Programmheft 7. Sinfoniekonzert - Badisches Staatstheater

BEETHOVEN
SCHUMANN
MENDELSSOHN
BARTHOLDY
7. SINFONIEKONZERT
14/15
Beethoven Schumann
Mendelssohn Bartholdy
7. SINFONIEKONZERT
Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Ouvertüre zu Die Geschöpfe des Prometheus op. 43 5’
Robert Schumann (1810 – 1856)
Konzertstück für vier Hörner und Orchester 20’
F-Dur op. 86
I.Lebhaft
II. Romanze. Ziemlich langsam, doch nicht schleppend
III. Sehr lebhaft
– Pause –
Wir machen darauf aufmerksam, dass Ton- und/oder Bildaufnahmen unserer
Aufführungen durch jede Art elektronischer Geräte strikt untersagt sind.
Felix Mendelssohn Bartholdy Lobgesang 65’
(1809 – 1847)
Sinfonie-Kantate B-Dur op. 52
I. Sinfonia:
Maestoso con moto
Allegretto un poco agitato
Adagio religioso
II. Chor und Sopran:
Alles, was Odem hat, lobe den Herrn
III. Rezitativ (Tenor):
Saget es, die ihr erlöst seid durch den Herrn
IV. Chor: Saget es, die ihr erlöst seid durch den Herrn
V. Duett (Sopran I und II) mit Chor:
Ich harrete des Herrn
VI. Tenor solo: Stricke des Todes hatten uns umfangen
VII. Chor: Die Nacht ist vergangen
VIII. Choral: Nun danket alle Gott
IX. Sopran und Tenor: Drum sing ich mit meinem Liede
X. Chor: Ihr Völker, bringet her dem Herrn
Dominik Zinsstag, Frank Bechtel, Jörg Dusemund & Peter Bühl Horn
Ks. Ina Schlingensiepen Sopran
Stefanie Schaefer Mezzosopran
Ks. Klaus Schneider Tenor
Ulrich Wagner Choreinstudierung
Johannes Willig Dirigent
BADISCHER STAATSOPERNCHOR & EXTRACHOR
BADISCHE STAATSKAPELLE
3.5.15 11.00 GROSSES HAUS
4.5.15 20.00 GROSSES HAUS
Dauer ca. 2 Stunden, Einführung 45 Minuten vor Konzertbeginn
&
licht
Feuer
Die drei Werke dieses Konzerts sind ein
wunderbares Beispiel dafür, wie wenig
Schubladen taugen. Ein halbes Jahrhundert umfasst die Spanne ihrer Entstehung.
Beethoven, der Klassiker, steht neben
Schumann, dem Romantiker, aber beide
bedienten sich der gleichen Form, der
Sonatenform. Nichts anderes tat in seiner
Sinfonie-Kantate Mendelssohn, der den
Klassiker Mozart, soweit er von ihm lernte,
sicher für einen Romantiker hielt.
Es kommt eben immer auf den eigenen
Standpunkt an, daraus ergibt sich dieser
oder jener Blickwinkel. Das musste auch
Beethoven nach der Premiere des Balletts
Die Geschöpfe des Prometheus erfahren:
Die Kritiker konnten gar nicht genug finden
an Kritisierenswertem. Doch das Ballett
wurde 29 mal aufgeführt, was für die damalige Zeit schon außergewöhnlich war.
Und die damals ebenso scharf kritisierte
Ouvertüre ist ein Renner im internationalen
Konzertrepertoire bis auf den heutigen
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Tag. Der Blickwinkel darf eben nicht zu eng
sein, sonst wird gerade das Besondere
übersehen.
Beethoven feierte Prometheus, weil er
den Menschen das Feuer gebracht und sie
dadurch von den Göttern unabhängig gemacht hatte – das Feuer steht auch für das
Licht der Aufklärung. Als Beethoven starb,
war Mendelssohn 18 Jahre alt und die
Welt Mitteleuropas hatte sich vollständig
gewandelt. Statt dem Licht der Aufklärung
herrschte die Finsternis der Unterdrückung
von Freiheit. Vielleicht ruft der Chor im
Lobgesang deshalb so inständig nach den
„Waffen des Lichts“? Und zwischen Beethoven und Mendelssohn steht nicht ein
Graben, sondern eine Brücke.
Beethoven: Prometheus-Ouvertüre (1801)
Beethoven war 1792 nach Wien gekommen, hatte seine musikalische Bildung ausLudwig van Beethoven
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gebaut und als Klaviervirtuose vor allem
für sein eigenes Instrument komponiert,
so auch die ersten beiden Klavierkonzerte.
Seine erste Sinfonie schrieb er erst im
Jahr 1800 zuende. Im selben Jahr setzte
Fürst Lichnowsky ihm ein jährliches Gehalt von 600 Gulden aus, das Beethovens
freie künstlerische Existenz sicherte. Der
Komponist war also bereits ein berühmter
Mann, als der Ballettmeister des Hofburgtheaters, Salvatore Viganò (1769 – 1821),
ihn um die Musik zu einem PrometheusBallett bat. Uraufführung war am 28. März
1801 im Wiener Hofburgtheater, aber
weder Libretto noch Choreographie sind
erhalten geblieben.
Dass der Prometheus-Stoff für Beethoven
wie geschaffen war, ist klar: Prometheus
erzürnte die Götter, weil er den von ihm
geschaffenen Lehmklumpen das Feuer
brachte, um sie zu einem menschlichen
Leben zu befähigen. Er bittet sogar Apollo
und die Musen auf dem Parnass darum, sie
zu sittlichen und empfindsamen Wesen zu
erziehen. Das Thema des Schluss-Tanzes
hat Beethoven in den Klaviervariationen
opus 35 und in seiner Dritten Sinfonie wieder aufgegriffen, der Eroica.
Prometheus, der „die Menschen seiner
Zeit von ihrer Dummheit heilte und ihnen
Manieren, Sitten und Moral lehrte“: Beethoven war ein Anhänger der Ideen der
Französischen Revolution und bewunderte den Ersten Konsul Napoleon, der das
bürgerliche Recht in Europa verbreitete
– wenn auch mit Kanonen. Den Menschen
das Feuer bringen – das machte aus Napoleon einen Prometheus, der sich mit den
Göttern anlegt (oder jedenfalls mit den
„Herrschern von Gottes Gnaden“). Die
Eroica ist also in erster Linie eine Prometheus-Sinfonie.
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Entsprechend streng und entschlossen ist
daher die Ballett-Ouvertüre – da geht es
nicht um den Auftakt zu einem verzärtelten
Gehopse. Dafür wäre Viganò auch gar nicht
der richtige Mann gewesen, der die Wiener
schon dadurch erschreckte, dass er den
Tänzern die Kostüme auszog, um sie durch
fleischfarbene Trikots zu ersetzen: die elementare Bewegung des scheinbar nackten
Körpers war ein Schritt zur Wahrheit auf
der Tanzbühne, wie Beethovens Musik ein
Schritt zur Wahrheit auf dem Konzertpodium war. Und dazu war die Sonatenhauptsatzform das ideale Gefäß, das Beethoven
im Kopfsatz seiner Ersten Sinfonie bereits
im Orchester gemeistert hatte. Nun hatte
er seine erste Ouvertüre komponiert – der
noch einige weitere in diesem Monumentalstil folgen sollten. Sie alle sind seitdem
auf dem Konzertspielplan und für kommende Komponistengenerationen beispielhaft
geblieben.
