filmjournal

Kultur rund um den Dellplatz · Kultur rund um den Dellplatz · Kultur rund um den Dellplatz
film journal
www.filmforum.de
INHERENT VICE
–
NATÜRLICHE MÄNGEL
EIN FILM VON PAUL THOMAS ANDERSON
Erstaufführungen: BIRDMAN * THE IMITATION GAME * WINTERSCHLAF * NATIONAL GALLERY * TITOS BRILLE * DIE BÖHMS *
ST. VINCENT * INHERENT VICE * FRAU MÜLLER MUSS WEG * SEHNSUCHT NACH PARIS * HEUTE BIN ICH SAMBA * DIE HÜTER DER TUNDRA
Das Filmprogramm zu den Jüdischen Kulturtagen NRW 2015
Gäste: Wolfgang Schwarzer (Vorsitzender der Dt.-Franz. Gesellschaft), Joachim Bärenz (Stummfilmpianist)
unterstützt von
Februar
2015
film journal
editorial
Alles eine Frage des Preises…
… so erscheint die Zusammenstellung des filmforum-Programms im Februar. Die
Auswahl macht sich da, mit Blick auf die gerade vergebenen Golden Globes und die
Oscar-Verleihung am 22. Februar, beinahe von selbst. Mit ein bisschen Stolz könnte man es auch umgekehrt sehen. Die Damen und Herren Juroren „googeln“ das
filmforum-Programm der vergangenen Monate und entscheiden dann, wer wohl
ihre Auszeichnung verdient.
Würden sie es so machen, hätten sie festgestellt: GRAND BUDAPEST HOTEL von
Wes Anderson war einer der Hits am Dellplatz im vergangenen Jahr. BOYHOOD
von Richard Linklater lief hier ebenfalls. Und natürlich auch THE IMITATION
GAME und DIE ENTDECKUNG DER UNENDLICHKEIT mit Eddie Redmayne, der den Golden Globe gewann und Felicity Jones, die für den Oscar nominiert ist. BIRDMAN von Kinokönner Alejandro González Iñárritu ist ebenfalls
weit oben auf der Kandidatenliste. Etwas neutraler formuliert: Die Auswahl übers
Jahr bringt durchaus hohe Qualität auf die Leinwand und trifft sich mit der Einschätzung der Experten, die ihre Vorschlagslisten machen. Und ohne Frage spielt
deren Einschätzung auch bei der Programmauswahl eine gewisse Rolle: Nuri Bilge
Ceylans WINTERSCHLAF stellt sich mit der Reputation der Goldenen Palme in
Cannes vor.
Noch ein Satz zur Aktualität des Programms: MONSIEUR CLAUDE oder HEUTE
BIN ICH SAMBA zum Beispiel schaut man sich inzwischen nicht mehr ganz so
unbefangen an. Nehmen wir es als ein Indiz dafür, wie sensibel Filmemacher die
Strömungen in der Gesellschaft vorwegzunehmen verstehen. Gewiss, gutes Kino ist
zeitlos. Es hat aber eben auch seinen Sitz im Leben der Gegenwart.
film journal Kultur. Kino. Duisburg.
Alles Andere als flügellahm:
Birdman
A
ls „Birdman“ (Michael Keaton)
war Riggan Thomson einmal
wer. Ein Superheld in einer
Hollywood-Serie (Teil 1 bis 3). Die vierte Nummer des Superheldenspektakels
wollte der Hauptdarsteller dann nicht
spielen. Keine gute Idee. Seit den Neunzigern ging es für den Überflieger steil
bergab. Jetzt also will der Schauspieler,
Von Alejandro González Iñárritu
(BABEL, 21 GRAMM) darf man mit
gutem Recht sagen: Er hat dem Kino
große Filme geschenkt. Nur eben noch
keine Komödie. BIRDMAN hat gute
Aussichten, hoch offiziell als großer
Film einsortiert zu werden. Neun OscarNominierungen machen den Film –
randvoll mit garstigem Witz und einem
der offenbar Dinge tatsächlich nur mit
Gedankenkraft bewegen kann, einen
Neustart. Am Broadway in der ambitionierten Aufführung von Raymond Carvers „What We Talk About When We
Talk About Love“.
Freilich, kurz vor der Premiere wird der
Star zunehmend nervös und fragt sich,
was er am Theater macht? Wo er doch
eigentlich Superheld von Beruf ist. Und
dann rückt Ex-Junkie und Noch-Star
Mike Shiner (Edward Norton) ins Ensemble ein. Der ist zum einen tobsüchtig, zum anderen genial und zum dritten hinter Riggans Tochter Sam (Emma
Stone) her.
satirischen Tonfall – zu einem der TopFavoriten. Einen Golden Globe für das
beste Drehbuch gab es bereits. Michael
Keaton (für den Oscar nominiert) war
übrigens mal „Batman“, Norton (ebenfalls für den Oscar nominiert) war der
„Hulk“ und Emma Stone (genau:
oscarnominiert) die Freundin von
„Spiderman“.
Vom 1.2. bis 11.2. im filmforum.
Die genauen Termine entnehmen Sie
bitte dem Programmschema im Mittelteil.
Außerdem in der englischen Originalfassung mit deutschen
Untertiteln am 9.2., 21 Uhr.
Impressum
Herausgeber und Verlag:
filmforum GmbH - Kommunales Kino & filmhistorische Sammlung der Stadt Duisburg
Dellplatz 16 · 47049 Duisburg · Fon: 0203 - 285473 · Fax: 2854748
www.filmforum.de ·[email protected]
Redaktion: Kai Gottlob (v.i.S.d.P.), Hermann Kewitz, Simone Scheidler, Patrick Schulte
Programmansage: 0203 / 3927125
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Dr.-C.-Otto-Str. 196, 44879 Bochum, Tel. 0234 - 941910, Fax - 9419191, www.berndt-media.de
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w w w. f i l m f o r u m . d e
Februar
Erstaufführungen
Genie im Wahnsinn: The Imitation Game
G
leich für acht Oscars ist THE IMITATION
GAME von Morton Tyldum nominiert. Als
bester Film geht das Weltkriegs- und Persönlichkeitsdrama ins Rennen. Benedict Cumberbatch
(SHERLOCK) darf sich ebenfalls Hoffnungen machen. Sein Schauspiel ist ohne Frage großes Kino und
trägt zur Rehabilitierung des gefallenen Helden Alan
Turing bei. Denn nach dem Krieg wird der geniale
Kopf wegen seiner Homosexualität (damals auch
gerichtsnotorisch als „grobe Unzucht und sexuelle
Perversion“ bezeichnet) verurteilt. Erst 2013 erfolgte
das „Royal Pardon“ für den Mann, der für England
den Krieg gewann.
Der geniale Mathematiker Alan Turing (Benedict
Cumberbatch) rätselt an der deutschen Verschlüsselungsmaschine Enigma. Zu seiner Mitkämpferin
Joan Clarke (Keira Knightley) – weit hinter der Front
im englischen Geheimquartier Lechtley Park – sagt
er über die anstehende Aufgabe: „Wir knacken den
Code.“ Ein Spezialistenteam, angeführt von Turing,
arbeitet daran. Mit Genie und Wahnsinn.
Der Däne Tyldum rahmt die zentrale Geschichte um
den Nachrichtenkrieg hinter den Fronten durch
Szenen aus dem strengen Internatsleben Turings und
die Verfolgung nach der Tat fürs Vaterland ein. Damit
weitet sich der Horizont über die Nahsicht auf eine
Heldentat. Cumberbatch spielt Turing als Frühform
eines „Nerds“, der eine ungewöhnliche Beziehung zu
seiner Familie pflegt. Doch er lässt dabei durchscheinen, dass der Mathematiker weit mehr ist als ein
Goldene Palme in Cannes für:
W
as für ein kluger Mann in einer so einsamen Welt! Der ehemalige Schauspieler
Aydin (Haluk Bilginer) hat sich in die
Einsamkeit Kappadokiens zurückgezogen. Mit seiner
viel jüngeren Frau Nihal (Melisa Sözen) und seiner
geschiedenen Schwester Necla (Demet Akbag) führt er
ein Hotel. Gern plaudert Aydin gewandt mit den Fremden, für die lokale Tageszeitung schreibt er zeit- und
kulturkritische Kolumnen. Sein großes Epos hat er
A
bends im Museum, nicht in irgendeinem Museum, sondern in der National Gallery in London. Das filmforum öffnet die Tür zu diesem
Hort der Kunst. 2.300 Bilder sind dort ausgestellt. Da
wundert es wenig, dass Frederick Wisemans Tour durch
die ehrwürdigen Hallen und Säle, sein Blick hinter die
Kulissen oder in die Werkstatt der Restauratoren satte
173 Minuten dauert. Das muss niemand fürchten, sondern ist ein Grund der Vorfreude auf die Dokumentation
NATIONAL GALLERY. Hier gilt: Je länger, je lieber.
Caravaggio, Rembrandt, Leonardo da Vinci, Rubens
und viele mehr kommen vor. Erklärungen zu wichtigen
Winterschlaf
bereits geplant: Er will ein Standardwerk über das türkische Theater verfassen. So gehen die Tage dahin, bis
der Winter kommt und mit ihm gehen die Gäste.
Immer enger zieht sich der Gesprächskreis und immer
deutlicher leuchtet auch durch: Der vermeintliche
Kulturmensch ist vor allem eins: Ein Despot, der mit
Geld und Sprache herrscht. Niemand ist ihm gewachsen. Erst recht nicht seine Frau.
Das aktuelle Werk von Nuri Bilge Ceylan gewann die
Alles, was Menschen bewegt:
Formelwesen.
