Hast Du schon mal Deine Leber gefragt, wie es ihr heute so geht?

WA Aktuell
Das vegane Rohkostmagazin
In Dankbarkeit an Helmut Wandmaker, einen der großen Rohkostpioniere unserer Zeit, der
entscheidende Vorarbeit für die Natur- und Rohkostbewegung in Deutschland geleistet hat.
Inhalt
Veronika Sauer
Hast Du schon mal Deine Leber
gefragt, wie es ihr heute so geht?.... 1
Urs Hochstrasser
Fragen finden Antworten ................. 10
Rezeptevorschläge ............................. 28
Feierliches Rohkost-Dinner
bei Urs & Rita Hochstrasser .............. 32
Petra Schröer
Lebenslicht - Buchvorstellung........ 12
Babara Miller
Hormonberge und Hormontäler ... 14
Renée u. Bruno Weihsbrodt
Die Schneerose...................................... 16
Sabine Schmid
Das Kamel in eurem Pool
- ein Leben fast ohne Asperger- ..... 18
Geht Paleo auch roh-vegan? ........... 25
WA - aktuell hilft weiter:
Unser Gastronomieleben zwischen
Himmel & Hölle..................................... 26
Roswitha Mitulla
Bescheiden leben und
die Welt retten....................................... 34
Anzeigen.................................................. 40
Kleinanzeigen ....................................... 41
Selbsthilfegruppen ............................. 42
Impressum, Bestellformular ............. 43
Heft 91
Jan./Feb. 2015
Hast Du schon mal Deine
Leber gefragt, wie es ihr
heute so geht?
Die Leber ist die größte Drüse im menschlichen Körper. Sie wiegt etwa 1,5 Kilogramm und übernimmt zentrale Aufgaben im Kohlenhydrat-, Eiweiß- und
Fett-Stoffwechsel. Jeden Tag fließt eine große Menge Blut durch die Leber.
Die darin enthaltenen Stoffe werden von ihr verwertet, gespeichert, umgewandelt oder abgebaut. Dabei laufen alchimistisch anmutende Prozesse ab.
Die Leberzellen können Zucker als Glykogen speichern und später als Glukose
wieder abgeben oder Zucker in Fett umwandeln. Sie schaffen es aber auch,
aus Eiweißen Zucker zu produzieren und Hormone und Vitamine zu bilden.
Außerdem ist die Leber ein
wichtiges
Entgiftungsorgan, ein Filtersystem, das in
jeder Minute ungefähr 1,5
Liter Blut reinigt. Giftstoffe
die sie entsorgen muss sind
Alkohol, Medikamente, Konservierungsmittel, Pestizide,
Schwermetalle, Chemikalien
und andere Schadstoffe aus
Wasser, Luft und Nahrung,
aber auch Krankheitserreger. Schwer beschäftigt ist
sie beispielsweise mit dem Abbau von Ammoniak, der beim Abbau von Aminosäuren entsteht. Zudem produziert die Leber jeden Tag zwischen einem halbem
und einem Liter Gallenflüssigkeit, die in der Gallenblase gespeichert und bei Bedarf abgegeben wird.
Die Leber arbeitet unermüdlich tagein tagaus, vor allem aber in der Nacht, und
beschwert sich lange nicht. Sie kann sich sogar immer wieder regenerieren, solange es nicht zur Leberzirrhose oder zum Leberkrebs gekommen ist. Weil das
Organ keine Schmerzen verursacht, ist es wichtig, auf Beschwerden zu achten, die
im Zusammenhang mit einer überlasteten oder schon erkrankten Leber stehen.
In der chinesischen Medizin wird der
Leber, die dem Holz-Element zugeordnet ist, deshalb große Aufmerksamkeit geschenkt. Sie gilt als Motor
des ganzen Körpers, der hilft, die Lebensenergie Qi zirkulieren zu lassen,
ebenso als Träger des Hun, des Spirituellen im Menschen, und der ewigen Erinnerung. Partner der Leber ist
in der TCM die Gallenblase, deshalb
werden immer beide in den Blick genommen.
Das tut auch die europäische Naturheilkunde. „Leber und Gallenblase
gehören zusammen“, sagt die ganzheitliche Gesundheits-, Lebens- und
Ernährungsberaterin Veronika Sauer.
Sie befasst sich seit langem mit dem
Thema und hat eine ganzheitliche
und natürliche Reinigungsmethode
entwickelt, die in kurzer Zeit durchgeführt werden kann und sehr effektiv ist. Wie sie zur gesunden Lebensweise gekommen ist und wie sie ihre
Naturkostschule in Thüringen aufgebaut hat, erzählt sie den Lesern von
WA-aktuell:
„Wann reagierst Du endlich und befreist mich von diesen vielen toxischen Schleimen und Schlacke-Klumpen, die man Gallensteine nennt?“
So oder ähnlich muss vor 12 Jahren
auch meine Leber zu mir gesprochen
haben, als ich endlich mit 47 Jahren
begann, meine Ernährung zu verändern und mich mit dem Verdauungssystem und der Gallenblasen- und
Leberreinigung zu beschäftigen. Ich
hatte verstanden, dass ich meine Leber und die Gallenblase dringend
entlasten und von Unrat befreien
musste.
Meine eigene Lebensveränderung Das Schwimmen gegen den Strom!
Hier begann mein Weg in ein neues
Leben, denn von nun an ließ mich
dieses
Thema
nie mehr los und
ist heute mit viel
Enthusiasmus
zu meiner Berufung geworden.
Damals war ich
nach drei chronischen
und
unzähligen Zivilisationsk rankheiten bereits auf
dem Rohkost-/
Wildkräuter-Weg
und ich hatte die
absolute Hirnwäsche nach dem
Lesen von Wandmakers genialem
Universalwerk
„Willst Du gesund
sein? Vergiss den
Kochtopf!“ und
dem ebenso guten WildkräuterKonz
bereits
hinter mir. Das
mehrmalige
kurzzeitige Fasten hatte ich
Veronika Sauer bei der täglichen Ernte aus dem Biogarten
2
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
schon praktiziert, als ich damals mit
vielen rohen, unbelasteten ObstGrünpflanzen-Mahlzeiten ein Schlacke-Schleim-lösendes
Großreinemachen in meinem Körper in Gang
setzte. Dies putzte überall den Dreck
aus den Ecken und löste alte Ablagerungen und Medikamente, was nicht
ohne Konsequenzen ablief.
Ich erinnere mich an meinen ersten
veganen Urlaub, als unter der spanischen Sonne mein Körper aus allen
Poren auf befreiende Weise die Harnsäure rausdrückte. (Ich war vorher ein
mächtiger Fleischesser). Allein mit
diesen Entgiftungs-Prozessen könnte
ich ein sehr interessantes Buch füllen.
Wer so wie ich über Jahrzehnte die
Ordnungsgesetze des Lebens grob
verletzt hat und sich nicht artgerecht
mit lebendiger Nahrung, sondern nur
mit totgekochtem Zeug ernährt hat,
viele Medikamente einnahm und viel
zu wenig trank, braucht wenigstens
zehn Jahre der Entgiftung, wie ich
heute aus meiner Erfahrung weiß.
Nun hatte ich dabei zwei Möglichkeiten. Ich konnte den Bummelzug oder
den D–Zug wählen. Diese von mir so
gewollte, aber etwas zu schnelle Art
der Entgiftung, bewirkte als Nebenwirkung hin und wieder einen gewaltigen Leberstau, der sich dann durch
verschiedenste Symptome wie Hämorrhoiden, Nagelbettentzündungen und Tinnitus bemerkbar machte.
Dies alles wird in keinem Buch besser
beschrieben als in „Die MethusalemErnährung“ von Henning MüllerBurzler. Dort fand ich die Bestätigung
für die wundersamen Vorgänge in
mir, die nötig waren um mich wieder zur vollständigen Gesundung
zu führen. Es waren Regelungen des
Körpers, die ich damals noch nicht
verstand, aber geschehen lassen
musste. Ich erkannte an den furchterregenden Belägen auf meiner Zunge,
dass es Zeit wurde, den Körper mit
natürlich reinigenden Maßnahmen
zu unterstützen und zwar nicht nur
mit solchen, die eine sichtbare Ausleitung der Giftstoffe aus dem Körper
Unsere Hügelbeete, gestaltet nach Sepp Holzer
nach sich ziehen. Denn fehlt diese,
wandern oft genug gelöste Ablagerungen wieder in die alten Depots
zurück oder in ganz neue, bereiten
dort Schmerzen und der Aufwand
war umsonst. Die Leber-und Gallenblasen-Reinigung, die auch Teil meiner eigenen Selbstheilung war, ist
eine wichtige Reinigungsart, bei der
zu sehen und zu analysieren ist, was
zum Vorschein kommt.
Egal, ob die Methode nach Andreas
Moritz, Hulda Clark, Tamara Lebedewa, David Wolfe oder nach den
Sauers, sie führen alle zum richtigen Ergebnis. Es ist das Ausscheiden
der schleimigen Gifte und der sehr
vielfarbigen, zuerst meist grünen
Cholesterin-Klumpen aus Leber und
Gallenblase. Weil ich selbst aber am
Ergebnis jeder ausprobierten Methode etwas auszusetzen hatte, setzte
ich mich mit meinem Sohn Florian
zusammen und wir kreierten eine
neue, eigene verbesserte und viel
kürzere Methode. Sie sollte vor al-
lem ganzheitlich sein und gänzlich
ohne Chemie auskommen, d. h. ohne
das lästige Bittersalz, das wollten wir
unbedingt allen ersparen. Am Ende
waren wir sehr stolz auf uns, weil unsere Methode sehr gut angenommen
wurde, leicht durchzuführen ist und
höchste Ausscheidungs-Ergebnisse
bringt im Vergleich zu den anderen
Methoden.
Inzwischen erreichen wir immer
mehr Menschen, die davon Gebrauch
machen. Auch weil einige schon
wissen, das in deutschen Krankenhäusern heutzutage keine einzelnen
Steine entnommen werden, sondern
nur noch komplett die Gallenblase
entfernt wird, und das nur des Geldes
wegen. Es wurde nun unser Bestreben, viele Menschen zu informieren
und ihnen die Möglichkeit zu bieten,
diese Methode ohne OP, ohne Messer
und ohne schädliche Nebenwirkungen bei uns einmal richtig zu erlernen, um sie künftig dann zu Hause
fehlerfrei durchführen zu können.
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
So entstand im schönen Haselbach /
Thüringen vor über zwei Jahren unsere erste Leberreinigungsstation.
In unseren urlaubsähnlichen FünfTage-Lern-Kursen in familiärer Atmosphäre mit erster überwachter Selbstdurchführung im Bärenbachhaus und
in der Villa Grün, helfen wir liebevoll
all denen mit Rat und Tat, die noch
ein ganzes Stück Arbeit in Richtung
Gesundung vor sich haben. Heilen
kann sich ein Körper nur selbst, wenn
wir sauber gemacht und die Türen
dafür geöffnet haben.
Was wir noch alles verbesserten!
Zunächst reduzierten wir die sechs
Safttage mit vegetarischer Nahrung
vom Andreas Moritz-Vorschlag auf
drei reine Safttage ohne feste Nahrung. Dann setzen wir in den Kursen jedem Safttag am Morgen einen
frisch gepressten Weizen- oder Dinkelgrassaft voran, der, wenn regelmäßig getrunken, bei uns selbst sehr
3
schnell heilende Wirkung zeigte. Angelehnt an die russischen Methoden
ersetzten wir der Bauchspeicheldrüse
wegen, die reinen sauren Apfelsäfte durch gemischte Säfte aus sauren
Äpfeln und 30 Prozent Gemüse. Es
ist Bio-Gemüse von unseren nach
Sepp Holzer gestalteten Hügelbeeten, die zum Teil sogar Perma-Kultur
sind. Dazu nutzen wir Rote Beete,
Pastinaken, Gurken, Sellerie, Möhren, Fenchel, Topinambur und was
die Jahreszeit so hergibt, zusammen
mit Ingwer. In die Pressung lassen wir
Wildkräuter der Wiese einfließen und
das wilde Grün der Möhre, die Blätter der roten Beete mit ihrem überragend hohen Anteil an Vitamin A, K
und Kalium, auch Grünkohl, Spinat
und Mangold, was wir von Viktoria
Boutenko alles vermittelt bekommen
haben.
und C, sorgt für eine optimale Funktion der Leber und wirkt auf zahlreiche
andere Krankheitsbilder sehr positiv.
Wir verwenden nicht nur den Leberund Nierentee von Andreas Moritz,
sondern bieten zusätzlich Tee einer
ganz besonderen Pflanze aus dem
peruanischen Regenwald aus den
Büchern von Markus Rothkranz. Es ist
Chanca Piedra, (Phylantus Niruri) genannt Steinbrecher-Pflanze. Sie hat
tatsächlich besondere SteinbrecherQualitäten und macht im Vorfeld vieles weicher und kleiner. Wie wir wissen, ist sie hilfreich bei Hepatitis A, B
Wer den Artikel von Dr. H. Friedrich, über
die Amalgamausleitung mit Kokoswasser kennt, wird verstehen, warum wir
an den Safttagen zur Vorbereitung der
Leberreinigung auch Kokoswasser von
jungen Trinkkokosnüssen aus Thailand
einfließen lassen. Diese Kokosnüsse
sind auch der Grund, warum wir jedes
Jahr im April mit deutschen Urlaubern
eine Sonnenheilung durchführen, entweder mit Kokosnuss-Fasten oder die
Leberreinigung wunschweise in Thai-
Veronika Sauer und Kertin Nitschke an nahgelegener Waldquelle
Familie Sauer: Amelie, Florian, Peter, Sbastian, Veronika und Antje
4
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
land auf der Insel Phuket begleiten.
Ebenso gibt es jährlich vier Termine
für diejenigen, die diese Reinigung
am Meer, in der Casa El Morisco in
Adalusien in Spanien begleiten lassen möchten. Eine Casa mit veganvegetarischer Nahrung und vielen
Schüsseln wilder grünen Salatpflanzen.
Weiter geht es mit der Wasserversorgung. Das Wasser sollte an den drei
Safttagen jeder Reinigungskur sehr
gutes und reines Wasser sein, mit wenig Schwebeteilchen. Nicht jeder hat
eine Naturquelle im Wald hinterm
Haus, an der er sich bedienen kann, so
wie wir hier in Haselbach eine haben,
die uns eine vollständige Wasserversorgung gewährleistet. Deshalb sollten Sie sich vorher Gedanken machen,
welches Sie Wasser man trinkt.
Nun zur wichtigsten Voraussetzung
für eine problemlose Reinigungsnacht. Ich meine die gründliche
Darmentleerung einen Tag zuvor. Mit
der Heilfrucht Röhren-Kassia (Fistula)
vom indischen Goldregen, Sennesblätterschoten oder früher Manna
genannt, haben wir den entscheidenden Durchbruch erreicht, um das unangenehme und künstliche Bittersalz
auszutauschen. Es ist ein sehr wohlschmeckender und wirkungsvoller
Trunk mit abführender Wirkung.
Aber Kassia kann noch mehr. Obwohl
sie ein ganz natürliches Lebensmittel
ist, kann sie Körperzellen öffnen und
Giftstoffen den Rückweg in den Blutstrom freimachen zum Abtransport.
Sie liefert exzellente Ausscheidungsergebnisse.
Auch am Trunk vor der Lebernacht haben wir Veränderungen vorgenommen. Das beim Schlucken brennende
Olivenöl (220 bis 250 Gramm), ersetzen wir heute durch ein für die Leber
viel effektiveres kaltgepresstes Mariendistel-Öl, das wir aus dem Saarland
beziehen. Den Grapefruitsaft tauschten wir gegen Zitronensaft. Der ist
pur, nicht so süß und wir trinken dies
einzeln nacheinander, um die Gallenblase richtig zu schocken und ihren
Ausstoß zu erbitten. Der Zitronensaft muss immer durchgesiebt sein.
Nach dem Trinken folgt nur noch das
sofortige Hinlegen mit Leberwickel
voller Rizinusöl und Wärmflasche am
Bauch, um die Gallengänge von außen richtig zu weiten. Es folgt eine
dreistündige Ruheposition bevor die
Nachtruhe beginnt.
Was den Körper so alles verlassen
kann.
Die Nacht verläuft nicht für jeden ganz
ruhig. Im Einzelfall können verschiedene Übelkeiten auftreten, je nachdem, was der Einzelne aus Leber und
Gallenblase so auszuscheiden hat.
Da die Türen einmal offen sind, nutzt
der Körper auch an anderer Stelle die
Chance zur Ausscheidung. Die individuelle Eigenart jedes Menschen in
seiner Lebensweise und somit auch
verschiedene Ernährungsgewohnheiten bedingen ganz verschiedene
Ausscheidungen. Es kann außer vielfarbigen Gallensteinen, die kleiner als
Paprikasamen oder so groß wie eine
Walnuss sein können, noch folgendes den Körper verlassen:
l
l
dicke aussortierte Lymphe aus
dem Lymphbeutel
große Mengen alte schwarze
oder grüne Galle
l
winzige schwarze Bilirubin-Steine
l
Lamblien und Darmtrichomonaden
l
l
l
Parasiten-, Pilznester und
Schimmelfäden
Termine 2015
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ist der 31. Januar 2015
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Schleim
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WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
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Die wichtigsten und zugleich wundervoll geschriebenen Bücher
zu diesen Themen und Methoden sind:
Sie sollten am nächsten Tag alles anschauen, analysieren und fotografieren, um es mit den Ausscheidungen
einer späteren Reinigung vergleichen
zu können. Auch nach einer Gallenblasenentfernung ist diese Reinigung
von größter Wichtigkeit, da es dann
keinen Auffangbeutel mehr für im
Nachhinein entstandene Gallensteine gibt. Dann suchen sie sich einen
anderen störenden Platz.
Andreas Moritz, „Die wundersame Leber- u. Gallenblasen-Reinigung“
Wer eine Leberzirrhose in dritten Stadium hat, Schwanger ist oder Menschen mit Fieber sollten keine Leberreinigung durchführen.
Henning M. Buzler, „Die Methusalem-Ernährung“
Nach unseren Erfahrungen hat es bei
allen anderen Krankheitsbildern nur
verbessernd gewirkt.
David Wolf, „Die Sonnen-Diät“
Tamara Lebedewa, „Reinigung“
Christina Peter, „Körperreinigung von Innen“Gunther-Wolfgang Schneider,
„Ausbruch aus unserem geistigen Gefängnis“
und „Liebe Deine Darmbakterien, Biotop Mensch“
Viktoras Kulvinskas, „Leben und Überleben, Kursbuch ins 21. Jahrhundert“
Neues Wissen wirklich
weitergeben......
Nach meinem Studium vieler Blut-,
Darm-, Nieren-, Leber- und ParasitenReinigungen und unzähliger SelbstVersuche in dieser Richtung, ver-
Letzte Resternte vor dem anstehenden Frost
6
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
wende ich mein Wissen und meine
Erfahrungen nun zum Vermitteln der
besten Selbst-Reinigungsmethoden
und deren Reihenfolge. Diese werden
für jeden individuell zugeschnitten,
sind gefragt und zu meiner liebsten
beruflichen Tätigkeit geworden.
Welche Methode der Leber- und
Gallenblasenreinigung ist für mich
die Richtige?
Das unterliegt der eigenen Entscheidung. Unsere Methode ist in diesem
Artikel noch nicht vollständig genug
erläutert, um sie nachzumachen (Zusendung aber möglich). Jedoch rate
ich für die erste Leberreinigung den
Ablauf egal welcher Methode sehr
ernst zu nehmen und genau nach
einem Ablaufplan zu handeln. Abzuschalten vom Stress und in die Ruhe
zu kommen ist das Wichtigste. Das
Rizinusölgetränkte Tuch auf der Leber mit einer Wärmflasche darf nicht
vergessen werden, da es das Weiten
der Gallengänge garantiert. Mit dem
abschließenden Satz aus dem Buch
von Christina Peter „Körperreinigung
von Innen“ (Seite 183) möchte ich Sie
zu solch einer Maßnahme motivieren und wünsche Ihnen viel Erfolg:
„Die Leberreinigung ist völlig unbedenklich. Diese Aussage stützt sich
auf über 500 durchgeführte Behandlungen, darunter viele Menschen im
achten oder neunten Lebens-Jahrzehnt. Keiner berichtete jemals über
Schmerzen und niemand musste jemals in die Klinik.“
Diese Erkenntnis deckt sich auch
hundertprozentig mit unseren eigenen Erfahrungen. Zu empfehlen ist
eine Reinigung ein erstes Mal, dann
sieht man, was kommt, wiederholt in
vertretbaren Abständen (viertel- oder
halbjährlich) bis nichts mehr ausgeschieden wird und fährt dann fort mit
einen Mal im Jahr. Ich hoffe, ich konnte die Vorteile und die Wichtigkeit der
Körperreinigung für ein gesundes
Weiterleben in diesem Jahrhundert
verdeutlichen: Gesundheit durch
vitalköstliche Ernährung und Reinigung von innen.
beschreibt er, wie sich die Reinigung
und Entleerung von Galle und Leber
positiv auf alle Arten von Krankheitsbildern auswirken kann.
Auf der Seite 128 des Buches „Die
wundersame Leber- und Gallenblasen-Reinigung“ erläutert Andreas
Moritz folgende schwerwiegenden
Ursachen, die für die Entstehung der
verschiedenen Ablagerungen in der
Leber verantwortlich sind:
Die wundersame
Leber & Gallenblasenreinigung
Ein kraftvolles Verfahren zur Verbesserung Ihrer Gesundheit und
Vitalität Gebundene Ausgabe – 19.
Dezember 2014 von Andreas Moritz
(Autor)496 Seiten, kart.