Schumann: Konzertstück für vier Hörner
und Orchester (1849)
Folgen einer Ehe: das Jahr 1840 war Robert Schumanns Liederjahr, 1841 führte
Mendelssohn Schumanns Frühlingssinfonie zum ersten Mal auf – nun schrieb der
Komponist mit Begeisterung für Orchester – die d-Moll-Sinfonie folgte noch im
selben Jahr, auch wenn sie als die Vierte
veröffentlicht wurde. Die folgenden Jahre
standen unter verschiedenen Schwierigkeiten: Schumanns bipolare Störung setzte ihm ebenso zu wie die Folgen seiner
Syphilis-Infektion. Erst im Dezember 1849
erhielt er in Düsseldorf als Städtischer
Musikdirektor – und damit einer der Nachfolger seines gerade verstorbenen Freundes Mendelssohn – wieder eine angemessene Anstellung. Im Frühjahr 1849 war in
Robert Schumann
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Dresden das Konzertstück für vier Hörner
und Orchester entstanden.
ist er wieder ohne die sinfonische Bezeichnung gedruckt.
Schumann genoss es, dass er infolge der
Erfindung des Ventilhorns chromatisch
schreiben konnte, und nahm sich als Ziel,
die ganze Klangpracht eines Hornquartetts
auf dem Konzertpodium zur Entfaltung zu
bringen. Es ist tatsächlich ein veritables
Konzert geworden, dreisätzig wie ein
Klavierkonzert, mit entsprechender SatzGliederung in schnell – langsam – schnell.
Ein Unikum im Konzertrepertoire, aber ein
urromantisch-unwiderstehliches.
Die Nummerierung der Sinfonien von Mendelssohn ist ebenso durcheinander wie bei
Schumann. Der junge Mendelssohn hatte
zwölf Streichersinfonien komponiert, die
sich eher an Berliner Modellen und Aufgaben orientierten. Zum 19. Geburtstag
seiner Schwester Fanny am 14. November
1824 schrieb der 15-Jährige jedoch eine
Sinfonie Nr. 1 c-Moll opus 11 für volles
Orchester, die er dann auch als solche drucken ließ. Haydn, Mozart und Beethoven
hatten in den beiden Jahrzehnten um 1800
so eindrucksvolle Sinfonien geschrieben,
dass damit nicht nur die Gattung zum Gipfel der Instrumentalmusik wurde, sondern
diese Vorbilder jedem, der neue Sinfonien
schreiben wollte, Angst einjagen mussten:
Wenn ich daran gemessen werde, wie
könnte ich da bestehen? Eine c-MollSinfonie: das bedeutete nach Beethovens
Schicksalssinfonie (1808) einen hohen
Anspruch, dem sich aber auch etliche Zeitgenossen wie Ferdinand Ries (1814), Louis
Spohr (1828) oder Franz Lachner (1835)
stellten.
Mit zwei kräftigen Orchesterakkorden
wird das Hornquartett eingeführt. Der
lebhafte erste Satz entfaltet sich in Sonatenhauptsatzform. In der Romanze tragen
Celli und Oboen ein Thema vor, das dann
von den Hörnern aufgenommen wird. Das
Trio gleicht einem poetischen Choral, bevor
die Wiederkehr des ersten Themas die
Wiederholung des A-Teils ankündigt. Ohne
Pause geht es weiter in den „sehr lebhaften“ dritten Satz mit seinen vielen Läufen
und Arpeggien; hier lebt die Energie des
ersten Satzes in einer noch gesteigerten
Form wieder auf: Halali „mit Bravour bis
zum Schluss“!
Mendelssohn: Lobgesang (1840)
Der Lobgesang wurde am 25. Juli 1840 von
etwa 500 Sängern vor rund 2000 Zuhörern
in der Leipziger Thomaskirche uraufgeführt. Im Dezember erklang das Werk noch
einmal am gleichen Ort in der endgültigen,
erweiterten Fassung. Felix Mendelssohn
Bartholdy ließ seinen Lobgesang als Sinfonie-Kantate drucken – zur Sinfonie Nr. 2
wurde er erst nach dem Tod des Komponisten; in der neuen Mendelssohn-Ausgabe
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In seiner Ersten erreichte der jugendliche Mendelssohn immerhin bestes
Haydn-Niveau: Sein Sonatenhauptsatz
wird originell durch eine umfangreiche
romantische Coda. Die Durchführung des
temperamentvollen Satzes springt munter
durch die Tonarten, bemüht sich aber gar
nicht erst um raffinierte Verarbeitung.
Nach der verkürzten Reprise geht die
Musik jedoch in einen neuen Aggregatzustand über: wir finden uns in einem neuen
Raum, der das Sinfonische mit dem klangfreudig Opernhaften verbindet und zweifellos von Webers Freischütz-Ouvertüre
angeregt ist.
Felix Mendelssohn Bartholdy
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Der eigenständigste Satz ist das Andante,
das sein reiches Themen- und Motivarsenal in einer fantasiereichen Form aus
immer wieder neuen Blickrichtungen
präsentiert. Das Menuett ist eigentlich
ein Scherzo, trägt seinen Namen aber aus
Verehrung für Mozart, dessen Menuett
aus der großen g-Moll-Sinfonie das erkennbare Modell des Satzes ist. As-Dur,
seit Beethoven die Tonart jedes langsamen
Satzes einer c-Moll-Sinfonie, tritt erst im
Trio des Menuetts auf. Für die Londoner
Aufführungen 1829 und 1830 sowie in
München 1831 ersetzte Mendelssohn das
Menuett durch das neu gefasste Scherzo
aus dem Oktett opus 20, das erste seiner
„Elfenscherzi“; vermutlich erhoffte er sich
dadurch einen größeren Publikumserfolg,
zumal auch die SommernachtstraumOuvertüre im Programm war (die er mit
siebzehneinhalb geschrieben hatte). Das
Finale bereichert die Sonatenhauptsatzform durch eine Durchführungsfuge à la
Jupitersinfonie und setzt auf die Reprise
noch eine 2. Durchführung samt Fuge
obendrauf, um dann mit einer hymnischen
Coda zu schließen.
Als 29-Jähriger führte Mendelssohn mit
der Berliner Sing-Akademie zum ersten
Mal wieder Bachs Matthäus-Passion auf.
Damit verlor die Musik zugleich ihre Unmittelbarkeit und wurde historisch – das
konnte nicht ohne Auswirkungen auf das
Selbstgefühl der Komponisten bleiben.
Im April 1829 reiste er zum ersten Mal
nach London. Bei der anschließenden
Schottland-Reise erhielt er die Anregung
zur Schottischen Sinfonie, die er aber nur
skizzierte; zurück in Deutschland fand er
es schwierig, in die damalige Stimmung
zurück zu finden. Stattdessen schrieb der
21-Jährige für das Reformationsjubiläum
1830 seine Reformationssinfonie.
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Für Mendelssohn war sein Christentum
eine schlichte Selbstverständlichkeit. Die
Eltern – der bedeutende jüdische Philosoph
Moses Mendelssohn war Felix’ Großvater – hatten ihre Kinder christlich erzogen
und 1816 protestantisch taufen lassen; sie
selbst traten 1822 zum Christentum über.
