Frühstücken wie ein Kaiser

Ausbildungs-­
jahr 1
Frühstücken wie ein Kaiser
HS 3
Handlungssituation
­
Wohlfühlangebot des Wellnesshotels Sonnenhof
„Unser Gast ist König
und frühstückt wie ein Kaiser!“
Übernachtung mit Überraschungs­frühstück nach dem
1
Motto: „Frühstücken wie ein Kaiser“
• 1 Begrüßungsdrink (0,2 L) in Form eines ­frischen und
gesunden Smoothies aus drei geeigneten Obstsorten
• 2 Flaschen Wasser aus dem breiten Angebot
­unseres Hauses
• freie Nutzung des Wellnessbereiches
•
ab 99,00 € pro Person im Doppelzimmer
Zehn Gäste haben ihr Kommen für
das ­be­vorstehende Wochenende in
Ihrem Haus ­angekündigt. Bereiten
Sie sich auf deren ­Ankunft vor und
­bedenken Sie dabei das ­oberste
­Gebot: „Der Gast ist König.“
Gleich zu Beginn soll der Smoothie
serviert werden: Wählen Sie hierzu
drei geeignete Obstsorten für einen
frischen, gesunden und gleichzeitig
kostengünstigen Smoothie aus und
berechnen Sie die Obstmenge, die
für die zu erwartenden Gäste bestellt
werden muss.
Planen Sie außerdem das Über­
raschungs­frühstück nach dem ­Motto
„Frühstücken wie ein K
­ aiser“.
Informieren Sie sich des Weiteren
über das ­breite Wasser­angebot des
Hauses, um die ­Gäste diesbezüglich
kompetent beraten zu können.
32
Berufsdeutsch: Frühstücken wie ein Kaiser
Ausbildungs-­
jahr 1
HS 3
✓
Schritte
Themen
Materialien
Brainstorming
•die
Arbeitsblatt 1, S. 34: Sich in die
­Handlungssituation einarbeiten
Situation erfassen
klären und
ergänzen
•einen Slogan erläutern
•Anglizismen
Basisband, S. 27 f. (Ideen sammeln)
Basisband, S. 105, 114 ( Ein Wörterbuch
benutzen / Fach- und Fremdwörter)
Informieren
und planen
Expertengruppen:
•handelsübliche Sammel­
begriffe, Saisonzeiten von
Obst kennen
•Inhaltsstoffe von Obst und
deren Wirkung erarbeiten
•Verarbeitungsverluste bei
der Zubereitung von Obst
kennen
Stammgruppen:
•Zusammenstellung der
Obstsorten für einen
Smoothie und Berechnung
der benötigten Warenmen­
ge erstellen
•Bedeutung
Umsetzen und
durchführen
Ergebnisse
sichern
Arbeitsblatt 2, S. 35 f.: Obst – frisch,
gesund und kostengünstig soll es sein
Basisband, S. 30 f. (Im Internet recher­
chieren)
Basisband, S. 72 f. (Inhalte visualisieren)
Arbeitsblatt 3, S. 37: Die Qual der Wahl
(Hinweis: Zur Bearbeitung sind teilweise
die Ergebnisse aus Arbeitsblatt 2 nötig!)
des Frühstücks
erarbeiten
•Frühstücksarten kennen
•Vor- und Nachteile ausge­
wählter Frühstücksarten
diskutieren
•Servicekunde und
­Organisation kennen
Arbeitsblatt 4, S. 38 f.: Auf das Frühstück,
fertig, los!
