Gemeinde St. Moritz Verwaltungsbericht 2014

Gemeinde St. Moritz
Verwaltungsbericht 2014
[4. April 2013]
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Inhaltsverzeichnis
BEHÖRDEN DER GEMEINDE ST. MORITZ
.................................... BETRIEBS- UND ABTEILUNGSLEITER DER GEMEINDE
................................................................................... GEMEINDEORGANISATION
1
PRÄSIDIALDEPARTEMENT .................................................................................. 9
1.1
Behörden .......................................................................................................................................... 9
1.1.1
Gemeinderat / Schlussansprache des Gemeinderatspräsidenten .................................... 9
1.1.2
Gemeindevorstand .......................................................................................................... 11
1.1.3
Geschäftsprüfungskommission ....................................................................................... 12
1.2
Allgemeine Verwaltung ................................................................................................................. 12
1.2.1
Abstimmungen und Wahlen 2014 / Kanzlei .................................................................... 12
1.2.2
Friedhof ........................................................................................................................... 12
1.2.3
Einwohnerdienste ............................................................................................................ 13
1.2.4
EDV-Abteilung ................................................................................................................. 16
1.3
Finanzen und Steuern ................................................................................................................... 20
1.3.1
Buchhaltung / Rechnungswesen ..................................................................................... 20
1.3.2
Steueramt ........................................................................................................................ 21
1.3.3
Pensionskasse ................................................................................................................ 22
1.4
Polizeiwesen .................................................................................................................................. 23
1.5
Bauamt ............................................................................................................................................ 26
1.5.1
Projektentwicklung .......................................................................................................... 26
1.5.2
Baupolizei und Raumplanung ......................................................................................... 29
1.5.3
Strassenunterhalt / Entwässerung / Abfall ...................................................................... 32
1.5.4
Wasserversorgung .......................................................................................................... 37
1.5.5
Werk- und Forstdienst ..................................................................................................... 42
1.5.6
Liegenschaften ................................................................................................................ 54
1.5.7
Energiestadt St. Moritz .................................................................................................... 59
2
GESUNDHEITS-, SOZIAL- UND ERZIEHUNGSDEPARTEMENT ....................... 61
2.1
Sozialkommission ......................................................................................................................... 61
2.2
Schule und Bildung ....................................................................................................................... 64
2.2.1
Gemeindeschule ............................................................................................................. 64
2.2.2
Bibliothek St. Moritz ......................................................................................................... 68
3
DEPARTEMENT VERKEHRSWESEN, TRANSPORTBETRIEBE, FEUERWEHR,
ZIVILSCHUTZ ....................................................................................................... 77
3.1
Verkehrswesen .............................................................................................................................. 77
3.1.1
Autobuskommission ........................................................................................................ 77
3.2
Feuerwehr ....................................................................................................................................... 77
3
3.3
Zivilschutz ...................................................................................................................................... 81
4
KULTUR ................................................................................................................ 83
4.1
St. Moritz Kultur ............................................................................................................................. 83
5
SPORT-DEPARTEMENT ...................................................................................... 83
5.1
Sport ............................................................................................................................................... 83
5.1.1
Schneeportkommission ................................................................................................... 83
6
TOURISMUS ......................................................................................................... 84
6.1
Abteilung Tourismus ..................................................................................................................... 84
4
Behörden der Gemeinde St. Moritz
für die Legislaturperiode 2011 - 2014
Gemeindepräsident
Sigi Asprion
Präsidialdepartement
Gemeindevorstände
Anita Urfer
Gesundheits-, Sozial- und
Erziehungsdepartement, Kultur, Bibliothek
Maurizio Pirola
VR BEST AG,
Ver- und Entsorgung
Cristiano Luminati
Elektrizitätswerk, Energiedepartement, Feuerwehr, Zivilschutz,
Forstwesen, Verkehr
St. Moritz Bäder AG,
Medizinisches Zentrum
Sport Allgemein
Handel und Gewerbe
Schaffner Hans-Rudolf
Gemeinderäte
Regula Degiacomi
Markus Hauser
Urs Höhener
Thomas Josi
Christina Koller
Adrian Lombriser
Karin Metzger Biffi
Michel Molettieri
Beat Mutschler
Fritz Nyffenegger
Geschäftsprüfungskommission
Maurizio Cecini
Isabella Cominetti
Martina Gorfer
Silvio Hunger
David Studer
Kontrollstelle
KPMG Fides Peat, Zürich
Schulräte
Claudio Camenisch
Manuela Holinger-Horber
Gaby Künzler-Oswald
Diego Schwarzenbach
Ruth Steidle
5
Rino Padrun
Mario Salis
Giatgen Scarpatetti
Leandro A. Testa
Max Weiss
Susi Wiprächtiger
Arno S. Wyss
6
Betriebs- und Abteilungsleiter
Betriebsleiter
Elektrizitätswerk
Patrik Casagrande
Schulleiter
Gemeindeschule
Matossi Reto
Abteilungsleiter
Gemeindekanzlei
Kasse/Buchhaltung
Steueramt
Einwohnerkontrolle
Bauamt
Infrastrukturen und Umwelt
Gemeindepolizei
Tourismus
Barbara A. Stecher
Hartmann Reto
Kalberer Hannisepp
Kalberer Hannisepp
Schmidt Claudio
Lüscher Beat
Birchler Ruedi
Martin Berthod
7
Gemeindeorganisation
Volk, Stimmbürger, Bund, Kanton
Gemeinderat
GPK
Gemeindevorstand
Schulrat
Gemeindepräsident
Gemeindeschreiber
Kanzl ei
Einwohner
Kontrol le
Steuern
Fi nanzen/
Kassa
Bauam t
Forstam t
Pol izei
Schul e
Dienstleistungen
Die Leitung der Gemeindeverwaltung
Der Gemeindepräsident leitet die gesamte Gemeindeverwaltung
Die Departementsvorsteher überwachen die Amtsführung ihrer Departemente
Der Gemeindeschreiber koordiniert die Aufgabenerfüllung der Verwaltung
Die Chefbeamten leiten die einzelnen Abteilungen und Ämter
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NebenBetriebe
1 Präsidialdepartement
1.1 Behörden
1.1.1 Gemeinderat / Schlussansprache des Gemeinderatspräsidenten
Liebe Kolleginnen und Kollegen Gemeinderäte
Herr Gemeindepräsident
Liebe Vertreter des Gemeindevorstandes
Geschätzte Behördenmitglieder
Werte Gäste
Wen hebt der Gemeinderat auf den Schild und wählt ihn als ihren Präsidenten: ……
- ein Ratsmitglied mit politischer Erfahrung und organisatorischen Fähigkeiten?
- ein Ratsmitglied, welches sich dieses Amt ersessen hat durch Anciennität?
- ein Ratsmitglied, das für ein Jahr der Parlamentsdebatte entzogen werden soll?
Welches der Grund für meine Wahl am 13. Dezember 2013 auch immer war, Sie, liebe Kolleginnen und
Kollegen, haben mir mit der Wahl zu ihrem Präsidenten das interessanteste, aber auch anspruchsvollste
Jahr meiner politischen Tätigkeit ermöglicht.
Im Ratsbetrieb war es stets mein Bestreben, aus der etwas übergeordneten Warte heraus, dafür zu sorgen,
dass wir so rasch als möglich auf den springenden Punkt zu sprechen kamen und immer zum Wohle des
Souveräns, d.h. unserer Bürgerinnen und Bürger, entscheiden. Sollten Sie dabei das Opfer meines allenfalls
zu raschen Vorgehens geworden sein, bitte ich Sie nachträglich um Verzeihung.
Dank Ihrem Verständnis und Disziplin konnten die zahlreichen Traktanden in 11 ordentlichen, einer
Halbtages- und einer Ganztagessitzung bewältigt werden.
Den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern konnten wir im Jahre 2014 acht kommunale Vorlagen
unterbreiten, einzig die Vorlage zur Verlängerung der neuen Signalbahn bis Alp Giop wurde durch den
Souverän abgelehnt. Abgelehnt wurde anlässlich der diesjährigen Gemeindeversammlung ebenfalls, die vom
Gemeinderat, beantragte Steuererhöhung.
Der Blick in die Zukunft stimmt mich nachdenklich. Nach dem Finanzplan sind die rosigen Zeiten vorbei und
es zeichnet sich ein deutlicher Beschäftigungsrückgang ab, vor allem in der Bauindustrie.
Nebst der schwachen wirtschaftlichen Lage in vielen wichtigen Herkunftsländern, welche sich auf den
Tourismus in unserem Gebiet auswirkt und dem starken Schweizer Franken, welcher die preisliche
Wettbewerbsfähigkeit verschlechtert, gilt es strukturelle Herausforderungen zu meistern, welche durch die
Annahme der Zweitwohnungsinitiative nochmals erhöht wurden.
Summa sumarum: Der haushälterische Umgang mit den Finanzen wird nicht reichen.
Wir müssen den Gürtel enger schnallen - konkret bedeutet dies, das Notwendige noch strikter vom
Wünschbaren trennen. Die nächsten Jahre werden von einem WOLLEN und KOENNEN geprägt sein. Ich
hoffe, dass die Durchführung der Alpinen Ski Weltmeisterschaften 2017 neue, positive Impulse und
Investitionen sowie die zusätzliche Förderung des Skisports und Tourismus auslösen wird.
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Der Vorsitz des Gemeinderates beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Vorbereitung und Durchführung der
Sitzungen, sondern bringt viele Repräsentationsverpflichtungen mit sich. Der zeitlich nicht zu
unterschätzende Aufwand für Gespräche und die Pflege des Kontaktes mit Bürgerinnen und Bürger, mit
Vertretern von Behörden und Verbänden und anderen Institutionen und nicht zuletzt mit unseren Gästen,
wird jedoch mehrfach „entschädigt“ durch sehr interessante Begegnungen und Kontakte, welche die
Amtszeit überdauern.
Schaue ich in den Rückspiegel meines Präsidialjahres, kristallisieren sich zwei besondere Events heraus:
Der Höhepunkt war die Eröffnung des neuen Hallenbades/Sportzentrums Ovaverva und des Forums
Paracelsus anfangs Juli. Damit wurde ein langer politischer Leidensweg doch noch von Erfolg gekrönt. Der
Grossaufmarsch von über 6‘000 Besuchern an den beiden Besuchstagen bestätigte das grosse Interesse
der Bevölkerung an diesen für die Einheimischen und Gäste wichtigen Investitionen.
Ganz besonders ist mir auch der Besuch einer 23-köpfigen Delegation unserer japanischen Schwesternstadt
Kutchan in Erinnerung, der aus Anlass des 50jährigen Bestehens unserer Partnerschaft erfolgte. Als Zeichen
der Verbundenheit hat dieser japanische Wintersportort die Patenschaft für das wieder eröffnete Forum
Paracelsus übernommen.
Traditionsgemäss führt der Behördenausflug in die nähere Heimat des Ratspräsidenten. Auch wenn Petrus
dem Oberhalbstein an diesem Tag nicht besonders gut gesinnt war und uns auf der Heimreise gar mit
Schnee überraschte, hat uns Herr Giovanni Netzer in einem spannenden Vortrag mit der Geschichte und der
Gegenwart der Burg Rätia Ampla in Riom vertraut gemacht. Mit dem über die Kantonsgrenzen hinaus
bekannten Kulturprojekt „Origen“ ist heute neues Leben in die alten Mauern von Riom eingezogen.
Die Jungbürgerfeier vom November bleibt mir ebenso in guter Erinnerung, auch wenn die Zahl der
Teilnehmer im Verhältnis zu den eingeladenen Jungbürgerinnen und Jungbürger eher bescheiden war.
Wir leben heute in einer sehr dynamischen Zeit, auch was das politische Leben anbelangt. Dieser
Entwicklung müssen wir mit offenen Augen und wachem Sinn begegnen. Wer statisch denkt, erfasst den
morgigen Tag nicht. Bekanntlich sind die Massstäbe der Politik von heute die Verhältnisse von morgen,
wobei den voraussehenden Politiker die Zeit tragen wird, weil er die Zukunft bereits berücksichtigt.
Wir beklagen eine teilweise Überforderung des Stimmbürgers und sein zunehmendes Desinteresse am
politischen Alltag. Sind wir dagegen machtlos oder sollten wir nicht selbst einmal kritisch in den eigenen
Spiegel schauen? Die letzten Wochen meiner politischen Tätigkeit haben mich in meiner Absicht bestärkt,
dass sich eine Teilrevision der Gemeindeverfassung, einschliesslich des Wahlprozederes, aufdrängt. Wenn
der Stimmbürger innerhalb von zwei Monaten fünf Mal zur Urne gebeten wird um die Gemeindebehörden für
die nächste Legislaturperiode zu wählen, dann kann die Stimm- und Wahlabstinenz kein Erstaunen mehr
auslösen. Dem neuen Rat empfehle ich: Packt diese Thematik an – nehmt die Anliegen der Bürger wahr, der
Handlungsbedarf ist ausgewiesen.
Ich bedanke mich nochmals für das mir gewährte Vertrauen und schliesse meine Amtsperiode mit dem Dank
an
-
den Gemeindepräsidenten und den Gemeindevorstand für die angenehme Zusammenarbeit und
kollegiale Unterstützung.
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ebenso danke ich der Gemeindeverwaltung und Gemeindekanzlei. Sie hatten stets ein offenes Ohr
für meine Anliegen und haben mich tatkräftig unterstützt.
ein weiterer Dank gebührt der Schulbehörde und der Geschäftsprüfungskommission sowie allen, die
sich in irgendeiner Form zum Wohle unserer Gemeinde eingesetzt haben sowie den Medien für ihre
Berichterstattung über unsere Ratssitzungen.
ein ganz besonderer Dank gebührt meinen Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat für die
harmonische und konstruktive Zusammenarbeit und ihren grossen Einsatz im Dienste unserer
Bevölkerung.
während der Ausübung meines Amtes als Ratspräsident bekam ich Einblick in die verschiedenen
Abteilungen der Gemeinde. Für die grosse Arbeit, welche dort geleistet wird, danke ich allen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
dass ich dieses ehrenvolle Amt ausführen durfte und konnte, verdanke ich aber auch dem
grosszügig entgegengebrachten Verständnis meiner Frau und meines Arbeitgebers.
Für das grosse Engagement zum Wohle von St. Moritz danke ich den abtretenden Behördenmitgliedern,
welche heute Abend anlässlich des Behörden-Nachtessens durch den Gemeindepräsidenten
verabschiedet werden:
Herr Hansruedi Schaffner
Herr Cristiano Luminati
Herr Markus Hauser
Herr Max Weiss
Frau Christina Koller
Herr Urs Höhener
Herr Michel Molettieri
Herr Thomas Josi
Herr Silvio Hunger
Herr David Studer
Frau Gabi Künzler
Frau Manuela Holinger
Herr Claudio Camenisch
sowie meine Wenigkeit
Ihnen, geschätzte Damen und Herren und Ihren Angehörigen wünsche ich eine besinnliche Adventszeit,
frohe Festtage und im neuen Jahr nur das Beste.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Ich fühlte mich auf diesem „Ehrenplatz“ wohl und war gerne Ihr
Gemeinderatspräsident.
Giatgen Scarpatetti, Gemeinderatspräsident
1.1.2 Gemeindevorstand
Wie üblich tagte der Gemeindevorstand an den Montag-Nachmittagen und hielt seine ordentlichen Sitzungen
ab. Zudem wurden teilweise Tagessitzungen oder weitere Halbtagessitzungen mit Fachgremien abgehalten.
Insgesamt traf sich der Vorstand zu 50 Sitzungen, anlässlich welcher 798 verschiedene Geschäfte behandelt
und weitgehend erledigt wurden. Die wesentlichsten davon sind in den verschiedenen Tätigkeitsberichten
zuhanden des Gemeinderates aufgeführt und in der Engadiner Post publiziert.
Gemeindekanzlei
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1.1.3 Geschäftsprüfungskommission
Die Geschäftsprüfungskommission der Gemeinde St. Moritz hat auch im vergangenen Jahr die
Geschäftsführung der Gemeindeorgane, der Nebenbetriebe und der Verwaltungszweige geprüft.
Die Kommission war bestrebt, die ihr gestellten Aufgaben nach bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen.
Die Mitglieder nahmen an den Sitzungen im Gemeinderat,
St. Moritz-Energie, Baukommission, Sozialkommission und Schulrat teil.
Die Geschäftsprüfungskommission hat zudem folgende Geschäfte geprüft:
 die getrennt geführte Rechnung der Sozialkommission
 Beschlüsse aus den Sitzungsprotokollen des Gemeindevorstandes auf ihre Gesetzmässigkeit und
Ausführung insbesondere im Zusammenhang mit Arbeitsvergaben, Verwaltung des
Gemeindevermögens,
 diversen Gemeindebeiträgen und Stand einzelner Planungsverfahren.
Die dabei aufgetretenen Fragen und Unklarheiten wurden mit dem Gemeindepräsidenten, dem zuständigen
Vorstandsmitglied oder der Gemeindeschreiberin schriftlich bzw. mündlich behandelt und geklärt.
Silvio Hunger, Präsident Geschäftsprüfungskommission
1.2 Allgemeine Verwaltung
1.2.1 Abstimmungen und Wahlen 2014 / Kanzlei
Im Jahr 2014 wurde das Stimmvolk an 8 Wochenenden zur Urne gebeten. Insgesamt kamen 12
eidgenössische Vorlagen zur Behandlung, daneben 8 kommunale und 3 kantonale Vorlagen. Des Weiteren
wurden Regierungsratswahlen, Kreiswahlen und Gemeindewahlen durchgeführt, bisweilen war ein zweiter
Wahlgang nötig. Der Ausgang der Abstimmungswochenenden wurden jeweils auf der Homepage der
Gemeinde www.gemeinde-stmoritz.ch unter der Rubrik „News“ veröffentlicht.
Gemeindekanzlei
1.2.2 Friedhof
Beisetzungen
davon:
- Erdbestattungen
- Einäscherungen
Bestattungsart:
- Reihengräber
2011
31
2012
23
2013
22
2014
33
12
19
7
16
4
18
7
26
8
4
4
7
12
- Privatgräber
- Urnennischen oder Urnenwand
- Urnengräber
- Urnengemeinschaftsgrab
- Kindergräber
8
4
6
4
1
6
4
5
3
1
2
9
7
0
0
6
6
10
4
0
Gabi Bogner, Friedhofverwaltung
1.2.3 Einwohnerdienste
Im Sommer 2014 haben wir die Anträge für Identitätskarten von Papier auf elektronisch umgestellt. Diese
Umstellung mussten wir aufgrund von Weisungen des Bundes vornehmen. Es dürfen keine Papieranträge
mehr ausgestellt werden. Die Einführung des dafür entwickelten NAVIG-Programmes ist reibungslos
verlaufen.
Im 4. Quartal 2014 sind die neuen Gesuchsformulare für das Beantragen von Ausländerbewilligungen vom
Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden eingeführt worden. Neu muss auch die Religion jedes
Ausländers erfasst werden. Dies ist für die korrekte Quellensteuerabrechnung wichtig.
Anzahl Einwohner (Stand jeweils per 31.12./ohne Kurzaufenthalter und Grenzgänger Bewilligungen)
Jahr
2010
2011
2012
2013
2014
Anzahl
5‘136
5‘111
5‘046
5‘051
5‘075
Anzahl bearbeitete Ausländerbewilligungen:
Jahr
2010
2011
2012
2013
2014
Anzahl
4‘403
4‘532
4‘548
5‘323
4‘709
Anzahl ausgestellte Einheimischen-Ausweise:
Jahr
2010
2011
2012
2013
2014
Anzahl
264
1‘047
619
484
492
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AHV Zweigstelle
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden hat im 2014 alle Formulare neu überarbeitet. Für
die Antragssteller ist das Ausfüllen der Formulare aufwendiger geworden, da mehr Angaben gemacht
werden müssen und viele Beilagen nötig sind. Die Kunden sind mit dem Ausfüllen oft überfordert und auf
unsere Hilfe angewiesen. Wir sind dafür verantwortlich, dass die Angaben und Beilagen vollständig sind,
bevor die Formulare an die Sozialversicherungsanstalt weitergleitet werden.
Den meisten Aufwand haben wir bei der AHV-Zweigstelle eindeutig mit der Bearbeitung der Gesuche um
Beiträge zur Verbilligung der Krankenkassenversicherungsprämien (IPV). Es braucht nach wie vor noch sehr
viel Zeit, den Einwohnern das Ausfüllen der Formulare zu erklären. Auch wenn das Verfahren seit Jahren
gleich geblieben ist, so ist vielen noch immer unklar, was für Unterlagen beigelegt werden müssen. Dies
bedeutet, dass die Beschaffung der richtigen Unterlagen für uns oft sehr aufwendig ist, da es nicht selten
vorkommt, dass ein Gesuch mehrmals mit den falschen Unterlagen eingereicht wird.
Jahresbericht 2014 – Anmeldung für IPV 2014 (Bezug Prämienverbilligung KVG)
Im Jahr 2014 wurden der AHV-Zweigstelle St. Moritz insgesamt 376 Anmeldungen zum Bezug von
Prämienverbilligung zur Bearbeitung und Weiterleitung zugestellt oder abgegeben.
Diese Anmeldungen werden durch uns auf ihre Richtigkeit und Konformität überprüft und bestätigt.
Zusätzlich wird geprüft, ob die Antragsteller beim Sozialamt der Gemeinde
St. Moritz angemeldet sind.
Die Anmeldungen werden anschliessend an die Sozialversicherungsanstalt Graubünden, Chur,
weitergeleitet. Über die weitergeleiteten Anmeldungen wird eine interne Kontroll-Liste geführt.
Arbeitsamt
Das Gemeindearbeitsamt ist die erste Anlaufstelle bei eintretender Arbeitslosigkeit. Im Sommer 2014 haben
wir mehr arbeitslose Personen betreut als in den Jahren zuvor. Dies, weil die Arbeitgeber aufgrund der
schlechten Wintersaison 2013/14 weniger Personal für den Sommer angestellt haben. Da die Sommersaison
auch sehr viel kürzer war als in den anderen Jahren, hat sich die Arbeitslosigkeit nicht mehr nur auf die
Zwischensaison konzentriert.
Überprüfung Krankenversicherungs-Obligatorium (KVG-Obligatorium)
Seit dem 1. Juni 2003 sind im Kanton Graubünden die Gemeinden für die Einhaltung des Bundesgesetzes
über die Krankenversicherung (KVG) zuständig. In dieser Funktion unterliegt den Gemeinden auch die
Kontrolle betr. Krankenversicherungspflicht.
Grundsätzlich müssen sich alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz, mit einer Aufenthaltsbewilligung und
einer Niederlassungsbewilligung bei einer anerkannten schweizerischen Krankenkasse versichern.
Keine Regel ohne Ausnahmen! Auf Grund des Personenfreizügigkeitsabkommens zwischen der Schweiz
und der EU/EFTA gibt es Bewilligungsarten, welche sich unter gewissen Voraussetzungen von der
Versicherungspflicht in der Schweiz befreien lassen können (Grenzgänger, Kurzaufenthalter, Jahres- und
Niederlassungsbewilligungen ohne Erwerbstätigkeit etc.). Bedingung für eine Befreiung ist eine Bestätigung
des ausländischen Versicherers, dass dieser die volle Deckung gemäss der KVG-Grundversicherung in der
Schweiz übernimmt.
Bei Wechsel der Ausländerbewilligung ( L auf B oder B auf C) werden die betroffenen Personen zur
Erbringung eines neuen Versicherungsnachweises aufgefordert.
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Auch zuziehende Personen mit den Bewilligungen B und C haben einen neuen Versicherungsnachweis
beizubringen.
Die zahlenmässig grösste Anzahl Bewilligungen machen die Kurzaufenthalter, L - Bewilligung aus (ca. 2'000
in der Wintersaison). Diese werden in der Regel über die Kollektivversicherung des Arbeitgebers versichert.
Da die Kontrolle jedes Einzelnen sehr aufwendig wäre, müssen wir uns in diesem Bereich auf Stichproben
beschränken.
Alle Arbeitgeber werden orientiert und aufgefordert uns die Listen der Angestellten mit KollektivKrankenkassenversicherung zu melden.
Bei nachgewiesener Beibehaltung des Wohnsitzes im Ausland und regelmässiger Reise an diesen Wohnsitz,
können sich neu auch Kurzaufenthalter vom KVG-Obligatorium in der Schweiz befreien lassen.
Die arbeitsintensivste Bewilligungsart sind die Grenzgänger, welche sich mit einem Gesuch von der
Krankenversicherungspflicht in der Schweiz befreien lassen können. Mit dem Gesuch muss eine Bestätigung
des ausländischen Versicherers (z.B. für Italien; Kopie der Tessera Sanitaria) eingereicht werden. Nach
Überprüfung der eingereichten Unterlagen wird der Gesuchsteller im Normalfall mit einem „Befreiungsbrief“
und einer Gebühr von Fr. 20.-- von der Krankenversicherungspflicht in der Schweiz befreit. Die
Gültigkeitsdauer der Befreiung ist identisch mit der Bewilligungsdauer. Die Einreichung des Gesuches muss
innert 3 Monaten seit Einreisedatum erfolgen. Müssen die Personen nach abgelaufener Frist von 3 Monaten
zur Gesuchstellung aufgefordert werden, wird eine zusätzliche Gebühr von Fr. 15.-- pro Aufforderung in
Rechnung gestellt.
Gemäss vorherigen Ausführungen können sich neu auch Kurzaufenthalter vom KVG-Obligatorium befreien
lassen. Die Gesuchstellung, Überprüfung und Befreiung erfolgt im gleichen Rahmen wie bei den
Grenzgängern. Zur Zeit halten sich diese Gesuche noch in bescheidenem Rahmen.
Befreite Grenzgänger/Kurzaufenthalter (inklusive der nichterwerbstätigen Familienangehörigen):
Jahr 2003 =
465 Personen
Jahr 2004 =
720 Personen
Jahr 2005 =
637 Personen
Jahr 2006 =
759 Personen
Jahr 2007 =
775 Personen
Jahr 2008 =
885 Personen
Jahr 2009 = 842 Grenzgänger / 4 Kurzaufenthalter
Jahr 2010 = 996 Grenzgänger / 2 Kurzaufenthalter
Jahr 2011 = 1071 Grenzgänger / 3 Kurzaufenthalter
Jahr 2012 = 1392 Grenzgänger / 6 Kurzaufenthalter
Jahr 2013 = 1538 Grenzgänger / 6 Kurzaufenthalter
Jahr 2014 = 1568 Grenzgänger / 7 Kurzaufenthalter
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Halbjährlich müssen wir dem Gesundheitsamt Graubünden mittels Excel-Tabelle namentlich mitteilen,
welche Grenzgänger/Kurzaufenthalter von der Krankenkassen-Versicherungspflicht befreit wurden bzw. eine
Schweizer Krankenkasse haben.
Auch die Schweizerbürger unterliegen dieser Kontrolle, im Speziellen die aus dem Ausland zuziehenden
Personen. Bei Ortswechsel innerhalb der Schweiz ist die Kontrolle durch die Krankenkassen selbst gut
organisiert, d.h. eine Person wird erst freigegeben, wenn der Nachweis einer neuen Krankenkasse vorliegt.
Diese Praxis bewährt sich jedoch im wirklichen Leben nicht zu 100%.