Zur Konfirmation schrieb Abraham Mendelssohn seiner Tochter Fanny: „Wir haben
euch, dich und deine Geschwister, im
Christentum erzogen, weil es die Glaubensform der meisten gesitteten Menschen ist
und nichts enthält, was euch vom Guten
ableitet, vielmehr manches, was euch zur
Liebe, zum Gehorsam, zur Duldung und zur
Resignation hinweist, sei es auch nur durch
das Beispiel des Urhebers, von so wenigen
erkannt, und noch wenigeren befolgt.“
Zur 300-Jahr-Feier der Augsburgischen
Konfession wollte der 21-jährige Mendelssohn aus eigenem Antrieb ein festliches Werk schreiben. Diese „Sinfonie
zur Feyer der Kirchenrevolution“ war für
ihn vor allem eine kompositorische Herausforderung, die er natürlich glänzend
meisterte. Seine Behandlung des Dresdner
Amens übernahm der vier Jahre jüngere
Richard Wagner später unverändert in
seinen Parsifal. Auch Anton Bruckner hat
die Reformationssinfonie offensichtlich
gründlich studiert: die Spuren finden sich in
seinen Sinfonien wieder. Der umfangreiche
erste Satz ist thematisch überaus genau
gearbeitet – dem Komponisten gelang ein
geistlicher Sonatensatz ohne jede ideologisch-propagandistische Überhöhung. In
Mendelssohns Sinn lag eine Festmusik,
kein kämpferisches Glaubensbekenntnis,
was man schon an der Umstellung der
Satzfolge erkennt, denn als zweites folgt
ein heiteres, melodisches Scherzo, das
schon auf die Italienische Sinfonie vorausweist. Der schöne und empfundene langDie Leipziger Thomaskirche
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same Satz wird fast nur von den Streichern
bestritten und geleitet zum Finale, das mit
dem – zuerst von der Soloflöte vorgetragenen – Luther-Zitat Ein feste Burg ist unser
Gott wieder Bezug zum Anlass nimmt.
Obwohl Mendelssohn hier wiederum ein
wunderschöner Beitrag zur Sinfonik gelungen war, wurde er mit diesem Werk nicht
glücklich. Wegen der Juli-Revolution fielen
die Reformationsfeiern aus und damit auch
die Uraufführung. Zwei Jahre später lehnte das Pariser Conservatoire-Orchester
die Sinfonie ab, weil sie ihm zu deutsch
erschien. Nach der Berliner Uraufführung
1832 lehnte ihn die Sing-Akademie nach
Aufführungen der Reformationssinfonie
als Direktor ab, wobei Antisemitismus eine
Rolle spielte. So blieb die Reformationssinfonie in der Schublade und wurde erst
nach Mendelssohns Tod als Nr. 5 gedruckt.
Nach seiner Italienreise 1830/31, bei der
er auch Hector Berlioz und dessen Symphonie fantastique kennengelernt hatte,
skizzierte der nun 22-jährige Mendelssohn
seine Italienische Sinfonie, die er 1833
in London zum ersten Mal dirigierte. Gedruckt wurde sie erst nach seinem Tod.
Als Sinfonie Nr. 3 ließ er hingegen nach
ihrer Uraufführung 1842 in London die
Schottische Sinfonie drucken – ohne dass
die Italienische zuvor als Nr. 2 erschienen
wäre. Damit war das Durcheinander perfekt, das die Nachlassverwalter dann mit
ihren absurden Nummerierungen komplett
machten.
Der Lobgesang ist nämlich eindeutig
die letzte Sinfonie Mendelssohns, auch
wenn ihm später die Ordnungsnummer
2 zugeteilt worden ist. Anlass war das
Gutenberg-Jubiläum im Jahr 1840, das in
der Buchstadt Leipzig natürlich gefeiert
10
werden musste. Mendelssohn hatte als
Generalmusikdirektor in Düsseldorf und
als Leiter des Frankfurter Cäcilienvereins
Erfahrung mit Chormusik gesammelt und
bereits 1836 sein erstes Oratorium Paulus
komponiert. Nun plante er ein Werk, das
seit Beethovens Neunter so außergewöhnlich nicht mehr war: eine Sinfonie mit
Chorfinale. Aber nur scheinbar. Denn die
drei sinfonischen Sätze von einer halben
Stunde stehen einer dreiviertelstündigen
Folge von Vokalsätzen gegenüber, und das
ist dann doch mehr, als ein sinfonisches
Finale vertragen kann. Für die Instrumentalsätze konnte er das Material verwenden, das er für eine B-Dur-Sinfonie notiert
hatte, für die Vokalsätze hat Mendelssohn
die Bibelstellen selbst zusammengestellt,
vor allem aus dem Buch der Psalmen, aber
auch aus anderen Büchern des Alten und
Neuen Testaments.
Im Briefwechsel mit dem Prediger Julius
Schubring in Dessau, der ihm schon bei der
Textzusammenstellung des Paulus geholfen hatte, diskutierte Mendelssohn nicht
nur Textfragen, sondern gab auch einen
wichtigen Hinweis: „Auf die Leipziger Festmacher darf, das bitte ich Dich, nicht die
geringste Rücksicht genommen werden,
denen gegenüber habe ich versprochen,
irgend ein neues Stück aufzuführen, und
werde es halten, denn ich habe genug dazu
da; es mag sich nun dies Stück eignen oder
nicht. Ich ergreife die Gelegenheit etwas
neues zu componieren, aber nicht zu der
Gelegenheit zu componiren; das wissen
sie auch und sind damit einverstanden.“
Der Lobgesang ist kein Gelegenheitswerk,
sondern ein anspruchsvolles sinfonische
Unternehmen auf einem Gebiet, das Mendelssohn mit der Reformationssinfonie
glaubte noch nicht hinreichend bearbeitet
zu haben. Das Neue, das ihm vorschwebte,
war eine Kombination der neuen Sinfonik
mit dem alten Oratorium.
Wie schon in der Reformationssinfonie
folgt der erste der drei Instrumentalsätze auch im Lobgesang der typischen
Mendelssohn’schen Variante der Sonatenhauptsatzform: An die Stelle des Themendualismus bei Beethoven und von dessen
Motivzerlegung treten zwei melodiöse
Themen, die im Weiteren variiert und kombiniert werden – was etliches an Kontrapunktik nach sich zog, besonders deutlich
an den mehrfach auftretenden Fugati. Eine
Maestoso-Einleitung lässt instrumental das
Motto der Sinfonie erklingen: „Alles was
Odem hat, lobe den Herrn!“, dann beginnt
Allegro das erste Thema. Die Überleitung
vom ersten zum kantablen zweiten Thema
und die Schlussgruppe der Exposition
werden ebenfalls thematisch gestaltet, die
Durchführung wird um neue Motive erweitert, die Reprise auf erstes und zweites
Thema beschränkt und die Coda zu einer
zweiten Durchführung ausgebaut.
Durch das muntere Hauptthema wird der
Kopfsatz zu einem lebhaften, begeisterten
und geistvollen Gotteslob – eine innere
Erregung, die nach Ausdruck verlangt. Das
lyrische Seitenthema bildet eine schwärmerisch-liebliche Episode. Das Motto tritt
immer wieder kontrapunktisch hinzu. In
den fünf Abschnitten der Durchführung
wird zunächst die Motivik der Überleitung,
des Hauptthemas und des Mottos weiterentwickelt. Der ruhige dritte Abschnitt gilt
dem Seitenthema, eine große Steigerung
führt schließlich zur Reprise des Hauptthemas. In der Reprise wird nun dem zweiten
Thema größere Beachtung geschenkt:
eine emotionale Vertiefung, bevor das
überschwängliche Hauptthema wieder
alles in einem unwiderstehlichen Fluss mit
sich reißt. Die Coda führt noch einmal die
Themen durch und gibt schließlich dem
Motto den Vorrang. Hier meint man schon
die Frühlingssinfonie des ein Jahr jüngeren
Robert Schumann zu hören, der in Leipzig
zu einem engen Freund Mendelssohns
geworden war.
