KAMMER - Meister & Kammerkonzerte

M E I S T E R & K A M M E R KO N Z E R T E
Kammer
Konzerte
15/16
meister & kammerkonzerte
mei s ter & k ammerkonz erte
Reichtum der Kammermusik
Liebe Freundinnen und Freunde der Kammerkonzerte,
Der unschätzbare Reichtum der Kammermusik ist in der Saison­
15/16 in vielfältigen Besetzungen zu erleben: Von zwei DuoRecitals über Streichquartette, ein Klavierquartett und ein Klavierquintett bis zu einem Quintett mit vier Bläsern und Klavier
sind vielfältige Besetzungen und vor allem großartige Kompositionen vertreten. Dazu gibt es einen Klavier-Soloabend, für
den mit Kit Armstrong eine der größten musikalischen Be­
gabungen unserer Zeit engagiert werden konnte.
In den Kammerkonzerten treten exzellente Musikerinnen und Musiker auf.
Nach mehreren Jahren kommt wieder das Hagen Quartett nach Innsbruck. Weitere
Kammermusikstars sind die Originalklang-Spezialisten Isabelle Faust (Violine) und
­Andreas Staier (Hammerklavier), der Pianist Till Fellner und die MusikerInnen des
Belcea Quartets sowie die Geigerin Vilde Frang.
Auf den folgenden Seiten können Sie sich einen Überblick über das gesamte
Programm verschaffen. Ich wünsche Ihnen eine genussreiche Kammermusiksaison.
eine Saison großer Namen und Entdeckungen wartet auf uns,
einige MusikerInnen sind erstmals in Österreich oder bei den
Kammerkonzerten zu hören. Wenn ich es sagen darf, ist es ein
Stück weit auch eine „persönliche“ Saison, denn mit fast allen
Künstlerinnen und Künstlern verbindet mich ein gemeinsames
musikalisches Erlebnis.
Mag.a Christine Oppitz-Plörer
Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Innsbruck
Wir haben spannende Gegenüberstellungen: Das Hagen Quartett steht für höchste kammermusikalische Qualität und spielt seit 2013 auf dem
legendären „Paganini“-Instrumentenquartett von Antonio Stradivari. Das junge Dover
Quartet hingegen ist erstmals in Österreich zu hören; 2013 hat es den renommierten Streichquartett-Wettbewerb im kanadischen Banff gewonnen. Die AusnahmeKünstlerInnen Isabelle Faust und Andreas Staier stehen der Pianistin Magda Amara­
und der in Wien lebenden, jungen Violoncellistin Harriet Krijgh gegenüber, die
inner­halb kürzester Zeit von einem Insider-Tipp zur international gefragten Cellistin
aufgestiegen ist. Andreas Staier spielt auf einem Hammerklavier, das mit seinem
hellen Klang auf besondere Weise mit der „Dornröschen“-Stradivari von Isabelle
Faust harmonieren wird. Wieder begrüßen dürfen wir das Belcea Quartet und Till
Fellner, dessen Premiere als Solist bei den Wiener Philharmonikern ich seinerzeit als
Substitut im Orchester miterleben durfte.
Bereichernde Musik
Erlesene Kompositionen für kammermusikalische Besetzungen, interpretiert von herausragenden MusikerInnen in einem
intimen Rahmen – dafür steht die Kammer­konzertreihe und
bereichert das musikalische Geschehen in Innsbruck.
In der Saison 15/16 sind bei den Kammerkonzerten unter
anderem das Belcea­Quartet und das Hagen Quartett zu Gast,
ebenso wie die Pianisten Till Fellner und Kit Armstrong sowie
die Geigerin Vilde Frang und die Violoncellistin Harriet Krijgh,
die mit ihrem Temperament und ihrer außergewöhnlichen Musikalität das Publikum begeistern werden.
Für spannende, musikalisch vielfältige Kammerkonzertabende ist also gesorgt.
Und alle, die das Besondere abseits großer Orchesterwerke suchen, werden in den
Kammer­
konzerten höchste musikalische Intensität und faszinierende Künstler­
persönlichkeiten erleben dürfen.
Ich wünsche der Kammerkonzertreihe 15/16 einen erfolgreichen Verlauf und
dem Publikum bereichernde musikalische Stunden!
