Brief 2-2015 - Evangelische St. Johannisgemeinde Mainz

G e m e i n de bri e f Der evangelischen St. Johanniskirchengemeinde
Johannisfenster
2-2015
Grußwort 2 | Neues aus St. Johannis 4 |
Kirchenvorstandswahl 6 | Flüchtlingshilfe des
Dekanats 10 | Festtagsgottesdienste 14
Die neue Stadtkirchenarbeit 20 |
Kirchenmusik 15, 23, 27
März | Apri l | Mai
2 | GRUSSwort
grusswo rt
„Du großer Schmerzensmann, vom Vater so geschlagen,
Herr Jesu dir sei Dank für alle deine Plagen: für deine
Seelenangst, für deinen Band und Not, für deine Geißelung, für deinen bittern Tod.“ (EG 87)
W
as wir da sehen, ist auch von
Schmerz und Schuld behaftet, auch
wenn wir unsere Hände gerne in Un-
schuld waschen würden. Was können wir
schließlich für Folter, Migrationsprobleme,
Armut, Tierversuche? Wir sind dagegen,
und zwar entschieden dagegen! Aber
reicht das? Macht das uns unschuldig?
Es gibt auch Schuld, in die wir nicht direkt
verwickelt sind, ohne selbst „Kreuzige“
geschrieen zu haben, stecken wir mit drin.
W
as machen wir, was lassen wir? Wir
sehen wieder den Gekreuzigten an.
Beim näheren Hinschauen wird er immer
transparenter für alle Schmerzensmänner,
Schmerzensfrauen, Schmerzenskinder,
Schmerzenstiere. Hier geht es weder um
eine Verherrlichung noch um eine Negierung des Leids. Das Leid braucht ein
Ende. Das Leid verlangt nach Verwandlung in Hoffnung, in Mut und Zuversicht.
Aus Leid soll Leben werden!
3
„Schmerzensmann und vier Engel mit Passionswerkzeugen“, Meister E. S., Kupferstich, ca. 1460,
Kupferstichkabinett Dresden. Die Passionswerkzeuge
sind hier Kreuz, Dornenkrone, Passionssäule, Nägel,
Geißel, Essigschwamm mit Stab und Lanze.
(Bildquelle: Wikipedia)
Liebe Mitglieder von St. Johannis,
der „Schmerzensmann“ ist immer noch
eines der meist gesungenen Passionslieder und das Wochenlied für die
Karwoche. Wenn ich mir die Strophen
durchlese, so höre ich nur von Tod, Marter
Geißelung, Kreuz, Blut und Wunden,
Leiden und Angst. Für meine Begriffe ein
sehr martialisches Lied, das mir in seiner
barocken Sprache sehr fremd ist. Ich finde
darin wenig Trost und Zuspruch, den ich
vielleicht gerade während einer Leidenszeit besonders brauche. Was gibt mir
der Schmerzensmann? Schmerz ist nicht
nur männlich. Aktiv kann er von Männern,
Frauen, Kindern ausgehen, passiv kann
er von Männern, Frauen, Kindern und
Tieren erlitten werden. Gerhard Schöne
hat auf die alte Melodie einen neuen Text
geschrieben, der uns wesentlich näher
ist, aber uns auch in Frage stellt, weil er
in unsere heutige Zeit hineingesprochen
oder -gesungen wird.
|
Du großer Schmerzensmann, von Bütteln krumm geschlagen,
schaust uns von Fotos an, so oft in unsern Tagen.
Du leidest Seelenqual, Verfolgung, Angst und Hohn,
und wir vergessen dich nach paar Minuten schon.
Du blasse Schmerzensfrau, entwurzelt und gestrandet,
nach langem Leidensweg nun auf dem Strich gelandet.
Die Augen blicken leer, zerstochen Arm und Hand.
Die Armut trieb dich ab aus deinem Heimatland.
Du dürres Schmerzenskind, seh dich am Boden liegen.
Dein Mund zu schwach zum Schrein, dein Kopf besetzt von Fliegen.
Rettung ist nicht in Sicht. Du lebst am falschen Fleck.
Die Rüstung, die uns drückt, frisst dir das Breichen weg.
Du armes Schmerzenstier, in den Labors getestet,
für unsern Appetit auf engstem Raum gemästet,
vergiftet und verstrahlt, gestresst die ganze Zeit,
entseelt und ausgelöscht für unsre Sicherheit.
N
utzen Sie die Fasten- und Passionszeit dazu, über Ihr Leben nachzudenken und es wieder neu zu entdecken!
Ach Jesu, immerfort wirst du ans Kreuz geschlagen.
Hier und an jedem Ort, heut und an allen Tagen.
Und wer bin ich dabei? Der in der Menge steht?
Der dich nicht kennen will? Der stumm vorübergeht?
Ihr Pfarrer Volker Truschel
(Text des Liedes von Gerhard Schöne, Melodie von EG 87)
4 | N e u e s aus St. J o h a n n i s
K i r c h e n vo rstan d s wah l l
|
5
Inke Ried-Neumann, M.A.
Neues aus St. Johannis
Seit 1.2. haben wir – Gottlob – wieder unseren „eigenen“ Pfarrer. Nun brauchen wir nur
noch unsere eigene Kirche zurück, um uns als
„vollgültige“ Gemeinde zu fühlen. Leider wird
dieser zweite Wunsch noch eine ganze Weile
nicht in Erfüllung gehen. Allerdings gibt es
auch hierbei eine gute Nachricht:
2015! Zwar hatte sich der Kirchenvorstand
dafür ausgesprochen, die archäologische
und bauhistorische Untersuchung bis zum
1.2.2015 abzuschließen, jedoch obliegt die
Entscheidung, laut Denkmalschutzgesetz
von Rheinland-Pfalz, der Kirchenbehörde.
Der Forschungsauftrag wird in einer zeitnahen Gemeindeversammlung vorgestellt.
Die „Sommerkirche“
Forschungsauftrag 2015
Dekanat und EKHN haben sich eine ganz
besondere Zwischenlösung ausgedacht,
um die Wartezeit bis zur Wiederherstellung
der Kirche zu erleichtern: den Bau einer
provisorischen „Sommerkirche“, so dass wir
in der warmen Jahreszeit unsere Gottesdienste in unserer Kirche feiern können. Es
wird sich um eine stabile Holzkonstruktion
handeln, ähnlich einer Bühne, deren ovale
Fläche über dem Hauptschiff errichtet wird.