Kommt eine Person der mehrmaligen Aufforderung zur Erbringung des Krankenkassen-Nachweises nicht
nach, so hat die Gemeindebehörde die Möglichkeit diese Person zwangsweise einer Schweizer
Krankenkasse zuzuweisen.
Im abgelaufenen Jahr musste dieses Verfahren einigen Personen angedroht werden.
Bei 2 Personen wurde durch die Gemeinde eine Zwangszuweisung angeordnet und durchgeführt.
Yvonne Rizzi, Leiterin Einwohnerdienste
Roland Weingart
1.2.4 EDV-Abteilung
Allgemein
Die IT-Umgebung der Gemeinde St. Moritz hatte dieses Jahr ihre Bewährungsprobe mit der
Rechenzentrums-Lösung zu bestehen. Trotz wenigen Performance-Engpässen kann man sagen, dass diese
Probe bestanden wurde. Es waren auch immer wieder Anpassungsarbeiten im Hard- und Softwarebereich zu
erledigen.
Ein grösserer Aufwand war mit der Integration des neuen Hallenbades und Sportzentrums OVAVERVA,
welches im Juli 2014 den Betrieb aufnahm, erforderlich.
Auch bei der Gemeinde St. Moritz sind immer mehr Notebooks, Smartphones und iPads mit
Zugriffsmöglichkeiten von Aussen auf die E-Mail-Dienste des Netzwerkes im Einsatz. Um diese Endgeräte
geschäftlich optimal zu nutzen, werden diese über unseren Exchange-Mail-Server im Bereich Outlook und EMail von intern und extern synchronisiert.
Benutzer, welche die Möglichkeit des vollen Datenzugriffes von Aussen auf unser Netzwerk haben, müssen
sich aus Datensicherheitsgründen mit einer 2-Weg-Authentifizierung (mit Token) am Netzwerk der Gemeinde
St. Moritz anmelden.
Im Hardware-Bereich wurden neu integriert:
 Im Rathaus wurden die 2 Access-Points ersetzt um die WLAN-Verbindung zu verbessern. Es sind
weiterhin Access-Points von Cisco im Einsatz.
 Im Server-Raum ist eine neue Firewall, SonicWall NSA3600, im Einsatz.
 Der Aussenstandort Büro Werkhof ist nun auch integriert in das Netzwerk der Gemeinde
St. Moritz. Die Sicherheit dieses Anschlusses, Gateway Security, wird mit einer SonicWall TZ-200
gewährleistet.
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 Die bestehende Beamer-Anlage im Ratsaal, welche immer wieder störungsanfällig war während
den Präsentationen, ersetzte man durch ein Samsung-TV-Gerät (UE85HU7580T, Bilddiagonale
216 cm). Diese Anlage kann neben den qualitativ sehr guten Präsentationswiedergaben auch für
Video-Konferenzen genutzt werden.
 In der Einsatzzentrale der Gemeindepolizei musste ein Monitor der Parkhaus-VideoÜberwachung ersetzt werden.
 Der Schulhaus-Abwart Schulhaus Grevas hat neu auch Zugriff auf unser Netzwerk via Notebook
erhalten.
 Die neuen Gemeinde-Vorstände, Regula Degiacomi und Michael Pfäffli, haben neue Notebooks
erhalten, mit welchen diese jederzeit auch von Extern auf das Netzwerk der Gemeinde zugreifen
können.
 Zu den Notebooks die der Tourismus für die Skirennen im Einsatz hat wurden zwei Kleindrucker
des Typs Canon Pixma iP110 angeschafft.
 Im DRC St. Moritz (DataRecoveryCenter, im ServerRaum) kommen zwei neue Core-Switches
zum Einsatz. Durch den Einsatz dieser Switches kann bei einem Störfall das Routing schneller
umgestellt werden.
Im Softwarebereich wurden nachfolgende Neuerungen eingeführt:
 Die Outlook-Signaturen wurden gemäss den Vorgaben des CD der Gemeinde St. Moritz
umgesetzt.
 Die Adressbücher im Outlook wurden überarbeitet und kommen jetzt in einer
übersichtlicheren Darstellung zum Einsatz.
 Für den Tourismus wurde das Programm Adobe Creative Cloud für Teams angeschafft.
 Die Einwohnerdienste haben neu Zugriff auf die Programme ZEMIS (Zentrales AusländerRegister), NAVIG (Antragstellung für Identitätskarte), vvk-online (Zugriff auf das
Krankenkassen-Register und ZAP (AHV-Zweigstellenapplikation für Mutationsmeldungen).
 Die Updates der Branchensoftware wurden gemäss den Anweisungen der ProgrammSupporter durchgeführt.
 Je nach Bedarf wurden den Benutzern die entsprechenden Programme zugewiesen.
Netzwerk
Mit der Einführung der neuen Rechenzentrums-Lösung änderte sich auch einiges in der ganzen
Sicherheitsumgebung des Netzwerkes. Alle Sicherheitsüberprüfungen im Netzwerk erfolgen jetzt zentral über
das Rechenzentrum in Lupfig AG. Als Zugriffsüberwachung ins Internet ist immer noch Z-scaler im Einsatz.
Spam-Mails werden durch ein Programm von Message Labs geblockt.
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Mit der neuen Lösung wurde auch die Datensicherheit und -verfügbarkeit deutlich erhöht, sind doch die
Daten zusätzlich zum Rechenzentrum noch bei i-Community AG in Buchrain und bei der Gemeinde St.
Moritz im DRC (DatenRecoveryCenter) gesichert. Die Datensicherung erfolgt vollautomatisch im
Rechenzentrum.
Die Einführung des Programmes MailStore, welches alle ein- und ausgehenden Mails während 10 Jahren
sichert, hat sich bewährt.
Das IT-Netzwerk der Gemeindeverwaltung St. Moritz / Zivilstandsamt OE besteht zur Zeit aus:
- div. Virtualisierte Server im RZ Lupfig AG
- 71 IT-Arbeitsplätze
- 84 Benutzer-Kontos für Terminal-Services
- 95 Mail-Kontos im Hosted Exchange
- 11 Notebooks
- 2 iPads
- 8 Multifunktions-Farb-Kopierer von Ricoh
- 32 Netzwerkdrucker
- 1 Plotter eMFP
- div. Firewall
- 1 USV APC RT8000
- div. Glasfaser-Anschlüsse
- div. Terminal-Serveranschlüsse von den Aussenstationen
Der Netzwerk-Betrieb lief im Jahre 2014 zufriedenstellend. Zu Unterbrüchen, die die täglichen Arbeiten
beeinträchtigten, kam es selten. Zu Engpässen kam es ab und zu bei der Performance, die Programme
reagierten dann langsamer als üblich. Das Steueramt hatte einige Perioden, wo es immer wieder zu
Verbindungsproblemen im EVA-Programm kam und dadurch die Arbeit beeinträchtigt wurde. Eine
diesbezüglich zufriedenstellende Lösung wird gesucht.
Wir stellen jedoch fest, dass es nach Programm-Updates oder Versionen-Wechsel immer wieder vorkommt,
dass Anpassungen notwendig werden damit das betroffene Programm wieder so funktioniert wie vor dem
Update.
Die im 2014 monatlich durchgeführten Server-Wartungen wurden nach Plan ausgeführt und verliefen
problemlos. Die Benutzer wurden vorgängig per Mail über die Server-Wartung informiert.
Die Zusammenarbeit mit unserem Hardware-Supporter, i-Community AG, St. Moritz, hat soweit recht gut
funktioniert. Im Zusammenhang mit der Integration des neuen Hallenbades / Sportzentrums OVAVERVA ins
Netzwerk der Gemeinde St. Moritz musste die i-Community AG intensive Arbeit leisten.
Zur Zeit läuft die RZ-Lösung mit kleinen Ausnahmen zu aller Zufriedenheit.
Webseite der Gemeinde St. Moritz
In der Zeit vom 1. Januar – 31. Dezember 2014 gab es 92‘379 Besuche (Zugriffe) auf die Webseite der
Gemeinde St. Moritz. 35% davon waren neue Besucher, 65% waren ehemalige Besucher. Mit 3,25
angewählten Seiten pro Besuch resultieren daraus insgesamt 300‘251 Seitenaufrufe. Die durchschnittliche
Besuchszeit auf der Webseite lag bei 2 Minuten 14 Sekunden.
Die meisten Besuche auf der Webseite resultierten in den Monaten Januar-März, Juli/August und
November/Dezember.
18
Den grössten Nutzen kann eine Webseite nur erbringen wenn sie immer aktuell ist. Wir bemühen uns dieses
Anliegen zu erfüllen, sind jedoch auch auf die jeweils zuständigen Stellen / Abteilungen angewiesen um die
Inhalte aktuell zu halten.
Die neue Webseite wird mit dem CMS TYP03 bewirtschaftet. TYP03 hat den Vorteil, dass berechtigte
Stellen Inhalte und Publikationen im zugeteilten Bereich der Webseite eigenständig bewirtschaften können
und dafür auch die Verantwortung tragen.
Auf unserer Webseite wird diese Möglichkeit durch das Bauamt und die Gemeindeschule
St. Moritz genutzt. Für 2015 ist ein Relaunch der Webseiten St. Moritz Tourismus und Gemeinde
vorgesehen.
Leasing / Anschaffungen
Per Ende 2014 waren nachfolgende Hard- und Software im Leasing-Vertrag:
23
11
11
4
10
21
Drucker, Kat. 1 - 3
ThinClient Igel UD5
Notebook HP Pro Book 6570b
Desktop Office, Compaq 6305 Pro MT
Workstations, HP Z420 Xenon
Monitore 24“, HP LA2405X
4 Windows SAL
84 Office Standard 2010
1 SQL Standard Core Anteil NEST
1 2 Core für Branchen VM STM
95
84
9
2
Hosted Exchange inkl. AntiSpam
Citrix Connections Platinum Lic.
Adobe Standard Lic.
MindJet MindMapping
Per Ende 2014 wurden neu angeschafft:
2
1
2
2
1
1
2
1
1
Toshiba-Notebooks für die Gemeindevorstände R. Degiacomi und M. Pfäffli
Samsung-TV, 85“, für Ratsaal
Cisco Core Switches für das DRC von OEGDE
Meraki Cisco Access Points für das WLAN Rathaus
Firewall SonicWall NSA3600 für den Server-Raum
Gateway SonicWall TZ-200 für die Anbindung Büro Werkhof
Kleindrucker, Canon Pixma iP110, zu den Notebooks Tourismus (Skirennen)
Programm Adobe Creative Cloud for Teams für Abt. Tourismus
Programm Office 2013 Home für Schul-Sozialarbeiterin
Das IT-Budget 2014 wurde im Bereich „Anschaffungen EDV-Anlage“ eingehalten.
Das Konto „Unterhalt und Betrieb EDV“ wurde um Fr. 48‘767.00 überschritten.
Diese Mehraufwendungen resultierten durch die Integration des OVAVERVA und der Aussenstandorte
Ludains, Werkhof, Schulhaus Grevas (R. Falkenstein) und Feuerwehr ins Netzwerk der Gemeinde St. Moritz.
Roland Weingart, EDV-Abteilung
19
1.3 Finanzen und Steuern
1.3.1 Buchhaltung / Rechnungswesen
Laufende Rechnung
Die Laufende Rechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von CHF 242‘579.97 ab. Die
Jahresrechnung 2014 enthält zusätzliche Abschreibungen von CHF 2.3 Mio. Die Aktien der Bergbahnen
Engadin St. Moritz Mountains AG wurden per Ende Jahr zum Steuerwert von CHF 3'079‘132.00 bewertet,
dies führt zu einer Abwertung von CHF 1‘129‘016.00.
Zusätzliche Abschreibungen:
Darlehen Pferdesportgenossenschaft
Anteil Gemeinde Altlasten Schanze (Blei)
Diverse Planungen
FIS WM 2017
Storno Abschreibung Planungskredit Pflegeheim
(Rückzahlung nicht benötigter Planungskredit durch Kreis)
Total
CHF
162‘000.00
CHF
CHF
CHF
CHF
1‘500‘000.00
800‘000.00
400‘000.00
-582‘004.50
CHF
2'279’995.50
Das Ergebnis der Jahresrechnung 2014 wurde im Vergleich mit dem Budget 2014, durch folgende Mehreinnahmen
und Mehr- und Minderaufwand beeinflusst:
Grosse Abweichungen Ertrag/Aufwand:
Wasserversorgung Anschlusstaxen
Abwasserbeseitigung Anschlusstaxen
Einkommens- und Vermögenssteuern
Quellensteuern
Gemeindesteuern iur. Personen
Erbschaft- und Schenkungssteuern
Handänderungssteuern
Mehraufwand Einlage Grundstückerwerbskonto
Minderaufwand Kreisspital
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
Total Abweichungen Ertrag/Aufwand
CHF
497‘000.00
1‘095‘000.00
1‘886‘000.00
389‘000.00
470‘000.00
322‘000.00
4‘760'000.00
-632‘000.00
923‘000.00
9'710’000.00
Investitionsrechnung
Im
Jahre
2014
wurden
CHF
45'072'495.26
Nettoinvestitionen
getätigt.
Davon
sind
CHF 12‘999‘785.95 im Investitionsbudget enthalten (budgetiert CHF 19'509‘000). Weniger als budgetiert ausgegeben
wurde für Planungen (Bildungszentrum Grevas, Parkierung Plazza Rosatsch, Areal Signal, Reithalle und div.
Planungen). Für die Vorfinanzierung Garage Wohnhaus Aruons sind noch keine Kosten angefallen. Die Ringleitung für
die Langlaufloipe wird erst 2015 geplant und ausgeführt. Bei der Kanalisation wurde die Sanierung an der Via dal Bagn
nicht ausgeführt.
Zu Lasten von Abstimmungskrediten wurden total CHF 32‘072'709.31 verbucht. Folgende Aufwendungen sind
verbucht worden: Feuerwehrdepot CHF 293‘155.21, Projektierung ARA S-chanf CHF 251‘531.58, Paracelsusgebäude
CHF 1‘783‘740.70, Sportzentrum Hallenbad OVAVERVA CHF 19‘961‘000.11, FIS WM 2017 CHF 4‘612‘809.86,
Olympia Schanze CHF 109‘055.45, Altlasten Olympia Schanze CHF 2‘863‘367.70, Umlegung Werkleitungen Grevas
20
CHF 3‘705‘390.65 abzüglich Beitrag RhB CHF 1‘000‘000.00. Das Pflegeheim hat den nicht mehr benötigten
Planungskredit über CHF 582‘004.50 zurückbezahlt.
Finanzierung
Die Selbstfinanzierung (Cash Flow) beträgt rund CHF 15.1 Mio. (33.45 %). Dies ergibt einen Finanzierungsfehlbetrag
von CHF 30 Mio.
1.3.2 Steueramt
Gemeinde St. Moritz
Steuereinnahmen
Wirksam im Jahre
Planjahre
Bemessungsjahr
Steuerfuss
1
2
3
4
5
6
2010
2011
2012
2013
2014
2009
60%
2010
60%
2011
60%
2012
60%
2013
60%
Gemeindesteuern
natürliche Personen
iur. Personen
Quellensteuern
Liegenschaftensteuern
Erbschaftssteuern
Grundstückgewinnst.
Handänderungssteuern
Total
18'781'585
3'048'142
4'536'083
1'867'170
55'573
11'316'445
8'580'137
48'185'135
18'479'178
3'469'060
5'494'004
1'992'667
213'746
21'336'464
3'908'167
54'893'286
19'820'787
3'540'074
3'016'413
2'072'756
208'547
9'923'037
5'309'219
43'890'833
19'127'117
2'149'575
4'366'870
2'320'193
209'323
11'093'199
9'700'208
48'966'485
20'811'447
3'270'339
4'389'197
2'459'175
422'084
8'760'375
3'245'799
43'358'415
Total 1 + 2
26'365'810
27'442'242
26'377'274
25'643'563
28'470'983
Total 3 -6
21'819'325
27'451'044
17'513'559
23'322'923
14'887'432
Total 1 - 3
28'232'979
29'434'909
28'450'030
27'963'756
30'930'158
Total 4 - 6
19'952'155
25'458'377
15'440'803
21'002'730
12'428'257
94.56%
100.00%
100.00%
104.26%
104.26%
127.60%
96.65%
100.77%
77.39%
98.29%
99.05%
105.27%
110.61%
109.55%
62.29%
in % von Vorjahr 1-3
2009=100 % 1-3
2009=100 % 4-6
Reto Hartmann, Leiter Rechnungswesen
21
1.3.3 Pensionskasse
Die Pensionskassenkommission versammelte sich im Berichtsjahr zu 9 Sitzungen.
Der Pensionskasse gehörten per Ende Dezember 2014 an:
216 Anzahl Aktive/Risikoversicherte
124 Rentenbezüger
2 Pensionierungen
54 Eintritte
28 Austritte
Todesfälle 2014: 1 Aktiver, 3 Pensionierte
Das Ergebnis des Rechnungsjahres 2013 hat sich gegenüber dem Vorjahr wiederum verbessert. Das NettoErgebnis aus Vermögensanlagen betrug CHF 4‘434‘146.15, (Vorjahr CHF 4‘096‘760.20). Der Deckungsgrad
gemäss Anhang zu Art. 44. BVV 2 betrug per 31.12.13 94 %, (VJ 95.9%). Die Verschlechterung des
Deckungsgrades ist auf die Reduktion des technischen Zinssatzes auf 2.5 % zurückzuführen.
Das Anlageergebnis war wie in den vergangenen Jahren einmal mehr positiv und für das Jahr 2014 erwarten
wir ein positives Anlageergebnis von rund 6.5 % .
Wahlen
Erstmals wurde die Wahl der Mitglieder der Arbeitnehmer in die Stiftung der Pensionskasse für die neue
Legislaturperiode durch das neue Wahlprozedere durchgeführt und sämtliche Bisherigen in ihrem Amt
bestätigt.
Personelles
Die Kommission der Pensionskasse setzt sich per 31.12.2014 wie folgt zusammen:
Späni Esther, Kur- und Verkehrsverein St. Moritz
Knobel Peter, St. Moritz Energie
Nyffenegger Fritz, Gemeinderat
Padrun Rino, Gemeinderat
Stoffel Hans, Präsident
Weingart Roland, Gemeinde
Hartmann Reto (Aktuar, Buchhaltung)
Anlässlich der Sitzung für Kommissionsbesetzungen des Gemeinderates im Januar 2015 wurden auch die
Mitglieder der Arbeitgebervertreter für die neue Legislaturperiode (2015-2018) wiederum bestätigt.
Hans Stoffel, Präsident
22
1.4 Polizeiwesen
Hauptaufgaben
Durchsetzung von Ruhe und Ordnung im Rahmen unserer Gemeindegesetze und Vorschriften, Verkehrsund Patrouillendienst im ganzen Gemeindegebiet, mit Schwerpunkt ruhender Verkehr, Fusspatrouillen,
Verkehrsregelung, Auskunftsdienst und Hilfeleistungen an Bürger und Gäste, Parkkontrollen, Signalisation
und Umleitungen, Baustellen, sichtbare Präsenz und Zustelldienste für Betreibungsamt und
Einwohnerdienste.
Verwaltungspolizei und Telefondienst, Einsatz der Patrouillen, Bootsplätze, Fischereiwesen, Hundekontrolle,
Fundbüro, Taxi- und Kutscherwesen, Ordnungsbussenadministration, Fahr- und Parkbewilligungen, sowie
weitere Verwaltungsprodukte.
Zusatzdienste und Verkehrsregelung anlässlich Sportevents, Kulturveranstaltungen, regionalen
Grossanlässen auf Gebiet der Gemeinde St. Moritz, Zusammenarbeit mit der Regional- und Verkehrspolizei /
Kantonspolizei Graubünden, der Verkehrstechnik, der Verkehrserziehung sowie der Securitas im
Behördendienst.
Veranstaltungen
Bob und Skeleton, Alpine Welt- und Europacuprennen, Automobilanlässe, Polo on Snow, White Turf,
Engadin Skimarathon, Concours, Feste, Märkte, Radveranstaltungen und weitere.
Erträge / Einnahmen
Parkplatzbewirtschaftung
Sämtliche Einnahmen aus der Parkplatzbewirtschaftung (Parkhäuser/Parkräume und Parkuhren) werden der
Gemeindekasse überwiesen.
Verwaltungspolizei / Schaltereinnahmen
CHF
Gesamtinkasso Verwaltungspolizei
358‘067.20
enthaltend Parktickets/Parkhäuser/Vereinatickets etc.
Hundetaxen/Taxirechnungen werden direkt an die Gemeindekasse
einbezahlt
Fischerei (Kanton und Gemeinde) inkl. Bootsplätze/Fischkalter
Fundbüro Gebühren
13‘769.00
145.00
Park- und Sonderbewilligungen Schalter
33‘467.50
23
Übrige Einnahmen Polizei 2014
CHF
27
Sheriffklammern / div. Park Gebühren
1350.00
24
6600.00
14
Abschleppeinsätze (direkte Abrechnung mit Abschleppdienst)
Polizeiordnung / Ordnungsbussen wg. Nachtruhe / Sitte und
Anstand / Musiklärm / Hundegesetz / Taxigesetz
Verzeigungen Gerichtliche Verbote an Bezirksgericht Maloja
11
Zustellungen Betreibungsamt Oberengadin - Bergell
3550.00
2100.00
55.00
Taxi Prüfungen / Gebühren Fachprüfung
2100.00
Einnahmen Handsender
6150.00
Zustellung Aufenthaltsbewilligungen (Fremdenkontrolle)
270‘489.50
Ordnungsbussen OBG
Bussenzettel mit 30 tägiger Bedenkfrist
5236
Ordnungsbussen - Direktquittungen
150
CHF
Gesamtertrag
239‘800.00
Gemeindeanteil*
167‘860.00
* von den eingenommenen Bussengeldern gehen 30% an die Verkehrsadministration der Kantonspolizei, welche auch die
Bussenverwaltung führt, die Drucksachen herstellt und ausliefert.
Budget
Die Ausgaben der Gemeindepolizei konnten im Berichtsjahr unter dem Kostenrahmen gehalten werden.
Beim Budgetposten Signalisation / Verkehr war ein kleiner Mehraufwand für die vielen Sommerumleitungen
auf den Baustellen St. Moritz – Bad und das City Race zu verzeichnen.
Dienstleistungen für die Kantonspolizei Graubünden
Im Berichtsjahr wurden durch die Gemeindepolizei folgende gemeinsame Dienstleistungen mit der
Kantonspolizei Graubünden erbracht:
Verkehrspolizeiliche Tätigkeiten
Mithilfe bei mehreren Verkehrsunfällen im Ortsgebiet, erste Massnahmen, Umleitungen und
Verkehrsregelung, vorauseilende Rechtshilfe bei Fahren in nichtfahrfähigem Zustand, gemeinsame
Verkehrskontrollen, Fahrradkontrollen, Schulwegsicherung
24
Sicherheitspolizeiliche Hilfeleistungen
Fahndung nach Personen und Fahrzeugen im Ortsbereich, Transport mit illegal Eingereisten, Begleitung bei
Transport nach FFE, Schwerpunkte zum Jugendschutz, Alkoholmissbrauch, gemeinsame Kontrolle
pyrotechnischer Gegenstände.
Ruhe / Ordnung / Öffentlichkeitsarbeit
Den Beanstandungen über die nichteingehaltenen Auflagen gewisser Nachtlokale muss weiterhin
nachgegangen werden. Das Nachtruhekonzept und die ergänzte Dienstanweisung mit der Securitas haben
sich bewährt. Die zusätzlichen Securitaspatrouillen sind nicht mehr wegzudenken und unterstützen die
Gemeinde und die Gemeindepolizei bei der Umsetzung.
An den uniformierten Spät- und Frühpatrouillen wird weiterhin fest gehalten, ebenso die gemeinsamen
Nachttouren mit der Gemeindepolizei Silvaplana.
Die Gewalt gegen die Polizei nimmt auch in St. Moritz weiter zu. Wegen grober Körperverletzung
(Faustschlag ins Gesicht) musste ein Strafverfahren eröffnet werden. Neben Beschädigungen an den
Dienstfahrzeugen (Kratzspuren) sind es vor allem verbale Äusserungen, Arroganz und Respektlosigkeit. Dies
auch nach kleinen Übertretungen. Davon ist auch der Schalterdienst nicht verschont geblieben.
Lärm war das Thema im Jahre 2014 und wird es wohl auch weiterhin bleiben. Musiklärm in Wohnhäusern
führt vermehrt zu Reklamationen der Wohnungsbesitzer.
Personelles / Ausbildung
Wm Cagienard wurde nach 34 Dienstjahren auf Ende Jahr pensioniert.
Im September besuchte das Polizeikorps den sicherheitspolizeilichen Wiederholungskurs mit
Polizeischiessen bei der Kantonspolizei Graubünden in Chur, sowie die Grundausbildung des Polizei
Einsatzstockes GES.
Material / Uniformen und Fahrzeuge
Die budgetierten Materialbedürfnisse konnten eingeschränkt werden und es wurde nur soviel beschafft, was
auch notwendig war oder ersetzt werden musste.
Verkehr / Diverses
Auch im Jahre 2014 waren baulich bedingte Umleitungen/ Sperrungen, sowie Verkehrsbehinderungen für
den motorisierten Individualverkehr und den öV notwendig. Vor allem an der Via dal Bagn und Via
Chavallera, mussten Engpässe in Kauf genommen werden. Die untere Teilstrecke der Via Chavallera ab
Via Aruons konnte werktags nur noch talwärts befahren werden.
Mit der Fertigstellung des Sportzentrums Ova Verva, der Wärmeverbundsleitungen und Anpassung des
Parkplatzes San Gian II konnte die Via Mezdi wieder durchgehend genutzt werden. Zusätzlich als Anschluss
ans öV Netz wurde die öV Haltestelle Ova Verva in Betrieb genommen.
25
Die Gemeindepolizei machte mit interaktiven Mitteln die Fahrzeuglenker präventiv auf die gefahrene
Geschwindigkeit in den Wohnquartieren aufmerksam. Die Akzeptanz von Tempo 30 in den Zonen hält sich
im schweizerischen Mittel, einzelne Verkehrsteilnehmer reagieren leider kaum auf solche
Verkehrsmassnahmen.
Die versuchsweise angebrachten Bodenmarkierungen zur Verbesserung der Fussgängersicherheit mit
markiertem Gefahrenhinweis für die Fahrradlenker auf der Seepromenade lösten beim Kanton Diskussionen
aus und sie musste wieder entfernt werden. Zusammen mit der Abt. Langsamverkehr beim Tiefbauamt und
der Verkehrstechnik wird für den kommenden Frühling eine neue Lösung gesucht.
Die konsequente Durchsetzung der Parkordnung mit den dazugehörenden Kontrollen, sowie die vermehrte
sichtbare Präsenz durch dauernde Fusspatrouillen der Gemeindepolizei in Dorf und Bad haben sich bewährt.
Leider muss wieder vermehrt festgestellt werden, dass die Verwilderung im Verkehr stark zugenommen hat.
Für kurze Verrichtungen und Einkäufe wird auf Trottoirs, Zufahrten, Fussgängerstreifen und Halteverboten
parkiert. Aber auch bei Missachtung der Fahrverbote, Linksabbiegen, Einbahnregelungen innerorts wird das
Risiko, erwischt zu werden, auf sich genommen.