ISBN: 978-3-944125-44-2
Preis: 22,90 €
Der Arzt Andreas Moritz beschreibt
im besten Leberbuch auf phantastische Weise die Wechselwirkung von
verstopfter Leber und Galle auf die
Entstehung fast aller Krankheitsbilder. Auch im umgekehrten Sinne
Unterstützende Kräuter bei
der Leberreinigung, die man
einfließen lassen kann.
l
Löwenzahnwurzel und
Artischockenblätter
l
Süßholzwurzel und
Odermennigkraut
Fehler durch die Gallensteine
entstehen
l falsche Ernährung
l übermäßiges Essen zwischen den
Mahlzeiten
l schwere Mahlzeiten am Abend
oder zu spätes Essen
l übermäßiger Eiweißkonsum
l fettarme Diäten
l synthetische Pharmazeutika
l Lebensweise (Störung des BioRhythmus, unregelmäßige Mahlzeiten)
l Emotionaler Stress
l herkömmliche
Behandlungsmethoden
l stundenlanges Fernsehen
während der Verdauung nach dem
Abendessen
l Diverse andere Ursachen
Was alle Methoden gemeinsam
haben:
l eine Vorbereitungsphase mit
Säften
l eine Darmentleerung
l eine Durchführungsphase mit Öl
und Saft von Zitrusfrüchten
l
eine Ausscheidungsphase
l
Wilde Yamswurzel und Eichenrinde Was bei jeder Methode anders ist:
l
Berberitzenwurzelrinde und
Erdrauchkraut
l
Mariendistelkraut und Samen,
Zitronenschale
l
Chanca Piedra und Schwedenbitter
l
Beifußblätter, Engelwurz, Kurkuma
und Kardamon
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
l
l
l
l
l
l
l
l
die Anzahl der Safttage
die Art der Säfte
das Mittel für die Darmentleerung
die Menge vom eingenommenen Öl
die Art und Menge der Zitrusfrucht
die Uhrzeit der Einnahme
die Länge der Ruhezeit
die Häufigkeit der Wiederholungen
usw.
7
Unsere Lerngruppe „Leberreinigung“ im Juli 2014 von links nach rechts: Rina, Birgit, Bärbel, Geschwister Klaus und Frauke, Jens
und Simone
Meine Ernährung heute
Ich esse sehr abwechslungsreich. Keineswegs reichen mir zwei Mahlzeiten
am Tag. Wegen langer Arbeitszeiten
bekommen mir fünf leichtverdauliche, kleinere Mahlzeiten besser. Als
erstes trinke ich morgens ein Glas
warmes Wasser oder esse gewürfelte Grapefruit. Etwas später gibt es
fast täglich einen grünen Smoothie,
meist aus wildem Grün, mit einem
halben Apfel und wenig Avocado
zum Binden des Schaumes und viel
Wasser. Am Abend als letztes verzehre ich einen großzügigen Salat. Für
zwischendurch gönne ich mir täglich
eine rohe vielseitige Gemüsemahlzeit im Zwiebelschneider mit etwas
Wasser hergestellt. Es gibt jeden Tag
andere Gemüse. Meist sind es Fenchel, Pastinaken, Stangensellerie,
Zucchini, Paprika, Pilze usw., dazu
kommen zwei Hände voll Grünes von
der Wiese, Kräuter wie Liebstöckel,
alles wird nur grob gehäckselt, dazu
Hochstrasser-Mayonnaisen oder ein8
fach Bio-Tamari. Fast täglich esse ich
eine Beerenmahlzeit, mal Rohkostkuchen, selbstgemachte Schokolade,
Roh-Pudding aus frischem Kokosfleisch oder Bananeneis. Die essbaren Wildpflanzen, die wir während
unserer täglichen Wanderungen zu
finden und unterscheiden lernen, beziehe ich tagtäglich mit ein. Letzten
Sommer schmeckten mir besonders
viele Blüten, mindestens 200 von der
Kapuzinerkresse, von Gänseblümchen, rotem Klee und Brunnenkresse,
jüngste Triebe von vielen Zweigen
und alle Sorten Malven, auch die Gemüsemalve. Abwechselnd esse ich
zu einer Mahlzeit gern unsere selbstgemachten Flachbrote mit ApfelZwiebel-Schmalz aus Kokosfett oder
mit Rohfrischkäse aus eingeweichten Cashew-Nüssen gemixt mit Sauerkrautsaft und anderen Gewürzen
wie Schabzieger-Klee, verschiedenen
Pfeffersorten, Pizza- oder Quarkgewürzen, oder Tomate-Paprika.
Oder ich esse selbstgemachtes FlachWA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
brot als Zwiebel-Paprika- oder Sauerkrautbrot mit Apfel-Zwiebel-Schmalz
oder kräutergewürztem Roh-Käse aus
Cashewnüssen, auch einen Löffel aus
verschiedenen Gläschen z.B. schwarze Sesampaste (höchstes Kalzium 35
Prozent) oder Vitabone von Vitakeim
für viel Energie und starke Knochen.
Es gibt keine Getränke außer Wasser.
In allen Kursen trinke ich früh frisch
gepressten Dinkelgrassaft und tagsüber mal Gemüsesäfte. In der Gruppe fällt es leichter. In den Leberreinigungskursen gibt es vor und nach
den Safttagen für die Gäste immer
hundertprozentig roh und zwischendurch ein Roh-Zubereitungsseminar
über Flachbrotvarianten, Fruchtleder
oder was unseren Gästen vorschwebt.
Viele Gesundheitsgespräche werden,
je nachdem, welche Themen aufkommen, intuitiv, ausführlich und inhaltreich abgehandelt. Am Ende jedes
Kurses gibt es nicht nur ein Foto von
der Ausscheidung, sondern auch viele Info-Blätter, ein Gruppenfoto und
eine Rezepte-Mappe.
Ein bis zwei Mal wöchentlich befriedige ich meine Lust auf Gekochtes.
Es kommt sowieso nur das Beste in
Frage. Vegetarische Linsensuppe,
Kartoffelsalat, dampfgegarter Mangold oder andere Gemüse, Grünkernsuppe, Kichererbsen-Salat, Maronen oder Taboulé, alles andere ist
abgehakt. Statt grünem Smoothie
gibt es manchmal ein Frühstück nach
Hildegard von Bingen. Etwas Dinkelflocken Feinblatt mit rohen Haferflocken von Vitakeim, etwas Wasser,
gehackte Mandeln, geriebener Apfel
und die Gewürze nach Hildegard wie
Bertram, Galgant, Zimt und Quendel,
dem Wiesenthymian. Der Abwechslung wegen tausche ich manchmal
diese Zutaten gegen Erdmandel- und
Kastanienflocken aus, dann ist dieses
Frühstück glutenfrei.
Nach nicht ganz eindeutigen Zutaten
bei Besuchen auswärts mache ich es
immer so wie es Helmut Wandmaker
uns vermittelt hat. Ich hänge einen
Wasser-Fastentag dran, an dem ich
mir morgens acht bis zehn Gläser
Wasser bereitstelle, viel arbeite und
früh schlafen gehe. Das habe ich
noch nie bereut und die Waage freut
sich am nächsten Morgen. Mit fast 60
Jahren fällt das Gewichthalten bei mir
als Genussmensch auch in der Rohkost nicht mehr so leicht wie früher.
Ich habe gelernt, bei den Mahlzeiten
still zu sein und meinen farbenfrohen
frischen Zutaten auf dem Teller hinterher zu denken, wie die Pflanze aussieht, wie gut sie riecht, wie und wo
sie wächst, wie die Blüte und der Samen aussehen und welchen Weg sie
zurücklegen, bis sie auf meinen Teller
landen. Das nennt man Yoga der Ernährung. Auf diese Weise habe ich es
geschafft, seit über elf Jahren voller
Energie, nicht mehr müde oder krank
zu sein, keinen Arzt zu brauchen
(außer Zahnarzt), alle Verletzungen
selbst zu heilen und mich dauerhaft
wohlzufühlen, um ein glückliches,
gesundes und dankbares Leben zu
führen.
Vitakeim feiert 2015 sein 10jähriges Jubiläum
•
rohe Fruchtschnitten und Pralinen, bio
•
Süßes mit Carob, Bio- und Rohkostqualität
•
Rohkostkräcker und - Brote
•
rohe Nussmuse und Käse aus Cashew und Soja
•
rohe gekeimte Bio-Samen und Getreide
•
Torten und Gebäck in Rohkostqualität
•
•
Nüsse, Samen, Trockenobst, keimfähiges Getreide
Geräte für die Rohkostküche
Vitakeim Hufnagel GbR
Rathausstr.8, 79415 Bad Bellingen
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Veronika Sauer, (59) hat Betriebswirtschaftslehre studiert und betreibt die Naturkostschule im Bärenbach-Haus in Haselbach. Sie ist
ganzheitliche Gesundheits-, Lebens- und Ernährungsberaterin und
ernährt sich seit über elf Jahren zu mindestens 80 Prozent vegan-rohköstlich mit sehr hohem Grünpflanzenanteil. Als Leiterin einer Leberund Gallen-Reinigungsstation und der ersten Langzeit-BasenbäderStation mit Schwermetallausleitung in Thüringen, bietet sie Kurse zur
Leber- und Gallenblasenreinigung, eine Basenbad-Abenteuernacht
mit Schwermetallausleitung, Gourmet-Rohkost-Zubereitungskurse,
Fastenseminare, Wildkräuterwanderungen und vieles mehr an.
Kontakt:
Veronika Sauer
Rögitzstraße 70
96523 Haselbach
Tel. 036762 80244
0171 7731376
[email protected]
www.naturkost-schule.de
www.rohkost-seminar.de
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
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Urs Hochstrasser
Fragen finden Antworten
Sehr geehrter Herr Dr. Hochstrasser
Mein Bruder und ich möchten vegan essen, hauptsächlich Rohkost. Nun stellt sich die Frage, ob Honig Rohkost ist oder
nicht? Mein Bruder behauptet, Honig sei nicht vegan. Ich bin der Meinung, da Honig aus Blumen gewonnen wird, ist
er doch vegan. Wer von uns hat nun Recht. Da ich ein richtiges Schleckmaul bin und gerne süße Sachen esse, ist es für
mich wichtig, in dieser Hinsicht Klarheit zu haben.
Mit freundlichen Grüßen
Jeanette S. (Name der Red. bekannt)
Liebe Jeanette S.
“More Than Honey“ gibt einiges an
Aufschluss darüber.
Es ist hierzulande üblich, den Honig
kalt zu schleudern und als solcher
zählt er daher als Rohkost. Bei den
billigen Importhonigen kann ich dafür keine Garantie abgeben. Honig
ist sehr nahrhaft, dient jedoch in erster Linie als Nahrung für die Bienen.
Aus gesundheitlicher Sicht sehe ich
den Honig für den Menschen nicht
nachteilig. Meistens, wenn das Wetter
stimmt, sammeln sie etwas mehr als
die Menge, die sie für sich benötigen,
jedoch nicht so viel, wie der Mensch
ihnen wegnimmt. In der Regel wird
dann mit Zuckerwasser zu gefüttert,
was aber für Bienen nie den Honig
ersetzen kann. Dadurch werden sie
schwach und letztendlich krank. Das
finde ich nicht in Ordnung. Ich möchte nicht behaupten, dass alle Imker
ihre Bienen schlecht behandeln, es
mag gewiss solche geben, die verantwortungsbewusst sind, aber die
Mehrheit geht mit ihren Schützlingen
nicht gerade zimperlich um. Der Film:
Liebe Angela J.
Lieber Herr Hochstrasser
Danke für die Blumen, es ist schön, dass
wir uns an Ihrem Glück etwas beteiligen durften.
Ich bin ein großer Fan von Ihrem Buch „Rohkost vom Feinsten“ und bin froh, dass
Sie und Ihre Frau es geschrieben haben. Es bereichert mein Leben. DANKE.
Vor ca. einem Jahr habe ich meine Ernährung auf vegan umgestellt mit großem Rohkostanteil. Dadurch habe ich ca. 20 kg abgenommen. Ich bin nun sehr
schlank und kann mein Gewicht gut halten, was ich natürlich super finde. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass ich jetzt auf psychischen Stress und Alltagsbelastungen viel sensibler reagiere. Das heißt, ich nehme weiter ab und vor allem
an Muskeln, da Fettreserven kaum noch vorhanden sind.
Ihr habt beide Recht! Honig ist ein
pflanzliches Ursprungsprodukt, aber
tierisch verarbeitet. Er enthält allerdings, wenn man ganz genau sein
möchte, winzige Anteile von Drüsensekreten der Bienen.
Was ich aus Ihrem Schreiben entnehmen kann, haben Sie nun eine Traumfigur. Gratuliere, ich freue mich für Sie.
Diese zu halten macht Sinn.
Der Aufbau der Muskeln geschieht
dadurch, dass diese einem positiven
Stress ausgesetzt werden, sprich Training. Die Muskeln wollen nun diesem
Stress gerecht werden, und bauen sich
auf. Sie werden dadurch robuster. Damit die Muskeln überhaupt die Leistung erbringen können, benötigen sie
Betriebsstoffe. Das sind hauptsächlich
in reifen Früchten enthaltene Zuckerarten, sowie Stärken aus den Gemüsen
als auch Öle aus Nüssen und Samen.
Im Winter macht es aus wärmetechni-
10
Für Schleckmäuler, die auf der sicheren Seite sein möchten, gibt es jetzt
Apfeldicksaft in Rohkostqualität zum
Süßen. Somit können die Bienen den
Honig behalten. Dadurch schliesst
sich der Kreis der Natur und verwöhnt alle. Die Bienen werden mit
dem Blütennektar verwöhnt und wir
Menschen mit dem köstlichen, süßen
Fruchtelixier der Äpfel.
Möge Ihnen das Leben noch viele
süße Momente gewähren, ohne dass
jemand zu kurz kommt.
Ich würde gerne wissen, wie man den Muskelaufbau ernährungstechnisch unterstützen kann, damit ich, auch wenn ich mal gestresst bin oder krank, nicht gleich
mager werde und etwas gesunde Reserven habe. Vielen Dank für Ihre Antwort.
Liebe Grüsse Angela J. aus K. D. (Name der Red. bekannt)
schen Gründen Sinn, vermehrt Öle zu
sich zu nehmen. Das ist heute in Europa
kein Problem mehr, da es jetzt hierzulande hervorragende Rohkostöle gibt.
Für den Aufbau benötigen die Muskeln
Proteine. Durch die Enzyme, Protease
genannt, werden diese zu Aminosäuren aufgespalten. Das ist nur bei RohWA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
kost effizient möglich. Das sind die
Bausteine, mit denen sich die Muskeln
bei Bedarf aufbauen können. Dazu eignen sich Proteine aus Blattgrün oder
Keimlingen wie Linsen, Süsslupinen,
Roggen, Sesam, Sonnenblumen, wie
auch aus Nüssen, Mandeln und Kernen.
Bei Kernen denke ich hauptsächlich an
Lieber Christof G.
Lieber Herr Hochstrasser
Herzlichen Dank für das Kompliment.
Ich möchte Ihnen ein Riesenkompliment machen für das, was Sie
alles in Sachen Ernährung und
ganzheitlicher Geundheit leisten.
Vielleicht können Sie mir einen Rat
geben..... Zu mir: Ich heisse Christof, bin 41 Jahre jung und arbeite als Schreiner. In meiner Freizeit
spiele ich gerne Klavier. Seit meiner
Kindheit fühle ich mich steif und
spüre eine große Grundspannung
in mir. Gerade auf das Klavier bezogen, ist das nicht gerade günstig.
Meine Fingerenden ziehen nach
hinten (wie bei Horowitz), sodass
ein Rundbogen schwierig wird. Alles verkürzt? Ich weiss es nicht :-)
Zusätzlich habe ich noch eine Ullna
plus, die ebenfalls noch blockiert.
Wie ich gelesen habe, spielen Sie
auch Klavier und so möchte ich Sie
fragen, was Sie von dem Geschilderten halten. Wie wirkt sich eine
Rohkosternährung auf Steifheit aus,
übertragen auf das Klavierspielen?
Ich würde mich sehr über ein paar
Zeilen freuen.
Nicht ich spiele Klavier, sondern Rita
ist die Begnadete. Allerdings komme
ich in den Genuss der wundervollen
Musik und das ist auch ein Segen.
Mit diesen Symptomen würde ich
ohne zu zögern sofort auf Rohkost
umstellen. Sie sind noch jung genug
um eine relativ schnelle Wirkung der
Rohkost zu erzielen. Auch wenn ich
nicht die Absicht habe, Ihnen damit
ein Heilversprechen abzugeben, hat
diese Ernährungsform schon in so
vielen Fällen geholfen, dass ich es
unter keinen Umständen unversucht
lassen würde. Eine gemüsebetonte
Rohkost würde die Flexibilität Ihres
Gewebes bestimmt vorteilhaft beeinflussen. Eine Ullna plus* muss nicht
unbedingt Probleme verursachen, ist
aber anfälliger bei Übersäuerung des
Körpers, bedingt durch den erhöhten
Druck auf den Diskus triangularis*
bei Belastung. Dies kann sich dann in
stechenden Schmerzen, meistens bei
Drehbewegungen, äußern.
Ob es sich bei Ihren Fingern um die
Sehnen, die Muskeln oder die Gelenke handelt, entnehme ich Ihrem Sch-
Hanfkerne. Die enthalten sehr viel Protein. Diese gibt es geschält im Handel.
Berücksichtigen Sie aber Rohkostqualität, sodass die Proteine nicht hitzegeschädigt sind. Sie sehen nun automatisch, dass eine vernünftige, der Saison
angepasste Rohkost gleichzeitig beides, Betriebsstoffe, wie auch Aufbaustoffe liefert. Bei Rohkost benötigen Sie
für den Aufbau weniger Protein als bei
gekochter Nahrung, da die Inhaltsstoffe nicht hitzegeschädigt und dadurch
voll einsetzbar sind.
Eine gute Reserve baut sich der Körper hauptsächlich in der Leber auf und
nicht, wie gemeinhin angenommen,
im Fettpolster - dies schon gar nicht,
wenn es krankhaftes Gewebe aus minderer Nahrung darstellt.
Achten Sie auch darauf, dass Sie viel frische Luft atmen können, denn das ist
ebenfalls wichtig beim Muskelaufbau.
Liebe Grüsse Christof G.
(Name der Red. bekannt)
reiben nicht. Daher kann ich leider
keine Stellung dazu nehmen, außer
Negativer psychischer Stress wirkt zehrend und schwächt. Tatsächlich kann es
vorkommen, dass er sogar, je nach Typ
Mensch, körperlich abbaut.
Die sensiblere Reaktion auf psychischen Stress und Alltagsbelastung hat
möglicherweise damit zu tun, dass Sie
durch die Ernährungsumstellung eine
feinere und klarere Wahrnehmung gewinnen. Obwohl das natürlich Vorteile
hat, muss man lernen, damit umzugehen. Die Wahrnehmungen und die
eigenen Gedanken sollten nun besser
strukturiert werden. Wenn sich Gedanken laufend wiederholen, sollten
sie diese nach deren Ursprung und
Absicht befragen. Sich wiederholende
Gedanken können, wenn sie nicht zum
Abschluss gelangen, Stress erzeugen,
vor allem wenn es plötzlich mehrere
auf einmal sind.
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
dass mich das Klavierspiel von Horowitz beflügelt, egal wie seine Fingerstellung ist. Ich weiss jedoch, was Sie
mit dem Rundbogen der Finger meinen und empfehle Ihnen dringend,
darauf zu achten, dass Sie einen basischen Zustand Ihres Körpers erreichen. Eine vegane Rohkost würde Sie
sicher dabei unterstützen.
Nehmen Sie täglich etwas frischen
Weizengrassaft zu sich, anfänglich
nur einen Esslöffel voll. Das wirkt sowohl reinigend als auch basisch und
verbessert die Blutqualität. Mehr darüber im Buch Rohkost vom Feinsten
Seite 211 (3. Auflage).
Ich wünsche Ihnen einen guten Start
in das Rohkost – Abenteuer und freudiges, lockeres, beflügelndes Klavierspielen.
*Ulna plus, bedeutet eine leicht verlängerte Elle im Vergleich zur Speiche
am Vorderarm.
*Der Discus triangularis, ist eine annähernd dreieckige Knorpelplatte,
die über Bänder am kleinfingerseitigen Handgelenk fixiert ist. Ähnlich dem Meniskus im Kniegelenk,
dient er dem besseren Gelenkgleitverhalten.
Die Alltagsbelastungen sollten Sie
ebenfalls hinterfragen. Womit belastet
Sie Ihr Alltag? Wer belastet Sie wie damit? Sind diese Belastungen reell? Sind
diese Belastungen notwendig - oder
besser Not wendend? Was könnten
Sie in Ihrem Leben verändern, damit
Sie nicht belastet, sondern erleichtert
werden. Das heisst nicht, dass Sie dabei
etwas verlieren, sondern bei diesen Restrukturierungen gewinnt man meist
mehr, mit weniger Aufwand.
Beachten Sie, dass Sie sich beim Öffnen der Wahrnehmung nicht plötzlich
Probleme anderer zu Ihren eigenen
machen. Diese gilt es zu unterscheiden
– insbesondere, wenn man anderen
Menschen bei deren Problemlösungen
behilflich sein möchte.
Ich vertraue darauf, dass sich Ihre Sensibilität zu einer Ihrer Stärken mausert.
11
Lebenslicht
von Petra Schröer
Buchvorstellung
Bis zum Alter von 36 Jahren lebte
Petra Schröer nicht anders, als andere jungen Frauen. Geboren und
aufgewachsen in Ostdeutschland,
startete sie nach der Wende ihre
Karriere, heirate, bekam einen Sohn
und brachte Beruf und Familie unter
einen Hut. Über Ernährung dachte
sie wenig nach. Auf den Teller kam,
was es schon bei den Eltern und
Großeltern gegeben hat. Die Folge
waren verschiedene Wehwehchen
und Erkrankungen, die regelmäßig
auftraten. Auch war die ehemalige
Leistungssportlerin kaum noch in der
Lage, zu joggen oder ohne Atemnot
die Treppen hinaufsteigen. Schließlich fragte sie sich, ob sie noch gesund oder schon ernsthaft krank sei,
ob ihre Energie noch lange reichen
würde, sich zu erholen und wie der
Körper sich selbst heilen könnte. Das
war der Anfang einer Metamorphose
hin zu einem neuen Leben, die sie in
dem Buch „Lebenslicht“ ausführlich
beschrieben hat.