Ruhend auf acht Pfeilern hat sie eine Fläche
von 99 qm und befindet sich in der Höhe
der ehemaligen Laufebene der Kirche. Da
eine solche Konstruktion an eine Reihe von
Vorgaben gebunden ist, wird die Baugenehmigung zwei bis drei Monate in Anspruch
nehmen. Trotzdem sind die Architekten
zuversichtlich, dass noch diesen Sommer
mit Gottesdiensten in St. Johannis gerechnet werden kann. Allerdings bedingt die
stabile Errichtung dieser Zwischenlösung
eine weitere Aushebung des Hauptschiffes,
um die tragenden Pfeiler sicher verankern
zu können. Diese Tatsache kommt den
Archäologen nicht ganz ungelegen und
auch die Neugierigen unter den Gemeindemitgliedern hoffen, die Forschungsarbeiten
hautnah mitverfolgen zu können. Und nun
die zweite Überraschung, die dieser Artikel
zum Thema „Neues aus St. Johannis“ für Sie
bereithält: Es gibt einen Forschungsauftrag
Um das Geheimnis von Zweck, Form und
Alter des fränkischen Gebäudes, des
sog. Bau I, zu lüften, muss der Boden des
Georgsaals geöffnet werden. Schon in den
Untersuchungen von Esser 1950 fand man
Mauerreste im nordöstlichen Bereich neben
dem Foyer. Die jetzigen Grabungen legten
einen Mauerzug in den beiden südöstlichen
Kellern frei, der in Gestalt und Mauertechnik
demjenigen Fund im nördlichen Bereich
der Kirche gleicht. Nun stellt sich die Frage,
stand hier ein Gotteshaus vor der merowingisch-basilikalen Anlage? Oder lässt sich
sogar die Keimzelle christlicher Verehrung,
die bereits in der Römerzeit begann, hier,
in St. Johannis, feststellen? Und wo befand
sich der 1767 durch Brand zerstörte
Paradiesgang, der Johanniskirche und
Martinsdom verband? Um all diese Fragen
beantworten zu können, muss nicht nur der
Georgsaal in seiner östlichen Begrenzung
untergraben werden, sondern auch in dem
davor liegenden Höfchen, werden Grabungen erfolgen. Da allen Verantwortlichen
bewusst ist, dass das Gemeindeleben
zusammenbricht, wenn keine Versammlungsräume zur Verfügung stehen, können
diese Forschungsarbeiten erst beginnen,
wenn Ersatzräume in der Altstadt gefunden
sind. Unser Pfarrer hat bereits Verbindung
mit den Nachbargemeinden aufgenommen.
Ute Ahrens
Der 26. April ist ein wichtiger Termin für
unsere Gemeinde. Alle Gemeindemitglieder
sind aufgerufen, sich an der Wahl für einen
neuen Kirchenvorstand zu beteiligen, der für
die nächsten 6 Jahre unser Gemeindeleben
zusammen mit dem Pfarrer gestalten wird.
Für die Gemeinde ist es wichtig, durch eine
hohe Wahlbeteiligung ihrem neuen Kirchenvorstand (KV) einen breiten Rückhalt
zu geben. Der KV trägt die Verantwortung
für das gesamte Gemeindeleben. Er ist
das Leitungsorgan, das über geistliche,
finanzielle und personelle Fragen entscheidet. Der KV hat die Aufgabe, das Gemeindeleben zu fördern und Menschen zusammenzuführen.
Alle Wahlberechtigten erhalten eine offizielle Wahlbenachrichtigung. Der KV hat
beschlossen, eine allgemeine Briefwahl
durchzuführen, d.h. jedes Gemeindemitglied erhält per Post die Unterlagen für eine
Briefwahl. Dieses Verfahren hat sich bei
der letzten KV-Wahl bewährt, denn durch
dieses Angebot konnte eine erheblich höhere Wahlbeteiligung erreicht werden.
Der neue KV der St. Joahnniskirchengemeinde wird aus 9 gewählten Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern
bestehen. Wir freuen uns sehr, dass sich
12 Personen aus unserer Gemeinde bereit
erklärt haben, für das verantwortungsvolle
Amt im KV zu kandidieren. Alle haben bei
der Gemeindeversammlung bzw. in Ge-
sprächen mit dem Benennungsausschuss
deutlich gemacht, wie sehr sie an dem
geistlichen und gemeindlichen Leben von
St. Johannis interessiert sind und dass sie
bereit sind, sich mit der jeder und jedem
eigenen Kompetenz zu engagieren. Sie
alle haben Talente, die für die zahlreichen
unterschiedlichen Aufgaben in unserer
Gemeinde wichtig und hilfreich sind.
Hier stellen wir Ihnen die Kandidierenden
vor. Wir haben sie gebeten, neben Alter und
Beruf kurz spezifische Aspekte zu nennen,
die für ihre Tätigkeit im KV wichtig sein können und um die sie sich im KV besonders
bemühen wollen. Ihre allgemeinen Vorstellungen haben sie, wie oben gesagt, bereits
überzeugend dargelegt. Wir wünschen
uns allen eine gute Wahl mit einer hohen
Beteiligung unserer Gemeindemitglieder!
6 | K i r c h e n vo rsta n d swa h l
K i r c h e n vo rstan d s wah l
Inke Ried-Neumann, M.A.
Anna Elisa Zernecke
Mir ist die Gemeinde wichtig. Ich
habe mich getragen gefühlt in für
mich schwierigen Zeiten. Da möchte
ich in der gegenwärtigen Umbruchzeit der Gemeinde beistehen.
Dr. Ortwin Schäfer
Pfarrerin Opitz-Chen hat mir
ans Herz gelegt, meine ganze
Energie darauf zu verwenden,
die Gemeinde zusammenzuhalten. Das will ich tun.
Zwei Gründe lassen mich als Kirchenvorsteher
von St. Johannis kandidieren. Einmal ist es mein
Dank unserem Gott gegenüber. Zum anderen
möchte ich meine langjährige Erfahrung als
Kirchenvorsteher auch weiterhin zum Wohle
unserer Gemeinde einsetzen.
7
Christine Krüger
Mir liegt besonders die Bewahrung des
Geistes von St. Johannis in einem geglückt sanierten Kirchenschiff am Herzen.
Ich möchte unsere Konfirmanden und
Konfirmandinnen im Blick behalten. Als
Lehrerin an der Maria Ward-Schule kann
ich mich weiterhin für eine gute Kooperation mit St.Johannis in vielfältiger Weise
einsetzen und möchte auch die weitere
Zusammenarbeit mit den Innenstadtgemeinden unterstützen.
Dr. Karl Rudolphi
Ilona Mende-Daum
Ich kandidiere für den Kirchenvorstand von St. Johannis, hier
habe ich meine geistliche Heimat
gefunden. Meine geistliche Heimat
ist eng mit dem Ort, der Kirche,
und der lebendigen und selbstbewussten Kirchengemeinde verbunden. Damit dies auch in Zukunft
so bleiben wird, dafür möchte ich
mich mit meinem Engagement im
Kirchenvorstand einsetzen.
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Wie in den vergangenen fast 20 Jahren
möchte ich sehr gerne - gerade in der
schwierigen Zeit der Renovierung - der
St. Johannisgemeinde im Kirchenvorstand nach besten Kräften dienen.
Phong Hardy-Welke
Ich kandidiere für die KV-Wahl der St. Johanniskirchengemeinde, weil ich versuchen
möchte, auch die Gemeindemitglieder mit
Migrationshintergrund zu vertreten.
Dina te Kolstee
Mein Bestreben ist, die Wünsche und Belange der Gemeinde
im Kirchenvorstand einzubringen und in ihrem Sinn darauf
hin zu wirken, dass uns die Kirche als Gotteshaus bald wieder zur Verfügung steht. Mein Bestreben ist auch, dass die
Gemeinde in schwierigen Zeiten gut zusammenhält und sich
bei allem von den richtigen Überlegungen leiten lässt.