•Wasser
als Lebens­
grundlage
•Handelsbezeichnungen von
Wasser kennen
•Bestandteile des
­Flaschenetiketts kennen
•Servicekunde Wasser
erarbeiten
Arbeitsblatt 5, S. 40 f.: Wasser – Quell des
Lebens
•Begriffsklärung
Arbeitsblatt 6, S. 42: Kontakt mit den
Gästen
•Rollenspiel
mit bewusster
Körpersprache durchführen
•konstruktives
Feedback
Basisband, S. 74 f. (Grafische Darstel­
lungen verstehen)
Basisband, S. 34 ff. (Kurzvorträge halten)
Basisband, S. 39 ff. (Einen Vortrag mit
Medien präsentieren)
Arbeitsblatt 7, S. 43: Zeichensetzung:
Frühstücksarten erkennen
Basisband, S. 74 f. (Grafische Darstel­
lungen verstehen)
Basisband, S. 9 f. (Ohne Worte sprechen)
Basisband, S. 44 (Rollenspiele durch­führen
und reflektieren)
Arbeitsblatt 6, S. 42: Kontakt mit den
Gästen
Basisband, S. 13 (Feedback)
Berufsdeutsch: Frühstücken wie ein Kaiser
33
Ausbildungs-­
jahr 1
HS 3
1
Name/Datum:
Sich in die Handlungssituation
einarbeiten
Die Verfasser von Werbemitteln, wie z. B. das zum Wohlfühlangebot des Wellness­
hotels Sonnenhof, wollen bestimmte Erwartungen, Gedan­ken und Gefühle bei den
Adressaten des Angebots wecken. Diese Erwartungen sollten natürlich weitgehend
erfüllt werden, damit die Kundschaft zufrieden ist. Dazu gehört eine gute Vorberei­
tung und fachliche Kompetenz. Dieses Arbeitsblatt hilft Ihnen, die Handlungs­
situation in all ihren Facetten zu verstehen.
1 a Gedanken erfassen: Lesen Sie die Angebotskarte zum Wohlfühlangebot nochmals durch
und lassen Sie diese auf sich wirken. Versuchen Sie, Ihre Gedanken einzufangen und in
Worte zu fassen, indem Sie Ihre Stimmungen und Erwartungen im Cluster unten n
­ otieren.
Basisband,
S. 27 f.
b Tauschen Sie sich aus und lassen Sie sich von den Gedanken Ihrer Mitschüler und
­ itschülerinnen ­inspi­rieren. Je mehr Personen darüber nachdenken, desto vielseitiger
M
sind die Ideen.
Wohlfühlangebot im
Wellnesshotel Sonnenhof
2 Die Arbeit ruft: Der Hotelier überträgt Ihnen als
angehende Hotelfachkraft eine komplexe Auf­
gabe, indem er Ihnen die Vorbereitungen zum
Angebot auf S. 32 überlässt. Überlegen Sie sich
den Auftrag ganz genau, indem Sie sich eine
Merknotiz (rechts) dazu anfertigen, so dass Sie
nichts vergessen: Was ist zu tun und welche Vor­
aussetzungen müssen erfüllt sein?
3 a Anglizismen sind überall auf dem Vormarsch,
besonders aber auch in Ihrer Branche: Klären
Sie die Begriffe „Wellness“ und „Smoothie“
­hinsichtlich ihrer Wortherkunft und Bedeutung
mit Hilfe geeigneter Medien ( Basisband,
S. 105, 114).
b Zusatzaufgabe: Schon fertig? Sicherlich sind
Ihnen weitere Anglizismen aus Ihrer beruflichen
Praxis bekannt. Sammeln Sie diese in einer zwei­
spaltigen Tabelle, die Sie ständig ergänzen und
so als Glossar verwenden können. Notieren Sie
in der linken Spalte das Wort und dessen
­Herkunft und in der rechten die Definition.
4 „Unser Gast ist König und frühstückt wie ein
­Kaiser!“ – Erklären Sie dieses Motto einem Gast.
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Berufsdeutsch: Frühstücken wie ein Kaiser
Merknotiz zur Handlungssituation 3
– Smoothie vorbereiten
–…
• frisch Obstsorten nach
Saisonkalender auswählen
• gesund …
• kostengünstig …
Ausbildungs-­
jahr 1
Name/Datum:
Obst – frisch, gesund und
kostengünstig soll es sein
2
Obst ist ein unverzichtbarer Baustein unserer Ernährung und bietet eine immense Vielfalt.