Es war ein Weg, der vielen bekannt ist,
die ebenfalls nach neuen Lebensformen und einer gesunden Ernährung
gesucht haben. Auch Petra Schröer
fielen die Bücher von Norbert Treutwein, Galina Schatalowa, Thorwald
Detlefsen, Rüdiger Dahlke, Harvey
und Marilyn Diamond, Jasmuheen,
Helmut Wandmaker und David Woolfe in die Hände. Sie wurde erst Vegetariern, dann Veganerin, stellte um
auf Trennkost, basische und glutenfreie Ernährung, trank keinen Kaffee
mehr, bis Rohkost endlich Gesundheit und Wohlbefinden brachte. Doch
ihr Entgiftungsprozess, der sich über
viele Jahre hinzog, war intensiver als
bei anderen und zeitweise sogar lebensbedrohlich. Ursache könnten die
Medikamente gewesen sein, die sie
12
jahrelang eingenommen hat, die aber nie
eine Heilung brachten, sondern nur die
Symptome linderten.
Bei jeder Ernährungsumstellung
gab es zwar einen
Erfolg, aber schon
bald traten schwere Reinigungs- und
Heilkrisen auf. Die
Ärzte,
die
Petra
Schröer aufsuchte,
konnten nicht helfen, ja nicht einmal
eine Diagnose stellen, zum Beispiel bei
den monatelangen Lebenslicht - Petra Schröer, ISBN: 978-3941139-77-0
Herzbeschwerden,
Softcover, 192 Seiten, Preis: 15,00 Euro
die eigentlich Entgiftungserscheinung waren. Heute weiß geringsten Ernährungsabweichunsie, dass sie manches hätte anders gen traten alte Krankheiten in abgemachen sollen. „Statt konsequent alle schwächter Form wieder auf. Auch
Gifte zu vermeiden, wäre es in einer hatte sie das Gefühl, dass sie gekochsolchen Situation für mich ausnahms- tes Essen nicht mehr vertrug. „Nachweise richtig gewesen, etwas Süßes dem ich fast ein halbes Jahrzehnt
zu essen, damit mein Körper die Ent- alles Mögliche tat, um gesund zu wergiftungsarbeit an den Geweben des den, gelang es mir doch nicht gesund
Herzens unterbricht“, schreibt sie im zu bleiben“, berichtet sie. Dann kam
Buch. Der Entgiftungsprozess nahm der entscheidende Impuls. Als sie mit
Petra Schröer voll in Anspruch und ihrem Mann in einem Buchladen stöbrachte weiter Überraschungen. Es berte, entdeckten sie das Buch „Willst
waren Hautausschläge, eine plötzli- du gesund sein? Vergiss den Kochche Gewichtszunahme, weil der Kör- topf!“ von Helmut Wandmaker. Petra
per Gifte im Fett einlagerte, um das Schröer kaufte das Buch und begann
Überleben zu sichern, Atemnot, Lun- gleich auf dem Heimweg im Auto zu
genbeschwerden und vieles mehr. lesen. „Es war meine Rettung zum
Als Ehefrau und Mutter war es für Pe- richtigen Zeitpunkt, es löste eine Retra Schröer zudem nicht immer leicht, volution in unserer Küche aus, ich erdie neue Ernährung konsequent höhte den Rohkostanteil meiner tägdurchzuführen. Auch verspürte sie lichen Nahrungsmenge, der bereits
gelegentlich Gelüste auf Nahrungs- nach zwei Monaten siebzig Prozent
mittel, die sie eigentlich nicht mehr betrug“, erzählt sie. Außerdem machessen sollte. Es war die Sucht nach te sie Erfahrung mit Lichtnahrung
dem Gewohnten. Doch schon bei den und lernte den einzigartigen Zustand
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
kennen, wenn man fastet, nichts isst
und nichts trinkt, sondern sich von
Prana ernährt. Mit der Gesundheit
ging es weiter bergauf, doch schon
bald merkte Petra Schröer, dass auch
die Seele einer Reinigung bedurfte.
Die Entgiftung ging also auf einer anderen Ebene weiter, brachte Ängste
und Zweifel, Trauma aus der Kindheit
und Probleme im Beruf und in der
Ehe. Traumarbeit und der Kontakt zu
ihrer inneren Führung und zu Engeln
halfen ihr weiter. Diesen Prozess beschreibt die Autorin in einem langen
Kapitel.
Als Körper und Psyche gereinigt waren, passierte etwas völlig unvorhergesehenes: Petra Schröer wurde mit
43 Jahren noch einmal schwanger
und brachte ein Mädchen zur Welt.
Auch davon und von den ersten Jahren mit ihrer Tochter Vanessa und der
Suche nach der passenden Ernährung, berichtet sie ausführlich.
Sie hat das Buch 2005 beendet, erschienen ist es 2009. Ihre Ernährung
ist heute kaum anders als damals, allerdings setzt sie sie sich nicht mehr
unter Druck, von durchgehend hundertprozentiger Rohkost zu leben. „Es
blieb bei den täglichen 75 bis 80 Prozent Rohkost. Dazu mache ich zwei
bis drei Mal im Jahr drei bis vier Tage
Wasser-, Saft- oder Teefasten oder alles in der Kombination zum Entgiften.
Die restlichen 20 bis 25 Prozent der
Nahrungsmittel sind je nach Appetit
etwas Ziegen- oder Schafskäse, Tofu
paniert oder auf Salat, selten etwas
Fisch, wenig glutenfreie Produkte
wie Brot belegt mit Gemüse, Zuckerrübensirup oder Honig, glutenfreies
Müsli mit Soja-, Hafer- oder Mandelmilch“, berichtet Petra Schröer. Den
Tag beginnt sie mit einer großen Tasse warmem oder heißem Wasser.
Eine normal gekochte Mahlzeit kann
sie gar nicht mehr essen, allenfalls ein
bis zwei Löffel probieren, wenn sie für
die Familie kocht. „Natürlich könnte
ich eine normale Mahlzeit essen, wäre
aber dann spätestens am nächsten
Tag energielos oder bald krank. Ich
habe das alles mehrfach getestet, immer mit dem gleichen Ergebnis. Ich
habe keine andere Wahl, Rohkost ist
meine Hauptnahrungsquelle“, sagt sie.
Auch größere Mengen kommen nicht
in Frage, das bedeutet für sie einen
Verlust von Energie, die für die Verdauung benötigt wird. Da es ihr sehr
wichtig ist, Energie zu haben, muss
sie darauf achten, dass sie wirklich
nur die Mengen zu sich nimmt, die ihr
Körper braucht. „Für mich gilt: Entweder essen oder energiegeladen sein
und mich gut fühlen“, so Petra Schröer. Zufrieden war sie damit nicht immer, musste aber feststellen, dass
sie wirklich den Kochtopf vergessen
kann, wenn sie gesund bleiben will.
Ihr Gewicht hat sich bei 50 Kilogramm
eingependelt, die Menopause ist problemlos verlaufen, was sie auch der
Ernährung zuschreibt.
Trotzdem gab es immer wieder gesundheitliche Beschwerden, vor
einigen Jahren wurde eine viel zu
niedrige Knochendichte gemessen.
Petra Schröer machte Krafttraining,
legte fünf Kilo zu und ergänzte die Ernährung durch die oben genannten
Produkte. Der Schock kam ein Jahr
später beim Besuch des Arztes: die
Werte waren noch schlechter als zuvor. „Knochendichte, so steht für mich
schon mal fest, hat zumindest bei mir
nichts mit dem Verzehr von speziellen
Nahrungsmitteln zu tun“, stellt sie fest.
Ihr Weg ist weiterhin geprägt von der
Suche nach der eigentlichen Ursache
ihrer Empfindlichkeit gegenüber veränderten Nahrungsmitteln und führte zu Therapieformen wie Familienstellen, Reinkarnationstherapie, Body
Talk und anderem. Petra Schröer weiß
jetzt, dass eine gesunde Ernährung
nicht alles klären kann, dass sie aber
ohne die Rohkost den körperlichen
und seelischen Heilungsprozess nie
hätte machen können.
Anderen Menschen empfiehlt sie,
mit Frühstücksfasten anzufangen,
dann den Rohkostanteil langsam zu
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
erhöhen. Ihr Mann, der mittlerweile
auch viel Rohkost zu sich nimmt, und
einige seiner Kollegen haben sich
bereits vom vormittäglichen Apfelessen anstecken lassen. Ihre Tochter
Vanessa war schon immer neugierig
auf alle Arten von Nahrungsmitteln
und auf das, was der Vater auf dem
Teller hatte. „Das Vorbild der Mutter
reichte nicht aus, um die Ernährung
meines Rohkostkindes vorbildlich
weiterzuführen. Zu Kindergeburtstagen und auf Festen erlaubte ich
anderes Essen, was aber meine Tochter irritierte. Sie wollte es eigentlich
gar nicht und wählte am Buffet die
Rohkost. Schwierig war es mit Kuhmilch. Sie wollte sie unbedingt probieren, bekam aber spätestens drei
bis vier Wochen nach dem Verzehr
von wenig Kuhmilch regelmäßig Ohrenschmerzen oder Halsschmerzen
und Grippesymptome. Irgendwann
verstand sie den Zusammenhang
und es kam die Vernunft, die endlich zum Verzicht führte. Natürlich
wäre es nicht solch ein Kraftakt für
mich gewesen, wenn mein Mann sich
schneller an meine Ernährungsweise
gewohnt hätte. Aber auch für ihn war
meine Rohkosternährung viele Jahre exotisch und Umdenken und Verständnis kamen erst allmählich. Heute ist es kein Thema mehr, wenn ich
mittags mit Salat am Tisch sitze, dies
meine Hauptmahlzeit ist und bei Vater und Tochter der Salat die Beilage
darstellt“, erzählt Petra Schröer.
Jetzt in der Pubertät wählt Vanessa
ihre Nahrungsmittel selbst aus, hat
Vorlieben für Melone, Himbeeren,
Möhrensalat, Gurke und Birnen. Sie
greift zum Obst, wenn es ihr körperlich nicht gut geht. „Es liegt noch ein
Lernprozess vor ihr, bei dem ich sie
gern begleite“, denkt ihre Mutter. Ihr
34-jähriger Sohn lebt in Singapur
und hat nur die Anfänge der Ernährungsumstellung
mitbekommen.
Weil es dort so viel gutes Obst gibt,
isst er mittags ausschließlich Rohkost. „Letztendlich bringen die Erfahrungen die Veränderungen“, ist die
Erfahrung von Petra Schröer.
rmi
13
Hormonberge und Hormontäler
Wie die Landschaft in unserem Inneren unsere Gesundheit,
unsere Gefühle und unser Aussehen bestimmt
von Babara Miller
Teil 1: Die Nebennieren
Neulich saß eine Patientin bei mir. 44 Jahre alt, eine patente Mutter von 3 Kindern zwischen 8 und 14 Jahren die
sich selbstständig gemacht hatte und zuhause in ihrer Küche Naturkosmetik herstellte, um sie im Internet zu
verkaufen. „Ich kann nicht mehr. Ich habe null Energie. Nachts liege ich hellwach da, morgens komme ich kaum
hoch, muss aber raus, der Kinder wegen. Ich brauche vier große Tassen starken Kaffee bevor mich jemand ansprechen darf, dann quäle ich mich durch den Vormittag. Am frühen Nachmittag kann ich die Augen kaum noch
offen halten und zum Abend hin, obwohl ich zu Tode erschöpft bin, dreht etwas in mir auf, ich bin wie mit Strom
aufgeladen. Wenn ich es schaffe endlich einzuschlafen, bin ich meistens um eins wieder wach und wälze mich
hin und her, wissend, dass ich den nächsten Tag überstehen muss. Was ist bloß mit mir los?“
Solche Geschichten höre ich häufig.
In den meisten Fällen sind es Männer
und Frauen, die zuvor jahrelang sehr
viel Stress hatten und immer fünf
Dinge gleichzeitig machten. Jetzt
sind sie froh, eine Sache zu bewältigen, auch wenn es drei Mal so lange
dauert wie zuvor.
Was passiert hier? Über die Modediagnose Burn-out stolpern wir fast
täglich. Diese wollen wir uns genauer
anschauen:
Oben aufgesteckt auf unseren Nieren
sitzt jeweils ein süßes kleines Organ
in der Form einer kleinen Pyramide.
Sie sind wie Pralinen – mit einer Umhüllung aus einer Sorte Zellen und
einem Kern einer anderen Zellsorte
– der Nebennierenrinde und dem Nebennierenmark:
http://www.spektrum.de/lexikon/
biologie-kompakt/nebenniere/8054
Hier werden Hormone produziert –
und was für welche! Ohne sie würden
wir jedes Mal umfallen, wenn wir versuchen, aus dem Lehnstuhl aufzustehen. Beim Anblick eines Säbelzahntigers würden wir in Schockstarre
verfallen und uns auffressen lassen.
Die Nebennierenrinde produziert
Hormone in Schichten von außen
nach innen – als Medizinstudenten
14
merkten wir uns den Spruch: salt, sugar, sex – Salz, Zucker, Sex.
Herz in Bewegung halten muss, reduziert wird.
Ganz außen wird Aldosteron gebildet. Dieses Hormon ist verantwortlich für unseren Wasser- und Salzhaushalt und wirkt sich nebenbei
damit auf unseren Blutdruck aus. Eine
große Gruppe der wassertreibenden
Medikamente sind die Aldosteronantagonisten. Sie werden häufig bei
Herzinsuffizienz eingesetzt, um das
schwächelnde Herz zu entlasten, indem die Flüssigkeitsmenge, die das
In der mittleren Schicht der Rinde
entsteht das uns hier brennend interessierende Cortisol – ein Glucocorticoid – daher ZUCKER in unserem
Merkspruch. Cortisol ist ein Stresshormon. Es versetzt uns bei entsprechenden Umgebungsvariablen in
einen Zustand der Alarmbereitschaft.
Es sorgt dafür, dass aus Proteinen Zucker gebildet wird, der am schnellsten verfügbare Treibstoff für Muskeln
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
und Gehirn, die beiden wichtigsten
Organsysteme im Notfall. Es reduziert
Entzündungen (das letzte, womit wir
uns beschäftigen wollen, wenn der
Atem des Säbelzahntigers unsere
Nackenhaare streift) und unterdrückt
das Immunsystem: Schnupfen? JETZT
NICHT!!!!
In der inneren Schicht der Rinde werden die Androgene gebildet – Sexualhormone wie Östrogene ( kleine
Mengen, der größere Anteil wird in
den Eierstöcken synthetisiert, in der
Menopause ist hier und in den Fettzellen der einzige Entstehungsort
von Restöstrogenen – daher haben
übergewichtige Frauen nicht so starke Wechseljahressymptome), Progesteron und Dihydroepiandrosteron.
DHEA ist die Vorstufe aller Sexualhormone, egal ob männlicher oder weiblicher. Es ist ein Anabolikum und vom
Internationalen Olympischen Komitee verboten.
Danach kommt noch der weiche Kern
der Praline: das Nebennierenmark
– hier entstehen die beiden Königshormone, Adrenalin und Noradrenalin, ohne die wir vermutlich keinen
Tag überleben würden. Es sind unsere klassischen Stresshormone, neben Cortisol. Sie erhöhen im Notfall
(Schreck) die Herzfrequenz und den
Blutdruck durch Engstellung der Gefäße (das sorgt dafür, dass unsere
Muskeln und das Gehirn gut durchblutet werden – Sauerstoff ist wichtig, wenn man ganz schnell denken
muss, um zu entscheiden, ob jetzt
gekämpft oder gerannt wird), sorgen
für sofortige Lipolyse (Fettabbau)
und Gluconeogenese (Bereitstellung
von Zucker) für Treibstoff für Flucht
oder Kampf und hemmen die zentralen Bauchorgane wie Magen-DarmTrakt (wer würde jetzt an Verdauung
des Cremetörtchens denken wollen?)
Nun hat die Natur uns Menschen
dafür gebaut, dass wir barfuß durch
die Wälder rennen, und nicht um im
dreiteiligen Anzug der nächsten Aufsichtsratssitzung hinterher zu hechten oder einen kreischenden Zwei-
jährigen angezogen zu bekommen,
wenn man schon 15 Minuten zu spät
ist und der Chef klar gesagt hat, dass
er das nicht mehr länger mitmacht.
Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin
werden ausgeschüttet egal ob der
Ketchup aufs Hemd schwappt oder
das Mammut einem gerade den Stoßzahn zwischen die Rippen rammt.
Nun waren die Abstände zwischen
den Episoden mit den Stoßzahnverletzungen eher länger in unseren Urzeiten. Dazwischen, sofern wir überlebt hatten, gab es meistens genug
Zeit, sich davon zu erholen. Die FrustAngst und Stresssituationen heute kommen aber Schlag auf Schlag
und unsere armen Nebennieren,
die eigentlich nur im Falle des Falles
anspringen sollten, sind im Dauereinsatz. Tagaus, tagein. Das geht nur
eine bestimmte Zeit lang gut. In dieser Phase ist der Cortisolverlauf während des Tages ständig erhöht. Man
steht „unter Strom“.
Zu hohe Cortisolspielgel wie hier
führen zu einem prädiabetischen
Zustand, mit ständig erhöhten Blutzuckerwerten – der hohe Zuckergehalt im Blut verursacht Schäden an
den Innenwänden der Gefäße – der
erste Schritt zur Arteriosklerose. Die
Wundheilung verlangsamt sich und
die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer
oder Multipler Sklerose wird größer.
Das Gewicht steigt an, auch wenn
gar nicht viel gegessen wird. Nicht
nur deshalb sondern insgesamt geht
die Stimmung den Keller. Depression
kann die Folge sein. Es wird schwer
guten Schlaf zu finden, der regenerieren kann und die Knochen entmineralisieren, was zur Osteoporose führt.
Als nächstes ein Patient, dessen Nebennieren sagen: „Jetzt reichts! Wir
wollen und können nicht mehr!“
18000.0
16000.0
14000.0
12000.0
10000.0
8000.0
Hier ein normaler Verlauf:
6000.0
4000.0
2000.0
0.0
Und hier eine Patientin, die in der Phase von zuviel Cortisol ist, wobei sie
zwischendurch einen Durchhänger
hat – ihre Nebenniere beginnt zu „stottern“, kann die geforderte Superleistung nicht mehr nonstop erbringen:
18000.0
16000.0
14000.0
12000.0
10000.0
8000.0
6000.0
4000.0
2000.0
0.0
Morgenwert
nach 2 h
nach 5 h
nach 8 h
nach 12 h
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
Morgenwert
nach 2 h
nach 5 h
nach 8 h
nach 12 h
Dieses Bild mit der flachen Kurve ist
das Resultat von langem Stress ohne
Pause und Unterlass. Wenn wir uns
nicht die Zeit gönnen, uns zu regenerieren, unsere Batterien aufzuladen, versagen unsere Nebennieren
irgendwann den Dienst, egal wie
sehr wir sie peitschen. Ab dann wird
es schwierig, überhaupt etwas zu
leisten und wir leiden an chronischer
Erschöpfung.
Bei dieser Konstellation ist meistens
die Produktion des Hormons Aldosteron in Mitleidenschaft gezogen. Häufiges Wasserlassen, Verlust an Elektrolyten mit resultierenden Gelüsten
auf Salziges (Chips!) sind häufig das
Ergebnis. In dieser Phase schreitet die
Osteoporose fort. CFS, oder chronic
fatigue syndrome – chronisches Erschöpfungssyndrom und nicht zuletzt
der klassische Burnout treten nun gehäuft auf.
15
Natürliche Maßnahmen bei Cortisolüberschuß sind neben neu eingerichteten Ruhepausen und Meditation, Yoga und Massagen folgende
Nahrungsergänzungsmittel, die aber
alleine, ohne diese vorhergehenden
Maßnahmen nicht wirksam sind:
Vit B5
Vit C
Omega 3 Fettsäuren
Ginseng
Ashwaghanda
Phosphatidylserin
Rhodiola
gebung üben gegenüber denen, die
Unrecht getan haben und vor allem
sich selber gegenüber kann effektiver sein, als alle obigen Maßnahmen
zusammenaddiert. Und zuletzt noch
Sex: häufige Orgasmen senken unmittelbar und messbar den Cortisolspiegel…
Als nicht minder wichtige Komponente zu nennen: sich mit dem eigenen Ballast auseinandersetzen. Ver-
Lakritze (natürliche, nicht die von der
Firma mit den bunten Bären) – aber
nur in kleinen Mengen und nur, wenn
Ist man schon jenseits der Phase des
Zuviel und ist in den Cortisolmangel
gerutscht, können folgende Dinge
hilfreich sein:
Afrikanischer Tanz (oder ähnlich energetisierende Tanzarten)
Vitamin B1 und B6
kein Bluthochdruck vorliegt!
Grapefruitsaft! (Eur J Endocrinol. 2011
Nov;165(5):761-9. doi: 10.1530/EJE11-0518. Epub 2011 Sep 6. Grapefruit
juice and licorice increase cortisol
availability in patients with Addison‘s
disease. Methlie P1, Husebye EE,
Hustad S, Lien EA, Løvås K.
Bitte nicht nachfragen, wie das funktioniert, das wissen die Autoren selber
nicht, aber die Ergebnisse wurden
zwischenzeitlich mehrfach überprüft
und bestätigt.
Die Nebenniere ist ein wichtiger Teil
der des Hormonreigens der bestimmt
wie wir uns fühlen und ob unsere Vorstellung vom Wochenende eher „PAR-
Die Schneerose
Selbst im Winter gibt es Pflanzen,
die blühen. In Gebieten in denen
Schnee liegt, ist mit etwas Glück
die Schneerose zu entdecken. Ich
erinnere mich an eine Wanderung,
bei der ich an einem steil abfallenden Hang ein ganzes Feld Schneerosen gefunden habe. Der Schnee
war abgerutscht und zwischen den
verbleibenden Resten blühte die
Schneerose. Es war ein zauberhafter Anblick. Die Schneerose wird
auch Christrose oder Weihnachtsrose genannt, ihr lateinischer Name
ist Helleborus niger. Niger bezieht
16
sich auf die schwarze Wurzel.