Der Kopfsatz endet nicht triumphal, sondern gleitet leise über in das Scherzo.
Dieses steht wie in der Reformationssinfonie an zweiter Stelle – ein Zeichen
menschenfreundlicher, statt kämpferischer
Ideen. Es ist gänzlich entmilitarisiert, die
Blechbläser spielen lediglich im Trio eine
untergeordnete Rolle. Dieses AllegrettoScherzo ist von einer so sublimen Eleganz,
dass man bereits Tschaikowsky ahnt. Es ist
ein Reigen seliger Geister; in diesem Sinne
hat ein Tanzsatz seine Berechtigung auch
in einer religiösen Sinfonie. Das Trio ruft
Erinnerungen an die Frage- und Anworttechnik der Doppelchörigkeit der frühen
Barockmusik herauf. Mendelssohn hat
dafür einen Choral erfunden, der in keinem
Gesangbuch steht, und ihn mit dem Motto
der Sinfonie verwoben. Das Ganze ist aber
viel raffinierter gebaut, nämlich im Sinne
der Entwicklung eines monothematischen
Sonatensatzes – sicher einer der schönsten Sinfoniesätze Mendelssohns.
Auch das Adagio religioso ist in fast monothematischer Sonatenform gebaut, ein Andachtsbild, das zwischen dem langsamen
Satz von Beethovens Vierter und den Adagios von Bruckner vermittelt. Wieder fehlt
das Blech bis auf die vor allem die Harmonik stützenden Hörner. Der Satz, dessen
Material wir wiederbegegnen werden, verklingt leise. Mit dem Einleitungschor „Alles
was Odem hat“ rundet dann einerseits ein
Finale die Sinfonie ab – wie 14 Jahre später
in Liszts Faust-Sinfonie. Wichtiger aber ist
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die Brückenfunktion dieses Einleitungschores zum Vokalteil: Mendelssohn wollte ja
etwas Neues machen.
Die neun Vokalsätze gliedern sich in drei
Gruppen. Auf den Einleitungschor samt
Sopransolo folgen attacca ein Rezitativ
des Tenors und ein weiterer Chorsatz mit
dem Duett zweier Soprane. Hier wird das
Gotteslob gesungen. Im 6. Satz macht sich
mit dem Tenorsolo jedoch Angst breit: „Wir
wandelten in Finsternis“. Darauf antwortet
– wieder ohne Pause – der Chor mit „Die
Nacht ist vergangen“. Der Chorvers „Ergreifet die Waffen des Lichts“ könnte auch
als Motto von Mendelssohns Schaffen
überhaupt gelten. Der revolutionäre Glaube
Beethovens konnte ihm nach den Napoleonischen Kriegen und der Metternich-Reaktion nicht zuwachsen: Zwischen dem Feuer
des Prometheus, das die Menschen aus
ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit
führen sollte, und dem Licht des Evangeliums, das die Schlechtigkeit der Welt (und
damit auch des Menschen) voraussetzt und
auf das Jenseits vertröstet, liegt eine Welt.
Doch Mendelssohn lässt diesen Vers so
oft und inständig wiederholen, dass daraus
doch ein Glaube an die menschliche Vernunft spricht. Die letzten drei Vokalsätze
sind dann wieder Gotteslob.
Zwar singt der Einleitungschor „Alles was
Odem hat, lobe den Herrn“, doch nicht nach
den Noten des Mottos der Sinfonie – dieses erklingt nur instrumental, ansonsten
spart der kluge Komponist es sich für den
Schluss auf, um den großen Bogen zu
schließen. Dieser Hymnus setzt eher an
den ihm wohlbekannten Ton Georg Friedrich Händels an – in Düsseldorf hatte der
junge GMD beim dortigen Musikfest nicht
nur den Messias, sondern auch Israel in
Egypt aufgeführt. Nach Händels Oratorien12
art lässt auch Mendelssohn Chöre durch
Rezitative und Arien abwechseln, wobei er
bei den Chören die Bibelstellen wörtlicher
nimmt, während die Texte von Rezitativ
und Arie nach poetischen Kriterien freier
gestaltet sind. Mendelssohn hatte damals
sein zweites Oratorium Elias bereits in Arbeit und beherrschte die Dramaturgie des
Oratoriums perfekt. Dazu gehört auch die
Klangfarbendramaturgie durch ausgesuchte Orchestrierung. Vor allem die Posaunen
werden sehr gezielt eingesetzt, um ihre sakrale Wirkung nicht zu verbrauchen, aber
auch die Holzbläser werden für besondere
Farbwirkungen eingesetzt.
Die Finalgruppe beginnt sehr zart mit dem
Choral „Nun danket alle Gott“. Streicher
und Holzbläser flechten frische Girlanden
darum, so dass der Choral nie frömmlich
oder falsch feierlich wirkt. Auch das folgende Duett zwischen Tenor und Sopran
zielt auf Intimität – die Stimmung des Biedermeier ist hier in positivem Sinn mit Händen zu greifen. Noch einmal beschwört der
Tenor die Feinde und das Dunkel, die sanfte
Grundstimmung kann das aber nicht mehr
angreifen. Für den Schlusschor bietet der
Komponist sämtliche Mittel auf und beeindruckt durch dynamische Fugenarbeit.
Diese Wucht bei gleichzeitiger Leichtigkeit
hat Mahler im ersten Teil seiner Achten
angestrebt, dem Pfingsthymnus „Veni
Creator Spiritus“, der ja auch auf das Licht
abzielt, das unsere Sinne entzünden soll.
Doch wie knapp und lakonisch konnte noch
Mendelssohn sein Motto „Alles was Odem
hat“ als Schlusskadenz setzen und wie viel
Mehraufwand war für Mahler notwendig,
um eine für seine Zeit ebenso beeindruckende Schlusswirkung zu erzielen!
Bernd Feuchtner
Zugunsten der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V.
& der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg e. V.
23.6.
Der Vorverkauf läuft!
Tickets 0721 933 333 Abos 0721 3557-323/-324
www.staatstheater.karlsruhe.de
13
LOBGESANG
Nr. 2 Chor:
Allegro moderato maestoso
Alles, was Odem hat, lobe den Herrn!
Halleluja, lobe den Herrn!
Allegro di molto
Lobt den Herrn mit Saitenspiel,
lobt ihn mit eurem Liede!
Und alles Fleisch lobe seinen heiligen Namen.
Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Sopran und Frauenchor:
Molto piu moderato ma con fuoco
Lobe den Herrn, meine Seele,
und was in mir ist, seinen heiligen Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiß es nicht, was er dir Gutes getan!
Nr. 3 Tenor: Rezitativ und Arie
Saget es,
die ihr erlöst seid durch den Herrn,
die er aus der Not errettet hat,
aus schwerer Trübsal,
aus Schmach und Banden,
die ihr gefangen im Dunkel waret,
alle, die er erlöst hat aus der Not.
Saget es!
Danket ihm und rühmet seine Güte!
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Allegro moderato
Er zählet unsre Tränen in der Zeit der Not,
er tröstet die Betrübten mit seinem Wort.
Nr. 4 Chor:
A tempo moderato
Sagt es, die ihr erlöset seid
von dem Herrn aus aller Trübsal.
Er zählet unsre Tränen in der Zeit der Not.