Als Erstaufführung vom 1.2. bis 4.2. im filmforum. Die genauen Termine entnehmen Sie bitte
dem Programmschema im Mittelteil.
Außerdem in der englischen Originalfassung
mit deutschen Untertiteln am 2.2.,
18.30 Uhr.
National Gallery
Werken sind zu hören.
Wisemans 39. Dokumentarfilm wirkt ungemein dicht
und bringt auch gleich zum Nachdenken. Eine der
Führerinnen sagt das so: „Alles, was Menschen bewegt,
findet seinen Eingang in die Kunst.“ Mithin ist der
Gang durch das Museum eine Reise in das, was den
Menschen ausmacht. Ganz faszinierend: In diesem
Monat ist noch einmal MR. TURNER zu sehen. Seine
Bilder nimmt der filmische Museumsführer ebenfalls in
den Blick. Da kann es lohnen, beide Sichtweisen vergleichend anzuschauen.
Am 2.2. und 4.2., jeweils 20.30 Uhr.
w w w. f i l m f o r u m . d e
Goldene Palme in Cannes. Der Poet vom Bosporus
folgt in dem mehr als dreistündigen Macht-und-Moral-Drama WINTERSCHLAF seiner Grundidee: Er
will weder überreden noch überzeugen. „Das Publikum soll sich selbst einen Eindruck verschaffen“, sagt
der Autorenfilmer. WINTERSCHLAF verlangt dafür
weniger den Zuschauer, dafür mehr den Beobachter.
Als Erstaufführung am 1.2. und 3.2., jeweils
20.30 Uhr.
Bill Murray hat schlechte Laune: St. Vincent
D
ie schwangere Stangentänzerin und Liebesdame Daka (Naomi Watts) ist verwirrt. Deshalb fragt sie den Jungen Oliver: Warum
magst du Vincent? Denn so viel ist klar. Vincent (Bill
Murray) mag niemanden und niemand mag Vincent.
Bis eben auf den 12-jährigen Oliver (Jaeden Lieberher). Draka fragt zu Recht: Warum?
Gehen wir die Dinge der Reihe nach an. Der Kauz
trinkt Whiskey und verzockt Geld, das er nicht hat, auf
der Rennbahn. Bei Daka immerhin hat er Kredit. Und
eine neue Nachbarin, die alleinerziehende Maggie
(Melissa McCarthy) hat er auch. Und deren Kind Oliver
braucht nun einen Aufpasser.
Vincent übernimmt den Job. Gegen Geld. Dafür lässt er
den jüdischen Jungen auf der Katholikenschule nachsitzen. In der Schule des Lebens. Das Kind gewinnt
Erfahrungen auf der Rennbahn, im Dollhouse und
beim Mähen eines nicht vorhandenen Rasens. Von
Vincent lernt er auch, dass Mobbing kein Schicksal ist.
Jedenfalls nicht, wenn ein Sandsack zum Üben irgendwo von der Decke baumelt.
Jaeden Lieberher spielt in Theodore Melfis Komödie
ST. VINCENT perfekt den netten Jungen von Nebenan. Aber der wahre Hingucker – und Naomi Watts
spielt immerhin auch mit! – ist Bill Murray. Dass er den
verbitterten alten Mann spielen kann, ist hinreichend
bekannt. Als Zyniker ist er wirklich eine Klasse für sich.
Aber noch mitreißender wird sein Auftritt durch die
Kunst, das goldene Herz stets irgendwie durchscheinen
zu lassen. Und genau das macht die gern erzählte
Geschichte vom alten Mann, der dank eines Kindes zur
Lebensfreude findet, so wunderbar wiedersehenswert.
Vom 5.2. bis 11.2. im filmforum. Die genauen
Termine entnehmen Sie bitte dem Programmschema
im Mittelteil.
Außerdem in der englischen Originalfassung
mit deutschen Untertiteln am 11.2.,
18:30 Uhr.
Architektur einer Familie: Die Böhms
I
n den vergangenen Tagen feierte Gottfried Böhm
seinen 95. Geburtstag. In Rente ist der Architekt
nie gegangen. Nach wie vor sitzt er über dem
Skizzenpapier und gestaltet Lebensräume. Das Kratzen
des Bleistifts auf dem transparenten Bogen ist das Ge-
räusch seines Wirkens. Böhm gehört zu den herausragenden Architekten des 20. Jahrhunderts, als einziger
Deutscher gewann er den Pritzker-Preis, die höchste
Auszeichnung seines Fachs. Sein wohl berühmtestes
Werk, das auch zugleich sein Verständnis von der Bau-
w w w. f i l m f o r u m . d e
kunst mit den Materialien Beton, Glas und Stahl ins
Licht stellt, ist ganz in der Nähe anzuschauen: die Wallfahrtskirche in Neviges. Der Dokumentarfilmer Maurizius Staerkle-Drux stellt Gottfried Böhm vor. Doch es
geht ihm um mehr als ein Porträt. Der in Köln geborene Schweizer will gleich die Architektur der ganzen Familie beschreiben. Vater Gottfried, der selbst Kind eines
Architekten ist, inspirierte auch seine Söhne Stephan,
Peter und Paul, die Tradition einer Dynastie fortzuschreiben. Ehefrau Elisabeth, die während der Dreharbeiten starb, war stets mehr als nur die Frau an seiner
Seite. DIE BÖHMS - ARCHITEKTUR EINER FAMILIE beschreibt die „Windlasten“, Dynamiken und
die Statik der lebendigen Konstruktion. Doch vor allem
rückt der Film das, was sie geschaffen haben, in den Blick.
Denn das macht für die Böhms den Reiz aus: Dass das
Werk den Meister lobt und überdauert. „Wir könnten
unsterblich sein“, sagt Elisabeth Böhm einmal. In den
Bauten steckt ein Stück dieser Unsterblichkeit.
Als Erstaufführung am 5.2., 8.2., 10.2.,
jeweils 18 Uhr.
Februar
Erstaufführungen
RONJA
RÄUBERTOCHTER
JÖRN ARNECKE
Adriana Altaras auf Geisterjagd:
Titos Brille
einem Waldorf-Internat verbracht und
macht sich nun im klapprigen Mercedes auf die Suche nach den Dibukks.
In Gießen, wo die Eltern lange lebten,
in Italien, wo sie bei einer Tante unterkam und im ehemaligen Jugoslawien,
wo der Vater der Legende nach mal die
Foto: Hans Jörg Michel
E
s geht um die Dibukks. Das ist
jiddisch und beschreibt die Totengeister. Oder hier ganz konkret geht es um Adriana Altaras Geister
der Vergangenheit. Und das sind ihre
Eltern. Der Vater Jakub war Partisan,
Arzt und Frauenheld. Die Mutter
O P E R & B A L L E T T I M T H E AT E R D U I S B U R G
FEBRUAR 2015
—
Große Oper für Jung und Alt: Am 26. Februar feiert die neue
Kinderoper „Ronja Räubertochter“ in der Inszenierung von
Johannes Schmid auf der großen Bühne im Theater Duisburg
Premiere. Jörn Arnecke vertonte im Auftrag der Deutschen
Oper am Rhein die Geschichte über eine außergewöhnliche
Freundschaft zwischen der Räuber-Hauptmannstochter Ronja
und dem eigentlich verfeindeten Räuber-Hauptmannssohn
Birk, die die zwei Familien vor eine große Zerreißprobe stellt.
Nur noch im Februar erleben Sie den dreiteiligen Ballettabend
„b.22“ im Theater Duisburg. Jerome Robbins᾿ Choreographie
„Moves“ wird gerahmt von zwei Balletten Martin Schläpfers:
Neben der Uraufführung „verwundert seyn – zu sehn“, die der
international renommierte Pianist Denys Proshayev mit Werken von Liszt und Skrjabin live begleitet, ist das 2006 entstandene Stück „ein Wald, ein See“ in einer Neueinstudierung mit
dem Ballett am Rhein zu erleben.
„Knusper, knusper Knäuschen, wer knuspert mir am Häuschen?“: Am 21. Februar sind die Abenteuer von „Hänsel und
Gretel“ in der Kult-Inszenierung von Andreas Meyer-Hanno
ein letztes Mal in dieser Spielzeit zu bestaunen – ein Erlebnis
für die ganze Familie.
FEBRUAR 2015 IN DUISBURG
Architektin, Kommunistin, wurde später quasi stündlich jüdischer – und
Kettenraucherin war sie sowieso. Was
ist von ihnen geblieben? Koffer voller
Erinnerungen, Legenden und Geheimnisse (in gleicher Zahl) und ein Opa
auf dem Friedhof, der von lauter
Christen umzingelt ist und mithin als
einsamer Toter keine Zukunft hat. Sagt
Adriana Altaras. Die Schauspielerin
und Regisseurin ist 1960 in Zagreb
geboren, hat viel Zeit ihrer Kindheit in
Brille von Marschall Tito repariert hat.
Eigentlich macht sie die Reise zum
zweiten Mal, denn Regina Schillings
Dokumentarfilm TITOS BRILLE folgt
dem Weg, den Adriana Altaras bereits
für ihr biographisches Buch gegangen
ist. Frisch und unverblümt erzählt die
Berlinerin vor der Kamera aus ihrer
Familiengeschichte.
Als Erstaufführung am 6.2. und
7.2., 9.2., 11.2., jeweils 18 Uhr.
w w w. f i l m f o r u m . d e
Do
Sa
So
Mi
Sa
05.02.
07.02.
08.02.
11.02.
21.02.
Do 26.02.
Sa 28.02.