Zählen Sie einmal gedanklich die Ihnen bekannten Obstsorten auf – das allein dauert schon
eine Weile. Doch worin liegen die Unterschiede der einzelnen Sorten? Werden Sie zu
Experten auf einem Teilgebiet der komplexen Thematik „Obst“, um im Anschluss daran
fachkundig geeignete Obstsorten für den „Begrüßungssmoothie“ auswählen zu können.
1 Bilden Sie Expertengruppen zu je 3 Personen und informieren Sie sich über einen der
­folgenden Bereiche:
Themengebiet 1: Handelsübliche Sammelbegriffe und Saisonzeiten (Aufg. 2 und 3)
Themengebiet 2: Inhaltsstoffe (Aufg. 4 und 5)
Themengebiet 3: Verarbeitungsverluste bei der Zubereitung (Aufg. 6 bis 8)
2 Um bei der enormen Obstvielfalt den Überblick nicht zu verlieren, ist es sinnvoll, die
­ bst­sorten nach handelsüblichen Gruppen einteilen zu können. Benennen Sie die folgen­
O
den Vertreter und legen Sie eine Einteilung nach handelsüblichen Sammelbegriffen fest.
Fertigen Sie hierzu eine Tabelle in Ihrem Heft an, die Sie fortlaufend ergänzen können.­
3 „Besonders empfehlenswert auf Grund des Frischezustands“
Obst gibt es zwar ganzjährig im Handel, dennoch unterscheidet sich das Angebot von
Monat zu Monat. Tragen Sie mit Hilfe eines Saisonkalenders alle Obstsorten zusammen,
die in der momentanen Jahreszeit in hohem Angebot verfügbar sind und sich dadurch für
einen Smoothie in besonderer Weise eignen.
Berufsdeutsch: Frühstücken wie ein Kaiser
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HS 3
Ausbildungs-­
jahr 1
HS 3
Name/Datum:
2
4 „Ob länglich oder rund, stets wichtig und gesund“
Obst enthält bis zu 95 % Wasser. Warum ist Obst denn eigentlich so gesund? Finden
Sie die weiteren Inhaltsstoffe von Obst sowie deren Wirkung mit Hilfe geeigneter Medien
heraus. Stellen Sie Ihre Ergebnisse in einer übersichtlichen Form dar, die es Ihnen
erleichtert, sich den Inhalt zu merken.
Basisband,
S. 30 f., 90
5 Der Gast ist König. Aus diesem Grund werden nur die gesündesten Obstsorten für ihn
ausgewählt. Finden Sie anhand der Nährwerttabelle der Deutschen Gesellschaft für
Ernährung (DGE) heraus, welche Obstsorten sich auf Grund ihres hohen Gehalts an wert­
gebenden Vitaminen und Mineralstoffen für einen Smoothie besonders eignen.
Obstsorten mit höchstem Gehalt an:
Vitamin A
Vitamin B1 und B2
Vitamin C
Calcium (Ca)
Kalium (K)
Magnesium (Mg)
1. 1. 1. 1. 1. 1. 2. 2. 2. 2. 2. 2. 3. 3. 3. 3. 3. 3. 6 Die Verarbeitungsverluste von Obst sind nicht immer gleich. Beim Schälen zweier Äpfel
ergeben sich beispielsweise verschiedene Schälverluste, obwohl es sich um die ­gleiche
Obstsorte handelt. Woran könnte das liegen?
a Verdeutlichen Sie die Gründe mit Hilfe von einfachen Skizzen auf einem Extrablatt und
vervollständigen Sie Ihr Wissen durch einen Vergleich mit Ihren Teampartnern.
b Tragen Sie Ihre Ergebnisse anschließend stichpunktartig zusammen.