Ruedi Birchler, Chef Gemeindepolizei
1.5 Bauamt
1.5.1 Projektentwicklung
Neubau Feuerwehrgebäude Islas
Der neue Feuerwehrstützpunkt übernimmt eine zentrale Aufgabe im Sicherheitskonzept der ganzen Region.
Der Standort Islas ist verkehrstechnisch günstig an der Hauptstrasse gelegen und ermöglicht einen schnellen
Notfalleinsatz. Die Form und Positionierung des Gebäudes ist durch örtliche Gegebenheiten bestimmt. So
resultieren die Mindestabstände zur Kantonsstrasse und zum Inn in einem konisch zulaufenden Baufeld. Die
Platzierung des Baukörpers nahe bei der Ausfahrt ergibt einen geringen Verbrauch wertvoller Nutzfläche.
Die Baubewilligung für den Neubau des Feuerwehrgebäudes Islas liegt vor. Wegen einer Beschwerde beim
Verwaltungsgericht gegen den Vergabeentscheid der Gemeinde konnten die Sanierungsarbeiten 2014 nicht
mehr angegangen werden. Nachdem feststeht, dass die Vergabe der Gemeinde korrekt war, wird im
Frühjahr mit der Teilsanierung des Standortes, der Erneuerung der Inn-Wuhr zur Gewährleistung der
Hochwassersicherheit und der Erneuerung der Leitungen begonnen. Ziel ist es, bis Ende 2015 die Arbeiten
bis auf Höhe Terrain abzuschliessen. Mit den eigentlichen Bauarbeiten des Feuerwehrdepots wird im
Frühjahr 2016 begonnen.
26
Abbildung: Fotomontage mit dem neuen Gebäude des Feuerwehrstützpunkts (Bauamt St. Moritz)
Sanierung der Pferdestallungen
Der Pferdesport hat in St. Moritz eine lange Tradition. Insbesondere die prestigeträchtigen Anlässe wie Polo
oder White-Turf sind Magnet für anspruchsvolle Gäste und sorgen für eine gute Auslastung der Hotellerie.
Da die Pferdestallungen nach Ablauf des Baurechtsvertrages mit der Pferdesportgenossenschaft wieder an
die Gemeinde übergangen sind, ist die Gemeinde für die Betreuung der Stallungen verantwortlich. Damit für
die Durchführung der verschiedenen Pferdesportveranstaltungen eine zweckmässige und zeitgemässe
Infrastruktur geboten werden kann, plant die Gemeinde eine Sanierung der bestehenden Gebäude. Im 2014
hat das Bauamt die verschiedenen Bedürfnisse der Veranstalter wie auch der privaten Mieter sorgfältig
abgeklärt und das Projekt unter Berücksichtigung der vom Kanton vorgegebenen Anforderungen an den
Tierschutz ausgearbeitet. Die Volksvorlagen für den Kredit für die Sanierung des Gebäudes und der 100
Pferdeboxen wird im Herbst 2015 dem Volk unterbreitet. Wenn der Kredit genehmigt wird, beginnen die
Bauarbeiten im Frühling 2016.
Reithalle
Aufgrund der Untersuchungen zur Tragfähigkeit und Stabilität der Holzkonstruktion musste die Reithalle 2013
aus Sicherheitsgründen sofort geschlossen werden.
Es wurde entschieden, die bestehende
Holzkonstruktion durch Holzstützen und Zugbänder zu verstärken, bis zum definitiven Entscheid über die
weitere Nutzung der Halle.
Der Gemeinderat setzte am 30. Januar 2014 eine Kommission Reithalle ein. Diese hat den Auftrag, den
Gemeindebehörden Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die Reithalle inskünftig genutzt werden könnte.
Inzwischen liegen die ersten Resultate vor. Einerseits ist die kulturelle Bedeutung der Reithalle als
Baudenkmal und als Zeugin der Tourismusgeschichte unbestritten. Andererseits werden erhebliche
finanzielle Mittel notwendig sei, die Reithalle derart zu ertüchtigen, um eine ausreichende Tragfähigkeit zu
gewährleisten. Trotz einer geplanten Ertüchtigung wird auch nachher nur eine reduzierte Schneelast, nämlich
ca. 120 – 130 cm Schnee, zu verantworten und eine energetische Sanierung ist nur beschränkt möglich,
heutige Standards können nicht erreicht werden.
Umbau und Sanierung Paracelsusgebäude
Neben dem St. Moritzer Heilbad, heute Medizinisches Therapiezentrum genannt, stand ein Haus, welches
viele Jahre nicht richtig zur Kenntnis genommen wurde und einen heruntergekommenen Eindruck machte.
27
Dieses sogenannte Paracelsusgebäude erinnert an die St. Moritzer Bäderkultur des 19. Jahrhunderts und
war Bestandteil eines weitläufigen Gebäudeensembles, das dem Kurtourismus galt. Während vieler Jahre
diente es als Trinkhalle und war mittels Wandelhallen mit dem alten Kurhaus und den Kurbädern verbunden.
Dieses baufällige, weitgehend ungenutzte Gebäude ist ein wichtiger Zeitzeuge des Bädertourismus und ist
nun saniert und mit einem Ergänzungsbau versehen worden.
Am Montag, 22. Dezember 2014 konnte das Paracelsus Gebäude endgültig wieder eröffnet werden und dem
Publikum zugänglich gemacht werde. Die Ausstellung und der Trinkbrunnen mit dem Mauritiusquellwasser
stehen dem interessierten Publikum täglich zur freien Benutzung und Besichtigung zur Verfügung.
Abbildung: Fotomontage mit dem neuen Paracelsusgebäude (Bauamt St. Moritz)
Neubau Kindertagesstätte KITA
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird immer wichtiger. Viele Eltern sind gezwungen, auch nach der
Geburt ihrer Kinder einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Betreuungsangebote erleichtern fremdsprachigen
Kindern die Integration. Um den Kindergarten- und Schulkindern moderne Tagesstrukturen anbieten zu
können, plant die Gemeinde schnellstmöglich eine zeitgemässe KITA zur Verfügung zu stellen.
Aus dem im Februar 2014 ausgeschriebene Projektwettbewerb im offenen, anonymen und einstufigen
Verfahren ging das Projekt „Zaunkönig“ als Sieger unter 88 Bewerbungen hervor.
Dieses Projekt fügt sich als einfacher Holzpavillon gut in die Umgebung ein. Es erfüllt durch seine funktionale
Raumaufteilung und die helle Atmosphäre die Anforderungen auf überzeugende Weise. Die KITA bietet 50
Kindern und ihren Betreuern Platz. Die Arbeiten für die Realisierung sollen im Frühjahr 2015 in Angriff
genommen werden.
Abbildung: Fassade neue Kita von Norden (Pläne Architekt)
28
Abbildung: Fassade neue Kita von Südwest (Pläne Architekt)
Schneedeponie Palüd
Im Hinblick auf die geplante Schneedeponie Palüd wurden 2014 die notwendigen Baugrunduntersuchungen
sowie ein Sanierungskonzept für die Altlasten erarbeitet. Damit die Schneedeponie für den Winter 2015 /
2016 auch tatsächlich in Betrieb genommen werden kann, muss vorgängig eine Altlastensanierung
durchgeführt und die gezielte Entwässerung des Platzes sichergestellt werden. Parallel dazu ist eine
Teilrevision der Ortsplanung im entsprechenden Gebiet notwendig. Die Volksabstimmung dazu ist für den
September 2015 geplant.
Neubau Schanze
Nach dem Vorliegen der Teilbaubewilligung zum Abbruch der bestehenden Schanzenanlage wurde von
dieser bereits 2014 sehr grosszügig Gebrauch gemacht. Parallel dazu wurden die Planungsarbeiten für die
Statik und die Ausführung vorangetrieben. Es ist das Ziel des Bauamtes, nach dem Vorliegen der
endgültigen Baubewilligung im Frühjahr die restlichen Teile der bestehenden Schanzenanlage abzubrechen
und anschliessend mit dem Bau der neuen Anlage zu beginnen.
1.5.2 Baupolizei und Raumplanung
Baupolizei
Baubewilligungsverfahren
Als Folge der Zweitwohnungsverordnung wurde die Anzahl der Baugesuche drastisch reduziert. Die Prüfung
dieser Baugesuche beanspruchte jedoch umso mehr Aufwand. 42 Sitzungen der Baukommission waren
notwendig, um die 178 eingegangenen Gesuche zu behandeln und zu beantworten.
29
Gericht
Nach der Flut an Gerichtsfällen im 2013 sind auch diese zurückgegangen. Primär wird versucht bei
Streitfällen auf kommunaler Ebene eine gütliche Einigung zu erzielen, bevor diese an das Verwaltungsgericht
weitergezogen werden. Trotzdem wurden 12 Beschwerden an das Verwaltungsgericht weitergezogen. In
einem Fall verfügte das Verwaltungsgericht eine Sistierung, bei sechs Verwaltungsgerichtsfällen ist das Urteil
noch offen. Eine Beschwerde wurde an das Bundesgericht weitergezogen.
Baukontrollen / Bauabnahmen
Die laufenden und oftmals schwierigen Bauvorhaben wurden durch die Baupolizei intensiv begleitet.
Einerseits wurde versucht durch die Koordination der verschiedenen Hoch- und Tiefbauprojekte deren Ablauf
zu vereinfachen. Andererseits mussten die Baustellen-Kontrollen intensiviert werden, da die Baupolizei
vermehrt auf nicht bewilligte Projektänderungen oder -ergänzungen aufmerksam wurde. Dazu musste ein
Baustopp verhängt werden und es wird die Einleitung zweier Bussverfahren geprüft.
Die Baupolizei konnte 54 Bauvorhaben abnehmen. Leider kommt es dabei immer wieder zu
Beanstandungen und die Bauherrschaft muss zu Nachbesserungen oder nachträglichen
Bewilligungsverfahren angehalten werden.
Wohnungsregister
Zur Bereinigung des Wohnungsregisters wurden im gesamten Gemeindegebiet die Hausnummern überprüft.
Diese Massnahme ist notwendig, da jedes Gebäude, welches eine Assekuranznummer hat, eine
Hausnummer aufweisen muss. Zudem muss neu jeder Hauseingang separat mit einer eigenen Hausnummer
gekennzeichnet werden. Bisher noch nicht erfasste Hauseingänge, welche zu abgetrennten Wohnungen
führen, wurden eingemessen und mit einer Nummer versehen. Gebäuden, welche über mehrere Eingänge
verfügen, mussten zusätzlich nummeriert werden. Dabei wurde entschieden, dass die bisherige
Hausnummer beibehalten wird und quasi als Stammnummer dient und die übrigen Eingänge mit einem
zusätzlichen Buchstaben gekennzeichnet werden. Ein Gebäude, das bisher mit der Hausnummer 15 belegt
war und über drei Hauseingänge verfügt, wird nun neu für den bisherigen Eingang die 15 beibehalten. Den
beiden anderen Eingängen werden die Nummern 15a und 15b verteilt. Zudem mussten diversen
Strassenstücken einem bestehenden Strassennamen zugeordnet oder ein neuer Strassennamen vergeben
werden. Im 2015 / 2016 wird der Werkdienst gebietsweise die zusätzlichen Nummern montieren. Die
Verwaltungen resp. Hauseigentümer werden dazu frühzeitig durch das Bauamt kontaktiert.
30
Abbildung: Ausschnitt aus der amtlichen Vermessung mit der neuen Nummerierung (Map Edit – Gemeinde St. Moritz)
Archivierung
Die zweite Etappe der Archivierung konnte plangemäss durchgeführt werden, womit die Archivierung der
Bauakten abgeschlossen ist.
Raumplanung
Baugesetz
An der Revision und der Harmonisierung des Baugesetzes wurde intensiv weitergearbeitet. In gemeinsamen
Sitzungen konnten problematische Punkte besprochen und der Entwurf des Baugesetzes darauf im Detail
abgleichen. Die Entwürfe können in einem nächsten Schritt den politischen Gremien zur Beratung vorgelegt
werden.
Gesetze / Verordnungen
Dem Entwurf zur „Verordnung zur Aussenwerbung“ hat der Gemeinderat am 27. Februar 2014 zugestimmt.
Dem Entwurf zur Vollzugsrichtlinie der Baubehörde zur gemeinderätlichen „Verordnung zur
Aussenbeleuchtung“ hat der Gemeindevorstand am 17. November 2014 zugestimmt.
Der Entwurf zur „Verordnung zur Aussenbeleuchtung“ liegt vor und wird vom Gemeinderat in einer der
nächsten Sitzungen behandelt werden.
Planungszonen
Zurzeit sind folgende Planungszonen verhängt: „Schützenswerte Bauten und Anlagen“, Teilrevision
Zonenplan betreffend Gefahrenzone "God Ruinas" sowie „Umnutzung von Hotels in Zweitwohnungen“.
Die Planungszone „Förderung Erstwohnungsbau / Einschränkung Zweiwohnungsbau“ wurde wegen der in
Kraft getretenen Zweiwohnungsverordnung hinfällig und somit nicht verlängert.
Hotelzonen
Die Ortsplanung Teilrevision „Hotel Laudinella“ konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Die Hotelzone
„Hotel San Gian“ ist in Bearbeitung.
31
Zonenpläne / Generelle Gestaltungspläne
Die Digitalisierung des Zonen- und Erschliessungsplanes konnte abgeschlossen werden. Der Generelle
Gestaltungsplan „Serletta Süd“ konnte zur Mitwirkung öffentlich aufgelegt werden.
Quartierpläne
Der Quartierplan „Via dal Bagn“ konnte abgeschlossen werden. Zurzeit befinden sich der Quartierplan
„Chavallera Suot“ und „Scala“ in Revision. Neu entstehen die Quartierpläne „Kulm-Park Standort 1 (Carlton
Terrasse)“ und „Via da Scoula“.
Personal
Mutationen
Pensionierungen:
 Keine
Abgänge:
 Keine
Eintritte:
 Keine
Weiterbildung
Es wurde ein Kurs der Bündner Vereinigung für Raumentwicklung (BVR) besucht und es fand eine Schulung
zu GemDat statt.
Zur Vereinfachung der internen Abläufe wurde das Verwaltungsprogramm GemDat Rubin in Betrieb
genommen und eine interne Schulung der Anwender konnte gegen Ende des Jahres durchgeführt werden.
1.5.3 Strassenunterhalt / Entwässerung / Abfall
Rückblick 2014
Wegen der hohen Auslastung und der witterungsbedingten verzögerten Bauzeiten konnten nur zwei der drei
Jahresziele erreicht werden. Die erste Etappe der Sanierung der Via Somplaz und der Abschluss aller
Arbeiten um das Ovaverva vor der Eröffnung konnten erreicht werden. Hingegen musste das Projekt zur
Reduktion des Fremdwassers auf 2015 verschoben werden.
Tiefbau
Die ungünstige Witterung im abgelaufenen Berichtsjahr führte dazu, dass anstehende Arbeiten aus Gründen
der Qualitätsicherung nicht termingerecht angefangen oder abgeschlossen werden konnten. Davon waren
besonders die Belagsarbeiten betroffen.
Für den Einbau von Belägen müssen viele Faktoren berücksichtigt werden, damit die Qualität stimmt, eine
entsprechend lange Lebensdauer der Beläge gewährleistet werden kann und somit auch ein optimales
Kosten – Nutzen Verhältnis erzielt werden kann.
 Die Qualität des Mischgutes muss die Qualitätsanforderungen des jeweiligen Verwendungszwecks
erfüllen. Inbesondere ist darauf zu achten, dass die Temperatur genügend hoch ist. Dabei richten wir
uns nach den Vorschriften des Tiefbauamtes des Kantons Graubünden (TBA)
32
 Die Lieferungen des Mischgutes müssen so bemessen sein, dass ein kontinuierlicher Einbau
möglich ist, d.h. Standzeiten von Transportfahrzeugen und Einbaumaschinen sind durch fortlaufende
Beschickung der Einbaumaschine mit Belagsmischgut möglichst zu vermeiden.
 Die Deckschichten dürfen nur bei warmer und trockener Witterung eingebaut werden. Ist die
Oberfläche feucht, muss gewartet werden bis diese aufgetrocknet ist. Beginnt es während den
Arbeiten zu regnen, sind diese einzustellen.
 Die Temperatur der Unterlage soll mind. 5° C betragen. Dies bedingt, dass sämtliche
Tiefbauarbeiten im Bereich von Strassen bis zum 30. Oktober abgeschlossen sind, resp. Strassen
nur noch bei Notfällen zu einem späteren Zeitpunkt geöffnet werden dürfen. Dies führt vor allem bei
privaten Bauvorhaben zu Unverständnis der Bauherrschaft, da sie das zeitliche Baufenster maximal
ausnutzen möchten.
Da in der Aushub- und Immissionsperre grundsätzlich keine Belagsarbeiten möglich sind, verkürzt sich das
mögliche Zeitfenster für Belagsarbeiten massgeblich. Zieht man nun noch in Betracht, dass nur eine sehr
beschränkte Anzahl an Einbauequippen im Engadin im Einsatz ist und fast alle Gemeinden die gleichen
Rahmenbedingungen haben, so wird der termingerechte Abschluss aller Arbeiten oft zu einem
nervenaufreibenden Jonglierakt.
Neben den jährlich anfallenden Unterhaltsarbeiten für die Strassenbeläge wurden folgende grössere Etappen
an Belagsarbeiten ausgeführt:
 Erneuerung der Beläge um das Paracelsus Gebäude und das Ovaverva bis zum Kempinski Hotel.
Diese Arbeiten erfolgten im Rahmen der Leitungssanierung durch die Wasserversorgung. Parallel
dazu wurden im Bereich Via Mezdi zwei neue Busshaltestellen realisiert.
 Via Suvretta Einbau eines Hochbelages
 Das erste Teilstück der Via Somplaz wurde ab den „Drei St. Moritzer“ in Richtung Kreuzung Somplaz
saniert. In diesem Bereich musste neben dem Belag auch die Fundationsschicht erneuert werden.
Talseitig wurde ein verstärkter Bündnerzaun als Leitplanke montiert. In der Etappe 2015 sollen die
Arbeiten nun in Richtung Dorf weiter fortgeführt werden.
 Erneuerung des Deckbelages an der Via Laret
Neben den Belägen wurden auch im üblichen Rahmen diverse Kunstbauten instand gestellt, resp. mussten
gebaut werden. Dabei wurde versuchsweise für die Sanierung der grossen Stützmauer an der Via Spelma
ein neues Verfahren getestet. Die „BST Systemvernagelung“ ermöglicht es, die bestehende Mauer in ihrem
ursprünglichen Zustand zu erhalten, ohne diese für die Sanierung ganz oder teilweise abbrechen zu müssen.
Bei diesem Verfahren werden die angreifenden Kräfte von der Mauer mittels Vernagelung auf ein neu
gebildetes Tragsystem hinter der Mauer abgeleitet und von diesem aufgenommen. Parallel dazu wird die
Altverfugung erneuert, um die Mauer gegen eindringendes Wasser, Vegetationsbewuchs, etc. zu schützen.
Abb: Mauer Via Spelma vor der Sanierung (Bild: Bauamt St. Moritz)
Abb: Sanierte Mauer Via Spelma (Bild: Bauamt St. Moritz)
33
Neben der Mauer in der Via Spelma wurden auch folgende Werke erneuert oder wurden neu erstellt:
 Bau eines neuen Einlenker an der Via Fullun
 Sanierung Treppe Via dal Vuot
 Erste Etappe Sanierung Mauer Schiefer Turm
 Erste Etappe zum Bau talseitige Stützmauer an der Via Tinus
Kanalisation (Meteorwasser / Schmutzwasser)
Als besondere Herausforderung stellte sich die Sanierung der Kanalisationsleitung entlang der Via Grevas
heraus. Ursprünglich sollte die Leitung in einem grabenlosen Verfahren mittels Microtunneling verlegt
werden. Während des Baues musste aber festgestellt werden, dass der Untergrund wegen Hangwasser und
Exfiltrationen aus dem See eine zu geringe Standfestigkeit aufweist, um den Bohrkopf genügend zu
stabilisieren, damit das Gefälle von 2 ‰ eingehalten werden konnte. In der Folge musste während der
Arbeiten entschieden werden, zum konventionellen Verfahren mit einem offenen Graben zu wechseln. Aus
Sicherheitsgründen musste entlang des Grabens eine Wand aus Bohrpfählen erstellt werden, damit der
Einbau der Leitungen in bis zu 6 m Tiefe gefahrlos vorgenommen werden konnte. Im Zuge dieser Arbeiten
stiess die Baufirma bei Bohrarbeiten auf Öl. Leider entpuppte sich das Öl nicht um ein natürliches
Vorkommen, sondern um die Reste einer Havarie einer Ölpipeline. Das Öl konnte gefasst und abgepumpt
werden. Durch den Einbau von drei Filterbrunnen soll sichergestellt werden, dass auch zukünftig
nachfliessendes Öl aufgefangen und regelmässig abgepumpt werden kann.
Daneben wurden noch folgende Werkleitungen im vergangenen Jahr saniert:
Ort
Via Clavadatsch
Via Alpina
Charnadüra
Via Mezdi / Via Tegiatscha
Via Ruinatsch
Typ
Ersatz der bestehenden Abwasser- und Meteorleitung
von 150 m
Ersatz der bestehenden Abwasserleitung auf einer
Länge von ca. 100 m
Sanierung der bestehenden Eternitleitung in der
Charnadüra mit einem Inliner, nachdem in der
bestehenden Leitung Risse entdeckt wurden. Sanierte
Länge 150 m.
Instandstellung in Zusammenhang mit Leitungssanierungen. Gesamte Länge 350 m.
Instandstellung Meteorwasserleitung wegen Hangdruck
Rutschmasse Brattas
Daneben wurde die Wasserversorgung der Gemeinde St. Moritz bei der Sanierung der folgenden
Wasserleitungen mit Grab- und Belagsarbeiten unterstützt
34
Abb: Einbau Kanalisationsleitung Via Grevas (Bild: Bauamt St. Moritz)
Abb: Verlegte Leitung Via Grevas (Bild: Bauamt St. Moritz)
Parallel dazu wurden 2014 9 Anschlussgesuche für die Kanalisation bewilligt (2013: 7).
Abfall
Seit 01.01.2012 wird der Abfall ebenfalls durch den Bereich Tiefbau betreut. Unterstützt wird G. Salis dabei
von J. Gianola und C. Valmadre. Während J. Gianola Kontrollaufgaben vor Ort wahrnimmt, kümmert sich
Frau Valmadre um die Administration und „betreut“ die Abfallsünder. Im 2014 wurden 11 (2012: 31) private
Abfallsünder angeschrieben.
Im vergangenen Jahr wurde die neue Abfallsammelstelle an der Via Alpina, welche in die
Transformatorenstation integriert ist, in Betrieb genommen werden. Im Bereich der Hochhäuser an der Via
Surpunt konnten drei private und bei der Überbauung Foppas ein privater Molok realisiert werden. Das
Bauamt beriet und unterstützte die Bauherrschaft bei der Realisierung ihrer Vorhaben.
Bis anhin betrieb das Badrutt’s Palace Hotel eine eigene private Kehrichtverbrennung. Im Zuge einer
anstehenden Erneuerung der Anlage wurde entschieden, diese ausser Betrieb zu nehmen und neu den
Abfall über eine 15m3 Pressmulde und den Sammeldienst der Gemeinde zu entsorgen
Abfallstatistik
Hauskehricht
Papier
Karton
Altglas
Organische Stoffe
Weissblech / Alu
Speise- / Altöl Privat
Speise- / Altöl Gewerbe
Küchenabfälle Gewerbe
Sperrgut / Schrott
Altmedikamente
Farben / Lacke / Reinigungsmittel
2013 in t
2‘675
355
410
530
165
10
1.0
36
900
220
0.5
3.1
35
2014 in t Veränderung in %
2635
356
416
540
156
13
1.2
33
887
241
0.6
2.8
-1.50
+0.28
+1.46
+1.89
-5.50
+30.00
+20.00
-8.40
-2.60
+9.55
+20.00
-9.70
Batterien
PET
Elektroschrott
Grossgeräte Haushalt
Kompressorgeräte
Total
1.7
7
44
163 Stk
183 Stk
5‘358.30
2.9
8.4
37
157 Stk
121 Stk
5‘329.90
+70.60
+20.00
-16.00
-3.70
-34.9
-0.54
Die Mengenveränderung in den „klassischen“ Kehrichtkategorien wie Hauskehricht, Papier, Karton oder
Altglas entspricht in etwa den natürlichen Schwankungen. Der Rückgang an organischen Stoffen
(Grasschnitt, Grüngut, etc.) dürfte einerseits auf die Witterung zurückzuführen sein, aber auch auf die neu
eingerichteten Sammelstellen. Die enorme Zunahme der Abgabe von Weissblech / Alu, dem Alt- und
Speiseöl von Privaten, den Altmedikamenten oder den Batterien überrascht uns sehr. Einerseits ist es
erfreulich, dass die Abfälle gesammelt, getrennt und wieder der Verwertung zugeführt werden. Andererseits
bedeutet diese Zunahme aber auch einen Mehraufwand, welcher mit Kosten verbunden ist. Diesen leistet die
Gemeinde gerne wenn es einen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung von Ressourcen und Rohstoffen dient und
somit dem Umweltschutz zu Gute kommt. Wir werden im laufenden Jahr die Mengenentwicklung beim Abfall
jedoch genauer beobachten müssen.
Weiterbildung
Besuch eines zweitägigen Strassenmeisterkurses, damit das Stellvertreterwesen bei Absenzen besser und
breiter abgestützt werden kann.
Ausblick 2015
Im 2015 sind folgende Projekte zum Unterhalt der Strassen, Belägen und Mauern vorgesehen. Diese
Arbeiten werden in Koordination und Absprache mit der Wasserversorgung, St. Moritz Energie, Swisscom
sowie falls bekannt mit privaten Bauvorhaben koordiniert und ausgeführt.
Ort
Via Sela / Via Ludains
Via Somplaz zwischen Kreisel
Steffani und Hotel Soldanella
Via Aruons
Via Mezdi (Hotel Kempinski)
Via Tegiatscha / Via Mezdi
Treppe Truoch Stredas
Via Somplaz
Via dal Bagn / Via Chavallera
Via Grevas
Via Tinus
Schiefer Turm
Arbeit
Belagsarbeiten
Belagsarbeiten
sowie Behebung der Schäden des
Rohrleitungsbruches vom 18.01.2015
Belagsarbeiten (Deckbelag)
Belagsarbeiten Sanierung Trottoir
Belagsarbeiten
Sanierungsarbeiten
Belagsarbeiten
Strassenraumgestaltung / Leitungssanierung
in Koordination mit privaten Bauvorhaben.
Grössere Strassensperrungen werden dazu
nötig sein
Belagssanierung / Fussgängerstreifen
in Zusammenarbeit mit TBA
Abschluss Strassensanierung / Einbau
Kordon
Abschluss Sanierung Umfassungsmauer
36
Geplante Baudauer
Juni 2015
Mai 2015
September 2015
Mai / Juni 2015
Juni / Juli 2015
September 2015
Mai / Juni 2015
April – Juli 2015
Mai 2015
Mai 2015
Mai – Juni 2015
Im Bereich Entwässerung / Sanierung Kanalisation sind folgende Arbeiten geplant:
Ort
Oberalpina – Suvretta
Islas
Chesa Charnadüra
Via Tinus
Via Grevas
Arbeit
Leitungserneuerung
Leitungsumlegung neues Feuerwehrlokal
Abwasseranschluss
Erneuerung Werkleitung und Eliminierung
Engpass zusammen mit Sanierung
Wasserleitung
Abschluss und Umgebungsarbeiten
Ausführung teilweise durch Werkgruppe
Geplante Baudauer
Mai – Oktober 2015
?