Bachs „Goldberg-Variationen“, ein Prüfstein pianistischer Reife, werden von einem
Shooting-Star der jungen Pianisten-Generation gespielt: Kit Armstrong, einst Protegé von Alfred Brendel und nun selbst auf den großen Podien zu Hause, ist ein
Phänomen. Das Durchlesen einer Klavierstimme reicht ihm aus, um das Stück anschließend auswendig wiederzugeben.
Erstmals haben wir die ausgezeichneten Bläser des ]W[ Ensembles zu Gast, nicht
nur allesamt Solisten großer Orchester, sondern leidenschaftliche Kammermusiker.
Etwas, das auch für die KünstlerInnen unseres ersten Konzerts gilt: Vilde Frang,
James Boyd, Nicolas Altstaedt und Alexander Lonquich verlassen die angestammten
solistischen Gefilde, um sich mit uns in das Abenteuer Kammermusik zu stürzen.
Ich wünsche Ihnen schöne Konzerte!
Ihr
Markus Korselt
Geschäftsführung & Programmplanung
Dr.in Beate Palfrader
Landesrätin für Bildung, Familie und Kultur
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mei s ter & k ammerkonz erte
Ihr Partner zum Thema
Hören und Verstehen.
1. KAMMERKONZERT, DO 22. OKTOBER 2015, 20.00 UHR ............................. 6
VILDE FRANG violine JAMES BOYD Viola NICOLAS
ALTSTAEDT violoncello ALEXANDER LONQUICH klavier
Bei Fragen aller Art zum Thema
Hören, Hörgesundheit oder
Hörgeräten stehen wir Ihnen
gerne zur Verfügung.
Antonín Dvorˇák, Sándor Veress, Richard Strauss
2. KAMMERKONZERT, MI 11. NOVEMBER 2015, 20.00 UHR .......................... 8
TILL FELLNER Klavier BELCEA QUARTET
Ludwig van Beethoven, Béla Bartók, Johannes Brahms
3. KAMMERKONZERT, MI 9. DEZEMBER 2015, 20.00 UHR ........................... 10
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Sie zu einer kostenlosen
Hörmessung.
KIT ARMSTRONG Klavier
Hansaton ist Partner
der Meister- und
Kammerkonzerte
Innsbruck.
5. KAMMERKONZERT, MO 22. FEBRUAR 2016, 20.00 UHR .......................... 14
William Byrd, Jan Pieterszoon Sweelinck, John Bull, Johann Sebastian Bach
4. KAMMERKONZERT, FR 29. JÄNNER 2016, 20.00 UHR .............................. 12
HAGEN QUARTETT
Dmitri Schostakowitsch, Franz Schubert
ISABELLE FAUST Violine ANDREAS STAIER Hammerklavier
Carl Philipp Emanuel Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Ludwig van Beethoven,
Carl Maria von Weber, Robert Schumann, Johannes Brahms
6. KAMMERKONZERT, FR 18. MÄRZ 2016, 20.00 UHR ................................. 16
]W[ ENSEMBLE
Mag. Oliver Lux,
Geschäftsführer Hansaton
Erwin Schulhoff, Ludwig van Beethoven, Francis Poulenc, Wolfgang Amadeus Mozart
7. KAMMERKONZERT, MO 11. APRIL 2016, 20.00 UHR ................................ 18
Hansaton – über 80 x in Österreich,
9 x in Tirol.