8 | K i r c h e n vo rsta n d swa h l
W e ltg e b e t stag
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9
Zum Weltgebetstag
von den Bahamas
Katharina Ober
Martin-Paul Buchholz
Als ich vor circa zwei Jahren
nach Mainz gekommen bin, war
ich sehr froh eine neue Gemeinde im Herzen der Stadt für
mich zu finden. Diese Gemeinde möchte ich nach Kräften
unterstützen, dass sie trotz der
Herausforderungen der Renovierung selbstbewusst, lebendig
und offen für alle bleibt.
Erdmann Schott
Ich habe mich von Anfang an sehr
herzlich in die Gemeinde aufgenommen
gefühlt. Das lag am Engagement vieler
Menschen. Im Kirchenvorstand kann ich
etwas zurückgeben.
Seit etwa sieben
Jahren gehöre ich
der Johanniskantorei an, mit viel
Freude am Singen,
aber auch an der
Gemeinschaft, die
dadurch wächst.
Karin Zimmermann
Gerne möchte ich
das Zusammenwirken mit anderen in der Gemeinde intensivieren. Wichtig ist mir auch, dass diese
altehrwürdige Kirche nun bald so gestaltet
wird, dass sie wieder als besonderer Ort
des Gottesdienstes, der Kirchenmusik und
der Begegnung dienen kann.
Die ganzen Veränderungen, die auf uns als
Gemeinde derzeit einströmen, bereichern die Gemeinde, fordern uns aber auch heraus. Ich möchte
gerne weiter mitmachen auf dem Weg, den die
Gemeinde geht, und wünsche mir, dass sie auch in
Zukunft eine so offene Gemeinde bleiben wird.
am 6. März 2015
Traumstrände, Korallenriffe, glasklares
Wasser: das bieten die 700 Inseln der
Bahamas. Sie machen den Inselstaat
zwischen den USA, Kuba und Haiti zu
einem touristischen Sehnsuchtsziel. Die
Bahamas sind das reichste karibische
Land und haben eine lebendige Vielfalt
christlicher Konfessionen.
Aber das Paradies hat mit Problemen zu
kämpfen: extreme Abhängigkeit vom Ausland, Arbeitslosigkeit und erschreckend
verbreitete häusliche und sexuelle Gewalt
gegen Frauen und Kinder. Sonnen- und
Schattenseiten ihrer Heimat – beides
greifen Frauen der Bahamas in ihrem Gottesdienst zum Weltgebetstag 2015 auf.
In dessen Zentrum steht die Lesung aus
dem Johannesevangelium (13,1-17), in der
Jesus seinen Jüngern die Füße wäscht.
Hier wird für die Frauen der Bahamas
Gottes Liebe erfahrbar, denn gerade in
einem Alltag, der von Armut und Gewalt
geprägt ist, braucht es tatkräftige Nächstenliebe auf den Spuren Jesu Christi.
Rund um den Erdball gestalten Frauen
am Freitag, den 6. März 2015, Gottesdienste zum Weltgebetstag. Frauen,
Männer, Kinder und Jugendliche sind dazu
herzlich eingeladen. Alle erfahren beim
Weltgebetstag von den Bahamas, wie
wichtig es ist, Kirche immer wieder neu
als lebendige und solidarische Gemeinschaft zu leben. Ein Zeichen dafür setzen
die Gottesdienstkollekten, die Projekte für
Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt
unterstützen. Darunter ist auch eine Medienkampagne des Frauenrechtszentrums
„Bahamas Crisis Center“ (BCC), die sexuelle Gewalt gegen Mädchen bekämpft.
(Lisa Schürmann, Weltgebetstag der Frauen,
Deutsches Komitee e.V.)
Das Weltgebetstagsteam der Mainzer Innenstadtgemeinden
lädt herzlich ein zum Gottesdienst am 6. März um 17 Uhr in der
Paulusgemeinde, Moltkestraße 1 in Mainz.
10 | I n t e r v i e w
Interview
Dekan Andreas Klodt:
„Fremde sind nicht von hier.
Aber jetzt sind sie hier –
Gott
sei Dank!“
Flüchtlingshilfe und
|
11
Kirchenpräsident Volker Jung lobt das
Bürgerengagement für Flüchtlinge in
unserer Kirche. Er betont aber auch,
dass die Ehrenamtlichen geschult und
ausgebildet werden müssen. Dekan
Klodt: Das ist richtig: Die Ehrenamtlichen brauchen eine Anleitung und
auch Schulung, sei es für eine Gesprächsführung, sei es bei seelsorgerischen Fragen. Ansprechpartner sind
die betreuenden Institutionen für die
Flüchtlingsunterkünfte, sie wissen auch
am besten was konkret gebraucht wird.
Engagement des Evangelischen Dekanats Mainz
Interview mit Dekan Andreas Klodt
Herr Dekan Klodt, nach einem Beschluss
der Mainzer Dekanatssynode haben
Sie ganz spontan im vergangenen Jahr
einen Flüchtlingsfonds über 20.000 Euro
im vergangenen Jahr eingerichtet. Wofür
kann das Geld ausgegeben werden?
Dekan Klodt: Der Flüchtlingsfonds steht
Menschen, die aus ihrem Heimatland
geflohen sind, für Deutschkurse und
Rechtsberatung zur Verfügung. Wir haben
einen Runden Tisch eingerichtet, um
unbürokratisch und ohne zeitliche Befristungen helfen zu können. Die Dekanatssynode hat daraufhin entschieden, 10.000
Euro für Sprachkurse auszugeben und
10.000 Euro für Rechtshilfe in Asylfragen
sowie für oftmals notwendige medizinische Gutachten. Uns ist es wichtig, den
Flüchtlingen nicht nur zu einer Wohnung
zu verhelfen, sondern sie auch bei ihren
Alltagssorgen zu begleiten und zu unterstützen.
Wird es einen solchen Fonds auch in
diesem Jahr geben? Dekan Klodt: Die mit
Kümmern Sie sich um alle Flüchtlinge
oder gilt die „Nächstenliebe“ zuerst
Flüchtlingen christlicher Religion?
Dekan Klodt: Das Dekanat bemüht sich
natürlich um alle, macht aber auch um
Christen keinen „Bogen“.
dem Fonds zur Verfügung stehenden Mittel werden ausgegeben und dann werden
wir Bilanz ziehen und entscheiden, ob wir
einen neuen Fonds auflegen.
In der Presse war zu lesen, dass Sie
auch eine Wohnung in Mainz-Gonsenheim kaufen wollen, um sie Flüchtlingen
zur Verfügung zu stellen. Dekan Klodt: Ja,
nach einem Beschluss der Mainzer Dekanatssynode im Frühjahr hat das Dekanat
eine Drei-Zimmer-Wohnung in Mainz-Gonsenheim angekauft. Darin wurde nun eine
Flüchtlingsfamilie aus Ägypten, koptische
Christen, untergebracht.
Was haben Sie seitens des Mainzer
Dekanats noch zur Unterstützung der
Flüchtlinge unternommen?
Dekan Klodt: Wir sind beispielsweise
auch Mitgesellschafter in der ökumenischen Flüchtlingshilfe, die ebenfalls
Wohnungen, über die ganze Stadt verteilt,
an Flüchtlinge vermieten. Dahinter steht
die Idee, die Flüchtlinge nicht zu „kasernie-
ren“, sondern sie dezentral unterzubringen
und so die rasche Integration zu fördern.
Zugleich engagieren sich die Mainzer Kirchengemeinden auch quartiersbezogen.
