrunn
Josef Kämmerer, 1100 Wien
Susanne & Mathias Kauer, 1230 Wien
Michael Kiregian, 1200 Wien
Ilona Knaus, 1230 Wien
Helene Kohlberger, 1230 Wien
Eva Kozma, 1020 Wien
Sabine Krappel, 2482 Münchendorf
Maximilian Krepcik, 1030 Wien
Viktoria Krizanic, 1170 Wien
Doris & Michael Kronas, 1030 Wien
Hermann Kuba, 1120 Wien
Christina Ladinik, 1070 Wien
Beatrix Mayer, 1230 Wien
Franz & Michaela Melcher,
2340 Mödling
Magdalena Naderer, 1040 Wien
Dr. Ernst Ott, 2372 Gießhübl
Mag. Doris Susanne Paar, 1020 Wien
Elisabeth Palmetshofer, 1140 Wien
Sigrid Peer, 3001 Mauerbach
Stefanie Pensold, 1100 Wien
Gerald Pessl, 2344 Ma.Enzersdorf
Sandra Prechtl, 1100 Wien
Greta Pröhm, 1140 Wien
Mario & Roswitha Richter,
2331 Vösendorf
Eva & Hans Rohrmüller, 1210 Wien
Dipl.-Ing. Richard Roscher, 1140 Wien
ich bezahle den betrag
q
monatlich
q
vierteljährlich
q
jährlich
Senden Sie mir bitte einen erlagschein und meine Patenschaftsurkunde.
q Als Sparmassnahme zugunsten der tiere verzichte ich auf meine Urkunde
Name
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PLZ/Ort Tel.E-Mail
DatumUnterschrift
Bitte zutreffendes ankreuzen, Kupon ausschneiden und an den Wiener Tierschutzverein,
2331 Vösendorf, Triester Straße 8 oder per E-Mail [email protected] senden.
TIERFREUNDWTV 27
Wildtiere in Wien
Zurück in die Freiheit
Jährlich werden
circa 1.600 Wildtiere in die Obhut des
Wiener Tierschutzvereins übergeben.
Doch was passiert
mit ihnen?
Von MAG. CHRISTINA PÖDER
WTV als Wildtierstation: Aufmerksame Passantinnen und Passanten
bringen die verletzten oder hilflosen
Tiere und Jungtiere entweder direkt
nach Vösendorf ins Tierschutzhaus,
oder unsere Rettungsfahrer sind
quer durch Wien unterwegs und
bergen die sie aus teils misslichen
Lagen. Zu den häufigsten Wildtieren, die bei uns eintreffen, zählen:
Schwäne, Enten, diverse Singvögel,
Raben, Tauben, Feldhasen, Igel,
Siebenschläfer, Mäuse, Füchse,
Marder und Eichhörnchen. Zuerst
wird jedes Tier von unserem Ärzteteam untersucht und danach in
die Hände unserer KleintierpflegeAbteilung übergeben. Beispielsweise werden verletzte Tauben einzeln
unter Beobachtung gesetzt und bei
Bedarf täglich mit Medikamenten
versorgt. In großen Taubenvolieren
mit geräumigen Innen- und Außenbereichen bleiben die Tiere so lan28 WTVTIERFREUND
ge, bis sie fit genug sind, um wieder
ausgewildert zu werden. Jungtauben werden bis zur selbstständigen
Futteraufnahme mehrmals täglich
vom Pflegepersonal gefüttert. In
Jungtaubengruppen lernen die Kleinen langsam selbstständig zu fressen und beginnen mit ersten Flugversuchen. Danach dürfen auch sie
zu den adulten Artgenossen.
Ganz anders sieht es bei Säugetieren aus. Diese brauchen eine „Rund
um die Uhr-Betreuung“. Nur dank
unserem engagierten TierpflegerTeam und freiwilligen Helferinnen
und Helfern ist es möglich, jedes
Säugetierkind zu betreuen. Fütterungen in der Nacht sind unerlässlich, um das Überleben der Tiere zu
sichern.
Hochbetrieb im Frühling
Die Auswilderung
Im Frühling geht im wahrsten Sinne
des Wortes die Post ab: Tagtäglich
treffen Jungtiere bei uns ein. Vögel werden bis zum Erreichen der
Selbstständigkeit
(selbstständige
Nahrungsaufnahme und eigenständiges Flugverhalten) von unseren
Tierpflegerinnen und Pflegern betreut und von morgens bis abends
gefüttert. Nachts kehrt Ruhe bei
unseren gefiederten Freunden ein.