DOVER QUARTET
Wolfgang Amadeus Mozart, Henri Dutilleux, Robert Schumann
8. KAMMERKONZERT, Fr 6. MAI 2016, 20.00 UHR ...................................... 20
HARRIET KRIJGH Violoncello MAGDA AMARA Klavier
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Innsbruck • Anichstraße 16
Innsbruck • Museumstraße 7
Hall in Tirol • Krippgasse 14
Schwaz • Andreas-Hofer-Str. 3
Kitzbühel • Jochberger-Straße 8
Imst • Stadtplatz 10
Landeck • Malserstraße 64
Reutte • Untermarkt 37
Lienz • Mühlgasse 19
Felix Mendelssohn Bartholdy, Olivier Messiaen, Johanna Doderer, César Franck
Preise........................................................................................................................ 22
Abonnements........................................................................................................... 23
Einzelkarten.............................................................................................................. 23
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www.hansaton.at
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VILDE FRANG Violine
JAMES BOYD Viola
NICOLAS ALTSTAEDT Violoncello
ALEXANDER LONQUICH Klavier
JAMES BOYD
VILDE FR ANG
„Lockenhaus on Tour“
ˇ ÁK
ANTONÍN DVOR
Klaviertrio f-Moll op. 65
SÁNDOR VERESS
Trio für Violine, Viola und Violoncello
RICHARD STRAUSS
N I C O L A S A LT S TA E D T
ALE X ANDER LONQUICH
Klavierquartett c-Moll op. 13
Wenn man die Kammermusik fragen würde, wo sie zu Hause ist, würde sie als
­Adresse wohl Lockenhaus angeben. Der Geiger Gidon Kremer machte vor mittlerweile mehr als drei Jahrzehnten den kleinen burgenländischen Ort zur Oase für
­Musikerinnen und Musiker, die sich abseits vom Musik-Business mit Geist und Seele ganz in die Kammermusik vertiefen können. Auch nach der Übergabe der künstlerischen Leitung des Festivals von Kremer an die nachfolgende Generation, den
deutsch-französischen Violoncellisten Nicolas Altstaedt, änderte sich nichts daran:
Die Kammermusik befindet sich jeden Sommer für mehrere Wochen in ihrer Heimstätte Lockenhaus. Während des Jahres ist der Geist von Lockenhaus in der Musikwelt auf Tourneen von Altstaedt mit mehreren seiner Lockenhauser MitmusikerInnen unterwegs. So kommt das Innsbrucker Publikum in den Genuss eines typischen,
gehaltvollen Lockenhauser Konzerts mit Ausnahmewerken der Kammermusikliteratur von Dvorˇák, Veress und Strauss in einer hochwertigen Besetzung. Führt etwa die
junge norwegische Geigerin Vilde Frang Musik von Richard Strauss auf, bringt sie
„den unverstellten Überschwang, die Melodienseligkeit und den Optimismus des
Werks mit Leib und Seele zur Geltung“ („Neue Zürcher Zeitung“). „Nahtloses Legato,
wie ­Gesang“, so beschrieb das Klassik-Webforum „bachtrack“ Altstaedts DvorˇákSpiel. Das erlesene Lockenhauser Quartett komplettieren der britische Bratschist
James Boyd, der nicht nur ein vielgefragter Solist und Kammermusiker ist, sondern
auch das Fach Kammermusik an der Cambridge University unterrichtet, sowie der
deutsche Pianist Alexander Lonquich, der stets „pianistische Kammermusik vom
Feinsten bietet“ („bachtrack“).
1. KAMMERKONZERT
DO 22. OKTOBER 2015, 20.00 UHR
KONZERTSAAL DES TIROLER LANDESKONSERVATORIUMS
EINFÜHRUNGSGESPRÄCH: 19.00 UHR
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TILL FELLNER
Klavier
BELCEA QUARTET
CORINA BELCEA Violine
AXEL SCHACHER Violine
KRZYSZTOF CHORZELSKI Viola
ANTOINE LEDERLIN Violoncello
LUDWIG VAN BEETHOVEN
Streichquartett B-Dur op. 18 Nr. 6
BÉLA BARTÓK
Streichquartett Nr. 1 op. 7 Sz. 40
JOHANNES BRAHMS
TILL FELLNER
Klavierquintett f-Moll op. 34
2. KAMMERKONZERT
MI 11. NOVEMBER 2015, 20.00 UHR
KONZERTSAAL DES TIROLER LANDESKONSERVATORIUMS
EINFÜHRUNGSGESPRÄCH: 19.00 UHR
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„Was der vorherrschende Impuls zu sein scheint und was diese Musik antreibt, ist
die Sehnsucht des Menschen nach Freiheit sowie das unstillbare Verlangen, seine
eigenen Grenzen zu erweitern und dabei die Wahrheit über sich selbst zu erfahren.“ So beschreiben die Mitglieder des Belcea Quartets die Musik von Beethovens
Streichquartetten im Vorwort zu ihrer CD-Gesamtaufnahme. In Innsbruck wird das
Belcea Quartet diese Sehnsucht mit dem Quartett B-Dur aus Beethovens erster
Serie op. 18 stillen. Anlässlich der Gesamtaufführung der Beethoven-Quartette
im Wiener Konzerthaus schrieb die Tageszeitung „Die Presse“: „Das Belcea Quartet dringt in den Olymp vor.“ Vom Streichquartett-Olymp der Klassik wechselt das
­Belcea Quartet in Innsbruck in jenen der klassischen Moderne zum ersten von Bartóks sechs epochalen Streichquartetten. Auch in die Welt Bartóks, der im damals
ungarischen und heute rumänischen Grenzort Groß St. Nikolaus geboren wurde,
ist das Belcea Quartet umfassend eingedrungen und hat seine Beschäftigung mit
diesem Quartettzyklus ebenfalls schon in einer Gesamteinspielung dokumentiert.