Sie gehört zur Gattung der Nieswurz
und in die Familie der Hahnenfußgewächse, der sie alle Ehre macht,
denn sie ist in allen ihren Teilen giftig. Ganz besonders giftig sind die
Wurzeln. Doch hier bewahrheitet
sich wieder, dass giftige Pflanzen zu
den interessantesten Geschöpfen der
Natur gehören. Die Schneerose hat
sich optimal an ihre Umgebung, die
vorwiegend im hochalpinen Raum
ist, angepasst und geradezu erstaunliche Reaktionen entwickelt um erWA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
folgreich zu überleben. Sie ist immergrün, mehrjährig und an einen guten
Standort kann sie bis zu 25 Jahre alt
werden. Da ihre Hauptblütezeit von
Februar bis April dauert, kann es mit
der notwendigen Befruchtung und
Bestäubung schwierig werden. Auch
wenn diese Pflanze für die Insekten
eines der ersten Nahrungsmittel darstellt, -wenn das Wetter zu schlecht
ist, kommen sie nicht. Die Schneerose kann sich im Notfall mit ihrem eigenen Pollen befruchten und greift
damit zur Selbstbestäubung. Somit
unterstelle ich dieser Pflanze doch
eine grundlegende Intelligenz, denn
sie ist kein Selbstbestäuber. Das ist
sozusagen nur das Notprogramm.
Lieber wäre es ihr, wenn sie von Insekten bestäubt würde. Ab einem
gewissen Grad des Verblühens, muss
sich in der Pflanze eine Art Schalter
umlegen, um in letzter Konsequenz
den eigenen Pollen zu verwenden.
Faszinierend.
Genauso faszinierend finde ich ihre
Verbreitung. Diese Pflanze ist eine
Symbiose mit Ameisen und Schnecken eingegangen. An den Samen
TY!!!“ ist, oder „Lasst mich bloß alle in
Ruhe!“ Zur Trias gehört auch noch die
Schilddrüse und die Ovarien/Hoden.
Nur in der Interaktion aller Hormone
dieser drei Entstehungsorte können
die komplexen Wechselwirkungen
unserer Stoffwechselprozesse erklärt
und verstanden werden.
vielleicht bei einem der beiden anderen „Tanzpartner“ zu finden ist und
die Schilddrüsenunterfunktion nur
ein Symptom in einem größeren Problemkreis ist. Wenn man den Hebel
an der richtigen Stelle ansetzt, lösen
sich manchmal Symptome an ganz
anderen Stellen im Körper von selbst.
Die Schilddrüse mit Tunnelblick anzusehen, festzustellen, dass die Hormonlevel nicht stimmen und diese
mit Medikamenten zu therapieren
wäre genauso verkehrt wie nur die
Cortisolspiegel zu messen und dann
die obengenannten Maßnahmen zu
ergreifen. Die ganzheitliche Medizin
schaut sich alle drei Hormondrüsen
an um zu erkennen, ob die Ursache
für erhöhte oder erniedrigte Werte
Im nächsten Kapitel sehen wir uns
die Schilddrüse genauer an und wie
sie mit der Nebenniere zusammenwirkt. Das Bild wird dann mit den Sexualhormonen vervollständigt. Mit
diesem Wissen gewappnet, ist man
imstande, den eigenen Therapeuten
zu um die richtigen Untersuchungen
zu bitten um den wahren Ursachen
der eigenen Probleme auf die Spur zu
kommen.
befindet sich ein fetthaltiger Ölkörper, den die Ameisen davon tragen
und die Pflanze damit verbreiten.
(Gerade heutzutage, in einer Zeit, in
der sich alle „vernetzen“ und mehr
Leistung durch gute Zusammenarbeit erbringen, sehen wir, dass die
Natur auch hier Vorbild ist.)
Tropfen machen rot, zehn Tropfen
machen tot. Aus diesem Grund wird
dies in der Kräuterkunde nicht mehr
angewendet. Die Schneerose –Helleborus niger gehört trotzdem zu meinen Lieblingskräutern. Ich arbeite für
den Verein FNL (Freunde naturgemäßer Lebensweise) und unser Gründer
Ignaz Schlifni hat mit der Schneerose
erstaunliche Erfahrungen gemacht.
von unglücklicher Liebe angewendet
werden.
Geboren mit Wasserkopf und geplagt
von schrecklichen Kopfschmerzen,
konnte ihm in der ersten Hälfte des vorherigen Jahrhunderts kein Arzt helfen,
obwohl er von den besten Ärzten behandelt wurde. Eine Zitherlehrerin hat
ihm dann die Schneerose in homöopathischer Dosierung verabreicht, und
der junge Ignaz hat so gut darauf angesprochen, dass er über 80 Jahre alt wurde. Er hat so viel gearbeitet, dass sein
Nachname Schlifni von einem Kräuterkurs in „schlief-nie“ umgedeutet wurde.
Die Schneerose hat er immer in Ehren
gehalten. Noch kurz zur Verwendung
der homöopathischen Schneerose: Es
kann bei Meningitis, Herzdekompensation, als Hirn- und Nierenmittel, bei
Kollapsneigung oder bei den Folgen
Abschließend weise ich noch darauf hin, dass die Schneerose in
Deutschland auf der Roten Liste als
gefährdet eingestuft wird, und dass
es verboten ist, sie zu sammeln und
zu graben.
Da die Schneerose in rauer Umgebung
lebt, versucht sie Insekten nicht nur mit
Duft anzulocken, sondern hat Nektarblätter entwickelt, die fähig sind, das
UV-Licht des Tages zu absorbieren und
dann abzugeben. Somit erkennen UVsichtige Insekten wie zum Beispiel Bienen und Hummeln, dass vor ihnen eine
Nahrungsquelle steht.
Helleborus niger braucht kalkhaltige
Böden und mag Laubwälder. Früher
wurde sie als Mittel gegen Wahnsinn
und Epilepsie verwendet. Die Wurzel
wurde als Niespulver, Herzmittel und
harntreibendes Medikament genutzt.
Die Wirksamkeit darf nicht angezweifelt werden, nur musste der Anwender immer darauf achten, des Guten
nicht zuviel zu tun, denn schon früh
hat sich der Spruch durchgesetzt: Drei
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
Praxis für ganzheitliche
Medizin am Koenigssee
Barbara Miller
Wissmannstraße 16, 14193 Berlin
Tel: 030 / 890 05 559
Fax: 030 / 890 05 554
[email protected]
Wie sie wissen, ist die Homöopathie
ein vielschichtiges Fachgebiet und
ich empfehle, sich von einem Fachmann beraten zu lassen. Ergänzend
will ich erwähnen, dass oben genannte Wirkungen nur einen Bruchteil der Möglichkeiten darstellen.
Renée u. Bruno Weihsbrodt,
A-6380 St.Johann in Tirol
[email protected]
www.issgras.at
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Asperger-Syndrom
Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie:
www.wikipedia.de
Als Asperger-Syndrom wird eine tiefgreifende Entwicklungsstörung innerhalb des Autismusspektrums bezeichnet, die
vor allem durch Schwächen in den Bereichen der sozialen Interaktion und Kommunikation gekennzeichnet ist sowie von
eingeschränkten und stereotypen Aktivitäten und Interessen bestimmt wird. Beeinträchtigt ist vor allem die Fähigkeit,
nonverbale und parasprachliche Signale bei anderen Personen intuitiv zu erkennen und intuitiv selbst auszusenden. Das
Kontakt- und Kommunikationsverhalten von Asperger-Autisten erscheint dadurch merkwürdig und ungeschickt und wie
eine milde Variante des frühkindlichen Autismus (Kanner-Syndrom). Da ihre Intelligenz in den meisten Fällen normal ausgeprägt ist, werden sie von ihrer Umwelt nicht als Autisten, sondern als wunderlich wahrgenommen. Gelegentlich fällt das
Asperger-Syndrom mit einer Hoch- oder Inselbegabung zusammen. Das Asperger-Syndrom gilt als angeboren und nicht
heilbar; es macht sich etwa vom vierten Lebensjahr an bemerkbar.
Das Asperger-Syndrom ist nicht nur mit Beeinträchtigungen, sondern oft auch mit Stärken verbunden, etwa in den Bereichen der Wahrnehmung, der Introspektion, der Aufmerksamkeit oder der Gedächtnisleistung. Ob es als Krankheit oder als
eine Normvariante der menschlichen Informationsverarbeitung eingestuft werden sollte, wird von Wissenschaftlern und
Ärzten sowie von Asperger-Autisten und deren Angehörigen uneinheitlich beantwortet. Uneinig ist sich die Forschergemeinschaft auch hinsichtlich der Frage, ob man im Asperger-Syndrom ein selbstständiges Störungsbild oder eine graduelle Variante des frühkindlichen Autismus sehen sollte.
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WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
Das Kamel in eurem Pool
- ein Leben fast ohne Asperger von Sabine Schmid
Es gehört schon eine große Portion Selbstbewusstsein, zumindest aber der Mut der Verzweiflung zum Versuch, als Kamel
in eurem Pool schwimmen lernen zu wollen. Gelegentliches Absaufen inklusive. Das alles wirkt immer geringfügig….
ungewöhnlich. Und dieser seltsame Kandidat fürs Seepferdchen-Abzeichen kann mit ein wenig Glück aus gewissen Perspektiven und gelegentlich zumindest für einen paddelnden Elefanten gehalten werden – ein etwas vertrauterer Anblick.
Glaubt es. Ist doch das größte Bestreben, möglichst wenig aufzufallen…
Ich liebe Kamele. Ich liebe mich. Meistens jedenfalls. Ich würde nichts anderes sein wollen, nicht anders sein wollen. Auch
wenn das Kamelsein wirklich nicht immer einfach ist. Im Pool. In den Weiten der Wüste fragt keiner mehr danach und das
ist meine eigentliche Heimat. Aber im Pool der Gesellschaft…da kann man ganz schön aus dem Rahmen fallen. Ein Kamel
läßt sich niemals wirklich zähmen, bleibt immer es selbst, immer wild und nicht einzuschätzen, es ist Natur pur, eigenwillig, voll schwerlich nachvollziehbarer Gedanken, stark und klug, unendlich ausdauernd und zäh. Und zärtlich. Wie ich.
Mit dieser kleinen Allegorie wird, wenn es einmal fertiggestellt wird, mein Buch beginnen. Doch vielleicht kann ich bereits jetzt mit dem nachfolgenden Bericht eine ungefähre Vorstellung davon vermitteln, was „Asperger“ für einen Betroffenen wie mich und seine Umwelt bedeuten und in welcher Form Rohkost dabei eine Rolle spielen kann….
Asperger, was ist das?- werden sich
möglicherweise einige Leser fragen,
die bisher persönlich oder in ihrem sozialen Umfeld mit der Thematik noch
nicht konfrontiert wurden oder betroffen sind. Außerdem, was hätte das eine
mit dem anderen zu tun? Ich selbst
glaube, eine ganze Menge. Und ich finde, es wäre höchste Zeit, den Auswirkungen und Erleichterungs- und Verbesserungsmöglichkeiten im Rahmen
einer Feldforschung nachzugehen. Was
Rohkost ist, davon hat unser Publikum
eine gute Vorstellung. Aber Asperger?
Wie kann man sich das vorstellen? Wie
fühlt sich das an? Wie verhält sich ein
Betroffener möglicherweise und ist es
erkennbar?
unlösbares Rätsel, im Gegensatz zu seinen Kriminalfällen.
Die Literatur, inklusive persönlicher Erfahrungsberichte, nimmt seit einiger
Zeit stark zu. Es zeigt sich ein weites Erfahrungsspektrum oft unterschiedlichster Ausformungen und Grade. Sehen Sie
den modernen Sherlock Holmes und sie
bekommen eine erste, ungefähre, aber
gar nicht mal so schlechte Vorstellung
von der Sache. Sherlock bezeichnet
sich selbst als „Hochfunktionalen Soziopathen“. Er kann wirklich nicht gut mit
Menschen! Deren Rituale, Regeln, Geselligkeitswahn, Subtexte im Miteinander,
Moralitäten und Empfindlichkeiten sind
ihm suspekt und fremdartig, ein schier
scheinbar voll Sicherheit und Güte
Ein klein wenig klingt dieses Staunen
über das soziale Leben der Allgemeinheit vielleicht in folgenden Worten an:
sie fühlen sich wohl
in ihren Familien
in ihren Häusern
in ihrem flaumweichen „Kükendasein“
die nächste Mauser
das eigene Nest
die eigene Schar
trügerische geteilte Wärme
einlullend
nur das nächste Korn zählend
harmlose Scharmützel
täglich erfüllende Nichtigkeiten
doch ich
bin der Fuchs
das Meer
der große Sturm
die Welle
spricht das Leben
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
Mit Allgemeinheit beziehe ich mich auf
die Mehrheit der Menschen, die ähnlich ticken, denken, fühlen, wahrnehmen, auf Reize und äußere Einflüsse
reagieren, funktionieren, das, was die
Gesellschaft übereinstimmend unter
halbwegs „normal“ versteht und somit
als Norm definiert. Die Wissenschaft
nennt das „neurotypisch“. Alle, die
nicht dem zunehmend enger werdenden Raster medizinischer Definition
entsprechen, sind dann nicht neurotypisch. Sie sind eben anders, auffällig,
gestört, behindert, eingeschränkt, - so
scheint es. Eine wirklich beängstigende Entwicklung, die nebenbei der Ärzte- und Pharmalobby gnadenlos in die
Hände spielt, was vermutlich beabsichtigt ist. Der „Markt“ wird größer!
Das Asperger-Syndrom fällt nach pathologischer Definition, also unter dem
Blickwinkel der Störung, als leichtere
und funktionalere Version in den Bereich Autismus. Mit derartigen Einordnungen und Beurteilungen bin ich
selbst allerdings vorsichtig, wie bereits
angeklungen ist. Sicher leiden Betroffene je nach Ausmaß mehr oder weniger
unter ihrem Anderssein, ihren Eigenheiten und deren persönlichen, beruflichen und sozialen Konsequenzen. Viele leichtere Fälle sind im Grunde ganz
zufrieden damit, genießen die Vorteile,
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ecken, je nach Mimikry-Fähigkeit immer wieder irgendwo an, sozialisieren
sich im Lauf der Zeit selbst oder holen
sich dazu Unterstützung. Sie arrangieren sich mehr oder weniger offensichtlich mit ihren Unzulänglichkeiten und
fahren damit recht gut. Andere tun
sich besonders schwer mit sich und der
Welt, scheitern am Unverständnis, benötigen Betreuung und Förderung. In
der Politik ist es gerade schick, den Begriff Autismus sogar mit terroristischen
Impulsen und Intentionen zu verknüpfen, was absolut jeglicher Grundlage
entbehrt und definitiv eine völlig fehlgeleitete Diskriminierung der betroffenen Neuro-Untypischen bedeutet.
Menschen mit Autismus und AspergerSyndrom haben Gefühle, häufig sogar
in weit tieferem, reinerem, unverstelltem Ausmaß. Sie können sie nur nicht so
ausdrücken, wie es allgemein üblich ist,
sondern anders, sogar überschwänglicher! Je nach Individuum besteht
durchaus die Fähigkeit zur Empathie,
oft sind die Sensoren für Befindlichkeiten und die inneren Gefühlslandschaften der Mitmenschen noch wesentlich
sensibler. Häufig werden die von einer
anderen Person ausgehenden Gefahren, Falschheit und ihre wahren Motive
instinktiv wahrgenommen, vor allem,
wenn dieses zu können, für das Kind
einmal überlebenswichtig war. Ein
kindlich reines Staunen an der Welt,
Unvoreingenommenheit, eine gewisse
Naivität, bergen großen Reichtum, als
auch mögliches Verhängnis in der Konfrontation mit der heutigen Welt.
In allen Fällen kann es wirklich eine
Bereicherung sein, sich auf diese Menschen einzulassen, kann Anregungen
und Inspirationen mit sich bringen. Es
ergeben sich völlig andere Erfahrungen und Blickwinkel auf die Welt, ihre
Zusammenhänge und all die menschlichen Absonderlichkeiten. Diese weisen
„Normalsterbliche“ bzw. neurotypische
Personen gleichfalls auf, was bedeutet,
ihr Gehirn funktioniert ebenso. Diese
werden sich in einigen der nachfolgend genannten Aspekte möglicherweise selbst wiederfinden. Im Fall von
Asperger tritt jedoch eine klar erkenn-
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bare Anhäufung dieser Merkmale auf,
die nicht mehr als zufällig bezeichnet
werden können.
Im Nachhinein nehmen Autismusforscher an, dass viele besonders eigenwillige kreative Künstler, Wissenschaftler,
Musiker, Dichter, Pioniere und Erfinder
aufgrund ihrer Vita und ihres besonderen Umgangs mit der Welt ebenfalls
außerhalb des neurotypischen Spektrums angesiedelt waren.
(Zitat
aus einer Asperger-Biographie: “…aufgrund der Tatsache, dass es gelungen ist, in
einer Umwelt zu überleben,
die mir weitgehend mit Unverständnis entgegentrat und es
mir trotzdem möglich war, mir
ein hohes Maß an Lebensfreude zu erhalten, bzw. diese wieder auszugraben“).
Die Ursachen dieser neuro-untypischen, scheinbaren „Störungen“ sind
nach wie vor ungeklärt. Vermutungen
reichen von Impfschäden, Nährstoffmangel, Stoffwechselstörungen und
Umwelteinflüssen bis Genetik. Es gibt
andererseits eine wunderbare Theorie (siehe „ADHS als Chance begreifen“
- Thom Hartmann), dass ADHS und
Asperger sich teilweise ähneln. Diese Personen haben ein etwas anders
strukturiertes und wahrnehmendes
Gehirn und der Autor bezeichnet sie
als „Hunter“ (Jäger), gegenüber dem
seit Sesshaftwerdung der Menschheit
überwiegenden Anteil an „Farmern“.
Beide Gruppen brauchen unterschiedliche Fähigkeiten, er stellt dies ausgesprochen plausibel dar. Aus meiner
Sicht, vor allem bei den leichteren
Fällen von Asperger, ist dies ein ganz
wichtiger Aspekt, worauf viele der ausgeprägten Fähigkeiten hindeuten.
Natürlich kann ich nicht für andere Betroffene mit deren Vielfalt an Ausprägungen und Graden sprechen, darum
bleibe ich lieber bei mir. Ich bin noch
nicht so lange als Asperger schubladisiert, doch war es eine – wenn auch
reichlich späte - Erleichterung für mich.
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
Mir war klar, dass ich irgendwie anders
funktioniere (auch physisch) und versehentlich auf einem völlig anderen
Stern, mitten in einem fremden Volk
gelandet sein muss, ich fühlte mich
allein. Für mich selbst ist mein Sein,
Handeln und Denken normal und logisch, der Unterschied wird erst im
Vergleich mit den angeblich normalen
Verhaltensmustern anderer erkennbar.
Doch warum das so war, blieb vorerst
unverständlich. Immer wieder forschte
ich, war auf der Suche, stolperte über
Begriffe, bis ich mich in manchen Abhandlungen wiederfand, die unter dem
Titel „Asperger“ liefen. So sammelte ich
meine Erinnerungen aus Kinder- und
Jugendzeit und auffälligen Besonderheiten in einer fünfseitigen Liste, bevor
ich zu einer Diagnostizierung aufbrach.
Ein Auszug aus dieser Liste folgt später.
Aus heutiger Sicht begann ich mit ca. 14
Jahren bewusst, mich selbst ein wenig
zu sozialisieren. Damals nahmen meine
Eltern mich mit in eine großfamilienähnliche Volkstanzgruppe. Ich wollte,
so weit es mir eben möglich war, dazu
gehören und lernen, wie das geht. So
probierte ich alles Schritt für Schritt,
oft reichlich mühsam und mit Fettnäpfchen. Ich erlebte, wie die unausgesprochenen Regeln im Miteinander lauten,
wie der ganze zwischenmenschliche
Tanz funktioniert, man am elegantesten
und widerstandsfreiesten hindurchlaviert, wie und wann man was wem am
besten mitteilt und worauf gewöhnlich
wie reagiert wird. Inhalt, Tonfall und
-farbe, Tonhöhe, Art und Weise der Formulierung und des Sprachgebrauchs,
passende Gesten, Gesichtsausdruck,
Augenkontakt im mindesterforderlichen Maß – alles schaute ich mir ab
und probierte aus. Oder - was bringt in
welcher Situation ein positives Ergebnis.
Das ist wirklich eine ungeheure Anspannung, ein viele Jahre andauernder Verfeinerungsprozess. Letztlich ist es eine
Maske, die benutzt wird, wenn man in
die Öffentlichkeit tritt und sich unter
Menschen bewegen muss. Das bedeutet in jeder Minute Stress und das Gefühl
von ausgesetzt sein.
Bin ich allein zuhause, ist das Erholung
für meine Seele. Ich spüre mich selbst,
muss nicht ständig alles beobachten
oder versuchen, es einzuschätzen und
darauf angemessen zu reagieren. Der
dauernde Overflow hat Pause.
Als Kind war ich motorisch eher ungeschickt (beim Völkerball, Stange, Ringe,
Reck), das hat sich wesentlich gebessert. Nur unter Stress gibt es manchmal Ausfälle. Wiederholungen, wie
gleiche Wege, gleiches Essen, gleiche
Filme, Tagesabläufe und -rhythmen
wirken beruhigend. Alles muss seine
Ordnung haben, vor allem braucht alles seinen Platz. Unvorhergesehenes
oder Planänderungen sind nicht gut zu
steuern! Größere Menschenansammlungen werden möglichst gemieden,
auch entsprechende Einladungen oder
Events. Ich bin nur mit einer Person unterwegs und immer nur wenige Stunden, maximal zwei bis vier. Ich habe
keine bzw. kaum Wahrnehmungsfilter,
alles strömt auf mich ein. Ich nehme
fast alles gleichzeitig wahr: Farben, Formen, Anordnung, schief oder gerade,
passend oder unpassend, Details, Muster, Gefühle und Absichten, Diskrepanz
zwischen dargestellter und tatsächlicher Befindlichkeit des Gegenübers,
Blick, Mimik, Gestik, Kleidung, Geräusche, Düfte, Fernes und Nahes usw.