September 2015
April 2015
Mai 2015
Ziele 2015
 Der Fremdwasseranteil (Grundwasser, das von aussen über defekte Stellen an den Leitungen in die
Kanalisationsleitung eindringt resp. über Fehlanschlüsse in die Leitungen gelangt) im Gebiet St.
Moritz Bad ist noch immer sehr hoch. Es soll ein Projekt mit einer entsprechenden Etappierung für
die Sanierung der Leitungen ausgearbeitet werden.
 Erfolgreiche Sanierung „Leitungsknotenpunkt“ Via dal Bagn und Via Chavallera
 Projektplanung für Gesamtsanierung Via Mezdi zwischen Chesa Bellaria und dem
Elektrofachgeschäft Pomatti muss abgeschlossen sein.
Die erste Etappe der Sanierung der Abwasserleitung zwischen Oberalpina und der Via Suvretta
1.5.4 Wasserversorgung
Rückblick 2014
Das oberste Ziel der Wasserversorgung ist es der Bevölkerung und unseren Gästen rund um die Uhr
hygienisch einwandfreies Trinkwasser in genügender Menge zu liefern. Leider geht zu oft vergessen, dass es
sich nicht einfach nur um Wasser, sondern um ein Lebensmittel handelt. Die permanenten Investitionen in
die Erneuerung und in den Unterhalt der Quellen, Brunnen, Wasserleitungen, Pumpen und Reservoire und
eine laufende Qualitätskontrolle sind die Grundpfeiler, dass dieses Ziel auch 2015 aber auch in Zukunft
erreicht werden kann.
Trotz allen Bemühungen und Arbeiten kann auf dem über 55 km langen Leitungsnetz der Gemeinde
St. Moritz nie eine 100 %ige Versorgungssicherheit gewährleistet werden. In einem solchen Fall ist es
entscheidend, wenn die Gemeinde auf eine eingespielte und erfahrene Crew bei der Wasserversorgung
zurückgreifen kann, die rasch und entschlossen intervenieren kann.
37
Abbildung: Wasserleitungsbruch in der Via Giovanni Segantini – Januar 2014 (Bauamt St. Moritz)
Im abgelaufenen Berichtsjahr bewegte sich die Wasserversorgung mit rund 10 „Leitungsbrüchen“ im
langjährigen Schnitt. Dabei handelte es sich nur um klassische Brüche. Innerhalb des Rutschkörpers Brattas
werden durch Geländeverschiebungen immer wieder Rohre auseinander gezogen, so dass Trinkwasser
ausströmen kann. Durch eine intensive Überwachung wird versucht, solche Stellen sofort aufzuspüren und
umgehend zu reparieren. Etwa doppelt so viele Brüche wurden bei den privaten Hausanschlussleitungen
registriert. Dieser Unterschied lässt sich einerseits auf laufenden Leitungsersatz der Gemeinde und
andererseits auf die längere Lebensdauer der Leitungsmaterialien der Gemeindeleitungen erklären.
Der Wasserkonsum ist gegenüber dem letzten Jahr gesunken trotz der Eröffnung des neuen Hallenbades.
Im ersten halben Jahr betrug der durchschnittliche Tagesverbrauch des Ovaverva rund 96‘000 Liter pro Tag.
Gegenüber dem alten Hallenbad benötigt das Ovaverva rund die doppelte Wassersmenge. Ohne die
komplizierte Reinigungs- und Rückgewinnungssysteme in der Schwimmbadtechnik würde dieser
Mehrverbrauch deutlich höher liegen. Die Bilanz sieht wie folgt aus:
38
Wasserverbrauch
Menge in m³
2013
Anteil in %
Quellwasser
790‘565
49.6
Grundwasser
821‘995
50.4
Verbrauch Total
1‘552‘322
97.1
Wasserbeschaffung Total
1‘612‘561
100.00
Menge in m³
2014
747‘990
759‘600
1‘463‘718
1‘507‘590
Veränderung
in %
-5.4
-7.6
-5.7
-6.5
*Rund 2.9 % des bereitgestellten Wassers wurde nicht genutzt, sondern verworfen oder für Spülzwecke verwendet.
Der geschätzte durchschnittliche Wasserkonsum einer vierköpfigen Familie betrug im 2014 rund 200 m³
(1 m³ = 1‘000 Liter). Dies kostet in St. Moritz CHF 215.25. Dies entspricht etwa CHF 1.08 inkl. MwSt. für
1‘000 Liter kontrolliertes und hygienisch einwandfreies Trinkwasser. Der Durchschnittspreis in der Schweiz
liegt dafür bei CHF 1.60.
Wasserqualität
Total wurden im vergangenen Jahr 76 bakteriologische Proben und 19 chemische Proben genommen. Diese
hohe Anzahl Proben ist notwendig, damit flächendeckend eine ausreichende Qualitätssicherung garantiert
werden kann. Insbesondere in Gebieten mit einem hohen Anteil an Zweitwohnungen oder aber mit einer
stark eingeschränkten Nutzung besteht ein Risiko, dass es infolge des fehlenden Durchflusses im stehenden
Wasser der Leitungen zu Keimbildungen kommt. In diesen Gebieten wird darauf geachtet, dass die
Leitungen nicht nur regelmässig kontrolliert, sondern auch gespült und im Zweifelsfall desinfiziert werden.
Leitungserneuerung und -unterhalt
Im Gebiet Salastrains konnte ab Reservoir Alp Nova eine neue Druckzone realisiert werden. Diese bezieht
ihr Wasser aus den Quellgebieten Alp Giop und Alp Nova. Somit kann das Wasser der Alp Giop neu über
Salastrains direkt ins Reservoir Alp Nova geleitet werden und muss nicht mehr über das Stufenpumpwerk
Arumesti in Reservoir Alp Nova gepumpt werden. Diese Massnahme hat die Versorgungssicherheit im
Gebiet Salastrains / Chantarella massgeblich erhöht, die Versorgungsengpässe im Zielgebäude gehören
damit der Vergangenheit an und sie erlaubt eine weitaus grössere Flexibilität, was die Wasserabgabe und bewirtschaftung anbelangt.
Im Gebiet Alpina konnte mit der zweiten Etappe die Sanierung der inzwischen 100 jährigen Wasserleitung
abgeschlossen werden. Dabei wurde die alte Leitung, die teilweise unter Häuser verlief, in den
Strassenkörper verlegt.
39
Abbildung: Blick in den neuen Schieberschacht in der Via Clavadatsch (Bauamt St. Moritz)
In der Via Palüd konnte endlich die seit langem geplante Leitungssanierung ausgeführt werden. Dabei
musste darauf geachtet werden, dass die Arbeiten in möglichst kurzer Zeit durchgeführt werden konnten, um
das Quartier Palüd nicht ungebührlich lange abzuschneiden. Um diese Vorgabe einzuhalten, wurde
entschieden, die Sanierung im Berstlining-Verfahren durchzuführen. Dazu wird die Strasse nur punktuell
geöffnet. Danach wird ein Spaltkeil durch die bestehenden Leitungen gezogen, der diese aufsprengt und
Platz schafft, damit ein neues Rohr eingezogen werden kann. Dies bedingt aber, dass im Strassenkörper
ausreichend Platz vorhanden ist und bei den bestehenden Leitungen keine unvorhersehbaren
Richtungsänderungen existieren. Liegen die Rohre zu nahe beieinander, riskiert man eine Beschädigung der
Nachbarrohre oder es müssen weitere Gruben geöffnet werden.
Abbildung: Gut zu erkennen das aufgespaltene Rohr in die nun die neue Leitung und das Steuerungskabel eingezogen werden (Bauamt St. Moritz)
40
Ort
Via Mezdi
Via Grevas
Via Alpina bis Reservoir
Via Alpina bis Reservoir
Alp Giop – Trutz (1. Etappe)
Salastrains – Chantarella
Via Clavadatsch
Via Tegiatscha
Via Palüd
Via Somplaz
Via Quadrellas
Via Maistra
Via Suvretta / Friedhof
Total
Sanierte Länge in m
193
NW* 200
NW 200
NW 200
NW 150
NW 150
NW 150
NW 125
NW 125
NW 125
NW 100
NW 100
NW 100
NW 50
126
108
122
420
60
200
174
180
2
53
20
185
1‘656 m
oder 2.9 % des Leitungsnetzes
Anzahl erneuerte Hydranten
1 Hydrant mit
Ringverbindung
1 Hydrant
1 Hydrant
1 Hydrant
2 Hydranten
1 Hydrant
1 Hydrant
1 Hydrant
9 Hydranten
*NW = Nennweite, Innendurchmesser des Rohres
Neben den Erneuerungsarbeiten konnten auch die alljährlich stattfindenden Unterhaltsarbeiten planmässig
ausgeführt werden. Neben der Kontrolle der Hydranten und Schieber wurden in den Sommermonaten
sämtliche Quellen, Brunnenstuben und Verteilschächte kontrolliert, gereinigt und desinfiziert. Im Verlauf des
Spätsommers und Herbst wurden die 10 Reservoirs gereinigt und desinfiziert. In den Wintermonaten werden
dann als Abschluss die Unterhaltsarbeiten an Entfeuchtungsanlagen, Filtern, Apparaten und Geräten
gewartet.
Personal / Weiterbildung
Mutationen
Pensionierungen:
 Keine
Abgänge:
 Keine
Eintritte:
 Mario Hedinger
Neu trat Mario Hedinger in das Team der Wasserversorgung ein. Durch eine gezielte Weiterbildung
wird Mario Hedinger sein Wissen als gelernter Sanitär- und Heizungsmonteur erweitern, damit er
dereinst die Aufgaben eines unserer erfahrenen Mitarbeitern übernehmen kann.
Weiterbildung
Das Personal der Wasserversorgung besuchte einen Weiterbildungskurs über grabenlosen Leitungsbau
sowie nahm an einem Auffrischungskurs zum Thema Erste Hilfe und Fallschutzsicherung am Arbeitsplatz
teil.
Auf Einladung der Rohr- und Armaturenlieferanten Wild und Hawle hatte die Wasserversorgung die
Gelegenheit, sich direkt über die neuesten Produkte und Entwicklungen zu informieren. Dabei wurden
intensiv neue Erkenntnisse über den Einsatz dieser Materialien diskutiert und gleichzeitig der Teamgeist
gestärkt.
41
Ausblick 2015
Im 2015 sind neben den üblichen Unterhaltsarbeiten und Massnahmen zur Qualitätssicherung folgende
Arbeiten vorgesehen:
Ort
Reservoir Fullun
Neuer Zugang zum Reservoir
Clavadatsch
Wasserleitung Trutz – Alp Giop
Via Tinus
Via da l‘Alp
Via Surpunt
Via San Gian
Areal Tinus
Islas
Arbeit
Abbruch und Neubau
Erneuerung
Geplante Baudauer
April – November 2015
April – Mai 2015
Abschluss Sanierungsarbeiten
Erste Etappe Erneuerung Werkleitungen
Erneuerung Wasserleitung
Erneuerung Wasserleitung
Umlegung Wasserleitung Areal Pitsch
Erschliessung Wasser falls Bauvorhaben
2015 begonnen wird
Umlegung Wasserleitung
Mai – Juli 2015
April – Juli 2015
April – Mail 2015
April – Juni 2015
April – Mai 2015
Nicht bekannt
Mai – Juni 2015
Ziele 2015
 Die erste Etappe der Leitungssanierung in der Via Tinus kann erfolgreich unter Verkehr
abgeschlossen werden.
 Ende November 2015 soll der Rohbau des neuen Reservoirs Fullun fertig erstellt sein.
 Erfolgreiche Sanierung „Leitungsknotenpunkt“ Via dal Bagn und Via Chavallera.
 Keine Betriebsunfälle in der Wasserversorgung.
1.5.5 Werk- und Forstdienst
Rückblick 2014
Der lange und überaus schneereiche Winter 2013 / 2014 hinterliess weit in das vergangene Berichtsjahr
hinein seine Spuren und sorgte dafür, dass der Werk- und Forstdienst bis weit in den Sommer mit
Instandstellungs- und Unterhaltsarbeiten beschäftigt war. Im Gegensatz zur Infrastruktur hinterliess der lange
und strenge Winter aber kaum Spuren im Wald oder Natur. Trotz eines schwierigen Starts gelang es uns, die
von uns gesteckten Ziele mehrheitlich zu erreichen und so dürfen wir mit viel Freude und Stolz auf das
Erreichte zurückblicken.
Aufsicht / Arbeitssicherheit
Im Zuge der Hoheitsaufgaben musste das Forstamt der Gemeinde insgesamt 4 Mal bei Übertretungen des
Waldgesetzes intervenieren. Alle Übertretungen standen im Zusammenhang mit Bauvorhaben. In drei Fällen
konnten einvernehmliche Lösungen gefunden werden. Ein Fall ist derzeit noch pendent.
Leider kam es im 2014 zu vermehrten Unfällen. Einerseits musste eine deutliche Zunahme an
Nichtberufsunfällen bedingt durch Eishockey, Biken und andere Sportarten verzeichnet werden. Andererseits
mussten wir auch eine Zunahme an Berufsunfällen verzeichnen. Diese sind leider auf Unachtsamkeit und
unüberlegtes Handeln zurückzuführen. Im 2015 werden wir versuchen, die Anzahl der Unfälle, vor allem im
Bereich der Berufsunfälle, wieder deutlich zu senken.
Entgegen den Unfallzahlen verlief eine routinemässige Kontrolle der Suva zufriedenstellen. Das Ergebnis der
Kontrollen war sehr gut und es wurden einzelne technische Einrichtungen beanstandet so z.B. die Lagerung
des Treibstoffes. Eine vergleichbare Kontrolle beim Werkdienst erbrachte vergleichbare Ergebnisse und auch
42
dort wurde u.a. die Lagerung der Treib- und Schmierstoffe beanstandet. Für die Lagerung dieser Stoffe muss
nun eine gemeinsame, gesetzeskonforme Lösung gesucht werden.
Im Sommer 2014 fand eine Kontrolle des Forstbetriebes St. Moritz durch einen externen Auditor statt. Dabei
wurde überprüft, ob der Forstbetrieb die Auflagen und Bedingungen einhält, die ihn als FSC Betrieb
ausweisen. Dabei konnte dem Betrieb ein hervorragendes Zeugnis ausgestellt werden.
Pflege und Unterhalt Grünanlagen und Wald
Trotz der grossen Schneemengen wurden die Arbeiten im St. Moritzer Wald bereits Anfang April
aufgenommen und fanden erst kurz vor Weihnachten ihren Abschluss. Die lange Saison ermöglichte
dringende waldbauliche Eingriffe zugunsten der Waldverjüngung einzuleiten.
Dabei wurde im Gebiet Dimlej eine dringend notwendige Pflege ausgeführt. Bei diesem Eingriff ging es vor
allem um eine Mischungsregulierung und die Reduktion der Stammzahl (Anzahl Bäume pro Fläche) damit
die Wuchskraft, welche in diesem Bereich des Waldes bei ca. einem m³ pro Jahr und ha liegt, auf die
stabilsten und qualitativ besten Bäume zu lenken. Die erste Etappe konnte erfolgreich abgeschlossen
werden. In den kommenden Jahren sollen weitere Etappen dazu folgen.
In den Gebieten Cangiroulas, Mauntschas Tridas, Sur Tegiatscha und Ova Cotschna wurden Holzschläge
zur Verjüngungseinleitung und -förderung durchgeführt. Bei diesen Eingriffen geht es vor allem um die
Steuerung des Lichtes und der Wärme. Wo Verjüngung fehlt, wurden die Waldbestände geöffnet und
Schlitze in den Wald geschlagen. Diese orientieren sich gegen Osten (Sonnenaufgang) und sollen
sicherstellen, dass bereits mit Sonnenaufgang ausreichend Licht und vor allem Wärme auf den Boden
gelangen kann und so günstige Bedingungen für die Keimung von Bäumen und den Anwuchs geschaffen
werden.
Wo bereits Verjüngung vorhanden ist, wird dieser Platz geschaffen d.h. grosse Bäume in unmittelbarer
„Nachbarschaft“ werden entfernt. Damit wird für eine ausreichende Lichtzufuhr, Versorgung mit Wasser und
die Beseitigung der Wurzelkonkurrenz gesorgt und damit die Nährstoffversorgung verbessert.
Das angefallene Holz wurde mehrheitlich auf der eigenen Sägerei weiterverarbeitet und diente als
Rohmaterial für die erneuerten Brücken, die neue Remise beim Friedhof, dem neuen Zielgebäude des Sass
Runzöl Liftes, den anstehenden WM Bauten, etc.
Leistungen zu Gunsten Tourismus / Veranstaltungen / Liegenschaften
Die Sanierung des alpinen Wanderweges auf den Piz Julier (Weiss-Blau-Weiss) konnte endlich
abgeschlossen werden. Im vergangenen Jahr wurden die letzten Geländer und Ketten ersetzt, so dass der
Weg den Empfehlungen von Berg & Sicherheit entspricht.
Der Flowtrail Munt da San Murezzan konnte im Jahr 2014 realisiert werden. Der Biketrail verläuft von der
Bergstation Corviglia bis nach Trutz. Die Arbeiten gestalteten sich wegen der nass-kalten Witterung äusserst
schwierig. Immer wieder mussten die Arbeiten zum Schutz des Bodens und der Vegetation eingestellt und
längere Unterbrüche in Kauf genommen werden. Trotz der widrigen äusseren Umstände gelang es dem
Trailbauteam unter der Leitung von Patrick Koller einen abwechslungsreichen und interessanten Trail zu
gestalten. Dank einem letzten Kraftakt konnte der Trail schlussendlich anfangs Oktober fertig gestellt werden
und ist vorerst das letzte bewilligte Teilprojekt der Umsetzung des Masterplan Mountainbike.
Dennoch sind wir überzeugt, dass wir mit den drei gebauten Flowtrails einen wertvollen Beitrag leisten
können, um St. Moritz als Bikedestination zu stärken. Die Planung des Flowtrail Brattas wurde
abgeschlossen, das Projekt wurde aber bis auf weiteres zurückgestellt.
43
Abbildung: Panoramakurve beim neuen Flowtrail Munt da San Murezzan (Bauamt St. Moritz)
Schneeräumung
Die überdurchschnittlichen Schneemengen hinterliessen nicht nur in der Infrastruktur ihre Spuren. Der
Aufwand von Dritten, der fast tägliche Einsatz aller Räumfahrzeuge während rund zweier Monate und der
damit verbundene Verbrauch an Treibstoffen und Verschleiss ist auch an den Zahlen der Buchhaltung
abzulesen. Beiliegend einige Beispiele dazu:
2014
511‘246.00
634‘202.58
347‘663.10
365‘406.36
Kosten Schneeräumung Mitarbeiter
Schneeräumung durch Dritte in CHF
Treibstoffverbrauch in CHF
Unterhalt Maschinen und Werkzeuge
* Abschluss 2013 / ** Diese fielen praktisch innerhalb von 2 Monaten im Januar und Februar 2014 an
2013*
458‘885.00
392‘656.28
204‘589.25
289‘080.98
Veränderung in %
+11 %**
+61.51
+69.93
+26.40
Trotz der enormen Belastung kamen die Mitarbeiter des Werkdienstes ihrer Arbeit pflichtbewusst nach und
verloren nie ganz die gute Laune und ihre Freude an der Arbeit.
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Abbildung: Die Via da l‘Alp im Winter 2013 / 2014 eine Sisyphusarbeit (Bauamt St. Moritz)
Naturereignisse
Im abgelaufenen Berichtsjahr wurden diverse kleinere und mittlere Ereignisse registriert, welche jedoch alle
ohne weitere Schäden zu verursachen abliefen.
Im vergangenen, strengen Winter wurden fünf kleinere Schneerutsche registriert. Im Verlauf des Frühjahres
konnten drei Gebiete mit temporären Gleitschneeverbauungen gesichert werden. Zusätzlich wurden Bäume
gepflanzt, damit diese nach Ablauf der Wirkungsdauer der Verbauungen die Schutzfunktion der Werke
übernehmen können.
Im Sommer wurde im Gebiet Suvretta ein Durchlass durch Geschiebe des Ovel da Puzzainas verstopft. In
der Folge lief das Wasser entlang der Strasse und wurde dort über die Meteorwasserschächte gefasst und
konnte ohne grössere Schäden abgeleitet werden.
Abb: „Neuer“ Bachlauf des Ovel da Puzzainas über die Via Marguns (Bild: Bauamt St. Moritz).
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Im Gebiet Sass Runzöl kam es erneut zu Felsausbrüchen. Die Felstrümmer stürzten aus der Felswand und
blieben unmittelbar darunter liegen. Im Gebiet südlich des Sass Runzöl lösten sich im September jedoch
grössere Felspartien aus einer Felsrippe. Diese stürzten unmittelbar auf die darunter liegende Olympia Piste,
wobei einzelne Trümmer erst unmittelbar vor dem Flowtrail Corviglia gestoppt wurden. Aus
Sicherheitsgründen musste der Flowtrail gesperrt werden. Die Sicherung der losen Felspartien konnte
unmittelbar vor dem ersten Wintereinbruch abgeschlossen werden, wobei ein grösseres, stark zerklüftetes
und loses Felspaket präventiv gesprengt wurde.
Abb. Bild vom Ausbruchsort ins Ablagerungsgebiet. Die grössten Blöcke wiesen eine Grösse von bis zu 8 m3 auf (Bild: Bauamt St. Moritz).
Schlussendlich wurde Anfang Dezember im Gerinne des Ovel da Brattas ein Murgang festgestellt. Dieser
breiförmige, zähfliessende Strom aus Dreck und Geröll blieb jedoch innerhalb des Gerinnes stehen ohne
grössere Schäden anzurichten. Einzig ein alter Schacht der Wasserversorgung wurde teilweise verschüttet.
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Abb. Bild ins Transitgebiet des Murgangs. Im Vordergrund der teilweise zugeschüttete, alte Schacht der Wasserversorgung St. Moritz (Bild: Bauamt St. Moritz).
Unterhalt Infrastruktur / Schutzbauten / Gebäude / Maschinen
Im Rahmen des Sammelprojektes Instandstellung Erschliessung des Kanton Graubündens konnte die
Werkgruppe zwei Waldstrassenabschnitte auf einer Länge von rund 2 km instand stellen. Diese vom Bund
und Kanton mitfinanzierten Instandstellungs-Projekte dienen einerseits zur Sicherung der Walderschliessung
und der Verbesserung der Holzerntebedingungen. Die beiden instand gestellten Abschnitte sind für das
Forstamt von zentraler Bedeutung, da sie einerseits die langfristige, rationelle Pflege des Schutzwaldes im
Gebiet Ova Cotschna ermöglichen und andererseits in den kommenden Jahren zur Abfuhr von rund 2‘000
bis 3‘000 m3 Holz vorgesehen sind.
Im Verlaufe des Sommers konnten die Brücke zwischen der Bergstation Signal und Trutz, die Brücke des
Feldweges über den Ovel da Pro San Gian sowie Brücken im Gebiet Pros da God ersetzt werden.
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Abb. Neue Brücke Signal (Bild: Bauamt St. Moritz)
Die losen Felspartien an der Crasta Büsauna konnten endlich gesichert werden. Wie geplant wurde ein
Hochleistungsnetz über die Felspartien gezogen. Dieses wurde anschliessend mit Bohrankern befestigt.
Durch das Netz sollen die losen Felspartien zurück verankert werden und ein Abstürzen verhindern.
Zusätzlich wurden die losen Felspartien direkt mit einem Anker gesichert.
Abbildung: Gesicherte Felspartie (Bauamt St. Moritz)
Im Verlauf des Winters 2013 / 2014 wurden mehrere kleinere Schneerutsche registriert. Diese verliefen alle
harmlos, doch wurde bei der genaueren Betrachtung schnell klar, dass diese ein durchaus grösseres
Potential haben könnten. Es wurde dazu ein Rahmenprojekt ausgearbeitet und im Verlauf des Frühjahres
2014 wurden zusammen mit einem Schullager drei der vier Gebiete mit temporären Gleitschneeverbauungen
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verbaut. Zusätzlich wurden im potentiellen Anrissgebiet Bäume gesetzt, die nach Ablauf der Lebensdauer
der Holzwerke deren Funktion übernehmen sollen. Das letzte Gebiet wird im Frühjahr 2015 noch verbaut.
Daneben konnte der Werk- und Forstdienst noch einige weitere interessante Projekte realisieren, denen wir
das Label „Made in St. Moritz– vom Baum zum Brett zum Werk“ verleihen können.
Abbildung: Baugleicher Ersatz des bestehenden Zielgebäude des Runzöl Liftes
(Bauamt St. Moritz)
Abbildung: Neue Remise Friedhof Somplaz (Bauamt St. Moritz)
Naturschutz
Die Massnahmen zum Naturschutz standen im 2014 ganz im Zeichen der Ersatzmassnahmen für die Bauten
der Ski WM 2017 und für den neuen WM Bike-Trail.
Insbesondere wurden Massnahmen zu Gunsten von Moorgebieten und Gewässern vorgenommen. So
wurden die letzten geplanten Meter vom Ovel da San Gian fertig revitalisiert. Der Bach fliesst nun bis zur
Kantonsstrasse wieder natürlich. Im Rahmen der Wiederherstellung des Kurparks wurde der Ovel da
Carvunera, der bisher geradlinig und zum Teil in Betonschalen verlief, revitalisiert. Die im 2015 vorgesehene
Revitalisierung des Ovel da Stazes bis zum Hartmann-Areal wurde fertig geplant und gegenwärtig läuft das
Bewilligungsverfahren.
Abb.: Ovel da Carvunera vor Revitalisierung, in Fliessrichtung (Bild: Bauamt
St. Moritz)
Abb.: Ovel da Carvunera nach Revitalisierung, gegen Fliessrichtung (Bild: Bauamt
St. Moritz)
Zum Schutze des Hochmoores Mauntschas wurde die Marathonloipe teilweise aus diesem Gebiet heraus
und in die bestehende Waldschneise hinein verlegt. Ein weiteres wichtiges Unterfangen war die
Wiederherstellung des Rückhaltesystems des Wassers im Hochmoor Mauntschas. Der Betondurchlass
wurde durch eine natürliche Überlaufsperre ersetzt. Diese wurde mit Bentonitmatten abgedichtet und als
natürlicher Bach gestaltet. Zur Überquerung des Baches wurde eine neue Brücke gebaut. Ebenfalls wurden
die letzten Spundwände zur Verzögerung des Wasserabflusses aus dem Moor gesetzt, welche im Jahr 2015
mit Torf überdeckt werden müssen.
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Abb.: Neue Brücke mit natürlichem Überlauf des Rückhaltesystems moorseitig (Bild: Bauamt St. Moritz)
Abb.: Einsetzten der Spundwände (Bild: Bauamt St. Moritz
Altlastensanierung Schanze
Die Blei- und PAK Sanierung konnte zu einem grossen Teil abgeschlossen werden. Bis zum heutigen
Zeitpunkt wurden 9‘456 t Erdreich entsorgt. Im kommenden Frühjahr werden noch die letzten Transporte mit
dem restlichen Material von ca. 3‘593 t erfolgen. Parallel dazu wurde die Altlastenuntersuchung des Sprungund Zielgebietes eingeleitet. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob allfälliges Hangwasser durch die
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Kehrichtdeponie im Gebiet des ehemaligen Lej Falcun in Richtung Grundwasserschutzzone fliesst. Dazu
wurden Färbversuche vorgenommen und regelmässig werden verteilt im Gebiet Pro San Gian Wasserproben
genommen und analysiert. Diese Arbeiten werden im Frühjahr 2015 abgeschlossen. Falls sich die Farbstoffe
nachweisen lassen, muss mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Kehrichtdeponie saniert werden.