Die Primgeigerin Corina Belcea stammt übrigens aus Rumänien, wo sie ihre musikalische Ausbildung erhielt, ehe sie von Lord Yehudi Menuhin in seine Music School
nach London geholt wurde. Faktisch auf halbem Weg zwischen Beethoven und Bartók liegt Brahms, in dessen Klavierquintett das Belcea Quartet in Innsbruck eine
musika­lische Allianz mit dem österreichischen Pianisten Till Fellner eingehen wird.
Auch Fellner ist ein Wahrheitssuchender, der sogar das Fach Komposition studiert,
um die Kompositionen der großen Meister noch besser erforschen und begreifen
zu können.
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mei s ter & k ammerkonz erte
KIT ARMSTRONG
Klavier
WILLIAM BYRD
„Hughe Ashtons Grownde“
JAN PIETERSZOON SWEELINCK
Variationen über „Mein junges Leben hat ein End“ SwWV 324
JOHN BULL
30 Variationen über das Thema „Walsingham“
(Volkslied aus dem 12. Jahrhundert)
JOHANN SEBASTIAN BACH
KIT ARMSTRONG
„Clavier Ubung bestehend in einer ARIA mit verschiedenen Verænderungen
vors Clavicimbal mit 2 Manualen“ BWV 988 „Goldberg Variationen“
„O Mensch bewein’ dein Sünde groß“, so beschließt Kit Armstrong auf seiner­
Debüt-­CD-Aufnahme eine Serie von Choralvorspielen von Johann Sebastian­Bach
in ­
Transkriptionen für Klavier, lässt eine eigene „Fantasy on Bach“ und Bachs
Partita­Nr. 1 sowie mehrere Sätze aus Ligetis „Musica ricercata“ folgen. Kit Armstrong ist jetzt 21. Im Alter von fünf Jahren begann der Sohn einer aus Taiwan­
stammenden Investment­bankerin Klavier zu spielen und frönte auch schon seiner zweiten Begabung, der Mathematik. Im Alter von neun Jahren wurde er an
die Chapman University of California zum Studium angenommen, im Alter von
zehn Jahren führte er in David Lettermans „Late Night Show“ im US-Fern­sehen
eine Eigenkomposition für ein Millionenpublikum vor, im Alter von 14 Jahren­
wechselte er zur Fortsetzung des Studiums nach London. Alfred Brendel hat
zum Abschied von seiner eigenen Pianistenkarriere Kit Armstrong als die „größte musikalische Begabung, der ich in meinem ganzen Leben begegnet bin“, bezeichnet. Das Musik-Business versündigte sich an dem Wunderkind nicht. Die
beiden Studien – Mathematik und Musik – hat Kit Armstrong mittlerweile abschließen können und konzentriert sich nun auf seine Laufbahn als Pianist und auf das
Komponieren. Fachleute und Publikum staunen über den Tiefgang seiner Aufführungen von Werken, die nicht das Repertoire von jungen Klavierlöwen und Tastenakrobaten bilden. In Innsbruck wird der wohl erstaunlichste Pianist unserer Zeit ein
durchdachtes und strukturiertes Programm spielen: Variationszyklen aus Renaissance und Barock über Song- und Arienmelodien – als Höhepunkt natürlich Bach
und die „Goldberg-Variationen“.