So kümmert sich die Evangelische Gemeinde in Gonsenheim um die vierköpfige
Familie aus Ägypten. Oder sie kooperieren
mit den katholischen Gemeinden wie in
Bretzenheim und Marienborn, um Flüchtlingsunterkünfte gemeinsam zu begleiten.
Die Gemeinde in Weisenau ermuntert
wiederum ihre ehrenamtlichen Helfer, sich
direkt im Stadtteil zu engagieren.
Ich möchte in diesem Zusammenhang
auch die Flüchtlingspolitik der Stadt Mainz
loben, die ebenso „unaufgeregt“, mit allen
Partnern und mit Blick auf das Ganze an
die Lösung der Probleme herangeht.
Eine letzte Frage: Wie stehen Sie zum
Thema „Kirchenasyl“? Zwingt die
moralische Verpflichtung in besonderen Situationen zum „staatlichen
Ungehorsam“? Dekan Klodt: Die Kirche
ist ein besonderer Ort. Das macht sie zu
einem Schutzraum, vor dem alle Respekt
haben und der zu einer „Auszeit“ bei
Entscheidungen zwingt. Der Kirchenraum
als „heiliger Ort“ ist in der christlichen
Tradition verankert und zwingt staatliche
Entscheider nachzudenken. Insofern ist
das Thema „Kirchenasyl“ keine Frage
von Rechtsbruch, denn natürlich kann sie
einem Schutzsuchenden letztlich keinen
Rechtsschutz bieten, sondern nur eine
„Atempause“.
Das Interview führte Ilona Mende-Daum
12 | Lu t h e r d e k a d e
F lü c h t l i n gs h i lf e N i g e r i a
Lutherdekade – Themenjahr 2015
Bild und Bibel
Volker Truschel
In Wittenberg wird 2015 ein Mann geehrt, der mit der Reformation und den Reformatoren in besonderer Weise verbunden ist. Es handelt sich um den Maler Lucas Cranach den Jüngeren, der endlich einmal aus dem Schatten seines berühmten Vaters
heraustreten darf und im kommenden Jahr eine adäquate Würdigung erhalten soll.
Hierzu gibt es eine Sonderausstellung in
Wittenberg, Wörlitz und Dessau vom 26.
Juni bis 1. November 2015. Besonders
empfehlen möchte ich Ihnen nach Wittenberg zu fahren und dort die wunderschön
restaurierte Malerwerkstatt der Cranachs
zu besichtigen. Lucas Cranach war neben
seiner künstlerischen Tätigkeit Ratsherr,
Stadtkämmerer und Bürgermeister in
Wittenberg. Neben den Exponaten der
Ausstellung sollte auch der berühmte
Reformationsaltar in der Stadtkirche auf
dem Programm stehen. Sehenswert, das
Tryptichon mit den drei Sakramenten, Tau-
fe, Abendmahl und Beichte. Beim Taufbild
handelt es sich um ein allegorisches Bild.
Die Reformation wird symbolisch aus
der Taufe gehoben. Es ist nicht Luther,
der das Kind auf seinen Armen hält, wie
man meinen könnte, es handelt sich um
Philipp Melanchthon. Schließlich hatte
er den reformatorischen Durchbruch mit
seiner „Confessio“ in Augsburg erreicht.
Im Beichtstuhl wird der damalige Pfarrer
Johannes Bugenhagen abgebildet.
Bild und Bibel ist und bleibt ein spannendes Thema. Angefangen bei den
mittelalterlichen Malereien in den Kirchen,
der so genannten „biblia pauperum“, der
Bibel der Armen, für alle Gläubigen, die
nicht lesen und schreiben konnten, bis hin
zur „modernen“ und
„postmodernen“ Kunst. Wir brauchen gute
Künstlerinnen und Künstler, die uns helfen,
die Bibel besser verstehen zu lernen und
somit eigene Zugänge zu unserem Glauben zu finden. Gerade im digitalen Zeitalter
von Computerbibel, Apps und Smartphones konstatiert der Generaldirektor der
Deutschen Bibelgesellschaft: „Europäische
Kunst ist ohne Bibel nicht zu verstehen!“
Also auch der umgekehrte Weg von der Bibel zum Bild ist ein Weg. Ich wünsche allen
viel Freude und gute Erfahrungen, sich mit
diesem Thema zu beschäftigen.
Witwenprojekt
|
13
Renate Ellmenreich, Pfarrerin
in Nigeria
Im Nordosten Nigerias wütet seit Jahren
die Terroristentruppe „Boko Haram“.
Dieser Name bedeutet soviel wie:
Bildung ist Sünde – und entsprechend
sieht ihr Programm aus.
Alle Schulen in einem Gebiet so groß wie
Hessen und Rheinlandpfalz zusammen
und fast alle Kirchen sind zerstört, viele
Lehrer und Pfarrer ermordet worden.
15 000 Zivilisten sind in den letzten fünf
Jahren umgekommen, die meisten von
ihnen Männer. Frauen und Kinder werden
entführt und missbraucht. Frauen die fliehen konnten sammeln sich in Maiduguri,
der Hauptstadt des Nordostens, die noch
vom Militär gehalten wird. Dort haben sie
einen Verein gegründet, um ihr Überleben
und das der vielen Waisen zu organisieren. Als Protest und Widerstand gegen
das Programm von „Boko Haram“ haben
sie Schulen improvisiert und unterrichten
die Kinder, so gut es geht.
In Mainz haben acht Pfarrerinnen einen
Verein gegründet, „Widows Care e.V,“ um
die Witwen in Maiduguri zu unterstützen. Nähere Informationen zur Situation dort gibt es bei der Pfarrerin der
Paulusgemeinde, Renate Ellmenreich, die
selbst im Nordosten Nigerias fünf Jahre
gearbeitet hat. (Konto: Renate Ellmenreich,
IBAN DE43 5206 0410 0104 9488 66,
Stichwort: Widows Care)
Das nächste ökumenische Gebet für
verfolgte Christen im Irak und Syrien
ist am Samstag, 7. März um 18 Uhr
in der Christuskirche Mainz.
14 | F e stg ot t e s d i e n st e
F e stg ot t e s d i e n st e
Gottesdienste
Ostern, Pfingsten und die Karwoche
St. Johannis
Gründonnerstag, 2.4.2015
18 Uhr
Gottesdienst mit Abendmahl im Georgsaal
Pfarrer Volker Truschel
Karfreitag, 3.4.2015
11 Uhr
Gottesdienst mit Abendmahl in der Maria-Ward-Kapelle
Pfarrer Volker Truschel
15 Uhr
Andacht zur Todesstunde Jesu im Georgsaal
Pfarrer Volker Truschel
Ostersonntag, 5.4.2015
6 Uhr
Ostermorgenfeier in der Josefskapelle,
anschließend Osterfrühstück im Georgsaal
Pfarrer Volker Truschel
11 Uhr
Festgottesdienst mit Abendmahl in der Maria-Ward-Kapelle
Dekan Andreas Klodt
Josefskapelle
Karfreitag, 3.4.2015
10 Uhr
Gottesdienst mit Abendmahl
Pfarrerin Brettschneider-Müller
Ostersonntag, 5.4.2015
10 Uhr
Gottesdienst mit Abendmahl
Pfarrerin Brettschneider-Müller
Pfingstmontag, 25.5.2015
10 Uhr
Festgottesdienst mit Abendmahl
zur Jubiläumskonfirmation
Pfarrerin Brettschneider-Müller
Mundus-Seniorenresidenz
Ostermontag, 6.4.2015
Karfreitag, 3.4.2015
11 Uhr
10.30 Uhr Gottesdienst
Pfarrerin i.R. Annemarie Schäfer
Festgottesdienst im Georgsaal
Pfarrer Volker Truschel
Pfingstsonntag, 24.5.2015
11 Uhr
Festgottesdienst mit Abendmahl in der Maria-Ward-Kapelle
Pfarrer Volker Truschel
Pfingstmontag, 25.5.2015
11 Uhr
Festgottesdienst mit Abendmahl
zur Jubiläumskonfirmation in der Maria-Ward-Kapelle
Pfarrer Volker Truschel
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15
16 | K i r c h e n m us i k
Ansprechende Worte
Orgelkonzerte und
Kammermusik
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17
Diese Worte sprechen mich an.