Wenn ich mit einer Person etwas unternehme oder zusammentreffe, bin ich
absolut präsent und auf sie fokussiert.
Dies empfindet diese meist außergewöhnlich gut.
Mich selbst, was gut oder schlecht für
mich ist, nehme ich jedoch nur vage
oder gar nicht wahr. Die zeitlichen Begrenzungen von Begegnungen sind
wichtig, um die Akkus im Alleinsein
wieder aufzuladen.
Durch Schroffheit oder Zurückweisung
grenze ich mich ab. Außenstehenden
erscheint ein solches Leben oft recht
eintönig und ereignislos, keine Partys,
Events, üblichen Geselligkeiten. Die
Innenwelten sind jedoch so hyperaktiv, das Leben und Erfahren so intensiv,
dass es äußerliche Ruhe und ein gewisses Gleichmaß braucht.
Weitere Besonderheiten sind, dass ich
extrem gut riechen kann, meterweit
und Dinge, die andere nicht wahrnehmen, ebenso leiseste Geräusche
oder Schwingungen. Auf der normalen Sprachfrequenz höre ich allerdings
schlecht. oder ich höre und fühle, wann
das Kraftwerk am anderen Ufer des Sees
nachts aktiv ist oder nicht. Alles was
meinem Körper abläuft, ist mir ebenso
ständig bewusst. Ungefiltert prasseln
enorme Mengen von Eindrücken auf
mich ein. Blitzschnell wird alles gecheckt, die Umgebung gescannt, werden feinste Bewegungen am Rand des
Gesichtsfeldes noch mitgenommen,
fallen hunderte Details und Kleinigkeiten auf. Hochspannung. Mit Auto, Bahn
oder Bus unterwegs sein zu müssen, ist
eine Tortur. Die Geräuschkulisse, Enge,
Menschen mit ihren Ausdünstungen,
Lauten und oft Grobheiten, das dauernde Bremsen und Anfahren – ein
Horror, trotz der jahrelang mühsam geübten Desensibilisierung.
Es bringt verschiedenste Einschränkungen mit sich. Beispielsweise vermeide
ich mehrtägige Besuche oder Seminare. Ich möchte mir nahestehenden
Menschen durch meine Eigenheiten
und Bedürfnisse nicht verletzen. Aber
leider ist es unvermeidlich, denn die
meisten verstehen z.B. nicht, warum
ich bei Besuchen nicht länger bleibe
und kaum angekommen, schon wieder
weg bin. Auch wenn die gemeinsame
Zeit außergewöhnlich intensiv und innig ist.
Häufig sind Menschen irritiert oder
überfordert von meiner Art, offen oder
gar ungefiltert auf sie zuzugehen, mit
meinen meist persönlichen Fragen und
dem Reden ohne größere Umschweife.
Für andere ist gerade das besonders
anziehend und außergewöhnlich, sie
lassen sich inspirieren und zu neuen
Blickwinkeln anregen. Die Menschen,
vor allem Kinder, spüren wohl meinen
Abstand, dass ich nichts von ihnen
will, nichts erwarte. Das scheint sehr
willkommen und angenehm zu sein.
Ansonsten bin ich erleichtert, wenn
nicht geredet werden muss und kann
tagelang schweigen. Meine eigene
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
Befindlichkeit gesprochen auszudrücken ist sehr schwer, meist sehe ich den
anderen dabei nicht an, um nicht vollkommen den Faden zu verlieren. Das
Schriftliche fällt mir in jeder Hinsicht
leichter und ist mein ideales Ventil und
Ausdrucksmittel. In Überfliegerphasen
bahnt sich sprachliche Kreativität und
Innovation ihren Weg, mit bescheinigter großer lyrischer Begabung. Telefonieren meide ich möglichst, ein Austausch ohne direkten Kontakt ergibt für
mich keinen Sinn. In Einzelfällen passe
ich mich an.
Zusammengefasst, war diese Menschenwelt nie meins. Ich dachte, ich muss hier
wohl irrtümlich abgeliefert worden sein.
Sie ist mir fremd und ich habe mich irgendwie damit zu arrangieren versucht.
Diese von der Mehrheit für ihre Bedürfnisse gestaltete Welt, voller Menschen,
ständigem Lärm, Hektik, Regeln, alltäglichen Schwierigkeiten, absurden Werten,
Vorschriften, Verpflichtungen, Moral,
Gewalt und Versklavung, - eine Welt, zu
der ich nicht gehören will. Meine Welt
ist eine Welt der Sinne, der Weite, Stille,
Freiheit, der Nicht-Zeit, Magie und Natur, dem sinnlichen Erfahren von Duft,
Form, Farbe und Textur. Ich mag Eigenverantwortung, Rücksichtnahme, Zuneigung, Freude, Sein und Sein lassen, weit
weg von der lärmenden, chaotischen,
recht gefühllosen Menschenwelt. In der
möglichst begrenzten Zeit, die ich dort
verbringen muss, lege ich meist meine
Maske an, blende mich mit allen ungefilterten Gefühlstiefen und Freuden aus,
um halbwegs „normal“ zu erscheinen
und wie gewünscht zu „funktionieren“.
Mühsam gelernt ist immerhin gelernt. Ich
gehe jede Stunde, jede Woche, an diesen
enormen Anstrengungen fast zugrunde.
Die Seelenstärke schwindet dann rasant.
Wie sehr, wird mir in vollem Umfang erst
in „Aus-Zeiten“ klar. So ziehe ich mich
so oft wie möglich in meine geordnete,
klare Welt, in Natur und Stille, in der ich
Frieden und Geborgenheit finde, zurück.
Angenommensein.
Meine Bewertung der „Menschenwelt“
scheint sicher hart. Aber die Ausnahmen, die es glücklicherweise gibt, sind
definitiv nicht in der Überzahl, nicht
einmal im Gleichgewicht!
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Nun der angekündigte Auszug
aus meiner Indizienliste, bevor ich mich untersuchen ließ
l
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Schon sehr früh fachbezogene
Zeichnungen, Texte, incl. lateinischer
Begriffe erstellt (Botanik, Gärtnerei,
Paläontologie, Erdkunde etc.)g sehr
großes Wissen zu bestimmten, oft
eher ungewöhnlichen Themen;
„Spezialinteressen“
Bei allen Dingen und Themen, die
nicht gerade brennend interessant
waren, keine oder eine extrem
geringe Aufmerksamkeitsspanne
Wenig Interesse, sich mit anderen
Menschen oder gar Gleichaltrigen
zu beschäftigen, gedrängt werden,
Kontakte zu haben; wenige, aber
dafür gute und lebenslange Freunde;
Vorziehen des Zusammenseins mit
Erwachsenen
Ambivalenz hinsichtlich des Kontaktverhaltens (Vermeidung/Sehnsucht).
Will keine Freundschaft/en, wie sie
für andere normal sind: sich dauernd
treffen, am Wochenende etwas
zusammen unternehmen etc.
S
A
sperger
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l
Problem entsteht bei Forderung nach
häufigem/regelmäßigem Kontakt;
Überforderung g Abbruch
kaum möglich, längerfristige, regelmäßige Verpflichtungen einzugehen
(z.B. Sprachkurse etc.)
Soziale Kompetenz und Umgang
musste ich erst erlernen, teilweise
extrem spät. Ebenso die Kunst des
Smalltalks, was ich immer nur sehr
kurzzeitig durchhalte.
l
yndrome
Wirke unnahbar auf manche Menschen
ein sehr treuer und loyaler Freund
sein; Ernsthaftigkeit, Zuverlässigkeit,
Fürsorge, Treue, Stabilität, Exklusivität,
Verständnis, altmodischen Sinn für
Romantik, Zärtlichkeit und Zeit wird
geschätzt; andererseits fast vollständiger Verzicht auf Teilnahme am
gesellschaftlichen Leben
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l
Ich habe gelernt, halbwegs in der
Gesellschaft zu funktionieren. Diskrepanz zu dem, was mich in mir selbst
glücklich und zufrieden macht. „Wie’s da
drin aussieht, geht niemand was an“
Mein Hauptziel war und ist, andere
Menschen nicht zu brauchen und ich
wollte so schnell wie möglich von zu
Hause fort und alleine leben.
Nach außen versuchte ich mich so
weit möglich anzupassen, damit die
Leute nicht so sehr merkten, WIE
anders ich bin und um zumindest ein
bisschen „dazuzugehören“, wenn mir
danach ist.
Wenn es sich vermeiden lässt, benutze
ich nicht die Vornamen von Menschen/
Freunden.
Fremde Menschen, z.B. im Rahmen
eines Berufes, zu berühren, wäre früher
unvorstellbar gewesen (die Gerüche,
eventuelle Unvollkommenheiten oder
mangelnde Ästhetik), nach Jahren
meiner Entwicklung bin ich nun sogar
als Massagetherapeutin tätig.
Als Kind war es unmöglich, dass ich
mit jemandem (z.B. der Mutter) den
Schlafplatz teilte, ich bekam Platzangst.
Auch der Schlafsack war zu eng (Panik).
Ich vertraue nicht, entscheide alles
selbst, verlasse mich auf niemanden.
Fehlendes Urvertrauen, das ich mir
über die Jahre mühsam erarbeitete.
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
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l
Umfeld und Kollegen sind sehr wichtig,
aber nicht für gemeinsame Unternehmungen, wovon ich mich fernhalte.
Ich bin ein Einzelkämpfer/Individualist,
kein Teamarbeiter; funktioniert inzwischen in überschaubarem Ausmaß.
Einfach nur in Ruhe, systematisch und
organisiert arbeiten können, es dürfen mal geistig weniger anspruchsvolle, „automatisierte“ Arbeiten sein.
Angeschrien werden (erhobene
Stimme reicht schon, Brüllen ist eine
Katastrophe und führt zu totalem
Rückzug) ist fast noch schlimmer als
körperlicher Schmerz und wird niemals vergessen, ist sehr angstbesetzt
und die totale Ablehnungserfahrung,
außerdem entsteht Hass gegen den
Verursacher von Schmerz, Lärm,
Verletzung.
Große Empfindlichkeit bei Kleidung,
Stoffen, Schuhen
Als Kind möglichst kein Schmutz,
häufiges Händewaschen.
Früher beim Basteln hörte ich immer
und immer wieder die gleichen
Hörspiele.
Ich lese keine Zeitung, höre niemals
Radio.
Ich mag kein sinnloses Geschwafel
oder Erzählungen/Gespräche über
Dinge/Menschen, die mich nicht
interessieren. Unterhalte mich, wenn,
gern über existentielle Fragen, über
sehr Persönliches oder spannende
Fachthemen.
In einem vollen Speisesaal essen zu
müssen ist ein Horror.
Planung für Tag, Woche, Monat, Jahr
ist wichtig, vor allem bei einer Reise
extrem detailliert und abgesichert.
Der fremde Ort ist, nachdem ich
meine Unterkunft vertraut eingerichtet
habe, sofort in Augenschein zu nehmen und zu erkunden.
l
vergessen habe, das Handy
auszuschalten
Perfektionismus in Form sehr hoher
Anforderungen/Erwartungen an mich
selbst, Ordnung im Außen etc.
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Probleme, mit Geld vernünftig
umzugehen
Kleidung häufig ungewöhnlich in
Farben, Formen, Kombinationen,
nicht der aktuell geltenden Mode
entsprechend
Verdauungssystem funktioniert nicht
richtig bei „Normalkost“. Vertrage
kaum ein Nahrungsmittel. Esse kein
Fleisch. Hat etwas gedauert bis zur
passenden Wohlfühlernährung
l
Manchmal Sprachschwierigkeiten,
die Worte kommen nicht wie geplant;
Buchstaben/Silben verdrehen sich
oder es kommt auch mal ein ganz
anderes Wort, als beabsichtigt
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Mich Neuem zu stellen kostet große
Überwindung und ist Schwerstarbeit.
Umso stolzer bin ich auf das Erreichte.
Als Kind mochte ich besonders gern
meinen Drehkreisel (Zug), Lego,
Schaukeln, im Sandkasten spielen,
mit Wasser/an Bächen spielen/bauen,
allein durch die Gegend streifen, mir
Plätze in der Natur suchen, die ich mir
häuslich einrichte, basteln, Brettspiele,
lesen, viel Zeit im Zimmer verbringen,
kaum Kontakt zu Gleichaltrigen ( später etwas zunehmend), eigenes Stück
Land, das biologisch bebaut wird, incl.
Bodenuntersuchungen
Früher direkten Blickkontakt vermieden,
schaue heute noch weg, wenn ich
erzählen soll (vor allem von mir selbst
oder bei intensiveren, schwierigeren
Themen), kann mich dann besser
konzentrieren
Stark entwickeltes peripheres
Gesichtsfeld und photographisches
Gedächtnis
Nehme für andere nicht sichtbare
Lichterscheinungen (Flackern des
Bildschirms, Flimmern von Lampen
etc.) wahr; ich spüre auch, wenn an
einem Gerät Strom fließt oder ich
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Kann mir sehr gut Fakten, Namen,
Fachbegriffe etc. merken und Kreuzworträtsel individuell zu unterschiedlichsten Themen anfertigen.
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l
Kann mir schlecht Gesichter merken,
höchstens wenn ich sie sehr gut oder
lange kenne oder sie mir in einem
bestimmten Zusammenhang begegnen; Meine Nachbarn oder flüchtigere
Bekannte auf der Straße erkenne ich
oft nicht, am ehesten merke ich mir
Kleidung oder das Bewegungsbild.
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Sehr starke Intuition, dazu kommt,
dass ich schon aus feinsten Nuancen
beim Sprechen hören kann, was ich
dahinter verbirgt. Ich WEISS die
Wahrheit hinter dem Gebaren, Lächeln, Verhalten anderer.
Schule war vom ersten Tag an ein
Desaster, eine Qual bis zur 10. Klasse.
Nicht mitkommen, alles ging zu
schnell, ich habe nur wenig oder die
Hälfte mitbekommen (oder gehört),
war verzweifelt und in Panik, weil ich
nicht schnell genug war und nicht so
mithalten konnte wie die anderen.
Panik, mich zu exponieren, zu spät zu
kommen etc. In stressiger Situation
höre ich oft die ersten Worte nicht, die
zu mir gesprochen werden.
Viele Aussagen, Sprüche, Witze wörtlich
nehmen bzw. nicht verstehen.
Reden mehrere Leute gleichzeitig,
verstehe ich gar nichts mehr. Kann
Umgebungsgeräusche nicht oder nur
schlecht ausschalten
S
A
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yndrome
sperger
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
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Kann emotionale Spannungen in der
Umgebung nur schwer ertragen und
verarbeiten, ziehe es ruhig, harmonisch und friedfertig vor. Ich hasse
Streit, Konflikte, Diskussionen.
Starke Persönlichkeit
In der Fachliteratur taucht die Definition
als „lebenslange Exzentrik“ auf, was
absolut passend ist. Vielleicht sollte
ich das wieder mehr kultivieren, statt
in vergeblichen Anpassungsversuchen
und entsprechender Verzweiflung zu
versinken.
Starker Wille; Weigerung, Befehlen zu
gehorchen
Ein Buchzitat ist absolut zutreffend
„Schwierigkeiten von Menschen mit
Asperger, können als bewusste Provokation empfunden werden. Wenn z.B.
die gestellte Frage nur mit Schweigen
beantwortet wird, deutet man das als
Sturheit etc.“.
Habe spät gelernt, die Schuhe
zuzubinden und mich selbst zu
versorgen
Besonders differenzierte Sprache mit
großem Wortschatz und hochentwickelter sprachlicher Formulierungsfähigkeit; konstruierter, überkorrekter
Sprachgebrauch
Super Korrekturleser - ich sehe alle
Tipp-, Orthographie- und Grammatikfehler oder fehlende Zusammenhänge
Lesen und Schreiben, Briefe und
Gedichte, sind quasi meine natürliche
Sprache. Schriftlich kann ich alles
besser darstellen. Über Dinge zu sprechen fällt mir (noch immer) schwer.
War früher unmöglich. Hier habe ich
meine Grenzen extrem erweitert.
Ich trug immer eine Maske (z.B.Lächeln,
Heiterkeit), hinter der ich Abgründe,
wie Verzweiflung, Schwierigkeiten
verbarg; (dazugehören wollen, wenig
auffallen).
Personen, die einmal versucht haben,
über mich zu bestimmen, haben ihr
„Etikett“, werden fallengelassen bzw.
gemieden
23
ein Naturwesen, ein Wanderer, ein Nomade – als liebender und demütiger Beschützer von Mutter Erde.
Wird ernährungstechnisch doch einmal
eine Ausnahme gemacht, treten die
seltsamsten Phänomene auf: brennende Fußsohlen, es rinnt schwer wie Gift
durch die Adern, schlagartige bleierne
Müdigkeit wie ein Koma, ungewöhnliche Arten von Schleimbildung, anstrengendes PMS, Atembeschwerden,
Erkältungssymptome, Hals- oder Kopfschmerzen etc.
Was nun Asperger & Rohkost betrifft,
so bin ich fest davon überzeugt und erfahre es täglich, dass die Ernährung ein
ganz wesentlicher Basisfaktor ist, um
besser und angenehmer in der Welt zurechtzukommen. Die ganze Körperchemie verändert sich positiv, in der Folge
auch ein wenig die Wahrnehmung, ich
bin entspannter, das Gemüt hellt auf,
freudige Gefühle werden „produziert“.
Zustände von Verwirrung, Gestresstsein
und Überforderung treten nicht mehr
so schnell und in dem Ausmaß auf. In
Körper und Psyche läuft alles friedlicher
und reibungsloser. Die physischen Sensationen sind bis auf wirklich seltene
Störfälle reduziert, in diesem Bereich
gibt es keine zusätzliche Wahrnehmungsbelastung mehr. Der beständige
innere Körpercheck läuft im Idealfall nur
leise beobachtend ab und zieht keine
weitere Aufmerksamkeit auf sich. Der
Körper schweigt auf angenehme Weise.
Das entlastet beträchtlich.
Ganz früher war das anders. Mit der alten
Ernährung (normale und vegetarische
Kost) traten alle möglichen Symptome
auf: Verdauungsprobleme, Beschwerden wie Augendruck, Unverträglichkeiten, Krämpfe, wandernde Schmerzen,
emotionale Schwankungen, Ängste,
Durchfälle, Unruhe, Entzündungen,
Erkältungskrankheiten am laufenden
Band. Sie zogen so viel Aufmerksamkeit
auf sich, dass bei weiteren Belastungen
24
kein Puffer mehr blieb. Die Lebensfreude verging. Dann fing ich an, körperliche und seelische Probleme mit für
mich offenbar unpassender Ernährung
in Verbindung zu bringen. Umfangreiche Lektüre und Experimente brachten
mich Schritt für Schritt weiter, vom 13.
bis zum 21. Lebensjahr. Die Stationen:
weglassen von Fleisch, Brot, Getreide,
Milchprodukten. Vollwert, Säure-BasenErnährung. Gemüse und vegane Küche.
Rohkost-Zubereitung. Mit einem derzeitigen 1:3 -Mix der letzten beiden Stationen herrscht nun weitgehend wohltuende Stille im Körper.
Mir fiel auf, dass mein Körper scheinbar
nicht immer so funktioniert, wie es im
Allgemeinen erwartet wird. Der Körper
is(s)t anders. Er benötigt viel Sonne für
sich und die Seele, buchstäblich als Nahrung. Dafür braucht er sonst nicht mehr
viel. Er mag keine Chemie, außen oder
innen und reagiert stark darauf. Betäubungen und Schmerzmittel (z.B. beim
Zahnarzt, bei kleinen OPs) wirken erst
in übermäßigen Mengen. Körperliche
Ausdauer und Leistungsfähigkeit sind
exorbitant, Tendenz weiter steigend. Die
Wahrnehmungsfähigkeit über den Körper ist fast hautlos, als wäre er nur wie
ein paar Tropfenmoleküle im Meer. Er
duftet wie Obst oder Blumen. Er braucht
endlos viel Auslauf, Bewegung, das Sein
in der Natur, frische reine Luft und etwas
Gebirgswasser. Es offenbart sich wieder,
als was der Mensch geschaffen wurde:
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
Damit möchte ich vermitteln, dass die
passende Ernährung viel Druck aus
Körper und Psyche nehmen und die ohnehin ständig angespannte Wahrnehmungslage entschärfen kann. Sie wirkt
beruhigend und ausgleichend, das Bewusstsein hat mehr Ressourcen, sich
den ohnehin schon überwältigenden
Einflüssen und Anforderungen aus der
Außenwelt zu stellen. Das ist noch immer mehr als genug Herausforderung.
Es würde mich freuen, wenn Betroffene
ihre Erfahrungen mit mir teilen möchten! Neugierige begegnen den vielleicht unverständlichen Seltsamkeiten
einiger Mitmenschen möglicherweise
gelassener, die in das Spektrum fallen und sich täglich einer Phalanx nur
schwer nachvollziehbarer Herausforderungen stellen müssen. Ein Lächeln, ein
bisschen „easy going“ – alles ist dann
gleich viel leichter.
Sabine Schmid, geboren 1967, arbeitet als Gesundheitstrainerin in
den Bereichen der vegan-basischen
Ernährung,
lebendiger Vitalkost, Fasten
sowie Prana/
Lichtnahrung.
Ihre
Freizeit
verbringt Sie
als Konditionsbergsteigerin.
Mittenwalder Straße 22a
82431 Kochel am See
www. fürleibundseele.com
eMail: [email protected]
Geht Paleo auch roh-vegan?
In den letzten Monaten sind viele neue vegane Kochbücher und Bücher über Rohkost erschienen, die
in den Buchhandlungen ihre eigenen Regalecken oder Schautische bekamen. Dass sie in den Medien viel Beachtung fanden ließ hoffen, die vegane und rohvegane Ernährung könnte noch bekannter
werden und mehr Akzeptanz erfahren. Doch plötzlich schmuggelten sich Bücher dazwischen, auf denen meist in großer Schrift das Wort „Paleo“ prangt. Schon der Anblick der Buchtitel lässt Menschen,
die sich gesund ernähren wollen, erschaudern. Denn Paleo bedeutet Steinzeiternährung mit sehr viel
Fleisch, Fisch und Eiern und das zeigen schon die Titelfotos.