Wenn möglich, werden die Wildtiere wieder beim Fundort ausgewildert. Geht das nicht, werden geeignete Plätze gesucht und die Tiere
von der Tierrettung freigelassen.
Auch die Pflegerinnen und Pfleger
der Kleintierabteilung sind oft mit
von der Partie und nehmen ihre
Schützlinge mit, um sie selbst frei
zu lassen. So ist im letzten Jahr ein
Eichelhäher bis ins Waldviertel ge-
kommen. Er kam als hilfloses Küken zu uns und wurde dann von einer Pflegerin liebevoll aufgepäppelt
und groß gezogen. Hansi, so wurde er getauft, war im ganzen Tierschutzhaus bekannt. Er entwickelte
nur wenige Schwanzfedern und es
war fraglich, ob Hansi je gut fliegen
wird. Doch er bewies uns das Gegenteil und sauste schon bald durch
seine Voliere. Der Zeitpunkt für die
Auswilderung war gekommen. Im
Waldviertel leben viele Eichelhäher und so war klar, dass Hansi mit
seiner Pflegerin mitkommt. Hansi
lebte noch einige Tage in einer Auswilderungsvoliere, bis er endgültig
in die Freiheit flog. Noch Wochen
danach wurde Hansi von mehreren
Leuten beobachtet, denn seine wenigen Schwanzfedern machten ihn
unverkennbar.
Alleine von November 2014 bis
Jänner 2015 wurden elf Schwäne
von der Tierrettung geborgen. Ein
aufmerksamer Passant bemerkte
einen Schwan mit einer Flügelverletzung, der sich in einem Zaun
verfangen hatte. Dieser Schwan
wurde tierärztlich behandelt und
drei Wochen lang zur Genesung im
Kleintierhaus untergebracht. Nach
anfänglicher Futterverweigerung
erholte sich der Schwan und konnte wieder ausgewildert werden.
Etwas seltener verirren sich auch
Greifvögel (Turmfalken, Sperber,
Habichtskäuze,
Mäusebussard,
Waldohreulen) ins Wiener Tierschutzhaus. Diese majestätischen
Jäger legen aber nur einen kurzen
Zwischenstopp bei uns ein, bevor
sie in die professionellen Hände
unseres werten Vorstandsmitglieds
Dr. Hans Frey, Leiter der Greifvogelstation Haringsee, übergeben
werden.
Prägung ist unerlässlich
Ein wichtiger Teil der Aufzucht und
Auswilderung ist die Prägung der
Tiere. Um eine folgenschwere Fehlprägung zu vermeiden, ist es besonders bei sozialen Tieren notwendig,
sie mit Artgenossen groß zu ziehen.
So sollten beispielsweise Rabenvögel oder Marder nie alleine groß gezogen werden.
hinweis
Info
Prägung = verschiedene Lernprozesse, die in der sensiblen
Phase
(Jugendentwicklung)
schnell ablaufen und vom späteren Verhalten vorprogrammiert
sind. So prägen sich innerhalb
kürzester Zeit die Artgenossen,
Geschlechtspartner,
Nahrung,
Gesänge, etc.
TIERFREUNDWTV 29
tierfreundeam wort
schicken, sodass Sie sehen, dass es
„Bobby“ wirklich gut geht. Wir haben eine Riesenfreude mit ihm, er
ist der Star im Büro und der Liebling am Hundespielplatz. Er ist ganz
bezaubernd und er wird bei uns nach
Strich und Faden verwöhnt.
Hauskatze Chilli
Anfang 2013 haben wir bei Ihnen
eine Katze übernommen und Chilli
getauft. Nun haben wir das wunderbare Tier schon zwei Jahre. Lebhafte Phasen wechseln mit besinnlicheren und auch die Weiterbildung
kommt nicht zu kurz, wie das Bild
zeigt. Chilli ist gesund, sehr neugierig, wird geliebt und daher nicht
überfüttert: Vier Kilo und nicht
mehr. Das Fell wird sogar von der
Tierärztin bewundert. Von Chillis
schlimmer traumatischer Vergangenheit ist nichts mehr zu merken,
sowohl im Verhalten als auch bei
körperlichen Leistungen, denn sie
springt unglaublich hoch und weit.
Sie und die spezialisierten Chirurgen haben durch Chillis Rettung
ein fröhliches Katzenleben und uns
tägliche Freude mit dem schönen
und liebenswerten Tier ermöglicht.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Peter Sterzinger
Vielen Dank und liebe Grüße
Nathalie, Christoph und Niki Klement
Mit freundlichen Grüßen,
Eileen Aue
Hallo zusammen!