Einsenderin: Annemarie Schäfer, Pfarrerin i.R.
zur Passionszeit
Kirchenmusik am Sonntagabend in der Christuskirche Mainz. An fünf Sonntagen in der
Passionszeit lädt die Christuskirchengemeinde zu Kirchenkonzerten am Sonntagabend
ein. Das Programm dauert jeweils eine gute Stunde, der Eintritt ist frei.
Sonntag, 1. März 2015, 18 Uhr
Orgelkonzert mit Hans-Joachim Bartsch, Mainz
Werke von Buxtehude, Böhm, Bach, Mendelssohn Bartholdy, Boëly und Gade.
Sonntag, 8. März 2015, 18 Uhr
Orgelkonzert mit Johannes Lang, Freiburg
1. Preisträger des XVIII. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbes
Leipzig 2012
Werke von Buxtehude, Bach, Brahms und Improvisationen.
Sonntag, 15. März 2015, 19 (!) Uhr
Amonta-Quartett, Mainz
Martin Eutebach (Violine), Wolfgang Hertel (Violine), Leonie Hartmann (Viola),
Traudl Herrmann (Violoncello)
Streichquartette von Mozart, Puccini und Verdi.
Sonntag, 22. März 2015, 18 Uhr
Orgelkonzert mit Joachim Dorfmüller, Wuppertal
Werke von Johann Sebastian und C.P. Emanuel Bach, Lindeman und Grieg.
Sonntag, 29. März 2015, 18 Uhr
Orgelkonzert mit Volker Ellenberger, Mainz
Benefizkonzert für die neue Orgel in St. Johannis.
Marcel Dupré, Kreuzweg
„Ihr suchet in der Schrift; denn ihr meinet,
ihr habt das ewige Leben darin;
und sie ist es, die von mir zeuget;
(V40: aber doch wollt ihr nicht zu mir
kommen, dass ihr das Leben hättet.)„
Joh 5,39
Vor 60 Jahren wurde mir von meinem Konfirmator dieses Wort Jesu als Lebensbegleitung auf den Weg gegeben. Damals wussten weder mein Konfirmator noch ich, dass ich
einmal Theologie studieren würde. Aber dieses Wort hat mich ein Leben lang begleitet,
oft als Mahnung, aber auch als Trost und dazu ermutigt, immer wieder die Bibel zu lesen
und zu fragen, was sie mir „heute“ zu antworten hat auf meine Fragen und Probleme.
Bei dem „ewigen Leben“ geht es ja nicht um eine unbestimmte Zukunft, sondern um das
Heute unter Gottes Augen, dort, wo wir versuchen, bei unserem Handeln nach seinem
Willen zu fragen, wie es Martin Niemöller, unser 1. Kirchenpräsident von Hessen und
Nassau, unter dem ich noch mein 1. theologisches Examen abgelegt habe, formulierte:
„Was würde Jesus dazu sagen?“
Dass Gottes Wille unserem Denken und Wollen oft quer läuft, aber andererseits auch
auf unseren krummen Wegen gerade schreiben und uns zu seinem Ziel führen kann,
habe ich oft erfahren dürfen genau so wie die Verheissung, dass Gott sich von den
Suchenden finden lassen will.
Wenn Ihnen auch Worte oder Sätze begegnen,
die Sie ansprechen: Schreiben Sie uns!
An dieser Stelle im Gemeindebrief veröffentlichen
wir solche »ansprechenden« Sätze.
18 | Ko n f i r m a n d e n
J u b i l äu m sko n f i r mat i o n
|
19
Unsere
Konfirmanden
Die Konfirmanden unserer Gemeinde
wurden gemeinsam mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden der Christuskirche unterrichtet. Zum Vorstellungsgottesdienst und zur Konfirmation sind alle
Gemeindemitglieder herzlich eingeladen.
2015
Konfirmation am Sonntag, 17. Mai 2015
um 10 Uhr in der Christuskirche
Vorstellungsgottesdienst
am Sonntag, 3. Mai 2015 um 10 Uhr
in der Christuskirche.
Von links nach rechts: Leon Faedrich,
Max Ringhoffer, Jakob Nanke, Philipp Basten.
Wir laden herzlich ein zu den
Jubiläumskonfirmationen
am Pfingstmontag, 25.5.2015
in der Maria-Ward-Kapelle
Wie in jedem Jahr feiern wir an
Pfingstmontag wieder einen
festlichen Abendmahlsgottesdienst
zusammen mit allen, die ein Konfirmationsjubiläum begehen möchten.
Wir bitten daher alle, die es betrifft,
mit der Pfarramtssekretärin Frau
Silvia Faber Kontakt aufzunehmen
zu den üblichen Öffnungszeiten.
Goldene Konfirmation
Jahrgang 1951/1952
Diamantene Konfirmation
Jahrgang 1941/1942
Eiserne Konfirmation
Jahrgang 1936/1937
Gnadenkonfirmation
Jahrgang 1931/1932
Kronjuwelen Konfirmation
Jahrgang 1926/1927
Eichene Konfirmation
Jahrgang 1921/1922
Engelskonfirmation
Jahrgang 1916/1917
20 | C i t y k i r c h e
C i t yk i r c h e
Die neue
Stadtkirchenarbeit
Gregor Ziorkewicz
Liebe Leserinnen und Leser, seit Januar 2015 bin ich Pfarrer für Stadtkirchenarbeit an der St. Johanniskirche. Dies ist eine neu geschaffene
Stelle des Evangelischen Dekanats hier in Mainz, hier an der St. Johanniskirche, dem „Aldedum“, dem Alten Dom. Ich freue mich sehr, dass
das Dekanat mich mit dieser verantwortungsvollen Aufgabe betraut hat.
Es ist eine große Herausforderung inmitten
der Landeshauptstadt Mainz evangelische
Kirche in der Stadt mitzugestalten. Dank der
Entdeckungen und Ausgrabungen besteht
hier doch eine einzigartige Chance aber
auch die große Verantwortung, St. Johannis
in Zukunft eine Form zu geben, die zeitgemäß aber dennoch zeitlos sein soll. Eine
Aufgabe, die in St. Johannis im wahrsten
Sinne des Wortes Tradition hat. Immer wieder wurde die Kirche um- und ausgebaut.