Abb.: Altlastensanierung Sprungschanze (Bild: Bauamt St. Moritz)
Abb.: Sanierter Weiher und zwei neu erstellte Weiher (Bild: Bauamt St. Moritz)
Der Weiher bei der Schanze, welcher stark mit PAK der Tontauben belastet war, wurde ebenfalls saniert.
Wurzelstöcke und grössere Steine wurden wieder in den Weiher gelassen. Im Rahmen der Sanierung
mussten zwei „Hilfs“-Weiher angelegt werden, damit der bestehende Teich leergepumpt und saniert werden
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konnte. Nach Abschluss der Arbeiten wurde entschieden, die beiden Teiche zu belassen und so den
wichtigen Amphibienlaichplatz zusätzlich aufzuwerten und zu verbessern.
WM 2017
Pistenkorrekturen Rominger / Reinalter
Beide Pistenkorrekturen sind ausgeführt. Die Reste des alten Rominger-Liftes, welche bei den
Terrainanpassungen zum Vorschein kamen, wurden ordentlich entsorgt. Ebenfalls im Zuge der Grabarbeiten
stiess man auf einen eingedolten Wiesenbach. Die Eindolung wurde aufgehoben und versucht dem Bach
wieder ein natürliches Gerinne zurückzugeben.
Im kommenden Jahr soll der HUB 5 im Bereich der Pisten baulich angepasst werden, damit dieser in das
Landschaftsbild intergiert werden kann. Entsprechende Vorschläge wurden an der Begehung mit den
kantonalen Behörden vorbesprochen.
Pistenunterführung Masten 9 (Skitunnel Vereina)
Die Bauarbeiten konnten noch rechtzeitig vor Wintereinbruch am 17. Oktober 2014 abgeschlossen werden.
Da der neue Tunnel deutlich breiter konzipiert ist und aus statischen Gründen eine Überdeckung von einem
Meter aufweisen muss, waren aufwendige Grabarbeiten notwendig. Dies bedingte, dass wegen der
schlechten Felsqualität deutlich umfangreichere Sicherungsmassnahmen notwendig wurden als ursprünglich
geplant.
Bei den Grabarbeiten musste festgestellt werden, dass die im Rahmen der Ski WM 2003 verlegten Leitungen
nicht sauber eingemessen wurden (Zeitmesskabel etc.). Diese wurden bei den Grabarbeiten verletzt und
mussten erneuert werden. Gleichzeitig stiessen die Bagger auf Fundamente von Bauten, welche teilweise
noch von der WM 1974 stammten. All dies wurde ausgegraben und mit den übrigen Baustellenabfällen
ordentlich entsorgt.
Beschneiung / Hub 4
Die erste Tranche der Beschaffung der Schneeerzeuger wurde im Verlauf des Sommers durch die
Bergbahnen ausgeführt. Diese befinden sich bereits im Einsatz. Die technische Weiterentwicklung erlaubt
auch eine Beschneiung bei deutlich milderen Temperaturen und wird als bedeutender Schritt zur langfristigen
Sicherung von St. Moritz als Renndestination im alpinen Skizirkus angesehen. Verbunden damit wurde die
Beschneiung auf der FIS 2 Piste ergänzt und die Anpassung der Stromzufuhr konnte abgeschlossen werden.
Der alte Hub 4 wurde abgebrochen und durch ein neues, niedrigeres Gebäude ersetzt. In das neue, ortsfeste
Gebäude konnte neben den Installationen für die Ski WM auch die Trafostation integriert werden. Dieser Bau
wurde durch den WM Verein und die Bergbahnen finanziert.
Abbruch Romingerstation / Neubau Schächte
Die alte asbesthaltige Romingerstation hinter dem Moor Salastrains wurde abgebrochen und fachgerecht
entsorgt. Beim ehemaligen Standort der Station wurde dieses Jahr ein zentraler Technikschacht für die
Zeitmessung der Skirennen errichtet, somit musste kein neuer unbeeinflusster Standort beeinträchtigt
werden. Die Leitungen wurden unterirdisch in einem Press-Ziehverfahren vom Zielgelände bis zur
ehemaligen Romingerstation unterhalb des Moores verlegt.
Es ist das Ziel, im 2015 die letzte Etappe der permanenten Infrastrukturbauten für die Ski WM 2017 zu
realisieren. Zu den noch ausstehenden Projekten gehören u.a. die Erweiterung und Sanierung des
Zielgebäudes, die Sanierung des Herrenstartes, der Bau einer permanenten Damenstartplattform mit
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Traverse mit einer Aufwärmstation sowie der Skipistenunterführung für die Damenrennstrecke auf Munt da
San Murezzan.
Parallel dazu wird die Projektierung der Bauten des WM Vereins unterstützt und die Eingabe der
notwendigen Bewilligungen begleitet. Es sind dies u.a. die Sanierung des Zielgeländes mit einer neuen
Brücke über den Ovel da Laret, die temporäre Pistenüberführung für die Talabfahrten, die Erneuerung des
Hub 3 und die temporären Treppen als Zugänge zum Zielgelände.
Die Projektierungsarbeiten sollen bis Mitte Februar 2015 abgeschlossen werden, um anschliessend die
Gesuche zur Bewilligung einreichen zu können.
Während den Bauarbeiten wird das Bauamt nicht nur die eigenen, sondern auch die Bauten des WM Vereins
begleiten und die ökologische Bauleitung wahrnehmen, damit die Eingriffe in die Natur möglichst schonend
erfolgen.
Personal / Weiterbildung
Mutationen
Pensionierungen:
 Keine
Abgänge:
 Keine
Eintritte:
 Daniele Polinelli trat am 1. August die vakante Stelle als Mitarbeiter bei der Werkgruppe im Bereiche
Grünanlagen / Unterhalt Sportplätze an.
 Armando Tramèr trat am 1. November die vakante Stelle als Mitarbeiter bei der Werkgruppe im
Bereich Unterhalt / Instandhaltung an
 Simon Rauch trat am 1. August die Lehre als Mitarbeiter Betriebsunterhalt Fachrichtung Werkdienst
an.
Jubiläen:
 Franco Vincenti
20 Jahre
 Mario Rogantini
30 Jahre
Weiterbildung
Intern wurden zwei Kurse für das Werk- und Forstpersonal durchgeführt. Neben einem Repetitionskurs in
Erster Hilfe wurde ein Kurs der ASTAG zur Verkehrssicherheit organisiert.
Ziele 2015
 Die Pflege der Schutzwälder im Bereich God Foppettas und God dal Ova Cotschna sollen ausgeführt
werden.
 Die Werk- und Forstgruppe sollen die Revitalisierungs- und Begrünungsmassnahmen im Rahmen
der Ski WM 2017 sowie der Ersatzmassnahmen bestmöglich unterstützen.
 Abschluss des 2013 begonnen Projektes zur Sicherung von Wegen und Zugängen vor Gleitschnee
Ereignissen durch temporäre Holzverbauungen.
 1. Etappe der Erneuerung der Trockensteinmauern entlang des Wanderweges zur Ochsenweide und
nach Somplaz.
 Punktuelle Verbreiterung des Engpasses beim Waldweg God Spuondas Rosatsch.
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 Unterstützung der Revitalisierungsarbeiten am Ovel da Staz.
 Die Zahl der Berufs- und Nichtberufsunfälle soll im laufenden Jahr beim Werk- und Forstdienst
halbiert werden.
 Abschluss des Waldreservates Gianda Naira und Grundlagenerhebung für ein Reservat God Sur
Chaunt Blais.
1.5.6 Liegenschaften
Rückblick 2014
Sportanlagen
Eisbahn
Das abgelaufene Berichtsjahr war geprägt durch einen enormen Aufwand des Eisbahnpersonals zur
Aufrechterhaltung des Angebots auf der Eisbahn. Nach einem Unfall in der Equipe, welche das Curlingfeld
im Kulmareal betreute, half unser Eisbahnteam auch dort aus. Dies führte dazu, dass das Personal im
Januar / Februar praktisch durchgehend arbeiten mussten. Für diesen ausserordentlichen Einsatz möchten
wir uns noch einmal ganz herzlich bedanken.
Technisch gesehen war das Jahr geprägt von der nicht ganz einfachen Inbetriebnahme der
Wärmepumpenanlage von St. Moritz Energie und dem Anschluss der Kompressoren mit der Abwärme der
Eisarena an diese Anlage. Der fast reibungslose Anschluss der Anlage rechtfertigt im Nachhinein teilweise
den enormen Betreuungs- und Koordinationsaufwand, der damit anfiel. Insbesondere die gut durchdachte
Planung und der speditive Einsatz der eigenen Mitarbeitern der Eisarena sowie die gute Zusammenarbeit mit
den Fachfirmen haben dazu beigetragen, dass die Eisarena ihre Tore dann auch zum geplanten Datum
wieder öffnen konnte.
Gleichzeitig mit dem Umbau der Anlage wurden auch die veraltete Alarmierung und das Steuerungssystem
im Maschinenraum ausgewechselt. Dank der straffen Führung unseres externen Beraters J. Annen und
seiner Koordination zwischen Fachfirmen und Betreiber konnte die Anlage nach Inbetriebnahme innert kurzer
Zeit optimiert und auf die Gegebenheiten des Betriebes angepasst werden. Wirkliche Vergleichszahlen zum
Verbrauch liegen jedoch erst nach ca. 2 vollen Jahren vor, da zu viele Faktoren wie Witterungsbedingungen,
Betriebszeiten, etc. einen direkten Einfluss haben.
In den Garderoben wurden die Duschköpfe in den Nasszellen mit wassersparenden Systemen nachgerüstet
und in den WC Anlagen konnte eine weitere Etappe zum Austausch der Glastrennwände realisiert werden.
Ende Jahr kam es zu einem Pächterwechsel im Restaurant der Eisbahn. Neu führt das Ehepaar Clavuot das
Restaurant und die ersten Rückmeldungen sind durchwegs positiv. Wir wünschen ihnen bei ihrer Arbeit viel
Freude, Befriedigung und Erfolg.
Im Sommer 2014 wurden Räumlichkeiten als temporäre Lösung an die jüdische Glaubensgemeinschaft
vermietet. Die Erfahrungen waren durchwegs positiv.
Liegenschaften
Rathaus
Im Rathaus konnten die Büros im 3. OG umgebaut und erneuert werden. Die Büros wurden neu möbliert.
Parallel dazu wurden die Gangbereiche im 2. / 3. / 4. Obergeschoss sowie das Treppenhaus saniert. Die
alten, teilweise mit Asbest belasteten Bodenbeläge wurden herausgerissen und erneuert. Im Treppenhaus
wurden die alten Marmorplatten wieder freigelegt. Sie erstrahlen in neuem Glanz und erinnern an die Zeit, als
das Rathaus noch Hotel Savoy hiess.
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Abbildung: Insbesondere der Ausbau des alten Aktentresors verlangte eine Kombination aus Fingerspitzengefühl und Herkuleskräften (Bild Bauamt St.Moritz)
Im 2. Obergeschoss wurde zudem ein Warteraum für die Besucher der Einwohnerdienste und des
Steueramtes eingerichtet und im 4. OG konnte durch Optimierung eine klare Trennung zwischen
Materialraum Reinigung und Aufenthaltsraum / Mittagstisch für das Personal erreicht werden.
Wertstoffhalle Bahnhof
Entgegen der ursprünglichen Planung wird die Wertstoffhalle bis über das 2016 hinaus am heutigen Standort
verbleiben können bis klar ist, wie das Areal weiter entwickelt werden soll. Investitionen in die Wertstoffhalle
werden aber weiterhin auf den laufenden Unterhalt beschränkt bleiben.
Rondelle Polizeiposten Wohnhaus
Nach einem Wassereinbruch im Polizeiposten musste eine umfassende Flachdachreparatur vorgenommen
werden.
Seniorenresidenz Chalavus
Der Sala Bernina in der Seniorenresidenz wird rege durch ein vielfältiges Angebot (Mittagstisch / Vorträge /
Jassnachmittage / Seniorenturnen / Adventsbasteln / etc.) genutzt.
Der Durchbruch für die bewilligte Garageneinfahrt für die Liegenschaft Cattaneo wurde fertig gestellt.
Weiterhin stellt das unbefugte Fremdparken in der Tiefgarage ein Problem dar. Eine Lösung des Problems ist
nicht sehr einfach und das Bauamt versucht in Zusammenarbeit mit den Eigentümern und der
Gemeindepolizei eine Lösung zu finden.
Parkhaus Quadrellas
Neben dem normalen Unterhalt musste die Serveranlage altershalber ausgetauscht und Teile der
Notstromanlage ersetzt werden.
Leider müssen wir wieder vermehrte Vandalen-Schäden feststellen. So scheinen neuerdings vor allem die
Feuerlöscher besonders attraktiv zu sein. Diese werden beschädigt, abgelassen oder ganz einfach
gestohlen. Leider ist es trotz einem Überwachungssystem praktisch unmöglich die Täterschaft zu ermitteln.
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Parkhaus Serletta
Neben den üblichen Unterhaltsarbeiten mussten die Toranlage neu abgedichtet werden, um die Frostgefahr
im Einfahrtsbereich zu minimieren.
Im Bereich der Rolltreppen und Zugänge / Hallenbereich mussten diverse lose Wandplatten befestigt resp.
ersetzt werden. Zudem kam es zu vermehrten Störungen mit den Schaltgeräten in den Vitrinen der Galerie.
Diese haben nach rund 10 Jahren ausgedient.
Zwei von fünf Kassen im Parkhaus Serletta wurden analog den Kassen im Parkhaus Quadrellas mit
Kreditkartenlesegeräten der neuesten Generation „Da Vinci 2“ ausgerüstet. Da diese neuen Leser sehr teuer
sind, wurden primär nur die Kassen nachgerüstet, welche am häufigsten von den Kunden genutzt werden.
Die neuen Kreditkartenleser erlauben eine einfachere Handhabung bei Störungen und die Kreditkarte wird
deutlich schneller wieder ausgeschoben. Dies führte zu einem deutlichen Rückgang an echten Störungen
und Meldungen von ungeduldigen Kunden, was den Technischen Dienst aber auch die Gemeindepolizei
entlastete.
St. Moritz Energie realisierte zusammen mit Tesla im zweiten Geschoss vier Tesla Super Charges Stationen,
an denen sich Tesla Fahrzeuge kostenlos aufladen können.
Mit seinem Stromverbrauch gilt neben der Eisbahn auch das Parkhaus Serletta als Grossverbraucher von
Energie. Zur Umsetzung des Grossverbraucherartikels wurden bindende Ziele vereinbart, die mit
Energiesparmassnahmen erreicht werden sollen.
Aussenanlagen Parkplätze und Poller der Zufahrt zur Fussgängerzone
2014 wurden 10 neuen Ticketautomaten des Systems „Presto“ angeschafft. Dieses überzeugte durch seine
Bediener- und Unterhaltsfreundlichkeit. Zudem durften wir bei der Beschaffung auch auf die Erfahrungen der
Gemeinde Pontresina zurückgreifen, wo die Geräte bereits seit längerem im Einsatz sind. Nach einer
Umgewöhnungsphase unserer Nutzer haben sich inzwischen die Fehlermeldungen auf ein Minimum
reduziert.
Daneben konnte die Parkierung rund um das Hallenbad fertig gestellt werden und die Polleranlage wurde in
Betrieb genommen.
Schützenhaus Schiessanlage Dimlej
Im Rahmen der Erneuerung der Kugelfänge wurde 2014 die 300 m Anlage mit einem Kugelfangkasten
ausgerüstet. Die bisherigen Kugelfänge waren mit Granulat gefüllt, welches die Projektile abbremste und
auffing. Die Kugelfangkästen mussten periodisch geleert, das Metall entfernt und anschliessend wieder
aufgefüllt werden. Das neue System mit den Kugelfangkästen aus Spezialstahl bremst die eindringenden
Geschosse und diese fallen neu in eine staubdichte Schublade. Diese kann einmal pro Jahr, vorzugsweise
am Ende des Jahres, vom eigenen Personal geleert werden. Die Metallrückstände können anschliessend
über die ordentliche Altmetallsammlung entsorgt werden.
Reithalle
Die Reithalle wurde definitiv ausser Betrieb gesetzt und bleibt bis auf weiteres geschlossen. Der Annex,
welcher nicht unmittelbar zur Halle gehört, wird nach Abklärung zur Lagerung des Hindernismaterials für den
Concours vermietet.
Kirchturm
Im vergangenen Jahr musste der Turmwart, unterstützt durch das Forstamt, insgesamt 9 Mal den Turm resp.
dessen Simse und Brüstungen abschaufeln.
Die Sanierung der Innentreppe musste verschoben werden, da für die Auftragsvergabe und
Ausführungsbegleitung zu wenig Kapazität zur Verfügung stand. Die Arbeiten wurden auf 2016 verschoben.
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Gutsbetrieb Oberalpina
Das von St. Moritz Energie und Bauamt zusammen mit der Firma Eternit geplante und 2013 ausgeführte
Solardach (Photovoltaikanlage, welche gleichzeitig die Funktion der Dacheindeckung übernimmt) konnte
leider nicht allen Anforderungen auf dieser Höhenlage genügen. Einerseits führten technische Probleme
dazu, dass das Dach nicht wie ursprünglich vorgesehen betrieben werden konnte. Dieses Problem gepaart
mit einem ausserordentlich schneereichen Winter führte dazu, dass die Bewirtschaftung sehr stark erschwert
und die Auflagen an einen Biobetrieb kaum mehr eingehalten werden konnten. Andererseits führte dies zu
erheblichen Sicherheitsproblemen, die im Sommer / Herbst 2014 gelöst werden mussten.
In der Folge musste, neben einigen weiteren Abschlussarbeiten, dass Solardach im 2014 redimensioniert
und teilweise zurückgebaut werden. Die Mehrkosten wurden durch St. Moritz Energie und Bauamt getragen.
Mit der Inbetriebnahme des angepassten Solardaches ist die Erneuerung des Gutsbetriebes Oberalpina nun
abgeschlossen.
Die redimensionierte und neu eingestellte Anlage konnte sich nach Angaben von St. Moritz Energie
inzwischen im laufenden Winter 14/15 bewähren und entspricht der maximal möglichen Dimension an
diesem Standort.
Abbildung: Redimensioniertes Solardach auf dem Kuhstall des Gutsbetriebes Oberalpina (Bauamt St. Moritz)
Friedhof
Für die Liegenschaft beim Friedhof Somplaz wurde eine neue Hauszuleitung Trinkwasser erstellt.
Der bestehende Geräteschuppen wurde in Zusammenarbeit mit einem einheimischen Zimmermann durch
die Forstgruppe demontiert und eingelagert. Anschliessend wurde eine neue, grössere Remise erstellt.
Wohnhaus Champfèr
Die Leitungen im Wohnhaus Champfèr müssen regelmässig gespült werden, damit kein Rostwasser auftritt.
In den kommenden Jahren muss intensiv über eine Gesamtsanierung der Liegenschaft inkl.
Wärmedämmung nachgedacht werden.
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Schiefer Turm
Nach der Wiederaufrichtung des Schiefen Turmes wurde 2014 begonnen die Aussenmauern zu sanieren. In
einer ersten Etappe wurde die talseitige Mauer saniert, an der der Hangdruck des Brattasgebietes besonders
deutliche Spuren zeigte. Dazu wurde die Mauer analog der letzten Sanierung vernagelt, um ihren
Zusammenhalt zu gewährleisten.
2015 soll nun die bergseitige Mauer gesichert werden und anschliessend soll diese unter fachkundiger
Anleitung durch einen Spezialisten wieder nach Absprache mit der Denkmalpflege verputzt werden, damit
das Wahrzeichen von St. Moritz wieder in neuer alter Frische erstrahlen kann.
Kindergärten / Schulhäuser
Schulhaus Champfèr
Wetterseitig musste das Mauerwerk beim Schulhaus Champfèr ausgebessert werden.
Schulhaus Grevas
Durch die Überlast des Schnees wurde am Rand der Turnhalle ein Schaden verursacht. Dieser wurde
behoben und gleichzeitig der Unterbau / Stützen verstärkt.
Schulhaus Dorf
Das Auftreten von Feuchtigkeit und Pilzbefall erforderten sofortige Massnahmen. Mit einer
Unterdruckbehandlung in diversen Lagerräumen in der Bibliothek konnte das Problem gelöst werden. Die
Liegenschaftsverwaltung überwacht vorsorglich die betroffenen Lagerräume bis auf weiteres.
Personal
Mutationen
Abgänge:
 Fatima da Silva verliess die Gemeinde auf eigenen Wunsch. Wir danke für die langjährige Hilfe und
Mitarbeit im Reinigungsteam und wünschen ihr alles Gute
Eintritte:
 Loris Crameri wurde neu bei der Gemeinde St. Moritz angestellt. Er arbeitet stundenweise und
unterstützt die verschiedenen Reinigungsteams (Schulhäuser / Rathaus / Chalavus), den
technischen Dienst und hilft bei Engpässen auf der Sägerei beim Forstamt St. Moritz aus.
Weiterbildung:
Das Eisbahnpersonal nahm an einer internen Schulung teil. Dabei wurde das Schwergewicht auf die Themen
Sicherheit und Energieverbrauch gelegt.
Teilnahme an der Betriebsleitertagung GSK in Gstaad mit Fachreferaten in Bezug auf gesetzlichen
Neuerungen und technischen Entwicklungen.
Ziele 2015
 Mit der Eingliederung der Kurvereins in die Gemeinde als St. Moritz Tourismus werden die
Sportanlagen wie die Eisbahn Ludains künftig nicht mehr durch den Bereich
Liegenschaftsverwaltung betreut werden. Die Übergabe und Einführung muss geplant und bis zum
Sommer 2016 abgeschlossen sein.
 Durch die Einarbeitung eines geeigneten Mitarbeiters in den Bereich Liegenschaften soll mit der
2016 anstehenden Pensionierung von Frau U. Moos der ein reibungsloser Übergang sichergestellt
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werden und dafür Sorge getragen werden, das möglichst viel Wissen und Erfahrung beim Bauamt
erhalten werden kann. Es wird versucht die Stelle intern zu besetzen.
 Eingliederung der Nachrichtenbunkers in das Liegenschaften Portfolio der Gemeinde und dessen
Umnutzung als Lager
Beat Lüscher, Leiter Bauamt
1.5.7 Energiestadt St. Moritz
Das Jahr 2014 stand bei der Kommission Energiestadt St. Moritz ganz im Zeichen der Erarbeitung von einem
Energiegesetz für St. Moritz sowie der Bewerbung und Teilnahme am Unterstützungsprogramm „2000-WattKonzepte“ Phase 2 vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation
UVEK und vom Bundesamt für Energie BFE. Dazu trafen sich die Kommissionsmitglieder zu 5
Arbeitsgruppensitzungen und 4 Kommissionssitzungen. Der Kommissionspräsident besuchte dazu am 23.05.
den Energiekonzept Kongress in St.Gallen und nahm am 21.08. an einer Sitzung beim Amt für Energie und
Verkehr AEV in Chur teil. Dem St. Moritzer Gemeindevorstand wurden 3 Anträge eingereicht welche von
diesem befürwortend behandelt wurden.
Mit einstimmigem Beschluss an der Kommissionssitzung vom 17. Juli 2014 bat die Kommission Energiestadt
den Gemeindevorstand um Verabschiedung vom neu ausgearbeiteten Energiefondsgesetz und um
Genehmigung durch den St. Moritzer Gemeinderat und der Urnengemeinde.
Dieses Gesetz ersetzt die Verordnung für die jährlichen Unterstützungsbeiträge (250'000.--) an
Gebäudesanierungen. Es regelt die finanzielle Förderung von Projekten zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur effizienten Nutzung erneuerbarer Energiequellen, sowie Aufgaben und Finanzierung der
Energieberatung und die Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Energie. Zur Finanzierung der Aufgaben gemäss
diesem Gesetz wird aus dem jährlich wiederkehrenden Entgelt gemäss Art. 26 EW-Gesetz (Stromrappen)
ein Energiefonds geäufnet, und zwar bis zu einem Betrag von maximal CHF 3'000'000.--.
Der St. Moritzer Gemeindevorstand hat am 29. April dem Bundesamt für Energie BFE die Unterstützung
der St. Moritzer Bewerbung am Projekt „2000-Watt-Konzepte Phase 2“ bestätigt.
Eine Arbeitsgruppe und die Kommission Energiestadt St. Moritz haben in Zusammenarbeit mit dem
Energiestadtberater Stefan Brändle und dem AEV Amt für Energie und Verkehr GR, den Herren Andrea
Lötscher und Michael Casutt, dieses Projekt weiterentwickelt. Dabei wurde die ursprüngliche Idee der
Datenerhebung Oelverbrauch und auf Grund dieser Verbrauchsdaten die Einführung eines Bonus-MalusSystems aufgegeben. Der Aufwand wäre administrativ zu gross und das Vorhaben auch aus juristischer
Sicht schwierig zu realisieren.
Das Ziel den Energieverbrauch in St. Moritz markant zu reduzieren kann hauptsächlich mit
Gebäudesanierungen erreicht werden. 63 % der Wohnungen in St. Moritz befinden sich im
Stockwerkeigentum. Sanierungen sind aufgrund der meist unterschiedlichen Interessen der
Stockwerkeigentümer nur schwer umzusetzen. Damit diese Gebäude trotzdem saniert werden, hat die
Kommission Energiestadt folgenden Antrag beim Gemeindevorstand eingereicht: St. Moritz übernimmt
eine Vorreiterrolle mit der Einführung "Minimalanteil Erneuerbare Energien" gemäss MuKEn 2014. Das
heisst, bei jedem Heizkesselersatz wird verpflichtend gefordert, dass ein Teil der Wärme aus
erneuerbaren Quellen zu gewinnen ist. Die Umsetzung erfolgt kontinuierlich im Rahmen des absehbaren
Ersatzes von Heizkesseln in Gebäuden die älter als 20 Jahre sind. Die Umsetzung kann durch die bereits
bestehenden Anreize (Förderung 15-20% Kanton, 15-20% Gemeinde) unterstützt werden. Auf Grund von
der juristischen Überprüfung durch Dr. Duri Pally bat die Kommission Energiestadt den
Gemeindevorstand, mit einstimmigem Beschluss an der Kommissionssitzung vom 16. Dezember 2014,
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um Verabschiedung und um Genehmigung durch den St. Moritzer Gemeinderat und die Urnengemeinde
ein Energiegesetz zu erlassen und sämtliche Energiefragen darin zu regeln, insbesondere Energiefonds
und ‚Minimalanteil Erneuerbare Energien‘ gemäss MuKEn 2014.
Das Ziel von St. Moritz die Energieeffizienz bei Raumwärme und Warmwasser bis 2025 um 25% zu
steigern und die Co2-Immissionen bis 2025 um 30% zu reduzieren sollte damit erreicht werden können.