19.30
19.30
11.00
19.30
10.00
19.30
11.00
18.00
Ballett am Rhein – b.22
Ballett am Rhein – b.22
Familienführung ausverkauft
Ballett am Rhein – b.22
Familienopernwerkstatt: R. Räubertochter Eintritt frei
Hänsel und Gretel Zum letzten Mal in dieser Spielzeit
Ronja Räubertochter Für junges Publikum ab 8 Jahren / Uraufführung
Ronja Räubertochter Für junges Publikum ab 8 Jahren
INFOS UND KARTEN
↗ Opernshop Duisburg, Düsseldorfer Str. 5 – 7, 47051 Duisburg
Tel. 02 03. 940 77 77 – www.operamrhein.de
Februar
Paul Thomas Anderson im Vollrausch: Inherent
D
as konnte schon Philip Marlowe nicht: im
richtigen Moment in die andere Richtung
schauen. „Doc“ (Joaquin Phoenix) – Hippie
und Marihuana-Konsument mit Backenbart – kann
die Augen nicht von Shasta Fay Hepworth (Katherine
Waterston) lassen. Die Ex-Freundin trägt allerdings
auch ein ziemlich knappes Kleid und erzählt eine
ziemliche schräge Geschichte: Ihr neuer Freund, der
steinreiche Immobilien-Tycoon Mickey Wolfmann
(Eric Roberts) soll von dessen Frau Sloane (Serena
Scott Thomas) und ihrem neuen Freund in ein Irrenhaus gesteckt werden. Der Privatdetektiv soll das verhindern. Bevor „Doc“ den Fall ernsthaft angehen
kann, ist Mickey schon verschwunden. Um es noch
verwirrender zu machen: Der Privatermittler erwacht
ahnungslos neben einem Toten und soll sich auf
Wunsch von Agent „Bigfoot“ Bjornsen (Josh Brolin)
als Informant für die Polizei von Los Angeles verdin-
Göttliches Gemetzel: Frau
Erstaufführungen
Vice
gen. Zudem trifft „Doc“ das Polizei-Blondchen Penny
Kimball (Reese Witherspoon) und soll nebenbei nach
dem verschwundenen Saxophonisten Coy (Owen
Wilson) suchen. Immerhin, dieser Typ taucht im
Fernsehen auf.
Das sind nur einige der Irrungen und Wirrungen, die
Regisseur Paul Thomas Anderson (MAGNOLIA, BOOGIE NIGHTS) aus der Romanvorlage von Thomas
Pynchon herausgeschüttelt hat. INHERENT VICE
– NATÜRLICHE MÄNGEL stellt sich als Krimi
vor und ist dabei vor allem eins: Eine wahnwitzig
schräge Komödie, die in den 1970er Jahren verortet ist
und den Sound ebenso wie die Stimmungslage einer
grellbunten Zeit bespielt. Anderson lässt seinem Starensemble freien Lauf, wenn es darum geht, sich
durch den Dschungel an Bosheit, Intrigen und der
Verbindung zwischen Schwarzen Panthern und einer
arischen Gemeinschaft den Weg zu lavieren. Diese
fröhliche Freiheit nimmt sich der Regisseur selbst
heraus und wechselt munter zwischen Nahaufnahmen und psychedelischen Kamerafahrten, brachialer
Komik und einem Schuss CHINATOWN. Es geht
einem da wie „Doc“ und Philip Marlowe: Man kann
einfach nicht die Augen davon lassen.
Vom 12.2. bis 25.2. im filmforum. Die genauen
Termine entnehmen Sie bitte dem Programmschema
im Mittelteil. Außerdem in der OmU-Fassung am
24.2., um 20.30 Uhr.
Müller muss weg
F
rau Müller (Gabriela Maria Schmeide) ist eine
gute Pädagogin mit Kuhaugen. Eigentlich.
Bastelarbeiten arrangiert sie und einen Chor
hat die Grundschule im Osten auch. Doch jetzt kommen die Zwischenzeugnisse und die entscheiden, ob
ein Kind aufs Gymnasium darf. Und Frau Müller steht
da im Verdacht, vielleicht nicht die besten Noten zu
vergeben. Also rückt ein Exekutionskommando mit
Blumen an. Die Mission der fünf Elternvertreter,
angeführt von der Karrierefrau Jessica Hövel (Anke
Engelke) und dem arbeitslosen Fahrradhelmträger
Wolf (Justus von Dohnányi): Sie wollen Frau Müller
zum Rücktritt bewegen.
Mit sanfter Gewalt, haltlosen Unterstellungen und
wenn es sein muss, auch mit klarer Ansage. Doch die
Lehrerin hält den vereinigten Rechthabern erst den
Spiegel vor, stürmt dann aus der Klasse und ist verschwunden. Während die „Rausschmeißer“ die
Schule durchkämmen, geraten sie sich auch gleich
gegenseitig in die Haare. Da fliegt nicht Frau Müller,
w w w. f i l m f o r u m . d e
da fliegen die Fetzen.
Sönke Wortmann hat heimlich ein bisschen bei
Roman Polanski abgespickt. Seine Komödie FRAU
MÜLLER MUSS WEG erinnert nicht von ungefähr
an GOTT DES GEMETZELS. Dennoch lohnt die deutsche Spielart nach dem Theaterstück von Lutz Hübner für das Schauspiel in Dresden. In dem Schulbeispiel gibt Anke Engelke herrlich kotzbrockig dem
Affen (gemeint ist unter anderem Wolf) Zucker. Weil
der Loser den Softie nur sehr dünn auf seine Haut
lackiert hat – und weil das Thema aus dem wahren
Leben gegriffen ist. Ja, die Karriere der Kinder, sie
muss gefördert werden. Vielleicht auch, weil es der
Eitelkeit der Eltern schmeichelt. Wortmanns Film ist
kein feiner Spaß, sondern ein grober. Aber ein Spaß,
in jedem Fall.
Vom 19.2. bis 28.2. im filmforum. Die genauen
Termine entnehmen Sie bitte dem Programmschema
im Mittelteil.
FEBRUAR 2015
1.2., 15.30 Uhr
15.2., 15.30 Uhr
PADDINGTON
KUDDELMUDDEL BEI PETTERSSON
UND FINDUS
Zu Gast: Özlem Yalinci und viele Bücher
GB/F/CDN 2014, 96 Min., FSK: ohne Altersbeschränkung
Regie: Paul King
Darsteller: Hugh Bonneville, Nicole Kidman, Sally Hawkins u.a.
Unsere Altersempfehlung: sehenswert ab 6 Jahren
„Bitte kümmern Sie sich um diesen Bären. Danke.“ – so steht es auf dem
Schild, das den Bären im blauen Wollmantel von Peru nach England begleitet hat. Als er in London ankommt, hat er Glück, von der Familie Brown
gefunden und aufgenommen zu werden. Und er bekommt den Namen des
Bahnhofs, auf dem sie ihn finden: Paddington. Das Abenteuer England kann
beginnen!
Ein Bär mit einer Schwäche für alles Englische – so hat der Autor Michael Bond
PADDINGTON erschaffen und mehr als 100 Bücher über ihn geschrieben. Kennt
ihr euch aus mit seinen Geschichten? Özlem Yalinci von der Bezirksbibliothek
Buchholz ist zu Gast, hat Bücher über PADDINGTON dabei und lädt euch ein zu
Rätselspaß rund um den Bären.
Mit dabei: Mucklas
S/D/DK 2009, 75 Min., FSK: ohne Altersbeschränkung
Regie: Jørgen Lerdam, Anders Sørensen
Unsere Altersempfehlung: sehenswert ab 5 Jahren
Wenn Kater Findus plötzlich groß ist und Pettersson ganz klein, dann ist
das schon ein ziemliches Kuddelmuddel. Wenn dann auch noch der alte
Pettersson sein Gedächtnis verliert und seinen Freund nicht mehr erkennt,
dann kann es schlimmer nicht kommen, oder? Vielleicht kann Kater Findus
Pettersson mit Geschichten von früher helfen, seine Erinnerung wiederzufinden – einen Versuch ist es wert.
Mucklas sind kleine Trollwesen, die bei Pettersson und Findus leben. Dort treiben
sie allerlei Schabernack. Vielleicht findet man solche Mucklas ja auch bei uns im
Kinderkino? Lasst euch überraschen!
8.2., 15.30 Uhr
BÄREN
Plus: Quiz
USA 2014, 78 Min., FSK: ohne Altersbeschränkung
Regie: Alastair Fothergill, Keith Scholey
Unsere Altersempfehlung: sehenswert ab 6 Jahren
Die Bärin Sky hat zwei Junge: den neugierigen Stout und seine Schwester
Amber. Zum Frühling steigt die Familie von den Bergen Alaskas in die Täler
herab, wo sie im Sommer ausreichend Futter finden müssen. Das ist ein
Wagnis, denn überall lauern Gefahren – Lawinen und hungrige Wölfe sind
nur zwei davon. Aber es gibt auch eine spannende Welt zu entdecken und
schließlich wartet das große Lachsschlemmen auf die drei.
Seid ihr Bären-Experten? In unserem Kinderkino-Quiz könnt ihr heute euer Wissen testen.
Das Kinderkino wird unterstützt vom
Eintrittspreis: 4 € (wenn nicht anders angegeben)
Kontakt: [email protected]
Information: www.filmforum.de
22.2., 15.30 Uhr
In Kooperation mit den Duisburger TANZtagen
FIRST POSITION BALLETT IST IHR LEBEN
Plus Verlosung
USA 2011, 98 Min., FSK: ohne Altersbeschränkung
Regie: Bess Kargmann
Unsere Altersempfehlung: sehenswert ab 12 Jahren
Professionell Ballett tanzen – das ist der große Traum von Aran, Joan,
Michaela, Gaya, Rebecca, Miko und Jules. Und es ist harte Arbeit. Der Film
begleitet die jungen Tänzer bei ihrer Vorbereitung auf den Youth America
Grand Prix in New York. Der bekannte Wettbewerb bietet seinen Gewinnern
Stipendien und Verträge mit Ballettkompanien in aller Welt. Können die Kinder und Jugendlichen zeigen, was in ihnen steckt, wenn es um alles geht?