Nr. 5 Duett Sopran I und II, Chor:
Andante
Ich harrete des Herrn,
und er neigte sich zu mir
und hörte mein Flehn.
Wohl dem,
der seine Hoffnung setzt auf den Herrn!
Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf
ihn!
Nr. 6 Tenor:
Allegro un poco agitato
Stricke der Todes hatten uns umfangen,
und Angst der Hölle hatte uns getroffen,
wir wandelten in Finsternis.
Er aber spricht: Wache auf!
Wache auf, der du schläfst,
stehe auf von den Toten,
ich will dich erleuchten!
Allegro assai agitato
Wir riefen in der Finsternis:
Hüter, ist die Nacht bald hin?
Tempo I moderato
Der Hüter aber sprach:
Wenn der Morgen schon kommt,
so wird es doch Nacht sein;
wenn ihr schon fraget,
so werdet ihr doch wieder kommen
und wieder fragen:
Hüter, ist die Nacht bald hin?
Sopran
Die Nacht ist vergangen.
Nr. 7 Chor:
Allegro maestoso e molto vivace
Die Nacht ist vergangen,
der Tag aber herbeigekommen.
So laßt uns ablegen die Werke der Finsternis
und anlegen die Waffen des Lichts
und ergreifen die Waffen des Lichts!
Nr. 10 Schlusschor
Allegro non troppo
Ihr Völker, bringet her dem Herrn Ehre und
Macht!
Ihr Könige, bringet her dem Herrn Ehre und
Macht!
Der Himmel bringe her dem Herrn Ehre
und Macht!
Die Erde bringe her dem Herrn Ehre und
Macht!
Più vivace
Alles danke dem Herrn!
Danket dem Herrn und rühmt seinen Namen
Und preiset seine Herrlichkeit.
Maestoso como I
Alles, was Odem hat, lobe den Herrn,
Halleluja, lobe den Herrn!
Nr. 9 Duett: Sopran und Tenor
Andante sostenuto assai
Drum sing’ ich mit meinem Liede
Ewig dein Lob, du treuer Gott!
Und danke dir für alles Gute, das du an mir
getan!
Und wandl’ ich in der Nacht und tiefem
Dunkel,
Und die Feinde umher stellen mir nach:
So rufe ich an den Namen des Herrn,
Und er errettet mich nach seiner Güte.
Und wandl’ ich in Nacht, so ruf ich deinen
Namen an,
Ewig, du treuer Gott!
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ein gemeinsames
solo
DIE VIER HORN-Solisten Dominik Zinsstag,
Frank Bechtel, Jörg Dusemund & Peter Bühl
Für die vier Hornisten der Badischen
Staatskapelle Dominik Zinsstag, Frank
Bechtel, Jörg Dusemund und Peter Bühl
ist der solistische Auftritt mit Schumanns
Konzertstück ein Höhepunkt ihres gemeinsamen Wirkens. Gleichzeitig bedeutet er
aber auch eine große Herausforderung,
stellt das Werk doch hohe Ansprüche
nicht nur an den Virtuosen in jedem der
vier Beteiligten, sondern vor allem auch im
harmonischen Zusammenspiel.
Dass diese Harmonie im Quartett stimmt,
zeigt sich nicht nur beim gemeinsamen
Musizieren im Orchester. Die vier Hornisten treffen sich auch zum Fußball, auf
dem Rennrad oder beim Langlauf, sofern
sie nicht gerade im Wald beim Holzhacken
sind. So kann es vorkommen, dass in einer
Probenpause an der Taktik für das nächste
Fußballturnier gefeilt wird oder man sich in
der Natur auf dem Rad sitzend über Artikulation und Phrasierung für die nächste Premiere unterhält. Privat gepflegte Harmonie
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und erst recht natürlich Freundschaft
helfen ungemein beim gemeinsamen Musizieren!
Zinsstag, der den Soloauftritt initiierte,
gehört der „neuen“ Generation Hornisten an. Bereits im Studium werden diese
speziell auf Wettbewerbe und Solospiel
vorbereitet, auch im Orchester sollen sie
„Hunger“ nach mehr behalten. Bei früheren Generationen steht im Gegensatz dazu
mehr der regelmäßige Dienst im Orchester
sowie neben der Musik klar die Familie im
Mittelpunkt. Verständnis und große Akzeptanz haben die Kollegen untereinander
aber für beide Ansätze – Zinsstag erst
recht, seitdem er selbst glücklicher Vater
einer Tochter sein darf.
Mit dem Schwung und der Frische des
relativ Neuen motivierte er seine drei Kollegen, sich mit Schumanns Konzertstück
einem Paradestück der Hornliteratur zu
widmen. Ihre gemeinsame Interpretation
haben sie sich in regelmäßigen Proben seit
Dezember erarbeitet – und genießen nun
den gemeinsamen Auftritt vor dem Publikum der Sinfoniekonzerte.
Der aus Basel stammende Dominik Zinsstag (rechts), geboren 1987, erhielt den
ersten Hornunterricht mit neun Jahren,
davor bekam er Geigenunterricht von
seinem Vater. Sein Studium absolvierte er
in seiner Heimatstadt sowie in Stuttgart
bei Christian Lampert und Erich Penzel.
Gefördert wurde er von der Fritz GerberStiftung, der Friedl Wald-Stiftung, der
Lyra-Stiftung sowie dem Kulturprozent des
Migros Genossenschaftbunds. Er ist Preisträger des Schweizer Jugendmusikwettbewerbs, bei Jugend Musiziert sowie der
internationalen Wettbewerbe von Dubrovnik, Bari und Telfs. Orchestererfahrungen
sammelte er im Schweizer Jugendsinfonieorchester, dem Bundesjugendorchester,
in der Jungen Deutschen Philharmonie,
im Schleswig Holstein Festival Orchester
sowie im Gustav Mahler Jugendorchester.
Konzerte führten ihn durch Europa, Japan, USA und Venezuela, mit namhaften
Dirigenten wie Andris Nelsons, Gustavo
Dudamel, Christoph Eschenbach, Herbert
Blomstedt, Jonathan Nott, Andrés OrozcoEstrada, Justin Brown, Manfred Honeck
oder François-Xavier Roth. Am Solohorn
war er bei den Münchner Philharmonikern,
dem Tonhalle Orchester Zürich, dem hrSinfonieorchester sowie dem Orchester
der Bayerischen Staatsoper zu Gast. Nach
Engagements bei den Dortmunder Philharmonikern, dem Staatsorchester Stuttgart
und den Düsseldorfer Symphonikern ist
Dominik Zinsstag seit September 2012
Solo-Hornist der BADISCHEN STAATSKAPELLE.
Frank Bechtel (zweiter von rechts), geboren 1972 in Trier, erhielt bereits im Alter
von fünf Jahren seinen ersten Klavierun17
terricht und mit acht sein ersten Hornunterricht. Mit beiden Instrumenten nahm
er mehrfach erfolgreich (darunter zwei 1.
Bundespreise) am Wettbewerb Jugend
Musiziert teil. 1986 begann er sein Instrumentalstudium als Jungstudent an Musikhochschule Saar bei Xiao-Ming Han und
wechselte 1991 zum Studium nach Köln zu
Erich Penzel. Neben dem klassischen Musizieren spielte er in seiner Jugend Klavier
in einer Dixielandband. Schon früh sammelte er erste Orchestererfahrungen im
Landesjugendorchester Rheinland-Pfalz,
in der Jungen Deutschen Philharmonie
und dem Gustav-Mahler-Orchester unter
der Leitung von z. B. Claudio Abbado, Lorin
Maazel und Bernard Haitink. Während des
Studiums war er Praktikant der Duisburger Philharmoniker sowie der Deutschen
Radiophilharmonie, bevor er 1997 Hornist
der BADISCHEN STAATSKAPELLE wurde.