7 Obstsorten mit einem hohen Schäl- bzw. Putzverlust gehen meist auch mit höheren
­ osten in der Gastronomie einher, da der zeitliche Aufwand für das Personal steigt.
K
­Wählen Sie für den „Begrüßungssmoothie“ daher Obstsorten mit einem Schälverlust
unter 30 %. Hilfestellung erhalten Sie gegebenenfalls durch die Nährwert­tabelle der DGE.
8 „Verarbeitungsverluste müssen berücksichtigt
­werden“
Der Koch des Hauses übergibt Ihnen als angehende
Hotelfachkraft die nebenstehende Notiz mit der
Bitte, die Bestellmenge an Äpfeln und Kirschen für
ein Obstkompott in Kilogramm zu ermitteln. Stellen
Sie Ihre Berechnung ausführlich und für den Koch
nachvollziehbar auf einem D
­ IN-A3-Plakat dar.
100 g Äpfel
Ausbeute 92 g
+
123 g Kirschen
Ausbeute 108 g ergeben 200 g Kompott
entspricht ca. 200 ml Kompott
Bestellmenge Äpfel und
Kirschen für 1000 ml Kompott
ermitteln.
36
Berufsdeutsch: Frühstücken wie ein Kaiser
Tipp
Die bildhafte
­Dar­stellung ist als
­Merkhilfe dienlich,
da Bilder vom Gehirn
leichter als Begriffe
aufgenommen
werden.
Ausbildungs-­
jahr 1
Name/Datum:
Die Qual der Wahl
3
Frisch, gesund und noch dazu kostengünstig soll der „Begrüßungssmoothie“ sein. Um allen
drei Ansprüchen gerecht werden zu können, ist die Zusammenführung der Gruppen­
ergebnisse von Arbeitsblatt 2 notwendig.
1 a Bilden Sie Stammgruppen aus Experten unterschiedlicher Teilgebiete und informieren Sie
sich gegenseitig über Ihre Fachgebiete unter Zuhilfenahme Ihrer Ergebnisse.
b Finden Sie im Anschluss daran alle Obstsorten heraus, die sich für die Zubereitung eines
frischen, gesunden und kostengünstigen Smoothies eignen. Tragen Sie hierzu Ihre Ergeb­
nisse aus den Teilaufgaben 3, 5 und 7 von Arbeitsblatt 2, S. 35 f. zusammen und notieren
Sie geeignete Obstsorten.
Obstsorten, die im jetzigen Monat in hohem Angebot
verfügbar sind, zudem einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt aufweisen und des
Weiteren relativ geringe Verarbeitungsverluste aufweisen:
Beachten Sie bei der abschließenden Auswahl dreier Obstsorten für den „Begrüßungssmoothie“ neben der Frische, dem Gesundheits- und dem Kostenaspekt auch die
­geschmackliche und visuelle Komponente, denn das Auge isst bekanntlich mit und
der Geschmack soll die Gäste überzeugen.
2 Errechnen Sie, wie viel Obst der Obstsorten Ihrer Wahl Sie für 10 Smoothies zu je 200 ml
bestellen müssen.
Obstsorte 1:
Obstsorte 2:
Rohgewicht
g g
g
– Verlust
g
g
g
g +
g + Tipp
Optimal wäre, wenn Sie
die Obstsorten vorliegen
hätten und wiegen
könnten, um die Zahlen­
werte für den ersten
Abschnitt der Rechnung
zu erhalten.