Immer wieder neu haben die Menschen, die
für diese Kirche Verantwortung getragen
haben und tragen, darum gerungen, welche
Funktion Kirche mitten in der Stadt haben
soll. Immer wieder stellten sie sich die Frage
neu, wie ist eine Kirche zu bauen, die der
Ehre Gottes und dem Seelenfrieden der
Menschen dient. Wie muss unsere Kirche
gestaltet sein, dass sie für Gottesdienste
und Andachten „funktioniert“. Und die Liste
der Antworten an St. Johannis ist lang.
Immer wieder neu, das zeigen die Auf- und
Umbauten der St. Johanniskirche nun sehr
deutlich, haben die Bauherren ihre Vision
und Symbol des Himmlischen Jerusalems
gebaut und gestaltet. Als erdverbundene
schützende romanische Burg, in der Könige
gekrönt wurden, als lichtdurchflutete, himmelswärtsweisende leuchtender Gottes-
tempel der Gotik, als lebensfrohes barockes
Bilderbuch, als strenger Gottestempel der
Reformation, in dem nur allein das Wort
Gottes und dessen Geist wirken soll, als Jugendstilkirche mit einem alles überragenden
Himmelszelt, und schließlich aufgrund der
Zerstörungen des II. Weltkrieges als einfacher bewusst schlicht gehaltener weißer
Gottesdienstsaal.
Die aktuelle Situation an St. Johannis und
die erfreulichen überragenden Erkenntnisse,
die die Fachleute ans Tageslicht gebracht
haben, ist eine große Chance, sich in diese
seit Jahrhunderten stattfindende Debatte
einzuklinken und gemeinsam an einem Konzept für die St. Johanniskirche zu arbeiten.
Gemeinsam Kirche zu gestalten, die den
unterschiedlichen Formen des Gemeindelebens Rechnung trägt, aber auch der Tatsache, dass die St. Johanniskirche „evangelische Botschafterin“ mitten in der Stadt ist,
in Nachbarschaft zum Dom, an den Hauptlinien der Stadt und ihrer Menschen. Keine
einfache Aufgabe. Aber eine lohnende. Der
hohe Zuspruch und das große Interesse bei
der Nacht der offenen Kirche und dem Tag
des Denkmals im vergangenen Jahr zeigen,
wie gespannt die Mainzerinnen und Mainzer
und die Menschen der Region sind, etwas
über die Geschichte und Geschichten
dieser Kirche zu erfahren.
In den ersten Wochen und Monaten habe
ich und werde ich eine Vielzahl von Gesprächen mit Vertretern des Dekanats, der
Gemeinde, der Stadt und der Landeskirche führen. Natürlich bin ich auch bei den
Besprechungen der Forscherinnen und
Forscher rund um die St. Johanniskirche
beteiligt. Nun soll es für mich daran gehen,
die Menschen in der Stadt und der Region
auf diesen Schatz aufmerksam zu machen,
ihnen die Möglichkeit geben, sich über den
aktuellen Stand der Dinge an St. Johannis
zu informieren, die herausragende Bedeutung als die wohl die älteste erhaltene Kirche
in Mainz ihnen nahe zu bringen. Hier arbeite
ich zur Zeit an einem Internetauftritt. Darüber
hinaus erarbeite ich eine Konzeption für
Führungen und Begehungen der Kirche, die
neben der Darstellung ausgewählter Funde
auch die jeweils theologisch-geistliche Dimension der Bauepoche(n) zur Geltung und
ins Gespräch bringt. Die Baustellensituation
ist hierin eine Chance. Die aktuelle Situation
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21
von St. Johannis zeigt uns: als Kirche sind
wir ständig in Veränderung, im Wandel, in
einer ReFORMation. Es ist gut reformatorisch, diesem Wandel Raum, Zeit und Geist
zu geben. Ein theologischer Studientag zu
St. Johannis, an dessen Vorbereitung ich
mitwirke, ist ein weiterer Baustein in dieser
Diskussion. Ich bin darauf sehr gespannt.
Mit einer umfassenden und abgestimmten
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit möchte ich
dazu beitragen, dass sich viele Menschen
für die neue St. Johanniskirche begeistern,
damit sie sich geistlich zu Hause fühlen,
dass sie gerne einkehren und gestärkt „
fröhlich ihrer Straße ziehen“, wie es in der
Apostelgeschichte 8,39. heißt. Ich freue
mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen
in Mainz, auf die vielen Begegnungen mit
Menschen, die die St. Johanniskirche (neu)
entdecken, denn: „ wir können’s ja nicht
lassen, von dem zu reden, was wir gesehen
und gehört haben. Apg, 4. 20.
Pfarrer Gregor Ziorkewicz ist Jahrgang 1961,
geboren in Frankfurt am Main. Lebt seit 1997 in
Oppenheim in Rheinhessen. Verheiratet. Studium
der Evangelischen Theologie in Frankfurt am Main,
Montpellier, Frankreich und Hamburg. Vikariat
an der Lutherkirche in Wiesbaden. Pfarrer in
Nierstein und Mainz-Laubenheim. In den letzten
15 Jahren war er Beauftragter für evangelische
Öffentlichkeitsarbeit im Propsteibereich Rheinhessen mit Schwerpunkt für die Dekanate Mainz und
Oppenheim. Referent für Externe Kommunikation
und Veranstaltungen in der Landesgeschäftsstelle
der Diakonie Hessen in Frankfurt am Main. Neben
seiner Tätigkeit als Pfarrer ist Ziorkewicz Mitglied
im Beirat für Stadtkirchenarbeit des Dekanats Oppenheim, Mitglied im Arbeitskreis „Offene Kirche
der EKHN“, ist Reiseleiter bei Biblische Reisen,
Stuttgart, mit Reiseschwerpunkt Frankreich.
Foto: Teresa Klingelhöfer
22 | Na c h ruf u n d F i l m
B e n e f i z ko n z e rt
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23
Vorschau auf
wunderbare Musikereignisse
Volker Ellenberger, Dekanatsmusiker
Nachruf
Stephan Müller-Kracht, langjähriger
Pfarrer in Mainz-Mombach und
stellvertretender Dekan, starb nach
schwerer Krankheit am vergangenen
Samstag im Alter von 56 Jahren.
Pfarrer Stephan Müller-Kracht wurde
1958 in Bad Marienburg/Westerwald
geboren und absolvierte sein Theologiestudium in Frankfurt/M. und Freiburg.
Nach dem Vikariat in Kriftel trat er seine
erste Pfarrstelle in der Paulusgemeinde
Mainz an. 1992 wechselte er zur Evangelischen Kirchengemeinde Mainz-Mombach, wo er 22 Jahre lang als engagierter Pfarrer und Seelsorger wirkte. Seit
2005 hatte Müller-Kracht auch das Amt
des stellvertretenden Dekans im Evangelischen Dekanat Mainz inne. 2009/2010
übernahm er kommissarisch das Amt
des Dekans. Als Mitglied im Dekanatssynodalvorstand lagen seine Arbeitsschwerpunkte in der Altenseelsorge, Erwachsenen- und Familienbildung sowie
bei den Evangelischen Kindertagesstätten. Pfarrer Müller-Kracht ist auch vielen
Mitgliedern der St.Johannisgemeinde
bekannt. So war er immer Besucher der
Johanniskirche in der Nacht der offenen
Kirchen,er war auch zeitweise mit den
Planungen zum Anbau der kirchlichen
Kommunikationsstelle betraut. Die St.