Die Anhänger der Paleo-Diät, die
in den USA geboren wurde, orientieren sich daran, wie sich die Menschen in der Altsteinzeit, im Paläolithikum, vermutlich (!) ernährt
haben. Sie lehnen Getreide, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, alle verarbeiteten Lebensmittel, Zucker,
Alkohol und sogar Pflanzenöle ab,
weil es das in der Zeit von vor 2
Millionen Jahren bis zur Neusteinzeit, als der Mensch sesshaft wurde
und anfing Ackerbau zu betreiben,
noch nicht gegeben hat.
Wenn eine Diät in den USA geboren wird, dann soll sie in erster Linie beim Abnehmen helfen. Deshalb hat Paleo schnell Nachahmer
gefunden. Doch der Mensch von
heute lebt nicht mehr wie seine
Vorfahren. Außerdem hat es nie
„die“ Steinzeiternährung gegeben, kritisieren Wissenschaftler. Die
Menschen aßen immer das, was sie
in ihrer näheren Umgebung fanden. Das war in südlichen Ländern
etwas ganz anderes, als im Norden.
Die meisten der einstigen Pflanzen
stehen zudem heute nicht mehr
auf dem Speiseplan, dafür sind
Früchte und Gemüse aus anderen
Ländern hinzugekommen. Außerdem hat sich durch Züchtungen
im Lauf der Jahrtausende vieles
verändert. Und der hohe Anteil an
tierischem Fett und Eiweiß in der
Paleo-Diät erschreckt Ernährungswissenschaftler und Mediziner, die
als gesunde Ernährung seit langem
etwas ganz anderes empfehlen.
Paleo scheint ein Angriff auf die
vegane Lebensweise zu sein und
bestätigt den Omnivoren und
Karnivoren ihre schlechten Essgewohnheiten. Dass sie aber nicht
so essen wollen wie vor zwei Millionen Jahren, zeigen die Rezepte
aus der Steinzeitküche. Da werden „Brote“, Muffins und Pfannekuchen gebacken, es gibt Kaffee,
Müslis, Energieriegel und Desserts,
Shakes, Knödel und Eis. Bananen,
Ananas, Mangos, Avocados exotische Gewürze werden ebenso
selbstverständlich eingesetzt, wie
Mixer, Alufolien und beschichtete
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
Pfannen. Ein Neandertaler würde
sich darüber sehr wundern.
Allerdings gibt es Gemeinsamkeit
mit der Rohkosternährung, wie
den Verzicht auf Milchprodukte,
Getreide und den hohen Anteil an
Obst und Gemüse. Sich plötzlich à
la Steinzeit ernähren zu wollen, ist
nicht notwendig. Denn allein von
den Beeren, Früchte und Nüssen zu
leben, die es einmal hier gegeben
hat und vielleicht noch gibt, das
würde nicht ausreichen und bestimmt einen Mangel verursachen.
Mit der Azteken-Diät ist eine weitere Kuriosität über den großen Teich
geschwappt. Sie soll durch das Essen von Chia-Samen, die im Magen
aufquellen und viele Nährstoffe
haben, einen schnellen Gewichtsverlust und eine hohe Leistungsfähigkeit bringen. Dazu die Azteken
heranzuziehen ist populistisch,
aber diese kohlenhydratarme Ernährung mit viel Obst und Gemüse
ist zumindest wesentlich gesünder
als Paleo.
rmi
25
WA - aktuell hilft weiter:
Unser Gastronomieleben
zwischen Himmel & Hölle
Statt eines normalen Ausflugslokals
einen Frohkost-Tempel und ein Gesundheitshaus zu betreiben, das ist
der Wunsch eines Ehepaares, das
rohköstlich-vegan lebt, aber derzeit
seinen Gästen noch die üblichen
Restaurant-Gerichte zubereiten und
servieren muss. Weil die beiden bisher kein geeignetes Objekt gefunden haben, wenden sie sich an die
Leser von Wandmaker-aktuell, zu
denen auch sie seit vielen Jahren gehören. Hier ihre Geschichte:
Zigaretten, ungesunder Luft (damals gab es in Bayern noch kein
Rauchverbot), wenig Schlaf und
ohne Sport. Unsere Körper reagierten mit körperlichen und geistigen
Einschränkungen wie Gicht, heftigen Migräneanfälle, schlechter
Stimmung, Nierensteinen, Verdauungsproblemen, Schlafstörungen,
Energielosigkeit,- heute „Burnout“
genannt. Durch die finanzielle Belastung kam ein enormer Erfolgsdruck
hinzu.
Vor 24 Jahren haben mein Mann
und ich uns in einem Hotelbetrieb,
in dem ich meine Ausbildung zur
Hotelfachfrau absolvierte und er als
Souschef arbeitete, kennengelernt.
Ein Jahr später übernahm mein
Mann als Pächter ein gutgehendes
Restaurant in zentraler Innenstadtlage einer süddeutschen Stadt. Zu
diesem Zeitpunkt wussten wir noch
nicht, wohin unsere Reise führt.
Unsere Ärzte wollten jede der Erkrankungen mit einem anderen chemischen Mittel behandeln. Dies kam
für uns nicht in Frage und so suchten
wir nach Alternativen, zuerst in der
Einnahme hochprozentiger Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel,
die anfänglich Linderung verschafften. Mit der Zeit gingen wir auf Erforschungsreise nach den Ursachen
unserer Beschwerden. Per „Zufall“
fielen uns die Bücher von Helmut
Wandmaker, Lynne McTaggert und
anderen Autoren in die Hände. Uns
wurde klar, dass der Weg zu dauerhafter Gesundheit nur über eine
natürliche Lebensweise und gute
Ernährung zu erreichen ist. Dies war
vor 15 Jahren.
Nach anfänglicher Euphorie und
enormem Engagement entschlossen wir uns, diesen Betrieb käuflich
zu erwerben. In den ersten Jahren
lief alles wie erwartet, das heißt:
80 Stunden-Woche, kaum Freizeit,
hohe finanzielle Belastung, Schwierigkeiten, geeignete Mitarbeiter zu
finden usw. Gleichzeitig spürten wir,
wie unsere Energiereserven langsam
zu Ende gingen.
Bis zu diesem Zeitpunkt führten wir
ein normales, der Gastronomie entsprechendes Leben, mit viel Stress,
ungesunder Ernährung, Alkohol,
26
Seither besuchten wir eine Vielzahl
von Vorträgen und Seminaren, studierten die „Natürliche Gesundheitslehre“, absolvierten die Ausbildung
zum Gesundheits-Praktiker beim Lebenskunde e.V. und lasen eine Reihe
von Büchern über Rohkost. Weiterhin besuchten wir den Berater für efWA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
fektive Mikroorganismen bei Emiko
in Köln, Fachvorträge bei Stefan Lanka von „Wissenschafftplus“ über die
Entstehung des Lebens und die fünf
biologischen Naturgesetze und lernten die neue Medizin nach Dr. Hamer
bei Helmut Pilhar kennen.
Durch die Hydrocolontherapie bei
Walter Kuss, mit Anwendungen wie
Basenbädern und Heilerde-Einläufen und die Ernährungsumstellung
auf vegane Rohkost fühlten wir uns
bald sehr viel vitaler und besser.
Unsere neu gewonnene Lebensweise und Lebensfreude wollten wir
gern mit unseren Mitmenschen teilen, was leider nicht so gut ankam.
Unsere Familie reagierte sehr abweisend. Sie hielt uns vor, eine falsche
Ernährungsweise anzuwenden, was
in der Entgiftungsphase durch den
hohen Gewichtsverlust meines Mannes bei einer Größe von 1,80 Metern
mit 65 Kilogramm Gewicht äußerlich
etwas nachzuvollziehen war. Nach
einem Jahr Rohkost stabilisierte sich
das Gewicht bei 75 Kilogramm.
Unser dogmatisches Verhalten führte dazu, dass wir in dieser Zeit einige
Gäste und auch Freunde verloren.
Wir fingen an, uns mehr und mehr
aus unserem sozialen Umfeld zurückzuziehen. Wir suchten einen
Meinungsaustausch in einer Rohkostgruppe, die sich nach einiger
Zeit leider wieder auflöste. Außerdem wurde in der Gruppe oft über
Krankheiten geredet. Wir gingen
davon aus, dass einige aus dieser
Gruppe die Ernährung und Lebensweise nur geändert haben, weil sie
dadurch gesund geworden sind. Wir
sind allerdings überzeugt, dass diese
Lebensweise für alle Menschen und
für unsere Erde die beste wäre.
unseren Traum. So entschlossen wir
uns 2008, vorerst wieder einen gastronomischen Betrieb als Pächter zu
übernehmen. In diesem Betrieb haben wir zumindest die Möglichkeit
einen Großteil unserer Lebensbedürfnisse zu befriedigen.
Liebe Leserinnen und Leser,
Die Redaktion von WA-aktuell freut sich, helfen zu können, indem sie den
Wunsch des Ehepaares veröffentlicht. Wir möchten das aber nicht nur in diesem Fall tun. Wenn auch Sie ein Anliegen haben, wenn Sie etwas suchen, einen Rat brauchen oder eine Frage haben, unterstützen wir Sie gerne. Schreiben Sie uns, was Sie den Lesern mitteilen möchten. Wir freuen uns auf ihren
Bericht.
WA-aktuell ,[email protected], www.helmut-wandmaker.de
Trotz unserer neu gewonnenen
Überzeugung, hatten wir die Verantwortung für unser Restaurant und
mussten weiterhin unsere Spezialitäten wie Steaks vom heißen Stein
und andere totgekochte, überwürzte Schlechtkostleckereien anbieten,
ja sogar empfehlen.
Jedes Mal, wenn sich unsere Gäste
großzügig an unserem schmackhaften veganen Salatbüffet bedienten,
ging unser Herz auf. Wir hatten riesige Freude, wenn wir vegetarische
Gerichte, die wir zunehmend in
unser Angebot aufnahmen, zubereiten durften. Doch zur Sicherung
unserer Existenz musste mein Mann
mit schlechtem Gewissen diverse
Fleischgerichte zubereiten. Wir erkannten, dass es uns nicht gelingen
würde, aus unserem Restaurant einen (F)Rohkosttempel zu machen
und, dass unsere neu erlernte Lebensweise nicht im Einklang mit unserem Beruf stand.
Um uns beruflich in Richtung unserer Lebensphilosophie zu bewegen,
suchten wir einen Käufer für unser Restaurant und ein passendes
Objekt für uns, in dem wir unsere
Lebensweise mit all unserer gastronomischen Erfahrung kombinieren
konnten. Den Käufer fanden wir,
doch leider nichts Passendes für
Wir leben mitten in eines großen
Waldgebiets, ohne Nachbarn, mit
frischem Quellwasser, vielen Wildkräutern und gesunder Luft. Da das
neue Projekt ein reines Ausflugslokal
ist, müssen wir die dazu passenden
Speisen und Getränke wie Schnitzel,
Pommes, Vesperbretter, Wurstsalat, Kirschtorte usw. anbieten. Diese
Gradwanderung führt immer wieder
zu Konflikten und endlosen Diskussionen mit unseren Stammgästen.
Obwohl uns unser Beruf immer noch
große Freude bereitet, sind durch
unsere feinere Wahrnehmung einige Schwierigkeiten aufgetreten. Die
Ausdünstungen unserer Gäste, nicht
nur die alkoholischen, nehmen wir
intensiv wahr. Im Laufe der Jahre
wurde es uns möglich, alleine durch
den Geruch eines Menschen Rückschlüsse auf seinen Vergiftungszustand zu ziehen. Selbst Parfüm,
Minzbonbons und andere Geruchsverdecker können unsere feinen Nasen nicht betrügen.
Immer wieder werden wir darauf
angesprochen, wie wir unseren Beruf überhaupt ausführen können,
schließlich würden wir nur „Hasenfutter“ essen. Dies ist nur mit einer
enormen Toleranz und mit viel Mitgefühl zu bewerkstelligen. Natürlich
sehen wir auf der anderen Seite bei
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
den „Normalos“ die Chance, durch
ausführliche Beratungsgespräche
diese aus der „Schlechtkost“ herausund in ein natürliches, glückliches
und gesünderes Leben zu führen.
Ein guter Bekannter von uns, der
eine eigene Konditorei und Bäckerei
besitzt, hat von 160 auf 95 Kilo abgespeckt und fühlt sich mit Rohkost
und ohne Brot und Torte pudelwohl.
Wir sind weder Freaks, „Ökos“ oder
Sektenanhänger, obwohl wir immer
wieder als solche betitelt werden,
sondern versuchen lediglich, nach
unseren biologischen Bedürfnissen
ein Leben in Symbiose mit der Natur
zu führen.
Gleichzeitig ist es uns eine Herzensangelegenheit, Brücken zwischen
Rohköstlern und „Normalos“ zu
schlagen. In unserer Vorstellung sind
wir Betreiber eines Gesundheitshauses, in dem wir unseren Gästen vorleben und vorführen können, dass
der Verzicht im Grunde genommen
einen erheblichen Gewinn bedeutet.
Da wir nun schon seit einigen Jahren
erfolglos eine geeignete Immobilie
suchen, in der wir alles miteinander
kombinieren können, versuchen wir
als langjährige WA-Abonnenten auf
diesem Wege ein passendes Objekt
zu finden. Darin könnten wir all unsere gastronomische Erfahrung mit
unser aller Lebensweise in Einklang
bringen.
Unsere Vorstellungen eines idealen
Objektes sind: Übernahme als Pächter, Eigentümer oder Geschäftsführer, absolute Alleinlage, etwa 30 Betten, Seminarraum, Frühstücksraum,
Fitness-Wellness-Sauna,
eigener
Hausgarten und Betreiberwohnung.
Da wir uns in einem bestehenden
Pachtverhältnis befinden, bitten wir
um Verständnis, dass wir dies ohne
Namen und Bilder benennen.
Kontaktaufnahme über
WA-aktuell: [email protected]
27
Urs Hochstrasser‘s
Rezeptvorschläge
Dies ist die Zeit, in der die Natur mit grünen Kräutern eher spärlich umgeht. Es ist daher hilfreich sein Chlorophyll hinter
dem sonnigsten Fenster anzubauen. Dazu eignen sich Sonnenblumen ganz besonders. Ebenfalls sind Buchweizensprossen eine Spezialität. Diese beiden Saaten müssen für Sprossen unbedingt in den Hülsen/Schalen angebaut werden.
Weitere einfache Möglichkeiten für Sprossen sind Sprossrettich, Broccolisprossen und Alalfa.
Siehe auch Thema Sprossen im goldenen Buch „Rohkost vom Feinsten“ beginnend auf Seite 208.
Sonnenblumen Sprossen
Sonnenblumenkeimlinge
Apfel-Feigen-Smoothie
2 St
6 St
1 HV
5 dl
3 EL 3 EL
1 LS
1 MS
1 MS 1 EL
28
Äpfel
Feigen
Sonnenblumensprossen
Wasser
Mandelpüree
Apfeldicksaft
Zimt
Piment
Vanille
Haselnussöl
Alle Zutaten, außer Öl, in den Mixer geben, fein verarbeiten und
während laufendem Mixer am Schluss das Öl dazu gießen.
Tipp: Anstelle von Sonnenblumensprossen kann auch ein anderes Grün verwendet werden wie z.B. Buchweizensprossen,
Alalfasprossen, Feldsalat usw. Der Smoothie schmeckt auch ohne
Grün hervorragend.
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
Federkohl Gruenkohl
Federkohl oder Grünkohl genannt, ist ein ausgezeichnetes HerbstWintergemüse. Er ist sehr mineralreich und gehört zu den Kohlsorten
mit dem höchsten Gehalt an Vitamin C. Roher Grünkohl zählt mit ca. 105–
150 mg/100 g zu den Vitamin C reichsten Lebensmitteln überhaupt. Es
gibt Federkohl mit der Farbe von Rotkohl. Geschmacklich besteht kein
großer Unterschied zwischen grünem und rotem Federkohl, aber die
violette Farbe ist schon besonders.
Federkohl an Pilzen
400 g
200 g
4 EL
6 EL
2 MS
1 EL
2 TL
NB
Federkohl
Pleurotus
Nama Bio Tamari
Haselnussöl / Leinöl
Lebkuchengewürz
Apfeldicksaft
Edelhefe
Halit
Federkohl Grünkohl mit Pilzen
Die Pilze in ca. 3 mm breite Streifen schneiden. Mit dem Tamari vermischen und im Trockner ca. 2 Std. antrocknen. Federkohl
im Salzwasser waschen, gut ausschwingen und von den Stielen entfernen. In mundgerechte Stücke schneiden. Mit den
übrigen Zutaten vermischen und leicht kneten. Den so gewürzten Federkohl/Grünkohl ca. ½ Std stehen lassen, denn
durch das Marinieren wird er zarter. Dann Federkohl/Grünkohl anrichten und die marinierten Pilze dazugeben.
Sauerkraut auf chinesische Art
Gebräuchliche
Maßbezeichnungen:
EL = Esslöffel
HV = Handvoll
LS = Teelöffelspitze
MS = Messerspitze
NB = Nach Belieben
Schb = Scheibe
TA = Tasse
TL = Teelöffel
400 g 1 St
10 g
1 St
1 dl
2 EL
4 EL
2 EL
1 MS
4 EL
Sauerkraut
Möhre
getrocknete Hijiki
Apfel
Wasser
Apfeldicksaft
Nama Bio Tamari
gemahlene Flohsamenschalen
Lebkuchengewürz
schwarzes Sesamöl
Hijiki für ca. 3 Stunden einweichen. Sauerkraut in eine Schüssel geben, Möhre und Apfel dazu reiben. Die Meeralgen in
mundgerechte Länge schneiden und dazugeben. Die restlichen Zutaten mit dem Schneebesen gut vermengen. Die so
entstandene Sauce dem Sauerkraut beimischen.
Tipp: Wenn die Hijiki nach dem Einweichen mit kaltem Wasser abgespült werden, sind sie neutraler im Geschmack.
Anstelle von Hijiki können auch Wakame, Kelp oder andere Meeralgen verwendet werden. Die Meeralgen können auch
ganz weggelassen und mit feinen Winterrettichstreifen ersetzt werden. Wenn dieses Gericht als Beilage serviert wird,
dann reicht die Hälfte der Rezeptur. Dieses Gericht enthält Vitamin B12.
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
29
Sonnenblumensprossen an Senfsauce
200 g
2 St
3 EL
1 TL
1 EL
4 EL
NB
NB
1 MS
Sonnenblumensprossen
Avocado
Wasser
Senf
Apfeldicksaft
Hanföl
Halit
Edelhefe
Currypulver
Sonnenblumensprossen sauber
von den restlichen Hülsen befreien und in mundgerechte
Länge schneiden. Avocados würfeln und dazu geben. Wasser mit
Senf und Apfeldicksaft gut verrühren und mit den übrigen Zutaten zu einer Sauce verarbeiten.
Die so entstandene Sauce an die
Sonnenblumensprossen mischen.
Tipp: Die Sauce eignet sich natürlich auch für anderes Grünzeug, z.B. Feldsalat.
Weitere Rezepte und Anleitungen finden
Sie in den Büchern
• Rohkost vom Feinsten
• Rohkost, die lebendige Nahrung
• Kinderernährung, lebendig und
schmackhaft
In Deutschland sind diese Bücher am einfachsten über folgende Adresse erhältlich:
Puravita Naturwaren,
Schmau­zer-Büchl-Weg19a
82266 Inning
Tel 0049- (0)8143-959501
In der Schweiz können diese Bücher direkt
bezogen werden bei:
Urs & Rita Hochstrasser
Schemel 90, CH- 5077 Elfingen,
Tel.: 0041-(0)62-8762022
www.urshochstrasser.ch
Da es schwierig ist auf dem Markt guten Rohkost-Senf zu erhalten, gleich hier nochmal das Rezept.
Haus-Senf:
50 g
2 EL
2 EL
1 TL
½ TL
Senfsamen
Apfelessig
Apfeldicksaft
Edelhefe
Halit
Die Senfsamen für ca. 4 Stunden in 2 dl Wasser einweichen. Dann die übrigen
Zutaten mit den eingeweichten Senfsamen zu einer feinen Paste pürieren.
Anstelle von Wasser kann auch vergorener Apfelsaft verwendet werden.
Tipp: Zu beachten ist, dass es unterschiedliche Senfsaaten gibt. Diese variieren in ihrer Schärfe. Wer also milden Senf möchte, müsste mildere Saat
verwenden oder mit Sesam- oder Rapssaat etwas strecken.
Orangensalat an FeigenSafran-Sauce
Orangensalat an
Feigen-Safran-Sauce
4 St
4 St
2 dl
½ TL
3 EL
2 EL
Orangen
wilde Kugelfeigen
Wasser
Safranfäden
Mandelpüree
Apfeldicksaft
Kugelfeigen im Wasser für ca. 6 Stunden einweichen. Die Feigen mitsamt dem Einweichwasser, den Safranfäden, Mandelpüree und Apfeldicksaft im Mixer zu einer feinen Sauce verarbeiten. Die Sauce auf vier Schalen verteilen.
Orangen schälen, der Länge nach halbieren und die Hälften in Scheiben schneiden. Die Scheiben aneinander gereiht
auf den Saucenspiegeln anrichten und mit Dressiercreme ausgarnieren. Dessertcreme: siehe goldenes Buch „Rohkost
vom Feinsten“ auf Seite 153.
Tipp: Zum Ausgarnieren eignen sich auch getrocknete Blütenblätter oder eingefärbte Kokosstreusel wie auch getrocknete
Heidelbeeren.