Obstsorte 3:
Ausbeute
g = g
entspricht ml Smoothie
Für 10 Smoothies zu je 200 ml werden ml Smoothie benötigt.
x1 = g
kg der Obstsorte 1.
ml Smoothie enthält g der Obstsorte 2.
x2 = g
ml Smoothie enthält
kg der Obstsorte 2.
ml Smoothie enthält g der Obstsorte 3.
x3 = g
ml Smoothie enthält
kg der Obstsorte 3.
ml Smoothie enthält g der Obstsorte 1.
ml Smoothie enthält x1
x2
x3 g der Obstsorte 1.
g der Obstsorte 2.
g der Obstsorte 3.
zu bestellen:
zu bestellen:
zu bestellen:
Berufsdeutsch: Frühstücken wie ein Kaiser
37
HS 3
Ausbildungs-­
jahr 1
HS 3
4
Name/Datum:
Auf das Frühstück, fertig, los!
1 Diskutieren Sie die Bedeutung des abgewandelten Zählspruchs in der Überschrift
( Basisband, S. 15 ff.). Überlegen Sie, inwieweit dieser auf Ihren eigenen Tagesablauf
­übertragen werden kann.
2 a Wo finden Sie sich in dem folgenden Diagramm wieder? Interpretieren Sie die beiden
Basisband, S. 74 f.
­Kurven und beschriften Sie die Achsen mit den entsprechenden Größen.
b Zeichnen Sie Ihre eigene Kurve in das Diagramm ein. Sollten Sie an Ihren Ernährungs­
gewohnheiten etwas ändern? Vergleichen Sie Ihr Diagramm mit den Ergebnissen Ihrer
Mitschüler/-innen.
3 a Andere Länder, andere Sitten, doch auch im eigenen Land gibt es unterschiedliche
­Frühstücksarten. Ergänzen Sie die fehlenden Länder in der Übersicht.
b Wählen Sie eine Frühstücksart aus, die Sie Ihren Mitschülerinnen und Mitschülern in
einem aussagekräftigen Kurzvortrag vorstellen. Informieren Sie sich mit Hilfe ge­eigneter
Medien über fachliche Inhalte. Unterstützen Sie Ihren Vortrag mit Grafiken, ­Bildern etc.
Einfaches Frühstück
Erweitertes Frühstück
Frühstücksarten
Frühstück
Frühstück
Frühstück
Frühstück
Frühstück
Frühstück
Sektfrühstück
Etagenfrühstück
Büfettfrühstück
Nationale
Frühstücksarten
Brunch
38
Berufsdeutsch: Frühstücken wie ein Kaiser
Basisband, S. 34 ff.
Ausbildungs-­
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Name/Datum:
4
4 Dem eingangs versprochenen Motto „Unser Gast frühstückt wie ein Kaiser!“ wollen Sie
gerecht werden.
Wählen Sie eine angemessene Frühstücksart für Ihre Gäste im Wellnesshotel Sonnenhof
aus. Lassen Sie für Ihre Entscheidung sowohl die Vor- und Nachteile für den Gast als auch
für den Betrieb mit einfließen.
Basisband, S. 15
Frühstücksart: Vorteile
Nachteile
für den Gast
für den Betrieb
5 Als Hotelfachkraft sind Sie dafür mitverantwortlich, eine angenehme Frühstücks­
atmosphäre zu gestalten. Welche Aufforderungen werden an Sie persönlich diesbezüglich
gestellt und welche Vorkehrungen können Sie im Frühstücksraum zusätzlich treffen?
­Tragen Sie in Ihrem Team Aspekte zusammen.
Tipp
Bedenken Sie dabei,
dass Ihre Gestaltungs­
möglichkeiten stark von
der Art des Frühstücks
abhängen.
6 Vorplanung und Strukturierung sind das A und O für Arbeitsprozesse jeglicher Art in der
Gastronomie.
a Erstellen Sie eine Warenliste mit allen Frühstücksspeisen und -getränken, die den Gästen
bei der von Ihnen ausgewählten Frühstücksart angeboten werden sollen. Fertigen Sie
dazu eine Tabelle mit drei Spalten an (vgl. unten).
b Ergänzen Sie das dafür benötigte Besteck sowie die jeweilige Anrichteweise. Das „Mise
en place“ muss im Vorfeld wohl überlegt sein, um den Gästen ein entspanntes Frühstück
­bieten zu können.