Neben seiner Orchestertätigkeit, u. a. auch
als Aushilfe beim NDR-Sinfonieorchester,
der Bayerischen Staatsoper, dem Gürzenichorchester Köln oder dem SWR Sinfonieorchester Freiburg, ist er Mitglied des
Blechbläserensembles bachblech&blues
sowie Lehrbeauftragter der MHS Saar und
stolzer Vater eines Sohnes.
Jörg Dusemund (zweiter von links) wurde
in St.Ingbert geboren und war Mitglied
des Landesjugendorchesters Saar. Er
studierte an der Musikhochschule Stuttgart bei Thomas Hauschild und trat sein
erstes Engagement 1997 als tiefer Hornist
im Staatsorchester Rheinische Philharmonie in Koblenz an. Seit 2002 ist Jörg
Dusemund Mitglied der Horngruppe der
BADISCHEN STAATSKAPELLE. Neben
dieser Tätigkeit ist er regelmäßig zu Gast
in anderen Opern- und Sinfonieorchestern und spielt in verschiedenen Kam18
mermusikensembles wie dem DaupratHornquartett, das sich ausschließlich
der Originalliteratur für diese Besetzung
widmet.
Peter Bühl (links) wurde 1969 in Landshut
als jüngster von fünf Kindern geboren und
wie die Geschwister früh an die Musik herangeführt. Seinen ersten Hornunterricht
erhielt er dort mit zehn Jahren, wurde 1985
Jungstudent am Richard Strauss Konservatorium München bei Nikolaus Grüger
und wechselte 1988 dort an die Hochschule für Musik, wo er bis 1994 bei Otto
Schmitz und Wolfgang Gaag sein Hauptfachstudium absolvierte. Währenddessen
sammelte er Berufserfahrung als Mitglied
im Bayerischen Landesjugendorchester,
der Jungen Deutschen Philharmonie und
des Orchesters des Schleswig-HolsteinMusik-Festivals sowie in verschiedenen
Kammermusikensembles. Außerdem war
er 1994/95 Stipendiat der Orchesterakademie München, mit regelmäßiger Aushilfstätigkeit in den drei großen Orchestern
Münchens. Seine Orchestertätigkeiten
führten ihn mittlerweile an viele Konzertund Opernhäuser in Europa, Südamerika
und Asien. Im Februar 1995 erhielt er
einen Zeitvertrag als 2. Hornist bei der
BADISCHEN STAATSKAPELLE und wurde
einige Monate später festes Mitglied der
dortigen Horn-Gruppe. 2001/02 absolvierte er zusätzlich ein Kontaktstudium bei
Will Sanders an der Hochschule für Musik
Karlsruhe, wo er selbst seit 2013 Dozent
für Horn und Wagnertube ist. Peter Bühl
ist verheiratet mit der Musikerin Clara
Bergius-Bühl, Geigerin bei den Münchner
Philharmonikern. Ihre vier Söhne spielen
alle Musikinstrumente, der Älteste studiert zur Zeit Violoncello an der Hochschule für Musik in Hamburg.
Ks. Ina Schlingensiepen Sopran
Stefanie Schaefer Mezzosopran
Die Sopranistin studierte an der Staatlichen
Musikakademie „Pancho Vladigerov“ in
Sofia. 1997 gewann sie den bedeutendsten
bulgarischen Wettbewerb „Tzvetana Diakovitsch“ und debütierte im gleichen Jahr
an der Oper in Rousse. Seitdem führten sie
Gastengagements an die Nationaloper von
Sofia, an das Opernhaus in Varna und ins Teatro Real in Madrid. 1999 – 2002 gehörte sie
dem Opernensemble des Theaters Bremen
an. Seit der Spielzeit 2002/03 ist sie festes
Ensemblemitglied des STAATSTHEATERS
KARLSRUHE und präsentierte sich seither in
einer Vielzahl von Partien. Im Sommer 2005
wirkte sie beim Eröffnungskonzert der Salzburger Festspiele mit. Sie ist Preisträgerin
des „Goldenen Fächers“ 2006 der Kunst- und
Theatergemeinde Karlsruhe und des OttoKasten-Preises 2007, 2013 wurde sie mit dem
Titel „Kammersängerin“ ausgezeichnet. In
der Spielzeit 2014/15 ist sie als Elsbeth in
Fantasio, Musetta in La Bohéme, Clizia in
Teseo und als Alice Ford in Falstaff zu hören.
Die Mezzosopranistin wurde in Frankfurt
am Main geboren, wo sie auch Gesang
studierte. Sie debütierte im Opernstudio
des Staatstheaters Wiesbaden. Gastspiele
am Staatstheater Stuttgart, am Nationaltheater Mannheim, am Mecklenburgischen
Staatstheater Schwerin und in Osnabrück,
bei den Schwetzinger Festspielen und an
der Oper Frankfurt folgten. 2002 sang sie
in Achim Freyers Produktion Macbeth von
Salvatore Sciarrino, die bei der Kritikerumfrage der Zeitschrift „Opernwelt“ zur
„Uraufführung des Jahres“ gewählt wurde.
2002 – 2007 war sie Ensemblemitglied in
Wuppertal, Festengagements in Darmstadt und Erfurt folgten. Seit der Spielzeit
2011/12 ist sie festes Ensemblemitglied
am STAATSTHEATER KARLSRUHE. In der
Spielzeit 2014/15 ist sie u. a. als Octavian
in Der Rosenkavalier und in der Titelpartie
von Fantasio zu erleben. Zudem gestaltet
sie den Liederabend Populär Erste Blicke
Letzte Küsse.
19
Ks. Klaus Schneider Tenor
Ulrich Wagner Choreinstudierung
Klaus Schneider stammt aus Altenahr,
studierte an der Musikhochschule Köln bei
Peter Witsch und Dietger Jacob und wurde
1987 Stipendiat der Studienstiftung des
Deutschen Volkes. Im gleichen Jahr erhielt
er den Sängerpreis der Stadt Salzburg.
1989 debütierte er an der Opéra National
de Paris. Seit der Spielzeit 1990/91 ist
er Ensemblemitglied am STAATSTHEATER KARLSRUHE, 2003 wurde ihm für
seine Verdienste der Titel „Kammersänger“ verliehen. Darüber hinaus ist er ein
international gefragter Konzertsänger:
Unter anderem sang er in der Hamburger
Musikhalle, im Musikverein Wien, im
Gasteig München, im Prager Rudolfinum,
in der Kölner Philharmonie, in der Bonner
Beethovenhalle und in der Tonhalle Zürich.
Er unternahm Konzertreisen, die ihn nach
Amerika, Japan, Italien, Frankreich und
Spanien führten. In der Spielzeit 2014/15
singt er u. a. Marinoni in Fantasio und
Dr. Cajus in Falstaff.
Ulrich Wagner studierte an der Musikhochschule Köln Komposition bei Krzysztof
Meyer und Mauricio Kagel sowie Dirigieren
bei Volker Wangenheim. 1995 kam er als Solorepetitor, Studienleiter und Kapellmeister
an das Theater Krefeld-Mönchengladbach.