30
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
Urs Hochstrasser‘s
Seminare & Events Rohkost vom Feinsten
Im Zentrum für Rohkost und Gesundheit
genannt Rebstock, Dorfstrasse 23, 5078 Effingen / Schweiz
Urs & Rita Hochstrasser Tel: +41 (0)62 876 20 22
Weitere Infos zu unseren Seminaren unter: http://www.urshochstrasser.ch/seminare.htm
aktuelle Termine
2015
Seminarort / Event
Anmeldung
Preise
**
Jasmin Hochstrasser
[email protected]
CHF 220.-
Weitere Infos unter:
Jasmin Hochstrasser
[email protected]
CHF 350.-
Weitere Infos unter:
Jasmin Hochstrasser
[email protected]
CHF 790.-
Weitere Infos unter:
Jasmin Hochstrasser
[email protected]
CHF 3500.-
Weitere Infos unter:
Jasmin Hochstrasser
[email protected]
CHF 220.-
Weitere Infos unter:
Jasmin Hochstrasser
[email protected]
CHF 45.-
werden im Zentrum für Rohkost & Gesundheit in Effingen durchgeführt
Sonntag 15. Februar 2015
Samstag 8. August 2015
Sonntag 9. August 2015
Samstag 14. November 2015
Sonntag 15. November 2015
1-Tagesseminare
Rohkost vom Feinsten
09:00 – ca. 16:00 h
http://www.urshochstrasser.ch/1u2tagessem.htm
Samstag + Sonntag
27. + 28. Juni 2015
17. + 18. Oktober 2015
2-Tagesseminare
Rohkost vom Feinsten
jeweils Sa + So von 09:00 – ca. 16:00 h
http://www.urshochstrasser.ch/1u2tagessem.htm
Sonntag bis Donnerstag
12. bis 16. April 2015
Montag bis Freitag
24. bis 28. August 2015
5-Tagesseminar
Rohkost vom Feinsten
jeweils von 09:00 – ca. 19:30 h
http://www.urshochstrasser.ch/1u2tagessem.htm
Samstag / Sonntag 26./27. Sept. 2015
Zubereiten, was ist wichtig? Einkauf etc.
Samstag / Sonntag 10./11. Okt. 2015
Psychologie / Philosophie
Montag / Dienstag 30. Nov. / 1. Dez
Ernährungslehre, Anatomie, Krankheitsbilder
Mittwoch 2. Dez. Rhetorik
Donnerstag 3. Dez. Geschäftsaufbau
Freitag 4. Dezember Präsentation
weitere Daten unter:
http://www.urshochstrasser.ch/
diplomkurs.htm
Diplomkurs II
Rohkost-Praktiker
Seminar für angehende Seminarleiter und Menschen, die es beruflich
anwenden möchten.
Sonntag 26. April 2015
1-Tagesseminar
Ich Bin Das Glück
http://www.urshochstrasser.ch/1u2tagessem.htm
Samstag 6. Dezember 2015
ab 19:00 h
Event
St. Nikolaus-Essen
http://www.urshochstrasser.ch/1u2tagessem.htm
Weitere Infos unter:
http://www.urshochstrasser.ch/1u2tagessem.htm
** Preise inklusiv Essen, exklusiv Unterkunft / Aenderungen vorbehalten. Wir behalten uns vor, bei nicht erreichen der Mindestteilnehmerzahl, das Seminar zu annullieren.*
Ausstellungen
An folgenden Ausstellungen sind wir am Messe-Stand anzutreffen
Urs Hochstrasser wird an der Rohkostmesse Rohvolution jeweils Vorträge halten
Nähere Infos über die Aktivitäten an der Rohvolution finden Sie unter www.rohvolution.de
Weitere Infos über den BioMarché Zofingen finden Sie unter: www.biomarche.ch
Rohvolution Berlin
21. + 22. März 2015
Rohvolution Freiburg i.B
9. + 10. Mai 2015
BioMarché Zofingen, Schweiz
19. – 21. Juni 2015
Rohvolution Speyer
19. + 20. September 2015
Rohvolution Mülheim a. R.
7. + 8. November 2015
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
31
Feierliches Rohkost-Dinner
Nun ist die Rohkost auch zum
Die vielen Lichter, die
den Rebstock schmückten, erhellten die Dunkelheit. Der feierliche
Glanz wurde unterstützt
durch das wärmende
Feuer, welches in der
Schale vor dem Eingang
brannte.
Die Tische des Lokals waren festlich
gedeckt und luden zu einem eleganten Festessen mit gemütlichem Beisammensein ein.
In der Küche
war man fleißig mit den
letzten Vorbereitungen
der Delikatessen
für
den verheißungsvollen
Abend beschäftigt.
Die Schulküche hat, durch den engagierten Einsatz der Mitwirkenden, die
Position einer Profiküche eingenommen.
32
Der Blumenkohl wird
anschließend zum
„Reisring“,
jedoch
die benötigten Mengen unterscheiden
sich schon von einer
Haushaltküche.
Als alle Gäste ihre Plätze eingenommen hatten, hieß ich sie offiziell in
einer kurzen Ansprache willkommen.
Anschließend wurde die Suppe
serviert…
Die
RohkostSuppe, Bisque
Neptun, als Auftakt des Menüs,
enthielt u.a. getrocknete Tomaten, Mandelpüree, Urspirulina, Apfeldicksaft und war in der
Lage, das Publikum zu überzeugen.
Die Nudelproduktion aus Butterrüben für den zweiten Gang läuft planmäßig.
Soviel frisches Ananas-Mango-Chutney erinnert ans
Schlaraffenland.
Das Anrichten des Wintersalates für den
zweiten Gang erforderte flinke, sichere
Hände.
Gegen 19.00 Uhr trafen die erwartungsvollen Gäste ein. Zur Begrüßung
erhielt jeder Gast ein Flute gefüllt mit
dem köstlichen Chi seiner Wahl.
Als Amuse-Bouche standen bereits
Schalen, gefüllt mit knusprigem Federkohl an Sonnenblumenkäse getrocknet,
auf den Tischen bereit. Ein origineller Leckerbissen und doch saisongerecht.
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
Bereit für den Service…
bei Urs & Rita Hochstrasser
St. Nikolaus vorgedrungen.
Mit folgendem Rohkost-Menü gelang
uns der kulinarische Höhenflug:
St. Nikolaus-Dinner
Bisque Neptun
dazu feine Crackers
*****
Wintersalat mit Birnen
garniert mit Samen-Weichkäse auf
Essenerbrot an Hanfsauce
*****
Blumenkohl-Ring
mit Muscat-Kürbis-Nudeln
an Curry-Cremesauce AnanasMango-Chutney
*****
Vanille-Creme mit Tessiner Kaki
und Edelpralinen
Der
Hauptgang ist für
den Service
freigegeben
- durch die
kompetenten
Hände
der
Mitwirkenden im Service findet jeder
Teller schnell und heil seinen Genießer.
Nach den aufmunternden und motivierenden Worten des St. Nikolaus
und seines Begleiters, dem „Schmutzli“, erhielt jeder Anwesende ein Päcklein gefüllt mit gesunden Leckereien.
*****
6. Dezember 2014 im Zentrum für
Rohkost und Gesundheit
B e i m
Hauptgang
wird jeder
Teller zum
dreidimensionalen
Gemälde.
Konzentration und
Sorgfalt ist
gefragt. Zuerst wird der Blumenkohlring auf dem
Teller geformt, der dann mit KürbisCurry gefüllt wird. Seitlich angelegt
dekoriert eine Scheibe BlaukrautBroccoli-Terrine den Teller. Aufgestellte getrocknete Rote-Beete-Nestchen
bringen das gewisse Etwas auf das
Gericht.
Das delikate Ananas-Mango-Cutney
untermalt das Gericht mit seiner orientalischen Note.
Das nette Gedicht eines Gastes findet
nicht nur bei St. Nikolaus, sondern bei der
ganzen Gesellschaft großen Anklang.
Nun wird es Zeit für das Dessert…
Auch in der Rohkost-Gastronomie
ist es ein besonderes Glücksgefühl,
wenn es gelingt, die Gäste positiv zu
überraschen und in zufriedene und
fröhliche Gesichter sehen zu dürfen.
Alles läuft planmäßig.
Zwischendurch braucht es wieder
Nachschub von der begehrten Orangen-Safran-Limonade.
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
Die feine Creme
aus Tessiner Kaki
garniert mit Edelpralinen bildete
den krönenden
Abschluss des Event-Dinners.
Wir vom Zentrum für Rohkost und
Gesundheit sind der Ansicht, dass
sich die Menschen, welche sich mit
Rohkost ernähren, ebenfalls verwöhnen lassen dürfen, ja sogar sollten.
Das gesellige Miteinander ist enorm
wichtig, weil dies ein angenehmes
Gefühl der Geborgenheit gibt. Auch
das trägt zur Gesundheit bei. Der
Event hat uns in dieser Annahme so
bestärkt, dass wir uns entschlossen
haben, das St. Nikolaus-Dinner im
schönen Rebstock auch in 2015 abzuhalten.
Der 6. Dezember ist ein geeigneter
Tag für eine solche Feierlichkeit, und
das mit herzerwärmender veganer
Rohkost im Gourmetbereich.
St. Nikolaus und sein Begleiter freuen
sich mit uns bereits auf das Wiedersehen beim Event am 6. Dez. im Jahr 2015
33
Bescheiden leben und
die Welt retten
von Roswitha Mitulla
„Wir konsumieren den Planeten, um leben zu können“, stellt der französische Fotograf und Umweltaktivist Yann ArthusBertrand fest. Er begann nach dem Klimagipfel in Rio de Janeiro 1992 die Erde von oben zu fotografieren und zu filmen. Auf seinen Luftaufnahmen, die er 20 Jahre lang vom Helikopter, Ballon und Ultraleichtflugzeug gemacht hat, ist
die Schönheit der Erde zu sehen, aber auch ihre Verletzlichkeit. Der Blick aus großer Höhe zeigt deutlich die Spuren
menschlicher Expansion, die vielen Rodungen und die Ausbeutung natürlicher Ressourcen. Deshalb sind seine Bildbände und Filme eine wichtige Dokumentation der Auswirkungen eines Lebensstils, den sieben Milliarden Menschen
bereits führen oder anstreben. Yann Arthus-Bertrand ist Optimist geblieben und möchte weltweit das Bewusstsein für
die Zerstörung der Erde und die Notwendigkeit eines anderen nachhaltigeren Konsums wecken. Auf seinen Reisen
musste er aber feststellen, dass die Bewohner der Schwellen- und Entwicklungsländer andere Sorgen haben, als sich
mit dem Aussterben der Tier- und Pflanzenwelt und mit Umweltschutz zu beschäftigen. Sie wollen ihre Lebensbedingungen verbessern, ihren Kindern eine gute Ausbildung ermöglichen und schließlich die gleichen Konsumgüter
haben, wie die Menschen in den reicheren Ländern.
Um das zu erreichen, setzen die Regierungen weltweit auf wirtschaftliches Wachstum. Es soll den Lebensstandard der Bevölkerung erhöhen,
Arbeitsplätze schaffen, soziale Konflikte lösen helfen und schließlich
möglich machen, dass mehr Geld für
Umweltschutz und Entwicklungshilfe
zur Verfügung steht. Das Wort Wachstum ist wie ein heiliges Mantra und
wird von Politikern, Managern und Finanzfachleuten gebetet, die nach wie
vor glauben, dass Wohlstand für alle
nur durch stete Steigerung des Bruttosozialprodukts möglich ist. Doch
schon längst gibt es Kritik an diesem
System, weil es nicht nur ökologische
Probleme verursacht, sondern durch
steigende Preise die Armut vergrößert und durch ungleichmäßige Verteilung von Besitz Ungerechtigkeit
hervorruft. Wenn Grundnahrungsmittel, Mieten und Energie immer
teurer werden, die Einkünfte aber
nicht bei allen mitziehen, dann haben auch in den Industrienationen
immer mehr Menschen zu wenig im
Geldbeutel. Verstärkt wird das, durch
die Verlagerung der Produktion in Billiglohnländer.
Mittlerweile warnen sogar Wirtschaftsexperten vor ungebrems34
tem Wachstum und sprechen vom
„Wachstumswahn“ und von der „Postwachstumsgesellschaft“. Dass sich
die Wirtschaft längst in einem Wandel befindet, kommt in den Köpfen
der Verantwortlichen aber nur langsam an. Sie fürchten nichts mehr, als
eine niedrige Inflation oder gar eine
Deflation. Nach der Finanzkrise im
Jahr 2009 hat die Bundesregierung
sogar ein Gesetz zur Beschleunigung
des Wirtschaftswachstums verabschiedet. Und die Europäische Zentralbank hat in den letzten Jahren den
Leitzins immer weiter gesenkt, bis er
fast bei null Prozent angekommen
ist. Die Bürger, die meist Verbraucher
oder Konsumenten genannt werden,
sollen Kredite aufnehmen, mehr kaufen und so das Wirtschaftswachstum
weiter ankurbeln.
Ein Modell, aus dem immer mehr
Menschen aussteigen wollen. Anne
Donath hat es vor über 20 Jahren getan. Sie erzählt davon in ihrem Buch
„Wer wandert, braucht nur, was er tragen kann - Bericht über ein einfaches
Leben“. (Piper Verlag, 8,99 Euro). Sie
schildert die einfachen Verhältnisse,
in denen sie aufgewachsen ist und
wie die „Omama“ das Geld einteilen
musste, damit es bis zum MonatsenWA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
de reichte. Sie selbst wurde Lehrerin, heiratete und bekam drei Kinder,
lebte mit ihrer Familie in einer großen Wohnung. Zum Lebensstandard
gehörten zwei Autos, eine Jolle am
Bodensee und moderne technische
Geräte im Haushalt. Als Anne Donath
Mitte 30 war wurde ihre Ehe geschieden. Damals erfuhr sie, dass sie einmal eine Rente von 124 Mark zu erwarten hätte. Deshalb begann sie, als
die Kinder größer waren, als Lehrkraft
an einer Klinik zu arbeiten und machte noch eine Zusatzausbildung zur
Krankenschwester. Ein Spitzengehalt
bekam sie deshalb nicht. „Wer wenig
verdient, bekommt auch mal wenig
Rente“, ging ihr durch den Kopf. Sie
dachte, dass eine eigene Immobilie
mit Garten für die Selbstversorgung
die beste Vorsorge gegen Altersarmut sei.
Wegen ihrer finanziellen Situation
wurde das Häuschen in ihren Träumen immer kleiner. Als sie Anfang der
90er Jahre wieder einmal in Algerien
war und mit Nomaden zusammenlebte, schrumpfte es auf die Größe
einer Zeriba, einer Schilfhütte der
Tuareg, die vier mal vier Schritte groß
ist. 1993 begann der Traum in Erfüllung zu gehen. Anne Donath kaufte
eine Wiese in einem Dorf in Oberschwaben, ließ eine Grube ausheben
und ein Holzblockhaus mit einem
Grundriss von vier mal vier Metern
darauf bauen. Es hat nur einen Raum,
geheizt wird mit einem skandinavischen Holzofen, der auch das Wasser
zum Waschen erhitzt. Für Licht sorgt
das große Fenster, wenn es dunkel
wird, leuchten Kerzen. Es gibt wie bei
den Tuareg keine Möbel, aber den
typischen schwarzen Topf zum Kochen und die blaue Kanne für Kaffee.
Anne Donath schläft auf dem Boden,
macht die Wäsche von Hand, kocht
im Garten auf einem offenen Feuer.
Als nach sieben Jahren die Schulden
für das Haus abbezahlt waren, verringerte sie ihre berufliche Tätigkeit auf
einen Tag pro Woche. Sie konnte die
ganze Zeit in den Sommermonaten
in der Klinik abarbeiten, bekam aber
jeden Monat ein kleines Gehalt. So
hatte sie viel Zeit, um auf Reisen zu
gehen.
zur Untermiete in Berlin, ohne Möbel, schläft in der Hängematte und
geht ebenfalls gerne mit einem Rucksack auf Reisen. „Das Gefühl, nichts
zu brauchen, ist ein schönes Gefühl“,
sagt er. Wachstum dürfe es schon geben, aber nicht, um noch größere Autos und andere Güter unter die Leute
zu bringen, sondern bei Persönlichkeitsentwicklung, Mitmenschlichkeit
wie Empathie, bei Bildung, Innovation und Kreativität.
Ähnlich minimalistisch lebt Joachim
Klöckner. Er wohnt in einem Zimmer
Auf die geringe Anzahl der Besitztümer zu schauen, wie es die Presse bei
Während die meisten Deutschen
rund 10.000 Dinge besitzen und sie
gar nicht mehr zählen können, hat er
zwischen 50 und 70 Sachen. Die Zahlen spielen für ihn keine Rolle. „Mir ist
es wichtig, dass ich einen Bezug zu
den Dingen habe und deren Qualität spüre, dass ich sie multifunktional
nutzen kann und damit meine Kreativität gefördert wird, dass sie nicht
zum Ballast werden, sondern mir
Raum geben“, erklärt er.
ihm immer wieder tut, ist für ihn eher
ein Blick auf den Mangel. „Das Leben
mit wesentlichen Dingen ermöglicht
Fülle wie Zeit, Klarheit, Leichtigkeit,
Freiheit, Wesentliches, Energie und
vieles mehr“, meint Joachim Klöckner.
Die Medien heben auch gerne hervor,
dass er ein iPad besitzt. Es klingt dann
oft so, als dürfte einer, der „aussteigt“
so etwas nicht haben, vielleicht nicht
einmal kennen. Joachim Klöckner
braucht den Tablet-Computer, um
Bücher zu lesen, Musik zu hören, mit
der Welt verbunden zu sein, um zu
kommunizieren und für seine Tätigkeit als Minimalismus-Trainer. Denn er
hat seine Lebensphilosophie zum Beruf gemacht, will anderen Menschen
den Weg zu einem einfachen Leben
zeigen und sie dabei begleiten. Eine
spezielle Form der Begleitung hat er
nicht, er betrachtet jeden Menschen
als einmalig und unterstützt ihn in
seiner Art. Die Basis dazu ist seine
Forschung zur Funktion vom Gehirn
im Zusammenspiel mit dem Gesamtorganismus.
Joachim Klöckner wohnt in einem Zimmer und schläft in einer Hängematte.
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
35
Er selbst hat vor Jahren bei einem
Umzug festgestellt, dass er ziemlich
viel Zeug hatte. Da kam ihm der vielfach publizierte Rat „alles, was du ein
Jahr lang nicht in der Hand hattest,
kannst du wegwerfen oder verschenken“ in den Sinn. Gedacht, getan, Joachim Klöckner mistete aus. Und weil
er mit einem Auto der Marke Mini
unterwegs war, war auch gleich der
Name für den vereinfachten Lebensstil gefunden: Minimalismus.
sagte: „Sammelt euch nicht Schätze
hier auf der Erde“. Bei Johannes Chrysostomos, im 4. Jahrhundert Bischof
von Konstantinopel, findet man den
Satz: „überflüssige Güter brauchen
weder erzeugt, noch verbraucht zu
werden“. Auch Papst Franziskus wird
gerne im Zusammenhang mit Bescheidenheit zitiert. Er lebt in einem
Zimmer im Gästehaus des Vatikans,
statt in der großen Papstwohnung im
Apostolischen Palast. Er benutzt kleine Autos und kleine Flugzeuge, trägt
eine schlichte Soutane, verzichtet auf
die mit Pelz besetzte Kappe und die
maßgeschneiderten Schuhe seines
Vorgängers und ist somit ein Vorbild
für viele Menschen.
Wer herausfinden will, was er wirklich
braucht, dem empfiehlt er, in sich hinein zu spüren und sich mit anderen
auszutauschen. „Letztlich geht es um
den Mut, zu probieren, welche Dinge
wesentlich sind und welche Ballast
sind, und dann klar zu sehen, ob die
Entscheidung aus dem Unbewussten mit der des Bewussten übereinstimmt“, sagt er.
Doch so einfach ist Bescheidenheit
im täglichen Leben nicht. „Die Weisen aller Zeiten haben immer dasselbe gesagt, und die Toren – das heißt
die menschliche Majorität – aller Zeiten haben immer dasselbe, nämlich
das Gegenteil, getan“, wusste Arthur
Schopenhauer. Auch das Sprichwort
„Bescheidenheit ist eine Zier, doch
weiter kommt man ohne ihr“ zeigt,
dass die Menschen nicht allzu viel davon halten.
Einfach
leben
Bescheidenheit wird als Verhaltensweise definiert, bei der man wenig
für sich beansprucht, auch wenn man
mehr haben könnte und, dass man
zugunsten anderer auf etwas verzichtet. Wie das aussehen kann, darüber
haben sich seit Jahrtausenden Philosophen, Theologen und Literaten
Gedanken gemacht. Man findet Aussagen dazu auch bei den meisten Religionen. So erklärte der Ökumenische
Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I. 2010 anlässlich des Internationalen Tages der Umwelt, dass
die Gier der Menschen und das ungebremste Wetteifern um Reichtum
die Hauptursachen der fast unaufhaltsamen Zerstörung der Erde seien.
Der indische Weise Patanjali hielt vor
über 2000 Jahren in einem Sutra fest,
der Mensch solle nichts anhäufen
oder horten. Vor allem ein spiritueller
Mensch solle bescheiden und dankbar leben. Ähnliche Aussagen findet
man in buddhistischen Texten. Jesus
36
Eines der wenigen Länder, die bislang nicht auf ungebremstes und oft
ungerechtes
Wirtschaftswachstum
setzen, ist Bhutan. In dem kleinen Königreich zwischen Indien und Tibet
soll die rund eine Million zählende Bevölkerung nicht reicher werden und
Besitz anhäufen, sondern glücklich
und zufrieden sein. König Jigme Sin-
me Khesar Namgyel Wangchuk Drachenkönig in Bhutan. Er hat Macht
abgegeben und Bhutan zu einer
demokratisch-konstitutionellen Monarchie gemacht. Heute haben schon
viele Menschen Fernseher, Mobiltelefone und Internet und es kommen
mehr Touristen ins Land. Vor allem die
jungen Leute wollen ein modernes
Leben mit all seinen Verlockungen
führen. In Bhutan kann man beobachten, dass verordnete Bescheidenheit
auf wackligen Füßen steht. In reichen
Ländern hingegen ist Minimalismus
als Lebensform ein Trend. Fernsehsendungen, Zeitungsartikel und Bücher
berichten von Menschen, die sich
dem Konsum verweigern, die weniger
einkaufen, weniger kommunizieren,
die erkannt haben, dass Besitz nicht
glücklich macht.