Frühstücksspeise bzw.
-getränk
Besteck
Anrichteweise
Gekochtes Ei
Eierlöffel (kein Silberbesteck!)
Eierbecher, Papierserviette
…
…
…
7 Profitieren Sie für Ihren beruflichen Alltag wechselseitig von Ihren Arbeitsergebnissen,
Basisband, S. 39 ff.
indem Sie sich Ihre Ideen gegenseitig vorstellen.
Bereiten Sie eine Präsentation für Ihre Ergebnisse aus den Aufgaben 4 bis 6 mit Hilfe
geeigneter Medien vor, die Sie anschließend im Plenum vorstellen.
Berufsdeutsch: Frühstücken wie ein Kaiser
39
HS 3
Ausbildungs-­
jahr 1
5
Wasser – Quell des Lebens
Das Angebot Ihres Hotels beinhaltet auch zwei Flaschen Wasser. Um Ihre Gäste im Hinblick
auf das beliebteste alkoholfreie Getränk in Deutschland kompetent beraten zu können,
erarbeiten Sie die notwendigen Hintergründe im Team.
1 a Lebensgrundlage Wasser: Erwachsene Deutsche nehmen im Durchschnitt 1840 Milliliter
Basisband, S. 74 f.
Flüssigkeit pro Tag zu sich. Damit liegt die Zufuhr um 20 % unter der Empfehlung der Deut­
schen Gesellschaft für Ernährung. Berechnen Sie die empfohlene Flüssigkeitsmenge für
einen Erwachsenen in Litern.
b Nicht umsonst gilt Wasser als Quelle des Lebens. Verdeutlichen Sie sich diese Aussage
unter Zuhilfenahme der folgenden Abbildungen. – Sie sollten Ihre Gäste bei Nachfragen
hier beraten können.
2 a Wasser ist nicht gleich Wasser – in allen Formen und Farben sind Wasserflaschen im
­ andel erhältlich. Doch nicht die Aufmachung, sondern der Inhalt ist für den Gast
H
­entscheidend. Finden Sie anhand der Ausschnitte verschiedener Wasseretiketten
die unterschiedlichen Handelsbezeichnungen heraus.
b Holen Sie in Fachbüchern
nähere
Informationen zu einer ausgewählten Handelsbezeich­
Gesundheit
aus der Natur
nung ein und erstellen Sie hierzu einen Steckbrief, der für die betriebliche Praxis anwend­
bares Hintergrundwissen bietet.
e 0,5 l
HS 3
Name/Datum:
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Berufsdeutsch: Frühstücken wie ein Kaiser
Ausbildungs-­
jahr 1
Name/Datum:
5
3 Die Angaben auf dem Etikett einer Wasserflasche infor­
mieren eindeutig über deren Inhalt und mehr. Sie sind
gesetzlich ­vorgeschrieben, ebenso wie die regelmäßige
Überprüfung der Zusammensetzung von Wasser. Somit
gilt: „Was drin ist, muss draufstehen!“ Servicekraft und
Kunde müssen damit aber auch etwas anfangen können.
Beschreiben Sie die Angaben auf dem Etikett der von
Ihnen in Aufgabe 2b gewählten Handelsbezeichnung
zunächst in eigenen Worten und suchen Sie sodann
­allgemeingültige Überbegriffe für die notwendigen
An­gaben auf dem Etikett einer Wasserflasche.