3. KAMMERKONZERT
MI 9. DEZEMBER 2015, 20.00 UHR
KONZERTSAAL DES TIROLER LANDESKONSERVATORIUMS
EINFÜHRUNGSGESPRÄCH: 19.00 UHR
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mei s ter & k ammerkonz erte
HAGEN QUARTETT
LUKAS HAGEN Violine
RAINER SCHMIDT Violine
VERONIKA HAGEN Viola
CLEMENS HAGEN Violoncello
DMITRI SCHOSTAKOWITSCH
Streichquartett Nr. 15 es-Moll op. 144
FRANZ SCHUBERT
HAGEN QUARTE T T
Streichquartett Nr. 15 G-Dur D. 887 op. 162
Auch 34 Jahre nach seinem ersten Konzert: „Zum Niederknien schön“ spielt das
­Hagen Quartett, wie das „Hamburger Abendblatt“ es formulierte. Die Geschwister­
Lukas, Veronika und Clemens Hagen sowie Rainer Schmidt leben die „höchste­
Kunst des Miteinanders“ („Die Presse“ über das Hagen-Quartett). Sie erzählen
die Geschichte des Streichquartetts gedanken- und gefühlvoll. Sie schreiben mit
Musik­einen spannenden Roman, der mittlerweile schon ungezählte phantastische
Kapitel­enthält. Eines der letzten Kapitel handelt davon, wie vier kostbare Stradivari-­
Instrumente, die sich einstmals alle im Besitz von Niccolò Paganini befanden, nun
von den vier Mitgliedern des Hagen-Quartetts gespielt werden. Sie gingen vom
Tokyo String Quartet nach dessen Auflösung auf das Salzburger Quartett über. Als
Franz Schubert 1828 einen Auftritt von Niccolò Paganini in Wien erlebte, notierte er
in sein Tagebuch: „Ich habe einen Engel in Paganinis Adagio singen gehört.“ Im selben Jahr komponierte Schubert die himmlische Musik des G-Dur-Streichquartetts,
sein 15. und letztes. Das Hagen Quartett wird es in Innsbruck mit einem anderen „Schwanen­gesang“ verbinden: dem 15. und letzten Streichquartett von Dmitri
Schostakowitsch, einer Folge von sechs Adagio-Sätzen. Ein Programm von solcher
geistiger und emotionaler Tragweite kann wohl ausschließlich das Hagen Quartett
bewältigen.
4. KAMMERKONZERT
FR 29. JÄNNER 2016, 20.00 UHR
KONZERTSAAL DES TIROLER LANDESKONSERVATORIUMS
EINFÜHRUNGSGESPRÄCH: 19.00 UHR
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mei s ter & k ammerkonz erte
ISABELLE FAUST
Violine
ANDREAS STAIER
Hammerklavier
CARL PHILIPP EMANUEL BACH
„Empfindungen“. Clavier-Fantasie mit Begleitung einer Violine fis-Moll Wq 80
FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY
Aus: „Lieder ohne Worte“ für Pianoforte und Violine
bearbeitet von Friedrich Hermann
LUDWIG VAN BEETHOVEN
Sonate für Violine und Klavier Nr. 10 G-Dur op. 96
CARL MARIA VON WEBER
Sonate für Klavier und Violine C-Dur op. 10b Nr. 6
ROBERT SCHUMANN
Phantasie für Violine mit Begleitung des Orchesters
oder Pianoforte a-Moll op. 131
JOHANNES BRAHMS
I S A B E L L E FA U S T
Sonate für Klarinette oder Viola oder Violine und Klavier Es-Dur op. 120 Nr. 2
5. KAMMERKONZERT
MO 22. FEBRUAR 2016, 20.00 UHR
KONZERTSAAL DES TIROLER LANDESKONSERVATORIUMS
EINFÜHRUNGSGESPRÄCH: 19.00 UHR
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Es zieht sich eine ununterbrochene Spur von Carl Philipp Emanuel Bach bis zu
­Johannes Brahms – die Spur der Empfindsamkeit. Die Geigerin Isabelle Faust und
der Pianist Andreas Staier nehmen diese Fährte auf, die etwas für feine musikalische
Nasen (und Ohren) ist. Die beiden deutschen Musiker spannen einen gefühlvollen
romantischen Programmbogen über mehr als ein Jahrhundert deutscher Kammermusik. „Empfindungen“ lautet der programmatische Titel einer Duo-Fantasie des
zweitältesten Sohnes von Johann Sebastian Bach, bei der diese musikalische Reise ihren Ausgang nimmt. Sie führt über Mendelssohn (eines seiner „Lieder ohne
Worte“ in Duo-Version) und Beethoven (seine poesievolle 10. und letzte Sonate für
Violine und Klavier) zu Carl Maria von Weber (einer seiner sechs Sonaten für Violine und Klavier) und Robert Schumann (seiner späten „Phantasie“). Endpunkt ist
das letzte Kammermusikwerk von Johannes Brahms, zu dem er eigentlich von dem
Klarinettisten Richard Mühlfeld angeregt wurde, aber die Sonate für Klarinette auch
in Spielfassungen für Viola oder Violine und Klavier veröffentlicht hat. So stringent
sich ein Thema durch das Programm zieht, so differenziert werden die Werke dargeboten werden. „Jeder Komponist hat eine eigene Sprache; diesen Unterschieden
auf die Spur zu gehen, zu forschen, macht Spaß und ist sinnvoll. Jedes historische
Material kann da nur hilfreich sein“, sagte Isabelle Faust in einem Gespräch mit der
„Stuttgarter Zeitung“. Andreas Staier, der „Großmeister des Hammerklaviers“ (so die
Zeitschrift „Spiegel“), pflegt seit Jahrzehnten mit Hingabe eine lebendige Verwirk­
lichung einer faktenreichen musikalischen Geschichte.