Für die Protagonisten unseres Films ist Tanzen eine ganze Welt. Lasst euch von
ihren Geschichten einstimmen auf die 26. Duisburger TANZtage - und mit ein klein
wenig Glück nehmt ihr bei unserer Verlosung eines der aktuellen T-Shirts mit heim.
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www.filmforum.de
Programmänderungen möglich!
15.30 / 16.00 Uhr
So., 1.2.
18.00 Uhr
18.30 Uhr
20.30 Uhr
21.00 Uhr
Publikumswunsch
MADAME MALLORY UND
DER DUFT VON CURRY
Erstaufführung
THE IMITATION GAME
Erstaufführung
WINTERSCHLAF
Erstaufführung
BIRDMAN
Mo., 5.2.
Kinotag
Publikumswunsch
MADAME MALLORY UND
DER DUFT VON CURRY
Watch it in English!
THE IMITATION GAME (OmU)
Erstaufführung
NATIONAL GALLERY
Erstaufführung
BIRDMAN
Di., 3.2.
Publikumswunsch
MADAME MALLORY UND
DER DUFT VON CURRY
Erstaufführung
BIRDMAN
Erstaufführung
WINTERSCHLAF
Erstaufführung
THE IMITATION GAME
Publikumswunsch
MADAME MALLORY UND
DER DUFT VON CURRY
Erstaufführung
BIRDMAN
Erstaufführung
NATIONAL GALLERY
Erstaufführung
THE IMITATION GAME
Erstaufführung
DIE BÖHMS – ARCHITEKTUR
EINER FAMILIE
Erstaufführung
BIRDMAN
Golden Globe 2015
BOYHOOD
Erstaufführung
ST. VINCENT
Erstaufführung
TITOS BRILLE
Erstaufführung
BIRDMAN
Publikumswunsch
MR. TURNER –
MEISTER DES LICHTS
Erstaufführung
ST. VINCENT
15.30 Uhr Abenteuer Kinderkino
PADDINGTON
15.30 Uhr Erstaufführung
BIRDMAN
Mi., 4.2.
15.30 Uhr filmcafé
THE IMITATION GAME
16.00 Uhr filmcafé
BIRDMAN
Do., 5.2.
USA/GB 2014, 115 Min., FSK: 12 J.
USA 2014, 117 Min., FSK: o. Altersbe. Regie: Morten Tyldum
Darsteller: Benedict Cumberbatch,
Regie: Lasse Hallström
Keira Knightley, Matthew Goode u.a.
Darsteller: Helen Mirren, Om Puri,
Manish Dayal u.a.
D/CH 2014, 87 Min., FSK: o. Altersbe.
Regie: Maurizius Staerkle-Drux
Fr., 6.2.
D 2014, 94 Min., FSK: o. Altersbe.
Regie: Regina Schilling
Sa., 7.2.
15.30 Uhr Erstaufführung
BIRDMAN
TK 2014, 196 Min., FSK: 6 J.
Regie: Nuri Bilge Ceylan
Darsteller: Haluk Bilginer,
Melisa Sözen, Demet Akbag u.a.
F 2014, 173 Min., FSK: o. Altersbe.
Regie: Frederick Wiseman
USA 2014, 165 Min., FSK: 6 J.
Regie: Richard Linklater
Darsteller: Ellar Coltrane,
Patricia Arquette, Ethan Hawke u.a.
USA 2014, 120 Min., FSK: 12 J.
Regie: Alejandro González Iñárritu
Darsteller: Michael Keaton, Zach
Galifianakis, Edward Norton u.a.
USA 2014, 98 Min., FSK: 6 J.
Regie: Theodore Melfi
Darsteller: Bill Murray, Melissa
McCarthy, Jaeden Lieberher u.a.
GB 2014, 149 Min., FSK: 6 J.
Regie: Mike Leigh
Darsteller: Timothy Spall,
Dorothy Atkinson, Paul Jesson u.a.
Erstaufführung
TITOS BRILLE
Erstaufführung
BIRDMAN
Golden Globe 2015
BOYHOOD
Erstaufführung
ST. VINCENT
Erstaufführung
DIE BÖHMS – ARCHITEKTUR
EINER FAMILIE
Erstaufführung
ST. VINCENT
Publikumswunsch
MR. TURNER –
MEISTER DES LICHTS
Erstaufführung
BIRDMAN
Erstaufführung
TITOS BRILLE
Erstaufführung
ST. VINCENT
Golden Globe 2015
BOYHOOD
Watch it in English!
BIRDMAN (OmU)
Erstaufführung
DIE BÖHMS – ARCHITEKTUR
EINER FAMILIE
Erstaufführung
ST. VINCENT
Publikumswunsch
MR. TURNER –
MEISTER DES LICHTS
Erstaufführung
BIRDMAN
Erstaufführung
TITOS BRILLE
Watch it in English!
ST. VINCENT (OmU)
Golden Globe 2015
BOYHOOD
Erstaufführung
BIRDMAN
Golden Globe 2015
GRAND BUDAPEST HOTEL
Publikumswunsch
MONSIEUR CLAUDE
UND SEINE TÖCHTER
Erstaufführung
INHERENT VICE –
NATÜRLICHE MÄNGEL
Filmtitel kurzfristig unter
Golden Globe 2015
DIE ENTDECKUNG
DER UNENDLICHKEIT
Publikumswunsch
MONSIEUR CLAUDE
UND SEINE TÖCHTER
Filmtitel kurzfristig unter
www.filmforum.de
oder Tel. 0203 - 3927125
Erstaufführung
INHERENT VICE –
NATÜRLICHE MÄNGEL
Golden Globe 2015
DIE ENTDECKUNG
DER UNENDLICHKEIT
Publikumswunsch
MONSIEUR CLAUDE
UND SEINE TÖCHTER
Publikumswunsch
MR. TURNER –
MEISTER DES LICHTS
Erstaufführung
INHERENT VICE –
NATÜRLICHE MÄNGEL
16.00 Uhr Erstaufführung
ST. VINCENT
So., 8.2.
15.30 Uhr Abenteuer Kinderkino
BÄREN
15.30 Uhr Erstaufführung
ST. VINCENT
Mo., 9.2.
Kinotag
Di., 10.2.
Mi., 11.2.
15.30 Uhr filmcafé
BIRDMAN
16.00 Uhr filmcafé
ST. VINCENT
Do., 12.2.
GB/D 2014, 100 Min., FSK: 12 J.
Regie: Wes Anderson
Darsteller: Ralph Fiennes,
Adrien Brody, Jeff Goldblum u.a.
Fr., 13.2.
GB 2014, 123 Min., FSK: o. Altersbe.
Regie: James Marsh
Darsteller: Eddie Redmayne, Felicity
Jones, Charlie Cox u.a.
Sa., 14.2.
15.30 Uhr Golden Globe 2015
DIE ENTDECKUNG
DER UNENDLICHKEIT
16.00 Uhr Publikumswunsch
MONSIEUR CLAUDE
UND SEINE TÖCHTER
F 2014, 97 Min., FSK: o. Altersbe.
Regie: Philippe de Chauveron
Darsteller: Christian Clavier,
Chantal Lauby, Ary Abittan u.a.
USA 2014, 148 Min., FSK: bitte erfragen
Regie: Paul Thomas Anderson
Darsteller: Joaquin Phoenix, Reese
Witherspoon, Benicio del Toro u.a.
www.filmforum.de
oder Tel. 0203 - 3927125
Kommunales Kino & Filmhistorische Sammlung
der Stadt Duisburg
Dellplatz 16, 47051 Duisburg-Stadtmitte
Eintrittspreise: 7,00 EUR / 5,50 EUR (erm.) Fr./Sa./So.: 8,00 EUR / 6,50 EUR (erm.)
filmcafé am Mittwoch: 4,50 EUR
Kinderkino am Sonntag: 4,00 EUR
Mo. Kinotag: 5,00 EUR
3D-Zuschlag: 2,00 EUR
FEBRUAR
2015
Programminformation
(02 03) 39 27 125
Erklärungen: OF = Originalfassung/OmU = Originalfassung mit deutschen Untertiteln/O.m.engl.U. = Originalfassung mit englischen Untertitel
15.30 / 16.00 Uhr
15.30 Uhr Abenteuer Kinderkino
KUDDELMUDDEL BEI
PETTERSSON UND FINDUS
18.00 Uhr
18.30 Uhr
20.30 Uhr
21.00 Uhr
Golden Globe 2015
DIE ENTDECKUNG
DER UNENDLICHKEIT
Publikumswunsch
MONSIEUR CLAUDE
UND SEINE TÖCHTER
Erstaufführung
INHERENT VICE –
NATÜRLICHE MÄNGEL
Mo., 16.2.
Kinotag
Golden Globe 2015
GRAND BUDAPEST HOTEL
Publikumswunsch
MONSIEUR CLAUDE
UND SEINE TÖCHTER
Erstaufführung
INHERENT VICE –
NATÜRLICHE MÄNGEL
www.filmforum.de
Di., 17.2.