Johanniskirchengemeinde wird ihm ein
ehrendes Andenken bewahren.
Wer denkt bei dem Namen Johann Sebastian Bach nicht an dessen unvergleichliche
Passionsvertonungen nach Matthäus oder Johannes oder an das Weihnachtsoratorium, das alle Jahre wieder aufgeführt werden muss. Sie alle gehören mittlerweile zum
Standardrepertoire größerer Chöre.
Leviathan
Regie: Andrej Zvjagincev
Drehbuch: Oleg Negin, Andrej Zvagincev
Musik: Philip Glass
Russland 2014
Film des Monats März 2015
Der Automechaniker Kolja lebt mit seiner
Frau und seinem Sohn aus erster Ehe
im Norden Russlands, an der Küste der
Barentssee. Schon seit Jahren liegt er
mit dem Lokalpolitiker Vadim im Rechtsstreit: Vadim möchte mit allen Mitteln das
Grundstück in die Hände bekommen, auf
dem Koljas Holzhaus steht. Kolja hält mit
seinem Freund, dem Moskauer Anwalt
Dimitrij, dagegen. Aus diesem Konflikt
entfaltet Andrej Zvjagincevs Film ein
detailreiches und düsteres Porträt der
russischen Gesellschaft. Er zeichnet das
schonunglose Bild eines Landes, das in
einem Zirkel von Aggression und Depression gefangen ist. In dieser Welt sucht
die Jugend Zuflucht in einer Kirchenruine,
während sich zugleich Politik und orthodoxe Kirche zum gegenseitigen Vorteil
verbündet haben.
Nur wenige kennen aber sein Osteroratorium, das erstmals 1725 in Leipzig aufgeführt wurde. Dieses selten gespielte und
gesungene Werk steht in nichts den sechs
Kantaten zum Weihnachtsfest (Weihnachtsoratorium) nach: Barocke Festlichkeit durch ein opulent besetztes Orchester,
Inszenierung des österlichen Geschehens
durch madrigaleske Dichtung, klangschöne
Chöre sowie ausdrucksstarke Arien sind
nur einige Kennzeichen dieses Werkes.
Dietrich Buxtehude, einer der „Organistenmacher Deutschlands“ sowie überaus
fruchtbarer Komponist an St. Marien
Lübeck, zu dem auch Bach reiste, um „da-
selbst einiges in seiner Kunst zu begreifen“,
war das Schicksal wenig gnädig. Als letzter
und bedeutendster Repräsentant des
norddeutschen Barock geriet Buxtehude
nach seinem Tod schnell in Vergessenheit.
Erst im Zuge der Bach-Renaissance im 19.
Jahrhundert widmete man sich auch diesem Komponisten. Die Attitüde des „NochNicht Vollkommenen“ (Buxtehude als
„Vorläufer“ des großen Bach)ist in Unkenntnis seines umfangreichen Werkes zu einem
Markenzeichen geworden. Erst durch eine
gegen Ende des 20. Jahrhunderts eingeleitete musikwissenschaftlich ernsthafte
und vorurteilsfreie Beschäftigung wurde
Buxtehude als eine eigenständige Musik-
24 | B e n e f i z ko n z e r t
größe erkannt. Unter seinem Kantatenwerk
sticht die Osterkantate „Heut triumphieret
Gottes Sohn“ durch ihre große Besetzung
und durch ihren Umfang hervor. Ein viel zu
selten aufgeführtes Werk, das verdient, der
Vergessenheit entrissen zu werden.
Beide Werke werden am Sonntag,
26. April um 20 Uhr in der Quintinskirche
aufgeführt. Herzliche Einladung!
Das 20. Jahrhundert galt als das Zeitalter
der Entdeckung von Heinrich Schütz. Sein
Werk wurde zum Maßstab junger Komponisten der „erneuerten Kirchenmusik“
(Pepping, Distler etc.)propagiert. Mit der
Zeit wurde es still um den Komponisten,
der einstmals zum Bannerträger der
evangelischen Kirchenmusik deklariert
wurde. Nur selten finden sich bedeutende
Kompositionen des Dresdner Hofkomponisten auf den Konzertprogrammen, aus
dem gottesdienstlichen Repertoire scheint
er gänzlich verbannt worden zu sein (bis
auf kleinere Werke).
Bu c h
Dabei gibt es noch heute viel zu entdecken:
Z. B. sein „Der Schwanengesang“, eine
Psalmenvertonung von Psalm 119, Psalm
100 und das deutschen Magnificat. Kurz
vor seinem Tod entstanden, erweist sich
Schütz in seinem „Schwanengesang“ noch
einmal als ein unvergleichlicher Meister
der Chorkomposition. Schütz, der selbst
italienische musikalische Neuerungen
importierte und stets wie sein großes
Vorbild Claudio Monteverdi neue Stile mit
dem bewährten Alten zu verbinden wusste,
entschied sich bewusst für einen schon
damals als veraltet empfundenen Stil für
seinen „Schwanengesang“. Noch einmal
erweist sich Schütz als unübertroffener
Meister klangopulenter Chormusik, die im
Dienst der Wortausdeutung steht.
Bearbeitet für ein Orchester mit Renaissance-Instrumenten sowie für Solisten
und Chöre erklingt dieses in Mainz noch
nicht aufgeführte Werk am Sonntag,
8. November um 20 Uhr in der Quintinskirche. Herzliche Einladung!
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25
Wegbereiter der Gewissensfreiheit: Jan Hus (1369-1415)
Ute Ahrens
Die Bibel sei „ganz wahr und hinreichend
zur Seligkeit des Menschengeschlechts“,
sie stehe über der Autorität der Kirche. Und
jeder solle in der Lage sein, die Heilige
Schrift in seiner Muttersprache zu lesen.
Wir meinen, Luther zu hören; aber diese
reformatorischen Gedanken wurden schon
100 Jahre vor ihm von Jan Hus vertreten. Mit
Vehemenz berief er sich auf die Aussagen
der Schrift und forderte die Geistlichkeit auf,
Prunk und Käuflichkeit aufzugeben. Diese
Ideen hatte er in den Schriften des englischen Reformators John Wyclif gefunden
und verbreitete sie nun in seiner Heimat
Böhmen. Hier fand er eine große Anhängerschaft, auch wegen seiner leidenschaftlichen
Predigten und Schriften in der Muttersprache. Aber auch die Gegnerschaft war groß,
besonders im Klerus, der um seine Privilegien fürchtete. Vor 600 Jahren geschah
dann das Schreckliche. Jan Hus wurde zum
Konzil nach Konstanz geladen, wo sich die
Geistlichkeit von ganz Europa versammelt
hatte, um Wege zur Einheit der Kirche zu
finden. Hus war voller Zuversicht, dort nach
allen Regeln der theologischen Disputation
seine Lehren verteidigen und durchsetzen zu
können, zumal ihm vom König freies Geleit
versprochen war. Aber schon bald wurde
deutlich, dass die Kardinäle und Bischöfe
in Konstanz ihn als verdammungswürdigen
Ketzer ansahen.Da Hus unbeirrt und unbeugsam seine Lehren vertrat, sich nur auf
sein Gewissen berufend, wurde er verurteilt
und 1415 grausam mit dem Feuertod bestraft. Bis heute ist das Urteil nicht von der
katholischen Kirche aufgehoben worden.