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mei s ter & k ammerkonz erte
]W[ ENSEMBLE
LAURA RUIZ FERRERES Klarinette
LUCAS MACIAS NAVARRO Oboe
JOSE MIGUEL ASENSI MARTÍ Horn
GUILHAUME SANTANA Fagott
NICHOLAS RIMMER Klavier
ERWIN SCHULHOFF
Divertissement für Oboe, Klarinette und Fagott
LUDWIG VAN BEETHOVEN
Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott Es-Dur op. 16
FRANCIS POULENC
Trio für Oboe, Fagott und Klavier FP 43
WOLFGANG AMADEUS MOZART
NICHOL A S RIMMER
Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott Es-Dur KV 452
6. KAMMERKONZERT
FR 18. MÄRZ 2016, 20.00 UHR
KONZERTSAAL DES TIROLER LANDESKONSERVATORIUMS
EINFÜHRUNGSGESPRÄCH: 19.00 UHR
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„Das Beste, was ich noch in meinem Leben geschrieben habe.“ Es war ein Lob von
kompetentester Stelle, das für Mozarts Quintett für Klavier und vier Bläser Es-Dur
ausgesprochen wurde – denn wer, als Wolfgang Amadeus Mozart selber, konnte
besser die Qualität seiner Werke einschätzen. Als er dieses Urteil in einem Brief
an seinen Vater abgab, hatte er bereits gut 400 großartige Werke komponiert. In
dem Quintett scheint all seine Kunst fokussiert zu sein. Vom Besten ist auch die
Besetzung des ]W[ Ensembles, hinter dessen etwas trockenem Namen sich ein
spanisch-französisches Bläserquartett und der englische Pianist Nicholas Rimmer
verbergen. Rimmer tritt als Kammermusiker, Solist und Liedbegleiter beim Schleswig Holstein Musikfestival, beim Kammermusikfest Lockenhaus, in der Berliner
Philharmonie und in der Londoner Wigmore Hall auf. Der aus Spanien stammenden
und als Soloklarinettistin u. a. mit der Staatskapelle Dresden musizierenden Laura
Ruiz Ferreres wurde vom deutschen Magazin „Fonoforum“ bescheinigt, Nachfahrin
einer großen Klarinettentradition der Brahms-Zeit zu sein: „Das klingt ausnahmslos bezaubernd schön und spielerisch-elegant.“ Der Oboist Lucas Macias Navarro,
Schüler von Heinz Holliger und Solooboist des Concertgebouworkest Amsterdam,
der Hornist José Miguel Asensi Martí und der noch von Claudio Abbado geförderte und bevorzugte Fagottist Guilhaume Santana zählen ebenfalls zur europäischen
Bläser-Elite. ­Mozarts Lieblingswerk kombinieren sie mit Beethovens Quintett, das
nahtlos an Mozart anknüpft, und mit zwei köstlichen Trios der klassischen Moderne
von dem Pariser Francis Poulenc und dem Prager Erwin Schulhoff.