Golden Globe 2015
DIE ENTDECKUNG
DER UNENDLICHKEIT
Publikumswunsch
MONSIEUR CLAUDE
UND SEINE TÖCHTER
Erstaufführung
INHERENT VICE –
NATÜRLICHE MÄNGEL
www.filmforum.de
Golden Globe 2015
GRAND BUDAPEST HOTEL
Publikumswunsch
MONSIEUR CLAUDE
UND SEINE TÖCHTER
Publikumswunsch
MR. TURNER –
MEISTER DES LICHTS
Erstaufführung
INHERENT VICE –
NATÜRLICHE MÄNGEL
Erstaufführung
SEHNSUCHT NACH PARIS
Filmtitel kurzfristig unter
Erstaufführung
INHERENT VICE –
NATÜRLICHE MÄNGEL
Erstaufführung
FRAU MÜLLER MUSS WEG
Erstaufführung
INHERENT VICE –
NATÜRLICHE MÄNGEL
Erstaufführung
FRAU MÜLLER MUSS WEG
Erstaufführung
INHERENT VICE –
NATÜRLICHE MÄNGEL
Erstaufführung
FRAU MÜLLER MUSS WEG
Erstaufführung
INHERENT VICE –
NATÜRLICHE MÄNGEL
Erstaufführung
FRAU MÜLLER MUSS WEG
So., 15.2.
Filmtitel kurzfristig unter
www.filmforum.de
oder Tel. 0203 - 3927125
15.30 Uhr Publikumswunsch
MONSIEUR CLAUDE UND…
Mi., 18.2.
15.30 Uhr filmcafé
DIE ENTDECKUNG
DER UNENDLICHKEIT
Filmtitel kurzfristig unter
oder Tel. 0203 - 3927125
Filmtitel kurzfristig unter
oder Tel. 0203 - 3927125
16.00 Uhr filmcafé
MONSIEUR CLAUDE UND…
Do., 19.2.
F 2014, 98 Min., FSK: bitte erfragen
Regie: Marc Fitoussi
Darsteller: Isabelle Huppert, JeanPierre Darroussin, Michael Nyqvist u.a.
Fr., 20.2.
Sa., 21.2.
15.30 Uhr Erstaufführung
INHERENT VICE – …
oder Tel. 0203 - 3927125
Erstaufführung
SEHNSUCHT NACH PARIS
www.filmforum.de
Erstaufführung
SEHNSUCHT NACH PARIS
www.filmforum.de
16.00 Uhr Erstaufführung
FRAU MÜLLER MUSS WEG
So., 22.2.
www.filmforum.de
Erstaufführung
15.30 Uhr Abenteuer Kinderkino –
in Kooperation mit den Duisburger TANZtagen SEHNSUCHT NACH PARIS
FIRST POSITION –
BALLETT IST IHR LEBEN
Filmtitel kurzfristig unter
oder Tel. 0203 - 3927125
Filmtitel kurzfristig unter
oder Tel. 0203 - 3927125
Filmtitel kurzfristig unter
www.filmforum.de
oder Tel. 0203 - 3927125
D 2014, 87 Min., FSK: 6 J.
Regie: Sönke Wortmann
Darsteller: Anke Engelke,
Justus von Dohnányi, Ken Duken u.a.
15.30 Uhr Erstaufführung
FRAU MÜLLER MUSS WEG
Mo., 23.2.
Kinotag
Le cinéma en français
AVANT L’HIVER – BEVOR DER
WINTER KOMMT (OmU)
Erstaufführung
FRAU MÜLLER MUSS WEG
Erstaufführung
INHERENT VICE –
NATÜRLICHE MÄNGEL
Publikumswunsch
20.000 DAYS ON EARTH
Jüdische Kulturtage NRW 2015
HANNAS REISE
Erstaufführung
FRAU MÜLLER MUSS WEG
Watch it in English!
INHERENT VICE (OmU)
Publikumswunsch
20.000 DAYS ON EARTH
Jüdische Kulturtage NRW 2015
BETHLEHEM (OmU)
Erstaufführung
FRAU MÜLLER MUSS WEG
Le cinéma en français
AVANT L’HIVER – BEVOR DER
WINTER KOMMT (OmU)
Erstaufführung
INHERENT VICE –
NATÜRLICHE MÄNGEL
Jüdische Kulturtage NRW 2015
MAX DAVIDSON COMEDIES
Erstaufführung
FRAU MÜLLER MUSS WEG
Filmtitel kurzfristig unter
Erstaufführung
HEUTE BIN ICH SAMBA
Erstaufführung
DIE HÜTER DER TUNDRA
Erstaufführung
FRAU MÜLLER MUSS WEG
Erstaufführung
DIE HÜTER DER TUNDRA
Erstaufführung
FRAU MÜLLER MUSS WEG
F/L 2013, 102 Min., FSK: 12 J.
Regie: Philippe Claudel
Einführung: Wolfgang Schwarzer,
Dt.-Frz. Gesellschaft
Di., 24.2.
D/IL 2013, 100 Min., FSK: o. Altersbe.
Regie: Julia von Heinz
Darsteller: Karoline Schuch, Doron
Amit, Max Mauff u.a.
Mi., 25.2.
15.30 Uhr filmcafé
SEHNSUCHT NACH PARIS
16.00 Uhr filmcafé
FRAU MÜLLER MUSS WEG
Do., 26.2.
IL/D/B 2013, 100 Min., FSK: 16 J.
Regie: Yuval Adler
Darsteller: Tsahi Halevi, Hitham
Omari, Tarek Copti u.a.
Ein Kurzfilmprogramm mit Komödien
der 1920er Jahre
Musikalische Begleitung:
Joachim Bärenz, Stummfilmpianist
Fr., 27.2.
D/N 2014, 86 Min., FSK: o. Altersbe.
Regie: René Harder
Sa., 28.2.
15.30 Uhr Erstaufführung
FRAU MÜLLER MUSS WEG
16.00 Uhr Erstaufführung
HEUTE BIN ICH SAMBA
www.filmforum.de
oder Tel. 0203 - 3927125
Filmtitel kurzfristig unter
www.filmforum.de
oder Tel. 0203 - 3927125
Filmtitel kurzfristig unter
www.filmforum.de
oder Tel. 0203 - 3927125
GB 2014, 97 Min., FSK: 6 J.
Regie: Iain Forsyth, Jane Pollard
Mitwirkende: Nick Cave, Blixa
Bargeld, Warren Ellis u.a.
F 2014, 118 Min., FSK: bitte erfragen
Regie: Eric Toledano, Olivier Nakache
Darsteller: Omar Sy, Charlotte
Gainsbourg, Tahar Rahim u.a.
Erstaufführung
HEUTE BIN ICH SAMBA
Erstaufführung
HEUTE BIN ICH SAMBA
Veranstaltungen
im
....................................................
Februar
2015
....................................................
Brasilien – moderne Kunst und Architektur
Kultur
Brasilien – moderne Kunst
und Architektur
Auf den Spuren von Oscar Niemeyer
Vortrag von A. Hackstein
Mo, 02.02.15, 18:00 - 19:30 Uhr
Säuferleben.
Vom Rausch und seinen Folgen
Gedichte, Geschichten, Musik
Mit Werner Seuken und
Gerharda Stakenborg
Mi, 04.02.15, 18:00 - 19:30 Uhr
Ingeborg Drews – Fotos
Kooperation mit der DFG Duisburg
Ausstellungsdauer: 06.02. - 27.03.15
Ausstellungseröffnung mit Ingeborg
Drews und Markus Reinhardt
Fr, 06.02.15, 17:00 - 19:00 Uhr
Musik- und Kunstschule,
Duissernstr. 16, Duisburg-Duissern
entgeltfrei
VHS der Stadt Duisburg
Königstraße 47
47049 Duisburg
Tel. 0203-283 2616
www.vhs-duisburg.de
Weitere Veranstaltungs-Informationen finden Sie im aktuellen
VHS-Programm. Sie erhalten es
in der Volkshochschule.
Soweit nicht anders angegeben
beträgt der Eintritt 5 � und
die Veranstaltungen finden in
der VHS, Königstr. 47, statt.
Madame de Maintenon –
ein Leben wie im Roman
Von der Mätresse zur ungekrönten
Königin am Hofe Ludwigs XIV
Kooperation mit der DFG Duisburg
Vortrag von Hannelore Schulte und
Dr. Claudia Kleinert
Mi, 18.02.15, 18:00 - 19:30 Uhr
"Sporen trug sie an den Füßen"
Goeffrey Chaucer.
Die Canterbury Erzählungen
Vortrag von Dr. Claudia Kleinert
und Thomas Bouvier
Fr, 20.02.15, 19:30 - 21:00 Uhr
Montmartre und Montparnasse
Kunstgeschichten aus Paris, Teil 1
Vortrag mit Bildern von
Dr. Nicole Birnfeld
Mo, 23.02.15, 18:00 - 19:30 Uhr
Jettchen Gebert und der Rosenemil
Der jüdische Schriftsteller Georg
Hermann (1871 – 1943)
Ein Beitrag zu den Jüdischen Kulturtagen 2015 von Klaus T. Hofmann
Mi, 25.02.15, 18:00 - 19:30 Uhr
Die Nibelungen – Auf den Spuren
von Siegfried & Co (Teil II)
Vortrag von Dirk Sondermann
Do, 26.02.15, 18:30 - 20:00 Uhr
Ingeborg Drews – Fotos – Ausstellung
Politik & Geschichte
Philosophie & Religion
Globale Überwachung – Hat der
Datenschutz noch eine Chance?
Vortrag von Peter Schaar
Mo, 02.02.15, 20:00 - 21:30 Uhr
Will Gott Blut?
Monotheismus und Gewalt
Vortrag von Reinhard Haneld M.A.