4 Stilvoll servieren: Ob Bistro oder Luxushotel – Wasser findet sich auf jeder Getränkekarte.
Um das wertvolle Getränk gekonnt zur Geltung zu bringen, sind Sie als Hotelfachkraft
gefragt. Entscheiden Sie sich für a, b oder c und formulieren Sie Regeln, die beim Servie­
ren von Wasser dies­bezüglich einzuhalten sind:
a) Trinktemperatur und ­Nennvolumen b) Originalflasche und Gläser
c) Eiswürfel und Zitronenscheiben
5 Wasser im Vergleich: Tauschen Sie Ihre Ergebnisse zur Thematik „Wasser“ im Plenum aus.
Ihre Gäste werden von Ihrer dadurch erlangten Fachkompetenz überzeugt sein und sich
gut beraten fühlen.
Tipp
Nutzen Sie als Infor­
mationsquellen Fach­
bücher, Broschüren,
ge­gebenenfalls das
Internet und tauschen
Sie Ihr eigenes Fach­
wissen aus.
Tipp
Stellen Sie sicher,
dass Sie von jeder der
verschiedenen Wasser­
sorten einen Steckbrief
zur späteren Verwen­
dung haben.
Berufsdeutsch: Frühstücken wie ein Kaiser
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jahr 1
HS 3
6
Name/Datum:
Kontakt mit den Gästen
Das fachliche Wissen zum Wohlfühlangebot haben Sie sich angeeignet,
nun kommt es auf die Umsetzung und Vermittlung an, denn Kom­mu­
nizieren ist viel mehr als die Aneinanderreihung einer Vielzahl von
­Wörtern.
1 a Diskutieren Sie den Begriff „Kommunikation“ unter Zuhilfenahme der
nebenstehenden Grafik im Plenum ( Basisband, S. 7 ff.).
b Formulieren Sie schriftlich die Hauptaussagen der Grafik als Zusam­
menfassung für ein Lehrbuch ( Basisband, S. 74 f.).
2 a Nun geht’s um „Service-Coaching“! Planen Sie in einer Dreiergruppe zu einer der
Basisband, S. 44
f­olgenden Situationen ein Rollenspiel. Überlegen und üben Sie im Vorfeld, wie Sie
Mimik und Gestik gezielt einsetzen, um auf wichtige Details aufmerksam zu machen.
Notieren Sie Wichtiges stichpunktartig auf einer Rollenkarte.
Situation 1: Servieren des Begrüßungsdrinks
Sie servieren den Gästen zur Begrüßung den frisch zubereiteten Smoothie aus drei
besonders gesunden Obstsorten.
Situation 2: Ankunft des Gastes im Frühstücksraum
Sie empfangen Ihre Gäste im Frühstücksraum und weisen Ihnen einen Platz zu. Des
Weiteren stehen Sie für Fragen bereit und sorgen dafür, dass einem entspannten
Frühstück nichts im Wege steht.
Situation 3: Beratung der Gäste
Sie begrüßen Ihre Gäste im Restaurant und beraten diese hinsichtlich des vielfäl­
tigen Wasserangebots des Hauses. Die Gäste geben auf Ihre kompetente Beratung
hin die Bestellung bei Ihnen auf. Sie servieren stilvoll das gewünschte Getränk.
b Führen Sie Ihr Ergebnis im Plenum vor.
3 Bilden Sie einen Stuhlkreis im Plenum und geben Sie den Rollenspielgruppen ein
k­ onstruktives Feedback ( Basisband, S. 13) zu den vorgestellten Situationen. Seien Sie
auch offen für R
­ ückmeldungen zu Ihrer eigenen Präsentation – die Perfektion lebt davon.
42
Berufsdeutsch: Frühstücken wie ein Kaiser
Tipp
Konstruktives Feedback
geben und nehmen
gehört zum professio­
nellen Selbstverständnis
in jedem Beruf.
Ausbildungs-­
jahr 1
Name/Datum:
Zeichensetzung:
Frühstücksarten erkennen
1 Frühstück ist nicht gleich Frühstück. Als angehende Hotelfachkraft fällt es Ihnen sicherlich
7
Basisband, S. 106 f.
nicht schwer, die passenden Frühstücksarten in die Lücken einzufügen. S
­ etzen Sie des
Weiteren Kommas, sofern die deutsche Grammatik danach verlangt, denn weder das
Frühstück noch die Kommas sollten fehlen!