Das publiziert unermüdlich der
Times-Journalist John Naish. In seinem Buch „Genug - wie Sie der Welt
des Überflusses entkommen“ vertritt
er die These, dass die Menschen beim
Konsum überfordert sind und nicht
mehr wissen, wann sie genug haben,
dass sie immer mehr wollen, obwohl
sie von allem längst genug haben.
John Naish spricht zudem von „einer
im Kern angefaulten Wirtschaftsordnung, bei der große Unternehmen,
Banken und ganze Länder unterstützt
werden, die Bevölkerung aber nichts
davon hat. Man solle das kranke System nicht mehr künstlich am Leben
halten, sondern sich darauf besinnen,
was wirklich wichtig ist.
Bewusst leben gestalten
gye Wangchuck hat 1979 den Begriff
„Bruttosozialglück“ geprägt. Er wollte
eine alternative Wirtschaftsentwicklung, bei der Bhutans einzigartige
Kultur und Natur erhalten bleiben und
buddhistische Werte berücksichtigt
werden. Solange das „Land des Donnerdrachens“ weitgehend isoliert und
ohne Kontakte in die Welt war, gelang
dies auch. Seit 2008 ist sein Sohn JigWA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
Einen Sturm über dem Ozean der
Wachstums- und Wohlstands-Welt
hat der Spiegel-Redakteur Jörg
Schindler mit seinem neuen Buch
„Stadt, Land, Überfluss – Warum wir
weniger brauchen, als wir haben“
ausgelöst (Fischer-Verlag 14,99 Euro).
Es soll ein Plädoyer gegen sinnlosen
Überfluss sein und stellt dem Leser
drei Fragen: Immer mehr? Immer
besser? Immer schneller? In der Einleitung zeigt er in humorvoller Art
auf, wo man dem Überfluss begegnen kann. Er wundert sich über eine
Berliner Eisdiele, die 99 verschiedene
Sorten anbietet, bemerkt, dass auch
die Kugeln größer geworden sind.
Er vermutet, dass die Regale in den
Kaufhäusern und Supermärkten jedes Jahr verlängert werden, um noch
mehr Produkte anzubieten. „Machen
uns 24 Anti-Schuppen-Shampoos
glücklicher als 23?“, fragt Jörg Schindler und bezweifelt es.
Er bestreitet nicht die Notwendigkeit von Wirtschaftswachstum dort,
wo Mangel herrscht, wo Menschen
nichts zu essen und kein Dach über
dem Kopf haben. In reichen Ländern
sei es aber ein Fetisch, dem es zu huldigen gilt. „Die Gleichung Wachstum
= Wohlstand = Zufriedenheit hat sich
wie ein Ohrwurm eingenistet in unseren Köpfen. Dabei geht die Rechnung
schon lange nicht mehr auf“, schreibt
er. In den folgenden Kapiteln erklärt
er den Überfluss und die Maßlosigkeit beim Essen, beim Körperkult,
bei Arbeit und Medizin, beim Reisen
und bei der Kommunikation, spart
den Fußball nicht aus und beleuchtet
den Alltag. Jörg Schindler hat zudem
beobachtet, was nicht mehr zu übersehen ist: alles wird immer größer,
dicker, üppiger, Autos ebenso wie die
Speisen auf dem Teller und die Menschen, die sie essen, Schränke, Sofas,
Wohnungen, Fernseher, Kaffeetassen
und vieles mehr. Mit „Stadt – Land
– Überfluss“ hat er ein lesenswertes, gut recherchiertes Buch auf den
Markt gebracht, das nachdenklich
macht, Anregungen gibt und dabei
noch unterhaltsam ist.
Aber wie kann Bescheidenheit im Alltag aussehen? Für eine immer größere werdende Zahl an Menschen müsste die Empfehlung lauten: fangt beim
Essen an. Wer sich umsieht, bekommt
den Eindruck, dass ständig und überall gegessen wird. Dreimal am Tag
eine bescheidene Mahlzeit einzunehmen, die den Körper mit allen wichti-
sind normal geworden. Mittlerweile
sind in Deutschland mehr als die Hälfte der Frauen übergewichtig, von den
Männern bringen rund 70 Prozent zu
viel auf die Waage.
Stadt - Land - Überfluss
IMMER MEHR, IMMER BESSER,
IMMER SCHNELLER?
Es geht auch anders: Da ist der ehemalige
Bankdirektor, der jetzt Suchtkranke betreut und
plötzlich wieder Zeit hat. Die Designerin, die
keine Lust mehr hat auf Dinge, die die Welt nicht
braucht und jetzt nicht normgerechtes Gemüse
vor dem Abfall rettet. Da ist der Fußballverein,
der sich nicht ausverkauft und trotzdem erfolgreich ist.
Jörg Schindler erzählt von Menschen, denen es
nicht um Profit geht, deren Ziel nicht Wachstum
um jeden Preis ist. Was sie verbindet, ist keineswegs purer Verzicht oder weltabgewandtes Aussteigertum. Durch ein bewusstes Weniger ergibt
sich ein Gewinn an Lebensqualität, mehr Zeit
und Zufriedenheit. Schindlers spannende Geschichten aus unserem Land des Überflusses sind
Anstiftungen zum Umdenken: die Gesellschaftsdebatte zum Konsum- und Wachstumswahn
Dieses Buch macht Lust auf weniger und ist deshalb ein Gewinn!
Taschenbuch, 2014 , 272 Seiten,
ISBN 978-3-596-19888-7
Preis: 14,99 €
gen Stoffen versorgt, wird kaum noch
praktiziert. Zwischenmahlzeiten, ein
Stück Kuchen hier, ein Schokoriegel
da, kalorienhaltige Getränke, etwas
Deftiges vom Imbiss, späte Abendessen und anschließende Knabbereien
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
Eine folgenschwere Verschwendung
verursacht die Mode. Mehrmals im
Jahr füllen sich die Regale und Ständer in den Geschäften, die neue Ware
unterscheidet sich kaum von der,
die noch nicht verkauft wurde. Mit
„Schnäppchenpreisen“ und Zusatzrabatten auf bereits reduzierte Kleidung wird versucht, die Sachen noch
irgendwie loszuwerden und Platz zu
schaffen für das, was bereits im Lager
steht. Qualität statt Quantität zu produzieren wäre die Lösung. Das setzt
aber ein Umdenken bei den Menschen voraus, von denen die meisten lieber fünf billige T-Shirts, als ein
Gutes kaufen wollen. Deshalb wird
es immer schwieriger, hochwertige
Sachen zu finden, die lange halten.
Auch bei Ökomode hat man nicht immer eine Garantie auf lange Lebensdauer.
Bescheidenheit nicht nur auf diesen
beiden Feldern, sondern beim gesamten Konsum ist trotzdem bereits
ein internationaler Trend, der „Simple Living“ oder „Voluntary Simplicity“
(freiwillige Einfachheit) genannt wird.
Bei diesem Lebensstil werden Besitz
und Konsum hinterfragt, „Shoppen“
ist dann keine Freizeitbeschäftigung,
es wird nur gekauft, was wirklich
benötigt wird. Christof Herrmann
versteht darunter, sich von Ballast
zu befreien. Auf seinem Blog www.
einfachbewusst.de erzählt er, wie
er seinen ungeliebten IT-Job an den
Nagel hängte. „Das hohe Einkommen
ließ mich lange über meine Unzufriedenheit hinwegsehen“, umschreibt er
die Situation, in der viele Menschen
stecken. Seine Leidenschaften sollten fortan im Mittelpunkt stehen. Er
möchte über Minimalismus, Nachhaltigkeit und vegane Ernährung
bloggen, Bücher schreiben, bewusst
leben, anderen helfen, reisen und fotografieren.
37
Christof Hermann bei der Alpenüberquerung Salzburg-Triest auf dem Weg zum höchsten Gipfel
der Salzburger Schieferalpen, dem Hundstein.
„Wer erst einmal auf den Geschmack
des Minimalismus gekommen ist,
verändert sein Leben oft grundlegend“, sagt der 44-Jährige. Den Anfang machte bei ihm die Trennung
von seinen fast 4000 CDs und Schallplatten. Er verkaufte die meisten und
behielt zunächst seine 400 LieblingsCDs. Mittlerweile hat er auch die verschenkt und hört Musik per Stream.
Auch der Verzicht auf tierische Produkte gehört für Christof Herrmann
dazu. Seit er Veganer geworden ist,
fühlt er sich so wohl, wie seit der
Kindheit nicht mehr. Wenn er reist, ist
er mit öffentlichen Verkehrsmitteln
oder dem Fahrrad unterwegs oder er
geht zu Fuß, fast immer mit möglichst
wenig Gepäck. In diesem Sommer
hat er die Alpenüberquerung Salzburg-Triest gemacht. „Einfach, nachhaltig und langsam unterwegs zu
sein, ermöglicht mir, das Land näher
kennenzulernen und mit den Menschen am Wegesrand in Kontakt zu
kommen“, erzählt Christof Herrmann.
Auf seinem und auf vielen anderen
Blogs wird deutlich, dass ein bescheidenes und einfaches Leben bei
jedem Menschen anders aussieht.
David Pfeifer beispielsweise wollte
ein Experiment machen und ein Jahr
lang nichts kaufen. „Mein Leben wurde freier, aber auch reicher. Denn ich
sparte nicht nur eine Menge Geld,
38
sondern gewann auch Zeit“, schrieb
er im Magazin der Süddeutschen Zeitung. Er musste seinen Versuch zwei
Monate früher beenden, weil das
alte Sofa nicht in die neue Wohnung
passte und er ein neues kaufen musste. Aus dem schwedischen Möbelgeschäft kam er aber nur mit dem Sofa
raus, hatte nicht wie früher noch anderen Krimskrams im Einkaufswagen.
Nicht nur David Pfeifer hörte immer
wieder die Kritik, Konsumverzicht
könne nicht funktionieren, ja er sei
sogar schädlich für die Wirtschaft.
Die Zeitung „Die Welt“ kritisierte einen Kauf-Nix-Tag: „Für die Wirtschaft
ist das Gift. Denn unsere Gesellschaft
lebt vom Konsum, besser gesagt von
dem Wunsch nach mehr. Wenn die
Menschen nur das kaufen würden,
was sie zum Überleben brauchen,
würde das Wirtschaftssystem zusammenbrechen.“ Selbst, wer eingesehen hat, dass Wachstum und Konsum
schädlich für den Planeten sind, der
tut sich schwer, dem entgegenzuwirken. Denn Kaufen macht glücklich,
weil Hormone ausgeschüttet werden,
wenn man mit der Tüte aus dem Laden kommt. Und nach Erich Fromm
mindert Kaufen auch Angst. Trotzdem fragen sich immer mehr Menschen: Wollen wir die Wirtschaft retten oder den Planeten? Der britische
Wirtschaftswissenschaftler Professor
Tim Jackson will den Menschen gangbare Alternativen zum Lebensstil als
Konsument anbietet. Er hat ein Modell entworfen, das ohne Wachstum
auskommt und auf Dienstleistungen
und örtlich produzierte, nachhaltige Produkte setzt. Die Arbeitszeiten
würden sich verringern, Produktion
und Wachstum zurückgehen, es sollte weniger Werbung, dafür Investitionen in öffentliche Einrichtungen
wie Museen und Parks und in Bildung
geben. Ein Traum? In Bhutan wird er
gelebt, noch.
Roswitha Mitulla, die Autorin übersiedelte 1971
aus dem Rheinland nach Bayern. Sie hatte damals
einen VW-Käfer und alles, was sie in die neue Heimat mitnahm, passte in einen Koffer und in das
kleine Gepäckfach hinter dem Rücksitz. Dann folgten die üblichen Anschaffungen. Seit sie in den
80er Jahren das Buch „Haben oder Sein“ von Erich
Fromm gelesen hat, reduziert sie Besitztümer, will
weniger haben und einfacher leben. Beim nächsten
Umzug soll wieder alles in ein kleines Auto passen.
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
Mehr als 50 Prozent der Deutschen leiden an Digitalem Sehstress
ZEISS-Studie hat herausgefunden: 60 bis 80 mal
schaut der Deutsche im Schnitt täglich auf ein Smartphone oder anderes mobiles Endgerät
Müde oder brennende Augen, Nackenverspannungen, Kopfschmerzen - wer viel und häufig digitale
mobile Endgeräte wie Smartphones, Tablet-Computer oder E-Reader nutzt, kennt diese Beschwerden. Eine Anfang April im Auftrag von ZEISS und
dem Fachmedium EYEBizz gestartete Umfrage unter
1.000 Bundesbürgern im Alter zwischen 20 und 50
Jahren hat ergeben, dass jeder deutsche Smartphone-Besitzer durchschnittlich 60 bis 80 Mal täglich auf
ein digitales Display schaut. Echte Vielnutzer schauen sogar mehr als zehn Mal in der Stunde auf ihren
Handy- oder Tablet-Screen (17 Prozent), die Mehrheit
vier bis sechs Mal (41 Prozent).
Das bleibt nicht ohne Folgen: 56 Prozent der Befragten
berichten von direkten körperlichen Auswirkungen.
24 Prozent klagen über Augenermüdung, 19 Prozent
über Nackenverspannungen, neun Prozent über Kopfschmerzen, die restlichen vier Prozent über "sonstige
Beschwerden".
nen sich durch einen besonders großen Bereich für
die Ferne und eine gezielte Nahunterstützung für den
Blick auf digitale mobile Endgeräte aus. Die Augen können Digitaler Sehstress in Deutschland
so besser entspannen, da sich
die Augenlinse weniger anstrengen muss. Dabei eignen
sich die Brillengläser auch für
Menschen, die das erste Mal
mit einer Brille in Kontakt kommen, die aber deutlich unter
den Symptomen von digitalem Sehstress leiden.
Geräteausstattung1
55 % aller Deutschen nutzen ein Smartphone
28 % nutzen ihr Tablet, um ins Internet zu gehen
Gerätenutzung (Smartphones)2
92 %
Zu Hause
74 %
als Beifahrer
im Auto
27 %
beim
Sport
16 %
im Kino
70 %
am Bahnhof/
an Haltestellen/
am Flughafen
32 %
in Bars/
Nachtclubs
Digitaler Sehstress - ein Phänomen der
Generation Screen
Die Ursachen für diese Symptome sind schnell gefunden. Die Augen müssen sich bei den sehr häufigen
Blickwechseln von nah, mittel und fern enorm anstrengen. Immer
wieder muss das
Auge auf unterschiedliche Entfernungen scharf
stellen. Das fällt
ihm auch schon
in jüngeren Jahren, genauer ab
30 Jahren, zunehmend schwerer.
Eine Lösung können die eigens
von ZEISS entwickelten
Digital
Brillengläser sein,
die einen spürbaren Nutzen aufweisen. Sie zeich-
51 %
in der Natur/
beim
Spazierengehen
65 %
in öffentlichen
Verkehrsmitteln
60 %
in Geschäften/
beim Einkaufen
Sehdauer
61 %
am Arbeitsplatz
65 %
im Restaurant/
Café
3
60–80 x
schaut der Deutsche täglich
auf ein mobiles digitales Endgerät4
Stoppuhr
04:30:00
Studiensteckbrief
Auftraggeber der Umfrage,
die von Research Now durchgeführt wurde, sind die Redaktion des Fachmediums
EYEBizz und die Carl Zeiss Vision GmbH. Der Erhebungszeitraum war Ende März 2014.
Erhebungsmethode war der
device-agnostic
approach
(Zugriff auf die Befragung nur
via mobilen Endgeräten, hier:
Smartphone oder Tablet), die
Fallzahl betrug 1.000 Teilnehmer aus Deutschland, nationalrepräsentativ nach Alter,
Geschlecht und Region.
∅ Bildschirmnutzung/Tag
PC, Notebook, Tablet,
Smartphone*
*ohne TV
Sehentfernungen
Klassischer
Leseabstand
Leseabstand bei
mobilen digitalen Geräten
38 cm
30 cm
Augenmuskulatur arbeitet permanent Symptome: Digitaler Sehstress5
Bis zu 4 mal weniger müde Augen mit
ZEISS Digital Brillengläsern6
20
Quelle:
www.presseportal.de
/meldung/2728451
WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
1
Tomorrow Focus Media-Mobile Effects 2014-1, N = 4468, Febr. 2014
2
BVDW/TNS, Studie zum Einsatzort der Smartphone-Nutzung, Mai 2013
3
IMW-Köln, repr. Umfrage, N = 802, Februar 2013
4
Research Now, repr.Umfrage unter Nutzern von Smartphones und Tablets,
Durchschnittswert von N = 1000, März 2014
5
IMW-Köln, repr. Umfrage, N = 802, Februar 2013
6
Zeiss Brillenträger-Studie in Deutschland (49 Teilnehmer)
20
39
Aus´m Hergott sei´m Garte — Für e´gut´s Bauchg´fühl
Bauch-Wohlfühl-Pulver
Samen-Kräuter-Gewürz-Pulvermix eigene Entwicklung
Naturbelassenes Nahrungsergänzungsmittel reich an Ballaststoffen
Aus: Flohsamenschalen*, Leinsamenmehl*, Hanfsamenmehl*, Inulin, Mariendistelsamen*, Brennesselsamen*, Brennesselblätter*, Löwenzahnkraut /–wurzel`, Schafgarbe*, Spitzwegerich*, Alfalfapulver, Fenchel*
und Anis*. * Bioqualität
Es ist sinnvoll den Darm sanft von Altlasten zu befreien. Nicht nur ungünstige Ernährung sondern auch
Sorgen, Stress und Ärger können zu Blähungen und Darmprobleme führen.
Zur Harmonisierung der Verdauung,
Darmreinigung und Darmpflege
Vorbeugen ist besser als Heilen!
Wie Sie mit Sorgen und Ärger umgehen können, siehe dazu:
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In unserer von Massenmedien geprägten Welt sind wir
täglich einer Vielzahl von Heilversprechen ausgesetzt.
Wenn wir uns jedoch der Natur zuwenden, gibt es nur
ein Mittel, das wahre Wunder vollbringt, und das seit
drei Milliarden Jahren: Chlorophyll. Nur durch Chlorophyll ist es möglich, dass tierisches Leben auf unserem
Planeten entstehen konnte. Sauerstoff und Blattgrün,
aus Blättern und Gräsern, kurbelten den Stoffwechsel der Tiere und Menschen an und ermöglichten uns
das Leben und Überleben. Wenn man von Chlorophyll
spricht, kommt unweigerlich Grassaft ins Spiel: So unscheinbar Grassaft auf den ersten Blick erscheinen mag
- in ihm steckt eine unglaubliche Power und Energie.
Daher wird er vielfach auch als » Superfood« bezeichnet. Grassaft harmonisiert den Säure-Basen-Haushalt,
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Angeblich sind die "Spender" tot. Hirntod, genauer
gesagt. Aber tatsächlich sind ihre Körper noch
warm, sie sind durchblutet, sie schwitzen, atmen
und reagieren auf die Anwesenheit Angehöriger.
Wenn die "Spender" wirklich voll und ganz tot
sind, warum werden sie dann in vielen Fällen einer
Vollnarkose unterzogen?
Was die Organverpflanzer den Spendenwilligen
und den Angehörigen nicht sagen: Organe von
Toten sind für eine Verpflanzung gar nicht verwendbar! Sie werden also Sterbenden entnommen,
denen man das Recht auf einen würdevollen Tod
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03051 Cottbus, OT Gallinchen, Michael u. Elvira Schöne, Parzellenstr.15, Tel. 0355-539258, Fax -4857310
03130 Spremberg, Silke Gabert, Heimchenweg 5, Tel. 03563-600001
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07427 Schwarzburg, Roland Mittnacht, Forstschule 6, Tel. 0160-99283641
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20359 Hamburg, Torsten Engelbrecht, Wohlwillstr.35, [email protected] Tel. 040-3174054
23617 Obernwohlde bei Lübeck, Elke Neu, Tel. 04506-300, Fax -182122
23730 Neustadt in Holstein, Gisela Tigges, Rettiner Weg 25, Tel. 04561-16640, [email protected]
23812 Wahlstedt, Gesundheitspraktiker Erich Peck, Im Holt 42a, Tel. 04554-5855 Fax -703857
23948 Ostseebad Boltenhagen, Lothar Charton, An der Chaussee 5, Tel. 038825-263936
24214 Neudorf-Bornstein, Horst-Günter Ferch, Bornsteiner Str.19, Tel. 04346-939362
25563 Wulfsmoor, Uwe Kipp, Kamp 7, Tel. 04822-362724
27356 Rotenburg, Wilhelm Peters, Grafel 2, Tel. 04261-3211
27472 Cuxhaven, Silvana Howoldt, Deichstr.13 A, Tel. 04721-5908459, [email protected]
27632 Dorum, Andrea Gottschalk, Valge 6, Tel. 04742-922330 oder 0172-6541547, [email protected]
29355 Beedenbostel, Wolfgang Meyn, Am Amtshof 2, Tel. 05145-8206
29699 Pomlitz, Erna Wersich, Tannenstr.5, Tel. 05161-945395
34537 Bad Wildungen, Christian Grünemei, Waldparkstr.15, Tel. 05626-999510, Fax -999540
36039 Fulda, Thomas Frankenbach, Marienstr.26, Tel. 0661-2068844 u. 8509560, [email protected]
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49074 Osnabrück, Andreas Ottmer, Wiesenstr.21, Tel. 0541-25228 www.wum-theater.de
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97422 Schweinfurt, Michael Jaksch, Hebbelstraße 21
98574 Schmalkalden, Martin Johannes, Pfaffengasse 6, Tel. 03683-600155
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WA-aktuell, Heft 91, Jan./Feb. 2015
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Willst Du gesund sein? Vergiß den Kochtopf!
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Cholesterinspiegel, Erkältungen und Kopfschmerzen das garantiert der deutsche „Rohkost-Papst“. Rohkost ist
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mit Rohkost nach, warum und wie pur verzehrtes Gemüse oder Obst zu einer robusteren Gesundheit führen.
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lebendigen Kost die Quintessenz seiner Gesundheitsphilosophie: Es gibt nur eine einzige Ursache für Krankheiten und die heißt falsche Ernährung. Wer sich hingegen
mit Rohkost aus ungekochten, ungemischten und ungewürzten Nahrungsmitteln ernährt, ist gegen Beschwerden gewappnet, denn sie ist die hochwertigste und vom
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