Di, 03.02.15, 20:00 - 21:30 Uhr
Geschichtswerkstatt 2. Weltkrieg
Der Warschauer Aufstand 1944
Vortrag von Martin Clemens
So, 08.02.15, 11:00 - 14:00 Uhr
Geistige Heimat und Entfremdung.
Philosophen und Künstler als
Aussteiger
Vortrag von Dr. Alexander Wiehart
Mo, 09.02.15, 20:00 - 21:30 Uhr
Musik
"Die Sprache der Musik
ist voller Geheimnisse."
Carl Maria von Weber (1786-1826)
Vortrag mit Musikbeispielen
von Marliese Reichardt
Do, 05.02.15, 18:30 - 20:00 Uhr
Jazzgeschichte nostalgisch
Vortrag mit Musik- und Filmausschnitten von H. Ferdy Brockerhoff
Sa, 07.02.15, 14:00 - 16:15 Uhr, 15 �
Große Persönlichkeiten –
Bedeutende Orte
Vortrag von H. Ferdy Brockerhoff
Sa, 21.02.15, 14:00 - 16:15 Uhr, 15 �
Dance of Joy – Klezmermusik
Johannes Flamm (Klarinette),
Johanna Schmidt (Violine),
Alfred Krauss (Akkordeon),
Werner Lauscher (Bass).
Ein Beitrag zu den Jüdischen
Kulturtagen 2015
Fr, 27.02.15, 20:00 - 21:30 Uhr, 10 �
"Es iz geven a zumertog" –
Es war an einem Sommertag
Ein Beitrag zu den Jüdischen Kulturtagen 2015 von Roswitha Dasch
Sa, 28.02.15, 20:00 - 21:30 Uhr, 10 �
„... rein durch seelische Inhalte
erzeugte Tatsachen“ Wie Heimat und
Fremde unsere Identitäten stiften
Vortrag von Dr. Alexander Wiehart
Di, 10.02.14, 20:30 - 22:00 Uhr
Himmel als eigentliche
Heimat im Christentum
Vortrag mit Bildern und Diskussion
Dr. Alexander Wiehart
Mi, 11.02.15, 18:00 - 19:30 Uhr
Pädagogik
Ein Schuljahr im Ausland
Informationsveranstaltung mit
Claudia Schmalenbach
Di, 10.02.15, 19:30 - 21:00 Uhr
entgeltfrei
Hausaufgaben. Klassenarbeit.
Wie motiviere ich mein Kind
für die Schule?
Vortrag von Heike Raskopf
Mi, 11.02.15, 18:00 - 19:30 Uhr
Leichter durchs Schuljahr –
Wie schaffe ich es, für Klassenarbeiten zu lernen und Hausaufgaben schneller zu erledigen?
Vortrag von Heike Raskopf
Sa, 28.02.15, 10:00 - 15:00 Uhr, 10 �
L
Februar
Erstaufführungen
Isabelle Huppert züchtet Kühe: Sehnsucht nach Paris
W
enn der Prachtbulle Big Jim mal einen
Preis gewinnt, dann möchte sich Brigitte
(Isabelle Huppert) am liebsten ein Diadem
aufsetzen. Dem Rind ebenfalls. Ansonsten trägt sie
gern Pelzmütze. Ihr Mann Xavier (Jean-Pierre
Darroussin) hält nicht viel von solchem Firlefanz. Er
trägt übrigens einen Schlapphut. Der kernige Kerl
macht seinen Job als Viehzüchter, auf dem Land in der
Normandie. Damit hat es sich! Aber da muss doch
noch ein bisschen mehr Leben sein? Und diese
Sehnsucht brennt Brigitte buchstäblich auf der Haut.
Sie hat einen Ausschlag. Vielleicht vom ländlichen
Sein? Der Ausschlag verlangt nach Behandlung. In
Paris. Wo sonst!? Dort nämlich lebt auch der charmante Stan (Pio Marmaï), den die Landfrau auf einer
Party kennengelernt hat. Und dort ist auch ganz zufällig der sehr nette Däne Jesper (Michael Nyqvist) gerade
zu Gast. Der verführerische Fremde zeigt ihr die Stadt.
Bei Tag und Nacht. Aber Xavier wittert Unrat und ist
seiner Frau heimlich nachgereist.
Ja, auch die Provinz will wohldosiert genossen werden.
Immer mit Kühen auf dem Hof ist irgendwie auch doof.
Vor allem, wenn Paris der Zielort der Träume ist. Und
wenn Isabelle Huppert die Hauptrolle spielt! Die Diva
des französischen Kinos muss ja eine Allergie vom
Landleben bekommen. Doch Vorsicht! Regisseur Marc
Fitoussi macht es sich mit seiner Tragikomödie
SEHNSUCHT NACH PARIS nicht einfach. Es geht
um eine kleine Flucht aus dem Alltag, um das Gefühl,
das jenseits der 50 mehr wartet als die Rente. Aber es
geht auch um die wahre Liebe. Und die fragt nicht nach
dem „Wo“, sondern nur nach dem „Mit wem?“ JeanPierre Darroussin (LE HAVRE) ist auf lange Sicht nicht
die schlechteste Wahl, selbst für eine Isabelle Huppert.
Als Erstaufführung vom 19.2. bis 22.2., jeweils 18 Uhr; am 25.2., 15.30 Uhr.
Mehr als ziemlich beste Freunde: Heute bin ich Samba
D
er Senegalese Samba (Omar Sy) will vom
Tellerwäscher aufsteigen. Nicht gleich zum
Millionär. Aber zum Koch mit Festanstellung.
Zehn Jahre lebt er schon illegal in Frankreich. Jetzt
fragt er bei den Behörden nach einer Aufenthaltsgenehmigung. Die sichert den Platz am Herd. Doch die
Beamten stecken ihn gleich in die Zelle und fordern
seine Abschiebung. Da kommt Alice (Charlotte Gainsbourg) ins Spiel. Die schüchterne Frau will nach
einem Burnout als ehrenamtliche Sozialhelferin Gutes
tun und Grund unter die labilen Füße bekommen. Ihr
erster Fall: Samba. Was den Rat angeht, professionelle
Distanz zu halten, so versagt sie auf ganzer Linie. Küsschen links und Küsschen rechts – schon hat Samba
ihre private Telefonnummer. Sie kommen sich näher,
was nicht ganz leicht ist, denn nach wie vor droht dem
optimistischen Nicht-Tänzer die Zwangsausreise.
„Ziemliche beste Freunde“ soll niemand trennen. Die
Regisseure Éric Toledano & Olivier Nakache haben
sich einmal mehr mit Omar Sy, ihrem Helden aus
dem bislang größten französischen Kinohit zusammengetan. Ihre Komödie HEUTE BIN ICH SAMBA
bietet dabei mehr als ein „more of the same“. Bei aller
Freude an den komischen Momenten beschreiben die
Regisseure durchaus seriös die Lage von illegalen
Einwanderern in Frankreich, nehmen sich Zeit für
ernste Momente zum Thema Integration. Charlotte
Gainsbourg (NYMPHOMANIAC) spielt dezent auf ihre
ausschweifende Rolle in Lars von Triers Provokation
an. Vor allem aber gibt sie als schüchterne Frau mit
Burnout der Tragikomödie eine spezielle Färbung.
HEUTE BIN ICH SAMBA fand in Frankreich ein großes
Publikum. Auch und weil Omar Sy einfach unver-
w w w. f i l m f o r u m . d e
schämt gute Laune verbreitet, aber vor allem, weil sich
Toledano und Nakache aller Betroffenheitslyrik enthalten, dafür umso besser unterhalten.
Als Erstaufführung vom 26.2. bis 28.2., jeweils 21 Uhr; am 28.2., 16 Uhr. Weitere Termine im März.
Bedrohte Schönheit:
Madame Mallory
und der Duft von Curry
S
Eben noch in Mumbai in einer Garküche am
Herd eröffnet Papa Kadam (Om Puri) einen
Currypalast in der französischen Provinz.
Star am Herd ist sein Sohn Hassan (Manish
Dayal). In dem kleinen Ort Saint-AntoninNoble-Val in Südfrankreich verführen
prompt neue Farben, Töne, Düfte und Geschmacksnuancen. Alles wäre wunderbar,
wäre da nicht auch Madame Mallory (Helen
Mirren), die ein Sterne-Restaurant gleich
gegenüber führt und von der Curry-Konkurrenz gar nichts hält. Dafür hält SouChefin Marguerite (Charlotte Le Bon) umso
mehr von Hassan.
Lasse Hallström (CHOCOLAT) kehrt zurück
ins tiefste Frankreich und serviert märchenhafte Sinnenfreuden. Nach dem Roman von
Frankreich für alle:
Die Hüter der Tundra
chöne Bilder hat René Harder
aus der Tundra mitgebracht.
Hoch im Norden, jenseits des
Polarkreises auf der Halbinsel Kola,
überfliegt die Kamera Rentierherden,
schaut dem Spiel der Tiere im erwachenden Sonnenlicht zu. Die unbe-
als die der reinen Schönheit. Und da
kommt Sascha mit ihrer Familie ins
Spiel. Die Frau vertritt ihr Volk im Regionalparlament der Samen und sie
kämpft darum, die Heimat in einen
Nationalpark zu wandeln. Die starke
Frau mit den dunklen Haaren unter
Richard C. Morais drehte er die Drei-SterneRomanze MADAME MALLORY UND
DER DUFT VON CURRY. In sanftes Licht
taucht Hallström seine Bilder. Er spielt mit
den Farbkontrasten, die so einen CulturalClash provozieren. Eine Liebesgeschichte
rundet das Menü ab. Als Dessert: das scharfzüngige Duell zwischen Oscar-Preisträgerin
Helen Mirren und Om Puri. Noch ein Hinweis: Madame Mallory – ganz Feind des
Nachbarn – wäscht im Film eine fremdenfeindliche Parole von ihrer Hausmauer. „Bei
aller Konkurrenz, die französischen Werte
stehen über allem“ sagt die Frau mit Stil und
feuert die Schurken!