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meister & kammerkonzerte
mei s ter & k ammerkonz erte
DOVER QUARTET
Das 2008 in Philadelphia gegründete Dover Quartett machte wahrlich eine Blitzkarriere. Nach dem Gewinn des internationalen Streichquartettwettbewerbs im
kanadischen „Banff Centre“ 2013 gestaltete sich die Preisträgertournee zu einem
Triumphzug. So feierte das junge Quartett in Musikmetropolen wie Berlin, Hamburg
und in Joseph Haydns Wirkungsstätte im Schloss Esterházy in Eisenstadt sowie bei
Festivals wie „Musik Meran“ große Erfolge und erhielt überall sofortige Wieder­ein­
ladungen. Mittlerweile ist der Terminkalender des Ensembles mit mehr als 100 Konzerten im Jahr randvoll. Das Quartett konzertiert im Kennedy Center Washington,
in New York, in der Wigmore Hall London, beim Lucerne Festival und in der Cité
de la musique Paris. Am Curtis Institute of Music, an dem die vier Mitglieder bei
Musikern der renommierten Guarneri und Vermeer Quartets studierten, wurde das
Ensemble zum ersten „Quartet in Residence“ überhaupt ernannt. Der Name des
Quartetts ist übrigens von dem Werk „Dover Beach“ von Samuel Barber abgeleitet,
einem der berühmtesten Schüler des Curtis Intitutes. Für das führende Magazin
für Streicher­musik, „The Strad“, hebt sich das Dover Quartet „längst durch seine
außergewöhn­liche interpretatorische Reife, seine klangliche Vollkommenheit und
sein spannendes­Zusammenspiel innerhalb der jungen Quartettszene hervor“. Die
Amerikaner krönen ihr Innsbrucker Programm mit Dvorˇáks populärem „Amerika­
nischen Quartett“ und widmen sich davor einem der reifen Wiener Mozart-­Quartette
und einer der bedeutendsten Streichquartettkompositionen des 20. Jahrhunderts,
„Ainsi la nuit“ des Franzosen Henri Dutilleux.
JOEL LINK Violine
BRYAN LEE Violine
JOSE MIGUEL ASENSI MARTÍ Horn
MILENA PAJARO-VAN DE STADT Viola
CAMDEN SHAW Violoncello
WOLFGANG AMADEUS MOZART
Streichquartett G-Dur KV 458
HENRI DUTILLEUX
„Ainsi la Nuit“. Streichquartett
ˇ ÁK
ANTONÍN DVOR
D OVER QUARTE T
Streichquartett F-Dur op. 96 „Amerikanisches“
7. KAMMERKONZERT
MO 11. APRIL 2016, 20.00 UHR
KONZERTSAAL DES TIROLER LANDESKONSERVATORIUMS
EINFÜHRUNGSGESPRÄCH: 19.00 UHR
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HARRIET KRIJGH
Violoncello
MAGDA AMARA
Klavier
FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY
Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 2 D-Dur op. 58
OLIVIER MESSIAEN
„Louange à l’éternité de Jésus“ für Violoncello und Klavier
(aus: „Quatuor pour la fin du temps“)
JOHANNA DODERER
„Break on Through“ für Violoncello und Klavier DWV 95
CÉSAR FRANCK
HARRIET KRIJGH & MAGDA AMAR A
Sonate für Violoncello und Klavier A-Dur
(Transkription der Sonate für Violine und Klavier
A-Dur HN 293 durch Jules Delsart)
„Da wächst eine bedeutende Interpretenpersönlichkeit heran“, schrieb die Wiener
Tageszeitung „Die Presse“ über die Violoncellistin Harriet Krijgh von einer „sensationellen Solistenleistung“ und verlieh der Niederländerin in der Kultur-Jahres­
wertung „Silber“. Ihre Auftritte in der internationalen Konzertwelt sind stets von
beeindruckten Kritikersätzen begleitet. „Sie formt die Gefühle zu einem mitreißenden Kraftstrom, überträgt die Emotionen durch das Medium Musik durch ihre spezielle, hochsensible Musikalität“, stand in der „Süddeutschen Zeitung“ über Harriet
Krijghs­Aufführung der Violoncellofassung von Francks Violinsonate zu lesen, die sie
gemeinsam mit ihrer Klavierpartnerin Magda Amara auch in Innsbruck spielen wird.