Er dirigierte dort ein breites Repertoire
vom Barock über romantische Opern und
Operetten bis hin zu zahlreichen Werken
des 20. Jahrhunderts, darunter seine eigene
Kammeroper Yvonne. Sieben Jahre lang
wirkte er als Leiter des Niederrheinischen
Konzertchors und konzipierte, dirigierte
und moderierte über 50 Kinderkonzerte der
Niederrheinischen Sinfoniker. 2003 wechselte er als Studienleiter, Kapellmeister und
Leiter des Opernstudios ans STAATSTHEATER KARLSRUHE und übernahm die Leitung
der Kinderkonzerte und der Konzertreihe
Nachtklänge. 2009 wurde er zusätzlich zu
seinen dirigentischen Aufgaben als Direktor
des BADISCHEN STAATSOPERNCHORES
und des EXTRACHORES berufen.
20
Johannes Willig
DIRIGENT
Johannes Willig wurde in Freiburg/Breisgau
geboren und studierte an der dortigen Hochschule Klavier, Dirigieren und Korrepetition.
Es folgte ein Studium der Orchesterleitung
bei Leopold Hager, Harald Goertz und Konrad
Leitner an der Hochschule für Musik und
Darstellende Kunst Wien. Zudem belegte er
Meisterkurse bei Jorma Panula. Seit 1996
war er Stipendiat des DAAD. Erste Engagements führten den Preisträger mehrerer internationaler Dirigentenwettbewerbe an das
Theater in Biel/Solothurn. Im Januar 2000
wechselte Johannes Willig als 2. Kapellmeister und Assistent des GMD an das STAATSTHEATER KARLSRUHE. Ab 2003/04 war er 1.
Kapellmeister und stellvertretender GMD an
der Oper Kiel. Weitere Engagements führten
ihn an international renommierte Theater. So
gastierte er u. a. am Teatro Comunale di Bologna, dem Staatstheater Wiesbaden, dem
Theater St. Gallen und dem Teatro di San
Carlo in Neapel sowie am Freiburger Theater,
dem STAATSTHEATER KARLSRUHE, an der
Deutschen Oper Berlin und an der Opéra
de Lyon, wo er 2008 und 2010 mit Roméo et
Juliette und Hänsel und Gretel überzeugen
konnte. Sein Opernrepertoire erstreckt sich
von Werken Mozarts, Verdis und Puccinis
über Richard Strauss bis hin zu Werken der
Moderne. Seit der Spielzeit 2011/12 ist er 1.
Kapellmeister der BADISCHEN STAATSKAPELLE am STAATSTHEATER KARLSRUHE.
In der Spielzeit 2014/15 ist er u. a. als Musikalischer Leiter von La Bohème zu erleben.
Er dirigiert außerdem die Wiederaufnahmen
von Così fan tutte, La Traviata und Tosca.
21
BADISCHER
STAATS-
OPERNCHOR
Sopran
Gilda Cepreaga
Kerstin Gorny
Nicole Hans
Ilka Kern
Sang- Hee Kim
Masami Sato
Cornelia Gutsche
Krystyna Szkwarkowska
Maike Etzold
Andrea Huber
Elena Korenzwit
Dagmar Landmann
Julia Mazur
Camelia Tarlea
Alt
Ulrike Gruber
Elke Hatz
Uta Hoffmann
Sabine Lotz-Warratz
Emma Martjan
Claudia Nissen
Susanne Schellin
Ursula Hamm-Keller
Katarzyna Kempa
Hemi Kwoun
Christiane Lülf
Cecilia Tempesta
Ariana Uriz
Tenor
Doru Cepreaga
Arno Deparade
Johannes Eidloth
Jan Heinrich Kuschel
Sae-Jin Oh
Marian Szkwarkowski
Bass
Marcelo Angulo
Martin Beddig
Kwang-Hee Choi
Wofram Krohn
Dieter Rell
Thomas Rebilas
Hans-Hermann Bauer
Ewald Bayerschmidt a. G.
Peter Herrmann
Jin-Soo Kim
Thomas Krause
Andreas von Rüden
Alexander Huck
Joung Gil Kim
Andrey Netzner
Dmtrij Polesciukas
Markku Tervo
Lukasz Ziolkiewicz
22
EXTRACHOR
DES BADISCHEN STAATSTHEATERS
Sopran
Armine Eberle
Sina Ebersbach
Chengchun Feng
Sarah Franke
Desireé Ganter
Melitta Giel
Tanja Kraft
Gesa Salemke
Alt
Christine Amsler
Dalila Denic
Elisabeth Knorre
Jana Kozlova
Bettina Köhler
Uta Kruk
Susanne Mangold
Eva Wasmer
Monique Drosterij
Claudia Fuchs
Martrina Layer
Andrea Steiner
Renate Traub
Petra Wagenblatt
Iris Wielandt
Anja Guck-Nigrelli
Elisabeth Klingner
Brigitte Köhne
Azita Mortazawi-Izadi
Wilgard Schäfer
Karen Schmitt
Tenor
Jochen Biesalski
Christian Bild
Joachim Knorre
Wolfgang Müller
Stefan Pikora
Bass
Wilfried Faller
Tobias Flick
Dmitri Klenin
Sebastian Koch
Volker Leise
Clemens Werner
Erwin Wild
Alejandro Benavides
Hans-Jürgen Heinrich
Dietmar Hellmann
Christian Hübner
Hans Ochsenreither
Dr. Martin Blumhofer
Bruno Hartmeier
Hans-Jürgen Köhler
Folker Sesemann
23
die
badische
staatskapelle
Als sechstältestes Orchester der Welt kann
die BADISCHE STAATSKAPELLE auf eine
überaus reiche und gleichzeitig gegenwärtige Tradition zurückblicken. 1662 als
Hofkapelle des damals noch in Durlach residierenden badischen Fürstenhofes gegründet, entwickelte sich aus dieser Keimzelle
ein Klangkörper mit großer nationaler und
internationaler Ausstrahlung. Berühmte
Hofkapellmeister wie Franz Danzi, Hermann
Levi, Otto Dessoff und Felix Mottl leiteten
zahlreiche Ur- und Erstaufführungen, z. B.
von Hector Berlioz, Johannes Brahms und
Béla Bartók, und machten Karlsruhe zu
einem der Zentren des Musiklebens. Neben
Brahms standen Richard Wagner und
Richard Strauss gleich mehrfach am Pult
der Hofkapelle; Niccolò Paganini, Clara
Schumann und viele andere herausragende Solisten waren gern gehörte Gäste.
Hermann Levi führte 1856 die regelmäßigen
Abonnementkonzerte ein, die bis heute als
Sinfoniekonzerte der BADISCHEN STAATSKAPELLE weiterleben.
Allen Rückschlägen durch Kriege und
Finanznöten zum Trotz konnte die Tradition des Orchesters bewahrt werden.
Generalmusikdirektoren wie Joseph Keil24
berth, Christof Prick, Günther Neuhold
und Kazushi Ono führten das Orchester in
die Neuzeit, ohne die Säulen des Repertoires zu vernachlässigen. Regelmäßig
fanden sich zeitgenössische Werke auf
dem Programm; Komponisten wie Werner
Egk, Wolfgang Fortner oder Michael
Tippett standen sogar selbst vor dem
Orchester, um ihre Werke aufzuführen.