Die kleine Chantal (oder mittlerweile Feena) hat sich bereits musterhaft bei uns eingelebt. Der Besen
und die Waschmaschine sind zwar
noch unsere Feinde, dafür hat sie
das Bett und die Couch bereits erobert. Das mit den Stubenrein werden bekommen wir auch noch hin.
Mittlerweile hat sie sich schon darauf beschränkt, nur nachts auf die
Fliesen im Klo zu pinkeln. Wir melden uns gerne wieder.
Liebe Grüße an ihr Pflegerteam,
Alexandra Braunsteiner
Dobi-mix bobby
Hasendame
Liebes Tierschutzhaus-Team! Ich
weiß nicht, ob es üblich ist, aber
ich möchte mich beim ganzen
Team bedanken und Ihnen ein Bild
Sehr geehrte Damen und Herren des
WTV! Meine Mutter und ich waren
Ende Jänner im Tierschutzhaus und
wollten uns ein zweites Kaninchen
30 WTVTIERFREUND
nehmen, damit unser Bub nicht so
alleine ist. Wir haben uns sofort in
die kastrierte Hasendame verliebt
und ich wollte hier nur ein Bild schicken und Ihnen zeigen, dass sie jetzt
ein gutes Zuhause gefunden hat. Ich
bedanke mich herzlich beim gesamten Tierschutzhaus und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der
Kleintier-Station, die sich so rührend
um die kleinen Mitbewohner kümmern und ihr Bestmögliches tun.
Liebe Frau Dr. Petrovic,
Teddy, der kleine Rundumpflegefall, hat sich wundervoll entwickelt.
Es hat sich rasch herausgestellt, dass
zwei Lebertumore für seine geringe Nahrungsaufnahme verantwortlich sind. Seitdem bekommt er nur
Gekochtes und alles was er noch so
mag. An Tagen, an denen er wieder
mal nicht fressen will, bekommt er
Pulver in Spritzenform ins Mäulchen,
was er gerne aufnimmt. Ansonsten
wird er homöopathisch wegen seiner
Leber behandelt. Er ist richtig kess
und hängt an mir wie eine kleine
Klette. Ich liebe ihn und umsorge ihn
rund um die Uhr. Da er nicht im Bett
schlafen kann, denn da würde er womöglich rausfallen, schlafe ich mit
ihm auf dem Boden. Wir alle haben
uns daran gewöhnt und der Kleine
bringt jeden Tag große Freude. Ich
hoffe aus ganzem Herzen, dass uns
noch viel Zeit mit ihm bleibt.
pro kontra
und
Anfang 2014 hat Tchibo einen Einkaufsstopp für Angoraprodukte bekannt gegeben. Auslöser
hierfür waren Recherchen der Tierschutzorganisation PETA über inakzeptable Praktiken in
einigen asiatischen Angorafarmen. Wir sagen Danke!
Quelle: http://blog.tchibo.com/aktuell/unternehmen/einkaufstopp-fur-angoraprodukte/
Tierschutz steht für die Kosmetikfirma Paul Mitchell, die unter anderem hochwertige Haarpflegeprodukte anbietet, an oberster Stelle. Alle Produkte dieser Linie sind tierversuchsfrei.
Quelle: https://paul-mitchell.de/show-page/526/tierversuchsfrei
Der Wiener Tierschutzverein ist gegen jegliche Art der Tierquälerei. Somit auch gegen Tierversuche, da es mittlerweile genügend ausreichend erprobte Alternativmethoden gibt. Wir fordern
das Max-Planck-Institut auf, die Versuche an Affen endlich zu stoppen und seriöse Wissenschaft ohne Tierleid zu praktizieren.
Quelle: http://www.stern.de/panorama/grausame-affenversuche-ermittler-durchsuchenmax-planck-institut-in-tuebingen-2169800.html
Gute Nachrichten aus Deutschland: Die Firma „Aldi Süd“ verpflichtet sich zu mehr Tierschutz
in allen Filialen, wie etwa dem Verzicht auf den Verkauf von Hummer, Stopfleber und Kaninchenfleisch und dem „schnellstmöglichen Ausstieg“ aus dem Schnabelkürzen bei Legehennen.
Das würden wir uns auch in Österreich wünschen!
Quelle: http://www.stern.de/news2/aktuell/tierschutz-aldi-sued-will-kaninchen-undhummer-verbannen-2171444.html
Ein großes Dankeschön geht an Boyan Slat, der als 19jähriger Student das mittlerweile weltweit bekannte Projekt „The Ocean Cleanup“ initiierte. Mithilfe seiner Methode möchte er die
Meere von Plastikmüll befreien, um somit das Ökosystem zu erhalten.