Ob das unter Papst Franziskus gelingen
wird? Wie sahen das Leben, die Werke, die
Lehre und das religiöse Umfeld des großen
Reformators Jan Hus genauer aus? Was geschah nach seinem Feuertod? Umfassend
und kenntnisreich wird das Leben von Jan
Hus, eingebettet in den gesamten historischen Kontext, von Richard Friedenthal in
Jan Hus – Der Ketzer und das Jahrhundert
der Religionskriege dargestellt ebenso wie
die Nachwirkungen insbesondere in Böhmen. Näheres über das Konstanzer Konzil
mit wunderbaren Bildern aus der zeitgenössischen Richental-Chronik enthält das
Heft Damals (2/2014). Die reformatorischen
Aspekte und die Geschichte der Hussiten in
Böhmen stehen im Vordergrund des Heftes
Jan Hus – Die Wahrheit siegt von Uwe
Hauser. Es ist ursprünglich als Materialienheft für den Unterricht konzipiert, eignet sich
aber für jeden Interessierten.
Richard Friedenthal: Der Ketzer
und das Jahrhundert der
Revolutionskriege, Serie Piper
Damals – Das Magazin für
Geschichte, Ausgabe 2/2014
Uwe Hauser: Jan Hus – Die
Wahrheit siegt, Verlag 89, 2013
26 | u n t e r u n s
k i r c h e n m us i k
Trauer
Gottesdienste und Gebete
Anna Elisabeth Sengutta
Ilse Gerdrut Zimmermann
Ursula Johanna Göbel
Emmy Elisabeth Berthes
Karl Naumann
Margareta Kühnert
(während der Innenrenovierung
im Georgsaal)
Zum Titelbild:
Die Passionsblume
Die meisten der über 530 PassionsblumenArten stammen aus Süd-, Mittel- und
Nordamerika. Ungefähr 25 Arten kommen
in Australien, Asien, Madagaskar und eine
auf den Galapagos-Inseln vor. Christliche
Einwanderer erkannten in den Blüten
Symbole der Passion Christi. Dabei symbolisieren die zehn Blütenblätter die Apostel
ohne Judas und Petrus, die Nebenkrone
(violett-weiß) die Dornenkrone, die fünf
Staubblätter (gelb, pentagon-ähnlich) die
Wunden und die drei Griffel (rotbräunlich,
oben) die Kreuznägel. Die Sprossranken
sollen auch die Geißeln symbolisieren. Entsprechend der Name Passiflora incarnata,
lat. die Fleischgewordene (wie Christus
incarnatus). Im Laufe der Zeit deuteten
die Christen auch andere Pflanzenteile als
religiöse Symbole. (Quelle: Wikipedia)
Hauptgottesdienst in St. Johannis
Sonntag, 11 Uhr, Hl. Abendmahl
an jedem 3. Sonntag im Monat
Gebet für den Einzelnen, die Gemeinde
und die Welt, Dienstag 19.00 Uhr
Ökumenisches Gebet (Taizé)
Mittwoch, 19.30 Uhr
(im OG Gemeindehaus)
Wochenschluss-Andacht mit
Abendmahl, Freitag, 19 Uhr
Bibelkreis, jeden 2. Montag im Monat,
18 Uhr im Georgsaal (Kontakt: Gerdi von
Bauer, Telefon 473783)
Besuchsdienstkreis, Termine werden
angekündigt, bei Interesse an Teilnahme
bitte melden bei Pfarrerin BretschneiderMüller (Seelsorgerin im Mainzer Altenheim), Telefon 06132-716918
Gottesdienste in der Josefskapelle im Mainzer Altenheim
Evangelischer Gottesdienst
an jedem 1. und 3. Sonntag des Monats
und an Kirchlichen Feiertagen.
Samstagsgottesdienste
nur noch in Ausnahmefällen
Gottesdienst im Bruder-Konrad-Stift
jeden 2. Dienstag im Monat um 15 Uhr
27
Musik in der Josefskapelle
im Mainzer Altenheim
Regelmäßig jeden 1. Samstag im Monat,
11.30 bis 12 Uhr
Cembalo- und Orgelmusik
mit Volker Ellenberger
(außer in den Schulferien)
Frühjahrskonzert in St. Quintin
Sonntag, 26. April 2015 um 20 Uhr
Johann Sebastian Bach: Osteroratorium
Dietrich Buxtehude: Kantate „Heut triumphiert Gottes Sohn“
Eintritt frei
Musik zur Passionszeit
in der Christuskirche Mainz
Sonntag, 1. März, 8. März, 15. März, 22. März und 29. März
An fünf Sonntagen in der Passionszeit lädt die Christuskirchengemeinde zu
Kirchenkonzerten am Sonntagabend ein. Das Programm dauert jeweils eine
gute Stunde. Der Eintritt ist frei.
Gottesdienste in der
Mundus-Seniorenresidenz
jeweils am letzten Freitag im Monat
um 10.30 Uhr
|
Orgelkonzert mit Volker Ellenberger
Sonntag, 29. März 2015 um 18 Uhr
Marcel Dupré: Le Chemin de la Croix (Der Kreuzweg)
Orgelkonzert mit Volker Ellenberger, Mainz.
Benefizkonzert für die neue Orgel in St. Johannis.
Weitere Erläuterungen und Informationen zur Kirchenmusik lesen
Sie bitte auch auf den Seiten 15 und 23.
G e m e i n de bri e f Der evangelischen St. Johanniskirchengemeinde
Evangelische
St. Johanniskirchengemeinde
Bischofsplatz 10
55116 Mainz
www.johannis-mainz.de
Pfarrer
Volker Truschel
Telefon 01523-4173223
[email protected]
Mainzer Altenheim
Pfarrerin
Silke Bretschneider-Müller
Telefon 0 61 32 / 71 69 18
[email protected]
Kantor und Organist
Volker Ellenberger
Telefon 0 61 31 / 96 00 428
[email protected]
Hausmeister
Wolfgang Schramm
Mobil 01523-4173235
Dienstzeit: Mo-Sa von 8 bis 11 Uhr
Gemeindebüro
Silvia Faber
Telefon 0 61 31 / 23 42 27
Fax 0 61 31 / 9 72 74 52
[email protected]
Öffnungszeiten:
Mittwoch von 11 bis 14 Uhr,
Freitag von 9 bis 12 Uhr
Kirchenvorstand
Vorsitzender:
Volker Truschel, Pfarrer
Stellvertretende Vorsitzende:
Inke Ried-Neumann, M.A.
Spendenkonto
Mainzer Volksbank e. G.
IBAN DE20 5519 0000 0500 235 056
Impressum
Redaktion: Pfarrer Volker Truschel,
Pfarrerin Bettina Klünemann (bis
31.1.2015), Dr. Helga Mosler, Ute Ahrens,
Ilona Mende-Daum
Gestaltung: Angela Sabo,
www.herzwerk-gestaltung.de
Titelbild: Die Passionsblume,
Quelle: Wikipedia, Wissenswertes zur
Passionsblume auf Seite 26
Druck: Kirchendruckerei Reintjes
Graphischer Betrieb Kleve
Auflage: 2.200 Stück