Die große Flexibilität der BADISCHEN
STAATSKAPELLE zeigt sich auch heute
noch in der kompletten Spannweite zwischen Repertoirepflege und der Präsentation zukunftsweisender Zeitgenossen,
exemplarisch hierfür der Name Wolfgang
Rihm. Der seit 2008 amtierende Generalmusikdirektor Justin Brown steht ganz
besonders für die Pflege der Werke
Wagners, Berlioz’, Verdis und Strauss’
sowie für einen abwechslungsreichen
Konzertspielplan, der vom Deutschen
Musikverleger-Verband als „Bestes
Konzertprogramm 2012/13“ ausgezeichnet
wurde. Auch nach dem 350-jährigen Jubiläum 2012 präsentiert sich die BADISCHE
STAATSKAPELLE – auf der reichen Aufführungstradition aufbauend – als lebendiges und leistungsfähiges Ensemble.
besetzung
1. Violine
Km. Stephan Skiba
Rolf Gelbarth
Sandra Huber
Rosemarie SimmendingerKàtai
Susanne Ingwersen
Thomas Schröckert
Werner Mayerle
Herbert Pfau-von Kügelgen
Ayu Ideue
Juliane Anefeld
Claudia von Kopp-Ostrowski
Katrin Radtke*
2. Violine
Shin Hamaguchi
Km. Toni Reichl
Gregor Anger
Km. Uwe Warné
Andrea Böhler
Diana Drechsler
Birigt Laub
Steffen Hamm
Wooram Keum
Katrin Dusemund*
Viola
Km. Franziska Dürr
Christoph Klein
Km. Joachim Steinmann
Ortrun Riecke-Wieck
Kyoko Kudo
Sibylle Langmaack
Nicholas Clifford
Stefanie Bühler
Violoncello
Johann Ludwig
Km. Norbert Ginthör
Wolfgang Kursawe
Alisa Bock
Iftach Czitron
Rebecca Krieg*
Kontrabass
Peter Cerny
Xiaoyin Feng
Monika Kinzler
Roland Funk
Flöte
Tamar Romach
Georg Kapp
Horatio Roman
Oboe
Kai Bantelmann
Nobuhisa Arai
Horn
Km. Susanna WichWeißsteiner
Sébastien Lentz*
Elsa Schindler
Km. Jürgen Danker
Trompete
Wolfram Lauel
Km. Ulrich Dannenmaier
Posaune
István Juhász
Angelika Frei
Heinrich Gölzenleuchter
Pauke
Helge Daferner
Orgel
Stefan Neubert
Klarinette
Frank Nebl
Martin Nitschmann
Fagott
Lydia Pantzier
Km. Detlef Weiß
* Gast der STAATSKAPELLE
Km.: Kammermusiker/in
25
26
27
bildnachweise
UMSCHLAG
S. 3
S. 5
S. 7
S. 9
S. 17
S. 19 li.
S. 19 re.
S. 20 li.
S. 20 re.
S. 21
S. 26, 27
Felix Grünschloß
Gemälde von
Christian Horneman
Zeichnung von
Adolph Menzel
Aquarell von
James Warren Childe
Postkarte um 1900
Felix Grünschloß
Falk von Traubenberg
Katrin Paul
Falk von Traubenberg
Felix Grünschloß
John Wright
Falk von Traubenberg
TEXTNACHWEISE
S. 2 – 12
S. 16 – 17
Originalbeitrag von
Bernd Feuchtner
Dominik Zinsstag und
Axel Schlicksupp
Sollten wir Rechteinhaber übersehen
haben, bitten wir um Nachricht.
impressum
Herausgeber
BADISCHES STAATSTHEATER
Karlsruhe
Generalintendant
Peter Spuhler
VERWALTUNGSDIREKTOR
Michael Obermeier
ORCHESTERDIREKTOR &
KONZERTDRAMATURG
Axel Schlicksupp
REDAKTION
Axel Schlicksupp
KONZEPT
DOUBLE STANDARDS Berlin
www.doublestandards.net
GESTALTUNG
Kristina Schwarz
DRUCK
medialogik GmbH, Karlsruhe
STAATSTHEATER KARLSRUHE
Saison 2014/15
Programmheft Nr. 250
www.staatstheater.karlsruhe.de
Jederzeit einsteigen –
unser Abonnementbüro berät Sie gerne!
Ab 10,50 bzw. 5,50 Euro PRO Konzert
28
ABONNEMENTBÜRO
T 0721 3557 323
F 0721 3557 346
[email protected]
DIE nächsten
Konzerte
3. KLEINKINDERKONZERT – 3+ 3. JUgendDie vier elemente: Wasser kammerKonzert
Beim 3. Kleinkinderkonzert verwandeln sich
unsere Jüngsten in kleine Forscher und experimentieren in einem auf sie abgestimmten
Konzert zu Phänomenen rund um das nasse
Element.
Magdalena Falkenhahn Konzertpädagogik
Mitglieder der BADISCHEN STAATSKAPELLE
17. & 18.5. 9.30 & 11.00 INSEL
4. KAMMERKonzert
Krzysztof Penderecki Quartett für Klarinette
und Streichtrio Bohuslav Martinů Fantasia für
Theremin und Ensemble Clemens Rynkowski
Neues Werk für Theremin und Ensemble UA
Antonín Dvořák Klavierquintett A-Dur op. 81
Ein ungewöhnliches Instrument steht im
Zentrum: Das 1919 erfundene Theremin wird
berührungslos gespielt. Seine sphärischen
Klänge beleben sowohl die Fantasia Bohuslav
Martinůs wie auch das Neue Werk des Theremin-Virtuosen Clemens Rynkowski, bereits
gefeiert im Musical Alice. Umrahmt werden
die Werke vom prägnanten Klarinettenquartett
des Polen Krzysztof Penderecki und Dvořáks
stimmungsvollem A-Dur-Klavierquintett.
Stephan Rutz Oboe Jochen Weidner Klarinette Claudia von Kopp-Ostrowski & Gregor
Anger Violine Christoph Klein Viola Ben Groocock Violoncello Clemens Rynkowski Theremin Miho Uchida Klavier
31.5. 11.00 KLEINES HAUS
Anschließend Sonntagsbrunch und Künstlertreff im MITTLEREN FOYER
12+
Bohuslav Martinů Fantasia für Theremin
und Ensemble
Das selten zu hörende elektronische Theremin
erregt allein schon wegen seiner Bedienung
Aufmerksamkeit: Seine Töne entstehen völlig
berührungslos durch Gesten. Clemens Rynkowski stellt seine sphärischen Klänge vor,
dann folgt mit der Fantasia des experimentierfreudigen Klang-Suchers Bohuslav Martinů eines der wenigen Werke für dieses Instrument.
Stephan Rutz Oboe Jochen Weidner Klarinette Claudia von Kopp-Ostrowski & Gregor
Anger Violine Christoph Klein Viola Ben
Groocock Violoncello Clemens Rynkowski
Theremin Miho Uchida Klavier Magdalena
Falkenhahn Konzertpädagogik
17.6. 11.00 INSEL
BENEFIZKONZERT DES
BUNDESPRÄSIDENTEN
Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland Richard Wagner Vorspiel und Karfreitagszauber aus Parsifal Geteilte Pulte: Felix
Mendelssohn Bartholdy Die Hebriden op. 26
Wolfgang Rihm Con Piano? Certo! URAUFFÜHRUNG Ludwig van Beethoven Sinfonie
Nr. 7 A-Dur op. 92
Frank Dupree Klavier Justin Brown Dirigent
Orchester I des Helmholtz-Gymnasiums
Karlsruhe (Leitung Hans-Jochen Stiefel)
BADISCHE STAATSKAPELLE
23.6. 20.00 GROSSES HAUS
Inklusive Empfang und Gala-Büfett