Als Publikumswunsch vom 1.2. bis
4.2., jeweils 18 Uhr.
Mike Leigh führt den Pinsel:
Meister des Lichts
Wenn es sein muss, lässt sich William Turner
(Timothy Spall) an einen Schiffsmast binden. Auf dass er die Nuancen eines Schneesturms authentisch einzufangen vermag. Der
britische Maler ist ein Meister der Lichts. Aller
Ruhm wird ihm noch zu Lebzeiten zuteil.
Kunstkenner, Adel und das ganz normale
Volk im 19. Jahrhundert lieben seine Landschaftsbilder. William Turner lieben sie nicht
gerade: Ungehobelt, wenn er will, frei von
allem diplomatischen Bemühen und der
Moral nur bedingt zugeneigt, tritt er auf.
Dass seine Haushälterin Hannah Danby
(Dorothy Atkinson) ihn liebt, hält er für
selbstverständlich und gelegentlich nutzbar.
Mit einer anderen Frau, Sophia Booth
(Marion Bailey), verbringt er ebenfalls
Stunden, die einer anderen Kunst gewidmet
sind als der Malerei. Als Turners Vater (Paul
Mr. Turner –
Jesson) stirbt, stürzt er in eine Krise, färbt der
Verlust seine Bilder ein.
Mike Leigh, der dem wahren Leben in Filmen
wie HAPPY-GO-LUCKY eng verbunden war
und ist, folgt mit MR. TURNER – MEISTER DES LICHTS seinem Sujet. Das BioPic, vorgestellt beim Filmfest in Cannes,
spielt mit dem Licht (formal und inhaltlich).
Kameramann Dick Pope gelingen großartige
Panoramen. Hier wird kein Leben einfach
nacherzählt, hier wird über die volle Fläche
der feine Pinsel geführt. Timothy Spall
(HARRY POTTER) grunzt mehr, als dass er
viele Worte macht. Aber wenn er seine Lippe
schmollend vorschiebt, wenn er sich ein
Lächeln abringt, dann wird aus einer Figur
eine Persönlichkeit.
Als Publikumswunsch am 6.2., 8.2.,
10.2., 14.2., 18.2., jeweils 20.30 Uhr.
Monsieur Claude
und seine Töchter
Und noch einmal:
rührte Natur im satten Grün des Frühjahrs, durchzogen vom Blau der mäandernden Flüsse. Das reine Weiß des
Schnees. Man möchte schwelgen. Doch
diese Schönheit ist bedroht – und mit
ihr das Leben von 500 Samen, die in
dem Dorf Krasnoschtschelje leben. Hart
ist das Sein hier. Die Lebenserwartung
der Männer übersteigt 45 Jahre nicht.
Für Frauen liegt es bei 53 Jahren. Aufgeben wollen sie ihre Lebensweise keineswegs. Auch wenn die russische Regierung andere Schätze bergen möchte
der Fellmütze führt – auch mit ihrem
Off-Kommentar – durch den Dokumentarfilm DIE HÜTER DER TUNDRA. René Harder, der in Russland
das Filmhandwerk lernte, fühlt sich ein
in die Menschen der Tundra, deren
Dorfleben beim jährlichen Rentierrennen seinen Höhepunkt feiert. Deshalb hat er nicht nur schöne Aufnahmen aus dem Norden mitgebracht,
sondern Bilder mit Seele.
Als Erstaufführung am 27.2.
und 28.2., jeweils 18 Uhr.
Die erfolgreichste französische Komödie 2014
schaut sich seit einem Monat ein bisschen
anders. Sie trägt überdies zu dem Gedanken
bei, dass die Menschen, wo sie auch herkommen, mehr verbindet als trennt. Wenn sie es
wollen. Mehr aber nicht dazu.
Dagegen stellen wir mit zwei gut situierten
Eltern die Ausgangsfrage: Was haben die erzbiederen Eheleute Claude im Graupullunder
(Christian Clavier) und Marie mit feschem
Hochzeitshütchen (Chantal Lauby) dem lieben Gott nur getan? Vier Töchter haben diese
beiden Franzosen. Die eine heiratet einen
Juden, die andere einen Muslim und die dritte einen Chinesen. Und jetzt kommt auch
w w w. f i l m f o r u m . d e
noch die Jüngste – Laure (Élodie Fontan) –
mit dem Schwarzen Charles (Noom Diawara) als Mann fürs Leben daher. Irgendwann
ist es eben zu viel Multi und Kulti. Wenigstens
ist der Typ Katholik. Aber Charles‘ Vater hat
auch so seine Vorurteile.
Die Komödie MONSIEUR CLAUDE
UND SEINE TÖCHTER spielt burlesk mit
allen Klischees. Und das gestrafte Elternpaar
beweist Toleranz und macht das Wohnzimmer zum Weltdorf. Wohl oder übel.
Als Publikumswunsch vom 12.2. bis
18.2. im filmforum. Die genauen Termine
entnehmen Sie bitte dem Programmschema
im Mittelteil.
Februar
Zugabe für Nick Cave:
Golden Globe für die beste Komödie:
20.000 Days on Earth
Der australische Star Nick Cave hat einen
von diesen altmodischen zusammenklappbaren Reiseweckern, und der klingelt um 7
Uhr. Vor dem Spiegel sieht Cave ziemlich
schmalbrüstig aus. Soviel zu den normalen
Dingen an einem Tag wie jedem im Leben
des Künstlers. Freilich, es ist nicht irgendein
Tag. Es ist exakt sein 20.000ster auf dieser
Erde. Die britischen Künstler Iain Forsyth
und Jane Pollard dokumentieren diese 24
Jubiläumsstunden. Als Auftragsproduktion
für den Musiker drehten sie die Doku
20.000 DAYS ON EARTH. Der Film
ist dabei weder Selbstbespiegelung noch
Selbstbeweihräucherung. Ohnehin kümmert es die Filmemacher wenig, ob das
alles wirklich ist oder eben doch klug nach-
Sonderprogramme
Grand Budapest Hotel
oder dargestellt. Hätte sich Cave wirklich an
diesem Jubiläums-Tag mit dem Psychoanalytiker Darian Leader zum Austausch
über Kindheit und Jugend getroffen? Wäre
er tatsächlich mit Blixa Bargeld, Kylie
Minogue und Ray Winstone im Auto unterwegs gewesen? Musik hätte er sicher gemacht. Die Probe mit Warren Ellis von
„The Bad Seeds“ ist dann wohl wahrheitsgetreu. Aber was heißt das schon angesichts
eines so kunstvoll verdichteten Porträts,
dass Nick Caves Musik nicht allein als blanken Soundtrack nutzt, und das Stück „Push
The Sky Away“ live erklingen lässt?
Als Publikumswunsch am 23.2. und
24.2., jeweils 21 Uhr.
Golden Globe als bestes Drama: Boyhood
Etwas überraschend gewann die deutschbritische Produktion GRAND BUDAPEST
HOTEL, die zum großen Teil in Görlitz gedreht wurde, den Golden Globe als beste
Komödie. Noch faszinierender: Wes Andersons bonbonbunte Burleske mit Staraufgebot geht auch mit neun Nominierungen
ins Oscar-Rennen. Schauen wir also noch
mal hin, was den leicht nostalgischen Film,
der übrigens nicht in Budapest spielt, so
außergewöhnlich macht.
Zur Handlung: Madame D. (Tilda Swinton)
ist tot. Und sieht noch im Grab sehr gut aus.
Sagt jedenfalls Gustave H. (Ralph Fiennes),
der Concierge des Grand Budapest Hotels
(das nicht in Ungarn liegt). Anfang der
1930er Jahre des untergegangenen Jahrhunderts stirbt die steinalte und steinreiche
Madame, die mit Gustave H. mehr verband
als freundliche Zuneigung, eines unnatürlichen Todes. Das hat Folgen: Zum einen
vererbt sie Gustave H. das Renaissance-Bild
„Junge mit Apfel“. Zum anderen wird er
von der Familie mit Rachsucht verfolgt. Der
Page Zéro Moustafa (Tony Revolori) steht
freilich treu dem Concierge zur Seite und
hilft gemeinsam mit einer tapferen Kuchenbäckerin (Saoirse Ronan) beim Erbschaftsstreit um das Gemälde.
Am 12.2., 16.2., 18.2.,
jeweils 18 Uhr.
Golden Globe für Eddie Redmayne:
Die Entdeckung der Unendlichkeit
Gleich drei Golden Globes gewann Richard
Linklaters Langzeitprojekt BOYHOOD:
bestes Drama, beste Regie und beste Produktion im Bereich Drama. Aussichten auf
den Oscar hat der außergewöhnliche Familienfilm überdies. Richard Linklater (BEFORE SUNRISE) lässt einen realen Menschen in einer fiktiven Geschichte altern.
Als Linklater den Hauptdarsteller Ellar
Coltrane castete, war der Junge sechs Jahre
alt. Als für die letzte Szene (nur 39 Drehtage
später) die Klappe fiel, war Coltrane 18.
Über zwölf Jahre nahm sich der Regisseur
die Zeit, für jeweils ein paar Drehtage. So
entstand BOYHOOD, die Geschichte einer
Kindheit, die aber nicht die Kindheit von
Ellar Coltrane ist, sondern die der Filmfigur
Mason. Mit seiner Mutter (Patricia Arquette) ziehen er und seine Schwester nach
Austin in Texas. So kommt der Junge auch
wieder seinem Vater (Ethan Hawke) näher.