Seit 2012 können im Parkhaus Serletta in St. Moritz alle Elektrofahrzeuge gratis mit Solarstrom geladen
werden. Am 6. Dezember 2014 wurde zusätzlich der Betrieb von 4 Supercharger eingeweiht. Diese laden
Batterien von einem Tesla Model S in zwanzig Minuten zur Hälfte auf.
Auch für 2014 hatte die Gemeinde St. Moritz für Beiträge an Gebäudesanierungen CHF 250'000.- im Budget.
Die Unterstützungsbeiträge betrugen im Berichtsjahr jedoch nur CHF 56'160.—.
Im Rahmen vom Jubiläumsanlass „150 Jahre Wintertourismus in St. Moritz“ hat eine Arbeitsgruppe
Führungen zum Thema Energie und eine Broschüre initiiert. Zwischen dem 17. Dezember und 11. März wird
immer um Mitte Monat an einem Mittwoch Interessierten der Energieverbund St. Moritz Bad mit Nutzung von
Seewasser sowie Muottas Muragl, das erste Plusenergie-Hotel des Alpenraums vorgestellt.
Die Sensibilisierung der Bevölkerung für Energiefragen ist uns sehr wichtig. Ein nachhaltiger Tourismus
erfordert künftig einen bewussten Einsatz von Energie und Ressourcen. Pionierhaft sparsam müssen sie
genutzt werden, damit die Umwelt intakt bleibt und dies ohne Einbussen an Komfort. Im Oberengadin sollte
ein Co2- neutraler Tourismus angestrebt werden.
Das Amt für Energie und Verkehr (AEV) hat eine Wanderausstellung zum Thema energetische Gebäudesanierung entwickelt. In Zusammenarbeit mit der Energiestadt St. Moritz soll dieses Thema dem Bürger und
der Bürgerin näher gebracht werden.
Die Bevölkerung wird zum Wärmeschutz von Gebäuden sensibilisiert
und erfährt, dass gut gedämmte Häuser viele Vorteile haben und Gebäudesanierungen durch Fördergelder
unterstützt werden. Die Immobilienbesitzer werden motiviert, ihre Gebäude zu sanieren. Das
Anschauungsobjekt besteht aus zwei „Häusern“ – einem Altbau und einem sanierten Bau. Mit einer Kerze
beheizt, wird der Unterschied der erreichten Innentemperatur demonstriert. Vom 29. Januar bis 5. Februar
2015 steht das Anschauungsprojekt prominent vor dem Gemeindehaus in St. Moritz und demonstriert
selbstsprechend den Passanten den Unterschied zwischen schwach gedämmt und gut gedämmt. Ein
Startevent am 29.01. um 18 Uhr und eine Schlussveranstaltung am 5. Februar um 18.30 Uhr im Ratsaal
altes Schulhaus verhelfen dem Projekt zu grösserer Aufmerksamkeit und Wirksamkeit.
Die EnerCoach-Buchhaltung wird vom Bauamt weitergeführt. Diese gibt Auskunft über den Energieverbrauch
der gemeindeeigenen Bauten, deren Energieeffizienz und den Veränderungen.
An den Kommissionssitzungen 2014 wurden insbesondere nachstehende Themen behandelt:
- Unterstützungsprogramm BFE „2000-Watt-Konzepte“ Phase 2
- Erarbeitung Energiefondsgesetz
- NIV Projekt Ski WM 2017
- Eröffnung Energieverbund St. Moritz Bad vom 22.03.2014
- LED Leuchtkörper in Parkhäusern Quadrellas & Serletta (Reduktion Stromkosten CHF 70'000.- p.a.)
- Veranstaltung „isolieren hilft heizen“ mit AEV 29.01. – 5.2.2015 in St. Moritz
- Arbeitsgruppe Energie „150 Jahre Wintertourismus“
- Beiträge an Gebäudesanierungen
- Internationales E-Mobil Rallye „Wave“ 12. – 20. Juni 2015
Ganz herzlich danke ich den Kommissionsmitgliedern, den Gemeindebehörden und der Verwaltung für das
60
Engagement und die grosse Unterstützung beim Verfolgen einer nachhaltigen Energiepolitik.
Max Weiss, Präsident Energiestadtkommission
2 Gesundheits-, Sozial- und Erziehungsdepartement
2.1 Sozialkommission
Mitglieder der Sozialkommission
Anita Urfer
Maja Eberhard
Pfr. Jürg Stuker
Pfr. Thomas Widmer
Alexander Blöchlinger
Präsidentin, Departementsvorsteherin
Vertreterin der Bürgergemeinde
Vertreter der kath. Kirchgemeinde
Vertreter der ref. Kirchgemeinde
Kommissionsmitglied
Sachbearbeiterin:
Kathrin Asprion
Allgemeines
Zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte werden in diesem Bericht keine Namen genannt.
In der Sozialhilfe wird zwischen materieller bzw. wirtschaftlicher Hilfe (z.B. öffentliche Unterstützung)
einerseits und persönlicher Hilfe (Sozialberatung) andererseits unterschieden. Diese Trennung ist
bedeutsam, weil in Graubünden die öffentliche Unterstützung in der Zuständigkeit der Gemeinde liegt,
Sozialberatung aber Aufgabe des Kantons ist.
Gesuche um öffentliche Unterstützung gemäss Unterstützungsgesetz (BR 546.250) werden uns vom
Sozialdienst Samedan oder anderen Institutionen (z.B. Berufsbeistandschaft, Procap, usw.) zugestellt. Diese
werden dann von der Kommission behandelt. Die zu behandelnden Klienten werden den
Kommissionsmitgliedern zugeteilt
Rückerstattungspflicht:
Sozialhilfeleistungen werden aus Steuergeldern finanziert und sind grundsätzlich rückzahlbar. Artikel 11,
Absatz 2 des Kantonalen Unterstützungsgesetzes sieht vor:
Verbessern sich die Vermögens- oder Erwerbsverhältnisse des Unterstützten, so kann er zur Rückerstattung
der bezogenen Unterstützungshilfe ohne Zins verpflichtet werden. Die Rückerstattung soll nur soweit
erfolgen, als dadurch keine neue Bedürftigkeit entsteht.
Gemäss Absatz 5 des gleichen Artikels verjähren diese Rückerstattungsansprüche nicht.
Aufgrund der oben erwähnten rechtlichen Grundlage prüfen wir, ob die wirtschaftlichen Verhältnisse von
ehemaligen Sozialbezügern eine Rückzahlung zulassen. Im Jahr 2014 konnten so total CHF 53‘650.70
eingefordert werden. Diese Abklärungen werden regelmässig alle 2 Jahre vorgenommen.
61
Einkommensverwaltungen:
Die Sozialkommission betreut zurzeit 7 Personen in finanzieller Hinsicht. Zusätzlich bieten wir Hilfestellung
im Kontakt mit Ämtern, bei der Geltendmachung von Beiträgen verschiedenster Art, Schuldensanierung,
usw. In der Regel sind dies Personen, die ehemals Unterstützungsgelder bezogen haben. Die
Einkommensverwaltung soll ein erneutes Abrutschen in die Sozialhilfe verhindern.
Rechnungsergebnis
2012
2013
2014
Netto-Aufwand
171‘022.06
143‘816.30
42‘857.90
abz. Kantonsbeiträge
28‘985.75
64‘421.65
9‘098.70
abz. Beiträge andere Kantone
13‘958.10
_____________________________________________________________________________
Sozialaufwand
142‘036.31
79‘394.65
19‘801.10
=========================================================================
Der Netto-Aufwand für Sozialleistungen 2014 ist für unsere Gemeinde im Vergleich zum Vorjahr
wiederum gesunken, und zwar um CHF 100‘958.40. Dieser massive Rückgang ist vor allem auf
rückwirkende Zahlungen von IV-Renten zurück zu führen. Nach Berücksichtigung der Kantonsbeiträge
ist der totale Sozialaufwand im Vergleich zum Vorjahr um CHF 59‘593.55 gesunken.
Lastenausgleich
2012
2013
2014
Beitrag an den Kanton
266‘821 (65%)
291‘846 (79%)
286‘323 (94%)
Sozialaufwand Gemeinde
142‘036 (35%)
79‘395 (21%)
19‘801 ( 6%)
_________________________________________________________________________________
Total-Aufwand
408‘857
371‘241
306‘124
============================================================================
Der gemeindeeigene Sozialaufwand ist im Vergleich zum Jahr 2013 wiederum um beachtliche 75%
gesunken. Die Sozialausgaben im Kanton haben jedoch nur um rund 2% abgenommen. Deshalb ist
unser Beitrag an das Lastenausgleichsgesetz für die finanzschwachen Kantonsgemeinden von 79%
auf 94% angestiegen.
Subsidiäre Kostengutsprachen
ZUG, Art. 21 für den notfallmässigen Spitalaufenthalt
Aufgrund dieses Artikels ist die Gemeinde verpflichtet, subsidiäre Kostengutsprachen zu leisten. Im
2014 haben wir 23 entsprechende Gesuche für verunfallte Personen behandelt.
In diesem Jahr musste die Gemeinde in 1 Fall die Restkosten für den notfallmässigen Transport und
den Spital- oder Klinikaufenthalt im Totalbetrag von CHF 832.35 übernehmen.
62
Nettoaufwand nach Funktionen der Gemeinde St. Moritz
Sozialausgaben der Gemeinde St. Moritz
prozentual zum Gesamtaufwand
2014
0.6 %
2013
0.6 %
2014
2013
14
7
21**
15
6
21*
3
8
2
15
Allein erziehende Mütter/Väter
betroffene Kinder
2
2
4
6
Regelmässige Unterstützung ohne Erwerbstätigkeit
Unterstützung trotz Erwerbstätigkeit (working poor)
4
2
6
5
15
12
11
7
Fallstatistik in unserer Gemeinde
Reguläre Fälle
Übernahme Prämien, Selbstbehalte Krankenkasse und div. Kosten
Total Fälle
davon
in stationären Einrichtungen
langjährig unterstützte Personen
Fälle abgeschlossen
Fälle neu aufgenommen
* Schweizer
** Schweizer
90.5%
50.0%
andere Nationalitäten
andere Nationalitäten
9.5%
50.0%
Bemerkungen:
Die Zusammenarbeit mit der Sozialkommission, dem regionalen Sozialdienst in Samedan, der Berufsbeistandschaft und der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde sowie den betreuenden Ärzten verlief auch
dieses Jahr gut.
Dieses Jahr absolvierte Kathrin Asprion die Ausbildung zur Alimentenfachperson mit Erfolg. Als
Sachbearbeiterin setzt sie sich täglich kompetent, zuvorkommend und mit grossem Engagement für unsere
bedürftigen Einwohner /-innen ein.
Pfr. Widmer hat uns im März, wegen Wegzug aus dem Engadin, verlassen. Für die angenehme Zusammenarbeit bedankt sich die Kommission bei ihm. Im Januar 2015 wurde als Nachfolger Pfr. Jürgen Will vom
Gemeinderat bestätigt.
Nach 16-jähriger Tätigkeit verliess uns, als Vertreterin der Bürgergemeinde, Maja Eberhard. Auch ihr gebührt
ein grosses Dankeschön für das grosse Engagement. Ihr wohlwollender Einsatz für Klienten und Klientinnen
wurde stets sehr geschätzt. Wir wünschen ihr im Pensionsalter Gesundheit und viele schöne Begegnungen.
An ihrer Stelle wurde Andrea Mutschler vom Bürgerrat gewählt (Mai 2014) wie vom Gemeinderat (Januar
2015) bestätigt.
Alexander Blöchlinger wurde zum Vizepräsident er Sozialkommission ernannt.
63
Der Kanton GR verlangt von den Gemeinden bis im Jahre 2016 die Verlinkung des Kantonalen Sozialamtes
auf ihren Gemeinde-Homepages zu erstellen.
Anita Urfer, Gesundheits-, Sozial- und Erziehungsdepartement
2.2 Schule und Bildung
2.2.1 Gemeindeschule
Schulleitung
Mit der Einführung der Scoula Sportiva übernahm Andrea Vondrasek – unter anderem – die Schulleitung in
Champfèr und war – als Übergangslösung – nur noch zu 15% an der Gemeindeschule St. Moritz als
Schulleiter anwesend. Um den Aufgaben der Schulleitung ab 2014/2015 wieder gerecht zu werden, wurde im
vergangenen Schuljahr erfolgreich nach einem Nachfolger von Vondrasek in St. Moritz gesucht: Peter Gujer.
Schulsekretariat
Nach eigenen Aussagen von Barbara Schellenberg, brauchte es fast zwei Jahre, um in den Rhythmus der
Schule hineinzuwachsen. Inzwischen ist das Schulsekretariat eine gut funktionierende Anlaufstelle. Im
Schuljahr 2013/2014 mussten jeweils für den Bund, den Kanton und den regionalen Inspektor separate
Statistiken und Abrechnungen erfasst werden. Diese waren sehr zeitintensiv.
Schulrat
Die Schulräte pflegten den Kontakt zur Schule und den Lehrpersonen durch Unterrichtsbesuche und
Elternabenden. Nebst den „Alltagsgeschäften“ wie Klassenzuteilungen, Bewilligungen für Klassenwechsel, IF
oder Therapien, Urlaubsgesuchen und Lehrpersonenwahlen, die insgesamt viel Zeit in Anspruch nehmen,
befasste sich der Schulrat insbesondere mit:
 der Eruierung von Sparpotenzial
o Erhöhung Schulgeld Oblieger
o Kürzung Budgetposten
 KITA
o Ausarbeitung der Grundlagen für die öffentliche Ausschreibung
 Strategie Um- resp. Weiterbau
64
o Der Schulrat hat darauf aufmerksam gemacht, dass die bauliche und räumliche Infrastruktur
zu wünschen übrig lässt.
 Hausaufgabenkultur und Unterstützungslektionen
o Die Hausaufgaben-/Unterstützungslektionen wurden sehr gut besucht. Über 100
Schülerinnen und Schüler haben das Angebot entweder eins, zwei oder drei Mal besucht.
Sie werden im kommenden Schuljahr weiterhin, jedoch kostenpflichtig, angeboten.
 Regelung des Gebrauchs elektronischer Geräte
o Der Gebrauch von elektronischen Geräten (Smartphones etc.) hat zu Problemen an der
Gemeindeschule St. Moritz geführt. Der Schulrat hat mit grosser medialer Aufmerksamkeit
die Nutzung von Smartphones auf dem Schulareal während den Schulzeiten verboten. Die
Regelung trat am 26. Mai in Kraft. Das Echo seitens der Eltern und Lehrpersonen war
durchwegs sehr gut.
Schulbetrieb
Die traditionellen Schulanlässe wie Weihnachts- und Schlussfeier, Schülermeisterschaften, Lawinentag für
die 8. Klassen, Vorträge durch Fachleute für die 9.-Klässler (Schuldenfalle, Tourismus), Berufs-Infos und
Theateraufführungen konnten im normalen Rahmen durchgeführt werden. Auch wurden wieder Autoren für
Lesungen eingeladen.
 Neues Schulgesetz
o Grössere Änderungen hat es durch das neue Schulgesetz ergeben, das ab dem 1. August
2013 umgesetzt werden musste. Aufgrund der Einführung des neuen Schulgesetzes darf es
künftig keine separativ geführten Kleinklassen mehr geben. Daher werden
sonderpädagogische Massnahmen so weit wie möglich klassenzimmerintern, als integrierte
Förderung durchgeführt.
 Projektwochen
o Zum fünften Mal fanden die Projektwochen statt. Wieder konnten fast alle
SchülerInnen das Projekt ihrer ersten Wahl besuchen. Die SchülerInnen und Schüler
konnten aus 30 verschiedenen Angeboten auswählen.
 Bewegte Schule St. Moritz
o Die Gemeindeschule St. Moritz engagiert sich mit dem Ziel, Bewegung auch ausserhalb des
Sportunterrichts in den Schulalltag zu integrieren, um so ganzheitliche Bewegung zu fördern
und das Lernen zu erleichtern. Erfolgreich lernende, leistungsbereite Kinder und
Jugendliche, die mit Freude zur Schule gehen, sind das Ziel der „Bewegten Schule St.
Moritz“.
 Kognitive Fähigkeiten
o Der Ansatz gezielt die kognitiven Fähigkeiten in der ganzen Schule auf die gleiche Weise zu
fördern, hat bereits Früchte getragen. Im kantonalen Vergleich haben unsere Schülerinnen
und Schüler Fortschritte gemacht
 Integrative Förderung
o Das neue Schulgesetz, welches seit Schuljahr 2013/2014 greift, hat bekanntermassen die
Kleinklassen durch integrative Förderung abgelöst. Dies ist für alle Involvierten eine grosse
Umstellung.
65
 Intervention
o Die Situation in einer Klasse, bedingt durch rivalisierende Buben, erreichte im Herbst 2013
einen Punkt, indem die Klasse in den Hauptlektionen für ein Quartal in zwei Gruppen geteilt
wurde. Die Klasse konnte tatsächlich nach und nach wieder zusammenwachsen und die
Teilung aufgehoben werden.
Schulsozialarbeit
Karin Marxer hat das erste Jahr als Schulsozialarbeiterin absolviert. Ihre Arbeit ist wichtig und bewährt sich.
Begabtenförderung
Seit dem Schuljahr 2002/2003 existiert an der Gemeindeschule St. Moritz die Begabtengruppe für die
Begabtenförderung. Im Berichtsjahr 2013/2014 besuchten zehn Schülerinnen und Schüler die Fördergruppe.
Davon ein Kind aus Sils, eines aus Celerina und eines aus Pontresina.
DaZ (Deutsch als Zweitsprache)
Insgesamt 43 Schülerinnen und Schüler haben zwischen zwei und sechs Lektionen DaZ erhalten. Dies
vorallem in der Unterstufe und der ersten Mittelstufe. Auch im Kindergarten werden DaZ-Lektionen gehalten.
Dies um den kommenden Unterricht in der Unterstufe zu erleichtern.
Im Kindergarten besteht ein Ausländeranteil von 44.5 Prozent, was sich in der Sprachförderung stark
auswirkt.
Integrative Förderung
Das neue sonderpädagogische Angebot, das mit der Einführung des neuen Schulgesetzes die Kleinklassen
ablöste, ist integrativ ausgerichtet. Mit der integrativen Förderung anerkennt unsere Schule, dass
Schülerinnen und Schüler in einer Regelklasse sich hinsichtlich Entwicklungsstand, Lern- und
Leistungsfähigkeit, sozialer und sprachlicher Herkunft oder Verhalten unterscheiden.
Die Klassenlehrperson und eine speziell ausgebildete Förderlehrperson, der Schulischen Heilpädagogik
(SHP) begleiten die Schülerinnen und Schüler mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen auf ihrem
Lernweg. Die Lehrpersonen werden in ihrer Förder- und Integrationsarbeit unterstützt und erhalten die nötige
Fortbildung.
Lehrerfortbildung
Viele St. Moritzer LehrerInnen besuchen regelmässig schweizerische und Bündner Weiterbildungskurse. Die
Gemeindeschule hat im Schuljahr 2013/14 dreimal eigene Weiterbildungen in St. Moritz organisiert: „Schule
bewegt“, „Dybuster“ und „SchiWe-Kurs Team-Teaching“.
Personelles
Mehrere Lehrkräfte verliessen die Gemeindeschule St. Moritz per Ende Schuljahr:
 Ursula Elisa Brenn
Wegzug
 Caroline Brasser
Mutterschaft
 Annelies Parpan
Pensionierung nach 12 Jahren als Fachlehrerperson
Für langjährige Dienste an unserer Schule konnten geehrt werden:
 Corina Bormann
10 Jahre Kindergärtnerin
66
 Lucia Filli
35 Jahre Fachlehrperson
 Reto Matossi
25 Jahre Fachlehrperson/Schulleiter
 Silvia Schläpfer
35 Jahre Kindergärtnerin
 Sabina Wyss
25 Jahre Primarlehrperson
Ausserdem starteten Corina Denuder und Alexandra Demarmels ihre Ausbildung zur Schulischen
Heilpädagoginnen und Vito Ferrari sowie Enza di Napoli haben ihren Zertifikatslehrgang Italienisch (CAS)
Lehrbefähigung begonnen. Zudem haben Alexandra Demarmels, Katja Depeder, Cristina Semadeni, Seraina
Strähle und Albert Willy die Ausbildung zur Praxislehrperson in Angriff genommen.
Besonderes
Die Gemeindeschule St. Moritz bietet den OberstufenschülerInnen die Möglichkeit, sowohl die SIZ-Prüfung
(das Schweizerische Informatik Zertifikat) zu erwerben, wie auch das KET/PET (Cambridge English Exam)
zu erarbeiten.
Kindertagesstätte St. Moritz (Kita)
Durchschnittlich werden in der Kita während der Schulzeit 28 Kinder über Mittag und 12 Kinder am
Nachmittag betreut. Insgesamt nutzen rund 60 Familien das Angebot der Kita.
Im Schuljahr 2013/2014 wurde das Betreuungsangebot ausserdem ausgeweitet. Einerseits ist die Kita nun
an fünf Tagen die Woche geöffnet. Ausserdem bietet die Kita eine Ferienbetreuung an. Jeweils eine Woche
im Oktober und im März, sowie insgesamt vier Wochen in der Sommerzeit und während den ganzen
Weihnachtsferien ist die Kita von morgens bis abends für die Kinder geöffnet.
Scoula Sportiva
Die Scoula Sportiva wurde mit einer grossen Eröffnungsfeier am 14. September 2013 eingeweiht. Das erste
Schuljahr begann mit 14 Talenten. Alle besuchten die 1. oder 2. Sekundarklasse, welche zusammen geführt
wurden. Von den 14 Talenten ist ein Musiker dabei. Die Sportler betreiben folgende Disziplinen als
Hauptsportart: Ski Alpin, Langlauf, Snowboard-Freestyle, Geräteturnen, Eishockey und Eiskunstlauf.
Die drei Lehrpersonen: Nadia Crameri, Adriano Iseppi und Andrea Vondrasek unterrichteten alle auch noch
im Schulhaus Grevas. Adriano Iseppi ist 30% Sport-/ Musikkoordinator und Andrea Vondrasek 30%
Schulleiter.
Neben dem Schulbetrieb wurden zwei obligatorische Projektwochen in den Mai- und anfangs Sommerferien
durchgeführt. Dabei wurden Lektionen in den Bereichen Bildnerisches Gestalten sowie Werken nachgeholt.
Die Zusammenarbeit mit den Sport- /Musikpartnern ist sehr gut angelaufen. Das Sport-/Musikangebot sowie
das Engagement sind riesig.
Dank
Die Schulleitung dankt allen, die in irgendeiner Form zum guten Abschluss des vergangenen Schuljahres
beigetragen haben, vor allem:
 Allen Kindergärtnerinnen und Lehrpersonen für ihren unermüdlichen Einsatz, der auch die
SchülerInnen dazu anspornt, ihr Bestes zu geben.
 Den Hauswarten und der Sekretärin, deren Arbeit für die Schülerschaft und das Lehrpersonal
die nötigen guten Rahmenbedingungen schafft.
 Den Behörden, die uns mit ihrer Unterstützung in unserer Arbeit bestätigen, insbesondere dem
Schulrat.
Reto Matossi, Schulleiter
Peter Gujer
Andrea Vondrasek
67
2.2.2 Bibliothek St. Moritz
2.2.2.1 Dokumentationsbibliothek
Bestand
Auch im Berichtsjahr erhielten wir Geschenke von verschiedener Seite, welche die Sammlung der
Dokumentationsbibliothek ergänzen (Dokumente, Bilder, etc.).
Veranstalter und Institutionen in St. Moritz liefern uns regelmässig Prospekte Programme, Hauszeitungen
etc. Die langjährige Zusammenarbeit mit dem Kurverein, der für uns die touristischen Publikationen, Plakate
und Infomaterial zur Verfügung stellt, ist schwierig geworden. Oftmals erhalten wir die gewünschten Medien
nicht oder nur unvollständig. Gespräche mit den Verantwortlichen haben stattgefunden. Es drohen Lücken in
der Sammlung der Kurvereinspublikationen, die seit den Anfängen des Kurvereins (1894) gesammelt werden
zu entstehen, die nicht mehr gefüllt werden können.
Projekte
Bereits in den Vorjahren leistete die Dokumentationsbibliothek Mithilfe bei verschiedenen Projekten, die von
der Gemeinde lanciert oder unterstützt werden. Diese Leistungen werden seit 2014 explizit ausgewiesen und
in Rechnung gestellt.
 Olympia-Stelen:
Der Kurverein erarbeitete für die historischen Olympia-Standorte Informations-Stelen. Die
Dokumentationsbibliothek lieferte umfassende Bildrecherchen und -lieferungen, Textredaktion und korrekturen.
 Bebilderung Parkhaus Quadrellas:
In Vorbereitung auf die Ski-Weltmeisterschaft 2017 lieferte die Dokumentationsbibliothek Bildmaterial,
das die Fassade des Parkhauses an der Via Taunter Plazzas schmückt.
 Forum Paracelsus:
Für die Ausstellung im renovierten Forum Paracelsus übernahm die Dokumentation die Überarbeitung
sämtlicher Texte und der Hörstationen mit der Überwachung und Prüfung der Übersetzungen in zehn
Sprachen. Ebenso wurde eine Touchscreen-Präsentation mit Bildern und Filmen aus der
Dokumentationsbibliothek neu konzeptioniert. Die Eröffnung des Forum Paracelsus fand am 4. Juli statt.
 150 Jahre Wintertourismus:
Im Rahmen der Vorbereitungen und Veranstaltungen zum Jubiläum half die Dokumentationsbibliothek in
vielfältiger Weise mit.
 Bei der Entstehung des Buches „Schnee, Sonne und Stars“ von Michael Lütscher stand das
Team dem Autor mit Rat und Tat zur Seite bei den umfangreichen Recherchen in der
Dokumentationsbibliothek.
 An der Jubiläumsveranstaltung/City Race trat Corina Huber als Auskunftsperson auf der
Festbühne auf.
 Für die Jubiläums-Diashow von Geri Hofstetter lieferte die Dokumentation umfangreiches
historisches Bildmaterial.
 Grosse Teile des Jubiläumsfilms der Destination Engadin St. Moritz von Reto Lamm
stammen aus der Dokumentationsbibliothek.
Es zeigt sich in diesen Fällen besonders, wie wichtig die Dokumentationsbibliothek mit ihren gut
erschlossenen und zugänglichen Beständen für Projekte ist, welche die Vergangenheit des Ortes in neue
Zusammenhänge stellen.
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Bildlieferungen
Die Bilddatenbank der Dokumentationsbibliothek ist ein wichtiges Instrument für die Recherche von
Bildmaterial für wissenschaftliche Publikationen, Matura- und Lehrabschluss-Arbeiten, aber auch für
Journalisten zu unterschiedlichsten Themen und für Buchprojekte.
So lieferte die Dokumentationsbibliothek Informationen und Bilder für die Jubiläumsschrift der
Elektrizitätswerke St. Moritz, die Publikation „St. Moritz. Stadt im Dorf“ von Christoph Sauter und Cordula
Seger oder „St. Moritz einfach“ von Hans Peter Danuser. Für den Film von Beat Rauch „Wo der Winter
wärmt - 150 Jahre Ferien im Schnee“ für NZZ-Format trug die Dokumentation Bild- und Filmmaterial bei.