: Diese Frühstücksart die nur aus einem Frühstücksgetränk Brot
Butter Konfitüre und Frühstücksgebäck besteht entspricht heute meist nicht mehr den
Ansprüchen der Gäste im Hotel.
: Diese Frühstücksart wird auch kontinentales Frühstück genannt
und beinhaltet in der Regel Saft Aufgussgetränke Frühstücksgebäck Butter Konfitüre Früh­
stücksei Joghurt Wurst und Käse. Es stellt eine Erweiterung zum einfachen Frühstück dar.
: Diese Angebotsform erfordert die Selbstbedienung durch den Gast.
Platten (z. B. Käse) und Schüsseln (z. B. Obstsalat) werden in der Küche angerichtet.
­Karaffen mit Kaltgetränken stehen bereit. Das Personal ist damit beschäftigt aufzufüllen
oder neu anzurichten die Gäste zu beraten und bei der Entnahme der Speisen und
Getränke behilflich zu sein.
: Diese Frühstücksart wird in der Regel zwischen 10 und 14 Uhr ein­
genommen. Angeboten werden Speisen und Getränke die sowohl der Frühstücks- als auch
der Mittagskarte zuzuordnen sind z. B. Heiß- und Kaltgetränke Frühstücksgebäck Butter
Konfitüre Wurst- und Käseaufschnitt Suppen und Desserts in Büfettform.
: Das Frühstück wird vom Personal serviert. Die Bestandteile des
Frühstücks sowie die Zeit wann das Frühstück gewünscht wird werden vom Gast auf einer
Frühstücksbestellkarte vermerkt die dem Etagenservice ausgehändigt wird. Da die
Getränke und Speisen im Zimmer serviert werden sind ein Tablett und gegebenenfalls ein
Frühstückswagen zu verwenden.
: Diese Frühstücksform wird auch Herren- oder Gabelfrühstück
genannt und wird in der Zeit zwischen 10 und 11.30 Uhr eingenommen. Dabei werden
Kaffee Tee alkoholische Getränke (Sekt Wein) kleine kalte und warme Speisen Suppen
Salate und Desserts in Büfettform gereicht.
: Bei dieser Frühstücksart werden dieselben Bestandteile wie beim
erweiterten Frühstück angeboten. Sie werden jedoch durch Milchgetränke Zerealien
(z. B. Maisbrei) Fisch- und Fleischgerichte (z. B. gebratener Speck) und Süßigkeiten
(z. B. ­Donuts) ergänzt.
: Da Mittag- und Abendessen aus mehreren Gängen bestehen ist
das Frühstück ziemlich mager. Doch auch aus Baguette Croissants „pain complet“
(­Vollkorn-Graubrot) Käse und Konfitüre kann man ein köstliches Mahl zaubern. Durch den
typischen „Café au lait“ (Milchkaffee) wird das leckere Frühstück ergänzt.
: Hier dürfen Schokostreusel Butterbrot Butterkringel und
­„Pannen­koek“ (Pfannkuchen) nicht fehlen. Die Menschen dieses Landes essen gerne gut
und reichlich. Gefrühstückt wird gleich nach dem Aufstehen mit gezuckertem Tee sowie
Milch Brot Käse kaltem Fleisch dazu auch Marmelade und Butter.
: Beliebte Nahrungsmittel sind „Blinis“ (Pfannkuchen) mit Kartoffeln
Frischkäse oder Zucker gebrannte Brotkrümel sowie russische Eier. Es werden aber auch
verschiedene Arten von Brot verspeist. Außerdem noch selbst gemachte Butter Marmelade
Käse Wurst und Honig. Typisch sind auch noch Rühreier mit Wurststückchen und Spiegelei.
Berufsdeutsch: Frühstücken wie ein Kaiser
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