Die Mutter hat wenig Glück mit ihren
Männergeschichten. Der Vater tappt in die
gleichen selbst gelegten Schlingen. In dieser Umgebung sucht Mason seinen Weg ins
Leben, verliebt sich und muss eine Trennung erdulden, Umzüge aushalten – und
er kämpft sich durch die Schule.
BOYHOOD gewinnt seine Faszination daraus, dass der Zuschauer tatsächlich den
immer gleichen Jungen in seinen verschiedenen Lebensphasen von der Kindheit zum
Mann sieht. Doch das Familiendrama weist
über ein Beobachtungsprotokoll hinaus.
Die Coming-of-Age-Geschichte – keinem
festen Zeitrhythmus folgend – erlaubt auch
den weiteren Charakteren, sich zu entwickeln und zu verändern. Die Mutter wird
Psychologie studieren; der Vater so etwas
wie Stabilität in sein Leben bringen.
Am 5.2., 7.2., 9.2., 11.2.,
jeweils 20.30 Uhr.
Den Nobelpreis hat Stephen Hawking nie
gewonnen. Aber er hat ein Buch geschrieben, dass sich viele Millionen Mal verkauft
hat: „Eine kurze Geschichte der Zeit“. Er
hatte einen Auftritt bei den „Simpsons“ und
schwebt geistig über den Nerds in „The Big
Bang Theory“. Der Engländer Hawking ist
ein Superstar der Physik, weil er ein brillanter Kopf ist. Dass er im Rollstuhl sitzt,
seit über 50 Jahren an ALS leidet, hat sich
als Bild im Kopf eingeprägt. James Marsh
erzählt seine Lebensgeschichte nach der
Buchvorlage von Hawkings erster Frau
Jane, die auch in dem gleichnamigen Film
DIE ENTDECKUNG DER UNENDLICHKEIT eine zentrale Rolle spielt.
Das Bio-Pic über Hawking ist ein warmherziger, in irdenen Farben gezeichneter Blick
auf ein Leben mit all seinen Höhen und
Tiefen. Der Aufstieg Hawkings (Eddie Redmayne) in den 1960er Jahren in Oxford, die
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Begegnung mit Jane (Felicity Jones) und
der Verfall des Körpers durch die Krankheit.
Romantische Liebesgeschichte? Ja, durchaus. Beziehungsdrama? Ja, ebenfalls. Und
auch ein Film über den Anbeginn der Zeit
in einem schwarzen Nichts. Eddie Redmayne spielt die Ikone als Genie im Rollstuhl. Er gewann dafür den Golden Globe,
darf zudem auf einen Oscar hoffen. Wie
übrigens die Gesamtproduktion. Felicity
Jones, als Frau an seiner Seite, ist weit mehr
als ein Sidekick. Der Film rückt sie ebenso
ins Zentrum wie den berühmten Physiker.
Aus gutem Grund erhielt auch sie eine
Oscar-Nominierung. Einen Golden Globe
für die Musik von Jóhann Jóhannsson gab
es ebenfalls.
Vom 13.2. bis 18.2. im filmforum. Die
genauen Termine entnehmen Sie bitte dem
Programmschema im Mittelteil.
Jüdische Kulturtage NRW in Duisburg: Die
Wiederentdeckung des Papa Grimplewalt
Die jüdischen Kulturtage in Nordrhein-Westfalen sind eine gemeinsame Initiative
von 15 Kommunen unter der Schirmherrschaft von NRW-Ministerpräsidentin
Hannelore Kraft und Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in
Deutschland. Das filmforum beteiligt sich in diesem Monat und auch im März mit
einer eigenen Reihe an dem Programm, das auch Vorträge, Lesungen und Konzerte
umfasst.
Hannas Reise
Die BWL-Studentin Hanna (Karoline
Schuch) hat die karrierefördernde Idee, in
einem Behindertenheim in Israel ein Praktikum abzuspulen. Hanna tritt also ihre
Reise an, weil ihre Mutter, eine Friedensaktivistin, nicht die gefälschte Bescheini-
gung ausstellen will. Die junge Frau mit
roten Haaren hat keine Mühe, jedem vor
den Kopf zu stoßen. Den Besuch bei einer
Überlebenden des Holocausts sieht sie eher
als Pflichttermin. Doch die Geschichte ist
kompliziert. Zum einen weil sich Hanna
tatsächlich in den Kollegen Itaj verliebt.
Dann haben die Kinder in dem Heim
tatsächlich etwas Anrührendes. Und weil
sich der Pflichttermin als eine spannende
Begegnung erweist. Der Tonfall des Dramas
HANNAS REISE ist oft schnoddrig, Doch
Zynismus prägt den Film keineswegs. Julia
von Heinz, die für WAS AM ENDE ZÄHLT den
Deutschen Filmpreis bekam, lässt alle Klischees in der Schublade. Das hat Witz und
ist vor allem ehrlich.
24.2., 18 Uhr.
Bethlehem
Der palästinensische Jugendliche Sanfur
(Shadi Marei) spielt ein doppeltes Spiel. Der
israelische Geheimdienstoffizier Razi (Tsahi
Halevy) hat ihn als Informanten gewonnen.
Doch inzwischen ist so etwas wie Freundschaft gewachsen. Zugleich fühlt sich Sanfur seinem Bruder, einem Untergrundkämpfer, verpflichtet. Als der Geheimdienst
erkennt, dass der Junge mehr als einem
Herren dient, ist er bereit, ihn zu opfern. Das
stürzt Razi in einen Gewissenskonflikt, denn
für ihn ist der Junge mehr als nur ein
Bauernopfer.
Yuval Adlers Thriller BETHLEHEM entlarvt das grausame Spiel der Macht und
führt dabei in eine Grauzone, in der sich die
Entscheidung über Gut oder Böse nicht
bruchlos treffen lässt. Yuval Adler schrieb
das Buch zusammen mit dem arabischen
Journalisten Ali Waked, dessen Insiderkenntnisse der Geschichte ein hohes Maß
an Authentizität vermitteln.
25.2., 18 Uhr. (OmU)
Max Davidson
Comedies
Die Bergung vergessener Schätze. In den
1920er Jahren gehörte Max Davidson zu den
Stummfilmkomikern mit Star-Appeal. Gemeinsam mit Laurel und Hardy drehte der
1875 in Berlin geborene jüdische Immigrant. Und mit Charley Chase. Die HalRoach-Studios hatten ihn unter Vertrag und
realisierten mit ihm eine eigene Reihe, DIE
MAX DAVIDSON COMEDIES. Davidson
spielt darin den Papa Grimplewalt. 17 kurze
Komödien entstanden und sie belustigten
sich über die Probleme einer jüdischen
Familie in Amerika. Drei der meisterhaften
Miniaturen feiern während der „jüdischen
Kulturtage“ die Rückkehr auf die Leinwand:
FLAMING FATHERS (1927, 25 min) beschreibt die Kino-Kunst des Menschenauflaufs. In CALL OF THE CUCKOO
(1927/19 min) wirken Stan Laurel, Oliver
Hardy und Charley Chase mit. Der EsstischEinakter PASS THE GRAVY (1928, 25 min)
gilt als das beste Stück der Reihe. Die drei
Filme werden von Joachim Bärenz am
Klavier begleitet.
26.2., 18 Uhr.
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Februar
Sonderprogramme
Le cinéma en français
Bevor der Winter kommt: Avant l’hiver
bröckeln. Ist Lou nur das Symptom oder die
Ursache für dieses Rütteln an Stäben eines
goldenen Käfigs?
Der Autor Philippe Claudel hat es sich im
Regiestuhl bequem gemacht. Das Ehe-Drama mit Thriller-Touch AVANT L’HIVER
(BEVOR DER WINTER KOMMT) ist bereits
seine dritte Regiearbeit. In seinem Jahreszeiten-Vierklang ist er im Herbst – seiner
liebsten Jahreszeit – angekommen und
erzählt von diesen kühlen Tagen, denen die
letzte Sonne noch etwas Süße schenken
möge.
In der Reihe Le cinéma en français mit
einer Einführung von Wolfgang Schwarzer,
am 23.2., 18 Uhr (OmU).
Weitere Aufführung am 25.2., 20.30
Uhr. (OmU)
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Der Gehirnchirurg Paul (Daniel Auteuil)
bekommt Rosen geschenkt. Immer wieder,
immer heimlich. Wer ist die Verehrerin?
Vielleicht die ebenso junge wie geheimnisvolle Marokkanerin Lou (Leila Bekthi), der
er wie zufällig immer wieder begegnet? In
einer Bar hat sie ihn angesprochen, bei
einem Konzert sitzt sie unweit von ihm.
Langsam sickert ihre schiere Anwesenheit in
den Alltag eines Mannes, den das Leben wie
einen trägen Stein einfach mitgeschleppt
hat. Allmählich zersetzt Lou die Beziehung
zu seiner Frau Lucie (Kristin Scott Thomas). Ihre Ehe wäre das schiere Glück,
wenn sie nur glücklich wären. Paul versagt
im Beruf, soll sich eine Auszeit gönnen. Die
Beziehung zu seinem Freund, dem Psychiater Gérard (Richard Berry), beginnt zu
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#17
THAN FICTION
dokumentarfilmfest
KÖLN
23. Januar bis 1. Februar 2015
Partner:
Gefördert von:
Dokumentarfilme international
Dokumentarfilme aus NRW
Werkstattgespräche Gerd Ruge Stipendium
www.strangerthanfiction-nrw.de