Im Zusammenhang mit den Veranstaltungen zum Jubiläum 150 Jahre Wintertourismus wurde die
Dokumentationsbibliothek mit Bildanfragen von Journalisten überrannt. Die erleichterte Verfügbarkeit von
Bildmaterial mit den Metadaten (Informationen zum Bild) über die Online-Bilddatenbank hat sich
herumgesprochen. Die zum Teil sehr kurzfristigen und meistens dringenden Anfragen verlangten von den
Mitarbeiterinnen viel Flexibilität.
„Amt für seltsame Fragen“
Auch dieses Jahr gelangten von verschiedenen Seiten, sei dies über die Gemeindekanzlei, die
Tourismusorganisationen oder anderen Interessensgruppen, Anfragen zu speziellen Themen (Personen,
historische Ereignisse, Ortsnamen, spezielle Gebäude etc.) an die Dokumentationsbibliothek. Manche
können leicht beantwortet werden, andere brauchen intensive Recherche oder müssen unbeantwortet
bleiben.
Konservatorisches
Compactus-Anlage
Zur Ergänzung der Compactus-Anlage wurden zusätzliche Regalböden und Schubladen angeschafft.
Die in Hängeregistermappen abgelegten eingescannten Fotografien wurden in säurefreie Einlagen
umgelagert und Pergamincouverts herausgenommen und durch säurefreie Papierumschläge ersetzt.
Fotobestand Max Wagner
Der Bestand an Fotografien aus dem Nachlass Max Wagner wurde gesichtet, nach der Bibliothekssystematik
sortiert und teilweise für die Bilddatenbank gescannt. Die Bilder ergänzen den Sammlungsbestand mit
Abbildungen aus den 60er Jahren. Diese Zeitperiode ist im Bestand der Dokumentationsbibliothek nur
schwach repräsentiert.
Umlagerung Plakatsammlung in KGSR
Die Plakate waren bisher in Planschränken im Compactus-Raum gelagert. Diese konnten nun unter Mithilfe
der Arbeiter des Bauamts in den Kulturgüter-Schutzraum auf dem gleichen Stock aufgestellt werden. Dabei
wurden die Bestände und der Zustand der Plakate kontrolliert.
Zur Beurteilung der Lagersituation wurde ein Gebäudetechniker beigezogen, der das Raumklima und die
Aussenwände beurteilte. Dabei wurde an der Hinterwand des Compactus-Raums, wo die Planschränke
gestanden haben, leichter Schimmelbefall festgestellt. Die befallenen Stellen wurden fachmännisch
behandelt.
Für den Zustand der Plakate wurde ein Papierrestaurator befragt, und mit ihm die nötigen Massnahmen für
die Einlagerung diskutiert. Die Plakate werden in säurefreien Plakatmappen gelagert und nach Grössen und
Drucktechniken separat versorgt werden, um Platz zu sparen. Viele Plakate waren zu einem früheren
Zeitpunkt mit Selbstklebestreifen versehen worden, um Risse zu flicken und bestossene Kanten zu sichern.
Diese Klebstreifen müssen entfernt werden, damit die Klebesubstanzen die Papiere nicht dauerhaft
69
schädigen. Die Kosten dafür übersteigen das Budget der Dokumentationsbibliothek um Weites, daher wurde
ein Gesuch um Finanzhilfe beim Bundesamt für Kultur, dem Amt für Kultur Graubünden und der Gemeinde
St. Moritz eingereicht.
Bilddatenbank SALSAH
Das Digital Humanities Lab der Universität Basel hat die Daten der Bilddatenbank auf das neue System
SALSAH übertragen. Die Korrektur von Übertragungsmängeln ist im Gange, die Aufschaltung aufs Internet
muss noch warten.
Die Digitalisierung der Fotos ist seit Herbst aus der Universität Basel ausgelagert an das Fachlabor Gubler.
Der Preis pro gescanntes Bild beträgt CHF 5.60. Die Abmachung betrifft die kommenden fünf Jahre.
Design Gallery
Die Sommerausstellung wurde am 20. Juni mit Aquarellen der St. Moritzer Künstlerin Mili Weber eröffnet. Die
Nachfrage für Reproduktionen war gross.
Die Winterausstellung entstand im Rahmen der Aktivitäten zum Jubiläum 150 Jahre Wintertourismus und
zeigte eine Auswahl von Plakaten, die verschiedene Sportarten und Gestaltungsperioden repräsentieren.
Kooperationen
4D Sites
Das Projekt CTI 4D Sites des Institute of Landscape Architecture der ETH, zu dem die
Dokumentationsbibliothek Bilder geliefert hat, ist abgeschlossen. An der Abschlussveranstaltung am 9.
Oktober wurden die Resultate präsentiert. Die Firma Leica Geosystems hat die gewonnenen Erkenntnisse
des 3D-Scanners in eine markttaugliche Neuentwicklung integriert. Die Resultate aus dem 4D-Teilprojekt
werden von einer Spin-Off Firma weiterverfolgt.
Audiovisuelle Medien
Der Regierungsauftrag der Bündner Regierung an die Kantonsbibliothek wurde erteilt. Die ersten Schritte zu
einer Audiovisuellen Plattform mit Filmdokumenten aus dem Kanton Graubünden wurden vom Projektleiter
Pascal Werner eingeleitet. Die Dokumentationsbibliothek lieferte umfangreiches Material als Grundstock für
die Plattform. Zahlreiche Filme und Videos wurden zum Digitalisieren gegeben.
Am Fachkolloquium des Vereins Memoriav am 27. November in Chur wurde das Projekt vorgestellt und
Corina Huber kommentierte Filmausschnitte aus der Dokumentationsbibliothek.
Engadin Leben
Die Reihe von Gesprächen mit Engadiner Persönlichkeiten in der Laudinella fanden erneut statt. Gäste im
Berichtsjahr waren Not Vital, Peter Märky, Claudio Caratsch und Esther Pfäffli-Porton.
Veranstaltungen/Öffentlichkeitsarbeit


Die Südbündner Bibliothekarinnen besuchten am 25. Juni an ihrer Jahrestagung die
Dokumentationsbibliothek. Sie erhielten einen Einblick in die Arbeiten und Leistungen der Bibliothek und
wurden auf einen historischen Dorfrundgang mitgenommen. Anschliessend besichtigten sie die
Ausstellung der Design Gallery. Abschluss war das Mittagessen in der Laudinella, gefolgt von einer
Führung durch das Hotel.
Am 4. Juli fand die Museumsnacht statt. In der Dokumentationsbibliothek fanden sich die Besucher am
Stammtisch zusammen und diskutierten über verschiedene Themen, angeregt durch Fotografien aus
70



dem Bestand. Mehr als 100 Teilnehmer fanden trotz regnerischen Wetters den Weg in die
Dokumentationsbibliothek.
Der Büchermarkt am 13. August fand wegen schlechtem Wetter in den Räumlichkeiten der Bibliothek
statt.
An den Kick-Offs der Destination Engadin-St. Moritz jeweils Anfang der Saison wurde zusammen mit
anderen Museen und Kulturorganisationen Informationsmaterial verteilt. Die Dokumentationsbibliothek
übernahm dabei auch das Verpacken der Prospekte und Infomaterialien.
Verschiedene Gruppen wurden durch die Dokumentationsbibliothek geführt, darunter die Dorfpolizisten
St. Moritz, Mitglieder der Jungen Wirtschaftkammer, Architekturstudenten und Reisejournalisten aus dem
Veneto. Die Seniorengruppe St. Moritz besuchte die Dokumentationsbibliothek zu einem
Nachmittagstreffen mit Kaffee und Kuchen.
Mitarbeiterinnen
Bea Giovanoli ging im Frühjahr in den wohlverdienten Ruhestand. Als neue Mitarbeiterin übernahm Brigitte
Hartwig ab April die Arbeiten am Bibliothekskatalog. Mit ihrer jahrelangen Erfahrung als Bibliotheksleiterin der
Leihbibliothek Samedan bringt sie ein grosses Fachwissen mit und der mit „Spezialfällen“ gespickten
Bibliothek neue Impulse.
Dora Filli besuchte erfolgreich den Grundkurs für Archivare des Verbandes Schweizerischer Archivare.
Die Mitarbeiterinnen der Leih- und der Dokumentationsbibliothek veranstalteten am 20. September einen
Team-Kulturausflug ins Bergell. Besucht wurden der Palazzo Salis in Bondo, die Fotoausstellung Garbald in
der Ciäsa Granda und die Galerie La Stala. Laura Rezzoli führte durch das Museo Culumbée in Samolaco,
das sie seit Jahren betreut.
Bibliothekskommission
Im Berichtsjahr fand eine Kommissionssitzung statt. Wir danken der Bibliothekskommission für die
Zusammenarbeit.
Besucher
Die Besucherzahlen 2014 sind im Vergleich zu den Vorjahren leicht gestiegen.
Die Online Bilddatenbank erleichtert den Zugang zu den Beständen der Dokumentationsbibliothek. Diese
Nutzer kommen in der Regel nicht in die Bibliothek, sondern senden ihre Bildanfragen per Mail oder per
Telefon. Die Nutzungsziffern der Homepage wurden nicht erfasst.
71
Corina Huber, Leiterin Dokumentationsbibliothek
2.2.2.2 Leihbibliotehk
Besucher
In den Bibliotheken in Graubünden ist 2014 generell ein Rückgang der Besucherzahlen um rund 10%
festzustellen. Dies trifft auch für die Bibliothek St. Moritz zu. Die Nutzung von digitalen Medien über onlineDienste ist eine starke Konkurrenz zur klassischen Leihbibliothek. Zudem haben die durch die Lage der
Feiertage vermehrten Schliesstage und die Schulferien im Mai einen starken Rückgang der Besucherzahlen
in diesem Zeitraum ergeben. Dieser ist grösser als in den Vorjahren.
Das Angebot der Bibliothek St. Moritz an die Besucher, die digitale Bibliothek dibiost zu nutzen, wurde von
wenigen Bibliothekskunden angefragt. Es steht jedem Nutzer mit einem gültigen Abonnement kostenlos zur
Verfügung.
Schulen
Die meisten Schulklassen kommen regelmässig in die Bibliothek und holen Bücher für die Lektüre in den
Klassen und für zuhause. Diese Schultermine werden ausserhalb der offiziellen Öffnungszeiten angesetzt,
damit die Klassen in Ruhe und mit der nötigen Unterstützung ihre Lektüre aussuchen können. Die Bibliothek
unterstützt dabei die Schüler und Lehrer in der Auswahl der Lektüre und hilft bei der Recherchen für Vorträge
und thematischen Suchen.
Neben diesem Angebot vermittelte die Bibliothek spezielle Veranstaltungen für Schüler:
3. Oktober:
Lesung der Autorin Alice Gabathuler für die Schüler der Oberstufe.
4. November:
Die ersten bis vierten Klassen lernten den Autoren Bruno Blume und seine
Geschichten kennen.
72
Die Lesungen fanden ausnahmsweise in der Aula des Schulhauses Grevas statt. Insgesamt nahmen rund
420 Schüler an den Autorenlesungen teil.
Veranstaltungen
Neben den seit Jahren im Programm geführten Veranstaltungen wie dem Thé Littéraire und dem
Büchermarkt, organisierte die Bibliothek weitere Anlässe:
Erzählnacht
Anlässlich der Schweizer Erzählnacht 2014 am 21. November wurden die Kindergärtner von St. Moritz, rund
80 Kinder, von der Erzählerin Justina Derungs in der Bibliothek empfangen. Ihre Geschichten der Krämerin
Celestina über Prinzessinnen, Drachen und Retter begeisterten die kleinen Zuhörer.
Bibliothekswoche
Während der Bündner Bibliothekswoche führte die Bibliothek St. Moritz in Zusammenarbeit mit der Biblioteca
Engiadinaisa Sils am Vormittag in Sils und am Abend in St. Moritz eine Büchervorstellung durch. Unter dem
Motto „Von diesem Buch schon gehört?“ stellten die Bibliothekarinnen neue Belletristik und Sachbücher vor.
Die St. Moritzer Sektion der PGI führte in der Bibliothek mehrere Veranstaltungen durch, unter anderem am
6. November den Vortrag von Chasper Pult zum Thema „Trilinguismo e varietà
culturale dei Grigioni“.
Kontakte/Vernetzung/Weiterbildung
Die Bibliothek St. Moritz ist bemüht, den Kontakt zu verwandten Institutionen und anderen Bibliotheken zu
pflegen. Die Mitarbeiterinnen bekommen die Gelegenheit, Präsentationen von Neuerscheinungen und
Vorträge zu verschiedenen Themen zu Weiterbildungszwecken zu nutzen.
In diesem Rahmen wurden folgende Veranstaltungen besucht:
18. Juni:
Ausflug Bibliothekarinnen Südbünden in der Dokumentationsbibliothek St. Moritz.
20. September
Kulturausflug der Bibliothekarinnen der Leih- und der Dokumentationsbibliothek ins
Bergell. Erste Station war der Palazzo Salis in Bondo, anschliessend führte Laura
Rezzoli durch das Museo Culumbée in Samolaco. Am Nachmittag wurde die
Ausstellung der Fotografien von Andrea Garbald in der Ciäsa Granda besucht. Den
Abschluss bildete ein Besuch im Kunst-Bistro La Stala in Coltura.
73
Kommission
Im Berichtsjahr fand eine Kommissionssitzung statt, an der der Jahresbericht, Personelles und das Budget
besprochen wurden.
Personelles
Im Berichtsjahr 2014 waren folgende Mitarbeiterinnen in der Leihbiblithek St. Moritz angestellt:
Silvia Bezzola
Leiterin
Gemma Clalüna
Stellvertreterin Leiterin
Dora Filli
Mitarbeiterin
Lia Keller
Bibliothekarin
Christine Nyffenegger
Mitarbeiterin
Dank
Ein grosses Dankeschön gilt der Gemeinde St. Moritz, die als Arbeitgeber und Trägerschaft die Bibliothek
grosszügig unterstützt und trägt. Ebenso gilt der Dank der Kommission für den Rückhalt und den fachlichen
Rat. Und nicht zuletzt danke ich den Mitarbeiterinnen für ihren überaus grossen Einsatz und ihr Engagement.
Sie sind das Aushängeschild der Bibliothek.
74
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
Jan.
1412
1739
1792
1918
1917
1852
1732
2143
1910
1736
1927
1690
1439
1441
1439
1342
1256
Feb.
1347
1808
1891
1739
1765
1043
1895
1963
1669
1770
1793
1705
1422
1354
1462
1268
1191
März
1527
1975
1935
1826
1819
1904
2260
2194
2125
1897
1803
1766
1581
1621
1470
1219
1280
April
1658
1734
1765
1718
2309
2208
1991
2095
1612
1686
2247
1717
1343
1238
1213
1285
1196
Mai
690
639
1078
1105
662
957
850
993
1175
848
601
718
741
775
689
832
519
Juni
1530
1471
1493
1591
1487
1689
1774
1671
1433
1375
1419
1552
1305
1121
1059
995
938
Juli
1496
1457
1665
1509
1870
1789
1726
1772
1427
1610
1590
1497
1240
1189
1152
1041
1129
Aug.
1415
1621
1778
1616
1602
1581
1778
1854
1711
1868
1465
1445
1226
1308
1145
1119
1201
Sept.
1569
1607
1573
1622
1771
1905
1769
1799
1517
1342
1794
1420
1361
1202
1132
1082
1162
Okt.
1406
1108
1300
1327
1702
1704
1463
1329
1536
1340
1666
1207
907
1036
1154
928
1034
Nov.
1636
1720
1646
2144
1777
1670
1819
1893
1806
1757
1640
1417
1291
1209
1240
1070
1169
Dez.
1443
1456
1659
1531
1600
1489
1917
1859
1528
1450
1460
1443
1250
1263
1177
1022
966
Total
17129
18335
19575 19646 20281 19791 20974 21565 19449 18679 19405 17577 15106 14757 14332 13203 13041
75
Ausleihe
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
Jan.
2184
3360
4285
3634
3901
4206
3529
4134
3915
3982
4402
3748
3600
3666
4149
4020
3593
Febr.
2062
3321
3814
3250
3631
2278
3841
4057
3624
3816
4722
4022
3898
3910
4683
4573
4181
März
2518
3717
4124
3869
3559
4142
4529
4577
4705
4386
4169
4103
3909
4089
3908
3835
3383
April
2879
3904
3667
3746
4377
4670
4155
4964
3722
4215
5646
3800
3354
3735
4895
4344
3821
Mai
1369
1586
2687
2489
2400
2363
2178
2265
3041
2537
1612
1987
2744
3166
2570
3036
1790
Juni
2745
2927
2958
2736
3055
3218
4134
3503
3066
3653
2811
3416
3220
3341
3654
2554
2495
Juli
2691
3033
3420
3224
3753
3655
3671
3799
3164
3862
3256
3464
2663
3401
3250
2566
2827
Aug.
2372
2953
3305
3062
3177
3086
3402
3575
3540
3785
2830
2852
2686
3334
3052
2791
2439
Sept.
3039
3126
2931
3274
3905
3883
3911
3718
3390
3386
3887
3059
3604
3514
3087
3127
3182
Okt.
2692
2807
3002
3505
3884
3649
3563
2999
3897
3558
3662
2967
2578
3300
3347
2875
2756
Nov.
3378
3560
3336
3687
3814
3497
4314
4184
4186
4158
3448
3185
3152
3842
3809
3129
2769
Dez.
2759
3427
3091
2753
3193
3209
3944
3897
3752
4378
3404
3788
3318
3571
3438
2979
2961
Total
30688
37721
40620
39229
42649
41856
45171
45672
44002
45716
43849
40391
38726
42869
43842
39829
36197
76
Silvia Bezzola, Leiterin Leihbibliothek
3 Departement Verkehrswesen, Transportbetriebe, Feuerwehr,
Zivilschutz
3.1 Verkehrswesen
3.1.1 Autobuskommission
Bericht bis heute nicht erhalten
Cristiano Luminati, Autobuskommission
3.2 Feuerwehr
Kommission
Die Feuerwehrkommission unter der Leitung von Gemeindevorstand Christiano Luminati hat sich zu zwei
Sitzungen getroffen um die anstehenden Geschäfte zu beraten und zu Handen des Gemeindevorstandes
vorzubereiten.
Behandelte Themen:
Ausschreibung von zwei Feuerwehrfahrzeugen für die Strassenrettung
Budgetberatungen 2015
Einsätze
Statistik: 42 Einsätze mit total 715 Mannstunden
77
Diese Einsätze gliedern sich in:
78
Einsatzbilder 2014
79
Ziele im 2014
Eingliederung der Feuerwehr Celerina in den Feuerwehr Stützpunkt St.Moritz
Ausschreibung von 2 neuen Strassenrettungsfahrzeugen
100% Beteiligung an den Weiterbildungstagen
10-jahres Revision Hubretter
Integration der Jugendfeuerwehr Celerina
Materialbeschaffungen
Umrüsten des Ersteinsatzelementes auf Dräger Helme
1 zusätzliche Wärmebildkamera
Ergänzungsausrüstungen für die Feuerwehrleute
Zusatzausrüstung für die Jugendfeuerwehr
Personelles
Wir hatten 23 Austritte zu verzeichnen, demgegenüber hatten wir 13 Eintritte in die Feuerwehr. Der
Mannschaftsbestand per 1.1.2015 beträgt 107 Angehörige der Feuerwehr (AdF) => der Sollbestand ist auf
90 AdF festgesetzt.
Basis Kursbesuche bei der GVG
11 AdF haben den Basis 1 Kurs absolviert
10 AdF haben den Basis 2 Kurs absolviert
Je 1 AdF hat den Basis Öl-Chemiewehr, den Maschinistenkurs und den Hubretterkurs absolviert
Dienstjahre
10 Jahre:
15 Jahre:
20 Jahre:
25 Jahre:
30 Jahre:
Corado Conti
Adriano Bongianni, Patric Maissen
Keine
Keine
Keine
Austritte nach Erreichung der Alterslimite
Linard Thom mit 13 Dienstjahren
Beförderungen
Zum Korporal: Michael Häfliger
Zum Leutnant: Keine
Zum Oberleutnant: Daniel Büchi, Oli Vuilliomenet
80
3.3 Zivilschutz
Alarmierung der Bevölkerung
Am 5. Februar erfolgte der jährliche Test der Zivilschutzsirenen Rathaus, Chesa Granda und Champfèr. Alle
3 Sirenen wurden mittels Fernauslösung durch die Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei von Chur aus
ausgelöst. Unsere Sirenen haben dabei einwandfrei funktioniert.
Wiederholungskurse (WK)
Vom 27. Februar bis 2. März 2014 (Frauenlauf) standen 26 AdZS und vom 07. bis 10.März 2014 (Hauptlauf)
25 AdZS für den Engadin Skimarathon im Einsatz. Wie bereits in den Vorjahren wurde der ESM Hauptlauf
durch eine Einheit des Zivilschutzes Nidwalden mit 15 AdZS unterstützt.
Der jährliche Wiederholungskurs der ZS Kompanie Maloja fand zwischen dem 30.Juni und 4.Juli mit 91
Schutzdienstpflichtigen statt. Als WK Standort diente die Gemeinde St.Moritz. Schwerpunkte waren die
Betreuung durch Schutzdienstpflichtige im Alters- und Pflegeheim Promulins in Samedan, die Aus- und
Weiterbildung im Bereich Polycom, die Unterstützung durch Pioniere bei Arbeiten zu Gunsten der
Gemeinschaft und die Wartung des Zivilschutz- materials und der Zivilschutzanlagen.
Langlaufbrücken San Gian St.Moritz
Grillstelle Bever
Wanderweg Maloja
81
Abbruch Skiliftstation Rominger auf Salastrains
Zaun Fohlenweide St.Moritz
Der Wiederholungskurs, sowie alle Anlässe zu Gunsten der Gemeinschaft konnte ohne Zwischenfälle und
zur Zufriedenheit der Veranstalter durchgeführt werden.
(AdZS = Angehörige des Zivilschutzes)
Zivilschutzanlagen
Im Jahre 2014 erfolgte ein Um- und Einbau der Telematik im Kommandoposten (KP) Salet statt. Diese
Arbeiten wurden durch private Firmen im Auftrag des BABS durchgeführt. Die Telefonanlage wurde ersetzt,
die Anlage mit Natel Empfang und Internet ausgerüstet. Die Umbaukosten wurden vom Bund getragen.
Während dem Engadin Skimarathon waren die im Einsatz gestandene Kompanie aus Nidwalden und die
Zivilschutzpolizei in der Chesa Granda untergebracht.
Im KP Salet fand im Juni eine Periodische Anlagekontrolle durch das Bundesamt für Bevölkerung und Sport
statt. Der daraus resultierende Bericht ist sehr positiv ausgefallen.
82
Die Anlagewartung in der BSA Chesa Granda und KP Salet erfolgte nach Vorgaben des Amtes für Militär
und Zivilschutz, dies beinhaltet monatliche Kontrollgänge, Betriebs-kontrollen und eine Jährliche
Anlagewartung welche im Rahmen des WK der Zivilschutzkompanie Maloja stattfand.
Fredy Zarucchi, Kommandant ZS Kompanie Maloja
4 Kultur
4.1 St. Moritz Kultur
Kulturanlässe bieten Begegnungsmöglichkeiten für Menschen aller Altersstufen und sozialer Herkunft. Dies
ist im Zeitalter des Internets mit ausschliesslich indirekten Kontakten eine gesellschaftlich bedeutende
Plattform für Austausch und Reflexion. Nicht zuletzt ist Kultur immer auch ein Spiegel der Gesellschaft,
welcher Diskussionen und Erkenntnisse fördert über das Zusammenleben, - über das Menschsein.
Mit der Unterstützung von beiden Aspekten kultureller Anlässe (Wertschöpfung / Marketing und
Kulturförderung), trägt St. Moritz Cultur zum kulturell geprägten Image des Ortes bei.
Das Budget von St. Moritz Cultur finanziert jährlich ca. 150 Kulturanlässe in St. Moritz. Davon trägt die
Gemeinde den Hauptteil des Kulturbudgets. Somit wird eine breite Palette an Kulturveranstaltungen für
Einheimische und Gäste geboten und das einheimische Kulturschaffen wird gefördert.
Festivals und Grossanlässe (Festival da Jazz, BSI Engadin Festival, Laudinella Festival, Opera St .Moritz)
generieren direkte Wertschöpfung über Logiernächte und Aufträge in St. Moritz und tragen so zum
überregionalen Marketing der Gemeinde bei. Neu ins Budget von St. Moritz Cultur kam 2014 der Kunstevent
St. Moritz Art Masters dazu.
Diese Grossanlässe werden ergänzt durch viele verschiedene kleinere Kulturanlässe, sowohl in Musik,
Literatur, Gastronomie, Ausstellungen und der Gesprächsreihe Das Engadin leben, bei der Einheimische aus
ihrem Alltag in diesem Hochtal erzählen.
Das vergangene Kulturjahr 2014 wurde bereichert mit dem Origen Festival Der König im Schnee, ein
faszinierendes Musiktheaterstück im Freien bei Minustemperaturen. Auch alte Engadiner Bräuche, wie
Schlitteda, Chalandamarz oder Hubertusfeier wurden intensiv durch Beiträge gepflegt.
Das St. Moritz Cultur Programm, das monatlich erscheint und gratis in die Haushaltungen geliefert wird,
erfreut immer wieder mit einem abwechslungsreichen Programm. Passend zur Jahreszeit oder zu einzelnen
Veranstaltungen wird dieser Kulturflyer jeweils mit einem ansprechenden Titelfoto präsentiert.
Marie-Therese-Gammeter, Kommission St. Moritz Cultur
5 Sport-Departement
5.1 Sport
5.1.1 Schneeportkommission
Im Jahr 2014 fand eine (1) Sitzung der Schneeportkommission statt. Beschwerden und Reklamationen zu
den Betrieben der Skischulen bzw. deren LehrerInnen mussten keine entgegengenommen werden oder
wurden mit den betroffenen Schneesportschulen direkt besprochen und geklärt. Die Zusammenarbeit
zwischen den örtlichen offiziellen Schneesportschulen und den Lehrern des Privatskilehrer-Vereins erfolgte
auch im vergangenen Winter zufriedenstellend und problemlos.
83
Erneut wurde die Wintersaison 2013/14 mit dem St. Moritz City Race unter mitwirken der beiden
Schneesportschulen Suvretta und St. Moritz eröffnet. Die erneut gewählte Streckenführung mit Ziel auf dem
Schulhaus-Platz und Start bei der Chantarella Bahn erwies sich als gut, für die Zukunft sind jedoch weitere
Verbesserungen vor allem auch im Rahmenprogramm anzustreben.
Die Wintersaison 2013/14 startete bei gutem Wetter und mit guten Schneeverhältnissen, welches sich auf
einen sehr erfolgreichen Dezember und auch Januar auswirkte. Ab Ende Januar setzte starker Schneefall
mit vermehrt misslichen Wetterbedingungen ein, so dass vor allem im Februar die Frequenzen leider einbussen erlitten. Zum Glück kehrte das gute Wetter im Monat März zurück, so dass eine mehrheitlich
erfolgreiche Wintersaison in den Annalen registriert werden konnte.
Wiederum wurden die wöchentlichen Kinder-Ski-Rennen der Schneesportschule St. Moritz in
Zusammenarbeit mit St. Moritz Sport und Events (St. Moritz Touris-mus/Race Department) durchgeführt.
Diese Kooperation hat sich erneut bewährt.