Quelle: https://www.facebook.com/TheOceanCleanup/timeline
Wir freuen uns über einen Anstieg der Tigerpopulation in Indien um sagenhafte 30 Prozent seit
2010. Derzeit leben ca. 2.226 gestreifte Großkatzen in Indien. Die verstärkten Maßnahmen
gegen die Wilderei vor Ort zeigten somit Wirkung.
Quelle: http://www.salzburg.com/nachrichten/wissen/sn/artikel/ein-comeback-mitgebruell-136116/
Obwohl TierschützerInnen jede Art von Delfinarien als Tierquälerei ansehen, gilt unsere Kritik
dieses Mal im Speziellen dem „Marineland Mallorca“, das - wie ein Video beweist - diese
wunderbaren Geschöpfe durch Tritte und Beschimpfungen misshandelt, damit sie Kunststücke
vorführen. Wir bitten all unsere LeserInnen keine Aquazoos zu besuchen und auch Bekannten
oder Verwandten davon abzuraten.
Quelle: http://www.fellbeisser.net/news/pressespiegel-05-02-2015
Viele Grüße,
Frau Goller aus Koblenz
TIERFREUNDWTV 31
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34 WTVTIERFREUND
T
eam 322 veranstaltete am 24. Jänner im Hotel Hillinger einen Benefizabend zugunsten des WTV. Hinter Team 322 stehen drei engagierte
Menschen aus dem 3. und 22. Bezirk,
die sich der Unterstützung von Projekten zur Förderung der Bereiche Kunst,
Kultur und Gesellschaft verschrieben
haben. Im aktuellen Fall wurde auf
die Notwendigkeit an Hilfe für Tiere
des WTV hinweisen. „Ein Galaabend
mit Kulturgenuss aus Richtungen wie
Malerei, Fotografie und Gesang war
der beste Rahmen dafür“, so die Initiatoren unisono. Daneben erwartete
die Gäste ein Gala Dinner sowie eine
Tombola.
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676 941
39 71
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Wiener Tierschutzvereins
Bestellen Sie unsere kostenlose Info-Broschüre
Tel. 01 535 51 79
Institut Stadlauer Strasse 38
1220 Wien
www.tierbestattungEN.at
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ich möchte mitglied des Wiener Tierschutzvereins werden
urLauB Bei freunden:
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q erwachsene EUR
32,-
q förder-mitglied EUR 50,-
des Wiener TiersChuTZVereins
Senden Sie mir bitte den Zahlschein zu.
Sie machen Urlaub und lassen sich verwöhnen! Damit Sie
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Bitte achten Sie auf das Logo des Wiener tierschutzvereins,
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Spendenkonto: PSK 1717.000/BLZ 60.000
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TIERFREUNDWTV 35
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DAS Wiener Tierschutzhaus
Wi
sch utzv
e
Tel.: 01/699 24 50
Fax:
01/699 24 50-98
Tierrettung: 01/699 24 80
Anfahrt: Badner Bahn, Station Vösendorf Siebenhirten oder mit der Linie U6 bis Siebenhirten,
dann weiter mit der Autobuslinie 207
Adresse:
Wiener Tierschutzverein,
2331 Vösendorf, Triester Straße 8
Tiervergabe
Mittwoch - Sonntag: 13:30-17:00 Uhr
Montag, Dienstag und Feiertag geschlossen!
Für die Adoption einer unserer Schützlinge ist ein Unkostenbeitrag zu entrichten.
Zudem benötigen Sie: Lichtbildausweis und Meldenachweis
Tierpension Süd
Tel.: 02236-331 66
Wolfholzgasse 6-10, 2345 Brunn/Gebirge
unser WTV
Tagtäglich kümmern sich rund 90 Mitarbeiter im Wiener
Tierschutzhaus um unsere 900 Schützlinge. Es gilt, diese
Tiere 365 Tage im Jahr zu versorgen.
Haben Sie sich nicht schon immer einen treuen vierbeinigen Partner gewünscht? Dann sind Sie bei uns am richtigen Platz: Derzeit warten zum Beispiel fast 270 Hunde
auf ein neues Zuhause und sie alle wünschen sich nichts
sehnlicher, als „ihren“ menschlichen Begleiter zu finden.
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022033036 M (Verlagspostamt 2331 Vösendorf*P.b.b.)
Retouren an: Wiener Tierschutzverein, 2331 Vösendorf, Triester Straße 8