„Krijgh und Amara erfühlen die emotionale Spannweite der grandiosen Musik mit
größtem Feinsinn. Ein Kaleidoskop ständig variierender Dynamik und Farbe unter­
einem Bogen von strömendem Kantabile“, urteilte das deutsche Musikmagazin
„Fonoforum“. Das junge Duo bringt nach Innsbruck neben Mendelssohns zweiter
Sonate und dem „Lobpreis der Ewigkeit Jesu“ aus Messiaens „Quartett für das Ende
der Zeit“ das Duo „Break on Through“ von Johanna Doderer mit. Die österreichische
Komponistin ergänzt ihre künstlerische Kreativität sportlich im Gebirge: „Klettern
ist wie komponieren. Ich finde meinen Rhythmus und mein Atem ist die Musik.“
8. KAMMERKONZERT
FR 6. MAI 2016, 20.00 UHR
KONZERTSAAL DES TIROLER LANDESKONSERVATORIUMS
EINFÜHRUNGSGESPRÄCH: 19.00 UHR
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meister & kammerkonzerte
mei s ter & k ammerkonz erte
Abonnements
preise
Kammerkonzert Abonnement (8 Konzerte)
Kategorie I
227 EUR
Kategorie II
188 EUR
Kategorie III
145 EUR
Kammerkonzert Einzelkarten
Kategorie I
32 EUR
Kategorie II
26 EUR
Kategorie III
21 EUR
Bühne
Parkett
Balkon
Ermäßigung
Jugendliche bis zum vollendeten 19. Lebensjahr sowie Studierende oder Personen,
die sich noch in der Berufsausbildung befinden und das 26. Lebensjahr noch nicht
vollendet haben, erhalten für die Kammerkonzerte eine Ermäßigung von 30%.
Ä nderungen
A bos bis
des
Informationen
0 15
2 2 .0 5 .2
• Bestehende Abonnements werden automatisch verlängert.
• Die Abonnements werden bis spätestens August 2015 auf dem
Postweg an die InhaberInnen versandt.
• Pro Abonnement fallen 4 EUR Bearbeitungsgebühren an.
• Stornos und kostenlose Übertragungen von bestehenden Abonnements ­­
können bis 22.05.2015 per E-Mail, Post oder Fax an das Abonnementbüro
der Meister&Kammerkonzerte geschickt werden.
Interesse an einem Abonnement?
Wenden Sie sich bitte per E-Mail oder telefonisch an das Abonnementbüro.
Meister&Kammerkonzerte, Frau Silvia Kehl
Herzog-Friedrich-Straße 21/1, 6020 Innsbruck, Mo – Fr 09.00 – 12.30 Uhr
T +43 512 571032-13, F +43 512 563142, [email protected]
Einzelkarten
K arten
Einzelkarten sind für jedes Konzert vorhanden und ab Mo 15.06.2015
direkt über die Website www.meisterkammer­konzerte.at oder bei der
Innsbruck Information erhältlich.
Wir servieren Ihnen alle
köstlichen Speisen bis 23.00 Uhr.
vorverkauf5
6 .2 0 1
ab 15 .0
Innsbruck Information, Burggraben 3, 6020 Innsbruck
Mo – Fr 09.00 – 18.00 Uhr, Sa 09.00 – 12.30 Uhr
T +43 512 5356-0, [email protected]
Service
Einführungsgespräche
Als zusätzlichen Service bieten die Meister&Kammerkonzerte Einführungsgespräche an. KünstlerInnen erörtern im Gespräch mit dem Moderator Rainer Lepuschitz
Aspekte der aufgeführten Werke. Beginn jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn.
Garderobe
Die Garderobe ist bei den Kammerkonzerten im Tiroler Landeskonservatorium frei.
Veranstaltungsort
Tiroler Landeskonservatorium, Paul Hofhaimer-Gasse 6, 6020 Innsbruck
Café / Restaurant
Riesengasse 11-13, Altstadt
6020 Innsbruck, Österreich
T: +43 512 582347, F: +43 512 582347-7
[email protected], www.dengg.co.at
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Herausgeber und Veranstalter:
Meister&Kammerkonzerte, Innsbrucker Festwochen der Alten Musik GmbH, Historisches Rathaus der Stadt Innsbruck,
Herzog-Friedrich-Straße 21/1, 6020 Innsbruck, Austria; T +43 512 571032, [email protected]
Geschäftsführung: Markus Korselt, Redaktion und Texte: Rainer Lepuschitz, Marketing und Kooperationen:
­Christoph Brunner, Gestaltung: Citygrafic Designoffice, citygrafic.at; Fotos: istock, Omersukrugoksu (S. 1), Land Tirol/
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