Die „blaue“ Piste von Corviglia nach Salastrains bleibt ein echtes Anliegen der Schneesportschulen und
vieler Gäste. Mit Schreiben vom 29. September 2014 wurde der Gemeinde St. Moritz dieses Anliegen
mitgeteilt. Der Umweg ab Aus-fahrt FIS-Weg in Richtung Muntanella zurück zum grossen Loch sollte nach
Möglichkeit unbedingt in Planung und Umsetzung genommen werden. Speziell auch im Hinblick auf die
„neuen“ Gäste aus dem Fernen Osten mit vielen Anfängern ist dieses Angebot ein Muss. Auch muss die
Talabfahrt ins Dorf in der Planung der Gemeinde St. Moritz berücksichtigt bleiben!
Die Verlängerung der Signal-Bahn auf Alp Giop war ebenfalls ein Thema. Vor allem von der Skischule
St. Moritz mit dem idealen Skischul-Gelände Salastrains kann diese Verlängerung nicht unterstützt werden,
sofern nicht eine Verbindung mit einer Zubringer-Bahn (Sesselbahn) ebenfalls in Planung genommen wird.
Auch ist diese Zubringer-Bahn für die Ski WM 2017 (Aufstiegshilfe Slalom) ein echtes Bedürfnis.
Für die hervorragende Präparation der gesamten Skiregion möchte ich auch im Namen der
Schneesportschulen allen Verantwortlichen und Mitarbeitern der Bergbahnen sehr herzlich danken. Danken
möchte ich auch der Gemeinde und der Tourismuskommission St. Moritz sowie der Tourismusorganisation
Engadin St. Moritz für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung.
Martin Berthod, Direktor Sport & Events
6 Tourismus
6.1 Abteilung Tourismus
Am 1. Januar 2014 wurde die letzte Abteilung des ehemaligen und nun bald 150-jährigen Kur- und
Verkehrsverein St. Moritz, das Ressort Sport und Events, in die Gemeinde St. Moritz eingegliedert. Die
Tourismuskommission der Gemeinde St. Moritz hat gemäss Organisationsreglement die Aufgabe zur
Führung des Departementes Tourismus übernommen und an 16. Sitzungen die vielseitigen Geschäfte,
Gesuche und Anträge behandelt.
Die Tourismuskommission der Gemeinde St. Moritz konstituierte sich für das Jahr 2014 wie folgt:
Sigi Asprion, Vorsitz und Präsident
84
Hansruedi Schaffner, Vertreter der Gemeinde St. Moritz
Sandro Bernasconi, Vertreter Hotellerie
Yves Gardiol, Vertreter Hotellerie
Vic Jacob, Vertreter Hotellerie
Richard Dillier, Vertreter HGV
Andrea Biffi, Vertreter HGV
Die Tourismuskommission der Gemeinde St. Moritz blickt auf ein sehr intensives Jahr zurück. Die Integration
der Abteilung Sport und Events, Qualitätsmanagement und Pflege der Marke St. Moritz, Aufgabenverteilung
und Verantwortlichkeiten, Eröffnung Ovaverva und Forum Paracelsus, Vorbereitung der 150 Jahre Winter
Tourismus Aktivitäten, Diskussionen zur Priorisierung der Infrastrukturen, Verabschiedung von Gesuchen zur
Durchführung resp. Finanzierung von Events, Massnahmen zur Verbesserung der Kapazitäts-Auslastung
und Verlängerung der Saisonzeiten, Reorganisation Polo World Cup, Partnerschaft Hakone in Japan, Enjoy
St. Moritz TV, 4*CSI im Sommer in St. Moritz, u.v.a.
Vor allem die Finanzen werden die Tourismuskommission St. Moritz in Zukunft verstärkt beschäftigen,
werden die Gesuche um Beiträge nicht weniger, die zur Verfügung stehenden Mittel aufgrund der vorgesehenen und notwendigen Budgetmassnahmen der Gemeinde sicher nicht höher. Für das Jahr 2014 und
auch 2015 konnte noch mit den in Aussicht gestellten Beiträgen an Events und Veranstaltungen gerechnet
werden, für 2016 sind gemäss Gemeinderatsbeschluss die Ausgaben um ca. 20 % zu reduzieren, welches
sich unweigerlich auf die Beiträge zugunsten der Veranstalter auswirken wird. Wir alle werden gefordert sein,
damit das vielseitige und weltbekannte St. Moritzer Angebot in Zukunft auch mit weniger öffentlichen Mittel
erhalten bleiben kann. Die Balance-Scorecard wird zur Beurteilung wiederum beigezogen.
Die Wintersaison 2013/14 startete bei gutem Wetter und mit besten Schneeverhältnissen, welches sich auf
einen sehr erfolgreichen Dezember und auch Januar auswirkte. Ab Mitte/Ende Januar setzte starker
Schneefall mit vermehrt misslichen Wetterbedingungen ein, so dass vor allem im Februar die Frequenzen
leider Einbussen erlitten. Zum Glück kehrte das gute Wetter im Monat März zurück, so dass eine mehrheitlich erfolgreiche Wintersaison in den Annalen registriert werden konnte. Das Wetter spielte jedoch auch
im Sommer nicht immer mit und unbeständige klimatische Verhältnisse begleiteten die Events übers Jahr.
Trotz allem konnte die Mehrheit der Veranstaltungen zur vollsten Zufriedenheit der Teilnehmer und
Zuschauer über die Bühne gehen.
Aufgaben der Abteilung Sport und Events
Die Aufgaben von St. Moritz Tourismus bzw. dessen Abteilung Sport und Events sind im
Organisationsreglement der Gemeinde festgehalten.
St. Moritz Sport und Events hat neben den täglichen administrativen Arbeiten, Aufgaben, Projekten, etc.
folgende Events begleitet bzw. organisiert:
06.01. – 12.01. Bob: Welt Cup Bob und Skeleton Damen und Herren
12.01. – 19.01. Springreiten: 56. Concours Hippique auf Schnee 2014
13.01. – 22.01. Bridge: Internationales Bridge Turnier St. Moritz
15.01. – 18.01. Automobile/Oldtimer-Meeting: 11. Winter Raid – White Star of St. Moritz
18.01. – 19.01. Curling: 114. Jackson Cup / Steffani Kanne
19.01.
FIS World Snow Day St. Moritz, Salastrains
27.01. – 31.01. St. Moritz Gourmet Festival: 19. St. Moritz Gourmet Festival 2014
29.01. – 02.02. Ski Alpin: Audi FIS Alpine Ski World Cup, Herren, Abfahrt & Riesenslalom
30.01. - 02.02. Polo: 30. St. Moritz Polo World Cup on Snow
85
03.02. – 06.02. Ski Alpin: IPC World Cu, Riesenslalom/Slalom Damen und Herren Behinderte
09./16../23.02. Pferderennen: White Turf St. Moritz – International Horse Races since 1907
13.02. – 16.02. Cricket on Ice: 26. St. Moritz Cricket on Ice, St. Moritzersee
15.02.
Cresta Run: Grand National and Billy Fiske Trophy
07.03.
Nachtsprint im Rahmen des Engadin Skimarathons
09.03.
Ski Nordisch: 46. Engadin Skimarathon
Zusätzlich zu den üblichen Welt – und Europa Cup Rennen wurden im vergangenen Winter kurzfristig ein
abgesagtes Herren Welt Cup Rennen von Garmisch Partenkirchen übernommen, welches leider unter sehr
schlechten Wetterbedingungen gelitten hat. Die Abfahrt vom ehemaligen WM-Start 2003 konnte leider nicht
durchgeführt werden, der Riesenslalom wurde von den besten Athleten der Saison dominiert, aber die Verhältnisse waren sehr anspruchsvoll. Weiter fanden über 70 Skirennen für Firmen, Vereine und Schulen
durchgeführt, die Rennen für die Gast-Schulen zur Förderung des Skisportes mehrheitlich kostenlos.
13.06. – 15.06. Wurftaubenschiessen: 49. Internationaler Goldener Sonnenpreis von St. Moritz
20.06. – 22.06. Automobil: Sportcars St. Moritz 2014
21.06.
Seifenkistenrennen Engadin-Derby: St. Moritz – Celerina
20.06. – 22.06. Automobil: Best of the Alps Rallye 2014
27.06. – 29.06. Automobil: 3rd Charity Car Classic
28.06. – 12.07. 15. Opera St. Moritz: Rossinis “La Gazzetta”
04.07. – 06.07. Automobil: 33. Internationales Lotus-Seven-Meeting
07.07. – 11.07. Golf: 44th Engadin Gold Cup Golf Week
10.07. – 10.08. Konzerte: Festival da Jazz St. Moritz 2014
11.07. – 13.07. Automobil: 21. British Classic Car Meeting
18.07. – 20.07. Golf: Swiss Hickory Championship Days St. Moritz Engadin
18.07. – 20.07. Triathlon: St. Moritz „Top oft he World“ Triathlon by Nicola Spirig
26.07. – 27.07. Polo: St.Moritz Sommer Polo Turnier
28.07. – 29.07. Musik & Kulinarik: 4. La Tavolata - St. Moritz bittet zu Tisch / Fussgängerzone
01.08. – 03.08. Reitsport: 19. St. Moritz Sommer Concours Hippique
02.08. – 15.08. Konzerte: 74. BSI Engadin Festival
17.08.
Laufsport: 37. Engadiner Sommerlauf (Sils – Samedan 26 km)
22.08. – 24.08. Automobil: 3. Rallye Passione Engadina
22.08. – 31.08. Kunst & Musik: 7. St. Moritz Art Masters
15.09. – 22.09. Kultur: 12. Internationales Kulturfestival RESONANZEN
Zusätzlich haben noch an die 100 Konzerte im 105 Jahr des Salonorchesters St. Moritz, mehrere Dorfmärkte
und Dorffeste (Dorf und Bad) sowie Segelregatten auf dem St. Moritzer- und Silvaplanersee stattgefunden.
05.12. – 06.12. St. Moritz City Race: Eröffnung 150 Jahre Wintertourismus
und Konzert von Xavier Naidoo
Dorfverein St. Moritz
Ein wichtiges Element im St. Moritzer Angebot bildet die Fussgänger-Zone im Dorf. Der Dorfverein St. Moritz
hat die Herausforderung zur Erhöhung der Attraktivität und Wiederbelebung der Fussgänger-Zone St. Moritz
Dorf angenommen und verschiedene Projekte bearbeitet und auch bereits umgesetzt wie Tavolata,
Winterbeleuchtung und Dekoration, Weihnachtsmarkt, Sommermärkte, etc. Eine weitere Verstärkung der
Fussgängerzone ist anzugehen und umzusetzen, wobei aber vor allem durch die hohen Mieten der einzelnen
Lokale keine zusätzlichen gästefreundlichen Geschäfte/Angebote zu erwarten sind. Ideen sind daher gefragt.
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150 Jahre Wintertourismus
Das Programm zu 150 Jahre Wintertourismus wurde im Laufe des Jahres im Detail ausgearbeitet und die
Vorkehrungen in die Wege geleitet. Nach verschiedenen Presse- und Medien-Anlässen in London, Zürich
und St. Moritz im Laufe des Herbstes wurde am ersten Dezember-Wochenende mit dem St. Moritz City
Race, einem Open Air Konzert von Xavier Naidoo und einer Willy Bogner Jubiläumsshow das 150 Jahre
Jubiläum eröffnet. Eine Vielzahl von attraktiven Anlässen und Angeboten werden den Jubiläumswinter
bereichern und die Marke St. Moritz stärken.
Infrastrukturen und Anlagen
Projekt Um- resp. Neubau Olympia-Schanze
Nach mehreren Jahren von Abklärungen und Planungen konnte eine Umsetzung des Schanzenprojektes in
Angriff genommen werden, nachdem die Bevölkerung von St. Moritz einem Kredit von 11 Mio Franken mit
grossem Mehr zugestimmt hat. Die ersten Arbeiten in der Planung des Turmes und der Umsetzung der
Sprung-Infrastruktur wurden in Auftrag gegeben und die Bauführung bzw. Ueberwachung der Planung an
das Bauamt übertragen.
Eine Eröffnung der Anlage war auf Dezember 2016 angesagt, ob diese Planung realistisch ist, wird sich im
Laufe der Bauplanung zeigen. Im Sommer wurde mit der Sanierung der Altlasten inkl. Bleibelastung
begonnen, die Arbeiten sollten im Frühjahr 2015 abgeschlossen werden können. Der Sprungbetrieb auf den
kleinen Schanzen wurde aufrechterhalten, damit vor allem auch der einheimische Nachwuchs sowie die
Schulen den Skisprungsport ausüben können.
Curling
Nachdem im Sommer 2013 die Verhandlungen mit dem Kulm Hotel über eine Weiterführung des Curling
Betriebes im Kulm Park wieder aufgenommen wurden, wurde auch beschlossen, für die Anlage eine
Eismaschine anzuschaffen. Hierzu war auch die Installation einer Garage notwendig. Gerade noch rechtzeitig
auf den Beginn der Winter-Saison konnten die Arbeiten abgeschlossen und die Maschine in Betrieb
genommen werden. Dank dieser Eisaufbereitungsmaschine war es dem Eismeister (der zweite Mann fiel
infolge Verletzung aus) möglich, das Eis trotz misslichen Wetterbedingungen und personellen Engpässen die
ganze Saison über zur vollsten Zufriedenheit der Curling Spieler bereitzustellen. Die Mehrheit der geplanten
Turniere sowie zahlreichen Unterrichtsstunden an Gäste und Einheimische konnten termingerecht und mit
Erfolg durchgeführt werden.
Die Garage als Unterstand für die Eismaschine wurde nur als Fahrnisbaute bewilligt und hätte im Frühjahr
2014 wieder abgebaut und im Herbst erneut aufgebaut werden müssen. In Absprache mit der Baubehörde der
Gemeinde St. Moritz und der Grundeigentümer konnte die Bewilligung um 1 Jahr verlängert werden.
Zuhanden des Vorstandes der Gemeinde St. Moritz wurde die Situation für den künftigen Curlingbetrieb
festgehalten und darauf hingewiesen, dass längerfristig eine definitive Lösung gesucht werden muss. Es ist
auch zu überlegen, ob die Anlage mit einer künstlichen Eisaufbereitung ausgebaut werden sollte, da vor allem
auch die umliegenden Gemeinden bereits über ein solches Angebot verfügen.
Die Anlage im Kulm Park weiss Gäste und Einheimische zu begeistern, denn der Ort ist ideal gelegen. Die
Bedürfnisse der Curler sind jedoch in den vergangenen Jahren gestiegen resp. eine Eisaufbereitung mit
gekühlter Unterlage bildet heute die Norm. Wenn St. Moritz dies nicht bieten kann, wandern die Curler ab und
eine Weiterführung des Betriebes macht wenig Sinn, ist auch der Aufwand gegenüber dem Nutzen viel zu
gross. Deshalb ist eine langfristige Strategie notwendig.
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Pferdesport
Die Reithalle in St. Moritz Bad musste aus Sicherheitsgründen (Tragkraft des Daches) geschlossen werden.
Der vorgesehene Bau von Pferdeboxen zwischen Eisarena und Reithalle wurde fallen gelassen und die
Gemeinde hat entschieden, die Stallungen Surpunt zu sanieren, nachdem der Baurechtsvertrag der
Pferdesportgenossenschaft St. Moritz abgelaufen und das Gebäude in den Besitz der Gemeinde St. Moritz
übergegangen ist.
Ein Entscheid über die Zukunft der Reithalle St. Moritz steht noch aus, jedoch ist zu erwarten, dass diese
nicht mehr für den Reitsport zur Verfügung stehen wird. Eine Planung der Reithalle in Champfèr wäre daher
sehr wichtig, gehört der Pferdesport sowohl im Sommer als auch vor allem im Winter zu den wichtigsten
Angeboten von St. Moritz. In absehbarer Zeit wird auch das Feuerwehrdepot Islas gebaut, so dass vor allem
während der Bauzeit aber auch in den Folgejahren weniger Platz für Pferdeboxen und Infrastruktur für den
Pferdesportplatz Pro San Gian zur Verfügung stehen wird. Auch hier gilt es ein langfristiges Konzept für die
Benützung des Platzes und die Durchführung von Events auszuarbeiten.
Maschinelle Beschneiung zur Herstellung von Winter-Infrastrukturen
Neben der Beschneiung der Alpinen Skipisten haben die Schnee-Anlagen der Gemeinden St. Moritz und
Celerina erneut dazu beigetragen, dass auch die beiden Eis-Kanäle des Olympia Bob Runs und des Cresta
Runs sowie die Loipen und Natureisfelder rechtzeitig und termingemäss auf die Saison eröffnet werden
konnten.
Der Bau all dieser Anlagen ist ohne maschinelle Beschneiung kaum mehr machbar resp. umsetzbar. Vor
allem auch im Hinblick auf den Bau der Schanze ist eine neue Wasserleitung sowie elektrische Basis für die
Beschneiung im Gebiet Camping/Olympiaschanze dringend notwendig. Mit der geplanten Ringleitung soll
auch das bereits bewilligte Projekt für die Beschneiung der Loipen (Nachtloipe) umgesetzt werden. Diese
Anlage ist für den Schneesport in St. Moritz in Zukunft von grosser Bedeutung, wird eine Eröffnung des
Angebotes auf den Beginn der Wintersaison von den Gästen und Besuchern vorausgesetzt.
Im Hinblick auf die FIS Alpine Skiweltmeisterschaft 2017 wird auch die Beschneiung im Skigebiet ausgebaut
und vor allem mit dem neuen Speichersee am Lej Alv steht in Zukunft genügend Wasser für eine
umfassende Beschneiung zur Verfügung, welches sich auch sehr positiv auf die Stromkosten durch eine
Minimierung der Pumpvorkehrungen auswirken wird. Dies ist vor allem auch für die geplanten Welt Cup
Rennen nach den Weltmeisterschaften jeweils im Monat Dezember wichtig.
Corviglia Tennis Center St. Moritz
Der Betrieb des Corviglia Tennis Center wurde von der St. Moritz Bäder AG übernommen und die neue
Eigentümerin hat bereits verschiedene Investitionen im Bereiche Fassade, Beleuchtung, Garderoben und
Duschen, Restaurant getätigt. Weitere Umbauarbeiten und Erneuerungen sind vorgesehen. Dieses
Schlechtwetterangebot ist für St. Moritz von grosser Bedeutung, obschon der Tennis- und Squashsport eher
stagniert.
Höhentrainings-Zentrum
St. Moritz ist ein offizielles Trainingszentrum von Swiss Olympic und besitzt das Label "Swiss Olympic
Training Base Gold". Mit 1856 m ü. M. liegt St. Moritz innerhalb der idealen Trainingshöhe. St. Moritz stellt
Swiss Olympics jährlich 1000 Logiernächte für die Höhentrainings zur Verfügung. Diverse Sportler aller
Disziplinen von Swiss Olympic nutzen das Höhentraining jährlich als Vorbereitung grosse Meisterschaften
bzw. Olympische Spiele. Nicht nur die Schweizer Nationalmannschaften nutzen St. Moritz als Höhentrainingsort, auch Teams aus der ganzen Welt kommen ins Engadin um sich hier auf die jeweiligen Wett88
kämpfe vorzubereiten. Die jährlichen Uebernachtungszahlen liegen bei 20‘000 Logiernächten, welche durch
ca. 1‘500 Athletinnen und Athleten erzielt werden.
Im vorangegangenen Jahr wurde die Leichtathletik-Anlage mit einem neuen Belag versehen. Leider wurde
jedoch der geplante Bau für ein Betriebsgebäude vor allem von der Bürgergemeinde in Frage gestellt und
dann von der Bevölkerung abgelehnt. Das heute zur Verfügung stehende Angebot mit Toiletten, Gardero-ben
und Materiallager ist nicht mehr adäquat und bedarf dringend einer Verbesserung. Ein Neubau am heutigen
Standort in der Nähe der Katholischen Kirche macht aus Erfahrung keinen Sinn, da dieser Standort zu weit
von den Aktivitäten auf der Bahn gelegen ist. Aus den getätigten Erfahrungen wurde auch das Zelt zuerst auf
der Bahn und nach dem getätigten Umbau der Bahn auf der Höhe des 100 m Ziels platziert, damit die
Benützer dieses Zelt als Unterstand und für die Ablage der Kleider, etc. benützen können. Dieses Zelt ist nur
eine Notlösung, fehlen vor allem Toiletten und Lager, so dass für die Zukunft neue Ideen gefragt sind.
Nach mehreren Jahren ohne Wassersport in St. Moritz konnte anfangs Juli das neue Sportzentrum Hallenbad OVAVERVA in Betrieb gehen. Die Nachfrage war sehr gross und vor allem auch Athleten aus dem
Schwimmsport sowie Triathlon fanden den Weg zurück nach St. Moritz. Zum ersten Mal fand auch bereits
ein Triathlon in St. Moritz statt und dieses Angebot soll zusammen mit Nicola Spirig weiter ausgebaut und
vermarktet werden – Ziel des Projektes ist St. Moritz zum „Home of Triathlon“ werden zu lassen. Triathlon
erlebt momentan auch im Breitensport einen grossen Aufschwung und die Nachfrage nach entsprechenden
Angeboten ist stark zunehmend.
Internet, Social Media und Online Marketing
Die St. Moritzer Internetseite www.stmoritz.ch darf trotz des Alters von sieben Jahren nach wie vor gute
Besucherzahlen ausweisen. Trotz regelmässigen Aktualisierungen ist sie aber am Ende ihres Lebenszyklusses angelangt. Deshalb ist 2014 der Relaunch der Webseite ausgeschrieben worden. Am Ende des
Evaluierungsprozesses setzte sich die einheimische Agentur SPOT Werbung durch, die den St. Moritzer
Internetauftritt bereits seit vielen Jahren betreut. Die neue Internetseite soll im Frühsommer 2015 online
gehen. Im gleichen Zug wird auch der Gemeinde-Webauftritt erneuert und den heutigen Bedürfnissen
angepasst.
Die Zahlen der digitalen Kommunikationsmittel von St. Moritz dürfen sich auch 2014 sehen lassen: So
generierte die Internetseite www.stmoritz.ch 1,8 Mio. Besuche. Weitere 80‘000 Besuche verzeichnete 2014
die smartphone-optimierte Version der Webseite, was zusammen mit den rund 8‘000 Downloads der
iPhone App den Trend hin zu immer mehr mobilen Zugriffen verdeutlicht. Der St. Moritz-Newsletter wurde
auch 2014 einmal monatlich an durchschnittlich knapp 7‘000 Personen verschickt. Dank einer verstärkten
Redaktion und gezieltem Online-Marketing konnte die St. Moritzer Facebook-Community per Ende 2014 auf
85‘000 Fans gesteigert werden.
Kommunikation
St. Moritz Aktuell – lokale Broschüre
Während dem ganzen Jahr erscheint mit St. Moritz Aktuell wöchentlich eine Info Broschüre von St. Moritz
Tourismus, in welcher Gäste und Einheimische News, Veranstaltungen, Aktivitäten, Kunst und Geschäfte
sowie Infos über Gottesdienste, Polizei, Ärzte, Fundstelle oder Notfallliste Apotheken erhalten.
Von St. Moritz Sport und Events werden wöchentlich die Redaktionsarbeiten in deutscher und englischer
Sprache übernommen und an die Druckerei weitergeleitet. Das Format weiss nach wie vor zu gefallen, daher
ist vorerst keine Veränderung vorgesehen.
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LocalPoint von der Engadiner Post
Der LocalPoint-Bildschirm, welcher in der Eingangshalle der Infostelle hängt, ist nach wie vor aktuell und es
werden St. Moritz Events in Form eines Hauptartikels (Überschrift, Text und Bild), eines Tickers (Überschrift),
Banner und Eigeninserate platziert. Mit diesen verschiedenen Inhaltsformaten kann die Wahl und Dauer der
Events frei bestimmt werden.
Veranstaltungen Einträge auf Webseite
Anhand des Redaktionstools von Engadin St. Moritz werden Veranstaltungen erfasst, welche auf den
Webseiten, Engadin St. Moritz, der Webseite von St. Moritz sowie zahlreichen weiteren Webseiten des
Engadins erscheinen (z.B. Webseiten von Hotels).
Plakatstellwände in St. Moritz
Monatlich werden an 14 Stellen in St. Moritz Sport & Kultur Weltformat Plakate mit den wichtigsten Kultur und
Sportveranstaltungen platziert. Zusätzlich ist jeweils die mittlere Stellwand für den aktuellen Top Event von
St. Moritz freigehalten.
Orteingangstafeln St. Moritz
Bei der Ortseingangstafel Süd von St. Moritz wird mit einer Tafel für das bevorstehende und Aktuelle Top
Event geworben. Die Ortseingangstafel Ost wurde im Zuge der Bauarbeiten Bahnhof RhB entfernt und eine
Neugestaltung allenfalls auch mit digitalen Anzeigen ist in Planung.
Veranstaltungseinträge in der Südostschweiz Zeitung
Wöchentlich werden die Veranstaltungen von St. Moritz an die Südostschweiz zur Veröffentlichung im
täglichen Veranstaltungsteil der Zeitung gesandt.
Bulletin – Top Events vom Engadin
Für jede Saison wird eine Übersicht der wichtigsten Veranstaltungen im Bulletin zusammengetragen.
LED-Anzeige Parkhaus Quadrellas
Ein vielbeachtetes Medium, welches von allen Veranstaltern beansprucht wird. Die Aufarbeitung der
Kommunikation wird von St. Moritz Sport und Events vorgenommen.
Gästeleitsystem
Nach einer ersten Installation des Gästeleitsystems fehlen nun noch einige Stelen bezüglich Wander- und
Bikewegen im Sommer sowie der Loipen im Winter. Ebenso stehen noch die Stelen der Olympiastätte sowie
der Olympia-Ortsbezeichnungen aus, diese sollen im 2015 realisiert und damit das Projekt abgeschlossen
werden.
Personelles
Mitarbeiter St. Moritz Tourismus Sports und Events 2014
Martin Berthod, Direktor Sport und Events
Esther Späni, Finanzen/Zentrale Dienste/Administration
Angela Nussbaum, Projekte/Administration
Stefano Bollmann, Projekte/Administration
90
Eintritt
13.04.81 – 31.12.14
16.07.07 – 31.12.14
01.05.02 – 31.12.14
15.10.11 – 31.12.14
Serge Alder, Projekte/Administration
Kathrin Birchler, Projekte Administration
Klaus Meier, Magazin Material/Distribution / 50 % TO
Gian Reto Righetti, Sportwart/Anlagen
Stephan Singer, Sportwart/Anlagen
Wim Rossel, Race-Departement / Segellehrer
01.09.13 – 31.12.14
15.11.10 – 31.12.14
01.12.11 – 31.12.14
15.05.10 – 31.05.14
26.05.14 – 31.12.14
20.10.08 – 31.12.14
An dieser Stelle ein herzlicher Dank an alle Mitarbeiter von St. Moritz Sports und Events, welche die vielen
Aufgaben mit viel Einsatz und Engagement im Sinne von St. Moritz und unserer Region ausführen.
Danken möchten wir auch dem Vorstand der Tourismuskommission St. Moritz, der Gemeinde St. Moritz und
dem Bauamt St. Moritz sowie allen Partnern, Betrieben, Vereinen und Helfern für die stets grosse
Unterstützung und sehr angenehme Zusammenarbeit.
Martin Berthod, Direktor Sport & Events
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